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Twilight & Harry Potter Crossover
 


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 Ruinen von Slimnic

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Filch der Hausmeister
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BeitragThema: Ruinen von Slimnic   Mi Jan 02, 2013 3:04 am



Burgruinen in der Nähe der Ortschaft Slimnic.
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Seto
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Do Jan 10, 2013 1:11 am

cf: Volterra - Zimmer der Wachen - Demetris Gemach

Nachdem alles gesagt war hatte Caius nur stumm genickt, doch in seinen Augen hatte Seto ein bedrohliches Glitzern gesehen. Demetri hatte sich von der Gruppe angewandt und der Japaner tat es ihm gleich. Als geschloßene Einheit verließen sie die Hallen Volterras und bewegten sich wie Schatten durch das heimische Land. Kurz nachdem sie die Stadtmauern verlassen hatten wies Demetri Chelsea an ein wachsames Auge auf Ciara zu haben. Auch Seto war mit dieser Aufgabe betreut worden und betrachtete die Rothaarige aufmerksam. Es war wohl nicht nötig den restlichen Wachen das Gleiche auf zu tragen. Schließlich waren sie nicht dumm. Jeder hier von ihnen wusste, dass diese Frau gefährlich werden konnte. Es war ein großes Wagnis sie mit zu nehmen, doch was war das Leben schon ohne etwas Nervenkitzel? Es machte die ganze Aktion noch spannender als sie ohne hin schon war. Seto lächelte still in sich hinein. Es war Zeit, dass sein Schwert wieder zum Einsatz kam. Es hatte schon wieder viel zu lange geruht.
Natürlich mieden sie es bei ihrer Reise direkt durch Städte zu wandeln und entschieden sich eher für die ländlichereren Wege. Sie eilten sich nicht, doch sie hatten ihr Ziel klar vor den Augen und dies trieb sie an. Jeder blickte strikt geradeaus. Demetri und Seto voran, dahinter Chelsea, Ciara und Claire. Felix und Alec hinter ihnen und etwas abseits ging Caius der ebenfalls ein wachsames Auge auf die gesammte Gruppe hatte. Ciara befand sich also direkt in der Mitte. So würde sie keine Chance haben irgendwelche Dummheiten zu begehen.. Das hieß - sie konnte es versuchen, aber es würde ihr nicht gelingen. Sie würde tot sein, bevor sie überhaupt zu einem Schlage ansetzen konnte.
Schließlich hatten sie Padova hinter sich gelassen und mit jedem Schritt näherten sie sich der Grenze ihres Landes.
Ihr Weg würde sie noch durch Sluwenien führen, ebenso wie durch Serbien bis sie an ihrem Ziel angelangt waren.
Die Richtung wurde immer von Demetri bestimmt und niemand stellte Fragen. Auch Seto war sich bewusst, dass er sie genau dort hin fürhen würde wo sie hin wollten. Er war der beste Tracker seiner Zeit und würde immer wissen wo sich sein Opfer befand. Er wusste in diesem Moment geanu wo sich Vladimir und Stefan auf hielten. Natürlich waren die beiden nicht das direkte Ziel. Viel mehr war es die Scharr von Vampiren und Verbündeten die die beiden sicherlich um sich geschart hatten. Die beiden waren zwar dumm genug um die Volturi an zu greifen, aber nicht dumm genug um nicht mit einem Rückschlag zu rechnen.
Sie bewegten sich weiter lautlos über Gebirge und Land, bis sie die italienische Grenze hinter sich gelassen hatten und kurz auf einem Hügel inne hielten um den Weg zu betrachten der noch vor ihnen lag. Die Distanz zwischen Italien und Rumänien war schlichtweg lächerlich. Ein Drittel des Weges hatten sie bereits hinter sich gebracht.
Seto ließ seinen Blick über die Gruppe schweifen und wand sich dann sofort Demetri zu. Ihm war nicht entgangen, dass nicht bei allen die Augen ein feuriges rot widerspiegelten. "Wir sollten uns auf dem Weg noch einmal stärken. Sie sollten alle im vollen Besitz ihrer Kräfte sein, wenn wir unser Ziel erreicht haben." Demetri nickte nur still und wand sich sogleich wieder ab. Die Reise ging weiter.
Slowenien war nicht besonders groß und ward bald hinter sich gebracht. Sie befanden sich nun kurz vor Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens. Seto war in seinen Lebzeiten schon des öfteren hier gewesen und kannte die Gegend daher recht gut. Allerdings verschaffte ihm dies keinerlei Vorteil, weshalb er es nicht für nötig hielt dies in irgendeiner Form zum Ausdruck zu bringen. Er hielt lediglich Ausschau nach einer Möglichkeit die Gruppe zu stärken. Doch dies Problem wurde schon bald fast wie von selbst gelöst.
Obwohl Kroatien meist wegen seinen Stränden bekannt war, gab es auch viele Wander & Kletter-Möglichkeiten. Und genau auf so eine Gruppe hatte es Seto abgesehen. Demetri schien der gleichen Ansicht zu sein und wählte einen Gebirgspfad. Während sie gingen erfasste der Japaner weit unten in der tiefe einen stehenden Bus. Er brauchte nicht viel Zeit um seinen Blick über den kleinen Platz schweifen zu lassen. Außer einem weiterem Auto welches sich gerade vom Parkplatz entfernte war kein Fahrzeug zu sehen. Nur nach kurzer Zeit konnte man sie riechen. Da sie wanderten und dadurch viel schwitzten war der Geruch noch intensiver. Der Gang der Vampire verlangsamte sich. Keiner von ihnen atmete. Demetri wand sich an die Gruppe und legte ihnen offen, was sie selbst schon wussten. Hätten sie es darauf nicht abgesehen, hätten sie diesen Wanderweg nicht eingeschlagen.
Sie gingen still weiter und erfassten die 13-köpfige Wandergruppe. Seto ließ seinen Blick kurz nach hinten schweifen, doch Caius sah er nicht. Sicherlich war er hier in der Nähe, aber er würde wohl nicht am Mahl teil nehmen. Also waren sie zu siebt. "Ich habe erst gestern etwas zu mir genommen. Mir reicht einer. Teilt die letzten fünf unter denen auf die länger nicht getrunken haben." Seto sprach mit fester Stimme und sah dann zurück auf die Menschen vor ihnen. Sie alle blickten in die Gegengesätzte Richtung. Selbst wenn die Vampire nicht schnell genug werden, würden sie nichts von dem bemerken was ihnen bevor stand. Die Anspannung der Gruppe war deutlich zu spüren und als wären sie gedanklich verbunden setzten sie fast zeitgleich zum Sprung an. Das Schreien der Menschen hallte nur kurz durch die Wälder, bis es wieder vollkommen still war. Nicht einmal mehr Vögel waren zu hören. Ein bedrohlicher Nebel lag über der Erde und umhüllte die blutleeren und leblosen Körper zu ihren Füßen.
Nur ein paar Schritte weiter befand sich eine enge Felsschlucht. Seto beobachtete mit einem zufriedenem Grinsen auf den Lippen wie Claire einen nach dem anderen von ihnen in Flammen aufgehen ließ. Danach warfen sie die Leichen in die Schlucht. Somit war wohl eine Wandergruppe in den Wäldern Kroatiens für immer verschwunden.
"Gut gemacht." sagte er flüchtig, immernoch mit einem Lächeln auf den Lippen als er an Claire vorbei lief. Nicht nur sie als Frau, sondern auch ihre Gabe war mehr als interessant.

Nachdem sie die serbische Grenze erreicht hatten, hatten sie nur noch die Hälfte des Weges vor sich. Es würde nicht mehr lange dauern bis sie Rumänien erreicht hatten. Seto war gespannt wo sie ihr Weg als erstes hinführen würde. Schließlich gab es vor ab doch noch das ein oder andere zu klären. Demetri würde ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen wollen. Natürlich war so ein frontaler Überraschungsangriff etwas schönes, aber nicht ohne jeden einzelnen der Gruppe darüber in Kenntnis zu setzen.
Seto fragte sich, ob Demetri vor hatte Vladimir und Stefan erst auf zu suchen, bevor er zum Rückschlag ausholte. Er würde ja zu gern die Gesichter der beiden sehen. Allerdings wäre es anders herum durchaus effektiver und auch sinnvoller. Erst für Zerstörung zu Sorgen und dann den Schuldigen gegenüber zu treten. Wenn sie bis dahin nicht wieder feige davon gelaufen sind.
Dieser Gang erinnerte den jungen Vampir durchaus an frühere Zeiten. An Zeiten als er mit seinem Kriegsheer in Schlachten gezogen war. Nur waren es damals wesentlich mehr gewesen und er hatte auf der Seite der Menschen gestanden. Es war ein guter Entschluss gewesen sich den Volturi an zu schließen. Wo sonst konnte man ihm die Möglichkeit bieten mit anderen Gefährten in eine derartige Schlacht zu ziehen? Nunja, vielleicht wäre es an Marias Seite eines Tages so weit gekommen. Er hatte sich von der Begegnung mit ihr wirklich sehr viel mehr versprochen. Doch sie war nichts weiter als eine verbitterte Frau die mit irgendeiner Art von Verlustängsten zu kämpfen hatte. Nein, sie hatte den Ruf den sie trug schon lange nicht mehr verdient. Ihre Kolonien hatten sich größtenteils selbst vernichtet und warum? Weil sie einfach keine Kontrolle über ihre Neugeborenen hatte. Kontrolle war der Grundstein für ein erfolgreiches Unterfangen jeglicher Art. Eigentlich müsste sie dass nach all der Zeit doch wissen. Doch er wollte sich nicht weiter Gedanken über diese Frau machen. Dieser Abschnitt in seinem Leben war ebenfalls abgeschrieben. Außer schöner Worte und dem Charme der alten Zeit hatte Maria nichts was ihn faszinierte. Im Gegensatz zu frischeren Bekanntschaften.
Seto hing weiter seinen Gedanken nach und so fiel ihm erst später auf, dass sie auch Serbien bereits hinter sich gebracht haben mussten. Aufmerksam betrachtete er Demetri, der jedoch keinerlei Anstalten machte inne zu halten. Sie waren also noch nicht angekommen. Sie liefen immer weiter, tief in die Mitte des Landes hinein. Bis die Gegend vor ihnen immer weitläufiger und ländlicher wurde. Nach geraumer Zeit konnte man in der Ferne große Ruinen aus machen. Bei näherem betrachten konnte Seto es anhand der Bauweise als Volksburg ausmachen. Es gab viele Bezeichnungen für diese Burgen. Fluchtburg, Flieburg, Bauernburg und so weiter. Sie waren in vielerlei Ländern vertreten und hatten meist den gleichen Aufbau. Es war so zu sagen eine Verteidigungsanlage, die nicht dauerhaft bewohnt wurde, sondern einer lokal ansässigen Bevölkerung als zeitweiliger Rückzugsort bei Kriegsgefahr diente. In früheren Zeiten wurden derartige Anlagen als Hünenburgen bezeichnet, da ihre Entstehung Hünen zugeschrieben wurde.
Sie näherten sich dem zerfallenem Gestein immer mehr, bis sie schließlich vor den Trümmern angelangt waren. Hier würde es also beginnen.
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Claire
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Fr Jan 11, 2013 5:16 pm

Claire verließ den Palast und wartete, bis der Rest der Truppe endlich auch sich dazu aufgerafft hatte, sich auf zu machen. Natürlich übernahm Demetri die Führung, dass tat er immer. Er war der Tracker, er GPS. Ohne ihn würde es mindesten doppelt, wenn nicht dreimal so lange dauern die gesuchten Objekte ausfindig zu machen. Sie hatte großen Respekt vor dem stillen Vampiren, sie wusste, wie abgrundtief arrogant er war, doch er hatte allen Grund dazu. Ohne eine ersichtlich starke Gabe, wie das Verbrennen, das Schmerzen zufügen oder das Gedankenlesen, war er trotzdem einer der mächtigsten Volturi aller Zeiten. Sie bewunderte ihn für seine Beherrschtheit und Kälte, auch wenn sie mit Sicherheit wusste, dass er einsam war. Aber er hatte dieses Schicksal spo gewählt, wie sie das ihre.

