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Twilight & Harry Potter Crossover
 


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 The Grand Central Hotel

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Grace Davis
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BeitragThema: The Grand Central Hotel   Fr Mai 10, 2013 8:58 pm


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Grace Davis
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BeitragThema: Re: The Grand Central Hotel   Fr Mai 10, 2013 9:02 pm

cf.: England - Welt der Muggel - Haleys und Austins Haus

Sie machten eine Pause an einem Bach im Lake Distrikt, durch den sie bereits auf ihrer ersten Reise nach Fort William gelaufen war. Auf einer kleinen freien Fläche hatten sie ihre Schuhe ausgezogen und ihre Hosen hochgekrempelt. Jetzt balancierte sie tänzelnd über die großen Steine, die das Ufer säumten und aus dem Bach selbst herausragten, während Gabriel sich auf einen gesetzt hatte und seine Füße ins Wasser hielt. Bald spürte sie seinen Blick auf ihr liegen. Sie ließ sich ins Wasser rutschen und kam mit einem Plätschern im Wasser auf. „Was?“, fragte sie stirnrunzelnd.
Während er redete, hatte sie sich zu ihm gesetzt und seine Hand genommen: “Oh ich……ich habe mich gefragt wie ich dich nennen soll. Du weist schon – Schatz, Hase, Maus….aber das ist alles so flach und dumm, das alles drückt nicht aus, was ich empfinde wenn ich dich ansehe. Ich ….es ist mir irgendwie wichtig, aber gleichzeitig denke ich, dass man dir den einzig treffenden Namen gegeben hat, den du verdienst. Grace! Das hört sich sehr schön an, weich und aufregend, strahlend und klug – so wie du bist. Grace.“ Seine Stimme war leise, angenehm, warm. Sein Lächeln ließ sie ebenfalls lächeln und beschämt blickte sie nieder auf Gabriels Hand und strich versonnen mit ihren Fingern über seinen Handrücken.
„Ich habe darüber nachgedacht, ob wir nicht erst noch einen Abstecher machen könnten. Ich würde dich gerne ein wenig entführen, oder sagen wir besser ausführen. Möchtest du?“ Erst jetzt blickte sie mit vor Begeisterung sprühenden Augen auf und nickte fröhlich. Er lachte leise, bevor er sagte: „Ahh du bist soo leicht zu durchschauen – du brennst darauf dich in diesem Kleid zu zeigen! Und weist du was? Ich brenne noch mehr darauf dich darin an meiner Seite zu haben.“
Er küsste sie leidenschaftlich, was in ihr ein Verlangen entfachte, das ihr gesamtes Denken einnahm. Sie drängte sich an seinen Körper und erwiderte seinen Kuss fordernd. Ihre Hände vergruben sich in seinen Haaren und krallten sich in seine Kleidung. „Hey, lass uns laufen. Dafür gibt es weitaus anregendere Plätze als kalte Steine unter dem Hintern und die Füße im Wasser“, versuchte er sie von ihrem Vorhaben abzubringen, aber sie hörte seine Sehnsucht, seinen Wille aus seiner rauen Stimme heraus. Ihre Hand fuhr sanft unter sein Hemd und kratzte mit ihren Fingernägeln, wie eine Katze über seine Bauchmuskeln. „Ich mag Steine und ich mag auch Wasser und ich finde diesen Platz hier gerade mehr als anregend“, hauchte sie heiser und so verführerisch, wie sie konnte.
Er spielte mit dem Feuer und er würde sich definitiv verbrennen. Ungeschoren würde er nicht davonkommen. „Grace ich ….Verdammt ja, lass uns hierbleiben!“ Er stöhnte und gab sich ihr hin. Und schon war er da, wo sie ihn haben wollte. Langsam fuhr sie mit ihren Lippen seinen Hals entlang, während sie ihm die Jacke und das Hemd auszog. Immer tiefer wanderte sie, küsste jedes seiner sechs Packs, was ihm sichtlich gefiel.
Plötzlich drehte er sie auf den Rücken und Grace konnte einen erschrockenen Aufschrei gerade noch unterdrücken. Jetzt begann er sie auszuziehen. Er fing an ihren Körper zu verwöhnen, mit Küssen zu bedecken. Es fiel ihr immer schwerer bei ihrem Plan zu bleiben, denn er schien sie immer weiter um den Verstand zu bringen. Doch als sie wieder an ihr Vorhaben dachte und mittlerweile nur noch mit ihrer Unterwäsche bekleidet, musste sie grinsen, schlang ihre Beine um seine Hüfte, um Schwung zu holen und drehte ihn dann um, sodass er unter ihr auf dem Rücken lag. Immer noch frech grinsend beugte sie sich hinunter, um ihm einen Kuss zu stehlen.
Mit einer geschmeidigen Bewegung stand sie auf und schnappte sich ihre Klamotten. Sie drehte sich schwungvoll um und sah Gabriel, der sie verwirrt und ungläubig musterte. „Du glaubst doch nicht wirklich, dass du einfach so wieder ran darfst, nach allem, was passiert ist. Ich meine, wie konntest du mich einfach so in diese Zaubererwelt laufen lassen, ohne mich auch nur annähernd vorzuwarnen. Zum Beispiel, dass Angus dein Zwillingsbruder sein könnte, dass wir dort in Lebensgefahr schwebten. Fliegende Besen, geschwungene Zauberstäbe, komische blubbernde Getränke, sich bewegende Möbel. Denkst du, dass mich das einfach alles kalt lässt, wenn wir durch deren Straßen und Häuser laufen? Und dann deine Tasche. Ich kann meinen kompletten Arm darein stecken, ohne auf irgendeinen Widerstand zu stoßen und kaum will ich die Tasche mal aufmachen, bekomm ich nicht mal diese dämliche Lasche aufgeklappt“, brach es aus ihr heraus.
Sie zog sich gerade ihr Top über den Kopf. „Du hast mich einfach so ins kalte Wasser geschmissen. Ich war kurz davor wegzulaufen, zu fliehen. Wenn du nicht du wärst, wenn du mir nicht so viel bedeuten würdest, dann wäre ich gegangen. Kannst du dir auch nur annähernd vorstellen, wie viel Überwindung es mich gekostet hat zu bleiben?“, fuhr sie mit ihrer Tirade fort. Mittlerweile hatte sie sich auch ihre Hose angezogen und ihre Arme vor ihrer Brust verschränkt.
Eigentlich wollte sie sich kurz einen kleinen Spaß mit ihm machen, aber sie merkte erst jetzt, wie sehr sie das mitgenommen hatte. Seufzend lief sie wieder ins Wasser und ließ das Wasser sie beruhigen, ihre Sorgen wegspülen. Sie hörte, wie er sich währenddessen wieder anzog, traute sich aber nicht ihn anzusehen. Die Vampirin fing wieder an über die Steine zu tänzeln, drehte Pirouetten, schwebte förmlich über den Bach, als Gabriel plötzlich in ihre Bewegung hinein griff und ihre Hand nahm, um sie an seine Brust zuziehen.
„Es tut mir leid. Ich hätte dich niemals in diese Welt mitgenommen, wenn es irgendeinen anderen Weg gegeben hätte. Außerdem weißt du doch ganz genau, dass du nicht nur wegen mir, sondern auch wegen Haley geblieben bist. Ich verspreche dir, dass du nie wieder dorthin gehen musst, wenn du nicht willst. Du kannst mir alle Fragen stellen, die dir in den Kopf kommen, egal ob über die Zauberer oder über mich. Oder aber wir verlieren nie wieder ein Wort darüber, wenn dir das lieber ist“, flüsterte er. „Und wenn du diesen Teil nicht akzeptieren kannst, wenn es partout nicht funktionieren sollte, dann…würde ich dich sogar gehen lassen“, fügte er mit noch leiserer Stimme hinzu.
Sie blickte wieder nach unten. Sie wusste nicht, was sie tun sollte, konnte ihm nicht sagen, wie sie damit umgehen wollte. „Lass uns gehen!“, sagte sie, nachdem sie sich kurz geräuspert hatte. Sie ließ seine Hand los und ging zu ihren Schuhen, um sich diese anzuziehen.

