StartseiteFAQMitgliederAnmeldenLogin


Twilight & Harry Potter Crossover
 


Austausch | 
 

 Die Große Halle

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
AutorNachricht
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Do Jan 26, 2012 2:27 am

Cf: In den Korridoren von Hogwarts

Als Lily und Alice die Halle betraten, stockten sie erst einmal um sich einen Überblick zu beschaffen. Während Alice den Raum mit ihren Augen absuchte, blieben die grünen Augen der Evans sofort an einer Gruppe von Jungs hängen. Sie waren also tatsächlich hier. Doch irgendwas stimmte hier nicht. Die Atmosphäre wirkte... bedrohlich. Und schon meinte sie auch den Grund dafür zu erkennen. Sirius Black stand schützend - so kam es ihr vor - vor Remus. Auch James hatte den treuen Platz an der Seite seines besten Freundes eingenommen. Ihr entging nicht, das Sirius Blick voller Hass war. Er war wütend. James schien das ganze noch etwas gelassener zu sehen. Das typische spitzbübige Lächeln lag auf seinen Lippen. Lily sah sich weiter um, um zu sehen mit wem sie sich da eigentlich gerade unterhielten. Ihr erster Verdacht war eigentlich Severus. Doch diesen Gedanken verwarf sie gleich wieder. Da war der Gesichtsausdruck von Potter und Black nämlich genau anders herum. Als sie die Person erblickte, die ihnen gegenüber stand, konnte sie nur den Kopf schütteln. Bellatrix Black.. Natürlich.
Ihre grünen Augen verengten sich. Wie sie diese Frau doch verabscheute. Es war nicht das erste mal, dass man die Black so erlebte. Auch Lily hatte schon das ein oder andere Mal einen Konflikt mit ihr gehabt. Meistens war aber Severus irgendwo in der Nähe und so eskalierte die Situation nie. Doch die Rothaarige wusste ganz genau was Bellatrix von ihr dachte. In ihren Augen war sie nichts weiter als ein... - Lily hasste es an dieses Wort überhaupt nur zu denken - Schlammblut. Es fröstelte sie kurz und sie wandte ihren Blick ab. Sie würde sich vor anderen niemals die Blöße geben und zeigen wie sehr sie dieses Wort verletzte. Aber tief in ihrem Inneren traf es sie jedes Mal. Dabei stand sie solchen Hexen wie Bellatrix in Nichts nach. Es gab keinen einzigen Zauber den Lily nicht auch schaffen würde. Im Gegenteil - sie war eine begabte junge Hexe. Vielleicht war genau das der Grund, warum der Hass den ihr viele entgegenbrachten so stark war. Manche konnten es sicherlich nicht ertragen, dass so jemand wie sie möglicherweise besser war als ein Reinblut.
Dabei interessierte es die Evans rein gar nicht wer Halb und wer Reinblut war. War das nicht vollkommen egal? Sie waren alle Zauberer und Hexen. Es gab viele die diese Meinung teilten, aber leider auch viele die dem nicht zustimmten. Und die meisten davon waren Slytherins.

"Hey Bella, bist du jetzt endlich fertig mit deiner Rede? Ich hab nämlich eine dringende Frage an dich-" James Worte rissen sie völlig aus den Gedanken. Mit erwartungsvollen Augen blickte sie auf den Jungen mit Brille, der inzwischen noch breiter Grinste. "Wenn du uns dann 'vernichten willst', wie hattest du das geplant? Willst du das wir uns in den Tod tanzen? Denn so wie es scheint ist der einzige 'ach so mächtige Zauber' den du dir merken kannst, Taratallegra."
Ihre Augen weiteten sich. Normalerweise hätte sie darüber wirklich gelacht. Es war komisch und in der Tat zuckten ihre Mundwinkel kurz, doch sie war zu erschrocken über das was er da gesagt hatte. Warum vernichten? Hatte Bellatrix ernsthaft damit gedroht ihnen etwas anzutun? Das ging doch nun wirklich zu weit. Familienstreiterei hin oder her. So etwas ging nicht.. Aber sie konnte sich nur zu gut vorstellen wie Bellatrix diese Worte ausgesprochen hatte. Sie verachtete und hasste Sirius und seine Freunde und hier jetzt so eine Show hinzulegen, war doch genau ihr Ding. Sie liebte es im Mittelpunkt zu stehen. So war es schon immer und sie würde sich niemals ändern.
Doch wie kam James jetzt auf den Zauberspruch -Taratallegra-? Hatte sie ihn etwa bei einem von ihnen angewand? Und plötzlich ging Lily ein Licht auf. War das der Grund, warum die beiden so schützend vor Remus standen?
"Lily! Dort ist Molly!" Überrascht sah sie auf. Alice deutete mit ihren Finger auf eine Gruppe von Slytherins und in ihrer Mitte saß wirklich Molly Prewett - ihre Freundin und Zimmergefährtin. Was machte sie hier? Doch sie schien nicht gerade unglücklich zu sein. Es hatte nicht den Anschein, dass sie gegen ihren Willen festgehalten wurde - wäre ja noch schöner! Sie saß neben einem blonden Mädchen namens Jaqueline Novak. Sie unterhielten sich, doch so richtig wohl schien Molly sich trotzdem nicht zu fühlen. "Los komm!" Sagte Lily und zog ihre Freundin mit sich.

Sie achtete nicht auf die Blicke und das Getuschel um sich herum und ging direkt auf Molly zu. "Molly! Da bist du ja. Wir haben dich schon gesucht! Was machst du denn hier?" Ihre rothaarige Freundin sah etwas erleichtert aus und erklärte wie es zu dieser Situation kommen konnte. Lily hörte mit einem Ohr zu, mit dem anderen war sie immernoch bei James Gruppe. Was jetzt wohl passieren würde? Dann entdeckten ihre Augen jedoch eine andere Person die etwas weiter entfernt saß. Doch zu übersehen war der große schwarzhaarige Zauberer nicht. Severus. Sie sah ihn an, doch seine Aufmerksamkeit galt im Moment ebenso der *Unterhaltung* von Bellatrix & Co. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe als ihr einfiel, dass die beiden sich immernoch nicht wieder ausgesprochen hatten. Nachdem sie ihn gestern so angeschnauzt hatte, hatten sie bisher nicht mehr die Gelegenheit gehabt miteinander zu reden. Irgendwann mussten sie das nachholen. Sie wollte nicht, das wegen so einer kleinen Sache ihre Freundschaft kaputt ging - auch, wenn sie sich wirklich über sein Verhalten geärgert hatte. Einen kurzen Augenblick fragte sie sich, ob sie nicht gleich zu ihm gehen sollte, entschied sich dann aber dagegen. Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Sie sah wieder hinüber zu der Gruppe von Rumtreibern - jetzt erst fiel ihr auf, das Peter gar nicht zu sehen war... Wo war der denn geblieben? Hatte sie ihn nicht vorhin im Gemeinschaftsraum gesehen? Doch egal, das spielte jetzt keine Rolle. Vielleicht sah sie ihn auch einfach nur nicht, weil er kleiner war als seine Freunde. Das einzige was im Moment auffiel, war das die Gryffindor Jungs ziemlich fielen Slytherins gegenüber standen. Natürlich hatten sie damit kein Problem... Zumindest Sirius und James nicht. Sie sah Remus an, dessen Gesicht eine Spiegelung aus Angst, Wut und Scharm war. Warum ging diese blöde Ziege gerade auf ihn los?! In Lily kam wohl etwas wie der Mutterinstinkt hoch - was ihr öfter mal passierte - als sie einen Entschluß fasste. "Mädels, ich bin gleich wieder da." flüsterte sie den beiden zu und ging dann strikt auf die Gruppe der Rumtreiber zu. Wie immer. Nichts als Ärger mit denen. Sie ignorierte den eisigen Blick Bellatrix der auf ihr lag und stellte sich neben Remus der sie überrascht ansah. Natürlich - sicherlich hatte er nicht damit gerechnet sie doch noch mal *hier* zu sehen. Sie lächelte ihn warmherzig an und legte ihm die Hand auf den Unteram. "Geht es dir gut Remus?"

(((Ich hab jetzt schon gepostet, weil ich ja Morgen leider nicht dabei sein kann - höchstens es geschieht ein Wunder u ich darf eher Heim ^^)))
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Alice Brown the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Viktoria von Baden und Sofibel
Anzahl der Beiträge : 434
Anmeldedatum : 04.08.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 3:37 am

cf: In den Korridoren von Hogwarts

Alice und Lily standen in der Tür und konnten sich so einen relativ guten Überblick über das Geschehen machen. Es waren 90% Slytherins, die würden sich so etwas ja nie entgehen lassen, dachte Alice. Einerseits gab es eine Diskussion zwischen den Gryffindorjungs und Bellatrix, andererseits war da Molly zusammen mit anderen Slytherins. „Lily, da ist Molly!“, sagte sie erleichtert zu ihrer Freundin. Da sie ihre Arme verschrengt hatten, konnte sie noch einmal einen Blick nach hinten werfen und Frank zwischen den anderen suchen. Er schaute sie an, mit einem freundlichen Zwinkern zeigte sie ihm, dass alles gut war.

Die Beiden blieben vor dem Tisch stehen, an dem Molly saß. „Molly! Da bist du ja. Wir haben dich schon gesucht! Was machst du denn hier?“, sagte ihre beste Freundin besorgt. Die Prewett erklärte die Situation, doch Alice konnte nicht zuhören. Im Hintergrund wurde das Gespräch rund um die Blacks immer lauter. Sollten sie vielleicht eingreifen? Bevor Alice selbst reagieren konnte, meine Lily, dass sie gleich wieder hier sein würde. Molly's Gesprächspartner griffen nun ein neues Gespräch auf so kam sich die Braunhaarige Hexe fehl am Platz vor.

Zielgerichtet ging sie auf die letzte, leere Tischreihe zu. Leicht setzte sie sich auf die Bank und mit einer kleinen Zauberstabbewegung war ein Becher mit Wasser vor ihr. Alkohol schmeckte ihr nicht, doch ganz ohne etwas, wollte sie auch nicht herum sitzen. Plötzlich stand Xenophilius Lovegood vor ihr! Er war ein ganz angenehmer junger Mann aus dem Hause Ravenclaw und sehr interessiert an magischen Wesen. Mit seinem ständig erstaunten Blick setzte er sich ihr gegenüber. „Hallo Xenophilius!“, begrüßte die Brown den Schüler und wartete lächelnd auf seine Antwort.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Jaqueline Novak
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : none
Anzahl der Beiträge : 218
Anmeldedatum : 15.12.11
Alter : 21
Ort : Chelsea

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 4:22 am

Jack bekam nur aus den Augenwinkeln mit, wie eine ziemlich eingebildete Slytherin ihren Auftritt darlegte; Salazar. Jack hatte sich nie groß beschäftigt, und daran wollte sie, bei allen guten Vorsätzen, nun wirklich nichts ändern.
"Danke. Das hat mein Vater mir in den Ferien beigebracht, als mir wieder einmal langweilig war, während den Zauberversuchen meiner Schwester. Meine Mutter versucht ständig, ein wenig Magie aus meiner Schwester rauszukitzeln."
Oh, eine Squib. Das schien Skye nicht sonderlich zu gefallen, jedenfalls sah es so aus. Jack überlegte… Sie konnte sich erinnern, dass ihre Eltern auch einmal von Squibs in ihrer Familie erzählt hatten. Aber sie konnte den genauen Namen nicht mehr aus ihren Gedanken ziehen. Es musste ein etwas entfernterer Verwandter sein.
„Na ja, meinst du denn, sie sind hier, um uns irgendetwas Sinnvolles beizubringen? Die Hälfte von dem, was wir tun, werden wir vermutlich nie wieder brauchen. Es gehört wohl zum Grundrepertoire, zum Guten Ton.“ Jack zuckte die Schultern. „Bis auf genau diesen Trank interessiert mich der Zaubertrankunterricht sogar sehr“, Jack erlaubte sich ein kurzes Lachen, „aber langweilig ist ein wenig untertrieben, findet ihr nicht?“ Sie wandte sich absichtlich an beide, Jack wollte Molly nicht zwangsläufig aus der Konversation ausschließen.

Die schrille Stimme einer unverkennbaren Person schallte Jack ins Ohr und seufzend wandte sie sich um. Von Bellatrix’ Allüren, in denen es um Reinblüter und Gryffindors ging, hatte Jack entschieden genug. Überrascht stellte Jack fest, dass sich Bellatrix mit Salazar anlegte, die sich an Regulus klammerte. Was soll’s, dachte sie und wollte sich wieder ihren beiden Gesprächspartnern zuzuwenden, als einige weitere Gryffindors zu der Menge in der Halle stießen.
"Wollt ihr auch mitmachen? Oder könnt ihr Wasser gar nicht in Whisky verwandeln?" Jack beäugte Skye und die Gryffindors nachdenklich. War es so schlau, sie heraus zu fordern? Nicht, dass sie ihnen nicht gewachsen waren, aber war es wirklich nötig?

Jack fluchte leise vor sich hin, als Bellatrix zu wettern anfing. Von wegen ‚dreckiges Halbblut’ et cetera. Man… das war ziemlich unreif, anders konnte man das nicht nennen. Wieso sollte man sich sonst an solchen Kleinigkeiten aufhängen, wie Abstammung und Haus? Jack schüttelte mitleidig den Kopf. Ja, die kleine Bella konnte einem Leid tun. Ihr Cousin schien ähnlicher Meinung zu sein, und dass sagte er ihr auch.
Waren Familien nicht eigentlich zum Gegenseitigen Rückhalt da? Was weißt du schon darüber, Jack? Deine Eltern sind abgehauen, also kannst du nichts über Zusammenhalt oder ähnliches sagen. Da hatte Jacks innere Stimme wohl Recht. Sie konnte nichts darüber sagen.
Als sie Bellatrix’ Erwiderungen gehört hatte, versuchte Jack sich zusammen zu reißen, doch sie konnte das laute Lachen, welches ihr über die Lippen kam, nicht unterdrücken. Sie schlug die Hand vor dem Mund um sich selbst zum Schweigen zu bringen. Wann hatte sie zum letzten Mal so eine Show gesehen?
James Frage ließ Jack nur noch ein erneutes Mal auflachen. Soweit so gut, das Aufhören hatte also nicht geklappt. Dann konnte sie nur noch Hoffen, dass ihr Lachen nicht so laut von den Wänden widerhallte, wie es Jack vorkam. Weil ihr dann wohl etwas Aufmerksamkeit sicher war, und die wollte sie weiß Gott mit Sicherheit nicht.

Jack riss sich von der Szenerie los und bekam ihre Gesichtszüge unter Kontrolle. Sie wandte sich wieder zu Molly und Skye.
„Man, also Bellatrix übertreibt mal wieder maßlos…“, murmelte Jack, fast schon für sich selbst.

Kurze Zeit später kam eine von Mollys Freundinnen, eine weitere Gryffindor, zu ihnen und fragte Molly, was sie denn da tue. Allerdings, ein bisschen merkwürdig war das schon. Sie, Molly, hier als einzigste unter den Slytherins. Mut gehörte da durchaus dazu, und Jack zollte der Rothaarigen den gebührenden Respekt dafür.

Als Jack das nächste Mal aus ihren Gedanken auftauchte und den Kopf hob, war Mollys Freundin schon verschwunden. Das hier alle immer so flatterhaft sein mussten…
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Gast
Gast


BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 6:19 am

Einstiegspost
XENOPHILIUS LOVEGOOD
Xenophilius betrat die alte Große Halle mit einem breitem Grinsen in Gesicht und merkte wahrlich schnell, dass sie noch immer die „alte“ war. Sie roch noch immer nach alten, modrigen Holz und sah immer noch gleich aus. Ebenso hatte sich das gesamte Ambiente nicht weiter verändert. „Herrlich“, sagte Xenophilius sich selbst und trat in die nicht allzu von Schülern überfüllte Halle ein. Nirgends wo – nicht ein mal in seinem Elternhaus – fühlte sich der Lovegood so wohl wie hier in Hogwarts.

Xenophilius schlängelte sich zwischen Slytherins, Gryffindors, Hufflepuffs und Ravenclaws durch und kam letztendlich an einem Tisch an, wo Alice Brown mit ihrer Knieselin saß. Alice lächelte Xenophilius an und begrüßte ihn mit einem netten „Hallo Xenophilius!“. Alice Brown war eine Gryffindor gewesen und äußert nett und stehts freundlich. Xenophilius hatte zwar nicht allzu viel mit Alice zu tun, dennoch aber empfand er sie als eine äußert ehrliche und nette Person.

„Hallo Alice! Schön dich zu sehen!“, entgegnete Xenophilius Alice. Xenophilius setzte sich auf den freien Platz gegenüber von Alice und hoffte, nicht allzu unwillkommen zu sein. „Wie geht es dir und deinem Kniesel?“, fragte Xenophilius Alice und streichelte der Knieselin vorsichtig das Fell. Der Lovegood verhielt sich äußert respektvoll gegenüber Knieseln, da die Charaktereigenschaften dieser magischen Wesen äußerst eigen wahren. Mochten sie einen nicht, reagierten sie sehr schnell und aggressiv. Zudem merkten diese schlauen Wesen sofort, wenn ein Charakter „falsch“ oder „gespielt“ ist. „Schlaues Kniesel hast du da, Alice. Und ein wahrlich gepflegtes Fell hat es auch.“, sprach Xenophilius weiter und beugte sich zu Alice, um ihr etwas zu flüstern: „Pass ja auf, Alice. Kniesel sind äußert anfällig von … du weißt schon, was ich meine … Nargeln! Sie lauern überall! Aber nur keine Sorge, ich habe Mittel dagegen!“, sagte Xenophilius und beugte sich wieder zurück, als er im nächsten Moment seinen Beutel auf den Tisch legte.

Xenophilius war sich sicher, dass er bei Alice auf Interesse gegenüber Magischen Wesen stieß und wartete freudig auf Alice’s Antwort.
Nach oben Nach unten
avatar
Samantha Darrell
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Alice Cullen
Anzahl der Beiträge : 455
Anmeldedatum : 31.07.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 6:39 am

Remus Lupin blieb auch nichts erspart – denn zusätzlich zu dem Gelächter und den Rufen der Slytherins stapfte nun auch Bellatrix zu dem Gryffindor heran, blieb ein paar Zentimeter vor ihm stehen und bohrte ihm ihren Zauberstab in die Brust. Ihre ganze Haltung war so angriffslustig, dass sich Sam nur neugierig vorbeugen und ‚Was bin ich doch froh, ihre Freundin zu sein!‘ denken konnte, bevor die Black die Stimme erhob. „Du kleines Halbblut denkst wirklich, du könntest und, *uns* Slytherins irgendwelche Anweisungen geben?“, rief sie, ihre schrille Stimme hallte durch die ganze Halle und Sam wunderte sich, warum noch kein Lehrer sie hier gehört hatte. Bei dieser Lautstärke… Wahnsinn. Allerdings war jetzt kein Pieps mehr zu hören, Tornado Bellatrix war über das Land gefegt und hatte alles zerstört, was ihr in den Weg gekommen war – und ein Ende war noch lange nicht in Sicht. Sam warf einen raschen Blick zu Severus, sah wieder zu Bellatrix und sah dann schnell wieder zu Sev. Seine Miene war kalt, undurchschaubar, seine Augen einzige schwarze Dolche, von der Zärtlichkeit war nichts mehr zu sehen. „Alles in Ordnung?“, flüsterte sie besorgt. Doch da fiel ihr wieder ein, was Bella gesagt hatte – Kleines Halbblut. Der Großteil der hier anwesenden waren Muggelstämmig oder Halbblüter, doch eben dieser Großteil gehörte nicht zu Bellatrix‘ besten Freunden – ganz im Gegensatz zu Severus. Er litt wohl oft genug darunter, nur halbblütig zu sein. Und das nun von Bella zu hören… Samantha seufzte und nahm seine Hand. Es war nichts Schlimmes daran, Halbblütig zu sein.
Sam wandte sich Bellatrix und Remus gerade noch früh genug zu, um zu sehen, wie sie triumphierend lächelnd ein paar Schritte zurück trat und Remus anfing, unkontrollierte Tanzbewegungen zu machen. Sam musste ein Grinsen unterdrücken – auch wenn es wirklich sehr albern aussah, war es nicht wirklich witzig. Bella war eine tickende Zeitbombe, das war nichts, ihre ganze Tirade… Sam hatte schon oft miterleben müssen, wie Bella alle möglichen Leute zusammengestaucht hatte. Früher hatte sie das wirklich geschockt und sie hatte Angst vor ihr, aber inzwischen war sie ihre Aussetzer gewohnt, und alles was von der Angst übrig geblieben war, war Respekt. Denn Bellatrix Black hatte auch gute Seiten, es kam nur darauf an, ob sie sie zeigen wollte oder nicht… was in dem Moment eindeutig nicht der Fall war.
Doch Sirius ließ seinen Freund nicht im Stich, er schien wirklich wütend zu werden. Und Bella schlug gnadenlos zurück. Das ging ziemlich lange so; so lange, dass Sam sich wieder ihr Glas schnappte und den Feuerwhiskey großzügig nachfüllte. „Was für ein Kindergarten“, murmelte sie leise, bevor sie einen tiefen Schluck nahm und sich schüttelte. Das Zeug wurde auch nach gefühlten 20 Gläsern nicht besser. „Hey Bella“, meldete sich dann auch endlich James Potter zu Wort – das war ja klar. Sam verdrehte die Augen. Sie konnte James nicht mal betrunken leiden, „bist du jetzt endlich fertig mit deiner Rede? Ich hab nämlich eine dringende Frage an dich: Wenn du uns dann 'vernichten willst', wie hattest du das geplant? Willst du das wir uns in den Tod tanzen? Denn so wie es scheint ist der einzige 'ach so mächtige Zauber' den du dir merken kannst, Taratallegra.“ Sam musste grinsen. Sich in den Tod tanzen? Aber er sollte lieber froh sein, dass Bella nicht ihr berühmtes Crucio rausgeholt hatte, denn das hatte sie sicher schon längst zur Perfektion gebracht.
In dem Moment kamen Lily und Alice Brown in den Saal gehüpft, und Lily stellte sich besorgt neben Remus, flüsterte ihm etwas zu. Wieder verzog Samantha das Gesicht. Was war das hier? Eine Gryffindor-Party? Eine Party der heilige Samariter? Unschlüssig starrte sie Lily an. Was wollte sie hier? Jetzt hoffte sie fast, dass ein Lehrer hier reinplatzen würde, irgendwer. Slughorn vielleicht. Der bevorzugte doch die Slytherins nur zu gerne, besonders die, die in seinem komischen Slug-Club waren… Wobei Lily doch sicherlich auch dabei war.
Erst jetzt merkte Sam, dass noch jemand dazugestoßen war: Xenophilius Lovegood. Wunderlicher Kerl, aber ganz nett. Aber hauptsächlich wunderlich. Sehr. Seine langen blonden Haare und der unübersehbare Silberblick machten es nicht besser. Alice begrüßte ihn gutgelaunt. Und Xeno fing sofort an, dem Kniesel zu huldigen. Als er es in den höchsten Tönen lobte, brach Samantha in ein schallendes, unstoppbares Gelächter aus. War aber nicht böse gemeint. Xeno war einfach nur unglaublich witzig!
Voller Elan stand Samantha auf – nach wie vor schwankend – und ging fröhlich auf Remus Lupin zu, schlang ihre Arme um ihn und drückte ihn fest an sich. „Ach Remus, mach dir nichts draus, das Jahr kann nur noch besser werden“, kiekste sie ihm fröhlich ins Ohr. „Außerdem wird sich morgen niemand mehr an das hier erinnern – ich zumindest nicht.“, fügte sie dann flüsternd hinzu.
Aus den Augenwinkeln sah sie jemanden aus der Tür verschwinden, spürte einen Lufthauch. Sie sah verwundert auf, und konnte noch Severus sehen, wie er mit schnellen Schritten aus der Großen Halle verschwand. Ihre Augen weiteten sich überrascht, dann löste sie sich von Remus und lief Severus nach. „Was is‘ denn los?“

tbc.: Außerhalb - See
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Remus Lupin
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Emmett Cullen
Anzahl der Beiträge : 284
Anmeldedatum : 31.07.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 7:43 am

