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Twilight & Harry Potter Crossover
 


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 Ländereien

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James Potter the first
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BeitragThema: Re: Ländereien   Di Feb 28, 2012 4:19 am

Während der Hippogreif noch ein Frettchen als Belohnung bekam und man das leise Knacken von brechenden Knochen hören konnte, entfernte sich James ein bisschen von dem Geschöpf und auch von Lily, die Lovely noch ein letztes Mal streichelte. Gespannt schaute er den anderen Paaren zu, wie sie auf den Tieren über die Ländereien hinweg flogen und einige davon nur noch als kleiner Punkt am Horizont auszumachen waren. Da hörte er Schritte näher kommen und schon nach wenigen Augenblicken stand Lily neben ihm.
Er musterte sie aus den Augenwinkeln, ihr Blick war auf den Himmel gerichtet, sich nach den Anderen, die noch in den Lüften waren, umsehend. Die flammend roten Haare waren immer noch leicht durcheinander und ihre Wangen zierten einen zarten Rosa-Ton. Schweigend standen sie nebeneinander und die Gedanken im Kopf des Potters überschlugen sich nahezu. Er wollte etwas sagen, doch wusste er nicht was und auch nicht wie. Nur zu gerne hätte er jetzt die Fähigkeit Gedanken zu lesen, damit er hätte wissen können, was im Kopf von Lily vor sich ging. Ob es ihr auch so erging wie ihm und ihr Herz anfing schneller zu schlagen, wenn sie nur an den Kuss dachte. Krone hatte so seine Zweifel...

Vielleicht hatte sie es so geschehen lassen, weil es sich in diesem Moment richtig angefühlt hatte, aber jetzt im nachhinein hat sie bemerkt, dass es nicht das Richtige war und ihr das lieber ganz schnell vergessen solltet. Was war, wenn sie wirklich so darüber dachte? Nun, eigentlich hättest du es dir doch denken können, dass sie es nicht wirklich ernst meinen konnte, oder? Wieso sollte sie ihre Meinung über dich so schnell ändern, wenn sie dich vorher doch immer abblitzen lassen hatte. Doch trotzdem gehen dir ihre Worte nicht aus dem Kopf...Vielleicht mag sie dich wirklich und du kannst es einfach nicht wirklich glauben, obwohl es das ist, was du schon immer....

Etwas riss ihn aus den Gedanken. Es war Lily die seine Hand genommen hatte und sofort bemerkte James wieder dieses Kribbeln, das seinen ganzen Körper durchfuhr. Es war ein schönes Gefühl und als er seinen Blick auf sie richtete bemerkte er ihr warmes Lächeln und er konnte nicht anders, als in dieses mit einzustimmen.
"Diesen Ausflug werden wir wohl nie wieder vergessen nicht wahr?" , wandte sie das Wort an ihn.
Er lachte leise in sich hinein. "Nein, das werden wir sicherlich nicht." Krone schaute über die weiten Ländereien hinweg, rüber zum Verbotenen Wald und der angrenzenden Hütte von Hagrid, dem Wildhüter von Hogwarts.
So standen sie noch einige Minuten schweigend da, Hand in Hand. Es war wie ein wahr gewordener Traum für James und er konnte es immer noch nicht fassen.
Jetzt kannst du dir sicher sein, dass sie dich nicht einfach bloß aus einem einfachen Impuls heraus geküsst hatte.
Zufrieden grinste der junge Potter in sich hinein und betrachtete das hübsche Mädchen neben sich, gespannt darauf, was sie als nächstes machen würde.

(Das war jetzt wirklich erst ein Mal der letzte Post, bis die Anderen wieder gepostet haben, aber ich konnte einfach nicht widerstehen
und musste noch ein letztes Mal posten. Verzeiht mir :3 )
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Frank Longbottom
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BeitragThema: Re: Ländereien   Sa März 03, 2012 11:38 am