Sie liefen weiter, während der Tag sich weiterhin dem Ende neigte. Gabriel hatte vorgeschlagen mit ihr nach Glasgow zu gehen, um dort das Theater zu besuchen. Ihr gefiel der Vorschlag, auch wenn es ihr im Prinzip ohnehin egal war, wo sie hingingen, solange Gabriel bei ihr war…und dieses Kleid. Er hielt ihre Hand, die sie mittlerweile als die ihre empfand, als gehöre sie genau dorthin, wo sie war…in ihrer Hand. Er zog sie mit sich, würde auf sie aufpassen, deshalb traute sie sich ihre Gedanken schweifen zu lassen.
Sie erinnerte sich an den Zwischenfall im Lake Distrikt. Sie hatte ihr Möglichkeiten aufgezählt mit den neuen Erfahrungen über diese neue Welt klar zukommen, mit dem Wissen darüber, dass die Zauberer ein Teil von ihm waren, von seiner Vergangenheit…und deshalb auch ein Teil von ihr. Aber sie wollte das nicht, oder doch? Sie dachte an Charity und Angus, wie herzlich sie waren, wie sehr sich das Mädchen gefreut hatte, bei dem Gedanken Gabriel und sie öfter zu sehen. Doch dann war da auch noch diese Leute in dem Pub, Moody. Solche wie ihn wollte sie nie wieder sehen.
Andererseits unterschied sich ihre Welt nicht in diesem Aspekt nicht. Schließlich gab es auch hier Gute und Böse. Die Gedanken an Gabriel, Haley und Austin ließen sich ihr Herz wieder lebendig anfühlen. Und doch gab es auch sadistische, mürrische Vampire.
Es war für sie unmöglich dieses Thema zu ignorieren, wie auch. Es war ein Teil ihres Daseins, für immer. Sie könnte sich letztendlich nur von dieser Welt distanzieren, wenn sie von Gabriel fortgehen würde. Grace Blick fuhr automatisch zu ihm, seinem Gesicht, seinem Körper, seiner Hand, die ihre hielt. Nie im Leben, in ihrem Dasein könnte sie fern von ihm bleiben. Es würde ihr das Herz zerreißen.
Also blieb ihr keine andere Wahl, als ihn zu fragen. Ihm zuzuhören, wenn er ihr alles über diese Wesen erzählte. Es würde vermutlich Wochen dauern, bis sie alles wusste, beziehungsweise alles, was sie wissen wollte. Wie sollte sie sonst damit fertig werden? Denn sie musste lernen damit umzugehen…

Zum Sonnenuntergang kamen sie in Glasgow an. Sie verlangsamten ihr Tempo und liefen durch die Straßen. „Was hältst du von der Idee für heute Nacht und vielleicht noch morgen Nacht hier zu bleiben? Wir nehmen uns ein Hotel, dann müssen wir nach der Aufführung nicht noch nach Fort William laufen“, schlug sie vor. Er lächelte sie schelmisch an und stimme ihr zu: „Irgendwelche Wüsche?“ „Als ich das letzte Mal hier war, da wollte ich in diesem einen Hotel wohnen, aber es war leider zu teuer für meine Verhältnisse. Glaub mir, es ist wunderschön, gebaut 1883. Komm, ich zeige es dir“, sagte sie freudig und zog ihn mit sich.
Immer weiter folgten sie den Straßen in die Innenstadt, bis zum Hauptbahnhof und Einkaufsviertel der Stadt und dann standen sie vor dem Grand Central Hotel. Der Eingang zum prächtigen Gebäude befand sich am Straßeneck. „Na, hab ich dir zu viel besprochen?“, flüsterte sie lächelnd und blickte zu ihm auf. „Bitte“, flehte sie mit Hundeblick. Gabriel musste lachen und gab ihr dann einen liebevollen Kuss, bevor er ihr mit einem breiten Lächeln galant die Tür aufhielt.
Die Augen verdrehend trat sie ein und wurde eingehüllt von der wundervollen, klassisch-eleganten Innenarchitektur. Sie war überwältigt von dem Anblick stehen geblieben und erst Gabriels Hand, die sich in ihre schob, ließ sie den Blick von dem Raum abwenden und ihn angucken. Händchenhaltend gingen sie auf die dunkle Theke mit dem leuchtenden Schild, wo Rezeption drauf stand, zu.
Immer noch huschte ihr Blick durch den gesamten Eingangsbereich und registrierte jedes kleinste Detail, weshalb sie kaum mitbekam, wie Gabriel ihnen ein Zimmer besorgte. Ungeduldig zog er an ihrer Hand. „Kommst du jetzt oder willst du den ganzen Abend hier rumstehen?“, fragte er sie lachend. Beschämt den Blick senkend folgte sie dem immer noch amüsiert lachenden Gabriel die unglaubliche, prunkvolle Treppe aus dem Originalbaujahr mit dem Lichtwasserfall, der durch das gesamte Treppenhaus reichte, hinauf zur Etage ihres Zimmers.
Vor dem Zimmer 122 blieben sie stehen und Gabriel öffnete mit seiner Zimmerkarte die Tür und ließ sie hindurch treten. Sie hatte sich immer ausgemalt, wie wohl ein Zimmer hier aussehen würde und hatte sich nicht zu viel versprochen. Es war im Gegensatz zum restlichen Hotel sehr schlicht und modern gehalten. Grau, Schwarz und verschiedene Brauntöne durchzogen den Raum. „Wow!“, flüsterte sie andächtig. Das Doppelbett nehmen der Badezimmertür sah wirklich verlockend aus, zu verlockend. Eigentlich musste sie ja noch etwas bei ihm gut machen, aber sie wollten ja auch nicht zu spät zur Theatervorführung kommen.
Sie drehte sich freudig lächelnd um. „Darf ich mich jetzt fertig machen?“, fragte sie frech grinsend. Er schüttelte lachend den Kopf und stellte seine Tasche auf dem Bett ab. Er zog ihr Kleid aus der Tasche und irgendwie war Grace froh, dass sie ihm alles Mögliche in Fort William in die Hand gedrückt hatte. Make-up, Schuhe, Waschzeug. Alles, was das Frauenherz begehrt.
Mit einem entschuldigenden Lächeln schnappte sie sich ihre Sachen und bunkerte das Badezimmer. Geheimnisvoll verschloss sie die Tür und stieg als erstes unter die Dusche. Nachdem sie sich wieder abgetrocknet hatte, nahm sie dieses Kleid in die Hand und seufzte bei dem Gedanken es anziehen zu dürfen. Vorsichtig zog sie das Kleid an und schloss den Reißverschluss. Sie blickte in den Spiegel und wieder ließ das Bild, das dieser ihr bot, sie ehrfürchtig erzittern. Lächelnd fing sie an ihre Haare hochzustecken und mit ihren Haarnadeln zu fixieren. Danach legte sie ein wenig Rouge auf, tuschte ihre Wimpern und schminkte ihre Lippen in einem unauffälligen Nudeton, passend zu ihren High Heels. Sie achtete darauf alles so dezent, wie möglich zu machen, damit das Kleid der einzige Blickfang war.
Nach einem letzten zufriedenen Blick in den Spiegel trat sie wieder ins Zimmern. Ihre Augen weiteten sich ungläubig, als sie ihn erblickte in seinem wundervollen, eleganten Anzug. Er stahl ihr mit seinem umwerfenden Aussehen beinahe die Show. Verführerisch lächelnd schritt sie auf ihn zu und blieb unschuldig lächelnd vor ihm stehen. „Ich kann es kaum erwarten wieder ins Hotel zu kommen“, flüsterte sie mittlerweile frech grinsend. „Komm schon! Sonst kommen wir noch zu spät.“

