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 Glasgow Alea-Casino

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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Glasgow Alea-Casino   Di Mai 07, 2013 3:05 am

Das Alea Casino in Glasgow



Have a lucky night
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Grace Davis
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BeitragThema: Re: Glasgow Alea-Casino   Mo Mai 20, 2013 12:40 am

cf.: Rest der Welt - Schottland - Glasgow - The Grand Central Hotel

Die nächsten Stunden schienen in einen Strudel zu verschmelzen. Sie liebten sich, unterhielten sich über die Vorstellung, das Hotel, aber auch ihren Vorlieben, Wünschen, Begierden und fingen wieder mit ihrer Lieblingsbeschäftigung an. Der einzig wahre Vorteil eines Vampirdaseins: stundenlanger Sex, der auch nicht unbedingt pausiert werden musste, aber trotzdem hatten sie gerade eine eingelegt.
Sie ruhte auf seinem Bauch und fuhr mit ihrem Finger über seine Muskulatur, seine weiche, warme Haut. Er war so unwiderstehlich und sie fragte sich insgeheim, wie sie nur jemals ohne ihn existieren könnte, jetzt da sie einmal angefangen hatte sich ihm zu öffnen, zumindest ein Stück weit. Lächelnd zeichnete sie weitere geschwungene Formen auf seiner Brust, während er die Musik von gestern Abend summend unter ihr lag.
Plötzlich unterbrach ein ihr fremdes Klingeln die selige Ruhe, aber so ein Ton stammte unverkennbar von einem Handy. Sie hob verärgert und vorwurfsvoll den Kopf. Allerding was hatte sie für ein Recht über klingelnde Handys zu urteilen. Sie, die eine überbesorgte Freundin hat, die unvorteilhafterweise ihre Handynummer besaß und ständig missbrauchte.
Er gab ihr einen entschuldigen Kuss und erklärte: „Nur eine SMS mein Schatz und zwar auf meinem Handy. Ich gestehe, ich habe darauf gewartet. Bitte entschuldige kurz.“ Widerwillig sah sie zu, wie auf seinem ach so tollen, neuen Smartphone rumtippte. Kurz spielte sie mit dem Gedanken ihn ein wenig abzulenken, aber dann dachte sie sich, dass sie schon genug mit ihm gespielt hatte.
Er strich ihr zufrieden lächelnd durch ihr leicht verwuscheltes Haar, welches wild über ihren Rücken und Schultern hing. „Also. Wir haben bis heute abend um 18 Uhr Zeit – also noch ungefähr drei Stunden. Dann habe ich einen wirklich wichtigen geschäftlichen Termin. Ab und an muss ich dafür sorgen, dass mein Vermögen nicht schrumpft. Also werde ich heute Nacht ein wenig Geld verdienen. Ich wäre sehr sehr froh, wenn du mich dabei begleiten würdest und vielleicht unterstützt. Dein Kleid könnte dabei von unschätzbarem Wert sein.“
Einerseits freudig darüber, dass sie dieses Mysterium von ihm lösen würde, andererseits verwirrt, wie sie ihm dabei helfen könnte. Schließlich war er ja strikt gegen ihre wirkungsvolle…Überzeugungskraft war. „Was hast du vor?“, fragte sie skeptisch. Auf seinem Gesicht bildete sich ein breites Grinsen. „Pokern Süße! Und zwar mit einer kleinen elitären Horde von reichen Idioten, die glauben sie hätten eine Chance. Ich tue das regelmäßig in den verschiedensten Casinos dieser Welt. Sie lieben den Nervenkitzel und sie haben kein Problem damit ein kleines bis großes Vermögen dabei zu verlieren. Heute Abend werden wir zu sechst sein. Ich gegen fünf andere Wahnsinnige.“
Überrascht darüber, dass es so etwas simples war, wusste sie nicht sofort etwas zu sagen, während er anfing mit ihren Haarsträhnen zu spielen. „Bitte begleite mich. Mit dir an meiner Seite, werden sie gnadenlos untergehen!“, bat er sie kichernd und gab ihr erneut einen Kuss. Natürlich nichts schlägt die Ausstrahlung einer Frau, wie konnte sie nicht darauf kommen. Das wäre ja schrecklich unfair gegenüber seinen „reichen Idioten“, gerade mit einer Vampirfrau neben sich.
„Also, was möchtest du in den drei Stunden anstellen. Fragen und Antworten oder möchtest du Glasgow erkunden, oder sollen wir da weitermachen, wo wir gerade aufgehört haben?“ Grace lachte. „Was denkst du denn?“, flüsterte sie rau und hörte auf seinem Oberkörper rum zu kritzeln und ersetzte ihren Finger durch ihre Lippen. Sie spürte sein Beben seiner Brust unter ihr und hörte sein Lachen. Langsam fuhr sie mit ihren Küssen aufwärts, bis sie ihren Kopf hob und ihm direkt in seine atemberaubenden Augen blickte. „Und natürlich begleite ich dich. Für dich und das Kleid“, fügte sie flüsternd hinzu, lächelte frech und bedeckte seine weichen Lippen mit ihren. Als er sie gierig wieder auf den Rücken drehte, kicherte sie und so fingen sie dort an, wo sie aufgehört hatten.

