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 Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts

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Filch der Hausmeister
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BeitragThema: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Mo Sep 19, 2011 12:30 am

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Alice Brown the first
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   So Sep 25, 2011 7:34 am

cf.:Gleis 9 3/4

Alice war nervös, fühlte Frank das Gleiche? Konnte jemand überhaupt ertwas wie einen Sonnenaufgang in seinem Innersten spüren? Vielleicht war es eine schlechte Idee? Das konnte sie sich nicht beantworten, denn noch lächelte sie ihn an. Sein Kopf wandte sich ihr zu und Frank schaute ihr tief in die Augen. Sein Auftreten hatte sich in diesem Moment verändert.
Vorher war er wie eine Maus, man wusste das sie da war, doch man lies sie machen. Nun war er von Beutetier zum Raubtier gewechselt. Er war ein Löwe, zeigte es, keine Nervosität, keine Angst, nichts außer die pure Kontrolle.

Schnell fing er an zu sprechen: „Ich liebe dich auch, Alice. Mehr als alles andere. Ich habe die gesamten Ferien nur an dich gedacht, weil ich bedingungslos in dich verliebt bin. Ich will niemand anderen, ich will nur dich. Willst du mit mir gehen?“ Bevor sie überhaupt mit ja antworten konnte, nahm er ihre Hand und küsste sie, ganz ungezwungen. Alice schloss ihre Augen, sie genoss den Moment der Zweisamkeit, der Nähe. Nichts war wie vorher, dieses Abteil war nun hell erleuchtet von der Liebe der Beiden für einander. Sie würden alles für einander geben, dass wussten Beide, doch wie weit das gehen würde, wusste im Moment noch keiner.

„Das 'F' holen wir in Hogsmeade, wenn du magst.“, flüsterte er und schaute ihr in die Augen. Sie musste zurück lächeln: „Nicht nur wenn ich mag, auf jeden Fall!."

Frank legte seinen Arm um ihre Schulter. Ihr Kopf legte sich leicht an seinen Hals und sein Kopf bettete sich darauf. Die Hände nahmen einander und der Moment war perfekt. Nichts konnte diesen zerstören, nichts auf der ganzen Welt.
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Lily Evans the first
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Di Sep 27, 2011 1:22 am

cf: Gleis 9 3/4

Obwohl keiner ihrer Verwandten draußen gestanden hatte, sah sie dennoch kurz aus dem Fenster, bis sie außerhalb des Bahnhofs waren und endlich alle Schüler auf ihren Plätzen saßen. So, dann ging wohl die Arbeit los. Sie und Remus gingen gemeinsam durch die verschiedenen Abteile und sahen nach dem Rechten. Im Moment schien alles friedlich zu sein. Das war meistens so. Erstmal mussten sich ja alle begrüßen und irgendwelche Neuigkeiten und Ferienerlebnisse miteinander teilen. Da war keine Zeit um Ärger zu machen. Nicht mal bei den Slytherin. Irgendwann kamen beide vor einem Abteil an vor dem sich drei Slytherens unterhielten. Lily hielt inne. "Ok, ich glaub wir sind soweit durch. Dahinten sind nur noch Slytherins. Die sollen sich selbst um ihren Kram kümmern. Wollen wir mal einen Blick ins Vertrauensschüler Abteil werfen?" Er schien etwas unsicher zu sein. Sicher wollte er so schnell wie möglich zu seinen Kumpels zurück. "Nur kurz. Mich interessiert wer die anderen sind." Diesmal gab er sein Einverständnis. Auf dem Weg zum besagten Zimmer kamen sie am Abteil vorbei in dem Alice saß. Lily spitze kurz hinein und blieb dann erschrocken stehen. Sie war mit Frank Longbottom zusammen und... sie knutschten?! Mit großen Augen starrte sie die beiden an. Sie wusste, dass Alice Gefühle für diesen Jungen hegte, war sich aber nicht sicher gewesen, ob er das selbe fühlte... Nunja, hier war dann wohl die Antwort. Die Evans lächelte und zog dann schnell Remus mit sich bevor sie noch von den beiden bemerkt wurden. Sie wollte ihrer Freundin diesen Moment nicht kaputt machen. Als sie endlich das Vertrauensschülerabteil erreicht haben, stellte sie fest, dass niemand hier war. Es war leer. Sie seufzte und setze sich hin. Vielleicht kam ja noch jemand. "Remus, du kannst ruhig zu deinen Freunden gehen. Ich werd hier bleiben." Sie lächelte und sah aus dem Fenster. Zu Alice konnte sie im Moment schlecht gehen.
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Sa Okt 01, 2011 11:34 pm

cf: Gleis 9 3/4

Alice beantwortete Frank’s Frage mit einem bezaubernden Lächeln und legte ihren Kopf auf seine Schulter. Sie nahmen beide einander Hände und genossen diese Momente der Zweisamkeit, der Liebe und der Gewissheit, bedingungslos geliebt zu werden. Nie fühlte Frank es so stark geliebt zu werden. Natürlich gaben ihm seine Eltern, besonders seine Mutter, viel Liebe und Zuneigung, dennoch war das hier etwas anderes. Es war nicht so etwas wie eine Kinderbeziehung, nein, auf keinen Fall. Irgendetwas sagte Frank, dass das hier Ernst war; keine Lüge, nichts erfundenes, nichts erzwungenes – einfach nur wahre Gefühle und Liebe – wahre Liebe! Frank genoss es unendlich Alice’s warmen Hände, ihre gut riechenden Haare, einfach alles von ihr bei ihm, in seiner Nähe zu haben. Zwar träumte Frank die gesamten Sommerferien davon, dass er diesen jetzigen Moment zusammen mit Alice erleben würde, aber er hatte nie gedacht, dass dieser Traum sich eines Tages in die Realität umsetzen würde. Frank streichelte Alice’s Hand und schaute rüber auf die andere Sitzbank, wo Hufflepuff saß und ziemlich glücklich zu sein schien. Die beiden schienen wirklich ziemliches Glück zu haben, da bis jetzt niemand ihre Zweisamkeit stören wollte. Normalerweise war jedes Abteil bis auf den letzten Sitzplatz belegt, jedoch waren er und Alice immer noch zu zweit – natürlich mit Hufflepuff zusammen. Als Frank Hufflepuff ansah, musste er feststellen, dass sie das einzige Tier in diesem Abteil war – wo steckte nur wieder Eddy, die Kröte von Frank? Es war nun wirklich nichts neues für Frank, dass seine Kröte abgehauen war, dennoch machte er sich immer wieder Sorgen, dass nicht irgendein Slytherin etwas mit Eddy anstellen würde. „Eddy ist mal wieder weg …“, sagte Frank seufzend und schaute Alice an. Ihre Augen funkelten wie Diamanten, so wertvoll glitzernd, einfach bezaubernd anzusehen. Frank gab Alice einen Kuss und bemerkte, dass ein paar Mitschüler an ihrem Abteil vorbeigingen. Er drehte sich um und sah nur noch einen roten Haarschopf, der bestimmt Lily Evans gehörte. Wenn Frank es richtig mitbekommen hatte, war sie eine der neuen Vertrauensschüler. Sie war stets freundlich, zuverlässig und zudem auch noch Alice’s Beste Freundin. Frank wandte sich nun aber wieder Alice zu und legte seinen Arm um ihre Schulter. „Wie waren deine Ferien?“, fragte er. Er schaute kurz aus dem Fenster und sah die wunderschöne Landschaft, von der Hogwarts umgeben war. Es dauerte nicht mehr lange, bis sie wieder da waren … in ihrem magischen zu Hause.

*Eddy, die Kröte*
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Emily Leroux
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Mo Okt 03, 2011 12:16 am

Cf: London; Bahnhof King's Cross; Gleis 9 3/4

Der feuerrote Hogwartsexpress füllte sich langsam mit Schülern. Emily sah sie in kleinen Grüppchen an ihrem Abteil vorbeilaufen auf der Suche nach ihren Freuden und einem leeren Sitzplatz.
Draußen auf dem Gleis wandten sich die Zurückgebliebenen bereits zum Gehen, die überdimensionale Uhr am Gleis zeigte fünf vor elf an.
Sie erinnerte sich daran, wie sie vor fünf Jahren zum ersten Mal zum Bahnhof King’s Cross gekommen war.

Mit einem Koffer, der größer war als sie selbst und Erwartungen, die noch viel, viel größer waren.
In ihrer linken Hand hatte sie das Zugticket gespürt, seine Kanten, die sich in ihre Haut drückten und das Versprechen, sie an einen Ort zu bringen, von dem Emily nie zu Träumen gewagt hatte.
Gemeinsam mit Meredith hatte sie sich schließlich getraut durch die Backsteinmauer zu treten, die sie zum Gleis 9 ¾ brachte. Als sie die riesige Lok entdeckt hatte, war Emily fast ein wenig enttäuscht.
Sie hatte das Gefühl als wäre sie am falschen Gleis. Sie hatte mit fliegenden Teppichen und magischen Einhörnern gerechnet, die sie zu dieser ‚Schule der Hexerei und Zauberei’ bringen würden. Allerdings musste sie schnell zugeben, dass der majestätische rote Zug auf seine eigene Art durchaus magisch wirkte und vor allem sehr viel praktischer und unauffälliger als eine Horde fliegender Teppiche war.
Emily konnte sich auch noch genau an das Gefühl erinnern, das sie gepackt hatte, als sie mit Mery endlich in einem Abteil Platz gefunden hatte und der Zug langsam aus dem Bahnhof ausrollte.
Es war eine Mischung aus Furcht und Vorfreude gewesen, und Erleichterung.
Erleichterung darüber, dass es auf dieser Welt doch einen Ort gab, an den sie gehörte.
Und darüber, dass sie doch nicht verrückt und seltsam war, sondern magisch.

Nach einer Weile öffnete sich die Glastüre zum Abteil und ein dunkelblondes Mädchen steckte ihren Kopf durch die Türöffnung
„Hey! Ist hier noch frei?“ Emily lächelte Caitleen zu und nickte, „Klar, setz dich ruhig!“. Sie warf Meredith einen kurzen Blick zu um zu sehen, ob sie auch einverstanden war, doch die hatte sich schon wieder hinter einem dicken Buch vergraben.
Em schüttelte grinsend den Kopf. Tja, so war Meredith nun mal und genaugenommen war sie deswegen auch ihre beste Freundin.
Die rothaarige Ravenclaw kramte eine – nur unwesentlich zermatschte – Packung Bertie Botts Bohnen aller Geschmacksrichtungen aus ihrer Umhängetasche und bot sie Caitleen an. „Sag mal, wo sind denn eigentlich Emma und Molly? Bist du nicht mit denen zusammen hergekommen?“, sie schob sich eine cremefarbene Bohne in den Mund, die hoffentlich Popcorngeschmack hatte.
Emily verzog das Gesicht und schluckte die Bohne mühsam runter.
Blumenkohl.
Die Zeiger der Uhr am Bahnsteig sprangen auf elf und ein schriller Pfiff ertönte.Der Zug setzte sich mit gleichmäßigem Rattern in Bewegung und die taschentuchschwenkenden Eltern wurden kleiner und kleiner.
Der Hogwartsexpress fuhr aus dem Bahnhof King’s Cross und wurde in gleißendes Sonnenlicht getaucht, das viel zu hell war für Anfang September.
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Remus Lupin
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Mo Okt 03, 2011 2:53 am

cf: Gleis 9 ¾

Remus hüpfte nervös von einem Bein auf das andere und wartete auf eine Antwort von Lily: Die junge Evans hatte ihre Stirn in nachdenkliche Falten gelegt und schaute den Lupin erst verblüfft an und bereits kurz darauf schien sie etwas in Gedanken versunken zu sein.
Remus kam sich etwas blöd vor … wie er hier vor der rothaarigen Hexe stand und mit Schweigen gestraft wurde. War es wirklich so schlimm, dass er der zweite Vertrauensschüler war? Das sie jetzt zwanghaft mehr Zeit miteinander verbringen mussten? Vermutlich wusste Lily, genauso wie er selbst, dass er als Vertrauensschüler einfach nicht genug Mumm hatte sich durchzusetzen – und gegen seine drei besten Freunde würde er so oder so niemals etwas sagen.
Dumbledore hätte jemand diesen beliebten Posten geben sollen der damit etwas anfangen konnte – dem die positive Anmerkung im Jahresabschlusszeugnis bessere Chancen einräumen würde. Jemand der Perspektiven hatte … Wer stellte einen Werwolf ein? Niemand! Ganz egal ob er Vertrauensschüler war oder nicht.
Remus hatte noch immer ein höfliches Lächeln auf den Lippen als Lily aus ihrer scheinbare Trance aufwachte und leicht ihren Kopf schüttelte: “Entschuldige bitte Remus. Ich war grade wo anders“
Der junge Lupin hoffte wirklich das Lily irgendwie mit ihm klar kommen würde, das sie ich eine Chance geben würde, damit er seine Arbeit so gut wie möglich machen konnte. Damit sie möglicherweise sogar einsah, dass die Rumtreiber überhaupt keine so große Idioten waren, wie sie immer zu sein vorgaben. Vielleicht – Remus war sich allerdings ziemlich sicher, dass diese Möglichkeit wirklich gering war – würde Lily sogar bemerken das James kein riesiger Hornochse war, der sich nur eine Brille aufsetzt um so intelligent wie möglich auszusehen … aber so wie sich James momentan aufführte, wann immer Lily in der Nähe war, standen die Chancen hierfür wahrlich nicht besonders gut.

"Ich kann mich über meinen Sommer nicht beklagen, obwohl ich jetzt wieder sehr froh bin hier zu sein. Und du?"
„Er war schön und ruhig … so wie immer. Das schottische Landleben ist nicht wirklich für Überraschungen gut“, sagte er leise und zusammen stiegen die beiden Gryffindors zusammen mit den letzten Schülern in die dampfende Lock ein.
Mit einem Grinsen sah Remus wie Marlene McKinnon ihren Vertrauensschülerpartner Lockhart die hohen Stufen in den Zug schupste.
Remus wusste nicht ob ihm Marlene oder Gilderoy mehr Leid tun sollte – er mochte beide nicht besonders. Gilderoy war viel zu laut und versuchte immer im hellsten Scheinwerferlicht zu stehen. Marlene hatte ordentliches Durchhaltevermögen, eigentlich war sie ziemlich in Ordnung, aber Remus fand das sie manchmal etwas laut war und die Meinungen von anderen hin und wieder nicht akzeptieren wollte. Aber – sie war nur ein normaler Teenager, sie würde es mit Gilderoy schwerer haben wie umgekehrt.
“Also Marlene ist wirklich nicht zu beneiden oder? „Nein, nicht wirklich …[/i] Remus lachte leise, aber beließ es auch lieber dabei. Lochhart war wahrlich nicht einer seiner liebsten Klassenkameraden – dies hatten James und Sirius ihn auch so manchesmal spüren lassen, doch Remus war niemand der vor anderen schlecht über andere sprach.
Leise fragte sich der Lupin ob Lily auch fand das sie „nicht zu beneiden war“ – doch er verdrängte den Gedanken schnell und konzentrierte sich darauf seinen Koffer durch die viel zu engen Gänge des Zuges zu schieben, und dies möglichst ohne über zu viele Füße zu stolpern.
Als der Zug begann sich ruckelnd vorwärts zu bewegen, suchten Remus und Lily schnell einen passenden Ort um ihre Sachen abzustellen, dann machten sie sich auf den Weg durch die verschiedenen Abteile des Zuges. Sie beantworteten Fragen von neugierigen und nervösen Erstklässlern und kontrollierten ob sich alle anderen Schüler ruhig verhielten.
Gott sei Dank gab es keine erwähnenswerten Zwischenfälle und alle blieben auf ihren Plätzen.
Remus war trotzdem froh als sie fast alle Abteile hinter sich gelassen hatten: Es war wohl keine besonders anstrengende Arbeit und er und Lily hatten zwischen drinnen auch ihren Spaß gehabt und über dieses und jenes Ferienerlebnis gelacht, doch er stand nicht besonders gerne im Mittelpunkt und er sehnte sich nach einer ruhigen Fahrt und einer heißen Tasse Schokolade.
"Ok, ich glaub wir sind soweit durch. Dahinten sind nur noch Slytherins. Die sollen sich selbst um ihren Kram kümmern. Wollen wir mal einen Blick ins Vertrauensschüler Abteil werfen?"
„Gute Idee“, sagte Remus erleichtert. Er war wirklich froh nicht schon wieder auf die Slytherins in seinem Jahrgang zu stoßen, er wüsste nicht wie er reagieren sollte nachdem war Sirius, James und Er über sie in der Nokturngasse herausgefunden hatten – aber das wusste Lily natürlich nicht, noch nicht, denn Remus war sich sicher das James die unschönen Neuigkeiten über seinen Erzfeind gerne weitererzählen würde – oder nicht?
Von der Idee ins Vertrauensschüler Abteil zu gehen hielt Remus allerdings nicht so sehr viel. Mussten sie da hin? War es überhaupt eine Pflichtveranstaltung? Auf einmal fühlte Remus sich schrecklich unwissend und ließ sich gleich darauf von Lily überreden doch noch einen Blick in das Abteil zu werfen – schaden konnte es ja wirklich nicht.

Das Vertrauensschüler Abteil sah genauso aus wie alle anderen im Hogwarts-Express, nur das es etwas größer war so das auch alle darin Platz finden konnten. Remus ließ sich auf einen scharlachroten Sitz fallen und schloss für einen Moment die Augen. Eigentlich hatte er damit gerechnet das schon einige ihrer „Kollegen“ hier sein würde, aber so hatte er nun doch noch mal eine ruhige Minute, bevor das tägliche Chaos in Hogwarts wieder loslegte.
"Remus, du kannst ruhig zu deinen Freunden gehen. Ich werd hier bleiben."
Lily lächelte ihn freundlich an und Remus fiel zum ersten Mal wirklich auf das sie hübsch war. Es war verständlich das James sich seit dem ersten Augenblick in sie verliebt hatte, auch wenn sie zu dem Potter immer ein richtiges Biest war. Unglaublich das sie einerseits so zickig und ein andermal wieder so nett und freundlich und hilfsbereit war wie in diesem Augenblick.
Remus seufzte leise. „Danke, dass ist wirklich lieb von Dir … Aber … aber, ich denke ich bleibe noch hier eine Weile. Ich … ich glaube sie werden nicht so begeistert sein … von dieser Sache … Du, weißt schon …“ Er fuchtelte kurz mit einer Hand durch die Luft um die Gänze der Problematik zu beschreiben, die sein Posten als Vertrauensschüler mit sich brachte.
„Sirius hat mich eben schon so verdattert angesehen …“ Er zuckte kurz mit der Schulter und gab sich kurz darauf die Mühe nicht mehr ganz so verletzt auszusehen. Warum erzählte er Lily das eigentlich?
Schnell wandte er einen Blick auf seine Knie und konzentrierte sich lieber auf eine offene Naht, als auf Lilys verdutzten Gesichtsausdruck. Eigentlich war Remus niemand der sehr viel von sich erzählte: Er brauchte nicht noch mehr Gerüchte und Spekulationen war mit ihm nicht stimmte, deswegen ließ er niemanden an sich heran. Niemand außer James, Peter und Sirius natürlich.
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Alice Brown the first
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Mo Okt 03, 2011 7:27 am

Für Alice gab es nur den Moment der Zweisamkeit. Es gab nichts, was auch nur annähernd diesem Moment nahe kam.
Sie musste an ihre Mutter denken. Sie liebte ihren Vater bedingungslos, genauso ging es Alice. Ihr Vater war anders, er, er liebte lieber heimlich. Jeder spürte es, wenn man von ihm gemocht oder geliebt wurde, doch er war nicht der Mensch, der einem es öffentlicht zeigen würde, natürlich hielt er mit ihrer Mutter Händchen, doch die Beiden küssten sich nur zu Hause und dass auch nur in ihrem Zimmer. Dafür, wie sollte man es beschreiben, dafür gab er einem das Gefühl durch ein Lächeln oder einen Blick.

