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Twilight & Harry Potter Crossover
 


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 In den Korridoren von Hogwarts

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Bellatrix Black the first
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   So März 04, 2012 9:37 am

„Du musst nichts sagen“, drang Severus leise Stimme zu ihr durch. „Ich weiß es auch so.“ Wenn er das wirklich ehrlich meinte, dann konnte sie die Welle der Erleichterung zulassen, die die Schuld und die Last von ihren Schultern fortspülen würde. Doch wieso sollte er jetzt lügen? Er hatte sie in ihrem schwächsten Moment erlebt, falls er es hätte ausnutzen wollen, hätte er genug Zeit gehabt. Und doch, sie musste ihm erst in die Augen sehen, die Aufrichtigkeit darin, um ihrem Gefühl Glauben zu schenken. Und wirklich, aus seinen Augen leuchtete ihr die Aufrichtigkeit entgegen, als er sagte: „Danke“ Ein schlichtes Wort und doch... Plötzlich fühlte sie sich befreit. Sie konnte wieder frei atmen und das Eis in ihren Venen taute auf. Niemand wird jemals davon erfahren, konnte sie in seinen Augen lesen, Das hier ist nie passiert. Nein, sie hatte sich nicht getäuscht. Es war gut gewesen, über den eigenen Schatten zu springen um diesen Freund zu behalten. Menschen, die die Schwäche ihrer Freunde nicht ausnutzten um sich einen Vorteil zu verschaffen, waren selten und doch, sie hatte einen gefunden und darüber war sie froh. Nachdem sie nun sicher war, dass er es ernst meinte fand sie langsam ihre Fassung wieder. Ihre Gesichtszüge glätteten sich und sie strich sich eine Strähne ihrer schwarzen Haare aus dem Gesicht. Ebenso wie sich ihre Erscheinung nun verändert hatte, wechselte das Lächeln auf dem Gesicht des Snape von einem aufrichtigen Lächeln in ein kaltes, grausames Grinsen. „Das nächste Mal weihst du mich aber ein, wenn du vorhast, deine Folterkünste unter Beweis zu stellen.“ Ein böses Lächeln schlich sich auf ihre Lippen und sie war froh, dass sie jetzt dort weitermachen konnten, wo sie im Zug aufgehört hatten. Für einen Außenstehenden hatte es diese Konversation nie gegeben und sie hoffte, Severus würde sie erstmal eine lange Zeit ruhen lassen. „Natürlich doch, mein Freund. Wie wäre es, wenn wir gleich damit anfangen? Wir holen unsere Bücher und entführen dann einen kleinen Gryffindor, der denkt er wäre der Größte. Was meinst du, ist das kein guter Start ins Schuljahr?“ Das Lächeln wurde zu einem Grinsen und ihre Augen glühten vor Vorfreude. Erstklässler waren das perfekte Ziel, sie waren gesund und wehrten sich nicht zu sehr, außerdem war es sehr einfach ihre Gedächtnisse zu verändern. Letztes Jahr beispielsweise, dachte sie verträumt, da hatte sie einem kleinen Gryffindor einen gebührenden Empfang bereitet. Einen unvergesslichen.

Sie lief durch die Gänge, die Augen wachsam hin und her huschend und suchte nach ihrem Opfer. Sie war im ganz falschen Teil des Schlosses, das wusste sie, doch das Festessen war vorbei und schon bald würden die kleinen Gryffindors hier entlang marschieren, alle brav und geordnet im Gänsemarsch. Doch es gab jedes Jahr einen, der aus der Reihe tanzte, der sich für den absoluten Überflieger hielt. Wie Potter. Sie könnte schwören, er wäre so einer gewesen.
Bella versteckte sich in einer Nische, hinter der Statue eines fetten, alten Zauberers. Vom Schatten verdeckt wartete sie.
Lautes Getrampel kündigte die Kinder an und als sie fast vorbei waren löste Bella sich aus dem Schatten der Statue und ging auf einen besonders kleinen Erstklässler zu. Freundlich lächelnd. Jeder hätte sie für nett und freundlich gehalten, jemanden der nichts böses im Schilde führte. Nur ihre Freunde nicht, die hätten das Feuer in ihren Augen gesehen.
„Warte mal, Kleiner“ Der angesprochene drehte sich um. „Wie heißt du?“ Ihre Stimme war zuckersüß, doch der Kleine schien keinen Verdacht zu schöpfen. „Aaron Simons, wieso?“ Respektlos grinste er Bella an. „Ach, ich wollte dir nur etwas zeigen, eine Art...Ritual. Was sagst du?“ Das Gequake und Getrampel seiner Mitschüler war inzwischen in den langen Gängen verhallt und so zog er nur frech die Augenbraue hoch und sah sie abwartend an. „Okay, dann komm mit.“ Sie nahm in nicht bei der Hand, wie ein kleines Kind, sie ging einfach davon aus, dass er ihr folgen würde, denn der Mut, der dem Hause Gryffindor zugeschrieben wurde, war in Wirklichkeit unvorsichtige Neugierde. Mit einem überfreundlichen Lächeln hielt sie ihm die Türe zu einem alten Klassenzimmer auf, die sie hinter ihm von innen magisch verschloss, bevor sie den Raum schalldicht machte. Aaron schöpfte noch immer keinen Verdacht, als er sich schließlich, nach eingehender Inspektion des Raumes zu ihr umdrehte: „ Hier gibt’s gar nichts Besonderes. Du hast gelogen!“ „Wirf mir nicht vor zu lügen, wenn wir noch nicht einmal angefangen haben.“ Sie lächelte ihn an, zog ihren Zauberstab und sagte mit dem freundlichsten Ton der Welt: „Extorca“
Der ungläubige Blick auf dem Gesicht des Kleinen, bevor ihn der goldene Lichtstrahl traf, war göttlich. Doch noch viel besser war seine Reaktion: Alle Muskeln in seinem Körper schienen sich gleichzeitig zu verkrampfen. Er erstarrte. Dann gaben seine Beine nach und er fiel, sich vor Schmerz schüttelnd und laut schreiend zu Boden. Es war ein Bild, wie man sie es sich nur in ihren schönsten Träumen ausmalen hatte können. Wie lange hatte sie Flüche studiert und experimentiert. Doch heute war es das erste Mal, dass sie ihren Fluch an einem menschlichen Wesen ausprobierte und es war perfekt.

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Eliott Joyce Winston
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Mo März 05, 2012 7:28 am

cf: Klassenzimmer - Allgemein

Es herrschte Stille zwischen den beiden Slytherinschülerinnen während sie das Klassenzimmer verließen und dann den Korridor zusammen durchschritten und Joyce fragte sich die ganze Zeit, wie sie wohl ein Gespräch anfangen könnte, denn Stille mochte sie nicht. Zwar konnte die Stille angenehm sein, eine gute Atmosphäre haben, doch wenn man sich nicht kannte, war die Stille unangenehm. Es bedeutete so viel wie ‚Wir haben kein Gesprächsthema, wir können also nicht sehr gute Freunde werden!‘. Und das nagte an der Winston, denn Samantha war kein schlechter Mensch. Außer das man vielleicht ihren Männergeschmack kritisieren könnte, doch Joyce verdrängte den Gedanken, denn es würde höchstwahrscheinlich nur Ärger geben. Also überlegte die Blondine, wie sie locker ein Thema anfechten konnte, denn so konnte es nicht weiter gehen. Samantha hatte ihr gerade gesagt „Gerne“ , doch mehr konnte sie ihr nicht entlocken. Vor allem kam dazu, dass sie einen etwas holprigen Start hatten, was Joyce ganz vergessen hatte. Nun kam es ihr fast schon ganz dämlich, sie einfach so angesprochen zu haben und gerade wollte sie einfach einen Smalltalk anfangen, als die Unerwartete Frage von Samantha sie erreichte. „Du und Regulus – was läuft da eigentlich zwischen euch?“ .

Lieber wäre der Blondine, wenn doch Stille zwischen ihnen geherrscht hätte. Es war zwar eine Normale Frage, doch eine Antwort fand Joyce nicht. Denn erstens waren Samantha und sie nicht die besten Freunde und Joyce wollte niemanden was Falsches erzählen, sodass irgendwas erzählt würde und Regulus sauer auf sie war und zweitens, sie hatte wirklich keine Ahnung. Denn genau das, was die Brünette sie gerade gefragt hatte, wollte sie eigentlich auch wissen. Sie sollte sich langsam mal ranhalten und ihn fragen, denn sie hasste es in Ungewissheit zu liegen. „Hmm..“, begann Joyce, als Zeichen, dass sie überlegte und ihr die Frage beantworten wollte. In Gedanken wägte sie ab, vielleicht das Thema zu wechseln, doch das einzige was ihr einfiel, war, zu fragen was zwischen ihr und Snape lief, doch die Frage war so schlecht, dass sie sie sofort verwarf. Plötzlich merkte sie, dass ihre Wangen glühten und sie schaute auf den Boden. „Also wenn du das wissen willst, wir sind nicht zusammen.“, versuchte sie die Frage zu umgehen. Doch das Mädchen wusste ganz genau dass ihre Gesprächspartnerin nachhaken würde, also hing sie noch etwas dazu, damit sie sich nicht ganz durchquälen musste. „Wie kommst du da drauf? Scheint ja keinem anderen Aufgefallen zu sein“, sagte sie nun mit einem Lächeln. Doch eigentlich war sie sich nicht sicher womöglich wussten davon ein paar mehr, doch die einfache Frage erleichterte sie komischer Weise.

Gemeinsam Schritten sie durch den endlos erscheinenden Korridor und bevor Samantha etwas sagte, fragte sie : „Wohin müssen wir eigentlich? Ich hab gerade ganz den Überblick verloren“, gab Joyce zu und Sam dachte über die Frage auch nochmal nach, sie hatte wohl genauso den Überblick verloren wie sie. Den Stundenplan hatte Joyce in der Tasche, meinte sie zumindest, doch sie hatte wenig Lust ihn raus zu kramen und da Samantha ja eh‘ bestimmt fast denselben hatte, konnte sie ja nochmal nachfragen.

(('tschuldigung für das Miese etwas ._. Mir fiel nichts einOo))
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Max Borde
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   So März 11, 2012 4:51 am

cf.: Klassenzimmer-Allgemein

Er mochte Alte Runen nicht. Das stand schon fest, als er in der 3 Klasse die erste Stunde hatte. Doch Emma mochte dieses Fach aus irgendeinem unbegreiflichen Grund.
Und die Alternative, Pflege magischer Geschöpfe, war noch weniger sein Fach. Also konnte er so zwei Fliegen mit einer klappe schlagen.

Doch in der heutigen Stunde, konnte sich der Ravenclaw nicht mal ein bisschen auf den Lerninhalt konzertieren. Viel zu sehr war er in Gedanken bei einer braunhaarigen Gryffindor. Er machte sich Sorgen um sie. Nicht das sie etwas hatte oder ähnliches. Nach dem Streit der Slytherins, wo es um den Blutstatus ging und wer würdig sein sollte Zauberei zu studieren, überlegte der Ravenclaw angestrengt nach. Emma, seine beste Freundin und für ihn die Liebe seines Lebens, war ebenfalls ein Halbblut. Sie konnte schnell auf die Liste derer kommen, die hier nicht erwünscht waren. Und später, außerhalb der Schule, da wird sie es nicht leichter haben. Max musste sich diese Gedanken nicht machen. Seine Eltern waren beide Zauberer.

Er schaute auf seine Uhr und stelle fest das in wenigen Sekunden die Stunde beendet war. Er hatte fast nichts aufgeschrieben und so packte er schon langsam seine Sachen ein und schielte zu Emma rüber die immer noch fleißig schrieb.

Als die Professorin den Unterricht beendete, stand der Junge auf und stellte sich an die Tür um auf Emma zu warten. Er liebte sie, dass wusste er, sonst würde er sich nicht solche Sorgen um sie machen, schon gar nicht ohne Grund. Und im Moment gab es den noch nicht. Niemand hatte Emma je auf ihren Blutstatus angesprochen.
„Ist alles ok bei dir?“, riss ihn die schönste Stimme der Welt aus seinen Gedanken. Es war unerträglich sich vorzustellen, dass ihr jemals etwas zustoßen sollte. Das musste er irgendwie verhindern.
Er schüttelte den Kopf und drehte sich in Richtung Korridor. Wenn er ihr jetzt antworten würde, denn wüsste sie, das etwas nicht stimmte und sie hasste es wenn man sich Sorgen um sie machte, dass musste er schon früh erfahren.
Schweigend gingen sie nebeneinander. Er spürte, dass sie sich Gedanken machte. Sie war so durchschaubar und er konnte in ihrer Gegenwart nicht lügen. Immer wenn er sie ansah dachte er, dass sie doch mal sehen müsste, dass er mehr für sie empfand als Freundschaft. Manchmal glaubte er, dass jeder es sehen konnte, nur sie nicht.
Das machte ihn fertig. Aber er wollte ihre Freundschaft nicht aufgeben, wenn er nun seine Gefühle für sie offenbaren würde. Das konnte er nicht riskieren.
„Max, wieso bist du so komisch heute. Ist alles gut?“
Er schluckte. Er wusste es doch. Emma merkte immer, wenn er etwas hatte. Das war schrecklich!
Nur nicht nachgeben. Er schaute sie nicht mal an, aus Angst, sie könnte es in seinen Augen lesen. Nicht nur das er sich Sorgen um sie machte, sondern auch das er damit nicht mit ihr reden konnte und in diesem Punkt würde sie stutzen und ihm Vorwürfe machen. So wie eigentlich immer.
Er musste sich was überlegen. Am besten wenn er allein war.
Dabei hatte er sich so gefreut Emma zu sehen und in ihrer Nähe zu sein. Nun konnte er ihr nicht mal in die Augen schauen. Das musste sich ändern. Erstmal musste ein Plan entwickelt werden und denn musste er mit jemanden darüber reden. Nur mit wem? Kingsley vielleicht, doch der war gerade bestimmt sauer auf ihn, dass Max ihn nicht unterstützt hatte.
Also schon mal nicht. Vielleicht wenn er was gegessen hatte oder mal ne Runde draußen war. Denn ging es ihm immer besser.
Bei der Abzweigung zur Halle und zum Gryffindorturm, schielte der Ravenclaw zu Emma. Seit sie Freunde waren begleitete er sie zum Turm, weil sie früher immer Angst hatte das die Staturen und Rüstungen sie anfallen könnten. Doch heute konnte er nicht.
Er ging stur in die andere Richtung um in die Große Halle zu gelangen und ließ ein verdutztes Mädchen zurück, welches sich wahrscheinlich fragte, ob sie etwas falsch gemacht hatte. Doch es war nicht an dem.
Nein er wollte nur allein sein und sich überlegen wie er sie am besten schützen konnte, ohne das es ihr auffiel. Nur wie?

