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 Des Teufels letztes Haar

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Bellatrix Black the first
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BeitragThema: Des Teufels letztes Haar   Sa Aug 20, 2011 10:33 am

Cf.: Winkelgasse

Einen Moment später erblickte Bellatrix die hässlichen Visagen zweier weiterer Gryffindors. James Potter und ihr verhasster Cousin Sirius. Sirius war der genaue Gegensatz zu Regulus, kein Interesse an den dunklen Künsten und nur Mist im Kopf.
Sie blendete die höhnischen Bemerkungen der anderen Slytherins aus, sie war nicht in der Stimmung mit zu machen, was sie sehr wunderte, doch Bellatrix wurde hibbelig, den sie wollte endlich von diesem Sauhaufen weg, in den sich ihre hübsche kleine Runde Slytherins verwandelt hatte, seit diese bescheuerten Gryffindors aufgetaucht waren.
Äußerlich war ihr nichts anzumerken, es sei denn man achtete genau darauf und sie wollte gerade Severus am Umhang wegziehen, als sie bemerkte, dass er mit Sam tuschelte. Sie hörte genauer hin, er fragte sie, ob sie nicht mit in die Nokturngasse kommen wolle. Doch Sam verneinte und sie verabredeten, dass sie sich bei Flourish&Blotts wieder treffen würden.
Severus drehte sich noch einmal zu Lily um: „Wir sehen uns nachher bei Flourish&Blotts wieder, Bella, Reg und ich müssen noch schnell was abholen gehen.“
Gott, sie verstand immer noch nicht wirklich wie er sich mit diesem „Mädchen“ abgeben konnte, doch sie vermochte es inzwischen gut dies zu verstecken.
Stumm kämpften sich die drei durch die Menschenmassen, hielten hin und wieder an, taten so als würden sie die Auslagen betrachten um keine Aufmerksamkeit zu erregen, bis sie endlich das Schild mit der Aufschrift ‚Knockturn Alley’ erreichten.
Die drei zogen sich die Kapuzen über und huschten dann geduckt weiter, es war nicht gut als junger Zauberer in dieser finsteren Gasse gesehen zu werden, selbst wenn man Slytherin war.
Nach einer, wie es der Black vorkam, Ewigkeit, die sie an düsteren Läden vorbeigeschlichen waren, hielt Sev vor einem Laden an und ein kurzer Blick ins Schaufenster verriet der jungen Black, dass es sich um den dunklen Gegensatz von Flourish&Blotts handelte.
Als die Drei eintraten quietschte die Tür und ein leises Glöckchen klingelte, doch kein Zauberer, keine Hexe tauchte auf.
„Kommt mit“, hörte sie Sev’s Stimme neben sich wispern und sie verstand vollkommen, weshalb er sich so verhielt. Man konnte nie wissen, ob nicht jemand lauschte.
Dann folgte Bellatrix dem jungen Snape der sich so gewandt und zielstrebig durch den Laden bewegte, als sei er schon des Öfteren hier gewesen.
„Es sieht recht brauchbar aus. Abgesehen davon, dass dort steht, wie man Legilimentik erlernen kann, sind dort auch etliche Zauberformeln und Rezepte für Tränke abgezeichnet.“, erklärte Severus leise und ein freudiges Glitzern erhellte kurz Bellatrix dunkle Augen.
Schnell blätterte der Snape durch das Buch um ihnen zu zeigen was es enthielt.
Ein diabolischen Grinsen zeigte sich im Gesicht der Black, diese Zauber gefielen ihr, so etwas würde in der Schule nie erwähnt werden, geschweige denn, dass sie es lernen würden.
Während Severus schon zum Tresen ging, sah sich Bellatrix das nächste Buch an: „Schwarzmagischste Flüche für schwarze Magier“
Okay, der Titel klag etwas eigenartig, doch sie wurde neugierig und eine Seite auf. Es war kein Bild zu sehen, nur kleine, gedrängte schwarze Schrift, die einen Fluch beschrieb, bei dem man anscheinend das Gefühl hatte, Messer würden einen von innen heraus aufschneiden. Ihre Augen funkelten und sie blätterte weiter und weiter. Immer grausamere Flüche erschienen und ihr Gesicht leuchtete fast. Dieses Buch würde sie kaufen.
Sie nahm es und ging ebenfalls vor zum Tresen, wo Sev mit einem weiß eingebundenen Buch stand. ‚Natürlich, Tarnung!’, dachte sie sich.
Sie legte ein paar Galeonen auf den Tisch und sagte: „Wie bei ihm.“ Der Zauberer schwang seinen Zauberstab und ihr Buch erstrahlte in einem freundlichen hellgrün und mit der Aufschrift: Gefahren von magischen Pflanzen. Kräuterkunde, hatte der Mann keine besseren Einfälle? Naja, es würde schon gehen. Und sie schob das Buch unter ihen Umhang.
Als sie wieder draußen auf der Gasse waren beugte sie sich zu den Jungs hinüber: „Ich will noch zu Borgin&Burkes, da hab ich das letzte Mal etwas interessantes gesehen.“
Mit Regulus und Severus im Schlepptau betrat sie das kleine düstere Geschäft.
Sie wusste genau, was sie suchte. Es war ein kleines Männchen aus Elderholz, welches nur auf seinen Besitzer hörte und dazu geschaffen war, zu foltern.
Sie könnte damit gut irgendwelche Schlammblüter foltern.
Sie musste ihm einfach nur die Anweisungen ‚wen’ und ‚was’ geben und schon stiefelte es los.
Sie nahm es am Sockel, damit ihren Fingern nichts passierte, denn das letzte Mal hätte ihr das kleine Ding fast einen Finger abgehackt.
Als sie an den Tresen ging und dort niemand war, drückte sie einmal kurz und bestimmt auf die kleine Glocke und sofort stand Borgin mit blasierter Miene vor ihr. Doch sobald sie ihre Kapuze abstreifte fiel diese Fassade in sich zusammen.
„M-m-miss Bellatrix“, stammelte er verängstigt und gleichzeitig entsetzt, als er sah, was sie in ihrer Hand hielt.
„W-wollen sie das wirklich kaufen? I-ist das nicht ein bisschen zu heftig für so eine junge Hexe?“
Bellatrix blickte ihn vernichtend an und sagte eiskalt: „Ich will *ihn* und nichts anderes und wenn sie ihn mir nicht auf der Stelle verkaufen, wird ihnen das noch leid tun.“
Borgin verbeugte sich zitternd und begann das Männchen zu verpacken.
„K-kann ich sonst noch etwas für sie tun?“, fragte er unterwürfig, doch die junge Black wusste, das Einzige was dieser Mann jetzt wollte, war dass sie den Laden verließ.
„Nein danke.“ Dann warf sie ihm das Geld auf den Tisch und drehte sich um, doch kurz nachdem, drehte sie sich gleich wieder zu den beiden anderen zurück.
„Jungs, da draußen stehen Potter und mein bescheuerter Cousin, sie beobachten uns, lasst uns verschwinden!“
Sie zog ihre Kapuze wieder über den Kopf und die drei schlüpften blitzartig aus dem Laden und eilten wieder in Richtung Winkelgasse.
Am Ausgang der dunklen Gasse streifte sich ihre Kapuze wieder ab und blinzelte ins Sonnenlicht, die zwei Gassen waren wirklich wie Tag und Nacht.
Dann schritten sie wieder in die Menschenmassen und Potter und Black würden sie nicht mehr sehen können.

