StartseiteFAQMitgliederAnmeldenLogin


Twilight & Harry Potter Crossover
 


Austausch | 
 

 Ländereien

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : 1, 2  Weiter
AutorNachricht
avatar
Filch der Hausmeister
Admin

Anzahl der Beiträge : 1518
Anmeldedatum : 25.07.11

BeitragThema: Ländereien   So Feb 12, 2012 2:29 am

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Storyteller


Weitere Charas : -
Anzahl der Beiträge : 36
Anmeldedatum : 30.12.11

BeitragThema: Re: Ländereien   So Feb 12, 2012 2:31 am

Herr Silvanus Kesselbrand (Eigentliche Charaktere: Xenophilius Lovegood, Jane)

Nach einem langen Abend und wenigen Stunden Schlaf stand Silvanus gemütlich auf. Er rieb sich seine Augen und legte die dicke Wolldecke beiseite, um einen Blick auf die Uhr zu werfen. Gestern Abend verbrachte er wie jedes zu vorige Schuljahr einen netten Abend mit dem gesamten Lehrerkollegium und stieß mit mehreren Gläsern Schnaps auf ein erfolgreiches und nicht allzu von Sorgen geplagtes Schuljahr an. Dieses Mal jedoch waren die Gespräche intensiver als je zuvor, was einen kurzen Schlaf mit sich brachte. Ein letztes Mal rieb sich Silvanus die Augen und stand nun langsam und vorsichtig auf. Er streckte zuerst seine Arme und dann seine Beine, die er umgehend in seine seidenen Hausschuhe gleiten ließ. Die Uhr zeigte Punkt sechs Uhr an, welches Herrn Kesselbrand ein wenig in Hektik versetzte. In spätestens einer Stunde müsste er schon mit all seinem Unterrichtsmaterial in den Ländereien von Hogwarts sein. Dennoch ging der Lehrer gemütlich in das Lehrerbadezimmer und ließ es sich kurz danach mit einem ausführlichen Frühstück gut ergehen.

Auf dem Weg zu den Ländereien traf er bereits einige Schüler und erfreute sich wie jedes Schuljahr über die grinsenden Gesichter der Ravenclaws, Hufflepuffs, Slytherins und Gryffindors. Für den Lehrer gab es nichts schöneres, als fröhliche Schüler. Dies vermittelte Herrn Kesselbrand immer das Gefühl, dass er – und natürlich auch die anderen Lehrer – alles richtig machten und den Schülern somit ein gemütliches zweites zu Hause boten. Als Silvanus an Hagrid’s Hütte vorbeikam und bemerkte, dass Hagrid nicht da war, fiel ihm umgehend wieder ein, dass Hagrid einen Auftrag Außerhalb bekam und deshalb nicht da war. Zwar wäre Herrn Kesselbrand Hagrid’s Hilfe deutlich lieber gewesen, aber alleine würde er es auch schaffen, die Hippogreife an Leinen zu binden und mit in die Ländereien zu nehmen.

Nachdem er die zwei Hippogreife, die hinter Hagrid’s Hütte ruhten, an den Leinen nahm, kam Silvanus Kesselbrand nun in den Ländereien an: so schön, so ruhig, so vollkommen mystisch. Der Lehrer arbeitete zwar gerne in den rustikalen Räumen von Hogwarts, aber dennoch gab es für ihn nichts schöneres, als Außerhalb zu lehren.

Er streichelte die wunderschönen Hippogreife ganz sanft und schaute kurz auf seine Uhr, die nun fünf vor acht anzeigte. Fünf Minuten also noch, bis der Kurs kam. Es fing plötzlich an, im Bauch des Lehrers zu kribbeln. Noch nie hatte er mit Schülern und Hippogreifen zusammen gearbeitet, da diese Wesen für ihre mürrische Art bekannt waren. Es bestand also ein großes Risikio, aber Herr Kesselbrand war bereit, dieses Risiko einzugehen.

Die Minuten verstrichen schneller als zuvor und die ersten Schüler kamen an. „Willkommen, willkommen! Meine Lieben, reiht euch ein. Nur zu, keine Scheu, sie werden euch nichts tun … so lange ihr ihnen nichts tut! Also, nur zu, nur zu.“, sprach der Lehrer zu den Schülern und lächelte jedem einzelnen des Kurses zu.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Ted Tonks the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Eliott Joyce Winston; Ivan Dinu
Anzahl der Beiträge : 94
Anmeldedatum : 05.02.12
Ort : Teddy's City♥

BeitragThema: Re: Ländereien   So Feb 12, 2012 5:15 am

Einstiegspost:


Mit einem großen Grinsen wachte Ted auf. Eigentlich lag er schon seit ca. einer Stunde nur im Bett und wartete auf den Wecker, der irgendwie nie losgehen wollte. Also drehte und wendete sich der junge Mann in seinem Bett und schaute ungeduldig in die Leere. Doch als er endlich den Wecker hörte, sprang er beinahe schon aus dem Bett und zog sich schnell an. Er hatte nicht sonderlich viel zu tun, also war er schnell fertig und konnte eigentlich schon losgehen. Doch um noch vorbereitet zu sein, denn er wusste nicht was im Unterricht vorkam, legte er sich noch schnell hin und klappte sein Buch auf, was er am Vorabend fast eine ganze Stunde gesucht hatte. Er hatte schon die Befürchtung gehabt, dass er es vergessen hatte, denn das hatte er schon oft genug gehabt. Er lernte einfach nicht, wie man Ordnung zu halten hatte, also musste er sich damit abfinden, dass er vieles Verlor und alles in seiner Umgebung unordentlich war.
Als er das Buch durchblättert hatte, blieb ihm noch genügend Zeit um was zu essen und sich dann nach draußen zu begeben, wo er höchstwahrscheinlich auch Xeno begegnen würde. Als er an seinen guten Freund dachte, breitete sich ein grinsen in dem Gesicht des Gryffindors aus. Er war sogar schon ein größerer Fan von den Wesen als er es war, er war wohl auch der größte Fan der Magischen Wesen. Ted mochte den Lovegood, er hatte so eine beruhigende Aura um sich, die Ted immer wieder noch positiver Stimme.

Mit einem Summen verließ Theodore die Große Halle, wo drin er gerade gefrühstückt hatte. Er hatte mit einem guten Freund geplaudert und hatte wie eigentlich immer eine ziemlich gute Stimmung. Draußen war es ziemlich warm und Ted freute sich auf den Unterricht im Freien. Er konnte zwar nicht entspannen oder zeichnen, sondern musste pauken, jedoch ging es um Pflege Magischer Geschöpfe, dies war kein richtiges Pauken. Es war ein entspannter Unterricht. Vor allem Herr Kesselbrand war ein sehr freundlicher Lehrer, dieser hatte ihn schon immer gern gemocht oder so dachte er zumindest.

Als Ted an dem Unterrichtplatz ankam, ging er sofort zu dem Lovegood rüber, der ihn auch sofort freundlich anlächelte. „Guten Morgen Xenophilius. Wie geht es dir?“, fragte Ted mit einem Grinsen im Gesicht. „Freust du dich auch schon auf den Unterricht?“
Kurz darauf kam Herr Kesselbrand ihnen auch schon entgegen und begrüßte sie freudig: „Willkommen, willkommen! Meine Lieben, reiht euch ein. Nur zu, keine Scheu, sie werden euch nichts tun … so lange ihr ihnen nichts tut! Also, nur zu, nur zu.“
Nachdem er diese Worte ausgesprochen hatte, spurtete Ted schon los und stand auch ganz vorne, er konnte diese wundervollen Wesen schon fast berühren. Lächelnd schaute er diese an und auch Xeno stand schon neben ihm. Erwartungsvoll schaute er Hippogreife an und wartete, was nun noch passieren würde.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Frank Longbottom
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Emma Campell
Anzahl der Beiträge : 34
Anmeldedatum : 17.11.11
Alter : 24
Ort : RDG

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 13, 2012 7:40 am

cf.:Haus Gryffindor/ Jungenschlafsaal

Frank wachte sehr spät auf, später als es normal bei ihm üblich war. Er reckte sich einmal kurz bevor er seinen Wecker ausstellte. Zehn nach Sieben!
Blieb also doch noch genug Zeit um zu frühstücken und sich auf den Weg zu den Länderein auf zu machen.
Flink schob der Gryffindor die samtroten Vorhänge beiseite, schlüpfte in seine Morgenschule, blinzelte einmal stark weil sie Sonne so blendete und schaute sich dann in seinem Schlafsaal um.
Remus und Ted waren wohl schon auf den Beinen, denn ihre Betten waren bereits leer und auch Sirius schien schon auf zu sein. Was für ein Wunder. Nur noch der kleine Peter und James lagen noch ruhig und friedlich da.

Frank schnappte sich seine Sache fürs Badezimmer und huschte schnell unter die Dusche.
Nachdem er sich fertig gemacht hatte, ging er leise zurück in den Schlafsaal und zog seinen Schulumhang über.
Zwar waren die Vorhänge bei seinen Freunden noch zugezogen, doch hörte Frank wie sich schon leise etwas in den Betten bewegte.
Gut, so müsste er sie nicht wecken. Was auch keine leichte Aufgabe war, denn James wach zubekommen grenzte schon ans Unmögliche. Das überließ er lieber den anderen.
So machte sich Frank runter in den Gemeinschaftsraum, welcher noch relativ leer war. Nun ja viele Frühaufsteher gab es hier nicht, und die die es waren, waren schon längst unten beim Frühstück.

So ging Frank summend aus dem Gryffindorturm durch die halbbeleuchteten Gänge um zur Großen Halle zu gelangen.
Einige Gemälde nickten ihm freundlich zu, während er die Halle betrat. Doch auch hier schienen heute ungewohnt wenig Schüler zu sitzen. Nicht mal die Hälfte aller die er kannte waren da. Wie es aussieht, hatte die gestrige Nacht womöglich doch größere Spuren hinterlassen als er angenommen hatte.
Gelangweilt setzte sich der junge Gryffindor an seinen Haustisch und dachte noch ein wenig über die gestrige Nacht nach.
Alice hatte ihm etwas verschwiegen, zwar wusste er nicht was es gewesen sein mochte, aber die Tatsache dessen gefiel ihm ganz und gar nicht. Er machte sich Sorgen, wirklich große Sorgen und hoffte, dass sie vielleicht selbst den Mut haben würde es ihm zu erzählen, doch bis dahin würde es wahrscheinlich noch dauern und er würde mal wieder als Letzter erfahren was hier los war. Alice hatte einfach eine eigene Art mit Problemen umzugehen.
Schnell spülte er seine zwei Toast mit Kaffee runter und lief aus der Halle.

Heute würde er als erstes Pflege magischer Geschöpfe haben. Ein Fach welches Alice nicht belegt hatte. Er hoffte, dass zumindest ein Paar seiner Freunde das Fach belegt haben, da es sonst tierisch langweilig werden würde.
Auf dem Weg über die Länderein, lief er an dem Lovegood vorbei. Er dachte an den gestrigen Abend zurück wo er eben diesen blöd angemacht hatte, und das nur weil er kurz mit Alice geredet hatte.
So nickte er dem Ravenclaw einmal freundlich zu und gesellte sich zu den andern die schon da waren. Sonderlich viele waren es ja noch nicht. Hoffentlich würden einfach noch ein Paar verspätet eintrudeln und Professor Kesselbrand störte es sowieso nicht das nur so wenige seinen Unterricht besuchten.
Gemeinsam gingen sie hinter Hagrid’s Hütte, wo Frank erkannte um welches Thema es dich in der heutigen Stunde drehte. Das war auch nicht schwer zu übersehen.
Hippogreife!!
Wirklich schöne und stolze Tiere, das musste Frank zugeben. Aber so wirklich traute er diesen Tieren nicht. Sie konnten ziemlich schnell beleidigt sein, wenn man ihnen zu nahe kam.
Der Professor stand bereits auf einer größeren Fläche und begrüßte die Schüler freundlich während er die Tiere behutsam streichelte.
„Willkommen, willkommen! Meine Lieben, reiht euch ein. Nur zu, keine Scheu, sie werden euch nichts tun … so lange ihr ihnen nichts tut! Also, nur zu, nur zu.“