Grübelt ging er den Gang entlang und als der Eingang zur Großen Halle sichtbar wurde, bog er ab und lief ziellos durch die Gänge ohne zu merken wo er wirklich langging und ohne zu erahnen war noch auf ihn zukam.



tbc.: in den Korridoren von Hogwarts


Zuletzt von Max Borde am Mo März 26, 2012 7:53 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Samantha Darrell
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   So März 11, 2012 6:18 am

Cf.: Klassenzimmer - Allgemein

Als sie die Frage ausgesprochen hatte, fand Sam sie eigentlich noch ziemlich gut, immerhin bot sie ein bisschen Gesprächsstoff und konnte sie endlich ein bisschen über die zwei aufklären. Doch als Joyce nichts erwiderte, hätte sie am liebsten gar nichts gesagt. Aber was konnte sie schon tun? Neugier siegte manchmal eben über Verstand. Jetzt mussten beide da durch, so leid es Sam tat.
Als Joyce dann doch ein „Hmm..“ herausbrachte, atmete Samantha erleichtert aus. Die Blondine hatte also höchstwahrscheinlich doch vor, auf ihre Frage zu antworten, also beschloss Sam, einfach geduldig zu warten, bis sie noch etwas sagen würde. Vielleicht hatte sie ja auch einen wunden Punkt getroffen, und Joyce musste erst überlegen, wie sie die Frage umgehen konnte. Aber so wie Regulus und sie gestern Nacht ausgesehen hatten, dürfte nichts zwischen ihnen vorgefallen sein – eigentlich… Sowas konnte recht schnell gehen. Sam fiel auch sofort ein Beispiel ein: Severus Snape und sie. Ihre Zuneigung zueinander war ihr ein ebenso großes Rätsel wie der Grund ihres Streits letzte Nacht.
Immerhin war sie mit dem Slytherin seit nun schon fünf Jahren in einem Haus gewesen, hatte ihn tagtäglich gesehen und nicht unbedingt viel mit ihm gesprochen. Er war anfangs gar nicht in ihrem Freundeskreis gewesen, vielmehr hatte sie ihn gemieden. Doch da sie mit Narcissa, Andromeda und Bellatrix befreundet war, und Severus mit Bella, lernten sie sich doch ein bisschen kennen. Trotzdem – bis vor ein paar Tagen hatte sie nichts in ihm gesehen, außer einem Bekannten. Sie stand normalerweise nicht auf jemanden wie ihn, doch das hatte ihr Herz nicht daran gehindert, sich in ihn zu verlieben. Vielleicht war das einfach Liebe auf den 1000en Blick, aber dann so richtig.
Wie es mit ihnen weiter gehen sollte, wusste Samantha aber auch nicht. Severus war wirklich sehr in der schwarzmagischen Magie verstrickt, genauso wie es Bellatrix und Regulus waren, und sie interessierte sich ebenfalls sehr für die dunkle Seite der Magie. Doch würde das reichen? Ihre gemeinsamen Freunde und das Interesse an verbotenen Sachen? Und würde ihre Liebe gegen Lily Evans ankommen? Lily, die schon seit Ewigkeiten seine Freundin war, Lily, die jeder gern haben musste. Und bis gestern hatte Sam auch gedacht, dass Severus in sie verliebt gewesen wäre… Doch anscheinend nicht. Vielleicht erging es ihm genauso wie ihr selbst. Oder er wusste einfach nicht, was er fühlte. Und wollte vergessen, dass Lily langsam aber sicher dem Werben Potters nachgab.
Nein, das ist es sicher nicht! Hör auf, solchen Mist zu denken, und konzentriere dich auf Joyce!
Sam seufzte. Es gab keinen Grund zu denken, dass sie nur eine Ablenkung war.
„Also wenn du das wissen willst, wir sind nicht zusammen.“, antwortete Joyce schließlich. Sam nickte langsam, nicht sicher, wie sie dazu reagieren oder fühlen sollte. „Wie kommst du da drauf? Scheint ja keinem anderen Aufgefallen zu sein“, fragte Joyce sie dann mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. „Wohin müssen wir eigentlich? Ich hab gerade ganz den Überblick verloren“ „Äh…“, fing Sam an, „Wie ich darauf komme? Naja, es ist recht untypisch, dass Regulus jemanden so nahe an sich ranlässt.“, sie lächelte Joyce an und überlegte dann. „Ich hab keine Ahnung, was wir jetzt haben, wenn ich ehrlich sein soll. In der Eile hab ich vergessen, meinen Stundenplan mitzunehmen, und auswendig kann ich den auch noch nicht. Schätze, wir haben ein kleines Problem.... Wie wäre es, wenn wir jemanden suchen gehen, der's weiß?“ Samantha grinste die Blondine an und blickte sich dann um. Doch die Korridore von Hogwarts waren groß und lang und vor allem verschlungen, da konnten sie lange suchen...
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Eliott Joyce Winston
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Di März 13, 2012 7:25 am

Postingpart Teil 1

Die Worte der jungen Slytherinschülerin verwirrten Samantha wohl sehr, denn nachdem auch nur die Worte über ihre Lippen gekommen waren, trat ein verwirrter Blick auf dem Gesicht ihrer Gesprächspartnerin auf. Diese nickte einmal kurz und wusste wohl nicht, was sie darauf so recht verstehen sollte. Da hab ich wohl nichts Falsches gesagt, besser sie ist verwirrt, als das sie sich irgendwas einbildet , dachte sich Joyce und war eigentlich zufrieden. Sie vertraute der Darrell noch nicht allzu sehr, warum sollte sie denn irgendetwas über ihre Beziehung verraten? Warum eigentlich, wollte sie das wissen? Bestimmt weil sie einfach neugierig war, oder eben etwas zu tratschen brauchte. Womöglich wollte das Bellatrix wissen , mutmaßte Joyce. Diese Gedanken erschienen ihr als erstes ziemlich logisch, verlor aber schließlich an Glaubwürdigkeit, wenn Bella etwas wissen wollte, fragte sie selber und schickte nicht eine Freundin von sich. Das stand fest, außerdem war Samantha ziemlich nett. Vermutlich wollte sie doch nur einfach ein Gesprächsthema finden und womöglich war sie etwas neugierig, aber wer war das denn nicht? Joyce war auch in manchen Sachen ziemlich neugierig und sie würde ehrlich gesagt ebenfalls scharf drauf sein, es zu wissen. Denn sie hatte die beiden letzten Abend ja zusammen gesehen, eng am kuscheln, fiel der Blondine ein, das war ziemlich vielsagend, aber heißte nicht, dass sie zusammen waren. Es hieß eigentlich nur, dass sie vielleicht aufeinander standen, aber nicht mehr. Auch hatte Sam gesehen, wie sauer sie auf Samantha war, oder vielleicht auch nicht? Langsam schwand Joyce Konzentration und sie hatte schon keine Lust mehr sich darüber Gedanken zu machen, was Samantha gerade dachte, oder wie sie sich fühlte oder was auch immer. Sie hatte ihre Antworte gegeben und das war alles. Doch eins interessierte sie; was sie ihr sagen würde. Das könnte nämlich drauf deuten, dass Regulus auch sie ziemlich toll fand. Dass Joyce Regulus attraktiv fand, das war klar, denn wer fand einen Black denn nicht attraktiv? Denn Samantha kannte Regulus schon länger als sie ihn, also wusste sie mehr über ihn und konnte ihr also sagen, was darauf deutete, dass womöglich doch was mit ihnen werden könnte. Wie gesagt, wer fand ein Black nicht anziehend? Es könnte genauso gut sein, dass Regulus wie Sirius war, einfach nur ein Playboy. Mehr nicht.
„Äh…,Wie ich darauf komme? Naja, es ist recht untypisch, dass Regulus jemanden so nahe an sich ranlässt.“ , machte Samantha mit einem Lächeln ihre Überlegungen von einem Playboy zunichte. Letzten Endes kamen ihr die Gedanken darüber schon fast dämlich vor, sie kannte Regulus nicht lange, aber bestimmt so gut, dass sie das hätte denken können. Joyce erwiderte ihr lächeln und wandte ihren Blick zum Fenster, mit der Überlegung, nach draußen zu gehen, denn das Wetter war nicht schlecht. Doch als sie den Blick aus dem großen Fenster warf, zog nicht der See, der Himmel oder sonst was ihre Aufmerksamkeit auf sich. Mit einem Ohr hörte sie noch Samantha grübeln: „Ich hab keine Ahnung, was wir jetzt haben, wenn ich ehrlich sein soll. In der Eile hab ich vergessen, meinen Stundenplan mitzunehmen, und auswendig kann ich den auch noch nicht. Schätze, wir haben ein kleines Problem.... Wie wäre es, wenn wir jemanden suchen gehen, der's weiß?“ Doch diese Worte erreichten die Winston schon gar nicht, sie schwirrten in ein Ohr rein, doch zum anderen Ohr wieder raus. Sie gab nur ein „Hmmh“, von sich und hoffte, dass Samantha gerade so in ihren Gedanken war, dass sie gar nicht auf Joyce achtete. Samantha und sie blieben stehen und sahen sich um. Naja, Samantha schaute sich um und Joyce heftete ihren Blick wütend nach draußen.

Sie stachen heraus, denn es waren nicht viele da. Jedoch, diese blonden Haare, wer konnte *die* nicht sehen? Diese kleine Schlampe wagt es wieder, sich an Regulus ran zu machen! , brüllte es in ihren Gedanken und sie kniff die Augen zu. Salazar, dieses kleine Stück Dreck hatte sich gerade in diesen Moment auf Regulus geschmissen, das sogar Wort Wörtlich. Sie lag gerade auf Regulus! Erst ist sie mit Sirius durch’s Bett gehüpft und nun sollte wohl, oder übel, noch Regulus dran. Und der hatte daran wohl nichts Schlimmes gefunden! Wut kroch in ihr auf und verbreitete sich in ihrem ganzen Körper. Nur ihr Blick konnte sie unter Kontrolle halten, was sie schon gut fand, denn ihr Körper bebte beinahe und sie ballte ihre Hände zu Fäusten. Diese Schlampe und Regulus saßen nun auch endlich nebeneinander und redeten, ach die konnten ihre Finger doch noch voneinander lassen! Was ein Wunder, dass die Blondine ihn nicht schon verschleppt hatte.
Die Worte von Samantha und Regulus spielten sich in ihren Kopf wieder ab. Sie erinnerte sich, wie sie noch vor ein paar Sekunden von ihm geschwärmt hatte. Diese Gedanken wurden von ihrer Wut erbarmungslos ermordet und verbrannt. Schon wieder, oder was? , knurrte es in ihr und am liebsten hätte sie ihre Wut an jemanden ausgelassen. Nein, nicht nur an irgendjemanden, sondern an dieser Wasserstoffblonden Tussi, die genau weiß, dass Regulus *nicht ihr* gehörte. Aber wie es aussah, gehörte Regulus wohl auch nicht ihr, was ihr auch ein Stich versetzte. Schon wieder , erinnerte sie ein kleiner Gedanke, den sie ebenfalls kaltblütig zerstörte. Einerseits wollte sie Regulus jetzt erst recht, als Beweis, dass sie besser war als dieses One-Night-stand Mädchen. Joyce hatte wohl noch etwas Niveau, im Gegensatz zu dem Flittchen. Andererseits, wollte sie Regulus nun abschreiben. Sie wollte ihm einfach den Mittelfinger vor’s Gesicht halten und ihm ein so einen Korb geben, dass er es niemals vergessen würde. Was sie aber tun würde, dass würde sie wohl noch entscheiden, doch alles so hinnehmen, das war nicht drinne. Kalt wandte sich Eliott Joyce ab und gerade dann spürte sie, wie der Black aufschaute. Er und Sal hatten gerade die Wunde, die sie am Knie hatte, leider geheilt und sprachen. Joyce schaute nicht zu ihm, spürte aber den Blick stets auf ihr.

Samantha! , meldete sich wieder etwas in ihr. Sie schmiss Salazar aus ihren Gedanken, auch die Mordgedanken und schaute lächelnd zu Samantha. Ja, sie konnte lächeln, aber auch nur, weil sie sich gerade vorstellte, wie Salazar auf ihrem Besen gegen ein Baum flog. „Da hast du wohl Recht, das wäre wohl am Praktischsten. Aber weißt du was? Ich hab gerade Regulus und Salazar draußen gesehen, sie sehen nicht so aus, als ob Unterricht wäre. Ist das vielleicht was frei oder ausgefallen?“, fragte sich die Winston laut und schaute sich grübeln um, als ein etwas stämmigerer Junge vor ihnen herging. „Moment, den hab ich doch gerade in Alte Runen gesehen!“, meinte sie zu Samantha und beide schauten zu dem hübschen Jungen, der sich plötzlich umdrehte und schmunzelte. „Ihr seid doch gleich in meinem Kurs“ , sprach er mit seiner dunklen, etwas kratzigen Stimme, die eigentlich ziemlich zu seinem Aussehen passte. „Da seid ihr wohl noch nicht Informiert, wie ihr ausseht. Der fällt heute aus, aber nächste Woche ist das ganz normal nach Stundenplan“ , teilte er ihnen mit und verschwand dann.

„Na dann, wissen wir dann Bescheid, oder? Wie wär’s, bestimmt wissen die anderen auch noch nicht Bescheid, wollen wir uns aufteilen und den anderen das auch noch sagen?“, fragte Joyce und schaute aus dem Fenster. „Ich werde eben Regulus und Salazar Bescheid sagen, bevor sie noch zum Unterricht gehen“, teilte Joyce Samantha mit, die nichts dagegen einzuwenden hatte. Sie merkte wohl auch, dass ihnen eigentlich auch nicht mehr Gesprächsstoff einfallen würde, also verabschiedeten sie sich noch kurz und Joyce nahm die Gelegenheit, den beiden Turteltäubchen wohl irgendwie einen Strich durch die Rechnung zu machen und ging langsam nach draußen zum See, denn Regulus hatte gesehen, dass Joyce die beiden gesehen hatte.

Tbc: Hogwarts – Außerhalb – Der See
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Lily Evans the first
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Do Apr 12, 2012 6:02 am

Cf: Gryffindor Mädchenzimmer

Immernoch ihren Gedanken nachhengend verließ Lily den Gryffindor Bereich und lief einen der vielen Korridore der Schule entlang in Richtung der Treppen.
Hoffentlich erwischte sie eine rechtzeitig bevor sie die Richtung wechselte. Wie das manchmal nerven konnte. Vorallem wenn man es eilig hatte.
Obwohl.. so eilig hatte sie es gar nicht. Oder doch? Sie musste Severus auf jeden Fall finden bevor ihn irgendjemand anders fand der ihm Bericht erstatten konnte.. Wie sich das anhörte. Als wäre sie ihm irgendeine Rechenschaft schuldig mit wem sie sich abgab. Natürlich würde es Severus nicht gefallen wenn sie sich zukünftig mehr mit James abgab. Aber was war denn bitte mit ihm selbst? Lily mochte es auch nicht, wenn er mit Regulus und vorallem dieser Bellatrix unterwegs war. Sie schadeten ihm, seiner Seele - allem! Sie wusste, dass Severus von sich allein schon Interesse an den dunklen Mächten dieser Welt hatte. Doch Bellatrix und ihre ganze Bande verstärkten dieses Interesse noch viel mehr. Es war ungesund für ihn. Aber bei diesem Thema gingen ihre Meinungen schon immer außeinander.. und so würde es auch bleiben. Im Gegenteil, jetzt würde sicherlich alles noch viel schlimmer werden.
Seufzend lief sie um die nächste Ecke und sah gerade noch, dass eine der Treppen gerade wieder dabei war in die andere Richtung zu wandern. Sie beschleunigte ihre Schritte etwas und sprang den letzten halben Meter auf die oberste Treppenstufe. "Phu... Glück gehabt.." Nur langsam tat sie Schritt für Schritt nach unten. Sie hasste es hier runter zu gehen, wenn alles noch in Bewegung war. Gar nicht auszudenken was geschah, wenn sie mal dumm ausrutschte und da runter fiel.. Sie sah kurz nach unten und sofort festigte sie ihren Griff am Geländer. "Nur keine Panik Lily... lauf einfach weiter.."
Endlich - nach gefühlten Stunden kam die Treppe zum still stehen und die rothaarige Hexe atmete erleichtert aus. Sie richtete ihr Haar ein wenig und lief dann selbstbewusst wie eh und je weiter.
Ein paar Schüler der ersten Klasse kamen ihr entgegen und sie lächelte ihnen freundlich zu - vorallem den Gryffindors natürlich. Etwas weiter hinten sah sie einen anderen Jungen aus der zweiten Klasse. Wie hieß er noch gleich? Jerome? ... Nein... Jamie! Genau. Wo kam der denn her? Etwas fragend sah sie ihn an, als er ihr immer näher kam. Er sah irgendwie aus, als würde er sich beeilen.
"Hallo Lily!" sagte er dann breit grinsend und ging schnell an ihr vorbei. Die Evans wand sich um und überlegte schon, ob sie ihn fragen sollte was er hier machte. Aber sie entschied sich dann doch dagegen. Schließlich wollte sie ja keiner dieser Kontroll-Freaks sein. Er würde schon seine Gründe haben.
Obwohl ihr es schon ein wenig seltsam vor kam, dass er hier ganz alleine war. Normalerweise waren diese Jungs doch immer in Gruppen unterwegs.
Ironischerweise musste sie sofort an die Rumtreiber denken. Vorallem weil dieser Junge eine gewisse Ähnlichkeit mit James hatte. Sie schmunzelte. Selbst die Namen waren ähnlich. Na, wenn das mal nicht ein neuer, zukünftiger Gryffindor Schwarm war.
So viel Lily wusste begeisterte sich dieser Junge auch sehr für Quidditsch. Sie lief weiter und als sie um die nächste Ecke bog, blieb sie aprubt stehen.
Dort hinten lief die Person die sie suchte.. zusammen mit Bellatrix Black.
Automatisch verfinsterte sich ihre Miene. Na was für ein Glück, dass dieses Monster schon wieder bei ihm war. Lily hatte zwar keine große Lust sich mit dieser Frau abzugeben, aber im Moment war ihr völlig egal wer sich da mit ihm abgab. Im Gegenteil! Sie hatte keine Angst von dieser möchtegern Hexe.
Hielt sich für das Beste nur weil sie Vollblut war - und dabei bestand 90% ihres Daseins aus nichts weiter als dumm herum Kichern mit ihrer krächzigen Stimme die klang als wäre ihr jemand mit einem Schleifpapier über die Stimmbänder gefahren. Lily grinste in sich hinein. Nein, dieses Weib war keinen Deut besser als sie selbst. Sie mochte sich vielleicht mit den dunklen Zaubern besser auskennen, dass war aber auch alles. Und so etwas wollte Lily gar nicht können.
Doch wenn sie es wollte, könnte sie es sicher genauso gut.

