
Twilight & Harry Potter Crossover |
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 Felix Volturi

Weitere Charas: // Anzahl der Beiträge: 137 Anmeldedatum: 04.12.11
 | Thema: Re: Thronsaal So Feb 12, 2012 9:55 pm | |
| cf: Volterra :: Restliche Räume :: Gänge
Felix stand im Thronsaal wieder auf seinem Platz und konnte alles verstehen was Alec sagte, auch wenn er seine Lippen nicht bewegte. Allein sein Blick schien Baende zu sprechen. Der grosse Volturi laechelte ihn an und nickte. Als Alec dann an ihm vorbei schritt, wuenschte Felix ihm noch viel Erfolg. "Viel Erfolg.", meinte er und sein Blick verriet Alec, dass sich Felix spaeter auch um Jane kuemmern wuerde. Wenn diese sich etwas beruhigt haette, denn er hatte keine so grosse Lust gefoltert zu werden. Sofia-Isabella suchte sich Caius aus, um ihre Gabe ihnen vor zu fuehren. Felix stand nur da und sah sie an. Er war froh, dass es dieses Mal nicht ihn erwischt hatte. Denn er wusste auch, dass wenn sie ihn aus gesuchte haette, er es nicht ohne Alecs spaetere Hilfe schaffen wuerde. Waehrend Isabellas ganzer Aufnahmepruefung verhielt Felix sich ruhig. Nur Caius letzte Bemerkung liess ihn auf horchen. „Also, warum sollen wir dich nicht auf der Stelle töten?“ Meinte der das wirklich Ernst. Nicht das Felix die Entscheidungen seiner Meister jemals anzweifeln wuerde, doch diese Entscheidung kam etwas ploetzlich fuer ihn. Er sah seinen Meister an und ein leuchten zeigte sich, nur fuer Caius sichtbar, in seinen Augen.
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|  | |  Sofibel Nomaden

Weitere Charas: Alice Brown und Viktoria von Baden Anzahl der Beiträge: 23 Anmeldedatum: 20.12.11
 | Thema: Re: Thronsaal Di Feb 14, 2012 5:39 pm | |
| Sofibel stand stabil, als Caius sich gefasst hatte. Er hatte einige Zeit gebraucht, wahrscheinlich fast solange wie ein Mensch! „Das denke ich auch.“, meinte er gleichgültig. Er muss sich erinnert haben, dass machten die Meisten in der Zeit, direkt nach dem Ansprechen. „Und du glaubst, mich damit beeindrucken zu können?“, fragte er, doch er meinte das nicht wirklich ernst, da war sich die junge Vampirin sicher. Ruhig, gelangweilt fuhr er in seiner alteingesessenen Art fort: „Und wie meinst du, uns damit weiterhelfen zu können? Das was du scheinbar kannst, kann jedes Waschweib in Volterra.“ Er wollte sie fertig machen, doch sollte ihr das was ausmachen? Nein! Sie blieb ruhig und standhaft stehen. Der Meister war um einiges Größer als sie und schaute abwertend auf sie heraus. Eigentlich sah sie es nicht ein aufzusehen, um Blickkontakt zuhalten, aber sie hatte Benehmen gelernt und würde es wahrscheinlich immer aufrecht erhalten. „Außerdem bist du auch nicht unbedingt die Schönste!“, meinte er herab wertend... Die Halbdeutsche hätte darüber lachen können, doch sie tat es nicht, sie lies es einfach an sich abprallen. Ein Motivationscoach hatte mal zu ihr gesagt, dass nur Leute die unter einem sind, versuchen einen runter zu ziehen, welche die über einem sind, würden einem immer hochziehen! Das musste wohl heißen, dass sie über Caius war. Sie strahlte innerlich, während der gebrechliche Mann zurück zu seinem Thron schritt. „Also, warum sollen wir dich nicht auf der Stelle töten?“, fügte er hinzu, als er sich herum gedreht hatte und endlich wieder die Kontrolle über seine Gefühle besaß. Sie versuchte noch nicht einmal sich Worte zurecht zu legen, denn für das, was sie sagen wollte, reichte ihr Standartwortschaft völlig aus. So fing sie monoton an zu Sprechen: „Zu 1. Bestimmt! Zu 2. Denke ich schon, dass habe ich ja auch. Zu 3. Sobald man jemanden auch nur mit der Vergangenheit von vor 1 Sekunde konfrontiert, ist er über das Wissen schockiert – ein Moment der Unachtsamkeit – ein Moment in dem man ihn problemlos töten kann. Und wenn es jedes Waschweib in Volterra könnte, dann würden Sie ihre menschliche Vergangenheit schon lange kennen, nicht? Außerdem muss ich mindestens so schön sein, dass man mich ansehen kann, sonst wären ja alle in meinem Umfeld schon längst tot umgefallen, und ja, dass wäre bestimmt eine tolle Gabe oder Ausstrahlung.“ Mit den letzten Wörtern wollte sie eigentlich nur etwaigen Rückkommentaren vorbeugen. Nun setzte sie zu ihrer letzten Antwort an: „Und wenn ihr mich töten gewollt hättet, dann hättet ihr es schon lange getan!“ Es war so etwas wie der Todesstoß, er beendete das Gespräch im Großen und Ganzen, danach würden nur noch ungebrauchte Wortwechsel stattfinden. |
|  | |  Caius Volturi

Weitere Charas: / Anzahl der Beiträge: 481 Anmeldedatum: 05.08.11
 | Thema: Re: Thronsaal Mi Feb 15, 2012 12:00 am | |
| Es war immer wieder interessant, das Herein und Herausströmen der Wachen zu beobachten – obwohl die Definition von »interessant« natürlich gänzlich unterschiedlich waren; galten für einen Jäger, der vierundzwanzig Stunden lang auf Jagd war andere Lebensinhalte als interessant, als jemanden der ewig in einem einzigen Raum verweilte, auf einem steinernem Thron hockend, durch unsichtbare Bande gefesselt, die man wohl Loyalität und Treue nannte. Damit wollte Caius natürlich nicht im Geringsten sagen, dass er – den auf ihn bezog sich ja die Beschreibung mit dem Thron und den Fesseln – nicht gleichzeitig ein Jäger war. Nein, genau das Gegenteil war der Fall. Daher sollte man den Meister der Volturi niemals, nicht mal einen sekundenbruchteillang, unterschätzen, denn sonst sah sich Caius mit Vergnügen dazu gezwungen, denjenigen auf der Stelle umzubringen. Und genau auf Letzterem lag die Betonung: Umbringen. Caius würde es selbst machen und dieses Mal nicht die Wachen für sich arbeiten lassen. Ohne zu zögern mit einer Miene, die wohl Freude sehr nahe kam. Überraschend war allerdings, dass musste er diesem Balg lassen, dass sie nicht sofort auf das, was er sagte, einging, sondern ruhig und geduldig abwartete, bis er fertig war – und das, obwohl er wohl nie gänzlich fertig sein würde mit ihr, oder sonst jemanden. Dennoch war es ihm gleich, dass dem so war, es änderte nichts an der Tatsache, dass er überdurchschnittlich große Zweifel an einer Aufnahme hatte; also mehr als im Normalfall eh bereits. Amüsant war hingegen auch Felix’ Reaktion auf seine Frage, warum die Volturi die Nomadin nicht auf der Stelle töten sollten. Es war doch eine berechtigte Frage, oder etwa nicht? Außerdem war es eine sehr caiustypische Frage, wer sonst hätte auch den Mut, sie so offen und direkt zu stellen? Caius gönnte sich ein selbstgefälliges Grinsen, während er die fremde Vampirin einmal mehr musterte. Ihm missfiel ihre hochnäsige Art – was er keinesfalls verbarg – und gleichzeitig beging sie den gravierenden Fehler zu glauben, dass ihren trotzigen Antworten irgendeine Wirkung auf ihn hatten. Ganz im Gegenteil. Im Laufe der Jahrhunderte gab es unzählige Vampire, die oberflächlich betrachtet genauso waren wie der Nomadenbastard, der nun vor ihm stand und ihr Kinn buchstäblich in die Lüfte streckte. Da viele ihrer Antworten leeres Geschwätz waren, überging Caius diese und meinte trocken und mit erhobener Braue: „Nun gut, dass deine Gabe überrascht mag wohl der Wahrheit entsprechen. Aber Ablenken tun viele Gaben, meine Kleine.“, säuselte er aro-like, noch immer erniedrigend, und mit einem Hauch eines Lächelns auf den Lippen. Dieses Kind nervte ihn. Doch als sie meinte, dass er sie schon längst hätte töten lassen, wenn er es gewollt hätte, entfuhr ihm ein Lachen, schallend und laut für einen Moment. „Nun, dann kennst du mich wohl besser als ich selbst.“, spottete er und deutete auf Felix und die anderen Wachen, „selbst sie wissen, dass nur Aro und vielleicht auch Marcus mir im Weg stehen, Möchtegerne wie dich auszulöschen.“ Während er sie nieder starrte, jener Blick, der außer Aro und Marcus vielleicht, jeden Vampir innerlich einschüchterte oder zumindest ein Gefühl des Unbehanges auslöste, fest auf ihren Augen gerichtet, verdunkelten sich Letztere um einige Nuancen und wurden eisig. „Ich würde mir also an deiner Stelle, Mädchen, gut überlegen, wie du etwas formulierst. Und wen du dir zum Feind machst.“ Spott knisterte förmlich in der Luft, „denn sollte Aro für eine Aufnahme sein – und er hat schon Wesen wie Afton aufgenommen – wäre es doch zu schade, wenn du nach wenigen Tagen vernichtet werden würdest.“ Dass er das alles andere als schade fänden würde, zeigte sein Blick. |
|  | |  Felix Volturi

Weitere Charas: // Anzahl der Beiträge: 137 Anmeldedatum: 04.12.11
 | Thema: Re: Thronsaal Mi Feb 15, 2012 9:23 am | |
| Seine Reaktion schien seinen Meister in irgendeiner Weise zu amuesieren. Doch noch wusste Felix nicht in welcher Weise. Aber er konnte sich es sehr gut vorstellen, da Isabella ihn durch ihre Redensart sehr nervig fand. Sie wollte ihn kennen? das bezweifelte Felix sehr, denn wenn sie ihn kannte, wuerde sie sich nicht so benehmen, wie sie sich nun benahm. Felix blickte von Santiago wieder zu Caius und verdrehte seine Augen, um ihm einfach nur zu sagen, dass ihm Isabellas Gerede genau wie ihm auf die Nerven ging. „Nun, dann kennst du mich wohl besser als ich selbst.“, meinte seine Meister zu ihr. „selbst sie wissen, dass nur Aro und vielleicht auch Marcus mir im Weg stehen, Möchtegerne wie dich auszulöschen.“ Felix laechelte und nickte, als Caius meinte, dass selbst die Wachen es wussten, wie man sich zu benehmen hatte. Und wie die Autoritaeten gesetzt waren. „Ich würde mir also an deiner Stelle, Mädchen, gut überlegen, wie du etwas formulierst. Und wen du dir zum Feind machst.“ Ja das stimmte Isabella sollte es sich wirklich noch einmal genau ueberlegen, wie sie mit Caius sprechen sollte. Felix hatte ihm auch schonmal gesagt was ihm gefiel und was ihm missfiel, doch Felix hatte sich sein Worte sehr gut heraus gesucht und zu recht gelegt. „denn sollte Aro für eine Aufnahme sein – und er hat schon Wesen wie Afton aufgenommen – wäre es doch zu schade, wenn du nach wenigen Tagen vernichtet werden würdest.“ Bei Caius letztem Kommentar, verhielt sich Felix wieder ruhig und wartet bis Aro kam um eine Entscheidung ueber diese Nomadin zu faellen. |
|  | |  Marcus Volturi