Hochzufrieden lag sie in seinen Armen und kuschelte sich an seine Seite. Sie drehte ihren Kopf, um hoch zu seinem Gesicht zu blicken. Er hatte genießerisch die Augen geschlossen, doch sein Mund zierte immer noch ein ruhiges Lächeln. Sanft strich sie mit ihrer Hand seine Gesichtskonturen nach. Er öffnete seine Augen und blickte sie glücklich an. Sie lehnte sich auf ihren Arm und drückte sie ein wenig hoch, sodass sie ein wenig höher war als Gabriel und vergrub ihr Gesicht in seiner Halsbeuge, um einen Kuss auf sein Schlüsselbein zu drücken und genießerisch seinen Duft einzuatmen.
Die Sonne draußen war dabei unterzugehen und brach gerade durch die Wolken, sodass sie ihre rötlichen Strahlen durchs geöffnete Fenster ins Zimmer sandte, wo sie beide nun im zarten rot-orange Ton im Bett lagen. Grace kicherte bei dem Gedanken, dass einige Menschen in benachbarten Zimmern oder auf der anderen Straßenseite vielleicht ihren Spaß gehabt hatten. Schließlich war dies ein mehr als „produktiver“ Tag gewesen.
Es waren bestimmt zwei Stunden vergangen, weshalb sie sich leicht widerwillig aufrappelte und leise flüsterte: „Ich denke, wir sollten uns wieder fertig machen. Schließlich wollen wir deine Freunde nicht warten lassen.“ Sie gab ihm noch einen zarten Kuss und wollte aufstehen, als Gabriel sie wieder in die Kissen drückte und grinsend sagte: „Heute bin ich dran!“ Dann ließ er sie verwirrt zurück und erst als sie hörte, wie die Badezimmertür zufiel, wurde ihr bewusst worauf er hinauswollte.
Sie schnaubte laut, nachdem sie hörte, wie das Wasser in der Dusche angestellt wurde. Machte er sich doch tatsächlich über sie lustig, weil sie gestern so lange im Bad war. Unfassbar stand sie auf und schnappte sich einen kuscheligen Frotteemantel des Hotels. Dann brachte sie ein wenig Ordnung ins Zimmer, da sie ja eh nichts Besseres zu tun hatte und diesen Anblick dem Zimmermädchen nicht antun wollte. Zuerst machte sie das Bett und sammelte dann jedes Kleidungsstück auf und legte sie aufs Bett. Gabriels Tasche ließ sie allerdings dort liegen, wo sie war.
Kopfschüttelnd wandte sie den Blick ab und schnappte sich ihren kleinen Karton mit dem sie sich ans Fenster stellte, welches sie weit öffnete. Zufrieden schob sie mit ihrem Daumen den Deckel auf, zog mit ihren Lippen eine Zigarette heraus, nahm das Feuerzeug aus der Packung, zündete ihre Marlboro an, steckte den Anzünder wieder zurück und warf die Schachtel wieder achtlos aufs Bett. Entspannt zog sie an ihrer Zigarette und hauchte die Luft dann in die beginnende Nacht hinein. Glasgow unter ihr erwachte langsam. Die ersten jungen Menschen liefen über die Straßen und machten die Nacht unsicher. Zumindest glaubten sie das.
Sie hörte, wie Gabriel nach zwanzig Minuten aus dem Bad trat. „Na, schön geduscht?“, fragte sie übertrieben fröhlich. Sie drückte ihren Glimmstängel auf der Fensterbank aus und warf den Rest danach aus dem Fenster, sowie die Aschekrümel. Dann schnappte sie sich ihre Klamotten und stapfte ins Badezimmer.
20 Minuten! 20 Minuten um sich fertig zu machen. Sie hörte Gabriels ausgelassenes Lachen, weshalb sie nochmal rausging und ihm auf den Arm boxte, nicht stark genug, um ihn durch den Raum fliegen zu sehen, aber doll genug, dass es ihm wehtun würde. Allerdings hatte dies nicht den gewünschten Effekt, sondern er lachte bloß noch mehr. Sie knallte die Tür zu und verdrehte die Augen, musste dann aber selber leise lachen. Sie musste wirklich einen beneidenswerten Auftritt hingelegt haben.
Schnell schlüpfte sie wieder in den Traum eines Kleides, zog sie Schuhe von gestern Abend an und wiederholte die gesamte Prozedur des gestrigen Abends, abgesehen davon, dass sie ihre heute offen trug. Im Casino musste man nicht so klassisch und edel gekleidet sein, wie zum Theater.
Lächelnd verließ sie das Badezimmer und auch Gabriel hatte sich erneut in Schale geworfen. Gott, Männer sahen in Anzügen automatisch so viel unwiderstehlicher aus! Er lächelte sie versöhnlich an und zwinkerte ihr zu, bevor er sie in seine Arme zog und sanft küsste. Leise seufzte sie und löste sich dann von ihm. Heute hatten sie schließlich noch was anderes vor.
Händchenhaltend verließen sie erneut das Hotel und nahmen sich ein Taxi. Sie folgten der Union Street Richtung Süden, fuhren über die Glasgow Bridge, bis sie in der Paisley Street ankamen. Gabriel zahlte den Fahrer und gab ihm ein wenig Trinkgeld, bevor er ausstieg, ihr kurz darauf die Tür öffnete und die Hand hinhielt.
Engländer. Sie rollte sie Augen und ergriff trotzdem lächelnd seine Hand. Auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, aber ihr gefielen diese Gesten einen Gentlemans schon irgendwie. Sie standen vor einem riesigen Gebäude: dem Alea Casino. Von außen sah es für sie eher weniger einladend aus, aber sie war gespannt, wie es wohl von innen aussah. Sie blickte gespannt lächelnd zu Gabriel hinauf, der nochmal ihre Lippen in Anspruch nahm und an ihren Lippen flüsterte: „Auf in den Spaß!“ Dann zog er sie mit sich ins Casino.

(((Hab die Zeit anscheinend falsch eingeschätzt ich war einfach zu gefangen...)))
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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Re: Glasgow Alea-Casino   Mo Mai 20, 2013 8:14 pm

cf: Rest der Welt - Schottland - Glasgow - The Grand Central Hotel

Das Alea stand hell erleuchtet vor ihnen. Grace sah unvergleichlich aus. Ihre glänzenden goldenen Haare fielen in großen weichen Wellen über ihre Schultern und umrahmten schmeichelnd ihren Hals und ihren schönen graziösen Rücken der verführerisch aus dem tiefen Ausschnitt hervor stach. Sie lächelte unternehmungslustig und er musste einfach diese wunderbaren Lippen noch einmal kosten.
‚Hmm, sie hat geraucht! Es schmeckt ausgesprochen verrucht und betörend. Gott, sie wird alle da drin verrückt machen!’
Mit einem Grinsen flüsterte er, seine Lippen noch dicht an ihren: „Auf in den Spaß!“ Er zog sie mit sich, zeigte dem Türsteher seine Karte und schmunzelte über die Blicke, die die beiden bulligen Securities auf Grace warfen.