Die Hexe beschleunigte ihre Schritte erneut um die beiden einzuholen. Ihr war egal ob sie sich gerade unterhielten oder nicht. Sie musste jetzt unbedingt mit Severus reden. Nicht nur über James, auch über den vorgestrigen Tag. So lange hatten sie noch nie gebraucht um sich auszusprechen. Gut, es war auch nicht der größte Streit der Welt. Trotzdem würde es Lily leichter ums Herz sein, wenn dieses Problem aus der Welt geschafft war. Und egal wie dieses Gespräch jetzt verlaufen würde, danach würde sie sich hoffentlich besser fühlen... irgendwie.
Sie war noch nicht ganz bei den beiden angekommen, als diese sich auch schon verabschiedeten. Kurz hielt die Hexe an und wartete darauf, dass Bellatrix im nächsten Korridor verschwand. Nach kurzer Zeit erhob sie ihre Stimme. "Severus!" Es dauerte nur einen kurzen Moment bis sich ihr schwarzhaariger Freund umdrehte. "Hast du kurz Zeit? Ich möchte mit dir reden." Sie lächelte ihn zuversichtlich an und wartete auf seine Antwort.
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Bellatrix Black the first
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Do Apr 12, 2012 11:46 am

Cf.: Altes Klassenzimmer

Hätte sie es nicht gewusst, hätte sie die leichte Erschütterung nicht gespürt, die durch den Raum gingen, als Severus die Schutzzauber auflöste. Sie wusste genau, was jetzt kommen würde: Severus würde noch einen Augenblick fröhlich sein, ehe er all seine Gefühle vor der Außenwelt verschloss und sich wieder als der normale Hogwarts-Schüler ausgab, der er nicht war. Normalerweise hätte sie das Gleiche getan, doch jetzt, in diesem Moment war sie viel zu Euphorisch um auch nur ein Fitzelchen ihrer Glückseligkeit zu verbergen. Ruckartig öffnete der Snape die Tür und sie traten gemeinsam auf den verlassenen Gang hinaus. Dorthin wo niemand ahnte, zu was sie fähig waren, was sie dem Gryffindor hinter ihnen angetan hatten.
Als die Tür mit einem nachhallenden Klicken ins Schloss fiel, began Severus zu sprechen. „Gut, ich denke, ich werde dann wohl mal meinen ... Pflichten als arbeitswütiger Schüler nachgehen und mich an die Hausaufgaben setzen.“ Seine Worte wurden gefolgt von einem Lachen und Bellatrix war klar, dass er alles andere als Hausaufgaben machen würde. Und arbeitswütig, sie wusste genau, dass es ihm nicht sonderlich schwer fiel in Hogwarts etwas zu lernen, er kam besser zurecht, als die meisten anderen. Mit einem Nicken verabschiedete er sich von ihr und wandte sich dann ab und ging den Korridor entlang ,wahrscheinlich Richtung Bibliothek.

Genau das hatte sie gebraucht. Nach all den Strapazen den Sommers ihrem Temperament einfach mal freien Lauf zu lassen, ohne irgendwelche Konsequenzen zu befürchten, das war befreiend. Ihre Augen leuchteten noch immer und ihr Mund hatte sich zu einem zynischen Lächeln verzogen, während sie sich auf den Weg zur Großen Halle machte, denn eigentlich sollte es bald etwas zu Essen geben.
Vor ihren Augen spielte sich immer und immer wieder das schrecklich traurige Szenario vom lieben Jamie und seiner Mutter ab. Wie sie ihn ansah, wie ihr Blick alle Hoffnung verlor, sie erstochen wurde und der Löwe gebrochen auf dem Boden zusammengesackt war. Ja, sie hatten ihn gebrochen. Sie hatte ihn gebrochen. Sie hatte die Erinnerung ausgesucht, die ihm den letzten Rest gegeben hatte. Und noch mehr. Zu schade, dass er sich daran nicht erinnern würde. Es wäre zu praktisch, wenn ab jetzt alle Löwenkinder vor Angst wegrennen würden und Bella sich nicht mehr mit ihren hässlich arroganten Gesichtern herumschlagen müsste. Doch dem war leider nicht so. Nun gut, die Erstklässler senkten auf jeden Fall den Blick, wenn sie einer Schlange begegneten, bei einem Black sowieso, doch sobald sie älter wurden, sich trauten mit den älteren Schülern zu reden, die ihnen Flausen in den Kopf setzten und sie mit der falschen Art Mut fütterten: Hochmut.
Doch Jamie hatten sie gebrochen und auch wenn er den Grund nicht kannte, er würde ihre Anwesenheit meiden, sich unwohl fühlen, wenn sie in der Nähe waren, denn Bellatrix und Severus waren dabei gewesen, in seinem schwächsten Moment, als sein Hochmut ihm nichts mehr nützte und er gefallen war. Es war einfach ein berauschendes Gefühl!
Bumm! Bellatrix war gegen etwas sehr großes, festes geprallt und lag nun am Boden. Sie rappelte sich schnell auf, strich ihren Umhang glatt und starrte ihren Gegenüber an. Kein Funke der Euphorie war mehr in ihren Augen zu sehen. Vor ihr stand ein Junge, den sie noch nie gesehen hatte. Groß. Blond. Ca. 1, 80m groß und... er trug das Schlangenemblem. Sie kannte doch alle in ihrem Haus! Oder... ach ja, Slughorn hatte es erwähnt, als es um die Quiditch-Auswahl gegangen war. Das war also der neue Schüler. Arrogantes Auftreten, Ignoranz einer Black gegenüber, denn nichts anderes war es, einfach in sie reinzurennen und sich danach nicht zu entschuldigen, und noch nicht mal den Anstand sich ordentlich zu kleiden.
„Kannst du nicht besser aufpassen, wo du hinläufst?“, fauchte sie ihn an. Ihre gesamte Körperhaltung strahlte Arroganz und Verachtung aus. „Für einen Neuen ganz schön arrogant, was? Sich nicht ordnungsgemäß kleiden und gleich die erste Stunde schwänzen, so was sehen wir ja ganz gerne und dann bist du auch noch in Slytherin.“ Sie schnaubte verächtlich. „Dir ist schon klar, dass Slytherin das ehrenwerteste aller Häuser ist? Und man diese Ehre nicht bekleckert, in dem man, kaum angekommen, hier herumstolziert wie der Hausherr und nicht darauf achtet wohin man läuft und *wen* man dabei möglicherweise über den Haufen rennt.“ Mit festem Blick sah sie in seine Augen. Unglaublich blaue Augen. Ihre Arroganz war selbst in der Spiegelung in seinen Augen erkennbar. Mit stolz gerecktem Kinn und arrogant-hoheitsvollem Blick betrachtete sie ihn.
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Fr Apr 13, 2012 6:00 am

Cf.: Restliche Räume & Korridore – Altes Klassenzimmer

Mit einem Blick zurück beobachtete er, wie auch Bellatrix sich von ihrem ganz persönlichen Tatort entfernte, als auch schon der kleine Jamie aus dem Klassenraum geschlendert kam, einen leicht verwirrten, aber wieder arroganten Gesichtsausdruck aufgesetzt. Severus konnte sich ein Grinsen nicht verwehren. Ab jetzt wäre da immer etwas in seinem Unterbewusstsein, was ihn vor den Schlangen fürchten ließ, was ihm zeigte, dass er ihnen besser nicht zu nahe treten sollte. Ja, auch wenn er selbst nicht wüsste, woher dieses Gefühl kam so war es doch stark genug, um ihn von irgendwelchen größeren Dummheiten abzuhalten. Gut so!
Er wollte sich schon wieder umdrehen, als er eine ihm vertraute und doch so distanzierte Stimme hörte, die nach ihm rief.
Lily.
Er wusste nicht recht, ob er jetzt froh über ihr Auftauchen sein sollte – oder aber nicht. Vielleicht war es wirklich an der Zeit, sich darüber auszusprechen, was neulich in der Winkelgasse vorgefallen war. Zugegeben, es war nicht gerade ein großer Streit gewesen, dergleichen machten sie immer mal wieder durch, aber sie hatten noch nie so viel Zeit gar nicht mehr miteinander geredet, sich nicht einmal angesehen. Und es schmerzte den jungen Snape, dass er kaum einen Gedanken daran verloren hatte, zu ihr zu gehen und sich vielleicht zu entschuldigen. Er wusste, dass sie es ganz und gar nicht leiden konnte, dass er sich den schwarzen Mächten hingezogen fühlte und schon gar nicht, wenn er dann auch noch in die Nokturngasse ging. Von seinen Freunden ganz zu schweigen. Gegen Samantha hatte sie vermutlich noch am wenigsten. Aber sobald auch nur die Namen Bellatrix oder Regulus fielen, verfinsterte sich ihre sonst so fröhliche Miene und ihre Augen wurden hart. Ja, sie hasste die beiden fast so sehr, wie er selbst die Rumtreiber verabscheute. Und doch konnten sie einander nicht wirklich verstehen.
Er hatte gemerkt, wie sie immer öfter mit Potter geredet hatte, wie sie nett zu Lupin war, wobei das noch das geringste Übel war. Vielleicht konnte sie Black und Pettigrew immer noch nicht leiden, aber James Potter schien sich langsam aber sicher in ihr Herz zu schleichen, so wie er es schon bei allen geschafft hatte. Nur bei Lily hatte es einfach länger gedauert. Vielleicht wäre sie ihm nie so verfallen wie die anderen quietschenden, verknallten Gryffindorweiber, aber ein Teil ihres Widerstandes gegen ihn war verschwunden. Warum, das wusste Severus nicht so genau, vielleicht wusste sie es selbst ja nicht einmal, aber es war doch offensichtlich. Denn immer wenn er von Potter anfing zu sprechen, stimmte sie ihm nicht mehr so euphorisch zu, wie sie es sonst getan hatte. Es war ein Punkt gewesen, in dem sie sich einmal einig gewesen waren und der junge Snape fürchtete, dass ihre Freundschaft verschwand, wenn sich das änderte.
Aber wer wusste, warum Potter so vernarrt in sie war? Vielleicht sah er es als tolle Herausforderung gerade das Mädchen für sich zu gewinnen, welches ihn am meisten verabscheute – natürlich immer mit Ausnahme von den Slytherins. Vielleicht ließ er sie eiskalt fallen, wenn er sie bekommen hatte, so wie er es bei seinen übrigen oberflächlichen Eroberungen auch immer tat. Er war eben doch nicht anders als Black. Sie beide lebten einfach in den Tag hinein und kümmerten sich nicht um Konsequenzen. Ja, sie jammerten, wenn das Leben ihnen wieder übel zusetzten.
Sie wollten nicht verstehen, dass das Leben einfach nicht fair war! Die beiden erinnerten ihn jede Sekunde, die sie ihn triezten immer wieder daran. Oh ja, sie waren wirklich Männer, die man bewundern konnten. Tollkühne, unglaublich mutige Männer, die sich ach so toll fühlten, wenn sie es mal wieder schafften ihn in irgendeine ihrer kindischen Fallen zu locken. Das war es, was sie unter Spaß verstanden und was jeder andere auch unglaublich toll fand. Sollten sie in ihrer Arroganz ersticken!
Ein verächtliches Lächeln schlich sich auf seine Lippen, doch schnell fegte er es beiseite, als er auf Lily zukam und es wandelte sich in ein ehrliches, ja fast schon entschuldigendes. „Hallo, Lily.“ Er räusperte sich verlegen, legte den Kopf schief… Sollte er sich entschuldigen? Einerseits hatte er nichts falsch gemacht. Gar nichts. Sie kannte ihn und wusste, wie er tickte. Aber andererseits…
„Hör zu ich … es tut mir leid. Ich weiß, was du von schwarzer Magie und alledem hältst und vielleicht hätte ich dich nicht so anfahren müssen, aber… naja… irgendwie kommen wir um solche Streits wohl nie herum, oder?!“ Er hatte nicht wirklich eine Ahnung, ob sie diese Worte wieder vergraulen würden, doch diesmal würde er sie nicht einfach gehen lassen. Er wollte nicht, dass ihre Freundschaft einfach so in die Brüche ging. Eine Freundschaft, auf die er immer hatte bauen können. Er hatte ihr gezeigt, was man mit Magie machen konnte, hatte ihr Mut gegeben, als sie an sich gezweifelt hatte. Vor ihrer Zeit in Hogwarts hatten sie fast jede freie Stunde miteinander verbracht. Sie hatten sich beide gehabt. Lily ihn, um von ihrer tyrannischen und unfairen Schwester abzulenken und er sie, damit er die grauen Stunden bei seinen Eltern und vor allem bei seinem Vater vergessen konnte. Es waren glückliche Zeiten gewesen und selbst als sie in unterschiedliche Häuser eingeteilt worden waren, hatte sich daran nicht viel geändert. Sie hatten beide in Kauf genommen, dass man sie deswegen schief anblickte und es war ihnen egal gewesen. Sie hatten es auch so geschafft und trotz der unterschiedlichen Ansichten zueinander gehalten, wenn es denn mal wieder brenzlig wurde. Und es war auch bis heute gut gegangen. Doch irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass das nicht unbedingt der Grund war, weswegen sie mit ihm reden wollte. Ihre Miene verriet, dass da mehr war. Sie war nie gut darin gewesen, ihre Gefühle zu verstecken und hinter der Schuld und den Zweifeln steckte etwas, das aussah wie … Glückseligkeit.
Der Slytherin schluckte. Wollte er überhaupt genau wissen, was jetzt kam? Denn er wollte dieses unterschwellige Gefühl nicht loswerden, das ihm sagte, dass ihn die Folgenden Worte vollkommen kalt lassen würden. Warum auch immer. Aber manchmal sollte man auf eine solche Ahnung vertrauen.
Und er sollte Recht behalten…
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Fr Apr 13, 2012 6:44 am

Endlich war die junge Evans bei ihrem großen Freund angekommen. Er hatte sich schon längst zu ihr umgedreht, doch schien er irgendwie mit seinen Gedanken etwas abgelenkt zu sein. Sie kannte Severus gut daher merkte sie sofort, wenn er mit irgendwas anderem beschäftigt war. Worüber er wohl nachdachte? Kurz schlich sich ein bitteres Lächeln auf seine Lippen - doch kaum dass es da war, war es auch schon wieder verschwunden. Nun sah er sie wirklich an und das zarte Lächeln das er ihr entgegenbrachte war ehrlich. Mit leicht entschuldigendem Tonfall begrüßte er seine langjährige Freundin und räusperte sich kurz.
Sofort wurde Lily warm ums Herz und sie musste breit zurück grinsen. Es tat gut mit ihm zu reden. Es war schon viel zu lange her. Er war ihr bester Freund und würde es immer bleiben! Und dann bekam sie ein schlechtes Gewissen und sah kurz weg.
Nicht er musste sich entschuldigen. Das war diesmal eher ihre Aufgabe. Sie hätte schon viel früher mit ihm reden sollen.
Sie setzte schon an zu sprechen, als er ihr zuvor kam.
„Hör zu ich … es tut mir leid. Ich weiß, was du von schwarzer Magie und alledem hältst und vielleicht hätte ich dich nicht so anfahren müssen, aber… naja… irgendwie kommen wir um solche Streits wohl nie herum, oder?!“
Ihr Mund öffnete sich leicht und doch gab sie sich Mühe ihre Mimik wieder unter Kontrolle zu bekommen. Nervös strich sie sich eine Haarsträhne hinters Ohr.
Er war so einsichtig. Obwohl er nicht sagte - tut mir Leid - wusste sie, dass es für Severus schon so etwas wie eine Entschuldigung war. Er wusste was sie beschäftigte und eigentlich war nicht er derjenige der *sie* angefahren hatte, sondern umgekehrt.
Sie schüttelte leicht den Kopf und fast lachte sie über seinen letzten Satz.
"Sieht so aus nicht. Ich wollte dir auch sagen - *mir* tut es Leid. Natürlich habe ich eine gewisse... Abneigung gegen dein Hobby, aber es ist ja nicht so, als ob ich es nicht wüsste. Ich muss es akzeptieren. Mich hat nur geärgert, dass du mich so hast stehen lassen. Aber ich weis, dass du es nicht böse gemeint hast und ich hätte dich nicht so dumm anmachen sollen. Tut mir Leid."
Wahrscheinlich entschuldigte die junge Hexe sich mit Absicht mehr als nötig. Sie hatte viel zu viel Angst vor dem was kam.
"Gehen wir ein Stück?"
Sie wollte nicht mitten auf dem Korridor stehen bleiben, während sie mit ihm sprach. Immerhin gab es noch andere Schüler.
Also schlenderten die beiden unterschiedlichen Hogwarts-Schüler gemeinsam den Gang entlang in Richtung Bibliothek.