Sie setzte ein unbeschwertes Lächeln auf, als sich die Reisegruppe im perfekten Einklang in Bewegung setzte. Sogar Ciara und Seto wussten, wie sie sich bewegen und verhalten mussten. Von dem Japaner hatte sie nichts anderes erwartete, doch die Gefügigkeit Ciaras ließ sie fast schon stutzen. Sicherlich hätte sie freiwillig nie so einfach der Gruppe gefolgt, sich im Gleichtakt bewegt, doch nach der kleinen Sonderbehandlung würde sie nicht so schnell aus der Masse stechen. Claire hingegen genoß es im Gefühl der Gleichheit aufzugehen. Sie genoß es Gleich, Ebenbürtig und doch Etwas Besonderes zu sein. Dieses Gefühl konnte man ihr nur hier, in Mitten ihrer Familie geben. Ihr ehemals sterblicher Leib hatte nie so gefühlt, nie hatte eine solche Empfindung ihre unsterbliche Seele gestreift. Sie war vollkommen sicher im Unsicheren, sie war beständig in der fließenden Unbeständigkeit ihres eigenen Daseins als Wache der königlichen Familie. Königlich und zum Herrschen berufen, das waren sie in der Tat. Die Gesetzeshüter, machtvoll und doch so ohne Macht, gnadenlos und gütig, grausam und schön standen sie wie Luzifer über die im gefolgten, gefallenen Engel. Sie konnten nicht jeden einzelnen Vampir der Welt kontrollieren, doch hatten sie mehr Macht und Einfluss als jeder Vampir der Welt vereint. Sie waren nicht immer siegreich doch verloren sie nie.

Immer hatten sie etwas erreicht und wenn es nur der Fakt der Erinnerung war. Die Erinnerung an die Gesetzte, die Grundfesten ihrer Gesellschaft. Und genau darum ging es auch hier wieder, die Aufmüpfigkeit der Rumänen war einfach nicht mehr duldbar. Sie mussten auch hier ein Exempel statuieren, sowie Aro eins statuierte, in seinem Gemach. Auch wenn Claire wusste sich dezent zu wehren, so würde er doch immer so unwahrscheinlich viel Macht über sie besitzen. Die blonde Vampirin versuchte nicht an die verängstigten Situation wenige Minuten zuvor zu denken, viel lieber konzentrierte sie sich auf die Schönheit der Natur um sie herum. Sie liebte das tiefe grün, dass sie mittlerweile umgab. Sie hatten bereits Italien verlassen, als Seto Demetri auf die Blutsituation ansprach, nicht jeder der Gruppe hatte gespeist und war somit eine mögliche unberechenbare Variable, in einer Gleichung die durch jahrelange Perfektion ausgerechnet wurden war.
Wir sollten uns auf dem Weg noch einmal stärken. Sie sollten alle im vollen Besitz ihrer Kräfte sein, wenn wir unser Ziel erreicht haben."


Ein Nicken Demetris beendete sowohl Setos Fragen als auch der kurezen, vollkommen unnötigen Unterbrechung, denn sie ließen Slowenien als bald hinter sich. Doch dann kamen sie zum Stillstand um eine arme Gruppe Wanderer zu schlachten. Als alle ihre Gelüste befriedigt hatten, ließ sie die Leichen spielerisch leicht in Flammen aufgehen. Ein Kompliments Setos ließ sie kurz freudig auflachen, doch schnell hatte sie wieder ihre perfekte Maske aufgesetzt. Keine Gefühle, sie machten schwach und verletzlich, versuchte sie sich zu erinnern.

Um sich auf etwas Anderes zu konzentrieren nahm sie ihr Notizbüchlein und einen Stift und begann, während sie sich wieder in Bewegung setzten, die Umgebung zu zeichnen. Es war nicht einfach alles einzufangen und trotzdem noch im Gleichschritt zu bleiben. Nicht die Kombination der beiden Tätigkeiten war hart, das konnte sie gut, selbstverständlich, händeln, es war ihr Hang zum Perfektionismus der sie immer aufhielt, zurückzog und festhielt. Sie fand erst wieder Rast als sie in Rumänien in der Ruinen ankam. Hier sollten sie also beginnen. Sie atmete tief ein und versuchte sich zu entspannen.
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Chelsea
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   So Jan 13, 2013 5:52 am

cf: Volterra - Restliche Räume - Ankleidezimmer

Als alles gesagt war, machten sie sich auf den Weg. Demetri und Seto an der Spitze, was Chelsea schon von vorne herein mehr als nur wütend genug machte, um es bei der ersten Gelegenheit an irgendeinem armen Kerl auszulassen. Seto an der Spitze! Mit Demetri! Seto und Demetri! Na WUNDERBAR. Und sie war wieder im zweiten Rang, ersetzt wie so oft. Zu ihrem größeren Vergnügen schien Demetri immerhin auch nicht so glücklich damit, musste sich allerdings seinem Schicksal fügen und ihn an seiner Seite dulden.
Ha.
Als mehr oder weniger geschlossene Gruppe streiften sie dann auch durch Italien; lautlos und unsichtbar für die Augen der wenigen Menschen, die sich um diese gottlose Uhrzeit immer noch auf den Straßen befanden und laut Ave Maria grölten – oder anstößigeres. Die Menschheit hatte im Laufe der Zeit immer mehr an Glanz und Stolz verloren – traurig aber wahr. Früher tranken die Alkoholiker immerhin Zuhause und nicht in der Öffentlichkeit wo sie rein theoretisch jeder hören und sehen konnte, aber jetzt? Schamgefühl gleich Null.
Aber sie sollte es nicht stören, keiner von ihnen konnte noch betrunken werden, obwohl das manchmal eine wirklich gute Sache wäre. Bei Caius‘ unaushaltbaren Strafpredigten zum Beispiel oder wenn Demetri mal wieder eine seiner Egonummern abzog – also immer. Ja, manchmal hätte das wirklich etwas. Aber diese ganze Lächerlichmacherei dabei wäre ein eindeutiger Nachteil. Es gab immer zwei Seiten der Medaille.
Apropos Demetri: Der teilte sie – natürlich – wieder als Kindermädchen für Ciara ein. Also musste sie die ganze Zeit ein Auge auf die Rothaarige haben, die neben ihr herlief. Ihre Schritte waren elegant und sie schien zumindest äußerlich ruhig. Aber jeder von ihnen hatte ein zumindest annehmbares Pokerface drauf, also konnte man sich darauf nicht verlassen.
Zwischendurch drehte sich auch Seto nach Ciara um, vielleicht wurde auch er zum Aufpassen verdonnert. Doch bis jetzt schien sie keinerlei Anstalten zu machen, aus der Reihe zu tanzen. Chelseas Gabe zu verdanken, höchstwahrscheinlich. Zufrieden nickte sie. Blöd für Ciara, ihre eigene Heimat anzugreifen, aber Chelsea hatte gute Arbeit geleistet. Ciaras Gefühle und Gedanken wollte sie im Moment trotzdem nicht teilen, die kämen sicherlich Flüchen nahe, wie sie in Comics beschrieben wurden, mit Totenköpfen und vielen unnötigen Ausrufezeichen. (!!!!!)
Demetri führte sie zielsicher durch die abgelegendsten Fleckchen der Erde und keiner zweifelte an der Richtigkeit seines Orientierungssinns. Ja, Demetri… in dieser Sache konnte man sich auf ihn verlassen wie auf keinen anderen. Die Reise würde länger dauern, ohne ihn.
Auf eine seltsame Weise kam ihr diese Situation einem Déjà-vu nahe. Vor ein paar Jahrhunderten führte Demetri sie ebenfalls an, bei der Reise zur Slovakei, um den heutigen Denali-Clan zu dezimieren. Nur war dort neben ihm nicht Seto sondern Felix und sie an der Seite von Renata, hinter Aro. Eine bessere Zeit, wenn man so wollte. Es brachte nichts, der Vergangenheit nachzuweinen, doch warum es nicht einfach zugeben - es war trotzdem äußerst schade, dass es niemals mehr so werden würde wie früher. Es gab viele Momente, die sie vermisste. Die meisten waren mit… nun ja, sie waren mit Demetri. In den wenigen guten Zeiten, die sie gehabt hatten. Viele davon hatten mit Sex zu tun, aber da war natürlich auch noch mehr gewesen. Die Augenblicke, als es darauf ankam, da war er für sie dagewesen. Als sie noch Kampfanfängerin war, hatte er sie beschützt, mehr als nur einmal. Und dann waren da noch die paar Sekunden, in denen sie wirklich seine Liebe hatte spüren können, wenn sie sich in die Augen sahen, oder wenn er einfach bei ihr war und ihre Hand gehalten hat. Zugegebenermaßen kam das nicht so oft vor, doch die Häufigkeit zählte am Ende doch auch gar nicht. Es kam darauf an, was man gefühlt hatte. Und das war nun mal Liebe gewesen. Wie kam es nur, dass sie sich so voneinander entfernt hatten?
Chelsea seufzte. Wie gesagt, es hatte absolut keinen Sinn, der Vergangenheit nachzutrauern. Vor allem nicht jetzt.

Nach ein paar Stunden stießen sie auf eine Gruppe Touristen – wohl nicht ganz zufällig, immerhin hatten sie Demetri dabei und sie hatte Seto und ihn irgendetwas von vollem Besitz der Kräfte reden gehört. Ihre Gesichter waren von ihnen gewandt, sie unterhielten sich. Sie würden gar nicht merken, dass sie starben, bis es zu spät war. Netter Gedanke.
Und als hätten sie sich abgesprochen, setzten sie fast Zeitgleich zum Sprung an und stürzten sich auf die Menschen. Kurze Schreie, nicht von großer Bedeutung. Man würde sie vermissen, doch man würde sie niemals finden – Claires Gabe zu verdanken. Und der Felsspalte, in die sie die Leichen warfen.

Danach zogen sie weiter und Chelsea achtete nicht weiter darauf, wohin genau. Ihr Zielort war Rumänien, mehr interessierte sie nicht. Ab und zu warf sie einen Blick auf Ciara, mehr aber auch nicht.
Und dann waren sie da: Inmitten von Burgruinen, ehemals imposanten Gebäuden, die nun kaum mehr als ein Haufen Steine waren. Beeindruckend, und irgendwie der richtige Ort für einen Kampf. Der Ort, wo alles vergänglich war. Eigentlich freute sie sich schon fast auf den Kampf… ein paar ‚unschuldige‘ bezahlen lassen, was ihre Landsleute verbockt haben… Manche würden sagen ungerecht, doch was war schon gerecht heutzutage?

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Seto
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Mi Jan 16, 2013 8:23 am

Seto wand sich still um und betrachtete die gesamte Gruppe die auf weitere Befehle wartete. Allerdings lag es jetzt erst einmal an ihm selbst und Demetri das weitere Vorgehen zu planen. Noch wusste der Japaner selbst nicht wo sich Vladimir und Stefan aufhielten. Weder dass, noch wo sich die Vampire aufhielten die es zu zerschmettern galt. Er verschrenkte die Arme vor der Brust und wand sich dem größerem Tracker zu. Die beiden entfernten sich ein wenig von der Gruppe, auch wenn dass nicht umbedingt notwendig war. Wenn sie sich konzentrierten würden sie ohne hin verstehen was die beiden besprachen.
Der Asiate lauschte den Worten Demetris und stellte wieder einmal fest das ihre Gedanken in die gleiche Richtung führten. Er war ein Stratege, ebenso wie Seto einer war. Und Glück schienen sie auch noch zu haben, denn wie der Zufall es so wollte befand sich ein möglicher Informant derzeit in Sibiu, der Kulturhauptstadt Rumäniens. Er soll angeblich ein Vertrauter von Vladimir und Stefan sein, sich jedoch nie weiter in deren Angelegenheiten einmischen. Aus Furcht der Volturi oder einfach nur weil er nicht die selbe Ansicht wie die beiden hatten war unklar. Ersteres wäre wohl auf Dauer gesünder für ihn. Anscheinend war er sich durch seine stetige Enthaltung sehr sicher nicht in die Schusslinie der Königsfamilie zu kommen. Dies war höchstwahrscheinlich auch der Grund, warum er sich immernoch hier in Rumänien aufhielt.. Andererseits, vielleicht wartete er ja sogar darauf dass die Volturi ihn aufsuchten. Weder Demetri noch Seto konnten dies zum jetzigen Zeitpunkt sagen, doch ihr weiteres Vorgehen war klar. Und eines war auch sicher - er würde sie nicht belügen. Denn er würde wissen was auf ihn zukam, wenn sich heraus stellte dass er die Königsfamilie hintergangen hatte. Auf ihn würde schlimmeres warten als der Tod und solange es Demetri gab würden sie ihn überall finden.
Demetri übergab Seto die 'ehrenvolle' Aufgabe den besagten Nomaden namens -Nicolae- auf zu suchen und von ihm Informationen ein zu holen. Wichtige Informationen für die weitere Mission. Beispielsweise wie viele Verbündete die beiden noch hatten und ob diese über spezielle Gaben verfügten. Schließlich wollten die beiden leitenden Vampire ihre Gruppe nicht ins offene Messer laufen lassen. Sowas musste durchdacht sein und sie wollten keine bösen Überraschungen erleben.
"Ich werde mich darum kümmern." Sein Blick huschte kurz zu den anderen, bevor er Demetri wieder anblickte. "Ich werde Claire mit nehmen, wenn es dir Recht ist. Ich denke sie ist eine derer die... recht überzeugend sein kann, sollte er nicht mit spielen." Ein finsteres Lächeln breitete sich auf dem jungen Kindsgesicht aus, bevor er wieder zu seiner normalen Mimik überging, als Demetri zustimmte.
Er nickte noch einmal und verneigte sich kurz vor dem Tracker eher er zielstrebig auf die blonde Vampirin zuschritt die dabei war die Umgebung zu zeichnen. "Claire, wir beide werden einen Informaten auf suchen. Er befindet sich im östlichen Bezirk Sibiu's." Er beobachtete die Augen der Vampirin vor sich und meinte auch ein Lächeln auf ihren Lippen zu sehen. Die beiden entfernten sich von der Gruppe und Seto warf noch einmal einen Blick auf ihre Zeichnung. Sie war wirklich gut. "Du bist wirklich eine interessante Frau. Ich bin gespannt, wie viele verborgene Talente du noch besitzt."