Frank war eine Mischung aus Beiden. Er küsste, doch er schaute. Er kuschelte, doch er lächelte. Er nahm ihre Hand, doch er, er genoss. Er war einzigartig und unvergleichlich.

„Eddy ist mal wieder weg …“, sagte Frank seufzend und schaute Alice an. Er blickte tief in ihre Augen.
Letztes Jahr hatte war sie ein paar Mal mit William ausgewesen. Er hatte ihre Augen als funkelnde Diamanten beschrieben. Sie seien wertvoll, hätten dieses glänzende von Edelsteinen und wären einfach bezaubernd.
Frank gab Alice einen Kuss, währenddessen bemerkte sie, dass ein paar Personen am Abteil vorbei gingen. Er drehte sich um und schaute durch das Fenster in der Tür. Er hatte sie auch bemerkt. Gemeinsam erkannten sie noch die roten Haare ihrer Freundin, ihrer besten Freundin Lily. Gemeinsam mit ihr, Molly und Emma war sie auf einem Zimmer. Mit den Beiden verstand sie sich gut, sie waren nett und so mit freundlich, also perfekt für die offene Alice.

Frank legte wieder seinen Arm um Alice schulter. „Wie waren deine Ferien?“, fragte er. Er schaute kurz aus dem Fenster. Bevor sie antwortete stand sie auf. Huffelpuff ging ebenfalls hoch, sie tat fast alles Alice gleich. Ihr Zauberstab war schnell gezückt und nach dem kurzen flüstern des Zauberspruches saß Eddy neben ihrer Knieselin auf der Bank. Sie schnüffelte etwas daran. Stupste mit ihrem Schwanz an sein Hinterteil und er quackte.

Frank sollte sich keine Sorgen machen und vorallem nicht wegen seiner Kröte. Alice mochte persönlich keine Kröten, viele Tiere mochte sie allgemein nur aus Büchern oder aus Entfernung. Sie setzte sich wieder neben ihren Freund, der glücklich lächelte.
„Meine Ferien? Gut gut, ich war bei den Eltern meiner Mutter. Sie sind sehr arm, doch sie sind glücklich. Mein Vater mag es nicht wenn ich bei ihnen bin, doch es ist schön dort. Sie Leben nicht Lodon, wie die Seite meines Vaters, sondern auf dem Land in Burmarsh, etwas mehr als anderthalb Stunden von London entfernt. Danach ging ich mit meinen Schwestern zu unseren Großeltern, väterlicher Seits. Mit ihnen besuchten wir die Eltern meines Großvaters in Heidelberg. Naja, wie waren deine?"
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Di Okt 04, 2011 2:30 am

Bevor Alice auf Frank’s Frage einging stand sie, graziös wie sie war, auf und zückte ihren Zauberstab aus ihrem Umhang. Sie stellte sich vor den leeren Sitz neben Hufflepuff, sprach einen Zauberspruch aus und plötzlich war dort Frank’s Kröte Eddy, lebendig und in voller ‚Pracht’. Alice steckte ihren Zauberstab wieder in die dafür vorgesehene Tasche und setzte sich wieder neben Frank. Frank musste strahlen; noch nie war ein Mädchen zu ihm so lieb, nett, herzlich und rücksichtsvoll.

Alice begann von ihren Ferien zu berichten und fragte anschließend wie Frank’s Ferien waren. Sollte er die Wahrheit erzählen und sagen, dass er Tag und Nacht nur an Alice dachte und sogar eine Alraune nach ihr benannt hatte? Nein, dass wäre zu viel des Guten – und außerdem peinlich. „Meine Ferien waren super! Am letzten Schultag vor der Abreise hat mir Professor Sprout zwei Babyalraunen geschenkt, um die ich mich kümmern sollte. War gar nicht so einfach, selbst für mich!“, sagte Frank und musste grinsen. „Alraunen – und dann auch noch welche im Babyalter – sind schwer zu bändigen. Aber stell dir vor, ich habe es geschafft sie so zu erziehen, dass sie lieber bei mir waren als auszubüchsen.“, berichtete er weiter mit einem Grinsen im Gesicht. Die gesamten Ferien – wenn Frank mal nicht die Zeit damit verbrachte sich den ersten Tag und die Begegnung mit Alice auszumalen und in sein Tagebuch zu schreiben – verbrachte er zusammen mit den Alraunen Alice und Matt. Frank fühlte sich außerordentlich geehrt die beiden zu übernehmen, auch wenn man Alraunen eigentlich schon im zweiten Schuljahr ‚behandelte’ und sie als sehr ‚hässlich’ galten. „Ich habe sie aber zu Hause gelassen, sie sollen nicht denken, dass es nur mich gibt. Oh, und sie sind gar nicht so hässlich, wie man sie im Unterricht kennenlernt. Aber ich bin eh der Meinung, dass man die Besonderheit eines Menschen oder eines Tieres nicht an dem Aussehen erkennt sondern daran, wie der Charakter ist und wie sich der Mensch oder das Tier gibt. Dann war ich mit meinem Vater noch in Schottland und habe dort neue Kräuter entdeckt. Nichts besonders, ich weiß …“. Er hoffte, dass Alice nicht so angewidert von Alraunen war wie manch andere.

„Ich habe sogar noch ein Foto von der weiblichen Alraune … die … Alice heißt …“, fuhr er weiter und merkte förmlich, dass seine Wangen rot wurden. Frank zückte aus seiner Tasche ein Foto und hielt es Alice hin.



„Diese Alraune ist zwar besonders, aber nicht so besonders wie du, Alice!“, sagte er mit einem deutlichen schmunzeln im Gesicht.
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Fr Okt 07, 2011 2:08 am

Alice wartete gespannt auf Frank's Antwort, doch er zögerte und deshalb bereute sie ihre Frage gleich wieder. „Meine Ferien waren super! Am letzten Schultag vor der Abreise hat mir Professor Sprout zwei Babyalraunen geschenkt, um die ich mich kümmern sollte. War gar nicht so einfach, selbst für mich!“, sagte er, lockerte ihre Anspannung und lachte.
„Alraunen – und dann auch noch welche im Babyalter – sind schwer zu bändigen. Aber stell dir vor, ich habe es geschafft sie so zu erziehen, dass sie lieber bei mir waren als auszubüchsen.Ich habe sie aber zu Hause gelassen, sie sollen nicht denken, dass es nur mich gibt. Oh, und sie sind gar nicht so hässlich, wie man sie im Unterricht kennenlernt. Aber ich bin eh der Meinung, dass man die Besonderheit eines Menschen oder eines Tieres nicht an dem Aussehen erkennt sondern daran, wie der Charakter ist und wie sich der Mensch oder das Tier gibt. Dann war ich mit meinem Vater noch in Schottland und habe dort neue Kräuter entdeckt. Nichts besonders, ich weiß …“, erklärte er ihr freundlich. Alraunen waren prinzipiell ungemochte Pflanzen, doch was konnten sie dafür, dass sie im Körper einer Alraune steckten?
„Ich habe sogar noch ein Foto von der weiblichen Alraune … die … Alice heißt …“, fuhr er fort, obwohl es ihm merklich unangenehm war. Plötzlich zog er ein Foto aus seiner Jackentasche „Diese Alraune ist zwar besonders, aber nicht so besonders wie du, Alice!“, flüsterte er seiner Freundin ins Ohr.
Eigentlich müsste Alice jetzt etwas ähnliches antworten, doch sie war nicht die Person für sehr kitschige, romantische Dinge, deshalb nickte sie einfach.

Sie waren schon einige Zeit unterwegs, als sich die Beiden fürs erste nichts mehr zu sagen hatten. Der Zug brauste durch die Landschaft und über die Gleise. In den früheren Jahren hätte Alice nie Ruhe gefunden, sie schaute lieber die ganze Zeit aus dem Fenster und wartete darauf etwas neues zu entdecken. Sie war reifer geworden, nachdenklicher und erwachsener. Als ihr Blick kurz zum Fenster schweifte sah sie, dass es schon fast dunkel war, also würden sie bald ankommen.

"Frank, ich weiß ja nicht, wie du das handhaben möchtest, aber ich würde lieber noch damit warten es allen zu erzählen, oder zu zeigen.", meinte die Brown leise. Elegant stand sie auf, zauberte Eddy neben Frank und setzte sich zu Huffelpuff. Diese sprang direkt auf ihren Schoß und schaute Frank warnend an, sie wollte Alice beschützen, koste es was es wolle! "Es ist nicht, weil ich nicht zu dir stehen will, sondern weil ich erst mal abwarten will. Am Anfang des Schuljahres sind viele noch sehr eigenartig gestimmt und deshalb würden sie uns wahrscheinlich nicht so ernst nehmen. Es wäre ja nur für die Anfangszeit und auch nicht die ganze Zeit. Wenn wir nach Hogsmeade gehen, oder wir einander auf den Zimmer besuchen.", stammelte sie zusammen. Ihr viel es schwer es zu erklären: "können wir ja ganz normal sein." Hoffentlich würde Frank das verstehen.

Mit ihren weichen Fingern strich sie über das Fell ihrer Knieselin. Es war samtweich, angenehm. Franks Gesichtszuüge hatten sich während des Gespräches versteift, doch er antwortete ihr so freundlich, verständlich, dass es ihr fast leid tat alles gesagt zu haben.

"Danke für dein Verständnis! Die Fahrt endet gleich und ich stell mich schon mal raus, wir sehen uns dann heute Abend am Tisch.", meinte sie, drückte ihrem Freund einen Kuss auf den Mund und zauberte ihren Koffer herunter. Huffelpuff setzte sich auf ihre Schulter und fauchte Frank beim Gehen kurz an.

Alice schlich über den Gang, vorbei an den Abteilen der anderen und stellte ihren Koffer an die Wand des letzen Abteiles des einen Blockes. Zwei Meter weiter begann schon das neue Abteil. Leicht setzte sie sich auf ihn drauf und wartete, bis der Zug anhalten würde.

Noch bevor er stoppte trat Lily neben sie. Die Gespräche der Vertrauensschüler waren nun anscheinend vorbei. Ihre Freundin schwieg, was Alice im Moment gut tat. Als ihre Knieselin sich um Lily's Beine bewegte wusste Alice einmal mehr, dass Huffelpuff eine Menschenkennerin war. Frank musste anscheinend gelogen haben, denn sonst hätte sie nicht so agressiv reagiert.

Gemeinsam bahnten sie sich ihren Weg durch die Menschenmasse, als der Zug gestoppt hatte. Sie bekamen Platz in einer der ersten Kutschen und nach wenigen Minuten standen sie in der Großen Halle, gespannt auf alles neues.

Tbc.: Hogwarts , Restliche Räume und Korridore – Die große Halle


Zuletzt von Alice Brown am Sa Okt 29, 2011 8:20 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Fr Okt 07, 2011 10:04 pm

Ein wenig verwundert war Frank über den plötzlichen Sinneswandel von Alice schon. Immerhin haben schon einige sie in ihrem Abteil gesehen, wie sie sich küssten, kuschelten oder einfach nur Händchen hielten. Dennoch aber konnte Frank es nachvollziehen, was Alice im Endeffekt eigentlich meinte. Es war wirklich so, dass sich viele – wenn nicht sogar alle – nach den großen Ferien veränderten und man mit all dem, was man sonst alltäglich und ohne jegliche Bedenken tat streng aufpassen musste. Zwar wurden sie schon von Alice’s bester Freundin Lily gesehen, sowie auch von einigen anderen Ravenclawschülern, aber Frank hatte trotzdem das Gefühl das die Entscheidung von Alice die richtige war. Im nächsten Moment stand Alice auf, zog erneut ihren Zauberstab und zauberte Eddy neben Frank. Alice drehte Frank den Rücken zu und saß sich auf die freie Bank neben Hufflepuff, die sich direkt auf den Schoß von Alice saß und Frank an knurrte und warnend ansah. Was war denn nun passiert? Eben meinte Alice doch noch, dass der Kniesel ihn mag … was hatte Frank in den letzten Augenblicken falsch gemacht; er hatte doch nur ehrlich von seinen Ferien erzählt? Plötzlich schien es keinen Sinn mehr zu machen … oder doch? „Danke für dein Verständnis! Die Fahrt endet gleich und ich stell mich schon mal raus, wir sehen uns dann heute Abend am Tisch.“, sagte Alice, drückte Frank noch einen Kuss auf den Mund und zauberte ihren Koffer neben sich. Hufflepuff sprang auf Alice’s Schulter und knurrte Frank erneut an. Im nächsten Augenblick verschwand Alice durch die Tür, ging den Gang entlang und entwich Frank’s Blicken. Ein wenig perplex entdeckte Frank förmlich noch etwas gutes an den letzten Worten von Alice: Sie lässt ihn Freiraum. Ebenso wie er es ihr gegenüber tut. Sie hocken beide nicht die ganze Zeit aufeinander, nein, sie haben ihre Freiheiten. Im nächsten Moment schaute Frank ob er all sein Hab und gut bereits wieder in seinen Koffer gelegt hatte, stand auf und verließ das Abteil. Sollte er zu Alice gehen? Nein, ganz sicher nicht! Es muss unauffällig sein, und außerdem war sie gerade erst gegangen … zu oft aufeinander Hocken? Nein danke! Frank wusste, dass dies der am meisten vorkommende Trennungsgrund war – kein Freiraum!

Er nahm Eddy, packte ihn in seinen kleinen Käfig und suchte das Abteil von James und Co. auf. Frank war ein sozialer Mensch, der gerne unter Menschen und allgemein seinen Freunden war, also wollte er die letzten Momente im Express nicht alleine verbringen.

(((tbc. wird dann angepasst)))
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Mo Okt 10, 2011 12:08 am

Lily blickte wieder aus dem Fenster. Sie war sich absolut sicher, dass Remus gleich zu seinen Freunden verschwinden würde. Seine Arbeit war ja fürs erste getan. Sicher hatte er schon die Sekunden gezählt bis er endlich "freigestellt" wurde. Sie seufzte und stützte ihr Kinn auf die Handinnenfläche. Aus dem Blickwinkel jedoch sah sie, dass Remus nicht gleich aufstand. "Danke, dass ist wirklich lieb von Dir … Aber … aber, ich denke ich bleibe noch hier eine Weile. Ich … ich glaube sie werden nicht so begeistert sein … von dieser Sache … Du, weißt schon …" Die rothaarige sah ihn verwundert an. Meinte er dass etwa ernst? Er fügte noch hinzu, dass Siruis ihn eben schon verdattert angesehen hatte und blickte dann verlegen auf eine offene Naht an seinem Knie. "Ich bin überrascht." sagte sie einfach locker drauf los. Remus sah wieder auf und sah sie ebenso fragend an wie sie ihn. "Warum sollten sie nicht begeistert sein? Dass einer ihrer besten Freunde Vertrauensschüler ist, ist doch prima. Was besseres kann ihnen doch gar nicht passieren." Sie gab sich Mühe nicht ironisch zu sprechen, aber warhscheinlich war das gar nicht nötig. Remus wusste gut genug, dass sie viele Aktionen von ihnen nicht gut hieß und auch nicht sonderlich erfreut darüber war. Er konnte sich sicher sein, dass sie jetzt - wo sie Vertrauensschülerin war - erst Recht ein Auge auf diese Bande haben würde. Sie schmunzelte und lächelte ihn an. "Versteh mich nicht falsch. Ich glaube, du weist selbst gut genug, dass es manchmal ziemlicher Mist ist, was ihr da treibt. Aber jeder weis, dass das von Black und Potter ausgeht. Du solltest aufhören so sehr an dir selbst zu zweifeln. Die Lehrer vertrauen dir, darum haben sie dir den Posten gegeben. Ich glaube niemand erwartet von dir, dass du deine Freunde verrätst. Und wenn es gute Freunde sind - wo von ich hundertprozentig überzeugt bin - dann werden sie es dir auch nicht so schwer machen. Zumdindest würde ich das nicht tun. Ich denke, dass ist mit ein Grund warum du Vertrauensschüler bist. Das und deine ganze Art." Sie grinste ihn wieder an und als sich seine Wangen immer rötlicher färbten, wurde ihr Grinsen noch breiter. "Ich bin jedenfalls froh, dass du mein Partner bist. Wir werden das Kind schon schaukeln!" Sie wusste nicht, ob ihre Worte ihm geholfen hatten, aber ihr hatte es gut getan sie aus zu sprechen. Es war ihre ehrliche Meinung und jetzt wusste er auch, was sie von ihm hielt. Vielleicht ging es ihm wenigstens ein bißchen besser.