Weitere Charas: Andromeda Black & Garrett Anzahl der Beiträge: 215 Anmeldedatum: 18.12.11
 | Thema: Re: Thronsaal So März 04, 2012 12:20 am | |
| Warum konnten Vampire eigentlich nicht einschlafen? Menschen beschwerten sich so oft darüber, dass sie einen Großteil ihres begrenzten Lebens mit Schlaf vergeudeten, dabei wussten diese naiven Sterblichen nicht einmal, wie gut sie es eigentlich hatten. Konnten einfach abschalten, für ein paar Stunden der grausamen Realität entfliehen und ihren Gedanken freien Lauf lassen. Wie sehr sehnte er sich doch danach, es ihnen gleich tun zu können! Aber nein, sie jammerten und nahmen merkwürdige Mittelchen, um länger wach bleiben zu können, um ihre natürlichen Bedürfnisse zu unterbinden. Hm. Vielleicht könnte man ja derartige Stoffe für Vampire herstellen? Er würde sicher nicht nein sagen. Aber selbstverständlich war diese Vorstellung unsinnig. Untote hatten keinen funktionierenden Blutkreislauf, der derartige Dinge transportieren konnte und soweit er wusste waren vampirische Zellen nicht in der Lage, irgendetwas aufzunehmen. Wie schade, das wäre sicher eine gewaltige Marktlücke. Nur nebenbei bemerkte Marcus das Geschehen um ihn herum. Wenngleich seine Augen die ganze Zeit auf die Blonde vor ihm gerichtet waren, so sah er sie nicht wirklich. Natürlich konnte er sie sehen. Und natürlich hörte sie auch, was sie sagte. Doch er nahm es nicht wirklich wahr. Alles fand seinen Weg in sein Gehirn und später würde er es sicher wiederholen können, doch im Moment interessierte es ihn nicht und er blendete das kleine 'Duell' aus. Erst als Caius irgendetwas von töten erwähnte - und dabei mehr als ernst klang - löste das irgendeine Alarmglocke in seinem Kopf. "Immer mit der Ruhe, Bruder," meinte er mit monotoner Stimme, während sein Blick zu dem Angesprochenen wanderte. "Lass sie erst mit Aro reden, bevor du irgendwas anderes tust. Danach darfst du sie gerne töten... nachdem er es abgesegnet hat." Ihm war freilich klar, wie sehr Caius solche Vorschriften verabscheute und noch mehr verabscheute er jene, die versuchten ihm die Vorschriften machten. Zum Glück war er einer von vieren, die der Unsterbliche nicht dafür bestrafen konnte - hassen, ja, doch das störte ihn in keinster Weise. Und es wäre sicherlich unangenehmer, wenn Aro hier eine spezielle Gabe entging. Auch wenn er diesen Sammeltick seines Bruders nicht nachvollziehen konnte. Ihn würde es auch nicht stören, wenn Caius dieses Mädchen hier und jetzt töten würde, genauso wenig wie er etwas dagegen einzuwenden hätte, wenn er es nicht täte. Nur die Frage, warum manche sich den Volturi so unbedingt anschließen wollten, beschäftigte ihn noch. Ja, sie waren der bekannteste Zirkel der Welt. Sie hatten einen gewissen Ruf. Wer ein Teil der Volturi war, strahlte Macht aus. So vieles gab es, das Unsterbliche gewiss anzog. Für ihn waren die Wachen nichts weiter als Sklaven, als Bedienstete, als Aro's Spielzeuge. Für ihn hatte es nichts Ehrenvolles in diesem Zentrum der Kälte - und das im sonnigen Italien! - in dieser Burg aus Einsamkeit unter lauter anderen festzusitzen. Für ihn stand seine Zugehörigkeit zu diesem Zirkel auf der Liste der Dinge, die er hatte aber nicht wollte, ganz weit oben. Genau genommen auf dem zweiten Platz, direkt nach seinem Leben. Vor vielen, langen Jahrhunderten hatte es eine Zeit gegeben, in der es anders war. Damals, noch bevor die ewige Stadt Rom gegründet worden war, als Griechenland noch das Zentrum der Weisheit, der Kunst, der Philosophie und der Macht war - nicht so wie heute, wo die Menschen sein Heimatland zugrunde richteten - damals hatte es eine Zeit gegeben, in der er gerne dazu gehörte. Zunächst hatte er gezweifelt, war er doch nicht gerade der Zutraulichste, aber Aro hatte ihn überzeugt. Es war der erste Schritt gewesen, der sein schreckliches Schicksal besiegelt hatte. Und es war der erste Schritt zu den glücklichsten fünfhundert Jahren seines Lebens gewesen. Denn nur weil er Aro gefolgt war, hatte er sie kennengelernt. Didyme. Wenngleich so vieles aus dieser Zeit in Vergessenheit geraten war, so war ihr Gesicht geblieben. Immer noch, selbst nach anderthalb Jahrtausenden sah er sie vor sich, als wäre sie eben erst bei ihm gewesen. Ihr Lächeln, wenn sie wieder einmal darüber sprach, wie besessen ihr Bruder sein konnte. Ihre strahlenden Augen, denen nicht einmal das vampirische Rot etwas anhaben konnte. Ihre Ausstrahlung, wie sie ihn in ihren Bann zog, einfach indem sie mit ihm sprach oder nur vor ihm stand. Nein, nicht einmal das. Er musste nur an sie denken, um gefangen zu sein in ihrer Vollkommenheit. Ja, Didyme war vollkommen. Ihre Stimme, wie die eines Engels, so stellte er sich den Gesang der sagenumwobenen Sirenen vor, die so viele Männer in den Tod gelockt hatten. Ihre Bewegungen, so unterschiedlich wie sie nur sein konnten - zum einen ihr starkes, selbstbewusstes Auftreten, wenn sie die Frau war, die nicht so leicht nachgab, die jahrelang Bewunderern getrotzt hatte und sie auf Abstand gehalten hatte, die Frau, die genauso stur war wie ihr Bruder, genauso auf ihre eigenen Ziele fixiert wie er. Und dann die Frau, die er kennenlernen durfte, wenn sie alleine waren. Die sanfte, zärtliche Frau, die noch fast ein Mädchen war. Die ihr sterbliches Leben verloren hatte, die sich immer einsam gefühlt hatte, eben weil sie niemanden an sich heran ließ. Die ihm nachts, bei ihren Spaziergängen ins Ohr flüsterte, dass sie sich in ihn verliebt hatte und ihn nie wieder würde gehen lassen. Aber sie war gegangen. Sie war fort. Unwiederbringlich. Verloren. Aros Ankunft im Thronsaal schreckte Marcus aus seinen wehmütigen Gedanken auf. Er kannte die Prozedur bereits, die nun beginnen würde: dieses Mädchen würde Aro die Hand reichen, er würde ihre Gedanken lesen und sie dann auf später vertrösten, damit die drei Anführer sich beraten konnten. Wie immer eben. Dieser gewohnte Ablauf war nichts Neues, und er würde es auch nicht schaffen, ihn von seinen Erinnerungen abzulenken. Wie immer eben. |
|  | |  Sofibel Nomaden

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 | Thema: Re: Thronsaal Di März 06, 2012 6:56 pm | |
| Sofibel wartete auf die Antwort des ach zu arroganten und eingebildeten Caius – er war Mitglied der Volturi, obwohl er noch nicht mal eine Gabe hatte. Hätte sie es hier nicht ernst gemeint, dann hätte sich sich wahrscheinlich verzogen, doch sie war von manch einer Gabe in der Reihe der Wachen beeindruckt und wollte sie näher kennen lernen. Langsam säuselte der 'Greis': „Nun gut, dass deine Gabe überrascht mag wohl der Wahrheit entsprechen. Aber Ablenken tun viele Gaben, meine Kleine.“ Er nannte sie klein, obwohl er gerade eben noch so klein war – zumindest innerlich, denn äußerlich würde er immer den erfahrenen Macker machen. Sie lauschte ihm nicht mehr wirklich, es interessierte sie nicht mehr, sie wartete auf Aro und als Caius's Lippen sich endlich nicht mehr bewegten und Marcus ihn beschwichtigt hatte, trat der beschäftigte Meister ein. Mit voller Konzentration stellte er sie vor sie und bat sie darum, ihm ihre Hand zu geben. Ohne eine Regung legte sie ihre Hand in seine. Etwas gierig zog er sie(die Hand) an sich und wirkte abgelenkt, er schaute in die Ferne. Sofia-Isabella schaute leer, sie kam sich vor als würde sie gelesen werden, wie ein Buch, dass danach keine Bedeutung mehr hatte. Aro musste auch Visionen von ihr gesehen haben, er musste sich vorstellen können, wie es war eine Vision zu bekommen. Es war nicht einfach, da ist sie, nein, es war komplizierter, sie konnte sich langsam ankündigen, sodass dein Blick etwas neblig wurde, sie konnte aber auch so plötzlich kommen, dass du kurze Zeit nicht zwischen Realität und Vision unterscheiden kannst. Leicht lächelnd lies er ihre Hand los, drehte sich um und ging auf seine Brüder und seinen Thron zu. Er bat die Vampirin in zwei Tagen wieder zu kommen, bis dahin hätten sich die Meister beraten und sie würde die Entscheidung erfahren. Angemessen bedankte sich das Mädchen drehte sich um und verließ das Schloss.
ZEITSPRUNG VON 2 TAGEN |
|  | |  Caius Volturi

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 | Thema: Re: Thronsaal Mi März 21, 2012 7:35 pm | |
| ZEITSPRUNG
Schlafen. Es war ein naiver, vollkommen lächerlicher Wunsch, aber mit einem Mal überkam er den altehrwürdigen Meister der Volturi. Einfach die Lider zu schließen und sich den Träumen hinzugeben. Das Gefühl, das man hatte, wenn man morgens gut ausgeschlafen aufwachte, gemütlich eingekuschelt in Tonnen von weichen, weißen Daunen, hatte Caius natürlich schon lange vergessen. Nun war er gänzlich erfühlt von der jahrtausendlangen Ruhe. Man könnte durchaus behaupten, dass der Leader seinen inneren Frieden gefunden hatte. Die persönliche Balance, die jeder Vampir wohl brauchte, um all die endlose Zeit nicht nur durchzuhalten, sondern auch zu genießen. Und das tat er, natürlich. In vollen Zügen. Allerdings unterschied dieser innere Frieden (dessen Bezeichnung nur so vor Naivität strotzte – jedoch gab es keine Alternative, die die gleiche tiefere Bedeutung hatte) sich von Vampir zu Vampir. Das war selbstverständlich, genauso wie die Tatsache, dass Marcus seinen eigenen Frieden wohl noch nicht gefunden hatte. Und auch wohl nie finden würde. Da war sich Caius vollkommen sicher – genauso wie das wohl auch zumindest alle Volturi ahnen dürften. Und die Cullens, durch Charlisle. Es war eine wirkliche Schande, dass er einfach so davon gelaufen war und seine eigene Familie aufgebaut hatte. Und überhaupt war es eine Schande für die gesamte Rasse der Vampire. Denn sich auf minderwertiges Blut von Tieren zu beschränken zeugte davon, dass man nicht einverstanden war, ein Vampir zu sein. Das man nicht das Ding hatte, durchzuhalten.
Schwach, dachte Caius resigniert und schüttelte leicht den Kopf, noch immer mit geschlossenen Augen. Der Anblick, den er vor sich wahrnahm, ermüdete ihn, war es doch das Bild, was sich ihm in 99% der Zeit bot. Der Thronsaal, mit einigen offensichtlich gelangweilten Wachen. Wenn man das Geschehen mit einem dieser neumodischen Fotograpfieapparaten oder wie auch immer man sie nun schimpfte aufnehmen würde, also, einen kleinen Film machen würde, käme man wohl auf das gleiche hinaus, wenn man den Film oder ein Porträt verwenden würde, so bewegungslos verharrten alle auf ihren Plätzen. Es war schlichtweg geordnet – jeder hatte seinen Platz, seine Aufgaben und darüber hinaus sogar seine Bestimmung. Sie alle waren hier, weil sie ein unglaubliches Talent hatten. Eine Gabe, die außer ihnen wohl niemand in vergleichbarer Stärke besaß. Bei den einen war es wohl eine offensichtliche Gabe, bei den anderen eine, bei der man genauer hinschauen musste – als bestes Beispiel war natürlich er selbst anzuführen. Aber wenn man die Gabe auf den ersten oder noch auf den zweiten Blick erkennen konnte, war die gesamte Angelegenheit ja langweilig und uninteressant. In der Tiefe lag die Würze. Außerdem war es ein ungemeiner Vorteil in einem Kampf, wenn der Gegner nicht alles wusste. Man konnte ihn überraschen. Zu Fall bringen. Töten. Eiskalt, und schneller wie man „Volturi“ sagen konnte – oder so. Mit einem leichten Grinsen genoss er es für einen kurzen Moment, an seinen letzten Mord zurück zudenken. Und die Süße des Blutes seines Opfers. Hach, es war eigentlich viel zu einfach gewesen: Nachts, in den äußeren Vierteln von Volterra, ein junges Ding. Vollkommen allein. Sie hatte Angst, ein uralter Instinkt, wenn sich ein Vampir näherte – sehr ausgeprägt bei den italienischen Frauen. Er genoss den Moment, in dem sich eine Gänsehaut über ihren gesamten Körper zog. Die Sekunde, bevor er von hinten seine Hand um die blasse Haut ihres Halses schlang und seine Zähne in ihren Körper bohrte. Hmmm. Mit einem matten Grinsen sann er noch über das folgende Geschehen nach, ehe Aros Stimme ihn in die Wirklichkeit zurückholte. Er fokussierte seinen Bruder im Geiste und nickte leicht, zustimmend, denn immerhin hatten sie bereits alles besprochen. "Wir haben lange darüber nachgedacht, ob wir dich endgültig privilegieren, dich uns anschließen zu dürfen. Am Ende waren wir uns einig, dass du eine Bereicherung wärst, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen.", schnarrte Aro in seinem üblichen Tonfall, während Caius innerlich genervt aufseufzte - sein Bruder musste immer um den heißen Brei herumreden, was auf Dauer regelrecht nervig war. "Daher bist du ab diesem Zeitpunkt eine vollwertige Volturi!" Das Lächeln, das sich auf Aros Lippen bildete, wirkte freundlich und erfreut. Doch Caius wusste, dass dieses verdammte Lächeln von Aro Tiefgang hatte - und, dass es nicht das war, was es vorgab zu sein, vergleichbar mit der Ruhe vor dem Sturm, der alles zerstören würde. Erneut erschien ein flüchtiges, sadistisches Grinsen auf den Zügen des blonden Meisters – das war das, was sie der Öffentlichkeit bekannt gaben, sozusagen. Das, was dahinter steckte, war das eigentlich raffinierte. Aber das verkündete Aro nun natürlich nicht – immerhin gab es lediglich drei Eingeweihte. Ihn, Aro und Marcus. Diese sollte nämlich die Beziehung von ihrem Neuzugang zu den Volturi verfestigen und fundamental sichern. Denn nur dadurch waren sich Aro und er sicher darüber, dass sie sich den Volturi als nützlich herausstellen würde. Mit einem leichten Seufzer lehnte sich der Meister zurück, um Sofibel wie immer munter nieder zustarren. Er war ob der Entwicklung dieser neuen Wache sehr interessant. Ein anzügliches Grinsen erschien auf seinem Gesicht. Man wusste ja nie, wohin der Weg letztendlich führte. "Bald werden Demetri, Letizia, Chelsea und Alec zurückkehren.", verkündete der weißhaarige Vampir neben ihn, dem Caius nun den Kopf und auch seine Aufmerksamkeit zu wandte. "Und vielleicht sind sie ja nicht alleine.", säuselte Caius gedämpft, jedoch so, dass jeder der anwesenden Wächter ihn hören konnte.
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|  | |  Demetri Volturi