De Vere legte einen Arm um ihre Hüfte und führte sie durch das äußerst edle Ambiente. Im Hauptsaal, in dem man in der linken Hälfte auch essen konnte fand immer ein Unterhaltungsprogramm statt. Er kannte die Band nicht, doch die Sängerin hatte eine ausnehmend schöne Stimme. Vielleicht würden sie nach dem Spiel noch die Gelegenheit für ein oder zwei Tänze haben, man würde sehen.

„Mister De Vere. Mein Name ist Aidan Brentley, ich bin der Manager des VIP Bereiches. Darf ich sie bitten mir zu folgen, um ihren Einsatz entgegen zu nehmen?“  Ein unauffälliger Mann im tadellos sitzenden Smoking hatte sich mit einem verbindlichen, freundlichen Lächeln zu ihnen gesellt. Er sah Grace wohlwollend und gleichzeitig forschend an.
„Mit dem größten Vergnügen Mr. Brentley. Darf ich ihnen meine Partnerin Mrs. Davis vorstellen?“ Brentley strahlte Grace an und nickte verstehend. Er führte sie durch die untere Etage zu einem Aufzug und fuhr mit Ihnen in den zweiten Stock. Dort befanden sich eine Reihe von Kassen, an denen jeweils mehrer Leute anstanden. Sie gingen daran vorbei und traten in einen kleinen, von einer Sicherheitswache bewachten Raum ein, der sich als sehr ansprechendes unscheinbares Büro herausstellte. Brentley trat an den Schreibtisch heran und tippte auf der Tastatur eines PC’s herum. Dann drehte er den Bildschirm um und sah Gabriel auffordernd an. „Wenn sie bitte ihre Bankverbindung eingeben wollen Sir. Das Limit hatte ich ihnen ja bereits in meiner Nachricht mitgeteilt. Oh, sollten sie im Falle eines Gewinnes eine andere Bank bevorzugen, dann geben sie diese Kontodaten bitte unter Auszahlung ein.“ Gabriel lächelte und tippte routiniert die Daten ein. Er kannte dieses Prozedere. Brentley würde als nächstes seine Bankdaten überprüfen und ebenso seine Solvenz. Dann würde er den Betrag von 500.000 Pfund auf ein Zwischenkonto buchen, wo alle Spieler ihren Einsatz hinterlegen.
Sie spielten Texas Holdem im Ko-Verfahren. Ein Spieler konnte zwar aussteigen, aber sein Einsatz verfiel zugunsten des Gesamtgewinnes. Zweifellos würden alle Mitspieler, die Gabriel heute hatte eine halbe Million nicht als eine Summe von Belang ansehen.
Interessiert betrachtete er den Bildschirm. Nachdem seine Bankverbindung als geprüft bestätigt war, erschien eine Liste mit Namen und der Summe dahinter. Sechs Namen, die ihm bis auf seinen eigenen unbekannt waren. Sehr gut. Er schätzte es nicht auf jemanden zu treffen, gegen den er schon einmal gespielt hatte. Er bestätigte die Überweisung mit seinem Passwort und sah zu, wie der Balken, der den Geldtransfer anzeigte langsam durchlief. Belustigt beobachtete er verstohlen Grace, die diese ganzen Sachen höchst misstrauisch und aufgeregt beobachtete.
Brentley schloss den Vorgang ab und reichte Gabriel seine Hand.
„Ich wünsche ihnen ein schönes Spiel Mr. De Vere.“ Dann begleitete er sie aus dem Raum und geleitete sie in den vierten Stock in einen Raum, der neben einer exquisiten Bar einen großen ovalen Tisch besaß an den man sieben bequeme Lehnstühle gestellt hatte. Es befanden sich bereits einige Leute im Raum, die die Neuankömmlinge neugierig betrachteten. Jeder Spieler hatte offenbar ein oder zwei Begleiter dabei, die zuschauen wollten. Der Abend versprach kurzweilig zu werden. Gabriel neigte sich zu Grace und zog sie dicht an sich, um ihren Hals zu küssen. „Grace, ich habe diesen Tag sehr genossen. Es war wunderschön mit dir heute, ich danke dir.“ Er schlenderte mit ihr an die Bar und zwinkerte ihr zu.
„Das wird jetzt ein wenig dauern, richte dich auf eine lange Nacht ein.“ Sie lächelte begeistert und nickte.

De Vere nahm seinen Platz am Tisch ein, wo bereits seine Chips für ihn bereit lagen. Die Mitspieler waren zwei untersetzte Russen, ein junger Amerikaner, eine sehr interessante Dame aus Südafrika und ein Asiate aus Manila. Die Atmosphäre war angenehm, gepflegt und vor allem zivilisiert zurückhaltend.
Das Spiel verlief gut. Gabriel hatte eine feste Strategie, die ihnen nicht viel Spielraum gab. Er saß prinzipiell links gegenüber vom Geber und konnte somit aufgrund seiner sehr viel höheren Seeschärfe genau sehen, welche Karten er an wen austeilte. Es war ein Kinderspiel. Allerdings musste er natürlich peinlich darauf achten, dass kein Verdacht aufkam und so hielt er sich zurück, beobachtete seine Mitspieler. Suchte nach ihren Ticks. Wie risikobereit sie waren, welche Zeichen sie hatten und vor allem, ob noch mehr am Tisch saßen, die auf irgendeine Weise so betrügen wollten, wie er es gerade tat. Denn er betrog  und das ohne jegliche Scham! Nach zwei Stunden hatte er seinen Stock um 170.000 geschmälert, bewegte sich sicher auf seinem Parkett, hatte herausgefunden, dass die Russen zusammenspielten, die  Südafrikanerin die härteste Gegnerin war und ging zu Grace an die Bar, da das Spiel für eine halbe Stunde unterbrochen wurde. „Ich möchte, dass du gleich, wenn ich dir ein Zeichen gebe zu mir kommst, mir einen Whiskey bringst und diesem Lockenkopf deinen wunderschönen Rücken zukehrst. Machst du das für mich?“ Grace grinste amüsiert. Sie hatte das Spiel beobachtet und Gabriel war sich mehr als sicher, dass sie wusste was er hier tat. Sie hatte einige Male fröhlich gekichert in den letzten beiden Stunden und ansonsten mit dem armen ihr völlig erlegenen Barkeeper geflirtet.