Lily überlegte sich schon, ob sie ihn nach einer ganz belanglosen Sache fragen sollte wie - was hast du gestern gemacht? was hast du Zeit vor? -
Aber sie entschied sich dagegen. Würde sie dass tun, würde er sie komplett durchschauen. Achwas! Das hatte er doch schon längst. Er wusste, dass sie nicht nur wegen dieser einen Geschichte mit ihm reden wollte. Sie sah ihn kurz von unten an und wand ihren Blick gleich wieder ab. Er würde es nicht verstehen.. Wie sollte er? Wenn sie es selbst nicht genau wusste.
Aber sie wollte Severus nicht verlieren. Er war ihr Freund.. ihr bester Freund. Er stand ihr genauso nahe wie Alice. Und selbst wenn sie nicht die gleichen Interessen hegten, wen kümmerte das schon? Dafür hatten sie genug andere Gemeinsamkeiten! So viele Erinnerungen. So viel was sie verband. Damals, als sie Kinder waren - wie oft hatten sie sich gegenseitig geholfen.
Wie viel Spaß sie hatten, wie viel Ärger sie manchmal gemacht hatten. Er hatte sie immer beschützt - immer. Und sie hatte es ihm gleich getan. Das konnte doch nicht alles in Vergessenheit geraten, nur weil sie sich in jemanden verliebt hatte, der nicht gerade Severus bester Freund war... So einfach war es leider nicht. Er war ganz und gar nicht Severus Freund. Wahrscheinlich war es der Zauberer den Severus am meisten hasste.
Lily schluckte und überlegte kurz einen Rückzieher zu machen. Sie hatte Angst davor ihm die Wahrheit zu sagen.
Doch was dann? Er würde es raus bekommen. So oder so. Und die rothaarige Hexe wollte auch nichts an ihrer Beziehung zu James ändern. Jedesmal wenn sie an ihn dachte bekam sie Herzklopfen und etwas in ihr sehnte sich danach ihn wieder zu sehen.
Sie würde ihn nicht verleugnen..
Schließlich bogen die beiden in einen Korridor der momentan leer war. Lily setzte sich auf ein Fensterbrett und sah ihren besten Freund an. Ihre Stimme war bei weitem nicht so fest, wie man es von ihr gewohnt war. Wie sollte sie bloß anfangen?
"Severus.. es gibt da noch etwas, was ich dir sagen muss.. Sicher hast du gemerkt, dass sich einige Dinge geändert haben.. Und bitte, du musst mir glauben! - Egal was sich verändert *du* wirst immer mein Freund sein. Immer!" Sie spürte wie sich das Wasser in ihren grünen Augen sammelte und sah kurz weg. Sie würde ihn so verletzten.. so sehr.
Sie presste ihre Lippen aufeinander und kämpfte gegen die Traurigkeit und die Angst in sich an und suchte erneut Severus Blick.
"Es geht um James. Ich kann es nicht erklären, ... aber ich denke.. ich fange an... Gefühle für ihn zu hegen Severus. Ich weis nicht warum das auf einmal kommt. Ich weis es wirklich nicht." Sie sah ihren Freund flehend an und nun fiel die erste Träne von ihren Wangen. Nun war ihre Stimme nicht mehr als ein Flüstern. "Bitte Sev... bitte geh nicht weg.."
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Fr Apr 13, 2012 7:52 am

Er sah ihr an, dass er ihr zuvor gekommen war. Sie war nervös, wich seinem Blick aus, sah überall hin nur nicht zu ihm. Er bemerkte ihre fahrigen Bewegungen, wie sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich und nicht wusste, was sie mit ihren Händen anstellen sollte. Spätestens hier hätte jeder gemerkt, dass irgendetwas nicht ganz stimmte. So war sie sonst nie. Er kannte sie ausgelassen, fröhlich und unbesorgt. So unruhig war sie noch nie gewesen. Das schlechte Gewissen sprang förmlich aus ihr heraus.
Und seine – mehr oder weniger – Entschuldigung schien das alles nicht wirklich besser zu machen.
Innerlich bereitete er sich schon darauf vor, dass gleich irgendetwas folgte, mit dem er ganz und gar nicht zufrieden sein würde. Doch sie schüttelte nur den Kopf und lachte leise. Ein ehrliches Lachen, so wie er es von ihr kannte.
"Sieht so aus nicht. Ich wollte dir auch sagen - *mir* tut es Leid. Mehr brauchte er gar nicht zu hören. Er konnte nicht anders als zu lächeln. Ja, so endete es immer. Beide entschuldigten sich und dann war es für einige Wochen wieder gut. Aber man konnte eben doch nichts gegen seine Meinungen tun. Und trotzdem wollte er sie nicht verlieren. Niemals. Nicht in diesem Leben!

Gemeinsam liefen sie den Korridor entlang, in Richtung Bibliothek, so wie Severus es ursprünglich vorgehabt hatte. Schweigend und jeder in seinen Gedanken versunken. Es war eine angenehme Stille und doch lag irgendetwas über ihnen, was unheilverkündend auf ihre Köpfe drückte. Severus wollte das Gefühlt nicht loswerden, dass sie ihm etwas verschwieg. Aber sie würde nun nicht einfach gehen, oder doch?! Egal was es war, er würde es doch herausfinden. Und… egal wie lange er sich den Kopf darüber zerbrach, er würde es doch nicht einfach so herausfinden. Dazu müsste sie schon ihren Mund aufmachen. Und wieder beschlich ihn die Ahnung, dass er es doch gar nicht wissen wollte. Nicht jetzt, wo sie gerade wieder einmal beisammen waren, ohne dass jemand auf ein unangenehmes Thema zu sprechen kam.
Schließlich hielten die beiden in einem vollkommen menschen- und geisterleeren Gang an und Lily setzte sich in eine Nische vor den großen Fenstern, die auf das Quidditchfeld hinaus zeigten. Schuldbewusst sah sie Severus an und er erwiderte ihren Blick. Verwirrt, erwartungsvoll, ein wenig ängstlich. Hier musste er seine Gefühle nicht verstecken, er wusste, Lily würde ihn nicht dafür verurteilen.
[/i]"Severus.. es gibt da noch etwas, was ich dir sagen muss.. Sicher hast du gemerkt, dass sich einige Dinge geändert haben.. Und bitte, du musst mir glauben! - Egal was sich verändert *du* wirst immer mein Freund sein. Immer!"[/i]
Schon allein dass sie das so betonte konnte alles andere als gut enden. Ja, er sah, dass sie es ernst meinte und er wollte so sehr daran glauben, dass auch er so empfinden würde, wenn sie mit der Sprache rausrückte. Und doch machte er sich etwas vor. Es konnte nur ein einziges Thema geben, welches so sehr zwischen ihnen stand, dass Lily Angst hatte, dass ihre Freundschaft daran zerbrach. Und als Severus sich dem bewusst wurde, zerbrach etwas in ihm. Wut, Verzweiflung, Panik und Horror keimten in ihm auf. Jedes noch so schlechte Gefühlt nahm Besitz von ihm. Seine Kehle schnürte sich zu und sein Herz fühlte sich an, als wolle es ihm aus der Brust springen.
Er wollte ihre Worte nicht hören. Wollte nicht wissen, dass sie nun Gefühle für diesen Bastard hatte, für den Blutsverräter, für den arrogantesten und abscheulichsten Menschen auf dem gesamten Erdenball. Es gab niemanden, wirklich niemanden, den er mehr hasste. Nicht Black, nicht Petunia Evans, ja nicht einmal sein Vater war schlimmer, als James Potter.
Der junge Snape lauschte ihren Worten und hörte doch nur alles wie durch Watte, als wäre sie weit, weit entfernt von ihm. Als sie geendet hatte, konnte er sie nicht ansehen, nicht die Schuld in ihren Augen erblicken, die doch so falsch war! Sie bereute nichts, das sah er genau. Sie hatte nicht vor, sich dem Großkotz fernzuhalten. Doch am schlimmsten waren ihre Tränen. Wie konnte er sie hassen, wenn sie doch so deutlich zeigte, dass sie sich das nicht ausgesucht hatte? Dass sie genau wusste, wie er sich nun fühlte.
Ja, er hatte zwar Samantha – wobei er sich nicht sicher war, ob die gestrige Aktion am Alkohol gelegen hatte oder wirklich ernst war – aber er mochte Lily. Sie war seine Freundin.
Und jetzt, wo Potter sie am Haken hatte, hatte er nicht nur verloren, nein. Potter hätte auch gewonnen. Und das wusste er genau. Es würde keine Sekunde vergehen, in der Black und er ihm das nicht unter die Nase reiben würden.
Er gab Lily nicht die Schuld daran. Sie konnte nichts für die Arroganz und die Überheblichkeit dieser beiden Idioten. Sie konnte nichts dafür, dass Potter ihn aus irgendeinem nicht ersichtlichen Grund auf den Tod nicht ausstehen konnte – nicht, dass ihm das was ausmachte! Aber er kam sich verraten vor. Verraten und verletzt. Warum gerade er? Warum nicht irgendein anderer x-beliebiger Zauberer auf dieser Schule. Von denen gab es doch genug. Nein, es musste James Potter sein. Derjenige, der ihm deswegen nun das Leben zur größten Hölle auf Erden machen würde. Und egal was Lily sagen würde, es wäre diesen ignoranten Kerl vollkommen egal. Schließlich ließ sich der große Potter nichts von irgendjemandem sagen. Nicht einmal von Lily.
Severus wusste nicht recht, ob er wütend sein sollte oder einfach nur verzweifelt. War es das nun mit ihrer Freundschaft? Konnte er einem Mädchen vertrauen, dass seinem ärgsten Feind nun auch verfallen war? Er wollte sie nicht zwingen, sich zu entscheiden. Er wusste, das könnte sie nicht. Und doch… Innerhalb einer Sekunde verbannte er jegliche Gefühle aus seinem Gesicht, blickte sie kalt an und stellte die alles entscheidende Frage. „Und was nun? Was denkst du, soll ich nun machen? Es einfach hinnehmen und damit leben? Du weißt, dass ich das nicht kann Lily. Nicht heute und vielleicht niemals. Ich … ich will ehrlich zu dir sein. Ich will dich nicht verlieren. Nicht an ihn. Aber ich weiß nicht, was ich tun soll. Also sag du es mir!“ Seine Stimme war weich und eine kleine Menge seiner Verzweiflung schwang darin mit, was ganz im Gegensatz zu seinem Gesichtsausdruck stand. Aber er wollte nicht, dass sie sah, wie sehr sie ihn verletzt hatte. Mit Gefühlen, über die keiner von ihnen jemals die Kontrolle erlangen konnte.
War also das nun der Moment, an dem sich ihre Wege trennten? An dem sie ihre eigenen Geschichten weiter schrieben, ohne dass der andere darin vorkam? Severus wusste, dass für ihn selbst Lily immer ein Teil seiner Geschichte sein würde. Doch wie sah sie das?
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Sa Apr 14, 2012 1:31 am

Das schlimmste an dieser Schule war, dass die jüngeren keinen Respekt vor einem hatten, oder zumindest nur dann, wenn man ihn verdiente. Er hatte hohes Ansehen gehabt und nun fing alles wieder am Nullpunkt an. Er war ein mysteriöser neuer. Das mit dem Mysteriös gefiel ihm, jedoch das neu und unbekannt störte ihn. Wenn man neu war, musste man sich all‘ das erarbeiten.. wie man sein will, wie man auf andere wirken will. Momentan interessierte er sich dafür, dass alle Schüler sich von ihm abwandten und er sein Ding durchziehen konnte. Er war nicht so der Teamfähige, er erledigte seine Aufgaben lieber alleine. Andere konnten nur stören, er hatte es lieber, wenn er alles unter Kontrolle hatte und niemand sich einmischte. Niemals würde er freiwillig zu jemandem gehen und ihm um Hilfe bitten, dafür war sein Stolz zu groß. Auch jetzt nicht, wenn er ahnungslos durch die Korridore ging, auf der Suche nach seinem Ziel. Da er nicht vor hatte, wieder zum Unterricht zu erscheinen und er Glücklicherweise eh‘ keinen hatte, war sein Ziel eigentlich diese große Halle, wo alle aßen. Er wusste nicht, ob es schon essen gab oder es bestimmte Zeiten gab, aber damit hatte er kein Problem. Notfalls zauberte er sich schnell etwas, das war kein Problem. Das einzige, was ihn davon abhielt war; er wollte keine Aufmerksamkeit, was er eigentlich von den ganzen Mädchen um ihm herum hatte. Leider. Er hatte ja noch nicht mal etwas gemacht und schon tuschelten sie über ihn, als ob er ein Weltberühmter Weltstar war. Er wusste natürlich, wie gut er aussah und das es nicht so gut aussehende Typen gab auf dieser Zauberschule, aber wenn er ein Mädchen wollte, holte er sie sich. Er pikte sich eins raus. Aber nicht solche quietschenden Mädchen, die ihn ansahen als wäre er ein Alien. Mit gerunzelter Stirn stellte er fest: Auf dieser Schule gab es keine guten Weiber zum Aufreißen, jemand mit Niveau ließ sich hier leider nicht finden.