Weitere Charas: Severus Snape, Elena Wilson Anzahl der Beiträge: 4124 Anmeldedatum: 26.07.11
 | Thema: Re: Thronsaal So März 25, 2012 3:24 pm | |
| Cf.: Fort William – Außerhalb – Wald
Der Tracker hörte noch das leise gewisperte ‚Danke’ von der Vampirin neben ihm, dann schlossen sie auch schon zu den anderen auf. Demetri war es inzwischen gewohnt solcherlei Formationen zu bilden. Sie waren eine perfekte Einheit, niemand tanzte aus der Reihe, genau so, wie es sein sollte. Schließlich waren die Volturi unfehlbar. Ein nur kurz währendes Grinsen huschte über sein Gesicht. Ja, so hätte es sein sollen. Vor der Ära der Cullens hatte man sie als solche angesehen. Als zwar grausame, aber dennoch gerechte Herrscher der Vampirwelt. Niemand hatte die Frage nach ihrer Legitimation gestellt, nach dem Grund, weshalb sie so handelten, wie sie es taten. Keiner hatte aufbegehrt, bloß die Rumänen, doch diese waren selber Schuld. Sie hatten es verantwortet, dass die Menschen von ihnen erfuhren, hatten wie Könige gelebt, die sich an ihren Opfern labten, hatten Menschen als Sklaven benutzt. Und da sollten die Volturi die Grausamen sein? Schnell schüttelte der Tracker den Kopf und betrachtete Letizia. Auf ihren Lippen lag ein dunkles, aber auch freudiges Lächeln. Es gab immer noch Vampire, die freiwillig zu ihnen kamen. Was maßten sich die Cullens also an, zu zweifeln? Sie würden schon bald bemerken, wie töricht es war, sie zu unterschätzen, zu provozieren. Denn mit dem kleinen Halbwesen war auch ihre Sicherheit genommen worden. Die kleine, wundervolle Familie war zerrissen, ihr liebster Schatz war ihnen geklaut. Sie hatten Hinterlistigkeit gewollt und nun mussten sie mit den Konsequenzen leben. Anfangs war Demetri skeptisch gewesen. Hatten sie ihn doch gesehen, gewusst, dass er sich bei ihnen herumtrieb. Und da ließen sie das kleine Mädchen ganz allein hinaus? Beschützten es nicht vor den großen bösen Vampiren? Wie töricht, wie unglaublich töricht. Und da hatte er ihnen zugetraut, die Volturi in eine Falle zu locken. Wieder einmal wurde ihm bewiesen, dass er sie immer wieder überschätzte. Sie waren dumm, naiv und einfach ein Schandfleck auf der Landkarte. Außerdem konnten sie ihn nicht übertrumpfen. Seine Gabe war zu mächtig, zu stark. Und selbst der Schutzschild der lieben Isabella war mit viel Konzentration zu knacken. Vielleicht war sie ihm ebenbürtig, denn auf lange Distanzen war es unmöglich, sie und alle, die sie schützte zu erkennen, doch wenn er ihr nahe war, so bemerkte er eine Veränderung. Er musste nur gezielt nach ihr suchen, nach ihrem Duft, ihrer Persönlichkeit und er fand sie. Nicht direkt, aber Nuancen ihrer Spur. Und das war es, was sie immer verrat. Niemand konnte vollkommen verschwinden. Das war unmöglich. Und irgendwann, mit genug Übung, würde er es schaffen, sie auch über längere Distanzen auszumachen. Er konnte sich noch genau daran erinnern, wie es war, als er sie das erste Mal getroffen hatte. Dieses kleine, wehrlose Etwas, mit schlagendem Herzen und so süßem Blut, dass es wirklich erstaunlich war, wie Edward Cullen dem hatte standhalten können. Erstaunlich dumm! Denn jetzt hatte er dieses lästige Mädchen zu einem von ihnen gemacht und sie war der Grund, weshalb sie den ganzen Ärger hatten. Wenn Aro sie doch nur getötet hätte… und Cullen gleich mit. Jedes Mal würde er so viel darum geben, sie einfach zu zerfleischen. Denn sie war ein Nichts. Sie konnte rein gar nicht kämpfen und in einem Zweikampf wäre sie so wehrlos, wie ein einfacher Mensch. Sie bildete sich etwas auf ihr Talent ein, doch wenn es wirklich darauf ankäme, so hätte sie immer jemanden, hinter dem sie sich verstecken konnte. Jetzt aber konnte sie sich nicht verstecken. Schließlich musste sie ihre liebreizende Tochter retten. Ihre Tochter, die ein Lächeln auf den Lippen hatte, dessen Augen loderten und einen inneren Kampf offenbarten, welcher Demetri zum Schmunzeln brachte. Chelseas Gabe war nicht start genug, um die festen Bande zwischen dem Halbwesen und ihren Eltern vollkommen zu trennen, doch das Gefühl, zu den Volturi zu gehen, war stärker. Ihre Gedanken mussten ein wahres Vergnügen sein und Demetri hätte gerne einmal Aros Gabe gehabt, um zu wissen, was in ihr vorging. Der Widerstreit zwischen dem Falsch und dem Richtig, der Versuch zu verstehen, was gerade geschah, es war wundervoll mit anzusehen. Und das anerkennende Lächeln, welches sie ihm zuwarf, ließ ihn nur noch breiter Grinsen. Sie hatten sie in ihrer Gewalt und sie konnte rein gar nichts dagegen tun. Selbst die stärksten Vampire waren nicht stark genug, um Chelseas Gabe zu entgehen. Das konnte niemand. Der Tracker konnte sehen, wie sich Renesmee mit dem Gedanken anfreundete, nach Volterra zu kommen. Der Hass und die Wut auf die Volturi war verschwunden, das wusste Demetri ganz genau. Schnell jedoch verschwand das Lächeln. So grausam es gewesen war, es gehörte nicht hierher.
Schnell liefen sie in Richtung Heimat. Und doch nicht schnell genug. Die beiden Halbmenschen hielten sie in ihrem Tempo auf. Auch wenn man sie kontrollierte, so kamen sie doch an ihr Limit, welches die Vampire locker mithalten konnten. Sollten die Cullens ihre Spur aufnehmen, würden sie schnell aufholen. Trotz diesem Wissen zuckte Demetris Kopf in die Höhe, als Alec verkündete, dass er das Halbwesen tragen würde. Kalt blickte er den jüngeren Vampir an. Was war in ihn gefahren? Selbst wenn sie dadurch schneller wurden – denn so erklärte er es ihnen – so würde sich doch normalerweise niemand dazu herablassen, dieses … Etwas zu tragen. Das war unter ihrer Würde! Doch Alec ließ sich nicht beirren und hob Renesmee hoch. Ungläubig schüttelte der Volturi den Kopf. Mit einem herablassenden Blick beobachtete er, wie die Kleine ihre Hand auf den Arm des jungen Vampirs legte – denn das war er im Vergleicht zum Tracker – und wohl ihre Gedanken mit ihm teilte. Demetri schüttelte den Kopf und setzte sich an die Spitze der Truppe, zusammen mit Chelsea. Wenn Alec es so wollte, so musste er sich hinten anschließen.
Endlich kam die Stadt in Sicht. In der Dunkelheit lag sie beinahe friedlich da, vereinzelte Lichter blitzten hier und da hervor, wirkten einladend und vertraut. Doch die Stadtmauern sagten etwas ganz anderes aus. Sie sprachen von Gefangenschaft, von Abschottung und doch sah es aus wie eine altertümliche Burg, die zugleich Gefängnis, als auch schützender Zufluchtsort war. Die Menschen jedoch sahen all das nicht. Für sie war es ihr zu Hause, für die Touristen irgendeine berühmte Stätte, von der man Fotos machen konnte, um sie später irgendwo vergammeln zu lassen. Die Pracht erblickte niemand. Demetri jedoch schloss die Augen und sog tief die nächtliche Luft ein, welche so wunderbar warm und einhüllend war. Ein kurzes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Endlich waren sie angekommen. Fort von dem ewig währenden Regen Schottlands, fort von den grauen Wolken und vor allem fort von den Cullens. Schnell bahnten sie sich einen Weg durch die engen Gassen, huschten ungesehen an den Häusern vorbei, bis sie an einem unscheinbaren Gullydeckel angekommen waren. Ohne Probleme hob Demetri ihn an und verschwand in den Tiefen. Leichtfüßig kam er auf dem harten Boden an, allein das Krachen des Aufpralls hallte in den langen Gängen wider. Er wartete nicht, bis die anderen nachgekommen waren. Sie kannten den Weg gut genug. Schnellen Schrittes lief er durch das gewundene Labyrinth, sich das Klackern der Schuhe seiner Gefährten hinter ihm bewusst. Er öffnete lautlos das Tor, welches sie in die Schlosskatakomben führte, lief hinauf, bis er vor der schweren Doppeltür zum Thronsaal stoppte. Sie waren alle dort. Die Meister, einige Wachen, Jane und jemand ihm vollkommen Unbekanntes. Er hatte diesen Duft, diese Note schon wahrgenommen, als er Chelsea und Alec begegnet war. Es war eine Vampirin, ihren Namen kannte er nicht. Doch sie musste auch eine dieser Neuen sein… Doch er verbannte alle Gedanken aus seinem Kopf, reckte das Kinn und ließ ein eisiges Funkeln in seinen Augen erscheinen. Dann stieß er die Türen auf, richtete seinen Blick sofort auf die Meister, ohne auch nur einmal die Augen nach irgendjemandem umzuwenden. Zielstrebigkeit war hier verlangt, man brauchte keine Vampire, die sich allzu schnell ablenken ließen. Nur der eiskalte Wille führte zur Perfektion. Vor den Thronen der drei angekommen, verbeugte er sich rasch und respektvoll, blickte jedem einzelnen in die Augen. Erst Marcus, dann Caius und schließlich Aro. Dort verweilte sein Blick und er erkannte Erwartung, aber auch Ungeduld. Niemand musste aussprechen, dass Demetri nun das Wort erheben sollte. „Meister, wie ihr unschwer erkennen könnt sind wir zurück. Und wir haben Euch ein kleines … Präsent mit gebracht.“ Normalerweise hätten nun seine Mundwinkel gezuckt, doch er beherrschte sich. Warum alles mit einem Scherz auflockern? Hier herrschte die wahre Hierarchie. Er musste sich die Gunst der Meister nicht erkämpfen. Er hatte sie bereits. Und wenn dem nicht so wäre, so würde er zu spät damit anfangen, sich um sie zu bemühen. Schnell trat er zur Seite und gab den Blick auf die kleine Renesmee frei, die nun wieder auf ihren eigenen Beinen stand und wieder Herr ihrer Sinne war. Man konnte ein wenig Angst in ihren großen Augen erkennen, aber auch Faszination, Sympathie und Zufriedenheit. Neben ihr stand Jacob Black, dessen Kampf wohl nicht so groß war, denn Angst konnte Demetri nicht erkennen. Abwartend zog er sich zurück und blickte die Meister an. Seine Geschichte würde er später erzählen. Sie war nicht wichtig genug, um ihre kleine Errungenschaft in den Hintergrund zu drängen. Und wenn Demetri ehrlich war, so fand er dies auch ganz gut.
_________________ Don't try to run away. Don't try to hide. I will find you everywhere. |
|  | |  Alec Volturi