Er starrte auf das große, stolze Geschöpf vor ihm.
Langsam wurde ihm bewusst, dass es nun soweit war. Er würde tatsächlich auf einem Hippogreif fliegen. Er mochte diese Tiere, wenn sie auf dem Boden waren, aber in der Luft? Das konnte ziemlich gefährlich werden.
„Lily mit James. Xenophilius mit Theodore. Frank mit Caitlyn. Sirius und Remus? Egal, also."
Frank beobachtete wie seine Freunde James und Lily langsam auf das Tier zugingen, sich verbeugten und es streichelten. Dann kletterte James auf und half Lily auf das Tier aufzusteigen. Schon lief ihr Hippogreif los und erhob sich in die Lüfte. Sprachlos und beeindruckt schaute Frank ihnen hinter bis sie nur noch ein kleiner Punkt am Horizont waren.
Es war schon erstaunlich wie gut die beiden mit einander klar kamen. Normalerweise konnten die beiden keine 5min nebeneinander stehen. Aber dieses Jahr schien wohl alles möglich zu sein. Lily, die James nicht anschrie und Alice, die endlich mit ihm zusammen war. Was sie wohl gerade machte?
In diesem Moment stellte sich eine Ravenclaw, Caitlyn, neben ihn und schaute ihn erwartungsvoll an. Keine Spur einer Angst war in ihrem Blick zu erkennen, wo Frank die ganze Zeit schon nervös war. Manchmal fragte er sich wirklich warum er in Gryffindor war. Denn oftmals fehlte ihm der Mut oder er hatte Bedenken, ob er es wirklich probieren sollte.
Doch dieses Mädchen neben ihm, die so selbstverständlich auf dieses Tier zuging und sich verbeugte, zwang ihn praktisch zu reagieren und seine kleine Angst abzuschütteln.
Das konnte sich der Gryffindor nicht gefallen lassen! Deshalb stolperte er hinter Caitlyn her und blieb neben ihr stehen. Er verbeugte sich etwas selbstbewusster und einen Augenblick später machte das stolze Tier ebenfalls eine Kopfbewegung, dass es sie akzeptierte.
Er atmete einmal tief ein, während er vorsichtig das Gefieder streichelte. Er lächelte einmal zu Caitlyn, die das Tier ebenfalls streichelte.
Dann kletterte er vorsichtig auf den Rücken des Tieres und suchte eine geeignete Stelle, wo er sich festhalten konnte. Als er seinen Halt gefunden hatte, streckte er seine Hand zu Caitlyn aus, die diese selbstverständlich ergriff und zog sie hoch. Sie schob sich hinter ihn und klammerte sich an ihm fest, um nicht runter zu rutschen. Sie wusste natürlich, wie man sich in luftigen Höhen zu verhalten hatte, immerhin war sie Kapitän der Ravenclaws.
„Bist du bereit?“, rief ich ihr zu.
Doch auf eine Antwort musste ich nicht warten, denn schon lief das Tier los, spannte seine unglaublich langen Flügel auf und erhob sich in die Höhe. Es war ein berauschendes Gefühl, einfach unglaublich.
Der junge Gryffindor konnte nicht anders als zu staunen, als sie leicht durch die Luft flogen, über das Quidditchfeld und hinauf zum Schloss. Auf dem Besen zu fliegen war schon berauschend, doch das übertraf alles.
„Wahnsinn“, schrie der Junge erfreut, und plötzlich hörte er die Ravenclaw hinter sich kichern.
Auch Frank lachte mit und gemeinsam genossen dieses Gefühl der Freiheit.
Plötzlich kam ihm der Gedanke, dass Alice jetzt im Unterricht saß und wahrscheinlich immer noch so traurig und bedrück war, wie gestern Abend.
Sofort ließ seine Euphorie nach und er hatte den Plan gefasst heute unbedingt Alice aufzuheitern. Er überlegte nur wie…
Erst als er ein bisschen verrutschte, merkte er, dass der Hippogreif die Richtung gewechselt hatte. Etwas panisch fragte er seine Flugpartnerin.
„Wieso ändern wir die Richtung?“
Sie sagte was, doch durch den Lauten Wind verstand er so gut wie kein Wort.
Sie verdrehte einmal die Augen, als er mit den Schultern zuckte, streckte sie die Hand aus und zeigte wieder auf die Länderein, wo Frank bereits erkannte, dass der Hippogreif von James und Lily gelandet war.
Alles klar, der kleine Flug war also schon beendet. Ein bisschen wütend war Frank schon auf sich selbst. Zuerst hatte er Angst auf dieses Tier zu steigen und nun war er traurig, dass es schon vorbei war und er, so in Gedanken versunken, kaum was mitbekommen hatte.
Er ließ einen letzten Blick über die Landschaft schweifen, bevor sich der Hippogreif zum Landeanflug bereit machte. Frank griff intuitiv fester in das Gefieder und auch das Mädchen hinter ihm verstärkte ihren Griff.
Dann, ganz langsam und behutsam, setzte das Geschöpf die Flügel an und sie schwebten leicht wie eine Feder auf den Boden zu. Endlich konnte Frank auch die Menschen unten genauer sehen und wie der Professor mit seinen Händen dem Tier ein Zeichen zum landen gab.

Unten auf dem Boden, und damit meinte Frank, richtig auf dem Boden stehen, denn es war schon was anders auf einem riesen Tier zu sitzen als auf einem Besen, atmete er erstmal erleichtert aus. Obwohl es doch Spaß gemacht hatte, wäre er viel leiber mit Alice geflogen und hätte dieses Moment mit ihr genossen.
„Das war wirklich unglaublich, nicht war?“, fragte er Caitlyn, während er ihr von dem Rücken des Federtiers runter half.
Sie nickte begeistert und gesellte sich zu den anderen die noch auf die letzten Flieger warteten.
Er fragte sich wo Sirius war, hatte er etwa geschwänzt?
Er schüttelte den Kopf, stellte sich dann zu den anderen aus der Gruppe. Er fragte sich, wie viel Zeit sie in der Luft waren und ob die Stunde nicht bald zu Ende war.
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Lily Evans the first
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BeitragThema: Re: Ländereien   Di März 13, 2012 12:12 am