Tbc.: Winkelgasse

((( Alter ist der lang Oo und wahrscheinlich grottenschlecht, tut mir leid ._. )))
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BeitragThema: Re: Des Teufels letztes Haar   Mo Aug 22, 2011 6:11 am

Cf: London – Winkelgasse – Winkelgasse

Die drei Slytherin's drängten sich nun durch die ganzen Menschenmassen. Regulus wunderte es kein bisschen , das so viel Betrieb in der Winkelgasse herrschte , schließlich war der Beginn des neuen Schuljahres in Hogwarts schon greifbar und alle machten hastig die letzten Einkäufe. Ab und An blieb die Gruppe stehen und begutachtete einige Stände , nur um nicht die Aufmerksamkeit der anderen Leute zu erregen. Keines Falls sollte irgendjemand die drei Zauberer bemerken , wie sie in die Nokturngasse gingen. Nun gut. Es war unter den Schülern weit verbreitet das sich Severus , Bellatrix und Regulus mit Vorliebe mit den dunklen Künsten beschäftigten. Noch mehr , als es andere Slytherin taten. Das es die Schüler wussten war die eine Sache. Doch in der Nokturngasse gesehen zu werden , als noch junger Zauberer war die andere Sache. Die drei konnten es nicht riskieren. Als endlich das Schild 'Knockturn Alley' in Sichtweite kam , streiften die drei Freunde wie auf Kommando ihre Kapuzen über und so waren sie alle nicht mehr zu erkennen. Für niemanden.
Regulus sah sich gerade noch einmal um – aus reiner Vorsicht – und da sah er gerade eine Silhouette , die ganz plötzlich hinter einem Karren huschte. Der Slytherin legte die Stirn in Falten und kneifte die dunklen Augen Augen zusammen. „ Es riecht gerade zu nach Gryffindors , diese Pfeifen. Wenn ich sie einmal in die Hände kriege , ich schwöre , sie sehen Sterne. Sollen sie sich um ihre Angelegenheit kümmern und nicht die Nase in unsere stecken! Dieser Abschaum , sollen sie alle mal in Ruhe eine Runde Quidditch spielen.“ , dachte der Zauberer und er merkte wie sich seine Gesichtszüge verhärteten. Das Haus Gryffindor war bekannt für den Mut seiner Zöglinge. Doch allmählich übertrieben sie es , vor allem Potter , dieser Waschlappen , und seine 'Freunde'. Diese drei hatten offensichtlich eine Vorliebe den drei Slytherins ständig und immer in die Quere zu kommen und ihnen hinterzuspionieren. Doch das was er gerade gesehen hatte , teilte der Black weder seinem besten Freund noch seiner Cousine mit, wusste er doch gar nicht , ob er nur Einbildung war. Sollten – im Falle des Falles – diese Schnüffler doch mitbekommen , was die drei hier trieben , was brachte ihnen das Schlussendlich? Nichts. Also kümmerte dich Regulus nicht weiter darum , sondern folgte schnellen Schrittes seines zwei Gefährten , die ihm schon einige Schritte voraus waren.

