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Twilight & Harry Potter Crossover
 


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 Gryffindor Gemeinschaftsraum

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Filch der Hausmeister
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BeitragThema: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mi Jul 27, 2011 3:54 am

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Lily Evans the first
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mo Nov 28, 2011 1:57 am

cf: Große Halle

Auf dem Weg dort hin, erklärten Remus und Lily den Schülern das unstetige Verhalten der Treppen so wie eine grobe Erklärung wo welches Unterrichtsfach gelert wird. Schließlich blieben sie vor einem Portrait stehen. "Wenn ihr in den Gryffindor-Bereich möchtet, sagt ihr unser Passwort. Aber erwähnt es niemals in Anwesenheit anderer Schüler. Sonst können sie auch hinein." Die Erstklässler nickten aufgeregt und starrten gebannt auf die noch verschloßene Tür. "Wattlebird" sagte Lily und die Tür öffnete sich. Die Kleinen wirbelten herum und staunten über den mollig warmen und hübsch eingerichteten Gemeinschaftsraum. Die Fenster ringsum boten eine gute Aussicht auf das Schlossgelämde. Man konnte Hagrids Hütte, so wie den Rand des verbotenen Waldes sehen. Es standen viele verschiedene Sessel und Tische herum. Vor dem Kamin lag ein Teppich mit vielerlei Brandlöchern. Weiter Ausstattungsgegenstände waren eine Kommode und ein Schwarzes Brett für aktuelle Neuigkeiten. "Eure Schlafsäle befinden sich weiter oben im Turm. Die Zimmer der Mädchen sind links, die der Jungs rechts. Eure Koffer sind bereits hoch gebracht worden. Seht euch erst mal in Ruhe um, aber denkt dran nicht mehr im Schloß herumzuwandern. Geht zeitig schlafen, Morgen ist euer erster großer Tag." Die Schüler brabbelten vor sich hin, wünschten den Vertrauensschülern eine gute Nacht und einige bedankten sich höflich. Dann verschwanden sie alle nach und nach in ihren Zimmern. Lily seufzte erleichtert und ließ sich auf die Couch fallen. "Was für ein Tag. Ich finde, wir waren gut!" Sie lachte und wartete auf die Reaktion ihres Kollegen.
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Frank Longbottom
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Do Dez 01, 2011 7:30 am

cf.: Große Halle

Er hatte leider erst zu spät gemerkt, dass das Mädchen welches er eigentlich hatte abfangen wollen, schon viel früher in den Gemeinschaftsraum gegangen war als er selbst. Und nun saß er hier, mit seinen zwei besten Freunden, den Prewett Zwillingen und starrte auf den Gang der zu den Mädchenschlafsälen führte. Er hatte so gehofft er würde sie heute noch mal sehen, Alice, dass Mädchen, dass er so mochte und die ihm scheinbar heute nie begegnet ist. Zwar hatte er sie in der großen Halle gesehen und auch scheinbar stundenlang angestarrt aber doch ist es noch zu keinem Gespräch zwischen ihnen gekommen. Dann hatte sich Frank wie ein besessener auf den Weg in den Gemeinschaftsraum gemacht, vorbei an den Vertrauensschülern mit ihren neuen Schützlingen und an gefühlten tausend Gemälden, doch als er im Löwen-Haus angekommen war, war sie schon längst in ihrem Schlafsaal verschwunden. Diese Tatsache machte ihn unwahrscheinlich traurig.
Und nun saß er hier schon seit fast 15min und noch immer machte sie keine Anstalten zu ihm runter zukommen. Gut sie wusste ja auch nicht, dass er hier auf sie wartete aber trotzdem…
„Frank, sag mal was is denn heute mit dir los?“, fragte mich einer der Zwillinge.
„Nichts“, kam er leise zurück. Was sollte auch schon bei ihm los sein?
„Ach komm schon Frank, uns kannst du doch nichts vormachen. Wie lange sind wir jetzt schon beste Freunde?“
Lange Zeit antwortete niemand auf die Frage. Selbst die beiden sonst so gesprächigen Zwillinge starrten sich an, bis sie sich langsam von ihm abwandten und eine Tüte Süßigkeiten rausholten.
Frank atmete langsam aus, starrte eine Weile auf den Kamin und beobachtete das Flammenspiel welches sich ihm da bot.
Dann drehte er sich wieder zu Gideon und Fabian um schaute ihnen zu, wie sie einen Schokoladenfrosch nach dem nächsten verdrückten. Er lächelte kurz, bis er endlich den Mut fand ihnen von Alice zu erzählen. Er hatte keine Gewissensbisse, dass er es ihnen sagte, denn er teilte so gut wie alles mit ihnen.

Verschwörerisch zwinkerten beide mit den Augen und Frank seufzte laut auf. Die beiden konnten einfach keinen Moment ernst sein.
„Leute könnten wir das Thema vielleicht ernst behandeln?“, fragte er deswegen leicht gereizt.
Beide fingen schallend an zu lachen, bis sie ihre „halb“-ernsten Mienen aufsetzten. Fabian faltete seine Hände in seinem Schoß, so wie es Dumbledore immer machte und Gideon runzelte leicht seine Stirn, legte den Finger an sein Kinn und ließ ihn über sein Kinn fahren, so als würde er scharf nachdenken.
„Oh Leute ihr seit echt blöd“, antwortete Frank auf die Gesichtsausdrücke der beiden.
Dann lehnte er sich in sein Sessel zurück und sah wie sich das Portrait öffnete und die zwei zufrieden dreinblickende Vertrauensschüler, Lily und Remus, mit den 1.Klässlern in den Gemeinschaftsraum traten.
Er schaute zu ihnen als sie sich von den Kleinen, die immer noch fasziniert in Raum rum standen und sich alles ansahen, verabschiedeten. Als diese endlich ihre Zimmer gefunden hatten setzte sich Lily glücklich in einen der weichen Sessel und auch Remus kam langsam zu ihnen. Doch anstatt sich zu ihnen zu setzten, winkte er ihm nur kurz zu und verschwand dann in ihrem Schlafsaal. Remus war schon immer so ein verschlossener Typ und nur James und Sirius schafften es wirklich zu ihm durchzudringen. Selbst nach 5 Jahren im gleichen Schlafsaal, waren sie nie so gute Freunde geworden, was eigentlich schade war.
Doch Frank wusste zu gut, dass sich hier in den nächsten 3 Jahren noch einiges verändern würde. Hier hatte sich sein Leben tiefgründig geändert. Hier hatte er alle seine Freunde getroffen, die Rumtreiber kennengelernt und Alice. Womit seine Gedanken wieder zu ihr abschweiften. Er freute sich schon auf morgen, denn dann würden er sie endlich wieder sehen.
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Peeves
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Do Dez 01, 2011 9:27 pm

cf.: Große Halle

Die Überraschung war dem kleine Geist gut gelungen - er lachte noch immer als er aus der großen Halle durch die Wände und Mauern des Schulgebäudes flog. "Ohje ohje wie wunderbar, die Schüler hier sind nicht mehr ganz klar." Nach einiger Zeit, als das Getümmel nach dem Essen in den Gängen wieder zunahm, folgte der kleine Störenfried dem Rest der Gemarr. Als sich die breite Masse teilte und sich auf dem Weg in die Gemeinschaftsräume machte, folge der kleine Wicht dem erstbesten Menschenhaufen. Kurz vor dem Portrait flog er über die Köpfe hinweg, durch die Wand hindurch und setzte sich stumm auf die Balken über dem Kamin. Er beobachtete wie die kleinen Kinder herum wuselten und sich staunend umsahen. "So fein, so rein und doch noch so klein". Leise flüsternd flog er zu dem rothaarigen Mädchen welches sich erschöpft auf dem großen Sessel niederließ. "Buuuuuhhhhhhhuhuuuuuuu". Er nahm ein paar Locken und zog an ihnen herum und pustete dem Mädchen in die Ohren. Also Sie schreiend hochschreckte flog er gleich zum nächsten Schüler und zog ihm an der Nase und warf ihm einen Staubklumpen in den offenen Mund als dieser sich besorgt aufrichtete und nachfrage was das Mädchen habe. "HAHAHAHAHAHAHAH". Schnell und ohne zögern flog er weiter und verschwand hinter dem nächsten Balken!
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Lily Evans the first
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mo Dez 12, 2011 8:16 pm

Zumindest hatte Lily den Eindruck, dass Remus auch ganz zufrieden mit seiner und ihrer Leistung war, als er sich abermals bei ihr entschuldigte und sich auf den Weg zu James und den anderen machte. Die rothaarige schob die Lippen vor und drückte sich tiefer in die Couch. Warum verschwand er denn immer gleich? Hatte er irgendwie Angst vor ihr? Gut, sie hatte sich öfter mit den Rumtreibern angelegt - aber nur, weil sie so viel Blödsinn machten. Und es war ihre Aufgabe sich für ihre Freunde einzusetzen. Und Severus war nun mal ihr Freund. Sie seufzte. Mit ihm hatte sie sich auch noch nicht ausgesprochen. Ihr letztes Aufeinandertreffen verlief leider nicht sehr gut. Hatte sie überreagiert? Aber er wusste doch wie sie tickte. Er wusste, dass sie es nicht leiden konnte einfach links liegen gelassen zu werden... Dumme Nokturngasse! Dämliche schwarze Magie! Sie verschrenkte die Arme vor der Brust und grummelte vor sich hin. Und dann auch noch dieser Remus Lupin, der sich ständig wieder aus dem Staub machte um zu seinen Kumpels zu kommen. Dass war ja schlimmer als bei einem Pärchen!
Eigentlich ging diese Wut gar nicht wirklich an Remus, dass wusste sie. Sie war gerade mit ihrer gesamt Situation unzufrieden. Plötzlich zupfte ihr etwas schrecklich an den Haaren und ein kalter Windzug pfiff ihr direkt in die Ohren. Lily sprang vor Entsetzen auf und ihr Schrei hallte durch den Gemeinschaftsraum. Zeitgleich begann das unverkennbare Lachen des Koboldes Peeves. Sie schüttelte sich und suchte den Raum nach dem kleinen Unruhestifter aus, während sie sich ihr Ohr rieb. "Peeves du...!!! Irgendwann erwisch ich dich schon!" Doch ein paar Sekunden später verlor sich das Lachen im Schloß und er war wieder verschwunden. Der hat mir gerade noch gefehlt! Der soll lieber wo anders sein Unwesen treiben! Der Witz mit dem Mehl war ja noch lustig gewesen, aber mehr durften die Nerven der jungen Hexe heute wirklich nicht strapaziert werden.
Erst jetzt fiel ihr die kleine Gruppe von Jungs auf, die sich mit im Gemeinschaftsraum aufhielt. Es war Frank Longbottom und seine Freunde. Lily beäugte den großen Jungen skeptisch. Warum war er nicht bei Alice? Oder vielmehr sie bei ihm? Aber wahrscheinlich war sie erst einmal damit beschäftigt ihre ganzen tierischen Mitbringsel zu versorgen. Sie selbst würde auch so langsam mal hoch gehen müssen um ihre Sachen zu verstauen und Bisquitt zu empfangen.
Sie lehnte sich zurück auf die Couch und kramte ihre Hüfttasche hervor in dem sich ihr Knuddlmuff befand. "Na Krümel... wollen wir mal hoch ins Zimmer gehen?" Doch wie zu erwarten, antwortete ihr das kleine Wesen nicht sondern suchte die Couch nach *richtigen* Krümeln ab. Die rothaarige beobachtete ihn eine Zeit lang, während immer zu einige Schüler herein kamen oder hinaus gingen. Ein paar Erstklässler kamen noch einmal zurück und sahen sich den Gemeinschaftsraum in Ruhe an. Sie sollte wirklich mal hoch in ihr Zimmer gehen. Vielleicht wartete Alice ja auf sie, aber irgendwie... fehlte ihr gerade gänzlich der Elan.
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Frank Longbottom
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Fr Dez 30, 2011 6:57 am

Frank lehnte sich erschöpft und müde vom Tag zurück in den Sessel und starrte in die Flammen. Die Zwillinge hatten sich schon lange von ihm abgewandt und spielten nun eine Partie Zauberschach, was Frank ziemlich langweilig und auch irgendwie barbarisch fand.
Deshalb schaute Frank sich wieder um und entdeckte Lily allein in einer Ecke sitzend und mit ihrem Knuddlmuff spielend.
Irgendwie erinnerte ihn das an Alice.
Sie hatte auch lauter kleine Tierchen mit denen sie spielte, besonders Huffelpuff hatte ihr es angetan. Das komische an Huffelpuff war, dass sie merkte ob jemand Alice mochte oder nicht. Denn wenn jemand Alice etwas böses wollte oder sie anlog war die kleine Kieselin ziemlich fies zu einem. So wie im Zug, als er zusammen mit Alice in einem Abteil gesessen hatte. Die Kieseln musste gespürt haben, dass er Alice’ Idee, die Beziehung noch geheim zuhalten, nicht so richtig toll fand. Dabei verstand er nicht, wieso Alice nicht allen zeigen wollte, dass sie endlich zusammen waren. Er könnte Luftsprünge vor Freude machen, aber sie hatte wohl einfach noch ein bisschen Angst davor. Was er auch verstehen konnte. Aber halt nicht in diesem Moment.
Nicht, wo er eigentlich total glücklich war.

Frank stand langsam auf, um Lily ein bisschen Gesellschaft zu leisten, als seine vier Zimmergenossen die Treppe runterkamen.
James’ Blick ging wie ein Magnet sofort in Lilys Richtung, was Frank schmunzeln ließ. Sirius hatte dies anscheint auch schnell verstanden, denn er ließ die Frage, die er James gestellt hatte, im Raum liegen und wandte sich an Remus, welcher gerade irgendwie traurig aussah, so als würde er sich wegen etwas Sorgen machen oder Schmerzen haben. Vielleicht sollte er mal nachfragen, immerhin waren sie auch seine Freunde, wenn auch nicht die Besten von ihm.

„Bevor Du fragst: Nein ich konnte sie nicht aufhalten“, sagte Remus gerade zu Lily und deutete auf seine Freunde. „Die Ka … äh wir wissen aus einer zuverlässigen Quelle das die Slytherins unten versammelt sind. Und vielleicht wäre es besser mal nachzusehen was sie da treiben“


Frank stutzte. Die Slytherins machten eine Party? Wohl ehr nicht, aber es ist bestimmt interessant herauszufinden was sie wirklich in der Großen Halle treiben. Immerhin konnte man den nicht hundert Meter weit trauen. Frank war sonst nicht so neugierig darauf was die Slytherins trieben, doch heute Abend suchte er ein kleines bisschen Ablenkung und Langeweile hatte er auch bekommen, obwohl er eigentlich schon etwas müde war, aber sein Himmelbett konnte warten. Da kam ihm so eine kleine Wanderung durch die Schule gerade recht. Auch wenn er ein bisschen bammle hatte etwas unerlaubtes zu tun und vielleicht Strafarbeit zu bekommen, so wollte er heute doch endlich mal die andere Seite des Frank Longbottom ausgraben und auch mal was verbotenes und vielleicht sogar gefährliches tun.
Denn aus Erfahrung wusste er, dass es nicht gerade lustig mit den Slytherins werden konnte.

Er ging auf Remus und die anderen zu, lächelte Lily einmal schüchtern an, bevor er sich an die Rumtreiber wendete.
„Hey Jungs. Die Slytherins schmeißen also eine Party?“, fragte er so überzeugend wie möglich,
„Habt ihr was dagegen wenn ich mit komme? Ich ärger mich sonst wieder den ganzen Spaß verpasst zu haben!“
Er strafte die Schultern und wartete. Vielleicht würde er sich in Zukunft besser mit den Rumtreibern verstehen, wenn er erstmal was mit ihnen unternommen hatte.


Frank wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr Smile
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Lily Evans the first
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mo Jan 02, 2012 3:41 am

Lily war gerade dabei Krümel wieder in ihre Hüfttasche zu stecken, als sie gepolter hörte. Eine größere Gruppe kam die Jungentreppe herunter. Sie sah überrascht auf und stellte fest, dass Frank ebenfalls aufgestanden war und nur einige Meter von ihr entfernt stand. Hatte er sie angesprochen ohne dass sie es bemerkt hatte? In ihrem momentanen Zustand wäre das kein Wunder gewesen. Sie lächelte ihn entschuldigend an und wand ihren Blick dann zur Treppe. Als sie sah wer da herunter kam, legte sich ihre Stirn in Falten. War ja klar. Was zum Kuckuck hatten die schon wieder hier verloren? Sie würden wohl kaum einen gemütlichen Abend im Gemeinschaftsraum machen wollen oder?
Sie nahm sehr wohl wahr, dass James Blick schon wieder auf ihr gefestigt war, doch sie blickte Remus fragend an. Dieser schien sofort zu verstehen und kam auf sie zu. Er sprach irgendwas davon, dass er sie nicht aufhalten konnte. Jah klar. "Könne wir Bambi?" fragte Sirius plötzlich und Lily starrte den schwarzhaarigen Jungen an. Bambi? Wer bitte war Bambi? Doch nicht etwa? Ihr Blick wanderte zu James, der keine Anstalten machte seinem Freund zu antworten. Ohne das sie es wollte, musste sie schmunzeln. "Die Ka … äh wir wissen aus einer zuverlässigen Quelle das die Slytherins unten versammelt sind. Und vielleicht wäre es besser mal nachzusehen was sie da treiben“ Nun sah sie wieder den schüchternen Jungen vor sich an. Ihr Blick wurde ernst. Sie schloß ihre Hüfttasche aus der Krümel fast entflohen wäre und stand auf. "Was ihr nicht sagt. Und wer oder was soll bitte diese "zuverlässige Quelle" sein?! Ist Peeves neuerdings euer Verbündeter?" Sie meinten wohl sie sei völlig naiv und bescheuert. Sie wollten vor ihr doch nur einen Grund haben warum sie in die große Halle gingen. "Ihr führt doch schon wieder irgendetwas im schilde oder?" Doch keiner der Jungs schien auf sie eingehen zu wollen, im Gegenteil. Sirius war schon auf dem Weg zur Ausgangstür. Sie sah ihm verärgert hinterher. Wenn es eines gab was sie hasste, dann war es ignoriert zu werden. Sie wollte sich gerade wieder an Remus wenden um ihm irgendwie dazu zu bringen ihr zu sagen, was sie vor hatten, als Frank sich in das Geschehen mischte. Er fragte ob er mitkommen dürfte und das er den ganzen Spaß nicht verpassen wollte. Ihr Mund öffnete sich leicht und sie sah ihn mit großen Augen an. Das konnte doch alles nicht wahr sein... "Es gibt Gründe, warum wir Nachts nicht aus unseren Räumen sollen! Morgen ist der erste Schultag. Remus, du bist Vertrauensschüler. Du solltest eigentlich als Vorbild agieren und.." Doch sie konnte nicht mehr weiter sprechen. Lupin sah noch nie optimistisch aus. Nur gelegentlich, wenn er mit seinen Freunden gemeinsam lachte. Das waren die wenigen Momente in denen er nicht traurig und nachdenklich wirkte, doch im Moment.. Entweder war er wirklich nicht erfreut über das Vorhaben seiner Kumpanen oder er machte sich wegen etwas anderen Gedanken. Er sah auf jeden Fall gerade sehr... verletzlich aus.
Aus irgendwelchen Gründen, wollte sie nicht noch mehr auf ihm rumhacken. Sie seufzte und wand ihren Blick ab. "Na schön, macht was ihr wollt." Sie ging Richtung Treppen und lief dabei ganz nah an James vorbei. "Viel Spaß - Bambi" Mit stampfenden Schritten machte sie sich auf den Weg nach oben in ihr Zimmer.

tbc: Mädchenzimmer - Goldfeather / Prewett / Brown / Evans
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Sirius Black
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Fr Jan 13, 2012 9:15 am

Cf: Gryffindor Jugenzimmer B/P/L/P/L

Sirius stand genervt zwischen seinen Freunden. Der eine war damit beschäftig mit Stieraugen einem dämlichem Mädchen hinterher zu stieren und der andere, setzte in mal wieder in Verwunderung. “Was habt ihr nur immer mit diesen dummen Spitznamen“fragte Remus zickig, wahrscheinlich wegen dem Bambi... Sirius wusste gar nicht was Remus hatte, der Name Bambi war einfach genial. Sirius hatte sich mal wieder selbst übertroffen. Sirius bemerkte eine Berührung in seiner Bauchgegend. Er wendete seinen Blick nach unten und sah gerade noch wie Remus seine Faust wieder von ihm entfernte. Er hatte ihn gerade geschlagen. Remus John Lupin, Vertrauensschüler und der freundlichste, netteste, Mensch der jedem alles vergab, hatte ihn gerade geschlagen. Wow, was hatte er den für ein Problem? Sirius musste kurz grinsen bevor er es noch mit einem gespielt, bestürztem Blick verstecken konnte. Dann überraschte Remus ihn wieder...er ging mit forschem Schritt auf Evans zu und meinte irgendetwas von, er hätte sie nicht aufhalten können. Falls Sirius sich recht erinnerte, und das tat er immer, war Remus doch mehr als freiwillig mitgekommen. Aha. Sehr interessant. Entweder war er auch in Evans verknall oder er wollte nur einen auf tollen Vertrauensschüler machen. Sirius tippte und hoffte auf letzteres. Der Gedanken, dass noch mehr seiner Freunde zu blindäugigen, liebenstrunkenen Tollpatschen werden sollten… war mehr als nur unerträglich.