Plötzlich erschien eine weitere Person vor dem Abteil und lenkte Lilys Aufmerksamkeit auf sich. Samantha Darrell lächelte und begrüßte die beiden, während sie sich setzte. Außerdem beglückwünschte sie die beiden für ihr Abzeichen. "Achja richtig! Entschuldige, dass ich dir gestern in der Winkelgasse nicht gratuliert habe! Irgendwie war da zu viel Trubel. Also, nochmal Glückwunsch!" Sie hatte ganz vergessen, dass Sam ebenfalls Vertrauensschülerin von Slytherin war. Dabei hatte sie das Abzeichen doch gesehen. Wie peinlich. Sonst war sie doch auch nicht so. Es war gut, dass Sam den Posten bekommen hatte. Kaum auszudenken, wenn es Bellatrix getroffen hätte. Aber so unvorsichtig, war das Lehrertum Hockwarts wohl doch nicht... Obwohl... wenn man Gilderoy so ansah... Doch sie schob diese Gedanken beiseite und fragte nach dem offensichtlichen um ein Gesprächsthema zu beginnen. "Weist du schon, wer der zeite Vertrauensschüler von Slytherin ist Sam?" Sie lächelte die schwarzhaarige Hexe freundlich an.
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Andromeda Black the first
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   So Okt 16, 2011 7:48 am

cf. Winkelgasse

Zuerst verabschiedeten sich die beiden Gryffindor-Mädchen, was wohl niemanden überraschte. Sie waren ohnehin eine seltsam kombinierte Gruppe gewesen.
Nachdem sie ein paar weitere Einkäufe erledigt hatten, setzte auch Sam ihren Weg alleine fort, sodass am Schluss nur noch die beiden Black-Schwestern übrig waren. Inwischen war es schon relativ dunkel, also langsam Zeit, Bellatrix zu suchen und nach Hause zu gehen. Im tropfenden Kessel trafen sie sich wieder. Nahezu schweigend machten sie sich schließlich auf den Heimweg und kaum hatten sie das Anwesen der Blacks betreten, stellte sich die altbekannte Spannung wieder ein. Seit Jahren ging das nun schon so, diese ewigen Streitereien zwischen ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester, und es schien kein Ende zu nehmen. Da war es doch fast eine Erleichterung, dass es morgen zurück nach Hogwarts gehen würde. Die Bilder ihres ersten Tages in der Zaubererschule kehrten in Andromedas Kopf zurück...damals war sie noch unglaublich aufgeregt gewesen, und unsicher.
"Beeil dich gefälligst! Hör auf rumzutrödeln und komm' endlich!" Bella sah sie ungeduldig an. Andromeda atmete einmal tief durch und versuchte ihre Angst zu überwinden. Da war nur diese massive Mauer, nichts sonst. Und sie hatte nichts zu tun als durch diese Mauer zu rennen. Ganz...einfach. Wieder holte sie tief Luft. Zwar war sie in der magischen Welt aufgewachsen und im Grunde waren solche Dinge etwas ganz natürliches für sie, aber trotzdem...
Bella seufzte gut hörbar auf und lief auf eben jene Mauer zu, ohne sich noch einmal umzudrehen. Und schwupps war sie verschwunden. Also gut. Wenn Bella das konnte, dann konnte das doch nicht so schwer sein. Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen und folgte ihr und ehe sie sich darüber ganz im Klaren war, war sie schon auf der anderen Seite. Überall um sie herum waren jetzt Hexen und Zauberer, ein starker Kontrast zu der "Muggel-Seite" des Bahnhofs, die eher trist und leer gewirkt hatte. Unzählige Kinder verabschiedeten sich von ihren Eltern, was der jungen Hexe einen kleinen Stich versetzte. Es war ihr erster Tag, doch ihre Eltern waren nicht dabei. Ihre jüngere Schwester war überraschend krank geworden, sodass ihre Mutter beschlossen hatte, daheim zu bleiben und ihr Vater hatte keine Zeit. So war Bella ihre einzige Begleitung, immerhin besser als nichts, aber auch nicht unbedingte der beste Start in das Schuljahr. Es gab dem ganzen einen bitteren Beigeschmack, und half ihr nicht unbedingt mit ihrer Angst. Andromeda hatte schon so einiges von ihrer Familie gehört, darüber wie es dort zuging und nun nagten die Zweifel an ihr. Was war, wenn sie nicht nach Slytherin kommen sollte? Und...wenn sie - wie sie erwartete - dorthin kommen sollte...wollte sie das überhaupt? Sie hatte viel über dieses Haus erzählt bekommen, sie wusste, dass ihre ganzen Verwandten dort gewesen waren und es machte ihr daheim schon genügend Mühe, sich anzupasssen. Einen Moment lang spukte die Vorstellung in ihrem Kopf, wie es wohl wäre, in einem anderen Haus zu landen...vielleicht Ravenclaw. Ohne diesen Zwang, immer die reinblütige Hexe aus einer alten Familie zu sein...

Andromeda starrte an die Decke in ihrem Zimmer. Heute war sie nicht mehr so unsicher. Sie hatte gelernt, mit den anderen umzugehen, und es gab auch Slytherins, die nicht so aggressiv gegen andere vorgingen wie beispielsweise ihre große Schwester. Insgesamt gesehen hatte sie sich doch ganz gut gemacht, nicht wahr? Ein leichtes Lächeln breitete sich auf ihren Lippen auf, das ihre Augen jedoch nicht mehr erreichte. Sie richtete sich auf und machte mit dem Packen weiter. Es wäre so viel einfacher, wenn sie zaubern würde, oder einen Hauselfen damit beauftragen würde, aber es gefiel ihr besser, alles selbst zu machen und das zaubern war offiziell verboten, auch wenn das in einer Zaubererfamilie niemandem auffallen würde. Außerdem fühlte sie sich nicht wohl bei dem Gedanken, von irgendwem abhängig zu sein. Also packte sie alleine, von Hand, und war sehr zufrieden damit.

Am nächsten Morgen wachte sie viel zu früh auf und blieb noch eine Weile im Bett liegen, da sie nicht wusste, was sie noch machen sollte. Letztendlich jedoch stand sie auf, machte sich fertíg und ging nach unten. Abgesehen von Bella saßen alle am Frühstückstisch. Es gab nie irgendwelche Unterhaltungen, nichts was als solche gezählt hätte. Nicht einmal das übliche Geplänkel, lediglich knappe Fragen, von denen erwartet wurde, dass sie knapp beantwortet wurden. Einmal, als sie noch kleiner war, hatte sie den Fehler gemacht, ihrer Mutter von einem Traum zu erzählen. Die hatte sie nur mit hochgezogenen Augenbrauen angstarrt und sie gefragt, was das sollte. Danach war Andromeda ein paar Tage lang so eingeschüchtert, dass sie ihr aus dem Weg ging. Auch das hatte sich über die Jahre geändert. Inzwischen ließ sie sich nicht mehr so leicht einschüchtern, ohne dass sie dabei respektlos wurde, was man von anderen nicht behaupten konnte.
Bald war es dann soweit und sie machten sich auf den Weg zum Bahnhof. Vor dem Anwesen der Blacks wartete bereits ein Taxi auf die Schwestern.
„Setzt euch schon mal rein, ich komm gleich.“ Sie hatte nicht unbedingt die Motivation, sich jetzt mit Bella anzulegen, also folgte sie der Aufforderung, wenn auch nicht gerade begeistert. Die Anspannung im Wagen ähnelte der im Esszimmer der Blacks am ersten Weihnachtsfeiertag - wobei, so weit würde sie vielleicht doch nicht gehen mit den Vergleichen - und Andromeda hatte das Bedürfnis, die Situation ein wenig aufzulockern. Immerhin waren sie jetzt nicht mehr zuhause, es gab doch keinen Grund für diese eisige Stimmung! Aber nur wegen den paar Minuten Fahrt wollte sie dann doch keinen Streit anfangen. Sollte Bella ihre schlechte Laune eben an irgendwem anders auslassen, manchen würde das nicht schaden.
Als sie am Bahnhof King's Cross angekommen waren, tauchte für einen Moment wieder die Erinnerung an die Ersklässler-Andromeda auf, ehe sie durch die Absperrung trat und sich auf dem überfüllten Bahnsteig 9 3/4 befand. Beinahe sofort verschwand Bella auch schon und ließ die beiden Jüngeren wie bereits am Tag zuvor alleine und die Stimmung lockerte sich auf.
"Suchen wir uns ein Abteil, Cissy? Sam ist sicher noch bei den anderen Vertrauensschülern, also sind wir beide wohl erstmal alleine. Oder hast du irgendwas anderes vor?" Zum einen war sie natürlich froh, nicht ganz alleine zu sein, doch irgendwie war es auch seltsam, die ganze Zeit nur bei ihrer Schwester zu sein. Trotzdem blieben sie vorerst zusammen.
Der Zug war schon ziemlich voll, die meisten Abteile besetzt. Die Waggons, die voller Gryffindors waren, mieden sie und zu Andromedas Missfallen auch die der anderen. Es war ja nicht so, dass sie unbedingt aus Slytherin fliehen wollte, aber gerade in den von ihnen besetzten Abteilen war die Lage oft so, dass es einem neutralen Charakter unbehaglich wurde. Nun ja, sie hatte allerdings keine große Wahl...nach einer Weile fanden die beiden Schwestern ein Abteil, das leer war, was an ein Wunder grenzte, und ließen sich dort nieder.
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   So Okt 16, 2011 10:45 pm

come from : Winkelgasse - Der Tropfende Kessel

Die Sonnenstrahlen fielen durch das dreckige Fenster und auf die (mehr oder weniger) weiße Decke unter der James Potter lag und noch leise vor sich hinschlummerte.
Er träumte von dem ersten Schultag, von dem Willkommensstreich, von dem die Rumtreiber jedes Jahr einen parat hatten und er träumte auch von ihr, dem Mädchen, dessen Haare aussahen, wie lauter aufzüngelnde Flammen, wenn der Wind es ihr um das Gesicht wehte.

Mit einem Mal schreckte James hoch und sah auf die Uhr
"Shit!", fluchte er als er auch schon auf den Beinen war um sich die Hose anzuziehen und schnell das T-Shirt überstreifte.
Seine Eltern warteten schon fast eine halbe Stunde draußen vor dem Tropfenden Kessel, wenn er sich nicht beeilte würde er auch noch den Zug verpassen.
Und so hatte er sich seinen ersten Schultag, für dieses Jahr sicher nicht vorgestellt, also zog er schnell die dünne, schwarze Stoffjacke über und rannte schnell aus dem Zimmer und knallte die Tür so laut hinter sich zu, dass die Putzfrau, die ein paar Zimmer weiter gerade den Boden schrubbte, noch einen wütenden Laut von sich gab, aber das interessierte den jungen Potter kein bisschen.

Zeit fürs frühstücken war nun nicht mehr, er nahm sich vor, dann im Zug etwas zu essen, die freundliche, dicke Frau würde bestimmt nicht lange auf sich warten lassen um den Schülern für Geld alle möglichen Süßigkeiten zu verkaufen.
James' Magen knurrte laut, als er an die Kürbispasteten dachte, die seinen Bauch bald füllen würden und er beeilte sich noch ein bisschen mehr.

Seine Eltern warteten schon ungeduldig auf ihn, machten ihm aber keine Vorwürfe, da sie sowieso wussten, dass er darauf nichts geben würde, außer einen verächtlichen Laut. James mochte seine Eltern zwar, aber deswegen musste er ja nicht immer auf sie hören und zu allem ja und Amen sagen oder? Sicher waren sie damals auch manchmal etwas zu spät drangewesen, wieso sollte er es also besser machen?

[...]

Der Bahnhof war gnadenlos überfüllt, überall drängten sich Muggel an ihm vorbei, fragten Schaffner nach dem Weg oder verabschiedeten sich für das nächste Halbe Jahr von ihrer Familie.
Krone sah hinüber zu dem Platz zwischen Gleis 9 und 10, er verabschiedete sich von seinen Eltern, die ihm den Wagen mit seinem Koffer und der weißen Schleiereule, die ironischerweise Shadow hieß. Er wusste nicht wer damals auf den Namen kam, aber ihm war es im Grunde egal, aber er schien ihr zu gefallen. Trotzdem führte sie sich oft zickig auf (typisch Weiber, wie James zu sagen pflegte), wenn er Mal wieder vergessen hatte ihr etwas dafür zu geben, dass sie seine Post brachte.

"Pass auf dich auf", hörte er die Stimme seiner Mutter neben sich. "Ja, ja" , brummte er zurück und ging mit sicherem Schritt auf die Absperrung zwischen Gleis 9 und 10 zu und betrat, ohne sich noch einmal um zusehen, kurz nachdem er von der Mauer verschluckt wurde Gleis 9 3/4.

Er sah kaum noch Schüler auf dem Bahnsteig, die meisten saßen schon drinnen und kämpften um einen Sitzplatz, bloß gut, dass jeder ganz genau wusste, dass die Rumtreiber schon seit dem ersten Jahr ein Abteil für sich hatten. Auch wenn dieses im ersten Jahr bloß von Sirius und ihm besetzt wurde und Peter und Remus erst ein Jahr später mit ihnen zusammen saßen, es getraute sich trotzdem niemand, ihnen die Plätze "wegzunehmen" und das war auch gut so.

Der Potter kämpfte sich durch die Massen an Eltern, die ihren Kindern mit Taschentüchern zum Abschied winkten und vorbei an Müttern die Rotz und Wasser heulten, als er endlich, in letzter Sekunde, die scharlachrote Lock erreichte und in den Wagon einstieg, es dauerte nicht lange, bis er das richtige Abteil fand, in dem er seit der ersten Klasse saß und das Gefühl der Vorfreude machte sich in seiner Magengegend breit.

Drinnen saß bereits Sirius und er wirkte etwas genervt, weil er wahrscheinlich schon eine ganze Weile hier hockte und auf irgendjemanden wartete. Auch wenn James sich sicher war, dass mindestens ein Mädchen ihn wieder damit genervt hat, von wegen wie toll seine Haare wären oder so, aber die hatte er bestimmt mit einem abfälligen Kommentar abgewimmelt, während er darauf wartete, dass sich endlich einer seiner Freunde blicken lassen würde.

Es war nur eine Vermutung, aber James war sich relativ sicher, dass er damit richtig lag, als er Sirius' Gesichtsausdruck vernahm, der ihn gerade erblickte.

"Hey Tatze, tut mir Leid, dass ich zu spät komm, hab's verpennt" , sagte der junge Potter mit einem verschmitzten Lächeln und verstaute sein Gepäck über seinem Sitz und ließ sich dann in die weichen Polster, des Hogwarts' Express fallen.
"Hmm.. So wie's aussieht dürfen wir den Willkommensstreich dieses Jahr alleine planen, da Wurmschwanz und Moony ja irgendwie fehlen."
Ihm blieb der finstere Gesichtsausdruck auf dem Gesicht seines Kumpels, als er Remus erwähnte, nicht verborgen, aber er würde ihm schon erzählen was los war, auch wenn er eine gewisse Vorahnung hatte, dass er Remus eins auf den Deckel geben musste.

(alles in einen post geknallt, hoffe, das ist ok so)
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Di Okt 18, 2011 8:08 am

Cmf: London – Bahnhof King’s Cross – Gleis 9 3/4


Tief in Gedanken versunken bemerkte Sirius Black erst gar nicht das knarzende Öffnen der schweren Abteiltür. Erschrocken ließ er seinen Blick schweifen, und bemerkte seinen besten Freund, der oh Wunder, doch noch seinen Weg zu ihm gefunden hatte.

„Hey Tatze, tut mir Leid, dass ich zu spät komm, hab's verpennt" meinte James grinsend und wuchtete seinen schweren Holzkoffer auf die Gepäckablage. Genervt schaute Sirius James an. Verpennt? Sie wollten sie schon am Gleis treffen. Und dann verpennte dieser Kerl einfach ihr Treffen, sie hatten immerhin noch wichtiges zu besprechen. Okay vielleicht sollte er sich jetzt mal abregen, immerhin war James jetzt da. Auch wenn man ihn nicht warten ließ. Remus hatte ihn schon versetzt und merkwürdiger Weiße störte ihn das mehr als er selber zugeben würde. Was sollte das eigentlich? Sirius dachte, dass er sich vielleicht auf ihn gefreut hatte. Immerhin hatten sie sich bis auf die Winkelgasse, lange nicht gesehen und dann waren Vertrauensschülerangelegenheiten wichtiger als er? Okay doch nicht abgeregt. So ein Pech aber auch. Lieber Sarkasmus – Herzlich Willkommen.

„Hmm… So wie's aussieht dürfen wir den Willkommensstreich dieses Jahr alleine planen, da Wurmschwanz und Moony ja irgendwie fehlen." Sagte James, als er die leeren Plätze im Abteil entdeckte.
„Sieht ganz so aus. Auch wenn ich die traurige Vermutung habe, dass unsere lieber Moony bald aus dem Vertrauensschülerabteil zu uns stoßen wird“ langsam ließ Sirius den Satz auf James wirken. Der Schock stand ihm eindeutig ins Gesicht geschrieben. Als James undeutliche Laute vor sich hinbrabbelte, musste Sirius dann doch lachen. „Ja“ meinte er „Remus ist wüüürg Vertrauensschüler. Ich hab vorhin sein Abzeichen gesehen trotz seinem traurigen Versuch es vor mir zu verstecken.“

„Der traut sich eh nicht was bei uns zu sagen“ meinte Sirius. „Und trotzdem habe ich das Gefühl dass er sich schon in die Hosen macht alleine bei dem Gedanken uns DAS zu beichten“ Sirius lachte. Das würde ein Spaß werden. Auch wenn Remus immer noch Remus war. Vertrauensschüler hin oder her. Sie würden ihn ordentlich zappeln lassen, sollte er doch ruhig denken, dass sie ihn jetzt nicht mehr mochten oder was auch immer in seinem Kopf vor sich ging. Ihr Ruf war jetzt eindeutig im Eimer. Rumtreiber und Vertrauensschüler das passte einfach nicht zusammen. Dass wäre als würde Schniffelus eine Freundin abbekommen. Einfach unmöglich.

Sirius ließ seinen Blick nach draußen durch die leicht beschlagenen Fenster gleiten. Hastig stürmten die letzten Schüler in die Lock, als diese sich auch schon knatternd in Bewegung setze. Anstatt der grauen, kargen Stadtwelt Londons erstreckten sich schon bald grüne Wiesen und leichte Berge ihres Sichtfeldes.

Auf einmal wurde stürmisch ihre Abteiltür aufgerissen. Uns Peter Pettigrew streckte seinen roterhitzen Kopf durch die Tür. Hechelnd zog er seinen Koffer nach und versuchte vergeblich diesen auf die Gepäckablage zu heben. Eigentlich würde Sirius den Koffer leicht dort hoch bekommen, aber er hatte keine Lust aufzustehen also wartete er bis James sich erbarmte.

„Ich… ich hab vergessen, wo wir immer sitzen“ meinte Wurmschwanz aufgeregt. Sirius verdrehte die Augen. Dumm… dümmer… Peter. Manchmal fragte er sich ob Peter schon mal aufgehört hat zu denken und vergessen hatte wieder damit anzufangen.
„Wir sitzen seit fünf Jahren hier“ meinte Sirius und wechselte mit Krone einen amüsierten Blick. Mehr konnte er DAZU jetzt auch nicht sagen.

„Wo ist Remus?“ fragte Peter. „Vertrauensschüler“ schniefte Sirius theatralisch als wäre jemand überraschend verstorben. „Hab ich mir schon gedacht“ beteuerte Peter nickend. Peter konnte eigenständig denken. Hätte Sirius jetzt nicht für möglich gehalten. „Ja, aber immerhin ist er einer von uns. Dumbeldore kann doch nicht glauben, dass wir weniger Scheiße bauen nur weil Remus Vertrauenssschüler ist“ meinte Sirius und Peter nickte eifrig dazu. Von wegen eigenständiges Denken.

„Wie läufts in Mission Nr. 1?“ fragte Sirius leise und schaute sich um als würde irgendjemand sie belauschen. Mission 1 war, wie der Name schon sagt sehr, sehr wichtig, eben absolute Nr. 1 in Planung von Streichen. Auch wenn das nicht wirklich als Streich durchgehen würde. Das war viel mehr… absolut verboten und das reizte Sirius mehr, als das meiste was sie in letzter Zeit getan hatten.
„Geht so…“ murmelte Peter. „Mit eurer Hilfe vor den Ferien hat es noch geklappt. Alleine aber nicht mehr“ Was hatte Sirius schon erwartet. Peter war eigentlich fast schon eine Null in Verwandlung, es grenzte an ein Wunder dass es überhaupt schon mal funktioniert hatte. „Nicht schlimm“ meinte Sirius flüsternd, das kriegen wir schon wieder. Bei mir läufts gut. Die letzten Male hat es immer hundertprozentig geklappt. Absolut cooles Gefühl. Verwandlung innerhalb von zwei Sekunden. McGonagall wäre begeistert.“

Es war ein absolut berauschendes Gefühl. In einer Sekunde war man noch ein Mensch wie jedermann. Und dann sah man nur noch gigantische, schwarze Pfoten unter sich. Am Anfang war das schon ein bisschen verwirrend. Verständlich dass in vielen Büchern davor gewarnt wurde, dass man ohne genügend Vorbereitung verrückt werden konnte. Die Ferien hatten damit wirklich an Reiz gewonnen. Zauberei minderjähriger war schwer zu erkennen in einem Haus in der es von Magie nur so wimmelte. Überhaupt wurde das Haus der Blacks nicht allzu stark überwacht, gute Verbindung zum Zauberministerium eben. Überhaupt gab es im Grimmauldplatz üblerer Sachen als nur ein kleines Vergehen Minderjähriger Zauberei.