Weitere Charas: Carmen, Skye McAlister Anzahl der Beiträge: 211 Anmeldedatum: 12.01.12 Alter: 14
 | Thema: Re: Thronsaal So März 25, 2012 7:58 pm | |
| c.f.: Fort William – Außerhalb – Wald
Alec rannte weiter, vorbei an dunkelgrünen Wäldern, frischen, viel zu nassen Wiesen und allem möglichem anderen, das viel zu grün war, mit Renesmee auf den Armen. Es wurde Zeit, wieder mehr Braun zu haben, im warmen Italien. Das gefiehl Alec einfach besser, obwohl sie dort aufpassen mussten, nicht öffentlich ins Sonnenlicht zu treten. Wenigstens kamen sie nun tatsächlich um einiges schneller voran, aber Alec merkte, dass Demetri und Chelesa ihn trotzdem skeptisch anblickten. Er seufzte und verdrehte gleichzeitig die Augen, als er zwischen ihn und Chelesa trat und somit klar stellte, dass er nach hinten gehen sollte. Das störte ihn nicht großartig, er war viel zu beschäftigt damit, darüber nachzudenken, warum er sich um Renesmee sorgte, nicht sehr, aber dennoch eindeutig, deshalb wartete er einige Momente, bis er neben Letizia stand. „Interessanter Ausflug, nicht wahr? Deine Gabe hat sich aber auch ganz gut gemacht.“, sagte er leise zu ihr, wurde dann aber so abgelenkt, dass er ihrer Antwort keine Aufmerksamkeit schenken konnte. Vor ihm sah er auf einmal Bella und Edward, aber gleichzeitig auch den Weg vor ihm. Erschrocken keuchte er auf. „Was machen sie hier?“, flüsterte er leise. Es dauerte eine Weile, bis er bemerkte, dass die beiden ihn nicht bemerkten. Was ist das? Wieso sind sie hier, und doch wieder nicht. Eine Millisekunde später war ihm klar, was das war. Aro hatte ihm einmal erklärt, das Renemees Gabe das Gegenteil von Bellas und Edwards ist. Sie konnte anderen Leuten ihre Gedanken zeigen, wenn sie sie berührte. Alecs Blick fiel auf seinen arm, auf dem nun Renesmees Hand lag. Vielleicht hatte sie gar nicht beabsichtigt, ihm ihre Gedanken zu zeigen. Genauso schnell, wie sie gekommen waren, verpufften die beiden Cullens plötzlich und an ihrer statt trat ein Bild von Aro, Caius und Marcus, das sich dann ihn ihn und Jane verwandelte, nur dass er irgendwie anders, genauer gesagt, spiegelverkehrt erschien. Nach kurzer Zeit verstand er, das das Bild nicht gespiegelt wurde, sondern richtig war. Natürlich, wenn er in eine Spiegel sah, sah er sich verkehrt herum, un nicht die anderen. Alec seufzte nochmal. Er würde bald einen Drehwurm im Kopf bekommen, so verwirrte ihn das ganze Durcheinander an 'Spiegelverkehrt' und 'verkehrt herum'. Mit einer Mischung aus Begeisterung und Mitleid ah Alec mit an, wie der Halbvampir in seinen Armen sich selbst quälte, ein innerer Kampf zwischen den Volturi und den Cullens, zwischen Chelesas Gabe und ihren Schwachstellen, denn die Bande zu ihren Eltern und Jacob konnte sie nicht durchbrechen. Schade. Und irgendwie auch nicht. Ihr Wille sollte ihr bleiben... aber eigentlich war es besser so. Sie sollte mit ihnen mitkommen, aber sollte es nicht ihre eigene Entscheidung sein? Mit ein bisschen Überredungskunst... nein, sie würde nie mitgehen, es war also nötig. Aber andererseits, wieso musste sie unbedingt mit? Sie war ungefährlich, und auf weitem Wege ging es doch viel mehr um Alice, oder nicht? Sie hatte im Grunde nichts damit zu tun. Verärgert merkte Alec, dass es ihm genauso ging wie Renesmee. Zwar nicht, für was er sich entscheiden sollte, aber ob es richtig war, was sie da taten. Natürlich ist es das, Alec, du bist ein Volturi, einer der beiden gefürchteten, außerordentlich begabten Zwillinge. Was ist nur los mit dir? Wieder sah Alec Bilder aus Renesmees Kopf. Beim Jagen. Mit ihrer Mutter.Wie sie im Wald vor sie getreten sind. Alec bemerkte, wie kraftloser Renesmee mit jedem Bild wurde. Er wollte ihr helfen, aber er wusste nicht wie, bis der Halbvampir sich schließlich tief in seine Arme sinken ließ, völlig erschöpft von ihrem inneren Kampf auf der ganzen reise zurück. Doch als er ihre Frage im Kopf sah, wie sie sich verhalten sollte, kam ihm der Gedanke, dass er wohl zumindest dabei ein bisschen helfen kann. Deshalb flüsterte er so leise, das sie es wohl gerade noch hören konnte, aber kein anderer: „Es ist deine Entscheidung. Aber wenn ich du wäre, würde ich zumindest so tun, als wäre ich vollkommen oder so gut wie uns, den Volturi, zugetan, dann musst du wohl mit weniger Schmerzen klarkommen.“ Es war ein Tipp. Sie musste ihn nicht annehmen, und er hatte auch nicht den Plan gestört, so wäre es nur angenehmer für Renesmee. Endlich kam die Stadt näher. Volterra. Alec brachte hin und wieder einen 'Ausflug', aber auf Schottland konnte er vorerst verzichten. Volterra war um einiges... gemütlicher, bequemer und einladender. Schnell rannten sie alle durch die engen Gassen, inzwischen ging Demetri voraus. Anscheinend konnte er es noch weniger abwarten, nach Hause zu kommen. Sie folgten ihm durch das Schloss, bis zum Thronsaal, wo Alec erst einmal innerlich aufstöhnte. Letizia war ja noch ganz in Ordnung, aber das diese Vampirin aufgenommen wurde, hätte er nicht gedacht. Immerhin gibt es keine Gefahr, sie könnte einen ihrer Plätze einnehmen, dachte Alec und grinste hämisch, bekam seine Gesichtszüge aber gleich wieder unter Kontrolle, als Demetri vor de Meister trat und bekannt gab, das sie zurückgekehrt waren, und das erfolgreich. „Schön, schön, schön! Renesmee und Jacob, willkommen in Volterra! Schön, dass ihr euch so schnell bereit erklärt habt, mit meinen werten Freunden mitzukommen…“, begrüßte Aro gespielt freundlich die Neuankömmlinge. Sowohl Renesmee als auch ihr Hund hatten ihren Willen wieder, das heißt, natürlich bis auf die Tatsache, das ihre Gefühle manipuliert wurden, aber Letizia und er hatten immerhin die Gaben zurückgezogen. Der Hund konnte sich also nicht beklagen, er hatte alles, was er wollte. Oder zumindest, was er dachte, das er wollte. Renesmee dagegen, die hatte eher einen Grund dafür. Blitzartig hob Alec den Blick, den er spürt, dass sein Schwester ihn anstarrt. Nicht so wie sonst, erfreut, ihn wiederzusehen, sondern … es sah fast aus als sei sie enttäuscht? Flink lief er zu ihr. „Jane, meine geliebte Schwester, was ist los mit dir?“, sagte er, während er sie zur Begrüßung umarmte. „Was mit mir los ist? Fragst du mich das im ernst? Sie dich doch mal an!“, zischte sie. Erschrocken wich Alec zurück. „Wieso? Was habe ich den getan?“ Er legte ihr die Hand auf die Schulter. „Und jetzt beruhige dich mal. Die neue Vampirin ist bestimmt nicht so schlimm, wie es jetzt scheint. Und ansonsten können wir sie immer noch loswerden.“ Natürlich konnte Alec spüren, das dies der Hauptgrund Janes Ärgernis war, und wie immer konnte er sie auch beruhigen. Aber dennoch erklärte es nicht, warum Jane so wütend auf ihn war. „Gut, das mag wahr sein.“, sagte sie, immerhin etwas besänftigt, „Aber warum hast du bitte diese Gör' hier reingetragen? Warum hast du Mitleid mit ihr?“ . Als Alec nicht antwortete, redete sie weiter. „Warum? Erklär' mir das. Und ja, ich bin eifersüchtig.“, fauchte sie, vermutlich, weil sie seinen Blick sah. Immerhin sagte sie es geradeheraus. Aber warum fragte sie so etwas? War das nicht normal? Renesmee musste man einfach gern haben. Nein, das ist nicht normal. Zumindest nicht für dich. Verdammt, reiß' dich zusammen und nimm dir ein Beispiel an Jane!, flüsterte ihm ein leises Stimmchen zu. Ein Stimmchen in seinem Kopf, das sehr lange still gewesen ist, wie es aussieht. Zu lange. Zum Glück hatte Jane es wieder zurückkgeholt. „Tut mir leid.“, sagte er leise zu ihr. „Und danke.“ Gegnüber jemand anderem hätte er sich niemals entschuldigt oder gar bedankt. Außer Aro vielleicht. Jedenfalls war er es seiner Zwillingsschwester gegenüber schuldig. Traurig über seine eigene Naivheit sah er hinüber zu dem Halbvampir, der vor Kurzem noch in seinem Armen gelegen hatte. Was hatte sie mit ihm angestellt? Wie hatte sie ihn dazu gebracht, an seiner Bestimmung zu zweifeln? Er gehörte zu den Volturi. Zu Aro, Caius, Marcus, den wachen und vor allem natürlich Jane. Und dorthin würde er immer gehören. |
|  | |  Sofibel Nomaden

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 | Thema: Re: Thronsaal So März 25, 2012 9:38 pm | |
| Sofibel war zwei Tage durch das erstrahlte Volterra gelaufen, in die Wälde gerannt und ein paar Camper außerhalb des Gebietes gejagt. Um noch ansehnlicher zu wirken hatte sie sich neue Kleider gekauft, auch wenn sie davon ausgehen konnte, das Schloss in der nächsten Zeit nicht mehr zu verlassen – vielleicht, weil sie getötet wurde, oder weil sie aufgenommen wurde. Mit einem leichten Lächeln lief sie wieder in das uralte Anwesen, vorbei an der Empfangsdame hinein in den Raum des Todes – den Thronsaal. Felix stand noch genau an der gleichen Stelle, an der er gestanden hatte, als sie das Gebäude verlassen hatte. Bei den Meistern schien es gleich und Aro legte eines dieser unergründlichen Facetten auf, äußerlich grinste er leicht unheimlich, aber innerlich musste es viel heimtückischer sein, wie alle Meister. „Wir haben lange darüber nachgedacht, ob wir dich endgültig privilegieren, dich uns anschließen zu dürfen. Am Ende waren wir uns einig, dass du eine Bereicherung wärst, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen.“, meinte der Mann, jedoch erkannte sie die Wahrheit der Worte, sie hatten Angst, dass sie das Geschehene erzählen würde, dass ihr jemand glauben schenken würde und sie jemand angreifen würde. Endgültig erklärte er nochmal: „Daher bist du ab diesem Zeitpunkt eine vollwertige Volturi!“ Ohne eine Regung in ihrem Gesicht verneigte sie sich dankend, sie bräuchte keine Worte um den Meistern zu sagen, dass deren Entscheidung gut war. Die Vampirin hatte sich schon darauf eingestellt, dass sie hier mit einem hohen Konkurrenzkampf rechnen musste und auch, dass sie hier durch manche Gaben kontrolliert werden würde – doch wenn man etwas forderte, musste man auch etwas geben, wenn es auch ein Teil der eigenen Meinung war. Sie wurde von einer fremden Wache geholt und bekam ein Zimmer zugeteilt, darin fanden sich schon einige dieser Umhänge. Ihre Jacke hing sie in den Schrank und zog eine Uniform an. Die Kapuze legte sie ordentlich auf ihren Rücken. Die Kleidung war am Oberkörper etwas enger und fiel weiter unten locker. Alleine ging sie abermals zurück in den Saal, ganz ruhig ging sie auf die Seite und stellte sich an die Wand, da sie nahende Schritte gehört hatte. Des weiteren hörte sie ein leises Seufzen von Caius, schaute aber nur unauffällig mit einem Auge hin. Er versuchte sie zurück gelehnt in seinen Holzstuhl nieder zu starren, doch auf seinen Lippen bildete sich nun ein anzügliches Grinsen. Sofia konnte sich nur vorstellen, was er dachte, doch die Richtung kannte sie. Er war eben offen für 'alles', dass hatte sie ja schon gewusst, auch für seine Wächterinnen.
Die Tür flog förmlich auf und sah Demetri, Chelsea, Alec, Letizia und zwei weitere Personen. Demetri sprach mit den Meistern und Alec ging zu seiner Schwester. Als sie die zwei Fremden näher anschaute, hatte sie eine Vision. Die beiden waren nicht freiwillig hier, wer würde auch schon freiwillig mit einer Wachen Eskorte hier her kommen. Gespannt wartete sie darauf, was der Grund für das Erscheinen der Beiden war. |
|  | |  Felix Volturi