In der nächsten Runde wurde das Spiel etwas aggressiver, die Einsätze gewagter, die Spielweise härter. Der Asiat schied nach einer Stunde aus, kurz gefolgt von dem Amerikaner. Gabriel hatte ein Gewinnerblatt und sah Grace auffordernd an. Sie ließ sich einen Whiskey einschenken und kam, genau in der Phase wo Gabriel erhöht hatte zu ihm, lehnte sich herausfordernd an den Tisch, stellte ihm das Glas neben seine Hand und beugte sich zu ihm herunter, um ihn sanft zu küssen. Der arme Russe sah dabei aus, als wollte er in ihren delikaten Rückenausschnitt fallen. Er hatte dabei für einen kurzen Moment seine Konzentration fahren lassen und das Zeichen seines Kollegen nicht bemerkt. Grace Augen funkelten erregt und sie erhob sich wieder graziös, wendete sich den übrigen Mitspielern zu und hauchte eine sehr liebenswürdige Entschuldigung, bevor sie sich wieder auf ihren Platz neben der Bar setzte. Der Russe bestätigte Gabriels Gebot und ging mit. Er war dem Untergang geweiht.
In den nächsten Spielen konzentrierte sich Gabriel darauf den Mann aus der Runde heraus zu katapultieren. Zwei Stunden später waren sie nur noch zu dritt, und die Russen mehr als unzufrieden.

Nach einer weiteren Stunde, nachdem sie erneut eine Pause eingelegt hatten saßen sich nur noch Gabriel und die Südafrikanerin gegenüber. Sie war eine wirklich interessante Gegnerin, gepflegt und weltmännisch. Er fragte sich, womit diese Frau ihr Geld verdiente, denn sie machte nicht den Eindruck, als sei sie von irgendjemandem abhängig. In früheren Jahren hätte er sie gewinnen lassen, hätte nach diesem Spiel ihre Nähe gesucht. Hätte sie umgarnt und nach ein oder zwei Wochen in denen er sie für sich eingenommen hätte in einem berauschenden Akt der Vereinigung getötet und ausgesaugt.
Er schmunzelte über die Erkenntnis, dass ihm heute nichts ferner lag als das!
Dann kam das entscheidende Blatt. Gabriel hatte zu dieser Zeit etwa 200.000 mehr als die Dame und forderte ein All-In, was sie mit der Zusage einer weiteren Erhöhung ihrer Einlage akzeptierte. Sie war sich sicher, denn ihre Karten waren sehr gut. Seine waren besser! Ihre Zuschauer applaudierten und Gabriel gab dem Groupier ein üppiges Trinkgeld.
Madame erhob sich, woraufhin sofort ihr Bodyguard an ihrer Seite erschien. Sie lächelte de Vere mehr als zufrieden an. „Sie waren ein sehr charmanter Gegner Sir. Ich hoffe wir haben irgendwann die Gelegenheit erneut zusammen zu spielen. Vielen Dank für diesen kurzweiligen Abend.“  Gabriel wurde von Mr. Brentley erneut gebeten ihm in sein Büro zu folgen und gemeinsam mit Grace verließ er den Spielraum, um die Überweisung des gesamten Einsatzes von drei Millionen auf sein Konto zu transferieren.

Absolut in Hochstimmung verließen sie das Büro und Gabriel zog Grace in dem Lift stürmisch an sich. „Und jetzt werde ich mit dir tanzen! Du wirst dich nicht herausreden können. Du weißt doch, dem Sieger gebührt ein Preis!“ Grace lachte ausgelassen und schob ihn gespielt von sich. „Sieger – Betrüger trifft es eher. Du hast dem Geber einfach unter die Hand geschaut und mitgezählt. Du bist ja schlimmer als ich es mir vorgestellt habe. Hast du denn gar keine Skrupel?“ Gabriel lachte ausgelassen und drückte sie an sich. „Weshalb sollte ich? Es trifft ganz sicher keine Armen Grace. Diese Leute werden den Verlust problemlos verschmerzen.“ Die Tür des Liftes ging auf und sie standen wieder in der großen Halle mit der Bühne und dem Restaurant. Die Band hatte gewechselt, aber die Musik war immer noch sehr gut.
„Tanz mit mir!“ Er führte sie vor die Bühne wo ein Platz zum Tanzen auf dem Parkett eingerichtet war, nahm Tanzhaltung an und begann mit ihr über das Parkett zu schweben. Sie verschmolzen in den Bewegungen zu einem Ganzen. Wie hatte er nur so lange ohne sie existieren können? Wie hatte er nur glauben können, seine Existenz sei erfüllt? Sie tanzte so leicht, so sicher - sie war großartig!
Leider mussten sie immer wieder Pause machen, damit niemand Verdacht schöpfte, doch sie tanzten trotzdem mehrere Runden, abwechselnd mit einem Drink an der Bar. Gabriel hielt dem Barkeeper seine Karte hin und strich Grace ihre Haare hinter ihr linkes Ohr. Sie hatte so süße kleine Ohren. Begeistert knabberte er leicht daran. „Lass uns zu Fuß zum Hotel gehen. Ich möchte mit dir das Morgengrauen draußen erleben. Willst du?“ Natürlich wollte sie.