Postpart 1/2

Über seine Worte konnte sie nicht anders als noch mehr zu lächeln. Sie hatte ihn noch nie so gesehen.. So mit diesen leicht geröteten Wangen und so.. sprachlos. War sie die Einzige bei der er nicht mehr so viele Worte fand? Oder war es einfach, weil es im Moment nicht mehr zu sagen gab?
Sie folge seinem Blick über die Ländereien zum verbotenem Wald. Es war so eine schöne Gegend hier. Es war wirklich schade, dass es nur Zauberern und Hexen gestatten war diesen Ausblick zu genießen. Normale Menschen würden nie sehen wie schön es hier war.
Die restlichen Schüler kamen mit ihren Hippogreifen zurück und der Professor lobte alle für ihren guten Umgang mit den Tieren. Es war wirklich eine tolle Truppe gewesen. Die Stunde war ein voller Erfolg. Lily strahlte und bedankte sich beim Lehrer für diese unglaublich tolle Chance einmal im Leben auf einem Hippogreif zu fliegen. Sie verabschiedete sich ein letztes Mal von Lovely und machte sich dann mit den anderen Schülern auf den Weg zu gehen.
Sofort trat sie wieder an die Seite von James und diesmal war er derjenige der ihre Hand nahm. Sie wurde wieder rot und versuchte nicht auf die anderen zu achten. Vielleicht bemerkte es ja auch gar keiner. Nicht, dass es ihr peinlich war aber sie mochte einfach nicht, wenn andere sich über sie unterhielten. Aber letztenendlich würde das sowieso auf sie zukommen. Es würde sich wie im Fluge rumsprechen, dass es James Potter nun endlich geschafft hatte Lily Evans Herz zu erobern. Und sie wusste selbst nicht einmal genau warum.
Doch jetzt erst bemerkte sie, dass Sirius wirklich verschwunden war. "Wo ist eigentlich Sirius hin?" fragte sie James, der sich ebenfalls suchend umsah.
"Vielleicht, solltest du ihn suchen. Ich muss jetzt auch erst mal zu Alice. Sie hatte wohl gestern Abend ein Problem und kam nicht mehr dazu mit mir darüber zu reden." Ohje, hoffentlich plapperte sie nicht zu viel. Doch er sah nicht so aus, als würden ihn ihre Worte stören. Im Gegenteil. Wahrscheinlich war er einfach nur froh, dass sie überhaupt so mit ihm sprach.
"Wir sehen uns später, ja?" Sie sah sich kurz um und als niemand hinsah, drückte sie ihm einen flüchtigen Kuss auf den Mund. Am liebsten hätte sie den Kuss noch etwas hinausgezögert, als sie wieder seinen guten Duft wahrnahm. Doch das ging jetzt nicht. Auf keinen Fall wollte sie eine von denen sein, die ewig in der Öffentlichkeit rumknutschten. Dass war was privates. Sie lächelte ihn an und rannte dann schnell in Richtung des Schloßes. Sicherlich wartete Alice schon auf sie.
Während sie rannte fiel ihr noch etwas ein und sie stockte kurz um nicht hin zu fallen. Es gab eigentlich noch jemanden, mit dem sie dringend sprechen musste. Und zwar Severus. Erstens hatten sie seit ihrem Streit immernoch nicht gesprochen und zweitens... Wenn er von jemand anderem erfuhr, dass sie nun mit James zusammen war dann... Waren sie eigentlich zusammen? Ach, natürlich waren sie dass. Zumindest von ihrer Seite. Sie würde jetzt keinen Rückzieher mehr machen. Sie hatte sich entschieden und Punkt. Doch Angst vor Seversus' Reaktion hatte sie schon. Was würde schlimmstenfalls passieren? Dass er nie wieder ein Wort mit ihr sprach? Dass er sie beschimpfte? Aber nein.. Dass würde er doch nicht tun. Nicht nach der langen Freundschaft die die beiden hatten.
Nein, sie musste ihm vertrauen. Und er musste ihr vertrauen. Nur weil sie James nun näher war als sie jemals gedacht hätte, hieß dass nicht, dass sie nun ihre Freunde vernachlässigte. Ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil. Vielleicht sahen ja James und die anderen so ein, dass Severus gar nich so übel war wie sie immer dachten und andersherum genauso. Sie grinste ermutigt und setzte ihren Weg fort.
Sie war opimistisch. Jetzt musste sie erst einmal mit Alice sprechen und dann auf schnellsten Wege Severus aufsuchen. Hoffentlich war es bis dahin nicht zu spät.

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Caitleen Byrne
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BeitragThema: Re: Ländereien   Di März 13, 2012 10:03 am

Caitleen atmete beinahe hörbar erleichtert auf, als sie mit einem der Gryffindors, Frank Longbottom, zusammen gesteckt wurde. Zum Glück kein Arroganzler! Sie ging auf Frank zu und stellte sich neben ihn. „Na, dann mal los“, grinste sie voller Vorfreude und ging auf das Tier vor ihnen zu. Nur kurze Zeit später bemerkte sie, wie es ihr Teampartner ihr gleich tat. Die beiden Schüler verbeugten sich vor dem stolzen Hippogreif und einige bange Sekunden verstrichen, ehe das Tier den Kopf mit dem gefährlichen Schnabel senkte. Erleichtert begannen sie, über die Federn zu streichen. Die Hexe war gespannt, wie sich der Hippogreif anfühlen würde und wurde nicht enttäuscht. Obgleich die Federn sich weich anfühlten, war doch nicht zu übersehen, dass er einen messerscharfen Schnabel besaß und den ganz sicher auch einsetzen würde, sollte es notwendig sein. Erst als direkt vor ihrem Gesicht eine Hand erschien, begriff die Hexe, dass Frank bereits auf den Hippogreif geklettert war und ihr nun hilfereichend eine Hand hinunterstreckte. Erfreut griff sie danach und saß auch schon hinter dem Zauberer. Da sie sich hinten kaum an irgendwelchen Federn festhalten konnte und auch keinen Haltegriff fand, musste wohl oder übel Frank dran glauben. Vorsichtig hielt sie sich an ihm, achtete aber darauf, dass kein falscher Eindruck entstand. Schließlich hatte sie gehört, dass Alice Brown, eine überaus begabte Gryffindor-Hexe nicht nur ein, sondern sicher zwei Augen auf Frank geworfen hatte. Und Caitleen wollte sich ganz bestimmt keiner verliebten Hexe in den Weg stellen müssen, nur weil diese etwas annahm, was gar nicht existierte.

„Bist du bereit?“, fragte Frank und Caitleen wollte ihm schon antworten, doch als sie den Mund aufmachte, setzte sich der Hippogreif auch schon in Bewegung. Während sie sich auf der Erde befanden, war es eher etwas holprig, seine ungleichen Füße schienen hier etwas hinderlich zu sein. Doch kaum hatte der Hippogreif seine riesigen Flügel ausgespannt und sich in die Luft erhoben, konnte sie die Faszination, die von diesen Tieren ausging, mehr als nur sehr gut nachvollziehen. „Wahnsinn!“, brüllte Frank vor ihr und Caitleen ließ sich zu einem überdrehten Lachen hinreißen. War das ein Gefühl! Unbeschreiblich! Selbst ein spektakulärer Ritt auf einem Besen konnte da nicht mithalten. Einfach ... dieses mächtige Tier zu spüren und zu wissen, dass es einen (hoffentlich!) sicher trug ... Frank hatte Recht: es war Wahnsinn!

Nach einiger Zeit drehte das Zauberwesen bei und Caitleen hörte, wie Frank irgendetwas sagte, konnte jedoch kein Wort verstehen. Das teilte sie ihm auch mit, doch als keine Antwort kam, nahm sie an, dass es ihm auch so ging. Sie befürchtete, dass der Flug gleich wieder vorbei sein würde, also nutzte sie den Augenblick, um es noch einmal zu genießen. Ein Lied kam ihr in den Sinn, es hieß „Fly away on a hippogriff“, nun konnte sie es verstehen. Von seidenweichen Federn und einem Schnabel aus Stahl war darin die Rede, aber auch von einem Flug wie in einem Rausch. Ja, es war tatsächlich wie in einem Rausch.