Sie waren mit dem Taxi zum Royal Theatre gefahren, wo sie sich die Aufführung „Scottish Ballet’s Hansel & Gretel“ ansahen. Das Theater besaß ebenfalls dieselbe Klasse, wie das Hotel. Sie hatten Karten für einen der separaten Abteile auf den Balkons bezahlt, welche vermutlich ebenfalls nicht gerade billig waren. Wo bekam er denn das ganze Geld her?
Einer der Angestellten brachte uns zu unserem kleinen Balkon und kurz darauf ließen sie sich in den roten Samtstühlen nieder, die sich nur ein paar Nuancen von dem Ton ihres Kleides unterschied. Die Sitze füllten sich schnell und bald wurde es dunkel im Saal und gespannt griff sie nach Gabriels Hand und blickte hinunter zur großen Bühne, wo kurz darauf die ersten Tänzer über die Fläche tanzten, Pirouetten drehten, so wie sie es im Lake Distrikt getan hatte.
Die Geschichte von Hansel & Gretel kannte ja so gut, wie jeder, aber ihr gefiel die modernere Fassung. Mit funkelnden Augen verfolgte sie die Aufführung. Sie liebte den Tanz, die Gefühle, die man mit ihm überbringen konnte, den Anmut, den die Tänzer verströmten und ihre Zuschauer so mit sich rissen. Auch sie tanzte gerne, keine Frage, aber sie hatte es nie wirklich gelernt.
Die Aufführung war ihrer Meinung nach viel zu schnell beendet. Seufzend wand sie ihren Blick Gabriel zu, der sie lächelnd musterte. „Schön, dass es dir gefallen hat“, sagte er und gab ihr einen liebevollen, zärtlichen, viel zu kurzen Kuss, bevor sie gemeinsam aufstanden und Hand in Hand das Theater verließen. Damit sie nicht auffielen, gab Gabriel ihr sein Sakko, welches er ihr über die Schultern legte, damit die Menschen, die ebenfalls vor dem Gebäude auf ein Taxi warteten, nicht misstrauisch wurden, dass sie bei den knappen Minusgraden nicht fror.
Mit einem Taxi fuhren sie auch wieder zurück. Sie wollte keine Zeit mehr verschwenden, bis sie endlich wieder vollkommen alleine waren und hatte deshalb Gabriels Vorschlag abgelehnt zu Fuß zu gehen. Natürlich hatte sie ihm nicht verraten, wieso.
Nach der kurzen Taxifahrt betraten sie wieder die Eingangshalle, um wieder auf ihr Zimmer zu gehen, als sie ihn zurück hielt. Dieses Hotel besaß noch einen Pluspunkt, den sie sehr für sie einnahm. „Ich möchte dir noch etwas zeigen. Komm mit!“, sagte sie lächelnd und zog ihn in die andere Richtung. Wenige Meter davor verriet der Geruch, der in der Luft lag ihr Vorhaben vielleicht bereits. Dann traten sie in einen leicht gefüllten, runden Saal.
Die Champagne Central Bar besaß einen Marmorboden und eine Kuppeldecke, in der eine riesige, leuchtende Kugel hing, die den Raum erhellte. Dem Eingang direkt gegenüber stand die Bartheke mit einigen Stühlen davor und in der Mitte befand sich umringt von Säulen eine kleine Fläche zum Tanzen, ob sie wirklich dafür gedacht war, wusste sie nicht, aber einige Paare tanzten zumindest darauf. Diesen Raum hatte sie bereits in dem Prospekt gesehen, aber in Wirklichkeit sah er noch viel, viel prächtiger und edler aus.
Lächelnd zog sie ihn mit sich. „Nur für ein Glas!“, versprach sie ihm. Sie setzten sich auf zwei der Barhocker und bestellten ihr ein Glas Champagner und ihm einen Whiskey, wie sollte es anders sein. Sie prosteten sich zu und stießen auf den gelungenen Abend an. Sie nahm einen Schluck, der dem Namen der Bar alle Ehre erwies. Mit Abstand der beste Champagner, den sie je getrunken hat und das musste schon was heißen.
Sie blickte zu den tanzenden Paaren. Gabriel hatte sie zwar gefragt gehabt, aber sie wollte nicht auffallen. Zwei tanzende Vampire bürdeten jedem Menschen sofortige Selbstwertkomplexe auf, ihre alleinige Anwesenheit hatte schon für viele neidische Blicke gesorgt, und das wollte sie nicht, deshalb hatte sie dankend und mit einem Kuss abgelehnt.
Nachdem beide ihr Glas geleert hatten, verabschiedeten sich vom Barkeeper und gingen auf direktem Weg in ihr Hotelzimmer zurück. Sie atmete tief ein. Endlich allein. Sie drehte sich lächelnd zu ihm um und küsste ihn, lange, sehnsuchtsvoll. Er seufzte in den Kuss hinein. Oh ja, sie beide wollten es, mehr denn je, aber sie löste sich trotzdem widerwillig von ihm.
Mit einem entschuldigenden Blick verschwand sie noch einmal im Bad, um zuerst den Alkohol loszuwerden und sich dann abzuschminken und ihre Haare von den Nadeln zu befreien, sodass ihre blonde Mähne wieder in großen Wellen über ihre Schultern fiel.
Danach trat sie wieder ins Zimmer, wo Gabriel bereits lächelnd auf sie wartete. Sie legte sein Sakko aufs Bett, wo ihr Blick auf die Zigarettenschachtel fiel, die er ihr in London gekauft hatte. Sie hatte seit gut 24 Stunden keine mehr geraucht. Wow, er beschäftigte sie! Rauchen war für sie immer nur ein Zeittöter, aber jetzt war Gabriel da, um ihr ihre Zeit zu rauben.
Trotzdem hatte sie irgendwie das Bedürfnis jetzt eine Zigarette zu rauchen, aber diese Begierde wurde sofort von einer anderen abgelöst, als Gabriel sich hinter sie stellte und ihre Haare zur Seite schob, um ihren Hals und ihr Schlüsselbein mit Küssen zu bedecken. Sie seufzte wohlig und gab sich endlich ihrem größten Verlangen hin.

tbc.: Rest der Welt - Schottland - Glasgow - Alea Casino


Zuletzt von Grace Davis am Mo Mai 20, 2013 12:09 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: The Grand Central Hotel   Mo Mai 13, 2013 4:28 am

cf: London - die Welt der Muggel - Haley und Austins Haus

Gabriel starrte Grace ungläubig an. Hatte er irgendetwas falsch gemacht, dass sie ihn derart …..NEIN! Was für ein verdammtes Spiel war das jetzt, ihn derart in Erregung zu versetzen und dann……
Er hörte ihre spielerischen Worte über das, was er ihr angeblich angetan hatte und lies sich lächelnd zurückfallen. Dieses kleine Biest! Okay er hatte es verdient, hatte diese miese kleine Rache wirklich verdient, aber zur Hölle, wegen wem waren sie denn erst in diese Situation hineingeraten?

„Kannst du dir auch nur annähernd vorstellen, wie viel Überwindung es mich gekostet hat zu bleiben?“
Er hörte in ihrem Tonfall, dass sie nicht wirklich so aufgebracht war, er hörte, dass sie Beachtung wollte, Wiedergutmachung. Er lächelte und setzte sich auf. Daran sollte es ja nun wirklich nicht scheitern.
Sie zog sich gerade ihre Hose an, ihre Bewegungen wurden langsamer, weniger theatralisch, nachdenklicher und irgendwie schien sie sich in sich zurück zu ziehen. Sie vermied es ihn anzusehen und lief zurück in das Wasser, darin herumtänzelnd als wollte sie sich selbst ablenken.
Das alles saß tiefer, bereitete ihr wirklich große Schwierigkeiten, die sie sich offenbar nicht eingestehen wollte. Er hatte sie verletzt und das war einfach unverzeihlich. Er hätte – nein er hatte es von Anfang an besser gewusst, aber er konnte sie einfach nicht bei Austin in diesem Haus ungeschützt lassen. Sie hatten derartiges Glück gehabt, dass es so verhältnismäßig einfach gewesen war. Er hätte es sich nie verziehen, wenn …… Ein furchtbarer Stich durchfuhr ihn. Nein, er konnte sie nicht verlieren. Er konnte einfach nicht ohne sie sein. Schnell zog er seine Sachen an und zog sie entschlossen an sich.

„Es tut mir leid. Ich hätte dich niemals in diese Welt mitgenommen, wenn es irgendeinen anderen Weg gegeben hätte. Außerdem weißt du doch ganz genau, dass du nicht nur wegen mir, sondern auch wegen Haley geblieben bist. Ich verspreche dir, dass du nie wieder dorthin gehen musst, wenn du nicht willst. Du kannst mir alle Fragen stellen, die dir in den Kopf kommen, egal ob über die Zauberer oder über mich. Oder aber wir verlieren nie wieder ein Wort darüber, wenn dir das lieber ist“. De Vere suchte ihre Augen, wollte ihr zeigen, wie ernst er seine Worte meinte. Sie sollte nie wieder Angst haben, weil er sie mit in diese Welt nahm. Er gab einen Scheiß auf seine Verpflichtung und würde ihr alles erklären, jede winzige Kleinigkeit, damit sie verstand, dass sie sich schützen konnte, dass sie wenn er dies erst einmal manifestiert hätte, geschützt war! Aber wollte sie das? War sie sich seiner so sicher? Haleys Worte hallten in seinen Gedanken und er erkannte, das Grace wahrscheinlich, obwohl sie starke Gefühle für ihn hegte, noch nicht bereit war sich selbst einzugestehen wie wichtig sie ihm war. Wie sehr sie bereits Teil seiner Existenz geworden war. Er schluckte und beherrscht, all seine Wünsche verbannend beteuerte er ihr flüsternd. „Und wenn du diesen Teil nicht akzeptieren kannst, wenn es partout nicht funktionieren sollte, dann…würde ich dich sogar gehen lassen“. Ja, das würde er. Aber er würde ihr gleichwohl folgen, würde über sie wachen und hoffen, dass sie ein neues Glück finden würde. Erst dann würde er sie für immer verlassen.