Kaum hatte Regulus die berüchtigte Gasse betreten , keimten in ihm völlig veränderte Gefühle. Faszination , Ehrfurcht und Neugierde. Sein Blick streifte beim Gehen über alle Geschäftige , alle Menschen und alles was ihnen hier sonst noch begegnete. Es war etwas völlig anderes als in der Winkelgasse. Hier fühlte sich der Black zu Hause , als wäre hier seine wahre Bestimmung. Er wusste , hier gehörte er hin , zur Schwarzen Magie. Unter allen anderen war die Nokturngasse verhasst , sie war nieder , sagten sie , denn jeder anständige Zauberer würde sie nicht bertreten. Regulus schnaupte verächtlich. 'Anständiger Zauberer' war etwas was man definieren konnte , wie man wollte. Er war jeden Fall froh , das die Leute die hier waren , an diese Magie glaubten , sich ihr verschrieben hatten. Hier waren die drei unter Gleichgesinnten. Als der Slytherin , der kurz in Gedanken war , seinen Blick wieder nach oben richtete , wusste er , welches Geschäft Severus ansteuerte. Ein verräterisches Grinsen huschte über sein Gesicht. 'Das letzte Haar des Teufels' stand in kleinen Buchstaben , die fast nicht mehr lesbar waren , über dem Geschäft. Mit einem guten Gefühl betrat der Black nach den anderen beiden das Geschäft und sofort wurden sie von der dunklen Atmosphäre , die das Geschäft umgab , eingehüllt. Bellatrix und Regulus folgten Severus leisen Schritten , denn er wusste offensichtlich genau was er hier suchte. Er selbst war bisher nur einmal hier gewesen und das mit seinem Vater. Hier standen Bücher die Dinge beinhalteten , die in Hogwarts nie und nimmer und mit keinem Wort erwähnt werden würden. Und naja , die Lehrer ermutigten doch ihre Schüler immer sich auch außerhalb der Schule weiterzubilden. Das taten die drei Slytherin hier doch im Grunde genommen. Während Severus und Bellatrix schon ein Buch in der Hand hatten , streifte Regulus noch durch die Regale.
„ Welch Wissen sich hier befindet. Unglaublich!“ , dachte er ehrfürchtig. Als er sich wieder zu Severus und Bellatrix umschaute , sah er , wie sie gerade an die Kasse gingen. Der Black suchte sich zwei Bücher , die in interessierten. Schon jetzt brannte er darauf , sich das Wissen , was sich in ihnen befand , anzueignen. Zum einen fiel im 'Das Ultimative Buch für Legilimentik' in die Hände und zum anderen griff er nach dem Buch , was sich auch seine Cousine gekauft hatte 'Schwarzmagische Flüche für Schwarze Magier'. Er strich über die Bücher voller Ehrfurcht. Severus und Bellatrix waren schon fertig mit ihrem Einkauf , und in den Augen der beiden sah er etwas , was auch gewiss , in den seinen zu finden war. Alle drei waren ganz versessen darauf , immer mehr über die Schwarze Magie zu erfahren , sie immer besser zu beherrschen. In ihren Augen blitzte der Wissensdurst. Auch Regulus ging zur Kasse , ließ sein Buch ebenfalls tarnen – mit diesem Buch in Hogwarts gesehen zu werden , würde kaum sehr vorteilhaft sein – und Sekunden später verließen die drei das Geschäft , nicht ohne ihre Kapuzen wieder überzustreifen. Es fielen während ihres Weges kaum Worte , das war auch nicht nötig , die drei verstanden sich ohne. Später , wenn sie in Hogwarts waren , konnten sie sich eines Abends mal zusammensetzen , und ein wenig 'Spaß' auf ihre Weise haben.

Als Bellatrix stehen blieb , wusste ihr Cousin schon was los war , ehe sie etwas gesagt hatte. Er wusste das sie heute unbedingt noch zu Borgin&Borks wollte , die ganzen Sommerferien schon wollte sie in diesen Laden , die ganze Zeit über hatte Regulus ihr gesagt , es wäre viel besser , erst hier her zu gehen , wenn sie auch ihre regulären Einkäufe für Hogwarts tätigten , denn seine Cousine wollte schon vor einigen Wochen hierher. Insgeheim wollte der Black aber auch selbst in das Antiquitäten Geschäft. Das das Geschäft befand sich nicht rein zufällig in der berüchtigen Nokturngasse. Hier wurden alle möglichen Objekte angeboten, die Schwarze Magier von Gebrauch waren. Borgin&Borks sah , wenn man ehrlich war , schon sehr zwielichtig aus. Die Schaufenster waren staubig und Regulus fragte , ob hier überhaupt jemals jemand einen Wischlappen in die Hand nahm , oder ähnliches. Doch dann kam im der Gedanke , warum , der Inhalt des Geschäftes zählte immer noch am meisten. Sie traten ohne Umschweife in den spärlich beleuchteten Raum , und Regulus hatte nebenbei immer noch das Gefühl verfolgt zu werden. Jedoch konzentrierte sich der Slytherin soforrt wieder auf das Geschäft und sein Blick viel auf die Vitrinen , in den sich zahlreiche gefährliche Raritäten befanden. Am Ende des Raumes stand der große Ladentisch und hinter der Theke stand Mr. Borgin , vollkommen ruhig und gelassen. Würde Bellatrix erst einmal ihr Gesicht enthüllen , würde diese Fassade binnen weniger Augenblicke zusammen fallen. Severus und Er fanden es schon immer leicht belustigend , wie die Leute reagierten , wenn sie seine Cousine sahen , und es gab immer wieder etwas zum Lachen , wenn man mit ihr Unterwegs war. Regulus wusste ganz genau , das Bellatrix dies gefiel. Sie liebte es , wenn die Leute Furcht , Angst und Respekt vor ihr hatten. Und die Leute – das wusste der Black mit Sicherheit – mieden so gut es ginge , den Konflikt mit der Black. Sie wussten , reizten sie sie einmal , war kein Entkommen mehr. Entweder machte sie den Leuten NOCH mehr Angst , oder sie folterte sie. Und das tat sie mit Vergnügen. Und genau aus diesem Grund war sie hier. Sie suchte etwas zur Folter. Und während sich Bellatrix umsah , tauschte Regulus mit Severus einen vielsagenden Blick , und mit den Lippen formte er das Wort 'Potter' und schwenkte mit seinem Kopf leicht nach draußen. Mit einem Mal verdunkelte sich Snape's Miene und Regulus wusste , seinen Freund regte es genauso auf wie ihn selbst , das Potter und seine seine anderen Schnüffler , Remus und Sirius , sich überall mit hineinhängten.