Immerhin praktizierte sein Vater hochpersönlich nicht nur mit legalen Zaubern wie Sirius mal wieder in den Ferien bemerkt hatte. Als er vor drei Wochen an ihrem Hauself, diesen Elektroschockzauber geübt hatte, sah Sirius dass sehr nach Grauzonenzauber aus, man landete deswegen nicht in Askaban, tötete man einen Menschen damit sah das Ganze jedoch schon ganz anders aus.

Sie hatte das ganze bis ins kleinste Detail geplant. Es durfte absolut nichts schief gehen. Wenn das auffliegen würde, würde das ihre letzte Reise nach Hogwarts sein. Wenn sie deswegen nicht sogar eingebunkert werden würde. Sirius wusste nicht, was Minderjährigen mit einem solchen Vergehen erwarten würde. Soweit er wusste hatte noch niemand, der die Schule noch nicht abgeschlossen hatte überhaupt nur versucht Animagus zu werden.
Aber auch niemand hatte einen solchen Grund wie sie. Sie taten das nicht um ihre Grenzen noch mehr aus zu testen sondern einfach und schlichtweg wegen Remus. Wegen Remus, der nach jeder vergangenen Vollmondnacht im Krankenflügel lag. Über und über mit Wunden, die er sich selbst zu gefügt hatte. Wie grausam konnte Gott, oder was auch immer das alles geschaffen hatte, sein so etwas zu zulassen.

Und vielleicht war das ihre einzige Chance. Remus einzige Chance…

Remus hatte sie selber auf diese Idee gebracht. Unbewusst vielleicht, aber diese ganze wundervolle, einzigartige Idee war auf seinen Mist gewachsen. Es war damals im dritten Schuljahr gewesen, als sie in Verteidigung gegen die dunklen Künste gerade das Thema „Werwölfe“ behandelt hatten. Als sie damals an ihren Hausaufgaben saßen, meinte Remus zu der einen Aufgabe, in der stand, dass kein Werwolf ein Wesen was er liebt, egal ob dieses sein bester Freund oder sein große Liebe war, verschonen könnte, wenn dieser in seiner verwandelten Form war. Damals meinte Remus, dass diese Angabe im Grunde falsch war, kleiner Klugscheißer, dass nämlich ein Werwolf nur Menschen und niemals ein anderes „Wesen“ angreifen würde. Das heißt keine Tiere oder andere magische Kreaturen.
Wie auch immer sie auf diese Idee gekommen waren... Sirius und James hatten nur einen langen Blick gewechselt und hatten in diesem Moment wahrscheinlich genau das Gleiche gedacht.

Auch wenn Sirius das Gefühl hatte das Remus von der Idee nicht begeistern sein würde. Wahrscheinlich würde er sich wieder halb in die Hosen machen… anstatt er mal alles auf sich zukommen lassen würde. Was sollte schon passieren…

„Wir sagen Remus es einfach und wenn er sich weigert kommen wir beim nächsten Vollmond einfach mit, ob er will oder nicht“ meinte Sirius. So einfach war das, manche Menschen musste man einfach zu seinem Glück zwingen. Nochmal würden sie das nicht mit machen. Nicht einmal wollte Sirius Remus so sehen… Und wenn sie Remus helfen konnten indem sie da waren, bei ihm… dann war das doch ganz einfach… dann würden sie da sein. Moony würde schon zu bändigen sein.

Remus würde von seinem neuen Spitznamen bestimmt nicht begeistert sein. Moony – mondsüchtig. Passte doch. Moony, Wurmschwanz, Tatze und Krone. Ab jetzt würde alles noch besser und aufregender werden. Mit einem Werwolf an Vollmond die Nacht verbringen war das absolute Hoch an Hirnlosigkeit und Sirius war vollkommen begeistert davon. Immerhin war er jetzt nicht nur Sirius sondern auch Tatze und wer konnte ihm noch etwas antun. Er war rießig und absolut furchteinflößend. Er fühlte sich groß, stark und unbesiegbar, niemand kam mehr gegen die Rumtreiber an.

Sirius und James gaben sich einen Highfive. In allen ihren Briefen in den Ferien ging es nur um das Thema. Und jetzt war es endlich so weit. Laut Mondkalender nur noch ein bisschen über zwei Wochen. „Der Spaß kann beginnen“ lachte Sirius.
„Und Spaß… Willkommensstreich gibt’s auch noch keinen. Wir wollen doch keinen der Lehrer enttäuschen…“
„Wir könnten die Umhänge der Slytherins färben…“ meinte Wurmschwanz begeistert.
„Hatten wir schon. Weißt du noch, der eine aus der Oberstufe war so fertig, dass er mit seinem Zauberstab nach uns geworfen hat anstatt uns damit zu verhexen.“
Die Rumtreiber schauten sich grinsend an. Dieser Streich musste besser werden, wie alle anderen zuvor.
„Ideen?“ Sirius schaute James fragend an. „Vielleicht könnten wir es auch so machen…“ Sirius lehnte sich zu seinen beiden Freunden nach vor. Dann erklärte er flüsternd seinen Plan. Das konnte episch werden…

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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   So Okt 23, 2011 10:46 pm

Bevor James sich setzen konnte, antwortete Sirius ihm auch schon.

„Sieht ganz so aus. Auch wenn ich die traurige Vermutung habe, dass unsere lieber Moony bald aus dem Vertrauensschülerabteil zu uns stoßen wird.“
Wie ein nasser Sack Mehl ließ sich Krone auf den Sitz fahlen, die Kinnlade war ihm runtergefallen und er brabbelte unmissverständliche Laute daher.
„Ja“, bestätigte Tatze seine eigenen Worte noch einmal. „Remus ist wüüürg Vertrauensschüler. Ich hab vorhin sein Abzeichen gesehen trotz seinem traurigen Versuch es vor mir zu verstecken.“

James ließ eine laute Schimpftriade von sich, Sirius saß still auf seinem Platz und schaute aus dem Fenster des Zuges.
"Wehe der wagt es sich uns zu verpfeifen!"
Der junge Potter war so in Rage geraten, dass er die Worte seines Besten Freundes fast überhört hätte.

Der traut sich eh nicht was bei uns zu sagen“ meinte er. „Und trotzdem habe ich das Gefühl dass er sich schon in die Hosen macht alleine bei dem Gedanken uns DAS zu beichten.“
Ein teuflisches Lachen kam über seine Lippen. James war sich klar, dass sie ihn an der langen Leine halten würden, aber er hatte es sich auch reichlich verdient. Immerhin könnte er damit alles zerstört haben, was sie sich die letzten fünf Jahre aufgebaut hatten. Das könnte es gewesen sein, mit ihrem guten Ruf. Dachte Dumbledore etwa, bloß weil er einen von ihnen jetzt zu einem Vertrauensschüler machte, dass die anderen jetzt liebe, brave Jungen werden, die zu allem ja und amen sagen?
Oh, nein. Jetzt würde der ganze Spaß erst richtig losgehen. Wenigstens etwas, bei dem James sich sicher war.

Er hörte das Krachen ihrer Abteiltür, die stürmisch aufgerissen wurde.
Peter Pettigrew stand vor ihnen. Sein Kopf war feuerrot angelaufen und mit kleinen Schweißperlen übersät. Er rang nach Atem, als er versuchte seinen schweren Koffer, auf die Gepäckablage zu bekommen. Sirius blieb sitzen und schenkte ihm wenig Aufmerksamkeit, James verdrehte die Augen und stand auf um Wurmschwanz zu helfen. Mit einer Hand hievte er den Koffer nach Oben, während Peter sich auf den Platz neben ihm setzte.

„Ich… ich hab vergessen, wo wir immer sitzen“, sagte er, während er immer noch versuchte, seinen Atem zu beruhigen.
"Knalltüte", flüsterte James leise und bemerkte, aus dem Augenwinkel, Sirius' gernervtes Augenverdrehen.
„Wir sitzen seit fünf Jahren hier“, meinte er und wechselte mit seinem Besten Freund einen amüsierten Blick.
Manchmal fragte James sich, wie es möglich sein konnte, dass Peter überhaupt zum Gleis 9 3/4 kam, geschweige denn daran dachte, dass er in die Schule musste.
Ungläubig schüttelte er den Kopf, als Wurmschwanz ihn auch schon wieder aus seinen Gedanken riss.

„Wo ist Remus?“ fragte er.
„Vertrauensschüler“ , antwortete Sirius mit einer übertrieben gestellten, theatralischen Stimme.
„Hab ich mir schon gedacht“ , antwortete Peter gedankenversunken.
„Ja, aber immerhin ist er einer von uns. Dumbeldore kann doch nicht glauben, dass wir weniger Scheiße bauen nur weil Remus Vertrauenssschüler ist.“
Und da zeigte sich Mal wieder, dass Sirius sein Bester Freund war, immerhin hatte James dasselbe vorhin schon gedacht. Ein leises Glucksen kam aus seiner Kehle und er musste Grinsen, als er Peter's Kopfnicken sah, was ihn aus sehen ließ wie so eine Wackel-Kopf-Figur, wie es sie in einigen Läden in Hogsmeade gab.

Und mit einem Mal war völlige Stille in ihrem Abteil. Sirius schaute sich um, als würde sie irgendjemand belauschen, bevor er mit Sprechen begann.
„Wie läufts in Mission Nr. 1?“
Mission Nummer 1. Der Höhepunkt ihrer Streiche, weil es wahrscheinlich, nein quatsch nicht nur 'wahrscheinlich', hundertprozentig, der gefährlichste und verbotenste "Streich" ist, den sie je ausgeheckt haben.
Im Grunde war es nicht Mal ein Streich, denn es ging in dieser Angelegenheit um so viel mehr. Sie wollten ihrem Freund helfen und dabei gingen sie, wenn es sein musste, eben auch über Leichen. Beziehungsweise riskierten sie einen Rauswurf und noch so viel mehr. Sie wussten nicht ein Mal hundertprozentig, was sie alles aufs Spiel setzten.
Aber das war ihnen völlig egal.

„Geht so…“, murmelte Peter verlegen. „Mit eurer Hilfe vor den Ferien hat es noch geklappt. Alleine aber nicht mehr.“
Vermutlich würde Peter ihre Hilfe IMMER brauchen, egal bei was, er würde nie irgendwas ohne sie hinkriegen. Wie ein Baby, dass ohne seine Mutter verhungern würde.
„Nicht schlimm“ meinte Sirius flüsternd. "Das kriegen wir schon wieder. Bei mir läufts gut. Die letzten Male hat es immer hundertprozentig geklappt. Absolut cooles Gefühl. Verwandlung innerhalb von zwei Sekunden. McGonagall wäre begeistert.“
Ein breites Grinsen machte sich auf dem Gesicht des Blacks breit.
Wahrscheinlich dachte er an das Gefühl, wenn du auf einmal nicht mehr du selbst bist. Wenn du dich voll und ganz auf deine animalischen Instinkte verlassen kannst, ohne, dass du auf irgendwelche Regeln achten musst oder dass dir jemand Vorschriften macht. James kannte das Gefühl nur zu gut, immerhin konnte er sich ebenfalls in ein Tier verwandeln.
In den Ferien war er öfters nachts draußen gewesen, in dem kleinen Wäldchen, nahe seines Elternhauses. Er streifte dann durch die Baumreihen, das Laub unter ihm raschelte leise. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Frei von all den Gedanken, die einem sonst zu schaffen machten. Selbst das rothaarige Mädchen verfolgte ihn in dieser Gestalt nicht.

„Wir sagen Remus es einfach und wenn er sich weigert kommen wir beim nächsten Vollmond einfach mit, ob er will oder nicht", riss ihn Sirius aus seinen Gedanken.
Krone und Tatze gaben sich einen Highfive. Es dauerte nicht mehr lange und dann würde auch Moony von ihrem Meisterwerk erfahren. Er hörte zwar jetzt schon seine entsetzte Stimme in seinem Kopf, die sie ermahnte, wie gefährlich, das Ganze sei. Aber mittlerweile war es sowieso schon zu spät, ändern konnte er nichts mehr.
Es waren noch knapp zwei Wochen und wie als könnte er seine Gedanken lesen, sagte Sirius:
„Der Spaß kann beginnen“ und fing an zu lachen.

„Und Spaß… Willkommensstreich gibt’s auch noch keinen. Wir wollen doch keinen der Lehrer enttäuschen…“, sagte er mit einem breiten Grinsen.
Endlich! Wurde aber auch Zeit, dass wieder jemand daran dachte, dass sie das Schuljahr doch auch gebührend empfangen mussten.
„Wir könnten die Umhänge der Slytherins färben…“ sagte Wurmschwanz, offenbar stolz auf seine Idee.
„Hatten wir schon. Weißt du noch, der eine aus der Oberstufe war so fertig, dass er mit seinem Zauberstab nach uns geworfen hat anstatt uns damit zu verhexen“, antwortete Sirius.
Das Grinsen auf James' Gesicht wurde immer breiter.
„Vielleicht könnten wir es auch so machen…“, begann Tatze und zusammen arbeiteten sie den wohl besten Willkommensstreich aus, den Hogwarts je gesehen hatte.

(so, ich hoffe Mal das geht so. ich hab jetzt in der Handlung nicht weiter vorraus gegriffen, weil Remus ja noch fehlt. Das er sich dann vielleicht erstmal dazu postet, wenn dann die Vertrauensschülerdinge besprochen sind (: )
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Caitleen Byrne
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Di Okt 25, 2011 8:45 am

Caitleen war richtiggehend erleichtert, als sie sah, wie Emma sich für sie freute. Vertrauensschülerin. Emma nannte es ‚Kämpferin gegen das Böse, die Slytherins’. Diese Umschreibung gefiel Caitleen sehr gut und sie grinste. Auch Molly gratulierte ihr.

Die beiden Gryffindor-Mädchen meinten, dass sie lieber bei ihresgleichen sitzen wollten, was Caitleen auch verstehen konnte. Die Bindungen der Schüler eines Hauses untereinander waren mit nichts zu vergleichen. Das Haus war stellvertretend für die Familie. Molly schien es beinahe peinlich zu sein, dass sie sich lieber zu den anderen Gryffindors setzen wollte und Caitleen streifte sie freundlich am Arm. „Kein Problem, wir laufen uns dieses Jahr bestimmt noch einmal über den Weg.“ Dabei grinste sie. „Aber stellt mir ja nichts an, ihr wisst ja ...“ Gespielt drohend wies sie auf ihr Vertrauensschülerabzeichen.

Emily bot ihr Bertie Botts Bohnen an, und Caitleen lehnte, wie immer, dankend ab. Sie hasste diese Dinger seit einem besonders ekligen Erlebnis in ihrer Kindheit. „Nein danke. Du kriegst mich nicht dazu,“ meinte sie lachend. Die rothaarige Ravenclaw erkundigte sich nach Emma und Molly. Caitleen antwortete, dass die beiden lieber mal nach den anderen Gryffindors sahen. Meredith, die wie üblich in einem dicken Buch steckte, gab keinen Laut von sich. Emily mampfte ihre Bohnen – Caitleen wurde allein vom Zusehen beinahe schon schlecht. Dann sagte die Hexe: „Ich schau mal kurz nach vor ins Vertrauensschülerabteil, mal sehen, was für Neuigkeiten es gibt und wer die anderen so sind. Hoffentlich dauert es nicht allzu lange.“ Mit diesen Worten machte sie sich auf den Weg.

Sehr wohl spürte sie die bösen Blicke mancher Slytherins, die wussten, mit wem sie verwandt war und dass sie reinblütig war. Und trotzdem war sie in Ravenclaw und obendrein noch Vertrauensschülerin und Kapitänin der Quidditch-Mannschaft! Das war ein Triumph für Caitleen. So weit hatte keines ihrer Geschwister es gebracht. Auf dem Weg öffnete sich plötzlich vor ihreine Abteiltür und Kingsley Shacklebolt aus ihrem Haus lugte heraus. „Ah, Caitleen“, begrüßte er sie, „hallo!“ Die beiden umarmten sich kurz. Letztes Jahr waren sie für eine kurze Zeit sehr enge Freunde gewesen, doch sie verstanden sich auch jetzt noch gut. Sie beglückwünschten sich gegenseitig zu ihrem Abzeichen und gingen dann gemeinsam nach vor. „Ob wohl schon jemand da ist?“, fragte sich die Irin. Vor der Tür zu dem Abteil, das nur für Vertrauensschüler reserviert war, hielt sie noch einmal kurz inne und atmete tief ein. Dann traten sie gemeinsam ein und sahen sich um. Lily Evans, eine rothaarige Hexe aus Gryffindor, und Remus Lupin, ein schüchterner Junge mit angeberischen Freunden, die sich selbst Rumtreiber nannten, waren schon da. Außerdem befand sich eine schwarzhaarige Slytherin namens Samantha Darrell im Abteil. Sie begrüßten die anderen Vertrauensschüler und nahmen dann ebenfalls Platz. „Wer ist dein Gegenpart, Samantha?“, fragte sie die andere Hexe neugierig.
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Remus Lupin
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Do Okt 27, 2011 10:35 am