Gabriel spürte, dass er bald jagen musste. Seine Kehle kratzte auffordernd und fragend sah er zu Grace die an ihn gelehnt ihren Arm ebenfalls um seine Hüfte geschlungen neben ihm her schlenderte.
Er fragte sich, wie er jetzt weitermachen sollte. Er konnte nicht so jagen wie bisher, aber um ehrlich zu sein, wollte er seine Gewohnheiten nicht gänzlich ablegen. Er würde mit Grace darüber sprechen, sobald sie zurück im Hotel waren. Sie sollte erfahren, wie er darüber dachte und ….wer er war.

„Reichlich unvorsichtig zu Fuß durch eine fremde Stadt zu laufen. Wie schnell wird man hier von dunklen Gestalten entdeckt.“ Gabriel erkannte den Bodyguard der Spielerin aus Südafrika in dem Mann, der sich vor ihnen aufgebaut hatte, eine Waffe im Anschlag. De Vere sah sich sofort um, scannte die Umgebung. Der Kerl war alleine.
„Was wollen sie? Die Gewinnsumme wurde auf ein Konto transferiert, ich führe kein Bargeld mit mir.“ Der Kerl lachte ausgelassen und entsicherte die Waffe. „Tut mir leid Mister, aber Mrs. Van Hoff geht es nicht um das Geld. Sie verliert nur nicht gerne, schon gar nicht, wenn sie das Gefühl hat beschissen zu werden.“ Gabriel schob Grace hinter sich und machte sich bereit. Ein zweimaliges lautes Knallen hallte durch die menschenleere Straße. Er spürte den Aufprall der Kugeln an seinem Brustkorb und stöhnte genervt auf. Sicherlich war sein Anzug jetzt ruinieren. Er lies Grace Hand los und war mit zwei Sätzen bei dem Kerl, umfasste dessen Handgelenk, in dem er die Waffe hielt und brach es ihm kurzerhand, so dass der Mann mit einem Schmerzensschrei die Waffe fallen ließ. Blitzschnell packte er ihn am Hals und drückte ihm ein wenig die Luftzufuhr ab, damit er nicht mehr schreien konnte.
„Das wollen wir doch lassen mein Lieber. Ich habe es gar nicht gerne, wenn man mir den Anzug zerschießt, merken sie sich das.“ Das Blut des Mannes raste durch die Adern und Gabriel spürte das aufflammende Verlangen in seiner Kehle. Er unterdrückte es und sah zu Grace, die ihn beobachtend an der Seite stand und vorsorglich die Umgebung beobachtete. „Was denkst du Grace – Lust auf einen Imbiss? Ich muss sagen er riecht mehr als verlockend. Komm Süße, ich weis, dass du hungrig bist.“ Der Mann starrte zu Grace und ließ einen panischen gurgelnden Laut hören, als Grace mit strahlendem Gesicht auf die beiden Männer zuschritt. Gabriel lachte auffordernd und zog den Kopf des Mannes energisch zu Seite, damit Grace die Aorta freier zugänglich war. „Lass mich dabei zusehen. Bitte“

Grace Blick flackerte kurz vor Verlangen. Sie war sich noch unschlüssig, doch dann kam sie näher, berührte De Veres Gesicht kurz und fauchte dann leise vor Durst und Erwartung. Sie versenkte ihre Zähne in den Hals des Mannes, riss die Schlagader ein wenig auf und verschloss die Öffnung sofort mit ihren Lippen, um das hervorquellende Blut mit einem tiefen Seufzer der Begierde aufzusaugen.

Dieser Anblick und der Duft des Blutes berauschte ihn, entfachte die gleiche Begierde in ihm und voller Begeisterung beobachtete er diese vollen Lippen, die er so vergötterte, wie sie sich auf der pulsierenden Haut des Halses bewegten. Ihre Augen blickten ihn unverwandt an – voller Fragen, voller Erkenntnis und voller Begierde. Die Farbe ihrer Iris färbte sich von dem dunklen Ton, den sie heute Abend gehabt hatten in ein sattes leuchtendes, sinnliches Rot. Sie waren wunderschön!

Nach einigen Minuten erschlaffte der Körper in seinen Händen und Grace löste ihre Lippen von dem noch warmen Hals. Sie leckte sich genießerisch über die Lippen und beseitigte die winzigen Spuren ihrer Mahlzeit. Gabriel ließ den Körper achtlos auf das Pflaster gleiten, nahm Grace in seine Arme und drückte sie an sich, küsste ihre Stirn, ihre Augen, ihre Lippen. „Gott wenn du wüsstest, was du mit mir machst. Ich liebe dich!“

tbc: Glasgow - The Grant Central Hotel


Zuletzt von Gabriel de Vere am Do Jun 27, 2013 9:53 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Grace Davis
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BeitragThema: Re: Glasgow Alea-Casino   Do Jun 27, 2013 12:55 am