Und keine mit Grips , stellte er amüsant fest, als plötzlich eine Hexe gegen ihn stieß. Er hatte auf niemanden geachtet, da ihm alle aus dem Weg gingen. Vor allem Mädchen, die tuschelten lieber mit ihren Freundeninnen, als sich aufmerksam zu machen wie diese Schwarzhaarige. Doch das kleine, schelmische lächeln verging ihm, als er identifizieren konnte, wer das Mädchen war. Bellatrix Black. Er kannte nur eine Familie auf dieser Schule, die Blacks. Einzig und allein‘ weil sie sich ebenfalls für die schwarze Magie begeisterten und ihre Familie sehr berühmt war. Und sie war bekannt für ihre aufbrausende Art, sie liebte es wohl zu stressen, sie stand ja über allen und jeden. Und genau das war das, was er gerade nicht wollte. Jemanden der aus einer Fliege einen Elefanten machte. Bellatrix lag gerade auf den Boden, was nicht verwunderlich war. Er war groß und stämmig im Gegensatz zu ihr. Sie wirkte fast zierlich, wenn man ihren Gesichtsausdruck außer Acht ließ. Ja, sie war Wütend. So was ließ sie sich ja nicht gefallen. Sie sprang förmlich auf, strich ihren Umhang glatt und funkelte ihn böse an. Unbeeindruckt wie immer, wollte Ivan an ihr vorbei gehen, die Sache einfach auf sich beruhen lassen, doch ihr Blick fesselte ihn und sie sah ihr an, dass sie natürlich etwas zu sagen hatte. „Kannst du nicht besser aufpassen, wo du hinläufst?“, fuhr sie ihn an. Diese Frage deutete darauf hin, dass ihr spontan nichts einfiel. Das war ein 08/15 Spruch, den jeder brachte. Ivan machte keine Anstalt ihr zu antworten, dass war wohl eher eine rhetorische Frage gewesen und Ivan zeigte keine Interesse als sie das sagte. Was sie natürlich wieder wütender machte. Konnte sie ihn nicht einfach allein lassen und in Ruhe lassen? Das würde so viel einfach sein. Aber sie muss ja ihren Standpunkt klar machen, so was Bellatrix nun mal. Oder so hatte er sie gehört. „Für einen Neuen ganz schön arrogant, was? Sich nicht ordnungsgemäß kleiden und gleich die erste Stunde schwänzen, so was sehen wir ja ganz gerne und dann bist du auch noch in Slytherin.“ Langsam wurde es wieder amüsant, doch Ivan blieb trotzdem still. Er würde bestimmt öfters mal Spaß haben, sie zu verärgern, sie regte sich immer so wundervoll auf, ohne jeglichen Grund. Und wenn sie ihn mal angreifen würde, würde sie schon sehen, wer hier stärker war als sie. Keiner traute sich, ihr die Stirn zu bieten, hatte er das Gefühl. Würde bald mal wohl jemand machen müssen, dachte er sich. „Dir ist schon klar, dass Slytherin das ehrenwerteste aller Häuser ist? Und man diese Ehre nicht bekleckert, in dem man, kaum angekommen, hier herumstolziert wie der Hausherr und nicht darauf achtet wohin man läuft und *wen* man dabei möglicherweise über den Haufen rennt.“ Nun konnte er sich ein Lachen kaum verkneifen. Wie sie sich selbst die Krone aufsetzte, köstlich. Doch der ehemalige Durmstrang blieb standhaft, zeigte keine Regung. Auch nicht, als sie ihn Hochnäsig ansah. Mit ihrem Blick versuchte sie ihn in den Bann zu ziehen und sie wartete wohl auf seine Worte. Ja, natürlich hätte er sagen können ‚ Entschuldigung, es tut mir wirklich so leid. Ich werde nie im Leben wieder schwänzen und es ist mir eine Ehre in Slytherin zu sein! Wie verdiene ich nur so eine Ehre? Wie komm ich dazu? Ich muss der Glücklichste Mensch der Welt sein! Und dir werde ich nun immer unterlegen sein! Verzeihst du mir nur, oh heilige Black?‘ . Sie dachte wirklich, dass er Respekt vor ihr hatte? Es würde ihr womöglich gut tun, mal von ihrem Thron runter zu kommen, das stand ihr nicht. Nur weil sie schwarze Magie mochte, etwas zu viel Ignoranz und Arroganz in ihrem Blut hatte, Reinblut war und ein paar Flüche um sich warf, war sie nicht besser. Davon träumte sie. Er hatte das alles auch. Und er führte sich nicht wie ein Kindergartenkind auf. Ja, Slytherin war wohl das Beste der Häuser, aber nicht sie war der Kern von allem. Sie war auch nur eine von vielen.

Seit wann stand Ivan auf Moralpredigten? Da stand eine Black vor ihm und erwartete doch eine Antwort, wie er sich bei ihr entschuldigte. Doch stattdessen machte er eine abweisende Handbewegung. Eine kurz angebunden Antwort kam auch nicht, nur seine Hand die ihr zeigte, dass er keine Interesse hatte, sich mit ihr zu debattieren. Und er wollte sich nicht auf so einem Niveau fallen lassen. Doch auch nur Sekunden danach, wusste er, dass sie so eine Handbewegung nicht gut hieß. Wo hatte er sich nur reingeritten? Er hätte einfach weiter gehen sollen, doch dann wäre ein größerer Krieg gekommen. Genervt verdrehte er seine Augen und spürte auch schon noch einen Blick, den ihn durchbohrte. Die kleine Black würde nun noch mehr ihre Krallen ausfahren und Ivan freute sich definitiv nicht darauf. Es war ein unnötiges Gespräch, was sie mit ihm führte. Außerdem war es noch langweilig. Ihre Wut musste sie mal unter Kontrolle halten, sonst würde sie bald schlimm enden. Auch wenn er ziemlich viel Geduld hatte; eins konnte er wirklich nicht leiden. Nervige kleine Leute, die meinen ihm eine Moralpredigt halten zu müssen.
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Di Apr 17, 2012 2:08 am

Die nächste Träne rollte über Lilys Wange und sie konnte nichts dagegen tun. Sie hatte ihm die Wahrheit gesagt und sie wusste, dass es richtig wahr ihm ihre Gefühle mit zu teilen. Es war wichtig, dass Severus es durch sie erfahren hatte und nicht von irgendwem anders - wo möglich James selbst. Sicherlich wäre das tausendmal schlimmer für den Slytherin gewesen.
Und doch.. wenn sie ihren Freund so ansah, wusste sie nicht ob sie einen großen Fehler gemacht hatte.
Er stand da wie angewurzelt und sagte keinen Ton. Doch sie wusste, seine Gedanken ratterten. Lily selbst war gespalten.
Einerseits wollte sie, dass er endlich etwas sagte und andererseits, wollte sie einfach nur weg. Sie wollte nicht hören was er zu sagen hatte, wollte nicht seine harte Stimme hören die ihr sagte dass die Freundschaft nun beendet war. Sie hatte wahnsinnige Angst davor diesen Satz zu hören. Es gab nichts schlimmeres was er tun konnte.
James haben und dafür Severus verlieren? Warum nur? Warum war das Leben so kompliziert und ungerecht und warum bei Merlin hassten sich die beiden jungen Männer so sehr?
Manchmal überlegte Lily ob das Verhältnis der beiden nicht besser werden könnte. Jetzt, wo sie mit James so etwas.. wie eine Beziehung hatte.. Zumindest wollte sie es versuchen. Sonst hätte sie ihn nicht geküsst.. Der Kuss..
Nein, davon konnte sie Severus unmöglich erzählen. Sie hatte ihn so schon genug verletzt. Wie würde er sich wohl fühlen, wenn er wüsste das sie James bereits geküsst hatte?
Während er immernoch schwieg versuchte sie ihre Gedanken zu ordnen. Sie wusste ganz genau, dass es Wunschdenken war zu glauben die beiden könnten sich einigermaßen verstehen, nur weil sie jetzt einen Schritt mehr in James Leben gesetzt hatte.
Das war absolut naiv. James würde Severus niemals akzeptieren ebenso wenig wie Sev ihn.
Vielleicht musste das auch gar nicht so sein! Möglicherweise hörte James wenigstens damit auf ihn ständig auf zu ziehen und ihm Streiche spielen zu wollen. Es wäre jedenfalls besser für ihn, denn egal was Severus nun für eine Entscheidung treffen würde - Lily würde ihn immer als Freund sehen und egal ob James und sie ein Paar waren oder nicht. Er würde es lassen Severus irgendwie weh tun zu wollen.. Das tat sie hier schon genug.

Ihre großen, grünen Augen sahen abermals verzweifelt zu ihm auf. Sag doch endlich was... irgendwas..
Und dann plötzlich, schien der Ausdruck in seinen Augen leer zu werden. Er setzte seine typisch emotionslose, kalte Miene auf und Lily bekam eine Gänsehaut. Sie kannte dieses Gesicht doch noch nie... Noch niemals hatte er sie so angesehen. Sie presste die Lippen fest aufeinander und versuchte die Tränen zu unterdrücken. Es gab doch noch gar keinen Grund zu weinen..
„Und was nun? Was denkst du, soll ich nun machen? Es einfach hinnehmen und damit leben? Du weißt, dass ich das nicht kann Lily. Nicht heute und vielleicht niemals. Ich … ich will ehrlich zu dir sein. Ich will dich nicht verlieren. Nicht an ihn. Aber ich weiß nicht, was ich tun soll. Also sag du es mir!“
Seine Stimme war weicher als sie angenommen hatte und am Anfang hatte sie das auch wieder etwas beruhigt, aber sie wusste nicht was sie auf seine mehr oder weniger gestellte Frage antworten sollte. Ihr tat das alles so Leid. Nicht, dass sie James geküsst hatte, aber das ihr bester Freund deswegen so sehr litt. Sie wusste wie sehr sie ihn damit verletzte und brachte dies auch gar nicht schön zu reden. Aber ihre Freundschaft durfte darum doch nicht einfach vorbei sein! Fünf Jahre konnte man doch nicht einfach so vergessen. Sie jedenfalls wollte das nicht. Auf keinen Fall!
Und immerhin sagte er, dass er sie nicht verlieren will und er war unschlüssig.. Was nur sehr verständlich war.
Lily wischte sich kurz die Tränen von der Wange und stand auf. Er war immernoch viel größer als sie.
"Severus.. ich will dich auch nicht verlieren. Niemals. Du bist doch mein Freund.. Und daran wird sich nichts ändern. Ich..."
Doch Lily fehlten ebenfalls die Worte. Sie hatte so vieles auf den Lippen doch alles hörte sich so dumm an.
Eigentlich wusste sie doch selbst ganz genau, dass es schwer werden würde. Die Gespräche mit Severus zwischen den Stunden würden weniger werden, weil sie jetzt sicherlich oft mit James zusammen war. Das gemeinsame lernen, das stöbern in der Bibliothek.. Es würde sich alles verändern. Natürlich würde sie sich die Zeit für ihre Freunde nehmen. Aber es würde weniger werden.. Und wie sich James gegenüber Severus verhielt, wenn sie nicht dabei war, war ebenfalls fragtlich.
Ihre Kräfte ließen langsam nach und tief in ihrem Inneren wünschte sie sich gerade einfach nur allein zu sein um ihrem Frust freien Lauf zu lassen.
Als sie erneut zu Severus hoch sah und in seine Augen blickte überkam es sie. Sie fiel ihm in die Arme und versteckte ihre Tränen an seiner Brust.
"Wir müssen akzeptieren wie es ist.. Ich weis, es wird schwer - nicht nur für dich.. Aber wir schaffen das... oder?"
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Di Apr 17, 2012 9:47 am

Eigentlich hatte Bellatrix erwartet, dass er sich entschuldigen würde. Feige den Schwanz einziehen und abhauen würde. Doch was sie in seinem Blick sah, was das genaue Gegenteil: Hohn und Spott. Das hatte sie gar nicht erwartet. Doch irgendwie... es war gut. Denn hätte er sich jetzt feige davon gemacht wäre ihr sämtliche Achtung vor Durmstrangschülern vernichtet gewesen. In seinem Blick war nichts als Spott zu lesen, er sagte noch nicht einmal etwas, er wedelte nur lässig mit der Hand. Er spottete über sie, Bellatrix Black und doch, wieso machte ihr das nicht soviel aus, wie es sollte? War es ein Schutzmechanismus, weil der Rest der Welt nicht wissen sollte, dass sie praktisch alles aus ihren Augen herauslesen konnte, oder war es eine irrationale Handlung, die auf das Adrenalin und die Endorphine von eben zurück zu führen war? Ganz sicher letzteres, sie hatte einfach ihre gesamte Wut an dem kleinen Gryffindor ausgelassen und war jetzt viel zu glücklich, als dass sie sich jetzt mit einem dahergelaufenen Durmstrang anlegen wollte, der so unaufmerksam war, dass er in sie hinein lief.
Ein Tuscheln drang an ihre Ohren und plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie von allen Schülern in diesem Korridor angestarrt wurden, einschließlich der Gemälde, die es sich auch nicht nehmen ließen quer durch die Rahmen zu „flüstern“. Sie verdrehte die Augen und drehte sich zu der Schülermenge: „Habt ihr nichts besseres zu tun, als hier rumzustehen, einen neuen Schüler anzuglotzen und zu tuscheln?“ Schon allein wenn Bellatrix Blick sie streifte wichen sie zurück, senkten die Blicke und verstummten. „Steht hier nicht rum, wie hirnlose Muggel, bewegt euch, ihr müsst doch sicher in irgendeinen interessanten Unterricht, oder?“ Blitzartig zerstreute sich die Menge und der eben noch überfüllte Korridor war nun eigenartig leer. Nur die Portraits waren noch am tuscheln, aber wenigstens hatten sie ihre Gesprächslautstärke etwas dezimiert.

Gerade drehte sie sich wieder zu dem Neuen um, als sie eine Stimme hinter sich rufen hörte: „Ahhh, Miss Black und Mr. Dinu haben also schon Bekanntschaft geschlossen? Wunderbar!“ Sie schloss entnervt die Augen und stieß einen lautlosen Seufzer aus. Nicht *der*! Wieso musste Slughorn immer dann auftauchen, wenn ihn niemand gebrauchen konnte? Obwohl, er war nie nützlich, selbst als Lehrer taugte er nichts, hielt sich streng ans Lehrbuch, da ließ Bella sich lieber Tipps von Severus geben, denn dessen Tränke waren immer perfekt, eben weil er sich nicht an das Buch hielt. Und Bekanntschaft konnte man das hier auch nicht nennen. Sie standen zwei Meter voneinander entfernt und beide truegn einen nicht gerade freundlichen Gesichtsausdruck zur Schau. Bella drehte sich wieder von dem Durmstrang weg um Slughorn anzusehen. Offenbar hatte dieser schon wieder von diesen verfluchten kandierten Ananas gegessen, denn sein ganzer Umhang war voll von diesem Zuckerstaub und an seinen Stummelfingern klebte auch noch etwas. „Miss Black, hätten sie die Güte unseren lieben Ivan hier ein wenig herumzuführen? Ich würde es ja selbst tun, doch ich habe noch einen.. Termin“ Mit seinen Ananas, oder wie? „Oh, apropos Termin“ fuhr er fort, ohne auch nur auf ihre Antwort zu warten. „Ich hoffe doch, dass sie mich bei der ersten Party in diesem Jahr mit ihrem Besuch beehren?“ Eeeehm, nein. Das hatte sie garantiert nicht eingeplant. Slughorn mit seinen bescheuerten Club-Treffen, bei denen man sich sowieso nur vollstopfte und er von sich selbst schwärmte. Nein danke! „Professor, es tut mir leid, aber ich habe dieses Jahr wirklich viel zu tun. Die ZAG’s, das Quidittchteam...“ An seinem ungläubigen Blick merkte sie, dass er ihre Ausreden nicht akzeptierte und wusste, sie musste andere Geschütze auffahren um dieses Jahr von dieser Qual befreit zu sein. „Also Professor, ich werde ‚unseren lieben Ivan’“ Sie imitierte seine Stimme perfekt. „herumführen und ihm alles zeigen, im Gegenzug muss ich nicht zu ihren Partys.“ Slughorns enttäuschte Mine sprach Bände, doch anscheinend aß er lieber seine kandierten Früchte, als eine Schulführung zu veranstalten. „Meine liebe Bellatrix“, seufzte er und streckte den Arm aus, wie um sie zu tätscheln. Blitzschnell war sie einen Schritt zurückgewichen und der fleischigen, schwitzigen Hand entgangen. ‚Fass mich nicht an!’, fauchte sie in Gedanken, doch bei der Vorstellung dieser Hand auf ihrem Arm stellten sich ihre Nackenhaare auf. Slughorn hatte die Botschaft wohl offensichtlich verstanden, denn er ließ die Hand fallen. Bella spürte Ivans Blick im Nacken. „Na gut Miss Black, ich bin einverstanden, auch wenn sie natürlich wieder etwas großartiges verpassen.“ Red du nur, ich habe eindeutig besseres zu tun, als mich auf deinen „Partys“ aufzuhalten und vor Langeweile zu sterben. „Auf Wiedersehen Professor!“, sagte die Slytherin nun mit leichtem Nachdruck in der Stimme, denn sie konnte nicht mehr viel länger in dieses wabbelige Gesicht gucken, ohne irgendetwas zu zerschlagen. Endlich bewegte Slughorn seinen breiten Hintern den Gang hinunter Richtung Kerker.