Frank atmete einmal kurz ein und aus, stellte sich dann aber doch neben seinen Freund Ted und schaute gespannt zu seinem Professor. Es ist schon echt mutig von ihm, mit solchen Tieren zu arbeiten und die Schüler den Umgang mit ihnen zu lehren. Frank hatte noch nie einen Hippogreif so nah gesehen. Zwar hatte er schon viele Bücher über magische Tiere lesen doch er war wirklich fasziniert von diesen Wesen.
Gespannt warte der Junge auf den weitern Verlauf der Stunde, die interessant werden könnte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Ländereien   Mi Feb 15, 2012 1:01 am

cf: Gryffindor Mädchenzimmer

Ein paar Meter vor ihrem Ziel senkte die Hexe die Geschwindigkeit und lief langsamer. Sehe ja schon etwas komisch aus, wenn sie jetzt total außer Atem angerannt kam. Sie strich ihre langen Haare aus dem Gesicht und holte tief Luft. Gar so abgehezt wollte sie dann doch nicht aussehen. Nachdem sie auch ihre Kleidung und den Umhang zurecht gezupft hatte, schritt sie weiter voran nur um danach gleich inne zu halten.
Ihre grünen Augen starrten gebannt auf die Wesen die dort neben Professor Kesselbrand standen. Diese riesigen Wesen hatten den Schwanz, die Hinterbeine und den Körper eines Pferdes der nach vorne hin zum Adler über geht. Die Vorderbeine endeten in langen, gefährlich aussehenden Vogelkrallen und sie hatten Flügel mit einer Spannweite von knapp 4 Metern, sowie einen Vogelkopf mit scharf blickenden orangenen Augen und einem massiven, stählern blitzenden Schnabel. Noch nie hatte Lily einen echten Hippogreif gesehen. Sie kannte diese wunderschönen, einzigartigen Geschöpfe nur aus Abbidlungen und Beschreibungen von Büchern.
Fasziniert trat sie näher, bis sie ihren Blick von den Tieren lösen konnte und ihrem Lehrer einen schönen guten Morgen wünschte. Dann sah sie sich um, welche Schüler dieses Jahr noch das Fach belegt hatten. Ted Tonks und Frank Longbottom waren schon da. Sie grüßte die beiden freundlich und wünschte ihnen ebenfalls einen guten Morgen.
Ob Frank wohl traurig war, dass er nicht im selben Kurs wie Alice war? Im Moment sah er jedenfalls nicht so aus, als würde es ihn sehr belasten. Er war ebenfalls viel zu begeistert von den erstaunlichen Wesen die nur ein paar Meter vor ihnen standen.
Ted hatte Lily gestern gar nicht gesehen. Er war doch im gleichen Zimmer wie James und seine Rasselbande. Aber wahrscheinlich hatte er irgendetwas anderes zu tun gehabt. Eigentlich konnte sie diesen blonden Jungen gut leiden, obwohl sie bisher noch nie so viel mit ihm zu tun hatte. Außer den üblichen Smaltalk eben. Aber sie konnte sich nicht erinnern ihn schon einmal mies drauf gesehen zu haben. Der Junge hatte meistens ein fröhliches Lächeln auf dem Gesicht und sprach seinen Freunden öfters gut zu. Außerdem wusste sie, dass er ebenso von magischen Geschöpfen begeistert war sie Lily auch.
Ein paar Mal hatte sie ihn auch schon alleine am See sitzen sehen, während er ein Buch las. Ein bißchen geheimnisvoll war er ja schon und ehrlich gesagt war er auch recht süß. Sie schmunzelte und sah sofort weg, als sie merkte, dass sie ihn etwas länger angesehen hatte.
Wahrscheinlich war er ihr auch so sympathisch, weil er Muggelstämmig war - genau wie sie.
Doch das Lächeln verschwand schnell, als sie sich an die Worte ihrer Mutter erinnerte. Diese hatte ihr schon die ganzen Ferien lang vorgegaukelt dass Lily nun in dem Alter war in dem man anfing sich wirklich für Jungs zu interessieren. Noch schlimmer, sie war eigentlich erstaunt, dass ihre Tochter noch keinen Freund hatte. Also wirklich. Lily wusste schon selbst, wann sie bereit war eine Beziehung einzugehen. Doch in einem Punkt hatte ihre Mutter auf jeden Fall Recht. So langsam sah die Evans die Jungs um sich herum mit anderen Augen. Vorallem einen... Doch bevor sie den Gedanken weiterspinnen konnte, kamen die paar letzten Schülter zu der Mittelgroßen Gruppe hinzu und die erstaunten Bemerkungen und Guten Morgen Grüße rissen sie aus ihren Gedanken.
Ein bißchen ärgerte sie sich ja wirklich über sich selbst. Wann hatte sie eigentlich damit begonnen ständig so in Tagträume zu verfallen?
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Gast
Gast


BeitragThema: Re: Ländereien   Do Feb 16, 2012 3:53 am

cf: Hogwarts :: Haus Ravenclaw :: Ravenclaw Gemeinschaftsraum

Xenophilius’ Abend verlief recht ruhig. Nachdem der Ravenclaw mit relativ guter Laune die große Halle verließ, ging er umgehend in den Gemeinschaftsraum seines Hauses. Dort traf er auf einige Mitschüler, mit denen er sich kurz und knapp unterhielt und verschwand mit einem aus dem Regal entnommenem Buch auf seinem Zimmer, welches er sich mit Kingsley, einem netten Ravenclaw, teilte. Der Lovegood schlief bereits nach wenigen Seiten ein und schlief tief und fest ohne jegliche Unterbrechungen. Geweckt von dem unvergleichlich schönen Sonnenstrahl, der durch das Zimmer von ihm und Kingsley schien, machte sich der Ravenclaw in aller Ruhe fertig, duschte, zog sich an und frühstückte mit seinen Mitschülern. Davon abgesehen, dass heute der erste Schultag in Hogwarts war, freute sich der Lovegood insbesondere auf den Kurs, der Xenophilius heute den Tag vergolden sollte: Pflege magischer Geschöpfe! Unterrichtet von Herrn Kesselbrand, den – wie Xenophilius findet – besten Lehrer Hogwarts war der Kurs seit Xenophilius’ dritten Schuljahr sein einzig wahres Lieblingsfach. Wie jedes Schuljahr durchblätterte der Ravenclaw bereits sämtliche neue Schulbücher, um sich gut auf den Unterricht vorzubereiten. Laut dem Buch für seinen Lieblingskurs, Pflege magischer Geschöpfe, würde sich dieses Mal alles um die einzig wahren und wunderschönen Hippogreife drehen. Der Lovegood durfte bereits in seinen Ferien und bei dem Riesen Hagrid diese Kreaturen beobachten, aber dennoch war er gespannter denn je auf die heutige Unterrichtsstunde. Der Ravenclaw biss ein letztes Mal von seinem Brötchen ab und machte sich mit seiner Ledertasche auf den Weg in die Ländereien Hogwarts.

Es war immer und immer wieder ein schöner Anblick, diese Ländereien zu sehen. Das saftige grün roch einzigartig schön, diese Idylle war fast schon unheimlich schön – einfach einzigartig eben. Der Lovegood musterte im nächsten Moment seine Uhr und packte sie mit einem breiten Grinsen wieder weg, als er hinter dem großen Hügel bereits Professor Kesselbrand und einige Schüler des Kurses erkannte. Mit hüpfenden Schritten stand Xenophilius umgehend vor Herrn Kesselbrand, der ihn und seine Mitschüler freundlich wie immer begrüßte. „Willkommen, willkommen! Meine Lieben, reiht euch ein. Nur zu, keine Scheu, sie werden euch nichts tun … so lange ihr ihnen nichts tut! Also, nur zu, nur zu.“, sagte der Professor in einem überschwenglich nettem Ton und lächelte jedem einzelnen Schüler zu. Der Ravenclaw reite sich wie alle anderen auch ein und bemerkte, wie plötzlich Ted Tonks neben ihm stand. „Guten Morgen Xenophilius. Wie geht es dir?“, fragte er den Lovegood freundlich wie immer. Ted Tonks … ein Gryffindor, und ein netter noch dazu. Er war einer der wenigen Leute, die stets freundlich zu Xenophilius waren. Die beiden waren Freunde. „Herrlich, dieses Wort … - Freunde!“, dachte er sich und begrüßte seinen Freund im nächsten Moment. „Hallo, Ted! Mir geht es fabelhaft. Fabelhafter Morgen, fabelhafte Laune! … hahahaha!“, sprach Xenophilius in einem etwas zu lautem Ton und lachte Ted freundlich an. „Wie geht es dir, Tonks?“, sprach der Lovegood weiter und reihte sich wieder in die Reihe ein. Neben Ted stand auf der anderen Seite nun Frank Longbottom, der Xenophilius musterte und einen abwertenden Blick zuwarf. Xenophilius schaute ihn ebenso – beabsichtig – verdutzt an und wandte seinen Blick wieder zu seinem Freund Ted. Und obwohl Frank nichts zu ihm sagte, sprachen seine Blicke bereits eine Sprache für sich. Dem Ravenclaw amüsierte es zutiefst, dass der Longbottom anscheinend noch immer beleidigt wegen gestern Abend war, obwohl Xenophilius gerade das vermeiden wollte. Aber gut, wenn er meinte, Xenophilius falsch verstehen zu müssen, so soll er das doch tun. Eigentlich mochte Xenophilius ihn, was sich bis auf weiteres eigentlich auch nicht änderte, aber eins konnte der Ravenclaw in diesem Moment nicht ab: diese musternden Blicke.

Ted Tonks antwortete Xenophilius im nächsten Moment und die beiden unterhielten sich, wie die anderen Schüler des Kurses es ihnen gleich taten. Professor Kesselbrand war mit den wunderschönen Hippogreifen beschäftigt und meckerte auch nicht über die im Moment geführten Gespräche.
Nach oben Nach unten
avatar
Ted Tonks the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Eliott Joyce Winston; Ivan Dinu
Anzahl der Beiträge : 94
Anmeldedatum : 05.02.12
Ort : Teddy's City♥

BeitragThema: Re: Ländereien   Sa Feb 18, 2012 7:46 am

((Verzeiht mir, könnte sein, dass ich ziemlich viel verwurschtelt hab:D Aber kam irgendwie so raus. Wenn was nicht stimmt, einfach bescheid sagen:3))

Was für wundervolle Geschöpfe , schwärmte Ted Tonks in seinen Gedanken. Die Hippogreife waren wirklich sehr erstaunliche Wesen und der Gryffindor wunderte sich, dass Professor Kesselbrand sie überhaupt mitbrachte. Diese Tiere waren voller Stolz und trauten nicht vielen. Sie ähnelten Pferden, ebenso wie Adlern. Ihre Statur war die eines Pferdes, doch so viel mehr Ähnlichkeiten hatten sie eigentlich nicht, außer dass sie ebenfalls auf vier Hufen standen. Doch wenn man an ihnen herabsieht, sieht man, dass sie gar keine Hufen hatten, dessen Platz haben nämlich große Krallen eingenommen. Diese Krallen, so hatte es Ted aus den Büchern entnommen, nahmen diese ebenfalls zur Verteidigung und Angriff, würden diese Krallen einen Menschen erwischen, würde dies womöglich mehr wehtun, als irgendein Fluch. Auch eine Gefahrenquelle war der Schnabel. Die Hippogreife hatten statt einem Maul, einen großen und ziemlich gefährlich aussehenden Schnabel. Dieser schien glänzend und sehr gut gepflegt aus. Wahrscheinlich hatte Professor Kesselbrand ihn poliert.

Alle Achtung, auf den ersten Blick konnte man erkennen, mit diesen Tieren war nicht zu spaßen. Allein die Spannweite der Flügel dieser Wesen, betrug ca. 4 Meter und ihre Augen blitzen orange und scharf. Sehr temperamentvolle Wesen, jedoch sahen sie wirklich süß aus. Oder zumindest für Ted, denn er hatte das Gefühl, als er den Kopf schräg legte, dass auch der Hippogreif ihm das nachtat. Der Tonks lächelte dieses Wesen freudig an und verbeugte sich langsam. Es war eine Geste, die eigentlich jeder machen musste, wenn er sich diesem Wesen nähern wollte. Erst wenn dieses Wesen es auch tat, konnte man sich langsam, aber mit der Sicherheit, dass er einen nicht wehtat, auf ihn zugehen. Als Ted sich vorbeugte, schauten sie ein paar andere an, aber er ließ sich nicht beirren. Herr Kesselbrand hatte dieses Geschöpf doch nicht einfach so mitgebracht und außerdem wollte der Tonks es unbedingt mal streicheln. Er fand es wirklich äußerst putzig und bestaunte das Fell des Wesens. Es schimmerte Weis, obwohl es auch andere Farben bei ihnen gab. Sie konnten ebenfalls tief schwarz sein, mal gab es kupferfarbene und mal kastanienbraune. Es kam je nach Tier an.
Stolz schaute das Wesen ihn an und wartete, was geschehen würde. Jedoch Ted blieb unbeirrt vor ihm verbeugt und wartete. Nach einer Zeit verbeugte sich das Geschöpf ebenfalls leicht, wobei es bestimmt nicht so aussah wie Ted. Das Wesen sah stolz aus, während Ted bestimmt nur ‚süß‘ aussah. Auf dem Gesicht des jungem Tonks breitete sich ein grinsen aus. Das Tier hatte soeben eine *Zustimmung* gegeben, dass Ted sich ihm nähern durfte, jedoch war sich Ted nicht sicher, ob er es jetzt schon streicheln durfte. „Danke für deine Zustimmung“, sagte Ted fröhlich und schaute das Tier offen an. Das Tier konnte jeden Moment einfach denken; Ted sei es womöglich nicht wert und ihn doch Missmutig betrachten, deshalb sprach Ted ihn an. Er konnte seine gute Laune kaum unterdrückt halten und wollte am Liebsten dem Tier um den Hals fallen, unterdrückte es jedoch. „Professor Kesselbrand, dürfen wir den Hippogreif womöglich streicheln?“, sagte Ted und konnte kaum mehr still stehen. Wie ein kleines Kind freute er sich und wie er sah, auch die anderen. Frank Longbottom hatte sich zu ihm gesellt und bewunderte den Hippogreif ebenfalls ehrfürchtig. „Guten Morgen Frank“, begrüßte Ted seinen Freund gut gelaunt und wandte sich dann wieder seinem Freund Xenophilius Lovegood zu. Er war zwar ein Schüler des Hauses Ravenclaw, doch das machte beiden nichts aus. Ted mochte die Art des Lovegoods, er fand ihn einfach liebenswert. Ted konnte ebenfalls nur staunen, wie sehr er sich mit Magischen Geschöpfen auskannte und wollte eigentlich nur ihm lauschen, damit er noch mehr erfuhr. Es gab wohl keinen besseren Kenner der Magischen Geschöpfe außer Xeno – natürlich ausgeschlossen der Professoren.