Remus schluckte und spähte hinter den Rücken seiner Freunde zu den Slytherins, die alle verblüfft an ihrem Haustisch saßen. Er sah ihnen sofort an das sie überrascht über seine kleine Ansprache waren – und er konnte es ihnen nicht verübeln. Wie kam er nur auf diese kindische Idee? Er schämte sich für seine Worte, auch wenn er noch immer der Meinung war das er Recht hatte. Es war wirklich unverantwortlich Unmengen an Alkohol in sich herein zu schütten und wenn er in die ein oder anderen glasigen Augen sah, fragte er sich automatisch ob sich nicht lieber diejenigen schämen sollten und nicht er.
Skye war die erste die sich fasste, mit einem Lächeln auf den Lippen fragte sie die Gryffindors ob sie nicht mitmachen wollten oder ob sie kein Wasser in Whiskey verwandeln konnte.
Remus hätte gerne gesagt das er das seit dem Ende der ersten Klasse einwandfrei beherrschte, aber vermutlich wäre er denn anderen dann wie ein Streber vorgekommen.
Aber lieber ein Streber, als etwas Schlimmeres …
Währenddessen schmiss sich ein anderes Mädchen an Regulus ran – so offensichtlich das Remus sofort die Augen von den beiden nahm und etwas röter um die Nase wurde. Erst Alkohol und dann das!
Aber vermutlich wurden die Slytherins auch nicht auf ihn hören, wenn er sagen würde das ein solcher Kontakt zwischen Mädchen und Jungen ebenfalls in Hogwarts nicht gestattet war.
Eliott Winston schaute derweilen Regulus und das Mädchen – Salazar – so an als würde sie gerne mitmachen. Wo war er hier nur hinein geraten?
Er würde sich gerne auf der Stelle umdrehen und den Rückweg in seinen Schlafsaal antreten. Aber dann würde er später eine Standpauke von seinen Freunden bekommen und er wollte nicht wie ein Langweiler und Angsthase da zustehen – auch wenn er einer war, aber er spielte sich eben gerne vor anders zu sein. Normal zu sein …
„Remus Lupin, du solltest anfangen richtig zu leben! Es ist ja nur für heute – du wirst uns doch nicht verpetzen, oder?“
Remus Augen huschten zu Samantha Darrell, ihres Zeichens Vertrauensschülerin von Slytherin. Von allen Schülern dieses Hauses konnte er sie mit Abstand am meisten leiden. Sie war sehr nett im Zug zu ihm gewesen und auch ansonsten hatte sie ihn nie so sehr geärgert wie ihre Freunde.
Trotzdem konnte er auf ihre Worte nichts erwidern, er schaute ihr nur einen Moment in die Augen ehe er den Blick wieder abwandte und stattdessen den Boden beobachtete, der wie zu erwarten nichts tat.
Leben sollte er? Wenn sie ihn kennen würde, würde sie so etwas niemals sagen! Vielleicht würde sie es sich nicht einmal trauen. Es war schwer zu leben wenn man so wie er war.
Wenn man sich immer unter Kontrolle haben musste – in jeder Situation.
In diesem Moment hallte die Stimme eines unerfahrenen Heilers aus dem St. Mungo durch seinen Kopf, als stände er direkt hinter ihm: “Nur einmal im Monat Remus, nur ein einziger Vollmond! Der Rest ist vollkommen normal, die restliche Zeit kannst Du einfach nur ein Kind sein.“ Mittlerweile hatte der junge Heiler mehr Erfahrung, aus dem lieb gemeinten „Remus“ war ein anstandsvolles „Mr. Lupin“ geworden, aber für diese Lüge hatte er sich dennoch nicht entschuldigt.
Nichts war normal! Er konnte kein Kind und nun auch kein normaler Teenager sein, mit normalen Teenagersorgen. Wie also sollte er sich hin setzten und Alkohol trinken und leben, wenn er ihnen im nächsten Moment die Kehle heraus reißen könnte?
Nein, er musste sich immer im Griff haben – immer!
“Du übertreibst wieder maßlos …“, flüsterte eine leise Stimme in seinem Hinterkopf. Vielleicht tat er das auch wirklich, aber lieber übervorsichtig sein, anstatt etwas zu riskieren.
Lass dem Wolf keinen Freiraum und niemanden wird etwas passieren. Halte das Risiko so gering wie möglich und Du musst nicht gehasst werden. Ja, so lebte er und nicht wie Samantha und ihre Freunde oder auch wie seine Freunde. Wie Sirius und James, die wohl immer hinter ihm standen, versuchten ihn zu verstehen, aber es dennoch niemals gänzlich begreifen würde, was es hieß ein Ausgestoßener zu sein.
Er wandte den Blick wieder vom Boden und versuchte sich zu sammeln. Tief ein und ausatmen. Samanthas Blick lag, nachdem sie noch mehrere Schlücke aus der verzauberten Flasche genommen hatte, abermals auf ihm.
„Ich hab noch nicht entschieden ob ich petzen werde.“, sagte Remus aufmüpfig und er klang zickiger wie beabsichtigt. Tja, jetzt mochte Samantha ihn sicherlich nicht mehr, aber er war ihr immer noch für ihre Art dankbar. Auch wenn ihr Satz ihn geärgert hatte, beschloss er sie in Zukunft vor seinen Freunden in Schutz zu nehmen. Den die Slytherins waren nicht die Einzige die manchmal austeilten …

Während Samantha gesprochen hatte, war Sirius vor ihm wie erstarrt. Remus schaute auf seinen angespannten Nacken unter seinen langen, dunkelschwarzen Haaren.
Auch wenn sie der Lupin mit Sirius schon seit über vier Jahren einen Schlafsaal teilte, musste er sich manchmal eingestehen dass er weniger von dem Black wusste wie er sich wünschen würde.
“James weiß sicherlich viel mehr über ihn …“, sagte die gemeine Stimme in seinem Kopf, die sich scheinbar zur Aufgabe gemacht hatte sein Leben so unerträglich wie möglich zu machen. Obwohl dafür war ja eigentlich der Wolf, der Vollmond, er selbst verantwortlich.
Trotzdem tat der Gedanke mehr weh als es richtig gewesen wäre.
Aber was war es nun was Sirius so störte? Das Samantha ihn ansprach? Das konnte es sein, Sirius und auch seine anderen Freunden hatten leider oftmals das unangenehme Hobby ihn vor allem möglichen – Slytherins nicht ausgeschlossen – zu beschützen. Er war ihnen oft dankbar dafür, aber meistens fühlte er sich wie ein schwaches, kleines Mädchen und das war einfach nur ein erniedrigendes Gefühl.
Während Sirius sich noch immer nicht entspannte, trat Remus einen kleinen Schritt hinter seinem Rücken hervor um einen Angriff von seiner Seite zu vermeiden. Er achtete auf die Hände seines Freundes, doch im Moment schienen sie seinen Zauberstab noch nicht zu umfassen. Gut so, er wollte nicht das es zu einem Kampf kam. Immer wieder bettete er diesen Satz herunter als wäre es sein Mantra: Bitte kein Kampf, Bitte kein Kampf. Wir sind in der Unterzahl, bitte kein Kampf, die tun uns alle weh, bitte kein Kampf …
Doch dann überraschte ihn Sirius. Noch mehr als mit diesen doofen Spitznamen die er oben im Gemeinschaftsraum erwähnt hatte.
Ganz leise flüsterte in seine Richtung, scheinbar ohne es wirklich zu bemerken: “Komm verwandele dich“.
Remus wusste das niemand außer ihm sein Gemurmel hatte hören können, trotzdem sah er ihn wie von allen Geistern verlassen an. „Was …“, kam ihm über die Lippen, doch er brach ab, denn er wusste nicht was er sagen wollte. Was meinte Sirius nur damit?
Remus seufzte leise: Er hasste es wenn seine Freunde mit ihm über sein „kleines Problem“ sprachen, oder wenn sie hin und wieder ihre Witze darüber rissen. Wenn sie auch nur eine Nacht das durchmachen müssten, was er jeden gottverdammten Vollmond durchmachte, würde ihnen kein einziger Scherz mehr über die Lippen kommen.
Er versprach sich Sirius später danach zu fragen und schrieb auf seine gedankliche Liste all der Sachen die ihn über seinen Freund ärgerten.

Dann fiel Remus Blick auf eine Person, die er – gefährlicherweise – die ganze Zeit außer Acht gelassen hatte. Bellatrix Black warf Samantha für ihren Zwischenruf nur einen fragenden Blick zu und Remus wusste sofort womit sie ein Problem hatte: Samantha war ihr zu lieb. Sie war nicht einfach mit einem Zwischenruf, einem gehässigen Kommentar zufrieden. Sie wollte mehr. Immer! Sie war immer die schlimmste von allen. Auch wenn Snape die Angewohnheit hatte ihm immer und überall zu verhexen wenn James oder Sirius nicht in der Nähe waren, hatte er vor Bellatrix mit Abstand am meisten Respekt. Er wusste nie wie weit sie gehen würde. Und dann geht es möglicherweise nicht mehr nur um einen Regelbruch, sondern um viel mehr.
Bellatrix wandte sich von Samantha ab und sah stattdessen ihn an. Ihre dunkeln Augen bohrten sich in sein Gesicht und Remus wurde augenblicklich übel. Wenn Blicke töten könnten … Sie starrte ihn an als wäre er etwas ekelhaftes, dreckiges, etwas das verboten gehören sollte. Also genauso wie er sich fühlte.
Und deswegen traf ihn dieser Blick auch so sehr, weil er der Meinung war das er den Ausdruck in ihren Augen verdiente.
Jemand anderes, James oder Sirius die so mutig und so selbstbewusst waren, hätten nun nur die Schulter gestreckt, sich größer gemacht und auf das Kommende gewartet.
Aber er war nicht so – er hatte Angst. Zu ungern würde er das zugeben, aber sicherlich würde es in diesem Moment jeder von seinem Gesicht ablesen können.
Die Black blieb wenige Zentimeter vor ihm stehen und bohrte ihm ihren krummen Zauberstab in die Brust: Du kleines Halbblut denkst wirklich, du könntest *uns* Slytherins irgendwelche Anweisungen geben?“
Das Blut rauschte in seinen Ohren, während er auf Bellatrixs Lippen starrte die sich scheinbare sinnlos bewegten. Ihre Nasenlöcher blähten sich und sie sah in diesem Moment aus wie ein Todesengel. Auf der einen Seite hübsch, aber sie machte sich so hässlich.
Mit kreischender Stimme stieß sie aus, dass er in diesem Moment ebenfalls mehrere Schulregeln brach – Remus hätte ihr gerne gesagt das er als Vertrauensschüler außerhalb der Ruhezeiten in den Gängen sein durfte, aber sein Mund war viel zu trocken um auch nur einen Krächzlaut hervorzubringen – und das er sich immer nur hinter seinen Freunden versteckte und nur aus dem Grund sein Abzeichen bekommen hatte, weil er seine Freunde zurück halten sollte.
Es störte ihn nicht das sie ihn anschuldigte, ihn beleidigte. Er war es gewohnt. Er wurde von ihr und ihren Freunden immer verhöhnt, mindestens einmal am Tag durfte er sich irgendein abschätziges Kommentar über seine abgetragenen Klamotten anhören, Spekulationen über seine Narben, Gelächter über sein schmächtiges Aussehen, seine schüchterne Art … Mit der Zeit störte einen dies nicht mehr so sehr, auch wenn es noch immer ein bisschen weh tat und nicht wirklich dazu führte das er selbstbewusster wurde.
Aber die Kommentare über James und Peter und Sirius störten ihn. Wieso dachte sie so etwas über sie?
Das war einfach nicht fair … Abermals öffneten sich Bellatrixs Lippen und sie stieß hervor „Taratellegra“ – und noch während der helle Lichtblitz sich in seine Brust bohrte, wusste er das nichts schlimmes passieren würde. Ein Tanzfluch! Und das von Bellatrix Black – er konnte nicht gerade sagen das er enttäuscht war – weiß Gott nicht – aber überrascht über … ihre Milde. Er war schlimmeres gewohnt, doch als seine Beine begangen unkontrolliert zu tanzen und einzuknicken, musste er zugeben das es ungenehmer wie gedacht war.
Bald schon gerät er ins Schwitzen und das Lachen der Slytherins sorgte für Zornestränen in seinen Augen.
„Sirius nicht!“, stieß Remus kurz hervor. Doch es war zu spät. Sirius stürmte mit wütendem Blick auf Bellatrix zu, den Zauberstab gezückt und auf ihren Bauch gerichtet. Kurz stieß er das schwarze Holz in ihre Magengegend, den Blick starr auf ihre dunkeln Augen gerichtet. Remus wusste wie wütend Sirius werden konnte und er wollte in diesem Moment nicht in Bellatrixs Haut stecken.
“Das tut er alles nur für dich!“, sagte die Stimme – die dieses Mal nicht gehässig klang, sondern entzückt. Ja, er tat es nur für ihn. Und so sehr Remus sich auch manchmal über seine Art ärgerte, darüber das er nie aufräumte, nie seine Hausaufgaben machte, die Lehrer herablässig behandelte, alle anderen herablässig behandelte – so sehr dankbar war er ihm in diesem Moment.
Seine Laster waren doch alles nur Kleinigkeiten, gegenüber dem hier. Das was zählte waren Momente wie dieser, er war der beste Freund den man sich nur vorstellen konnte. Ein bessere wie jemand wie er verdiente. Das waren sie alle – James und Peter. Sie waren perfekt und deswegen hätte er Bellatrix gerne ins Gesicht gespuckt für den Blick den sie Sirius schenkte. Niemand sollte ihn so ansehen!
Trotz all seiner Dankbarkeit hätte Remus sich gewünscht das Sirius Bellatrix nicht dermaßen angefahren hätte, wie er es nun tat: “ „Bellatrix Black… na wie geht es Mummy Bella Häschen…so sagt sie doch immer, ihr kleiner tyrannisierender Liebling. Daddy wäre stolz auf dich. Willst du auch ein Belohnungsküsschen von mir, wie du es immer von Daddy bekommst? – Bella glaube mir… „ sagte Sirius und seine Stimme wurde auf einmal ganz ernst „wärst du kein Mädchen und somit schwach und dumm, du wärst tot. Führ dich nicht so auf hier… jeder hier weiß doch dass du nur große Reden schwingst und wenn es hart auf hart kommt, hast du Schieß. Wenn ich noch einmal höre dass du Remus kleines, dreckiges Halbblut nennst, bist du dran hast du das verstanden? -ich kenn schlimmere Flüche als dein albernes Benehmen und denke ja nicht, ich kann oder trau mich nicht sie ein zusetzten. Sein nicht so stolz auf etwas, mit dem du geboren bist. Reinblütig zu sein, ist ja ach so cool. Aber du kannst absolut NICHTS dafür. Tue nur schön weiter was Daddy dir sagt, dann kannst du später einmal stolz sagen, dass du NICHTS in deinem Leben erreicht hast, was nicht schon von Anfang an da war. Sei nicht zu stolz darauf reinblütig zu sein. Wuhu ein winziger Genpool… ist das toll. Und jetzt lass deine dreckigen Finger von meinen Freunden…“
Remus starrte seinen Freund wie erstarrt an. Er war solche Reden von Sirius nicht gewöhnt. Wenn er ehrlich war hatte er immer die Ansicht gehegt das Sirius nicht der intellektuellste Mensch war der auf dieser Erde wandelt.
Aber das war wirklich – klug. Und er hatte Recht, Bellatrix hatte nichts in ihrem Leben worauf sie stolz sein könnte. Außer ihrem „reinen Blut“, welches sie nur hatte weil irgendwelche Großeltern ihre Geschwister geheiratet hatten. Ja, auf so etwas konnte man wirklich stolz sein! Auch wenn Sirius diesem abartigen und recht ekelhaften Genpool entsprungen war, konnte er daran nichts Gutes finden.
Während Sirius sich umdrehte – „Oh mein Gott! Dreh dieser Verrückten nicht den Rücken zu!“ – konnte Remus nichts anderes wie Bewunderung für seinen Freund empfinden. Er hatte seiner Cousine das ins Gesicht geworfen, wofür er sich schämte. Er hasste es reinblütig zu sein und in eine Familie geboren worden zu sein, die darauf auch noch stolz war und alle anderen wie Dreck behandelte.
Er hatte Bellatrix eben das vor Augen zu führen versucht, hatte versucht ihr klar zu machen das es nicht zählte ob man reinblütig war oder eben nicht, das ihre Familien nicht das Richtige taten und vor allem ihre Motive falsch waren. Er müsste sich vor seinen eigenen Worten eigentlich ebenfalls zur Rechenschaft ziehen – und das war sehr mutig.
“Finite“, sagte Sirius mit einen lässigen Bewegung seiner Zauberstabhand in Remus Richtung und seine Beine hörten augenblicklich auf sich unruhig hin und her zu bewegen.
„Danke“, seufzte Remus leise.
Seine Beine zitterten von der Überanstrengung wie verrückt und er konnte kaum einen Fuß vor den anderen setzen, ohne Gefahr zu laufen auf den Hosenboden zu fallen.
Er stellt sich dicht hinter Sirius, James und Frank und rieb sich die schmerzenden Beine. Sirius Wut schien immer noch nicht so ganz verraucht: Und meistens kam er erst richtig runter wenn er auf irgendetwas drauf schlagen konnte. Und das wollte Remus wirklich nicht zu lassen und Bellatrix sah nicht so aus, als würde sie das so gerne auf sich sitzen lassen.
Ein kleines Schmunzeln schlich sich auf die Lippen der Black, mit ekelhaft lieblicher Mädchenstimme – die so überhaupt nicht zu ihr zu passen schien – wandte sie sich direkt an Sirius. Remus konnte nur hoffen das sie es nicht übertrieb, denn er konnte es ertragen wenn Bellatrix ihn beleidigte, aber nicht wenn sie etwas gegen seine Freunde sagte.
Doch seine stillen Gebete wurden natürlich nicht erhört – wie hätte es auch anders sein können, nachdem noch kein einzelnen von ihm erhört wurde?
Sie sprach Sirius mit „Cousinchen“ an und sprach davon das Sirius genau wissen müsste, wie es bei ihr Zuhause aussah und das weder ihre Mutter noch ihr Vater sich wirklich dafür interessierte was sie in Hogwarts alles trieb, wenn sie nur nicht Schande über die Familie brachte. Etwas, das Sirius – so Bellatrix – hervorragend geschafft hatte.
Nur weil du Jammerlappen dich immer hinter Potter, versteckst und dich aus dem Staub machst, wenn es darauf ankommt zu seinen Freunden zu stehen, liegt das nicht in den Black’schen Genen, nein, das kommt dann wohl von *deinem* liebreizenden Daddy.
Remus sah Bellatrix geschockt an. Wie konnte sie so etwas nur sagen? Damit war sie bestimmt zu weit gegangen, er selbst hätte sich niemals getraut so mit Sirius zu sprechen. Seine Familie – vor allem sein Vater – waren für ihn ein Tabu-Thema. Es war immer schwer mit dem Black über ernste Themen zu sprechen, über Themen die einen verletzten konnten. Also folgte Remus einem einfachen Prinzip: Rede nicht mit ihm über seine Vergangenheit, über seine wahnsinnige Familie und ihr könnt trotzdem Freunde sein. Denn Remus ahnte das er sich nicht so viel herausnehmen konnte wie James, mit dem Sirius sich eigentlich niemals stritt und wenn nur über Kleinigkeiten, die am nächsten Tag längstens wieder vergessen waren.
Und was meinte Bellatrix eigentlich damit das sich Sirius hinter James verstecken würde? Wann hatte er das jemals getan? Nie! Er hatte nicht eine Situation gegeben in der Sirius nicht mutig gewesen war. Zu mindestens hatte Remus niemals erlebt das sein Freund nicht mutig, oder tapfer oder ein wahrer Gryffindor gewesen wäre.
Es war lächerlich so etwas zu behaupten. Und es zeigte nur wie wenig Bellatrix ihren Cousin kannte. Wie wenig seine ganze Familie ihn wirklich kannte. Den wahren Sirius und nicht den der er vorgab zu sein – auch wenn der Lupin oftmals nur schwer zwischen ihnen zu unterscheiden vermochte.
Dann sagte Bellatrix noch etwas davon, dass sie es zur wahren Größe bringen würde, während Sirius niemals etwas aus seinem Leben machen würde. Sie – Bellatrix – würde ihn und seine unwürdigen Freunde vernichten – das übliche Geplänkel eben.
Remus wurde über ihre Worte immer wütender: Er wünschte sie hätte niemals aufgehört ihn zu ärgern und so niemals damit begonnen so schlecht über Sirius zu reden.
Wie sehr er sich wünschte Sirius Familie würde zu schätzen wissen welch großartigen Sohn, welch tollen Cousin sie hatten. Das sie ihn als das akzeptierten was er war.
Aber das war so eine Sache mit der Akzeptanz – sie kam nur denen zu Gute die normal waren, die dem Muster folgten und nicht jenen die sie wirklich benötigten. Das wusste er nur all zu gut.
Der Lupin war schon immer der Ansicht gewesen, dass Sirius nicht besonders gut im Reden schwingen war. Das er manchmal – vor allem wenn es darauf ankam – weder wortgewandt war noch eine spezielle, intellektuelle Reife vorzuweisen hatte. Anscheinend lag dieses „Talent“ in der Familie, denn Remus fand Bellatrixs kleine Diskussion nicht besonders durchdacht. Seiner Meinung nach würde sie keine große Anführerin von irgendwelchen „Reinblüter-Clans“ werden, sie würde nur folgen können. Wieso himmelten all die anderen Slytherins sie so sehr an? Konnte sie sich manchmal etwa besser ausdrücken? Oder war eine Mischung aus Angstmacherei und hasserfüllten Blicken das einzige mit dem sie Leute an sich zu fesseln vermochte? Was es auch war – Remus wusste zu mindestens das sie es schaffen würde die Slytherins in der Großen Halle dazu zu bewegen hinter ihr zu stehen. Ein Grund Angst vor ihr zu haben. Intellekt hin oder her …