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 | Thema: Re: Thronsaal So März 25, 2012 11:01 pm | |
| Felix schien die ganze Zeit, weahrend Demetris Abwesenheit so Lustlos. Er wollte nichts machen und auch niemanden bei sich haben. Felix Alexsander wollte einfach nur seine Ruhe haben. Nur mit aeusserstem Widerwillen, hatte er sich von Caius dazu ueberreden lassen, mit in den Thronsaal zu kommen. Nun stand Felix neben Caius am Thron und wartete, dass etwas passierte. Er befand sich gerade gedanklich bei seiner eigenen Familie, die seine jetzigen Meister getoetet hatten. Seine Schwester hingegen war diesem Tode entgangen. Doch war sie mit der Zeit sicher schon an irgend einer Krankheit verstorben. Wer wusste dies schon. Felix nicht und doch vermisste er sie immer noch sehr. Demetri, Letizia, Chelsea und Alec zurueckkehren, verkuendete Caius im Thronsaal. Demetri wuerde Felix's ganzen Frust abbekommen, der sich waehrend seiner Abwesenheit in Felix angesammelt hatte. Er schnaubte veraechtlich und gelangweilt. Ihm war es zu langweilig immer nur zu warten. "Vielleicht sind sie ja nicht alleine." Ja vielleicht waren sie nicht alleine, wenn sie wieder kamen. Aber wer sollte das wissen. Heidi kam zu Felix und nahm seine Hand. Er zog diese weg und sah Caius mit leerem Blick an. „Meister, wie ihr unschwer erkennen könnt sind wir zurück. Und wir haben Euch ein kleines … Präsent mit gebracht.“ Demetris Worte gingen wie ein nicht spuerbarer Windstoss an Felix vorbei. Obwohl er wissen wollte was das Praesent sein sollte, veraenderte sich ueberhaupt nichts an seinem Ausdruck. Als Demetri den Blick auf sein so genanntes Praesent frei gab haette Felix, waere er nicht schon laengst tot, einen Herzinfarkt erlitten. Vor ihm stand Renesmee die Tochter von Bella und Edward. Felix knurrte Demetri wahrnend an. Was hatte dieses Kind getan, dass es jetzt hier sein sollte und was wuerde mit ihr passieren? Diese und viele weitere Fragen draengten sich in Felix's Kopf auf. Felix verstand nicht was sein Freund sich dabei gedacht haben musste. Er wollte es eigentlich auch gar nicht wissen und doch irgendwie schon. Er war in einen Zwiespalt von Entscheidungen gefangen. |
|  | |  Marcus Volturi

Weitere Charas: Andromeda Black & Garrett Anzahl der Beiträge: 215 Anmeldedatum: 18.12.11
 | Thema: Re: Thronsaal Mo März 26, 2012 4:33 pm | |
| Zwei Tage waren vergangen, doch sie kamen ihm nicht länger als ein paar Minuten vor. Die Beratung, die einberufen worden war, um über das Schicksal des blonden Vampirmädchens zu entscheiden, hatte er nur nebenbei wahrgenommen und ab und an genickt, um den Anschein von Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Als würde es tatsächlich irgendwen interessieren, wenn er nicht mehr hier wäre! Aro allerdings war sein Ruf, der Ruf der Volturi, zu wichtig, als dass er ihn gehen lassen könnte, selbst wenn er hier nicht mehr zu tun hatte als eine der vielen Statuen. Im Grunde hatte er nur noch eine repräsentative Funktion - fast so wie die Queen. Sollte er jemals ernsthaft widersprechen, würde ihn jedoch vermutlich niemand wirklich beachten. Nicht, dass er einen Grund dazu hätte.
Nun saß Marcus also unbewegt wie eh und je auf seinem Thron, betrachtete das Kommen und Gehen der Wachen um ihn herum und auch wieder nicht, als sich die Tür öffnete und die vier Vampire zurückkehrten, die Aro vor wenigen Tagen erst auf eine Mission geschickt hatte - welche offensichtlich erfolgreich verlaufen war, traute man den selbstsicheren Gesichtsausdrücken. Wobei selbstsicher vielleicht das falsche Wort war. Freilich schafften sie es, mit dem nötigen Respekt aufzutreten, und nicht alle schienen wirklich zufrieden - ob mit sich oder etwas anderem, das sei an dieser Stelle nur von minderwertiger Bedeutung - aber Marcus kannte die Mienen jener, die versagt hatten und sich nun vor dem Zorn ihrer Anführer fürchteten. Jetzt konnte er davon nichts sehen. Mission erfolgreich beendet. Etwas anderes hatte höchstwahrscheinlich auch keiner der Anwesenden erwartet, schließlich waren mit Chelsea, Demetri und Alec drei der besten Wachen unterwegs gewesen. Eigentlich war diese Angelegenheit keines weiteren Gedanken würdig. Wäre da nicht die Tatsache, dass die vier Vampire zwei weitere Gestalten eskortierten. Er benötigte nicht lange, um den beiden Gestalten auch Namen und einen Hintergrund zuzuorden. Renesmee Cullen, Halbvampir, und Jacob Black, Gestaltwandler. Natürlich hatte Marcus um den geheimen Auftrag gewusst, den niemand in Gedanken formulieren durfte. Wozu sonst hätte sein Bruder so viele aussenden sollen? Doch es war etwas vollkommen anderes, das Ergebnis nun vor sich zu haben. Der Junge war sein Interesse nicht wert, ein halbstarker Mensch mit einer zufälligen Genkombination, die bewirkte, dass er sich in einen Wolf verwandelte, sobald er Vampiren ausgesetzt war. Das war etwas für Forscher wie Aro oder Carlisle, die nach dem großen Zusammenhang suchten und ihre Herkunft, die Herkunft des Übernatürlichen verstehen wollten. Ihn konnten solch wissenschaftliche Dinge schon lange nicht mehr begeistern. Nein, was seine Aufmerksamkeit fesselte, war das Mädchen, welches Alec hereingetragen hatte. Gewiss war sie auch was eine mögliche Forschung anging nicht zu verachten, immerhin war sie lediglich ein halber Vampir, und wenn er darüber nachdachte, das war sicherlich auch Aros Idee hinter der ganzen Aktion, doch ihn selbst brachte etwas anderes dazu, jede noch so kleine Bewegung von ihr mit Blicken zu verfolgen. An dieser Kleinen haftete eine Unschuld, wie er sie in diesen alten Mauern seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte. Selbst der neueste Zuwachs, die blonde Vampirin, die so nett und überhaupt nicht bösartig wirkte, war im Vergleich zu der Cullen der reinste Satan. Vielleicht lag es daran, dass sie die Einzige seit Urzeiten war, die keine Unsterbliche war. Der Tod verdarb einen, zwang einen nahezu dazu, finster zu werden. War es nicht die grundlegendste Bedingung ihrer Existenz, dass sie mordeten? Da war es egal, wie nett man aussah, man war dennoch ein Mörder, ohne Reue, ohne Strafe, sogar ohne ein Gewissen. Seine Gedanken huschten weiter und plötzlich fiel Marcus auf, dass er sehr wohl einen unschuldigen Vampir kannte, vermutlich den unschuldigsten, den es je gab. Carlisle.
Kaum merklich schüttelte der uralte Jüngling sein Haupt. Als hätten all diese Überlegungen auch nur den Hauch eines Sinns. Er war hier, er würde hier bleiben, mit der Hoffnung, dass ihr unsterblich scheinendes Leben womöglich doch ein Ende hatte, auch wenn der Funken Hoffnung, den er in dieser Hinsicht hegte, kurz vorm Verglühen war. Sein Blick streifte erneut das Mädchen - Renesmee - und unwillkürlich fragte er sich, wie lange sie bereits auf der Erde weilte. Er erinnerte sich an den Tag, als er sie das erste Mal gesehen hatte, auf dieser verschneiten Lichtung nahe dem Haus des vegetarischen Clans...
Lange waren sie gelaufen, eine unmenschlich erscheinende Strecke hatten sie an nur einem Tag zurückgelegt. Wie gut, dass sie keine Menschen waren. Nicht die ganze Zeit waren sie in jener disziplinierten Form gelaufen, wenngleich sie sie zugleich nie vollständig aufgelöst hatten. Wichtig war, dass die Meister geschützt waren - wie egal ihm das doch war! Zumal er sich gewiss selbst gut verteidigen könnte... wenn er wollte. Gut, vielleicht hatte Aro nicht ganz Unrecht mit dieser Taktik. Der 'Bann' von Chelsea unterband jegliche Fluchtversuche, aber er konnte nie garantieren, dass er sich nicht doch von anderen töten ließ. Und natürlich hatten sie diese Formation auch für die zwei Frauen. Er konnte immer nur kurze Blicke auf Sulpicia und Athenodora erhaschen, so viele Wachen waren um sie herum positioniert, direkt zwischen ihnen lief Corin. Bei dem Namen dieser bestimmten Wache zuckte Marcus innerlich zusammen, in Erinnerung daran, wie er ihr einst beinahe den Kopf abgerissen hätte, weil sie ihm wie ein Schatten folgte. Er wollte keine künstliche, manipulierte Freude, er brauchte niemanden der ihn aufheiterte. Er war zufrieden mit seinem Kummer. Nur hatte dieses lästige Weibsbild das nicht verstehen wollen... bis er sie fast getötet hätte eben. Aro hatte gelacht, als er von der Reaktion seines Bruders erfuhr. Aro lachte viel zu viel, irgendwann verlor es seinen Sinn als Ausdruck von Freude und wirkte einfach nur noch verrückt, nahezu psychopathisch. Wie es für die beiden Vampirinnen wohl sein mochte, nach so langer Zeit endlich wieder ihr Gefängnis zu verlassen? Beinahe schmerzhaft schoss ein Gedanke durch seinen Kopf. Nie hätte Aro es gewagt, seine Schwester auf die gleiche Weise einzusperren, wie er es nun mit seiner Frau tat. Er hatte Didyme nahezu verehrt und konnte seiner kleinen Schwester keinen Wunsch abschlagen. Und selbst wenn nicht, sie hätte einen Weg gefunden, ihre Freiheit weiterhin zu behalten. Eine leichte Berührung schreckte ihn auf. Aro. Das Gesicht seines Bruder verzog sich zu einem traurigen Lächeln. "Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Ich vermisse sie auch." Zu gerne würde er ihm Recht geben, doch Marcus wusste, dass Aro nicht einmal annähernd wusste, wie er sich fühlte. Er konnte es nicht nachvollziehen, nicht solange Sulpicia am Leben war, und selbst wenn sie sterben sollte, war er sich nicht sicher, dass es das Gleiche sein würde. Ja, er hatte seine Schwester verloren und das war gewiss tragisch für ihn. Doch er, Marcus, hatte seinen kompletten Lebensinhalt verloren, seine Frau, beste Freundin, sein Glück, seine Liebe... sein ganzes Leben. Vielleicht sollte er Aro die Hälfte seines Körpers nehmen, um ihm das zu verdeutlichen. Wobei die Hälfte bei weitem nicht ausreichend war. Er müsste ihm schon alles nehmen, und nur den Teil des Gehirns übrig lassen, der für das rein rationale Denken verantwortlich war, und selbst dann hätte er höchstens einen kleinen Einblick in das, was sein Leiden ausmachte. Aber er schwieg, wie er es bereits seit Jahrhunderten tat, zeigte keinerlei Reaktion auf die mitfühlenden Worte. Mitgefühl gehörte zu dem Teil, der ihm gemeinsam mit Didyme genommen worden war. "Wir sind gleich am Ziel." Auf dieses Kommando hin, das eigentlich keines war, festigten sämtliche Wachen augenblicklich ihre Formation. Die Prozedur, die nun folgen würde, war allen bestens bekannt. Es bedurfte kaum noch irgendwelcher Signale, dieses selbstsichere, gleichmäßige Auftreten, das den meisten ihrer Gegner bereits eine Höllenangst einjagte, noch ehe sie sich überhaupt richtig gegenüber standen. Wie in Trance schritt Marcus langsam fortwärts, als wäre sein Geist gar nicht anwesend. Nur sein Körper war auf der schneebedeckten, weiß leuchtenden Lichtung im Nordwesten der Vereinigten Staaten, der Rest verweilte irgendwo um das Jahr tausend vor Christus herum im südlichen Europa. Dennoch sah er alles, was um ihn herum geschah. Es war nichts anders als sonst. Aro wollte etwas haben. Also zog er los, um es sich zu holen. Weigerte es sich, zu ihm zu kommen... nun ja. Wie gesagt, nichts Ungewohntes. Abgesehen von dem Mädchen. Es hieß, sie sei ein unsterbliches Kind. Mit diesem Vorwurf war die Zeugin bei ihnen aufgetreten. Doch nun, als er sie vor sich sah... ließ man ihre Schönheit außer Acht, konnte er beim besten Willen nichts Unsterbliches an ihr erkennen. Die rötlichen Locken, die ihr zartes Gesicht umrahmten, glänzten in der Wintersonne. Sie sah aus wie ein kleiner Engel eines bekannten Kunstwerks. Wie töricht er geworden war mit den Jahren. Wie oft hatte er in seiner Existenz nun schon eines jener Monster gesehen? Sie alle schienen wie das Wundervollste, das es überhaupt geben konnte, und sie alle waren tödlich und gefährlich.
...und wie sonderbar erleichtert er doch war, als sich das Ganze als Irrtum herausstellte...
Die Stimmen im Thronsaal rissen Marcus abrupt aus seinen Erinnerungen. Renesmee hatte sich sehr verändert, in dieser kurzen Zeit. Mehr als es Vampire je könnten, mehr als es Menschen je tun würden. Ein weiterer Beweis für ihre Einzigartigkeit. Ihre Emotionen mussten verrückt spielen, wenn er sich ansah, was Chelsea so angerichtet hatte. Normalerweise handelte sie sehr zuverlässig und sicher, wofür er selbst das beste Beispiel war, doch die Beziehungen in diesem Zirkel waren anders, fremdartig. Eng. Der Junge schien keine Probleme zu bereiten, allem Anschein nach war er ohnehin nur wegen Renesmee dabei, aber sie war sehr stark an ihre Familie gebunden, etwas, was er bereits festgestellt hatte, als er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Die Meisterin der Manipulation hatte nun versucht, diese Bindungen zu lockern, was ihr mehr oder weniger misslungen war. Allerdings hatte sie gleichzeitig Neue hinzugefügt, Liebe und Zugehörigkeit zu den Volturi, die jene Alten überlagerten. So gut es eben möglich war. Vermutlich war es die beste Lösung, wenn man sie nicht irgendwo anketten wollte, aber auf Dauer würde es kompliziert werden. Er kannte Aros Ziele, zumindest einen gewissen Teil, und über den Rest konnte er mittlerweile recht treffende Vermutungen anstellen. Dennoch, obwohl sein Verstand es ihm erklären konnte, konnte er nicht nachvollziehen, warum sein Bruder das Mädchen hatte entführen müssen. Hätte er sich nicht mit einem anderen der Cullens begnügen können, zum Beispiel mit dieser Alice? Warum hatte es ausgerechnet die Kleinste von ihnen sein müssen? Wie alt war sie wohl... doch sicher nicht älter als fünf Jahre, obwohl sie vom Aussehen her eine Jugendliche war.
Marcus erinnerte sich an die Worte, die ein Nomade ihnen einst entgegen geschleudert hatte, an jenem Tag um genau zu sein. "Bist du etwa mein König?" Manchmal führten sie sich so auf, als wären sie es. Wobei er auch von der Bezeichung als Götter bereits gehört hatte. Die zweite Variante fand er passender, nicht etwa weil es ihm besser gefiel, sondern aufgrund der vielen Parallelen. Natürlich waren sie unsterblich - und ebenso jeder andere Vampir - doch das war noch lange nicht alles. Sie waren gefürchtet und gehasst, und ab und an bildete er sich sogar ein, dass es manche gab, die sie liebten, woher sonst kamen ihre ganzen Neuzugänge? Sie griffen in das Geschehen ein, in die Kämpfe zwischen jenen, die ihnen unterlegen waren, aber immer in einer unantastbaren, übergeordneten Rolle als die Unbesiegbaren. Sie spielten beinahe mit ihnen. Und sie erwarteten Respekt. Man konnte die Volturi hassen, doch man musste ihnen mit dem nötigen Respekt begegnen.
Zum ersten Mal seit Jahrhunderten wartete der Untote wieder halbwegs gespannt auf den Ausgang der aktuellen Ereignisse. |
|  | |  Letizia Donna-Ferro Volturi