„Hallo, Ted! Mir geht es fabelhaft. Fabelhafter Morgen, fabelhafte Laune! … hahahaha!“, hatte der Lovegood gesagt und dabei gelacht. Ted stimmte in das Lachen des Schülers ein. Es war wirklich ein wunderschöner Morgen und Ted hoffte, dass dies natürlich auch so bleiben würde. „Wie geht es dir, Tonks?“, fügte er nach dem lachen noch hinzu. Es war einfach so unvorstellbar unkompliziert mit dem Lovegood, dass er einfach stundenlang mit ihm reden konnte. „Da kann ich auch nur Unterschreiben mein Freund, es ist wirklich wundervoll gerade“, grinste Ted. „Hast du grad eben gesehen, der Hippogreif hat meine Verbeugung nachgemacht!“, sagte er stolz wie ein Kind und schaute den Hippogreif wieder an. Als sich die Blicke trafen, war das blitzende orange schon nicht mehr bedrohlich, sondern süß. Aber da ging die Fantasie mit dem jungen Tonks wieder etwas mit, das Tier war ja bestimmt nicht so besessen von ihm, wie Ted von ihm. Jedoch war ihm der Gedanke lieber, dass der Hippogreif ihn auch mochte.
Ted spürte einen Blick von der Seite. Es war Lily Evans, die ebenfalls den Kurs belegt hatte. Diese hatte Frank und ihn zuvor begrüßt und wandte gerade den Blick ab. Ja, Lily war ein sehr hübsches Mädchen, das musste man ihr lassen. Ihre grünen Augen leuchteten, als diese den Hippogreif trafen. Leider hatte Ted nicht viel mit ihr zu tun, deshalb nahm er sich mal vor, etwas mit ihr zu quatschen, außer dem üblichen kleinen Gesprächen. Als diese den Blick wieder durch die Runde schweifen ließ und ihn sah, winkte der Tonks freundlich wie immer und grinste sie an. Es war keine Methode sich bei jemanden ein zu schleimen, nein, aber Ted war einfach freundlich und wollte keinen als Feind. Und da Lily auch nett war, wieso konnte man ihr nicht winken?
Automatisch blickte der Tonks auf sein Tattoo. ‚Mudblood‘ stand auf der Innenseite seines Handgelenks. Deshalb konnte man manchen Leuten nicht winken. Wenn es Lily sehen würde, oder Frank oder Xeno, dann war es nicht weiter schlimm. Bestimmt hatte es Lily auch gesehen, als er ihr gewinkt hatte. Doch manchen Leute beurteilten – oder verurteilten – nach dem Blut. Da konnte man so nett und freundlich sein wie man wollte. Doch Theodore versuchte stets das Beste draus zu machen. Die Hoffnung starb ja schließlich zuletzt. Eines Tages konnte er mal vor einem Black oder sonst vor einem Slytherin stehen, ihnen sein Tattoo unter die Nase reiben und laut brüllen ‚ ICH BIN EH VIEL BESSER ALS IHR!‘, ja, dass machte er irgendwann mal. Das würde sogar in dem Tagesprophet erscheinen, das war sicher.

Andererseits , schob der Tonks einen Gedanken ein, was wäre, wenn keiner wüsste das ich von Muggels abstamme? Würden sie mich auch mögen?Dieser Gedanke schwebte für höchstens ein paar Sekunden in seinen Gedanken, denn dann sah er, dass Xeno ihm antwortete. Nein, es ist und bleibt egal, was ich bin. Nehmt mich für das was ich bin oder gar nicht!. Damit wandte er sich von seinem Handgelenk ab. Warum hatte er an so einen Schwachsinn gedacht? Er hatte genug Freunde und er würde für diese durch’s Feuer gehen. Wahre Freunde beurteilten nicht nach der Abstammung, sondern nach dem Charakter. Ted würde es verstehen, wenn ihn jemand wegen seinem Charakter nicht mögen würde, aber nein, wegen seinem Blut ließ er sich nicht unterdrücken. Niemals. Basta. Immer noch mit einem Lächeln im Gesicht stand er da und während der paar Sekunden, die er für sich alleine in seinen Gedanken verbracht hatte, fragte er sich, ob er wegen diesen unnützen Gedanken doch vielleicht etwas verpasst hatte. „Äh, Xeno, eine Frage… hab ich grad was verpasst?“, grinste er seinen Freund an. „Ich war grad in meiner rosaroten Welt“, entschuldigte er sich, doch sah dann, dass so ziemlich jeder, der in diesem Kurs war, mit jemand sprach. Also konnte er nichts verpasst haben. Die letzten Gedanken, die ihm nicht so optimistisch vorkamen, malte er bunt an und wartete fröhlich auf die Antwort von dem Lovegood und den beginn des Unterrichtes.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Ländereien   So Feb 19, 2012 10:12 pm

come from - Jungenzimmer - Potter / Black / Lupin / Pettigrew / Longbottom / Tonks

Nachdem Sirius und James Peter wachgerüttelt hatten, gingen sie hinunter in die Große Halle um zu frühstücken. Die meisten Schüler saßen schon an ihren Haustischen und waren damit beschäftigt ihre Teller mit Rührei, Speck und Toast, sowie vielen anderen Sachen vollzuschlichten.
Sie setzten sich an ihre üblichen Plätze, als James sich das erste Mal umsah und erstaunt feststellte, dass der Vierte im Bunde fehlte.
"Wo ist eigentlich Moony?" fragte er, während er Butter auf seinen Toast schmierte.
Doch es kam nicht gleich eine Antwort, also biss er ein großes Stück Toast ab und spülte es mit einigen Schlucken Kürbissaft hinunter.
Sie blieben noch eine Weile sitzen und warteten bis die Eulen die morgendliche Post brachten.
James' Waldkauz ließ den Tagespropheten auf seinen bereits leeren Teller fallen und landete auf seiner Schulter. "Danke Avras", sagte er und gab ihr ein Stückchen Toast, an dem sie sich emsig vergnügte.
Er blätterte durch die Zeitung und legte sie wieder zurück auf den Tisch. Es gab keine spektakulären Neuigkeiten und auf dem Titelblatt war ein Artikel über einen Muggel, der von einem Zauberer einen Bart verpasst bekommen hatte, der unaufhörlich schnell wuchs und bereits zwanzig Meter lang war, als die Leute aus dem Ministerium zu Hilfe kamen, den Bart weg zauberten und den Muggel mit einem Vergessenszauber belegten.

Sobald sie fertig gefrühstückt hatten machten sie sich auf den Weg zu ihrer ersten Stunde:
Pflege magischer Geschöpfe.
Es gab zwei Gründe, warum James dieses Fach gewählt hatte: Der erste war, dass Alte Runen einfach ein extrem langweiliges Fach war und der Zweite Grund war Lily Evans. Bei dem Gedanken an das hübsche rothaarige Mädchen fuhr er sich mit der Hand durch die schwarzen Haare, was nicht viel brachte, außer, dass sie noch mehr durcheinander gerieten.
Zusammen mit den anderen Schülern aus ihrem Jahrgang gingen sie raus aus der Eingangshalle und machten sich auf den Weg zu den Ländereien, wo der Unterricht üblicherweise war.
Es war ein milder Septembermorgen und die Sonne spiegelte sich auf dem großen See wieder. In der Ferne konnte der junge Potter bereits Professor Kesselbrand und ein paar der Schüler sehen, die in einem Kreis um die außergewöhnlichsten Geschöpfe standen, die James je gesehen hatte.
Die Hinterbeine und der Körper gehört zu einem Pferd, doch der Kopf und die Vorderbeine waren die eines Adlers. Die orangenfarbenen Augen hoben sich von dem Körper des grauen und des schwarzen Hippogreifs ab und die metallisch-wirkenden, spitzen Schnäbel wirkten bedrohlich scharf.
Und je näher sie kamen, desto mehr bekam James den Eindruck, dass der grimmige Blick den er glaubte in ihren Augen zu erkennen, nicht nur Einbildung war, doch dass konnte doch nur ein Witz sein. Seit wann können Tiere grimmig dreinblicken?

Krone wandte den Blick von den großen Geschöpfen ab und schaute sich um. Mittlerweile waren alle seiner Mitschüler auf den Ländereien. Einige begrüßten ihn oder fragte wie es ihm gehe.
Er antwortete immer mit der selben Höflichkeitsfloskel ("Gut - und dir?") bis die Stimmen langsam abebbten und Professor Kesselbrand vor die Klasse trat.
Erneut schaute sich James um und da entdeckte er sie, nur wenige Meter neben ihm stand Lily. Er schenkte ihr ein Lächeln und formte mit den Lippen lautlos die Worte 'Guten Morgen'.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Sirius Black
Gryffindor
Gryffindor

Anzahl der Beiträge : 378
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 25
Ort : Oberhessen

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 20, 2012 6:14 am


Cf: Jungenschlafsaal Gryffindor

Es pfiff ein eisiger Wind um ihre Ohren als Sirius mit James in Richtung Ländereien lief. In der Nähe von Hagrids Hütte, würde wie gewohnt der Unterricht von Professor Kesselbrand standfinden. Sirius vergrub seine Hände tief in den Taschen seiner schwarzen Hose, es war bitterkalt draußen, ihre Hosenbeine wurde klamm und feucht von dem noch nassen Gras – Sirius fing an die Tatsache zu verfluchen, für die er einst dieses Unterricht gewählt hatte. Die Vorstellung ein paar Stunden in der Woche draußen zu lernen war ihm damals durchaus verlockend vorgekommen. Doch wenn es eines gab was er nicht leiden konnte, dann war es Kälte. Kurz spielte er mit dem Gedanken, einfach umzudrehen, zurück in seinen Schlafsaal zu laufen und sich in sein kuscheliges Himmelbett fallen zu lassen, dass er jetzt - als die Kälte langsam seinen gesamten Körper hochkroch – mehr vermisste als ihm lieb war. Mal ganz davon angesehen, dass er eine gehörige Portion Schlaf gut gebrauchen konnte. Der Morgen war leicht chaotisch gewesen, James hatte es lustig gefunden ihn mit Kissen zu bewerfen, ein Unterfangen, das normaler Weiße schnell in einer Kissenschlacht endete, in der Sirius sich üblich so engagierte, dass man meinen könnte er hätte das Ziel James mit seinem plüschigen Kissen blutig zu hauen. Aber heute Morgen hatte ihm danach nicht die Laune gewesen, vielleicht wurden sie auch einfach nur erwachsen. Wer weiß…

Merkwürdig war immer nur noch, dass Remus sich den ganzen Morgen nicht hatte sehen lassen. Sie kannten es ja, dass er schon zu unmöglichen Zeiten pflegte auszustehen – Sirius hatte den Verdacht, dass er es nicht mochte, sich mit ihnen ein Bad teilen zu müssen, und danach in der Bibliothek verschwand um anscheinend zu lernen… eine schrecklich lahme Ausrede und Sirius war sich immer noch nicht so sicher, ob er ihm das abnehmen sollte. James hatte auch bemerkt dass er verschwunden war, auf seine Frage beim Frühstück war Sirius jedoch nicht näher drauf eingegangen, er wurde das merkwürdige Gefühl nicht los, dass Remus irgendetwas bedrückte… Liebeskummer, Stress, was auch immer… Sirius kannte sich mit solchem Kram nicht aus. Es gab nur wenige Menschen wie ihn, die die Gabe besitzen über die Leiden des Lebens erhaben zu sein.
Schon von weitem sahen Sirius und James, dass sich schon eine Menge Schüler und auch Professor Kesselbrand sich auf der Lichtung versammelt hatten. Ein lautes Getuschel schwappte zu ihnen rüber. Sirius konnte das Fach schon immer nicht sonderlich leiden aber jetzt sah er, dass nicht nur die Kälte einen Grund dazu beitrug – Nein, sie mussten sich die nächsten Stunden auch noch grimmig blickende Viecher rein ziehen. Merlin, er hasste Menschen oder Tiere, die sich so etwas auf sich selbst einbilden und denken sie wären mehr wert als er. Die Geschöpfe um die es sich heute handelte, sahen wie ein trauriger Paarungsakt zwischen einem Pferd und einem Adler aus. Sirius hatte das Gefühl sie schon mal in irgendeinem Buch gesehen zu haben. Manchmal wenn er im Grimmauldplatz festsaß und das Gefühl hatte vor lauter Langeweile zu vergehen, hatte er schon mal zu einem Buch gegriffen – nicht, dass er auch nur annähernd auf die Idee kam, diese Schande irgendeinem von seinen Freunden zu beichten.
Sirius sah sich zum ersten Mal an, wer dieses Jahr auch noch dieses Fach belegt hatte. Oh Verwunderung, Sirius begriff nur endlich James Drängen doch „Pflege magischer Geschöpfe“ zu belegen – Nervensägen-Lily. Sirius warf ihr einen von seinen Schlafzimmerblicken zu, so wie Remus und James seine Flirtversuche benannten, die er zu absoluter makellosen Perfektion gebracht hatte. Sirius hatte keinerlei Interesse an Nervensägen-Lily erstens weil sie nervig war und zweitens, was viel wichtiger war gehörte sie ja so was von James. Nein Sirius tat es einfach aus dem Grund, weil Mädchen wie Lily, diese verbohrten, engstirnigen, zugeknöpften, prüden Mädchen wie sie das hassten. Außerdem waren noch dieser Kerl mit Vollmeise aus Ravenclaw da, Mr. Langweiler Longbottom, Ted Tonks und noch ein paar die Sirius jedoch nicht sicher benennen konnte. Alles in allem, dieser Unterricht schien ihm ja so was von unter seiner Würde zu sein. James krönte alles in dem er Nervensägen-Lily einen ziemlich unverständigen Satz zu hauchte – Sirius tippte dass er irgendetwas von wegen guten Morgen heißen sollte, würde sich jedoch nicht drauf festlegen. Mein Gott James sollte sich mal mehr zur Schau stellen und nicht so schüchtern in Nervensägen-Lilys Gegenwart sein. Sie sollte ihn sich nur mal anschauen, er sah doch echt sexy aus… zerstrubbeltes Haar, als wäre er gerade aus dem Bett gestiegen. Sehr gut.