Jedes einzelne Augenpaar in der Großen Halle war auf Bellatrix und Sirius gerichtet. Sie schätzen ab was als nächstes geschehen würde und Remus wünschte sich nicht zum ersten Mal das er den Mut aufbringen würde, etwas zu sagen, Sirius in den Schutz zu nehmen so wie er es eben für ihn getan hatte. Ein wirklicher Freund und nicht nur ein unnötiger Klotz am Bein zu sein. Doch stattdessen stand er stumm da, dicht hinter seinen Freunden die ihn immer noch zu beschützen schienen, auch wenn er schon lange nicht mehr Gefahr lief verhext zu werden.
James hatte natürlich niemals Angst die falschen Worte zu finden. Deswegen schlich sich ein Grinsen auf seine Lippen und Remus war sofort klar das alles was er nun tun würde die Situation besser machen würde. James konnte man vertrauen. Sirius natürlich auch, nur manchmal machte er gewisse Dinge nicht besser.
Hey Bella, bist du jetzt endlich fertig mit deiner Rede? Ich hab nämlich eine dringende Frage an dich. Wenn du uns dann 'vernichten willst', wie hattest du das geplant? Willst du das wir uns in den Tod tanzen? Denn so wie es scheint ist der einzige 'ach so mächtige Zauber' den du dir merken kannst."
Unwillkürlich musste Remus lächeln – genau das hatte er auch gedacht. Sicherlich ebenso wie Sirius und Frank. Sie hatten anderes erwartet von der Black – vor allem nach ihrem kleinen Einkauf in der Nokturngasse.
Nur wenige Augenblicke später betraten Lily und Alice die Halle.
“Oh nein! Sie nicht auch noch …“, dachte Remus geschockt als er beobachtete wie die beiden Mädchen mit erhobenen Haupt in die Raum stolzierten. Er wollte nicht das sie auch noch in den Schusswechsel gerieten.
Mit verblüfften Gesichtern bemerkten die beiden Freundinnen Molly Prewett und setzten sich zu ihr. Auf Mollys Gesicht schlich sich ein dankbarer Ausdruck, auch wenn sie sich gut geschlagen hatte, so wirklich wohl hatte ihr zwischen den ganzen Slytherins wirklich nicht sein können.
Lily ließ hingegen ihre grünen Augen durch die Menge wandern und schätze anscheinend die Situation ab, nachdem ihr Blick kurz auf Snape hingen blieb, wanderte er weiter zu ihm und ein besorgter Ausdruck trat in ihre Augen.
Remus versuchte den Blick abzuwenden, ihr ein leichtes Lächeln zu schenken damit sie bemerkte das alles in Ordnung war. Doch die Evans war bereits aufgestanden und neben ihn getreten.
“Geht es dir gut Remus?“, fragte sie liebevoll und sah ihn so offenkundig besorgt an, das ihm ganz warm ums Herz wurde. Sie strich ihm einmal kurz über den Unterarm.
Eine normale Berührung, doch Remus hasste es. Trotzdem versuchte er sein Lächeln aufrecht zu erhalten. Der Wolf hasste es, nicht er. Er war Lily dankbar. Er sollte sich nicht von dem Monster beeinflussen lassen, nur weil es meinte jedes Mal auszurasten wenn ihn jemand berührte, egal ob es seine Mutter, sein Vater oder eben Lily war.
„Ja“, flüsterte Remus leise und warf Bellatrix einen abschätzenden Blick zu. „Es ist ja nicht so als wäre ich es nicht gewöhnt …“, fügte er dann noch leise hinzu.
Lily musste sicherlich auch schon oft bemerkt haben, dass die Slytherins es auf ihn absehen haben. Natürlich immer nur wenn er alleine unterwegs war, oder in kleineren Gruppen. Lily wurde sicherlich verschont, wegen ihrer Freundschaft mit Snape.
Aus dem Augenwinkel bemerkte er wie Bellatrix Lily beäugte. Remus war sich sicher das sie Lily noch mehr verabscheuen musste wie ihn. Auch wenn er ein Rumtreiber war. Immerhin waren Lilys Eltern beide Muggle, und er hatte zu mindestens noch einen Zauberer als Vater.
Aber eins war ganz sicher: Lily hatte so einiges auf dem Kasten, sicherlich mehr wie Bellatrix.
„Gehen wir zu den Anderen Lily“, sagte Remus leise, denn er wollte so viel Abstand zwischen Lily und Bellatrix bringen wie nur möglich, denn er konnte nicht sicher sein ob ihre Freundschaft zu Snape sie hier retten würde.
Er wusste nicht ob Lily ahnte das er wegen ihr zu den Anderen ging, aber irgendwie hoffte er das sie bemerkte das ihm etwas an ihr lag.
Er strich Sirius beim Vorbeilaufen leicht über den Rücken. Er hoffte das Sirius es als Aufforderung nahm nicht auf seine Cousine los zu gehen.
Doch dann erhob sich Samantha aus der Menge und schritt beschwingt auf ihm zu. Sie hatte ein strahlendes Lächeln aufgelegt und auf einmal hatte Remus das Gefühl das sie ihm seine Worte von eben überhaupt nicht übel zu nehmen schien.
Sie schwankte bei jedem Schritt hin und her, als wären sie auf einem Schiff und sie hätte die Seekrankheit. Remus hatte furchtbare Angst das sie sich auf ihn übergeben könnte.
Unsicher machte er einen kleinen Schritt zurück. Doch Samantha war schneller und schlang ihre Arme um seinen Hals.
Remus quickte erschrocken auf: Ihr Atmen roch so stark nach Alkohol, dass er aufhörte zu atmen. Doch hauptsächlich roch sie … nach Mädchen. Nach Parfüm und Schminke und Shampoo. Ziemlich unbekannt – zu unbekannt. Und viel zu nah.
Der Wolf in ihm rebellierte lautstark, denn er duldete diese Nähe nicht. Er war kein Kuscheltier. Remus unterdrückte ein Knurren und auch den Wunsch Samantha von sich zu schieben. Warum tut sie das? Sie musste wirklich sehr betrunken sein.
„Ach Remus, mach dir nichts draus, das Jahr kann nur noch besser werden. Außerdem wird sich morgen niemand mehr an das hier erinnern – ich zumindest nicht.“ So wie sich benahm, würde sie sich morgen sicherlich nicht mehr dran erinnern können. Und wenn, würde sie sicherlich so tun als würde sie es nicht können. Wer umarmte schon Remus Lupin? Das machte einen doch total „uncool“ – oder etwa nicht?
Remus wurde bei ihren Worten rot. Er hätte gerne irgendetwas erwidert. Aber Samantha löste sich bereits von ihm und er war froh als sie etwas Abstand zwischen sie gebracht hatte. Dann lief Severus Snape an ihnen vorbei, sie schaute ihm hinterher und verschwand dann in die gleiche Richtung wie er aus der Halle.
Der Lupin stand eine Weile wie angewurzelt an einer Stelle, bis er sich von der spontanen Knuddelattacke erholt hatte und schnell Lilys Blick suchte. Allerdings konnte er den Ausdruck in ihren Augen nicht wirklich deuten, deswegen schaute er schnell wieder weg und versuchte sich zu sammeln.
„O-Okaaay. Dann gehen wir … äh, gehen wir mal“, nuschelte er undeutlich und wurde noch etwas röter.
Schnell setzte er sich auf die Bank der Slytherins, direkt neben Alice Brown und Molly Prewett – und zu seiner Überraschung auch Xenophilius Lovegood, ein verrückter Schüler aus Ravenclaw. Er war sehr intelligent, allerdings verschwendet er Remus Meinung nach sein Talent während der Suche nach beweisbar nicht existierenden Lebewesen, die eh kein Mensch brauchte.
Nach dem Remus eine kurze Zeit auf den Bank gesessen hatte, hörten seine Beine schnell auf zu zittern, als er endlich die Füße vom Boden nehmen konnte. Bellatrix Fluch hatte nun gänzlich seine Wirkung verloren.
Wenn der Mond wenigstens abnehmen und nicht zunehmen würde. Dann würde ihn das ganze nicht so mitnehmen. Vor allem kein läppischer Fluch wie den Taratallegra.
Stattdessen spürte er mit jedem Tag mehr das er schwächer wurde und der Wolf stärker. Es viel ihm schwerer sich zu konzentrieren, er hatte Kopfschmerzen und einfach keine Kraft mehr. Gipfeln würde das ganze natürlich einen Tag vor dem Vollmond, da konnte man ihn komplett vergessen. Nach dem vollen Mond wurde es wieder besser werden, nachdem er sich erholt hatte. Eigentlich lebte er nur voll und ganz für Neumond: Da gehörte sein Körper nur ihm ganz alleine. Aber die Nacht lockte wieder seinen unerwünschten Mitbewohner heran, der ihn nicht schlafen lassen würde. Und dann ging das wieder von vorne los.
Mit einem Kopfschütteln verscheuchte er die Gedanken. Er sollte aufhören sich selbst zu bemitleiden und lieber versuchen jeden von Bellatrix Schritten vorauszuahnen. Er setzte sich kerzengerade hin und mit aufmerksamen Augen beobachtete er jede kleinste Bewegung von Sirius oder James.
Sein Zauberstab lag fest in seiner Hand und er hoffte das er den Mut aufbringen würde zu handeln, wenn es nötig wäre.
Doch seine Freunde würde er beschützen – komme was wolle. Denn das war es doch was sie von den Slytherins unterschied. Sie standen zu ihren Freunden, nicht nur aus selbstverliebten Gründen, um irgendeinen Bonus zu erhalten, oder beliebter zu sein. Für James, Sirius, Peter, für all die Gryffindors würde er versuchen mutig zu sein. Und tapfer.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Severus Snape the first
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Demetri, Elena Wilson
Anzahl der Beiträge : 161
Anmeldedatum : 01.08.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 7:58 am

Wut vermischt mit dem Gefühl verraten worden zu sein. Verachtung, Demütigung, Taubheit. Ein gefährlicher Gefühlscocktail, der durch Severus Adern floss, seltsam dröhnende Kopfschmerzen auslöste, was wohl auch an dem Alkohol liegen musste. Ein weiterer Faktor, der seine Wahrnehmung verzerrte. Denn gerade sah es so aus, als würde Remus Lupin, der kleine, immer vorbildliche und geradezu peinlich ordentliche Vertrauensschüler… tanzen?! Doch als er genauer hinsah, bemerkte er, dass es sich um einen einfachen Fluch handelte. Immerhin etwas, er war noch nicht vollkommen gestört, auch wenn Bellatrix da anscheinend ganz anderer Meinung war. Eigentlich sollte es ihn doch nicht wundern, dass sie so herzlos war. Hatte er nicht genau das an ihr geschätzt? Ja. Aber nicht, wenn es gegen ihn gerichtet war. Sie schien jedenfalls nicht zu bemerken, was in ihm vorging, denn sie beschimpfte immer noch ihren Cousin, der sich auf eine Stufe mit wertlosen Halb- und Schlammblütern stellte. So dachte sie also über ihn… dass er nicht besser war als irgendein dahergelaufener Muggel. Was dachte er denn da? Hatte er nicht Lily in ihrer Kindheit gesagt, dass genau das nicht schlimm war? Von einer Muggelfamilie abzustammen? Und eigentlich stand er doch immer hinter seinen Worten. Doch jetzt… warum ließ ihn auf einmal eine Person so an sich zweifeln?
Und genau diese Zweifel waren auf einmal verschwunden, als er spürte, wie jemand seine Hand ergriff. Als er aufblickte sah er Samantha, die mitfühlend lächelte. Sie schien genau erkannt zu haben, was in ihm vorging. Beeindruckend. Auch sie schien die Nase voll von diesem irrelevanten Gezanke zu haben und er war froh, dass sie das so sah. Aus irgendeinem Grund wollte er nicht, dass sie sich mit den Rumtreibern anlegte.
Tiefe Verachtung durchzuckte ihn, als er die arrogante, nasale und vor Ironie triefende Stimme von Potter hörte. Ganz gleich was er sagte, es war schrecklich für Severus. Er könnte ihm auch seine unendliche Liebe zu rosa Lippenstift und Wimperntusche bekunden, vor seinen Augen mit Dumbledore Walzer tanzen – er würde ihn trotzdem zu gerne im Klo ertränken. Eine seltsame Vorstellung, aber viel demütigender, als es ein einfacher Fluch wäre. Wenngleich sein Ruf sowieso zerstört wäre, würde er Walzer tanzen und das auch noch mit Dumbledore. Trotz der Lächerlichkeit, die dahinter steckte, konnte er sich kein Lachen abgewinnen. Denn in diesem Moment betraten auch Lily und Alice Brown die Halle. Nun war das Vertrauensschülerduo der Gryffindors also komplett. Wie wunderbar. Würde sie auch verächtlich schnauben, wenn sie die – bis eben – einträchtige Runde sah und den Alkohol bemerkte? Und würde sie das in ihrer ohnehin schon niedrigen Meinung von Severus bestätigen? Tausend Szenarien wirbelten durch seinen Kopf doch zu seinem Erstaunen trat nichts davon ein. Sie lief schnurstracks auf Lupin zu und flüsterte ihm leise etwas zu. Super! Der arme Wicht bekam ihre Aufmerksamkeit und er nicht? Ja, er war eifersüchtig. Schlimm genug, dass sie sich zerstritten hatten, nun ging sie auch noch so zärtlich mit dem schmuddeligen Rumtreiber um. Wollte sie sich nicht gleich Potter in die Arme schmeißen? Vielleicht würde er dann seine vorlaute Klappe halten. Denn seine Worte brannten wie Galle in seinem Rachen. Und nur weil er wusste, dass es ganz und gar nicht gut ausginge, wenn er jetzt sein Wort erhob blieb er einfach sitzen und ließ das alles als scheinbar unbeteiligter Zuschauer über sich ergehen. Warum konnten sie nicht still sein, verschwinden und sie in Ruhe lassen? Sie platzten immer zum falschen Zeitpunkt herein. Als hätten sie ein seltenes Talent dazu… Auch Xenophilius Lovegood betrat nun beschwingt die Halle, ein breites Grinsen auf den Lippen, als ließe er sich gar nicht von den Spannungen, die hier überdeutlich zu spüren waren, beeinflussen. Aber so war nun mal der Rawenclaw. Unglaublich seltsam, aber irgendwie … witzig. Wie er von allerlei komischen Kreaturen sprach und das mit voller Überzeugung. Doch jetzt konnte Severus nicht darüber lachen. Vielmehr beobachtete er Samantha, wie sie schwankend aufstand und – wie sollte es auch anders sein – auf Lupin zuging. Zu sehen, wie sie ihre Arme um ihn legte und in eine Umarmung zog war beinahe schlimmer, als Lily bei ihm stehen zu sehen. In diesem Moment schoss ihm nur ein Gedanke durch den Kopf: Warum? Was bei Merlins bunt gepunkteter Unterhose hatte er gemacht, dass sie das hier taten? Vielleicht reagierte er über, vielleicht war das der Alkohol, der da aus ihm sprach und vielleicht sollte er sich das nicht so zu Herzen nehmen. Doch Fakt war, dass sie hier alle einen Dreck auf ihn gaben. Freunde dich damit an, Severus. So wird es in Zukunft immer so sein… Komm damit klar Diese leise Stimme war wie Folter für ihn. Er bekam keine Luft mehr, seine Lungen schnürten sich zu. Er musste hier raus. Einfach weg… sofort!
Schnell erhob er sich von der Bank seines Haustisches, achtete nicht darauf wen oder was er anrempelte, streifte noch kurz Potter und Lupin mit seinem Arm und verließ dann die Halle. Er hörte, wie sich die Geräusche entfernten, immer leiser wurden, bis er sie nicht mehr hörte. Blindlings lief er weiter, stolperte das Portal hinaus, rannte fast die kleine Anhöhe herunter und stoppte erst, als er spürte, wie seine Füße in etwas Nasses traten. Der Slytherin öffnete die Augen und blickte sich um, erkannte den schwarzen See, in dem sich der Mond spiegelte. Mit einem resignierten Seufzen ließ er sich unter einen Baum nahe des Ufers sinken, zog die durchnässten Schuhe und Socken aus und ließ seine Füße im eiskalten Wasser baumeln. Sein Rücken lehnte am rauen Stamm der Eiche und so blickte er hinaus auf das scheinbar endlose Wasser. Hier draußen, wo die sanfte Nachtluft sein Gesicht umspielte konnte er endlich wieder klar denken. Vermutlich hatte Bellatrix mal wieder nicht nachgedacht in ihrem Wahn, sich mit irgendjemand anzulegen. Vermutlich war Lily nur ihren freundschaftlichen und mitfühlenden Gefühlen unterliegen und vermutlich war es der Alkohol, der Samantha zu so etwas getrieben hatte. Er sollte sich nicht so viele Gedanken darum machen. Es war gut, dass er nicht mehr in der Halle war. Wer wusste schon, wann Potter ihn bemerkt hätte und dann wäre alles vorbei gewesen. Nachsitzen schon am ersten Schultag? Das wäre wirklich eine reife Leistung. Selbst für Potter! Aber da zu diesem Zeitpunkt mehr Slytherins als Gryffindors anwesend waren, würde das Haus der Schlangen deutlich mehr Punkte verlieren, als die Löwen. Und Severus wollte wirklich nicht dabei sein, wenn das passierte! So wie er dort saß, ganz in Gedanken versunken, merkte er nicht, wie sich jemand von hinten näherte.