Wieder wurde es holprig: der Hippogreif landete. „Schade“, bedauerte die Hexe und auch Frank schien ähnlich zu denken. „Das war wirklich unglaublich, nicht wahr?“, wurde sie von dem Zauberer gefragt, als er ihr galant von dem Hippogreifen herunter half. Caitleen nickte zuerst nur und fügte erst nach einer Weile hinzu: „Ich glaube, das zählt zu den coolsten Dingen, die ich je erlebt habe.“

Als dann auch die letzten Schüler gelandet waren, stellte sich Professor Kesselbrand wieder vor sie und sah sie alle aufmerksam an. „Nun, ich hoffe, der Auftakt dieses Jahr hat allen soweit gefallen. Dann können wir für den Rest des Jahres mit Theorie weiter machen.“ Der Lehrer lachte kurz. „In der nächsten Stunde habe ich erneut eine Überraschung für euch. Ihr braucht auf jeden Fall eure Handschuhe.“ Nun kicherte er und erntete dafür nicht nur von Caitleen verwirrte Blicke.
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James Potter the first
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BeitragThema: Re: Ländereien   Fr März 23, 2012 10:23 pm

Die kleinen Punkte am Horizont kamen näher - die Umrisse der Körper wurden allmählich schärfer und nach wenigen Sekunden hatten alle Schüler wieder festen Boden unter den Füßen.
Frank Longbottom, der sich mit James und den anderen Rumtreibern den Schlafsaal teilte, sowie eine Ravenclaw, von der James glaubte, dass sie Caitleen hieß, gesellten sich zu Lily und ihm, während Professor Kesselbrand alle für ihren guten Umgang mit den Tieren lobte und verkündete, dass die Stunde nun vorbei wäre.
Mit der Hand, die Lily eben losgelassen hatte, um Lovely noch ein letztes Mal über das glänzende Gefieder zu streichen, fuhr sich der Potter durch die sowieso schon zerstrubbelten Haare - eine Angewohnheit, von der er glaubte sie schon immer zu besitzen, doch als er anfing genauer darüber nachzudenken, musste er feststellen, dass er es machte, seitdem er in Hogwarts war und das erste Mal der Evans begegnet ist.
Sobald sie wieder an seiner Seite war, ergriff er ihre Hand und bekam aus dem Augenwinkel mit, wie ihre Wangen sich leicht röteten, doch bevor sie merkte, dass er sie beobachtete schaute er in die andere Richtung und fing unwillkürlich an zu grinsen.
"Wo ist eigentlich Sirius hin?" , fragte sie nach einer Weile. Suchend blickten sie sich um, aber nirgendwo sah James seinen besten Freund, die einzigen Menschen, die noch auf den Ländereien waren, saßen am See und von der Entfernung aus, waren sie nichts weiter, als ein paar kleine, schwarze Punkte. "Vielleicht, solltest du ihn suchen. Ich muss jetzt auch erst mal zu Alice. Sie hatte wohl gestern Abend ein Problem und kam nicht mehr dazu mit mir darüber zu reden." Wahrscheinlich brannte es ihr unter den Fingernägeln, sofort zu ihrer besten Freundin zu gehen und ihr alles zu erzählen, was auf dem Rücken des Hippogreifs geschehen war, doch Krone war es nur Recht, er wollte, dass die ganze Welt erfuhr, dass er es nach so vielen Jahren, endlich geschafft hatte, dass Herz von Lily Evans zu erobern.
...Er hatte es doch erobert oder?
Doch das rothaarige Mädchen ließ ihm gar keine Zeit zum zweifeln, da sie erneut das Wort ergriff. "Wir sehen uns später, ja?" Und mit einem prüfendem Blick auf ihre Umgebung, beugte sie sich vor und erneut spürte er ihre weichen Lippen für einen flüchtigen Abschiedskuss auf seinem Mund.
"Bis später, Evans", rief James ihr nach, aber sie war schon hinter dem großen Portal verschwunden.
Gedankenverloren setzte er sich wieder in Bewegung, er wusste nicht wohin seine Beine ihn führten, ließ sich einfach treiben.
Das Flattern seines Umhangs im Wind, klang wie der Flügelschlag einer Eule und war das einzige Geräusch, dass zu vernehmen war. Zumindest solange bis eine aufgeregte Frauenstimme an die Ohren des jungen Potters drang. Verwirrt blickte er sich um und bemerkte, dass er am Ufer des weitläufigen Sees stand, der die Felsen, auf denen Hogwarts gebaut war umspülte und mit einem Lächeln erinnerte er sich daran, dass er vor nur wenigen Minuten, zehn höchstens, auf dem Rücken eines Hippogreifs über genau diesen See geflogen war...und die Tatsache, dass er Lily geküsst hatte.
In seinem Kopf ließ er diesen Moment noch ein Mal geschehen, als die wütende Stimme ihn erneut aus der Trance holte.
Suchend blickte er sich um, bis er endlich zwei Gestalten, ein paar Meter weiter sah. Die eine war Andromeda Black, Sirius' Lieblingscousine und nur ein paar Schritte neben ihr stand... Sirius. Hatte er etwa die ganze Stunde geschwänzt, damit ihn seine Cousine anschreien konnte? Aber wieso war sie überhaupt so außer sich, dass man meinen konnte, sie wäre eine Feuerkrabbe deren Hinterteil zu explodieren droht - aber mit einem Unterschied: sie hatte keinen juwelenbesetzten Panzer.
Einzelne Wortfetzen, vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, kamen bei dem Potter an, der sich einfach keinen Reim darauf machen konnte, was denn die Ursache für diese Auseinandersetzung war. Gespannt beobachtete er, wie Sirius sich schließlich abgewandt hatte und zu einer großen Buche ging. Und erst jetzt bemerkte James, den Jungen darunter, der sich im Schatten des Baumes verborgen hatte. Remus hatte die Beine angezogen und blickte mit trüben Augen über die glitzernde Wasseroberfläche des Sees. Er achtete gar nicht auf die Szene, die sich vor seinen Augen abspielte. Typisch Remus, wollte sich nirgendwo einmischen, ließ sich nie anmerken das er neugierig war oder sich nur im entferntesten für fremde Angelegenheiten interessierte, ganz anders als James, der am liebsten überall seine Nase reinsteckte.
Andromeda entfernte sich schließlich mit stapfenden Schritten und ging Richtung Schloss davon, in diesem Moment überkam jene Welle der Neugier den jungen Potter und er musste einfach wissen was geschehen war, so ging er entschlossen zu Moony und Tatze rüber.
"Was sollte das denn?", fragte er sobald er in Hörweite war. "Hat deine Cousine versehentlich Bubotubler-Eiter verschluckt, sodass ihr Magen jetzt voller Eiterbeulen ist oder warum ist sie so ausgetickt?", richtete er das Wort an Sirius, während er sich auf den Boden fallen ließ und mit ein paar Grashalmen spielte, die er gerade ausgerissen hatte.