tbc - Sibiu
( Ich hoffe es ist so oke Deme (; Wenn was nicht passt - sag Bescheid :* )
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Di Jan 22, 2013 4:46 pm

"Claire, wir beide werden einen Informanten aufsuchen. Er befindet sich im östlichen Bezirk Sibius." Claire lächelte leicht, nur für einen Herzschlag. Es erfreute sie zu wissen, auf eine Mission mit dem Neuling geschickt zu werden, es würde ihr die Gelegenheit geben dem Japaner aufs Zahnfleisch zu fühlen, zu sehen, ob er wirklich Volturimaterial war. Sie bemerkte, dass er auf ihre Zeichnung starte und das "Du bist wirklich eine interessante Frau. Ich bin gespannt, wie viele verborgene Talente du noch besitzt." Ließ sie leicht auflachen.
Sie wusste nicht recht, wie sie diese Anspielung deuten konnte, noch wusste sie Seto so recht zu durchschauen. Er verstand sich darauf seine Mimik und Gestik zu kontrollieren, was ihr imponierte. Viel zu oft sah sie dummes, unangebrachtes Verhalten all jener, die nie gelernt hatten was für Vorzüge es mit sich brachte jemanden wahrlich und wahrhaftig zu überraschen, wie es das tote kalte Herz erfreuen konnte durch bloße Regungen, so gezielt gespielt, den Anderen zu führen, tanzen zu lassen. Es war ein mächtiges unglaubliches Gefühl, dass Claire immer dann durchflutete, wenn sie jemanden manipulieren konnte. Doch das Beste war es, wenn es niemand bemerkte. Das war ihr Applaus, nicht laut und tosend aber still und lautlos.
Es war befriedigend, dass nur wenige Wachen mehr in ihr vermuteten als nur den strahlenden Sonnenschein, den sie zu sein vorgab. Sie wusste, dass Demetri es besser wusste und die Meister ebenso wir die Hexenzwillinge. Doch der Rest war nicht unbedingt naiv oder blind, aber hatte ihre Wenigkeit doch eine natürlich Begabung nett zu sein, während der ein oder andere Vampir sich damit zu rühmen schien, arrogant und egoistisch zu sein. Der blonde Engel wusste selbstverständlich was sie war, etwas göttliches, doch ließ es nicht heraushängen und trug es offen zur Schau, dass sie um dieses Wissen verfügte und ebenso wenig tat es der junge alte Krieger mit dem sie sich also aufmachen würde den Informanten zu befragen.
„Auch ich freue mich darauf mit dir zu arbeiten, wenn ich deine Aussage sohin deuten kann. Doch lass dir gesagt sein junger Seto, meine, wie nanntest du es, Talente, liegen über deiner Vorstellungskraft. Also Vorsicht, wer mit dem Feuer spielt, kann sich verbrennen.“
Sie lächelte keck und begann sich von der Gruppe zu entfernen. Sie wollte nicht bösartig oder gemein sein, aber sie wollte um die Reaktion des Kriegers wissen. Sie liebte das Katz und Maus Spiel. Es war so viel erfrischender als ein offener Kampf, den sie mit Aro dann und wann austrug. Mit einem Schaudern dachte sie daran, wie sie ihn verlassen hatte und daran wie er wohl reagieren würde, wenn sie wieder käme. Das Beste, das sie tun konnte ihn wieder gnädig zu stimmen, war die Mission gut zu erfüllen.
Sie wandte sich an ihren Kameraden: „Weißt du irgendetwas über diesen Informanten. Ich bin mit Rumänien nicht vertraut, war meine Aufgabe mehr auf Südwest Europa beschränkt. Frankreich, Italien, Spanien. Der Osten reizt mich nicht allzu sehr auch wenn es spannend ist, von Zeit zu Zeit mal her zukommen.“ Sie ging etwas langsamer um sie die wunderschöne Landschaft anzusehen. Alles war üppig und schön, unberührt und natürlich. Noch nicht vom Zeitgeist der Menschen erfasst oder zerstört.
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Demetri
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Fr Feb 15, 2013 1:27 pm

Cf.: Volterra – Zimmer der Wachen – Demetris Gemach

Als Demetri die Worte des jungen Vampirs vernahm, nickte er nur als Antwort, vielmehr für sich selbst denn als Bestätigung Setos. Der Kleine begann ihm zu gefallen. Wenn er alles, was er so sagte, auch wirklich meinte, wenn er all diese Überzeugungen teilte, dann hatte er Potential, das musste der Volturi neidlos zugeben. Zwar musste man harte Arbeit in Setos Ausbildung stecken, doch er zweifelte nicht daran, dass Aro genau dafür Sorge tragen würde. Mit Worten konnte der Kleine also umgehen, unterwürfig war er auch ohne kriecherisch zu wirken. Nun sollte er doch einmal beweisen, wie er sich im Kampfe schlug. Nicht nur gegen eine läppische Armee ungezähmter Neugeborener, sondern gegen trainierte Vampire, die schon Jahre und Jahrhunderte an Kampferfahrung hatten. Noch dazu hatten die Rumänen den großen Vorteil, dass sie in ihrem Gebiet heimisch waren. Sie kannten die Schlupflöcher und die Tücken der Umgebung, wussten, wo sie sich verstecken und ihren Gegner in eine Falle locken konnten. Und vor allem mussten sie keine lange Reise zurücklegen. Es mochte vielleicht nicht danach aussehen, doch ein längerer Marsch zehrte auch an den Kräften der Vampire. Es war ein kleiner Nachteil und dennoch vorhanden. Nicht, dass die Volturi sich dadurch benachteiligen ließen, aber in der Theorie gab es ihnen Rückstand gegenüber den Feinden. Ein wirklich kleiner Contrapunkt verglichen zu all jenen Vorteilen, die sie sich mit diesem Überraschungsangriff verschafften. Die Rumänen hatten keine Ahnung, was ihnen blühte. Selbst wenn sie irgendwelche Gaben auf ihrer Seite hatten, die ihnen Informationen über den drohenden Angriff der Volturi übermittelten, so saßen sie in der Falle. Es war unmöglich, dass solch mächtige Vampire in den Reihen von Vladimir und Stefan hausten, ohne dass die Königsfamilie davon erfahren hätte. Dafür trugen sie Sorge. Schon seit Jahrtausenden sicherten sie sich ihren hohen Stand, ihre höchste Position, indem sie über alles, was in der Welt geschah, Kundschaft gebracht bekamen. Es war unmöglich, dass die Rumänen je wieder so stark wurden, wie sie es einst in der Vergangenheit gewesen waren.
Mit dieser Gewissheit und einem eiskalten Blick verließ Demetri die heimischen Mauern der Stadt Volterra – mit Seto an seiner Seite und den wohl mächtigsten Volturi hinter sich. Sie mochten nicht viele sein, doch war niemand zu unterschätzen. Jeder hatte seine Stärken, wobei sich die von Ciara und Seto noch offenbaren mussten. Zu siebt waren sie eine starke Gruppe und ihre Gaben sicherten ihnen die Unverwundbarkeit, die sie auf dieser Mission brauchten. Die Demetri ganz besonders brauchte, um seinen einstig tadellosen Ruf wiederherzustellen. Er musste zu seiner früheren Präzision zurückgelangen, es schaffen jegliche Gedanken zu vertreiben und sich nur noch auf sein Ziel zu fokussieren. Solch ein fataler Fehler durfte ihm nicht noch einmal unterlaufen. Nicht mehr in diesem Leben. Seine Schmach musste er erhobenen Hauptes ertragen und mit Erfolg zu seinem Meister zurückkehren. Und wenn dies bedeutete, dass er mit diesem Neuling, diesem Kind zusammenarbeiten musste, dann sollte es so sein. Wenn er die Gunst Aros zurückerlangen wollte, dann musste er seine Abneigung, dann musste er all seine Gefühle in den Hintergrund stellen, so wie man es ihn gelehrt hatte, so wie es für ihn schon immer am besten war. Jede Art von Bindung, ob nun positiv oder negativ, führte zu Eifersucht und jenes Gefühl war nur fehl am Platze in einer Organisation wie die der Volturi.
All jene Gedanken halfen dem Tracker, die Gefühle des Verrats, der Schwäche und der Demütigung völlig von sich zu schieben und zu seiner alten Kälte zurückzukehren. Er würde nicht noch einmal eine solche Schwäche zulassen. Damit wandte er sich Chelsea zu und bat sie, während ihrer Reise ein Auge auf Ciara zu werfen und sie von jeglicher Dummheit abzuhalten. Wie er es nicht anders erwartet hatte, war sie wenig begeistert davon, aber darauf konnte er jetzt keine Rücksicht nehmen. Er musste sich auf wichtigere Dinge konzentrieren. Beinahe erstaunt, wie leicht es ihm fiel, alle Emotionen gegenüber dieser für ihn so anziehenden Frau zu verdrängen, trat er nun vollkommen zielgerichtet die Reise an und führte die Gruppe.
Im Schutz der Dämmerung wanderten die acht wie Schatten durch die Wälder, flogen geistergleich über Wiesen, über Täler und Bergeshöhen. Dank seines Talents begegneten sie keiner Menschenseele, denn er mied die Städte und Dörfer, ging jedem Wanderer aus dem Weg, sodass niemand sie bemerkte. Nicht ein lebendes Wesen nahm Kenntnis von ihnen, keiner hatte sie gesehen. Schweigend schwebten sie dahin, bis hinter die Grenze Italiens, erst dort machten sie Halt. Mehr aus Gewohntheit als aus der Notwendigkeit heraus ließ Demetri seinen Blick über die Landschaft schweifen, die sich vor ihnen erstreckte. Die Sonne kletterte gemächlich über den Horizont und tauchte die ersten Baumwipfel in güldenes Licht. Es würde ein klarer, kalter spätherbstlicher Tag werden. Nicht weiter von Belang.
Auf der weiteren Strecke meldete sich der junge Seto irgendwann einmal zu Wort und schlug vor, dass sie vor ihrer Ankunft wohl noch etwas Blut zu sich nehmen sollten. Als Antwort nickte der Volturi nur. Auch ihm war dieser Gedanke gekommen. Gut, dass Seto auch daran dachte. Er war nicht ganz so dumm, wie Demetri ihn zu anfangs eingeschätzt hatte. In der Tat schlug er sich bisher wirklich sehr gut. Mal sehen, wie lange dies noch so bleibt…
Sie befanden sich gerade in Kroatien, als sie sich stumm dazu entschlossen, auf die Jagd zu gehen. Statt den Menschen aus dem Weg zu gehen, steuerte Demetri nun entschlossen auf Pfade zu, auf denen sich Wanderer oftmals aufhielten. An einem Gebirgspfad schließlich wurden sie fündig. Eine große Gruppe war zu dieser frühen Stunde schon anwesend. Wie schade, dass dies ihr Verderben war. Der Geruch ihres Blutes wurde mit dem Wind zu den Vampiren getragen, man konnte das laute Pochen ihrer Herzen hören, vernahm ihr angestrengtes Atmen, konnte ihre Anstrengung beinahe auf der Zunge schmecken. „Dreizehn Menschen. Also mehr als genug für uns alle. Stärkt euch, ihr werdet es brauchen.“ Unnötig, diese Worte zu verlieren, aber er hatte das Gefühl, etwas sagen zu müssen. Auch sein Partner – wie ekelhaft dieses Wort doch auf seiner Zunge brannte – meldete sich zu Wort und verzichtete heldenhaft auf einen zweiten Menschen. Sollte es so sein. In stummen Einvernehmen sprangen alle sieben Vampire von der Anhöhe herab und pirschte sich an die Menschen heran. Sie würden kaum merken, wie ihnen geschah. Schnell hatte sich Demetri an zwei von ihnen herangeschlichen und ihnen mit präzisen Schlägen das Genick gebrochen. Er hatte keine Lust sich mit unnötigen Flüchtigen herumzuschlagen.
Leidenschaftslos saugte er die beiden Menschen aus, war nicht auf den Genuss des warmen Blutes aus, sondern einzig auf die Kraft, die es ihm schenkte. Der Kampf und die Konsequenzen im Thronsaal hatten ihn geschwächt und er wollte nun wieder an Stärke gewinnen.
Nachdem jeder sein kurzes Mahl beendet hatte, scharrten sie die Leichen zusammen und überließen sie Claire, die sie in Flammen aufgingen ließ, bevor man sie in eine Felsenschlucht fallen ließ. Man würde allenfalls noch die kümmerlichen Überreste von diesen Menschen finden, bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Sie waren nun nichts weiter als eine Erinnerung, als verschollene Wanderer, die irgendwelchen Tieren zum Opfer gefallen waren. Welch tragisches Schicksal.
Es dauerte nicht mehr lange, da hatten sie auch Serbien durchquert und die Grenze Rumäniens überschritten. Die Landschaft wurde nun dichter, sie kamen ihrem Ziel immer näher. Demetri würde sie so nahe wie möglich an ihr Ziel heranführen, jedoch weit genug weg, sodass ihre Feinde die drohende Gefahr nicht ahnen konnten. Sie mussten schnell handeln können, wenn es soweit war. Und er wusste auch schon, wohin er die Gruppe bringen würde. Zu den Ruinen von Slimnic. Es war nichts mehr als eine verfallene Burg, vor Jahren im Krieg zerstört und nun ein Ort, den sich kein Mensch zu betreten wagte. Tief in den rumänischen Wäldern verborgen und der perfekte Ort, um Halt zu machen.
Dort angekommen ging er mit Seto beiseite und erklärte ihm mit leiser Stimme, was er vorhatte. Er wollte die Rumänen auf keinen Fall blindlings angreifen, das wäre gefährlicher für sie, als wenn sie vorbereitet wären. Demetri wusste von einem Vampir, der sich hier in der Gegend aufhielt und Informationen liefern konnte, jedoch war nicht klar, auf wessen Seite er stand. Doch das würde kein Hindernis für Seto sein, der sich diesem Informanten annehmen sollte. Nicolae würde kooperieren, aus eigenem Willen. Er hatte sich schon in der Vergangenheit als nützlich erwiesen und hoffentlich würde er sie diesmal nicht enttäuschen.
Seto versicherte ihm, dass er all das in die Hand nehmen würde und beanspruchte Claire, die ihn begleiten sollte, da er glaubte, dass sie ihren Informanten sehr gut von der Notwendigkeit überzeugen könnte, sich auf ihre Seite zu stellen. „Natürlich“, antwortete Demetri mit einem Nicken und beäugte den jungen Japaner eindringlich. „Aber haltet euch nicht zu lange an ihm auf. Und hinterlasst keine Spuren. Alles, was Nicolae tut, geschieht aus seinem freien Willen, haben wir uns verstanden?“ Es war wichtig, dass sie ihr Gesicht wahrten. Natürlich zwangen sie Nicolae, ihnen die gewünschten Informationen zu übermitteln, doch das Bild nach außen hin musste stimmen. Seto verstand und entfernte sich daraufhin von der Gruppe – gemeinsam mit Claire.
Eine Sekunde blickte er den beiden nach, bevor er sich an die verbliebenen Mitglieder wandte. „Seto und Claire gehen nach Sibiu, um einen Informanten aufzusuchen, der uns mehr über die rumänischen Vampire offenbaren wird. Sie werden wohl nicht vor Einbruch der Nacht zurückkehren. Felix, Alec? Sucht die Umgebung nach Spitzeln ab oder irgendwelchen Hinweisen auf Fremde. Ob Mensch oder Vampir – tötet die und verwischt die Spuren. Sollte sich einer kooperativ zeigen, lasst ihn am Leben und bringt ihn her. Vielleicht treffen wir ja auf eine Überraschung.“ Er wartete darauf, dass die beiden Vampire nickten und dann in den Wald verschwanden. Von Caius war keine Spur zu sehen, doch Demetri spürte deutlich seine Anwesenheit. Es war ihm wohl sehr ernst damit, sich ganz und gar im Hintergrund zu halten. Nun gut, dann würde Demetri alles allein in die Hand nehmen. Er wandte sich den zwei verbliebenen Volturi zu – Chelsea und Ciara. Erstere schien ganz und gar unbeeindruckt von alledem, was um sie herum geschah. Die dunkle Kapuze ihres Umhangs bedeckte ihren dunklen Haarschopf, nur ein paar Locken schauten daraus hervor und wehten sachte im Wind. Ihre Augen waren auf irgendeinen unbestimmten Punkt gerichtet, die leuchteten flammend Rot. Ciara dagegen wirkte aufmerksam, angespannt und nervös. In ihren Augen tobte der Kampf und Demetri konnte sich nur zu gut vorstellen, was in ihr vorging. Er hatte selbst schon einmal der Macht von Chelsea unterlegen und kannte den Zwiespalt der Gedanken, der über den eigenen Geist hereinbrach, war man erst ganz ihrer Kontrolle ausgesetzt. Sie wusste mit ihrer Gabe umzugehen, hatte sie über die Jahre zur Perfektion gebracht und vollführte diese Kunstwerke mit einer solchen Leichtigkeit, dass es sie fast schon zu langweilen schien, was sie tat. Ein Punkt, den Demetri an ihr sowohl bewunderte, als auch verabscheute. Aber jetzt galt seine Aufmerksamkeit nicht der dunklen Schönheit, sondern der undurchsichtigen Vampirin neben ihr.
„Und jetzt zu dir, Ciara.“ Lächelnd trat er ihr gegenüber, bohrte seinen Blick in ihre Augen, fixierte sie und ließ sie nicht los. „Du hast auf der Seite dieser Vampire gekämpft und sie nun verraten. Sage mir, was weißt du über sie? Welches Märchen haben sie dir aufgetischt, dass du dich ihnen angeschlossen hast? Und was haben sie dir in ihrem Leichtsinn verraten?“