Entgegen ihrer Erwartungen war es in dem Casino sehr viel edler und angenehmer, als das Gebäude von außen versprach. In der Eingangshalle befand sich links ein Buffet und eine Bar. Die Atmosphäre im Raum wurde durch die angenehme Musik des Unterhaltungsprogramms unterstrichen.
Doch sie hatte kaum Zeit ihre Umgebung näher zu erkunden, da sich ein unscheinbarer Mann ihnen in den Weg gestellt hatte. Lächelnd betrachtete er die Eingetretenen und wandte sich an Gabriel: „Mister De Vere. Mein Name ist Aidan Brentley, ich bin der Manager des VIP Bereiches. Darf ich sie bitten mir zu folgen, um ihren Einsatz entgegen zu nehmen?“ „Mit dem größten Vergnügen Mr. Brentley. Darf ich ihnen meine Partnerin Mrs. Davis vorstellen?“, antwortete ihr Gefährte.
Aidan sah sie begeistert an und nickte wissend. Natürlich war Gabriel nicht der erste Mann, der sich ein wenig weibliche Verstärkung mitbrachte. Uh, vielleicht waren ja noch ein paar Frauen oben, mit denen sie sich unterhalten konnte und der unvergleichliche Funken in ihren Augen, wenn sie merkten, dass sie nicht mehr die Schönsten im Raum waren. Grace konnte ein aufgeregtes Kichern noch gerade so unterdrücken.
Sie fuhren mit dem Aufzug in den zweiten Stock, wo mehrere Kassen aufgereiht waren, die sie aber passierten. Stattdessen folgten sie Brentley in ein securitybewachtes Büro. Vermutlich extra für die VIP Kunden. Eigentlich hätte sie es ja ahnen müssen. Pokern. Wobei sie sich sicher war, dass er nicht auf sein Glück hoffte.
Aidan begab sich zum Computer, tippte ein bisschen drauf rum und drehte den Monitor dann zu ihnen um. „Wenn sie bitte ihre Bankverbindung eingeben wollen Sir. Das Limit hatte ich ihnen ja bereits in meiner Nachricht mitgeteilt. Oh, sollten sie im Falle eines Gewinnes eine andere Bank bevorzugen, dann geben sie diese Kontodaten bitte unter Auszahlung ein.“, erklärte er. Als hätte Gabriel nie etwas anderes getan – was durchaus möglich war -, tippte er seine Daten in den Computer. Eine halbe Million.
Grace Augen weiteten sich überrascht. Naja, wenn dann richtig, Mr. de Vere. Schnell riss sie sich wieder zusammen und beobachtete, wie sich der Transferbalken füllte. Sie konnte nicht so wirklich verstehen, wie Gabriel sein Geld diesen Leuten anvertrauen konnte. Schließlich konnten die ja jetzt damit machen, was sie wollen, auch wenn das Casino ziemlich seriös wirkte.
Trotzdem freute sie sich auf den Abend. Ihm zusehen zu dürfen wie er, „ein Mann von Ehre“, seine lieben Mitmenschen eiskalt betrog. Aidan stand auf und hielt Gabriel seine Hand hin. „Ich wünsche ihnen ein schönes Spiel Mr. De Vere.“ Sie verließen den Raum und fuhren mit dem Aufzug zwei weitere Stockwerke höher. Sie kamen in einem großen Raum an, in dem ein großer ovaler Tisch stand, der umringt von sieben Stühlen war. Ein paar von Gabriels Mitspielern saßen bereits am Tisch und beobachteten sie. Auch der Geber hatte bereits Platz genommen. Des Weiteren gab es eine Bar, an der einige Zuschauer saßen, die vermutlich zu den bereits anwesenden Pokerspielern waren. Sie würde sich also nett unterhalten können heute.
Gabriel holte sie aus ihren Gedanken, denn er hatte sie eng an sich gezogen, um ihren Hals zu küssen und ein paar Worte auf ihre Haut zu flüstern: „Grace, ich habe diesen Tag sehr genossen. Es war wunderschön mit dir heute, ich danke dir.“ Bevor sie etwas erwidern konnte, schlenderten sie zur Bar und sie nahm auf einen der Hocker Platz. Er zwinkerte ihr zu und sagte: „Das wird jetzt ein wenig dauern, richte dich auf eine lange Nacht ein.“ Sie nickte ihm lächelnd zu. Das hoffte sie doch. Wenn sie schon nicht mitspielte, wollte sie wenigstens ein spannendes Spiel sehen und Gabriel versprach ihr nicht zu wenig.
Es war eine bunte Runde. Abgesehen von Gabriel saßen noch zwei Russen, ein Asiat, ein Amerikaner und eine Südafrikanerin am Tisch. Da der Geber mit dem Rücken zu ihr saß, konnte sie leider nicht sehen, was für Karten so lagen, aber dafür hatten sie einen super Blick auf die Spieler. Die Russen verständigten sich stumm, aber ziemlich auffällig. Gabriel blickte des Öfteren mehr oder weniger auffällig auf die gebenden Karten. Pokerspielende Vampire waren wirklich keine einfachen Gegner. Sie musste leise lachen. Die Südafrikanerin schien aber auch sehr gut. Ihr Pokerface war beneidenswert, selbst für einen Menschen.
Freudig wandte sie sich an den gutaussehenden Barkeeper. „Ein Glas Baileys bitte“, bestellte sie zwinkernd. Der noch recht junge Mann wurde rot und machte sich hastig an die Arbeit. Sie grinste. Sie hatte schon eine Weile kein Blut mehr getrunken, allein der Anblick von seinen roten Wangen und das Rauschen seines Blutes, ließen ihr das Wasser im Mund zusammenlaufen, aber die letzten Tage waren zu ereignisreich gewesen, als das sie ans Essen auch nur hätte denken können. Deshalb hatte sie sich für ein paar Prozente mehr entschieden.
Dankend nahm sie das Glas in die Hand und nippte daran, um die Augen genießerisch zu schließen, als der dickflüssige, samtige Eierlikör ihre Kehle ummantelte und die Flammen erstickte. Lächelnd und dem Barkeeper noch einen Blick zuwerfend wandte sie sich wieder zum Spiel. Eine Stunde verging und sie hatte schon das dritte Glas in der Hand. Vergebens hatte sie versucht mit den anderen Zuschauern, sowohl Frauen, als auch Männern, Kontakt aufzunehmen, aber es war als würde sie mit einer Wand reden, denn sie analysierten und studierten lieber das Spiel. Naja, wenn sie immer noch nicht wussten, wie das Spiel aufgebaut war, dann würde das bestimmt auch nichts mehr werden.