to be continued: Hogwarts :: Außerhalb :: Der See
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Ted Tonks the first
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BeitragThema: Re: Ländereien   Sa März 24, 2012 7:28 am

Es ging beinahe schon alles viel zu schnell. Das Adrenalin schoss Theodore durch’s Blut, als er sich schon auf den Hippogreif schwang. Zuvor hatte ihn Professor in Gruppen eingeteilt und zur Freude von dem Tonks, war sein Partner Xeno. Die beiden hatten sich angegrinst und Xeno hatte ihm gesagt, dass erst mal die anderen fliegen sollten, denn nur zwei standen hier auf der Wiese. Ungeduldig hatte Tonks da gestanden und es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, wie er dastand und wartete. Er wollte fliegen, wollte die Weichen Federn des wunderschönen Geschöpfs spüren und streicheln. Und vor allem, er wollte in der Luft fliegen. Den Wind durch seine Haare peitschen spüren, alles von oben betrachten. Der Tonks war in keinem Quidditchteam, konnte also nicht regelmäßig auf seinem Besen gehen und ein paar Runden fliegen wie die anderen. Doch in ihm war keine Unsicherheit, während er wartete. Er hatte keine Angst von dem Geschöpf zu fallen, hatte vollstes Vertrauen in ihn. Die anderen Gruppen waren zunächst etwas perplex und wussten mit der Situation nicht umzugehen, doch der Tonks war stolz auf sich, dass er keine Angst hatte auf die Gefährlichen Wesen zu steigen. Und da wurde Ted auch schon klar, warum sein Partner sagte, dass die anderen Fliegen sollten. Entweder wollte er die Tiere analysieren, gucken, wie ihr Charakter ist oder er wollte einfach nur seine Vorgehensweise planen. Das letzte machte zumindest Ted. Er hatte sich schon verbeugt und wusste, das Tier nahm ihn an, also brauchte er keine Angst zu haben.

Als endlich auch er und Xeno an der Reihe waren, schoss Ted schon auf das Tier los, was nicht immer schlau war. Zum Glück hatte er das Tier schon gestreichelt und wusste, dass er nicht vor ihm zurückschrecken würde. Sein Partner verdrehte die Augen und murmelte was von, dass er zu übermütig war, doch das winkte er lachend ab. Und so schwang er sich auf den Hippogreif und kuschelte sich ganz eng an ihn. Wie oft würde er so eine Gelegenheit bekommen? Nicht oft, da war er sich sicher, also musste er sich diesen Moment voll und ganz genießen. Am liebsten würde er jeden Tag auf dem Hippogreif fliegen, wollte, dass der Hippogreif ihm gehörte. Es waren Absurde Gedanken, doch sie gefielen ihm und so behielt er das in Gedanken. Irgendwann in seinem Leben, ja, irgendwann würde ihm so ein Tier gehören! Er merkte, dass auch Xeno hinter ihm auf dem Tier saß und schon schwang das Atemberaubende Tier seine Flügel und der Wind blies die Haare des Tonks in sein Gesicht. Es war wohl einer der schönsten Erlebnisse seines ganzen Lebens. Doch aber nun kam ihm alles wieder viel zu schnell vor. Kaum war der Hippogreif in der Luft, kam er wieder zu Boden. Es kam ihm vor, wie eine knappe Minute, die er in der Luft verbracht hatte. Keine Sekunde mehr. Doch zuvor hatte er ja das Gefühl gehabt, dass alle viel zu lange in der Luft geschwebt hatten. Eine kleine Stimme in ihm sagte, es war unfair, die andere aber einfach nur, dass es ihm alles so vorkam. Denn er hatte die ganze Zeit fasziniert nach unten geschaut, sich festgekrallt und jeden Moment genossen. Die Schule sah zwar immer noch riesig aus, doch die Menschen wurden immer kleiner, was Ted sehr amüsierte. Der Tonks sah sich überall um. Der See reflektierte die Lichtstrahlen der Sonne, die Vögel waren ihm ebenfalls sehr nah und die frische Luft zum Atmen brachten dem Tonks total aus der Fassung. Auch hinter ihm sah er erstaunen, als er über seine Schulter blicken du warf dem Lovegood ein grinsen zu, der ihm ein lächeln erwiderte.