Da entdecke der Zauberer etwas , was ihn interessierte , und während er langsam an Severus vorbei ging , flüsterte dieser : „ Sie machen sich lächerlich Severus. Und sie werden es dieses Schuljahr mit Sicherheit bereuen , uns schon vor Beginn der Schulzeit hinterzuschnüffeln. Wir werden unseren Spaß mit ihnen haben.“ Ohne auf eine Antwort von Snape's Seite zu warten , ging Regulus zu einem Regal. Ihm war bewusste , das Severus Potter nicht nur aus den Gründen hasste , das er ein Gryffindor war , seine Nase in Sachen steckte die ihn nichts angingen und stetig das Moralapostel spielte. Nein , er hasste Potter noch aus einem ganz anderen Grund : Lilly. Er war sich sicher , das Severus eine Menge für diese Kleine übrig hatte. Verstehen mochte es Regulus nie , jedoch , wenn Severus sie mochte , musste sie nicht ganz so schlimm sein. Irgendetwas musste sie an sich haben.
Aber darüber war auch noch später genug Zeit zu grübeln , jetzt widmete sich Regulus erst einmal dem Regal vor ihm. Eine gruselig aussehende abgehackte halb verweste Zauberhand stand dort vor dem Slytherin. Er laß das Kärt'chen : Die ist die 'Hand des Ruhmes' , sie kann eine Kerze tragen die nur für DICH leuchtet , und von niemand anderem gesehen wird'.
Perfekt. Für die nächtlichen Unternehmen in die Bibliothek – natürlich in den Verbotenen Teil – war diese Hand perfekt. Regulus griff sie sich und ging zur Theke. Dort sah er wie seine allerliebste Cousine gerade Mr.Borgin's Fassade der Ruhe zum Fallen gebracht hatte. Er brachte kaum ein Wort raus und es war sichtlich sichtbar , das er aufatmete , als Bellatrix sich von ihm Abwand. Doch langsam wurde es an der Zeit zu gehen. Regulus zeigte den Gegenstand hoch , Mr.Borgin nickte – noch vollkommen in Trance – und der Black legte das Geld auf den Tisch. Ohne einen Gruß verließen die drei den Laden. Draußen angekommen hatte nun auch endlich Bellatrix bemerkt , das die drei beobachtet wurden. In ihren Augen und in ihrer Stimme konnte man merken , sie würde am liebsten hingehen und sich diese drei Volltrottel vorknöpfen. Und das würde kaum gut ausgehen. Doch auch sie wusste , das die Gruppe hier verschwinden musste , und kaum Sekunden später , verschwanden die drei wieder in der Menschenmenge. Schnur Stracks in Richtung Winkelgasse laufend.
Dort würden sie sich früher oder später alle wieder treffen und dann ging es zum Tropfenden Kessel , der ein heimlicher Übergang zwischen der Welt der Muggel und der Welt der Hexen & Zauberer war. Und dann ging es zum Bahnhof King's Cross , auf den Gleich 9 ¾ und von dort direkt nach Hogwarts.

„ Komisch...“ , dachte sich Regulus , „wie das Schicksal doch spielt. Mein eigener Bruder verfolgt mich , weil er unser dunkles Geheimnis lüften will , weil er mehr über unser Treiben und über unsere Verbindung zur Schwarzen Magie herausfinden will. Derweil hätte er mit uns hier sein müssen! Er ist ein Black , er hätte ein stolzer Slytherin werden müssen , und kein Gryffindor! Wie das Leben doch spielt , ich kann es immer noch nicht fassen. Ich muss wissen , warum er diesen Weg eingeschlagen hat. Ich MUSS es wissen!“
Somit hatte Regulus sich neben mehr über die Schwarze Magie herausfinden noch ein weiteres Ziel gesetzt , für dieses Schuljahr. Er musste wissen , warum Sirius diesen Weg gegangen ist. Und er würde alles daran setzen. Alles.

cf.: London – Winkelgasse – Flourish & Blotts
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Sirius Black
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BeitragThema: Re: Des Teufels letztes Haar   Di Aug 23, 2011 8:36 am