Sie hatte ihn nicht angesehen und es verunsicherte ihn nicht in ihre Augen sehen zu können, nicht zu erfahren, was sie fühlte, ob sie verzweifelte ob dieser Aussicht, oder sie ihr besser erschien, als die Aussicht ihn und seine verquerte Geschichte zu ihrer zu machen.

„Lass uns gehen!“ Sie sprach leise aber entschlossen. ‚Gehen? Fortgehen? Auseinandergehen? Auf Abstand gehen?’ Seine Gefühle, die noch vor kurzem sich für sie glühend verzehrt hatten fuhren Achterbahn. Nein, sie konnte das nicht wirklich wollen. Er suchte nach ihren Gedanken, die sie ihm wie eine kalte Dusche in sein Hirn geschüttet hatte. Sie waren so wahrhaftig, den seinen so ähnlich. Nein – sie wollte nicht, dass er ging oder sie verließ. Sie brauchte einfach Sicherheit und Zeit.
Sie hatten Zeit!
Er nickte ihr zuversichtlich und lächelnd zu, nahm ihre Hand und küsste ihren Handrücken, bevor sie sich erneut auf den Weg machten. Er erzählte ihr ein wenig über seine Wanderungen, über Yorkshire und Cumbria und wie sehr sich England in den letzten 200 Jahren gewandelt hatte und wie sehr auch nicht. Er hatte beschlossen das Zaubererthema erst einmal ruhen zu lassen, damit sie sich fangen konnte. Sie überquerten die schottische Grenze und näherten sich Glasgow. Gabriel mochte Glasgow, nicht nur der Geschäfte wegen. Es gab hier so einige Annehmlichkeiten und aufgeregt hatte er Grace gefragt ob sie das Theater mochte, Ballett, denn das Scottish Ballett war eines der besten in Großbritannien. Sie hatte fröhlich genickt und eingewilligt heute Abend eine Vorstellung zu besuchen. Er begann sich wieder wohler zu fühlen. Sie sollten sich irgendwo umziehen – also wollte er etwas früher zum Theater laufen, um dort….

„Was hältst du von der Idee für heute Nacht und vielleicht noch morgen Nacht hier zu bleiben? Wir nehmen uns ein Hotel, dann müssen wir nach der Aufführung nicht noch nach Fort William laufen“
Sie hatte so eine wunderbare melodische Stimme. De Vere hob belustigt seine Augenbrauen. „Irgendwelche Wünsche?“ Natürlich hatte sie die! Er lernte Grace immer besser kennen und einschätzen. Sie liebte es einen gewissen Luxus um sich zu haben und sie liebte es dank ihm über die nötigen Mittel zu verfügen, sich diesen leisten zu können, ohne sich mittels ihrer Gabe betrügerisch dort einschleichen zu müssen. Nicht, dass sie deswegen wirkliche Gewissensbisse gehabt hätte, aber sie hätte die nächsten zehn Jahre nicht zurückkommen können.

Das Grand Central also. Gabriel hielt ihr schmunzelnd die Tür auf und beobachtete sie lächelnd, wie sie sich von dem Interieur einfangen ließ. Sie hatte einen wirklich ausgezeichneten Geschmack. Er buchte ein Zimmer für zwei bis drei Tage und musste sie förmlich aus dem Foyer herauszerren, so angetan war sie von der Einrichtung. In ihrem Zimmer warf er seine Tasche auf das Bett und überlegte kurz, ob er sie ihr erklären sollte, hielt es dann aber für ratsamer, das auf später zu verschieben und gab ihr einfach all die Sachen, die sie im Moment brauchte. Während Grace sich im Bad für den Abend schön machte, kleidete er sich in seinen Abendanzug und griff zu seinem Handy. Er tippte schnell einige Nachrichten ein und hoffte, dass es heute oder morgen positive Reaktionen darauf gäbe. Wenn er schon einmal hier war, konnte man das Gute ja auch mit dem Nützlichen verbinden.

Es dauerte! Sie hatte ohne auch nur über Kompromisse nachzudenken das Bad besetzt und ja, jetzt kostete sie diese Besatzerzeit schamlos aus. Hatte er duschen wollen? Ach – man konnte sich doch auch abstauben! Gabriel lachte leise und zog das Olivenholzkästchen aus seiner Tasche, öffnete es und fuhr vorsichtig über das filigrane Gebilde. Er wusste noch nicht, wann er es ihr geben würde. Irgendwie wollte er den richtigen Moment dafür abwarten, und der war noch nicht gekommen. Bevor sie es sehen konnte steckte er es zurück und verschloss seine Tasche. Die Tasche, die so missbilligend beäugte und die ihr absolut nicht geheuer war.

Als sie endlich aus dem Bad herauskam hatte er das Gefühl die Erregung von heute Nachmittag würde ihn erneut überrollen. Sie sah einfach unglaublich aus. Dieser Fetzen war tatsächlich jeden einzelnen Penny wert. Er trat auf sie zu und ließ seine Hände an ihren Seiten hinab zu ihren Hüften gleiten, zog sie an sich und küsste ihren Halsansatz, ihre Schultern und….. „Ich kann es kaum erwarten wieder ins Hotel zu kommen“, flüsterte sie mittlerweile frech grinsend. „Klar, damit du mich zum zweiten Mal für heute stehen lassen kannst.“ Raunte er heiser. ‚Im wahrsten Sinn des Wortes alter Junge’ gestand er sich ein und überdachte wie absurd und lächerlich er dort gelegen hatte.

Sie hatte gelacht und ihn einfach mitgezogen. Das Theater war gut gefüllt und Grace zog nicht nur die bewundernden Blicke der Besucher auf sich, sondern sonnte sich geradezu in der offenkundigen Aufmerksamkeit, die sie erfuhr. Sie genoss ihren Auftritt, genoss diese Robe und genoss höchst ungeniert, dass er von dem Ballett so gut wie nichts mitbekam, weil er von ihrem Anblick und ihrer Begeisterung, die sie für die Aufführung aufbrachte einfach absolut gefangen war. Ihr gespannter Gesichtsausdruck, die wechselnden Emotionen ihres Mienenspiels, ihre langen Wimpern, die diese Augen umrahmten, die sich auf die Tänzer fixierten und nur ab und an einen funkelnden, glücklichen Blick zu ihm warfen. Dieser unvergleichliche Körper in diesem sie umschmeichelnden seidigen Stoff, dessen Rot ihn geradezu in den Wahnsinn trieb. Sie liebte diese Aufführung, sie liebte die Zerstreuung und seufzte leise, als der Vorhang fiel. Noch eine Leidenschaft, die sie teilten. Das Theater, in all seinen Facetten. „Schön, dass es dir gefallen hat.“ Er zog sie an sich und küsste sie, leicht, verführerisch und vor allem kurz. De Vere war sich mehr als im Klaren darüber, dass alles andere dazu geführt hätte, dass sie diese Loge sicherlich nicht innerhalb der nächsten Stunde hätten verlassen können. Begeistert und aufgedreht überredete sie ihn nicht gleich in ihr Zimmer zu gehen und zog ihn statt dessen in die Hotelbar. Gabriel lächelte sie an, doch innerlich verfluchte er sie. Sie hätten sich doch die Flasche köpfen können, die er in der Minibar hatte deponieren lassen.
‚Nicht bedrängen – zeit lassen – denk daran, was du Haley versprochen hast! Also dann – NUR auf EIN Glas.’ Er schüttelte grinsend seinen Kopf und registrierte angetan die wenigen tanzenden Paare. Er tanzte gerne, sogar sehr gerne – doch….als wäre dieser Tag nicht schon konfus genug – sie wollte nicht. Sie WOLLTE nicht zu sehr auffallen. Am liebsten hätte er gebrüllt vor Lachen. Hatte sie nicht in den Spiegel gesehen? ‚Witzig Grace sehr witzig. Würde man diese jämmerlichen Figuren morgen fragen, jeder einzelne könnte ein Fandungsplakat von dir zeichnen – Nicht auffallen!’ Er grummelte innerlich, bedrängte sie aber nicht.