Sirius sah auf die Uhr an seinem Handgelenk. Na super, nun musste er sich diese Viecher noch eine geschlagene Stunde antun. Und er hatte Hunger. War Müde. Gelangweilt. Ob er hier rauchen dürfte? – wahrscheinlich nicht. Ob James Lust auf einen kleinen Streich hätte? – es waren wohl keine Slytherins da aber die ein oder andere Idee würde Sirius schon einfallen aber wahrscheinlich wollte Krone vor Nervensägen-Lily als gut und lernbegierig dastehen oder irgend so was in der Art. Er seufzte theatralisch… und lehnte sich mit gelangweiltem und arrogantem Blick gegen einen Baum, sehr bedacht dabei möglichst gut auszusehen. Und der Morgen war gelaufen, als er bemerkte, wie ein eiskalter Rinnsal in seinen Hemdkragen lief… Merlin, ihn sollte nur jemand hier raus holen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 20, 2012 7:28 am

Lily gab sich wirklich äußerste Mühe nicht in ihre Gedankenwelt zu verfallen, doch ihr fiel es immer schwerer sich zu konzentrieren.
Selbst das Getuschel der vielen Schüler um sie herum brachte sie nicht auf andere Gedanken. Viel zu beschäftigt war sie mit ihren eigenen Problemen. "Pha, Probleme. Du meinst welche zu haben, dabei hast du gar keine! ... Außer dass du dich ständig in deine Gedankenwelt verirrst." Die Rothaarige Hexe seufzte und fuhr sich durchs Haar. Konnte der Professor nicht endlich mit dem Unterricht anfangen? Doch noch immer waren nicht alle Schüler hier und so stand ihr Lehrer nur ruhig neben der Hippogreif-Truppe und sah interessiert in die Gesichter der faszinierten Jugendlichen.
Lily sah sich noch einmal um, um zu sehen wer alles hier war. Als ihr Blick erneut auf Ted traf, wunk ihr der blonde Junge mit einem freundlichen Lächeln zu. Sie blinzelte etwas verwirrt, doch dann schlich sich gleich ein Lächeln auf ihre Lippen. Er war wirklich süß.
Sie hätte fast zurückgewinkt, als ihr das Tattoo an seinem Handgelenk auffiel.
Jetzt erinnerte sie sich wieder. Sie hatte sich einmal mit Alice und Molly darüber unterhalten. Gerüchten zu Folge hatte Ted Tonks auf seinem Handgelenk das Wort "Mudblood" stehen.
Sie selbst hatte noch nie vorher so auf Ted geachtet und schon gar nicht auf seine Handgelenke. Von daher konnte sie dazu nichts sagen. Damals war sie sich nicht sicher gewesen, was sie davon halten sollte, falls es die Wahrheit war. Natürlich war es ein Zeichen von Stolz. Sie fand es sogar wirklich sehr mutig. Aber andererseits.. Es gab viele schreckliche Ausdrücke und Beschimpfungen. Viele davon hatte die Hexe schon zu hören bekommen. Ein bitteres Lächeln stiehl sich auf ihre Lippen, als sie an ihre Schwester dachte. Sie wischte die Gedanken an Petunia bei Seite. Ja, es gab viele schlimme Worte. Und eines davon war Schlammblut.
Sie bekam sogar eine Gänsehaut, wenn sie nur daran dachte. So ehrenvoll sie es von Ted auch fand, sie selbst wollte dieses Wort niemals aussprechen und schon gar nicht auf ihrer Haut mit herumtragen. Dafür war sie einfach zu verletzbar. Sie war eine starke, stolze Frau doch was dieses Thema anging, war sie zerbrechlicher als es den Anschein hatte.

Als ihre Gedanken endlich zur Ruhe kamen, beschloß sie das es nun eh schon zu spät war zurück zu winken und ließ es bleiben. Sie beobachtete den blonden Jungen und seine Freunde noch ein wenig. Der Hippogreif hatte sich wirklich vor ihm verbeugt, dass hieß wohl, dass er ihn anfassen konnte. Lily war verrückt nach Tieren und auch vom Hippogreif hatte sie schon viel gelesen. Ob eines dieser Geschöpfe sich wohl auch vor ihr verbeugen würde? Xenophilius Lovegood stand ebenfalls schon ganz nah bei ihnen. Sicherlich wusste auch er ganz genau wie er sich gegenüber dieser Tiere verhalten musste.
Das Gelächter und die Stimmen in der Gruppe wurden wieder lauter und Lily wand sich interessiert um. Als sie sah, wer angekommen war, fühlte es sich an als hätte ihr Herz einen kleinen Sprung in die Höhe getan. James und Sirius waren angekommen. Automatisch musste sie an die letzte Nacht denken und wie gut sie sich da unterhalten hatten. Während James die Fragen seiner Mitschüler immer mit den selben Worten beantwortete, sah Sirius Black direkt zu ihr herüber. Er setzte einen seltsam verführerischen Blick auf. Was sollte dass denn? Sie verdrehte die Augen und sah wieder nach vorne. Sie wusste wirklich nicht, was sie von ihm halten sollte. Recht sympathisch war er ihr jedenfalls nicht. Vielleicht passte es ihm nicht, dass sein bester Freund jedesmal leicht die Kontrolle verlor, wenn sie Anwesend war. War er möglicherweise eifersüchtig? Aber da konnte sie ja nichts dafür. Und was war eigentlich gestern Abend mit Remus los gewesen? Warum war er so... dramatisch abgezogen? Sie seufzte erneut. Dass konnte echt noch ein Jahr werden.
Als sie einen Blick auf sich spürte, wand sie sich automatisch zur rechten Seite. Ein paar Meter weiter stand James und lächelte ihr zu. Seine Lippen formten ein "Guten Morgen" und sie spürte die leichte Wärme die sich in ihren Wangen ausbreitete. Sie lächelte zurück und begrüßte ihn ebenfalls mit stillen Worten. Dann sah sie wieder zu Professor Kesselbrand, der nun endlich seine Worte an die Schüler richtete.

(((Eure Posts waren schon wieder so toll, dass ich einfach antworten musste ^^)))
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Remus Lupin
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Emmett Cullen
Anzahl der Beiträge : 284
Anmeldedatum : 31.07.11

BeitragThema: dsfsfdd   Fr Feb 24, 2012 5:42 am

cf: Restliche Räume & Korridor ; Klassenzimmer - Allgemein

Er machte sich keine Sekunden Gedanken darüber wo er hin sollte. Überrascht blieb er für einen kurzen Augenblick stehen als er vor dem Schloss stand. Er atmete die frische, kühle Luft ein. Ein paar Vögel flogen vorbei und zwitscherten fröhlich – sie trotzen der hereinbrechenden Kälte und feierten den Sommer, der für sie so lange andauern sollte wie sie fliegen konnten. Remus seufzte.
Von den nahen Bäumen tropfte die Nässe eines vergangenen Regens und lief ihm übers Gesicht. In der Ferne erkannte Remus die dunklen Schatten des verbotenen Waldes und den Umriss eines gewaltigen Tieres. Ein Hippogreif, anerkennend ließ Remus seinen Blick über das Geschöpf wandern, aber er konnte sich nicht für es begeistern. Er bemitleidete sich selbst zu sehr. Er hatte das nicht verdient. Er hatte nie etwas Böses getan und nun war er so verflucht.
Eine größere Gruppe an Schülern stand sichere Meter von den Hippogreifen entfernt und verbeugten sich vor den Tieren. Niemals würde sich der Hippogreif vor dem Lupin verbeugen, er würde es so oft versuchen können wie er wollte – niemand würde sich vor ihn knien. Den er war wirklich nichts wert ...
Remus sah drei Menschen die ihm so vertraut waren das er sie überall erkennen würde. Die Größte der drei Personen blickte in seine Richtung. Sirius. Ein Tropfen fiel auf Remus Lippen … salzig. Er weinte, es war ihm gar nicht aufgefallen. Remus weinte selten – selten wegen den großen, schweren Fragen des Lebens mit denen sich jeder herum schlagen musste. Er weinte über kleine, unbedeutsame Dinge. Er weinte wenn er sich ein Knie aufschlug und es blutete. Aber das hier … das war keine unbedeutende Kleinigkeit. Das war die Ungerechtigkeit seines Lebens. Er wischte sich mit dem Ärmel seines Umhangs über die Augen und versuchte weitere Tränen zu unterdrücken, doch ein leises Schluchzen drang aus seiner Kehle und erschütterte seinen ganzen Körper …

tbc: Der See
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Sirius Black
Gryffindor
Gryffindor

Anzahl der Beiträge : 378
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 25
Ort : Oberhessen

BeitragThema: Re: Ländereien   Sa Feb 25, 2012 2:15 am

Sirius lehnte immer noch an dem Baum und betrachtete interessiert den Boden vor ihm. Er spürte eine bleiernte Müdigkeit, die langsam über seinen Körper kroch – die bei seinen leicht benebelten Gedanken anfing und bei seinen Füßen aufhörte, die so langsam anfingen einzuschlafen. Sirius seufzte auf. Die Klasse hatte angefangen, sich vor den Hippogreifen zu verbeugen, ein wichtiges Unterfangen. Professor Kesselbrand hatte mehr als überdeutlich erklärt, wie wichtig es war das man diesen Tieren mit Ehre gegenübertrat. Respektlosigkeit ihnen gegenüber waren sie nicht sonderlich aufgeschlossen. Also ziemlich einfach… verbeugen, warten bis sie es auch tun und man darf die Viecher kraulen. Nicht das er sich sonderlich darum riss. Da ließ er lieber seinen Mitschülern den Vortritt, die ganz euphorisch waren mit dem Gedanken diese Tiere anfassen zu können. Irgendwie konnte er mit dieser leichten Hysterie die in der Luft mitschwang nichts anfangen. Er fand es weder aufregend, noch spannend, noch auf irgendeine Weiße mutig, diese Tiere zu berühren. Trotzdem waren alle Schüler fleißig bei der Sache und ein Hippogreif verbeugte sich schon vor einem Schüler. Ted Tonks, er war auch in Gryffindor, intelligent, äußerst kompetent und zum Einschlafen langweilig.

Professor Kesselbrand bemerkte wohl auch seine leichte Abwesenheit und schaute fragend in seine Richtung. Sirius lächelte brav, tat für einen Moment ganz begeistert. Er kannte dieses Spiel. Kannte die Regeln. Seine guten Noten in jedem Fach – auch in den nervigen, langweiligen – lagen nicht an großem Interesse oder puren Enthusiasmus. Ein paar Mal lächeln, im Notfall einmal kurz einschleimen und die Lehrer bemerkten nicht, wie wenig begeistert er eigentlich war. Es war auch nur eine andere Art von Maske, die er sich aufgesetzt hatte. Eine Maske, die wichtig war für sein gemeinschaftliches Ansehen. Und je länger er diese Maske trug, desto vertrauerte wurde sie jedem und mittlerweile konnte er jedem Impuls, jeder Laune nachgehen und trotzdem sah ihn die Welt nur rein und strahlend. Man musste nur wissen, wie.

Natürlich war das falsch, das war ihm vollkommen klar. Er war weder ehrlich, noch stand er zu seinen Gefühlen. Er log so häufig, dass er manchmal selber nicht wusste ob er die Wahrheit sagte oder nicht. Aber er konnte dies nicht aufgeben, denn wenn er das tat, hatte er das merkwürdige Gefühl dass alles was er sich aufrecht erhielt in Stücke zerfallen würde. Natürlich kannten James, Remus und Peter ihn. Aber er war sich nicht sicher, ob er bereit wäre, mit ihnen über Früher zu reden. Er war sich sogar ziemlich sicher es niemals zu tun. Und nicht nur bei ihnen… bei niemandem. Er hatte noch nie jemanden getroffen, der ihn genug dafür berührt hatte. James war sein bester Freund. Der beste Freund den man haben konnte. Aber irgendwie teilten sie beiden auch zum größten Teil nur die positiven Seiten ihres Lebens. Sie sahen sich bis auf ein paar Ausnahmen nur in Hogwarts und ihr Leben hier glich einfach nur einer großen Party. Was waren James Sorgen? – Lily. Mehr fiel Sirius nicht ein. Und das war nur eine geringfügige Sorge, die schon bald aus der Welt geschafft sein würde. Mit Remus reden, einem Jungen Sorgen auflasten, auf dessen Schultern schon das Unheil der ganzen Welt lastete, das kam ihm so egoistisch vor, dass er gar nicht genauer drüber nachdenken wollte. Also tat er was so viel einfacher war – Alles vergessen was vergessen gehört. Alles verdrängen was verdrängt gehört und das gottverdammte Leben genießen und zwar in vollen Zügen. Keiner Lust, keinem Impuls entkommen. Immer das zu tun, was nur er wollte, sich nichts sagen zu lassen, keinen Rat anzunehmen. Denn was gab es schon für Konsequenzen? Er konnte niemanden verlieren, er hatte keine Familie die ihn verleumden könnte, denn er hatte keine Familie. Er hatte keine Freundin, die das Gleiche tun könnte. Er hatte nie Freundinnen. Und er hatte Freunde, die egal was er tat an seiner Seite standen. Und wenn das der Preis war den er bezahlen müsste, um frei zu sein – frei von allen Sorgen – dann würde er diesen Preis zahlen.

Sirius bemerkte ein komisches Gefühl, dass an ihm herab kroch… so als würde ihm jemand beobachten. Er wandte seinen Blick nach vorne und bemerkte eine Gestalt, die auf sie herab schaute, etwa hundert Meter entfernt. Sirius kniff die Augen zusammen und erkannte dass es Remus war. Was machte er nur hier? Eigentlich müsste er doch in Alte Runen sitzen und sich langweiliges Zeug anhören, zusammen mit diesen ganzen Slytherins die auch noch das Fach belegt hatten. Bellatrix, Regulus… Sirius hörte sich fast selber erschrocken einatmen. Ein merkwürdiges, vorhersehendes Gefühl machte sich in ihm breit. Irgendetwas war passiert. Natürlich, wie hatte er Remus auch nur alleine lassen können bei diesem Pack, die nur darauf lauerten im weh zu tun. Sirius erinnerte sich schnell an diese Atemtechnik, die er mal irgendwo gelernt hatte gegen Wut- und Panikattacken. Er schloss für nur einen Moment die Augen, zählte in Gedanken bis drei und versuchte langsam ein- und aus zu atmen aber es brachte nichts. Mit schnellen Schritten lief er auf Remus zu, der so alleine und verlassen dastand.
Als er näher kam, bemerkte er das Remus weinte. Und für einen kurzen Moment hatte er den Drang sich umzudrehen und irgendjemanden zu holen, der sich gut mit solchem Gefühlskram auskannte. Die Vorstellung Remus trösten zu müssen, ängstigte ihn, wusste er doch überhaupt nicht wo er hätte anfangen sollen. Aber schon im nächsten Augenblick riss er Remus in seine Arme. Er atmete tief ein, vergrub sein Gesicht in Remus‘ Halsbeuge und drückte Remus so fest an sich, dass er ihm wahrscheinlich wehtat. Ein bisschen entsetzte von seinem kleinen Gefühlsausbruch ließ er Remus ein bisschen lockerer. Nicht das er auf die Idee kam, ihn los zu lassen. Dafür müsste er erst noch herausfinden, was dieses merkwürdige Gefühl im Bauch war. Irgendetwas war anders, nicht so wie früher. Er war wie berauscht… Remus regte sich in seinen Armen und Sirius ließ ihn dann doch schlussendlich los. Er hatte Remus schon so oft umarmt, aber dieses Mal war es einfach anders gewesen. Eine scheußliche Leere machte sich danach in ihm breit, kurz gefolgt von einem unangenehmen Kratzen im Bauch. Er hatte aber auch wirklich lange nichts mehr gegessen.