((boom. es tut mir so wahnsinnig leid, dass es so lange gedauert hat, aber hier ist es. extra lang. ich hoffe damit könnt ihr was anfangen!))
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Chelsea
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Sa März 09, 2013 9:59 am

Chelsea sah zu, wie Demetri schließlich alle Gruppenmitglieder einer bestimmten Aufgabe zuteilte. Seto und Claire würden nach Sibiu gehen, um einen Informanten aufzusuchen, der ihnen mehr über den Verbleib der rumänischen Vampire erzählten sollte. Chelsea kam nicht drum herum, sich zu fragen, was zwischen dem Neuen und der blonden Claire lief – sie schienen sich zu mögen. Sehr. Doch wie sehr genau? Sie kannten sich noch nicht lange, schienen aber äußerst vertraut miteinander zu sein. Würde Chelsea wetten müssen, sie hätte gewettet, dass diese beide eine Beziehung miteinander anfangen würden; etwas, das für sie mehr als klar war, dessen Offensichtlichkeit jedoch Seto und Claires Aufmerksamkeit entzog.
Eine Beziehung… Ein zu schwaches Wort für die Bindung, die Vampire miteinander eingingen. Mehr wie eine Verankerung, die sich niemals würde lösen können. Ihr Blick schweifte über die Ruinen, während sie Demetri weiter reden hörte. Sie würden vor Einbruch der Nacht nicht zurück kommen, doch die kam weiß Gott schneller als einem lieb war, hier so weit im Osten.
Felix und Alec schickte Demetri in die weitere Umgebung, damit sie die Wälder nach Spitzeln und Hinweisen durchkämmen konnten. Chelsea glaubte nicht an solche – sie würde niemals in einer so trostlosen Gegend wohnen wollen, wenn sie doch überall hin konnte. Aber sicher war sicher… das war sicher.
Schließlich wandte sich Demetri ihr und Ciara zu, mit einem Ausdruck im Gesicht den sie nicht recht deuten konnte. Ciara schien unter seinem Blick unruhiger zu werden und Chelsea seufzte fast unhörbar leise. Früher war sie unter seinem Blick auch unruhig geworden… nicht dass es jetzt anders war, doch die Unruhe hatte andere Maße angenommen. Eine Unruhe, die sie nicht von sich schieben konnte, die so weit in ihr verwurzelt war, dass sie für immer dort bleiben würde.
Es war wirklich sehr… interessant. Wie ihre Verankerung mit Demetri noch existierte und sie so plötzlich durcheinander bringen konnten, nach Jahren der Ruhe. Es war nicht leicht, das würde es auch niemals sein. Allerdings – wann war ihr Leben schon einmal leicht gewesen? Sie hatte sich schon so gut es eben ging an dieses Leben gewöhnt, ein leichtes Leben würde sich vollkommen falsch anfühlen. „Und jetzt zu dir, Ciara.“ Ein bitteres Lächeln breitete sich auf Demetris Gesichtszüge aus, während er vor die rothaarige Vampirin an Chelseas Seite trat. „Du hast auf der Seite dieser Vampire gekämpft und sie nun verraten. Sage mir, was weißt du über sie? Welches Märchen haben sie dir aufgetischt, dass du dich ihnen angeschlossen hast? Und was haben sie dir in ihrem Leichtsinn verraten?“ Ihr Blick fiel auf Ciara, die schließlich widerwillig antwortete: „Ich wüsste nicht, was ich dir dazu sagen könnte. Ich glaube nicht an Märchen, nur daran, dass auch ihr nicht unbesiegbar seid. Nur kann ich ja nichts dafür, wenn die Hälfte der Armee zu nichts fähig ist.“ Chelsea musste lächeln – es waren wohl mehr als nur die Hälfte… was sie sich fragen ließ, warum zum Teufel Demetri einen Kratzer abbekommen hatte. War er so abgelenkt gewesen? Und wenn, von wem – oder was? „Sie wussten nicht einmal von all euren Gaben. Es sollte also für große Kämpfer wie euch kein großes Problem darstellen, die zurückgebliebenen auch noch zu besiegen.“ Chelseas Lächeln vergrößerte sich zu einem Grinsen, angesichts des Sarkasmus‘ in Ciaras Stimme. „Nun ja, das sollte es durchaus nicht, auch wenn du es nicht glauben magst.“, antwortete sie dann beschwingt. „Es wird ein Kinderspiel werden… Und vor allem wird es für den Rest der Welt eine Lehre sein. Sobald die Neuigkeit verbreitet worden ist. Natürlich, dass dort einiges aus dem Ruder gelaufen ist – sonst wären wir überhaupt nicht eingeschritten.“ Ein scheinheiliges Lächeln ersetzte das Grinsen. „Es sollte jedoch niemand von der Sauerei in Volterra erfahren. Nachher zweifelt jemand unsere Macht an.“
Chelsea seufzte dramatisch und lehnte sich an einen der großen Felsen. „Oh Captain, mein Captain! Nachdem unser Goldkehlchen hier wohl keine interessanten Informationen auf Lager hat - “ Sie konnte Ciaras bösen Blick fast spüren – wenn Blicke töten könnten! – „ - Was sollen wir dann mit dem Rest unserer Zeit anfangen?“
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Seto
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Fr Mai 03, 2013 1:48 am

cf: Sibiu

Setos Augen lagen ruhig auf dem hübschen Gesicht Claires. Doch hinter diesen Augen versteckte sich ein wahrliches Gefühlschaos. Er war gespannt auf ihre Antwort und als er sah wie sie ihn lächelnd anblickte musste er fast noch mehr grinsen. Unwillkürlich musste er an ihre Verneigung denken als er sie vorher gelobt hatte. Sie hatte wirklich Charme. Es war mehr als das. Sie faszinierte ihn einfach. Und ebenso faszinierend wie sie selbst war auch ihre Antwort. Sie kicherte leise bevor sie sagte, dass sie es nicht wusste. Aber sie vielleicht so gut harmonierten, dass sie es selbst nicht einmal bemerkten. Er zwinkerte etwas überrascht, kehrte dann jedoch zu seiner normalen Mimik zurück. Ob das wirklich ihre wahren Gedanken waren die sie jetzt aussprach? Zu gern wüsste er was sie jetzt wirklich dachte. War das hier nur ein Spiel für sie? Und was war es überhaupt genau für ihn? Hinzu kam auch noch das ihn immer wieder seine innere Stimme tadelte sich auf den Auftrag zu konzentrieren. Er war uneins mit sich. Er musste es bald schaffen seine Gedanken wieder zu ordnen und in Einklang zu bringen.
Was würde geschehen wenn sie wieder bei Demetri waren? Er würde berichten was geschehen war und dann würden sie wohl mit der Planung anfangen. Seto erinnerte sich an die Gaben die ihr Kontaktmann genannt hatte. Die Rumänen waren nicht zu unterschätzen. Vielleicht würde er Zeit finden kurz für sich zu sein und zu meditieren. Das würde ihm im Moment sicher gut tun, doch er war sich nicht sicher ob ihm diese Zeit wirklich zur Verfügung stehen würde. Daher musste er versuchen bereits jetzt mit den Gedanken an sie abzuschließen. Zumindest vorerst. Sie hatten schließlich genug Zeit.