Als sie endlich, nachdem sie sich in ihrem Zimmer seiner Umarmung entwunden hatte, um erneut ihre Burg - das Bad - heimzusuchen herauskam, zog er sie besitzergreifend an sich, begann ihren Nacken mit Küssen zu überdecken und endlich ….endlich war sie bereit sich ihm auszuliefern.
Das Verlangen, dass sich in ihm aufgestaut hatte schrie nach Entladung. Es war kein Platz für Verführung, für Zurückhaltung sondern die Leidenschaft und Wollust überrannte sie beide und sie liebten sich stürmisch, fordernd und rücksichtslos. Lachend küssten sie sich, tauschten Zärtlichkeiten aus, plauderten über die Aufführung, über die wunderbare Umgebung dieses Hotels und tauchten erneut ein in ihren Hunger aufeinander, diese unersättliche Begierde zu verschmelzen und den anderen zu spüren und glücklich zu machen. Sie spielten miteinander, erkundeten jeden Millimeter ihrer Körper, erzählten über ihre Vorlieben, über ihre Wünsche und Sehnsüchte und erkundeten sich Stück für Stück mehr. Grace lag ruhig atmend auf seinem Brustkorb und malte Zeichen auf seinen Bauch während er leise die Musik des Balletts summte als der Klingelton seines Handys sie unterbrach. Ruckartig fuhr ihr Kopf hoch und Gabriel lachte über ihren zornigen Gesichtsausdruck. Er gab ihr einen versöhnlichen Kuss. „Nur eine SMS mein Schatz und zwar auf meinem Handy. Ich gestehe, ich habe darauf gewartet. Bitte entschuldige kurz.“ Er zwinkerte ihr zu, nahm das Gerät an sich und las die Botschaft. Dann grinste er zufrieden und tippte schnell eine Antwort.

Er strich durch ihre etwas unordentlichen Haare und lächelte. „Also. Wir haben bis heute abend um 18 Uhr Zeit – also noch ungefähr drei Stunden. Dann habe ich einen wirklich wichtigen geschäftlichen Termin. Ab und an muss ich dafür sorgen, dass mein Vermögen nicht schrumpft. Also werde ich heute Nacht ein wenig Geld verdienen. Ich wäre sehr sehr froh, wenn du mich dabei begleiten würdest und vielleicht unterstützt. Dein Kleid könnte dabei von unschätzbarem Wert sein.“ Grace Augen sahen ihn ratlos an. „Was hast du vor?“ Gabriel grinste breit und belustigt. „Pokern Süße! Und zwar mit einer kleinen elitären Horde von reichen Idioten, die glauben sie hätten eine Chance. Ich tue das regelmäßig in den verschiedensten Casinos dieser Welt. Sie lieben den Nervenkitzel und sie haben kein Problem damit ein kleines bis großes Vermögen dabei zu verlieren. Heute Abend werden wir zu sechst sein. Ich gegen fünf andere Wahnsinnige.“ Er wickelte eine Strähne um seinen Finger. „Bitte begleite mich. Mit dir an meiner Seite, werden sie gnadenlos untergehen!“ Er kicherte leise und gab ihr erneut einen Kuss.
„Also, was möchtest du in den drei Stunden anstellen. Fragen und Antworten oder möchtest du Glasgow erkunden, oder sollen wir da weitermachen, wo wir gerade aufgehört haben?“

tbc: Rest der Welt - Schottland - Glasgow - Das Alea Casino
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BeitragThema: Re: The Grand Central Hotel   Do Jun 27, 2013 9:56 pm

cf: Rest der Welt - Schottland - Glasgow - Alea Casino

Dieser Kuss machte ihn rasend. Nicht weil Grace ihn mit der gleichen Leidenschaft beantwortete, sondern weil er das frische Blut in ihrem Mund schmeckte, seine Zunge die letzten süßen Tropfen davon aufnahm und das Verlangen in ihm unermesslich ansteigen ließ. Er konnte nicht….er wolle sie jetzt nicht verlassen um zu jagen und er war sich mehr als unsicher, ob sie die Jagd, die er jetzt anstrebte akzeptieren würde. Außerdem sehnte er sich danach mit ihr zurück in dieses Zimmer, mit diesem großen gemütlichen Bett zu gehen und …..Gott, er war so unkonzentriert und aufgewühlt…Er wusste nicht, ob er noch lange warten konnte.
De Vere spürte ihr Verlangen, ihre Begierde im Kuss und gleichzeitig zog sie sich zurück, entwand sich seinem Blick und begann zu plappern. Hatte er etwas falsch gemacht, hätte er sie alleine trinken lassen sollen? Spürte sie, dass er mit seinen Gedanken abwesend war, sich versuchte zwanghaft zurückzuhalten?
Nein Grace machte eher einen sehr in sich gekehrten Eindruck, als wollte sie ebenfalls etwas zurückhalten.
„Und sollen wir dir auch noch jemanden suchen? Du bist nicht minder durstig als ich es gewesen bin. Ich hab es in deinen Augen gesehen“ De Vere schloss seine Augen und stöhnte innerlich auf. Natürlich wollte sie bei ihm bleiben, wollte ihm die Gefälligkeit, die er ihr erwiesen hatte erwidern und mit ihm gemeinsam ein Opfer suchen. Ein Opfer, dass er nicht wollte, das er jetzt nicht haben durfte. Leicht genervt fiel ihr Blick auf den Toten.
„Und was wir mit ihm? Einpacken und zurückschicken?“ Die zweite Frage war sehr viel einfacher zu beantworten und Gabriel lächelte amüsiert.
„Das ist doch wirklich kein Problem. Überlassen wir diesen Taugenichts doch einfach seinen so eifrigen menschlichen Gesetzeshütern.“ Er beugte sich zu dem Leichnam hinab, hob die Handfeuerwaffe auf, die auf dem Pflaster gelandet war und schoss dem Kerl aus nächster Entfernung in den Hals. Das Fleisch platzte auf, wurde aufgerissen und klaffte weit auseinander. Die Bissspuren waren ebenso vernichtet wie jeglicher andere Hinweis auf das Zutun eines Vampires. Ein Mord an einem Bodyguard, einer zwielichtigen Person, von vermutlich ebenso zwielichtigen Personen hingerichtet. Ein weiterer Fall, der nie aufgelöst werden könnte. Gabriel warf die Waffe achtlos neben den Körper und richtete sich auf.
Seine Augen suchten Grace blick und er sah sie lächelnd aber schuldbewusst an.

„Ich denke, ich werde jetzt noch nicht jagen Grace – ich ….ich wollte schon dauernd mit dir darüber sprechen…über meine Jagd und wie ich ….vor allem warum ich so jage.“ Der Vampir wand sich peinlich und versuchte die richtigen Worte zu finden.
„Du hast Recht, ich habe Durst und ich muss jagen, aber ich möchte das erst mit dir klären.“ Er räusperte sich und versuchte seinen in Flammen stehenden Hals zu ignorieren. Die winzigen Tropfen, die er aus Grace Mundhöhle gestohlen hatte, brachten ihn fast um den Verstand. Was gäbe er jetzt dafür eine Flasche Whiskey bei sich zu haben.
Grace sah ihn verärgert an und sogleich fühlte er sich noch schuldiger. Mit einem leisen Seufzer starrte er in den Himmel, bevor er erneut Augenkontakt zu ihr suchte. Er nahm ihre Hand und flüsterte, da jegliches lautes Sprechen ihm Schmerzen verursachte.
„Es tut mir leid. Ich weiß du denkst, dass ich unfair bin, aber ich verspreche dir, ich werde es dir zeigen und auch erklären. Bitte!“ Er flehte leise und hoffte einfach, dass sie es für den Moment akzeptieren würde.