Tbc.: Außerhalb – Schwarzer See
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Alice Brown the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Viktoria von Baden und Sofibel
Anzahl der Beiträge : 434
Anmeldedatum : 04.08.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 8:06 am

Alice musste nicht lange auf eine Antwort warten, doch vorher tauchte Huffelpuff neben ihr auf. Die Tierchen schliefen nun, ein gutes Zeichen. Ihre Knieselin war so fürsorglich für die Bande, dass man fast meinen könnte, Huffel hätte die Wesen adoptiert. Die Gryffindor schmunzelte und Xenophilius begrüßte sie freundlich. „Wie geht es dir und deinem Kniesel?“, fragte er nett. Noch niemand, abgesehen von Lily hatte sich je um das Befinden von Alice Tieren gekümmert! Gerührt säuselte sie: „Gut, dankeschön!“ Bevor sie 'und du' anhängen konnte streichelte er das Katzenähnliche Geschöpf und sagte: „Schlaues Kniesel hast du da, Alice. Und ein wahrlich gepflegtes Fell hat es auch.“ Das stimmte! Huffelpuff war eine der schönsten ihrer Art und die Pflege war nicht gerade einfach, vorallem nicht, wenn ständig Muffs an ihr herum 'knabberten'. Sie hauchte ein schüchternes: „Danke“ und blickte ihm direkt in die Augen. Seine Augen waren groß, größer als die von Bambi! Plötzlich beugte sich Lovegood weit zu ihr herüber: „Pass ja auf, Alice. Kniesel sind äußert anfällig von … du weißt schon, was ich meine … Nargeln! Sie lauern überall! Aber nur keine Sorge, ich habe Mittel dagegen!“ Naja, dass war eben, was bekannt war über ihn, seine Verrücktheit! Alice war nie negativ gegenüber von ihm eingestellt, doch sie machte sich Sorgen um ihn, wie sich das ganze noch auswirken würde... Er holte sein Täschchen auf den Tisch und kramte etwas darin. „Danke, dass ist sehr sehr nett, dass du dich um Huffelpuff so sehr sorgst!“ Als sich Alice etwas von dem Ravenclaw entfernte, konnte sie kurz über seiner Schulter blicken und sah Frank, wie er herüber blickte und das Geschehen genau beobachtete. Sie fand es süß, wie ihr Freund, fast schon etwas eifersüchtig wirkte. Kurz darauf hatte der Junge ein Fläschchen heraus geholt, es aber sofort in seiner Hand verschwinden lassen, sodass Alice noch nicht einmal sehen konnte, was darin war. Ernsthaft flüsternd begann er der Schülerin zu erklären, was er gerade gesucht hatte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Frank Longbottom
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Emma Campell
Anzahl der Beiträge : 34
Anmeldedatum : 17.11.11
Alter : 24
Ort : RDG

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 8:32 am

Als sie die Große Halle betreten hatten, hatte Frank schon ein ziemlich ungutes Gefühl. Nun war ihm einmal mehr klar gewesen, wieso er sich nie auf solche Streifzüge eingelassen hatte und somit auch nie zu den Rumtreibern gehörte. Es war eigentlich ziemlich unverantwortlich nachts durch die Schule zu laufen.
Aber das konnte er nun auch nicht mehr ändern. Zum Glück würde Alice nicht sehen das er hier war. Sie würde wahrscheinlich denken, dass er nur Unsinn im Kopf hatte und würde ihre frische Beziehung sofort wieder in den Wind schießen – er hatte es schon vor Augen.
Du könntest dich leise wegschleichen und unbemerkt verschwinden, überlegte er schüchtern. Denn das war er eigentlich. Viel zu schüchtern für einen richtigen Gryffindor. Niemals hätte er gedacht, Mutig genug für dieses Haus zu sein.
Er hatte schon gleich die ganzen Slytherins in der Halle sitzen sehen und da er wusste, dass diese sehr streitlustig waren und betete, dass es zu keinem Kampf kommen würde. Er war zwar gut in Verteidigung und Verwandlung, aber er war trotzdem nicht scharf drauf das jetzt zu demonstrieren. Und schon nach ner gefühlten Sekunde trat das ein, was Frank nicht gehofft hatte zu erleben. Wieso war er noch mal mitgekommen?? Ach ja – Alice, Beziehung, Ablenkung.
Er hatte Regulus aus der Truppe gehen sehen, hörte dass er sich mal wieder mit seinem Bruder Sirius stritt, doch wirklich zuhören tat Frank nicht.
Und dann hörte Frank eine schrille und schreckliche Lache, die er unter tausenden wiedererkannt hätte. Bellatrix Black trat auf sie zu und sprang sofort auf Remus Aussage, dass kein Alkohol in der Schule erlaubt sei, an.
Frank keuchte leise auf, als diese den Zauberstab gegen Remus richtete. Das konnte doch wohl nicht war sein. Er selber umfasste seinen Stab fester, bereit auf jeden Angriff zu reagieren, auch wenn er gute Reflexe besaß, wusste er, dass man Zaubern nur schlecht ausweichen konnte.
Nach den gefühlten Stunden, in denen Bellatrix Remus gegenüberstand sagte keiner was und auch Frank wagte es nicht auch nur zu atmen. Wortlos drehte sich Bellatrix plötzlich um, als Remus anfing wie wild zu tanzen.
Unmöglich! Einen Zauber gegen einen Schüler zu verwenden auch wenn es nur ein „relativ“ harmloser Zauber war. Von Bella war man bereits einiges schlimmeres gewohnt.
Plötzlich brach ein Gefecht aus Wörtern los. Sirius verteidigte seinen Freund angriffslustig, doch auch die Slytherin war nicht auf den Mund gefallen. Man erkannte schnell, dass diese beiden aus einer Familie kamen, auch wenn Sirius das nicht so sah. Frank war noch nie so sprachgewandt gewesen. Das merkte man sofort, denn auch James konterte nun hilfreich. Nur er, Frank, stand wie der letzte Vollidiot hier rum und hatte gedacht endlich mal über seinen Schatten zu springen. Aber so war er nicht, und so würde er wohl auch nie werden, egal wie oft er es auch versuchen würde. Er war der Stille Freund, der der immer einsteckte aber nie austeilen konnte. Tja, irgendeiner musste es ja sein.

Er sah nur leicht aus den Augenwinkeln, dass Lily und Alice durch die Tür kamen.
Moment Alice!!!!
Verdammt, und er stand hier rum und tat nichts, während Remus von Slytherins fertig gemacht wurde und James und Sirius die Sache allein regelten. Er hatte auch nicht mitbekommen, dass Molly Prewett, die Schwester seiner Freunde, hier in der Mitte der Slytheringemeinschaft saß, jedoch schaute sie nicht ganz so glücklich über ihre Situation aus.
Frank hätte das doch schon früher auffallen sollen? Oder??
Doch nun war seine gesamte Konzentration zunichte gemacht, nur durch Alice Anwesenheit. Als sie ihm denn auch noch zuzwinkerte, flatterte sein Bauch so, dass ihm das Geschehen um ihn rum kaum noch interessierte. So gab er es nach einiger Zeit auf und sah, dass sich Alice etwas weiter vom Geschehen gesetzt hatte. das war seine Möglichkeit ein bisschen zeit mit ihr zu verbringen und so entfernte er sich leise von der Rumtreibergruppe und gung zügig durch die Halle.
In dieser Zeit hatte sich einer der Ravenclaws zu ihr gesetzt und flüsterte ihr gerade etwas ins Ohr. Es war Xenophilius Lovegood, ein wirklich komischer Typ, der einem die merkwürdigsten Dinge über Nargel und irgendwelche anderen Tierchen erzählte. Da war es wahrscheinlich, weshalb sich Alice mit ihm unterhielt. Denn wenn es um Tiere ging, war sie immer Feuer und Flamme, egal mir wem sie erzählte. Das liebte Frank an ihr.
Doch irgendwie ging es ihm auch gegen den Strich die beiden so nah zusammen zu sehen. Sie war immerhin seine Freundin, wenn auch nicht so öffentlich.
Er ging auf die beiden zu, gerade als Lovegood etwas aus seiner Tasche kramte.
„Hey“, sagte er laut und schaute Alice direkt in die Augen. Es schien ihm, als amüsierte es sie, dass er so reagierte. Naja, seis drum. Es war eben seine Alice.
„Hallo Frank“, unterbrach Lovegood den Augenkontakt zwischen den beiden.
Frank setzte sich lächelnd neben Alice und schaute den Ravenclaw skeptisch an.
Alice’ kleine Knieselin lief unruhig über den Tisch und schaute mich böse an, wenn Kniesel böse gucken konnten hieß es.
"Was für ein erster tag in Hogwarts", seufzte Frank und schaute freundlich zu Alice.


Zuletzt von Frank Longbottom am So Feb 05, 2012 2:43 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Sirius Black
Gryffindor
Gryffindor

Anzahl der Beiträge : 378
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 24
Ort : Oberhessen

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 8:50 am

Als Sirius seine kleine Schimpftirade beendet hatte, ging es ihm erstaunlich gut. Was er nicht erwartet hatte… Normalerweise beruhigte er sie nie bevor er, sich mit Jemandem – der im Besten Fall weitaus größer und stärker war wie er - geprügelt hatte oder irgendetwas Wertvolles kaputt gemacht hatte. Er hatte genug zu verbergen, da verbot er sich nicht, solche ungefährlichen Gefühle wie Wut offen zur Schau zu stellen. Doch jetzt atmete er erleichtert aus und merkte dass es ihm weitaus besser ging wie gedacht. Mal wieder ein Streit mit Jemandem aus seiner Familie… vielleicht war er nur für den Moment so erstaunlich ruhig oder er hatte sich zu einem kleinen Teil damit abgefunden, dass seine Familie zu tief auf der dunklen Seite der Macht hockte… als das er auch nur noch das Geringste daran ändern konnte.

Doch Bella war leider noch nicht fertig also wandte Sirius ihr wieder seinen Blick zu. Cousinchen“ Sirius zog eine Augenbraue hoch „Selbst du, als Verräter, müsstest wissen, wie es bei deinen Cousinen Zuhause aussieht. Die Mitleidstour zieht nicht Süße, dachte sich Sirius. Die Frage sollte umgedreht lauten… Du weißt doch nicht wie es bei mir Zuhause aussieht. Klar Bella war vielleicht auf dem ersten Blick eine kleine Vorzeigetochter… Sie war klar an den dunklen Künsten interessiert, eine Slytherin, hübsch und grob begabt. Aber Sirius wusste, dass seit Andromeda und Narzissa auf der Welt waren die arme Bell einiges an Aufmerksamkeit hatte einbuchen müssen. Aber aus irgendeinem Grund konnte Sirius sie dafür nicht so bemitleiden, wie sie es vielleicht gewollt hätte. Denn er hätte den Boden dafür geküsst wenn sein Vater ihn nur ignorieren würde. Dann müsste er jetzt keine Angst davor haben einzuschlafen. Dann läge er jetzt in seinem Bett, so müde wie er eigentlich war und könnte getrost von tolleren Sachen träumen, als alten Kellern und die Fratze die sein Vater zog wenn er mal wieder zu viel Alkohol getrunken hatte, als dass er sich auch nur noch im geringsten beherrschen konnte… „Du weißt genau, dass ‚Mummy’ sich nicht darum schert, was ich hier treibe und es ‚Daddy’ auch relativ egal ist. Das Einzige was für die beiden zählt, übrigens gilt das auch für deine Mutter, ist, dass wir keine Schande über die Familie bringen. Was du ja wieder glänzend hinbekommen hast. Sirius, nach deiner Definition von Mädchen bist du mehr Mädchen als ich. Ich bin weder schwach, noch dumm, im Gegensatz zu dir arrogantem Arsch.“ Da Frauen und Mädchen in der menschlichen Gattung als das schönere Geschlecht galten, gab Sirius überhaupt keine Widerrede als Bella sagt er wäre eher ein Mädchen wie sie. Wenn man so gut aussah wie Sirius, war es schwer mit den Neidern zu leben. Und er musste schon sagen, es gab bestimmt viele Mädchen die sich diese, von Gott gegebenen Haare wünschten. Aber nur zu seiner Verteidigung – lange Haare bei Männern heißen nicht dass man am anderen Ufer wanderte. Doch als Bella ihre Maske verlor und anfing wahllose Beleidigungen in den Raum zu werfen… Das war der Moment für Sirius als er anfangen musste, sich das Lachen zu verkneifen. Er war nicht mehr wütend… und Bella jetzt so fuchsteufelswild zu sehen, dass war lustiger als der ganze letzte Sommer zusammen. Verbissen schloss er den Mund… aber das war einfacher gesagt als getan. Und wenn du denkst, dass ich, wenn’s drauf ankommt, nicht zu denen halte, die mir wirklich wichtig sind, die es wert sind, beschützt und unterstützt zu werden, dann liegst du völlig falsch. Nur weil du Jammerlappen dich immer hinter Potter versteckst und dich aus dem Staub machst, wenn es darauf ankommt zu seinen Freunden zu stehen, liegt das nicht in den Black’schen Genen, nein, das kommt dann wohl von deinem liebreizenden Daddy. Wollte Bella ihm jetzt wirklich einen Vortrag über wahre Freundschaft halten. Dann war sie sicherlich bei ihm an der falschen Adresse. Er lebte für diese zwei Menschen die neben ihm standen und auch für Peter, der Gott weiß wo war. Sie konnte sich ja gar nicht vorstellen, was er alles auf sich genommen hatte für Remus Lupin und was er alles tun würde für James. Und seinen Vater sollte sie mal ganz aus dem Spiel lassen… Er hasste es mit ihm verglichen zu werden… So sehr. Er wusste er sah ihm ähnlich… aber er war es doch nicht. Oder? – es gab diese Momente, wo er sich da nicht so sicher war. Wo er das Gefühl hatte sich selbst zu verlieren. Und glaubst du wirklich, ich hätte Angst vor dir? Ich?! Na dann mal viel Spaß, mit deinen ritterlichen Flüchen. Das härteste, was du drauf hast ist doch ein oller Flederwichtfluch. Du hast ja keine Ahnung, was ich alles kann Okay der Moment war gekommen. Lange hätte es sich eh nicht mehr vermeiden können. Und dann lachte er. Du hast ja keine Ahnung was ich alles kann und ihn nannte man täglich arrogant. Na bitte, jetzt hatte er die Ausrede, dass doch alles am Blut hängt. Bella ließ sich in ihrer kleinen Rede nicht unterbrechen und machte einfach weiter ihren Blick immer noch wütend auf Sirius gerichtet „Was will der werte Herr denn damit sagen? Ich werde nichts erreichen? Da hast du dich aber gewaltig geschnitten. Ich wette mit dir, dass ich in vier Jahren mehr erreicht habe als du. Bekannter bin. Du bist dann nur ein arbeitsloser Zauberer, der entweder zu Kreuze kriecht um seine Familie um Geld anzubetteln, oder als Müllmann in der Muggelwelt arbeitet.“ Sirius musste grinsen. Bellatrix Black die Bekanntheit der Schule. Von allen geliebt und gefürchtet. Schon klar. Niemand konnte sie ab. Sirius konnte getrost zugeben, dass viele - vorallem Kerle – ihn nicht ab konnten. Aber das machte nichts… wenigstens war er bekannt. Und er wusste, dass er oft grob war, dumme Scherze machte und die Grenzen oft mehr als nur überschritt. McGonagall sagte immer, er wäre sich ja so überhaupt nicht bewusst, was er alles sagte und dummes anstellte. Aber das stimmte nicht… er war sich vollkommen allem 100% bewusst und er bereute absolut nichts… das wäre irgendwie unprofessionell. Und die Jungs dieser Schule hassten ihn nur, weil er in regelmäßigen Abständen ihnen die Frauen ausspannte. Sirius hatte einmal die Phase gehabt, in der er es aufregend gefunden hatte nur vergebene Mädchen zu daten, da waren sie nicht so verzweifelt leicht rumzukriegen… da war es nur noch leicht. Sirius bezweifelte es sehr das auch nur ein Junge dieser Schule ein Auge auf Bella geworfen hatte und das obwohl sie bildschön war, wenn sie nicht immer so ein böses Gesicht machen würde… „Kleiner, dummer Sirius. Dir ist schon klar, dass du dich gerade selbst beleidigt hast. Ja, ich bin stolz auf mein Reinblütigkeit und wenn du dich selbst auf eine Stufe mit den Halb- und Schlammblütern stellen willst, ist das dein Pech, aber ich bin stolz darauf reines Blut zu haben. Und wenn du weiter auf dem Glauben beharren willst, ich würde auch nur einen von deinen dreckigen Gryffindor-Freunden in Ruhe lassen, dann zerstör ich deine Welt nur ungern, aber: Sirius Black, ich werde dich und deine Freunde vernichten. Früher oder später, das kannst du mir glauben und nichts, absolut gar nichts, wird mich davon abbringen.“ Also was auch immer sie ihm damit sagen wollte, aber selbst wenn er zur selben Fraktion gehört kann er nicht tolles dran finden einen winzigen Genpool zuhaben. Mein Gott seine Eltern waren Cousine und Cousin – es war ein wahres Wunder der Natur, das da noch so was Tolles wie er bei raus gekommen ist. Sirius musste wieder grinsen… ach diese Vernichtungstour war doch immer wieder ein Knaller. Er gab es nicht gerne zu, aber von einem kleinen Mädchen gesagt zu bekommen, dass sie ihn vernichten will ist nicht halb so bedrohlich wie Peters Schnarchen nachts. Da bekommt er immer mehr Angst… das die Wände umfallen konnten zum Beispiel.

Dann wurde es still in der Großen Halle. Sirius bemerkte wie Remus beschwichtigend eine Hand auf seinen Rücken legte. Sirius verstand, was er ihm damit sagen wollte… dass er es lassen sollte und einmal in seinem Leben nachgeben. Und er tat es… nicht unbedingt wegen Remus… sondern weil er das Gefühl hatte Bellatrix so vollkommen überlegen zu sein, dass es ihn schon wunderte wie ihm dieses ‚Gespräch‘ so hatte aufwühlen können. Doch jetzt sah er Bella mit neuem Blick. Sie war doch das, was er immer gedacht hatte. Jemand ohne Charakter… so schwach und schüchtern, dass sie sich ihrem Schicksal so was von vor die Füße geworfen hatte und es in keinem Augenblick ihres Lebens in Frage stellte. Und auf einmal tat sie Sirius nur Leid. So zu leben musste traurig sein. Ohne Auswege… die ganzen Möglichkeiten die sie nicht erkannte. Wäre sie in eine andere Familie hineingeboren worden wäre sie jetzt ein anderer Mensch.
"Weißt du was, Sirius? Bevor du und dein Pack hier her gekommen seid, hatten wir einen schönen Abend. Wie wäre es also, wenn ihr euch jetzt wieder dahin verkrümeln würdet, wo ihr hingehört?“ „Ihr Slytherins habt wirklich keine Ahnung was eine Party ist. In der Zweiten Klasse hatten unsere Partys schon mehr Stil wie…“ er ließ seinen Blick über die Tische schweifen… an denen wohl reichlich Alkohol standen, jedoch alle Beteiligten vollständig an gekleidet drum herum saßen. Wirklich nicht die Party die er erwartet hatte. „wie das hier“ meinte er gehässig und beendete damit seinen Satz.

Dann ergriff James das Wort und Sirius musste schon anfangen zu lachen bevor er erst richtig angefangen hatte zu sprechen. "Hey Bella, bist du jetzt endlich fertig mit deiner Rede? Ich hab nämlich eine dringende Frage an dich. Wenn du uns dann 'vernichten willst', wie hattest du das geplant? Willst du dass wir uns in den Tod tanzen? Denn so wie es scheint ist der einzige 'ach so mächtige Zauber' den du dir merken kannst, Taratallegra." Eine berechtigte Frage dachte sich Sirius lachte und hob seine Hand um mit James einzuschlagen. Bellas großes Problem war, dass sie dachte sie vielleicht fertig machen zu können. Aber da hatte sie etwas vergessen ein zu planen. Sie waren nie alleine. Und gegen James und ihn kam sie nicht an. Keine Chance. Sie waren begabt, beliebt, gut aussehend, mutig und unbesiegbar. Wer sollte sich ihnen schon in den Weg stellen? Freiwillig? Und wieder einmal war Sirius sehr froh James zu haben. Er war sein bester Freund. Und es war schön zu wissen, das da immer jemand sein wird, der hinter einem steht wann immer man ihn braucht. Mal ganz davon abgesehen, dass Sirius mit Niemandem so gut eine Party feiern konnte wie mit James.

Sirius bemerkte aus dem Augenwinkel wie Nervensägen-Lily auf sie zuging. Wenn sie jetzt auch ein Vertrauensschüler – Rede halten wollte… würden das seine Ohren nicht mehr aushalten. Zu hoher Lärmpegel. Überhaupt hatte er das Gefühl, dass noch mehr zickige Mädchen seine Geduld bei weitem überstrapazieren würden. Doch Nervensägen–Lily ging direkt auf Remus zu, fasste ihn leicht an den Unterarm und fragte mit besorgter Stimme, ob es ihm gut ginge. Was dachte sie sich, dass sie Remus mit Absicht hatten ins offene Messer laufen lassen. Sie hatte doch gar nicht mitbekommen was los war. Den das Remus ein kleines Tänzchen aufführen musste… das hatte er sich wirklich selber eingebrockt. Immerhin konnte er doch nicht einfach annehmen, dass das silberne Abzeichen auf seiner Brust ihn dazu bemächtigten andere Leute einfach so ins Bett zu schicken. Aber trotzdem… auf Remus aufpassen konnte er schon alleine. Das musst Nervensägen–Lily sich nicht drum kümmern.
Und kaum wendete Sirius seinen Blick ab… da schmiss sich auch schon das nächste Mädchen an Remus Hals. Hatten die irgendeinen Besitzanspruch auf ihn, oder was war hier los. Sirius kam das alles ein wenig suspekt vor. Was wollten denn alle neuerdings von Remus. Nicht dass ihn das störte. Nein! – Überhaupt nicht. Kein bisschen. Spielte mal wieder überhaupt keine Rolle - Das war schon wieder gelogen. Aber Remus war sein Freund. Und was wollte er mit Mädchen die sich sturztrunken an ihn ran machten… so als hätte er kein Prinzipen. Man konnte sich doch nicht einfach denn nächst besten Menschen schnappen – der einem über dem Weg läuft – nur weil dieses Slytherin Mädchen jemanden für ihren Spaß suchte. Wer dachte die den wer sie war? - Remus hatte auch Gefühle. „Ach Remus, mach dir nichts draus, das Jahr kann nur noch besser werden“ flüsterte das Mädchen im lüstern ins Ohr „Außerdem wird sich morgen niemand mehr an das hier erinnern – ich zumindest nicht“ Oh Gott- Jetzt wollte sie auch noch bedingungslosen Sex. Sirius zählte innerlich bis drei und wenn sie dann nicht verschwunden war dann… Doch dann wendete das verruchte Mädchen ihren Blick von Remus und stürzte beinahe aus der Halle. Glück gehabt dachte sich Sirius… Für sie nicht für ihn.
Remus setzte sich zu ein paar anderen Schülern an den Tisch. Sirius überraschte das leicht, hatte er doch erwartet dass Remus so schnell wie möglich diese gescheiterte Party verlassen wollte. Er sah ihm doch an… dass ihn irgendetwas belastete. Aber was sollte Sirius sich Gedanken über Remus‘ Gefühlswelt machen… hatte er doch keinerlei Ahnung von solchen Dingen. Also sagte er wie immer nichts. Wahrscheinlich hatte er in seinen ganzen fast sechszehn Jahren noch keinen einzigen Menschen auf der Welt gefragt, wie es ihm geht. Denn eigentlich wollte er die Antwort nicht hören. Die meisten Menschen wollten doch nie eine Antwort auf eine solche Frage hören… es waren bloß Höflichkeitsfloskeln. Und über solche Dinge stand er. Wenn er die Antwort nicht hören will, dann fragt er auch nicht. Er will sich nicht von Remus anhören lassen, dass er eventuell traurig darüber ist, dass diese Slytherin Mädchen von eben, so schnell aus der Großen Halle gerannt war. Viellicht hatte er auf mehr als diese Umarmung gehofft. Aber das hatte er doch nicht oder? Das konnte doch nicht sein? Irgendwie hatte er das Gefühl das sie Sandra hieß… aber er wollte nicht ausprobieren ob es stimme. Er wollte nicht über sie reden… nicht über sie nachdenken. Sie war eine Schlampe.