Dieses ganze drum herum reden war nicht nach seinem Geschmack. Wenn er auf ein Mädchen scharf war, dann sagte er es ihm. Ganz einfach. Dann redete er so lange auf sie ein, bis er das bekommen hatte, was er wollte. Das dauerte meistens nicht länger als zwei Wochen. Mädchen waren leicht zu durchschauen – erschreckend, langweilig leicht – ein paar leise Versprechungen hier, verstohlene Blicke da… dann hatte man sie meistens schon in der Tasche. Und wenn alle Stricke reißen, musste man nur einmal diesen verlogenen Satz mit den drei - ach so bedeutsamen Worten - benutzen, und sie waren wie Butter auf einem heißen Toast… und absolut willenlos. Dann bekam Sirius das was er wollte und am nächsten Morgen brauchte es nur wieder einen kleinen Satz und er war sie ein für immer los… meistens ging das nicht ohne ein paar Tränen, zickige Ausraster und die ein oder andere Ohrfeige von der anderen Seite… aber Sirius hatte gelernt, rechtzeitig aus zu weichen.

Dann unterbrach eine weitere nervige Stimme, seine Gedanken. Frank Longbottom. Mr. Frank Langweiler Longbottom. Sirius konnte ihn nicht leiden und dass alleine schon aus Prinzip. Wen er müsste, hätte er nicht mal sagen können warum. Es war einfach so, und das war schon Erklärung genug.

Lily machte einen theatralischen Abgang und flüsterte James dabei irgendetwas ins Ohr. Sirius bemerkte wie James verdutzt stehen blieb und mit faszinierendem Blick seinen Arm anstarrte. Gott, Sirius fühlte sich vollkommen überfordert mit dieser vertrottelten Verliebtheit die James mal wieder an den Tag legte. Und Remus war zickig… wie sollte er bitte mit einer solchen geballten Kraft voller merkwürdiger, undefinierbarer Gefühle klar kommen. Der Mann, der nicht einmal eine kleine Liebschaft auf die Reihe bekam. Manchmal fühlte Sirius sich so anders, er wusste nicht mal wie Liebe sich anfühlte. Alles was er jemals in seinem Leben erfahren hatte, waren Hass, Betrug, Verleumdung und Hinterhältigkeit gewesen. Nicht einmal als Kind wurde er geliebt. Er war das was er war. Vielleicht perfekt von außen betrachtet, doch etwas an ihm war anders. Manchmal hatte er das Gefühl nur eine Maske zu tragen - und seine Unfähigkeit eine Beziehung aus wahren, echten und reinen Gefühlen zu führen - versteckte er unter dauernd wechselnden Liebschaften, die nichts weiter beinhalteten als seine natürlichen männlichen Bedürfnisse zu befriedigen.

James drehte sich zu ihm um „Von mir aus können wir Tatze. Zeigen wir den Schlangen einmal wie man eine richtige Party feiert“ Sirius musste grinsen. Das hörte sich doch schon mal mehr als gut an.

Sie kletterten aus dem Portrait der wirklich fetten Dame und stiegen das lange Treppenhaus herunter in die Große Halle. Schon von weitem hörte Sirius viele Stimmen. Anscheinend schien dort eine gute Laune zu herrschen. Merkwürdiger weiße erstaunte Sirius das. Die Slytherins waren oft sehr verhalten, saßen im Unterricht herum als wäre das Schulleben eine Qual. Natürlich der Unterricht war oft langweilig und er brachte Sirius fast täglich an den Rand seiner Geduld – und darüber hinaus. Aber trotzdem, sah man die Schlangen selten lachen oder Spaß haben. Und Sirius musste leider zugeben, dass er manchen von ihnen gezwungenermaßen gut kannte. Oder zu mindestens dachte er, dass er sie kannte. Bei Regulus war er sich da nicht mehr so sicher in der letzten Zeit. Aber das spielte keine Rolle mehr. Wen interessierte es schon, was seine Familie von einem hielt? Oder, dass sein kleiner Bruder sich anscheinend mit den vollkommen falschen „Freunden“ umgab… Nicht nur das Bella, Severus, Narzissa… das, all diese anscheinend tief an den dunklen Künsten interessiert waren. Das war noch nicht einmal der Prunkt. Sirius hatte keine Angst vor Bella. Sie war wie ein Hund… da hieß es doch, Hunde die bellen beißen nicht. Remus erzählte immer mal gerne diese kleinen, lustigen Muggelweißheiten. Und genau das war Bellatrix, ein kleiner, niedlichen Schoßhund. Er befürchtete absolut nichts Tragisches von ihr. Heißes Gerede und nicht mehr. Der Punkt war viel eher, dass Severus und wie Sirius das so beobachtet hatte, war er der „beste Freund“ von Regulus, einfach ein absoluter Verlierertyp war. Alles an ihm strahlte das nur so aus. Falsche Freunde, Sirius sagte es ja schon.

Die Tür der Halle stand offen. Sirius und die restlichen Rumtreiber und auch Frank betraten die Halle und schon nach wenigen Sekunden klebten ein Dutzend Augen an ihnen. Grandioser Auftritt, ganz nach Sirius Geschmack. Jetzt musste hier nur noch ein bisschen aufgemischt werden und dann würde das bestimmt ein gelungener Abend werden. Ihm war es dabei vollkommen egal, ob das alles in einer Party oder in einer rießigen Prügelei enden würde, im Momet hätte er nicht einmal sagen können, nach was ihm mehr die Laune stand. Sein Blick wanderte über die Tische und blieb an einer Flasche hängen… deswegen hatten die Slytherins also gute Laune…

Sirius stellte sich vor Remus der ein wenig ängstlich aus der Wäsche schaute. Seltsamer weiße hatte Sirius seit geraumer Zeit, das Gefühl ihm vor allem Übel beschützen zu müssen. Er war so klein… und verletzlich… alles in allem wirkte er einfach als könnte ihn ein mittelmäßiger Fluch – oder auch schon der leiseste Windhauch - umwehen. Jeder der Remus auch nur ein Haar krümmte, sollte auf der Stelle mit einem Avada Kedavra bestraft werden. Hoah… wo war der Gedanke den jetzt her gekommen?

tbc: Große Halle
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Remus Lupin
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   So Jan 15, 2012 9:43 am

cf: Jungenzimmer (Potter, Black, Lupin, Pettigrew, Longbottom)

Remus mochte den ernsten Ausdruck nicht der sich bei seinen Worten in Lilys Augen legte. Manchmal wünschte er sich zu wissen was die rothaarige Hexe wohl von ihm dachte. Gut, er wusste das sie James nicht ausstehen konnte und das sie ihn dafür hasste das er und Sirius so gemein zu Snape waren. Aber manchmal wenn Lily dachte das niemand hinsehen würde, sah Remus die Blicke die sie James zuwarf. Wie sie es auch drehte – sie hatten ihre Momente.
Aber was hielt sie wohl von ihm? Vor ein paar Stunden hatte er noch gehofft dass sie vielleicht irgendetwas wie Freunde werden konnten. Immerhin waren sie beide Vertrauensschüler und sie mussten nun einmal mehr Zeit miteinander verbringen, ob sie wollten oder nicht!
In diesem Moment schaute sie ihn jedoch so skeptisch an, dass er dachte das sie ihn genauso verabscheute wie James und Sirius.
"Was ihr nicht sagt. Und wer oder was soll bitte diese "zuverlässige Quelle" sein?! Ist Peeves neuerdings euer Verbündeter?"
Remus schmunzelte kurz bei diesem Gedanken. Wie kam sie überhaupt drauf? Er glaubte nicht das Peeves zu irgendwelchen Bündnissen bereit oder überhaupt fähig war.
Mit skeptischer Stimme fragte die junge Evans noch einmal das sie doch irgendetwas im Schilde führen mussten.
In diesem Moment hätte Remus gerne all seinen Mut zusammen gekratzt und Lily gefragt was eigentlich ihr kleines Problem war: Warum dachte sie immer das sie was im Schilde führten? Immer hin waren sie nicht die bösen! Sie kauften keine zweifelhaften und gefährlichen Bücher in der Nokturngasse! Sie waren keine Slytherins – manchmal sollte sie eher ein Auge auf ihren besten Freund Snape haben und nicht auf sie.

In diesem Augenblick mischte Frank sich in das Geschehen ein und Remus war im dankbar dafür. Vielleicht hätte er seine Gedanken ansonsten wirklich ausgesprochen.
„Hey Jungs. Die Slytherins schmeißen also eine Party? Habt ihr was dagegen wenn ich mit komme? Ich ärger mich sonst wieder den ganzen Spaß verpasst zu haben!“
Der Lupin hatte überhaupt nichts dagegen wenn Frank sie begleitete. Es freute ihn sogar, denn er wusste das James und Sirius so nicht auf noch verbotene Gedanken kommen würde, als nur während der Schlafenszeit die Betten zu verlassen. Alleine die Anwesendheit von Frank würde sie davon zurück halten.
Mit einem wütenden Schnauben drängte sich Lily wieder in den Mittelpunkt seiner Anwesendheit: "Es gibt Gründe, warum wir Nachts nicht aus unseren Räumen sollen! Morgen ist der erste Schultag. Remus, du bist Vertrauensschüler. Du solltest eigentlich als Vorbild agieren und…“
Doch dann brach sie ab, musterte ihn eindringlich und verschwand wütend in ihren Schlafsaal.
Remus wusste das Lily vollkommen Recht hatte und er würde nun auch liebend gerne in seinem Himmelbett liegen ohne Angst zu haben das ein Lehrer sie erwischen würde.
Er wusste nicht ob es Lilys Absicht war, aber sie hatte da wirklich einen wunden Punkt getroffen.
Er sollte wirklich als Vorbild agieren! Er war Vertrauensschüler! Mit ihren kleinen Ansprache zeigte sich ihm nur wieder das er für diesen Posten überhaupt nicht geeignet war. Er war nicht gut genug dafür – er war für überhaupt nichts gut genug …

Mit einem leisen Seufzen wandte Remus sich ab und versuchte gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die Sache mit Sirius sorgte immer noch für ein unregelmäßiges Stechen in seinem Herzen. Er hatte wirklich gedacht das seine Freunde niemals Geheimnisse vor ihnen hätten!
Natürlich, James und Sirius teilten sicherlich öfter Gedanken miteinander – aber sie waren doch ein Team! Sie gehörten doch alle zusammen, dass hatten sie sich doch alle am Ende der ersten Klasse geschworen!
Doch vermutlich war er der Einzige gewesen, der diese Worte – diese Versprechen – wirklich ernst genommen hatte Es war doch schon immer klar gewesen, dass sie ihm viel mehr bedeuteten als er ihnen. Sie waren seine Freunde. Sie waren seine einzige Freunde und seine ersten Freunde.
Jeder andere Mensch hatte ihn von sich gestoßen. Hatte ihn beleidigt als sie erfuhren was er war. Seine Familie und er mussten umziehen, ein neues Leben beginnen. Und dann waren da diese drei Jungen die herausfanden in was für ein Monster er sich einmal im Monat verwandeln musste und sie schreckten nicht von ihm zurück. Nein, sie versprachen für ihn da zu sein – irgendwie. Natürlich, dieser Teil war nur ein leeres Versprechen gewesen, denn Remus wusste das niemand ihm helfen konnte. Doch der Gedanke war schön.
Er liebte sie, mit all seinem Herzen und deswegen tat es nur noch mehr weh außen vor gelassen zu werden.
Doch das alles musste er nun vergessen. Es spielte keine Rolle! Er musste dankbar für das sein was er hatte und nicht als mehr und mehr verlangen.
Er lächelte Frank kurz zu – doch es war eher eine Grimasse wie ein aufrichtiges Lächeln.
„Na dann, wollen wir mal schauen was die Slytherins so treiben“, sagte er leise zu Frank.
Er mochte den Jungen wirklich. Auch wenn sie niemals wirklich viel miteinander zu tun hatten.
Es war einfach leicht mit ihm umzugehen, da er sich nicht immer jedem aufdrängte und einen in Ruhe ließ, wenn man lieber alleine sein wollte.
Remus wusste allerdings nicht wirklich was Frank von ihm hielt. Er war eben nicht wie James der Scherze machte und der jedem einfach sympathisch sein musste.
Auch wenn Remus niemals jemanden sein Geheimnis erzählen würde, so war sich doch ziemlich sicher dass der ein oder andere Schüler ahnen musste das er etwas verbarg.
Er war einfach der komische, kleine Lupin. Der immer krank aussah. Merkwürdig, anders. Niemand mit dem man sich abgab.
Aber er war auch ein Rumtreiber. Und das änderte eben alles!

Zusammen mit dem Longbottom trat Remus wieder zu seinen anderen drei Freunden und Sirius und James scherzte schon laut darüber die Party der Schlangen ordentlich durcheinander zu bringen.
Remus versuchte sich ein Lächeln abzugewinnen, aber ihm wollte es abermals nicht gelingen deswegen lies er es lieber bleiben.

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Peter Pettigrew the first
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mi Jan 25, 2012 8:31 am

Einstiegspost

Nach dem Festmahl in der Großen Halle, folgte Peter Pettigrew seinen besten – und einzigen – Freunden zu ihrem Gemeinschaftsraum. Das Zuhause der Gryffindors lag im siebten Stock hinter dem Gemälde einer üppigen Lady, die liebevoll die fette Dame genannt wurde.
Gemeinsam stiegen sie die Wendeltreppe zum Jungenschlafsaal hoch, wo fünf feuerrote Himmelbetten auf sie warteten.
Wurmschwanz hatte eigentlich große Lust einfach nur seinen schäbigen Koffer auszupacken und sich anschließend in seinem Bett zusammenzurollen. Und dann tief und fest zu schlafen, bis er Mittags von der Sonne geweckt werden würde...
Der Gedanke klang himmlisch, aber leider hatten seine Freunde andere Pläne.
Die Slytherins feierten anscheinend eine Party in der Großen Halle – was das hieß, war nicht schwer zu erraten: Es hieß, die Rumtreiber mussten unbedingt auch dabei sein.
Und wie er sie kannte, würden sie ganz ganz sicher in irgendwelche Schwierigkeiten geraten.
Peter überlegte sich, ob er seine Freunde nicht irgendwie davon abhalten sollte, sich schon am ersten Abend in Hogwarts Ärger einzubrocken, aber schon der Gedanke daran war lächerlich.
Wer war er, dass er sich einbildete Sirius Black und James Potter von einer ihrer bescheuerten Ideen abbringen zu können??
Also grinste er nur halbherzig und folgte seinen Freunden zurück in den Gemeinschaftsraum, als ihnen Lily Evans entgegenkam.
Natürlich übersah Peter genau in diesem Moment eine Treppenstufe und stolperte mit einem entsetzten Quieken ein paar Stufen hinunter.
Sehr schön, Peter! Niemand hinterlässt einen so grazilen und absolut nicht debilen Eindruck, wie du!
„Hey, Lily!“, murmelte er halblaut, was sie nicht hörte und die Situation für ihn auch nicht besser machte.
Er beobachtete neidisch, wie die restlichen Rumtreiber sich locker mit dem hübschen rothaarigen Mädchen unterhielten und versuchte gleichzeitig so unauffällig wie möglich mit der Wand zu verschmelzen.
Vielleicht war es das Beste, wenn er nochmal schnell nach Oben gehen und so tun würde, als hätte er dort etwas vergessen...
Vielleicht wäre Lily dann weg, bis er zurück kommen würde und er könnte sich weitere peinliche Aktionen – zumindest für heute Abend – sparen...
Ja. Das klang nach einem guten Plan.
„Komm gleich wieder...muss nur kurz...“, nuschelte Wurmschwanz und gestikulierte wild mit seinen Händen.
Remus Rücken reagierte zwar nicht,
aber Peter war sich sicher, dass sie bemerken würden, dass er fehlte und anschließend auf ihn warten würden.
Doch als er im Jungenschlafsaal zweimal auf Hundert gezählt hatte und sich vorsichtig wieder in den Gemeinschaftsraum traute, war nicht nur Lily verschwunden, sondern auch Sirius, James und Remus.
So etwas musste ja passieren!! Typisch.
Pettigrew erinnerte sich, dass seine Freunde in der Großen Halle die Party der Slytherins hatten stürmen wollen.
Sollte er ihnen hinterherlaufen und riskieren, dass Filch ihn aufgreifen würde?
In Gedanken wog er die Pro- und Contra-Argumente ab und kletterte schließlich widerwillig aus dem Gryffindorgemeinschaftsraum.
Was tut man nicht alles für seine Freunde?!

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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Fr Jun 08, 2012 4:36 am


Cf: Mannschaftskabine I

Postteil II

Eine halbe Stunde später hatte Sirius eine beachtliche Menge Butterbier und ein paar Flaschen Feuerwhiskey aus Hogsmeade mitgehen lassen und im Gemeinschaftsraum hatte schon Jemand Tonnen von Leckerrein aus der Küche aufgehäuft – Sirius tippte auf James.
Im Hintergrund lief schon leise Musik, jedoch waren die Gryffindors noch nicht so wirklich in Feierstimmung – noch saß ihnen allen die Niederlage noch in den Knochen. Sirius erblickte auch schon den Rest der Rumtreiber und baute vor ihnen seine ergatterten Schätze auf. James schien bei dem Anblick von Alkohol dann doch ein bisschen besser gelaunt zu sein – wahrscheinlich hoffte er darauf seine Sorgen und Selbstvorwürfe in dem klaren Schnaps zu ertränken. Remus schenkte ihm einen tadelten Blick, worauf Sirius innerlich grinsen musste. Sirius zauberte aus dem Nichts schnell ein paar Dutzend Gläser hervor, die sich schnell von selbst mit Feuerwhiskey füllten und zu den Gryffindors flogen, die im Gemeinschaftsraum verteilt waren. „Auf den Realitätsverlust“ meinte Sirius lachend und stieß mit seinen Freunden an. Remus beäugte skeptisch sein Glas und hatte einen seiner wir-können-uns-doch-nicht-betrinken-Blicke aufgelegt.

Sirius wandte seinen Blick Alice zu, die ein paar Meter weiter stand. „Du solltest ja vor allem vergessen, was heute passiert ist. Immerhin wird am Ende doch alles dem Kapitän angehängt. Die Slytherins hatten wohl eine bessere Taktik. Vielleicht solltest du dir das nächste Mal auch einmal mehr ausdenken… naja irgendwie einfach mehr…“

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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Fr Jun 08, 2012 6:05 am

cf.: Mädchenzimmer

Alice lauschte, ob sie schon etwas hören würde, doch es drangen nur leise Geräusche aus dem Gemeinschaftsraum hoch in den Turm. Sie ging langsam weiter und mit jedem Schritt, der die Entfernung verminderte, wurden die Wortfetzen lauter. Eine Siegesfeier wäre weitaus lauter, jeder Gryffindorschüler, der auch nur annähernd als Fan zu bezeichnen war, versammelte sich, um den Abend schon ausklingen zu lassen. Nachdem sie die letzten Stufen überwältigt hatte, blickte sie in den rege gefüllten Raum. Bei der einen Sitzgruppe hatten sich Emma und die Prewtt-Zwillinge versammelt. Anderswo saßen Lily, James, Remus und Peter, sie schienen noch auf Sirius zu warten. Frank war wahrscheinlich noch am Duschen. Bei jeder Gruppe stand ein Tisch, auf dem eine Auslese an Mahlzeiten angerichtet war, die die Kobolde mal wieder zusammen gestellt hatten.

Die Brown gesellte sich zu ihren Teamkollegen und nahm einen kleinen Keks. Emma war immer noch angeschlagen, wahrscheinlich auch, weil viele sagten, sie wäre Schuld daran, dass sie verloren haben. Zum Verlieren gehörte in 99% der Fälle die Mannschaft, doch heute war es anders gewesen, dass wusste jeder, doch niemand sprach es aus. Als Frank einige Minuten später hinzukam besprachen sie die Züge, die gut beziehungsweise schlecht waren, was sie verbessern könnten und was an der Taktik falsch war. Die Slytherins hatten langsam angefangen, doch dass war nicht die Art der Gryffindors. Die Löwen hatten noch nie ein Spiel gewonnen, in dem sie nicht den ersten Punkt gemacht hatten, so sagte es zumindest die Statistik. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sich viele Mannschaftsmitglieder schnell hängen ließen, wenn die Mannschaft nicht ihn Führung lag. Bei einem war sie sich aber sicher, sie hatten die letzten Jahre nie eine so gute Mannschaft gehabt, wie die letzten Jahre.