Stumm und spürbar unzufrieden - oder war sie besorgt - gingen sie schnell in Richtung des Hotels.
Der Weg führte sie am Rand eines Indurstriegebietes vorbei und Gabriel schnupperte erregt. Er hatte nicht damit gerechnet damit jetzt mit dieser Beute konfrontiert zu werden und seine Sinne fuhren augenblicklich Achterbahn. Ein leises begieriges Fauchen entwich ihm und seine Muskeln spannten sich augenblicklich an. Er war nicht imstande länger auf Grace zu achten, sondern sog den eigenwilligen Duft, der zugleich abstoßend als auch anziehend auf ihn wirkte. Er wollte Blut, er brauchte es – Jetzt!

Er lies Grace Hand los und zischte nur noch leise „Ich bin gleich wieder da!“ drehte sich um und lief pfeilschnell um die Häuserflucht auf das eingezäunte Gelände zu. Die Tiere sahen ihn kommen rasten Alarm schlagend auf die Umzäunung zu und kläfften ihn an. Ein Sprung über den lächerlichen Zaun und schon hatte er den beiden Rottweilern mit einem sicheren Griff das Genick gebrochen. Gierig sah er sich kurz um, doch der schnelle Angriff war unbemerkt geblieben. Nicht die Spur eines zusätzlichen menschlichen Duftes störte ich und begierig versenkte er seine Zähne in den Hals des ersten Tieres, saugte wie besessen und stöhnte voller Befriedigung voller Freude über diese Malzeit. Den zweiten Hund trank er langsamer, gemächlicher, spürte wie das Brennen seiner Kehle nach ließ und sich ein wohliges Gefühl der Sättigung in seinem Inneren breitmachte.
Wieder rational betrachtete er die Umgebung und warf die Kadaver der Hunde einfach auf das Flachdach eines Werksgebäudes.
Man würde sie erst in einigen Monaten dort oben entdecken, wenn überhaupt. Ansonsten wären die Tiere für ihre Besitzer einfach verschwunden.
De Vere befreite sich schnell von den Spuren seines Tuns und machte sich auf den Weg zurück zu Grace. Ob sie ihn beobachtet hatte, oder ob sie auf ihn gewartet hatte…..’Du weist die Antwort doch genau – du Esel!’

An der Straßenflucht, wo er sie verlassen hatte herrschte gähnende Leere. Grace war nicht da. Warum war er auch so verdammt….warum hatte er ihr nicht schon längst erklärt, dass seine Ernährung sehr oft aus Tierblut bestand, weil er sich dazu teilweise verpflichtet hatte? Er war ein Idiot!

Es blieb ihm nichts anderes übrig, als ins Hotel zu laufen und dort auf sie zu warten, oder zu hoffen, dass sie bereits da war. Leise durchmaß er die Eingangshalle und lief zu ihrem Zimmer. Die Tür war offen und als er eintrat stand sie am Fenster und rauchte. Sie drehte sich nicht zu ihm um, sondern schien hoch konzentriert die Aussicht zu genießen.
Mit wenigen Schritten ging er auf sie zu und berührte zart ihren Arm. „Grace?“ Der Blick, der ihn traf sprach Bände. Sie war nicht nur verärgert, sie war ganz offensichtlich stock sauer, verletzt, verstört und vor allem wich sie zurück und blähte leicht ihre Nase.
‚Du stinkst nach Hund!’ Gabriel nickte nur beschämt, huschte ins Bad, endledigte sich des Anzugs und zog etwas legeres an. Dann wusch er sich gründlich Hände und Gesicht und putzte tatsächlich seine Zähne. Er wollte sie nicht noch mehr in Rage bringen und sie vor allem nicht auch noch mit diesem Geschmack konfrontieren. Er lehnte sich an den Türrahmen und sah zu ihr herüber. Sie hatte sich wieder abgewandt und rauchte genüsslich weiter.
„Grace ich…..bitte lass es mich dir erklären. Es tut mir leid, dass ich……“ Sie hatte sich zu ihm umgedreht und bei ihrem Anblick versagte ihm die Stimme.
‚Shit!’
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BeitragThema: Re: The Grand Central Hotel   Mo Jul 22, 2013 6:07 am