Während sein Kopf so voller Gedanken war hatte er seinen Blick nicht einmal von ihr gelöst. Doch nun sah er sie wieder direkt an, ohne mit seinem Inneren ganz wo anders zu sein. Sie erwiederte seinen Blick noch ein wenig bis sie ihr Gesicht abwand und sogleich eine Gegenfrage stellte. „Was führte deiner Meinung nach zu Barneys Vorstellung von unserer Beziehung?“ Er schmunzelte ein wenig, wand seinen Kopf dann ebenfalls wieder geradeaus. Hatte sie seinem Blick nicht mehr Stand halten können? Oder war es ihr einfach unangenehm gewesen das er sie so lange angesehen hatte.. Er vermochte es nicht zu sagen, aber es war im Moment auch nicht wirklich wichtig. Es lag etwas in der Luft. Etwas was nicht nur von ihm auszugehen schien.
"Nun vielleicht war der Gute einfach zu überrascht oder erschrocken über unser Erscheinen, weshalb er einfach so drauf los gesprochen hatte ohne nachzudenken. Dann hätte all dies wohl keine Bedeutung. Andererseits, vielleicht hast du auch Recht mit deiner Vermutung. Dann wäre es allerdings von Bedeutung." Er ging ein wenig langsamer, bis sie den ersten Hügel vor Sibiu hinter sich gelassen hatten. Der Mond stand an der höchsten Stelle des Himmels und hüllte das Land in ein blaues Licht.
"Du faszinierst mich.." hauchte er in die Dunkelheit und blieb stehen. Er sah ihr tief in die Augen, als sie ebenfalls sachte inne hielt und sich zu ihm umdrehte. "Wenn diese Mission beendet ist, musst du mir mehr von dir erzählen." Eine ihrer lockigen Strähnen war ihr ins Gesicht gefallen. Ohne zu zögern berührte er ihr Haar und strich es sanft wieder zurück. Vielleicht ein Wagnis zu viel. Doch was wäre dieses lange Leben ohne ein bißchen Nervenkitzel?
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Claire
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Di Mai 07, 2013 3:40 pm

cf: Sibiu


Der Mond schien auf sie herab, ein leichter Wind wehte. Alles schien malerisch und perfekt. Man könnte es fast romantisch nennen. Das perfekte Bild. Seto sprach leise und sanft, so wie sie ihn noch nie gehört hatte. Als er endete und der Wind ihre Haare zerzaust, nahm er sich die Freiheit ihre eine Locke aus dem Gesicht. Seine Hand war weich und zart. Sie sah zu Boden, wusste nicht wie sie reagieren sollte. Er war waghalsig. Claire konnte sich nicht entscheiden ob sie ihn für dumm oder mutig halten sollte. Der junge Japaner war merkwürdig still und ruhig. Claire hätte schwören können, sie hörte seinen Herzschlag, doch da war keiner. Sie fühlte ein seltsames Kribbeln in ihrem Bauch. Auf einmal war alles vergessen, Demetri, Rumänien und sogar Aro. Claire ließ sich völlig in den Moment fallen. Normalerweise wäre das der Moment für Louise gewesen. Doch nach jahrelangen, Dekaden langem Training war Louise kaum mehr ein Problem.

Immer noch am Leben, doch verborgen schlummerte immer noch ihr Alter Ego. Louise, nach Aros Ausbruch in Volterra, war verunsichert und wusste nicht, ob sie es wagen konnte sich zu zeigen Stattdessen bevorzugte sie es zu beobachten. Ihre liebliche, naive, schöne Schwester war im Begriff sich mit diesem neuen Kind einzulassen, Seto. Sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Sie wusste, dass Claire ihn küssen wollte, sich mit ihm einzulassen. Der Zwilling war sich nicht klar, ob es ihrer Bemühungen wert war die beiden zu unterbrechen. Damals mit Aro war es etwas anderes gewesen. Aro hatte es etwas in Claire ausgelöst, ein unbeherrschbares wollen, dass sie einfach in ihrem Körper ausgebreitet hatte. Ihre Schwester hatte nicht so für ihn empfunden. Damals war es eher ein Verlangen gewesen, nun war es eher ei n Begehren, doch nicht nach körperlicher Erfüllung, eher nach geistigem zusammen Treffen. Mit Seto wollte sie sich fallen lassen, aber nicht komplett loslösen. Er faszinierte sie, aber auf eine weniger animalische als mehr eine geistige Art und Weise.

Schließlich schmiss sie all ihre Bedenken über Board und beugte sich zu ihm. Ihre Lippen waren nur wenige Millimeter voneinander entfernt, als sie kurz inne hielt. Sie wartete ein wenig um zu sehen, wie er reagieren würde. Seto lehnte sich ein wenig vorne und ihre Lippen trafen sich. Es war nicht magisch oder besonders, aber es war ihr Moment. Es war so besonders, wie ein solcher Moment werden konnte. Da waren keine Geigen oder Engelschöre, die sangen. Da waren nur sie und die Nacht. Sie trat einen Schritt zurück und der Kuss endete so schnell wie er begonnen hatte.
Sie lächelte leicht sagte dann: „Wir sollten nun wirklich zurück kehren. Demetri wartet nicht gerne.“
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Demetri
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Mo Mai 13, 2013 12:24 am

Gemächlich schritt Demetri einen, zwei Schritte auf Ciara zu, stand ihr nahe gegenüber, sodass er nur die Hand ausstrecken musste, um sie zu berühren. Oder um ihr den Kopf vom Hals zu reißen. Beides würde ihm wohl mehr als nur einen Schlag ins Gesicht kosten, weswegen er lässig die Arme vor der Brust verschränkte und ein überhebliches Lächeln aufsetzte. Absichtlich ließ er es etwas gekünstelt wirken – er wollte keine Sympathie bei der kleinen Rothaarigen wecken, sondern Informationen haben. Sie musste sich ihren Rang in der Wache der Volturi erst einmal verdienen und das bedeutete, das zu tun, was von einem verlangt wurde. Gewissermaßen war das strenge System der Königsfamilie beinahe wie die Armee bei den Menschen, wobei man über einen solchen Vergleich bloß lachen konnte. Was konnten schon diese mickrigen Würmchen mit ihren Handfeuerwaffen gegen eine Vampirhaut ausrichten? Welche Fähigkeiten hatten sie, auch nur einen einzelnen Unsterblichen zu überwältigen? Sie waren sich ihres Könnens so sicher und gleichzeitig so unglaublich dumm. Wie sie sich in Sicherheit wogen und nicht den Hauch einer Ahnung hatten, was um sie herum geschah. Diese Geschöpfe konnten einem fast leidtun in ihrem Glauben an einen Gott, der sie doch bloß im Stich ließ. Was konnte dieser Mann im Mond, den sie sich vorstellten schon tun gegen die Geschöpfe der Nacht? Es war lächerlich. Eine kleine amüsante Komödie auf der Spielbühne Welt, an der sich Demetri des Öfteren gerne erfreute.
Jetzt jedoch war er gelangweilt. Wäre er nicht schon einmal vor so vielen Jahrhunderten gestorben, so wäre nun jetzt der Moment gekommen, in dem er sich zu Tode gelangweilt hätte. Mit schief gelegtem Kopf ließ er seinen Blick zu Chelsea herüber gleiten und betrachtete ihre Figur. Ihr Umhang flatterte um ihre schmalen Schultern, ihre Haare umrahmten das harte Gesicht mit den hohen Wangenknochen und weichen Lippen, deren Anblick ein Schauer über seinen Rücken laufen ließ. Sie war so schön, so kalt, so unerreichbar. Fast hatte er vergessen, wie weich der Blick ihrer Augen sein konnte, wie lieblich ihr Lächeln. Es war so lange her, dass er es zu Gesicht bekommen hatte.
Fast schon frustriert gab er seine Gedanken auf und lauschte Ciaras Worten, die wirklich ernüchternd waren. Sie hatte wirklich nichts zu bieten? Keine noch so kleine Information? War sie wirklich einfach blindlings in die Gruppe gestolpert und hatte sich mit Freuden ihnen angeschlossen, ohne auch nur das Geringste über sie zu wissen? Wie äußerst töricht und dumm. Das hatte sie jetzt in diese Lage gebracht und jeder sah, dass sie nicht hier sein wollte. Wie schade. Demetri konnte es sich nicht verkneifen – nun gut, er hätte es gekonnt, wenn er denn den überaus unnötigen Willen dazu aufgebracht hätte –, die Augen zu verdrehen, als Ciara sagte, dass es wohl ein Leichtes für sie werden würde, die Hinterbliebenen zu besiegen. Als ob das nicht offensichtlich wäre! Mit Freuden überließ er Chelsea das Reden und blieb dabei, genervt in die kleine Runde zu blicken. Womit hatte er das verdient? Hier zu sein mit einem Möchtegernkrieger, der ihm langsam aber sicher leider sympathisch wurde und dieser Neuen, die nicht einmal den Hauch einer interessanten Neuigkeit hatte. Zugegeben, er war selbst Schuld an diesem Desaster, jedoch litt er gerne übermäßig. Ein wenig Selbstmitleid hatte noch niemandem geschadet. Wobei er diese Aufgabe wohl mit Fassung tragen musste. Es hätte ihn wahrlich schlimmer treffen können.
„Wie überaus enttäuschend“, meldete sich Demetri schließlich zu Wort und schüttelte den Kopf. „Aber wenn unser Vögelchen schon nicht singen kann, vielleicht bringen wir es ja zum Tanzen?“ Kurz blitzte ein schiefes Grinsen auf seinem Gesicht auf, verschwand jedoch wieder in der Sekunde, in der er sich von Ciara abwandte und einige Schritte auf die Ruinen zulief. „Wir können nicht viel tun, solange die anderen nicht zurück sind, aber vielleicht sollten wir unser Vorgehen besprechen…“

Die Zeit verging ermüdend langsam und beinahe konnte der Tracker die ganzen ausgelaugten Menschen verstehen, die nichts im Leben erreichten und abends müde in ihre Betten fielen. Jedoch nur fast.
Grob erläuterte er, wie er sich den Angriff auf die Rumänen gedacht hatte, inwieweit sie über ihre Gaben Bescheid wussten, alles, was Zeit schindete, aber nicht wirklich hilfreich war. Nach einigen Stunden kehrten Alec und Felix zurück und berichteten das, was Demetri sowieso schon erwartet hatte – nichts. Keine Spitzel, keine verirrten Seelen, nicht einmal ein Mensch hatte sich hier in diese gottverlassene Gegend verlaufen. Umso besser für sie. Man erwartete ihre Ankunft nicht. Wenn überhaupt dann die Rückkunft einiger Angreifer aus Volterra, doch selbst das war wohl nicht der Fall, denn warum sonst schien diese Gegen wie ausgestorben? Die Rumänen hatten wohl selbst nicht damit gerechnet, zu siegen. Warum dann hatten sie diese Gruppe dieser Gefahr ausgesetzt? Um auf sich aufmerksam zu machen? Um unnötige Neugeborene abzuschlachten? Das hätten sie auch wahrlich einfacher haben können … Aber was sie wohl nicht wollten, war, den Zorn der Königsfamilie auf sich zu ziehen. Sie schienen sich sicher zu sein, dass die Volturi nicht hierher kamen. Wie falsch sie dort lagen, würden sie schon bald am eigenen Leib erfahren müssen …
Nun, daran zumindest hätte Demetri seinen Spaß. Er wollte Rache. Rache für den idiotischen Fehler, den er gemacht hatte, Rache für die Narbe, die man ihm verpasst hat und Rache für alles, was er seitdem durchlitten hatte. Er würde die Verantwortlichen leiden lassen, wollte ihre Schreie hören, ihr Flehen genießen und ihnen ins Gesicht lachen, wenn er ihnen den letzten Gnadenstoß versetzte. Nichts lieber wollte er, als diese kümmerlichen Leben auszulöschen, diesen Alltag zu zerstören, der ihnen allen so sicher und geborgen vorkam. Er wollte das Schreckgespenst sein, dass kleine Kinder in ihren Träumen verfolgte, die dunkle Gestalt am Ende der Gasse, die des Nachts junge Mädchen entführte und blutrünstig ermordete, derjenige, der einen ganzen Vampirclan einfach so auslöschte und nichts von ihnen übrig ließ. Kein Haar, nicht einmal ein Staubkorn, das ihre Existenz bewies. Er wollte sie alle vom Erdboden wischen, wie einen Bleistiftstrich vom Papier. Und all das würde er mit einem eiskalten Lächeln tun.
Seto und Claire näherten sich ihnen wieder. Sie kehrten aus der Stadt zurück. Hoffentlich hatten sie gute Neuigkeiten.