Etwas später tauchte Sirius auf, der letzte der zu fehlen schien. Er brachte Butterbier und andere meist alkoholische Getränke mit, jedoch beachtete Alice ihn nicht weiter, sie hatte sich heute über ihn schon genug den Kopf zerrissen. Plötzlich flogen zu jedem anwesenden Schüler ein gefülltes Schnapsglas. Sie trank nicht und so gab sie ihr Glas sofort an die Prewett's weiter.
„Auf den Realitätsverlust!“, meinte Sirius lachend, doch sie schüttelte nur den Kopf. Mal wieder flüchtete er vor einer Konfrontation, er betrank sich lieber und nahm sie über die Nacht wahrscheinlich noch ein Mädchen mit aufs Zimmer...
Anders als erwartet, sprach er nach Entleeren des Glases jedoch sie an: „Du solltest ja vor allem vergessen, was heute passiert ist.“ Er schien es gut zu meinen, doch sie würde es nicht vergessen, dass war jedem in dem Raum bewusst.
„Immerhin wird am Ende doch alles dem Kapitän angehängt. Die Slytherins hatten wohl eine bessere Taktik. Vielleicht solltest du dir das nächste Mal auch einmal mehr ausdenken… naja irgendwie einfach mehr…“, sagte er locker, als wüsste er nicht, was er damit anrichtete.

In ihr schien etwas kurz vor dem platzten zu sein, sie war Kapitänin geworden, weil sie die besste Möglichkeit gewesen war und nicht Sirius, dem das Spiel irgendwie unwichtig zu sein schien.
„Sirius, ganz ehrlich, wir“, sie zeigte auf die Gruppe, die um sie saß: „haben uns fünf oder sechs Mal getroffen und du warst nicht dabei. Wir haben eine Taktik als Mannschaft aufgestellt, wir haben und verschiedene Angriffe und Abwehren ausgedacht, aber du warst nicht da.“ Sie atmete kurz durch, sie wollte das eigentlich nicht sagen, doch der junge Mann sollte es wissen.
Etwas eindringlicher sprach sie: „Die Mannschaft hat gut gespielt, doch du hast dich ausgesondert, bist sogar auf deine eigenen Mitspieler losgegangen. Du standest vor der Entscheidung Familie, oder Haus, du hast ersteres gewählt, also ist unsere Taktik nicht schuld, sondern...“
Ihr grauste es, es zu sagen, aber ihm musste es bewusst werden: „DU!“ Die Brown nahm einen Schluck Wasser. Sie wurde leicht angestarrt und wartete darauf, was der Black kontern würde. Er würde möglicherweise nichts Faires, oder Wahres sagen, aber sie hatte ihn aufgekratzt, daher müsste sie sich nun auch seine Antwort gefallen lassen.
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James Potter the first
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Fr Jun 08, 2012 10:02 pm

cf: Hogwarts - Die Kabine von Mannschaft 1 ; (Part II)

Die Hauselfen waren ganz begeistert, als der Potter in die Küche kam, sofort hatten sie ihm Kuchen, Hähnchenkeulen, Tee, Bratkartoffeln und Kürbispastete unter die Nase gehalten. Den Tarnumhang, den er vorher noch schnell geholt hatte, hatte er in seine Tasche gestopft. Als er sagte, dass er etwas für die Gryffindor(-Trauer-)Feier brauchte, wuselten sie alle schnell durcheinander und schon bald waren über sieben silberne Tabletts mit Leckereien gefüllt und nun prangte ein großer Kuchen mit der Aufschrift ‚Sieger der Herzen‘ auf einem hölzernen Tisch in der Mitte des Gemeinschaftsraums. Als James die Treppe vom Jungenschlafsaal herunterkam, drangen aufgeregte Stimmen an seine Ohren: „Du solltest ja vor allem vergessen, was heute passiert ist. Immerhin wird am Ende doch alles dem Kapitän angehängt. Die Slytherins hatten wohl eine bessere Taktik. Vielleicht solltest du dir das nächste Mal auch einmal mehr ausdenken… naja irgendwie einfach mehr…“
Das war Sirius und es gab bloß eine Person, an die er seine Worte gewandt haben konnte; Alice Brown, die Kapitänin von Gryffindor und zufälligerweise auch die beste Freundin von Lily.
Leise seufzte der Potter auf, das könnte jetzt witzig werden.
Er ging noch einen Schritt nach vorne und stand nun wieder im Gemeinschaftsraum, Sirius hatte ein Glas Feuerwhiskey in der Hand und grinste Alice geradewegs ins Gesicht.
„Sirius, ganz ehrlich, wir“, meinte Alice und zeigte in die Runde. „Haben uns fünf oder sechs Mal getroffen und du warst nicht dabei. Wir haben eine Taktik als Mannschaft aufgestellt, wir haben und verschiedene Angriffe und Abwehren ausgedacht, aber du warst nicht da. Die Mannschaft hat gut gespielt, doch du hast dich ausgesondert, bist sogar auf deine eigenen Mitspieler losgegangen. Du standest vor der Entscheidung Familie, oder Haus, du hast ersteres gewählt, also ist unsere Taktik nicht schuld, sondern...“
Der Potter wusste was jetzt kommt, jeder der dieses Gespräch mitverfolgt hatte (was im Grunde der gesamte Gemeinschaftsraum war) wusste was jetzt kommen würde, eigentlich musste Alice nicht weiter sprechen, James wünschte sich, dass sie nicht weiter sprach, das Wort hing bereits in der Luft zwischen ihnen, am liebsten würde er nach vorne Stürzen und ihr den Mund zu halten oder schreien ‚Ich bin Schuld‘, wenn Alice wüsste, was sie mit diesem Wort anrichten könnte, wenn sie es tatsächlich aussprach, sie sollte einfach ihre Klappe halten und ihren Feuerwhiskey trinken, doch natürlich musste sie ihren Satz ja zu Ende sprechen, natürlich konnte sie es nicht einfach dabei belassen. Am liebsten würde der Potter ihr den Kuchen ins Gesicht werfen, nur damit sie nicht weiter sprach, doch es war zu spät.
„DU!“
Sie spuckte das Wort förmlich aus und jeder der dem Gespräch bis jetzt noch keine Aufmerksamkeit geschenkt hatte, drehte sich spätestens jetzt um, um zu schauen warum Alice auf einmal rumschrie. Sie nahm einen Schluck Wasser und hinter ihr tauchte mit einem Mal ein roter Haarschopf auf.
Ich weiß, irgendwann werde ich das jetzt bereuen.
Der Potter nahm einem seiner Mitschüler sein Glas Feuerwhiskey ab, welcher sofort empört die Luft einzog, doch das ignorierte er und trank das Glas mit einem Schluck aus, die Flüssigkeit brannte leicht in seinem Hals und machte sich dann wohlig warm in seinem Magen breit, er straffte kurz die Schultern und bahnte sich einen Weg durch gaffende Menge. Remus stand ein wenig weiter hinten und Peter hatte sich über die Süßigkeiten hergemacht. Sirius Gesicht zeigte keine Emotionsregung. Es war ausdruckslos geworden, doch der Potter war sich sicher, dass das nicht lange so bleiben würde.
„Bist doch selber Schuld, Brown, wenn du nicht durchgreifst und ihn dazu zwingst zum Training zu kommen, als Kapitän einer Quidditchmannschaft musst du genau das können: durchgreifen. Ich höre jetzt zum ersten Mal, dass du Sirius vorwürfst nicht zum Training gekommen zu sein. Was eigentlich nicht wirklich wahr ist, denn ein paar Mal war er schon da und außerdem hat er heute seinen Job als Treiber doch erfüllt oder hast du die Stirn von Winston noch gar nicht gesehen?“
Das sie ihm vorgeworfen hatte, sich für die Familie und nicht für das Team entschieden zu haben, ignorierte der Potter erst Mal, denn das war eine Angelegenheit, die Sirius zu klären hatte.
Der Zauberer zauberte sich sein Glas wieder voll und trank es erneut in einem Zug aus, dann wagte er es einen Blick zu der rothaarigen Hexe zu werfen. Er kreuzte die Finger und beschwor immer wieder dieselbe Formel in seinem Kopf:
Bitte lass sie nicht sauer sein. Bitte lass sie nicht sauer sein. Bitte lass sie nicht sauer sein.

(So, hoffe, dass das so in Ordnung ist, wenn nicht schreit einfach :3)
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Di Jun 12, 2012 2:01 am

cf: Außerhalb - Die Tribünen des Quidditch-Felds


Nachdem Lily abgewartete hatte bis Peter und Remus so weit waren lief sie mit ihnen gemeinsam in Richtung ihres Bereiches in Hogwarts. Einige der Gryffindor Schüler ließen immernoch die Köpfe hängen, andere waren schon wieder ganz gut aufgelegt. Die vielen Löwen Fans aus den anderen Häusern waren zum größten Teil verstummt oder schon verschwunden. Das war ja typisch. Wahrscheinlich würden sie im Nachhinein behaupten für Slytherin gewesen zu sein.
Lily warf einen Blick zurück zum Spielfeld. Die meisten waren schon auf dem Weg zum Schloß. Das gegröhle und gejubel der Schlangen-Fans hallte immernoch über den Platz. Sie seufzte und blickte wieder nach vorne. Im Moment war ihr die Lust auf Reden vergangen. Sie wollte einfach nur weg von diesem ganzen Gekreische und in ihren gemütlichen Gemeinschaftsraum zurück kehren. Wahrscheinlich war ihre geliebte Couch schon besetzt, aber das machte nichts. In diesem Raum fühlte sie sich einfach wohl. Er war so warm und einladend. Wenn sie so die Erzählung von anderen Schülern hörte war der Gryffindor Gemeinschaftsraum sicher mit Abstand der schönste. Gut.. das würde jeder von seinem behaupten.
Sie ließ sich von diesen Gedanken noch ein wenig treiben und merkte gar nicht, dass sie schon im Inneren von Hogwarts angelangt waren. Bei den Slytherins würde jetzt die fette Party steigen, so viel stand fest. Die Evans hoffte nur, dass die Stimmung bei ihren Mitschülern nicht gar so schlecht war. Es war natürlich ärgerlich, aber es war auch nur ein Spiel. Das durfte sie natürlich vor ihren Freunden nicht sagen. Schon gar nicht vor Alice oder James. Sie wusste das Quidditch für die beiden mehr als ein Spiel war.. ach was, eigentlich für alle die in der Mannschaft spielten. Sie warf einen Blick auf die Seite und musste feststellen das wirklich viele Gryffindor Schüler immernoch sehr enttäuscht drein blickten. Hoffentlich würde das Ganze wirklich keine Trauerveranstaltung werden.
Sie würde versuchen ihre Freunde aufzumuntern und vorallem James. Wenn sie an sein Gesicht zurück dachte.. so ganz anders als vor dem Spiel. Diese glanzlosen Augen. Selbst sein spitzbubiges Lächeln war verschwunden. Ihr gefiel es gar nicht ihn so zu sehen und sie würde versuchen ihm irgendwie zu helfen - wenn er es zuließ.
Endlich hatten sie es geschafft die wandelnden Treppen hinauf zu kommen. Lily schritt nun etwas schneller auf das Gemälde zu welches sie in ihren geliebten Gemeinschaftsraum bringen würde. Schon jetzt auf diesem Gang war es viel angenehmer da man keine anderen Schüler außer Gryffindors mehr sah.
Die rothaarige Hexe nannte das Passwort und sofort wurde den Dreien Einlass gewährt. Doch schon nach den ersten Schritten merkte Lily das hier etwas nicht stimmte. Die Stimmung hier drin schien wahnsinnig angespannt zu sein. Man hörte kaum Gerede sondern nur die Stimme einer einzigen Person die sie sehr gut kannte. Ihre beste Freundin Alice. Sie schickte sich schnell zum Ort des Geschehens zu kommen, bahnte sich ihren Weg durch die Schüler die herum standen und ebenso auf die Worte der Kapitänin lauschten. „Die Mannschaft hat gut gespielt, doch du hast dich ausgesondert, bist sogar auf deine eigenen Mitspieler losgegangen. Du standest vor der Entscheidung Familie, oder Haus, du hast ersteres gewählt, also ist unsere Taktik nicht schuld, sondern... DU!“
Lily hielt in ihrer Bewegung kurz inne und sie spürte das auch Remus hinter ihr erstarrte. Warum? Warum taten sie sowas? Warum gaben sie sich jetzt auf einmal gegenseitig die Schuld? So kannte sie Alice gar nicht. Es musste schon viel passieren, dass die Brown einmal *so* reagierte. Was hatte sie sich von ihrer Mannschaft anhören dürfen? Oder vielleicht von den anderen Schülern.. oder nur von Sirius? Sie wusste es nicht, aber eines war ganz sicher - wenn es so weiterging würde die ganze Situation hier echt eskalieren. Die Stimmung war eh schon angespannt genug.
Sie versuchte weiter sich durch die restlichen Zuhörer zu quetschen um dort anzugelangen wo sich das Theater gerade abspielte, bis sie eine weitere vertraute Stimme vernahm. „Bist doch selber Schuld, Brown, wenn du nicht durchgreifst und ihn dazu zwingst zum Training zu kommen, als Kapitän einer Quidditchmannschaft musst du genau das können: durchgreifen. Ich höre jetzt zum ersten Mal, dass du Sirius vorwürfst nicht zum Training gekommen zu sein. Was eigentlich nicht wirklich wahr ist, denn ein paar Mal war er schon da und außerdem hat er heute seinen Job als Treiber doch erfüllt oder hast du die Stirn von Winston noch gar nicht gesehen?“
Ohje... Die Lage spitzte sich immer mehr zu. Es war vollkommen logisch das sich James für seinen Freund einsetzte. Und irgendwo hatte er ja Recht. Sie hatten beide Recht! Lily wurde plötzlich etwas unsicher. Was sollte sie denn jetzt sagen? Was, wenn man sie fragte auf welcher Seite sie war? Sie konnte sich doch nicht zwischen Alice und James entscheiden! Das ging nicht. Am liebsten wäre sie sofort wieder umgedreht und einfach nur weg gelaufen. Der ach so geliebte Gemeinschaftsraum wirkte auf einmal gar nicht mehr so einladend. Sie wollte raus und irgendwo anders hin wo ihr keiner nachgehen würde. Am besten in Richtung der feierten Slytherins die....
Und plötzlich ging der Evans ein Licht auf. Die Einsicht lag nun so deutlich vor ihren Augen das sie sich ernsthaft fragte warum sie so doof war und nicht gleich darauf gekommen war. In einer Situation wie diesen musste man sich auf keine Seite stellen. Lily war vollkommen von sich überzeugt und so langsam kehrte die Kraft in ihr wieder zurück. Die Fähigkeit die richtigen Worte zu finden und jemanden auf zu helfen der am Boden lag. Genau darum war sie auch Vertrauensschülerin geworden. Das war ihre Stärke und ihre Freunde brauchten jetzt jemanden der sie aus dieser Schleife der Schuldzuweisung heraus holte.
Selbstbewusst drückte sie die letzten Schüler zur Seite um endlich an ihrem Ziel anzukommen. Den unsicheren Blick den James ihr zuwarf ignorierte sie erst einmal.
"Schluß jetzt damit! Was soll dass denn? Wisst ihr wie ihr euch anhört? Dass ist doch genau das, was die Slytherins wollen! Was glaubt ihr wohl würden die machen wenn sie euch jetzt sehen könnten? Sie würden sich tot lachen! Köstlichst amüssieren über euch! Ihr seid eine Mannschaft! Niemand von euch hat allein daran Schuld das ihr verloren habt! Es war schließlich nicht eure Spielart sondern der Schnatz der den Slytherins die Punkte verschafft hat! Und ganz ehrlich man braucht kein Quidditch-Spieler zu sein um zu wissen dass das Fangen des Schnatzes auch sehr viel mit Glück zu tun hat! Bellatrix hat einfach Glück gehabt. Na und? Sollen sie sich doch feiern lassen und in ihrer eigenen Ruhm und Eitelkeit baden! Sollen sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen! Das Jahr hat erst angefangen und wir werden ja sehen wer den Pokal am Ende bekommt!"
Sie machte eine kurze Pause um ein wenig Luft zu holen, aber sie war noch nicht fertig. Oh nein, noch lange nicht. Sie blickte ihre Freundin Alice an und versuchte jetzt ein klein wenig ruhiger zu sprechen.
"Ich weis nicht was Sirius zu dir gesagt hat Alice, aber du weist das sein Verhalten niemals Schuld sein kann. Er hat sich für seine Familie entschieden. Und ganz ehrlich.." Ihr blick suchte kurz den von Sirius, bevor sie sich wieder Alice zuwand. "ich hätte das selbe getan. Du weist wie ich zu meiner Schwester stehe... oder sie zu mir. Aber egal was sie tut, sie ist meine Schwester und ich würde sie genau so schützen."
Alice und Severus waren die einzigen Personen die von Lily und ihrer schweren Beziehung zu ihrer Schwester Petunia wussten. Natürlich konnte man das niemals mit der familiären Situation von Sirius und Remus vergleichen, aber sie verstand warum er das getan hatte.
"Ihr seid ein Team verdammt nochmal! Ihr habt noch genug Spiele vor euch um zu zeigen was ihr könnt! Aber wenn ihr euch *so* verhaltet, schafft ihr es nicht!"
Erneut sah sie von einem zum anderen. Sie wusste nicht ob ihre Worte Früchte tragen würden, aber sie hatte aus vollster Überzeugung gesprochen und hoffte das die Mannschaft darüber nachdenken würde.
Erst jetzt griff sie nach der Hand des schwarzhaarigen Jungen vor ihm und zog ihn mit sich. "Du kommst jetzt mal mit mir bevor du deinen Frust, Zorn oder was auch immer noch weiterhin im Alkohol zu ertränken." Erneut bahnte sie sich ihren Weg durch die Schüler. Als sie an Remus vorbei kam, hielt sie kurz inne und legte ihre Hand auf seine Schulter. "Sirius überlass ich dir." Sie zwinkerte ihm lächelnd zu und ging dann weiter mit James in eine Ecke die am leersten zu sein schien.
Doch irgendwie reichte ihr das nicht ganz. Sie wollte irgendwo in Ruhe mit ihm reden. Irgendwo wo sie alleine waren. Doch irgendwas an seinem Blick machte sie nervös. Anscheinend hatte er doch gehört wie sie ihm vorhin zugerufen hatte, dass sie ihm was sagen musste. Machte er sich etwa Sorgen? Worüber denn? Aber gut, dann musste die Zweisamkeit eben noch ein bißchen warten. Wenn sie ihn noch weiter auf die Folter spannte würde er sicherlich durchdrehen.. zumindest sah es danach aus.
Zu ihrem Auftritt von eben würde sie nichts mehr sagen. Sie hatte alles ausgesprochen was sie dachte und damit hatte sich das Thema für sie. Den Rest mussten sie schon alleine machen. Aber es ging wohl im Moment mehr um Alice und Sirius. Das James dazwischen gefunkt hatte war als bester Freund ganz normal.
Sie strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und errötete ein wenig als sie merkte, dass sie immernoch seine Hand hielt. Daran müsste sie sich inzwischen doch eigentlich schon gewöhnt haben. Doch sie wollte sich jetzt nicht mit so etwas aufhalten. James wartete schließlich immernoch auf eine Erklärung und schien langsam wirklich unruhig zu werden. Also erlöste sie ihn endlich. "Also hör zu. Ich verrate dir jetzt etwas, was ich noch niemandem gesagt habe -nicht einmal Alice. Du weist ja, dass Professor Slughorn einen Narren an mir gefressen hat und - " Sie bemerkte das Augenrollen ihres Freundes und wunk gleich ab. "Jaja schon gut, er ist auch mein Lieblingslehrer - aber nicht deswegen! .. Jedenfalls hat er mir letztens etwas ganz im Vertrauen gesagt."
Jetzt da sie kurz davor war James davon zu berichten wurde sie plötzlich doch etwas unsicher. Was, wenn ihn das Ganze gar nicht so sehr freute wie sie? Was, wenn er jetzt total enttäuscht war? Immerhin war er ja ein Junge und sie wusste nicht wie er zu so etwas stand. Bei Alice war sie sich sicher das sie austicken würde, aber er? Sie versuchte die Unsicherheit zu überspielen. Jetzt konnte sie eh nicht mehr zurück. Sie schluckte und sah ihm in seine dunklen Augen. Als sie jetzt weitersprach klang ihre Stimme nicht mehr ganz so überzeugt wie vorher.
"Ehm also... er hat mir anvertraut das... Hogwarts dieses Jahr einen Weihnachtsball veranstalten wird.." Sie machte eine kurze Pause um seine Reaktion ab zu warten. Als James keine Anstalten machte etwas zu sagen sah sie weg und spielte nerövs mit einer ihrer Haarsträhnen. "Und eh.. naja ich dachte mir.. also... Eigentlich ist es ja üblich das der Junge das Mädchen frägt aber... wir machen es heute eben einfach mal andersrum..." Jetzt sah sie ihn wieder an. Ihre Wangen waren rot gefärbt und ihre Augen leuchteten. Ihre Simme war durch die Unsicherheit etwas zittrig. "James... gehst du mit mir zum Ball?"
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Di Jun 12, 2012 4:21 am

Mit einem Mal wurde dem Potter übel. Er erinnerte sich daran, dass Lily ihm etwas sagen wollte und jetzt hatte er gerade ihre beste Freundin indirekt als schlechte Kapitänin bezeichnet, so hatte er bestimmt keine Pluspunkte gesammelt, warum es auch immer ging. Doch trotzdem bereute er es nicht seinen eigenen besten Freund in Schutz genommen zu haben, denn egal was kommen würde, er würde Sirius immer verteidigen. Nein, falsch – nicht nur Sirius, natürlich auch Remus und Peter. Er würde immer für seine Freunde da sein, würde sie immer in Schutz nehmen, doch genauso wie er sie beschützen würde, würde er auch die Evans beschützen, er machte da keinen Unterschied, sie sind die wichtigsten Menschen in seinem Leben.
„Hey“, die entsetzte, schrille Stimme einer gaffenden Drittklässlerin riss James aus seinen Gedanken, die gerade von jemanden zur Seite geschubst wurde, auf ihrer Wange waren zwei verschmierte Namen zu sehen: ‚Black stand auf der rechten Seite und auf der anderen war in Großbuchstaben ‚Potter‘ geschrieben, kurz musste er schmunzeln, doch dann kamen seine Sorgen zurück, als er sah wer sich an ihr vorbeigedrängelt hatte. Lily hatte sich mitten in den Kreis, der sich um Alice, Sirius und ihn gebildet hatte, gestellt und schien nicht gerade…wie sollte man sagen…erfreut.