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 | Thema: Re: Thronsaal Mo März 26, 2012 7:47 pm | |
| cf.: Fort William - Außerhalb - Der Wald So liefen sie ziemlich lange und sie merkte förmlich, wie sehr ihr totes Herz nach ein bisschen Sonne sehnte. Immer noch waren sie auf der regnerischen Insel, die anscheinend nicht enden wollte. Der Hinweg schien wesentlich kürzer gewesen zu sein. Bald hatten sie endlich die schottische Grenze erreicht und dann tat sich etwas. Der Schild vibrierte bei dem kleinen Mädchen, das hieß, dass es sich versuchte zu bewegen, was natürlich total vergeblich war. Der große Junge neben ihr blieb aber still. Was war passiert? Immer mehr versuchte sie sich zu wehren, aber die einzige Bewegung zu der sie fähig war, war das Laufen zu dem Leti sie zwang. Auch Alec schien irgendwie unruhig zu sein. Hatte er ein Problem mit seiner Gabe? Plötzlich sagte er: „Ich trage sie.“ Was war denn jetzt mit ihm los? Als er sein Gesicht nach hinten drehte, sah man dass er selbst verwirrt von sich war. „Sie ist nur ein Halbvampir. Überlegt doch mal, wie langsam sie selbst ist, wenn sie rennt. Ich will nicht, dass wir Jahre brauchen, bis wir wieder in Volterra sind“, erklärte der Junge dann. Für Leti klang das zwar nicht gerad überzeugend, aber wenn es dazu beitragen würde schneller nach Hause zu kommen, war es ihr recht. Sie ließ die beiden anhalten und lockerte die Hülle, um das Mädchen ein bisschen. Alec hob sie ohne Mühe hoch und dann liefen sie weiter. Diesmal trat jedoch Demetri mit an die Spitze und Alec bildete mit ihr das Schlusslicht. Jedoch behielt sie den dunkelhäutigen Jungen zwischen den Volturi laufend. Kurz wandte auch er ein paar Worte an sie: „Interessanter Ausflug, nicht wahr? Deine Gabe hat sich aber auch ganz gut gemacht.“ „Ja, kann schon sein, aber ich wäre trotzdem lieber in Volterra ... Danke“, war das Einzigste, was sie darauf antwortete, da sie merkte, dass er eh geistig abwesend war. Da sie davon ausging, dass Alec schon darauf aufpassen würde, dass die Kleine nicht abhauen würde, ließ sie ihren Schild von ihr los, behielt ihn aber stets um den Jungen. Er hatte seinen Willen nicht wieder bekommen – zumindest hatte er sich noch nicht gewehrt – und deshalb würde er vermutlich, wie ein Plumpsack zu Boden fallen ohne ihre „Stütze“.
Als sie wieder auf dem Festland waren, wurde es bereits wärmer und die Nässe hatte sie hinter sich gelassen. Ab Frankreich blickte Leti immer wieder hinüber zu den beiden. Auch wenn die Italienerin es nicht glauben wollte, aber es wirkte, als würde das Mädchen es genießen und keine Angst haben, obwohl sie ihren Willen wiederhatte. Das kleine Mädchen schien zufrieden, hatte ihr Los akzeptiert. Man sollte meinen sie würde traurig sein, weil sie ihre Familie „verlassen hatte“, wenn die Bande zwischen den Cullens wirklich so stark war, wie die Volturi annahmen. Aber bald befasste sie sich lieber damit, dass sie Volterra immer näher kamen. Als die kleine Gruppe die italienische Grenze überquerten und Leti somit wieder in der Heimat war, machte ihr nicht schlagendes Herz einen freudigen Sprung. Endlich daheim!
Als sie die Mauer Volterras durchschritten, war es bereits dunkel. Die Sonne, die sie so vermisst hatte, begrüßte sie nicht. Stattdessen hingen die Sterne und der Vollmond am Himmel, der die Haut der Vampire leicht zum Glitzern brachte. Einige Touristen befanden sich noch in den Gassen und die Einwohner saßen in ihren kleinen Häusern und verbrachten die Zeit mit ihren Familien. Sofort erinnerte sie sich an die warmen Sommerabende mit den wichtigsten Menschen ihres Lebens, damals als sie noch ein kleines Kind war. Mia und sie lagen bis es dunkel wurde immer im Pool, weil es die einzige Möglichkeit war, die Hitze zu überleben. Danach sind sie in Haus gegangen und haben mit ihren Eltern und Davide Brettspiele gespielt. Es kam ihr vor, als wäre es erst gestern gewesen, wie ihr Bruder beleidigt ins Zimmer ging, weil er verloren hatte und alle über seinen Gesichtsausdruck gelacht haben, wie ihre herzliche Mutter ihm kurz darauf gefolgt war, um ihn zu trösten. Mit einem Seufzen riss sie sich aus den Gedanken und konzentrierte sich darauf unerkannt durch die dunklen Gassen zu laufen. Immer dem Tracker hinterher, der plötzlich neben einem Gullideckel anhielt und ihn aus dem Loch hob. Kurzerhand sprang er hinein und verschwand in der Dunkelheit. Sofort hörte sie die hohlen Schritte im Untergrund, die sich weiterbewegten. Chelsea sprang hinterher und Leti ließ zuerst den stinkenden Jungen springen. Danach ließ auch sie sich von der Dunkelheit verschlucken. Unten roch sie die leichten Noten vieler verschiedener Vampire. Vermutlich war dies eine Untergrundlabyrinth, welches den Volturi erlaubte sich schnell, aber ungesehen durch die Stadt zu bewegen. Ein Lob an den Erfinder. Leti hielt das für eine sinnvolle Idee, denn so mussten sie nicht im Sommer mit etlichen Schichten an Kleidung durch Volterra laufen. Schnell fasste sie sich wieder und folgte den beiden Volturi vor ihr. Nur wenige Sekunden später konnte sie auch das Klackern von Alec Schuhen hören. Ein kleiner Blick nach hinten verriet ihr, dass er das junge Ding immer noch trug. Warum trug er sie immer noch? Warum hatte er das überhaupt getan? Das Verhalten passte so gar nicht zu einem eingebildeten Volturi. „Alec, ich bin mir sicher, dass die Kleine auch alleine laufen kann. Wir stehen nicht mehr unter Zeitdruck“, wandte sie sich mit monotoner Stimme an Alec, behielt ihren Blick aber auf die Vampire vor ihr gerichtet, „ach, und wenn du schon dem bedürftigen Mädchen ihren Willen schenkst, dann kannst du Stinker doch auch den Gefallen tun. Weglaufen kann er eh nicht.“ Die Cullen ließ er runter, aber der Junge blieb bewusstlos. Kurz darauf kamen sie bei den Schlosskatakomben an und bald darauf standen sie vor der großen Doppeltür, der in den Thronsaal führte. Demetri hielt kurz inne und auch sie lauschte. Es schienen alle dort zu sein. Die Meister, die Wachen und Sofibel, was wohl bedeutete, dass die Scheinzerbrechliche es geschafft hatte aufgenommen zu werden. Ein freudiges Lächeln bildete sich auf dem wunderschönen, italienischen Gesicht und konnte selbst von dem Anblick Janes, der sich ihr bot, als sie durch das Tor schritten, nicht ruiniert werden. Demetri führte die Gruppe zielgerichtet direkt vor die Throne. Dort blieb er stehen und verbeugte sich ehrfurchtsvoll. Chelsea nur wenige Schritte hinter ihm, tat es ihm nach und dann Leti und Alec gleichzeitig. Die kleine Cullen ging vorsichtig zu ihrem Partner und nahm seine Hand. Das Bild war auf eine gewisse Weise rührend, aber Leti konnte nur mit den Mundwinkeln zucken. Was glaubte das kleine Ding denn, was passieren würde? Dass ihr Schatz durch ihre Berührung aufwachen würde? Erst wenn die Volturi es wollten, passierte etwas in Volterra, nicht, wenn so ein unbedeutendes kleines Mädchen es wollte. Aber doch war in ihrem Gesicht keine Angst zu sehen, sondern Faszination, Sympathie und … Zufriedenheit. Plötzlich pochte es wieder unter ihrem Schild. Die neue Volturi blickte zu Alec, der ihr bedeutungsvoll zu nickte. Ihr Blick abwendend löste sie vorsichtig ihren Schild von dem großen Jungen, sodass er sich höchstens ein Stück bewegen konnte und die erste Handlung war, dass er den Händedruck erwiderte. Wie rührend, dachte die Italienerin sarkastisch. Demetri hatte gerade eben das Wort an die Meister erhoben: „Meister, wie ihr unschwer erkennen könnt sind wir zurück. Und wir haben Euch ein kleines … Präsent mit gebracht.“ In seiner Stimme lag eine widerliche Arroganz und Leti konnte ihr Temperament nur noch gerade so beherrschen, sodass sie ein Schnauben unterdrücken konnte. Wir? Alec, Chelsea und sie hatten doch die wichtigste Arbeit erledigt und er lobte sich mit einem Wir?!, dachte sie sich scharf, dabei sollte sie es nicht überraschen. Bei den Volturi kämpfte jeder für sich und klaute sich so viel Lob, wie möglich. Nun lenkte Demetri die Aufmerksamkeit auch noch geschickt auf die anderen, in dem er zur Seite ging. Der Stinkende hatte nun eingesehen, dass er keine Chance hatte und deshalb ließ sie ihren Schild sich zurück ziehen, ließ ihn aber noch im Raum stehen, damit sie im Notfall sofort bereit war einzugreifen. Zum Beispiel, wenn einer der naiven Cullens glaubte doch eine Chance auf Flucht zu haben. Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Meister. Aro war voller Euphorie aufgestanden und klatschte in die Hände, während er sagte: „Schön, schön, schön! Renesmee und Jacob, willkommen in Volterra! Schön, dass ihr euch so schnell bereit erklärt habt, mit meinen werten Freunden mitzukommen…“ Der Obermeister versteckte den Sarkasmus ziemlich gut, aber einen leichten Hauch konnte man doch erkennen, den er aber schnell mit dem fröhlichsten und glaubwürdigen Lächeln wettmachte. Sein Blick ruhte auf den beiden Kindern. Jetzt hieß es wohl warten, bis der Rest der unachtsamen Vampire kamen, um die beiden in einem vermeintlichen Versuch retten zu wollen. Nebenbei bemerkte sie, wie Alec zu Jane lief und da plötzlich fiel ihr die unübersehbare Ähnlichkeit auf. Sie waren definitiv Geschwister. Gleichzeitig hatte das vor und Nachteile. Einerseits schien Alec nicht mehr ganz so angewidert von ihr und konnte Jane vielleicht ein bisschen umstimmen, aber wo blieb da denn der Spaß? Ihr Blick wanderte durch den Saal und blieb bei Sofibel hängen, die bereits ihren grauen Volturiumhang anhatte. Leti spielte mit dem Gedanken sich vielleicht ebenfalls neue Klamotten zu zulegen. Es freute sie wirklich, dass Aro ihre Gabe mehr schätzte, als ihren zu lieben Charakter. Doch die blonde Volturi schaute in eine andere Richtung. Leti folgte ihrem Blick und traf auf eine wütende Chelsea. Da hatte die Neue schon Ärger mit Jane und Chelsea gehabt? Da war sie vermutlich auf eine „Freundin“ angewiesen. Auch wenn Leti gerne mit ihr befreundet sein würde, so wäre das bei den Volturi wohl schwer, denn die Königsfamilie war keine Familie, so wie Sofibel es annahm. Die Volturi waren ein mächtiger Clan bestehend aus lauter Einzelgängern, die lieber einen unter ihnen töten würde, als ihren Posten als angesehene Wache zu verlieren. Entweder man tötet oder man wird getötet, so spielte das Leben.
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|  | |  Caius Volturi