„Also“, erneut drehte sie sich zu Ivan. „Da du mich vor einem Jahr Folter gerettet hast, muss ich mich wohl daran halten, also zeig ich dir jetzt die Schule.“ Tatsächlich war sie ihm ein wenig dankbar, denn sonst hätte sie wohl kaum eine Ausflucht gefunden. Außerdem, wie der blonde Durmstrang da so stand, alleine, bekam Bella irgendwie Mitleid mit ihm. Okay, irgendetwas stimmte definitiv nicht mit ihr. ‚Reiß dich zusammen, mit dem Zweitklässler, den du eben so munter gefoltert hast hattest du nicht die Spur Mitleid und jetzt mit einem arroganten Neuling?’ Vielleicht lag es daran, dass sie gewisse Parallelen zu sich in ihm sah. Beide hatten sie einflussreiche Familien, denn so wie er sich benahm hatte er in seiner alten Heimat garantiert nicht um Respekt betteln müssen. Beide waren sie genervt von dieser elendigen Schule. Okay, sie war stolz darauf hier zu sein und eine Slytherin noch dazu, doch was hätte sie gegeben, nach Durmstrang zu dürfen! Hier wurde die Schwarze Magie noch nicht einmal angeschnitten, nur sinnlose Gegenflüche übte man, aber ins Leere hinein, wo blieb da der Lernerfolg? Und er scheute sich nicht, ihr die Stirn zu bieten. Das war neu für sie, doch es war besser als dieses ewige Gewinsel und Geheule, das sie sich von Jungs immer anhören musste. Deshalb würde sie ihn nicht einfach nur herumführen, nein, sie hatte gemerkt wie ihn jeder anstarrte und das konnte auf Dauer nicht angenehm sein. Es hatte schon seine Vorteile, wenn jeder gleich den Blick senkte, wenn sie vorbeilief. Bella wusste, dass sie von hinten angestarrt wurde, allerdings nervte es sie, wenn sie die Blicke frontal auf sich spürte, sollten die Leuten hinten doch tun, was sie wollten. Sie lief zwei Schritte und merkte dann, dass Ivan ihr, natürlich, nicht folgte. Sie seufzte laut. „Also, entweder springst du jetzt über deinen verdammt großen Schatten und überwindest dich, dir von mir helfen zu lassen, glaub mir, ich hätte auch besseres zu tun, oder du irrst das nächste Jahr hier herum wie ein Idiot. Denn man kann sich hier nur zurecht finden, wenn man wenigstens eine *Ahnung* vom Grundplan hat. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du noch nichts gegessen hast, du warst nämlich weder beim Frühstück, noch in Alte Runen und ich bezweifle, dass du der Typ für Pflege Magischer Geschöpfe bist, oder?“ Sie zog eine Augenbraue hoch. Nein ihr Ton war nicht freundlich, die Arroganz schwang immer noch mit, doch es war nicht mehr der alles vernichtende Tonfall, denn alle, selbst manche Lehrer, fürchteten. Sie sprach normal, zumindest so normal, wie sie es mit Fremden tat. „Ach und noch etwas, solltest du meine Hilfe nicht annehmen wollen, dann nimm dir doch wenigstens diesen Rat zu Herzen: Halt dich von Slughorn fern! Denn ich bezweifle, dass du als Durmstrangschüler hier in Hogwarts kein Aufsehen erregen wirst und der alte Sluggi will dich sicher in seiner „Sammlung“ haben. Alle denken, das sei ein Privileg, vergiss es, du versauerst auf albernen Partys und lässt dich von Slughorn mit sinnlosen Hymnen auf sich selbst zuschwallen.“
Die junge Black blickte Ivan fest in die Augen, ein Blick, der klar zeigte, dass sie ohne ein klares ‚Nein!’ seinerseits die ihnen beiden aufgezwungene Tour durch Hogwarts durchziehen würde. Denn wenn ihr Hauslehrer den Neuen erneut umherirren sah, dann wüsste er, dass sich die Black nicht an ihr Wort gehalten hatte und die ganze Abmachung war für die Katz.
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Sa Apr 21, 2012 2:20 am

Er konnte ihr ansehen, dass sie all das hier nicht gewollt hatte, dass sie ihn nicht verlieren wollte und alles so sein sollte wie früher. Und doch hatte sie diese Gefühle zu James Potter zugelassen. Wie viel war zwischen den beiden schon geschehen? Was verschwieg sie ihm alles? Ob absichtlich oder unabsichtlich, das war ihm egal. Er wusste, dass da irgendetwas gelaufen sein musste zwischen dem sogenannten ruhmreichen Rumtreiber und ihr. Sonst würde sie doch nie so aufgelöst zu ihm kommen! Nicht, weil sie ihm auf einmal interessant fand. Nein, da war etwas. Was auch immer. Er wollte es gar nicht so genau wissen. Vermutlich würde er es bei der nächsten Begegnung mit Potter höchst selbst unter die Nase gerieben bekommen. Sowieso bezweifelte Severus stark, dass dieser wertlose Gryffindor sich in irgendeiner Weise mit seinen Triezereien zurückhalten würde, nur weil er jetzt näher zu Lily stand. Gerade deswegen würde er wohl alles daran setzen das letzte bisschen Freundschaft, das zwischen dem Snape und Lily herrschte zu zerstören. Schließlich wollte *er* als der große Gewinner hervorgehen. Das hatte er schon immer gewollt. Und bis jetzt auch immer wieder geschafft. Doch diesmal nicht. Er würde verdammt noch mal kämpfen. Und Lily nicht einfach so gehen lassen. Auch wenn es früher oder später so weit sein würde, dass sie fort ginge, heute nicht.
Es schmerzte, sie weinen zu sehen, wegen Dingen für die sie keine Schuld trug. Er konnte nicht von ihr verlangen, diese Gefühle zu unterdrücken, das wusste er selbst. Er konnte ihr nicht böse sein. Sie teilten viel zu viele Erinnerungen, um all das fortzuwerfen.
Er wollte sie in die Arme nehmen, einfach so wie früher zu ihr hingehen und ihr irgendwelche belanglosen Worte sagen, die sie zum Lächeln brachten, wenn sie einmal wieder über die Sommerferien von ihrer Schwester getriezt wurde, nur weil sie diese wundervolle Gabe hatte. Nur dass er diesmal Schuld an diesen Tränen hatte – wenn vielleicht auch nicht ganz – das ließ ihn so machtlos wirken. Er wusste nicht, was er sagen konnte, um sie verschwinden zu lassen, um ihr dieses wundervolle Lächeln auf das Gesicht zu zaubern, was er so liebte. Sie sollte nicht traurig sein, nicht wegen ihm. "Severus.. ich will dich auch nicht verlieren. Niemals. Du bist doch mein Freund.. Und daran wird sich nichts ändern. Ich..." Er blickte zu ihr herab, als sie vor ihm stand, einen Kopf kleiner als er selbst, die grünen Augen wässrig und voller Verzweiflung. Doch ihre Worte ließen ihn aufatmen. Sie wollte ihn nicht verlieren. Das war mehr, als er gehofft hatte. Er wusste, dass sie ab jetzt mehr mit denen zusammen sein würde, die er abgrundtief hasste, wusste, dass er lange nicht mehr so viel mit ihr zu tun haben würde, wie es einst der Fall war und doch ließ er etwas wie ein wenig Hoffnung zu. Hoffnung, dass sich doch nicht alles zum Schlechten wendete. Dass sie es irgendwie schafften den letzten Rest ihrer Freundschaft aufrecht zu erhalten. Die letzten Monate, ja vielleicht sogar Jahre hatten sie sich auseinander gelebt. In den Ferien sahen sie sich kaum noch von der Schulzeit ganz zu schweigen. Sie hatten unterschiedliche Freunde und noch unterschiedlichere Interessen. Er vermisste es, mit ihr gemeinsam die Zaubertrankaufgaben durchzugehen oder in der Bibliothek zu lernen. Vermisste die vielen Stunden bei ihnen zu Hause im Wald, wo sie sich oft einfach vor ihren schrecklichen Familien versteckt hatten. Dort hatte er ihr gezeigt, was sie konnte, was er konnte. Das alles sollte jetzt einfach so weg sein? Unmerklich schüttelte Severus den Kopf. Nein. Das würde er nicht zulassen.
Und plötzlich spürte er, wie Lily sich in seine Arme schmiegte, ihr Gesicht an seine Brust gedrückt. Er spürte, wie ihr Körper bebte von den Tränen, die ihr in leisem Schluchzen über die rosigen Wangen liefen und in seinen Umhang sickerten. Doch trotzdem legte er vorsichtig seine Arme um sie und drückte sie an sich, lehnte seinen Kopf an ihren und hielt sie einfach nur fest, lauschte ihren leise gemurmelten Worten, die er doch kaum verstand. Dann lächelte er und strich ihr unsicher über den Rücken. „Du hast Recht“, sagte er dann leise, „wir haben doch schon alles geschafft, oder?! Da wird das doch ein Kinderspiel…“ Seine anfängliche Wut war verraucht. Er wollte nur, dass sie wieder glücklich war, frei von den Schuldgefühlen, die sie plagten. Sanft fasste er sie an den Schulten und schob sie ein Stück von sich weg, blickte sie an. „Und jetzt hör … hör einfach auf zu weinen, ja?! Lächle wieder. Du hast keinen Grund, dich schuldig zu fühlen. Schließlich … kannst du nichts dafür, okay?!“ Er rang sich zu einem Lächeln ab und es fühlte sich richtig an. Er ließ sie nicht gehen, noch nicht. Niemals. Aber er würde nicht zulassen, dass sie wegen ihm unglücklich war. Das konnte er einfach nicht zulassen!

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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   So Apr 22, 2012 9:01 pm

Kurz nachdem Lily ihren besten Freund umarmt hatte, konnte sie fühlen wie auch er seine Arme behutsam um sie legte. Ein trauriges Lächeln zauberte sich auf ihre Lippen. Sie hoffte so sehr, dass er ihr irgendwie verzeihen konnte und das er ihrer Freundschaft noch eine Chance gab. Er war ein Teil ihres Lebens und wenn er ging, würde ein Teil von ihr auch fort sein.
Dann spürte sie, wie er ihr sanft über den Rücken strich bevor er ihr leise antwortete. Die Antwort die sie jetzt von ihm bekam ließ in ihr wieder Hoffnung aufsteigen. Wenn sie beide bereit waren es zu versuchen, dann würden sie es sicher schaffen! Severus' Worte gaben genau ihren Gedankengang wieder und ihr Lächeln wurde ehrlicher. Jetzt schob er sie allerdings etwas von sich. Doch das störte sie nicht im geringsten. Sie kannte ihn. Er konnte nicht allzu viel mit körperlichen Geschichten anfangen. Ihm war es ja schon manchmal unangenehm, wenn sie ihn einmal länger umarmte, weil sie sich so lange nicht gesehen hatten. Sie schmunzelte und strich sich ein paar rote Strähnen aus dem Gesicht.
„Und jetzt hör … hör einfach auf zu weinen, ja?! Lächle wieder. Du hast keinen Grund, dich schuldig zu fühlen. Schließlich … kannst du nichts dafür, okay?!“
Sie blinzelte mit ihren grünen Augen und fuhr sich dann mit ihrem Ärmel über die nassen Wangen. Sie wollte gar nicht wissen, wie sie gerade aussah.
Lily konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte mal geweint hatte.. Es musste schon lange her sein. Sonst war sie nicht gar so anfällig, doch in diesem Fall ging es um Severus. Trotzdem war sie selbst ein wenig von sich überrascht wie sehr sie diese ganze Sache traf. Aber jetzt war sie zuversichtlich! Sie würden es schaffen! Eine wahre Freundschaft konnte nichts so schnell zerstören.
Die Hexe sah ihn dankend an. Es war süß von ihm gewesen, als er sagte sie solle einfach aufhören zu weinen. Er konnte es nicht ertragen sie so zu sehen und das war verständlich. Lily hatte es auch sehr geschmerzt als sie die Traurigkeit in seinem Blick gesehen hatte. Das war eines, was Freundschaft ausmachte.
Man wollte das seine Freunde immer glücklich sind. Wollte sie von allerlei Leid bewahren. Diesmal war es der Gryffindor Hexe leider nicht gelungen daran fest zu halten.
Er sagte sie konnte nichts dafür.. Sie wusste, dass das nur zum Teil stimmte. Klar waren ihre Gefühle an all dem Schuld, aber dennoch waren es die ihren.
Von daher war sie schuld und das wusste sie auch. Doch sie würde jetzt nicht weiter auf diesem Thema rumreiten. Sein letzter Satz hatte sich schon sehr nach Abschluß angehört und das war auch gut so. Sie wollte nicht mehr sagen und es gab auch nichts mehr. Zumindest nicht wirklich..
Sie atmete etwas zittrig aus und schwang dann ihre Arme kurz um wieder lockerer zu werden. Ihre Haltung war die ganze Zeit ziemlich angespannt und steif gewesen.
"Ich bin wirklich glücklich Sev. Danke.. So, aber jetzt was anderes. Wo gehst du hin? In die Bibliothek? Ich begleite dich." Lily versuchte fröhlich wie immer zu klingen und lief neben ihrem Freund her. Es war wohl im Moment besser so zu tun, als ob nichts wäre. Und wo fand man mehr Ablenkung als in einem Raum voller Bücher?
Die Evans liebte es zu lesen. Egal ob für schulische Zwecke oder privat. Sie konnte sich einfach stundenlang damit beschäftigen. Es war schön in eine kleine, unbekannte Welt zu treten und für ein paar Augenblicke die Wirklichkeit nicht zu sehen.
Wie oft hatte sie mit Severus auf der großen Wiese - weit ab von ihren Häusern - gelegen und hatte in Büchern gelesen. Bei diesem Gedanken driftete sie schon wieder ab. Damals war alles so einfach und unbeschwert. Sie schüttelte ihren Kopf um endlich diese deprimierenden Gefühle los zu werden.
Seit wann dramatisierte sie eigentlich alles so? Severus' hatte gesagt, dass er sie nicht aufgeben würde und sie wollte das auch nicht! Also war doch alles in Ordnung! Ein bißchen ärgerte sie sich über ihre eigenen Stimmungsschwankungen. Sie war froh, als die beiden endlich in der Bibliothek angekommen waren.
Hier würde sie definitiv genug Ablenkung finden..