Sirius sah James an und nickte einmal in Richtung Remus, an dessen Tisch noch die Gryffindor-Mädchen aus ihrem Jahrgang saßen. Schien ja nicht so als könnten sie schon gehen… Mit einem Seufzer ließ er sich auf die harte Holzbank fallen. Er bemerkte einer der Flaschen, in der ohne Zweifel Alkohol war. Starker Alkohol. Das Getränk was einen alles vergessen lässt…auch wer man ist. Eigentlich müsste er Alkohol verabscheuen. Und er hasste ihn zum Teil… seinen Geruch, ließ ihn manchmal den Magen umdrehen. Es erinnerte ihn so sehr an all diese Momente… wenn er solange die Luft angehalten hat um dieses Gestank nicht einatmen zu müssen. Diese Momente, in denen er sich unter seiner Bettdecke versteckt hatte und betete dass es nur dieses eine Mal anders kommen würde. Doch er war verflucht… Sein Leben war verflucht… Doch jetzt lehnte er sich über Lilly hinweg zu der Flasche und schenkte sich großzügig in ein Glas ein, dass er aus dem Nichts erscheinen ließ. Seit er ein Animagus ist, hatte er noch weniger Schwierigkeiten mit Verwandlungen… und er war schon immer gut darin gewesen. Und dann fragten diese hohlen Slytherins ob sie Wasser in Whiskey verwandeln konnte… lächerlich!

Doch jetzt war dieses Getränk vor ihm… und mal wieder merkte er dass er keinen Deut besser war als… er verbot sich den Gedanken weiter zu denken. Nicht jetzt. Jetzt konnte er seine kleine, nicht ganz so heile Welt in diesem Rauschmittel versenken… das einen so schön alles vergessen lässt. Schnell schüttete er das Glas in einem Zug runter, kramte in seiner Hosentasche nach Zigarette und Feuerzug und gab sich seiner absoluten Lieblingsdroge hin. Nur um Nervensägen-Lily zu ärgern blies er ihr den Rauch direkt in Gesicht und zwinkerte ihr dann zu. Sirius atmete tief durch und wartete darauf, dass die Rauschmittel ihr weiteres taten und ihm helfen würden diese Nacht zu überstehen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 10:37 am

Mit einem Mal wurde es ganz still in der großen Halle, jedes Augenpaar wanderte in Richtung Tür.
Langsam wandte auch James seinen Blick in Richtung Tür, dort stand zum einem Alice Brown, die sich, nachdem sie sich einen raschen Überblick verschaffen hatte, zu Molly Prewett an einen der langen Tische setzte. Doch da war noch eine zweite Person, die James sofort an ihrem flammend roten Haar erkannte.
Es war Lily.
Besorgt ruhte ihr Blick auf Remus, der noch ein wenig zittrig auf den Beinen war. Er stand ein bisschen hinter Tatze und Krone und irgendetwas schien ihn zu beschäftigen, doch der junge Potter, hatte nicht die geringste Ahnung, was genau.
Nach einigen Augenblicken ging Lily auf Moony zu und legte ihre Hand auf seinen Unterarm, Remus schien im ersten Moment leicht verwirrt, doch dann fasste er sich und zusammen mit der Rothaarigen ging er auf den Tisch zu, wo auch Alice Platz genommen hatte, die sich momentan mit Xenophilius Lovegood unterhielt, der kurz nach ihr die Halle betrat.

Xenophilius war ein merkwürdiger Kauz, James hatte rein gar nichts mit ihm zu tun, aber von vielen Anderen wusste er, dass er an nicht existente Wesen glaubte und einfach...anders war.
Auch Frank setzte sich mit auf die Bank, erst jetzt viel dem Potter ein, dass er mit ihnen in die große Halle gegangen war, aber sich, seitdem sie hier waren, kein einziges Mal zu Wort gemeldet hatte, er setzte sich neben Alice und bedachte Xenophilius mit einem skeptischen Blick.
Ein Grinsen machte sich auf dem Gesicht, des Potters breit, als er seinen Blick wieder zu Remus schwenken ließ. Dieser wurde auf halbem Weg zum Tisch, von einer betrunkenen Slytherin aufgehalten. Sie schwankte ein wenig hin und her und plötzlich umarmte sie den Lupin, aber es sah nicht so aus, als ob sie dass nur gemacht hatte, damit sie nicht umkippte.
"Sieht so aus als würde Remi auch endlich Mal zum Zug kommen", lachte der Potter und wandte sich dabei zu Sirius, der immer noch neben ihm stand.
Auch er betrachtete das Geschehen, doch auf seinem Gesicht lag ein komischer Ausdruck, und obwohl James Sirius' Bester Freund war, konnte er ihn beim besten Willen nicht deuten.
Die betrunkene - ich glaub sie hieß Samantha - flüsterte Remus irgendetwas ins Ohr und ließ ein weniger anzügliches Glucksen hören. Der Lupin stand ganz perplex da und wusste nicht wie er mit der Situation umgehen sollte.
Lachend schüttelte der Potter den Kopf, er wollte nicht wissen, was für Gedanken im Kopf von ihm rumschwirrten.
James wusste wie es war, wenn sich ein Mädchen so fest an einen klammerte, wenn man ihren Atem ganz nah an dem eigenen spürte, ihr Parfüm einen überall umgab, man ihren Körper an den Eigenen geschmiegt wahrnahm, es war ein unbeschreibliches Gefühl und bei dem Gedanken, Lilys Atem und ihren Körper zu spüren, ihr Parfüm zu riechen und dass nicht nur, wenn sie an ihm vorbeiging, bekam der junge Potter eine Gänsehaut.
Du wirst sie bald für dich gewinnen, es ist nur noch eine Frage der Zeit, sie wird sich dir früher oder später hingeben müssen. Und dann gehört sie dir und Schniefelus kann ein für alle Mal abdanken.
Das Grinsen wurde immer breiter.
Und so bemerkte James erst im letzten Moment, wie Schniefelus aus der Halle stapfte, das fettige Haar wehte ihm hinterher und nur einige Augenblicke später rannte die Slytherin, die Remus gerade eben noch in den Arm genommen hatte, Snape hinterher.
"Okay, das wird dann wohl doch nichts Remus, aber wir finden schon noch eine für dich."
Lily und Moony waren mittlerweile schon am Tisch angelangt und nun nickte Sirius in die selbe Richtung und gemeinsam gingen sie zu den anderen und setzten sich hin.
Sirius zauberte sich sofort ein Glas herbei und füllte es randvoll mit Whiskey, auch James bediente sich an den verzauberten Flascheninhalt. Die Blicke, die Remus ihnen zu warf ignorierte er einfach.Plötzlich griff Sirius in seine Tasche und kramte ein Feuerzeug und eine Zigarette heraus. James wusste, dass Sirius oft und vorallem viel rauchte, die meisten die es auch wussten hielten nicht viel davon, doch James störte es nicht, auch er hatte schon oft geraucht, aber er konnte auch ohne Kippen leben, aber bei Sirius war er sich da nicht so sicher.
Dieser nahm gerade einen tiefen Zug und blies den Rauch direkt in das Gesicht von Lily, diese verzog angewidert das Gesicht und James gab ihn mit dem Ellbogen einen heftigen Stoß in die Rippen.


Zuletzt von James Potter am Do Mai 24, 2012 2:03 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 11:27 am

Lilys besorgte Augen ruhten auf dem jungen Lupin der beschämt zur Seite sah. Eine rote Farbe umspielte seine Wangen. Er schien im Moment so... hilflos zu sein. Ihr Mutterinstinkt lief auf Hochturen. Wenn diese Bellatrix es noch einmal wagen würde ihm irgendwas anzutun, dann - "Ja... es ist ja nicht so als wäre ich es nicht gewöhnt …“ Sie sah ihn an und hatte schon wieder das Bedürfniss ihm mit einer körperlichen Geste zu vermitteln, dass sie ihm Beistand. Natürlich war es ihr aufgefallen, dass er meistens der Angriffspunkt der Rumtreiber Gruppe war. Er und Peter. Wenn James und Sirius in der Nähe waren traute sich niemand so schnell einen von den beiden überhaupt nur schräg anzusehen, doch kaum waren die beiden *Anführer* außer Sichtweite ging das Gezanke los. Eines musste Lily zugeben. Mit Remus und Peter wurden auch ziemlich viele Streiche gespielt. Sie hatte das nur vorher nie so gesehen oder vielleicht war es ihr ja auch egal, weil sie schließlich andere auch zu gerne veralberten. Aber jetzt war es anders. So langsam merkte sie, dass Remus wirklich ein Schaf war. Ein Schaf das niemanden etwas zu Leide tun konnte. Sie blickte Sirius und James mit an. Sie stand hinter ihnen und konnte so nur die Rücken der beiden sehen. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie waren gute Freunde. Sie bewunderte es, wie sie sich so schützend vor ihn stellten. Er konnte wirklich froh sein, solche Freunde zu haben und langsam verstand sie, warum die Freundschaft dieser Jungs so fest und stark war.
Ihre Augen lagen noch immer interessiert auf dem Rücken von James, als Remus ihr vorschlug zu den anderen zu gehen. Sie nickte aufrichtig. Dagegen hatte sie nichts einzuwenden. Molly war sicher auch froh, wenn sie wieder zu ihr ging. Sie sah hinüber zu ihrer ebenfalls rothaarigen Freundin. Alice hatte sich an einen Tisch weiter gesetzt und war in Unterhaltung mit... war das Xenophilius Lovegood? Was machte der denn hier und vorallem wann war er hier reingeplatzt? Seltsam...

Seltsam war auch, dass Samantha Darrell plötzlich lachend und schwankend auf sie und Remus zu kam. Völlig perplex beobachtete Lily, wie sich die genannte Slytherin an Remus schmiss und ihm süße Worte entgegen hauchte. Sie verstand nicht viel davon und sie war sich auch nicht sicher, ob sie dass wollte... Wie konnte man sich denn nur so zu zulaufen lassen? Der Gesichtsausdruck von Remus war... belustigend und süß zugleich. Damit hatte er offenbar überhaupt nicht gerechnet und dieser quitschende Ton... Plötzlich bewegte sich eine andere Person im Raum und Lilys Aufmerksamkeit galt allein ihm - Severus. Lily kannte diesen Gesichtsausdruck genau. Ihr Herz machte einen gewaltigen Sprung und sie bekam einen Kloß im Hals. Irgendwas hatte ihn verletzt... Schuldgefühle machten sich in ihr breit. Er war ihr Freund. Ein sehr guter Freund. Müsste sie nicht die Person sein die ihm nachging und nicht Samantha? Lily mochte die Vertrauensschülerin von Slytherin gerne, keine Frage. Und sie war auch nicht eifersüchtig, ganz und gar nicht, aber.. Ja, früher wäre sie diejenige gewesen, die ihm nach gegangen wäre. Vielleicht übertrieb sie ja, aber sie hatte dennoch das Gefühl das sich hier irgendwas veränderte. Natürlich hätte sie ihm jetzt auch nach gehen können, aber sie hatte das Gefühl hier im Moment mehr gebraucht zu werden. Und außerdem, würde sie vielleicht nur stören. Severus und Sam schienen sich gut zu verstehen. Vielleicht brauchte er sie gerade mehr als Lily. Was sie aber keinesfalls davon abbringen würde mit ihm zu reden. Sie sah ihn immernoch als Freund und wollte daran auch festhalten. Nur, weil sich ihre Einstellung zu den Rumtreibern etwas geändert hatte, so hieß es nicht, dass das Gleiche für Sev galt.

Remus schien sich so langsam wieder einbekommen zu haben und auch James machte schon wieder eine neckende Bemerkung, von wegen sie würden für ihn schon noch eine finden. Lily verdrehte die Augen uns setzte sich neben Remus. Frank hatte sich mittlerweile auch schon neben *seine* Alice gesetzt und sah sie eindringlich an. Die Evans schmunzelte. Er war doch nicht etwa eifersüchtig auf Lovegood? Das fand sie ja irre komisch. Sie lächelte noch immer, als sich Sirius und James ebenfalls an den Tisch setzten. Sie spürte James Blick auf sich ruhen, wagte es jedoch nicht ihn anzusehen. Warum wusste sie selbst nicht. Das war doch lächerlich. Hatte sie etwa Angst rot zu werden wenn sie ihn ansah? Pah! Soweit kams noch. Ihre wüsten Gedanken wurden abermals unterbrochen, als Sirius sich über sie beugte um nach einer Flasche zu greifen. "Du hättest auch was sagen können." sagte Lily mir ruhiger Stimme. Sie zog die Augenbrauen hoch und beobachtete Sirius dabei wie er sich was einschenkte. Was sollte sie nur von ihm halten.. Irgendwie hatte sie den Eindruck, dass er sie nicht besonders leiden konnte.. Ziemlich schlecht, wenn der beste Freund gerade auf die Frau stand.. Aber das war ja nicht ihr Problem. Sie jedenfalls würde versuche ihm neutral gegenüberzustehen, immerhin - Die Rauchwolte die ihr von der rechten ins Gesicht gepustet wurde brachte sie zum Husten. Sie wedelte mit der Hand und sah Black böse an. "Hey! Wenn du schon Rauchen musst, dann bitte in die andere Richtung." Sie hustete noch einmal und wand sich dann Alice zu. Also so fiel es definitiv schwer diesen Idioten zu mögen. Alice - die auf der anderen Seite saß - kicherte und unterhielt sich mit Xeno über Hufflepuff. Lily schmunzelte. Alice und sie waren wirklich richtige Tier-Narren. Wieder dachte die Rothaarige an die kleinen Minimuffs in ihrem Zimmer. Doch sie schüttelte den Kopf. Jetzt wollte sie wirklich nicht an sowas denken. Jetzt waren sie schon mal hier und konnten den Abend auch genießen.. oder nicht? Sie sah sich um und suchte den Raum nach Bellatrix ab. Sie war bestimmt sauer, dass die Gryffindors sie einfach so stehen gelassen haben. Aber Lily hoffte inständig, dass es für heute Nacht keinen Ärger mehr gab. Sie spürte eine leichte Bewegung neben sich und sah neben sich. Es war Remus leicht zitternde Hand die fest den Zauberstab umschloßen hatte. Wahrscheinlich hoffte er ebenso, dass es heute Nacht keine größere Außeinandersetzung mehr gab. Sie lächelte und legte ihre Hand behutsam auf seine. Sie wusste nicht wieso, aber je mehr Zeit sie mit ihm verbrachte desto mehr mochte sie ihn. Warum war ihr vorher nie aufgefallen, wie knuffig und nett er war? Sie flüsterte ihm leise zu, damit kein anderer sie hören konnte - was bei der Lautstärke nicht gerade schwer war. "Schhh.. beruhig dich. Ich glaube heute passiert hier nichts mehr. Und selbst wenn, du bist nicht allein. Wir Gryffins halten doch zusammen." Sie zwinkerte ihm zu und nahm ihre Hand von seiner. Für heute hatte er wahrscheinlich genug *ungewollten* weiblichen Kontakt. Sie sah wieder zur anderen Seite. Was fanden manche nur an diesen Zigaretten... Lilys Vater rauchte ebenfalls und sie mochte es gar nicht. Natürlich machte es ihr nicht allzuviel aus, zumindest nicht, wenn man ihr den Rauch nicht direkt ins Gesicht blies! Aber sie selbst würde nie auf die Idee kommen ein anzufassen oder es auszuprobieren. Sie sah Sirius an und pustete in seine Richtung, damit der Rauch weg zog. Doch dann fiel ihr etwas anderes ein. Wenn Sirius rauchte, tat es James dann auch.. Irgendwie hoffte sie, dass die Antwort - Nein - war, doch sie rechnete fest damit, dass er - Ja - sagen würde. Darum überlegte sie kurz, ob sie die Frage wirklich stellen sollte. Doch zu spät. Ihre Neugierde war geweckt und so fragte sie einfach drauf los. "Und Bambi, rauchst du etwa auch?"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Skye McAlister
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Alec, Carmen
Anzahl der Beiträge : 769
Anmeldedatum : 14.12.11
Alter : 19