Weitere Charas: / Anzahl der Beiträge: 481 Anmeldedatum: 05.08.11
 | Thema: Re: Thronsaal Do März 29, 2012 8:17 pm | |
| Nasser Hund. Schon lange bevor Demetri die Pforte des Thronsaales von außen öffnete, drang der Gestank in Caius Nase, weshalb er angewidert die Lippen kräuselte. Das war ja auf eine halbe Meile nicht auszuhalten! Resigniert seufzend winkte er das neuste Mitglied der Volturi ungeduldig beiseite, da sie im Weg stand, Verbeugung hin oder her. Erwartungsvoll schaute er auf die Tür, die im selben Moment aufging, ehe sein Blick auf Demetri fiel. Dessen Mimik war wohl fast so exzellent kalt und gefühlsstarr wie seine eigene, doch nur fast. Sie hatte noch immer nicht den Tiefgang, daran musste der Tracker wohl noch ein bisschen üben – aber dafür hatte er ja noch viele Jahrtausende Zeit. Viel interessanter als der große, hagere Vampir waren jedoch die zwei Wesen, die sich hinter Demetri verbargen. Dem durchaus um einiges wichtigerem, dem Halbvampir, wünschte er den Tod. Sie Es sollte nicht existieren. Es war eine Missgeburt. Ein Fehlerhaftes Objekt. Und so etwas konnte die Welt der Volturi und auch die gesamte Welt der Vampire nicht dulden. Es war eine Schande, eine verdammte Schande! Ein Hohn für jeden verdammten noch existierenden Vampir. Die ach so geniale Familienbande der Cullens war ja bereits eine Schande, ein Dorn in Caius’ Auge, denn immerhin weigerten sie sich anzunehmen, was sie waren. Sie weigerten sich, die Gabe, die ihnen gegeben wurde, zu akzeptieren. Wahrlich eine Schande! Aber noch viel ekelerregender war es, dass sich ein Vampir mit einem Menschen gepaart hatte. Und das, obwohl der Vampir der natürliche Todfeind der Menschen war! Das war ja so, als würde das Karnickel den Wolf lieben und mit ihm ein Junges zeugen. Das war ja widerwärtig. Der Ekel, den er innerlich empfand, trug Caius natürlich nicht nach außen weiter. Er wirkte wie immer entspannt, emotionslos, fast wie eine Statue. Doch als er Aros schleimige Worte hörte, unterdrückte er gerade noch so einen tiefen, resignierten Seufzer. Auch nach den Jahrtausenden schien sein Bruder noch immer nicht verstanden haben, dass man mit um den Brei Herumreden nicht zum Ziel kam. Aber gut, vielleicht musste er selbst Aro nur ein paar weitere Jahrtausende geben, bis er es endlich einsehen würde. Wenn er es wirklich tat, würde sich Caius sogar zu etwas sehr Humorvollem erniedrigen. Kuchenbacken, oder etwas Derartiges.
Zurück also zu der fröhlichen Veranstaltung im Thronsaal, die Teil des Wachsfigurenkabinetts sein könnten, so leblos schienen sie alle zu sein. Caius seufzte genervt, ehe Aro verkündete, dass er etwas “äußerst wichtiges“ mit Chelsea zu besprechen. Elegant schwebte der Meister förmlich die Treppen zu ihren Thronen hinab und verließ, gefolgt von Chelsea, die große Halle. „Nun, kleine Renesmee.“, schnurrte Caius und imitierte humorlos das schleimige Verhalten Aros, „dann zeig uns mal, was du kannst.“ Vielleicht wird sie ja in dem Kampf aus Versehen getötet. Oder mindestens mal schwer verletzt. Wie schade für die Cullens, wenn ihr Smaragd einen Einschuss bekäme., dachte bei sich, während sich ein herausforderndes, herabwürdigendes Grinsen auf seinem Gesicht breit machte. „Jane, Alec?“, wandte er sich mit einem leichten Kopfnicken an die Besagten, als wären die zwei seine absoluten Lieblingswachen, wobei allerdings eher das genaue Gegenteil der Fall war, „wäret ihr so freundlich?“ Satan, diese Freundlichkeit hing ihm ja nun bereits zum Halse heraus – wie zur Hölle ertrug Aro dies so lange? Aber gut, zusammenreißen, weiter machen. Außerdem wäre ein Kampf zwischen dieser Halbvampirin und den Zwillingen wohl durchaus interessant. Während Jane und Alec sich also in die Mitte des Thronsaales bewegen sollten, wandte sich Caius mit seiner Aufgabenverteilung munter weiter an Letizia, Sofia-Isabella und Felix und starrte sie für einen Moment nieder, ehe er anfing zu sprechen. „Und Felix, Letizia, seid doch so gut und zeigt unserem neusten Mitglied unser Domizil. Und sucht bitte nach Heidi. Es ist wohl an der Zeit, das einige weitere neugierige Touristen unsere mächtigen Hallen bewundern können.“ Ein leicht anzügliches Grinsen entstand für einen Sekundenbruchteil auf seinem Gesicht, ehe er sich dem schwarz gekleideten Mann zuwandte. „Komm her.“, forderte ihn leise aber eindringlich auf und zeigte dabei in keiner Weise, dass Demetri in Caius Augen der mächtigste und zugleich zuverlässigste der Wachen war. Während sich alle möglichen Vampire also auf den Weg machen winkte er den beiden Volturi und dem Halbvampir zu, dass sie endlich anfangen sollten. Nachdem die drei besagten Volturi auf der Suche nach Heidi und einer persönlichen Führung – die Caius natürlich nur angeordnet hatte, um Sofia-Isabella nicht von Anfang an überdrüssig zu sein (was womöglich zu spät war) – den Thronsaal verlassen hatten, wandte sich der Meister an den nebenstehenden Demetri. „Nun denn, berichte.“, forderte er ihn kühl auf und so leise, dass nur er es hören konnte, „und wie sie sich geschlagen?“ Währenddessen wanderte sein Blick zu den Kämpfenden, ehe er auf dem etwas verunsicherten Wolf liegenblieb. Bevor er sich gänzlich dem Bericht Demetris widmete, erhob er noch einmal die Stimme, begleitet von einem Kopfnicken in die Richtung besagter Ecke: „Geh dort drüben in die Ecke und mach Sitz!“
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|  | |  Nessie Cullen Cullens