Stattdessen nahm sie vorlieb mit dem Barkeeper. Derek, wie sie herausgefunden hatte. Hätte sie ihn in einer Bar kennengelernt, hätte sie ihn vermutlich mit nach Hause genommen. Er sah aber auch schnuckelig aus, zum Reinbeißen. Sie unterhielten sich zwischendurch in den etwas zäheren Phasen des Spiels. Über seinen Beruf, mit wem sie hier war – und sie sah den enttäuschten Blick, als sie auf Gabriel wies – armer Junge. Gabriels Aussehen versetzte vermutlich jedem Mann in diesem Raum einen Stich. Ja, der Fluch des guten Aussehens, auch wenn die beiden Vampire ein wenig schummelten. Sie erzählte ihm, dass sie gerade im Urlaub sind und eine Reise durch England machten, was ja nicht gänzlich gelogen war. Kaum einer der anderen Gästen schien etwas trinken zu wollen, weshalb sich Derek auf seine Arbeitsfläche gelehnte hatte, während sie redeten, wodurch sie einen noch besseren Blick auf seine Halsschlagader bekam.
Sie schluckte kurz und war froh, als sie hörte, wie der Geber das Spiel für eine halbe Stunde unterbrach. Sie wandte ihren Blick ab und sah zu Gabriel, der auf sie zukam und ihr ins Ohr flüsterte: „Ich möchte, dass du gleich, wenn ich dir ein Zeichen gebe zu mir kommst, mir einen Whiskey bringst und diesem Lockenkopf deinen wunderschönen Rücken zukehrst. Machst du das für mich?“ Sie grinste begeistert. Das war schließlich der Grund, warum sie mitgekommen war. Er gab ihr noch einen Kuss, bevor er sich wieder auf seinen Platz begab.
Die zweite Runde wurde glücklicherweise aufregender, weshalb sie nicht mehr unbedingt darauf angewiesen war mit Derek zu quatschen. Die Spieler wurden risikobereiter, setzten mehr und…verloren mehr. Der Asiat und Amerikaner verließen als erstes das Spiel nach einer Runde. Jetzt wurde es interessant. Sie bestellte schon mal den Whisky vor und wartete auf Gabriels Zeichen.
Da.. er blickte von seinem Blatt auf und sah sie bedeutungsvoll an. Sie griff nach dem Glas, stand auf und glitt zu seinem Platz ihr Rücken dem lockigen Russen zugewandt, um ihm den Whisky direkt neben die Hand zu stellen, sich herunterzubeugen und ihn sanft zu küssen, was seit dem ersten Kuss definitiv zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehörte. Sie genoss die Blicke, die auf sie gerichtet waren und erhob sich nur widerwillig, aber dafür umso graziöser. „Entschuldigt mich bitte!“, sagte sie lächelnd und ging anmutig wieder zu ihrem Platz.
Zufrieden beobachtete sie, wie der Russe fatalerweise mitging. Auch ein Rücken kann entzücken, nicht wahr? Grace konnte ihr Lachen nur schwer unterdrücken, aber sie schaffte es. Schließlich wollte sie den Trick nicht aufliegen lassen. Trotzdem dauerte es noch recht lange, bis der Lockenkopf endlich rausflog. Da waren es nur noch drei!
Gebannt hing sie am Spiel und wurde automatisch vom Barkeeper mit einem neuen Glas bedient. Ein bisschen tat er ihr ja Leid, dass sie so mit ihm flirtete und er jetzt förmlich um ihre Aufmerksamkeit bettelte. Aber sie konnte ihre Augen nicht mehr von Gabriel lassen, seinen aufmerksamen Augen, den wundervollen Lippen, denen sie in der nächsten Pause erneut einen Kuss stehlen durfte.
Sie waren nur noch zu zweit! Gabriel und die dunkelhäutige Frau…die Atmosphäre war elektrisierend. Alle sahen gespannt dem Schauspiel zu. Dieses ganze Theater für Geld, wenn es ums Gewinnen gegangen wäre, hätte sie auch ihre Hand anlegen können. Wäre zeitsparender gewesen. Plötzlich bat Gabriel um ein All-In, was ihr ein Grinsen ins Gesicht zauberte. Er war sich sicher, sehr sicher und… er hatte Recht. Ihr Partner hatte das bessere Blatt.
Die Zuschauer applaudierten dem Gewinner und Grace erhob sich freudig von ihrem Stuhl. Die Frau war aufgestanden und ein bulliger Mann stand beinahe im selben Moment neben ihr. Misstrauisch beobachtete sie die Szene. Wer brachte denn zu einem Pokerspiel einen Bodyguard mit? „Sie waren ein sehr charmanter Gegner Sir. Ich hoffe wir haben irgendwann die Gelegenheit erneut zusammen zu spielen. Vielen Dank für diesen kurzweiligen Abend.“, sagte sie lächelnd. Mr. Bentley bat Gabriel erneut mit ihm zu kommen. Schnell trank sie ihr Glas leer, verabschiedete sich entschuldigend lächelnd bei Derek und folgte dann mit Gabriel freudig Aidan in ein Büro, wo die Gewinnersumme auf sein Konto überwiesen wurde.
Frohtrunken stiegen sie in den Aufzug, wo Gabriel sie kaum dass die Tür sich geschlossen hatte eng an sich zog. „Und jetzt werde ich mit dir tanzen! Du wirst dich nicht herausreden können. Du weißt doch, dem Sieger gebührt ein Preis!“ Sie musste lachen und stieß ihn weg. „Sieger – Betrüger trifft es eher. Du hast dem Geber einfach unter die Hand geschaut und mitgezählt. Du bist ja schlimmer als ich es mir vorgestellt habe. Hast du denn gar keine Skrupel?“, fragte sie übertrieben empört. Erneut zog er ihren Körper näher. „Weshalb sollte ich? Es trifft ganz sicher keine Armen Grace. Diese Leute werden den Verlust problemlos verschmerzen.“ Und so was nannte sich dann ein „Mann von Ehre“.