„Schluss jetzt damit! Was soll das denn? Wisst ihr wie ihr euch anhört? Dass ist doch genau das, was die Slytherins wollen! Was glaubt ihr wohl würden die machen wenn sie euch jetzt sehen könnten? Sie würden sich totlachen! Köstlichst amüsieren über euch! Ihr seid eine Mannschaft! Niemand von euch hat allein daran Schuld dass ihr verloren habt! Es war schließlich nicht eure Spielart sondern der Schnatz der den Slytherins die Punkte verschafft hat! Und ganz ehrlich man braucht kein Quidditch-Spieler zu sein um zu wissen dass das Fangen des Schnatzes auch sehr viel mit Glück zu tun hat! Bellatrix hat einfach Glück gehabt. Na und? Sollen sie sich doch feiern lassen und in ihrer eigenen Ruhm und Eitelkeit baden! Sollen sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen! Das Jahr hat erst angefangen und wir werden ja sehen wer den Pokal am Ende bekommt!“
Erleichtert atmete der Potter aus, noch hatte sie nicht Partei ergriffen, noch war alles in Ordnung, doch dass sie noch lange nicht fertig war, bemerkte James erst, als sie erneut tief Luft holte.
„Ich weiß nicht was Sirius zu dir gesagt hat Alice, aber du weist das sein Verhalten niemals Schuld sein kann. Er hat sich für seine Familie entschieden. Und ganz ehrlich ich hätte dasselbe getan. Du weist wie ich zu meiner Schwester stehe... oder sie zu mir. Aber egal was sie tut, sie ist meine Schwester und ich würde sie genauso schützen. Ihr seid ein Team verdammt nochmal! Ihr habt noch genug Spiele vor euch um zu zeigen was ihr könnt! Aber wenn ihr euch *so* verhaltet, schafft ihr es nicht!“ Sie hatte Recht, mit Allem was sie sagte, dass sie nicht wusste wie es bei Sirius zu Hause zuging (nicht Mal der Potter wusste es, nur ansatzweise) , sie hatte Recht, als sie sagte, dass es reines Glück war, dass Bellatrix den Schnatz gefangen hatte, mit alldem hatte sie Recht, aber trotzdem war es nicht einfach einzusehen, dass sie das Spiel verloren hatten, nicht nachdem sich alle so siegessicher gewesen waren und für jeden Gryffindor bereits feststand, wer dieses Spiel gewinnen würde.

Da nahm jemand die Hand des Potters in seine und zog ihn von der Masse weg. Überrascht blickte er auf, schon wieder war er völlig in seinen Gedanken über das Spiel versunken gewesen, obwohl es im Moment doch so viel wichtigere Dinge gab, denn er wusste ja immer noch nicht, was die Evans ihn wohl zu sagen hatte, doch irgendetwas sagte ihm, dass er es bald erfahren würde – nur konnte dieses Gefühl ihm nicht auch noch sagen, ob es eine gute oder schlechte Sache war?
„Du kommst jetzt mal mit mir bevor du deinen Frust, Zorn oder was auch immer noch weiterhin im Alkohol zu ertränken“, wandte Lily das Wort an ihn, während sie ihn durch den Gemeinschaftsraum in eine (halbwegs) ruhige Ecke führte.
„Also hör zu.“ War das jetzt ein guter Anfang oder lief das jetzt auf die ‚ich muss Mal mit dir reden‘ – Sache hinaus, etwas was der Potter nur zu gut kannte, da er diesen Satz schon einige Male selbst ausgesprochen hatte. „Ich verrate dir jetzt etwas, was ich noch niemandem gesagt habe“ – Das klang nicht nach Schluss machen oder? – „-nicht einmal Alice. Du weißt ja, dass Professor Slughorn einen Narren an mir gefressen hat und…“ Kurz rollte der Potter mit den Augen, jetzt hatte er sich so lange Gedanken darüber gemacht, was Lily ihm sagen könnt und jetzt fing sie mit Sluggi an? „Jaja schon gut, er ist auch mein Lieblingslehrer - aber nicht deswegen! … Jedenfalls hat er mir letztens etwas ganz im Vertrauen gesagt.“
Sie stoppte kurz und irgendwie schien sie mit ihrem letzten Satz an Selbstsicherheit verloren zu haben oder täuschte der Eindruck nur?
„Ehm also... er hat mir anvertraut das... Hogwarts dieses Jahr einen Weihnachtsball veranstalten wird…“ Der Potter konnte sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen, nicht vor Schadenfreude, weil sie während des Redens immer wieder stockte und von vorne anfangen musste, sondern weil dieser Moment einfach viel zu unwirklich war. Die ganze Zeit hatte er gedacht, dass irgendetwas sei, er irgendetwas Falsches gesagt oder getan hatte (er hatte schon befürchtet, dass die Sache mit dem Kuss vor dem Spiel doch zu viel des Guten war) und jetzt, jetzt wollte sie ihm einfach bloß mitteilen, dass der alte Sluggi einen Weihnachtsball plante.
„…das der Junge das Mädchen frägt aber... wir machen es heute eben einfach mal andersrum...“ Er bekam nur die Hälfte ihres Satzes mit, aber er wusste schon vorher, was sie geplant hatte, wieso war er so ein Idiot und hatte gedacht er hätte etwas getan, was hätte es denn sein sollen? Ihr könnte wahrscheinlich niemand irgendwelche Schauermärchen über ihn erzählen, da sie sie ja sowieso fast alle schon kannte und Remus würde nie die Geheimnisse des Potters ausplaudern, weil er damit alle in Gefahr bringen würde, auch sich selber. Es war so idiotisch von ihm gewesen, dass er jetzt nicht anders konnte als zu Lachen, nicht weil Lily’s Worte ihn so belustigt hatten, sondern einfach weil er so ein riesiger Dummkopf war.
„Gehst du mit mir-“
„Ja“, das Wort war bereits draußen, bevor sie ihre Frage ganz zu Ende bringen konnte. Die Wangen der Evans hatten sich farblich inzwischen an ihre Haarfarbe angepasst, ihre grünen Augen strahlten förmlich und ein leises Lachen hatte sich auf ihre Lippen gelegt.
„Du bist dir aber im Klaren, dass ich ein ganz miserabler Tänzer bin oder?“, lachte der Potter und beugte sich ein Stück zu Lily herunter. „Aber bis Weihnachten hab ich ja noch ein bisschen Zeit um zu üben“, fügte er noch hinzu und legte nun seine Lippen, auf die von Lily. Zuerst war der Kuss nur ganz zärtlich, doch dann wurde ihm klar, dass Alles, wirklich Alles in bester Ordnung war, wenn man von dem verlorenen Spiel absah, aber das war momentan sowieso ganz weit hinten in das Gedächtnis des Potters gerutscht und so schlang er seine Arme um Lilys Körper und zog sie noch ein Stück näher an sich heran, so dass auch das letzte bisschen Abstand zwischen den Beiden verschwunden war, aber dann wurde ihm schlagartig klar, dass wahrscheinlich so gut wie alle Augenpaare im Gryffindorgemeinschaftsraum auf sie gerichtet waren und daran, dass Lily doch genau das nicht wollte: sich in der Öffentlichkeit küssen und wenn er befürchtete, dass es bald vielleicht doch einen anderen Grund zum Reden gab, als die Wahl seines Festumhangs für die Slug-Party, also löste der Potter sich ein bisschen von der rothaarigen Hexe und schaute ihr in die smaragdgrünen Augen, die manchmal die Farbe vom See hatten, der die grünen Blätter der Laubbäume wiederspiegelte, die an seinem Ufer standen.
„Wie wär’s wenn wir irgendwo hingehen, wo wir ungestört sind“, fragte der Potter sie schließlich, so leise, dass nur sie seine Worte verstehen konnte.

tbc: Der Astronomieturm
((Okay ich hoffe einfach Mal, dass das so in Ordnung ist, ich keinen totalen Mist geschrieben hab und jap ;D und ich musst die ganze Zeit an 'Willuballmimir' denken XD))




Zuletzt von James Potter am Di Jun 19, 2012 2:22 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mi Jun 13, 2012 8:04 am


Sirius sah es Alice genau an, wie sehr sein Satz sie traf. Vielleicht glaubte sie ihm auch nicht, trotzdem würde sich Jeder unwohl fühlen, wenn er vor versammelter Schülerschaft kritisiert werden würde. Sirius konnte das verstehen. Tat ihm Alice Leid? Bereute er es, sie angepflaumt zu haben? Nein, nicht wirklich. Trotzdem wusste er dass es moralisch nicht richtig war. Die meisten dachten wohl von ihm dass er abgebrüht und vollkommen verkümmert zwischenmenschlichen Beziehungen gegenüber war – aber so war es nicht. Er war sich bewusst was er sagte und was er tat. Aber er konnte es immer und immer wieder nicht lassen, andere zu provozieren. Sein rebellisches Ich liebte das. Genauso wie er sich schon als kleiner Junge, in der ersten Klasse mit weitaus Älteren hatte anlegen müssen und zwar solange, bis diese sich auf eine Schlägerei mit ihm eingelassen hatten, die zu Anfang meistens schmerzlich ausgingen. Oder, dass er es so lustig fand Schüler auf den Gängen mit James zu verhexen. Natürlich musste dazu gesagt werden, dass ihre kleinen Zauberrein erste Sahne waren und keine Langeweilersprüche… Und genau so meinte er es auch nicht gut, was er zu Alice gesagt hatte. Er meinte es vollkommen ernst und vollkommen wörtlich und wie auch immer sie jetzt reagieren würde, Sirius war sich sicher, dass sie verletzt war.

„Sirius, ganz ehrlich, wir haben uns fünf oder sechs Mal getroffen und du warst nicht dabei. Wir haben eine Taktik als Mannschaft aufgestellt, wir haben und verschiedene Angriffe und Abwehren ausgedacht, aber du warst nicht da. Die Mannschaft hat gut gespielt, doch du hast dich ausgesondert, bist sogar auf deine eigenen Mitspieler losgegangen. Du standest vor der Entscheidung Familie, oder Haus, du hast ersteres gewählt, also ist unsere Taktik nicht schuld, sondern... Du“ Das letzte Wort spie Alice regelrecht heraus. Im ersten Moment ergaben die Worte für Sirius überhaupt keinen Sinn. Er schaute leicht verwirrt in die Gesichter der versammelten Gryffindors, die alle gespannt auf die spannungsgeladene Situation starrten. Viele hatten verbissene Gesichtsausdrücke aufgesetzt und Sirius war sich sicher, dass sie alle nur – sensationslüstig wie sie waren – auf einen Streit oder anderes Interessantes warteten. Aber Sirius würden ihnen dass heute nicht bieten. Den beim besten Willen hätte er jetzt nicht gewusst, was er Alice antworten sollte. Es war so vollkommen lächerlich, dass Sirius Alice noch einmal kritisch ins Gesicht blicken musste, aber er war sich sicher, dass sie es ernst zu meinen schien. Kein Anflug eines Lächelns war zu sehen. Alice dachte also wirklich, sie hätten das Spiel verloren aus dem einfachen Grund, dass er einen einzigen Klatscher auf Regulus abgewehrt hatte. Und so etwas hatten sie zur Kapitänin gewählt? Wer machte so etwas? Sirius war kurz davor seinen Mund zu öffnen und die Brown zu fragen wer auf die traurige Idee gekommen war, sie zur Kapitänin zu erwählen als James in die Runde kam und Alice alles andere als freundlich darauf aufmerksam machte, dass sie doch alleine Schuld daran war, dass er so gut wie nie beim Training erschienen war. James war ein wahrer Freund. Wenigstens er schätzte seine Genialität. Immerhin hatte man gesehen, dass er seinen Job als Treiber auch machen konnte, für was brauchte er also Training wenn man seine Zeit auch anderweitig interessant nutzen konnte.
Sirius grinste kurz, weil Brown jetzt gar nicht mehr so glücklich aussah und dieser Ausdruck Sirius mehr als befriedigte. Er mochte sie eben nicht. Sie war neunmalklug und hatte sich einfach so hinterlistig an Remus rangemacht und ihn mit irgendwelchen Mitteln betört, dass der Arme sich dazu gezwungen gefühlt hatte, mit ihr auszugehen. Das war vollkommen unehrbar und falsch und Sirius würde es nicht zulassen, dass jedes dahergelaufene Mädchen Remus‘ kostbare Zeit stahl, die dieser auch mit Sirius verbringen konnte. Und diese Zeit war eh schon viel zu rar, so rar dass ihre gemeinsame Zeit am See ihm nur noch wie ein verschwommener Traum vorkam – irgendwie unwirklich und farblos. Mittlerweile war er sich sicher, dass er sich all diese Gefühle Remus gegenüber nur eingebildet hatte oder er versuchte sie zu mindestens zu verdrängen aber trotzdem würde er nicht zulassen dass Jemand anderes wichtig für Remus sein könnte. Es sollte niemand anderes in dessen Leben geben, wie ihn, James und Peter. Vor allem ihn sollte er nicht vergessen. Genauso wie es in seinem Leben niemand anderes gab. Und würde die Brown dass nicht von selbst kapieren, dass sie nicht erwünscht war, dann musste sie es halt beigebracht bekommen und das wäre für sie bestimmt nicht angenehm.
Schluss jetzt hallte es durch den stillen Raum, in dem man eine Nadel hätte fallen hören. Oh nein, Nervensägen-Lily… Sirius verdrehte kurz die Augen. War ja klar, dass einem nervigen Mädchen immer das nächste folgte. Zeternd erhob sich ihre Stimme im Raum und Sirius konnte und wollte ihr gar nicht zuhören. Er war sich jedoch ziemlich sicher, dass diese Tirade wie alle anderen zuvor auch nur gegen ihn gehen würde, sicherlich würde die Evans ihre beste Freundin verteidigen, sowie James ihn verteidigt hatte. Sirius konnte das verstehen, trotzdem hatte er keine Lust hinzuhören. Er mochte keine Kritik an seiner Person, weil diese immer unbegründet war. Wenn Evans meinte er wäre irgendwo irgendwie nicht perfekt dann sollte sie zu Jemandem gehen, der das hören möchte. Bei der Erwähnung seines Namens wurde er dann doch hellhörig Ich weiß nicht was Sirius zu dir gesagt hat Alice, aber du weißt das sein Verhalten niemals Schuld sein kann Wow, er hätte niemals gedacht, dass Lily mal ein nettes Wort ihm gegenüber über die Lippen kommen würde. Natürlich war es kein Kompliment an seiner Person aber er hätte sie niemals verteidigt, wenn man das den so nennen konnte, und das rein aus Prinzip. Er hat sich für seine Familie entschieden. Und ganz… Der Rest des Satzes ging in einem lauten Klopfen unter, dass sich von Sekunde zu Sekunde steigerte und dass Sirius im ersten Moment nicht wirklich einordnen konnte. Einen Moment später wurde ihm bewusst, dass es das Pumpen seines eigenen Herzens war, ein bekanntes Rauschen schwall in seinen Ohren an und Sirius fragte sich mit aller Macht, wie Lily Evans es sich herausnehmen konnte vor ihm zu sagen, dass er sich für seine Familie entschieden hatte. So etwas sagen, während er genau daneben stand. Wusste sie den nicht, was sie damit anrichtete… Er hatte sich ganz gewiss nicht für seine Familie entschieden, er hatte nur rein aus Reflex einen Klatscher abgewehrt und Lily Evans besaß sie Frechheit so etwas zu sagen. Wie klang, dass den… für seine Familie. War Regulus seine einzige Familie oder wie lag das jetzt? Er verfluchte Regulus vielleicht nicht, aber Regulus war ja auch nicht sein Vater. Und Regulus war nicht seine Mutter. Sirius ballte die Fäuste zusammen und spürte ganz genau, wie sich seine Fingernägel fest und schmerzhaft in sein Fleisch bohrten. Der Schmerz half ihm ein wenig sich auf das Hier und Jetzt zu bestrenken. Lilys Geplapper war vielleicht nur so daher gesagt gewesen, vielleicht hatte sie sich gar nicht viel dabei gedacht. Jetzt auszurasten würde merkwürdig und verdächtig aussehen… also ruhig bleiben beschwur sich Sirius in Gedanken. Langsam öffnete er seine Hände wieder und bemerkt verblüfft dass er seine Haut aufgekratzt hatte und sich Blut unter seinen Fingernägeln gesammelt hatte.
Lily redete noch irgendetwas, das für Sirius im Moment nicht von Belang war, dann nahm sie James‘ Hand und verschwand mit ihm in irgendeine Ecke. Sirius bemerkte Remus‘ Blick und sah dass dieser wieder besorgt drein sah. James war weg. Die Stimmung war im Eimer. Super Alice Brown schoss es ihm durch den Kopf. Sirius kramte in seiner Hosentasche nach seinen Zigaretten, die er jetzt brauchte und zündete sich eine an. Was er jetzt noch brauchte war Spaß. Und da Prongs sich lieber mit Evans amüsierte, merkwürdiger Weiße schien er ihrer nervenden Art gegenüber vollkommen blind zu sein, würde nur noch Alkohol ihm dazu behilflich sein.
Schnell waren ein oder zwei Flaschen vor Sirius aufgebaut. Für ihn war nur klar dass er diesen Abend nett ausklingen lassen musste, sonst würde er wieder keinen Schlaf finden. Er hatte schon wieder zu viele Gedanken an seine Familie verschwendet, zu lange darüber nachgegrübelt wie tragisch es doch eigentlich war so alleine zu sein. James‘ Verhalten in den letzten zwei Wochen zeigte Sirius nur auf, wie leicht es doch sein könnte glücklich zu sein. So vollkommen glücklich, nicht so wie er es war. Nicht, dass er mit seinem Leben unzufrieden war – auf keinen Fall. Er lebte jede Situation, genoss alles was zu genießen empfehlenswert war. Trotzdem konnte es nicht gesund sein, jeder Laune nachzukommen, irgendwo musste es Grenzen im Leben geben. Irgendwo musste ein Leben dass in solchen Überfluss genossen und nie bereut wurde, bestraft werden. Und vielleicht war seine Strafe ja, dass er alleine war. Er war kein Einzelgänger und viele sahen zu ihm herauf, eigentlich war er nie, niemals alleine. Doch genau genommen war er es schon. Heimatslos, nur seiner Schönheit gegenüber von der Masse geliebt. Was war, wenn er nicht mehr schön war? Wenn seine Jugend verrauscht war? Wenn die rebellischen Momente nicht mehr als jugendlicher Leichtsinn geduldet werden würde? Was war, wenn sich die Folgen seines überschwänglichen Lebens aufzeichnen würden – auf seinem Gesicht – wenn er nicht mehr alle Menschen auf Anhieb nur durch sein strahlendes Äußeres beeinflussen konnte und wenn er durch seine geschauspielerte Unschuld jeden von Strafen abhalten konnte? Was war wenn all das vorbei war, wen würde er dann noch haben außer seinen drei Freunden? Niemand. Wo bleib also sein Glück? Wo blieb die Gewissheit immer jemanden zu haben, auch dann wenn sich die Wege der vier Freunde trennen würden, wenn die Schule vorbei war und jeder anfangen würde sein Leben zu leben… wenn James mit Lily zusammen blieb dann würde er nach der Schule sicherlich bei ihr sein wollen, keiner hatte dann mehr Zeit wilde Partys zu feiern, einfach nur um Sirius Black zu belustigen. Und kein Remus wäre dann mehr da, der einfach nur durch seine Anwesenheit auf ihn Acht geben würde, einfach nur weil er da war. Wie sollte er, eine Familie haben, wenn er doch gar nicht wusste wie eine Familie funktionierte? Vielleicht war er einfach dazu geboren wurde, um anders zu leben… etwas Besonderes zu sein. Und so war es ja auch. Sirius Black würde sich von Niemandem fertig machen lassen. Er war besser als sie alle. Und da konnte keine Alice Brown kommen und meinen etwas an ihm kritisieren zu können und sollte eher bei sich selbst anfangen… bei ihm würde sie keinen Fehler finden.