Weitere Charas: Regulus Black Anzahl der Beiträge: 28 Anmeldedatum: 24.08.11
 | Thema: Re: Thronsaal Fr März 30, 2012 9:23 pm | |
| cf.: Fort William - Außerhalb - Der Wald
Volterra. Eine kleine Stadt in mitten Italiens, und doch war sie der sicherste und begehrenswerteste Platz, den sich ein Vampir nur wünschen konnte. Ihn betreten zu dürfen, zu den drei großen Volturi vorgelassen zu werden, geschweige denn ihnen zu dienen war die größte Ehre, die einem von ihnen in irgendeiner Weise zuteil werden konnte. Doch es waren die Stadt und ihre Bewohner, vor denen man die kleine Renesmee Cullen schon immer gewarnt hatte. Die Halbvampirin verspürte tief in ihrem Inneren leichten Unmut aufsteigen , doch sie konnte nicht anders als die Stadt zu bewundern. In der Dunkelheit, von den Augen der Menschen ungesehen, bewegte sich die Formation durch die Straßen des nächtlichen Italiens. Doch Renesmee sah sie. 2 Menschen – eine Frau und ihre Tochter und dieses Bild setzte sich für einige Minuten in ihrem Kopf fest. Prompt flogen ihre Gedanken zurück nach Hause , nach Fort William. Sie dachte daran wie ihre Familie wohl reagierte , wenn sie herausfand das sie und Jake auf einmal weg waren. Gewiss mussten sie nur eins und eins zusammenzählen und wussten wer hinter dieser Entführung steckte. Renesmee merkte wie ihr in Alecs Armen alle Farben aus dem Gesicht wichen. Der Halbvampir dachte an ihre Mutter und wie die Sorge um ihre Tochter sie quälen würde. Ihr Vater würde womöglich alle Schuld auf seine Schultern laden. Die Cullen kam nicht drum herum ein schlechtes Gefühl zu bekommen , schweiften ihre Gedanken auch nur eine Sekunde zu ihrer Familie ab. Doch dann blickte sie wieder in die Gesichter von Demetri und Chelsea und die Cullens waren vergessen. Es quälte Nessie innerlich , dieser Zwiespalt , sie konnte ihn nicht lange ertragen. Von innen heraus zu sterben , alle glücklichen Gefühle zu begraben , ihrer ganzen Persönlichkeit für immer auf Wiedersehen zu sagen – all das schien ihr die beste Lösung um ihren Aufenthalt hier zu überleben. Langsam drängte sie ihre Familie aus ihren Gedanken und dachte an die Volturi , denen sie gleich begegnen würde. Die Königsfamilie löste in ihr ein nie gekanntes Gefühl der Zugehörigkeit aus , was sie jetzt schon nicht mehr missen wollte. Man hatte ihr berichtet von den großen Volturi, ihren prachtvollen Festen, ihren glorreichen Schlachten, ihren, so wie die Cullens fanden, unglaublich furchteinflößenden Wachen. Die junge Halbvampirin fand sie zum jetzigen Zeitpunkt eher… besonders. Großartig. Je mehr sie über diesen fremden Clan, von dem sie doch fast nichts wusste, bis auf die Tatsache, dass diese ihre Familie hassten, hörte, desto mehr wurde sie in deren Welt hinein gezogen, und desto mehr wollte sie dazu gehören, auch wenn sie selbst ihr Talent eher langweilig fand. Doch würden die Volturi sie wirklich akzeptieren oder war sie nur ein Mittel zum Zweck? War sie überhaupt für jemanden nützlich? Renesmee schüttelte den Kopf – sie gehörte , wenn auch nur für kurze Zeit , zu den Volturi. Doch Aro würde sie wollen. Nicht zu vergessen war , das Nessie Alice Gabe komplett wirkungslos erscheinen ließ. Das war doch schon einmal etwas. Als sie schließlich die Tore der alten und ehrwürdigen Stadt hinter sich gelassen hatte, gönnte sie sich zum ersten Mal in den letzten Stunden einen ruhigen Atemzug. Zum ersten Mal dachte sie wirklich daran, dass sie nun frei war, frei und sicher. Und ihre Familie? Sie würden Nessie nicht folgen. Diesen Kampf würden sie dieses Mal verlieren, und das würde dann doch keiner von ihnen riskieren. Und irgendwie beruhigte das die Cullen. Ich bin frei , dachte sie immer noch ungläubig und doch mit Freude und großen Erwartungen im Bauch. Renesmee wollte Freiheit, Kraft, und ihren eigenen Willen. Die Volturi konnten ihr das geben , sie und niemand anderes. Auch, wenn das bedeuten würde, dass ihre Familie nun einmal ganz hinten anstehen würde. Für eine ziemlich lange Zeit. Vielleicht auch für immer, wer wusste das schon? Doch eines konnte sie nicht abstellen. Das Herz der Halbvampirin schmerzte , als beginge sie einen großen Fehler. Und als sie sich auf den Weg zum Thronsaal machten , durch die Gänge der Volturi Hochburg gingen , schien es fast so als lege sich eine eiserne Hand um ihr Herz um es für immer zu Stahl verwandeln. Was würde sie erwarten? Sie war eine Cullen , ob es ihr gefiel oder nicht. Viele Volturi würden sie nicht akzeptieren , doch sie würde es ihnen allen beweisen. Doch hatte sie dazu überhaupt eine Chance? Kurz flammte in ihrem Kopf der Gedanke auf das sie nur nach Volterra gebracht wurde , um die Cullens hier her zu locken. Würde man Nessie und Jacob in einen Keller sperren , sie foltern? Doch ihr blieb keine Zeit länger darüber nachzudenken. Es dauerte nur wenige Augenblicke, dann wurde die riesige Tür des Thronsaales aufgetan und langsam traten alle ein – Alec , Letizia , Demetri und Chelsea. Zögerlich schaute Renesmee sich um. Es sah aus wie der Thronsaal, den sie aus den Beschreibungen ihrer Verwandten kannte. Es war ein weiter, prunkvoller Raum , der an fremde, prächtige Zeiten erinnerte, in denen noch Könige und Kaiser über das Geschehen in der Welt herrschten. Die Volturi hatten es alle gesehen, alles miterlebt. Vielleicht war einer von ihnen dabei gewesen als Marie Antoinette ihr Leben verlor oder Henry der Achte in England herrschte. Sie alle waren Teil des Geschichtsunterrichts, den Carlisle ihr erteilt hatte (natürlich hatte er sie nicht auf eine normale Schule geschickt, damit sie ja nicht vergessen konnte, dass sie etwas ach so besonderes war)genauso wie ein weiterer, unsichtbarer Teil, von dem die Menschen nie etwas mitbekommen hatten. Und doch hielten die Volturi alle Fäden in der Hand. Egal worum es ging, ob Angelegenheiten in der Vampir- oder Menschenwelt, an den Volturi war es, sie zu regeln, denn allein dieser Clan hatte die Macht dazu. Die Last einer ganzen Welt, vielleicht sogar zwei ganzen Welten lastete auf ihren Schultern und bis jetzt hatte sich in der Vampirgeschichte niemand jemals so würdig dazu bewiesen wie die Volturi. Niemand anderes wäre dazu imstande.
Als nächstes fielen der Halbvampirin drei Kreaturen ins Auge, die in der Mitte des Podests standen. Renesmee wusste bereits, wer die drei waren. Aro, Marcus und Caius. Die drei Volturi, die Königlichsten unter den Vampiren dieser Welt. Trotz allem, was sie über das Trio gehört hatte, nichts hätte sie auf diesen Anblick vorbereiten können. Sie waren so erschreckend und wunderschön zugleich, wie sie da saßen, mit aller Eleganz, die sie ausstrahlten und der Macht, die von ihnen auszugehen schien. Ihre Haut schien durchsichtig und doch fest, ihre Augen schimmerten leicht unter dem dünnen Film, der diese zu belegen schien. Nessie fand schlichtweg keine Worte für die Volturi. Sofort fiel ihr der größte von ihnen, ein schwarzhaariger Vampir mit einem überglücklichen Gesichtsausdruck ins Auge – Aro, kein Zweifel. Alec ließ sie sanft aus seinen Armen gleiten und ging dann auf einen blonden , kleinen Vampir zu. Jane , hauchte eine Stimme in Nessies Gedanken. Unweigerlich überzog Nessie eine Gänsehaut. Die Augen , die zu Schlitzen verengt waren und der Blick , indem nur Hass und Verachtung zu erkennen war. Für einige Momente wurde die Cullen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sie war hier nicht Willkommen und Jane würde keine Chance auslassen ihr das auch deutlich zu machen. Eh Renesmee den Blick von den Zwillingen abwandte , bemerkte sie noch wie die zwei in eine Diskussion verfielen. Und die Cullen glaubte den Grund zu kennen. Alecs Sorge um sie war ehrlich gewesen , keine Hinterhältigkeit hatte sie an ihm erkennen können. Man sah es ihm an. Sein Blick hatte nicht die Kälte und Härte wie der seiner Schwester. Wenn es einem Halbvampir auffiel , der Alec seit Jahren nicht gesehen hatte , dann fiel seiner Zwillingsschwester gewiss auf. Sie wusste nicht warum der Vampir ihr gegenüber ein wenig Güte gezeigt hatte , doch glauben wollte und konnte sie nicht das sie das eiskalte Herz eines Volturi Kriegers für einige Stunden berührt hatte. Sein Blick wurde einen Moment glasig und Renesmee wusste , er würde in wenigen Minuten wieder Janes Ebenbild sein. Eine Marionette der Volturi. Nein , das kann nicht sein. Hier sind alle frei und glücklich , weil sie Macht haben. Sie sind keine Marionetten. Ich war eine bei meiner Familie. Aber … sie lieben mich doch , hier hassen mich alle aufgrund meines Namens...Nein , das...ich weiß nicht..
Renesmee vernahm am Rande ihres Bewusstseins wie Demetri zu den drei Meistern vorging und ihnen das erklärte was jeder im Raum sehen konnte – ihre Mission war erfolgreich. Für einige Sekunden bewunderte Nessie das Selbstbewusstsein in Demetris Stimme und seinem Auftreten. Furcht war darin nicht zu erkennen , obgleich er vor den drei mächtigsten Vampiren der Welt stand. Renesmee hatte ihren Willen wieder , ihre Gefühle zu den Volturi wurden weiterhin manipuliert. Doch ahnen konnte das der Halbvampir nicht. Sie schaute sich kaum merklich im Raum um und musterte die restlichen Volturi. Da waren Felix , dessen bullige Gestalt Nessie einen kurzen Schauer über den Rücken jagte. Jane und Alec , die sich immer noch leise unterhielten. Als ihr Blick über die beiden streifte bemerkte Nessie wie der Blick des braunhaarigen Vampirs unruhig zu ihr hinüber huschte. Dann war da noch eine Vampirin , deren blonde Locken ihr sanft über die Schulter fielen. Nessie konnte sich nicht an sie erinnern , dies ließ darauf schließen , das sie erst neu in der Königsfamilie war. Die Cullen hatte das Gefühl als wüsste diese Fremde mehr über sie , als sie selbst. Es war , als könnte die Blondine in ihrem Gesicht lesen.
„Schön, schön, schön! Renesmee und Jacob, willkommen in Volterra! Schön, dass ihr euch so schnell bereit erklärt habt, mit meinen werten Freunden mitzukommen…“. Eine überaus freundliche Stimme riss sie aus ihren Gedanken und Nessie blickte nun wieder interessiert in das Gesicht des Volturi Leaders. Ein stummes Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie erinnerte sich nur wage an die erste Begegnung mit den Volturi, doch sie wusste, Aro hatte sich kein Stück verändert. Auf seine eigene Weise war er der gefährlichste der Volturi, noch mächtiger als der impulsive Caius, der von der Angst, die die Wachen vor ihm hatten, lebte. Caius war ein Sadist , keine Frage , aber er würde sich seinem „Bruder“ Aro fügen – wenn auch widerwillig - , dessen war sich Renesmee sicher. Wenn Aro Nessie hier haben wollte , dann würde sie hier bleiben. Der weißhaarige Vampir würde mitmachen , denn es war offensichtlich das er nichts anderes wollte als Nessies liebenswürdige Familie in den Boden zu stampfen. Noch immer beobachtete Nessie den Caius dabei, wie er sie eingängig musterte. Sie hatte so einiges über ihn gehört, über seine Wutanfälle und über seinen erbitterten Hass gegen die Cullens und die Werwölfe. Irgendwie konnte sie ihm das nicht übel nehmen. Nessie , die die ganze Zeit Jacobs Hand hielt , richtete sich nun ein wenig auf und behielt ihr kleines Schmunzeln bei. Ihre Haltung zeigte keine Angst sondern nur Willensstärke und Selbstbewusstsein. Wenn sie eines nicht wollte , dann war es in den Hallen der Volturi wie ein verängstigtes Mäuschen auszusehen. Aro schenkte sie ein stolzes Lächeln. Doch als sie wieder zu Caius blickte , schaute sie in ein lächelndes Gesicht. Ein Lächeln voller List und Sadismus. Dann erhob er das Wort an die Cullen: „Nun, kleine Renesmee. Dann zeig uns mal, was du kannst.“ Nessie biss die Zähne unweigerlich zusammen , als sie erahnte was nun kam. Jane und Alec begaben sich zu ihr und schauten sie an. Ein Kampf. Natürlich. Doch konnte Caius so etwas einfach anordnen? Sicher , außerdem traute er der Cullen keinen Zentimeter über den Weg. Sie sollte sich beweisen. Im Unterbewusstsein nahm Renesmee nach wahr , wie der Meister Aufgaben an seine Wachen verteilte und kurz darauf Demetri zu sich rief , um sich über die Mission zu erkundigen. Erst ein Satz aus Caius Mund ließ Nessie aus ihrer Trance erwachen: „Geh dort drüben in die Ecke und mach Sitz!“ Es gab keinen Zweifel daran an wen dieser Satz gerichtet war.
Nessie kämpfte sich durch den Schleier , der ihre Gedanken umgab. Sie würde alles ertragen , doch Jacob sollte kein Leid erfahren. Alec warf sie einen Blick zu der verachtend und doch enttäuschend war. Es war armselig wie sie sich hier alle verhielten. Es waren am Ende doch nur Heuchler , auf ihren Vorteil bedacht. Vampire wie Demetri und Felix hatten den Bezug zu einem wirklichen Leben längst verloren , nichts berührte sie mehr. Doch von Alec hatte sie anders gedacht. Doch auch hier hatte sie sich getäuscht. Wie konnte sie nur so naiv sein und denken ein Volturi kannte Gefühle? Mit erhobenem Kopf riss sie ihren Blick von Alec los und wandte sich an Caius. Am Rande ihres Bewusstseins kamen wieder Gefühle wie Bewunderung , Zufriedenheit und Sympathie hervor. Es würde nicht lange dauern , eh sie die Cullen wieder überwältigten. Mit einer ungewohnten Härte in der Stimme begann sie zu reden: „Nein. Ihr werdet ihm kein Leid zufügen Caius. Meinetwegen lasst mich gegen Alec kämpfen , wenn ihr es für notwendig haltet. Doch Jacob wird nicht euren Schoßhund spielen. Ich ertrage alles , doch lasst ihn aus dem Spiel. Aber glaubt nicht das ich keinen Respekt vor euch habe. Ihr seit es die die Fäden der Welt in der Hand halten , das ist mir durchaus bewusst. Doch Aro kann sehen , das ich euch anders gegenüber stehe als meine Gefängniswerter , die Cullens. Ich erkenne eure Taten durchaus an. Ich bin zufrieden hier zu sein , das könnt ihr mir glauben. Wenn ich etwas für euch tun kann , dann müsst ihr nur ein Wort sagen und ich werde eurem Befehl Folge leisten. Nun denn.“ , sie zwang sich ein überzeugendes Lächeln auf , "dann werde ich auch beweisen das ich nicht der kleine Halbvampir bin , für den ihr mich haltet. Ich bin mehr als ein schwächlicher Mischling." Doch kaum hatte sie ihre Worte beendet spürte sie förmlich die Blicke aller auf sich wie Messer. Was hatte sie hier gerade getan? Hatte sie sich zu weit aus dem Fenster gelehnt? Ihre Worte waren aufrichtig gemeint , doch für nichts in der Welt würde sie Jacob verlieren wollen. Wenn ihm Leid angetan wurde , dann fühlte sie den Schmerz in ihrem Herzen. Er war ein Teil von ihr , unwiderruflich. Auch Chelseas Gabe konnte dagegen nichts ausrichten. Sympathie für die Volturi hin oder her. Jake war ihr Ein und Alles. Ihr Blick heftete sich auf Marcus , der sie interessiert anblickte. War er nicht der , der seit Jahrhunderten leblos auf seinem Thron saß? Sie wusste nicht ob er den Schmerz , die Verzweiflung , das Chaos ihrer Gefühle erkennen konnte. Gab es denn niemanden hier in diesem Raum , der sie davor bewahrte gegen einen viel stärken , viel trainierten Vampir anzutreten? Sie wusste nicht ob sie dieser Prüfung mit Stolz entgegen treten sollte , doch im Moment hatte sie nur panische Angst um Jacob. Schmerz lag in ihrem Blick als sie Marcus ansah. Hatte er nicht damals seine Liebe – Didyme – verloren? Er musste doch nachvollziehen können , wie der Verlust dieser Person einem die Lebenskraft rauben konnte. Oder hatte er keine Gefühle mehr? War es naiv zu hoffen , das er das Wort gegen Caius erheben würde? Noch einmal schluckte Renesmee schwer , wartete auf irgendetwas , mochte es ein Wutanfall von Caius sein , der Schmerz den Janes Gabe hervorbrachte oder ein rettendes Wort von Aro oder Marcus.
Dann fing Nessie an ihr Schicksal in Kauf zu nehmen , hörte auf sich zu wehren. Sie würde hier in Volterra leben – für immer , als Gefangene oder Sklavin der Volturi. Und ein Teil von ihr zerbrach unwiederbringlich. Renesmee schaute auf die Trümmer ihres Ichs zurück und ihr Gesicht wurde zu einer glatten Maske ohne Emotion. Der Kampf in ihrem Inneren fraß sie schon jetzt auf. Wie erging es dann wohl Marcus , der hier seit Tausenden von Jahren ohne wirklichen Grund lebte? Es waren nur Sekunden vergangen , immer noch blickte sie Caius an , doch in Gedanken war sie schon bei ihrem Kampf mit Alec. Sie war unterlegen - eigentlich. Doch sie hatte die Wendigkeit und Schnelligkeit von ihrem Vater. Carlisle hatte sie gelehrt hinter das Offensichtliche zu blicken und das tat Nessie nun auch. Alec war stärker als sie aber er war im Moment nicht er selbst , wenn man es nüchtern betrachtete. Das würde sie ausnutzen , wie leid es ihr auch tat. Wenn man auch ihm nur ein wenig Güte herauskitzeln konnte , dann würde Renesmee es schaffen. Sie musste es schaffen , sonst würde sie nie die Anerkennung der Volturi und am allerwenigsten die von Caius haben.
Doch Respekt konnte man eben nicht erzwingen. |
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