cf.: Rest der Welt - Schottland - Glasgow - Alea Casino

Er schien amüsiert über ihre Frage und antwortete: „Das ist doch wirklich kein Problem. Überlassen wir diesen Taugenichts doch einfach seinen so eifrigen menschlichen Gesetzeshütern.“ Neugierig beobachtete die Vampirin, wie Gabriel sich zu ihrem letzten Häppchen runterbeugte, um die Waffe auszuheben, die vor wenigen Minuten noch auf ihn gerichtet wurde. Mit einem lauten Knall schoss die Patrone aus dem Lauf und bohrte sich in den Hals der Leiche. Die Wunde platze auf und verwischte ihren Bissabdruck. Als er sich wieder zu ihr umdrehte, lächelte er, aber in seinen Augen sah sie, dass er sich ein wenig schuldig fühlte.
„Ich denke, ich werde jetzt noch nicht jagen Grace – ich ….ich wollte schon dauernd mit dir darüber sprechen…über meine Jagd und wie ich ….vor allem warum ich so jage.“ Er redete schnell und hastig, stammelte vor sich rum. Was war denn jetzt bloß mit ihm los? „Du hast Recht, ich habe Durst und ich muss jagen, aber ich möchte das erst mit dir klären.“ Er räusperte sich und schien dann wieder in Gedanken versunken.
Genervt verschränkte sie ihre Arme vor der Brust, trommelte mit Zeige- und Mittelfinger auf ihren Ellenbogen und sah ihn auffordernd an. Er schien ihre Reaktion bemerkt zu haben und blickte nochmal kurz gen Himmel, bevor er sie ansah und nach ihrer Hand griff. „Es tut mir leid. Ich weiß du denkst, dass ich unfair bin, aber ich verspreche dir, ich werde es dir zeigen und auch erklären. Bitte!“, flüsterte er flehend.
Sie sah ihm mürrisch in die Augen, aber schwieg, machte sich ihre Gedanken. Was konnte schon so schlimm sein, dass er es ihr nicht erzählen wollte? Nach allem, was sie ihm erzählt hatte? Dinge, die sonst nur Haley und Austin von ihr wussten. Sei immer ehrlich zu mir, Grace. Bla Bla. Wenn er sich schon nicht an seine Regeln halten kann, wieso sollte sie es tun? Weil du ihn liebst und nicht verlieren willst, flüsterte eine kleine Stimme in ihr, die sie geflissentlich ignorierte.
Mit nun mehr gedrückter Stimmung gingen sie schnellen Schrittes zurück zum Hotel, auch wenn sie nicht verstand, warum Gabriel sie durch diese abgelegene Gebiert führte. Plötzlich zuckte seine Hand um ihrer und sein ganz Körper versteifte sich. Erschrocken blickte sie ihn an und scannte die Umgebung nach einer Bedrohung, aber sein Fauchen schien keinen Grund zu haben.
Alles ging ganz schnell. Er ließ ihre Hand fallen. Sie hörte ein gedrücktes „Ich bin gleich wieder da!“ und schon rannte er davon. Eilig lief sie hinterher und sah gerade noch, wie ihr Gefährte hinter dem Maschendrahtzaun zwei Hunden das Genick brach und den Ersten begierig biss. Ihre Augen weiteten sich zusehends, verstört blickte sie auf dieses animalische Bild, das sich ihr bot. Grace übermannte das große Bedürfnis sich hier und jetzt zu übergeben.
Stattdessen schlug sie die Hand vor den Mund und rannte fort, ungeachtet dessen, dass sie jemand sehen konnte. Ihre Beine trugen sie ohne ihr Zutun, trugen sie weg von dem Ort, von ihm und ihren Gedanken, dem Geruch des Szenarios, was sich hartnäckig in ihrer Nase hielt. Sie atmete die Luft tief ein, aber es schien nicht zu helfen. Ihr Körper schlängelte sich so schnell es ging durch die Straßen, bis sie beinahe die Außengebiete von Glasgow erreichte. Ihre Gedanken hatten sich beruhigt. Das Laufen hatte sie schon immer besser nachdenken lassen.
In einer dunklen Gasse blieb sie stehen und stützte sich mit dem Arm an die Mauer neben ihr. Sie blickte an sich hinab und stellte zufrieden fest, dass abgesehen von ein paar Dreckflecken ihr Kleid unbeschadet davon gekommen war. Was tat sie hier? Wem machte sie etwas vor? Als ob sie ernsthaft fortlaufen konnte, als ob sie ihn alleine lassen konnte. Sie raufte sich ihre Haare und knurrte verärgert. Sie nahm sich vor zurück zu gehen, sie sollte ihm eine Chance geben alles zu erklären und ohne ihre Sachen und Taschen konnte sie sowieso nicht verschwinden.
Sie lief zurück zum Grand Central Hotel und war mehr als froh, dass Gabriel noch nicht im Zimmer war. Sie blickte sich im Zimmer um und ging ohne es wirklich gewollt zu haben zu ihrer Zigarettenschachtel und steckte sich automatisch eine Marlboro an. Sie hoffte dadurch diesen widerlichen Geruch nach den blutigen Hunden weg zu räuchern. Zusätzlich zog sie die frische Nachtluft ein, welches durch das von ihr geöffnete Fenster ins Zimmer kam.
Sie hörte ihn schon im Treppenhaus, seine Schritte auf dem Flur. Dann öffnete er die Tür, doch sie starrte weiter hinaus, beobachtete Glasgows Lichter. Auch als er neben ihr stand und vorsichtig seine Hand nach ihr ausstreckte. Automatisch wich sie zurück und war froh, dass sie ein Fauchen wieder hinunterschlucken konnte. Sie sah ihn vorwurfsvoll, wütend, verletzt an, wollte ihm somit zeigen, woran er momentan an ihr war und dass er vorsichtig sein sollte, mit dem, was er als nächstes tun wollte.
Im Gegensatz zu seinen Worten ließ sein Geruch sie nicht kalt. Der Duft seiner Beute klebte noch an ihm und ließ die Bilder wieder in ihren Kopf aufflammen, die sich in ihr Gedächtnis gebrannt hatten. Während ihre Nasenflügel sich aufblähten, schien ihr Ausdruck von wütend zu angewidert zu wechseln. Nickend senkte er seinen Blick und verschwand im Bad. Wütend über ihn und sich selbst zerdrückte sie die Zigarette in ihrer Hand, bis nur noch kleine Krümel übrig blieben, die sie durchs Fenster pustete, bevor sie sich den nächsten Glimmstängel ansteckte.
Nach ein paar Minuten stoppte das prasselnde Geräusch der Dusche und die Tür ging auf. „Grace ich…..bitte lass es mich dir erklären. Es tut mir leid, dass ich……“ Ruckartig drehte sie sich auf ihren Hacken um. Sofort verstummte er. „Bitte lass es mich dir erklären“, äffte sie nach und schmiss ihre Zigarette wütend im hohen Bogen aus dem Fenster. „Oh ja, du schuldest mir definitiv eine Erklärung. Zum Beispiel, warum du diese beiden Rottweiler kaltblütig getötet und gebissen hast?“, schimpfte sie, während sie auf ihn zuging. „Und warum du mir nicht gesagt hast, dass du so durstig bist, dass du selbst Tiere überfällst? Oder tust du das öfter? Hunde töten?“
Plötzlich stießen ihre Hände gegen seine Brust, sodass er nach hinten taumelte, weil er keine Zeit gehabt hatte, sich auf ihren Angriff vorzubereiten. „Weißt du, was vielleicht hätte ich ja sogar toleranter gehandelt, wenn du es mir vorher erzählt hättest? Denn wer von uns besteht denn auf Ehrlichkeit zwischen uns und hält sich dann doch nicht dran?“, giftete die Vampirin und wurde immer lauter. Wieder holte sie aus und zielte diesmal auf sein Gesicht, aber diesmal konnte er sich rechtzeitig ducken und huschte durch die Lücke aus dem Bad an ihr vorbei ins Zimmer.
Immer noch wutentbrannt drehte sie sich um und sah wie er versuchte etwas einzuwenden, aber sie ließ das nicht zu und sprang ihn an, sodass er zu Boden ging. „Du schreibst mir vor dir immer die Wahrheit zu sagen und dieses eine Mal bin ich das auch. Auch wenn du noch nicht alles von mir weißt, dass was ich dir von mir erzählt habe ist wahr. Ich vertraue dir. Aber du hältst es nicht mal für nötig mir zu sagen, dass du Tiere anfällst?“
Grace war einem Zusammenbruch nahe, zitterte und blickte hinab auf Gabriel, den sie mit ihrem Körper fixierte und der sie beschämt anguckte und ihre Tirade schweigend über sich ergehen ließ. „Ich habe dir vertraut“, hauchte sie mit brüchiger Stimme. „Es war doof von mir es auch nur zu versuchen, mich jemandem zu öffnen.“ Sie zog sich zurück hinter ihren Schutzwall, schottete alles ab. Gefühlslos blickte sie auf ihn nieder, in seine Augen. Ließ keine Emotionen zu, die sie sonst verspürte, wenn sie ihn ansah.
Geschmeidig stand sie auf und ging zu ihrer Tasche, wo sie langsam anfing ihre Sachen zusammenzusuchen. Wie dämlich sie sein konnte? Sie mit ihrer Menschenkenntnis hätte es doch besser wissen müssen. Aber nein sie hatte nicht auf die Stimme ihres Unterbewusstseins gehört, die ihr schon einige Tage vor Fort William geraten hatte, umzudrehen. Seufzend hielt sie inne. Sie sah auf Gabriels Tasche und stützte ihre Hände rechts und links von ihr aufs Bett. Dann fegte sie die Tasche ruckartig mit einer Hand von der Bettdecke. Mit einem dumpfen Laut prallte sie gegen die Wand. Erschöpft schlug sie ihre Hände vor ihr Gesicht. Was war bloß mit ihr los? Du bist verletzt worden, Grace.

(((Frag mich nicht, was mich da geritten hat, aber die Grace in mir wollte es so und nicht anders)))
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BeitragThema: Re: The Grand Central Hotel   Mo Jul 22, 2013 11:03 pm

„Bitte lass es mich dir erklären“ Die Häme in ihrer Stimme, gepaart mit diesem bitteren Unterton der Enttäuschung trafen ihn hart. Er hatte das nicht gewollt, wirklich nicht, doch als ihn nach ihrer Mahlzeit der Duft von Blut in jedem Haus in jedem Wagen immer wieder getroffen hatte, musste er trinken, er konnte nicht mehr warten. Warum hatte er nicht mit ihr gesprochen – früher?

„Oh ja, du schuldest mir definitiv eine Erklärung. Zum Beispiel, warum du diese beiden Rottweiler kaltblütig getötet und gebissen hast? Und warum du mir nicht gesagt hast, dass du so durstig bist, dass du selbst Tiere überfällst? Oder tust du das öfter? Hunde töten?“ De Vere sank in sich zusammen. ‚Da haben wir’s – sie ist eine Hundenärrin, eine Tierfreundin. Na das kann ja heiter werden.’ Zerknirscht suchte er nach Worten, nach Gesten und einer Möglichkeit zu ihr durchzudringen. Doch dann stieß sie kraftvoll ihre Hände gegen ihn und er taumelte krachend gegen die Duschabtrennung im Bad, die bedrohlich schäpperte. Er fing sich in letzter Sekunde ab und kam wieder auf sie zu, doch sie baute sich erneut vor ihm auf.
Ihr Gesicht war gezeichnet von Wut und Angriffslust.
„Weißt du, was vielleicht hätte ich ja sogar toleranter gehandelt, wenn du es mir vorher erzählt hättest? Denn wer von uns besteht denn auf Ehrlichkeit zwischen uns und hält sich dann doch nicht dran?“ Sie wurde mies und ungerecht, denn das stimmte so nicht! Gabriel verengte seine Augen und als er sah, dass sie zum Schlag ausholte duckte er sich schnell unter ihrem Arm hindurch und ging ins Zimmer. Der drehte sich zu ihr und hub an ihr die Dinge zu erklären, doch sie hatte nicht die Absicht ihn zu Wort kommen zu lassen, sondern sprang ihn außer sich vor Wut an und riss ihn zu Boden. Es krachte und irgendwas drückte sich brachial in seinen Rücken der eine regelrechte Delle bekam. ‚Autsch’

„Du schreibst mir vor dir immer die Wahrheit zu sagen und dieses eine Mal bin ich das auch. Auch wenn du noch nicht alles von mir weißt, dass was ich dir von mir erzählt habe ist wahr. Ich vertraue dir. Aber du hältst es nicht mal für nötig mir zu sagen, dass du Tiere anfällst?“
Ihre Stimme nach hysterische Höhen und vor allem Lautstärken an. Sie war außer sich. Irrational und vor allem tief gekränkt – und das alles war seine Schuld. Sie schien in sich zusammen zu fallen, zu schrumpfen und ihre Stimmung kippte bedrohlich. „Ich habe dir vertraut. Es war doof von mir es auch nur zu versuchen, mich jemandem zu öffnen.“
Ihre Augen wurden teilnahmslos, kalt und abwesend, als hätte die Frau, die ihm alles zu bedeuten begonnen hatte den Raum verlassen und nur diese überirdische kalte Schönheit hier gelassen.
Alles in ihm schrie auf, wollte sie festhalten, wollte sie zwingen ihn anzusehen und ihm sich zuzuwenden, aber er war wie gelähmt, versuchte zu realisieren was hier gerade geschah. Angst kroch in ihm hoch – Angst alles falsch gemacht zu haben – Angst mit seinem nächsten Fehler sie völlig zu verlieren.