Sirius fühlte sich ein großzügiges Glas, nahm einen Schluck und reichte es Remus. „Trink was“ meinte er zu dem Lupin und lächelte ihn an. Weil er beim Remus immer lächeln musste, obwohl er es nicht wollte. Mit einem Schlenker seines Zauberstabs drehte er die Musik lauter und ein paar der anwesenden Gryffindors ließen sich dann doch dazu herab auch zu tanzen und schienen ihre schlechte Laune wegen des verlorenen Matches vergessen zu haben. Die Getränke und Leckerrein aus der Küche kamen gut an. Aber trotzdem hatte die Party wegen der Abwesenheit von James seinen Reiz verloren. Keine Party war gut ohne James. Peter war tanzend einfach nur peinlich, weil er dabei lachte als wäre er attraktiv und so lächerlich auffällig alle Tanzbewegungen der Anwesenden nachmacht und dabei vollkommen nicht beachtete ob die Anwesenden Frauen oder Männer waren. Remus dagegen tanzte schlichtweg nie. Der einzige Moment, indem er Remus je hatte tanzen sehen, war immer noch dem lustigen Fluch von Bellatrix zu bedanken.
So blieb der einzige Spaß den Sirius hatte also der Alkohol. Der ihm dann doch zu einer besseren Laune verhalf. Nachdem Sirius eine gewisse Zeit damit verbracht hatte, mit ein paar Mädchen zu tanzen, die allesamt langweilig gewesen waren, ging er zu Remus, der in einer Ecke stand – sein Glas immer noch nicht angerührt. Das schwache Licht das aus den hohen Fenstern schien, bestrahlte auf eine magische Weiße sein hellbraunes Haar und seine Augen hatten ein eigenartiges Glitzern in sich, dass einerseits von den brennenden Kaminfeuer aus dem Hintergrund stammte, zum anderen jedoch irgendwie auch verriet, dass Remus etwas ganz besonderes war. Das er anderes war, als all die Schüler hier im Raum, dass er in einer Hinsicht einfach kein normaler Schüler sein konnte und zwar nie. Auch wenn der Lupin noch so jung war, hatte er wahrscheinlich schon mehr schmerzhafte und erniedrigende Erfahrungen gemacht wie jeder Fünfzigjähriger. Remus war nicht so langweilig, wie diese etlichen Mädchen. Kurz schoss Sirius dieser Tag am See in Erinnerung, indem so eine Spannung zwischen Remus und ihm geherrscht hatte. Der Tag an dem Sirius bewusst geworden war, dass er Remus anders gegenüber stand. Und die ganzen Wochen war er sich so sicher gewesen, diese eigenartigen Gefühle so im Zaum zu halten, dass er sich teilweise selber nicht mehr daran erinnern konnte und er sich so sicher gewesen war, dass alles nur ein Gespinst seiner Phantasie gewesen war. Doch mit dem Anblick von Remus, der dort im Schein des flackernden Kaminfeuers stand, wurde ihm mit aller Macht klar, dass er diesen Moment am See nicht mehr ignorieren wollte und das er den Moment nicht vergessen konnte. Weil der Moment magisch gewesen war und er kam nicht umhin sich einzugestehen, dass er sich danach sehnte. Dass er noch einmal Remus so nah sein wollte, dass er ihn noch einmal umarmen wollte – wie am See, als das so vollkommen normal und unhinterfragt gewesen war. Und dann fragte Sirius sich, warum er es nicht tun sollte und darauf viel ihm keine Antwort ein dafür tausend Gründe warum er genau jetzt Remus Lupin umarmen sollte und darum lief Sirius schnell, die letzten Schritte auf Remus zu und legte einen Arm um seine Schulter. Langsam atmete er ein, um Remus ganz besonderen Duft einzuatmen. Er fühlte Remus‘ Wärme so nah, wie bei keinem anderen Menschen, irgendwie war das so vertraut Remus zu umarmen, auf keine Art merkwürdig oder so dass man es mit der Zeit leid würde. Remus warf ihm einen mehr als fragenden Blick zu und damit wurde Sirius mit aller Macht bewusst, was er da eigentlich machte. Dass er vor versammelter Mannschaft, einen seiner besten Freund umarmte. Mädchen konnte so was vielleicht machen aber bei ihm kam das doch bestimmt vollkommen merkwürdig rüber. Und, Merlin, was sollte Remus denken? Ich nächsten Moment musste Sirius innerlich schmunzeln… es war eben gut, wenn man ein guter Schauspieler war. „Ich bin be…be…betrunken“ lallte er und stützte seinen Kopf an Remus‘ Schulter ab, weil das Gefühl Remus so nah zu sein so ein wundersames Fallgefühl in seinem Magen veranstaltete, Sirius vergrub sein Gesicht in Remus‘ Halsbeuge und ließ es dort einen Moment liegen, um noch einmal Remus zu riechen, zu spüren und ihm so nah zu sein wie noch nie zuvor. Jetzt konnte Remus wohl nichts mehr Schlimmes denken, er war bloß betrunken, da entschuldigte die Gesellschaft unangebrachtes Verhalten.
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mo Jun 18, 2012 4:51 am

cf: Außerhalb ; Die Tribünen des Qudditch-Felds

Zielstrebig liefen Lily, Peter und Remus zu ihrem Gemeinschaftsraum. Es gab etwas Gedrängel auf den wandelnden Treppen und Remus hätte Peter beinahe aus einer der zahlreichen Stufen ziehen müssen, wenn dieser nicht gerade noch bemerkt hätte in was er da beinahe hinein trat. Gott sei Dank, Remus war sich nämlich nicht sicher ob er Peter nur mit Lilys Hilfe wieder hinaus bekommen hätte.
Kurz bevor sie das Portrait der fetten Damen erreichten schweiften Remus Gedanken etwas ab, zurück zum Qudditchspielfeld. Was war nur los mit Sirius gewesen? Manchmal wurde der Lupin einfach nichts schlau aus ihm. Er war so ganz anders als James. James konnte er verstehen, er hatte gesehen das James traurig und enttäuscht war und Remus wusste auch wieso – sein Freund konnte einfach nicht mit Niederlagen umgehen und ihm bedeutete Qudditch zu viel um nicht enttäuscht zu sein. Aber Sirius? Er war verwirrend, wie ein Rätsel hinter dessen Lösung er einfach nicht kommen konnte, als würde er ein kleines, wichtiges Detail übersehen. Aber vermutlich verstand er einfach nicht voll und ganz wie Sirius wirklich tickte.
Der Black war nicht enttäuscht gewesen nach dem Spiel, er war niemals nach einer Niederlage enttäuscht. Aber scheinbar musste ihn etwas anderes beschäftigt haben.
Und was würde dem verlorenen Spiel folgen? Eine ausschweifende Feier, weil Sirius immer feierte, ebenso wie er feierte wenn sie haushoch gewannen.
Und dann hatte er auch noch diese Frage gestellt, ob Remus nicht manchmal das Verlangen hätte etwas sehr dummes und sehr waghalsiges zu tun. Und als Remus ihm geantwortet hatte, hatte er nur noch ein schiefes Grinsen für ihn übrig gehabt und war dann in den Umkleiden verschwunden.
Der Werwolf runzelte leicht die Stirn und hörte nur mit halbem Ohr zu als Lily der fetten Dame das Passwort nannte. Wenn er nur den Gemeinschaftsraum betreten würde, stände sicherlich schon eine beträchtliche Anzahl an Flaschen auf den runden Holztischen und Sirius würde irgendeine rockige Musik auflegen, die vermutlich nur er mit Herzblut hörte, doch die anderen Schüler würden sich eh nicht über seinen Musikgeschmack beschweren, weil es eben Sirius war.
Doch als Remus Lily den Vortritt ließ und nach ihr durch den Eingang zum Gemeinschaftsraum kraxelte, blieb ihm sofort der Mund offen stehen und er sah wie Lilys Augenbrauen sich zusammen zogen und ein recht unzufriedener Ausdruck in ihre Augen trat.
In der Mitte des kreisrunden Raumes, umgeben von einer Masse an Schülern standen Sirius und Alice und sahen sich feindselig in die Augen. Eine Sekunde nachdem Lily und Remus sich einen Weg durch die Schüler gebahnt hatten, brach es aus Alice heraus:
„Die Mannschaft hat gut gespielt, doch du hast dich ausgesondert, bist sogar auf deine eigenen Mitspieler losgegangen. Du standest vor der Entscheidung Familie, oder Haus, du hast ersteres gewählt, also ist unsere Taktik nicht schuld, sondern... DU!“
Erschrocken zog Remus Luft ein und sein Blick wanderte zu Sirius, der ziemlich verdattert dastand und der augenscheinlich verwirrt war.
“Das kann sie doch nicht machen. Das kann sie wirklich nicht einfach sagen!“, schoss es Remus durch den Kopf und er blickte auf Alice. Was musste Sirius zu ihr gesagt haben, dass sie dem Black nun so etwas an den Kopf warf? Alice war doch niemand der sich sofort mit jedem in die Haare bekam, aber natürlich wusste Remus das Sirius kein Unschuldslamm war, doch trotzdem … Alice wusste nicht was sie mit ihren Worten anrichtete. Sirius die Schuld an ihrer Niederlage zu geben ist sicherlich ebenso gefährlich, wie Bellatrix zu sagen das sie eine hässliche, alte Sabberhexe ist.
Und dann hatte sie auch noch Sirius Familie angesprochen, dieses Thema anzusprechen war niemals eine gute Lösung. Remus selbst sprach mit dem Black niemals über dessen Familienverhältnisse und ihn konnte Sirius zu mindestens leiden, was man von Alice nicht gerade sagen konnte, über diese machte sich der Treiber nämlich nur allzu oft lustig. Wieso dachte Alice das Sirius sich für seine Familie entschieden und damit gegen sein Haus, gegen Gryffindor? Remus hatte seine Reaktion sehr … edel gefunden, Sirius war eben impulsiv und es war bei ihm kein Wunder das er den Klatscher einfach auf Fabian geschleudert hatte, anstatt vorher nur eine Sekunde über sein Verhalten nachzudenken. Aber trotz allem hatte er sich einfach für seinen Bruder eingesetzt, wie um alles in der Welt konnte man ihm das verübeln?
Bist doch selber Schuld, Brown, wenn du nicht durchgreifst und ihn dazu zwingst zum Training zu kommen, als Kapitän einer Quidditchmannschaft musst du genau das können: durchgreifen. Ich höre jetzt zum ersten Mal, dass du Sirius vorwürfst nicht zum Training gekommen zu sein. Was eigentlich nicht wirklich wahr ist, denn ein paar Mal war er schon da und außerdem hat er heute seinen Job als Treiber doch erfüllt oder hast du die Stirn von Winston noch gar nicht gesehen?“
Ein schwaches Lächeln trat auf die Lippen des Lupins, nachdem sich James eingemischt hatte. Wenn einer Sirius beeinflussen konnte, dann er. Und irgendwie war es schön zu sehen dass sich endlich jemand auf die Seite von Sirius schlug.
Remus mochte Alice, vor allem nachdem sie zusammen in Hogsmead gewesen waren. Er mochte sie wirklich sehr gerne, aber ganz egal wie beleidigend Sirius sein konnte, wie verletzend er oftmals war und was für Fehler er sich leistete – er würde sich immer auf seine Seite stellen! Immer!
Remus Augen wanderten kurz zu Lily herüber. Wie würde sie wohl reagieren, nun nachdem James sich gegen ihre beste Freundin gestellt hatte?
Doch Lily setzte dem allen ein Ende, indem sie sich zwischen Alice und Sirius stellte und die beiden aufforderte endlich ruhig zu sein. Sie sah so selbstbewusst aus und abermals musste Remus sie für ihren Mut und ihr Durchsetzfähigkeit bewundern.
"Ihr seid ein Team verdammt nochmal! Ihr habt noch genug Spiele vor euch um zu zeigen was ihr könnt! Aber wenn ihr euch *so* verhaltet, schafft ihr es nicht!"
Dann schnappte die Evans James Hand und zog ihn mit sich in eine Ecke.
Remus konnte nicht anders, er wusste einfach grinsen. Lily war wirklich perfekt für den Job als Vertrauensschülerin, trotzdem war Remus noch etwas unruhig. Würde Sirius wirklich auf Lily hören und diesen kindischen Streit nun beiseite legen?
Doch der Black schenkte Alice nur noch ein herab lässiges Schmunzeln, als wäre er tausendmal mehr wert als die Gryffindor. Dann schüttete er sich ein großen Glas Feuerwhiskey ein, drehte die Musik lauter und trat dann einen kleinen Schritt auf Remus zu und drückte ihm ebenfalls einen Feuerwhiskey in die Hand.
„Danke“, murmelte Remus leise, flüchtete schnell an eine nahe Fensterbank und ließ sich auf dieser nieder. Nun war Sirius im Flirt-und-Regelbrech-Modus, was bedeutete das er einen Whiskey nach dem anderen in den Rachen kippen, mit fünf verschiedenen Mädchen tanzen, und seine Freunde dazu überreden würde ebenfalls zu trinken. Und darauf hatte Remus nicht wirklich Lust … Und er hatte das Gefühl das dieses Verhalten seinen Kopfschmerzen nicht sehr gut bekommen würde.
Der Lupin blickte sich im Raum um, während er das kühle Glas in seinen Händen drehte. In einer dunklen Ecke standen James und Lily auffällig nah beieinander und mittlerweile hatten sich eine Hand voll Gryffindors auf einer improvisierten Tanzfläche zusammen gefunden und bewegten sich zu den rockigen Tönen von Sirius Lieblingsband, die Remus nach fünf Jahren im selben Schlafsaal zu den Ohren heraushing.

Sirius selbst vergnügte sich mittlerweile mit ein paar Mädchen auf der Tanzfläche. Abermals musste Remus sich über seinen Freund wundern. Dem Jungen von dem er behauptete das er sein bester Freund war. Würde man seinen besten Freund nicht besser kennen? Natürlich, er wusste eine Menge über Sirius. Er wusste das er kein Frühaufsteher war, das man ihn nicht ansprechen durfte bevor er nicht mindestens eine Tasse Kaffee intus hatte, zu mindestens wenn einem sein Leben und seine körperliche Unversehrtheit etwas bedeutete. Er wusste das ihm niemand so wichtig war wie er selbst, mit Ausnahme von James vielleicht. Er wusste so viele Kleinigkeiten über Sirius, aber er hatte das Gefühl das er niemals unter die Maske sehen konnte die Sirius sich selbst aufsetzte, um nicht angreifbar zu sein. Vielleicht würde er die kleinen Lügen seines Freundes niemals ganz verstehen, die dieser erfand nur um nicht über seine Familie, seinen Bruder sprechen zu müssen. Vermutlich würde er niemals hinter die Fassade blicken können, die Sirius sich erbaut hatte, nur um nicht zugeben zu müssen das er sich danach sehnte ein Zuhause zu haben.
Doch eines war sich Remus sicher, er wusste das es nur besser werden konnte, wenn Sirius endlich seinen Mut zusammen nahm, seine Scham herunterschluckte und begann mit seinen Freunden über seine Vergangenheit zu sprechen. Er konnte doch nichts ernsthaft glauben das James und Remus ihm immer noch abkauften das er eine heile und glückliche Kindheit hatte! Sie wussten doch alle dass das nicht stimmte. Vielleicht wurde es endlich Zeit darüber zu sprechen. Doch wann war der richtige Moment dafür? Würde es überhaupt einen richtigen Moment dafür geben, immerhin würde es dem Black alles andere als leicht fallen. Sicherlich würde er nur noch etwas mehr kaputt gehen, wenn er über seine Vergangenheit sprechen würde, doch dann würden sie ihm alle helfen wieder zu heilen und irgendwann konnte Sirius vielleicht mit mehr Hoffnung in die Zukunft blicken. Vielleicht würde er irgendwann ein normales Leben führen könne, ohne tägliche Lügen und Masken und Mauern nur um verstecken zu können das er nichts so unfehlbar war wie er es sicht vielleicht wünschte.
Gedankenverloren warf Remus einen Blick in den nahen Kamin und das Feuer wärmte sein Gesicht und das glatte Glas in seiner Hand. Seine Augen huschte erneut zu der tanzenden Menge in der Mitte des Raumes:
Sirius „verabschiedete“ sich von dem Mädchen mit dem er gerade getanzt hatte – beziehungsweise ließ er sich einfach wortlos stehen und ignorierte den enttäuschten Blick ihrerseits. Er lief schnurstracks auf Remus zu, warf dessen vollen Glas einen tadelnden Blick zu und ein aufrichtiges Lächeln huschte über seine Lippen als Remus ihn fragend ansah. Was wollte er nun schon wieder? Gut, Remus freute sich das er zu ihm kam. Nur zu ihm, er freute sich immer wenn Sirius sich für ihn interessierte. Vielleicht etwas mehr als es gesund gewesen wäre. Doch irgendwie hatte er nicht das Gefühl das er heute Abend besonders gut mit dem Black umgehen konnte, er mochte den Sirius nicht der einen Feuerwhiskey nach dem anderen kippte und mit unzähligen Mädchen tanzte. Das war der Sirius, der für alle immer cool und unnahbar war, auch wenn es oftmals die einzige Seite des Black war die man zu Gesicht bekam. Doch Remus wusste das es auch noch eine andere Seite des Jungen gab. Eine mit der er viel lieber Zeit verbrachte – doch heute Abend schien Sirius nur für alle der Alleinunterhalter sein zu wollen.
Remus wollte gerade den Mund aufmachen und fragen ob Sirius nicht noch mit einem weiteren Mädchen tanzen wollte, doch dann schloss er ihn wieder und sah seinen Freund verwundert an.
Wieso sah er ihn – Remus - auf einmal so an? So nachdenklich und trotzdem so … aufrichtig? Remus schluckte etwas und japste dann erschrocken auf als Sirius ihn in seine Arme schloss und seinen Kopf auf seiner Schulter ablegte.
Für ein paar Sekunden, einen winzigen Moment war es so als wären sie wieder zusammen am See, nur sie beide. Als würde die Sonne wieder hinab auf die nasse, feuchte Erde scheinen und sie leicht wärmen. Als wären sie alleine, für wenige Momente ausschließlich für einander da. Als würde Sirius ihn wieder halten, wenn er meinte auseinander fallen zu müssen. Remus schloss kurz die Augen, doch dann als er Sirius Atem in seinem Gesicht spürte und den Alkohol roch wurde ihm schlagartig bewusst das sie nicht alleine, sondern mitten im belebten Gemeinschaftsraum waren und das sich zwei Jungs nicht in der Öffentlichkeit umarmen konnten als wäre es nichts besonderes. Remus räusperte sich etwas und warf Sirius nochmals einen fragenden Blick zu.
„Ich bin be...be…betrunken“, hickste Sirius dann und drückte sein Gesicht in Remus Halsbeuge. Remus kicherte leise und versuchte das unangenehme Wissen zu verdrängen dass er vermutlich die Aufmerksamkeit einiger Mädchen in diesem Raum besaß. Ungewollte Aufmerksamkeit, musste man wohl dazu sagen.
Im ersten Moment hatte Remus am liebsten murmeln wollen dass das Sirius davon hatte wenn er soviel Feuerwhiskey trank, doch dann drückte er Sirius nur eine handbreit von sich weg und sah seinem Freund prüfend in die Augen. Sirius Augen hingen auf halb acht und er machte eine sehr komische Schwankbewegung in Richtung Steinboden. Sofort hechtete Remus zu ihm und zog ihm am Oberarm wieder hoch. Trotz allem konnte er sich ein Lachen nicht wirklich unterdrücken – zu oft hatte er Sirius schon im betrunken Zustand gesehen, doch so schlimm wie heute war es lange nicht mehr gewesen.
„Uff … Komm, ich bring dich ins Bett Siri“, sagte Remus sanft und bugsierte seinen Freund mit Müh und Not die Wendeltreppe zum Jungenschlafsaal hoch.
Gerade kickte er mit seinem rechten Fuß die Tür auf, nur um Sirius nicht loslassen zu müssen als er fragte: „Wie viel hast du eigentlich getrunken. So betrunken warst du nicht einmal als du die halbe Whiskey Flasche auf einmal gekippt hast, auf Peters letztem Geburtstag, weißt du noch …“
„Ach, keine Ahnung“, erwiderte Sirius ausweichend, löste sich etwas von Remus Arm und lief ziemlich zielstrebig auf sein Bett zu und ließ sich darauf plumpsen. Fragend hob Remus eine Augenbraue. Wieso konnte er nun auf einmal so gerade laufen, eben hätte er beinahe noch Bekanntschaft mit dem Fußboden gemacht?
Konnte es sein … das er ihm das nur vorgespielt hatte? Denn nun machte sein Freund wirklich einen wachen Eindruck. Der Lupin verdrehte kurz die Augen, er wusste es wirklich nicht, aber bei Sirius konnte er sich so gut wie alles vorstellen. Selbst wenn er nicht ahnte wieso Sirius ihm irgendetwas vorspielen sollte.