Mit leicht wackligen Beinen ging er von dem Geschöpf runter, wieder auf den festen Boden. Theodore war wohl gerade der glücklichste Mensch der Welt und seine Augen funkelten vor Faszination. Der blonde Junge umarmte den Hippogreif noch einmal, bis der Unterricht für Beendet erklärt wurde. Mit einem Grinsen über beide Ohren drehte er sich gerade um, als sein Blick zu der Evans und Potter flog. Fast hätte er losgelacht, als er die beiden gesehen hatte. Potter grinste einfach nur Seelig und seine Haaren waren noch zerzauster als sonst. Neben ihm stand eine schüchterne Lily, die seine Hand hielt. Moment, sie hielten Händchen? Aaah, wie putzig. Da haben sich zwei wohl gefunden! , freute sich Ted und sah aus den Augenwinkel, wie Lily James ein Kuss auf den Mund drückte. Auch der Potter wurde rot, so kam es Ted zumindest vor. Grinsend drehte er sich um und fragte sich, was er den restlichen Tag noch machen wollte. Der Unterricht fiel, seinem Wissenstandes zufolge, aus. Also entschied er sich, dieses schöne Glückgefühl, das er in sich trug, noch ein bisschen behalten zu wollen und ein bisschen am See entlang zu laufen oder so etwas in der Art. Den Moment genießen sozusagen. Vielleicht ein bisschen zu zeichnen oder so. Das würde er sich spontan zu entscheiden. Schnell schnappte sich Tonks seine Tasche, verabschiedete sich von Xeno und ging Gedankenverloren los. Er schaute in den Himmel und dachte darüber nach, dass er gerade eben da oben war, mit dem Hippogreif. Und Xeno, aber das war wohl reine Nebensache. Wie schön es doch war, vielleicht zeichnete er sich nun mit einem Hippogreif, wie sie flogen? Das wäre eine Idee! , dachte er sich und kramte in seiner Tasche mit der Hoffnung, dass er die Sachen dabei hatte. Wer weiß, er war ein Chaot, da konnte man leicht Sachen vergessen. Doch dann, während er nach seinen Sachen suchte, knallte er gegen jemanden. Aus Reflex wollte er sich entschuldigen, doch er wurde von einer Schrillen Stimme unterbrochen. "Kannst du nicht aufpassen wo du hinrennst?"
Aber holla, das war bestimmt niemand zum Kekse essen, wusste Ted sofort. Als er aufblickte sah er zu seinem Nachteil ein Slytherin, was ihm aber auch schon hätte klar sein können. Denn nur ein Slytherin war so aggressiv. Aber wieder ein Nachteil, es war ein Black. Andromeda. Komisch, ich hab gehört die wäre noch die normalste. Doch jetzt erinnert sie mich irgendwie an Bellatrix. , grübelte Ted. Er hatte wirklich Gedacht, dass Andromeda noch freundlich wäre, aber da hatte er sich wohl gewaltig geschnitten. "Überhaupt, was denkt ihr euch eigentlich immer? Ja klar, da läuft ein Slytherin rum, rennen wir ihn mal übern Haufen, sicherlich verdient er es! Sie sind doch alle böse und verdorben und ach so schrecklich! Aber weißt du was?! Ihr seid viel schlimmer! Ihr selbstgerechten, egozentrischen, arroganten, tölpelhaften Gryffindors ohne Sinn für Anstand und Manieren! Was habt ihr schon im Leben?! Nichts außer eurem verdammten falschen Stolz! Denn sein wir mal ehrlich, ihr habt nichts worauf ihr stolz sein könnt. Jämmerliches Pack von Schlammblütern und Muggelliebhabern und Weiberhelden und Huren. Allesamt!!", schrie die Black aus und Ted zog eine Augenbraue hoch. Die Sache hätte sich mit ‚Tut mir Leid‘ – ‚Kein Problem‘ erledigt. Ein seufzten entfuhr dem Tonks. Er hatte doch so gute Laune gehabt, wieso bekam er denn dann so was? Was wollte man ihm damit sagen? Theodore beobachtete Andromeda. Sie sah sauer aus, aber Ted sah auch was anderes. Sie war aufgebracht, völlig fertig von etwas. Vielleicht wollte sie einfach nur reden? Es sah nicht danach aus, aber wenn man wütend war auf etwas, da wollte doch jeder mit jemanden reden? Ted hatte keine Hoffnung, dass sie ihm alles sagen würde, aber er konnte ja versuchen, dass sie sich beruhigte. Was hatte er schon zu verlieren? Wenn er Hilfe geben würde, nahm sie sie bestimmt an. Er würde es zumindest tun. Denn die Worte, mit denen sie ihn beschimpft hatte, waren ihm so egal. Sie konnte ihn so nennen, es juckte ihn nicht. Irgendwie kamen ihm diese Worte auch komisch vor.

Mit einem Lächeln schaute er seine aufgebrachte Gesprächspartnerin an. „Tut mir Leid, wir beide waren wohl in Gedanken versunken, ich wollte dich nicht anrempeln. Das war nicht meine Absicht. Weißt du, ich remple auch gerne mal ein Ravenclaw an, alles mein Gebiet.“, fing er grinsend an. „Was das nächste angeht. Da bin ich mir gar nicht so sicher. Du nennst uns arrogant, was bist du gerade eigentlich? Also ich bin jemand, denen die Chlichés so was von egal sind. Sie stimmen nicht.“. Kurz hielt der Tonks inne. Er merkte, dass Andromeda überlegte, also nutze er diese Möglichkeit aus und hielt ihr seine Hand hin. „Und ja, ich bin Muggelstämmig, aber ich denke nicht, dass du in jeglicher Art besser bist als ich Andromeda, richtig? Ich kann auch zaubern, genauso wie du. Du kannst es auch nicht besser. Aber warum bist du besser als ich? Sag es mir, dann kann ich dich vielleicht etwas besser verstehen. Aber…. Du wurdest mir als erträglichste der Blacks beschrieben. So wie du da stehst, sieht das nicht danach aus. Ich will dir nicht zu nahe treten, aber, hat das alles einen Grund? Das du so sauer bist? Ist was passiert? Ich würde mit dir reden, ich habe nichts gegen Slytherins und Reinblüter.“, beendete er vorsichtig seine Worte. Warum rede ich eigentlich immer so viel? , fragte er sich noch grinsend und blickte wieder zu Andromeda. Diese hatte sich wohl gerade etwas beruhigt. Sie bebte nicht mehr so vor Wut. Aber was würde er ihr sagen? Theodore schluckte und machte sich auf das schlimmste gefasst, denn mit einem Black zu reden – wenn man von Muggel stammte – war nicht schlau. Aber der gute Wille zählt wohl. Hoffentlich.
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Andromeda Black the first
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BeitragThema: Re: Ländereien   Sa März 24, 2012 9:22 am