Er beobachtete sie, wie sie aufstand und begann ihre Sachen in irgendeine Tasche zu knüllen. ‚NICHT! BITTE!’
Seine Tasche flog in hohem Bogen über ihm hinweg und knallte gegen die Wand. Es schepperte laut. Enttäuscht sank sie auf dem Bett zusammen und schlug ihre Hände vors Gesicht.

Vorsichtig stand er auf und setzte sich neben sie, hob seine Hand um ihr tröstend über ihren Rücken zu fahren, aber er wagte es nicht und lies sie ergebnislos neben ihren Oberschenkel fallen.

„Nachdem ich verwandelt wurde brauchte ich sehr lange, bis ich aufhörte alles und jeden zu schlachten, der sich mir darbot. Ich habe bereits damals ausschließlich nur weibliches Blut getrunken und ich zerstörte Familien, weil ich ihnen die Mutter nahm, zerstörte zusätzliches Leben, weil die Frauen schwanger waren, zerstörte Hoffnungen weil ich die Braut eines Mannes nahm. Ich kann nicht sagen, dass ich Menschen als sehr wichtig ansehe, aber ich wollte nicht die Ursache für so viel Elend sein. Ich begann meinen Durst mehr zu kontrollieren und begann damit herauszufinden, wer sie waren. Ich nahm mir junge Mädchen, aus kinderreichen Familien, die ohnehin von ihren Vätern in die Ehe verkauft oder vermittelt worden wären, ungeliebt ein Leben lang. Ich nahm mir die Unfruchtbaren, die Depressiven, die Verzweifelten, die Totkranken. Dann später begann ich auf diesem Weg herauszufinden, wer sie waren. Versuchte ihnen in ihren letzten Tagen Hoffnung und das Gefühl begehrt zu werden zu geben. Ich fand, wenn ich sie schon töten würde, dann sollten sie doch zumindest noch einmal glücklich sein, den Rausch geliebt zu werden erleben – auch wenn ich sie nicht liebte. Damals fand ich heraus wie unsäglich gut sie schmeckten, wenn ich sie im Strudel ihrer Wollust biss, wenn ich selbst ….wenn ich dabei mit ihnen schlief.“ Er schluckte umständlich und fragte sich ob er das richtige tat, doch jetzt hatte er angefangen und würde es auch zu Ende führen.
„Ich hatte damals nur spärlichen Kontakt zu meiner Familie – zu meiner magischen Schwester Familie. Sie sahen in mir zwar einen Verwandten aber einen mörderischen Verwandten. Ich besuchte sie nur ab und an, vorwiegend um mir mein Elexier abzuholen.
Dann traf ich einen jungen Vampir, der bei den Volturi lebte. Er war so anders – so rational und interessant, dass ich seine Freundschaft suchte. Er hatte noch nie Menschenblut getrunken, trank nur von Tieren, weil er dies als seine Verpflichtung ansah, weil er nicht wie er sagte monströs sein wollte, kein Mörder sein wollte. Wir stritten oft über dieses Thema und er hat mich nie gänzlich überzeugen können, denn ich sehe Tiere als die reineren Geschöpfe an. Ich trinke, wenn ich Tierblut nehme nur von gezüchteten Tieren oder von solchen, die es noch im Überfluss gibt, wobei dieser Umstand wirklich immer schwieriger wird.“ De Vere machte eine kleine Pause um sich zu sammeln, suchte Grace linke Hand und nahm sie in seine Rechte.

„Fast zeitgleich begann Caroline, eine …Nichte….die mir meinen Trank in dieser Zeit braute mich mehr kennenlernen zu wollen. Sie besuchte mich, verbrachte Zeit mit mir und ich erklärte ihr meine Lebensweise. Ich habe sie mehr als erschreckt damit und sie stellte mich vor ein Ultimatum. Sie sagte, sollte ich weiterhin meine hübschen Augen für diese Zwecke in dieser Art benutzen, würde sie mir nie wieder dieses Elexier brauen. Ich hatte mich daran gewöhnt, keine Vampiraugen zu haben, ich wollte es nicht anders. Nicht nur weil natürlich die Frauen mir schneller vertrauten, auch weil ich nicht in andere Augen sehen wollte, wenn ich in den Spiegel schaute. Ich debattierte, stritt mit ihr und schlug ihr dann vor, dass ich nicht mehr als einmal monatlich eine Frau trinken würde und erzählte ihr von der Möglichkeit mit Tierblut. Sie rang mir einen Schwur ab, dass ich es versuchen würde und sechs Monate später besuchte sie mich mit zwei der Familienoberhäupter, unter anderem ihrem Vater, einem Urahnen von Angus.
Ich hatte mich in der ganzen Zeit an unsere Vereinbarung gehalten und so ließen sie mich schwören – einen magischen Schwur – den ich nicht brechen kann. Sollte ich ihn brechen, werden sie es sofort erfahren, ich weis nicht wie, aber sie wissen, wenn ich über die Strenge schlage. Seither halte ich mich daran – maximal 12 Frauen im Jahr und kein weiteres Menschenblut. Niemals darf ich Zaubererblut trinken, nur Muggel.“

Er strich sanft über Grace Handrücken.

„Grace ich habe dich nicht belogen. Ich habe dir die Wahrheit gesagt – IMMER, seit wir uns begegnet sind. Ich wollte es dir schon sehr viel früher erzählen, aber du hast so verschreckt auf meine ‚Verwandtschaft’ reagiert, da befürchtete ich …...“ Er seufzte leise. „…nun das ist ja auch eingetroffen, nicht wahr! Grace, du ….du weist, oder ich hoffe du weist, wie wichtig du mir bist. Ich habe darüber nachgedacht, wie ich in Zukunft jagen werde. Ich denke nicht, dass ich jemals wieder so trinken werde, aber ich werde sicherlich weiterhin nur weibliches Blut nehmen. Lediglich die….anregendere Art, werde und will ich nicht weiter suchen. Diese Frauen waren mir nicht wichtig – sie dienten nur meiner alleinigen Befriedigung und jetzt ….ich würde mir wie ein Lügner, ein Betrüger vorkommen, wenn ich weiterhin….ich möchte es nicht. Aber trotzdem möchte ich wissen, wen ich aussauge, ich möchte nach wie vor so wenig Schaden als möglich anrichten. Ich werde einen Weg finden und bis dahin und auch weiterhin werde ich Tierblut trinken. Ich brauche maximal einmal pro Woche eine Mahlzeit, selbst wenn ich viel laufe, viel Energie verbrauche ist es nicht öfter nötig.“ Er wünschte sich, dass sie ihn ansehen würde, dass er in ihren Augen lesen könnte, aber sie saß nur still und vor sich hinstarrend neben ihm.

„Ich verspreche dir, ich werde diese Mahlzeiten alleine einnehmen und mich anschließend gründlich säubern, damit du so wenig als möglich davon behelligt wirst. Ich habe gesehen, dass es dich anekelt, dass der Geruch dich abstößt. Ich werde dir das nicht noch einmal zumuten. Aber….wen du es nicht erträgst, dann werde ich auf den Kontakt zu meiner Familie verzichten ….und den Schwur brechen. Nichts ist mir so wichtig, wie mit dir zusammen zu sein. Ich will dich nicht verlieren Grace, nicht für die Farbe meiner Augen und auch nicht für die wenigen Möglichkeiten mich ein kleines Stück weit wie ein normales Mitglied einer Familie zu fühlen. Du bist mir wichtiger – sehr viel wichtiger - bitte glaub mir das. Ich liebe dich Grace - Bitte verzeih mir!“
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