Langsam setzte sich Remus ans Fußende von Sirius Bett und sah seinen Freund fragend an. Vielleicht sollte er einfach mitspielen?
„Am besten du legst dich gleich hin. Dann geht’s dir bestimmt schnell wieder besser ...“, flüsterte er leise, dann robbte er etwas auf Sirius zu befühlte kurz seine Wange. Warm war er auf jeden Fall nicht. Doch die eigentliche Frage war: Wieso um Himmels willen wollte Sirius lieber im Bett liegen, anstatt sich auf der Party mit ein paar Mädchen zu vergnügen? Normalerweise endete er doch dann immer in einem von ihren Betten. Was war nur los mit ihm?

tbc.: Jungenzimmer – Potter / Black / Lupin / Pettigrew / Longbottom / Tonks
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mo Jun 18, 2012 7:19 am

Remus‘ Geruch nebelte ihn ein und schon ein paar Sekunden nach dem er seine Arme, mit der Macht eines Ertrinkenden um Remus‘ Hals geschlungen hatte, gab es nicht mehr außer ihm und Remus. Denn Remus war überall. Er lullte ihn ein, zeigte ihm wie einfach es sein konnte, glücklich zu sein – für den Moment. Irgendetwas daran, erinnerte Sirius daran wie zufrieden James mit Lily war, wie viel einfacher einem das Leben vorkam, wenn es einen Hafen gab, bei dem man Trost und Geborgenheit finden konnte… Und genau das war Remus für ihn auch, er gab ihm Halt. Auf eine andere Weiße wie Spaß mit James ihn von den alltäglichen Sorgen ablenken konnte… Remus heilte sein Inneres, seine Seele – wenn man es so nennen wollte.
Sirius bemerkte, wie Remus leise über seine gespielte Betrunkenheit grinste und Sirius hoffte mit aller Macht, dass seine Schauspielerei authentisch war. Denn er wollte nicht wissen, was Remus denken würde, wenn er dahinter käme, dass das alles nur eine Lüge war. Zur Sicherheit schwankte er noch einmal erheblich und Remus hatte alle Mühen ihn auf den Füßen zu halten.
Uff… Komm, ich bring dich ins Bett, Siri meinte Remus dann ätzend unter seinem Gewicht. Genau genommen sollte es Sirius leidtun, dass der arme Remus – der wahrscheinlich nur die Hälfte von ihm wog – ihn die Wendeltreppen hoch hieven musste, aber für den Moment genoss er einfach nur Remus‘ Nähe. Weil er sich so vollkommen bewusst war, dass dieser Moment einfach nur das war… ein Moment. Er lebte leider nicht ewig und morgen könnte schon alles anders sein. Denn, wie sollte er, seine Lust danach nachgehen, Remus andauernd nahe sein zu wollen. Und mal ganz davon abgesehen was andere davon halten sollten, was sollte er davon halten. Für einen Moment schoss Panik durch Sirius‘ Körper… Was bedeutete das? Er konnte sich nicht mehr davor verbergen, dass sich seine Gefühle gegenüber Remus in den letzten Wochen verändert hatten. Das war kein Gefühl mehr, wie er es James oder Peter gegenüber empfand. Das war neu und es machte ihm Angst. Aber was war die Alternative, als sich seinen Gefühlen zu stellen… Remus aus dem Weg gehen? Wie sollte er das machen, ganz davon abgesehen dass sie im selben Schlafsaal wohnten, wie sollte er Remus fern bleiben ohne ihn zu vermissen. Er würde das nie, nie im Leben durchhalten.
“Wie viel hast du eigentlich getrunken. So betrunken warst du nicht einmal als du die halbe Whiskey Flasche auf einmal gekippt hast, auf Peters letztem Geburtstag, weißt du noch …“ Für einen Moment fragte Sirius sich, ob Remus hinter ihn gekommen war. Er hatte sich keine Fehler erlaubt aber Remus hatte Recht, normaler Weiße war er ziemlich trinkfest… Und ja, so betrunken wie er spielte war er schon nicht mehr gewesen, seit sie in der ersten Klasse den Portwein aus Filch’s Schlafzimmer geklaut hatten. „Ach, keine Ahnung“ meinte Sirius daraufhin ausweichend, weil er auch nicht wüsste wie er sich aus der Situation raus reden könnte. Sirius entwand sich aus Remus‘ Griff und lief schnell auf sein Bett zu, schubste ein Schulbuch von seiner Decke und schmiss sich auf die Laken. Nur einen Moment später und durch Remus argwöhnischen Blick bestärkt, wurde Sirius bewusst, dass er sich wahrscheinlich zu schnell und zu grazil bewegt hatte um wirklich betrunken zu sein. Aber Sirius hoffte für den Moment auf Remus‘ Gutgläubigkeit und mal ganz davo
n abgesehen, wie sollte er auf eine Erklärung kommen, warum er betrunken spielen sollte… er selbst konnte es ja nicht verstehen.
„Am besten du legst dich gleich hin. Dann geht’s dir bestimmt schnell wieder besser ...“ murmelte Remus leise und strich ihm vorsichtig über die Wange. Auch wenn die Berührung kurz war, spürte Sirius sie heiß glühen. Remus lächelte ihn an und er antwortete darauf so machtlos wie ein Spiegel. Was spielte es für eine Rolle, dass er jetzt hier im Bett lag und sich wahrscheinlich noch etliche Stunden langeilen würde, bevor er Schlaf finden konnte. Remus Lupin störte es nicht, dass er sich an ihn ran hing und er hatte ihm über die Wange gestreichelt, da spielte doch sonst überhaupt nichts mehr eine Rolle.

Obwohl er Remus schon so ewig kannte, kam es Sirius vor als würde er ihn noch einmal ganz neu kennen lernen. Auf einmal sah er ihn in einem ganz anderen Licht. Jahrelang hatten alle Scheinwerfer immer das Besondere und Interessante in seinem Leben beleuchtet… ohne zu bemerken dass das Faszinierendeste, überhaupt seit fünf Jahren in dem Bett neben ihm schlief. Remus war etwas Besonderes. Und kein langeiliger Streber wie viele vielleicht dachte. Remus war einfach anders, wenn er einen etwas fragte war er ehrlich interessiert und er fragte nicht nur um sich selbst reden zu hören. Er war so anders wie er und Ewigkeiten hatte er nicht bemerkt, dass genau dieser Effekt ihn eigentlich doch noch besser machte…

tbc: Jungenzimmer Gryffindor
(Das hättte schon viel früher kommen sollen...)


Zuletzt von Sirius Black am Sa Aug 11, 2012 8:07 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Mo Jun 18, 2012 10:28 pm

Lily hatte die Frage noch nicht einmal ausgesprochen als James schon mit einem unbeschreiblichen Lächeln auf dem Lippen mit - ja - antwortete. Das Lachen war ehrlich und auch der Glanz in seinen dunklen Augen kehrte langsam wieder. Sie kicherte noch etwas unsicher doch die Nervosität ließ nach. Sie hatte sich also nicht getäuscht. Er freute sich wirklich. „Du bist dir aber im Klaren, dass ich ein ganz miserabler Tänzer bin oder? Aber bis Weihnachten hab ich ja noch ein bisschen Zeit um zu üben“ Er lachte und beugte sich etwas zu ihr herunter. Auch Lily lachte mittlerweile und spürte wie sich ihre Wangen röter färbten je näher er ihr kam.
Für einen Moment hatte sie vergessen, dass sie noch im Gemeinschaftsraum waren. Sie ließ es einfach geschehen und so lagen die Lippen der beiden Gryffindorschüler erneut aufeinander. Sie schmunzelte ein wenig in den Kuss hinein. Er roch so verdammt gut. Völlig abgeschieden von der Außenwelt legte sie ihre Hände in seinen Nacken und schloß die Augen. Nur kurze Zeit später spürte sie wie er seine Hände um ihre Hüften lag und sie noch näher an sich heran zog. Gerade in dieser Sekunde waren sie sich körperlich so nahe wie noch nie. Doch plötzlich ließ James etwas locker und Lily öffnete automatisch ihre grünen Augen. Ihre Wangen waren vorher schon gerötet doch nun musste ihr ganzes Geischt einer Tomate gleichen. Einige der Schüler starrten die beiden an. Teilweise belustigt und teilweise eifersüchtig - natürlich hauptsächlich weibliche Schüler. Einige standen auch nur mit offenem Mund da. Das mussten diejenigen sein die überhaupt nichts mit bekamen und für die absolut neu war das Potter jetzt mit Evans zusammen war. Lily versteckte ihr Gesicht etwas beschämt an James Brust. Wie hatte sie nur vergessen können das sie hier nicht alleine waren? Der Gedanke daran von einigen Zauberern und Hexen beim knutschen beobachtet zu worden sein gefiel ihr überhaupt nicht! Es war gar furchtbar! Wie hatte sie sich nur so gehen lassen können? Glücklicherweise hatte währenddessen die Musik angefangen zu spielen und viele der Schüler waren schon mit Tanzen beschäftigt, so dass wenigstens nicht aller Aufmerksamkeit den beiden galt - aber die paar waren auch schon genug!
James lachte kurz auf und flüsterte ihr dann leise zu ob sie irgendwo hin gehen sollten wo sie *ungestört* sind. Die rothaarige Hexe sah ganz langsam zu ihm auf. Das hörte sich ja an.. Doch als sie in sein schönes Gesicht sah musste sie schmunzeln. *So* hatte er das bestimmt nicht gemeint. Immerhin gab es für die beiden noch einiges zu besprechen. Und hier war das heute Abend definitiv nicht möglich. Es war zu laut und außerdem gingen sie so wieder die Gefahr ein, dass sie irgendjemand doch störte.
Es war Lily wirklich ganz Recht, dass er diesen Vorschlag gemacht hatte. Sie nickte ihm zu und überlegte kurz. Es musste ein Ort sein, an dem sie schnell gelangen konnten. Sie wollte nicht zu dieser späten Stunde durchs ganze Schloß irren. Das war schließlich verboten.. Genau genommen war es auch verboten den Gemeinschaftsraum jetzt überhaupt zu *verlassen*, aber darüber machte sie sich gerade keine Sorgen.
Schließlich fiel ihr ein Ort ein. Ein Platz an dem sie sich ohne hin gerne aufhielt und in der Nacht war es dort oben ohnehin am schönsten. Sie ergriff die Hand des Potters und zog ihn abermals mit sich. Die meisten Schüler waren inzwischen wirklich dabei sich Tanzpartner zu suchen oder unterhielten sich angeregt. So gelang es den beiden sich unbemerkt aus dem Raum zu schleichen. Vielleicht hatte sie doch der ein oder andere Schüler gesehen, und wenn schon? Unter ihnen war kein Verräter. Wenn jemand petzen würde, dann gäbe es Abzug für Gryffindor. Und wer wollte das schon?

"Wohin entführst du mich denn jetzt?" fragte James mit einem lächeln auf den Lippen und Lily musste sich ein Kichern verkneifen. "Sssccchhhh... leise.. Das wirst du schon sehen!" Sie liefen weiter, bis sie an einer großen Wendeltreppe angelangt waren die zum höchsten Turm des Schloßgebäudes führte. Nun hatte James verstanden und eine weitere Frage nach ihrem Ziel erübrigte sich. Kurz machte sich Lily Gedanken ob sie dort oben wirklich alleine waren oder ob vielleicht jemand anderes auch diesen Ort für seine Zweisamkeit gewählt hatte.. Vorsichtig trat sie auf die letzte Stufe und sah sich um. Erleichtert atmete sie aus als sie auf der großen Aussichtsplattform des Astronomieturms niemanden entdeckte. Sie waren also allein. Die Hexe lächelte und wand sich zu James um, nahm seine beiden Hände in die ihren und zog ihn abermals mit sich. Sie lief rückwärts bis sie hinter sich die Mauer spürte die ihr bis zu den Rippen reichte. Normalerweise war ihr an dieser Stelle immer etwas mulmig. Es war wirklich ganz schön hoch und wenn sie dort runter fiel würde sie sicherlich auch kein Zauber mehr retten können. Sie mochte solche Höhen nicht. Doch die Aussicht war umwerfend und der Sternenhimmel faszinierend.
Schon bei ihrem ersten Astronomie-Unterricht in der ersten Klasse wusste sie, dass dies eins ihrer Lieblingsfächer werden würde. Die Sterne und das Weltall waren einfach wundervoll. Kein Wunder also, dass Lily auch in diesem Fach meistens die Bestnote erhielt. Wenn sie sich für etwas begeisterte, dann fiel es ihr auch leicht zu lernen.
Die Faszination für diese weite, wundervolle Aussicht und die Tatsache das im Moment James das Wichtigste war, ließen sie ihre Angst vor der Höhe vergessen. Und so legte sie ihre Arme um den Körper des Potters und lehnte ihren Kopf gegen sein Schlüsselbein. Sie fühlte wie er die Berührung erwiederte und lächelte still in sich hinein.
"Ich kann übrigens auch nicht tanzen Bambi." Sie lachte leicht auf und sah ihm nun wieder in seine dunklen Augen die sie so fasziniert betrachteten. Manchmal kam es ihr so vor als sehe er sie an als wäre sie eine Art Illusion. Als hätte er Angst sie könnte jeden Moment verschwinden. Sie sah dem schwarzhaarigen Jungen lange einfach nur an, bis sie sich etwas größer machte und ihre Lippen erneut auf die seinen legte.

tbc: Astronomieturm

((Sry, dass es doch länger gedauert hat - und das es diesmal nicht so viel ist ._.))
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Remus Lupin
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Fr Jul 13, 2012 10:42 pm

cf: Jungenzimmer – Potter / Black / Lupin / Pettigrew / Longbottom / Tonks

Einen Tag vor Vollmond kam Remus sich so rastlos vor wie ansonsten nie im Monat. Bisher hatte er noch in kaum einer Nacht vor Vollmond ausreichend Schlaf bekommen und der Gedanke sich in sein Bett zu legen und von einer Seite auf die andere wälzen zu müssen und doch keinen Schlaf zu finden kam ihm nicht besonders verlockend vor.
Der Gemeinschaftsraum war etwas leerer geworden, doch noch immer spielte Sirius Rockmusik lautstark durch den Raum. Remus trat an die kleine Snackbar die James aufgebaut hatte – beziehungsweise hatte er einfach alle Süßigkeiten und Getränke auf einen Tisch geschmissen – und nahm sich ein großes Stück Schokolade.
Dann sah sich Remus in Raum um, sein Blick fiel zu der hinteren Ecke wo er zuletzt James und Lily gesehen hatte, doch diese war verlassen. Wo sie wohl hingegangen waren? Sicherlich wollten sie eine Weile alleine sein …
„Hoffentlich lassen Sie sich Zeit“, dachte Remus urplötzlich und er merkte wie sich bei diesen Gedanken ein leichter Rosaschimmer auf seine Wangen legte. Der Lupin wusste das James in der Vergangenheit nicht ganz so zimperlich gewesen war – natürlich nicht zu vergleichen mit der Skrupellosigkeit die Sirius an den Tag legte – doch Remus sollte es eigentlich besser wissen und ahnen das Lily für James etwas anderes, etwas besonderes war und er ihr vermutlich jeden Wunsch von den Lippen ablesen würde.
Remus Blick wanderte weiter zu der Sesselgruppe vor dem Kamin, in dem nun nur noch die Kohle rot glühte. Peter fläzte auf einer der Sessel, ein halbausgetrunkenes Butterbier in der Hand und offensichtlich tief und fest schlafend.
Remus grinste etwas. Sicherlich würde der Pettigrew morgen ziemliche Rückenschmerzen haben, doch Remus ahnte das er einen schlaftrunkenen Peter nicht in den Schlafsaal schleppen konnte ohne sich einen Hexenschuss zu zuziehen.
Auf der improvisierten Tanzfläche bewegten sich noch eine handvoll Schüler zum Takt der Musik und in einer dunklen Ecke knutschte ein Pärchen herum. Auf einmal wurde Remus bewusst wie unfassbar fremd er sich diesen Menschen fühlte. Als würde er sie kaum kennen oder als wären sie eine ganz andere Gattung von Mensch. Nichts hatte er mit diesen Schülern gemein … Er würde niemals in einer dunklen Ecke herumknutschen oder zu Rockmusik tanzen als wäre es egal was er tat, als würde er sich einfach nicht darum scheren was andere von ihm hielten. Und letztendlich … vielleicht stimmte es sogar, vielleicht war er einfach nicht dafür gemacht so zu fühlen und zu denken wie sie. Vielleicht war er einfach anders, aus dem Grund weil er nicht so war wie sie, weil er schlussendlich … kein Mensch war.
Remus seufzte leise. Wieso musste er nun wieder beginnen sich über so etwas Gedanken zu machen? Das war nicht in Ordnung und es würde ihn nur unglücklich machen …
„Du willst nur nicht darüber nachdenken, weil du weißt das es die Wahrheit ist“, sagte eine gehässige Stimme in seinem Hinterkopf, doch Remus nahm sich vor nicht auf sie zu hören, dieses Mal nicht. Vielleicht würde die Nacht vor Vollmond vergehen, ohne dass er eine Träne vergoss, nur dieses eine Mal …
Also wandte sich Remus von der kleinen Menschenmenge ab, die ihn nicht beachtete, weil er nur der etwas schräge, sehr schüchterne Remus Lupin war der mit niemanden außer den Rumtreibern richtig sprach und komischerweise immer wieder in die größten Fettnäpfchen trat.
Remus dachte sich, dass es vielleicht doch besser wäre wenn er Peter wecken und zusammen mit ihm in den Schlafsaal gehen würde. Vielleicht könnten sie noch etwas Hausaufgaben machen, was hieß das Peter seine bereits erledigten Arbeiten abschreiben würde. Doch dann sah Remus Alice in einer Ecke der Coach sitzen.
Sofort ging Remus auf sie zu und setzte sich neben sie.
„Hey“, sagte er leise. „Hör mal Alice, Sirius hat das alles nicht so gemeint. Er kann es einfach nicht vertragen zu verlieren und das sein Bruder dann noch eine Rolle gespielt hat … tja, das ist nicht so einfach für ihn, okay?“ murmelte Remus leise und er wusste nicht wie oft er sich nun schon für seinen Freund entschuldigte. Eigentlich tat er das doch ständig. Bei Professor McGonagall gefühlte hunderte Male, bei den anderen Professoren und den Mädchen denen er das Herz brach … Doch trotzdem würde er niemals damit aufhören, seine Freunde aus irgendetwas rauszuboxen, das war einfach seine Aufgabe, weil er anscheinend „vertrauenswürdig“ war – so abstrus es auch war einen Werwolf als vertrauenswürdig zu betiteln.
„Am besten du sprichst ihn nicht mehr darauf an, in Ordnung? Er wird sich eh nicht entschuldigen“, sagte Remus dann noch und er wusste das es eigentlich etwas unhöflich war Alice darum zu bitten die Sache auf sich beruhen zu lassen, denn Sirius hatte sich wirklich nicht ordentlich benommen, doch Remus hatte Angst das noch ein Gryffindor mit ihm sprechen und nebenbei Regulus erwähnen würde. Remus wusste das Sirius das nicht gut tat und zu sagen s der Black sich für seine Familie entschieden hatte, nachdem er sich doch größtenteils von ihr abgewendet hatte und er nur noch mit Andromeda sprach war nicht gerade klug. Und Regulus war eh Sirius Schwachpunk, das war schon immer so gewesen …
„Mach dir nichts draus Alice, das wird schon wieder. Wo ist eigentlich Frank?“, fragte er dann noch leise und biss abermals in seine Schokolade. Hoffentlich würde Alice Sirius sein Verhalten nicht ganz so krumm nehmen, Remus wollte nicht das sie traurig war. Sicherlich war es für die Kapitänin der Hausmannschaft schon schwer genug das erste Spiel der Saison zu verlieren, da sollte sie nicht auch noch traurig sein wegen Sirius, der vermutlich kein bisschen Reue zeigen würde, weil Sirius zu der Gattung Mensch gehörte die niemals irgendetwas bereute.