Cf: England - London - Winkelgasse


Sirius merkte deutlich wie sein Adrenalinspiegel in die Höhe sprang. Genau das war es, dass er so liebte. Den Rausch der Gefahr… jeden Moment aufgeschmissen zu werden. Fast wünschte er sich erwischt zu werden, ein Duell auf offener Straße, inmitten dieser Massen von nebeligen Gestalten die offensichtlich andere Ansichten hatten als diese Schüler die sogar nicht hier her passten.
In Sirius‘ Kopf nahm diese verlockende Idee Gestalt an… kurz öffnete er den Mund um schon die Menschen auf sich aufmerksam zu machen. Doch im letzten Moment schloss er ihn wieder. Er wusste mit einem Duell während den Ferien hing er offensichtlich seinem Hang zur Dramatik nach. In manchen Momenten schien sein Selbsterhaltungsinstinkt sich einfach auszuschalten. Aber nichts wollte er weniger als von der Schule zu fliegen…

Er sah, wie die drei Slytherin‘s sich noch einmal umdrehten um ihre Umgebung zu beobachten. Sirius jedoch machte sich keine Gedanken darum, dass die Drei ihn und seine Freunde vielleicht entdeckt haben könnten. Einfach aus dem Grund, weil er sie zu dumm dafür hielt. Alleine wie sie sich aufführten. Liefen sie so vermummt, mit ihren dunklen Kapuzen durch die Gegend – Die sollten sich mal ansehen. Lächerlich.
Führten sich auf – als hätten sie auch nur das geringste zu melden. Sirius wusste dass sich eine neue „Macht“ bildete. Dieser Lord Voldemort – oder wie er hieß. Ein lächerlicher Name...
Aber selbst Sirius glaubte nicht dass ein Zauberer, der anscheinend die Macht hatte Massen zu bewegen, auch nur das geringste Interesse an minderjährigen Zauberern hatte, die noch nicht mal die Schulbank fertig gedrückt hatten. Und jetzt führten sich die Slytherin‘s schon so auf, als würden sie nur darauf warten entdeckt zu werden. Das sie doch ach so tolle Reinblüter waren.

Entsetzt bemerkte Sirius, was für eine Art Laden die Schlangen ansteuerten. Ein Bücherladen, dafür machte er sich die Mühe sie zu verfolgen?
Im Stillen bemitleidete er diese armen Seelen, die nichts Besseres zu tun hatten als sich in ihrer Freizeit Bücher zu kaufen…

In Remus‘ Gesicht jedoch sah er Abneigung und Ekel. Okay… normalerweise lag auf Remus‘ Gesicht, wenn er Bücher sah, diese stille Faszination die Sirius nie so ganz verstehen konnte. Und trotzdem konnte er nie seinen Blick nicht abwenden, wenn er Remus‘ Gesicht so leuchten sah.
Das hieß also, dass es bei diesen Büchern nicht so ganz Remus‘ Geschmack traf. Klar, was sollten die Drei sonst auch lesen. Erstaunlich, dass sie überhaupt lesen konnten…

Wahrscheinlich wollten sie ihren Vorrat an schwarzmagischen Flüchen auffüllen… Hatte seine liebe Cousine bestimmt mal wieder geplant arme Erstklässer zu foltern… Schade, dass sie sich nicht traute sich mit Gleichstarke anzulegen… Sirius musste ihr unbedingt mal eine kleine Lektion bereiten… Dann würde ihre schöne Zahnbürste am nächsten Tag schön ins Leere greifen.

Kurz darauf huschten die Drei wieder aus dem Laden. Nun mit schweren Taschen beladen. Sie waren also fündig geworden…
Sirius wünschte sich nur, dass sie die Kontrollen in Hogwarts verstärkt hatten, dann würden seine drei Lieblinge schön aufgeschmissen sein, wenn einem der Lehrer oder Filch ihre neuen Errungenschaften in die Hände fallen würden.

Sirius, James und Remus folgten den drei in einigem Abstand weiter. Besorgt schaute Sirius auf Remus, er sah aus als würde er jedem Moment auf die Nase fliegen, so oft wie er stolperte. Remus mochte solch dunkle Orte nicht, das wusste Sirius.
Auf einmal wurde Sirius klar, welches Geschäft die Drei vermutlich als nächstes ansteuerten. Natürlich, er hätte auch vorher drauf kommen können. Er wollte James und Remus seinen Verdacht schon gestehen. Kurz vorher überlegte er sich es jedoch anders. Wie sollte er den beiden erklären, dass er den Laden kannte? Er erzählte so gut wie nie von seinem „Zuhause“ und wenn verschwieg er die Hälfte oder log einfach ohne mit der Wimper zu zucken. Er wollte, dass sie nur so wenig wussten wie notwendig…
Borgin & Burke’s – schon früher war er einmal da gewesen. Kein Laden in den man ging um mal kurz zu stöbern oder ein Geburtstagsgeschenk für einen Freund zu kaufen, okay… außer man möchte diesen „Freund“ kreativ und qualvoll töten. Dann hätte man eine erstaunliche Auswahl.