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Jan 27, 2012 10:52 pm

Während Skye immer noch überrascht über Rumus Lupins Ausbruch war, sah sie überrascht, wie Salazar und Regulus sich an den Griffindors vorbe aus der Halle drückten. War Regulus nicht gerade noch dabei gewesen, sich zwischen sie und Bellatrix zu stellen? Und was ist jetzt mit Joyce? Das war eine Frage, die sie sich wirklich hätte selbst beantworten können, denn Joyce folgte den beiden wütend und enttäuscht zugleich, und stürmte aus der Halle.
„Remus Lupin, du solltest anfangen richtig zu leben! Es ist ja nur für heute – du wirst uns doch nicht verpetzen, oder?“, rief Sam durch die Halle. Seufzend stellte Skye ihr Glas ab. Sie kamen der kritischen Phase immer näher, da wäre es besser, nicht betrunken zu sein und möglichst die Hände frei zu haben. Auch die anderen schienen die ungebetenen Gäste jetzt bemerkt zu haben, denn alle drehten sich nun zu den Griffindors, und Bellatrix lief auf sie zu:„Du kleines Halbblut denkst wirklich, du könntest und uns Slytherins irgendwelche Anweisungen geben? Der kleine, ach so brave Remus Lupin, Schatten von Potter und meinem Lieblingscousin, Vertrauensschüler vom
Hause Gryffindor, die hier eindeutig in der Unterzahl sind, wenn du vielleicht ein bisschen mathematisch begabt bist und zählen kannst, will uns ehrenwehrten Slytherins eine Moralpredigt halten? Dir ist schon klar, dass du gerade selber um die Fünfzehn Schulregeln brichst, oder? An deinem ersten Tag als Vertrauensschüler, nanana, wenn das mal nicht Konsequenzen bringt. Solltest du nicht ein gutes Vorbild für die kleinen, feigen Gryffindorbabys sein und dich brav und früh in dein warmes Bettchen legen, anstatt hier, mit Slytherins eine verbotene Partyzu feiern? Hättest du nicht deine „Freunde“ zurückhalten sollen, ist das nicht der Grund, wieso du Vertrauensschüler geworden bist? Nicht einmal das schaffst du, du wertloses, dreckiges Halbblut.“
Mit diesen Worten wandte Bellatrix den Zauber Taratellegra auf Lupin an.Skye seufzte. Ok, jetzt waren sie in der kritischen Phase.
Schnell schützte Skye sich mit Protego, während Lupin anfing immer schneller zu tanzen.
Okay, ein ganz kleines bisschen lustig sieht das schon aus...
Aber natürlich ließ die Antwort Sirius' nicht lange auf sich warten:„Bellatrix Black… na wie geht es Mummy Bella Häschen…so sagt sie
doch immer, ihr kleiner tyrannisierender Liebling. Daddy wäre stolz auf dich. Willst du auch ein Belohnungsküsschen von mir, wie du es immer von Daddy bekommst? – Bella glaube mir… „
sagte Tatze, als er den Abstand zwischen ihm und seiner Cousine überwunden hatte „wärstdu kein Mädchen und somit schwach und dumm, du wärst tot. Führ dich nicht so auf hier… jeder hier weiß doch dass du nur große Reden schwingst und wenn es hart auf hart kommt, hast du Schieß. Wenn ich noch einmal höre dass du Remus kleines, dreckiges Halbblut nennst, bist du dran hast du das verstanden? -ich kenn schlimmere Flüche als dein albernes Benehmen und denke ja nicht, ich kann oder trau mich nicht sie ein zusetzten. Sein nicht so stolz auf etwas, mit dem du geboren bist. Reinblütig zu sein, ist ja ach so cool. Aber du kannst absolut NICHTS dafür. Tue nur schön weiter was Daddy dir sagt, dann kannst du später einmal stolz sagen, dass du NICHTS in deinem Leben erreicht hast, was nicht schon von Anfang an da war. Sei nicht zu stolz darauf reinblütig zu sein. Wuhu ein winziger Genpool… ist das toll. Und jetzt lass deine dreckigen Finger von meinen Freunden…“
Dann beendete er Bellatrixs Fluch und erklärte ihn für lächerlich.
Was sollte das? Die Griffindors trugen auch nicht gerade dazu bei, dass das alles hier friedlich enden würde. Natürlich, das war klar gewesen, aber wenn sie so weiter machten, würde bald mindestens ein Lehrer in der Tür stehen.
„Cousinchen. Selbst du, als Verräter, müsstest wissen, wie es bei deinen Cousinen Zuhause aussieht. Du weißt genau,dass ‚Mummy’ sich nicht darum schert, was ich hier treibe und es ‚Daddy’ auch relativ egal ist. Das Einzige was für die beiden zählt, übrigens gilt das auch für *deine* Mutter, ist, dass wir keine Schande über die Familie bringen. Was du ja wieder glänzend hinbekommen hast.“ Sie machte eine kurze Pause und fuhr dann fort: „Sirius, nach deiner Definition von Mädchen bist du mehr Mädchen als ich. Ich bin weder schwach, noch dumm, im Gegensatz zu dir arrogantem Arsch. Und wenn du denkst, dass ich,wenn’s drauf ankommt, nicht zu denen halte, die mir wirklich wichtig sind, die es wert sind, beschützt und unterstützt zu werden, dann liegst du völlig falsch. Nur weil du Jammerlappen dich immer hinter Potter versteckst und dich aus dem Staub machst, wenn es darauf ankommt zu seinen Freunden zu stehen, liegt das nicht in den Black’schen Genen, nein, das kommt dann wohl von *deinem* liebreizenden Daddy. Und glaubst du wirklich, ich hätte Angst vor dir? Ich?! Na dann mal viel Spaß, mit deinen ritterlichen „Flüchen“. Das härteste, was du drauf hast ist doch ein oller Flederwichtfluch. Du hast ja keine Ahnung,was ich alles kann. Was will der werte Herr denn damit sagen? Ich werde nichts erreichen? Da hast du dich aber gewaltig geschnitten. Ich wette mit dir, dass ich in vier Jahren mehr erreicht habe als du. Bekannter bin. Du bist dann nur ein arbeitsloser Zauberer, der entweder zu Kreuze kriecht um seine Familie um Geld anzubetteln, oder als Müllmann in der Muggelwelt arbeitet. Kleiner, *dummer* SiriusDir ist schon klar, dass du dich gerade selbst beleidigt hast. Ja, ichbin stolz auf mein Reinblütigkeit und wenn du dich selbst auf eine Stufe mit den Halb- und Schlammblütern stellen willst, ist das dein Pech, aber ich bin stolz darauf reines Blut zu haben. Und wenn du weiterauf dem Glauben beharren willst, ich würde auch nur einen von deinen dreckigen Gryffindor-Freunden in Ruhe lassen, dann zerstör ich deine Welt nur ungern, aber: Sirius Black, ich werde dich und deine Freunde vernichten. Früher oder später, das kannst du mir glauben und nichts, absolut gar nichts, wird mich davon abbringen. Weißt du was, Sirius? Bevor du und dein Pack hierher gekommen seid, hatten wir einen schönen Abend. Wie wäre es also, wenn ihr euch jetzt wieder dahin verkrümeln würdet, wo ihr hingehört?".
Natürlich hatte Bellatrix es auch nicht bei dem belassen können, aber Skye musste ihr beim letzten Teil einfach Recht geben.
Ja, bitte haut einfach wieder ab!
Aber natürlich taten sie das nicht, nein, Potter usste seinen Senf schließlich auch noch dazugeben.
"Hey Bella, bist du jetzt endlich fertig mit deiner Rede? Ich hab nämlich eine dringende Frage an dich. Wenn du uns dann 'vernichten
willst', wie hattest du das geplant? Willst du das wir uns in den Tod tanzen? Denn so wie es scheint ist der einzige 'ach so mächtige Zauber' den du dir merken kannst, Taratallegra."
„Man, also Bellatrix übertreibt mal wieder maßlos…“
, murmelte Jack leise, und es schien, als hätte sie mit keiner Antwort gerechnet, aber Skye gab sie trotzdem. "Ja, ein wenig streiten ist ja ganz normal, aber was sie da macht..., gut sie ist genauso betrunken wie alle anderen. Trotzdem."
Dann lenkte sich Skyes Aufmerksamkeit auf Lily Evans und Alice Brown, ebenfalls Griffindors, die gerade herein kamen und zielstrebig auf Molly zuliefen und sich die Situation erklären ließen, um gleich wieder abzuhaun. Wohin Alice ging interessiere Skye nicht besonders, aber Lily klammerte sich an Remus Lupin und fragte ihn, wie es ihm ginge.
Skye verdrehte die Augen. Sie redete ernsthaft mit Lupin, der bei drei anderen Griffindors stand, und ließ ihre Freundin allein zurück?
Anscheinend war sie sich nicht bewusst, wie es war, alleine ohne Freunde dazustehen.
Doch dann lief Sam ebenfalls auf Lupin zu und schlang seine Arme um ihn.
Skye prustete, schlug aber gerade noch rechtzeitig die Hände vors Gesicht, bevor sie einen lauten Lachkrampf bekam.
Genau deswegen hatte sie nicht so viel Alkohol getrunken. Wenn Sam sich morgen daran erinnern konnte, würde sie es zutiefst bereuen.
Jetzt stürmete sie jdoch, dicht gefolgt von Severus, aus der Halle.
Langsam wurden sie immer weniger, und als sich jetzt die Griffindors auch noch setzten und Zigaretten... Zigaretten!...auspackten, reichte es Skye. Das hatte sie zwar ereichen wollen, aber irgenwie hatte sie nach dem Schauspiel keine Lust mehr darauf.
"Ich gehe jetzt in den Gemeinschaftsraum. Kommst du mit?", wandte sie sich an Jack.
Molly würde sich schon zu den anderen Griffindors setzen.
Dann lief sie aus der Halle.

tbc: Mädchenzimmer II- Ceberus, Black, Novak, McAlister


Zuletzt von Skye McAlister am Fr Feb 10, 2012 11:04 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Gast
Gast


BeitragThema: Re: Die Große Halle   So Jan 29, 2012 10:38 pm

Xenophilius musste gar nicht mehr lange suchen, bis er die Flasche aus seinem seidenen Beutel zog. Der Korken war glücklicherweise noch immer verschlossen, was den Lovegood wirklich erleichterte. Der Geruch vom Inhalt des Fläschchens war so unerträglich, dass er nicht ein mal seinem größten Feind das geöffnete Fläschchen unter die Nase halten würde. Gerade in dem Moment, als der Lovegood die Flasche auf den Tisch stellte und sich erneut zu seiner Gesprächspartnerin Alice beugte, kam Frank Longbottom in die Halle und stand im nächsten Moment hinter Xenophilius, der bequem auf der hölzernen Bank saß. „Hey“, sagte der Longbottom in einem äußerst lauten Ton, der in der mittlerweile leisen Großen Halle wirklich überflüssig war. Der Zauberer drehte sich um und sah in Frank’s flammende Augen. Er kochte nur vor Wut, dass war ihm mehr als deutlich in sein Gesicht geschrieben. Xenophilius machte das jedoch nichts aus, da Frank nun wirklich nichts zu befürchten hatte. Der Lovegood interessierte sich einzig und allein für die Knieselin von Alice, mehr nicht. Ein wenig schmunzelnd brach Xenophilius ein „Hallo, Frank.“ raus und drehte sich im nächsten Moment wieder zu Alice, die nun auch zu schmunzeln begann. Frank haschte an ihm vorbei und setzte sich schließlich neben seine Freundin Alice, die ziemlich amüsiert die ganze Situation beobachtete. Alice’ Knieselin lief unruhig auf dem Tisch herum und jemand wie Xenophilius wusste natürlich sofort, was das bedeutete. „Was für ein erster Tag in Hogwarts“, seufzte Frank und schaute freundlich zu seiner Freundin. Der Lovegood verstand nun wirklich nicht, was das sollte. Dachte der Longbottom wirklich, dass er ihm seine Freundin ausspannen wollte? Lächerlich, dachte er sich. „Sei nicht so angespannt, Frank.“, ergriff Xenophilius schließlich nun das Wort. Frank schaute ihn verdutzt in die Augen und schien perplex von der Situation zu sein. „Ich interessiere mich letztendlich nur für den Kniesel von deiner freundlichen Freundin Alice! Ich habe noch nie so ein schönes Knieselfell gesehen … nun gut. Alice?“, redete er weiter und wandte sich nun wieder der eigentlichen Sache – der Flasche, die Kniesel hundertprozentig von Nargeln befreite. „Das ist ‚AL’!“, sprach er weiter und prallte auf verdutzte Gesichter. „Das steht für ‚Anti Nargel’ … ich habe das Gemisch in den Ferien zusammengebraut und kann stolz sagen, dass es wirklich hilft … jedenfalls hat es bei dem Kniesel meines Onkels einwandfrei geholfen.“, redete der Lovegood weiter und begann noch leiser zu sprechen: „Es gibt eigentlich nichts hartnäckigeres als Nargel … Muggel würden sie wahrscheinlich als ‚Biester’ ansehen, aber das ist nun wirklich die falsche Bezeichnung. Sie beißen nur zu, wenn sie meinen, sie müssen es tun. Das ist zwar leider zu oft der Fall aber es tut nicht so doll weh, wie man denkt.“, fuhr er fort und setzte ein breites Lächeln auf. Es schien, als hätte er sich ein bisschen an Alice getäuscht – sie antwortete noch immer nicht und schien auch nicht wirklich was mit ‚AL’ anfangen zu können. „Es besteht aus Mistelzweigen, alten Eiern, Gewässer aus dem großen See und … etwas anderem, was ich nicht verraten mag. Forscher Geheimnisse, hahaha!“, sagte Xenophilius und brach in großem Lachen aus und war damit der einzige in der gesamten Großen Halle, der lachte. Es wunderte ihn nicht wirklich mehr, dass er auf verdutzte und perplexe Gesichter stieß – es war normal gewesen. Und obwohl normal relativ ist, kann man es noch immer nicht anders bezeichnen. Xenophilius hat nun mal eine besondere Gabe was Magische Wesen angeht und wird deshalb oftmals schräg angeguckt, da er in seiner Freizeit auch mit nichts anderem Beschäftigt. Im nächsten Moment stand der Zauberer auf und packte das Fläschchen wieder in seinen edlen seidenen Beutel. „Wenn du ‚AL’ brauchst, dann sag mir Bescheid, Alice. Ich werde dann mal in den Ravenclaw Gemeinschaftsraum … ich bin müde. Aufregender Tag heute, was? Man spricht sich!“, sagte der Lovegood rasch und ging hüpfend aus der Großen Halle.

Er war nicht sonderlich enttäuscht von den perplexen Gesichtern der beiden. Auf einer Art erhoffte Xenophilius sich zwar eine andere Reaktion, aber diese war auch okay – und nichts neues …

tbc: Hogwarts :: Haus Ravenclaw :: Ravenclaw Gemeinschaftsraum
Nach oben Nach unten
avatar
Peter Pettigrew the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Emily Leroux
Anzahl der Beiträge : 7
Anmeldedatum : 11.01.12

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Di Jan 31, 2012 7:13 am

Cf: Gryffindor Gemeinschaftsraum


Als Wurmschwanz durch die düsteren Korridore des Schlosses stolperte, fühlte er sich ein wenig verlassen.
Auch nach fünf Schuljahren hatte er noch Probleme sich zu orientieren und schaffte es so irgendwie, mitten durch ein Pläuschchen zwischen dem fast kopflosen Nick und dem fetten Mönch zu laufen.
Das wäre nicht mal so abwegig gewesen, schließlich waren die Geister im Dunkeln kaum sichtbar, aber als der fette Mönch Peter kopfschüttelnd fragte, was er denn bei den Kerkern zu suchen habe, war dem jungen Pettigrew klar, dass er irgendwo falsch abgebogen war.
Seufzend machte er sich daran, die vielen Treppen, die er hinuntergestiegen war jetzt wieder hinaufzuklettern.
Das Ölgemälde eines grimmigen alten Zauberers fuhr ihn gereizt an: „Junge, du solltest schon längst im Bett sein....zu meiner Zeit hätte es so etwas nicht gegeben!!“

Peter war mehr als froh, als er schließlich das Ende der Treppen und die doppelflüglige Türe der Großen Halle sehen konnte.
Ein paar Slytherins kamen soeben aus der Halle.
Sie wirkten nicht unbedingt nüchtern und Peter legte keinen großen Wert darauf, mit ihnen zusammenzutreffen.
Vor allem wenn seine besten Freunde nicht dabei waren.
Also verschwand er in einer Nische in der Wand und verschmolz mit dem Schatten.
Die Slytherins schwankten lachend an ihm vorbei.
Wurmschwanz konnte ihre Alkoholfahne und ihre Boshaftigkeit riechen und es schüttelte ihn. Er hoffte nur, dass es in der Großen Halle nicht zu irgendeiner Eskalation zwischen den Slytherins und den Rumtreibern gekommen war.
...Obwohl es ihn sicher nicht überraschen würde!

Als die kleine Gruppe an Leuten schließlich weg war, wagte Peter Pettigrew sich endlich aus seinem Versteck und betrat die Große Halle.
Er brauchte einen Moment um sich zurechtzufinden und die jungen Zauberer zu erkennen. Er war wirklich erstaunt, wie viele Mitschüler sich hier herumtrieben...
Zuerst entdeckte er Sirius, der einen Becher voll Was-auch-immer-aber-sicher-Hochprozentiges in der einen Hand und eine brennende Zigarette in der anderen Hand hielt.
Mit seinem typischen Grinsen blies er Lily Evans, die in seiner Nähe stand, eine fette Rauchwolke ins Gesicht.
Wurmschwanz’ Magen drehte sich um und machte gleichzeitig einen kleinen Hüpfer.
Er fühlte sich, als hätte er – und nicht Tatze – den ganzen Becher voll Alkohol getrunken.
Neben den Beiden saß James und versuchte besonders lässig zu wirken um Lily zu beeindrucken. Peter verdrehte innerlich die Augen. Krone konnte vielleicht Lily etwas vorspielen, aber er wusste, dass James nicht wirklich so war.

Weil Peter Pettigrew nicht unbedingt zwischen die Fronten Lily vs.seine Freunde geraten wollte, und auch keine Lust hatte, sich mal wieder zu blamieren – was er grundsätzlich immer tat, sobald die hübsche Gryffindor dabei war – suchte er nach einem freien Platz neben Lupin.
„Hey, Remus! Was habe ich verpasst?“, der junge Gryffindor lächelte den Werwolf schief an.
Moony sah nicht wirklich glücklich aus und es lag wohl nicht daran, dass schon bald wieder Vollmond sein würde.
Seit die Rumtreiber alle Animagi waren, um Remus in seinen Vollmondnächten zur Seite zu stehen, wusste Wurmschwanz immer, wann Vollmond war.
...Und der nächste war noch einige Tage entfernt.
„Was ist los? Ist was passiert?“, fragte er seinen Freund mit besorgtem Unterton.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Alice Brown the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Viktoria von Baden und Sofibel
Anzahl der Beiträge : 434
Anmeldedatum : 04.08.11

BeitragThema: Alice's Abgang   Do Feb 02, 2012 7:13 am

Alice war gespannt, was Xenophilius ihr erzählen würde, doch plötzlich stand Frank neben den Beiden und sagte überlaut: "Hey!" Der Ravenclaw Schüler begrüßte den Jungen gemeinsam mit ihr und sie musste schmunzeln, denn Frank schaute eifersüchtiger, als ihre Knieselin. Ihr Freundin lies sich sofort neben sie fallen, als der Blick ihres Gesprächspartners wieder auf ihr ruhte. Er fragte, jedoch war es vielmehr eine Feststellung, dass dieser Tag sehr aufregend gewesen sei. Da hatte er Recht, dachte sich die Brown und erinnerte sich kurz an den Vormittag. Nach ihrem kurzen Gedankengang musste sie fest stellen, dass sie Remus, Sirius, Peter, James und Lily zu ihnen gesetzt hatten. „Sei nicht so angespannt, Frank.“, ergriff Xenophilius schließlich das Wort,„Ich interessiere mich letztendlich nur für den Kniesel von deiner freundlichen Freundin Alice! Ich habe noch nie so ein schönes Knieselfell gesehen … nun gut. Alice?" Über das erste konnte sie lachen, doch danach war sie der Entsetzung nah! Woher wusste ein Ravenclaw Schüler, der normalerweise in einem ganz anderen Abteil saß wie die Gryffins, von der Beziehung!?! Wenn dass zu denen schon vorgedrungen ist, dachte Alice, war es wahrscheinlich bekannt.
Am liebsten wäre sie im Erdboden versunken und eigentlich hätte hier die Forkummumentik einsetzen müssen, doch so sehr sie sich auch beeinflusste, es brachte nichts, ihre Gabe war am Ende. Ihre Gabe funktionierte nicht mehr, obwohl sie immer getan hatte. Die Erklärungen zu Xenophilius Zaubertrank bekam sie nicht mit und Frank schien es auch nicht wirklich zu interessieren. Als ihr Bekannter jedoch ausprang und hüpfend die Halle verlies, wusste sie, dass sie das gleiche tun müsste. Einfach gehen, dass wäre unfreundlich gewesen, doch sie und ihre Knieselin schauten sich in die Augen. Schon mehrmals hatte sie gemerkt, wie schlau ihre tierische Freundin war und sie begann auf dem Tisch zu kratzen. Alice schnappte sie vorsichtig und beugte sich erst kurz zu Lily und den Jungs, sie waren gerade alle vertieft in einer Unterhaltung über Zigaretten. "Hey, ich wünsch euch noch viel Spaß, aber ich muss, irgendwas stimmt im Zimmer nicht, Huffelpuff wird ganz nervös! Lily, ich kümmer mich drum, wenn was ist, dann schicke ich dir eine unserer Eulen...", meinte sie zu der Versammlung und schaute hoffentlich besorgt drein. Frank küsste sie kurz, strich ihm über den Arm und lief davon. Er wusste, dass etwas nicht stimmte und wahrscheinlich deshalb lies er seine Freundin sofort gehen. Sie winkte ihm noch einmal und auch die anderen sahen das. Schnell eilte sie mit Huffelpuff auf dem Arm aus der Halle.

Flink war sie um die erste, steinerne Ecke gehuscht um dann schleichend die hallenden Gänge entlangen zu flitzten. Huffelpuff knurrte leise und Alice konnte sich noch in ein Klassenzimmer retten, bevor die zottlig alte Mrs. Norris den Pfad vor der Tür entlang strich. Glücklicherweise ging sie in die gegenentsätze Richtung der Großen Halle und Alice musste sie nicht irgendwie aufhalten. Gedankenverloren kam Alice am Bild der fetten Dame an, die sie nach Nennung des aktuellen Passwortes, nach einer gefühlten Ewigkeit endlich eintreten lies. Die Braunhaarige Schülerin sprang die Treppen zum Mädchenzimmer empor und war heil froh, dass sie niemand so verzweifelt gesehen hatte, auf ihrem Weg zur Zimmertür. Etwas erschöpft drückte sie die schwere Türklinke nieder.

tbc.:Gryffindor Mädchenzimmer
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Remus Lupin
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Emmett Cullen
Anzahl der Beiträge : 284
Anmeldedatum : 31.07.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Sa Feb 04, 2012 9:52 am

Remus warf James einen bösen Blick zu als dieser laut durch die Halle rief, dass sie für ihn schon noch eine Freundin finden würden, da Samantha anscheinend doch eher Severus Snape bevorzugte. Der Lupin seufzte leise und verlagerte sein Gewicht etwas auf der hölzernen Bank des Haustisches der Slytherins.
Doch als er wenige Sekunden darauf James Grinsen sah musste er automatisch ebenfalls lächeln. Er wusste ja das James es nicht böse meinte und das sein bester Freund viele gute Eigenschaften besaß, aber leider keinen besonderen Scharfsinn was Gefühle betraf.
Für einen kurzen Moment fragte sich Remus ob er sich gewünscht hätte das Samantha nicht verschwunden wäre. Er dachte einen Augenblick nach und musste es verneinen. Er mochte die Darrell zwar, aber mehr war da nicht und wenn er ehrlich zu sich war wollte er überhaupt keine Freundin. Er war nicht wie die anderen Jungs die immer versuchten die Mädchen durch irgendein kindisches Verhalten zu beeindrucken. Meistens wollte er einfach in Ruhe gelassen werden und so wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen wie es nur möglich war.
Und außerdem waren für Remus Beziehungen nur sinnvoll wenn sie wirklich ernst gemeint sind. Man musste sich respektieren, niemals belügen und immer aufrichtig zu einander sein – was in seinem Fall einfach nicht möglich war. Er war es gewohnt zu lügen, kleine Notlügen jeden Tag. Er hasste es und er war noch nicht einmal besonders gut darin, jeder der ihn kannte konnte sofort sehen ob er die Wahrheit sprach oder nur irgendetwas erfand.
Was sollte er einem Mädchen also sagen welches ihm wirklich am Herzen lag wenn sie bemerkte das irgend etwas nicht mit ihm stimmte? Wenn er vom Unterricht fern blieb und in den Vollmond-Nächten verschwand? Nein, jemand wie er sollte keine Beziehungen führen. Möglicherweise hatte er dieses Glück nicht einmal verdient.
Aber Remus störte es nicht sonderlich. Eigentlich hasste er es immer wenn seine Krankheit ihm etwas verbot, wenn er nicht die Macht hatte etwas zu entscheiden. Er wusste das er anders sein würde, wenn er im Alter von sieben Jahren nicht den Fehler gemacht hätte in einer Vollmondnacht das Haus zu verlassen. Dann würde es nun vielleicht die Hand eines hübschen Mädchens halten und ihr Morgen einen Kuss geben können. Aber von allen Beeinträchtigungen die er erleiden musste, weil er eben so war wie er war, konnte er die Einsamkeit am besten verkraften.
Er hatte von sich aus den Entschluss gefasst niemals zu lieben. Richtig zu lieben. Es war nicht so wie damals als Dumbledore und seine Eltern ihm eingeredet hatten das er auf Hogwarts keine festen Freunde finden sollte, niemals zu viel von sich Preis zu geben. Bei dieser Sache hatte nur er etwas mitzureden und es viel ihm nicht schwer diesen Entschluss einzuhalten. Er sehnte sich nicht nach Nähe, nach Fragen auf die er keine Antwort geben konnte.
Irgendwie hatte er nicht das Gefühl das der Wolf in seinem Inneren noch Platz in seinem Herzen ließ. Er musste schon genug Acht auf sich selbst geben, hatte genug Probleme über die er sich Gedanken machten musste – diesen Entschluss würde er einhalten.
Und es fühlte sich leicht und richtig an, vielleicht würde es nicht immer so sein, vielleicht würde irgendwann einmal jemand versuchen sich in sein Herz einzuschleichen, so subtil und zart das er es nicht bemerken würde und vielleicht würde dann sein Entschluss ins Wanken geraten. Doch nicht jetzt.