Sirius warf einen kurzen Blick hinter sich und bemerkte ein oder zwei Blicke, die auf ihnen lagen. „Komm“ sagte Sirius, nahm kurz Remus‘ Hand und zog ihn mit sich, immer Richtung See, den er im Blick hatte. „Ich wusste dass so etwas kommen würde. Merlin, warum bin ich nicht mitgekommen. Diese törichten Schlangen mache ich fertig… und wenn es das letzte ist was ich tue. Es war doch klar dass so was kommt… Was ist passiert?“ Sie waren am See angekommen. Sirius zog seine Jacke aus, legte sie auf den Boden und drückte Remus an den Schultern nach unten. Sirius sah ihn zum ersten Mal direkt an. Remus sah immer noch sehr mitgenommen aus, Tränenspuren zierten seine Wangen und seine Augen waren ganz rot geschwollen. Dieser Anblickt löste etwas in Sirius aus, was er nicht wirklich in Worte fassen konnte. Kurz strich er Remus über den Arm, er hatte den Zwang ihn wieder in den Arm zunehmen, wieder und immer wieder aber er unterdrückte dieses Gefühl. Innerlich war er zum Aufsprung gefasst… Denn eines wurde Sirius mit umhauender Deutlichkeit bewusst, wer auch immer Schuld an Remus‘ Gefühlszustand war würde dafür büßen. Und zwar richtig.

Tbc: Hogwarts – Außerhalb – Der See
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Caitleen Byrne
Ravenclaw
Ravenclaw

Weitere Charas : -
Anzahl der Beiträge : 79
Anmeldedatum : 09.08.11
Ort :

BeitragThema: Re: Ländereien   Sa Feb 25, 2012 11:44 pm

coming from: Große Halle

Als sie sich über den schmalen Pfad vom Schloss hinunter bewegte, konnte sie schon die Schülergruppe sehen. Ein respektvolles Stück davon entfernt, standen die Hippogreife, die sie heute durchnehmen würden. Doch schon als sie das nächste Mal hinsah, hatte sich der Abstand zwischen den Schülern und den geflügelten Wesen deutlich verringert. Je näher sie der Gruppe kam, desto besser wurde ihre ohnehin schon gute Laune.

„Guten Morgen“, grüßte sie freundlich, als sie dazu trat. Nun gut. Einmal Umschauen reichte. Wie gedacht, waren fast keine Ravenclaws in dem Kurs. Umso mehr freute sich die Hexe, als sie ganz vorne Xenophilius Lovegood entdeckte. Er war auch ein Ravenclaw. Hin und wieder war er zwar ein bisschen verrückt, aber im Großen und Ganzen befand die Hexe ihn für ‚schwer in Ordnung’. Vorsichtig drängelte sie sich durch die Reihen der Gryffindors vor ihr, bis sie neben dem Zauberer stand. „Morgen“, sagte sie zu ihm. „Was sind wir schwach vertreten hier ...“ Dann beobachtete sie fasziniert die Hippogreife. Einige starrten sie mit Furcht in den Augen an, wieder andere mit Abscheu und Verachtung. Caitleen konnte über soviel Unverständnis nur den Kopf schütteln. Die Hippogreife waren stolze und edle Wesen, die eben nicht jeden mochten. Gefährlich waren sie obendrein, aber nur für die, die sich anmaßten, sie beherrschen zu können. Gespannt wartete sie darauf, dass das erste Großmaul zu Boden ging. Echt oder nur vorgespielt, beides war möglich. Professor Kesselbrand hatte ein tolles Thema für den ersten Schultag ausgewählt. So mancher würde ihn nach diesen beiden Stunden schon hassen, für die Demütigung, dass der Hippogreif seinen Kopf nicht nicht vor ihm gebeugt hatte. Caitleen grinste. Es gefiel ihr außerordentlich gut, wenn die ‚Wichtigen’ einmal eins auf die Rübe bekamen. Doch schon im nächsten Gedanken schalt sie sich dafür. Solche Boshaftigkeiten wären einer Slytherin würdig! Doch der Sprechende Hut hatte entschieden und sie entgegen aller Familientraditionen nach Ravenclaw geschickt, was doch bewies, dass sie eindeutig besser war als diese Schlangen!

Professor Kesselbrand blickte sich noch einmal um, um festzustellen, ob alle da waren. Dann begann er mit dem Unterricht.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.youtube.com/user/PrincessCaitleen?feature=mhee
avatar
Storyteller


Weitere Charas : -
Anzahl der Beiträge : 36
Anmeldedatum : 30.12.11

BeitragThema: Re: Ländereien   So Feb 26, 2012 5:22 am

Professor Kesselbrand [eigentliche Charaktere: Jane und Xenophilius Lovegood]

In Gedanken und Hippogreifen vertieft wandte sich der Professor erneut seinen Schülern zu. Trotz dessen, dass sein Kurs einer der am wenigsten belegten Kurse von ganz Hogwarts war, freute sich der Lehrer alle Jahre wieder auf seine Schüler. Jeder einzelne von ihnen hatte etwas besonderes, etwas magisches an sich. Einige, ja einige interessierten sich wirklich bedingungslos für magische Geschöpfe. Andere hingegen wählten den Kurs nur, weil ihnen der andere Kurs noch weniger zusprach oder weil jemand in dem Kurs war … jemand besonderes, oder – wie die Schüler es nannten – ein ,Schwarm’. So oder so machte es ihm einfach Spaß, den wirklich klugen Zauberern etwas beizubringen. Und da dieses Jahr seine Lieblingsschüler in seinem Kurs sind, hat sich der Professor auch etwas besonderes ausgedacht.

Neben all den Gesprächen, die die Schüler noch immer führten, hörte der Kesselbrand etwas wie „Dürfen wir fliegen?“ heraus. Er räusperte sich kurz, packte seine Hände in seinen edlen Umhang und trat einen schritt vor. „So meine Lieben! Freut mich wirklich sehr, dass ihr euch dieses Jahr für diesen Kurs eingetragen habt!“, fing der Professor an und lächelte Xenophilius Lovegood an, dem wohl besten Schüler dieses Kurses die Hogwarts je hatte. „Also … wie ihr kleveren Nasen euch das sicher schon denken könnt, werden wir heute fliegen!“, fuhr er fort. Die Gruppe an Schülern fing in den Augen an zu strahlen. „Hippogreife sind wirklich eigene Tiere. Sie haben einen eigenen Kopf und jeder, der sich ihnen gegenüber nicht gut verhält, bekommt… ach, das werdet ihr dann schon merken. Jedenfalls muss ich an dieser Stelle Albus Dumbledore, dem wahrscheinlich bestem Schulleiter der ganzen Zaubererwelt danken, dass er mir das möglich macht!“, sprach der Lehrer weite und stieß ein breites Lachen aus. „Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, genau. Wir fliegen in Paaren und niemals alleine! Ich teile euch gleich ein, meine Lieben. Oh, und – bevor ihr fliegt, verbeugt euch. Das haben einige schon getan, nicht wahr? Gut, also ...“, fuhr der Lehrer erneut fort und stellte sich wieder zurück zu den Tieren.

„Lily mit James. Xenophilius mit Theodore. Frank mit Caitlyn. Sirius und Remus? Egal, also. Los, Miss Evans und Mister Potter. Sie fangen an. Nicht so schüchtern!“

Professor Kesselbrand stieß beide an den Schultern an und führte sie zu dem Hippogreif. „Sein Name ist Lovely! Schick, nicht?“, lächelte der Professor die beiden an und wartete, dass sie sich verbeugten.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Ländereien   So Feb 26, 2012 11:28 pm

Kurz bevor Professor Kesselbrand anfing zu erzählen, hörte Lily nochmal auf als eine weitere Schülerin sich der Gruppe anschließ.
Caitleen Byrne die Vertrauensschülerin von Ravenclaw hatte ebenfalls den Kurs gewählt. Sie begrüßte alle freundlich und auch die Evans wünschte ihr lächelnd einen schönen guten Morgen. Dann endlich räusperte sich der Lehrer vor ihnen und trat einen Schritt auf die beschauliche Gruppe zu. Er begann den Unterricht mit den selben Worten wie jedes Jahr. Es freute ihn natürlich, dass es immer wieder einige Schüler gab die sich wirklich für dieses Fach begeisterten. Manche natürlich mehr als andere, aber das war ja überall der Fall. Lily für ihren Teil konnte jedenfalls von sich sagen, dass dieser Kurs einer ihrer liebsten war. Sie liebte Tiere und magische Geschöpfe sehr von daher war es gar keine Frage gewesen ob sie dieses Jahr wieder den Kurs belegte. Und allein die Tatsache das nun ein echter Hippogreif vor ihr stand, war die Sache wert gewesen. Sie lauschte interessiert den Worten des Professors der sich anscheinend selber sehr über das was kommen würde freute.
Bevor er jedoch weiter sprach musste er verkünden, was für einen tollen Schulleiter sie hatten. Gekichere ging durch die Reihen, andere Schüler verdrehten nur etwas genervt die Augen. Lily schmunzelte. War ja klar, dass das kommen musste.
Schließlich stellte er sich zurück zu den Tieren und wande sich mit einen breiten Grinsen an die Schüler.

"Wir fliegen in Paaren und niemals alleine! Ich teile euch gleich ein, meine Lieben. Oh, und – bevor ihr fliegt, verbeugt euch. Das haben einige schon getan, nicht wahr? Gut, also Lily mit James. Xenophilius mit Theodore. Frank mit Caitlyn. Sirius und Remus? Egal, also. Los, Miss Evans und Mister Potter. Sie fangen an. Nicht so schüchtern!"
Oookay, dass war zu viel Info auf einmal. *Zu* viele Gefühle wuselten gleichzeitig in Lily herum. Zum einen - Freude! Sie druften wirklich fliegen! Dass war... unglaublich! Wow! Einfach genial. Etwas Schöneres konnte man doch am ersten Schultag gar nicht erleben! Zum Zweiten - sie wurde mit James eingeteilt. Etwas unsicher sah sie zu ihm herüber. Natürlich lag ein hochbegeisteter Ausdruck in seinem Gesicht. Er grinste bis über beide Ohren. Erneut stieg ihr die Röte ins Gesicht und sie blickte wieder geradeaus, als er sich schon neben sie stellte. Doch dann fiel ich noch was ein. Hatte er nicht gerade *Remus* gesagt? Den hatte sie gar nicht gesehen. Sie war gerade dabei sich umzudrehen, als sie schon von Professor Kesselbrand zu den Hippogreifs geschoben wurde.

Sie stand nun nur noch knapp zwei Meter vor dem Tier und presste die Lippen aufeinander. Hoffentlich ging hier alles gut. Langsam verneigten sich James und Lily vor dem Geschöpf und warteten auf dessen Reaktion. Der Hippogreif wirkte etwas unruhig. Wahrscheinlich war er es nicht gewohnt vor so viel Puplikum zu stehen? Respekt hatte sie auf jedem Fall vor dem Tier. Nur eine falsche Bewegung und es würde übel ausgehen. Sie sah kurz auf, um zu sehen, was geschah, als der Hippogreif seinen Kopf leicht nach vorne reckte und einen quitschenden Ton von sich gab. Lily schreckte kurz auf und fasste automatisch an James Hand. "Entschuldige" flüsterte sie mit hochrotem Kopf und nahm ihre Hand weg. Danach hielt sie die Luft an und wartete angespannt ab, bis sich der Hippogreif endlich entschied sich vor den beiden Schülern zu verbeugen. "Phuuuu..." Lily fiel wirklich ein Stein vom Herzen. Dennoch ging sie nur langsam auf das Tier zu um es zu streicheln, während James schon voran getreten war. Behutsam legte sie ihre Hände an den Kopf des Hippogreifs und begann ihn zu kraulen. Dass schien ihm zu gefallen und die Hexe lächelte glücklich. "Was für schöne Geschöpfe sie sind. Findest du nicht Bambi?"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 4:06 am

Es dauerte nicht lange bis Professor Kesselbrand sich, als schließlich auch die letzte Person da war, vor die Klasse stellte und zu sprechen begann. Und während der junge Potter dem Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe zu hörte, bemerkte er gar nicht wie sich sein bester Freund von der Klasse entfernte.
„So meine Lieben! Freut mich wirklich sehr, dass ihr euch dieses Jahr für diesen Kurs eingetragen habt!“, hallte die Stimme des Professors über die weitläufigen Ländereien und die großen, immer noch grimmig wirkenden Geschöpfe neben ihm scharrten mit ihren Füßen auf dem Boden herum. Sie waren sichtlich nicht sehr begeistert vorgeführt zu werden, wie irgendwelche Zirkustiere, die man dressiert hatte, so dass sie genau das machten, was die Leute von ihnen wollten. Wenn Tag und Tag irgendwelche Menschen um einen herum waren, die Grimassen zogen und andere Dinge taten.
Es muss ein schreckliches Leben sein.

„Lily mit James. Xenophilius mit Theodore. Frank mit Caitlyn. Sirius und Remus? Egal, also."
Erschrocken schaute Prongs auf. Er hatte gar nicht bemerkt, dass er immer mehr in seinen Gedanken versunken war, so dass er gar nicht mitbekommen hatte, was Professor Kesselbrand der Klasse mitgeteilt hatte. Aber es dämmerte ihm langsam als sich jeder um ihn herum in Paaren zusammenfand. Ein breites Grinsen machte sich auf dem hübschen Gesicht breit und die Gedanken an die eingesperrten Tiere waren längst schon verflogen. Mit raschen Schritten ging James auf Lily zu, deren Gesicht ein starkes Rot angenommen hatte, was ihn nur noch mehr vor sich hingrinsen ließ.
Besser gehts doch gar nicht, dachte sich Potter im Stillen und war sich sicher, das auch er einen leichten Rot-Ton angenommen haben musste.
„Los, Miss Evans und Mister Potter. Sie fangen an. Nicht so schüchtern!“
Und mit diesen Worten wurden die Beiden zu einem Hippogreif geschubst, der Lovely hieß.
Hoffen wir, dass er sich genauso benimmt, wie sein Name es vermuten lässt.