cf. Hogwarts - Außerhalb - Der See

Mit allem hätte sie gerechnet - dass er zurück schrie, dass sie ihn eingeschüchtert hatte, dass er floh, wirklich alles hatte sie erwartet - nur nicht das, was jetzt geschah. Die Lippen ihres Gegenübers verzogen sich zu einem Lächeln, als er sich entschuldigte und dann damit begann, auf sie einzureden. Anstatt sich darüber aufzuregen oder ihn zu ignorieren, wie sie es wohl sonst getan hätte, lauschte sie mehr oder weniger gespannt seiner Stimme, seinen Worten, die ruhig und fröhlich schienen und überhaupt nicht beleidigt. Sie schaffte es überhaupt nicht, über dem zu stehen, was er sagte. Stattdessen zerlegte sie jeden noch so kleinen Satz in Gedanken, grübelte darüber nach und interpretierte - vermutlich viel mehr, als eigentlich dahinter steckte.
"Du nennst uns arrogant, was bist du gerade eigentlich? Also ich bin jemand, denen die Chlichés so was von egal sind. Sie stimmen nicht." Ja, was war sie? Schrie ihn an, einen Fremden, nur weil er ihr zufällig über den Weg lief, und begrub ihn nahezu unter dummen Klischees. Sie war hier wohl momentan das ultimative Klischee von einer arroganten Slytherin. Eben noch... eben noch war sie zum Schluss gekommen, dass sie das sein wollte. Dass sie endlich stolz darauf sein wollte, wer sie war. Da hatte sich das ganze noch nach einem guten Weg angehört. Doch wie er das ganze jetzt aussprach... obwohl er weiterhin nicht einmal einen Hauch von Feindseligkeit in der Stimme hatte, für Andromeda klang es nach dem deutlichsten Vorwurf den es geben konnte, trotz des unveränderten Tons. In ihrem Kopf schallten hundert Stimmen wider, laut und leise, zornig und enttäuscht und es war wie ein Konzert der Verurteilung. Wie konnte etwas so unterschiedlich wirken? Nur wegen der Wortwahl? Oder hatte sie sich selbst etwas vorgespielt? Wollte sie wirklich so sein?
Fast hätte sie ihm entgegengesetzt, dass diese Klischees sehr wohl stimmten, oder was tat sie gerade? Doch sie war nicht schnell genug, er hatte das Thema längst wieder abgehakt und auch ihre Gedanken waren ihr davon gelaufen. "Und ja, ich bin Muggelstämmig, aber ich denke nicht, dass du in jeglicher Art besser bist als ich Andromeda, richtig? Ich kann auch zaubern, genauso wie du. Du kannst es auch nicht besser. Aber warum bist du besser als ich? Sag es mir, dann kann ich dich vielleicht etwas besser verstehen." Das erste, was ihr nahezu ins Gesicht sprang, war ein einziges Wort: muggelstämmig. Ihr erster Instinkt war es, zurück zu weichen, ihn als minderwertig abzuhaken. Eben das, was eine gute Black zu tun hatte. Doch das war nur das, was man ihr mehr als fünfzehn Jahre lang eingehämmert hatte. So hatte man sie erzogen, so war sie in eine Form gepresst worden, die Form der perfekten, reinblütigen Tochter, die solch unterlegene Kreaturen nicht einmal mit dem Hinterteil ansah. Kaum eine Sekunde später meldete sich eine andere Seite in der jungen Hexe. Die gerechte, nachdenkende Seite, die eben nicht jeden Befehl blind befolgte, die gestern Abend Widerstand geleistet hatte - und dafür hatte bezahlen müssen. Sie dachte an ihre Worte von heute morgen, nur wenige Stunde waren seitdem vergangen. Sie hatte Salazar erklärt, dass sie Remus nicht angreifen sollte, nur weil er ein Halbblut war. Blut war keine wichtige Eigenschaft, die den Charakter ausmachte. Wo war diese mutige, sture, törichte Andromeda hin verschwunden? Warum konnte sie nicht bei einer Meinung bleiben? 'Vielleicht war ich nicht mutig. Oder rebellisch. Vielleicht war ich einfach nur schrecklich genervt...' Steckte tatsächlich so wenig hinter dieser Aktion? Wie deprimierend...
Ich kann auch zaubern, genauso wie du. Du kannst es auch nicht besser. Aber warum bist du besser als ich? Immer wieder spulte sie diese drei kleinen Sätze in ihrem Kopf ab und auch hier meinte sie einen furchtbaren Vorwurf zu hören, obwohl der Junge nichts erkennen ließ. Wo war der Unterschied? Der Unterschied, den alle anderen zu sehen schienen, nur sie nicht? In ihren Adern floss Blut. Ebenso in seinen. Auch in denen eines ganz gewöhnlichen Muggels oder eines Squibs. In allen floss menschliches Blut. Ein paar konnten zaubern. Ein paar konnten es nicht. Genauso konnten ein paar Menschen singen oder tanzen oder sich gut Dinge merken und anderen nicht. Wo war der verdammte ach so bedeutende Unterschied?!
"Aber…. Du wurdest mir als erträglichste der Blacks beschrieben. So wie du da stehst, sieht das nicht danach aus." Er kannte sie. Natürlich, zuvor hatte er sie bereits beim Namen genannt... dennoch... er kannte sie. Wie wahrscheinlich die meisten Schüler in Hogwarts. Wer kannte sie nicht, die Familie Black? Doch sie kannte ihn nicht. Sie wusste nur dass er ein Gryffindor war und etwa so alt wie sie. Mehr nicht. Keinen Namen. Wusste nicht, wer seine Freunde waren. Ob er Geschwister hatte. Wie seine Einstellung war. Während er all das über sie zu wissen schien. Auf einmal fühlte sie sich schrecklich nackt. Andromeda Black, zwei Schwestern, zwei Cousins, Slytherin, aus der reinblütigen Familie Black, dafür aber eher ein Außenseiter, mischt sich nicht ins Geschehen ein, toleranter als der Rest der Familie. Ihr Leben in ein paar kleinen Worten. So wenig gab es über sie zu sagen. Und jeder wusste es. Obwohl sie sich von fernhielt von der Aufmerksamkeit, die ihre Schwestern und Cousins genossen, war es gerade das, was dafür sorgte, dass sie bekannt war. Sie war 'die Andere', diejenige, die nett war und keine Muggelstämmigen attackierte. Vielleicht war es das, was ihr so auf die Nerven ging. Dass jeder meinte sie zu kennen. Wollte sie deshalb beweisen, dass dem nicht so war?
Langsam wurde es verwirrend. Für sie hieß das, es wurde ab dem Punkt verwirrend, ab dem sie nicht mehr wusste, wer sie war, was sie dachte, was sie wollte.
Wie lange existiert ein Mensch? So lange, wie sein Körper auf der Erde weilt? Nein, denn wer tot ist, ist tot und zählt nicht mehr richtig als Mensch. Was waren dann die Kriterien? So lange, wie man sich seiner bewusst war? Das konnte gut sein. War sie noch ein Mensch? Wo sie doch nicht mehr wusste, was richtig, was falsch war, wer ihr Freund und wer ihr Feind war? So viel reichte nicht aus. Es ging noch tiefer. Sie hatte einen Namen. Sie hatte sozusagen die Andromeda auf dem Papier. Aber das sagte nichts, rein gar nichts darüber aus, wer sie war. Nur jetzt gerade. Denn eine andere Andromeda gab es im Augenblick nicht. Dazu hätte sie erst wissen müssen, wer sie war.
Wieder wurden ihre Gedanken gestoppt, wieder war es seine Stimme, die sie aufschreckte, indem er einfach weiter sprach. "Ich will dir nicht zu nahe treten, aber, hat das alles einen Grund? Das du so sauer bist? Ist was passiert? Ich würde mit dir reden, ich habe nichts gegen Slytherins und Reinblüter."