Die große Uhr in der Bibliothek tickte und schließlich schlug sie im kräftigen Gong um die neu beginnende Stunde anzukündigen. Überrascht sah Lily hoch zur Wand. "Oh, ich hab die Zeit ganz vergessen.." Natürlich hatte sie das. Immerhin hatte sie ihre Nase wieder in allemöglichen Bücher gesteckt. Bei der Gelegenheit hatte sie auch gleich den Aufsatz begonnen den sie für die Pflege magischer Geschöpfe fertig machen mussten. Sie brauchte nur noch ein paar Zeilen, dann war das Ding fertig. Wenn ihr etwas Spaß machte war die Hexe wirklich schnell. Das Schreiben fiel ihr ebenso leicht wie das Lesen. Aber jetzt war es an der Zeit zurück zu gehen. Sie wusste, dass ihre Freundin Alice noch mit ihr reden wollte. Bis zum Abendessen wollte sie wieder zurück sein.
Lily hoffte, dass alles gut gegangen war. Vielleicht war ihre beste Freundin ja auch schon wieder zurück.
Sie sah zu Severus, der gegenüber von ihr saß und gerade in irgendeinem Buch las. Er sah auf, als sie sich erhob. "War wie immer schön mit dir zu studieren Sev. Das wird auch beibehalten. Wie jedes Jahr!" Sie grinste und es war ehrlich gemeint. Jetzt wo sie einige Zeit mit ihm hier verbracht hatte und alles so war wie früher, war sie noch zuversichtlicher denn je was ihre Freundschaft anging.
"Ich muss jetzt gehen. Wir sehen uns später ja?. Und danke!" Sie ging kurz um den Tisch herum und drückte ihn noch einmal kurz bevor sie aus der Bibliothek verschwand.
Es war wirklich schon spät geworden und es dürfte nicht mehr lange dauern, bis das Abendessen angerichtet wurde.
Sie sah noch einmal kurz in ihrem gemeinsamen Zimmer nach, ob Alice vielleicht dort steckte. Doch dies war nicht der Fall. Also machte sie sich wieder auf den Weg zurück in Richtung der Großen Halle. Und schon wieder auf die tollen Treppen..

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(((Hase, ich hoffe das war ok so. Sevi wollte ja in die Bibliothek :3 Wenn was nicht passt, sag Bescheid! Dann änder ichs um kiss)))
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   So Apr 29, 2012 4:35 am

Ivan sah an ihren Blick, dass sie verwundert war. Zumindest im ersten Moment, dann saß wieder der normale Blick von der Black auf ihren Gesicht. War seine Reaktion wirklich so unvorhersehbar gewesen? Das enttäuschte Ivan schon beinahe, was dachte sie denn wie er sonst war? Eine Black musste doch wissen, wie ein Durmstrang sich verhielt. Nichtsdestotrotz war ihr Zusammentreffen noch nicht beendet. Gewissermaßen störte das den Dinu nicht so sehr, wie es eigentlich hätte tun sollen. Sein erster Eindruck war, dass sie einfach eine Hochnäsige und kleine Slytherinschülerin war, die einfach nur ihr perfektes Leben gesehen hatte, also eigentlich nichts von der Welt außerhalb verstand. Er dachte, sie lebte in ihrer kleinen Welt, wo ihr keiner die Stirn bieten konnte. Nunja, eigentlich war sein Eindruck nicht um einen Millimeter verrutscht. Doch, sie war so wie sich erzählt wurde. Das stand nun außer Frage. Aber trotzdem war Ivan nicht so genervt wie erwartet. Langsam wurde es ihm gleichgültig bis angenehm, denn statt diesen dummen Blondchen-blick, wie die anderen Schüler, schaute sie anders. Ivan konnte noch nicht genau zuordnen, was sie genau machte oder wie sie schaute, aber es war anders. Zwar hatte Ivan nichts gegen Groupies, aber es war mal angenehm zu sehen, dass es auch vernünftige Frauen gab. Sein Blick glitt wieder zu den anderen Mädchen, die allen Ernstes immer noch da standen und sie beäugten, nun aber Vorsichtiger wie es ihm schien. Ivan wusste nicht, warum sie genau nun wieder loskicherten, denn eigentlich schaute er nicht freundlich. Nein, er schaute wie immer. Teilnahmslos und abgelenkt, obwohl er eigentlich alles genau beäugte. Das hatte man ihm so beigebracht, man wusste nie, was passieren konnte und deshalb musste man stets den Überblick behalten. Doch als gerade Ivan nur seinen Blick von Bellatrix abwand, hatte sie natürlich schon irgendwas gegen das beobachten und ergriff die Initiative und forderte die Schüler laut und frech zu Recht. Nein, , beantwortete Ivan in Gedanken. Sie haben nichts anderes zu tun. Er rollte mit den Augen, verlagerte sein Gewicht auf das andere Bein und sah zu, wie wirklich alle Schülerinnen – Ivan bemerkte, dass auch ein paar Schüler ihm böse Blicke zuwandten und dann gingen – den Korridor weiter gingen. Also hatten wirklich alle Respekt von der Schülerin. Er zog eine Augenbraue hoch und musste wirklich zugeben, dass er leicht beeindruckt war. Er hätte nicht Gedacht, dass so eine kleine Person so viel Respekt verdienen konnte. Doch gleichzeitig war es für ihn wie eine Aufforderung, ihr kein Respekt zu überweisen. Ein bisschen mit ihr spielen, sie regte das bestimmt sehr auf. Was wiederrum amüsant für den ehemaligen Durmstrang war.

Ein penetranter Geruch mischte sich in die Luft, die Ivan atmete. Automatisch hob er den Blick von dem Boden wieder und schaute über dem Kopf von Bellatrix genau in das hässliche Gesicht von seinem neuem Hauslehrer. Freude überkam ihm dieses Mal ebenfalls nicht und deshalb hätte er nun nichts dagegen, ihm eine Tüte über sein Gesicht zu zaubern, mit Lufterfrischern extra. Bitte was hatte er da gerade gedacht? Was war bloß in ihn gefahren? Normalerweise würde er in Durmstrang den Lehrer einfach seine Meinung gaukeln, ihn Rausschmeißen und sich bei seinem Vater beschweren. Womöglich noch einen Fluch in die Luft schleudern, allein um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Diese Schule war wirklich schrecklich, sie beeinflusste ihn ja in Richtung gutem. Igitt.
Sluthirn, oder wie auch immer – er wollte sich den Namen nicht merken, also gab er ihm einfach andere Namen – kam mit gespielter Freude auf sie zu und begrüßte sie überschwänglich. Bellatrix schloss genervt die Augen, wodrauf Ivan schloss, dass sie auch nicht ein großer Fan des Professors war. Blitzartig drehte sich die Black zu dem Lehrer, ihre Haare wirbelten auf und auch wenn sie einen bedenklich großen Abstand zu ihm hielt, streiften ihre Haarspitzen seinen Körper. Wie viel Energie das Mädchen hatte, unglaublich. Wenn andere Mädchen nur halb so viel hätten wie sie.
Wie immer schloss sich Ivan ganz aus dem Gespräch, auch wenn er nicht einmal gefragt war. Die ganze Konversation spielte sich zwischen Bellatrix und Slughorn ab. In dem Moment, wo der kleine dicke Zwerg Bellatrix bat, ihn herumzuführen, konnte Ivan ihm schon mitten ins Gesicht schlagen. Hatte er nichts Besseres zu tun als sich in so etwas einzumischen? Er kam schon ganz gut alleine klar, ohne seine jämmerliche Hilfe. „Oh, apropos Termin, ich hoffe doch, dass sie mich bei der ersten Party in diesem Jahr mit ihrem Besuch beehren?“[i] Da lachte Ivan sein dunkles, kehliges Lachen, worauf Bellatrix aber keine Reaktion zeigte. [i] Mein Herzliches Beileid , lachte er in Gedanken. Glück hatte sie wirklich nicht gerade. Sie musste sich also mit ihm abgeben und konnte sich nicht rausreden. Amüsiert lauschte er weiter, wie sie sich mit aller Kraft versuchte, da rauszureden. „Professor, es tut mir leid, aber ich habe dieses Jahr wirklich viel zu tun. Die ZAG’s, das Quidittchteam...“ Doch leider zog das bei ihm nicht, worauf sie natürlich stärkere Waffen ausfahren musste und ihm anbot, ihn herumzuführen, dafür aber nicht zu ihm gehen musste. Ach, sie tat sich so eine Schande an, mit ihm zu gehen! Was ein Opfer. Tze. War er hier Handelsbedarf? Auf seiner Schule war es eine Ehre, sich mit ihm Abzugeben. Musste er sich hier die Ehre wieder verdienen oder was? Doch als Bellatrix fast wieder gegen ihn rempelte, als der Pummelige Pädophiler sie versuchte anzutatschen, merkte er, wie ernst es ihr wirklich war. Es war wohl wirklich sehr schlimm auf diesen angeblichen Partys und sie wollte das wirklich nicht gerne. Aber Ivan war immer noch unzufrieden. Er brauchte niemanden, der ihn rumführte, er kam schon alleine klar. Und Helfen war eigentlich nicht seine Absicht. Er seufzte, er hatte wohl nichts zu melden. Stattdessen prägte Ivan sich das alles genau ein, er würde darauf zurückkommen. Wenn er schon jemandem half, bekam er auch was dafür. Und auf die Rundführung konnte er schon verzichten. Irgendwann konnte er das hier bestimmt gut ausnutzen.

Nachdem Bellatrix und Sluggi sich geeinigt hatten – Bellatrix zufriedener als Pummelchen – wandte sich die Black wieder zu ihm, als ob nichts gewesen wäre und begann wieder zu reden. Und sie klang nicht danach, als ob sie verhandeln ließ. „Also, da du mich vor einem Jahr Folter gerettet hast, muss ich mich wohl daran halten, also zeig ich dir jetzt die Schule.“ Punkt. Ivan zog die Augenbrauche wieder hoch. Er hatte *wirklich* keine Lust auf eine Rundführung, musste er danach auch noch Trinkgeld geben oder was? Aber da er wusste, dass Bellatrix nicht locker lassen würde, bis er ging, vergrub er seine Hände weiter in seine Hosentaschen und machte sich auf alles gefasst. Schon wieder verblüffte ihn die Black, was nicht oft geschah. Sie war wirklich sehr überraschend, in jeder Hinsicht. Er hatte nicht vor, nun die Black zu beschreiben und deshalb unterließ er das einfach und schaute durch die Luft. Bellatrix war ebenso in Gedanken, sie standen eine kurze Zeit einfach nur da, bis sie sich umdrehte und ein paar Schritte ging. Wieso konnte sie nicht einfach gehen und beide würden behaupten, dass sie alles durchforstet hätten? Eigentlich, dachte er, dass eine Black gut Lügen konnte, da würde ihr schon was einfallen. Plötzlich meldete sich wieder sein Ego; bestimmt wollte sie einfach nicht von ihm weichen. Einen Durmstrang hatte sie wohl noch nicht gesehen, oder vielleicht nicht kennen gelernt. Es war allgemein bekannt, dass sie sich eher zur schwarzen Magie standen und sich dafür interessierten. Natürlich wusste Bellatrix auch, dass Ivan zur schwarzen Magie stand, voll und ganz. Kurz überlegte er, ob ihre Eltern sich nicht schon einmal getroffen hatten, sie waren beide ja sehr einflussreich und Ivan meinte sich zu entsinnen, dass sie mal Black’schen Besuch gehabt hatte. Aber damals hatte er sich dafür nicht interessiert, heute eigentlich auch nicht sonderlich. Aber vielleicht interessierte sie sich über seine Kunststückchen? Sie war bestimmt genauso wissensbegierd wie er es früher war. Nun konnte er eigentlich schon alles, hatte Bücher gelesen, geübt und weiteres. Auf Hogwarts war das bestimmt nicht üblich, nein, es war verboten. Offiziell war es auch in Durmstrang verboten, aber inoffiziell wusste doch jeder, was Sache war. Ivan verzog keine Miene, obwohl innerlich er breit grinste. Wenn sie darauf aus war, lief sie in eine Mauer. Er würde niemanden etwas beibringen, dass sollte sie schon alleine hinbekommen. Obwohl das bestimmt süß wäre, wenn eine kleine Bellatrix dastand und von ihm ein bisschen erfahren wollte. Ja, das wäre extrem putzig. Auf dieser Schule wird man ja verrückt! , meldete sich eine Stimme in ihm. Er hatte Bellatrix gerade süß genannt, nun wurde es kritisch.

Wie auf Zeichen, meldete sich wieder Bellatrix. Sie klang noch unfreundlicher als grad eben, was eigentlich gar nicht ging. „Also, entweder springst du jetzt über deinen verdammt großen Schatten und überwindest dich, dir von mir helfen zu lassen, glaub mir, ich hätte auch besseres zu tun, oder du irrst das nächste Jahr hier herum wie ein Idiot. Denn man kann sich hier nur zurecht finden, wenn man wenigstens eine *Ahnung* vom Grundplan hat. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du noch nichts gegessen hast, du warst nämlich weder beim Frühstück, noch in Alte Runen und ich bezweifle, dass du der Typ für Pflege Magischer Geschöpfe bist, oder?“ Mit hochgezogener Augenbraue tadelte sie ihn dann weiter. „Ach und noch etwas, solltest du meine Hilfe nicht annehmen wollen, dann nimm dir doch wenigstens diesen Rat zu Herzen: Halt dich von Slughorn fern! Denn ich bezweifle, dass du als Durmstrangschüler hier in Hogwarts kein Aufsehen erregen wirst und der alte Sluggi will dich sicher in seiner „Sammlung“ haben. Alle denken, das sei ein Privileg, vergiss es, du versauerst auf albernen Partys und lässt dich von Slughorn mit sinnlosen Hymnen auf sich selbst zuschwallen.“
Sie gab sich aber ziemlich viel Mühe, war das normal? Seufzend gab er seine progressive Haltung ab, lockerte sich ein wenig und ging an ihr vorbei. Er blickte über seine Schulter und stellte fest, dass sie ihn fragend nachschaute. „Hm? Ich hab auch besseres zu tun, als auf dem dämlichen Rundgang zu versauern. Also spring ich mal über meinen dermaßen großen Schatten, aber beeil dich ein bisschen, sonst bekomm ich noch Angst bei der großen Überwindung.“ In seiner Stimme schwang viel Sarkasmus mit und ein schelmisches lächeln setzte sich kurz auf sein Gesicht. Ivan dachte für einen kurzen Moment, dass sie einen Überraschten Gesichtsausdruck hatte, wusste es aber nicht genau. Ja, er konnte auch sprechen, was ein Wunder! „Ich würde mal sagen, dass es hilfreiche wäre, wenn du deinen kleinen Hintern vor mir her bewegen würdest, damit ich dir Folgen könnte.“ Kurz schwang er seinen Zauberstab und zauberte sich einen Apfel her. Er putzte einen Fleck an seinem Hemd weg, biss ab und wartete geduldig auf die Antwort von Bellatrix. Zugegeben, er wollte gerne sehen, wie sie auf seine doch zweideutige Bemerkung antworten würde.
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Fr Mai 04, 2012 11:10 am

(Teil 1)

Nachdem Joyce sich von Samantha verabschiedet hatte und hinaus zu Regulus und Salazar gegangen war, seufzte sie auf und lehnte sich an die steinerne Mauer. Es war doch alles seltsam, und sie wusste gar nicht, was es war, aber irgendetwas machte ihr Sorgen. Dass das, was sie gerade interessierte, sie bald nicht mehr kümmerte, dass irgendetwas passieren würde, das ihr alles nehmen würde, was sie hatte. Warum sie dieses Gefühl hatte, wusste sie nicht, es kam aus dem nichts. Immerhin deutete nichts auf eine schwerwiegende Veränderung hin, und alles lief prima. Ja, es könnte eigentlich gar nicht besser laufen, abgesehen von Bellas Wutausbruch, was eigentlich gar nicht so unnormal war, war doch alles bisher gut verlaufen. Trotzdem, das schlechte Gefühl ließ sich nicht abschütteln, egal wie viele gute Argumente sie dagegen fand. Den Rest des Tages frei zu haben, freute sie eigentlich nicht wirklich, denn sie hatte überhaupt keine Ahnung, wohin sie gehen sollte. Sie wusste nicht, wo Narcissa war, oder wo Andromeda steckte oder auch Bella. Und auch nicht, wo Severus hin verschwunden ist. In diesem Moment fühlte sie sich recht einsam, und die fast endlosen Gänge von Hogwarts machten es nicht besser, sie verschlimmerten das Gefühl der Einsamkeit eher noch. So streifte sie umher, kam an ein paar Schüler vorbei, die niedrigeren Klassenstufen waren oder von anderen Häusern, ein paar Slytherins waren auch dabei, doch ihre Freunde fand sie letztendlich doch erst beim Abendessen wieder.