Sie standen ganz knapp vor dem misstrauisch dreinblickenden Geschöpf, als sich Lily und James fast zeitgleich vor ihm verneigten. So standen sie eine gefühlte Ewigkeit da und der Hippogreif machte immer noch keine Anstalten irgendwie zu reagieren. Langsam wurde der junge Potter nervös und ein leichtes Prickeln machte sich in seinem Nacken breit. Er starrte auf die großen Krallen, direkt vor seinem Gesicht. Sie waren messerscharf und vermutlich war es kein Problem einem Menschen damit schnell Mal den Kopf abzureißen. Bedacht darauf, keine zu hastigen Bewegungen zu machen, wandte er den Blick von den Krallen ab und wagte es einen Blick nach oben zu werfen, als der Hippogreif den Kopf nach vorne reckte und ein quietschendes Geräusch von sich gab. Aus den Augenwinkeln sah er Lily kurz zusammenzucken und blitzartig ergriff sie seine Hand.
Bei dieser Berührung wurde ihm ganz schwindlig, in Gedanken machte er Luftsprünge und die Schmetterlinge in seinem Bauch flatterten wild umher und auch nachdem die junge Evans seine Hand schon lange losgelassen hat und sich dafür Entschuldigt hatte (Wieso hatte sie sich dafür entschuldigt?) spürte er immer noch die Wärme, da wo sie ihn vor gerade Mal ein paar Sekunden berührt hatte.
Abermals regte sich der Hippogreif vor ihnen und James hoffte schon darauf, dass Lily wieder erschrak und seine Hand nahm, doch da verbeugte sich der Hippogreif vor ihnen und er vernahm ein erleichtertes Aufatmen von ihr.
Sie richteten sich wieder auf und mit langsamen, bedachten Schritten gingen sie auf das Tier zu. Behutsam berührte das rothaarige Mädchen das Geschöpf und kraulte es. Der Hippogreif machte jetzt schon ein viel zufriedeneres Gesicht, als vorher und auch James streichelte über die grau-silbernen Federn.
"Was für schöne Geschöpfe sie sind. Findest du nicht Bambi?" , fragte die junge Evans, doch Krone bekam bloß ein leises "Jep" heraus, da er immer noch ganz überwältigt war, von den Gefühlen, die über ihn hereingestürzt sind wie ein gigantischer Wasserfall, als sie seine Hand genommen hatte.
Du musst jetzt cool bleiben, James, redete er sich selbst ein und es dauerte nicht lange, bis er sich wieder gefangen hatte.
"Also dann, wollen wir Mal", meinte er mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht und ging noch einen Schritt auf Lovely zu. Professor Kesselbrand gab ihm Anweisungen, wie er am besten auf den Hippogreif hinauf kam und Binnen weniger Sekunden saß er auf dem breiten Rücken des Tiers. Als Lily neben das Tier trat hielt er ihr eine Hand hin, um ihr aufzuhelfen und ganz elektrisiert von dem Gefühl, als sich ihre Hände erneut berührten zog er sie mit hoch.
"Halt dich gut fest", flüsterte er so leise, dass nur sie es hören konnte und nachdem Professor Kesselbrand ihnen die Erlaubnis gab, loszufliegen, vergrub er seine Finger in dem dichten Gefieder und stemmte seine Beine in die Seiten des Tieres. Durch einen kleinen Klapser, den der Professor den Tier auf den Hintern gab, breitete dieses seine Flügel aus und erhob sich mit einem starken Ruck in die Lüfte. Doch es war nicht das berauschende Gefühl auf einen Hippogreif zu fliegen, dass James geradezu beflügelte, nein, es waren die Arme, die sich fest um seine Hüften geschlungen hatten.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 4:34 am

- Jep - war das einzige was James als Antwort von sich gab. Etwas fragend sah sie ihn mit ihren leuchtend grünen Augen an. Er hatte sich wirklich etwas verändert. Sie hätte fast damit gerechnet, dass nach ihrem Kommentar etwas kam wie - Das einzig Schöne was ich hier sehe bist du - Oder irgendso ein komischer Anmach-Spruch. Sie war da schon einiges von ihm gewöhnt. Doch jetzt sagte er nichts weiter außer ein kleines, einfaches Wort was ihr einfach zur Kennung gab, dass er genauso empfand? ... Sie lächelte still in sich hinein und streichelte Lovely am Kopf. Dieser verengte die Augen und drückte sich etwas mehr gegen die Hände der Hexe. Es schien ihm also zu gefallen. Wieder huschten ihre Augen zu James, als sie aus dem Blickwinkel sah, dass er sich bewegte. "Also dann, wollen wir Mal" Waren seine Worte und er schien voller Vorfreude und Tatendrang zu sein.
Ein wenig mulmig war ihr ja schon. Was, wenn Lovely gar nicht so lovely war und irgedwann keine Lust mehr hatte sie auf sich zu tragen? Nunja, dass glaubte sie eigentlich weniger. Wahrscheinlicher war, dass sie von selber herunterfiel oder der Hippogreif nicht absichtlich eine plötliche Drehung machte und sie sich nicht mehr halten konnte. Sie schluckte und schüttelte den Kopf. Nur nicht genau drüber nachdenken. Es würde schon alles gut gehen. Außerdem war sie nicht alleine und wenn es schon jemals Unfälle dabei gegeben hätte, dann wäre es jetzt sicherlich verboten. Eigentlich wusste sie doch, dass diese Geschöpfe sehr Menschenfreundlich waren, wenn sie sich einmal verbeugt hatten.
Während sie noch diesen Gedanken nachhing, hatte sich James Infos vom Professor geholt wie er am besten auf Lovely aufsteigen sollte. Als sich Lily wieder gefangen hatte, saß er bereits auf dem Rücken des Tieres. Und sofort huschten ihr wieder andere Gedanken durch den Kopf. Sollte sie während des Flugs hinter oder vor ihm sitzen? Von sich aus hätte sie ja jetzt gesagt hinten... So konnte sie sich wenigstens an James festhalten... Andererseits.. Bei dem Gefühl, dass *er* hinter ihr saß und sie von hinten umarmte wurde ihr ganz warm ums Herz und ein Kribbeln machte sich in ihr breit. Nervös strich sie sich ein paar Haare aus dem Gesicht, als James ihr eine Hand hinstreckte. Sie zögerte nicht mal eine Sekunde, ehe sie ihre Hand in seine legte und er sie sachte nach oben zog.

James hatte also entschieden, dass er sie hinter sich haben wollte. Auch gut, so sah sie wenigstens nicht gleich was auf sie zukam, wenn Lovely irgendwelche seltsamen Aktionen plante... Obwohl.. war dass jetzt gut oder schlecht? "Halt dich gut fest." Flüsterte er ihr zu und auf ihrem Körper breitete sich eine Gänsehaut aus. "J... ja.." Jetzt war sie diejenige die nicht mehr zu sagen wusste. Plötzlich bekam der Hippogreif vom Professor einen Klaps und Lovely begann zu Laufen. "Waah! Nicht so schnell!!" Lily konnte gar nicht mehr anders als ihre Arme schnell um James Körper zu schlingen. Der Hippogreif rannte und breitete seine Flügel aus. "Oh Merlin.... bitte lass alles gut gehen!" hoffte sie in Gedanken und drückte ihren Kopf an James Rücken, während sie die Augen schloß.
Sie sah also nicht, wie das große Tier abschrang und in einer fließenden Bewegung Richtung Himmel steuerte. Erst, als es nicht mehr so holprich war und Lovely eine gute Flugposition eingenommen hatte, öffnete sie sie wieder. Ihre grünen Augen weiteten sich, als sie in den Himmel um sich herum starrte. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. "Dass... ist einfach unglaublich.." Sie wagte es nur ganz kurz und sah nach unten. Nachdem sie allerdings feststellte wie weit oben sie sich befanden, sah sie schnell wieder weg. Dass war dann doch etwas zu viel. Sie lockerte ihre versteifte Haltung etwas und erst jetzt fiel ihr auf wie kräftig sie James umarmt hatte. "Oh... tut mir Leid Bambi." sagte sie entschuldigend achtete darauf ihn nicht mehr zu sehr zu drücken. Nicht, dass er noch erstickte und sie wirklich von Lovely fielen. Doch jetzt wo sie hier oben waren, schien der Gedanke einfach nur absurd. Als würden sie hier fallen... Als würde James sie fallen lassen. Sie lächelte wieder und lehnte sich an ihn. Jetzt erst bemerkte sie, wie gut er roch. Tat er das schon immer? Es war schon verrückt, dass ihr jetzt erst Stück für Stück auffiel, wie atraktiv James Potter war.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 5:23 am

Höher und höher stieg der Hippogreif in die Lüfte und der junge Potter bemerkte, wie sich Lily hinter ihm mit ihren Kopf gegen seinen Rücken lehnte. Am liebsten hätte er die Zeit angehalten, so dass er diesen Moment für immer hätte genießen können. Er wollte ihn greifen und festhalten, ihn nie wieder vergessen. Die Gefühle, die über ihn hereinbrachen waren überwältigend. Er spürte, wie die Freude und das Glück bis in jede Faser seines Körpers drangen, jede Zelle von ihm einnahmen und ihn zum glücklichsten Mensch der Welt zu machen und damit meinte er nicht nur die Zaubererwelt. James Potter war sich sicher, dass kein Muggel, keine Hexe und kein Zauberer auf diesem Planeten einen so vollkommen perfekten Moment genießen durfte, wie er gerade.
"Oh... tut mir Leid Bambi." , hörte er eine leise Stimme hinter sich. Er schwelgte so im Glück, das er gar nicht mitbekommen hatte, das die junge Evans sich verkrampft an ihm festgehalten hatte und er fast keine Luft mehr bekommen hatte.
"Braucht dir nicht Leid tun", erwiderte er und drehte seinen Kopf leicht, so dass er einen raschen Blick auf Lily werfen konnte. Die flammend roten Haare wehten wild um ihr Gesicht herum, die grünen Augen glänzten und ihre Wangen waren leicht gerötet. Ein Lächeln zierte ihr hübsches Gesicht und ein wenig entspannter lehnte sie sich wieder an ihn heran.
Der junge Potter konnte nicht anders breit zu Grinsen.
Mein Vater würde jetzt wahrscheinlich sagen: "Wenn deine Ohren nicht im Weg wären, würdest du wahrscheinlich im Kreis grinsen"
- Er erwiderte natürlich immer, dass das gar nicht möglich war und verdrehte die Augen, doch gerade jetzt in diesem Moment war er sich da nicht mehr allzu sicher.

Lovely schien irgendwie zu bemerken, dass Krone mit seinen Gedanken ganz wo anders war und so entschied sie sich, einfach Mal ruckartig die Richtung zu ändern und flog immer tiefer, in Richtung See. Am Ufer glaubte James zwei Gestalten zu sehen, doch er war zu weit weg und durch die Hohe Geschwindigkeit, mit der der Hippogreif auf das dunkle Wasser zusteuerte, erkannte er nur verschwommene Schatten. Die genauso gut einfach bloß ein Trugbild gewesen sein können.
Die Sonne spiegelte sich im See und die Wasseroberfläche kam immer näher. Mittlerweile hatte James das ungute Gefühl, dass sie direkt ins Wasser fliegen würden und dann vom Kraken gefangen und als kleiner Snack enden würden. Lachend schüttelte er den Kopf.
Ein Hippogreif wäre wahrscheinlich erstens viel zu klug, um so etwas zu machen und zweitens würde er sich niemals als Futter für einen Kraken ausliefern.
Doch trotzdem wurde Krone ein wenig mulmig als das glitzernde Wasser nur noch wenige Meter unter ihnen war und Lovely immer noch tiefer flog.
Und schon nach wenigen Augenblicken spürte er etwas Kühles an seinen Beinen. Der Hippogreif flog direkt über dem Wasser und eine Kralle streifte über die Wasseroberfläche des Sees. Die Wassertropfen schlugen gegen seine Beine und machten den Saum seines Umhangs nass, während Lovely mit einer großen Geschwindigkeit über den See hinweg rauschte. Ein Freundenschrei drang aus der Kehle des jungen Potters. Eher unbeabsichtigt, als geplant, es kam einfach so aus ihm heraus. Das Gefühl, dass man hatte, wenn man auf einem Hippogreif flog war einfach unbeschreiblich und überwältigend. Und schon wieder wünschte er sich, dass dieser Moment nie enden würde.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 6:02 am

Als sie die Worte des jungen Potters hörte, schmunzelte sie noch mehr. War ja klar, dass ihn das nicht störte. Ganz im Gegenteil wahrscheinlich. So nahe waren die beiden sich noch nie. Und ehrlich gesagt hätte sie auch nie damit gerechnet ihm mal so nahe zu sein. Er wand seinen Kopf ein wenig zu ihr und sie konnte das Glitzern in seinen Augen sehen. Ein überglückliches Lächeln umspielte seine Lippen, so dass er kleine Grübchen in seinen Wangen bekam. Automatisch musste sie ebenfalls Grinsen. So lange, bis der nächste Windzug kam und ihre Haare wieder wild durcheinander fegte. Hätte sie das gewusst, hätte sie ihre Haare heute Morgen zusammengesteckt.
So vieles war in den letzten beiden Tagen geschehen mit dem sie nie gerechnet hätte.
Sie hatte sich mit Severus gestritten, noch bevor sie in der Schule waren. Remus war ihr Vertrauensschüler-Partner, Alice und Frank waren ein paar. Und zu guter letzt fing sie an sich ernsthaft für James Potter zu interessieren. Manchmal fragte sie sich wirklich, ob man sie vielleicht verhext hatte. Aber möglicherweise hatte ihre Mutter einfach doch Recht gehabt und dieses Jahr brachte wirklich Veränderungen mit sich. Vielleicht nicht nur Gute, aber das lag ja immernoch an einem selbst.
Auf einmal flog Lovely mit einem Ruck nach unten, was dazu führte das Lilys Körper fester an James gedrückt wurde, bis der Flugwind sie wieder zurück ziehen wollte. Die Rothaarige Hexe umklammerte James und drückte ihre Stirn abermals zwischen seine Schulterblätter. "Aaah... was macht er denn?" Doch durch den Flugwind konnte der Braunhaarige wahrscheinlich keines ihrer Worte verstehen. Lily wusste nicht mal, ob er überhaupt die Augen offen hatte oder sie zudrückte - so wie sie es tat.