Tbc.: Hunedoara Castle ~ Castelul de Hunedoara


Zuletzt von Demetri am Di Jul 16, 2013 3:29 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Seto
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Di Mai 14, 2013 3:34 am

Lamgsam und stetig ging sein Atem. Ein Atem der nicht nötig war. Er brauchte keine Luft zum leben und dennoch atmete er. Sog die kühle Luft der Nacht tief in seine nicht mehr arbeitende Lunge. In seinem inneren gab es nichts mehr was arbeite. Er war versteinert. Leblos. Auf ewig. Und doch.. dieses Mädchen löste etwas in ihm aus was er lange nicht mehr gefühlt hatte. Es war nicht so dass er sich vorher nicht lebendig gefühlt hatte. Doch mit Claire, war es anders. Sie erweckte etwas in ihm von dem er nicht einmal wusste ob er es überhaupt schon einmal erlebt hatte. Er war weder als Mensch, noch als Vampir verliebt gewesen. Es gab ein einziges menschliches Wesen welchem es gelungen war seine Aufmerksamkeit für einen längeren Zeitraum auf sich zu ziehen. Doch es war keine Liebe gewesen. Er hatte den Geruch des Mädchens und ihren Körper begehrt. Doch die Geschichte endete nach nur wenigen Tagen ebenso wie die davor. Zu dieser Zeit war ihm nicht einmal in den Sinn gekommen sie zu Seinesgleichen zu machen. Er war ein Einzelgänger und hätte sie nur als Balast gesehen. Außerdem hatte ihr Blut so köstlich gerochen, warum nur einen Tropfen davon verschwenden?
Seine Augen ruhten ruhig auf Claire, die ihren Blick gen Boden gerichtet hatte. Sie hatte bisher nicht auf ihn reagiert, doch sie stieß ihn auch nicht von sich. Äußerlich wirkte er ruhig doch innerlich beherrschte ihn eine unglaubliche Spannung. Diese Spannung nahm noch mehr zu, als sie ihn endlich wieder ansah und ein wenig näher kam. Er sah sie prüfend an, während die Gedanken in seinen Kopf ihn immer mehr zur Tat drangen. Sie stammte wie er aus alter Zeit. Aus einer längst vergangenen Zeit in der es an dem Mann war der Dame seines Herzens den Hof zu machen. Es gehörte zur ihrer Erziehung, dass es der Mann war der den ersten Schritt tat. Mit süßen Worten hatte er dies bereits getan und nun war es an ihm weiter zu gehen.
Ohne einen weiteren Gedanken beugte er sich leicht nach vorne und ließ die letzten Centimeter zwischen ihnen im Nichts verschwinden. Seine Lippen lagen auf den ihren und seine Augen waren geschloßen. Ihre Lippen waren weich und schmeckten süßlich. In ihm flammte etwas auf und für einen kurzen Moment fühlte es sich an als hätte er noch ein schlagendes Herz welches mit all seiner Kraft pochte. Jetzt da sie hier standen, hatte er keine Zweifel mehr daran das sie ebenso fühlte wie er. Natürlich wusste er nicht ob die Empfindungen von ihrer Seite aus ebenso stark waren wie die seinen. Doch da war etwas. Und das nicht nur von seiner Seite.

Fast zeitgleich lösten sie sich wieder voneinander. Erneut zog Wind auf und ließ die Umhänge der beiden tanzen. Er erwiederte ihr sanftes Lächeln und nickte als Bestätigung. Er hatte nicht vor seine Gefährten noch länger warten zu lassen. Auch, wenn etwas in ihm sie am liebsten an der Hand nehmen würde um ganz weit weg zu laufen. Doch wie kam er dazu? Er? Der ehrenwerte Samurai zog eine Frau einem Kampf vor? Es war wirklich Zeit dass er zurück zu Demetri kehrte. Er machte sich keine Gedanken darüber von Claire zu sehr abgelenkt zu werden. Nein, damit würde er zurecht kommen. Er war durchaus in der Lage Prioritäten zu setzen. Die Tatsache die ihn leicht verschreckte war einfach, dass die Schlacht die vor ihnen lag plötzlich gar nicht mehr so spannend wirkte wie zu Beginn. Er seufzte still in die Dunkelheit und machte sich mit Claire an seiner Seite auf den Weg zu den anderen.
Nur einige Minuten später lagen bereits die Gerüche der anderen Volturi in der Luft und Seto konnte in der Ferne die Ruinen sehen. Schließlich schloßen sie wieder zu den anderen auf. Alec und Felix Augen lagen schweigsam auf den beiden. Ciaras Blick war in die Ferne gerichtet. Seto fixierte sie kurz ehe er direkt auf Demetri zuschritt und neben ihm stehen blieb. Der Tracker blickte ihn abwartend an, während der Japaner gedanklich das Gespräch mit Nicolae Revue passieren ließ.
Er wand sich um, sodass er die anderen Vampire ebenfalls ansehen konnte bevor er begann zu sprechen.
"Wie wir erwartet haben, war Nicolae kooperativ und konnte uns einige Informationen bezüglich unserer Feinde geben. Es sind etwas mehr als zehn Vampire. Einer von ihnen kann bei Berührung das Bewusstsein nehmen. Er sprach außerdem von einer weiblichen Kriegerin die einen in einer Art Zeitschleife gefangen nehmen kann. Wie genau das funktioniert, war unserem Kontaktmann leider unklar." Er machte eine kurze Pause, um dann im gleichbleibenden, neutralem Ton weiter zu sprechen.
"-Und er hat Gerüchte gehört. Gerüchte über einen Vampir der in der Lage ist die Zeit zu verlangsamen. Leider wusste er auch hier nicht mehr zu berichten." Er spürte einige Blicke auf sich und Claire ruhn, was ihn veranlasste gleich etwas klar zu stellen.
"Ich bin mir sicher, dass er uns nichts verschwiegen hat. Claire und ich hatten schließlich unsere Mittel ihm ziemlich klar darzustellen was es andernfalls für Konsequenzen gäbe." Seine Mimik blieb ernst, als er seinen Gefährten die letzte Information weitergab. "Sie halten sich nahe dem Hunedoara Castle auf. Nicolae sagte dass sie mit unserem Erscheinen gerechnet haben, doch nicht so zeitnah." Sein Blick schweifte von einem Volturi zum anderen, ehe er bei Ciara hängen blieb.
"Diente dieses Schloß vorher schon eurem Aufenthalt?" Die Rothaarige war schließlich mal eine von ihnen gewesen. Vielleicht hatte sie etwas nützliches über diesen Ort zu berichten. Irgendwelche geheimen Gänge, die nicht jeder kannte. Schließlich wusste niemand von den Rumänen hier, dass Ciara überlebt hatte und nun auf der anderen Seite stand. Möglicherweise war sie ja doch hilfreich.
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Sa Mai 18, 2013 4:34 am

UNBEDINGT listen while reading, ansonsten hört sich das alles total gestört an *hust*

Chelsea hörte Demetris leisen Schilderungen zu; grob erklärte er, wie er sich den Verlauf der Schlacht und ihre Taktik vorstellte. Sie ließ ihn ausreden, nickte das meiste ab und machte schließlich selbst ein paar Vorschläge. Es war nicht sonderlich hilfreich, so etwas im Voraus zu planen, da die rumänischen Vampire ihren eigenen Kopf hatten und ihre Taktik so oder so irgendwann herausfinden würden. Sie waren ja nicht komplett verblödet, auch wenn es ihr vorkam. Sie wüsste nicht, was dieser Aufstand ihnen bringen sollte, außer den sicheren Tod, natürlich. Die Herrschaft der Volturi würde noch eine sehr, sehr lange Zeit erhalten bleiben, dessen war sie sich mehr als sicher. Die Rumänen waren ein Kieselstein in einem mannshohen Haufen von Felsbrocken, nicht groß und stark genug um einen wirklich zu verletzen.
Als Felix und Alec zurückkehrten, waren bereits einige Stunden verstrichen, und der Himmel über den ausländischen Weiten wurde mit jeder Sekunde eine Nuance dunkler. Sie bestätigten Chelseas Verdacht, dass nichts und niemand im nächsten Umkreis auf sie warten würde. Es war so unglaublich unvorsichtig von ihnen, doch dass Vorsicht nicht zu ihren größeren Stärken zählte, hatten sie ja schon öfters bewiesen.
Sie warf einen Blick zu Demetri, der eisern in die Richtung starrte, in die Claire und Seto verschwunden waren. In diesem Moment sah sie den Krieger in ihm, der er war. Bereit für den Kampf, vollauf konzentriert und wie sie ihn kannte, Mordpläne schmiedend. Das Pokerface auf seinem Gesicht konnte sie nicht täuschen, nicht dieses Mal. Diese Sache war persönlich für Demetri, egal ob er es zugeben wollte oder nicht. Man hatte ihn in seinem Stolz verletzt, und der Kampf war wichtig für seine Zukunft. Bis jetzt war alles gut gelaufen, doch im Grunde hatte es ja noch gar nicht angefangen.
Sie wurde wütend, als sie ihn so ansah. Wütend darüber, dass man ihn in diese Situation gebracht hatte, wütend darüber, dass er so eiskalt war, wütend darüber, dass es niemals wieder wie vor fünfhundert Jahren werden würde. Wütend, weil sie wusste, dass sie ihn immer noch liebte, mit allem, was sie hatte, in all den Jahrhunderten, in denen sie getrennt waren, und besonders jetzt. Chelsea wollte ihre Hand ausstrecken, ihn verletzen und gleichzeitig trösten. Sie wollte ihn schreien hören, sie wollte hörten, wie er flüsterte, wie sehr er sie liebte.
Erschrocken von sich selbst und ihren Gefühlen wandte sie sich von ihm ab und tat es ihm gleich, in Richtung Stadt zu starren.
Es dauerte nicht lange, dass Seto und Claire auftauchten. Während sie sich einen Weg durch die Gruppe, direkt an die Spitze bahnten, um ihre Ergebnisse darzulegen, fixierte Chelsea den jungen Japaner. Leichtfüßig und elegant setzte er einen Fuß nach dem anderen, sein Gesicht was ausdruckslos, doch das musste nichts heißen. Jeder von ihnen hatte zumindest ein gutes Pokerface. Es war wichtig für das, was sie taten; würden mögliche Gegner ihre Absichten von vorn heraus durchschauen, wären sie längst nicht so kooperativ. Oder würden sich womöglich noch wehren, was ihre Exekution nur unnötig in die Länge ziehen würde.
Seto erzählte, dass der Informant, Nicolae, kooperativ gewesen war. Er hatte ihnen erzählt, dass unter den etwa zehn Vampiren drei mit außergewöhnlich starken Gaben waren – eine weibliche Kriegerin die einen einzelnen in eine Zeitschleife bringen kann, ein Vampir, der einen mit einer einfachen Berührung das Bewusstsein nehmen kann und einer, der die Fähigkeit hat, die Zeit zu verlangsamen. Chelsea runzelte die Stirn. Von einer solchen Gabe hatte sie noch nie gehört. Herrscher der Zeit? Das war in der Tat sehr… außergewöhnlich. Und Chelsea tat gut daran, sie nicht zu unterschätzen. Sie wusste, dass sie sehr wohl in der Lage war, sehr gut zu kämpfen, egal unter welchen Umständen. Doch kämpferische, aktive Gaben waren im Kampf immer ein Vorteil, und solch eine hatte sie nicht. Es würde zu lange dauern, jeden Vampir an sich zu binden. Seto berichtete außerdem, dass sie nahe dem Hunedoara Castle aufhalten würden, auf sie wartend, doch nicht wissend, dass sie so schnell kommen würden. Dann wandte er sich an die Rothaarige Vampirin neben ihr. „Diente dieses Schloß vorher schon eurem Aufenthalt?“
Chelsea blickte zu Ciara, wohl wissend, dass sie solche Informationen so gut wie möglich unter Verschluss halten würde, auch wenn sie noch so unbedeutend waren.
Was ihr mehr Sorgen bereitete war die Frage, woher sie die benötigten Zeugen bekommen würden. Hier lebte keiner. Sie würden in die nächste Stadt gehen müssen, oder ein Stück weiter reisen. Chelsea wollte Ciara bei einer möglichen Antwort nicht stören, darum lehnte sie sich einfach nur zu Demetri um ihn etwas ins Ohr zu flüstern: „Was ist mit den Zeugen, Darling?“
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Mo Jun 03, 2013 3:49 am