Remus Grübelei wurde von einer Bewegung unterbrochen, Sirius beugte sich über Lily herüber und griff nach einen zurück gebliebenen Flasche. Sie sah so unschuldig aus, als würde sie nur Wasser enthalten aber Remus roch ihren alkohollastigen Inhalt und das verriet sie. Lily murmelte leise das Sirius auch etwas hätte sagen können, damit sie ihm die Flasche reichen konnte.
Der Lupin war beinahe überrascht das die beiden sich noch nicht in den Haaren hatten.
So sehr James Lily verehrte, so wenig mochte Sirius sie und Remus war sich auf einmal nicht so sicher ob das James überhaupt bewusst war. Vermutlich fand er Lily so perfekt und unfehlbar das er Kritik gegen ihre Person einfach überhörte.
James bediente sich mittlerweile auch reichlich an dem Alkohol und Remus verzog genervt das Gesicht.
Sirius und James zusammen waren schon anstrengend. Aber ein betrunkener James zusammen mit einem betrunken und noch immer wütenden Sirius? Horror!
Dann vernahm er das Klicken eines Feuerzeuges und roch kurz darauf schon den widerlichen Geruch von Zigaretten. Erst Alkohol und dann das! Manchmal war Sirius wirklich nicht besser wie diese ganzen Slytherins! Natürlich würde er ihm das niemals ins Gesicht sagen, doch in den – sehr wenigen – stillen Momenten die der Black hin und wieder hatte dachte er sicherlich auch über ihre Ähnlichkeiten nach. Vielleicht wurde ihm dann bewusst das er sich oftmals besser und fairer verhalten konnte. Aber seine Lebensweise änderte er niemals, genauso wenig wie die ständigen Beleidigungen und sein hochmutiges Verhalten welches er ständig an den Tag legte.
Doch dann dachte Remus daran wie Sirius ihn vor Bellatrix gerechtfertigt hatte und abermals schlich sich ein seliges Lächeln auf seine Züge. So waren seine Freunde eben.
Sie machten Scherze über Mädchen, über Dinge von denen sie keine Ahnung hatten und von Dingen von denen sie lieber keine Ahnung haben sollte. Doch sie waren auf ihre Art immer für ihn da, so gut es eben ging. Und auch wenn er es hasste wegen ihnen die Regeln zu brechen, sie musste ihn nur einmal bettelnd ansehen und er war sofort dabei. Zwar meckernd und nörgelnd, aber dabei und er wusste das James, Sirius und Peter sich sicher sein konnten immer auf ihn zählen zu können.
Während Remus wieder einmal in seinen Gedanken gefangen war – das musste langsam wirklich aufhören – vertrieb sich Sirius seine Zeit damit Lily Rauch ins Gesicht zu blasen und ihr dann auch noch neckisch zu zuzwinkern. Der Lupin verdrehte kurz die Augen.
Ja, so war Sirius auch. Ein absoluter Mädchen-Held, auch wenn er bei Lily niemals punkten würde, aber dessen war er sicherlich selbst bewusst. So wie Sirius lebte würde Remus niemals leben können und wollen. Denn Sirius dachte niemals über irgendwelche Konsequenzen nach die er wegen eines Verhaltens bekommen könnte und er hatte bereits so zahlreiche Herzen gebrochen und das mit nur sechzehn Jahren.
Remus hatte begonnen an der Intelligenz der Mädchen zu zweifeln die auch noch auf ihn herein fielen. Irgendwie hatte er das Gefühl das jedes Mädchen dachte sie könnte die Eine sein die es schaffen würde Sirius zu bändigen und an sich zu binden – aber seine „Beziehungen“ hielten niemals lange an, so wie Remus es mitbekam meistens nur eine Nacht. Aber so wirklich wollte er nicht darüber nachdenken, denn eigentlich fand er das alles ziemlich ekelhaft. Wenn er mal an die ganzen Krankheiten dachte, die er sich da einfangen könnte und was für ein hervorragender Wirt er für die Krankheiten sein würde. Das Virus wollte sie um jeden Preis weiter tragen lassen und Sirius würde ihm diesen Wunsch sicherlich erfüllen.
Remus verzog eine Grimasse bei diesen Gedanken, irgendeine Mischung zwischen Grinsen und Ekel.
Doch dann verscheuchte er die Gedanken und schaute sich aufmerksam in der Großen Halle um, die seit den letzten Minuten deutlich leerer geworden war.
Er schweifte Bellatrix nur kurz mit seinem Blick, ebenso wie Narzissa die ihre Schwester aufmerksam betrachtete.
Und noch zwei andere Slytherin Mädchen waren zurück gebleiben: Jack und Skye, die sich allerdings kurz darauf ebenfalls verabschiedeten.
Blieben nur noch die Gryffindors und Xenophillius. Der Ravenclaw unterhielt sich immer noch sehr angeregt mit Alice Brown. Remus blieb Franks eifersüchtiger Blick nicht verborgen und er ahnte sofort das er verliebt in die Gryffindor sein musste. Remus fand das die beiden sehr gut zusammen passen würde und er hoffte sofort das Xenophillius nicht bei der dunkelhaarigen Zauberin durch sein Interesse an ihren zahlreichen Tieren punkten würden.
Doch dieser schien an Tieren mehr Gefallen zu finden, als an Mädchen den er verabschiedete sich nach wenigen Minuten ebenfalls in seinen Gemeinschaftsraum und während Remus dem Ravenclaw nach schaute, geriet Bellatrix Black noch einmal kurz in sein Blickfeld.
Sie sah immer noch sehr gereizt aus und er hatte wirklich Angst das sie sie alle doch noch verhexen würde. Allerdings waren die Gryffindors nun in der Überzahl.
Während er den Blick wieder zum Tisch wandte, spürte er eine warme Hand auf seiner. Kurz zuckte er zurück, doch dann sah er in Lilys besorgtes Gesicht. Sicherlich glaubte sie nun er hätte sich erschreckt da er so angespannt war aus Furcht vor einem Kampf, doch es war besser das sie das glaubte anstatt die Wahrheit zu kennen.
"Schhh.. beruhig dich. Ich glaube heute passiert hier nichts mehr. Und selbst wenn, du bist nicht allein. Wir Gryffins halten doch zusammen."
Remus lächelte sie dankbar an. Ja, nun würde ihnen nicht mehr passieren. Alle Gryffindors würden zu den Rumtreibern halten, wenn Bellatrix jetzt noch einmal ausrasten würde. Aber vielleicht gab sie auch Ruhe, für einen Abend hatte sie doch ihren Triumph bekommen.
Remus schaute herab auf seine Hand und bemerkte verblüfft das er seinen Zauberstab noch immer krampfhaft umklammert hielt. Er war anscheinend wirklich angespannter wie er es vermutet hätte. Schnell löste er seine Hand von dem Holz und schloss und öffnete seine Hand ein paar Mal da sie sich durch den festen Griff anfühlte das wäre sie eingeschlafen.
Klappernd ließ er den Stab vor sich auf den Tisch fallen und horchte mit einem Lächeln auf als Lily James fragte ob er auch rauchte. Normalerweise redete Lily in diesem freundlichen Ton nur mit James wenn es unbedingt sein musste – zum Beispiel im Unterricht – und in James Fantasien natürlich. Remus gluckste leise.

Überrascht schaute der Werwolf auf als Peter in die Große Halle kam. Irgendwie sah er gehetzt aus, als wäre er weit gelaufen. Vielleicht hatten ihn die Treppen vom Gryffindor-Turm herab zu Halle aber auch nur überfordert.
Remus lächelte seinen anderen besten Freund strahlend an und rückte wenige Zentimeter zu Lily als sich Peter neben Remus auf die Bank plumpsen ließ.
Fröhlich fragte er ob er irgendetwas verpasst hatte, doch dann bemerkte er anscheinend die angespannte Stimmung und fügte besorgt hinzu: „Was ist los? Ist was passiert?“
Remus seufzte leise und wandte sich zu Peter hinüber.
„Sirius und Bellatrix hatten eine nette, kleine Unterhaltung. War ziemlich heftig. Aber ich glaube jetzt ist alles okay.“ Er warf Bellatrix abermals einen kurzen Blick zu und schaute dann James und Sirius an. „Anscheinend wollen sie nun ihre Sorgen in Alkohol ertränken. Die Slytherins hatten nämlich nicht besseres zu tun als Alkohol herbei zu zaubern und sich alle hemmungslos zu betrinken. Die haben sie so peinlich benommen und so viele Regeln gebrochen.“, sagte er leise und gegen Ende hin mit aufgebrachter Stimme.
Irgendwie störte es ihn wirklich das die Slytherins die Schulregeln gebrochen hatten, warum eigentlich? Er tat es doch auch, viel zu oft wie er selbst fand. Aber er war Dumbledore zu so viel Dank verpflichtet, dass es ihm einfach schwer viel zuzusehen wenn jemand dessen Regeln brach. Das war ja so als würde man sich genau vor den Schulleiter stellen und meinen das er falsche Entscheidungen treffen würde. Wenn er und seine Freunde eine von Dumbledores Regeln brachen war das irgendwie etwas anderes. James, Sirius und Peter konnte er es so viel leichter verzeihen.

Remus gähnte leise und erst jetzt, als die ganze Anspannung langsam von ihm abfiel, bemerkte er wie müde er wirklich war. Sicherlich war es schon spät und morgen würde sie noch alle müde sein wenn sie in den Unterricht mussten.
Er wandte sich an die verbliebenen Gryffindors – Alice Brown war mittlerweile schon in den Schlafsaal gegangen – und hoffte inständig das sie auf ihn hören würden, so peinlich es ihm auch war das ihn alle dabei ansehen würden.
„Ich denke wir sollten jetzt ins Bett gehen. Dann gibt es hier auch keinen Stress mehr“, fügte er leise hinzu. Aber es schien so als würde ihm nur die Hälfte von ihnen wirklich Beachtung schenken: Lily und James schienen sich mehr oder weniger gut zu unterhalten und Sirius hatte wieder einmal einen undefinierbaren Gesichtsausdruck aufgelegt, aber es sah nicht so als würde er bald schlafen gehen wollen.
„Ich geh auf jeden Fall“, sagte Remus trotzig.
Dann beugte er sich kurz über den Tisch und zupfte Sirius seine Zigarette aus dem Mund. Er hasste es so sehr wenn Sirius rauchte. Es stank widerlich, brannte in den Augen und er wollte gar nicht wissen was es alles mit Sirius Lungen anrichtete. Sirius sah einen Moment überrascht aus – dachte er etwa Remus wollte seine Zigarette zu Ende rauchen? Doch Remus drückte sie mit wütendem Blick auf dem Haustisch der Slytherins aus.
Einen Moment spielte er ernsthaft mit dem Gedanken den kleinen Brandfleck der sie in das alte Holz fraß als kleines Andenken an diesen Abend für die Slytherins zu hinterlassen, doch dann schnappte er sich doch seinen Zauberstab und ließ den schwarzen Fleck verschwinden.
Danach richtete er seinen Stab ebenfalls auf die drei restlich verbliebenen Flaschen. Ein kurzen Schlenker seines Zauberstabes verursachte das die Flaschen sich drehend einige Meter in die Luft erhoben, sich immer schneller drehten und dann verpufften.
Remus sah James und Sirius bestürzten Gesichtsausdruck aber Remus warf ihn nur einen Blick zurück der ungefähr „Ihr-müsst-morgen-in-den-Unterricht-und-ich-will-mir-nicht-anhören-das-ihr-Kopfschmerzen-habt“ bedeuten sollte.
Natürlich wusste er das die beiden sofort wieder eine paar Flaschen hervor zaubern konnten, aber hoffte einfach das ihnen das zu so später Stunde einfach zu viel Arbeit sein würde.
„Gute Nacht Lily“, sagte er lächelnd, denn irgendwie hatte er nicht das Gefühl das die Evans ihn nun hoch in den Schlafsaal begleiten würde. Dann wandte er sich zum gehen und sein warmes Himmelbett drehte sich in seinen Gedanken wie die Flaschen kurz zuvor.
Er schaute nicht zurück wer ihm alles in den Gemeinschaftsraum und Schlafsaal folgte und eilte schnell zu seinem Bett, bereit sich sofort in seine weichen Kissen zu verkriechen.

Tbc: Haus Gryffindor ; Jungenzimmer – Potter / Black / Lupin / Pettigrew / Longbottom
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Frank Longbottom
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Emma Campell
Anzahl der Beiträge : 34
Anmeldedatum : 17.11.11
Alter : 24
Ort : RDG

BeitragThema: Re: Die Große Halle   So Feb 05, 2012 3:09 am

Nachdem Lovegood seinen kleinen monotonen Vortrag über sein komisches und äußerst merkwürdiges Gebräu beendete hatte, freute sich Frank innerlich. Endlich hatte er ein bisschen Zeit um mit Alice zu reden, die still dem Ravenclaw zugehört hatte und ihn immer wieder anlächelte. Sie war schon sehr bezaubernd und Frank fühlte sich großartig in ihrer Nähe.
Als Xenophillius nun auch noch die Halle verlassen hatte, und eigentlich nur noch Gryffindors übrig blieben, entspannte sich Frank zunehmend. Es war doch keine so schlechte Idee gewesen mit den Jungs mitzugehen, die sich gerade über Alkohol und Zigaretten unterhielten. Frank hielt von beidem nicht viel, wahrscheinlich lag es zu sehr an seiner Erziehung, denn Augusta, Franks Mutter, hatte ihm immer verboten zu rauchen oder zu trinken, besonders in den Ferien, wo all seine Freunde auf solche Sachen ausprobierten.
Doch Frank wusste ja, dass es viel zu schädlich war, weshalb er schon aus Prinzip die Finger davon ließ, zumindest vom Rauchen.

Gerade als der junge Gryffindor von seinen Gedanken abkam um weiter mit Alice zu reden, war diese auch schon im Begriff aufzustehen. Frank merkte sofort das etwas nicht stimmen konnte, denn Alice war eigentlich nie wirklich angespannt oder nervös und schon gar nicht so hektisch. Doch Frank wusste auch, dass Alice in solchen Momenten Zeit für sich brauchte und das seine Anwesenheit nicht wirklich viel bringen würde.

Sie schaute noch mal kurz in die Runde, "Hey, ich wünsch euch noch viel Spaß, aber ich muss, irgendwas stimmt im Zimmer nicht, Huffelpuff wird ganz nervös! Lily, ich kümmer mich drum, wenn was ist, dann schicke ich dir eine unserer Eulen... .“
Ich wusste das es nicht der einzige Grund war, warum sie so nervös war, aber ich sagte nichts um die andern nicht auf andere Gedanken zu bringen und Alice nichts noch mehr zu verunsichern.
Als sie sich zu mir runterbeugte und mich küsste war ich kurz verwirrt und überrascht, dass sie unsere Beziehung nun doch so öffentlich machte, doch es freute mich natürlich auch insgeheim. Vielleicht hatte sie ihre Meinung ja geändert.
Als sie dann zum Ausgang ging, winkte sie ihm noch mal zu und verschwand hinter den Mauern des Schlosses.
Frank fuhr sich noch mal kurz über die Lippen und fragte sich was wohl mit Alice war, wieso sie plötzlich so verändert war. Er überlegte, ob er vielleicht etwas gesagt haben könnte, doch ihm fiel nichts wirklich so ein.
Noch immer in Gedanken versunken merkte er nicht wie sich ein schnaufender Peter zu ihnen gesellte. Der Longbottom hatte sich schon gewundert, wo der vierte Rumtreiber die ganze Zeit gesteckt hatte, da dieser doch immer da war, wo James, Sirius und Remus auch waren.
„Was ist los? Ist was passiert?“ fragte dieser nun auch leicht erschöpft und verwirrt.
Remus klärte ihn kurz auf, was vorgefallen war und beschwerte sich nebenbei noch das die Slytherins Alkohol getrunken hatten und James und Sirius es ihnen nur gleich taten.
Nach einigen Minuten schien es Remus nun zu reichen, denn er zauberte alle Flaschen mit einer kleinen Zauberstabbewegung weg und zupfte die Zigarette aus Sirius’ Händen..

„Ich denke wir sollten jetzt ins Bett gehen. Dann gibt es hier auch keinen Stress mehr“


Frank fand Remus Vorschlag ziemlich gut, immerhin war morgen der erste Schultag und da sollte mal wohl ausgeschlafen haben. Frank stand langsam auf, wunderte sich aber nicht, dass die anderen keine Anstalten machten Remus zu folgen. Warum auch? Hier war es doch viel lustiger. Aber für Frank war es langweilig geworden ohne Alice. Außerdem machte er sich ein bisschen Sorgen um sie. Hoffentlich ging es ihr gut und es ist nicht wirklich etwas im Mädchenschlafsaal vorgefallen.
„Ich geh auf jeden Fall“, sagte Remus nun doch etwas lauter und schaute dabei nicht sonderlich glücklich bei aus, da immer noch keiner auf ihn zu hören schien.
So drehte er sich um und verließ die Große Halle.
Frank war erstaunt, dass Remus nicht auf seine Freunde wartete, aber der Longbottom konnte ihn verstehen. An seiner Stelle würde er auch nicht hinter ihnen aufräumen wollen und warten müssen, bis sie denn mal alle schlafen gehen würden.
"Ja, ich wünsch euch denn auch mal eine gute Nacht, wir sehen uns denn morgen früh!"
Frank schlenderte nun auch langsam aus der Halle und bog um die nächste Ecke um. Hoffentlich erwischte ihn Peeves nicht oder einer der Lehrer die die Korridoraufsicht hatten. Das würde Ärger geben und Frank war nicht scharf drauf, gleich am ersten Abend Strafarbeit zu bekommen weil er nach der Sperrstunde draußen war.
So lief er schnell durch die dunklen Korridore und hoffte, dass ihm heute niemand mehr begegnete und er schnell in sein Bett fallen konnte.

Tbc.: Haus Gryffindor/ Jungenschlafsaal


Zuletzt von Frank Longbottom am Sa Feb 11, 2012 1:04 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Tbc. verändert)
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Sirius Black
Gryffindor
Gryffindor

Anzahl der Beiträge : 378
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 24
Ort : Oberhessen

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Mo Feb 06, 2012 8:30 am

(Postteil I)

Sirius sah James‘ Blick an, dass dieser sicherlich nicht begeistert sein würde, jetzt schon zu gehen. Nicht so lange Nervensägen-Lily sich dazu herabgelassen hatte, nette, unschuldige Konservation mit ihm zu betreiben. Also hieß es die Sache aussitzen – was bedeutete endlose Minuten quälender Langweile über sich ergehen zu lassen, gepaart mich hirnlosem Gekicher seitens Nervensägen-Lily, die sich nicht eingestehen konnte, dass sie auf James scharf war. Natürlich hatte er dabei die Pflicht, ihre kotzreiz-verursachende Romanze nicht damit zu unterbrechen, dass er dem immer stärker werdenden Drang seinen Kopf gegen den Tisch zu schlagen, nachkam.
Das ganze wurde nicht besser, als James ihm seinen Ellenbogen in die Seite rammte und zu seiner chronischen Langeweile auch noch ein stechender Schmerz hinzukam. Das alles zusammen bedeutete: Sirius‘ Laune war auf einem bisher unerreichten Tiefstand.

Sirius bemerkte dass Peter mittlerweile auch eingetroffen war… oder war er nie weg gewesen? Irgendwas sagte ihm, dass er verschwunden gewesen war… aber Sirius konnte sich nicht richtig erinnern, Peter stand immer hinter seinem Rücken, einen zweiten Schatten konnte man also leicht einmal vergessen. Wenn Sirius sich aber recht erinnerte, hatte er auf dem Weg zur Großen Halle jedoch kein aufgeregtes keuchen vernommen… also hatten sie Peter höchstwahrscheinlich schon im Gemeinschaftsraum verloren. Spielte eigentlich auch keine Rolle.