Tbc.: Mädchenzimmer - Darrell / 2 x Black / Winston

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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Fr Mai 11, 2012 4:25 am

cf.: Große Halle

Emma hatte eilig aus der Halle zu kommen, da sie sich noch einen guten Platz auf der Tribüne sichern wollte und schon viele Schüler hinaus gegangen waren. Sie lief hastig an einigen Schüler vorbei die sich unpraktischer Weise in den Weg gestellt hatten um zu quatschen.
Verärgert schüttelte das Mädchen ihren Kopf, konnten die denn nicht zur Seite gehen wenn sie schon miteinander reden wollte?
Auf dem Weg aus der Halle dachte Emma nach. Die ersten Tests standen schon vor der Tür und nun war auch sie gezwungen ordentlich zu lernen, auch wenn sie es meistens hasste und eigentlich auch nicht für nötig hielt. Zumindest nicht ihn ihren Lieblingsfächern. Dadurch aber verbrachte sie nicht mehr so viel Zeit mit ihren Freundinnen. Was eigentlich auch noch einen anderen Grund hatte. Lily und Alice hatten nun beide einen Freund. Was Emma an sich nicht störte, doch musste sie auch zugeben, dass es manchmal ziemlich ätzend war ständig ihre Schwärmerei mit anzuhören. Emma liebte die beiden wie ihre Schwestern doch das mochte sie nicht. Über eine Beziehung zu reden sollte eigentlich nicht öffentlich passieren. Meistens war es ihnen am Ende peinlich oder sie sagten etwas was sie am liebsten wieder zurücknehmen wollten. Und ganz ehrlich: es ist nicht schon andauernd zu hören wie schön die Augen sind oder toll der Körper. Sie freute sich natürlich wahnsinnig für die beiden. Sie hatten wundervoll Menschen kennen und lieben gelernt und beide waren wirklich gute Männer, die sicherlich nicht mit Alice’ und Lilys Gefühlen spielten. Frank war sehr nett und man konnte ihm ansehen, dass er Alice vergötterte. Die Hexe wusste, dass er wohl alles für Alice machen würde. Und James? Nun er war schon immer hinter Lily her und nun wohl einer der glücklichsten Männer überhaupt. Wenn man ihm in die Augen sah, denn strahlten sie und zu wissen, dass Lily der Grund ist machte Emma froh. Sie freute sich so für ihre Freundinnen, doch es versetzte ihr auch einen Stich ins Herz zu wissen, dass sie keinen hatte er so mit ihr umging und sie so anschaute als wäre sie das tollste Mädchen der Welt. Nein, eigentlich schaute man sie nie an. Die Campell könnte schwören, dass kein Junge auch nur eine Ahnung hatte welches ihre Augenfarbe ist, beschweige denn das sie überhaupt existiert. Sie war schon immer so. Zurückhaltend, schüchtern und vor allem unauffällig. Kaum einer beachtete sie. Sie war so gewöhnlich wie man es als Hexe nun mal sein konnte. In den meisten Fällen störte sie das nicht doch wenn sie sah wie glücklich alle waren, denn wünschte sie sich das auch sie mal so begehrt wurde oder beachtet.
Seufzend lief die den Gang lang, als plötzlich jemand nach ihrem Arm griff.
Instinktiv fasste sie mit der anderen ihren Zauberstab doch noch ehe sie ihn rausziehen konnte, bemerkte sie das es Max war, der sie belustigt anschaute.
„Ich hatte gehofft, dass wir gemeinsam zum Spiel gehen könnten.“
Emma lächelte. Max war immer nett und freundlich gewesen und einer der wenigen die sie wirklich kannte. Doch seit einiger Zeit schon war es anders geworden. Und Emma wusste nicht wie sie damit umgehen sollte. Alice sagte ihr, dass Max sich in sie verliebt hatte, doch davon merkte die Hexe nichts. Und richtig vorstellen konnte sie es sich erst recht nicht. Max war ihr bester Freund und nicht ein Junge der sie anhimmelte. Zumindest sah sie es nie und gesagt hatte er auch noch nie was. Sie wollte ihn fragen, doch dann traute sie sich doch nicht und er war auch wieder ganz normal zu ihr. Komisch war es trotzdem.
„Sicher, klar doch. Wenn du willst kannst du auch bei mir sitzen.“ Emma lächelte ihn an und freute sich, dass er zumindest wieder mit ihr redete. Eine Zeit lang war es nicht so gewesen und das hatte sie ziemlich gestört gehabt.
„Immerhin bin ich ja auch für eure Mannschaft, solange ich nicht spiele.“
Ein tiefes und wunderbares lachen erfüllte den leeren Korridor. Seine Lache war ansteckend und sie liebte sie. Wann immer er lachte, wollte sie einfach nur mit lachen. Halt! Hatte sie das gerade wirklich gesagt? Natürlich , sie lachte gerne mit ihm, weil er ihr Freund war, nicht mehr.
„Du bist ziemlich eingebildet manchmal, weißt du das? Aber schön das du für uns bist.“
Sie schaute in seine wunderschönen Augen und lachte ihn an. Er war wirklich der beste Freund den man sich wünschen konnte und sie hoffte wirklich das sich alles wieder so hinbiegen würde wie es mal zwischen ihnen war.
„Weißt du ich hoffe ihr gewinnt wirklich, weil wir dann vielleicht gegen euch um den Qudditchpokal kämpfen müssten. Also Ems was hast du nach dem Spiel noch vor? Wollen wir vielleicht noch ein bisschen zusammen lernen oder am See entspannen?“
Kurzzeitig war sie sprachlos. Er fragte sie eigentlich nie ob sie noch was unternehmen wollten. Meistens trafen sie sich zufällig oder Emma selbst, fragte ihn. Und denn auch noch nach einem Quidditchspiel? Sie wusste nicht ob das so gut war. Im Gemeinschaftsraum würde es bei einem Sieg, und davon ging sie nun wirklich aus, eine Party geben und die wollte sie eigentlich nicht verpassen, aber sie musste sich auch dringend mit Max aussprechen. Einige Sekunden überlegte sie was wohl nun wichtiger war. Klar die Feier würde auch noch länger andauern und so eine Partymaus war sie wirklich nicht, aber Max kam ihr zuvor.
„Natürlich nur wenn du Zeit hast, sonst können wir es auch auf morgen verschieben.“

Sie lächelte. Er war einfach nur nett und zuvorkommend. Wahrscheinlich hatte er den gleichen Gedanken gehabt. Aber nun wo Emma wirklich darüber nachdachte, gefiel ihr der Gedanke allein irgendwas mit Max zu machen, ohne den ganze Trubel und wenn sie verlieren sollen, so wäre es eine perfekte Entschuldigung nicht in den Gemeinschaftsraum zu gehen und die betrübten Gesichter zu sehen.
„Nein nein, ist schon gut. Wir können gerne noch was mach dem Spiel machen. Das macht mir nichts aus. Wir können gerne zum See runter gehen und dort was machen oder einfach nur Quatschen wenn du willst. Ich meine das Wetter ist doch noch recht schön!“
Zufrieden das sie sich nun mit ihm aussprechen könnte, liefen beide hinaus aus dem Schloss und in Richtung Quidditchfeld. Noch schien die Sonne, hoffentlich würde es dabei bleiben.
„Ich hoffe wir zeigen es den Schlangen heute so richtig.“ Die Hexe wusste, dass das lockere Thema auch für Max okay war. Er war noch nie der große Sprücheklopfer gewesen und beide hassten es wenn nicht gesprochen wird. Über Quidditch konnten sie sich Stunden unterhalten.
„Weißt du ich glaub dir fehlt noch was. Darf ich?“, Emma begutachtete Max, der verwirrt nickte. Sie holte ihren Zauberstab raus und zauberte Max Haare in die Gryffindorfarben ein. Danach holte sie die Schminke aus ihrer Tasche die sie auch genommen hatte und malte ein paar gold-rote Muster in sein Gesicht.
„Perfekt“, meinte die Hexe als sie ihr Kunstwerk bestaunte und so gingen sie rauf auf die Tribüne von Gryffindor wo sich schon viele Leute tummelten.


tbc.: Außerhalb - Tribüne
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Peeves
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Do Dez 13, 2012 4:21 am

Nachdem der kleine Quälgeist seinen letzten Streich noch im Hinterkopf hatte und immer noch kicherte, flog er quer durch die Korridore und sein Blick wanderte über die Gesichter der einzelnen Kinder die an ihm vorbeikamen. Erst als er in einem der Hauptflure ankam zeigte er sich und machte sich wieder sichtbar. Viele von Ihnen hatte er noch nie zuvor gesehen und sicherlich erkannte ihn machen auch nicht. Zu selten ließ er sich blicken, nur sein Ruf eilte ihm immer wieder voraus. Er freute sich jedes Mal mehr wenn Kinder sich vor seinen Streichen fürchteten oder fluchten wenn es einen von ihnen erwischt hatte. Je schwieriger es war jemanden zu erschrecken, desto mehr Spaß bereitete es ihm. In seiner Welt gab es nur ihn und es konnte durchaus schnell langweilig werden, wenn man den ganzen Tag nichts anderes tun konnte als Leute zu beobachten, denn schlafen oder essen konnte er nicht mehr. Für ihn gab es einfach nichts Schöneres als eine erschreckte Fratze die sich langsam Purpur einfärbte um im selben Moment fürchterlich auszurasten. Er gluckste etwas als er sich an die letzten Streiche zurück erinnerte. Jedoch im nächsten Moment kam ein wenig Traurigkeit in seine Augen. Es gab nie jemanden der im wichtig war oder der sein Leben bereicherte. Er ist als alter griesgrämiger Mann gestorben und lebt seitdem in einer dunklen und kalten Welt. Er schüttelte seinen Kopf und blieb einen Moment still in der Luft um diese trübseligen und nicht zu ihm passenden Gedanken abzuschütteln.

Doch gleich der nächste Augenblick schickte ein dunkles Grinsen über sein Gesicht, als er ein Pärchen vor sich sah die verliebt die Hände hielten und mit einander tuschelte. Jedoch wand er sich ab und flog um die nächste Ecke. "...zu einfach soll‘s nicht sein, sonst wär‘s keine Witz voller Schein." Peeves flog weiter auf der Suche nach seinem nächsten Opfer als er kurz stockte und jemanden entdeckte der ihm nicht ganz in den Kram passte. "...welch graus, graus... das alte Haus..." Peeves blickte umher und wollte fast den Entschluss fassen wegzufliegen und sein Glück woanders zu suchen, aber dann nahmen seine Lippen ein verzerrtes Lächeln an und er starrte denjenigen welchen düster an. „Nun, vielleicht sollst du es sein?“ Peeves flog etwas beiseite und lugte hinter den Mauer vorbei um sein nächstes Opfer nicht zu verlieren. Momentan war dieser noch damit beschäftigt seiner Arbeit nachzugehen. Der kleine Poltergeist war sich noch nicht sicher wie er es anstellen sollte, aber in seinem kranken Kopf formte sich ein neuer Streich, der bald zum Vorschein kommen würde.
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Filch der Hausmeister
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Do Dez 13, 2012 7:16 am

~ SPECIAL FILCH POST ~

Pralinen... Leckere Pralinen mit einem Herz aus Kirschlikör, umhüllt von feinster edelherb Schokolade. Wie er diese Pralinen doch liebte. Schöner wäre es natürlich wenn er diese von einer Frau geschenkt bekommen würde, aber solang er niemanden außer seiner Mrs. Norris hatte würde er sie sich wohl weiterhin selbst besorgen müssen. Dies störte den Hausmeister allerdings kein bißchen. Genüsslich stopfte er ein weiteres Schocko-Stück in seinen Mund und schloß zufrieden die Augen. Allein das Gefühl wenn die Schokolade schmolz und das kirschige Gelee Preis gab.
Mrs. Norris maunzte und drückte sich kurz an das Bein ihres Herren bevor sie aufmerksam die Ohren spitzte und in einen Gang blickte.
Filch sah sich sofort um und öffnete flink die Tür zu einem kleinen Kämmer'chen in dem einige Putzutensilien verstaut waren. Er legte seine Pralinenschachtel zurück in ein verstaubtes Regal und nahm sich einen alten Besen. Ihm war zwar egal was die Schüler Hogwarts über ihn dachten, aber er sollte dennoch nicht hier in den Gängen herum stehen und Pralinen futtern. Das gäbe diesen nervigen Bälgern nur noch mehr Grund über ihn zu tuscheln.
Er hatte gerade damit begonnen den steinigen Boden des Korridors zu fegen als er sah weshalb Mrs. Norris so aufmerksam war. Mittlerweile hatte sie sich etwas zusammengekauert und ihr Schwanz ging schwungvoll hin und her. Ihre Augen waren auf einen bestimmten Punkt gerichtet. Einen Punkt hinter der Wand. Filchs Mundwinkel zuckten kurz, bevor er so tat als würde er weiter seiner Arbeit nach gehen.
Er wusste genau wer sich da hinter der Mauer versteckte. Er hatte ein leises Lachen vernommen. Eines was ihm schon sehr bekannt war.
Peeves dieser kleine Quälgeist... Nichts als Ärger machte er und ständig nur Schabernack im Kopf! Schon oft hatte der Hausmeister versucht ihn ein zu fangen, doch bisher war es ihm nicht gelungen... Vielleicht würde sich ja heute etwas daran ändern...
Filch fing an zu pfeiffen und kehrte immer weiter, dabei näherte er sich zunehmendst der Stelle an der er den kleinen Kobold vermutete.
Schließlich umklammerte er den Besenstil kräftiger und hob ihn hoch in die Luft. Danach schlug er ohne wirklich hin zu sehen auf gut Glück hinter die Mauer. Er hatte Peeves zwar verfehlt, aber er hatte mit seiner Vermutung richtig gelegen!
Während Peeves lachend und schreiend zugleich durch den Gang flog rannte Filch mit seinem Besen hinter her um den kleinen Quälgeist endlich zu erwischen.

~Writen by Seth ;D~
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Peeves
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BeitragThema: Re: In den Korridoren von Hogwarts   Do Dez 13, 2012 8:28 am

Peeves lauerte immer noch hinter der Mauer und feilte gerade Gedankenversunken die letzten Feinheiten seiner Attacke aus als er plötzlich merkte das sein Opfer nicht länger dort weilte wo er ihn zuletzt gesichtet hatte. Erst als er den Windzug von dem dreckigen Besen an sich vorbeirauschen spürte, hatte er den alten Tatterkreis wieder vor der Linse. "HAHAHAHA... " mit einem lauten Auflachen flog Peeves ein paar Meter von dannen und meckerte ironisch über die Treffsicherheit des Hausmeisters. "...sacht oh sacht sonst küsst dich der Todesgott heute noch bei Nacht." Peeves flog weiter kichernd rückwerts den Flur entlang und schaute sich das Klappergestell, welches wie kurz vor einen Herzinfarkt den Flur entlang hetze, an. Mit hoch erhobenem Besen machte er immer wieder Verusche den kleinen Plagegeist zu erwischen. Kurz blickte der Poltergeist hinter sich um zu sehen dass ein Putzeimer, von dem Stinkepeter vor sich, im Wege stand. Er grinste verstohlen, bleckte dem Hausmeister frech zu und verlangsamte seine Fluggeschwindigkeit etwas. Mit einer kleinen Rolle drehte sich der Geist um die eigene Achse und schubste den Eimer samt Inhalt Richtung Filch der mit wehender Lockenpracht stolpernd immer näher kam.

Peeves hatte aber seine Rechnung nicht mir Mrs. Norris gemacht. Die mürrische Katzendame war nicht nur ein ständiger Begleiter sonder anscheinend auch ein Bodyguard. Denn bevor Filch mit seinem rechten Fuß in den Eimer getreten wäre sprang die Katze dazwischen. Jedoch war der Boden vom Wischwasser benässt und die Flüssigkeit verteilte sich unaufhaltsam über den Flurboden. Peeves Gesicht verzog sich zu einer glücklichen und mit vorfreude erfüllten Fratze.
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