cf.: Thronsaal

Ciara hörte kaum zu, als zuerst Demetri, dann Seto eine wirklich ansprechende und motivierende Rede hielten. Vielmehr sah sie auf ihre Fingernägel und fragte sich, ob es noch Sinn machen würde, darauf zu achten, dass sie ordentlich und hübsch aussahen. Sie war nicht wirklich ein typisches Mädchen und auch viel zu oft in Kämpfe verwickelt, um sich dabei noch Sorgen um ihre Nägel machen zu können, aber es war das einzige, was ihr gerade einfiel, um eine Ausrede zu haben, nicht auf Demetri zu achten.
Kurz darauf schien man alles Wichtige geklärt zu haben, denn alle machten sich, in Formation natürlich, auf den Weg nach draußen. Als sie die Stadtmauern hinter sich gebracht hatten, bemerkte sie aus dem Augenwinkel, wie Demetri mit Chelsea redete. Nur wenig später konnte sie sich schon denken, um was es dabei gegangen war. Erschreckend schnell baute sich in ihr der Drang auf, ihnen freundlich klar zu machen, dass sie schon brav sein würde und die Formation nicht verlassen würde. Sie hatte zwar nicht zugehört, als die Taktik erklärt wurde, doch sie wusste, wie man sich im Kampf verhielt. Sie war doch keine dumme Göre, die keine Ahnung hatte und sich blind auf ihr Bauchgefühl verließ. Nein, sie war eine Vampirin, eine Kämpferin, vielleicht etwas jung, doch es mangelte ihr nicht an Erfahrung und ja, sie hatte begriffen, dass sie an dieser Party hier teilnehmen musste. Vielleicht sollte sie es sich wie eine Art Wandertag vorstellen, denn schließlich würde sie ja nicht oft aus der Stadt herauskommen. War den Volturi eigentlich bewusst, wie schlimm es für einen Nomaden war, von dunklen Stadtmauern umgeben zu sein? Sie hatte sich ihr Leben nicht ohne Grund herausgesucht, doch wieder einmal wurde ihr schmerzhaft bewusst, dass ihr eigener Wille sie verlassen hatte. Das einzige was ihr blieb, war ihr Stolz und ihre Gedanken, solange Aro sie nicht berührte.
Seufzend zog sie sich ihre Kapuze tiefer ins Gesicht, um nicht sehen zu müssen, wie sie von allen Beteiligten umzingelt wurde. Wenn sie es richtig anstellte, könnte sie vielleicht fliehen. Zuerst müsste sie Alec außer Gefecht setzen, denn seine Gabe würde sie verfolgen können. Und dann musste sie sich beeilen. Versuchen, so viele wie möglich mit ihrer Gabe zu Boden bringen, vor allem Demetri. Nein, das Problem war nicht die Tatsache, dass sie nichts tun könnte, sondern einfach nur, dass sie derartig behandelt wurde.
Während sie Grenzen überquerten und Länder durchschritten spürte Ciara, wie sie immer durstiger wurde. So kam es ihr nur gelegen, als offensichtlich der offizielle Plan war, sich noch einmal zu stärken. Sie war weitaus weniger wert, wenn sie schwach und ungenährt in einen Kampf ging. Sie war sich nicht sicher, wie viele hier davon wussten, doch nach einer gewissen Zeit nach dem Nähren, funktionierte ihre Gabe nicht mehr. Dieser Zeitraum betrug ungefähr einen ganzen Tag, sodass sie genug Zeit hatte, doch danach wurde es schwierig. Sie war eine gute Kämpferin, doch sie war es vor allem durch ihre Gabe. Sie hatte gelernt, sie einzusetzen und mit normalen Angriffstechniken zu verknüpfen. Wahrscheinlich war einer der Gründe, dass sie ruhig hielt und keine Schwierigkeiten machte - dass sie auf diesen Kampf brannte. Einerseits, weil sie die angestaute Wut rauslassen wollte und dringend jemand umbringen musste, andererseits aber auch, weil sie sich beweisen wollte. Sie wollte nicht dazugehören, nicht akzeptiert werden, doch sie wollten den Respekt, den sie glaubte, zu verdienen. Und den bekam sie nur, indem sie zeigte, was sie am besten konnte.
Nachdem sie sich gestärkt hatten und Ciara sich schon deutlich besser fühlte, verlief der Rest des Weges noch langweiliger als vorher. Sie kannte die Landschaft, hatte alles noch genau vor Augen. Sie waren nicht denselben Weg gegangen, doch sie war sich sicher, einige Berge und Wälder von weitem gesehen zu haben. Weiterhin waren die Ereignisse um sie herum auch nicht sonderlich spannend, bis sie in einem Wald stoppten. Gelangweilt sah sie sich um. Sie kannte diesen Wald, hatte ihn schon einmal durchschritten, als sie zu der Gruppe der Rumänen gestoßen war. Keine brauchbare Information, wie sie befand, denn natürlich wusste der große Tracker ganz genau, wo sie waren und dass es nicht mehr weit sein konnte, bis sie auf ihre „Gegner“ trafen. Den ganzen Weg über hatte Ciara überlegt, ob es feige war, in diesen Kampf zu treten und mit Freuden einige Vampire zu töten. Natürlich würde es eine Freude sein, denn jeder Kampf und der daraus folgende Tod eines anderen Vampires bereitete ihr Vergnügen, doch wenn sie ehrlich war, dann bevorzugte sie das Risiko, die Herausforderung. Die Volturi mochten übertrieben arrogant sein, doch sie konnten genauso mit Recht behaupten, dass sie einen Kampf gewinnen konnte.
Seufzend begann Ciara, auf ihren Füßen vor und zurück zu wippen. Eine Angewohnheit, die sie sich zugelegt hatte, als sie den größten Teil ihres Lebens damit verbracht hatte, jeden Abend in eine Bar zu gehen und sie mit einem Mann oder einer Frau zu verlassen. Die Frauen lebten danach meistens weiter, bekamen gar nicht mit, was Ciara war. Doch die Männer hatte keine Chance. Die rothaarige Vampirin hatte großen Gefallen daran gefunden, zu offenbaren, was sie war. Die meisten Methoden hingen mit Schmerz zusammen. Grinsend sah Ciara in den Himmel und schüttelte ihre flammendroten Haare nach hinten, als sie von der kalten Stimme des Trackers unterbrochen würde. Missbilligend sah sie zu ihm, ließ sich von seinem Tonfall keinesfalls beeindrucken. Nur im Augenwinkel hatte sie mitbekommen, dass die anderen Vampire Aufgaben bekommen hatten, sodass nur Chelsea, Demetri und sie übrig geblieben waren. Ciara antwortete schließlich wahrheitsgemäß auch wenn sie nicht viel wusste. Ob sie immer noch die Wahrheit gesagt hätte, wenn sie mehr gewusst hätte, wusste sie nicht, doch höchstwahrscheinlich schon, so wie sie Chelsea’s Gabe einschätzte. Genervt wandte sie sich wieder ab und hörte Chelsea nur halb zu. Musste sie immer so schlau daherreden? Gewiss, wenn sie ehrlich sein sollte und ihren „Lieblingsvolturi“ aussuchen sollte, dann wäre es vielleicht Chelsea. Aus zwei Gründen: Sie schienen sich ähnlich zu sein. Und sie war ausgesprochen hübsch. Grinsend sah Ciara zu Boden. Über diesen Aspekt hatte sie noch gar nicht nachgedacht. Genug Vampire um sie herum, mit denen sie sicherlich Spaß haben könnte.
„Wie überaus enttäuschend. Aber wenn unser Vögelchen schon nicht singen kann, vielleicht bringen wir es ja zum Tanzen?“, meldete sich Demetri wieder zu Wort. Beinahe hätte Ciara laut losgeprustet, doch sie hatte schließlich genug Selbstbeherrschung um das nicht zu tun. Die Ausdrucksweise des Trackers gefiel ihr ganz und gar nicht. Zumindest fand sie sie etwas lächerlich und überhaupt nicht an die heutige Zeit angepasst. Oh sie vermisste ihr Nomadenleben wirklich, doch sie hatte einen guten Kampf vor Augen und Belustigung um sich herum. Je länger dieser „Wandertag“ anhielt, umso mehr gewöhnte sie sich an den Gedanken, nun zu ihnen zu gehören. Verdammt, Chelsea’s Gabe war wirklich erstaunlich.

Die nächsten Minuten verbrachte Ciara damit, Demetri doch einmal zuzuhören, als er erneut seine Taktik erklärte. Nachvollziehbar, wie Ciara befand, daher würde sie sich dieser Taktik beugen. Einige Stunden später kehrten die anderen wieder zurück und verkündeten ihre Neuigkeiten. Zuerst hörte die Vampirin wieder nur halb zu, doch als Seto begann, über Gaben zu sprechen, wurde sie hellhörig. Wenn es etwas gab, dass ihr die Tour vermasseln konnte, dann waren es Gaben, die zu mächtig waren. Als sie diese hörte, war sie froh, nicht allein zu sein, fragte sich gleichzeitig aber auch, warum Vampire mit derartigen Gaben in Rumänien geblieben waren, während sie mit einer Horde wildgewordener Affen durch die Landschaft streifen musste, sich mehr als einmal fremdgeschämt hatte und schließlich den Kampf aufs peinlichste verloren hatte.
"Diente dieses Schloß vorher schon eurem Aufenthalt?", fragte Seto plötzlich an Ciara gewandt. Langsam blickte sie auf und begegnete seinem Blick. „Ich kann nicht von mir sprechen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die anderen öfter dort waren. Natürlich nicht die Neugeborenen, die ließ man in kein Gebäude, doch die ‚Anführerin‘“ – an dieser Stelle machte sie Gänsefüßchen in die Luft und verdrehte dabei die Augen – „hat mich einmal durch das Schloss geführt“, sagte sie und leckte sich über die Lippen, hin und her gerissen, eine Information zu verbreiten oder sie für sich zu behalten und sie im Zweifelsfalle anzubringen. Lässig lehnte sie sich gegen einen Baum und zog ihre Kapuze zurück. „Allerdings…allerdings hab ich von einem Gang gehört, der direkt in das Schloss führen soll. Angeblich beginnt er in einer Höhle einige hundert Meter vor dem Schloss und verläuft unter der Erde“, fügte sie dann noch hinzu und sah in die Runde.
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Di Jun 04, 2013 10:38 pm

Setos Augen lagen ruhig auf der Rothaarigen während er auf eine Antwort wartete. Hoffentlich konnte sie irgendetwas nutzvolles einbringen. Natürlich wäre es kein Weltuntergang wenn sie keine Infos hatte, aber es würde ihr Spiel um einiges erleichtern. Ciara schien zunächst leicht überrascht angesprochen zu werden, antwortete dann jedoch ruhig und gelassen. Bei dem Wort -Anführerin- wurde Seto hellhörig, stellte seine Frage hierzu doch erst mal zurück. Er lauschte weiter ihren Worten und nickte, als sie geendet hatte. Es gab also wirklich einen Geheimgang. Das war doch schon mal gut zu wissen. "Danke Ciara. Es ist durchaus hilfreich für die weitere Planung von diesem Gang zu wissen. Andererseits verfügen alle alten Gebäude, Schlößer und Burgen über solche Geheimgänge. Es wird die Rumänen also nicht überraschen, wenn wir ihn benutzen." Er hatte in die gesamte Runde gesehen als er sprach, doch nun sah er wieder Ciara direkt an.
"Du sprachst von deiner 'Anführerin'. Ist sie noch am leben oder hat sie euch bei der Schlacht in Italien begleitet?" Wenn sie bereits gestorben war, war das Gespräch erledigt. Sollte sie noch am Leben sein würde Ciara ihnen hoffentlich gleich mitteilen über was für Fähigkeiten die Gute verfügte. Doch die Fragen lösten sich in Rauch auf als die Rothaarige verkündete das die Vampirin bereits bei der Schlacht in Italien gefallen war. Wieder nickte Seto und presste kurz unmerklich die Lippen aufeinander um zu überlegen.
Wie sollten sie vorgehen? Ein direkter Angriff. Ein Akt der Überraschung? Gut die Rumänen hatten nicht so zeitnah mit ihnen gerechnet, aber dennoch rechneten sie mit ihnen. Also konnte man nicht wirklich vom Überraschungseffekt sprechen.
Und was den japanischen Krieger noch mehr Sorgen bereitete waren die Gaben. Diese drei ganz besonderen Gaben und die Masse der rumänischen Krieger die noch übrig geblieben war.
Sie waren sieben. Davon hatten sechs eine besondere Gabe. Doch es waren nicht alles direkte Angriffs-Fähigkeiten. Felix war ein starker Kämpfer. Wahrscheinlich der Stärkste unter ihnen, dafür das er keine besondere Gabe hatte. Alec hatte seinen betäubenden Nebel, Chelsea die Kraft der Bindung, Ciara beherrschte Blutkontrolle bei Berührung ähnlich wie seine eigene Gabe, nur das er sie bei Blickkontakt vollführen konnte. Demetri war ihr Tracker und Claire hatte ihr Feuer.. Sie waren definitiv stark doch man durfte die Rumänen auf keinen Fall unterschätzen. Vladimir und Stefan wussten diesmal ganz genau was sie tun. Das ganze ähnelte einem Schachspiel. Die kleine Gruppe in Italien war eine Vorhut. Sie diente dazu die Italiener anzulocken. Die beiden Rumänen wollten die Volturi nicht auslöschen, aber sie wollten den Meistern einen Denkzettel verpassen. Sie wollten Aro einen Schlag versetzen in dem sie versuchten möglichst viele von seinen ganz besonderen 'Schätzen' zu eliminieren. Das konnte das einzige Ziel dieser ganzen Aktion sein. Seto blickte still zu Claire die auch in Gedanken zu sein schien. Er sah zur Seite und in dem Moment fielen ihm die Worte ein die Chelsea vorhin leise an Demetri gerichtet hatte. Zeugen.. Daran hatte er noch gar nicht gedacht. So weit er wusste brauchten die Volturi bei jeder Aktion sogenannte Zeugen die bestätigten das die Italiener im Recht handelten. Das kam ihnen eigentlich nur zu Gute. Er war zwar eitel und stolz aber nicht naiv. Er wollte nicht das auch nur einer der hier Anwesenden fiel. Diese Mission hier war für Demetri und auch für Seto von großer Bedeutung. Sie mussten alle Möglichkeiten in Betracht ziehen. Der Tracker war ebenso stolz wie es auch der Samurai war, doch Seto war sich sicher das der Grieche die gleichen Gedanken hegte wie er.
Daher wand er sich nun Demetri zu und sprach leise. "Ich denke das wir nicht nur Zeugen benötigen werden. Wenn es wirklich mehr als zehn Vampire sind und dann auch noch besondere Gaben mit im Spiel sind.. dann brauchen wir noch mehr Kämpfer. Ansonsten riskieren wir jemanden von uns zu verlieren. Haben wir weitere Verbündete in der näheren Umgebung?" Seine Augen lagen ernst auf dem Gesicht des Trackers. Abwartend wie dieser entscheiden würde.