Zu gerne wüsste Sirius was sie sich da genau kauften. Und warum der Verkäufer so dumm waren ihr Geld auch noch an zunehmen. Selbst in der Nokturngasse war es doch bekannt, dass solche schwarzmagischen Gegenstände nicht an minderjährige Zauberer rausgegeben werden durften. Doch warum sollten die sich schon an Regeln halten. Er selbst tat es auch nicht.
Schon wieder sagte diese Stimme in ihm, dass er doch einfach aus seinem Versteck aufstehen könnte… nur ein paar winzige Schritte und dann müsste er nur die Tür öffnen und würde alles sehen… Kurz schüttelte er den Kopf. Das würde es auch nicht besser machen…
Viele Menschen sagten dass sie eine gute und eine schlechte Stimme hätten, die ihnen kleine Ideen in den Kopf setzen und Dinge zuflüsterten. Aber Sirus kannte leider keine bedächtige Stimme, die ihn warnte und ihn auf den rechten Weg führte. Immer wenn er sich so eine gute Stimme vorstellte, sah er Remus vor sich, der leise seinen Kopf schüttelte und ihn mit diesem Blick ansah, der Sirius dazu brachte, sich vor sich selbst zu schämen.
Also ruhig sitzen beliben. Alles klar.
Sie sollten sich nur beeilen, sonst würde er noch vor Langeweile einschlafen…

Dann endlich verließen diese drei Idioten wieder das Geschäft. Es sah aus als hätten sie noch mehr Einkäufe erledigt. Ihre Taschen waren jetzt noch praller gefüllt.
Gespannt warteten die Rumtreiber, bis die drei Anderen sich ein Stückchen entfernt hatten. Deutlich spürte Sirius Remus‘ Atem auf seinem Oberarm. Irgendwie machte das seine Spannung nicht leichter…

„Ich glaube sie haben uns nicht gesehen“ hauchte Remus. Doch Sirius war sich da nicht so sicher. Immer noch wurde er das Gefühl nicht los, dass sie während sie in ihrem anscheinenden Versteck gehockt hatten, beobachtet wurden.
Sollten sie doch. Auf jeden Fall verpissten die drei sich jetzt wieder.
„Ich glaube die sind jetzt fertig mit Einkäufen“ murmelte Sirius. Von seinem Verdacht, dass die Schlange sie gesehen hatten, sagte er vorerst nichts.
„Lasst uns gehen“…

In Gedanken versunken gingen sie den Weg zurück in die Winkelgasse. Die erste Missetat für dieses Jahr war getan.
Was für eine Rolle sein Bruder in dieser Geschichte spielte war Sirius noch nicht so klar. Er passte seiner Meinung nach nicht in das Muster. Er hatte immer gedacht, dass auch er etwas Besonderes ist. Doch nach und nach merkte Sirius dass das nicht der Fall war. Anscheinend war er genau wie 100 andere ein arroganter Schnösel, dem nichts anderes einfiel als Massen zu folgen anstatt sich selber seine eigene Meinung zu bilden.

Dann lag endlich einladend, hell und freundlich die Winkelgasse vor ihnen. Die drei Freunde atmeten erleichtert aus.
Es war nett wieder hier zu sein, als würden alle seine Gedanken die er sich in der Dunkelheit der Nokturngasse zusammen gesponnen hatte dort auf ihn warten. Eine Last schien von seinen Schultern gefallen zu sein. Er hatte keine Ahnung wieso, aber vielleicht war es deshalb weil er nun endlich den Beweis hatte wie sein Bruder wirklich war. Das er wirklich mit drinne hing. Er war nicht mehr zu retten…

„Ich muss noch die Bücher holen… und ein paar Zutaten für Zaubertränke. Umhänge hab ich eigentlich noch genug. Braucht ihr sonst noch was?“ fragte Sirius.
Während die Rumtreiber durch die Straßen liefen, merkte Sirius deutlich dass James nach irgendetwas Ausschau hielt. Wahrscheinlich Lily, dachte er sich. Natürlich wollte er ihr von Snape erzählen. Als würde Lily deshalb ihre Meinung über James ändern…
Schon traurig, wie naiv ein liebestrunkener Krone sein konnte...

Schnell kauften James und Sirius noch ihre fehlenden Bücher und Zutaten. Remus hatte dies schon erledigt.

Mittlerweile war es spät geworden. Die anderen gingen zu ihren Familien. Und er blieb noch eine Weile alleine in der Winkelgasse, noch konnte er sich nicht dazu aufraffen seinen Weg nach Hause anzutreten.

Dunkel und tief klangen die Glocken des Kirchturms an sein Ohr, der irgendwo in der Nähe stehen musste. Sirius war das egal, er ging „Zuhause“ ein und aus wie er es für richtig hielt. Er wusste eh, dass es seinen „Eltern“ nicht auffallen würde wann er nach Hause kam. Er würde einfach schnell in sein Zimmer huschen, seine Türen vor allen Möglichkeiten des eindringen von Außen schützen, und dann würde er seine letzte Nach im Grimmauldplatz Nr. 12 auch noch überleben. Er hatte nicht vor nochmals her zu kommen. Aber das sagte er jedes Mal… Doch irgendwie merkte er tief in seinem Inneren dass seine Zeit gekommen war, seine eigenen Wege zu gehen. Er spürte dass etwas in ihm anders war. Etwas war erwacht, dass er nicht stoppen konnte. Schlussendlich hatte er sich doch entschieden… Er konnte die Regeln nicht mehr einhalten, die ihm jemand anders machte.
Jetzt lebte er. Nur jetzt und niemand konnte ihm DAS nehmen, was er am meisten liebte und brauchte - Seine Freiheit. Niemand würde ihn jemals zähmen können…