Die wenigen Sekunden bis Lily etwas auf seine Worte erwiderte, kamen ihm vor wie eine Ewigkeit. Wieso hatte er nicht einfach seinen Mund halten können? Stattdessen offenbarte er diesem Mädchen, welches er kaum kannte seine Gedanken. Er war doch ansonsten auch kein Plappermaul … Niemand der besonders viel von sich erzählte.
Doch als er von seinem Knie aufblickte, sah er in Lilys offenherziges Gesicht.
„Ich bin überrasch“, stieß sie kurzerhand heraus und sie klang dabei so ehrlich das sich Remus trübe Gedanken schnell verflüchtigten.
Diese Reaktion passt ganz genau zu der rothaarigen Hexe, die immer jeden und alles in Schutz nahm und mehr als nur gerecht war. Sie war fair und deswegen konnte sie einerseits liebevoll und verständlich sein, wie in diesem Moment und auf der anderen Seite, vielleicht einen Tag später oder auch nur wenige Minuten konnte sie ziemlich aus ihrer Haut fahren und ganz schön zickig sein.
Auf Remus’ fragenden Blick öffnete Lily wieder den Mund und meinte, dass seinen Freunden doch nichts Besseres passieren konnte, als einen Vertrauensschüler in ihrem engsten Freundeskreis zu haben.
Der junge Lupin runzelte die Stirn und verkniff sich einen skeptischen Blick: Er und Lily wussten beide das dies nicht der Wahrheit entsprach. Er konnte sich bildlich vorstellen wie James und Sirius in ihrem Abteil saßen und verschiedene Möglichkeit ausdiskutierten wie sie ihm diesen Verrat heimzahlen konnten.
Dann schlich sich ein Schmunzeln auf die Lippen der Hexe und sie lächelte den Gryffindor aufrichtig an: “Versteh mich nicht falsch. Ich glaube, du weist selbst gut genug, dass es manchmal ziemlicher Mist ist, was ihr da treibt. Aber jeder weis, dass das von Black und Potter ausgeht. Du solltest aufhören so sehr an dir selbst zu zweifeln. Die Lehrer vertrauen dir, darum haben sie dir den Posten gegeben. Ich glaube niemand erwartet von dir, dass du deine Freunde verrätst. Und wenn es gute Freunde sind – wo von ich hundertprozentig überzeugt bin – dann werden sie es dir auch nicht so schwer machen. Zumindest würde ich das nicht tun. Ich denke, dass ist mit der Grund warum du Vertrauensschüler bist. Das und deine ganze Art.“
Remus merkte wie ihm bei Lilys Worte immer wärmer im Gesicht wurde. Er hatte niemals erwartet, dass sie so von ihm dachte. Natürlich, fast jeder in der Schule wusste dass die meisten Scherze von Sirius und James ausgingen. Das sie so etwas wie ihre „Anführer“ waren.
Aber wie niemals der Name „Sirius“ ohne „James“ fallen konnte, so gehörten auch sie immer dazu. Sie gehörten einfach zusammen und deswegen würde Remus seine drei Freunde niemals verraten, niemals!
Aber Remus wusste auch das seine Freunde ihm das Leben niemals so leicht machen würde, selbst wenn Lily das dachte. Sie waren eben nicht wie ihre beste Freundin Alice, die keiner Fliege etwas zu leide tun würden. Sie waren Unruhestifter und deswegen würden sie es ihm schwer machen, selbst wenn er es nicht verdiente.
Ganz egal ob er nur Vertrauensschüler war, oder nicht – Er war schon immer derjenigen gewesen der versucht hatte sie von den schlimmsten Missetaten abzubringen. So wirklich gelungen war es ihm aber niemals …
„Danke“, sagte Remus noch leise und schenkte Lily ein aufrichtiges Lächeln.
Er mochte die Evans immer mehr.
Wenige Augenblicke später wandten die beiden Gryffindors ihre Köpfe neugierig der sich öffnenden Abteiltür zu: Samantha Darrel betrat den kleinen Raum und lächelte sie freundlich an.
Remus formte ein lautloses „Hallo“ – Samantha war wirklich … nett. Auch wenn sie eine Slytherin war. Sie konnten sich wirklich froh schätzen das sie Vertrauensschülerin war und nicht etwa Bellatrix, denn dann würde es so manchem Schüler in Hogwarts schlechter ergehen.
An dem Gespräch zwischen Lily und der schwarzhaarigen Samantha beteiligte er sich trotzdem nicht wirklich.
Mit abwesendem Blick schaute er aus dem Fenster und auf die vorbeirauschende Landschaft, zu viele Gedanken spuckten ihm noch immer durch den Kopf und er hätte sich gewünscht dass das neue Schuljahr in Hogwarts ruhiger gestartet wäre.
“Die Lehrer vertrauen dir, darum haben sie dir den Posten gegeben.“
Undeutlich zerrte die Erinnerung an Lilys „kleiner Rede“ an seinen Gedanken.
Vertrauen? Wieso vertraute Dumbledore ihm? Wollte er ihm eine Chance geben – nur eine einzige in seinem Leben – damit er beweisen konnte das er etwas wert war.
Hatte er soviel Mitleid? Und wollte Remus dieses Mitleid überhaupt? Mitleid mit einem kranken Kind? Denn das war doch das was Dumbledore in ihm sah … nur ein krankes Kind. Vollkommen harmlos. Ein harmloses Monster … Ein Biest.
Dumbledores Gedanken hatte Remus noch niemals verstehen können. War er genial, oder doch eher töricht? Remus vergötterte Dumbledore, aber für das Vertrauen welches er ihm entgegen brachte wollte er ihm am liebsten verfluchen. Er wollte kein Vertrauen und hatte auch niemals um welches gebeten.
Vertrauen bedeutet Verantwortung. Und Verantwortung konnte er beim besten Willen nicht gebrauchen.

Abermals öffnete sich die Abteiltür und das Vertrauensschülerpärchen von Ravenclaw betrat das zunehmend enger werdende Abteil und riss den Werwolf abermals aus seinen Gedanken. Caitleen und Kingsley lächelten freundlich in die Runde und setzten sich auf zwei der freien Plätze.
Das dunkelhaarige Mädchen, mit welchem Remus noch niemals besonders viel zu tun gehabt hatte, fragte bei Samantha nach wer ihr Gegenpart war, doch dann öffnete sich die Abteiltür und gerade dieser betrat den Raum.
Remus konnte sich ein lautes Stöhnen nicht verkneifen und verdrehte genervt die Augen: Lucius Malfoy stand – theatralisch wie eh und je – in der Tür und stellte sich als zweiter Vertrauensschüler von Slytherin vor.
Wieso gerade Malfoy? Es gab genug Slytherins die wohl loyal zu ihrem Haus standen, aber trotzdem nicht so feindlich gegen die anderen Häuser und vor allem gegen Zauberer waren, die nicht ihrer ach-so-reinen-Linie-aus-Zauberern bestanden.
Dabei wusste Remus das diese alten Zaubererfamilien überhaupt nicht so stolz auf ihre Vorfahren sein durften. Sirius scherzte nur all zu gerne darüber, dass diese ganzen Reinblüter nur aus einer Linie von Inzucht hervorgekommen sind. Pah! - und darauf bildeten die sich auch noch was ein!
Auf Malfoys selbstverliebtes Geschwätz hatte der Lupin keine Lust, deswegen sah er wieder aus dem Fenster. Er wollte eigentlich nicht desinteressiert aussehen. Ganz im Gegenteil: Er nahm diese Sache sehr ernst, auch wenn er dieses Abzeichen niemals gewollt hatte. Doch ihm war im Moment einfach nicht nach Smalltalk zumute …
Die Landschaft nahm immer mehr das hügelige Profil von Schottlands Berglandschaft an und zeigte somit das es nicht mehr weit war bis sie Hogwarts, mitten in dem schottischen Hochgebirge, erreichten.
Mit einem kleinen Seufzen gestand sich Remus ein, dass er sich nicht mehr allzu lange verstecken konnte. Hier, im Vertrauensschülerabteil gab es nichts mehr zu tun. Seine einzige Aufgabe bestand nur noch daraus, dass alle Schüler sicher aus dem Zug und in die bereitgestellten Kutschen kamen. Doch das hatte noch Zeit …
Nun musste er sich erstmal einer schwierigeren Aufgabe stellen: Sirius, James und Peter.
Sie wussten sicherlich bereits wo er war und was er dort machte und sie hatten sich mit hundertprozentiger Sicherheit auch schon einige Gedanken dazu gemacht.
Nun musste er ihnen nur noch schonend beibringen dass das Abzeichen auf seiner Brust niemals irgendetwas an ihrer Freundschaft ändern würde.
Aber eigentlich lag dies auch gar nicht in seiner Hand: *Er* musste hoffen das die Drei ihn noch in ihrer Gruppe haben wollten.
“Diese Selbstzweifeln werden wohl niemals vergehen“, schoss es ihm durch den Kopf. Er musste nun einfach mal mutig sein und die Sache in die Hand nehmen – wie Lily bereits sagte – sie waren seine Freunde, sie würden das schon verstehen. Und immerhin konnte er auch nichts dafür …

Mit einem kleinen Räuspern wandte er sich an Lily und sagte ihr leise, dass er nun zu James gehen würde. „Ich bin dann rechtzeitig wieder da“, sagte er noch mit einem Lächeln. Lily sollte sich auf ihn verlassen können, er würde seine Aufgaben schon ernst nehmen und nicht zu spät oder gar nicht erscheinen.
Mit einem Blick auf die anderen Vertrauensschüler stand er auf und ging leise aus dem Abteil. Im Flur schnappte er seinen alten Schrankkoffer, welcher schon sein Vater im Hogwartsexpress durch die Gänge gewuchtet hatte.
Er verfluchte innerlich die nicht mehr richtig funktionierenden Räder am splitterigen Holzboden und kam nach wenigen Minuten an dem Abteil an, welches er seit dem zweiten Schuljahr mit seinen drei besten Freunden benutzte.
Remus atmete noch einmal tief durch, öffnete die Tür und zerrte seinen Koffer ohne aufzublicken durch die Tür. Eine der alten Räder gab bei diesem kläglichen Versuch seinen Dienst komplett auf und verhackte sich in der Tür. Daraufhin fiel der Koffer ganz zu Boden – Remus seufzte auf und verfluchte alle ihm bekannten und unbekannten Götter für diesen absolut miesen Tag. Er unterdrückte den Wunsch einmal kräftig gegen den Schrankkoffer zu treten und zog ihn nur mit leidender Miene in eine Ecke des Abteils.
Er war niemand der seine Wut öffentlich austrug – nur wenn es nicht mehr anders ging-
Dann sah er in die belustigten Gesichter seiner Freunde. Das dann mal zum „gelungen Auftakt“, wenigstens hatte er schon mal das Eis gebrochen.
Den Koffer einfach in der Ecke zurücklassend, ließ sich der Lupin neben Peter auf die Sitzbank fallen und entschied sich erstmal dazu nichts zu sagen, auch wenn er wusste dass das feige war.
Dann zog er seinen rotgoldgestreiften Schal aus um seinen Freunden das silberne Abzeichen auf seiner Brust zu präsentieren.
„Ich weiß ihr seid sicherlich nicht begeistert … Aber ich hab das auch nicht gewollt, wirklich nicht …“, versuchte er sich zu erklären. „Tut mir Leid, ich bin auch so loyal und werde euch auch niemals bei irgendeinem Lehrer anschwärzen.“
Eine kleine Stimme in seinem Kopf – die überraschenderweise sehr nach Lily Evans klang – fragte sich wieso er sich so rechtfertigte. Doch Remus wusste das er seine Selbstzweifel niemals so schnell überwinden würde.
Er hatte einfach Angst, dass seine Freunde ihn nicht mehr bei sich haben wollten – Er wollte doch einfach nur dazu gehören.
Doch dann sah er auf in die Gesichter seiner drei Freunde und nicht zum ersten Mal wurde ihm – der doch eigentlich nicht gerade dumm war – bewusst was für ein Idiot er war.
Eine Werwolfsenthüllung hatte sie nicht auseinander gebracht. Nein, stattdessen waren sie noch mehr zusammen gerückt und hatten keine Geheimnisse mehr voreinander. Warum sollte ein lächerliches Abzeichen irgendetwas daran ändern? Sie hatten schon viel Schlimmeres durchgestanden und alle drei: James, Sirius und Peter waren die besten Freunde die man sich nur wünschen konnte. Und niemand, keine Lily und auch ansonsten kein Anderer konnte auch nur annähernd ahnen was für wunderbare Freunde sie wirklich waren.
Mit einem kleinen Lächeln auf dem Lippen und dem Wissen das seine Freunde mal wieder nicht wussten woran er wohl gerade dachte, packte er einen riesigen Riegel Schokolade aus seiner Tasche und brach Peter ein Stück davon ab, bevor er auch nur fragen konnte.
Vielleicht würde der Tag hundertmal besser enden wie er begonnen hatte …
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Sirius Black
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Sa Okt 29, 2011 4:42 am

War ja klar, dass James von dem Plan begeistert sein würde. Hatte er etwas anderes erwartet – eigentlich nicht.
Die folgenden Tage würden wunderbar werden. Der tolle Streich. Und in zwei Tagen würde er 16 Jahre alt werden. Ein weiterer Schritt in seine Unabhängigkeit. Dann brauchte er nur noch ein kleines Jahr und er würde endlich frei sein. Nichts und Niemand konnten ihn dann noch aufhalten. Es würde keine Regeln mehr geben, die ihn daran hinderten, dass zu tun was er wollte. Auch wenn er mit 16 immer noch minderjährig war, musste das groß gefeiert werden. Wie jedes Jahr. Das würde ein Spaß werden…

Sirius schaute grinsend aus dem Fenster. Der Himmel hatte sich schon verdunkelt, was darauf schließen ließ, dass es nicht mehr weit war. Auch die Landschaft hatte den
alten, wilden Zug schottischer Berglandschaft angenommen.

Vielleicht sollten sie sich schon mal langsam umziehen. Sirius kramte seinen schwarzen Umhang aus seinem unordentlich gepackten Holzkoffer. Ordnung gehörte nicht in das Leben von Freigeistern. Ein weißes Hemd hatte er in dem Gewühle auch schon in die Finger bekommen. Schlips? – Wer brauchte das schon… Sirius konnte diese fiesen Dinger nicht leiden. Erstens konnte er sie nicht binden, ohne sich dabei halb zu strangulieren und zweitens fühlte er sich damit immer merkwürdig zugeknöpft.

Leise wurde die schwere Abteiltür geöffnet und Remus zog angestrengt seinen schweren Koffer hinter sich her. Überraschenderweise hatte dieses Ungetüm noch ein weiteres Jahr überlebt… mehr oder weniger überlebt... Sirius beobachtete amüsiert wie eines der kleinen, alten Räder im Türrahmen hängen blieb und Remus mit wütender aber auch leicht verunsicherten Miene am Koffer zog und ruckelte. Als dieser auch noch mit einem leidenden Ätzen umfiel, musste Sirius sein Gesicht im Kragen seines Hemdes verstecken um nicht laut los zu lachen. An Remus war echt ein Komiker verloren gegangen.

Remus verstaute seinen Koffer in eine Ecke des Abteils, in dem dieser traurig hin und her schaukelte, und ließ sich neben Peter auf die Bank fallen.
Seine unsichere Miene von vorhin war verschwunden und er zog selbstbewusst seinen Schal von der Brust, enthüllte sein silbernes Vertrauensschülerabzeichen sagte „Ich weiß ihr seid sicherlich nicht begeistert …“ Oh, da hatte er Recht. „Aber ich hab das auch nicht gewollt, wirklich nicht …Tut mir Leid… ich bin auch so loyal und werde euch auch niemals bei irgendeinem Lehrer anschwärzen.“ Als würden sie Remus irgendetwas antun nur weil er Vertrauensschüler war… Mein Gott, wenn es notwendig wäre, würde er Remus vor dem Rest der Welt beschützen.

Remus lächelte scheu und packte eine dieser riesigen Schokoladentafeln aus dem Honigtopf aus seiner Tasche. Er brach ein Stück für Peter ab, der schon fast anfing zu sabbern, so starrte er auf die Schokolade… Er sollte Remus mal mehr lassen, der konnte es besser vertragen. Er fragte sich ob Remus in den letzten zwei Jahren überhaupt gewachsen war oder sich sonst verändert hatte. Abgesehen von ein paar Narben und Verletzungen mehr… die sich über die Monate ansammelten. Das würde hoffentlich bald schon ganz anders aussehen.

Der Zug ruckelte weiter durch die raue Landschaft, als Remus Koffer mit einem lauten Rumms zu Boden fiel. Remus schenkte dem alten Koffer einen bösen Blick. Eine alte Rolle klapperte zu Boden und rollte unter einem der Bänke davon. Remus hatte aber auch einfach nur alten Kram. Wem hatte der Koffer schon gehört seinem Urururgroßvater? Am liebsten hätte Sirius all sein Geld, oder auch nur die Hälfte davon, auf Remus Verließ in Gringotts überwiesen, damit der sich auch mal was Schönes kaufen konnte. Auch wenn Sirius nicht das Gefühl hatte, dass Remus sich etwas aus hübschen Kleidern oder aus Besitztümern machte. Keineswegs, weder bei sich noch bei anderen Menschen. Er machte sich nichts aus Namen oder Blutslinien.

Sirius stand auf und hievte den Koffer auf die Ablage. Nachher würde Remus ein Problem haben, zum Rollen war der Koffer nicht mehr geeignet und so wie der aussah konnte selbst ein Reparo da nicht mehr viel helfen. Oder war das eher sein Problem…
„Übrigens haben wir einen tollen Willkommensstreich Remileinchen…“ flüsternd erklärte Sirius Remus diesen. Konnte er begeistert sein wie er wollte. Der Streich war toll. Und Remus machte eh immer mit. Tief in seinem Inneren sehnte er sich bestimmt auch danach… Streiche zu spielen und so etwas zu tun. Remus lächelte nicht über ihre großartige Idee, hatte Sirius aber auch nicht erwartet. Sirius grinste „Ach Remus, sei doch nicht so enthusiastisch, man könnte ja noch meinen du nimmst das nicht ernst.“

Während Sirius und James noch ein wenig an der geheimen Karte arbeiteten die sie entworfen und die alle Schüler, Lehrer oder andere Wesen in der Stadt zeigte wo sie waren und welche Gänge sie benutzten. Diese Karte würde ihr geplantes Nachtleben um einiges erleichterten. Wer konnte einem schon des nachts in den Gängen erwischen, wenn man immer wusste wo Filch, Mrs. Norris und all die Lehrer gerade waren…
Es würde nicht mehr allzu lange dauern und dann war dieses Wunderwerk an Magie fertig. Über die Ferien war sie fast vollkommen geworden. Es gab noch ein paar kleine Fehler… aber die ließen sich mit Hilfe der Bücherei schnell ausmerzen. Aber das war dann doch eher Remus‘ Arbeit. Gegen die Karte des Rumtreibers, wie sie hieß, hatte Remus nämlich nichts einzuwenden. Noch war sie auch jungfräulich, für noch keine Missetat benutzt.
Dann wurde der Zug langsamer und langsamer und knarzend blieb er im kleinen Bahnhof von Hogsmeade stehen. Schnell klaubten die Rumtreiber ihre Sachen zusammen und verließen ihr Abteil.

Draußen an der frischen Luft herrschte schon ein reges Treiben. Remus musste seiner Arbeit als Vertrauensschüler nachgehen und verabschiedete sich von dem Rest der Rumtreiber. Die kleinen, verängstigten Erstklässler waren nun sein Augenmerk.
„Gib mir deinen Koffer. Ich nehme ihn mit zum Schloss“ meinte Sirius leise zu Remus, der sich schon beschweren wollte, doch bevor es soweit kommen konnte, nahm Sirius sanft Remus‘ Hand vom Griff des Koffers, lächelte ihn an und bemerkte wie sich wieder ein roter Schleier über Remus‘ Wagen legte. "Bis später Moony..." sagte er und bemerkte Remus verwirrten Blick bei diesem, ihm neuen Spitznamen...
Mit einem letzten Blick drehte er sich um und lief schnell zu James und Peter zurück, die ein kleines Stückchen weiter auf Sirius warteten.

Ein Hochgefühl machte sich in Sirius breit als er oben die freundlich erleuchteten Fenster von Hogwarts erblickte. Die älteren Schüler drängelten alle in Richtung der pferdelosen Kutschen um so schnell wie möglich in das warme Schloss zu kommen. Auch James, Sirius und Peter erlangten schnell eine Kutsche, in die sie sich setzten und warteten dass diese los fuhr...