Aus dem Augenwinkel beobachtete Sirius, wie Remus aufstand. Was wollte er den nun wieder? „Ich denke wir sollten jetzt ins Bett gehen. Dann gibt es hier auch keinen Stress mehr“meinte dieser sehr leise und guckte wie ein verschrecktes Reh in die Runde. Sirius tat so, als würde er ihn nicht hören und starrte einfach weiter in eine Richtung, an der absolut nichts interessant war. Er konnte sehr stur sein wenn er wollte und genau jetzt wollte er. Ich geh auf jeden Fall fügte Remus noch hinzu, als er dann doch schlussendlich bemerkte, dass niemand sich um ihn kümmerte.

Und dann überraschte Remus ihn wieder, in dem er sich über den Tisch lehnte und Sirius seine Zigarette aus dem Mund zog. Sirius zog eine Augenbraue hoch als er sah wie Remus sie auf dem Tisch ausdrückte. Remus schaute benommen auf den Brandfleck den er damit verursacht hatte und Sirius musste innerlich darüber lachen, dass Remus nicht gehen konnte ohne diesen Makel zu beseitigen. Nur leider war ihm irgendwie nicht zum Lachen zu Mute… denn auf merkwürdige, verkorkste Weiße fühlte er sich schrecklich alleine… und daran konnten auch der Alkohol und Zigaretten nichts ändern. Vielleicht noch nicht einmal etwas verbessern, aber da war er sich noch nicht so sicher. Doch bevor er die Möglichkeit nutzen konnte, raubte Remus ihm diese auch noch, indem er die letzten Flaschen im Nichts verschwinden ließ. Remus sah ihn und James danach mit einem Blick an, der ihn dazu brachte gar nicht auf die Idee zu kommen, noch mehr Flaschen eigenhändig zu besorgen. Und mit diesem Blick seitens Remus, verlor er nicht nur den Alkohol… sondern auch noch seine Würde.

Remus verabschiedete sich von Nervensägen-Lily. Und Sirius fragte sich zum ersten Mal, warum Remus sich von Lily verabschiedete aber ihn keines Blickes mehr würdigte. Hatte er schon erwähnt, dass er sich einsam fühlte? – Das machte es nicht besser. Aber Remus legte nur einen mehr oder weniger dramatischen Abgang hin.
Sirius schaute in die Gesichter der Schüler die noch mit in der Halle saßen. Frank Langweiler Longbottom, Nervensägen-Lily und sein bester Freund der in vertrottelter Ich-denke-das-ich-verliebt-bin-Laune steckte. Also entschied Sirius sich, dass es Zeit war zu gehen. Und zwar schleunigst. Vielleicht sollte er James und Lily einmal sich selbst überlassen.
„Ich geh auch“ murmelte er in Richtung James, stand auf und verließ den Raum ohne auf dessen Antwort zu warten.

Tbc: Restliche Räume und Korridore – In den Korridoren
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Do Feb 09, 2012 10:44 pm

Eigentlich hatte Lily das Gefühl gehabt der Abend könnte noch ziemlich interessant werden. Doch so schnell dieser Gedanke gekommen war, so schnell verschwand er auch schon wieder. Es begann damit, dass ihre Freundin Alice plötzlich aufsprang und sich verabschiedete. Warum ging sie denn auf einmal? Doch sie erklärte, dass sie das Gefühl hatte irgendwas stimme nicht. Sie würde Lily Bescheid geben, wenn sie Hilfe benötigte. Die Rothaarige kam gar nicht mehr dazu etwas zu erwiedern, da war ihre Freundin auch schon verschwunden. Sie schüttelte nur den Kopf und sah ihr besorgt nach. Wie sollte sie denn jetzt hier noch so locker flockig herum sitzen, wenn sie wusste das mit Alice etwas nicht stimmte?
Außerdem würde sie neben Sirius eh bald Erstickungsanfälle bekommen. Sie wedelte immernoch den stinkenden Qualm von sich. Remus schien genauso eine Abneigung gegen Zigaretten zu haben wie sie. Er stand ebenfalls auf und verkündete, dass es für alle besser war nun ins Bett zu gehen. Damit hatte er vollkommen Recht. Sie hatten Glück noch nicht erwischt worden zu sein und Morgen war der erste Schultag. Sie hatte sich gehen lassen. Es war wirklich an der Zeit zu gehen.
Plötzlich beugte sich Remus nach vorne und zog Sirius den Qualmstengel aus dem Mund und drückte ihn mit finsterer Miene auf dem Tisch der Slytherins aus. Was war denn plötzlich mit ihm? Warum war er so sauer? Einen Moment lang glaube sie eigentlich er würde den Brandfleck auf dem Holz so belassen doch er zog doch noch seinen Zauberstarb hervor und bereinigte den Schaden. Zuletzt wand er sich noch mit einem lächeln an Lily und wünschte ihr eine gute Nacht, bevor er sich umdrehte und verschwand. Etwas verwirrt blinzelte sie ihm nach. Was war das denn? Nur wenige Sekunden später stand auch Sirius auf und murmelte mehr zu sich selbst, dass er nun ebenfalls gehen würde. Frangend blickte sie James an, doch dieser schien sich über das Verhalten seiner Freunde gar nicht recht zu wundern. Klar, er kannte sie ja besser. Oder vielleicht war es ihm gerade einfach nur egal?
Auch Frank entfernte sich und so langsam wurde es wirklich still in der Großen Halle. Während sie ihren Blick schweifen ließ, wurden ihre Augen auf Peter aufmerksam der dasaß wie bestellt und nicht abgeholt. Der Arme... war er nicht eben erst gekommen und nun gingen alle schon wieder.
Doch das Verhalten von Remus und Sirius ging ihr irgendwie nach. Überhaupt.. wenn sie so daran dachte wie Remus ihn vorhin angesehen hatte.. Aber nein, dass ging dann wohl etwas zu weit. Sie kannte die Gruppe noch nicht so gut um irgendwelchen Theorien nachgehen zu können. Aber es weckte auf jeden Fall ihr Interesse. Wie praktisch, dass Remus ebenfalls Vertrauensschüler war.
Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen und sie stand auf. "Hop Bambi. Wir sollten auch schlafen gehen." Er sah zwar etwas missmutig aus, stand jedoch trotzdem auf. Auch Peter schloß sich an, auch wenn er ein klein wenig weiter hinten lief. Es war seltsam so neben James zu Laufen. Wann kam das denn schon mal vor? Jetzt fiel ihr wirklich auf, dass er in den Ferien ganz schön gewachsen war.
Gemeinsam betraten sie den Gemeinschaftsraum und gingen zu den Treppen wo sich ihre Wege trennten. "Also dann. Wir sehen uns Morgen im Unterricht oder?" Sie brauchte eigentlich gar nicht zu fragen. Sie wusste, dass er Pflege magischer Geschöpfe belegt hatte. Ob das nun an ihr lag oder nicht wusste sie nicht, aber es spielte auch keine große Rolle. Irgendwie hatte sie einfach nicht wie sonst ein Gefühl der Abneigung, wenn sie daran dachte mit James Potter gemeinsam ein Fach zu haben. Hoffentlich gab er ihr Morgen nicht wieder einen Grund das zu bereuen.

tbc: Mädchenzimmer Gryffindor


Zuletzt von Lily Evans am Sa Feb 11, 2012 12:36 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Bellatrix Black the first
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Bella Cullen
Anzahl der Beiträge : 3078
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : London

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Feb 10, 2012 11:11 am

„Ihr Slytherins habt wirklich keine Ahnung was eine Party ist. In der Zweiten Klasse hatten unsere Partys schon mehr Stil wie…“ Sirius ließ kurz den Blick schweifen und wirkte irgendwie, wirklich? Enttäuscht. „wie das hier“ Sollte das gehässig klingen?
"Hey Bella, bist du jetzt endlich fertig mit deiner Rede? Ich hab nämlich eine dringende Frage an dich. Wenn du uns dann 'vernichten willst', wie hattest du das geplant? Willst du dass wir uns in den Tod tanzen? Denn so wie es scheint ist der einzige 'ach so mächtige Zauber' den du dir merken kannst, Taratallegra."
James Potter, wie sie diesen Kerl verabscheute. Sie verstand nicht, wieso er zu allem seinen Senf geben musste! Und wenn Potter wirklich dachte, sie hätte nichts besseres zu bieten, als einen simplen Tanzfluch, dann kannte er sie wirklich schlecht!
Und jetzt, träumte sie? Bella hätte sich am liebsten ungläubig die Augen gerieben. Sie hoben tatsächlich die Hände und schlugen ein. Wie kindisch war das denn? Jetzt hielten sich die beiden wahrscheinlich für mega cool, oberschlau und unbesiegbar. Kinder!
Und jetzt tauchte auch noch Lily auf, dieses elende Schlammblut, doch weil Severus so an ihr hing musste sie sie wohl in Ruhe lassen. Doch in Gedanken malte sie sich schon länger aus, was sie tun würde, wenn Evans nicht unter Severus Schutz stehen würde.
Jetzt hatte sie endgültig genug von dem ganzen Theater. Wie kindisch konnte das hier noch werden, jetzt holte ihr durchgedrehter Cousin auch noch seine Zigaretten heraus und fing an zu qualmen. Er war ja ach so cool. Außerdem würden in nicht allzu langer Zeit sowieso Lehrer auftauchen und so beschloss sie, sich in den Schlafsaal zu begeben.
Sie blickte umher und bemerkte, dass viele andere Slytherins die gleiche Idee gehabt hatten und die Halle inzwischen wesentlich leerer war als zuvor.
Sie drängte sich an den paar Schülern vorbei, die so dumm waren sich ihr in den Weg zu stellen. Grob schubste sie sie aus dem Weg.

Tbc.: Slytherin Gemeinschaftsraum – Schlafsaal Mädchen Darrell – 2x Black - Winston


(((Part I, kurz und iwie merkwürdig, der II kommt heute wahrscheinlich auch noch )))
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://larapedia.blogspot.de/
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Die Große Halle   So Feb 19, 2012 9:20 pm

Der Rest des Abends verging wie im Schnelldurchlauf. James unterhielt sich die ganze Zeit mit Lily und achtete kaum darauf, dass immer mehr Leute die Große Halle verließen. Er war einfach zu sehr auf sie fixiert, wie sich manchmal ein zaghaftes Lächeln auf ihr Gesicht schlich oder wie sie sich das Haar zurück, hinters Ohr strich.
Nach und nach wurde es still in der Halle, das einzige was man noch vernehmen konnte, waren ihre Stimmen.
Als der junge Potter seinen Blick von der jungen Evans abwandte, merkte er erstaunt, das die Halle vollkommen leer war. Mit Ausnahme von ihm und Lily (und Peter, der neben ihnen saß, aber keinen Mucks von sich gab, also könnte man meinen er war nicht wirklich da) .
Sein Blick glitt zurück zur Evans, auf deren Gesicht wieder ein Lächeln zu sehen war.
"Hop Bambi. Wir sollten auch schlafen gehen."
Ein wenig missmutig stand James auf. Zusammen mit Lily verließ er die Große Halle und mit Peter im Schlepptau machten sie sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum.

to be continued: Jungenzimmer - Potter / Black / Lupin / Pettigrew / Longbottom / Tonks

( Ist bloß einer kurzer erster Teil, der zweite Streich folgt sogleich (; )
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Caitleen Byrne
Ravenclaw
Ravenclaw

Weitere Charas : -
Anzahl der Beiträge : 79
Anmeldedatum : 09.08.11
Ort :

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Sa Feb 25, 2012 11:19 pm

coming from: Ravenclaw Gemeinschaftsraum

Nicht besonders eilig schlenderte Caitleen zur Großen Halle. Wie immer war die Ravenclaw früh auf und es war verhältnismäßig ruhig in den Gängen. Sie nahm sich Zeit, um die mittlerweile vertraut gewordenen Bilder zu betrachten, jedoch ohne sie zu sehen. Ihre Gedanken waren ganz woanders. Quidditch. Die Mannschaft hatte einige gute Spieler verloren und die Lücken mussten aufgefüllt werden. Die Hexe seufzte leise. Würde Ravenclaw es möglicherweise dieses Jahr gelingen, den Quidditch-Pokal zu holen? Sie musste mit Madam Hooch sprechen, um den Termin für Auswahlspiele zu fixieren beziehungsweise um das Feld zu reservieren. Den Termin und den Aufruf, sich zu bewerben, im Gemeinschaftsraum aufhängen.

Ehe sie sich versah, stand sie in der Großen Halle. Es war noch relativ leer hier, doch bereits in einer halben Stunde würde es ganz anders aussehen. Vor ihr erschienen eine Tasse Tee und Schokocroissants. Hungrig griff sie zu. Während sie frühstückte, vertiefte sie sich in das Buch zur ersten Stunde – Pflege Magischer Geschöpfe. Die Hexe hatte gründlich überlegt, bevor sie sich für dieses Fach entschieden hatte. Zur Wahl wäre noch Alte Runen gestanden, das hätte sie auch interessiert. Aber sie mochte Tiere und für ihren Berufswunsch war es wichtig, dass sie andere Lebewesen genauer kennen lernte. Auch Runen wären von Bedeutung gewesen, aber notfalls müsste sie eben einen außerschulischen Kurs belegen. Langsam füllte es sich um sie herum und Caitleen klappte das Buch zu. Sie wechselte noch ein paar Worte mit ihren Freunden, von denen die Meisten – Ravenclaw getreu – Alte Runen gewählt hatten. Dann machte sie sich auf den Weg zu Madam Hooch.

Noch bevor sie an die Tür klopfen konnte, wurde sie schon geöffnet. Madam Hooch war gerade im Begriff, zu gehen. Caitleen begrüßte sie freundlich und fragte dann nach der Reservierungsliste für das Spielfeld. „Ich war gerade im Begriff, sie aufzuhängen. Aber dann können Sie das ja gleich machen.“, sagte sie, drückte Caitleen die Liste in die Hand und eilte davon. Erfreut besah die Hexe das Pergament in ihrer Hand und zog sofort ihre Feder aus der Tasche, um sich einzutragen. Erst dann machte sie sich auf dem Weg zum Schwarzen Brett, um die Liste auszuhängen. Glücklicherweise drängte sich gerade niemand darum und ging rasch, sodass sie Hexe noch rechtzeitig zu ihrem Unterricht kommen würde.

Gut gelaunt machte sie sich auf den Weg nach draußen.

tbc. Ländereien
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.youtube.com/user/PrincessCaitleen?feature=mhee
avatar
Rodolphus the first
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : -
Anzahl der Beiträge : 249
Anmeldedatum : 12.08.11
Alter : 19

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Mo Apr 09, 2012 11:02 am

Nach einiger Zeit merkte Rodolphus erst das er der einzige von der Slytherin Schülern in der Halle war. Er hatte das in seinem Rausch gar nicht mitbekommen. Also entschloss er sich in den Gemeinschaftsraum zu gehen und taumelte den Weg entlang. Auf dem weg zum Gemeinschaftsraum sausten ein paar Schlangenzeichen, dennoch verschwommen, an ihm vorbei. Es dauerte nicht lange bis er angekommen war. Er rief das Passwort, das Porträt schaute ihn nur verwirrt an, aber öffnete sich dann doch. Etwas langsam ging der Slytherin hinein. Hier war es auch wie leergefegt. Die Treppe war ja immer noch da schwierigste von allem, es viel Rodolphus schwer sie zu erklimmen. Im Schlafsaal angekommen schmiss er sich gleich auf sein Bett ohne sich umzuziehen und schlief ein. Dies war nun wirklich der verwirrendste Traum den er je hatte.

~ Am nächsten Tag beim Mittagessen

Immer noch Kopf dröhnend, saß der Schüler auf einem Platz bei dem Slytherintisch. Momentan wollte er überhaupt niemanden mehr etwas sagen hören, aber das war sehr schwer zu berücksichtigen, da in seinen Ohren das laute kreischen der anderen Schüler nicht zu überhören war. Herumschreien “sie sollen leise sein“ würde er nicht tun da es ihm ziemlich kindisch vorkam und ein Slytherin durfte sich so etwas nicht erlauben. Übermüdet aß Rodolphus sein essen und versuchte die anderen zu überhören. Im Unterricht war es nicht viel besser gewesen.„Alte Runen. So ein langweiliges Fach!“, dachte er, „Aber immer noch besser als Pflege magischer Geschöpfe mit diesem Dreckslehrer.“ Gelangweilt versuchte er denn anderen an seinem Tisch zuzuhören, doch so wirklich kam nichts zustande. Dauernd versank er ungewollt in seinen Gedanken und schlief fast wieder ein. Rodolphus zuckte ein paar Male auch zusammen und war wieder Glockenhellwach. Das einzige wofür er gerade einen Kopf hatte war Andromeda. Warum hatte er bloß seine Gefühle verborgen. Sie hatte es ihm gebeichtet doch er war so feige gewesen und hatte ihr seine wahren Gefühle nicht so verraten wie sie ihm. Das machte ihn völlig fertig. Ob sie ihn überhaupt noch liebte? „Wieso war ich nur so dumm? Ich hätte es ihr sagen können, aber ich musste ja feige sein und sagen dass wir Freunde bleiben können. Zu dumm!“ Der Schüler konnte das nicht so leicht auf sich sitzen lassen. Entschlossen ging er aus der Halle und in Richtung Ländereien.

tbc: Außerhalb-Ländereien
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Alice Brown the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Viktoria von Baden und Sofibel
Anzahl der Beiträge : 434
Anmeldedatum : 04.08.11

BeitragThema: Re: Die Große Halle   Fr Mai 04, 2012 5:38 am

cf.: Gryffindor - Mädchenschlaafraum

Alice lief in den schon vollen Saal, zum Glück waren alle schon vertieft, sodass sie nicht sehr auffiel. Schnell setzte sich sich auf ihren Stammplatz, der sich dieses Jahr etwas verändert hatte, rechts von ihr saß wie immer Lily, so saßen sie schon seit der 1.Klasse. Eigentlich hätte sie kichern müssen, doch sie war aufgeregt, denn die ganze Verantwortung für die Mannschaft lag auf ihren Schultern. Zu ihrer linken saß Frank. Sie begrüßte ihn mit einem Kuss und stellte erfreut fest, dass er schon umgezogen war. Auf der anderen Bank saßen meist die anderen Gyffrindorschüler ihres Jahrgangs. Mal saß neben Lily Emma oder James, das kam ganz drauf an. Nun musste sie kichern, wie sich hier alle verliebten.
Heute saß gegenüber von ihr Remus, die Beiden hatten sich richtig gut angefreundet. Freudig sagte sie leise zu ihm: "Hey, es ist jetzt vorbei!" Sie wusste, dass er sie verstehen würde, naja er hatte ihren Kampf am vergangenen Samstag selbst mit erlebt.

Die Beiden hatten sich im Aufenthalsraum getroffen und das war Remus sichtlich unangenehm gewesen, einige Schüler hatten den Beiden zugesehen, wie sie gemeinsam zuerst den Aufenthaltsraum und dann das Schulgelände verliesen. Am ersten Wochenende gingen eigentlich die wenigsten nach Hogsmead und so waren sie auf dem Weg alleine. Als etwa dreiviertel der Strecke geschafft war, wurde Alice schwindelig, sie musste sich an Remus fest halten. Sie spührte es in ihren Knochen, dass es gleich soweit sein würde, dass sie nun zum zweiten Mal konfrontiert wurde. Schlagartig brach sie zusammen, hörte nichts mehr und spürte nur Remus Arme die sie schüttelten. Der junge Lupin war hilflos, ihm konnte auch nichts helfen, genauso wie Alice. Sie lag da, kauerte sich zusammen und blieb ruhig, sie wusste, dass schreien nichts gebracht hätte und doch wimmerte sie leise. Die Schmerzen gingen so schnell wie sie auch gekommen waren und der Junge half ihr auf. "Ich erklär dir das Im Drei Besen.", meinte sie geschafft und den restlichen Weg schwiegen sie Beide.
Im Lokal herrschte reger Betrieb und die Hexe bestellte sogleich zwei Butterbiere. Am Tisch erklärte sie ihm zuerst ihre Gabe und dann den Verlust ihrer Gabe, den Grund, die Anfälle, alles... Remus hörte ihr aufmerksam zu ohne Kommentare zu geben und doch schien er interessiert. Alice war froh als er selbstständig das Thema wechselte und sie etwas über Frank reden konnten, natürlich blieb das Thema Lily&James auch nicht ausgespart.
Als nächstes gingen sie in den Honigtopf, um dann an der Heulenden Hütte vorbei zu gehen. Sie redetenn darüber, dass jedes Mal bei Vollmond schreckliches Gehäule zu hören sei und das dass von der Horde aggresiver Geister kommt, die in der Hütte lebten. Der Rückweg verlief ohne zwischen Fälle, doch hatte das Vertrauen der Beiden ihnen eine neue Freundschaft geschenkt. Remus erhielt eine gute Freundin, die nicht zu den Rumtreibern zählte und Alice konnte nun einen Freund ihres Freundes zu ihren Vertrauten zählen.


Während sie nach dachte, hatte sie einige Kleinigkeiten gegessen und fast nicht bemerkt wie vorallem Ravenclaw und Huffelpuff Schüler die Halle verließen. Alice verabschiedete sich von allen und ging schon ein Mal vor. Sie wollte sich mental noch etwas vorbereiten, bevor das große Spiel Gryffindor gegen Slytherin stattfinden würde.

tbc.: Kabine von Mannschaft 1
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen

Gesponserte Inhalte



BeitragThema: Re: Die Große Halle   

Nach oben Nach unten
 

Die Große Halle

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 

 Ähnliche Themen

-
» Die große Halle
» die wirklich große liebe...trennung!?
» Großstadt Gedicht ich bitte um Hilfe !
» Meduseld ~ die goldene Halle (Thronsaal)
» habe meine große Liebe vergrault........
Seite 3 von 4Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Korridor 89 :: Ingame :: Hogwarts :: Restliche Räume & Korridore-

Impressum