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Severus Snape the first
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BeitragThema: Re: Des Teufels letztes Haar   So Aug 28, 2011 2:45 am

Cf.: Winkelgasse – Gringotts

Auch Bellatrix und Regulus tauchten nach einer Weile neben ihm auf und legten ihre Funde auf den Tresen. Der Verkäufer verzauberte auch diese wortlos und nahm sein Geld entgegen. Er wusste nicht, wer sich unter den Kapuzen befand, andernfalls hätte er nicht ein solch überlegenes Lächeln aufgesetzt. Doch nicht jeder musste wissen, wo sich die drei Schüler *genau* herumtrieben. Es war einfach nicht gut, wenn sich Gerüchte tummelten. Das lenkte Verdacht auf sie und das konnten sie nicht gebrauchen, wenngleich jedermann wusste, dass sie sich der schwarzen Magie verschrieben hatten, so gab es bis heute keine Beweise dazu. Jedes schwarzmagische Buch, welches sie besaßen, sah so aus, als wäre es ein einfaches Schulbuch aus der Bibliothek. Selbst wenn man einen Blick hineinwarf, so offenbarte es nur für den Eigentümer seinen Inhalt. Ein nützlicher kleiner Zauber, den sie letztes Jahr gelernt hatten. Nicht nur Potter und Black waren gute Zauberschüler – so ungern Severus das zugab, sie konnten etwas, sonst wären sie nicht solche Lieblinge bei den Lehrern. Schrecklich! Einzig und allein im Zaubertrankunterricht versagten sie auf ganzer Linie. Doch den gutmütigen Professor Slughorn schien das nicht im Geringsten zu stören. Dusseliger, alter Mann!
Er mochte vielleicht ein guter Zaubertranklehrer sein, doch viel Grips hatte er nicht. Er verließ sich zu sehr auf die Anweisungen, die im Buch standen! Töricht.
Schnell vertrieb Severus seine dunklen Gedanken und schloss zu Bellatrix und Regulus auf, die einige Meter vor ihm gelaufen waren. Natürlich steuerte die junge Black Borgin&Burkes an. *Der* Laden, wenn man schwarzmagische Artefakte brauchte. Severus hielt nichts von dem Laden, was nicht an den Verkaufsgegenständen, sondern vielmehr am Inhaber lag. Ein kriecherischer und hinterhältiger Mann mit großer Klappe, doch wenn sich einer der Blacks blicken ließ kroch er zu Kreuze. Wie erbärmlich!
Die Scheiben waren beschlagen und das Sims von einer dicken Staubschicht überzogen. Als die drei den kleinen, vollgestopften Laden betraten, sah Severus, dass auch die Vitrinen nicht besser aussahen. Wie auch – alles was man hier anfasste, konnte einen umbringen. Leise schlenderte er durch die winzigen Gänge und warf hie und da einen Blick auf die Gegenstände. Ein Opalhalsband, welches den, der es berührte, verfluchte und tötete, Finsternispulver, Foltergegenstände, wie man sie unter anderem auch in Filchs Büro finden konnte. So ekelhaft dieser Squib war, er hatte Geschmack, was Daumenschrauben und ähnliches betraf. Doch die Dolche, die man hier sah, hatten immer noch ein kleines Extra mehr. Der junge Snape schüttelte den Kopf und drehte sich um – und blickte auf einen hölzernen Schrank. Verschwindekabinett stand auf einem Schild geschrieben. Ein Schrank, in den man einstieg und durch seinen Zwilling wieder herauskam. Leichter und viel einfacher als apparieren. Aber ob es so nützlich war, war die andere Frage. Immerhin fiel ein Schrank von einer solchen Größe auf, wenn man ihn mit sich herumtrug, um ihn irgendwo anders wieder aufzustellen. Wo wohl sein Gegenstück war? Nicht hier im Laden, wie es schien.
Severus ignorierte Borgin, der jetzt aus dem hinteren Teil des Ladens stolziert kam und 10cm kleiner zu werden schien, als Bellatrix sich ihm offenbarte. Wie er sagte: Erbärmlich! Er stotterte leise und unterwürfig, doch der Slytherin achtete nicht auf seine Worte. Viel mehr schweiften seine Gedanken zu Lily zurück. Es war doch ein wenig unfair gewesen, sich so herzlos von ihr zu verabschieden und sie mit Potter und Slytherins, die sie nicht wirklich leiden konnte, allein zu lassen. Andererseits hatte sie Alice Brown dabei gehabt und Sam schien sie auch zu akzeptieren. Trotzdem … vermutlich war sie sauer. Auch, weil er es nicht hatte lassen können, einen beißenden Kommentar gegenüber Potter und Black fallen zu lassen. Er wusste, wie sie diese Machtspielchen hasste, auch wenn das noch gar nichts war. In Hogwarts, wenn sie wieder zaubern durften, würde es erst losgehen. Wie gerne würde er den ‚Rumtreibern’ einen von diesen schwarzmagischen Flüchen auf den Hals jagen, sie um Gnade winseln lassen… welch eine Wohltat es doch wäre, den herumstolzierenden Potter auf den Knien zu sehen. Ein kaltes Lächeln schlich sich auf seine Lippen, doch er vertrieb die Gedanken daran. Lily würde ihn köpfen, wenn sie davon mitbekäme.
Severus wusste, dass niemand es so recht verstehen konnte, wie ein Slytherin und eine Gryffindor befreundet sein konnten und noch wenigere billigten diese Freundschaft. Doch Severus hatte sich geschworen, nichts und niemanden über Lily zu stellen. Nicht einmal Bellatrix und Regulus. Wobei letzterer sich langsam damit abgefunden hatte, dass Lily öfter einmal bei Severus war oder eben umgekehrt.