Langsam wurde sie ein wenig unruhig, weil James überhaupt nichts sagte und sie wagte es ihre Augen kurz einen Spalt zu öffnen. So wie es aussah, flogen sie auf den See zu... Mitten auf die Oberfläche. Sie schluckte und sah sich um. Standen da zwei Schüler am Wasser? Doch sie konnte es nicht wirklich erkennen. Zu schnell flog der Hippogreif an den Wäldern vorbei und ließ keine klare Sicht zu. Alle Farben schienen sich zu vermischen, als würde jemand mit einem Pinsel über die Landschaft malen. Wie schnell er wohl flog? Doch das war wohl die kleinste Sorge. Mit Schrecken stellte sie fest, dass Lovely immer weiter auf die Wasseroberfläche zusteuerte. Sie waren nur noch einige Meter entfernt, als Lily wieder ihre Augen schloß. Jetzt würde es gleich Platschen und sie würden sich im See wiederfinden - wenn sie dazu noch Gelegenheit hatten ehe sie von den mürrischen Seebewohnern attackiert wurden.
Doch nichts der gleichen geschah. Sie wartete einige Sekunden ab, ehe sie einen Freuden-Schrei des Jungen vor sich wahrnahm. Ganz vorsichtig öffnete sie wieder ihre Augen um zu sehen was ihn so begeisterte. Und sofort war alle Angst in ihr wieder verschwunden, als sie sah wie wundervoll die Sonne im Wasser glitzerte und wie anmutig der Hippogreif direkt über den See flog und die Krallen seiner Vorderbeine ins Wasser stieß. Es spritzte und auch Lilys Beine bekamen jede Menge Wasser ab. Sie wusste erst nicht ob ihr zum heulen oder zum lachen war. Hätte sie *dass* gewusst, hätte sie ihre Schuhe ausgezogen. Doch sie entschied sich trotzdem zu Lachen. Viel zu schön war dieses Erlebnis, als sich um so was Gedanken zu machen.
Sie löste ihre beiden Hände aus der Verschrenkung und tastete sich etwas nach oben zu seinen Schultern. "Na, Lust auf ne Runde schwimmen Bambi?" flüsterte sie ihm ins Ohr. Als sie sah wie er erschauderte und sich seine Nackenhaare aufstellten, lief ihr ebenfalls ein warmer Schauer über den Rücken.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 6:44 am

Die Wassertropfen benetzten nun auch seine Arme und durch den kalten Wind, bekam der junge Potter eine leichte Gänsehaut. Aber die kühle Luft konnte seine Stimmung kein bisschen trüben. Er flog auf einem Hippogreif über die weiten Ländereien von Hogwarts und hinter ihm saß Lily, die ihn fest umschlungen hielt - da hätte er auch Minusgrade in Kauf genommen.
Lovely machte keine Anstalten wieder an Höhe zu gewinnen, geschweige denn an Geschwindigkeit zu verlieren, doch das störte James nicht und Lily anscheinend auch nicht, denn diese ließ ein kleines Lachen von sich hören und als Krone sich wieder ein wenig umdrehte, sah er in ihr strahlendes Gesicht.
Als sie ihren Griff um seine Hüften lockerte, machte sich für einen kurzen Moment Panik in ihm breit. Er hatte Angst das sie runter fallen würde, doch schon im nächsten Moment spürte er ihre Hände, ebenfalls ganz kühl vom Wind, auf seinen Schultern und er bekam eine Gänsehaut, als er ihren warmen Atem, ganz nah an seinem Ohr spürte.
"Na, Lust auf ne Runde schwimmen Bambi?" , flüsterte sie und ihre Stimme klang irgendwie...verführerisch? Oder bildete er sich das bloß ein? Vermutlich, denn es war schon oft der Fall gewesen, dass sein Hirn ihm einen Streich spielte und so war es wahrscheinlich auch dieses Mal...oder aber auch nicht. Er war dabei die Chancen abzuwiegen, ob dieser Unterton beabsichtigt oder einfach nur Wunschdenken gewesen war, als ihm auffiel, was ihre Worte überhaupt bedeutet haben. Ein Lachen machte sich auf seinem Gesicht breit und er ließ ein leises Glucksen von sich hören.
"Wenn ich, dass vor einem Jahr zu dir gesagt hätte", fing er an und drehte sich ein wenig um, so dass er der Evans ins Gesicht blicken konnte. "hättest du wahrscheinlich bloß die Augen verdreht und wärst weggegangen und jetzt fällt dir ein, dass du doch gerne im See mit mir schwimmen willst, mit dem Kraken und was-weiß-ich für anderen Kreaturen?!" Das Grinsen auf seinem Gesicht wurde immer breiter. "Aber wenn du einen anderen Ort findest, wo es keine See-irgendwas-Viecher gibt, hätte ich natürlich nichts dagegen... " , der Rest des Satzes ging in einem Lachen unter und er wandte sich wieder nach vorne.

James war erstaunt über das Verhalten der jungen Evans. Denn wie er schon sagte, vor einem Jahr hatte sie noch einen genervten Abgang hingelegt, falls er es auch nur gewagt hatte, irgendwelche Anspielungen anzudeuten und jetzt...
Es war ein unbeschreibliches Gefühl, sie so nah bei sich zu haben. Sie mit allen Sinnen war zu nehmen: Ihren Duft, Ihre Wärme, das Gefühl, wenn sie sich an einen lehnte. Schon beim bloßen Gedanken daran, spürte er wie sich die Wärme in seinem gesamten Körper ausbreitete.

Geht es ihr vielleicht genauso? Erkennt sie vielleicht erst jetzt, wie blind sie doch eigentlich war und wie voreingenommen? Wird sich jetzt vielleicht alles ändern?

Tausend Fragen schwirrten im Kopf des schwarzhaarigen Jungen herum und ihm wurde ganz schwindlig vom vielen Nachdenken, also beschloss er, sich wieder auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, dass Nachdenken würde ihm bloß diesen Moment zerstören, von dem er doch eigentlich so viel mitkriegen wollte wie möglich. Also schloss er für einen kurzen Moment die Augen und atmete tief durch. Die kalte Luft durchströmte seine Lungen und wie durch Zauberhand schienen seine Gedanken wie weggeblasen.
Wieder drehte er sich um und blickte Lily in die leuchtend grünen Augen, in denen er sich schon so oft verloren hatte. Immer noch wartete er auf eine Antwort, doch sie machte keine Anstalten irgendetwas zu sagen und schon hatte er das Gefühl, mit seinen Worten irgendetwas falsches gesagt zu haben.
"Wieso bist du denn auf einmal so still?" , fragte er vorsichtig nach.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 7:07 am

Sill wartete die Evans die Antwort des Potters ab. Hatte sie ihn etwa so sprachlos gemacht? Dass kannte sie ja von ihm gar nicht. Doch dann begann sich sein Rücken etwas zu heben. Lachte er etwa? Fragend blickte sie ihn an, als er sich wieder zu ihr wandte.
"Wenn ich, dass vor einem Jahr zu dir gesagt hätte, hättest du wahrscheinlich bloß die Augen verdreht und wärst weggegangen und jetzt fällt dir ein, dass du doch gerne im See mit mir schwimmen willst, mit dem Kraken und was-weiß-ich für anderen Kreaturen?!" Sie errötete wahnsinnig und wandte ihr Gesicht ab. Verdammt. Es war wohl doch ein Fehler gewesen, dass zu machen. Viel zu offensichtlich. Und überhaupt, was war das für ein Blödsinn gewesen? Als ob man in diesem verfluchten See schwimmen gehen konnte. Was hatte sie sich dabei nur gedacht? Hätte sie doch lieber den Mund gehalten und gar nichts gesagt.
James fügte noch an, dass er gerne mit ihr schwimmen gehen würde, wenn sie einen anderen Ort finden würde. Zwar munterte sie dieser Satz wieder etwas auf, aber sie war immernoch verärgert über sich selbst. Was für ein dummer Satz..
Er hatte ja vollkommen Recht. Was war nur auf einmal mit ihr los? Natürlich hätte sie vor einem Jahr nur die Augen verdreht, wenn er sie das gefragt hätte. Wahrscheinlich noch schlimmer. Wahrscheinlich hätte sie ihm irgendwas fieses gegen den Kopf geschmissen und ihn wieder eiskalt abblitzen lassen. Und dann wäre sie wieder mit wehendem Haar von Dannen gezogen und hätte ihn links liegen gelassen... Kein Wunder, dass Sirius - James bester Freund - sie nicht besonders leiden konnte.
Eigentlich ein Wunder, dass James noch so viel Interesse an ihr hatte... Ein anderer hätte sicher schon längst aufgegen und keine Lust mehr auf solch ein Theater gehabt. Doch er war anders... Wenn sie bedachte wie lange er schon um sie kämpfte. Nie hatte er aufgegeben..
Aber es war nur verständlich, dass er nun so auf sie reagierte. Wie konnte er sich sicher sein, dass Lily keine Scherze machte. Für ihn war ihr Verhalten sicher genauso eigenartig wie für sie selbst. Aber was sollte sie nun schon dazu sagen? Sie wusste ja selber nicht was die Richtige Antwort auf ihre Gefühle war. Gab es überhaupt eine? Man konnte sowas eben nicht erklären. Manchmal verliebte man sich eben einfach, auch wenn man vorher... Moment mal. Verlieben? Ouh, jetzt gehst du etwas zu weit Lily! Du wirst dich doch nicht in Potter - verliebt - haben... oder? Die Hexe schluckte und lehnte sich schweigend an den Rücken ihres Begleiters. Sie wusste es nicht. Sie wusste nur eines - sie genoss diesen Moment und sie fühlte sich wohl und geborgen bei ihm. Und sie hatte... Herzklopfen und...

"Wieso bist du denn auf einmal so still?" Die besorge Stimme von James holte sie in die Realität zurück. Ihr war gar nicht bewusst, dass er immernoch auf eine Antwort von ihr wartete. Und sie wusste immernoch nicht, was sie sagen sollte. Wie wärs mit der Wahrheit? Sie seufzte und strich sich genervt eine Haarsträhne aus dem Gesicht die der Wind immer wieder in ihre Augen wehte. James hatte sich wieder ein Stück zu ihr umgedreht, damit er sie ansehen konnte. Seine Augen ruhten auf ihr und auf einmal kam er ihr noch näher vor als zuvor. Sie biss kurz auf ihre Unterlippe ehe sie ein Lächeln zu Stande brachte.
"Ehrlich gesagt.. ich weis selbst nicht so genau was los ist. Ich schätze dieses Jahr ist alles anders. Menschen verändern sich. Ich finde, du hast dich auch ein wenig verändert." Sie machte eine kurze Pause um seine Reaktion abzuwarten, doch er wartete offensichtlich, dass sie etwas sagte. "Für mich.. hast du dich zum positiven verändert.. Oder vielleicht hab ich auch einfach nur meine Meinung geändert. Ich mag dich Bambi." Und mit diesen Worten beugte sie sich ein Stück vor und küsste seine Wange. Sie war sich vollkommen bewusst, was sie da tat und dennoch war es ihr danach viel zu peinlich ihm ins Gesicht zu schauen. Sie versteckte ihr Gesicht wieder an seinem Rücken und grinste mit glühenden Wangen still in sich hinein.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 7:49 am

Sie ließ ein leises Seufzen von sich hören und James machte sich auf die schlimmste Antwort bereit, die er sich überhaupt ausmalen konnte. Die Evan streichte sich eine rote Strähne aus dem Gesicht und biss sich auf die Lippen...
Oh oh, ich kann mich auf was gefasst machen.
Doch da erschien ein Lächeln auf ihrem Gesicht und der junge Potter hatte das Gefühl, dass eine riesige Last von ihm fiel, die gedroht hatte, ihn runter zuziehen, tiefer und tiefer, bis es nicht mehr weiterging, aber dieses Gefühl verschwand zum Glück genauso schnell, wie es gekommen war und Krone war sich sicher, dass die Antwort nicht so schlimm sein konnte, wenn Lily zu Lächeln anfing. Und er sollte Recht behalten.
"Ehrlich gesagt.. ich weis selbst nicht so genau was los ist. Ich schätze dieses Jahr ist alles anders. Menschen verändern sich. Ich finde, du hast dich auch ein wenig verändert." Nach einer kurzen Pause, setzte sie erneut an. "Für mich.. hast du dich zum positiven verändert.. Oder vielleicht hab ich auch einfach nur meine Meinung geändert. Ich mag dich Bambi."
Und bevor er ihre Worte überhaupt realisieren konnte, hatte sie sich schon vorgebeugt und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Die Stelle, wo ihre Lippen seine Haut berührt hatte schien zu glühen und dem jungen Potter fiel die Kinnlade leicht auf. Für einen kleinen Moment, hatte James alles um sich herum vergessen, auch die Tatsache, dass er auf einem Hippogreif saß und so ließ er die Federn für einen kurzen, unvorsichtigen Moment los. Er geriet mächtig ins Schwanken und mit ihm auch Lily, doch bevor sie herunterfallen konnten, packte er wieder das graue Gefieder und hielt sich stärker, als zu vor daran fest.
"Tut mir Leid", murmelte er leise. Er war immer noch sprachlos und erst jetzt fing er nach und nach an alles zu verarbeiten.
Sie mag mich und sie hat mir einen Kuss gegeben - Sie mag mich!
So lange hatte er jetzt schon alles dafür getan, um ihre Aufmerksamkeit zu kriegen - er hatte Witze gerissen, hat versucht sie mit Anmachsprüchen rumzukriegen, hat Snape versucht auszustechen und jetzt...
Jetzt mag sie mich.
Er wiederholte diese Worte immer wieder in Gedanken, doch ihre Bedeutung wollte ihm noch nicht wirklich klar werden. Als er sich zu der Evans umdrehte, bemerkte er dass sie ihr Gesicht hinter seinem Rücken versteckt hatte und das einzige was er von ihrem Kopf sehen konnte, waren die roten Haare die wild herumflatterten.
Er ließ den Hippogreif mit einer Hand los, aber vorsichtig darauf bedacht, nicht wieder so ins Schwanken zu kommen, denn noch ein Mal wollte er das Risiko nicht eingehen ins Wasser zu fallen und dann zu einer leckeren Speise für den Kraken zu werden. Langsam nahm er Lilys Kinn in seine Hand und hob ihren Kopf ein wenig an, so dass sie auf Augenhöhe waren.
Ihr Gesicht war ganz rot angelaufen und die grünen Augen strahlten ihn an. James hatte noch nie ein hübscheres Gesicht gesehen und er war sich sicher, dass es kein Schöneres gab. Ihre Haare fielen ihr durch den Wind ins Gesicht und sanft strich Potter sie zurück. Er war kurz davor die drei Worte zu sagen, doch dann überlegte er noch Mal.
Sie hat gesagt 'ich mag dich' man kann genauso gut bloß mit einander befreundet sein und jemanden mögen - Doch dann hätte sie dich nicht auf die Wange geküsst oder? - Vielleicht macht man das so unter Freunden - Du verleugnest die Wahrheit - Vielleicht ist das die Wahrheit - Vielleicht ist das auch alles bloß ein Traum...
Es waren wie als wäre er in zwei Personen geteilt, die miteinander diskutierten und gemeinsam auf keinen Nenner kamen, es war zum Verzweifeln.
Doch irgendwas musste er jetzt sagen, denn sonst würde er bloß vor sich hinstottern und sich dann beschämt umdrehen und damit wäre dieser Moment zerstört und das war das Letzte was der junge Potter wollte.
"Ich mag dich auch..", er machte eine kurze Pause. "Sehr sogar."
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 8:23 am