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Samantha Darrell
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Sa Okt 29, 2011 5:34 am

"Achja richtig! Entschuldige, dass ich dir gestern in der Winkelgasse nicht gratuliert habe! Irgendwie war da zu viel Trubel. Also, nochmal Glückwunsch!", rief Lily. Sie schien sich aufrichtig für die Slytherin zu freuen und das rechnete Samantha ihr hoch an. Nicht jeder konnte so neutral sein wie sie. Sie lächelte die Gryffindor an und schüttelte leicht den Kopf. „Dafür musst du dich doch nicht entschuldigen, Lily. Ich hab deines ja selbst nicht bemerkt… Obwohl ich mir fast gedacht habe, dass du Vertrauensschülerin wirst. Und Danke. Was für eine Ehre, nicht wahr?“ Eine Ehre, die wirklich viele Vorzüge hat, fügte sie in Gedanken hinzu. Zum Beispiel das Badezimmer der Vertrauensschüler… So viel sie davon gehört hatte, muss es unglaublich schön sein. Riesig, mit einem großen Becken in der Mitte… Allerdings waren das nur Gerüchte. Sam hoffte aber, dass das wirklich so war. Immerhin kannte sie die Schrecken der normalen Badezimmer. Sie waren nicht besonders groß, und auch wenn die Sanitäranlagen alle einwandfrei funktionierten lag immer etwas altes und unbrauchbares auf ihnen.
"Weist du schon, wer der zweite Vertrauensschüler von Slytherin ist Sam?", fragte Lily dann und lächelte Sam freundlich zu. „Nein, leider nicht. Allerdings kommen nur ein paar von ihnen in Frage, schätze ich.“ Sie verzog das Gesicht. So gern sie ihr Haus hatte; Die meisten Jungs hatten nicht allzu viel Gerechtigkeitssinn abbekommen und Severus, einer der wenigen mit einem, war es schon einmal nicht. Schade eigentlich.
Sam warf einen Blick auf Remus Lupin, der gedankenverloren aus dem Fenster starrte. Er sah ein bisschen traurig aus, und irgendwie machte sein Anblick Sam auch eine Spur trauriger. Wieso? Das wusste sie nicht. Aber irgendetwas in ihr sagte ihr, dass er mit sich viel zu hart ins Gericht ging. Weibliche Intuition eben. So sehr sie einen Kommentar dazu abgeben wollte, tat sie es nicht. Was sollte das auch bringen?
Stattdessen blickte sie auch aus dem Fenster. Felder, Bäume, Blumen und Büsche zogen vorbei und wurden verwischt, es kamen neue Bäume, Blumen und Büsche und die Felder verwandelte sich langsam in immergrüne Wiesen und schließlich in einen dichten, dunklen Wald, der, trotz seiner verhältnismäßig großen Fläche, längst nicht so gefährlich und geheimnisvoll wirkte wie der verbotene Wald in Hogwarts. Fast hätte sie zu Hause gesagt. Hogwarts war aber auch gewissermaßen ihr Zuhause. Das war es seit 5 Jahren und wird es auch noch zwei Jahre lang sein. Insgeheim fürchtete sie den Augenblick, an dem sie durch die Tore Hogwarts‘ treten würde, wohl in dem Wissen, nie wieder zurück zu kommen. Diese Schule und ihre Lehrer und all was dazu gehörte würde immer in ihrem Herzen bleiben, würde für immer ein Teil von ihr sein. Und sie würde auf keine andere Schule mehr wollen.
Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als die Abteiltür sich öffnete und die zwei Vertrauensschüler des Hauses Ravenclaw eintraten: Kingsley Shacklebold, ein Typ mit der bemerkenswerten Gabe alle Menschen beruhigen zu können, und Caitleen Byrne, von der sie nichts genaueres wusste, als dass sie bei ihren Freunden wohl recht beliebt und klug war – was alle Ravenclaws nun mal waren. Die beiden begrüßten Remus, Lily und Samantha und nahmen dann Platz. Caitleen wandte sich gleich an Sam: „Wer ist dein Gegenpart, Samantha?“, fragte sie, doch bevor Sam auch nur den Mund aufmachen konnte, um zu antworten, dass sie das nicht genau wisse und sie sich überraschen lassen müssten, wurde die Tür erneut geöffnet und Lucius Malfoy rauschte herein – ihr männlicher Gegenpart also.
Ich nehme mir mal die Freiheit, mich einzumischen. Da ihr sowieso von mir redet. Der zweite Vertrauensschüler wäre dann wohl ich.“ Er lehnte sich an die Abteiltür und lächelte sein höhnisches Lächeln. Lucius also. Sam hatte nichts gegen Lucius, im Gegenteil, sie waren Freunde, allerdings hatte er schon seine Fehler. Wie dieses Gefühl, das er immerzu ausstrahlte, und das einem vermittelte, er wäre längst nicht so toll wie er. Wenn sie in seiner Nähe war, fühlte sie sich öfters dazu genötigt, andere Häuser runterzumachen und ihre Mitschüler zu beleidigen als sie das sonst tat. Trotzdem, er war im Grunde kein schlechter Kerl und sie hatte ihn gern. Für Remus hoffte sie, dass Lucius sein genervtes Augenrollen nicht bemerkt hatte. Das würde sonst wirklich bitter werden.
Trotzdem lächelte sie Lucius an und bedeutete ihm, sich zu neben sie zu setzen. „Dann mal herzlichen Glückwunsch.“, sagte sie.

Kurz darauf wandte sich Remus vom Fenster ab und sagte zu Lily etwas, das sie vom anderen Ende des Abteils nicht verstehen konnte, doch als er damit fertig war, erhob er sich und ging aus dem Vertrauensschülerabteil.
Eine ganze Zeit lang sagte keiner was. Jeder war in seine eigenen Gedanken vertieft und jeder musterte seine Mitschüler heimlich, urteilte über sie, wie das nun mal so war.
Samantha war sich darüber unsicher, was genau jetzt passieren würde. Irgendjemand musste ihnen doch erklären, wie das alles ablief, oder nicht? Jemand musste ihnen das Passwort zu ihrem Gemeinschaftsraum sagen und was ihre Pflichten waren.
Die Slytherin sah sich ratlos um und konnte dieselbe Ratlosigkeit auf den Gesichtern der anderen erkennen. „Wisst ihr, was wir jet-“ Ein schrilles Kreischen und Klackern ertönte, das sie mitten im Wort unterbrach. Sie schreckte herum und sah, dass im Zwielicht der Dämmerung eine Handvoll Eulen gegen die Scheibe klopften, jede mit zwei Briefen an den Beinchen. Sam hob eine Augenbraue und öffnete eines der Fenster. Sofort strömte ihr kalte, schneidende Luft entgegen und die Eulen flatterten in das deutlich wärmere Abteil.
Schnell schloss sie das Fenster wieder. „Das hat sich dann wohl erledigt.“, sagte sie leise und hob die kleine Eule auf, die zu Lucius und ihr hüpfte. Sie band die beiden Briefe los und gab Lucius den für ihn adressierten.
Aufgeregt öffnete Sam den Umschlag und faltete hastig den Briefbogen auseinander. In ordentlicher Handschrift standen ein paar Zeilen:

Liebe Samantha,
wie schon in dem ersten Brief erwähnt, bist du ab heute für ein ganzes Jahr Vertrauensschülerin für das Haus Slytherin – und ich hoffe, du bist dir der außerordentlich großen Verantwortung bewusst, die dieser Dienst mit sich bringt.
Ich werde eure hoffentlich angeregte Diskussion nicht lange stören, sondern nur kurz die wichtigsten Fakten aufzählen.
Fangen wir mit Punkt eins an; was ihr am ersten Abend zu tun habt.
Nach dem großen Festessen sollen die zwei Vertrauensschüler die Schüler der ersten Klassenstufe zusammentrommeln, sie zu eurem Gemeinschaftsraum führen und ihnen ihre Schlafräume zeigen. Außerdem habt ihr die Aufgabe, unter euren Mitschülern das momentane Passwort zu verbreiten.
Punkt zwei; das Passwort.
Das momentane Passwort lautet: Filiis heredem.
Um meine Einleitung näher zu Erläutern: Seid fair euren Mitschülern gegeben über, verhaltet euch vorbildlich und seid für die jüngeren Schüler da, so oft es geht. Ich verlasse mich in dieser Sache auf euch.
Hiermit eine weitere schöne Reise,
Professor Albus Pervical Wulfric Brian Dumbledore, Orden des Merlin (Erster Klasse), Leiter der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei, Ganz hohes Tier der Internationalen Zauberervereinigung und Großmeister der Zaubergamots.


Natürlich würde sie sich fair gegenüber den anderen verhalten – das hatte sie zumindest vor. Bedenken hatte sie einzig und allein bei dem Passwort – so schnell würde sich das keiner merken können.

Nachdem alles andere geklärt war, verließen die neuen Vertrauensschüler ihr Abteil und machten sich auf zu ihren Freunden. Samantha, die keine Ahnung hatte, wo sich Severus und die anderen befanden, sah immer wieder durch das Fenster in die Abteile, bis sie das richtige Abteil gefunden hatte. Sie öffnete die Tür und sah Severus und Bellatrix zusammen flüstern. Sie konnte sich ein Stirnrunzeln nicht verkneifen. Was hatten die beiden denn so geheimes zu bereden? Dann aber lächelte sie wieder und setzte sich auf einen freien Platz. „Hey. Ich hoffe, ich störe nicht?!“

Nach ein paar weiteren Stunden hielt der Zug endlich, und die Aufregung, die sich während des Rests der Fahrt gelegt hatte, war wieder voll da. Endlich wieder zaubern! Augenblicklich fühlte sie den Zauberstab in ihrer Hosentasche und sie grinste.
Alle konnten nicht schnell genug aus dem Hogwarts-Express hinaus kommen und sich vor den Kutschen versammeln. Es ging langsam voran, doch schließlich waren Sam und ihre Freunde alle in einer Kutsche zusammen. Dann fuhr sie auch schon los…

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Regulus Black the first
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Sa Okt 29, 2011 6:19 am

[Also zur Info – Ich bin ja grade bei Pali , wir haben so ungefähr zusammen gepostet. Sie postet also so gleich auch und da wir die Zugfahrt nicht ewig in die Länge zetern sollen , setz ich nach dem nur noch einen Post und dann bin auch ich fertig ]

cf.: Gleis 9 3/4

Regulus saß auf seinem Platz , genoss die Atmosphäre des Zuges und schaute aus dem Fenster. Bald schon würden sie den Bahnhof hinter sich gelassen haben.
„ Endlich raus aus diesem Alltagstrist hier. Ich will zaubern , verdammt!“ , dachte sich der Black mit einem Lächeln auf den Lippen.
Und wie gerufen , ertönte ein schriller Pfiff. Der Pfiff , der verkündete das sich der Hogwarts Express so eben in Bewegung gesetzt hatte. Regulus atmete aus. Er wollte so schnell es geht , möglichst viele Kilometer zwischen sich und sein Zu Hause bringen.
Wenige Sekunden später schon , öffnete sich die Tür des Abteils und Regulus erblickte ein ihm sehr bekanntes Gesicht. Ehe er etwas sagen konnte , fragte Severus lachend ob hier noch frei wäre. Der Reinblütler begnügte sich damit zu nicken und seinem besten Freund dabei zu helfen die Koffer zu verstauen. Für die beiden würde es ein höchst interessantes Jahr werden , das stand so gut wie fest. Der Black wusste das Snape unbedingt Legilimentik erlernen wollte und auch er selbst hatte – offen gesagt – ein wenig Interesse daran. Es hatte ohne Zweifel viele Vorteile in die Köpfe anderer Personen hineinzuschauen , sich selbst aber vor dieser Art von Angriff schützen zu können – Okklumentik. Regulus schaute seinen Freund an und er wusste , genau in diesem Moment dachte auch er darüber nach. Severus war eine bemerkenswerter Zauberer , das war keine Frage. Doch er hatte diese eine Schwäche : Lilly Evans. Er schien wohl irgendwie gefallen an der Hexe gefunden zu haben , aber sie auch an ihm? Regulus wusste , es war nicht seine Sache , aber er hoffte es auf eine Art und Weise für Snape das die Geschichte gut ausging , was auch immer das heißen mochte. Nur eines wusste Regulus , er würde zu ihm halten. Immer.
„Es schienen erstaunlich wenige Slyterhins zu gegen. Zumindest habe ich keinen von uns gesehen. Du etwa?“
Erst in diesem Moment machte sich der Black überhaupt Gedanken darüber. Er hatte wirklich fast niemanden gesehen. Seltsam.
„ Du hast Recht . Ist mir überhaupt noch nicht aufgefallen. Hoffentlich haben sie nicht die Biege gemacht. Ich hab vorhin bloß Lucius gesehen , er ging ins Abteil der Vertrauensschüler.“
Regulus musste sich ein kleines Lächeln unterdrücken. Die anderen Vertrauensschüler würden sich freuen , Lucius als Vertrauensschüler , er war Slytherin durch und durch. Das würde definitiv spannend werden. Aber im Ernst fand der Black das fast niemand dieses Amt besser bekleiden konnte als der der es hatte.
„Und Sev? Schon in Gedanken bei Legilimentik?“ , sagte der Slytherin mit gesenktem Ton.
Es hatte noch jemand dieses perfekte Timing. Regulus stöhnte leicht auf. Auch seine Cousine , Bellatrix , hatte den Weg hier her nun mal gefunden. Sie grüßte die beiden schwach und fing dann sofort an , Snape zu erzählen was sie geträumt hatte. Das sie grade einfach in ein Gespräch rein geplatzt kam , schien sie relativ wenig zu kümmern.
„Auch hallo Cousin'chen. Schon mal was davon gehört das man nicht dazwischen redet , wenn sich Erwachsene unterhalten?“ Ob die Bemerkung sie ärgerte oder nicht , war ihm jetzt mal gleich. Im Grunde war Bellatrix älter als er , verhielt sich aber manchmal ein wenig unreifer als ihr Cousin. Aber so war sie. Und wie sie war spiegelte sich auch in der Erzählung ihres Traumes wieder. Da war irgendwas mit 'Umbringen von einem Gryffindor Mädchen' , 'Cruziatus Fluch' und so weiter und so fort. „Warum Bella , ist das so typisch für dich? Ich kann mir das bildlich vorstellen wie du da stehst und lachst. Wenn du das irgendwann mal wirklich durchziehst werte Cousine , sag mir vorher Bescheid. Das will ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.

Kurze Zeit später kam auch noch Samantha und Regulus nickte ihr freundlich zu. "Sind wir ja alle wieder versammelt." , murmelte er leise.
Aber er klingte sich weitesgehend aus den Gesprächen aus , genoss die Zeit für sich selbst.
Er lehnte sich zurück und genoss das Gefühl des Rollen des Zuges. Ein kurzer Gedanke schoss ihm durch den Kopf. Ob alle einen Platz gefunden haben? Nicht das hier gleich irgendein Gryffindor aufkreuzt. Normalerweise waren alle Plätze voll belegt. Und wieder sollte sein Sinn den jungen Zauberer nicht täuschen.

Nur einen Augenschlag später stand ein blondes Mädchen vor dem Abteil der 3 Slytherins. Severus und Bellatrix schienen es gar nicht zu bemerken , offensichtlich zu vertieft in ihr Gespräch. Erst ein schnelles lautes Klopfen ließ Regulus denken , das sie vielleicht sogar zu den drein wollte , wahrscheinlich auf der Suche nach einem Platz.
„ Na viel Glück hier Mädchen. Hoffentlich reißt dir Bellatrix nicht den Kopf ab , mit ihr Laune. Aber woher kenn ich dich?“ , dachte der Black schmunzelnd und musterte sie kurz. Da schob die Unbekannte auch schon lächelnd die Tür auf und fragte – so wie Regulus es sich schon dachte – danach , ob hier noch ein Platz frei wäre. Ehe jemand anders das Wort ergreife konnte , tat er es selbst. „Klar haben wir. Setz' dich ruhig hin. Ich nehm deinen Koffer.“ , sagte er ungewöhnlich freundlich. Warum er plötzlich etwas ruhiger und heiterer wurde , konnte er nicht einordnen. Er wusste bloß , das er dieses Mädchen schon irgendwann mal gesehen hatte. An sie musste man sich erinnern. Ihre wilden Haare umspielten ihr Gesicht und in ihren Augen sah man die Intelligenz aber auch die List. Sie war durchaus hübsch. Er wuchtete ihren Koffer auf die Ablage und setze sich wieder auf seinen Platz.
Er sah kurz zu Bellatrix und Severus hinüber. Die beiden hatten sich noch nicht geäußert , würden es aber bestimmt noch tun. Seiner Cousine warf er einen warnenden Blick zu , sie sollte sich zurückhalten und nicht schon vor Beginn des Jahres einen Streit anzetteln.
Das Mädchen hingegen hatte Mut , denn sie sah ihm direkt , selbstbewusst aber nicht unfreundlich in die Augen. Er lächelte , doch das Lächeln war nicht das Typisch freundliche was jeder besaß , es war getränkt von List und Hohn. Der Black sprach die Blondine an : „Also ich muss schon sagen mutig bist du ja..erm?“ - Er sah sie an , wollte gerade nach ihrem Namen fragen , doch da fiel er ihm selbst ein - „Joyce Winston. Irgendwoher kenne ich dich. Ich hoffe wirklich für dich du bist ein Reinblut und kein niederes Schlammblut. Sonst..“ - er wandte den Blick auffällig zu seiner Cousine - „Naja. Aber zu welchem Haus gehörst du? Du bist keine Gryffindor , das weiß ich. Für Hufflepuff scheinst du mir zu überdurchschnittlich und für Rawenclaw..man sieht die List in deinen Augen , du wärst dort verschwendet. Doch Slytherin?“
Und er brachte ein kurzes ehrliches Lächeln zu Stande. Seine Maske jedoch blieb standhaft. Immer noch kalt und gefühllos. Immer bereit zum Angriff. So wie es ihm gelernt wurde. Doch dahinter war der Slytherin leicht interessiert und auch irgendwo beeindruckt von dem Mädchen , das ihm nie aufgefallen war , obwohl sie es doch hätte tun müssen. Er wusste , in ihrem ersten Schuljahr musste der Hut vor der Entscheidung Ravenclaw oder Slytherin gestanden haben, man sah es ihr an , sie war intelligent und doch äußerst listig und pfiffig. Und ihr Selbstbewusstsein war kaum zu übertreffen , auch wie sie über Halbblütler redete. Das musste auch Bellatrix und Severus beeindrucken.
Und nun war er gespannt wie ihre Antworten ausfallen würde und während er darauf wartete , sah er , das die Zugfahrt selbst auch bald ein Ende finden würde. Bald waren sie in Hogwarts.