(( Tut mir Leid das es solange gedauert hat Alice. Ich weiß, dass du momentan eig. kaum da bist. Aber ich hab gedacht, ich spreche dich trotzdem nochmal an ... ))
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Sa Jul 14, 2012 1:32 am

Der junge Gryffindor brauchte doch länger als er erwartet hatte beim duschen. Er war durch das Spiel einfach viel zu verschwitzt und dreckig geworden. Wahrscheinlich waren schon alle im Gemeinschaftsraum und hingen ihren trüben Gedanken nach oder beschuldigten sich selbst. Hoffentlich machte keiner seine Alice runter. Sie hatte keine Schuld das sie verloren hatten. Klar als Kapitän trägt man immer die Verantwortung, doch sie waren ein Team und ein Team muss immer zusammenhalten und kann sich nicht gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben.
Nach gut 20min war Frank dann endlich fertig und zog sich schnell frische Klamotten über, die er immer in seiner Freizeit trug.
Im Schlafsaal war es ruhig, also behielt er recht und alle waren schon unten.
Er durchquerte schnell das Zimmer, öffnete die Tür und sofort kam ihm die voll Lautstärke der Schüler, aus dem Gemeinschaftsraum entgegen. Nicht so wie sonst durch Liedgesänge und Siegesrufen, ehr waren es nur Unterhaltungen, die wohl auch quer durch den Raum gehalten wurden oder, wie er schon vermutet hatte, Beschuldigungen das sie verloren hatten.
Als er in den Raum trat hielt er erstmal ausschau nach bekannten Gesichtern, sprich seine Freunde.
Doch auf den ersten Blick konnte er erstmal keinen Ausmachen.
Er lief einwenig weiter und plötzlich sah er zwei auf einer der hinteren Couchen sitzen. Nah am Feuer so wie sie es gern hatte.
Alice hatte einen traurigen Gesichtsausdruck und starrte in die Flammen. Neben ihr saß Remus, der anscheind beruhigend auf sie Einredete. Was war denn passiert?? So lange war er auch nicht weggewesen.
Langsam ging er auf die beiden zu und erhasschte noch den Schluss des Gespräches.
„Mach dir nichts draus Alice, das wird schon wieder. Wo ist eigentlich Frank?“
WAS SOLL SCHON WIEDER WERDEN??
Frank überbrückte die letzten Meter und setzte sich auf die andere Seite neben seine Alice.
"Hey Schatz, Hallo Remus. Was ist denn passiert?"
Besorgt blickte er auf seine Freundin die immer noch nichts sagte oder sich rührte. So kannte Frank die Brown überhaupt nicht und da sie scheinbar auch in den nächsten Minuten nichts sagen wird blickte er hilfesuchend zu Remus. Vielleicht konnte er ihm sagen was mit Alice war und sie beide könnten sie wieder aufmuntern.


(Sorry das es nur so wenig ist, ich bin im Stress wegen meinem Auslandjahr aber ich hatte schon so lange nicht mehr Frank gepostet)
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Do Jul 19, 2012 11:58 pm

cf: Haus Slytherin ~ Jungenzimmer - Snape / Lestrange / Black / Malfoy

Nachdem der Versuch mit den kleine Doxies nicht funktioniert hatte flog der kleine Peeves missmutig weiter durch die Gänge von Hogwarts. "So ein Mist, so ein Mist, ich brauch eine neue List!". Weiter auf der Suche nach seinem nächsten Opfern flog der kleine Quälgeist weiter durch Hogwarts, weg von den Schlafräumen der Slytherin. Ihm waren diese ständig mies gelaunten Tunichtgute momentan viel zu langweilig. Für ihn sind gutgelaunte Personen viel quälenswerter, die ärgern sich wenigstens so richtig. Am liebsten mochte er es die Gesichter zu beobachten, wie sie von einem Moment auf den Anderen eine ganz andere Farbe und Mimik bekamen. Der kleine Geist kicherte sein altbekanntes gackern und erfüllte somit die Flure für einen kurzen Moment in ein grausiges zittern. Er nahm keinen direkten Weg, da er selbst noch nicht genau wusste wo er hin wollte.
Ein Gekicher und Gelächter in den Gängen Richtung Slytherin machten ihn Aufmerksam. Kurz gingen seinen Gedanken zurück und er überlegte ob er nicht doch die Chance nutzen sollte und den Slytherin, die jetzt ja gute Laune hatten, eins auszuwischen. "Nein nein, die sind so schmutzig noch vom Spiel, die sollen heute werden nicht mein Ziel." Peeves nahm bei der nächsten Kurve den linken Flur und flog weiter Richtung Gryffindor. Zwar waren diese momentan nicht allzu gut drauf, aber gerade das könnte dazu führen das der ein oder anderen einen gewaltige Wutausbruch bekam. Die meisten dieser Löwenschädel sind guter Laune und sind daher in den meisten Fällen liebe Seelen die man so richtig zum ausbrechen bringen kann. Peeves flog durch die äußere Hauswand raus an die Frischluft und zischte nach oben zum Gryffindorturm. Durch die Fenster sah er wir ein großgewachsener Jüngling gerade dabei war nach unten Richtung Gemeinschaftsraum zu stapfen. Peeves flog durch die Hauswand wieder zurück ins Innere und versteckte sich hinter ihm. Vorsichtig flog er im Schatten des Jungen hinunter zu den andern Gryffindor die sich zusammengerottet hatten um über das Geschehen, was auf dem Quidditch-Feld vorgefallen war, zu diskutieren und zu tratschen. Viele verheulte, wütige oder tröstende Gesichter erblickte er und merkte nicht das sich sein „Schutzwall“ in die hintere Ecke des Raumes navigierte. Der kleine Wicht flog rüber zum prasselnden Kamin und setzte sich auf die verzierten Ornamente und beobachtete das Geschehen. Die Gesichter der Menschlinge waren so aufgewühlt und dies führte dazu, dass Peeves diese drei als nächste Opfer auserkoren hatte. Unsichtbar flog er etwas weiter runter und hockte sich passend platziert in den Kamin und puste mit ganzer Kraft den losen Ruß in die Luft. Eine riesige Staubwolke breitete sich über den halben Gemeinschaftsraum aus. Mit einem lauten lachen flog der Zwerg durch die Luft und wirbelte den Ruß immer wieder neu auf. Mit seinen schwarzen Händen patschte er immer wieder herumwirbelnden Kindern ins Gesicht, auch denen drei die noch so bekümmert in der Ecke standen. „Frisch und rein ist keins eurer Kleidelein und ihr nehmt euch traurig in Augenschein.“ Im nächste Moment war der Giftzwerg auch schon wieder unsichtbar und im Nichts verschwunden.


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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Fr Jul 27, 2012 11:22 am

Auf Remus hilfesuchend dahin gestotterte Worte hatte Alice einige Augenblicke später nichts erwidert. Anscheinend hatte sie der Streit mit Sirius und das verlorene Qudditch-Match mehr mitgenommen als Remus ahnte. Aber wie sollte er sich in Alice auch hinein versetzten? Qudditch war ihm mehr als nur egal und mit Sirius stritt er sich so selten und wenn gab Remus als Klügere einfach nach und suchte das Weite. Aber trotzdem – er wusste wie verletzend Sirius sein konnte und auf eine Entschuldigung von seiner Seite durfte Alice nicht einmal hoffen.
Ein Moment später spürte Remus einen Blick und er sah schnell auf: Frank Longbottom kam auf die Coach zugerauscht. Der Gryffindor warf einen fragenden Blick zwischen Remus und Alice hin und her, ehe er wohl die traurige Miene der Brown bemerkte.
Mit einem stummen Seufzen setzte sich auf Alices andere Seite.
„Hey Schatz, Hallo Remus. Was ist denn passiert?" Remus sah den besorgten und aufrichtigen Blick den Frank Alice zuwarf.
Remus schaute schnell in die andere Richtung, zurück auf die warme Glut im Kaminfeuer. Wie es sich wohl anfühlte … so aufrichtig zu lieben? Frank und Alice waren erst so kurz ein Paar, genau genommen erst seit der Zugfahrt nach Hogwarts – so lange hatten sie ihre Gefühle für einander verborgen, nun mussten sie das nicht mehr und sie zeigten nur zu gerne das sie ein Paar waren. So wenig Zeit und schon waren sie so aufrichtig und liebevoll zueinander. Wie mochte das wohl sein? Sich nicht verstellen zu müssen, so zu sein wie man wirklich war und trotzdem zu wissen das man nicht nur geschätzt, oder akzeptiert sondern sogar geliebt wurde?
Remus wusste dass er niemals erfahren würde wie sich dieses Gefühl jemals anfühlen würde. Er hatte es sich bereits vor langer Zeit verboten solch starke Gefühle zu empfinden und wenn er sich irgendwann gegen seinen Willen und sein besseres Wissen verlieben würde, könnte er niemals zeigen wer er wirklich war. Er würde sich immer verstellen müssen – sich sogar verstellen wollen, weil er sich schämte. Letztendlich zu recht … wer liebte schon einen Werwolf, wer liebte schon eine … Bestie?
Doch als Remus aus dem Augenwinkel sah wie Franks Blick von Alice zu ihm wechselte, versuchte er schnell den Kloß in seinem Hals herunter zu schlucken und seine Gedanken wieder ins hier und jetzt zu befördern.
Frank warf seinem Zimmerpartner einen hilfesuchenden Blick zu. Remus unterdrückte ein kleines Stöhnen – irgendwie hatte er gerade nicht das Gefühl das alles erklären zu können, irgendwie wollte er gerade nicht stark sein. Doch dann sah er zu Alice hinüber, in ihre traurigen Augen und ihre verständnislose Miene. Selbst wenn sie es nicht übers Herz brachte Frank alles zu berichten, so hatte er doch ein Recht es zu erfahren und Remus ahnte das es Alice bald besser gehen würde, wenn Frank sie verstehen und trösten würde.
Remus seufzte leise, dann drehte er sich etwas zu Frank um. „Alice und Sirius hatten einen Streit. Sie haben sich gegenseitig vorgeworfen das sie Schuld daran sind das wir verloren haben“, sagte er leise und verdrehte kurz die Augen um zu zeigen wie wenig er von dieser Auseinandersetzung hielt.
Frank zog fragend eine Augenbraue hoch, als wollte er sagen „ist das alles?“ oder vielleicht war ihm auch einfach klar das Remus Einzelheiten ausließ.
Aber der Lupin fühlte sich gerade mehr als unwohl. Ein unparteiischer Teil in seinem Kopf behauptete nämlich mit Fug und Recht das alleine Sirius daran Schuld war das Alice nun so traurig und erschüttert war. Der Black hatte mit diesen unsinnigen Anschuldigungen begonnen und war sicherlich nicht gerade zimperlich mit der Brown gewesen.
Doch Remus … war loyal. Niemals würde er sich mit Frank und Alice zusammen setzten und über seinen besten Freund lästern. Niemals und deswegen verdrückte er sich auch seine Meinung und sagte keinen weiteren Ton mehr. Er würde immer zu Sirius stehen, ganz egal was sich dieser leistete. Die Rumtreiber hielten zusammen, egal was komme – das hatten sie sich bereits in der ersten Klasse geschworen und wie dämlich und kindisch das auch klang, Remus hielt daran fest. Vielleicht weil es die einzige Konstante in seinem Leben war, das einzige woran es sich zu festhalten lohnte.
Remus zuckte leicht mit den Schultern und strich Alice einmal freundschaftlich über den Rücken. „Morgen ist es bereits wieder Schnee von gestern. Sirius hält sich mit Auseinandersetzungen nicht so lange auf“ – in seinen Gedanken fügte er noch hinzu: „Und wahrscheinlich ist er gerade so betrunken, das er sich morgen an nichts mehr erinnern wird!“
Remus unterdrückte ein Lächeln bei diesen Gedanken, doch im nächsten Augenblick wischten alle Gedanken aus seinem Kopf, den eine Staubwolke aus Ruß und Asche wirbelte in die Luft und direkt in Richtung der Coach auf die er und seine beiden Freunde saßen.
Schnell schlug sich Remus eine Hand vor Mund und Nase und hielt die Luft an.
Ein schrilles Lachen rauschte durch die Luft – doch der Urheber dieses Scherzes war nirgends zu sehen. Im gleichen Augenblick spürte der Lupin einen dumpfen Schlag gegen sein Gesicht, als hätte ihn jemand mit flacher, kleiner Hand auf die Wange geschlagen.
Remus wusste wer hinter dieser Ruß-Attacke steckte. Kreativität war noch niemals seine Stärke gewesen …
„Peeves“, schrie Remus aufgebracht und atmete dabei jede Menge lose Asche auf, die ihn schrecklich zum husten brachte. „Ver-verschwinde … sofort aus dem Gemeinschaftsraum. Professor McGonagall hat dir schon hu-hunderte Male gesagt du sollst hi- … hier nicht aufkreuzen“, sagte Remus laut und die Tatsache das er bei jedem vierten Wort husten musste, ließ seine kleine Rede nicht so autoritär klingen wie er sich das eigentlich erhofft hatte.
„Und mal ganz ehrlich … Ruß aufwirbeln, Stinkbomben und Tintenkügelchen – ist dass das einzige was dir noch einfällt? Wirklich über solchen Kinderkram sind wir seit der ersten Klasse hinaus“, lachte Remus leise und er hatte nicht den leisesten Schimmer woher er den Mut für diese Worte nahm. Immerhin war er alleine, keiner der Rumtreiber stand ihm hilfreich zu Seite. Außer Peter vielleicht, aber bevor man den wach bekommen würde, würden Minuten vergehen, während dessen Remus möglicherweise unter einem Hagel von Tinten-Spucke-Kügelchen vergehen würde …
Remus machte sich für das Schlimmste bereit und reckte stolz die Brust raus – als würde ein Vertrauensschülerabzeichen Peeves vor irgendwelchen Dummheiten abhalten.
Letztendlich wusste Remus nicht wie der Poltergeist zu ihm oder seinen besten Freunden stand, denn Peeves musste wissen das sie oftmals für jede Menge Wirbel in der Schule sorgten – da stellte sich nur noch die Frage ob Peeves es egal war wer dafür verantwortlich war das sich die Lehrer und Filch grün und blau ärgerten oder ob er der Meinung war das die vier Gryffindors ihm irgendwie die Schau stahlen.
Etwas unsicher sah Remus sich im Gemeinschaftsraum um. Ob Peeves sich noch zeigen würde? Aber möglicherweise war er längstens verschwunden und ging jemand anderem auf die Nerven – hoffentlich.

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Alice Brown the first
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   So Aug 12, 2012 8:39 am

Alice schmeckte die Worte auf der Zunge. Etwas in ihr war übergeschwappt, etwas das nie zum Vorschein kam... Sie war sauer, aber Sirius hatte keine Schuld daran, er war ihr Opfer geworden. Die ganze letzte Zeit bestand für sie aus Druck und Leid und alles brach in dieser Sekunde heraus. Sie hatte Unrecht, genauso wie er, doch sie kostete so etwas normalerweise nicht aus. Über sie sagte man, dass sie genügsam sei, dass sie fair war, freundlich, nett, zuvorkommend aber nicht ungerecht. Sie fand sich selbst schrecklich. Die Worte waren bitter, niemand dachte daran, dass sich Alice damit selbst verletzt hatte, sich selbst etwas klar gemacht hatte: Sie kann zwar so gut sein, wie sie will, doch irgendwann kann sie nichts mehr vorspielen, irgendwann kommt es zum Vorschein. Sie schluckte viel zu oft alles herunter, sie müsste einfach mal Nein sagen, einfach mal nicht treudoof sein, es einfach mal nicht allen recht machen wollen...

Die Stimme von James riss sie aus ihren Gedanken: „Bist doch selber Schuld, Brown, wenn du nicht durchgreifst und ihn dazu zwingst zum Training zu kommen, als Kapitän einer Quidditchmannschaft musst du genau das können: durchgreifen. Ich höre jetzt zum ersten Mal, dass du Sirius vorwürfst nicht zum Training gekommen zu sein. Was eigentlich nicht wirklich wahr ist, denn ein paar Mal war er schon da und außerdem hat er heute seinen Job als Treiber doch erfüllt oder hast du die Stirn von Winston noch gar nicht gesehen?“ Sie war noch nie so froh gewesen seine Stimme zu hören, sie hatte zwar keine Angst gehabt vor einer Reaktion von Sirius, jedoch wollte sie nicht, dass der Streit ausartete. Sie machte niemandem Vorwürfe, auch wenn sie etwas ärgerte, sie wollte auch niemandem etwas reindrücken und doch war es heute geschehen.
Der Junge hatte zwar Alice beruhigt, doch Sirius schien, als wolle er sich doch noch verteidigen, doch glücklicherweise sah die Brown eine rote Mähne.
„Schluss jetzt damit! Was soll dass denn? Wisst ihr wie ihr euch anhört? Dass ist doch genau das, was die Slytherins wollen! Was glaubt ihr wohl würden die machen wenn sie euch jetzt sehen könnten? Sie würden sich tot lachen! Köstlichst amüssieren über euch! Ihr seid eine Mannschaft! Niemand von euch hat allein daran Schuld das ihr verloren habt! Es war schließlich nicht eure Spielart sondern der Schnatz der den Slytherins die Punkte verschafft hat! Und ganz ehrlich man braucht kein Quidditch-Spieler zu sein um zu wissen dass das Fangen des Schnatzes auch sehr viel mit Glück zu tun hat! Bellatrix hat einfach Glück gehabt. Na und? Sollen sie sich doch feiern lassen und in ihrer eigenen Ruhm und Eitelkeit baden! Sollen sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen! Das Jahr hat erst angefangen und wir werden ja sehen wer den Pokal am Ende bekommt!“ Lily war aufbrausend, sehr aufbrausend, doch genau deswegen war sie Vertrauensschülerin geworden, weil man sich auf sie verlassen konnte, sie wusste vielleicht nicht jeden Zauberspruch oder jede Lösung, aber in der Gesellschaft blühte sie auf.
Mit ihrer zarten, verletzlichen Stimme sprach sie weiter: „Ich weis nicht was Sirius zu dir gesagt hat Alice, aber du weist das sein Verhalten niemals Schuld sein kann. Er hat sich für seine Familie entschieden. Und ganz ehrlich.." Ihr blick suchte kurz den von Sirius, bevor sie sich wieder Alice zuwand. "ich hätte das selbe getan. Du weist wie ich zu meiner Schwester stehe... oder sie zu mir. Aber egal was sie tut, sie ist meine Schwester und ich würde sie genau so schützen.“ Es war keine leichte Geschichte die Lily mit nach Hogworts nahm. Ihr Leben war zu Hause nicht so perfekt, wie das von Alice. Viele sagten, dass die Brown's eine britische Vorzeigefamilie waren, doch bei den Evans' war das anders...
„Ihr seid ein Team verdammt nochmal! Ihr habt noch genug Spiele vor euch um zu zeigen was ihr könnt! Aber wenn ihr euch *so* verhaltet, schafft ihr es nicht!“, brüllte sie wieder leicht in die Runde. Sie atmete tief aus, in ihr kam Ruhe auf. RUHE. Sie lächelte ihrer Freundin zu, die mit James verschwand und setzte sich mit einem Glas Wasser an den Karmin.

Sie lies ihre Seele baumeln. Sie dachte über alles nach, was sie seit beginn dieses Schuljahr gestört hatte, was sie alles belastet hatte. Sie gehörte zu den Menschen, die still litten. Sie wollte niemandem Sorgen machen. Nein, sie machte sich Sorgen um Andere, aber nicht um sich selbst. Der Gemeinschaftsraum leerte sich. Sirius war gegangen, er hatte einiges getrunken. Sie hoffte, dass er nicht wegen ihr soviel getrunken hatte. Er gehörte einfach nicht zu ihren Freunden, die Beiden hatten schon immer Probleme gehabt. Naja, Sirius uns sein Stierkopf, lachte sie. Nicht viele Menschen kamen mit ihm Dauerhaft klar...

Plötzlich setzte sich Remus neben sie. „Hey! Hör mal Alice, Sirius hat das alles nicht so gemeint. Er kann es einfach nicht vertragen zu verlieren und das sein Bruder dann noch eine Rolle gespielt hat … tja, das ist nicht so einfach für ihn, okay? Am besten du sprichst ihn nicht mehr darauf an, in Ordnung? Er wird sich eh nicht entschuldigen. Mach dir nichts draus Alice, das wird schon wieder. Wo ist eigentlich Frank?“, sagte er leise uns aß ein wenig Schokolade.