Der Slytherin kehrte langsam zu den beiden anderen zurück und stellte sich neben Regulus, der ihm jetzt einen vielsagenden Blick zuwarf. Auch ohne seine Lippen die das Wort ‚Potter’ formten, hätte er keinen Zweifel gehabt, dass diese dummen Gryffindors ihnen folgten. Der Hass aus Regulus Augen sprach Bände. Es gab nur zwei (vielleicht sogar drei) Menschen, die er auf diese Weise verabscheute. Seinen Bruder Sirius, dann Potter dicht folgend – und ob Lupin dazugehörte, wusste Severus nicht recht.
Die Augen des jungen Snape verengten sich zu Schlitzen, doch er wandte sich nicht um. Er wusste auch so, dass seine ärgsten Feinde aus ihrem Versteck hervorlugten und sie durch die milchigen Scheiben beobachteten, ohne zu wissen, was dort drinnen genau vor sich ging. Wie er sie doch hasste! Liefen hochmütig überall herum und meinten, etwas Besseres zu sein. Legten sich mit alles und jedem an, der sie schief anschaute und Severus ließ der Gedanke nicht los, dass sie irgendein Geheimnis hatten. Was das war, wollte er dieses Jahr herausfinden. Vielleicht hatte er so etwas gegen den dummen Potter in der Hand!
In dem Moment ging Regulus an ihm vorbei und flüsterte ihm leise zu, dass sich die Gryffindors lächerlich machten. Ja, er hatte Recht. Sie würden es bereuen, ihnen auf Schritt und Tritt zu folgen. Früher oder später würden sie ihre gerechte Strafe bekommen. Schon allein dass Potter Lily so auf die Pelle rückte machte den Slytherin fuchtsteufelswild. Konnte er seine Nase nicht in anderer Mädchen Gesicht stecken? Nein, da musste er der nachstarren, die er nie haben konnte!
Auch Bellatrix hatte nun die Gruppe bemerkt und sagte, dass sie verschwinden sollen.
Schnell, die Kapuzen tief ins Gesicht ziehend und die Taschen unter den Umhängen versteckend schlichen sie durch die Nokturngasse, ohne dass Potter und seine Gefolgschaft sie sah.
Wieder in der Winkelgasse angekommen, streiften sie sich die Kapuzen vom Kopf und liefen normal weiter. Langsam wurden die Menschenmassen wieder dichter und das verborgene, heimliche, hatte sich zu einem geschäftigen Treiben gewandelt. Fröhlichkeit beherrschte nun die Umgebung. Kleine Kinder wuselten um sie herum, bestaunten die neusten Besen und machten große Augen, als sie einen Eisbecher von Florean Fortescue in die Hand gedrückt bekamen. Wie anders es doch war im Vergleich zur Nokturngasse. Severus konnte nicht sagen, welche der beiden Straßen ihm besser gefiel. Natürlich gab es hier in der Winkelgasse viel Aufregendes zu sehen, von Gringotts bis hin zu Eylops Eulenladen, aber die Nokturngasse, dieses Gefährliche, das hinter jeder Ecke lauerte … dort fühlte sich Severus einfach besser aufgehoben, so paradox es auch klang.
Schnell bahnte sich das Dreiergespann einen Weg durch die Menschen. „Ich weiß nicht, ob ihr eure Bücher schon habt? Aber ich hab Lily gesagt, dass ich mich dort treffe, also…“ Er grinste ein wenig verlegen und bezweifelte, dass Bellatrix übermäßig viel Lust mit einem ‚Schlammblut’ wie sie dachte und noch dazu Gryffindor die restliche Zeit zu verbringen. Vermutlich hatte sie hier alles schon besorgt und wollte schnellstmöglich nach Hause…
Schon von weitem sah er den roten Haarschopf aus der Menge herausstechen und ignorierte die bösen Blicke der Hexen und Zauberer, die er anrempelte. Sie schien ihn noch nicht entdeckt zu haben und wandte sich gerade um, um zu gehen. „Lily!“, rief er ihr nach und sofort lächelte sie ihn an. Doch dieses Lächeln verschwand schnell wieder, als sie sich bewusst zu machen schien, dass sie noch sauer war. Mit den Händen in die Hüften gestemmt blickte sie ihn vorwurfsvoll an und Severus duckte sich innerlich. „Ich… es tut mir leid, dass ich vorhin einfach so verschwunden bin. Mir ist kurz danach auch aufgefallen, dass ich mich anders hätte verabschieden müssen. Und ich wollte ja eigentlich mit dir gemeinsam Einkaufen gehen…“ Er blickte sie aus schwarzen Augen an und wartete darauf, dass sie zumindest *etwas* sagte.

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Des Teufels letztes Haar

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