Lachend verließen sie den Aufzug und traten in die Empfangshalle. „Tanz mit mir!“, forderte er. Die Band hatte zwar gewechselt, aber sie war trotzdem immer noch gut tanzbar. Lächelnd ließ sie sich von ihm auf die Tanzfläche vor der Bühne leiten, auch wenn sie ein paar Bedenken hatte, weil sie eigentlich nie wirklich gelernt hatte zu tanzen, aber nach den ersten Schritten verflogen diese Sorgen. Gabriel führte großartig, sodass sie über die Fläche zu schweben schienen, ohne dass sie irgendwelche Schrittfehler machte. Immer wechselten sie zwischen der Bar und der Tanzfläche.
Als sie mal wieder an der Bar saßen, fragte er sie, ob sie mit ihm zu Fuß zum Hotel zurückkehren möchte. Sie stimmte zu und nach einem letzten, etwas langsameren Tanz verließen sie das Casino. Draußen war es bereits tiefste Nacht, aber der Himmel war klar, sodass man die Sterne problemlos sehen konnte. Was eine wundervolle Nacht für einen Spaziergang.
Sie hatten gut die Hälfte ihres Weges zurückgelegt, als eine fremde Stimme ertönte: „Reichlich unvorsichtig zu Fuß durch eine fremde Stadt zu laufen. Wie schnell wird man hier von dunklen Gestalten entdeckt.“ Sie erkannte den Mann sofort. Es war der Bodyguard der Afrikanerin, der ihnen den Weg versperrte und mit einer Waffe auf sie zielte. Was fiel diesem Kerl ein einfach ihren mehr als wundervollen Heimweg zu unterbrechen? Grace hatte nichts dagegen gehabt ihm sofort den Kopf abzureißen und konnte ein drohendes Knurren gerade so verhindern. „Was wollen sie? Die Gewinnsumme wurde auf ein Konto transferiert, ich führe kein Bargeld mit mir.“ Gabriels Stimme sollte vermutlich beruhigend auf den Mann wirken, aber dieser lachte nur. Ein Klicken verriet das Entsichern seiner Pistole.
Freundchen, wag es einen von uns anzuschießen und du bist tot! Du legst dich mit den Falschen an. Sie hatte große Lust ihm das zu verraten, damit er noch eine Chance bekam schreiend wegzulaufen, aber er ergriff wieder das Wort: „Tut mir leid Mister, aber Mrs. Van Hoff geht es nicht um das Geld. Sie verliert nur nicht gerne, schon gar nicht, wenn sie das Gefühl hat beschissen zu werden.“ Wütend bemerkte sie, wie Gabriel sie hinter sich zog. Naja, wäre ja auch schade um das Kleid, aber in der Zeit hätten sie ihn auch schon längst überwältigen können.
Zwei Schüsse! Dann passierten die Dinge zu schnell für den armen Mann. Gabriel brach ihm das Handgelenk, sodass die Waffe auf den Boden fiel und ein Schrei ertönte. Siehst du, mit den falschen Leuten angelegt! Er packte ihn am Hals und zog ihn zu sich um. Die Schreie verstummten sofort. „Das wollen wir doch lassen mein Lieber. Ich habe es gar nicht gerne, wenn man mir den Anzug zerschießt, merken sie sich das.“ Ach, der Anzug. Ohne den gefiel er ihr sowieso viel besser.
„Was denkst du Grace – Lust auf einen Imbiss? Ich muss sagen er riecht mehr als verlockend. Komm Süße, ich weis, dass du hungrig bist.“ Überrascht blickte sie zu Gabriel. Damit hatte sie jetzt nicht gerechnet. Neugierig schnupperte sie. Gabriel sollte Recht behalten. Der Mann roch wirklich nicht schlecht, wenn auch nicht halb so gut, wie der Barkeeper aus dem Casino. Außerdem gefiel ihr der panische Blick, mit dem der Bodyguard sie ansah. Du hast meinen Gabriel angeschossen! Sie übergab ihren Instinkten die Hand und schritt freudig grinsend auf die beiden zu. Sie stand ein wenig unschlüssig vor ihnen.
Lachend zog Gabriel den Kopf des Opfers zur Seite, der es mittlerweile aufgegeben hatte sich zu wehren, damit sie besser an seinen Hals kam. „Lass mich dabei zusehen. Bitte“, bat Gabriel und Grace war bereits zu sehr im Blutrausch, als das sie etwas dagegen gehabt hätte. Noch einmal tasteten ihre Sinne die Umgebung ab. Sie waren ungestört.
Nachdem sie Gabriels Gesicht nochmal kurz berührt hatte, senkte sie ihren Kopf zufrieden zu dem menschlichen Hals und ließ ihre Zähne mit einem kleinen reißenden Geräusch durch seine Haut dringen. Gekonnt traf sie die Hauptschlagader und nahm begierig jeden Tropfen des roten Lebenssaftes in sich auf. Ihr Blick war dabei unverwandt zu Gabriel gerichtet, in dessen Augen Verlangen aufblitzte, welches sie nur zu kannte.
Es dauerte viel zu kurz, bis der Mann blutleer war. Trotzdem zufrieden ihm wenigstens den Tod gebracht zu haben, ließ sie von ihm ab und leckte sich die restlichen Bluttropfen von ihren Lippen. Mit einem dumpfen Geräusch fiel der Körper zu Boden und Gabriel zog sie in seine Arme, um ihre Stirn, ihre Augen, ihre Wangen, ihren Mund zu küssen. „Gott wenn du wüsstest, was du mit mir machst. Ich liebe dich!“ Am liebsten hätte sie jetzt ihre Beine um seine Hüfte geschlungen und ihn in einen langen Kuss gezogen, aber ihr Kleid behinderte sie dabei. Stattdessen schlang sie ihre Arme um seinen Hals und zog sich so zu ihm hoch und enger an ihn, während sie sich küssten.
So konnte sie wenigstens eine Antwort überspielen. Die Antwort, die sie ihm bereits seit zwei Tagen schuldete. Selbst wenn sie den Mund aufgemacht hätte, wäre kein Laut herausgekommen. Dessen war sie sich sicher. Ein wenig unbehaglich löste sie sich von ihm, bevor er die Veränderungen in ihren Gedanken durch den Kuss spüren konnte. „Und sollen wir dir auch noch jemanden suchen? Du bist nicht minder durstig als ich es gewesen bin. Ich hab es in deinen Augen gesehen“, fragte sie. Ihr Blick fiel auf den Toten. „Und was wir mit ihm? Einpacken und zurückschicken?“, fragte sie nun ein wenig gereizter Stimme, wenn sie daran dachte, dass sie schon längst wieder im Bett im Hotel liegen konnten, wenn er nicht gewesen wäre.
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