Lily lauschte dem Flugwind der sie umgab, während sie ganz genau auf die Bewegungen James achtete. Und sie lauschte... lautsche auf Worte die im Moment nicht kamen. Doch sie war sich sicher, dass sie kommen würden. Sie merkte wie die Röte in ihrem Gesicht etwas wich. Es gab ja eigentlich auch keinen Grund sich zu schämen. Immerhin wusste sie ja wie James emfpand.. Oder zumindest hatte es immer den Anschein. Aber irgendwie war sie sich erst jetzt wirklich bewusst geworden, dass er es ernst meinte. Es war nicht nur ein Spiel für ihn. Da war sie sich sicher. Sie vertraute ihm. Sie glaubte daran, dass er sie nicht einfach sitzen lassen würde, nachdem er sie endlich erobert hatte. Vielleicht hatte sie mit ihren Abweisungen seinen Kampfinstinkt geweckt ja. Aber.. so lange würde niemand kämpfen der es nicht wirklich ernst meinen würde.
Sie bemerkte, wie sich James etwas aufrichtete und sah überracht auf, als sie beide plötzlich ganz schön ins schwanken gerrieten. Doch bevor Lily überhaupt registriert hatte was wirklich geschehen war, machte James auch schon wieder einen Ruck nach vorne und stabilisierte die Position der beide wieder. Er murmelte leise Worte der Entschuldigung. Hatte er gerade wirklich den Hippogreif los gelassen? Obwohl sie eigentlich Angst haben müsste grinste sie. Natürlich wären sie ins Wasser gestürzt. Und natürlich hätten sie dann zusehen müssen dort schnell wieder heraus zu kommen. Doch all das zählte im Moment nicht. Sondern eher die Reaktion an sich. War er über ihre Tat so ergriffen, dass er ganz vergessen hatte sich fest zu halten.. Es schien als hätte er - genau wie sie - für eine Zeit vergessen, dass sie auf einem Hippogreif flogen.
Grinsend betrachtete sie ihre eigene Spiegelung auf dem Wasser. Der See war noch so weitläufig. Wie lange Lovely wohl noch Lust hatte darüber zu fliegen?
Dann fühlte sie die Berührung kalter Finger die ihr Kinn umschloßen und ihren Kopf sanft nach oben drückten. Er sah sie eindringlich an und auch auf seine Wangen hatte sich eine zarte Röte gelegt. Seine Haare waren durch den Wind ganz zerstruppelt. Er sah wirklich... verdammt süß aus. Sie merkte wie ihr Herzschlag schneller ging. Sie war sich natürlich bewusst, dass er sich nur noch mit einer Hand an Lovely festhielt, doch das spielte im Moment einfach gar keine Rolle mehr. Genau in dieser Sekunde hatte sie beschloßen einfach ihr Leben zu leben und nicht - wie in letzter Zeit - ständig über alles stundenlang nach zu denken. Sie wollte sich einfach nur fallen lassen und hier in dieser Sekunde schien alles so perfekt zu sein. Sie flogen weiter auf dem Wasser in Richtung Sonnenlicht und Lily musste kurz blinzeln.
"Ich mag dich auch... Sehr sogar." Die Worte des Jungen hallten in ihren Ohren wieder und wieder. Die beiden sahen sich einfach nur an. Auf Lilys Lippen zauberte sich ein Lächeln. Die Sonne verursachte auf ihrer Haut eine wohlige Gänsehaut. Dennoch begann sie langsam wirklich etwas zu frösteln. Ihre Lippen bebten kurz, als sie vor Kälte erschauderte. Und trotzdem - in ihrem Inneren war ihr sehr warm. Sie blickte James tief in die Augen. Lass es einfach geschehen Lily. Andere können es, also kannst du es auch. Du bist kein Kleinkind mehr. Du magst ihn. Er mag dich. Wo ist dein Problem?
Und schließlich ließ sie wirklich los und ließ die unruhige Stimme in sich einfach zurück. Die eine Hand hielt sie noch fest um ihn umschloßen, während sie mit der anderen kurz durch sein Haar fuhr. "Ich weis." flüsterte sie, ehe sie ihre Lippen auf die seinen legte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 9:10 am

Es war als würden nur sie Beide existieren, sie schauten sich einfach nur an und sagten kein Wort. Diese Stille war nicht wie ein peinliches Schweigen, sie war angenehm und keiner von Beiden hatte das Gefühl diesen Moment mit Worten zerstören zu müssen. James beobachtete wie sich das schönste Lächeln, dass er je gesehen hatte, auf ihr Gesicht zauberte.
Nichts könnte diesen Moment noch vollkommener machen, glaubte er zumindest, als sich das rothaarige Mädchen ein bisschen vorbeugte und während sie ihm die Worte "Ich weis" zu flüsterte fuhr sie ihm mit der einen Hand durch die zerstrubbelten, schwarzen Haare und mit der anderen hielt sie ihn immer noch fest umschlossen, nur um kurz darauf ihre Lippen auf die Seinen zu legen. Es war...perfekt. Schon so lange hatte er darauf gehofft, dass es Mal so kommen würde, schon so oft hatte er sich ausgemalt wie dieser Moment sein würde, doch keine seiner kühnsten Fantasien konnte die Realität toppen. Es war als würden tausend kleiner Blitze durch seinen Körper schießen und die Schmetterlinge in seinem Bauch schienen Achterbahn zu fahren. Noch nie hatten seine Gefühle ihn mit solcher intensiven Wucht getroffen, wie jetzt in diesem Moment. Er hatte das Gefühl erneut fast von dem Hippogreif zu fallen, doch eine seiner Hände krallte sich immer noch in dem Gefieder von Lovely fest. Krone hätte sie noch ewig weiter küssen können, doch genau jetzt fiel ihm auf, dass er ganz vergessen hatte zu Atmen, also drückte er seine Lippen noch ein Mal fester auf die von Lily, als er sich schließlich sanft löste und nach Luft rang. Sie saßen sich genau gegenüber und schauten sich in die Augen, beide das Gesicht leicht gerötet und immer noch schwer atmend. James wollte irgendetwas sagen, doch er wusste nicht, wie er anfangen sollte, geschweige denn was er überhaupt sagen wollte und so war das Einzige was er zu Stande brachte ein Lächeln, was seine Gefühle nicht Mal ansatzweise beschreiben konnte.

Erschrocken ließ James von Lily ab und hielt sich auch mit seiner zweiten Hand fest, als Lovely auf ein Mal steil in eine Kurve ging und zurück auf die Ländereien zuflog. Der junge Potter hatte gar nicht gemerkt, dass Professor Kesselbrand das Tier zurück gepfiffen hatte und dann kam die traurige Gewissheit, dass damit dieser Moment damit nun zu Ende war. Ein wenig enttäuscht lockerte er seinen Griff wieder ein bisschen und versuchte sich jede einzelne Sekunde die er gerade erlebt hatte, genau einzuprägen. Als das Tier auch schon zum Landeanflug startete und schon nach wenigen Augenblicken wieder auf dem Boden stand. James stieg als Erster der Beiden von Lovely ab und half danach Lily, wie er ihr zuvor auch schon rauf geholfen hatte, runter. Professor Kesselbrand stand einige Meter weit von ihnen entfernt und wartete darauf, dass auch die anderen Paare mit ihrem jeweiligen Hippogreif wieder landeten. Währenddessen standen Lily und James Seite an Seite und keiner von Beiden brachte ein Wort heraus. Zu gerne hätter der junge Potter jetzt gewusst, was die Evans wohl gerade dachte. Vielleicht dachte sie darüber nach, wie es mit ihnen weitergehen würde? Etwas worüber Krone sich schon einige Gedanken gemacht hatte. Er meinte es Ernst mit ihr, dass stand fest, denn sonst hätte er nicht jahrelang um sie gekämpft. Doch das musste ja noch lange nicht heißen, dass Lily das genauso sah...


Zuletzt von James Potter am Sa Mai 05, 2012 6:51 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Lily Evans the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Seth & Seto
Anzahl der Beiträge : 612
Anmeldedatum : 28.07.11

BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Feb 27, 2012 10:58 pm

Lily hatte die Augen sanft geschloßen als sie James küsste und wagte es nicht sie zu öffnen. Das musste sie auch nicht. Der Moment war so wie er war perfekt. Seine Lippen waren ein klein wenig rau und dennoch weich. Sie fühlten sich schön an. Wieder nahm sie seinen ganz eigenen Duft wahr und lächelte in den Kuss hinen. Alle Gedanken an vorher schienen wie weggewischt. Es gab keine anderen Personen mehr in ihrem Kopf. Es gab nur noch ihn. Sie fühlte noch immer seine Hand an ihrer Wange - dort, wo er ihr sanft die Haare aus dem Gesich gestrichen hatte. Sie verlor sich ganz in seiner Nähe und Berührung, als James etwas direkter wurde und seine Lippen noch fester auf die ihren legte. Jetzt erst bemerkte sie, dass sie ganz vergessen hatte zu Atmen. James ging es offensichtlich genauso. Schließlich ließ er von ihr ab und holte rasch Luft. Lily tat es ihm gleich und öffnete ihre Augen.
Sie sah in das knallrote Gesicht des Jungen gegenüber und musste wieder schmunzeln. Seine Brille war etwas verrutscht und seine schwarzen Haare kamen ihr verstrubbelter denn je vor. Sie wollte gar nicht wissen wie *sie* aussah. Wahrscheinlich ebenso rot um die Wangen wie er - wenn nicht sogar noch mehr.
James war so beliebt bei vielen Mädchen. Es war sicherlich nicht sein erster Kuss gewesen.. Doch darüber wollte sie nun wirklich nicht nachdenken. Es zählten jetzt keine anderen. Er war hier mit ihr und keiner anderen. Und außerdem, war sicher kein Kuss so spektakulär wie dieser hier. Auf einem Hippogreif über dem See fliegend... Wow, dass hatte wirklich was. Was verdammt Film-mäßiges.

Auf einmal spürte sie einen festen Ruck und hielt sich wieder mit beiden Händen an James fest. Lovely hatte auf einmal eine Kurve eingelegt und flog nun in Windeleile zurück zum Startpunkt. Hatte der Professor ihn gerufen? Dass hatte sie gar nicht mit bekommen. Sie drückte ihren Kopf wieder an seinen Rücken und war immernoch drüber ihren Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ihr Herz pochte auch immernoch wie verrückt. Hätte ihr das jemand gesagt, dass sie selbst einmal James Potter küssen würde... vor einigen Monaten hätte sie diesen Jemand noch für verrückt erklärt.
Irgendwie kam ihr der Rückflug fiel schneller vor, als die Reise übers Wasser. Es war wirklich schade. Sie hätte noch ewig mit James fliegen können. Es war einfach alles zu perfekt gewesen. Doch vielleicht.. war es auch gut so. Sie hätte nicht gewusst, was sie nach dem Kuss hätte sagen sollen und ehrlich gesagt, wusste sie das jetzt auch noch nicht. Doch nun war es auch zu spät irgendwas sagen zu wollen.
Lovely setzte zur Landung an und kam einige Meter vor Professor Kesselbrand zum Stehen. Der Lehrer klatschte und lobte alle drei. James sprang zuerst von dem großen Tier ab und reckte ihr dann seine Arme entgegen. Lily lächelte zaghaft und ließ sich von ihm herunterheben. Der Hippogreif bekam zur Belohnung ein Frettchen zum verspeißen. Ein bißchen Mittleid hatte sie ja schon mit dem armen kleinen Frettchen, aber irgendwas musste Lovely ja Futtern. Er war nun mal ein Fleischfresser.
Sie streichelte ihn noch ein letztes Mal, bis sie sich ruhig neben James stellte um auf die anderen zu waren. Hoch in der Luft konnte man schon einen Hippogreif fliegen sehen, der auch auf dem Weg Richtung Heimat war.
Einige Sekunden herrschte Stille. Irgendwie war sie ja überrascht, dass er nichts sagte. War er wirklich genauso überweltigt von dem Geschehenen wie sie? ... Einerseits ja verständlich.. Wenn er sie so lange wollte und nun.. einen Schritt weiter wahr als jemals zu vor. Wahrscheinlich konnte er sein Glück kaum fassen.
Doch was wollte Lily? Wie sollte es jetzt weiter gehen. Sie war sich auf jeden Fall sicher - Sie hatte es gewollt und es hatte sich gut angefühlt. Wahnsinnig ungewohnt und befremdlich, aber gut und... richtig. Sie sah den jungen Mann neben sich vorsichtig an. So unsicher wie er jetzt wirkte, hatte sie ihn noch nie gesehen und plötzlich wurde noch mehr bewusst, dass es wohl viele Seiten an ihm gab, die sie noch gar nicht kannte oder bisher nicht sehen wollte. Sie lächelte warm und berührte vorsichtig seine Hand.
Bei dieser Berührung erschauderte sie erneut. Es war also nicht vorbei, nur weil sie ihn geküsst hatte. Ein gutes Zeichen.
"Diesen Ausflug werden wir wohl nie wieder vergessen nicht wahr?"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen

Gesponserte Inhalte



BeitragThema: Re: Ländereien   

Nach oben Nach unten
 

Ländereien

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 2Gehe zu Seite : 1, 2  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Korridor 89 :: Ingame :: Hogwarts :: Außerhalb-

Impressum