Zuletzt von Regulus Black am Sa Okt 29, 2011 11:33 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Eliott Joyce Winston
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Sa Okt 29, 2011 6:24 am

Einstiegspost von
Eliott Joyce Winston
Schon den Pfiff des Hogwartsexpresses im Ohr, schaffte Joyce noch schnell ihre Koffer und sich selbst in den Express. Direkt danach spürte sie; dass sie fuhren. Das Beste kommt nun mal zum Schluss, dachte sie sich, setzte ein Lächeln auf ihre Lippen und pustete eine Locke von sich aus ihren Gesicht. Laut polternd schob sie ihren Koffer durch den Flur, doch es störte wohl niemanden. Alle hatten schon ihre Plätze eingenommen und Joyce lauschte an den Türen ob etwas von ihren Slytherins zu hören war. Sie ging, nun etwas leiser, den Gang entlang um noch einen Platz für sich zu finden. Sie hatte keine sonderliche Lust bei den Gryffindors oder bei den Ravenclaws zu sitzen, also schob sie schon mal ihre Koffer weiter den Gang entlang. Sie ging an Hufflepuffs vorbei; die schon eifrig ihre Köpfe zusammenstecken und bestimmt über irgendwelche unsinnigen Sachen redeten.
Also was ich jetzt brauche ist ein Kofferträger, die Sachen sind mir viel zu schwer. Mit einem suchenden Blick schaute sie sich um, doch es war wirklich jeder auf seinem Platz. Mit einem Seufzer fuhr sie sich durch die Halle und lauschte weiter.
Joyce ging den Gang immer weiter weiter, sie hatte nicht viel Auswahl. Aber da die Zugfahrt sowieso nicht sehr lange dauerte, würde dies auch kein Problem sein. Als Joyce am nächsten Wagon ankam, waren dort deutliche Stimmen erkennbar. Die Slytherin hörte die deutliche und schrille Stimme von Bellatrix Black. Daraus schloss sie, dass sie bestimmt bei ihren Familienangehörigen war. Joyce kannte die Blacks nicht sehr, höchstens vom Hören. Die Blacks waren eine große Familie, dies wusste sie genau. Aber die Schrillste war Bellatrix und Joyce wusste, mit ihr war nicht zu spaßen, selbst Sie hatte Respekt vor der Black. Diese würde niemals scheuen, jemanden wirklich Leid zu tun. Das Mädchen grinste, sie wusste nun in welchen Wagon sie sich setzen würde.
Das Slytherinmädchen überlegte genau wie sie nun vorgehen sollte, denn ihr war klar, sie könnte mit Feuer spielen. Zwar war sie selbst eine Reinblütlerin und dazu auch noch eine Slytherin, aber Bellatrix war für ihre Launen bekannt. Und wenn; , dachte sich Joyce, ich weiß mich zu verteidigen.
Mit einem lauten, schnellen klopfen machte Joyce sich auf sich aufmerksam. Lächeln schob sie die Abteiltür auf und lehnte sich kurz in die Tür. „Wie ich sehe habt ihr noch ein Platz frei? Gesellschaft gefällig?“. Sie sah 4 Personen in diesem Abteil.
Bevor sich das junge Mädchen noch irgendwie zu Wort melden konnte, meldete sich der Cousin von Bellatrix – aufrichtig freundlich zu ihrem Erstaunen – zu Wort. “Klar haben wir. Setz dich ruhig hin. Ich nehm mal deinen Koffer.“ Joyce musterte Regulus; genauso wie er sie. Sie sah seine Markanten Züge; jedoch sah sie ihm an, dass da auch mehr dahinter steckte. Aus Erfahrung konnte sie gut andere Leute einschätzen. Sie wusste, dass man über Regulus Black munkelte. Böse Mächte und schwarze Magie waren im Spiele. Das letztere störte sie nicht. Sie selber war neutral. Während des kurzen Musterns; lächelte sie kurz freundlich und sah ihm selbstbewusst in die Augen. Seine Maske aus den harten Gesichtszügen – die er wohl nicht oft fallen ließ, oder eben eine gute Faltencreme besaß – wirkten nicht unfreundlich aber auch nicht einladend. Ihr Blick wandte sich kurz zu seinen Haaren. Sie waren schwarz, glänzten – aber nicht weil sie fettig waren. Wenn man ihn genauer betrachtete; sah er nicht schlecht aus. Sehr akzeptabel.
Joyce wunderte es, dass Bellatrix sich nicht zu Wort meldete. Normalerweise wäre sie es gewesen, die ihr die Antwort geben hätte müssen – so dachte es sich Joyce eigentlich. Sie würdigte Severus lediglich einen kurzen Blick; er hatte kein großes Ansehen, obwohl man ihm ansah, dass er sich besser fühlte, es jedoch versuchte nicht Preis zu geben, als ob er etwas zu verbergen hatte. Sie ließ sich auf den Platz neben dem Black fallen und fuhr abermals durch ihre wilde, blonde Mähne. Sie lehnte sich zurück, schlug die Beine übereinander, sodass unter ihrem kurzen Rock nichts zu sehen war. Sie war vieles, aber kein blondes Püppchen, das die ganze Aufmerksamkeit auf sich lenken wollte. Sie blickte hoch zu Regulus, der schon da saß und ihr ein aufmerksamen Blick zuwarf, mit einem Lächeln, ohne jegliches Gefühl. Sie erwiderte das lächeln, doch freundlich, zeigte ihre Zähne. „Also ich muss schon sagen mutig bist du ja…“, fing er an sie anzusprechen, doch er blieb hängen. Joyce blickte ihn abermals an, sie wusste, dass er ihren Namen bestimmt schon mal gehört hatte. Sie ließ ihm Zeit, vielleicht würde er ihn ja finden. So schwer war er ja nicht. Erwartungsvoll blickte sie ihn an und auch kurz darauf kam auch schon die Antwort: “ Joyce Winston…“ Sie klatsche kurz in ihre Hände als ein kleinen Spaß und versuchte zu überspielen, dass sie leicht erstaunt war. Im Hinterkopf fielen ihr noch die anderen beiden anwesenden ein. So wie sie sich verhielt, wirkte es möglicherweise arrogant und das hing damit zusammen, dass es gleich ein Streit geben könnte. Sie ließ den Gedanken fallen, als Regulus fortfuhr: „Irgendwoher kenne ich dich. Ich hoffe wirklich für dich du bist ein Reinblut und kein niederes Schlammblut, sonst…“. Sein Blick wandte zu Bellatrix. Joyce verstand sofort. Dann lachte sie auf. „Du denkst doch nicht wirklich ich würde mich als jämmerliches Schlammblut hier rein trauen zu den Reinblütlern? Als Schlammblütler wäre das ein fataler Fehler… als Halbblütler ein Jämmerlicher Versuch, von den Reinblütlern akzeptiert zu werden und zu zeigen, dass sie besser seien als die Schlammblütler. Ich denke du hättest dir schließen können, dass ich keine Suizidgefährdete bin, also ein Reinblütler mit Stolz.“ Sie schloss ihre Antwort und schaute alle nach einander an. Regulus fuhr fort, als wäre nichts gewesen: „Naja, aber zu welchem Haus gehörst du? Du bist keine Gryffindor, das weiß ich. Für Hufflepuff scheinst du mir zu überdurchschnittlich und für Ravenclaw… man sieht die List in deinen Augen, du wärst dort verschwendet. Doch Slytherin?“
Wieder entfuhr der Blondine ein kleines leises Lachen. „100 Gummipunkte an den Kandidaten. Du hast sehr wohl Recht. Kein Mensch würde es wagen als Gryffindor in ein Slytherinabteil zu gehen, wenn er noch bei Verstand wäre. Wäre ich ein Hufflepuff, dann wäre ich ebenfalls nicht hier. Dann läge ich liebend gern unter der Erde… aber ich gebe zu, ich bin sehr Wissensbegierd, ich hätte genauso gut bei Ravenclaw sein können, aber das Beste kommt nun mal zum Besten. In Ravenclaw wäre ich zu unterfordert, sie sind an sich langsam viel zu Oberflächlich. “ Mit einem Schulterzucken beendete sie ihren Vortrag und schnappte noch ein ehrliches lächeln von Regulus auf, was sie wiederrum offen erwiderte. Sie ahnte, dass dieses Gespräch interessant blieb, genauso wie Regulus.
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Sa Okt 29, 2011 7:30 am

Cf.: Gleis 9 ¾

Auch Regulus hatte seinerseits noch keine Slytherins bemerkt. Merkwürdig. Womöglich waren sie dem Anschlag eines Rumtreibers zum Opfer gefallen. Severus verdrehte die Augen bei dem Gedanken. Seltsam, dass sich die kleine Gruppe angeführt von Potter noch zu keinem kinischen Streich herabgelassen hatte. Sonst lauerten sie doch immer mindestens einem schon am Bahnhof auf. Und Severus selbst war natürlich das Lieblingsopfer von ihnen. Kurz verdammte er sich dazu, dass er nicht schon zu Anfang der Ferien in die Nokturngasse gegangen und das Buch gekauft hatte, dann hätte er Potter und Black jetzt in den Kopf schauen können. Denn er wusste mit Gewissheit, dass sie irgendetwas planten. Es passte nicht zu ihnen, sich so ruhig zu verhalten. Ganz und gar nicht.
Dann lenkte Regulus seine Gedanken auf etwas ganz anderes. Lucius Malfoy. ER war das Gegenstück zu Samantha? Der männliche Gegenpart? Severus konnte sich ein hämisches Grinsen nicht verkneifen. Wenngleich Lucius eine unglaubliche Autorität ausstrahlte und jedem das Gefühl vermittelte, sich ihm unter zu ordnen, so würde es für die anderen Häuser keine leichte Aufgabe sein, mit ihm zusammen zu arbeiten. Und das war es, was den jungen Slytherin so amüsierte. Lucius war perfekt!
Dann versank er wieder in seine Gedanken. Das fünfte Schuljahr hatte noch nicht einmal begonnen und doch war so viel passiert. Lily und er hatten sich zerstritten, er war Samantha auf irgendeine Weise näher gekommen – freundschaftlich gesehen hatten sie nie *so* viel zu tun gehabt – er würde Legelimentik erlernen und noch war er den Tiraden der Rumtreiber entgangen. Irgendetwas sagte ihm, dass dieses Schuljahr anders werden würde. Ob besser oder schlechter, ließ sich noch nicht sagen, aber nicht so, wie man es gewohnt war. Kurz schloss er die Augen und lauschte dem gleichmäßigen Rattern der Räder über die Gleise, genoss den leichten Windzug, der aus dem gekippten Fenster hereinwehte und ließ sich ein wenig treiben.
“Und Sev? Schon in Gedanken bei Legelimentik?“ Seine Lippen verzogen sich zu einem leichten Grinsen. Er wollte schon antworten, als die Tür aufging und Bellatrix hereinstolziert kam, sich in den Sitz fallen ließ und Severus’ ganze Aufmerksamkeit forderte. Sie erzählte von einem Traum in dem sie Alice Brown gefoltert hatte, mit aller Freude. Erneut setzte Severus zu einer Antwort an. Doch wieder kam ein Black Severus zuvor – diesmal Regulus. Er überging die Bemerkung und holte dann Luft: „Um auch mal was beizusteuern: Ich will so was von dabei sein. Reservier mir einen Platz.“ Ein erneutes Grinsen, was sogleich verschwand. Seine Mimik wurde wieder undurchdringlich. Er durfte sich so etwas in Hogwarts nicht erlauben. Es war seine einzige Stärke, die er auch ausnutzen konnte. Was bedeutete schon schwarze Magie? Er wollte schließlich seinen Abschluss schaffen und nicht vorher herausgeworfen werden. Aus diesem Grund war er auch so bestrebt Legelimentik zu lernen.
„Ach und um deine Frage zu beantworten, Reg: Ja, ich habe darüber nachgedacht. Aber ich würde sagen, dass wir das lieber nicht hier besprechen. Wer weiß, wer alles mithört“, murmelte Severus leise und warf den vorbeieilenden Schülern einen skeptischen Blick zu.
Dann öffnete sich die Tür und Samantha trat ein, ein Lächeln im Gesicht. „Willkommen zurück“, sagte der junge Snape leise und wandte sich dann wieder Bellatrix zu. „Wie auch immer, ich wäre stark dafür, dieses Jahr den Spieß mal umzudrehen. Potter wird immer arroganter und ich habe wenig Lust, dass er *daran* stirbt und wir nicht die ganzen Lorbeeren einheimsen…“

So merkte Severus gar nicht, dass es an ihrer Abteiltür klopfte und jemand eintrat. Erst, als Regulus sich zu Wort meldete, hob er den Kopf. Und er hätte in diesem Moment fast *jeden* lieber gesehen als sie. Joyce Winston. Viertklässlerin. Slytherin. Reinblut. Und die Arroganz in Person. Selbstbewusst warf sie ihre blonden Locken nach hinten und klimperte mit den Wimpern, um den Black zu bezirzen. Was sie augenscheinlich auch schaffte. Severus kannte seinen Freund zu gut, um den verschleierten, interessierten Blick nicht zu bemerkten. Wunderbar.
Schon letztes Jahr war ihm diese junge Blondine aufgefallen. Er hatte sie im Gang angerempelt und ihren abfälligen Blick gesehen, als sie erkannt hatte, wer er war. Seitdem hatte er gehofft, sie nie wieder zu sehen. Doch wie das nun mal so war mit Leuten, die einem sonst nie auffallen: Man achtete nun viel mehr auf sie. So war er ihr immer öfter begegnet und er hatte ein interessantes Bild von ihr bekommen. Selbst für eine reinblütige Slytherin war sie viel zu arrogant, besserwisserisch und hatte sich auf ihren selbsterbauten Thron geschwungen. Doch das schien nur Severus aufgefallen zu sein. Regulus – der sogar mit ihr in einem Jahrgang war – kannte sie nur vage.
Severus verfolgte ihr Gespräch nur am Rande, doch er bemerkte Joyce’ Seitenblick. Er konterte ihn mit einem herablassenden Blinzeln, als wolle er ihr sagen: Bilde dir nichts darauf ein, mit Bellatrix Black in einem Abteil zu sitzen, Kleine. Das haben schon Bessere nicht heil überstanden. Vielleicht hielt sich aber die Black zurück, weil Regulus dem Blondchen schöne Augen machte. Zwar nicht offensichtlich, jedoch deutlich genug. Severus verzog den Mund und wandte sich lieber Samantha zu. Schließlich musste er jetzt einige Stunden diese Zugfahrt überstehen.

Er war heilfroh, als der Zug endlich mit dem lauten Quietschen der Bremsen zum Stehen kam. Die Koffer zurücklassend stiegen die Schüler aus. Severus atmete tief die frische Nachtluft ein und machte sich mit den anderen auf den Weg zu einer Kutsche. Regulus war immer noch bei dieser Joyce. Großartig, wirklich großartig. Von so vielen Slytherinmädchen suchte er sich *so eine* aus.
Eine leise Stimme in Sev’s Hinterkopf fragte ihn, ob es nicht auch so mit ihm und Lily war. Regulus akzeptierte sie auch. Doch das war etwas anderes! Lily hasste Regulus nicht. Doch Joyce schien auf dem besten Wege, genau diese Gefühle für Severus zu hegen. Selbst Bellatrix verachtete Severus nicht so sehr, auch wenn er nur ein Halbblüter war. Sie sah über diese Tatsache hinweg – vermutlich weil er eine genauso große Zuneigung zur schwarzen Magie hegte, wie sie auch.
Der Schwarzhaarige verbannte diese Gedanken aus seinem Kopf und freute sich stattdessen auf das Festessen in der großen Halle.

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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Sa Okt 29, 2011 11:33 am

Und der Himmel verdunkelte sich immer mehr , während der Hogwarts Express schon in wenigen Minuten in der angesehensten Schule für Zauberei ankommen würde. Die Stunden waren in höchst Geschwindigkeit vergangen. Im Zug gab es keine größeren Vorfälle. Alle verhielten sich ruhig und der Norm entsprechend.
„Welch Wunder.“ , dachte sich Regulus , mit einem Hauch Ironie.
Normalerweise begannen die Rumtreiber schon vor Schuljahresbeginn mit ihren Streichen , die weder witzig waren noch das Niveau von Gryffindor irgendwie steigerten. Sie waren einfach nur überflüssig. Die drei fühlten sich auch noch irgendwie cool und den anderen überlegen , derweil lachten alle Slytherins nur über die Peinlichkeiten die sie ihrem eigenen Haus bescherten. Und die größte Schmach für den Slytherin war es , das sein eigener Bruder – Sirius – dazu gehörte. Reichte es denn nicht schon , das er ein Blutsverräter war? Nein , er musste auch noch über die gesamte Familie Black Schande bringen. Es war zum verrückt werden und würde Regulus weiter darüber nachdenken , würde wieder die unbändige Wut in ihm aufflammen. Das war einer der vielen Gründe , die Severus und Regulus verbanden. Snape war nämlich eines der Lieblingsopfer der Rumtreiber. Ihn zu pi sacken , das taten sie für ihr Leben gerne. Regulus konnte ahnen , wer die treibende Kraft dahinter war – James Potter.
„ Dieses Weichei. Er versucht jämmerlich Lilly zu beeindrucken und weil er das mehr oder weniger nicht schafft , muss er seinen Frust an Severus auslassen , weil sie denken , sie könnten es mit ihm machen. Doch er gehört genauso zu uns wie jeder andere. Warum vergreifen sie sich nicht an mir oder an Bellatrix? Weil sie genau wissen , sie würden es bereuen!“
Und auch wenn Severus es nie zugab , sein Freund ahnte , das es ihm irgendwo schon zu schaffen machte. Trotz alledem blieb er immer stolz und stark. Auch das er ein Halbblütler war , wussten nur einige Personen. Es war hinreichend bekannt , das jene von den Slytherins nie wirklich akzeptiert wurden und das hätte Severus ein paar starke Probleme eingebracht , wenn Personen die Informationen erfuhren und nicht damit umzugehen wussten. Die größte Überraschung war in diesem Fall wohl Bellatrix Black. Sie war fast schon berühmt für ihre außerordentlich große Abneigung gegenüber Halbblütler und ihre Vorliebe diese zu verspotten. Doch Regulus wusste – seine Cousine mochte den jungen Zauberer. Sie stellte ihn fast schon ihresgleichen , den Reinblütlern , gleich. Eine Ausnahme , die selbst den Black selbst überraschte. Für Regulus war Severus fast wie ein Bruder.
Dieses Jahr würde – wenn es sein musste – Regulus selbst dafür sorgen , das er nicht den Streichen von den Rumtreibern zum Opfer fiel. Dieses Jahr sollte endlich einmal der Spieß herum gedreht werden. Dieses Jahr würden sie mal über die coole Bande um James Potter lachen.
Severus Snape saß Regulus direkt gegenüber und so entging dem Reinblütler kaum etwas was sein Freund sagte oder tat. Er nahm es einfach in sein Unterbewusstsein auf. Und so bemerkte er zum einen das zwischen ihm und Samantha eine seltsame Stimmung herrschte. Eine Stimmung , die vorher nicht dagewesen war. Doch der Black machte sich weniger Gedanken darum , eher dachte er mehr darüber nach , ob Snape der Streit mit Lilly beschäftigte. Sie konnte manchmal schon leicht schwierig sein , das wusste Regulus. Sie war eine derjenigen die sich absolut gegen Schwarze Magie aussprach. Sie hielt sich immer an die Regeln , sie war eine Vorzeigeschülerin und nicht zu vergessen , eine beachtlich gute Zauberin.
Doch es gab noch eine andere Sache , die den Slytherin beschäftigte. Er bemerkte die Blicke zwischen Joyce und Severus. Irgendetwas stimmte da nicht und Regulus wollte wissen was es war. Er beschloss , Snape später einmal danach zu fragen. Der Vorteil war , die beiden würden – wie jedes Jahr – auf dasselbe Zimmer kommen , jedoch mit Lucius und Rodolphus.
Konnte es sein das die beiden sich kannten , das die beiden schon irgendwie einmal miteinander zu tun gehabt hatten? Langsam aber sicher kam es Regulus so vor , als ob jeder seine Sitznachbarin kannte bloß ihm selbst war sie entgangen. Doch eines stach klar heraus : Severus konnte Joyce nicht leiden , und von ihr schien auch nicht die größte Sympathie für den Slytherin auszugehen. Aber der Black konnte sich nie erinnern , das Severus je ein Wort über sie verloren hatte. Eines bemerkte er jedoch auch noch , das sich Regulus und die Blondine sehr gut verstanden , beäuge er leicht misstrauisch.
„ Ich wette , ich darf mir später noch eine Standpauke von dem lieben Severus anhören.“ , dachte Regulus leicht schmunzelnd.