Noch bevor sie antworten konnte kam Frank, er setzte sich besorgt neben sie und fragte: „Hey Schatz, Hallo Remus. Was ist denn passiert?“ Alice schaute ihn lieblich an, sie streichelte leicht seine Wange und lies Remus sprechen.
„Alice und Sirius hatten einen Streit. Sie haben sich gegenseitig vorgeworfen das sie Schuld daran sind das wir verloren haben. Morgen ist es bereits wieder Schnee von gestern. Sirius hält sich mit Auseinandersetzungen nicht so lange auf.“. Alice musste Schmunzeln, Sirius hatte so viel getrunken, dass er das ganze morgen vergessen hätte...

Sie wollte abermals ansetzten, doch dann blies ihnen einen riesige Staubwolke aus Asche und Ruß entgegen. PEEVES! Remus schrie in die Luft: „Peeves! Ver-verschwinde … sofort aus dem Gemeinschaftsraum. Professor McGonagall hat dir schon hu-hunderte Male gesagt du sollst hi- … hier nicht aufkreuzen. Und mal ganz ehrlich … Ruß aufwirbeln, Stinkbomben und Tintenkügelchen – ist dass das einzige was dir noch einfällt? Wirklich über solchen Kinderkram sind wir seit der ersten Klasse hinaus“ Alice lachte. Sie hatte ihren Kumpel noch nie so erlebt. Durch ihre Bewegung wirbelte sie die Asche von neuem auf und musste wie die Anderen husten. Mit einem Griff nahm sie sich Remus Zauberstab. Sie hatte ihren im Zimmer gelassen. Ohne den Zauberspruch auszusprechen wirkte er. Der ganze Dreck wirbelte auf und ging zurück in den Kamin. Es war, als wäre Peeves nie dagewesen.

Sie lächelte Remus an und erklärte: „Ist schon okay Remus. Du musst dich nicht für ihn entschuldigen, obwohl das sehr lieb ist. Ich finde es toll, wie du versucht alles Leid von ihm abzuhalten...“ Die Brown wollte ihre Hand auf seine Schulter legen, doch sie lies es bleiben, denn sie wusste – Remus mochte keinen Körperkontakt.
„Mir geht es gut. Es ist doch egal, was Sirius über das Spiel denkt, was er morgen über heute noch weiß, er kann froh sein, dass er dich als Freund hat. Ohne dich wäre er aufgeschmissen, glaub mir.“
Sie drehte sich zu Frank. Ganz leicht küsste sie ihn.
„Ich liebe dich!“, flüsterte sie ihm ins Ohr.
Die große Uhr schlug zur vollen Stunde, die restlichen Feiernden waren in der Zwischenzeit schon gegangen und so stand Alice auf.
„Wir sollten jetzt auch schlafen gehen.“, sagte sie fürsorglich. Die Beiden begleiteten sie noch bis zum Treppenaufgang und dann verschwand die Brown schon im Turm zu den Mädchenzimmer.

Leise schlich sie in ihr Zimmer, zog sich um und legte sich in ihr Bett. Sie war erschöpft und schlief schnell ein.

tbc.: Gryffindor Mädchenzimmer

(((sorry, dass ich so spät bin und dass er post auch nicht so toll ist)))
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BeitragThema: Re: Gryffindor Gemeinschaftsraum   Di Aug 14, 2012 9:11 am

Als Remus das letzte Kapitel im ‚Verwandlung heute’ aufschlug, ließ er kurz seinen Blick durch den leeren und dunklen Gemeinschaftsraum gleiten. Das Feuer im Kamin war längstens herunter gebrannt, die Party hatte ein wildes Durcheinander an Flaschen, Papieren und Zigarettenstummeln hinterlassen. Remus seufzte. Vermutlich schliefen nun alle friedlich und ruhig in ihren Himmelsbetten, nachdem sie sich beim tanzen verausgabt hatten.
Der Lupin versuchte sich erneut auf den Inhalt des Kapitels zu konzentrieren, doch seine Gedanken schweiften immer wieder ab und bildeten ein eigenartiges Durcheinander in seinem Kopf. Die eine Sekunde dachte er daran wie er Alice getröstet hatte, er sah sie vor seinen Augen seinen Zauberstab greifen und zaubern, er sah wie er sie verabschiedet hatte und fühlte die leise Besorgnis wenn er an ihr trauriges Gesicht dachte. Doch bereits in der nächsten Sekunde hasste er sich beinahe für dieses Mitgefühl. Was hatte sie schon für Probleme? Mit welchen Lastern hatte sie schon zu kämpfen? Es war nichts! Nichts im Vergleich zu dem was er durchmachen musste … Doch Remus verabscheute sich für diese Gedanken. Dieser Hass, dieses Unverständnis – nichts von alle dem passte zu ihm. Nichts von alle dem würde er wirklich fühlen, wenn dies eine normale Nacht wäre. Immerhin war Alice seine Freundin …
Remus seufzte leise und versuchte sich erneut auf sein Buch zu konzentrieren.
Für die Verwandlung von komplexeren Tieren ist hohe Konzentration erforderlich. Man sollte die Zauberformel bereits an wirbellosen Tieren geübt haben, falls dies erfolgreich war, kann man mit den nächsten Schritten fortfahren …“
Die Buchstaben verschwammen vor Remus Augen und der hellleuchtende Mond, der durch das kantige Fenster in den Gemeinschaftsraum strahlte, zog seinen Blick an, wie die Motten das Feuer. Beinahe kreisrund stand er am Himmelszelt, nur umgeben von einer handvoll Sternen, die in seinem Glanz zu verblassen schienen. Dieser Anblick könnte etwas schönes, etwas romantisches haben, würde Remus nicht alles an ihm verabscheuen.
Remus spürte wie sich beim Anblick des Mondes der Wolf in ihm rührte. Nicht leicht und sanft, wie die restliche Zeit des Monats, sondern aggressiv und mit ganzer Macht. Er spürte dass seine Zeit bald gekommen war und die Dunkelheit der Nacht weckte ihn und machte ihn hellwach und hungrig. Er gierte gerade zu danach wieder die Macht über diesen Körper zu gewinnen, doch Remus biss die Zähne zusammen und verzog das Gesicht. Wie er dieses Gefühl hasste. Mit aller Kraft versuchte er den Wolf in seine Schranken zu weisen und seine Gedanken zu sammeln. Dies war sein Körper und die Zeit des Wolfes war noch nicht gekommen! Es reichte das er in vierundzwanzig Stunden aus ihm heraus brechen und die Kontrolle übernehmen würde – da wollte Remus ihm keine weiteren Zugeständnisse machen. Und ihm war es ganz egal das der Wolf sich dafür rächen würde, Remus machte keine Kompromisse mit ihm!
Erneut las der Gryffindor die ersten Zeilen des Kapitels. Eine Weile lenkte ihn die Seiten ab, doch er spürte den Wolf noch immer in sich lauern … Wie er sich doch selbst bemitleidete. Wieso konnte nicht einfach irgendeine gute Fee kommen und ihm drei Wünsche gewähren? Ihm würde schon einer ausreichen! Er wollte einfach nur normal sein oder wenigstens Hoffnung haben endlich etwas zu finden was ihm helfen würde. Irgendetwas. Er würde seine Seele dafür verkaufen, aber vielleicht … hatte er das bereits.
Remus schniefte und rieb sich kurz über die Nase.
Nicht weinen, auf keinen Fall weinen … sonst hörst du nicht mehr auf damit …“
Manche würden wohl sagen er würde sich nach Jahren an das Warten auf den Vollmond und das Gefühl des Wolfes in ihm gewöhnen, doch so war das nicht. Er hatte viel mehr das Gefühl das es immer schlimmer wurde. Wie glücklich er wäre wenn er ein Mensch wäre. Hier auf Hogwarts wäre er der glücklichste Mensch auf der Welt, wenn er dieses Problem nicht hätte, diesen Fluch der auf ihm lastete. Andere Menschen wollten besonders beliebt sein, oder Geld haben oder endlich das Herz einer anderen Person gewinnen – doch er wollte einfach nur normal sein. Nichts besonderes, nur normal – war das so viel verlangt?
Doch er war auch dankbar, dankbar dafür die Möglichkeit zu haben in Hogwarts zu leren und Remus war sich nicht sicher das er heute noch hier wäre, wenn diese Schule nicht wäre …

- Rückblick, Frühjahr vor 6 Jahren -

Ein frischer Wind pustete durch die kastanienbraunen Haare des kleinen, dünnen Jungen. Etwas unbeholfen stakste er über den großen Hof seines Elternhauses und versuchte die kleine Katze zu fangen, die einfach nicht mehr verschwinden wollte nachdem seine Mutter ihr eine Schale mit Milch hingestellt hatte. Gerade hatte Remus das Gefühl das er sie gleich zwischen seine Finger bekommen würde, als sich die Katze blitzschnell umdrehte und ihn laut anfauchte. Sie hieb mit einer ihrer Pfoten nach ihm, die Krallen weit ausgefahren. Remus japste vor Schreck kurz auf, geriet ins straucheln und fiel der Länge nach auf den harten Steinboden.
„Aua!“ Mit weinerlicher Miene besah er sich sein offenes Knie, hellrotes Blut sickerte auf den strohbedeckten Boden. Remus spürte wie ihm heiße Tränen übers Gesicht liefen, doch er fühlte auch andere Gefühle … Gier und Verlangen in ihm. Verlangen nach mehr Blut, der Wolf in ihm erwachte bei diesem Geruch zum Leben und Remus konnte sich bildlich vorstellen wie er interessiert die Schnauze in den Himmel streckte und schnüffelte. Es gab nichts, nichts was ihn mehr imponierte als Blut. Remus hasste es. Er hatte das Gefühl sich gleich übergeben zu müssen. Wie konnte sein Körper nur den Wunsch verspüren jemanden zum bluten zu bringen? Jemandem schmerzen zu bereiten? Jemanden zu töten?
„Remus! Remy … alles in Ordnung?“ Remus Mutter kam schnell auf ihren Sohn zu geeilt. Die Hände ringend, bückte sie sich und strich ihm kurz über die Haare, ehe sie ihn liebevoll in ihre Arme schloss. „Hast du dir weh getan?“
Remus schüttelte den Kopf und hasste sich kurz selbst für diese Lüge.
Schnell rappelte er sich auf und klopfte sich Staub und das überall in ihrem Hof verstreute Stroh aus seinen Klamotten. Er hatte das komische Gefühl die Liebe seiner Mutter im Moment nicht ertragen zu können …
„Mom? Kann ich noch kurz an den See gehen?“, fragte Remus leise und drückte hinter seinem Rücken beide Daumen, denn er wusste das er es eigentlich nicht durfte. Es wurde schnell dunkel um diese Jahreszeit und es war bereits später Nachmittag.
Evie runzelte kurz die Stirn und warf einen zweifelnden Blick in den dunkler werdenden Himmel.
„Aber nur ganz kurz mein Schatz. In einer halben Stunde bist du wieder zu Hause, ja? Neunjährige Jungen sollten um diese Zeit nicht mehr so lange draußen rumschweifen“, lächelte sie und drückte ihm einen Kuss aufs Haar bevor sie wieder im Stall verschwand.
Remus warf ihr ein melancholisches Lächeln hinterher. Ja, vielleicht war er erst neun Jahre. Aber das hieß nicht dass er sich so fühlte. Manchmal fühlte er sich einfach … uralt. Vor allem wenn sein Körper nach dem Vollmond nicht mehr so wollte wie er. Und er machte sich viel zu viele Gedanken. Welches Kind dachte in seinem Alter schon über die Fragen nach die er sich jeden Abend vor dem einschlafen stellte? Welches Kind hatte schon diese Lasten auf den Schultern zu tragen?
Zielstrebig machte sich Remus in Richtung des Sees auf. Er lief einige Minuten durch hohes Gras und neben Weizenfelder her, als er an dem kleinen See ankam, den ihm sein Vater gezeigt hatte als sie hier hergezogen waren.
Was mache ich eigentlich hier?“, fragte sich Remus einige Momente später. Er wusste nur das er einfach alleine sein wollte. Er musste nachdenken.
Das Bild von seinem hellroten, frischen Blut kam ihm wieder in den Sinn. Der Wolf reckte sich sachte in ihm und fügte diesen Gedanken nochmals seine eigene Note hinzu.
Remus dachte daran wie ekelerregend er diesen Anblick gefunden hatte. Wie abscheulich er es fand wie sein Körper darauf reagierte. Niemals wollte er dafür sorgen das jemand wegen ihm verletzt wurde und blutete.
„Doch … was wäre wenn du bluten würdest?“ hauchte eine sanfte Stimme in seinem Hinterkopf. Remus schluchzte leise auf … Wie gebrochen musste ein Mensch sein wenn man so etwas dachte?
Der Wind rüttelte an seiner locker sitzenden Kleidung, er fröstelte, doch er wollte nicht seine Arme wärmend um sich legen. Er verabscheute sich zu sehr! Er verdiente es nicht! Nachdem er gebissen worden war, hatte jeder Einwohner in dem kleinen Zaubererdorf in dem er mit seinen Eltern gelebt hatte gesagt das er abscheulich war … das er ein Monster war. Kein Kind hatte ihn mehr angesehen. Und sie hatten Recht! Natürlich hatten sie das. Werwölfen durften nicht existieren, er durfte nicht existieren. Ein kleiner Fehltritt und er konnte jemanden getötet oder gebissen haben. Wieso wehrten sich seine Eltern seit zwei Jahren zu glauben das er ein Monster war? Wieso sahen sie in ihm noch immer den unschuldigen, kleinen Jungen der er schon lange nicht mehr war? Wenn sie nur wüssten was er manchmal dachte! Was ihm nachts durch seinen kranken Kopf ging!
Abermals sah er hellrotes Blut vor seinen Augen, blitzschnell stand er auf und suchte am Rand des Sees nach einer Möglichkeit. Ein einfachen Möglichkeit dem endlich ein Ende zu setzen. Der Wolf in ihm lehnte sich nun auf und grollte drohend in seinem Inneren, doch Remus hörte nicht auf ihn. Er hasste ihn!
Suchend schlossen sich seine Finger um einen abgebrochen Stein, sein weißer Finger strich beinahe zärtlich über die kantige Seite. Ein kleines Lächeln schlich sich über seine Lippen als er spürte wie der Wolf panisch wurde, ja er wollte nicht sterben. Doch Remus war froh, bald würde er endlich frei von ihm sein, gleich würde alles zu Ende sein.
Mit seiner linken Hand strich er über die Hauptschlagader an seinem Handgelenk. Er spürte das Leben darin pulsieren, in einem steten Rhythmus der gleich unterbrochen werden würden. Mit einem heftigen Hieb schlug er auf die Ader ein. Ein Atemzug entwich zischend seinen Lungen als er den Schmerz spürte, doch er dachte nicht daran und kratzte mit dem Stein etliche Male über sein Handgelenk. Hellrotes Blut bildete sich auf seiner Haut. Nochmals kratzte er über die Wunde, solange bis das Blut in einem schnellen Rhythmus auf den Boden tropfte. Er spürte wie es in seinen Ohren rauschte und sich die Welt um ihn herum drehte. Gleich … war es so weit.
Man sagt doch dass man es diesen letzten Schritt bereut, kurz bevor alles dunkel wird? Das man sich wünschte diesen Gedanken niemals gefasst zu haben? Doch Remus spürte kein Bedauern.

Etliche Stunden später wird der Lupin wach, er lässt die Augen geschlossen und kann Helligkeit durch seine Lider erahnen. Dann spürt er einen sanften Druck auf seiner Hand. Schlagartig öffnet er die Augen und sieht seinen Vater dasitzen.
„Es hat nicht geklappt …“, schoss es ihm durch den Kopf. Falls er wirklich tot war, konnte er unmöglich da sein wo sein Vater war. Er müsste irgendwo in der Hölle sein … irgendwo wo sein Vater niemals sein würde.
Ein leises Schluchzen kam ihm über die Lippen. Niemals hatte er seine Eltern so traurig gesehen, vielleicht weil sie endlich bemerkt hatten das sie die einzigen beiden Menschen auf der Welt waren die an die Unschuld ihres Sohnes glaubten, denn nicht einmal Remus glaubte noch daran. Er hatte es keine Sekunde lang getan.

- Rückblick Ende -

Mit einer süßen Melancholie erwachte Remus aus seiner Erinnerung. Wie geschädigt musste ein Junge sein um so etwas zu tun? Er dachte kurz an die beiden anderen Male als er versucht hatte allem ein Ende zu setzten, vielleicht hätte er erst älter werden sollen. Ein stumpfer Stein war letztendlich nicht sehr effektiv, jeder hätte das wissen müssen – aber womöglich war er mit neun Jahren nicht so klug und reif gewesen wie er es selbst angenommen hatte.
Doch nun, da er Hogwarts hatte und James, Peter und Sirius würde er so etwas nie mehr versuchen. Vielleicht weil er bemerkt hatte das selbst er irgendwann im Leben etwas Glück haben konnte. Endlich war er … zufrieden, meistens zu mindestens. Man könnte wohl sagen das er erst richtig angefangen hatte zu leben als er elf Jahre alt war und seine Zusage für Hogwarts in den Händen gehalten hatte. Endlich konnte er das sein was er wirklich war – ein Zauberer. Endlich konnte er sich durch ein Gerüst aus Lügen normal und akzeptiert fühlen, endlich hatte er Freunde und niemand tuschelte mehr hinter seinem Rücken über den komischen Sohn der Lupins. Endlich hatte er eine Stabilität in seinem Leben, solange niemand hinter die Mauer blickte die er um sich selbst herum aufgerichtet hatte.
Langsam hellte sich der Himmel auf und so weiter die Nacht dem heran brechenden Tag wich, konnte Remus spüren wie der Wolf und die Wut in ihm schwächer wurde. Der Tag war nicht seine Zeit, sondern die von Remus. Doch der junge Gryffindor konnte sich nichts vormachen: Er wusste das der Wolf ihn heute nicht mehr in Ruhe lassen würde, zu nahe war der Vollmond. Er wusste das er ihn den ganzen Tag lang mit Kopfschmerzen und schrecklichen Gedanken quälen würde.
Remus lass das letzte Kapitel beinahe zu Ende, als einige Schüler den Gemeinschaftsraum durchquerten und frühstücken gingen. Sie warfen ihm keine fragende Blicke zu, denn sie hatten bereits alle gelernt das sie von Remus nichts zu erwarten hatten. Vermutlich dachten sie ohnehin nur das er besonders früh aufgewacht war und nun lernen würde.
Und Remus war froh das niemand ihn ansprach, denn letztendlich … wollte er einfach nur in Ruhe gelassen werden. Doch als er kurz darauf eine vertraute Stimme hörte, schaute er mit einem Lächeln auf den Lippen auf. Sirius konnte ihn immer stören, vielleicht sollte er ihn so kurz vorm Vollmond nicht reizen, aber ansonsten war Remus immer froh Sirius zu sehen.
Guten Morgen“, sagte Sirius und ließ sich mit vom duschen feuchten Haaren neben den Lupin auf die Coach fallen.
„Wow, solche Manieren am frühen Morgen. Vielleicht krieg ich dich doch noch erzogen Sirius“, kicherte Remus leise, doch er konnte nicht ganz verhindern das seine Stimme etwas düster klang. Vor Vollmond hatte er nur ein sehr, sehr begrenztes Maß an Humor zur Verfügung.
Einen kurzen Moment später kamen auch James und Peter verschlafen die Treppe herunter.
Sirius richtete sich etwas auf und tauschte irgendeinen Blick mit James, den Remus nicht wirklich deuten konnte. Genervt verdrehte er die Augen und klappte sein Buch zu.

Fünf Minuten später waren die Rumtreiber ihrem natürlichsten Trieb gefolgt – Siriusʼ Hungergefühl. Gemeinsam saßen sie am Ende der Gryffindorbank. James, Sirius und Peter stopfte Unmengen an Pfannkuchen und Toast in sich hinein, während Remus nur etwas in seinem Kakao rührte … Als Peter lautstark gähnte, durchbohrte Remus ihn mit einem Blick der beinahe töten konnte.
„Ach Peter, fandest du deine Nacht nicht erholsam? Ich nehme mal an du hast tief und fest geschlafen – also gähne mir nicht ins Gesicht. Und halt dir deine dumme Hand vor den Mund!“, stieß Remus genervt aus und seine Lippen bildete eine so dünne Linie, auf die McGonagall stolz gewesen wäre.
Hatte Remus erwähnt das er kurz vor Vollmond etwas unleidlich werden konnte?

tbc: Restliche Räume und Korridore ; Die Große Halle


((Sorry for beeing such a Drama-Queen))
((Okay mittlerweile hasse ich diesen Post, verurteilt mich nicht ...))

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