tbc: Hunedoara Castle

(Jaaa ich weiß, es ist diesmal nicht viel aber ich wusste heute i-wie nich mehr zu schreiben xD Gomenasai *verbeug*
Ich hab auch schon mal nen 'tbc' gemacht, damit wir dann gleich unsere Zeugen & Verbündeten einsammeln können ^^)


Zuletzt von Seto am Do Jul 04, 2013 9:27 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   So Jun 30, 2013 4:45 am

Chelsea konnte Ciaras Zerrissenheit fast spüren, als sie langsam Seto’s Blick erwiderte und begann, auf seine Frage zu antworten. Sie meinte, dass die anderen Rumänen sicherlich öfters in dem großen Schloss waren, die Neugeborenen natürlich ausgenommen. Und typisch klischeehaft: Der unterirdische Gang in die Höhle des großen bösen Wolfs. Die Volturi lächelte spöttisch; die meisten alten Burgen besaßen solche ‚Geheimgänge‘ – was Seto auch sofort klarstellte. Sie würden keinerlei Vorteile haben, würden sie diesen benutzen.
Ihr Blick huschte zu Seto, der nach Ciaras Antworten nachdenklich geworden war. Wog er ihre Chancen ab? Für Chelsea war klar, dass sie einen Vorteil hatten. Fast alle von ihnen hatten sehr starke Gaben, wussten damit umzugehen. Doch natürlich – diesmal waren die Rumänen nicht zu unterschätzen, das wusste selbst sie. Mindestens drei überaus ungewöhnliche, starke Talente – Vladimir und Stefan hatten alle Arbeit geleistet. Doch was versprachen sie sich nur von einem Sieg? Niemals würden sie für alle Ewigkeit regieren. Selbst, wenn sie es schaffen würden, sie zu vernichten – und Chelsea schnaubte bei diesem Gedanken höhnisch auf – würde jemand anderes sie von ihrem Thron stoßen und sie letztendlich vernichten. Wenn man das Spiel um Throne spielt, gewinnt man, oder man stirbt. Dazwischen gibt es nichts.
Seto schien Chelseas geflüsterte Frage an Demetri gehört zu haben, denn nun wandte auch er sich an den Tracker. "Ich denke das wir nicht nur Zeugen benötigen werden. Wenn es wirklich mehr als zehn Vampire sind und dann auch noch besondere Gaben mit im Spiel sind.. dann brauchen wir noch mehr Kämpfer.“, fing er an. Damit kann er sogar recht haben, dachte Chelsea. Sie warf dem Japaner einen kurzen, anerkennenden Blick zu. Sie hatte gar nicht daran gedacht. Doch natürlich, es wäre nicht blöd, sich ein paar Vampire dazuzuholen, die im Notfall für sie sterben konnten. Nicht, dass sie ihnen sagen würden, dass sie ihre Sündenböcke wären.
„Ansonsten riskieren wir jemanden von uns zu verlieren. Haben wir weitere Verbündete in der näheren Umgebung?", fragte Seto dann. Die Frage war an Demetri gerichtet, doch Chelsea antwortete ihm, bevor er auch nur den Mund aufmachen konnte: „Natürlich haben wir die. Wir haben Verbündete auf der ganzen Welt, Seto. Wir müssen eben nur in die nächste Stadt gehen – in Sibiu wart ihr bereits, nicht wahr? Irgendwelchen auffälligen Gestalten begegnet?“ Sie überlegte einen Moment. „Eine andere Möglichkeit wäre Strabag – dort in der Nähe sollten ein paar von unseren ‚Freunden‘ leben.“
Chelsea wollte so schnell wie möglich zur Burg, doch im Endeffekt mussten sie logisch vorgehen. Sie hoffte wirklich, dass Claire und Seto ein paar Hinweise auf Vampire entdeckt hatten. Strabag war nur ein kleines Dorf, und soweit sie wusste, waren die dort lebenden Vampire nicht gut auf die Volturi zu sprechen. Nicht, dass es sie auch nur ein kleines bisschen stören würde. Ein paar Sekunden, ein paar Berührungen, und sie wären mehr als nur willens ihnen zu helfen. Aber es wäre einfacher, würden sie nicht auf diese Wilden zurückgreifen müssen.  
Während Chelsea auf eine Antwort wartete, lehnte sich neben die hübsche Rothaarige und schenkte ihr ein kurzes, kaltes Lächeln. „Na, schon aufgeregt, Süße?“

tbc.: Hunedoara Castle

(Sorry für den schlechtesten, kürzesten Post in der Geschichte der Menschheit, aber ich wusste ehrlich gesgat nicht wirklich was ich schreiben sollte :alice:)


Zuletzt von Chelsea am Sa Jul 20, 2013 11:54 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Mi Jul 03, 2013 12:54 am

Claire hatte sich aus der Unterhaltung herausgehalten und schenkte auch Ciara keine weitere Aufmerksamkeit. Normalerweise hätte sie nun über den Kuss zwischen ihr und Seto nachgedacht, doch irgendwie konnte sie ihre Gedanken nicht auf das was zwischen ihnen war lenken. Zu sehr war sie doch auf ihre Aufgabe konzentriert.

Ab und zu schlich sich noch Aro in ihre umherwirbelnden Gedanken. Sie wusste, dass er es ihm egal sein würde, sollte sie sich dazu entscheiden mit Seto zusammen zu sein. Sie war nicht arrogant oder dumm genug anzunehmen, dass sie die einzige Dame in seinem Herzen war. Er war verheiratet und auch wenn sie es nicht mit 100% Sicherheit sagen konnte, wusste sie jedoch, dass sie sicher nicht die einzige Wache war, auf den er seinen Blick geworfen hatte. Es war ihr letztlich auch egal. Zu Beginn hatte sie noch gedacht, dass es etwas Besonderes sei, dass sie verband doch mit den Jahren war auch ihr bewusst geworden, dass sie beide nur zum Vergnügen des anderen ein Spiel spielten.

Sie lächelte leicht bei dem Gedanken. Ein Spiel, das sie um des Spieles Willen spielten und nicht um zu gewinnen. War das etwas, dass sie so gottgleich machte, etwas das sie von den Menschen und leider auch den meisten Vampiren unterschied? Sowie sie merkte, dass ihre Gedanken viel zu tief wurden, fokussierte sie ihren Blick wieder nach außen. Ihre kleine Versammlung schien sich langsam aber sicher aufzulösen. Sie würden so schnell wie möglich ihre Zeugen und Verbündeten einsammeln und sie notfalls mit Gewalt dazu zwingen ihnen in diese Schlacht zu folgen.

Die Volturi liebten es, es so aussehen zu lassen als hätte jeder eine Wahl. Doch natürlich hatte niemand mehr eine Wahl sobald er sich mit der königlichen Familie einließ. Man war entweder für sie oder tot. So einfach war das. Sie schnappte Chelseas Frage nach ungewöhnlichen Begegnungen.
Schnell, bevor Seto antworten konnte sagte sie: „Nein, alles verlief nach Plan.“ Claire wollte nicht, dass der Rest von ihrer Begegnung mit Barney wusste. Sie würde Aro später davon berichten und ihn entscheiden lassen, was sie mit diesem ungehobelten Witzbold machen würden.
Sie bedachte Chels mit einem kalten Lächeln, das weitere Fragen verbot. Sie hörte sich weiter das Geplänkel der anderen Wachen an und zog dann mit ihnen ohne weiteren Gedanken Gehör zu schenken.

tbc: unknown
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Ciara O'Connell
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BeitragThema: Re: Ruinen von Slimnic   Mi Jul 03, 2013 9:39 am

Beinahe verdrehte Ciara die Augen, als Seto ihr antwortete. Was erwartete man eigentlich von ihr? Sie hatte vielleicht einen Tag bei den Rumänen verbracht und scheinbar war keiner dort davon ausgegangen, sie jemals wiederzusehen. Genauso war man auch nicht davon ausgegangen, sie könnte später noch nützlich sein – wollte denn niemand verstehen, dass sie keine dumme Neugeborene mehr war? – denn man hatte ihr nichts gesagt. Wenn es einen wirklichen Plan gegeben hatte, dann hatte man ihr diesen verschwiegen, doch wenn die Vampirin ganz ehrlich war, dann hätte es sie auch nicht interessiert. Sie hätte diese nichtsnutzige Bande ohnehin nicht retten können.
Kopfschüttelnd lehnte sie sich wieder an einen Baum und sah interessiert auf ihre Fingernägel, während sie den anderen nur nebenbei lauschte. Sie hatte von den Gaben ihrer Gegner gehört, verstand auch Seto’s Bedenken, dass er leise Demetri gegenüber äußerte, doch wirklich: Wie lange sollten die mächtigsten Vampire denn für die Planung eines Angriffes benötigen? Wenn sie tatsächlich so toll waren, wie sie es immer behaupteten, dann konnten sie genauso gut direkt angreifen ohne großes Drama zu machen. Seufzend warf Ciara den Kopf zurück, deprimiert von der Situation. Seit sie den Volturi angehörte, hatte sie mehr dumme und unbedachte Dinge im Kopf gehabt als jemals zuvor. Und ein Angriff ohne Planung gehörte definitiv zu diesen Dingen.
Doch tatsächlich wurde die Vampirin langsam ungeduldig, freute sich schon viel zu sehr auf den Kampf. Vielleicht konnte sie das hier sogar als Vorteil der Volturi bezeichnen. Es war leichter, sich auf einen Kampf zu freuen, denn man wusste, wen man um sich herum hatte. Zwar hatte sie nicht vor, irgendeinem hier soweit zu vertrauen, dass sie mit ihm zusammen kämpfen wollte, doch sicherlich ließen sich viele Taktiken ausprobieren. Verdammt, Chelsea’s Beeinflussung ist stärker als ich dachte, fluchte die Rothaarige innerlich.
Doch ihre Gedanken wurden abgelenkt, als das Gespräch sich weiter um Zeugen und Unterstützung drehte. Es war Ciara nicht entfallen, dass Seto und Claire die Gegend absuchen sollten.
Sie war einerseits froh keine dieser Aufgaben bekommen zu haben, doch andererseits hatte sie hier bleiben müssen mit einem mürrischen Tracker und einer ihr ähnlich vorlauten, viel zu Hübschen Vampirin und das war nicht wirklich die beste Gesellschaft. Sie fühlte sich nicht dazu verpflichtet, sich in die Planung einzumischen oder irgendetwas dazu zu äußern, doch vielleicht erwartete man das auch von ihr? Gott, der Zwiespalt in ihr wurde immer größer. Sie wollte den Vampiren, die sie wohl den Rest ihres Lebens begleiten würden, beweisen, dass sie mehr wert war, als eine Torwache zu sein, doch zugleich gefiel es ihr nicht, dass sie von ihnen abhängig sein sollte. Das alles hier gefiel ihr nicht und sie wollte kämpfen, brauchte die Ablenkung von ihren Wirren Gedanken. Gerade als sie dachte, sie könnte sich gar nicht mehr beruhigen, trat Chelsea neben sie. „Na, schon aufgeregt, Süße?“, fragte diese und entlockte Ciara damit ein Schnauben. „Nicht wirklich, Honey. Du etwa? Soll ich zur Sicherheit ein Auge auf dich haben? Wir wollen doch nicht, dass deinem hübschen Gesicht etwas zustößt“, antworte die Rothaarige ohne nachzudenken und grinste dann, während sie eine Augenbraue nach oben zog.

tbc.: Hunedoara Castle


(((worst post ever. Tut mir leid ._.)))
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