Joyce jedoch wusste wie man Eindruck hinterließ. Sie zögerte kaum bei ihren Antworten und kümmerte sich auch nicht darum , ob sie in die Norm passten oder nicht. Sie zog klar und deutlich ihr eigenes Ding durch. Eine Eigenschaft , die Regulus sehr schätzte. Er wusste , über dieses Mädchen wollte er mehr erfahren.
Immer wieder liefen in seinen Gedanken ihre Worte ab. Sie war selbstbewusst , intelligent und machte den Eindruck als könnte ihr niemand etwas anhaben. Was andere möglicherweise als Arroganz einstufen könnten , nannte Regulus einfach nur Selbstsicherheit. Die Slytherin schien ebenfalls im selben Jahrgang zu sein , wie er selbst , denn er erinnerte sich flüchtig daran , sie in seinen Stunden gesehen zu haben. Jedoch hatte er eher von ihr den Eindruck des grauen Mäuschens bekommen. Sie war immer still und leise , zwar begabt , aber weder auffällig noch wirklich eine typische Slytherin. Joyce musste sich verändert haben , und das sehr. Regulus würde ihr dieses Jahr sicherlich ein wenig mehr Beachtung schenken.
Er wandte sich wieder zu ihr : „ Also Slytherin , Reinblut , mhm? Ich frage mich immer noch warum du mir nie aufgefallen bist Joyce. Offensichtlich scheint dich hier jeder zu kennen außer ich. Und mir ist eines der beeindruckendsten Slytherin Mädchen nicht ins Auge gesprungen , welch Schande.“ - Er brachte ein kaltes kurzes Lachen zu Stande und blickte ihr abermals in die blauen Augen. Was die anderen machten , das blendete der Black einfach aus. Sie würden noch genug Zeit miteinander verbringen können.

Und irgendwie ging dem jungen Zauberer das heutige Timing von alles und jedem auf den Zeiger. Denn genau in diesem Moment waren sie in Hogwarts angekommen und mussten alle den Zug verlassen. Gerade jetzt , wollte Regulus die Fahrt am Liebsten fortsetzen , auf eine Art. Auf die andere Art jedoch war er froh endlich 'Zu Hause' angekommen zu sein. Gleich würden sie sich alle wieder in der großen Halle befinden , im Sog der Atmosphäre von Hogwarts.
„Und es gibt was zu Essen.“ , dachte sich Regulus. Denn schon seit einigen Stunden hatte er einen mordsmäßigen Hunger. „Aber hey..“ , und noch ein Gedanke schon ihm durch den Kopf. Er drehte sich zu Joyce um , die schon ihren Koffer von der Ablage heruntergeholt hatte. Auch er tat es ihr binnen weniger Sekunden gleich. Die Slytherin lächelte , zwinkerte ihm frech zu ,streckte ihm ganz schnell ein wenig die Zunge heraus und sagte : “Wir müssen gehen.“
Gerade noch konnte Regulus verhindern das ihm die Kinnlade runter klappte. Er lächelte verschmitzt und schüttelte leicht den Kopf. Dieses Lächeln , es war schon seit Jahren verschollen gewesen. Doch kurz darauf hatte er sich wieder gefangen , denn nun war er gleich nicht mehr in einem Abteil mit 5 Slytherins , gleich würde er in Hogwarts sein , in der Nähe von allen anderen. Er kehrte zu dem Regulus zurück , der er noch vor einigen Stunden war – der Kalte. Doch in seinem Inneren da freute er sich mehr denn je auf das Schuljahr.

Beim Ausstieg aus dem Zug herrschte reger Betrieb. Regulus lief in einem normalen Tempo mit den anderen mit. Ein paar Meter vor ihm lief auch Joyce. Er beschleunigte seine Schritte , bis er nur einige Zentimeter hinter ihr stand. Mit so einer Antwort ließ er sich nicht abspeisen. Ihm wehten schon einige Strähnen ihres Haares ins Gesicht. Er machte noch einen großen Schritt , während er ihr kurz auf die Schulter fasste.
„Mich lässt man nicht stehen.“ , sagte er immer noch mit einem leicht amüsierten Unterton. Daraufhin bekam der Blick nur ein kleines 'Pfft' und schon blickte Joyce wieder nach vorne , grinste aber leicht. Dann sagte sie jedoch doch noch etwas. Diese Bemerkung passte wieder genau in das Bild was sich Regulus langsam von ihr formte.
„ Es wurde dir wohl beigebracht , das alles nach deiner Pfeife tanzt. Nun ja , willkommen in meiner Welt , ich tanze gerne aus der Reihe. Gewöhn dich lieber dran.“ Den Satz beendete sie indem sie ihm wieder lachend die Zunge raus streckte und nun zu dem Black aufschaute. Doch auch das regte den Slytherin leicht zum Spielen an. Ihm gefiel die Herausforderung.
„ Passt schon. Ich mag außergewöhnliche Personen , jemand der mal kämpferisch ist. Nun , dann lassen wir die Spiele beginnen Joyce Winston.“ , sagte er immer noch amüsiert, während er sich durch die Haare fuhr.
„Ich warne dich. Ich spiele nicht immer fair. Aber viel Glück Regulus Black.“ , gab sie schelmisch zurück.
„Oh , das gefällt mir.“ , sagte Regulus und zog die Augenbrauen spielerisch hoch.
„Was für ein Teufelsmädchen“

Es kam Regulus so vor , als würden nur Sekunde vergehen , doch schon waren alle in Reihe und Glied auf dem Weg zur großen Halle – so wie jedes Jahr.
„Das Schuljahr kann beginnen. Und Schwarze Magie , wir werden dich erkunden“ , dachte er sich. Und die dunkle Atmosphäre von Hogwarts wirkte schon auf den Black ein.

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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   Sa Okt 29, 2011 11:35 am

Während Joyce auf die Antwort es Blacks wartete, schaute sie nach draußen. Es wurde mit der Zeit immer dunkler, schnell ging die Zeit vorbei. Joyce sehnte sich nach Hogwarts, nach dem neuem Wissen. Nervös war sie nicht, wie es viele andere waren. Viele waren nervös, die Schule irgendwie nicht hin zu bekommen, oder fanden sie gar lästig . Die junge Slytherin runzelte die Stirn. Sie verstand es einfach nicht. Diese Blickweise. Sie waren Zauberer, sie konnten mehr als andere. Wieso um alles in der Welt, wollte dann jemand nicht in die Schule? Wollen die Zeit vertreiben, für sinnloses Zeug, wollen nur Spaß haben… Spaß bei Zeugs, das jeder kann. Joyce ließ den Gedanken hängen, er war nicht weiter wichtig. Was interessierte sie, wie es anderen geht? Sollten sie doch die Schule schmeißen, sie würde es definitiv schaffen. Sollten sie doch denken, dass es alles locker ist. Ihr passiert so was nicht, niemals. Da war sie sich sicher.
Langsam schweiften ihre Gedanken zurück, sie wurde ja noch beobachtet. Oder konnte noch beobachtet werden. Und wenn sie so Gedankenverloren in dem Abteil saß, kam das nicht sehr gut. Also musste sie sich wieder auf das eigentliche Konzentrieren. Joyce spürte einen heißen Blick auf ihr, der aber definitiv nicht freundlich war. Ihr Blick wanderte zu Severus Snape, dem Halbblüter. In ihren Gedanken schimmerte eine kurze Erinnerung auf. Immer wieder hatte sie an ihn Gedacht, nicht im Sinne von Schwärmereien, aber er hatte eine interessante Persönlichkeit und eine andere Denkweise, die Joyce nicht gut hieß. Sie fand, er schaue alles von oben herab. Sein Gesicht, immer leicht nach oben gesetzt, seine Augen, die immer ein Stich Verständnislosigkeit enthielt. Ja, Joyce war definitiv kein Fan von ihm. Man hörte ebenfalls viel von ihm, oder zumindest sie. Das Slytherinmädchen hatte generell immer ein paar Informationen von Personen, doch sie fand Severus einfach nur abscheulich. Seine Haare waren für sie zu fettig und allein schon das er sich so toll fühlte, ging ihr zuwider. Beste Freunde würden sie definitiv nicht werden. Aber Feinde hatte Severus schon genug. Allein schon dieser Potter Junge. Joyce fragte sich, wie schlecht man nur sein konnte, sich so schlecht machen zu lassen, von einem Gryffindor? Es ist allen samt bewusst, dass Gryffindor und Slytherin verfeindet waren, sie bekriegten sich immer gegenseitig. Doch mal gewann der; mal der andere. Doch Severus bekam es wirklich *nie* hin, diesem Potter eine rein zu würgen. Potter, oder besser gesagt James Potter, war ein sehr beliebter Junge. Dennoch war er nicht der beste. Nur weil er Streiche spielen konnte, hieß es nicht, dass er gut darin war. Severus war lediglich zu schwach um sich zu wehren. Joyce unterdrückte mit aller Kraft ein schelmisches Lachen, es war ja schon fast Mitleid das sie verspürte! Soweit kommt es noch, mein Lieber. Du solltest dich wohl ein bisschen mehr anstrengen, denn ich denke nicht, dass du von nichts tuen besser wirst. Mit diesem Gedanken ließ Joyce wiederrum schon wieder das Thema fallen. Sie wollte nicht weiter nachhaken, das konnte sie später machen. Snape ist nicht weiter interessant. , dachte sie sich und warf ihm ein kurzen und leicht koketten Blick zu.
Als sie ihren Blick zum abermalsten Mal nach draußen wandte, sah sie an der Umgebung, dass sie schon fast ihr ersehntes Ziel erreicht hatten. Hogwarts. Joyce wollte aber noch etwas über Regulus erfahren. In diesem kleinen Moment wünschte sich das Mädchen, dass es noch etwas Zeit hätte. Regulus war in der Tat ein sehr gut aussehender junger Mann mit einer wirklich interessanten Persönlichkeit, von dem Joyce mehr wissen wollte. Sie wollte mal einen Einblick haben, wie er denkt und was er hinter seiner Fassade hatte, denn –so schien es- hatten nicht viele einen Einblick, vielleicht sogar keiner. Sie wusste auch verhältnismäßig wenig von dem Black, zwar nicht Garnichts, aber wenig. Er hatte so was an sich, wie eine Aura und Joyce war von dem schon immer beeindruckt.
Mitten in ihren Gedanken sprach Regulus weiter: „Also Slytherin, Reinblut mhm? Ich frage mich immernoch warum du mir nie aufgefallen bist Joyce. Offensichtlich scheint dich hier jeder zu kennen außer mir. Und mir ist eine der beeindruckendsten Slytherinmädchen nicht ins Auge gesprungen, welch Schande!“
Welch schande, diese Worte hallten in ihren Ohren. Sie war es zwar gewohnt, dass sie Komplimente bekam, aber es waren immer solche billigen Anmachsprüche, die kein Mensch leiden konnte. Regulus war wiederrum etwas anders, er meinte es nicht als ein billiger Anmachspruch, er meinte es aufrichtig und dennoch leicht distanziert. Es gefiel ihr, so was zu hören. Aber andererseits, wem gefiel es nicht? Jedem Menschen gefiel so etwas.
Doch Joyce wollte es ihm nicht so einfach machen, wo blieb denn da der Spaß? Sie konnte ihn doch nicht einfach so in die Arme fallen wie gesucht und gefunden. Nein, so was Joyce nicht und sie wusste, dass auch Regulus so nicht ist. Sie fing noch ein kaltes Lachen- wo sie denk, da steckt noch mehr- auf und stütze dann ihren Kopf auf ihre Hände. Natürlich ließ sie Regulus nicht aus den Augen, sie blickte ihm stehts in die Augen. Jetzt war sie sich sicher, diese Geschichte mit den beiden würde noch lustig verlaufen. Einen kurzen und unauffälligen Blick schaute sie nach draußen und sah schon die Umrisse von Hogwarts. Sie würden in wenigen Augenblicken da sein. Joyce wandte sich wieder Regulus zu, doch sie antwortete ihm nicht, so wie er es erhoffte. Sie stand lediglich auf und machte sich daran, ihren Koffer herunter zu holen. Kurz darauf ertönte schon ein Pfiff und der ganze Trubel ging los. Alle Schüler drängelten sich in den Gang und versuchten nach der Fahrt endlich mal nach draußen zu gelangen. Auch Joyce machte sich ans gehen, drehte sich auf ihren Absatz aber noch einmal um, zwinkerte frech dem Black zu und streckte ihm leicht die Zunge raus. Danach schob die Slytherin die Abteiltür auf, hob die Hand zum Abschiedsgrüß und verschwand dann im Getümmel. Aus dem Augenwinkel sah sie noch einen verschmitzt lächelnden Regulus der sich wohl eine andere Antwort erhofft hatte.

Langsam bahnte sie sich den Weg durch die ganzen Schüler. Sie klangen alle samt gleich gut gelaunt und hatten alle gute Laune. Die meiste Zeit redete man über Essen und was es zu essen gab. Sie dabei verspürte nicht so einen Drang etwas zu essen, sie hatte die ganze Zeit auf ihrem Kaugummi herumgebissen und gar nicht ans Essen gedacht. Eigentlich wollte sie nur noch die Rede hören und dann in ihr Zimmer gehen. Kurz fragte sie sich noch in welches Zimmer sie wohl geht. Viele planten schon lange davor mit wem sie in ein Zimmer gehen würden, doch Joyce hatte keine Ahnung. Sie würde dort reinkommen, wo man sie reinsteckt. Es war ihr eigentlich ziemlich gleichgültig. Joyce drehte leicht ihren Kopf nach links und ließ ihre Haare über die Schultern fallen. Sie waren manchmal anstrengend. Plötzlich fasste ihr jemand an die Schulter, aber nur sehr kurz. Leicht überrascht wandte sie sich nach rechts und erblickte dann das ihr nun vertraute Gesicht des Blacks. Mit einem leicht amüsierten Unterton berichtete er, dass man ihn eigentlich nicht stehen ließe. Sie gab lediglich ein „Pfü“ von sich und wandte sich dann wieder von ihm ab. „Es wurde dir wohl beigebracht, dass alles nach deiner Pfeife tanzt.“, meinte das Mädchen. „Nunja, willkommen in meiner Welt. Ich tanze gerne aus der Reihe. Gewöhn dich lieber dran!“, grinste sie und streckte ihm wieder die Zunge raus. Dann lachte sie und schaute zu Regulus auf, fragte sich dabei ob er noch eine Antwort finden würde und wartete kurz. Er gefällt mir, dachte sie im Stillen.
Der Black war immer noch sehr amüsiert und fuhr sich kurz nachdenklich durch die Haare. „Passt schon.“, gab er zurück, “ Ich mag außergewöhnliche Personen, jemand der mal kämpferisch ist. Nun, dann lassen wir die spiele beginnen Joyce Winston.“, meinte er mit einem funken Freude in den Augen. „Ich warne dich, ich spiele nicht immer fair, aber viel Glück Regulus Black.“
„Oh, das Gefällt mir“, teilte er ihr noch mit hochgezogenen Augenbrauchen mit, ehe sie die Große Halle erreicht haben.

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Meredith Lynn
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BeitragThema: Re: Hogwarts Express ~ Auf dem Weg nach Hogwarts   So Okt 30, 2011 3:37 am

Cf: London; Bahnhof King's Cross; Gleis 9 ¾

Meredith hatte sich gleich hinter ihrer neuen Errungenschaft, dem dicken Quidditchbuch versteckt, nachdem sie einen letzten Blick auf Gleis 9 ¾ geworfen hatte. Die Quidditchwelt hatte sie wieder. Sie freute sich schon tierisch auf die kommende Saison. Vielleicht würde ja diese Jahr ihr Team endlich den Quiditchpokal gewinnen. Die letzten Jahre hatte es leider nicht geklappt, und das obwohl sie keine schlechte Mannschaft waren. Hufflepuff zumindest hatten sie immer geschlagen. Die Mannschaften von Slytherin und Gryffindor dagegen waren schon immer eine Herausforderung gewesen. Letztes Jahr waren sie nur knapp am Pokalsieg vorbeigeschrammt. Sie hatten das letzte Spiel nur mit 10 Punkten Abstand verloren und waren so auf dem undankbaren zweiten Platz gelandet. Doch dieses Jahr würden sie es bestimmt schaffen und den Pokal nach Ravenclaw bringen.

Meredith war so in Gedanken versunken, dass sie nicht einmal bemerkte wie die Kapitänin ihrer Mannschaft das Abteil betrat, in dem sie und Emily saßen. Sie vertiefte sich wieder völlig in ihr Buch und kam nicht mit, wie Caitleen mit Emily redete und sich kurz darauf wieder verabschiedete, um in das Vertrauensschülerabteil zu gehen.
Meredith hatte gerade Flugmanöver speziell für Jäger entdeckt. Da gab es zum einen die Falkenkopf-Angriffsformation, in der die Jäger eine Pfeilspitze bilden und zusammen dem Gegnern entgegen rasen. Das klappt nur, wenn die drei ihren Flug perfekt koordinieren können. Wenn sie es schaffen, wirkt ihr Flug sehr einschüchternd und drängt gegnerische Spieler aus dem Weg. Andere Manöver waren noch die Porskoff-Täuschung ( Dabei täuscht der Jäger in Quaffelbesitz vor, selbst ein Tor schießen zu wollen. Wenn seine gegnerischen Verfolger entsprechende Verteidigungsstellungen einnehmen, lässt er den Quaffel fallen, so dass ein unter ihn wartender Jäger seiner Mannschaft frei das Tor werfen kann.) und den Woollongong Jimmy ( Ein Jäger transportiert in einem eleganten fast unaufhaltsamen Zickzack-Flug den Quaffel in die Nähe des gegnerischen Torrings.) Meredith beschloss diese Strategien Caitleen vorzuschlagen, vielleicht würden sie etwas gegen die gegnerischen Mannschaften etwas bringen.

Es war einige Zeit vergangen, als die Ravenclaw ihr dickes Buch zuschlug. Emily hatte mittlerweile alle ihre Bertie Botts Bohnen leergegessen und auch ihr Kesselkuchen war verputzt. Nur noch kleine Krümel auf ihrem Sitz zeugten davon, dass es hier etwas zum Essen gegeben hatte. Ihre beste Freundin schaute aus dem Fenster und ah der Landschaft zu, wie sie am Zug vorbei flitzte. Sie mussten bald in Hogsmeade ankommen und dann war das Festessen in der Großen Halle nicht mehr weit entfernt.
Nur wenige Minuten später bremste die große, rote Lok und alle Schüler stiegen aus. Die pferdelosen Kutschen warteten schon auf die vielen Hogwartsschüler. Meredith und Emily beeilten sich, in eine der ersten Kutschen zu kommen. In Meredith machte sich ein warmes Gefühl breit. Endlich waren sie wieder hier, an ihrem liebsten Ort. Das neue Schuljahr konnte beginnen.


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