Mit einem Schlag war alles - jede Unsicherheit, jeder Funken Zorn, jedes bisschen Hass - verschwunden. Einfach, plötzlich... verschwunden. Weg. Nicht mehr aufzufinden. Seine Worte hatten alles ausradiert.
Da stand er vor ihr, ein Fremder, ein 'Feind' wenn man nach jenen, offensichtlich so verachteten Klischees ging, und fragte sie, was passiert war. Und es war nicht eine von denen Fragen 'wie geht es dir?' die man lediglich aus purer Höflichkeit stellte. Es war eine ehrliche Frage, als ob es ihn wirklich kümmerte. 'Wieso sollte es ihn interessieren, wie es mir geht? ... wieso sollte es irgendwen interessieren?'
Kurz wollte die Wut erneut aufflammen. Den ganzen Tag ging sie durch diese verdammte Schule, sie war im Grunde jedem begegnete, den sie als Freund bezeichnete oder irgendeine bedeutende Rolle in ihrem Leben spielte und keinem - keinem einzigen - war aufgefallen, dass irgendetwas nicht stimmte. Dass sie seit der letzten Nacht von Schattengestalten und Monstern und Mördern verfolgt wurde. Dass ihr Kopf zu explodieren drohte und dass ihr ganzer Körper sich anfühlte, als stünde er in Flammen. Niemanden hatte es interessiert.
Bis sie diesem Fremden begegnet war. Den sie angeschrien hatte. Der sie trotzdem fragte, was passiert war. Sie hatte ihn angeschrien und beschimpft. Und er war nett und höflich und versuchte herauszufinden, was die Ursache war. Anders als gewisse Familienmitglieder, die einfach dachten, dass man sich doch der Familientradition verschrieben hatte und einen verurteilte ohne die Angelegenheit eines zweiten Blickes zu würdigen. Der unbekannte Gryffindor, der nur ihren Ruf kannte, nur die reinen Daten, er ahnte als Einziger, dass etwas nicht stimmte.
Andromeda wusste nicht, was ihre Gefühle in diesem Moment taten. Überhaupt meinte sie, nun endgültig die Kontrolle verloren zu haben über das, was früher ihr Tiefstes, Innerstes, Geheimstes gewesen war.
Und das war der Augenblick, in dem ihr inneres Schutzschild zerbrach.
Ein letztes ...eine Black weint nicht... und dann war sie verloren. Die Tränen, die sich seit gestern, vielleicht sogar bereits seit Jahren in ihr aufgestaut hatten, brachen nun alle auf einmal hervor, rannen über ihr Gesicht, tropften von ihren Wangen und von ihrem Kinn und ließen ihr Blickfeld verschwimmen. Sie konnte ihre Umgebung nur noch unscharf wahrnehmen. Vielleicht war das besser so. Sie wollte gar nichts sehen. Ein kleiner Schluchzer bahnte sich seinen Weg aus ihrer Kehle nach draußen und seinem Beispiel folgten bald weitere, bis sie auch darüber die Kontrolle verlor.
Konnte sie jetzt nicht einfach sterben?
Das Gefühl der Demütigung erschien wie aus dem Nichts plötzlich vor ihr, lachte sie aus und beschimpfte sie. Wie jämmerlich sie doch war, und unwürdig und ja, sollte sie doch sterben, das wäre gewiss das Beste für alle, die zurzeit unter ihr zu leiden hatten. Feige in den Tod flüchten und ihrer Familie die ganzen Peinlichkeiten ersparen, so eine schreckliche Tochter, so eine dumme Schwester, so eine furchtbare Cousine zu haben.
Sterben wäre das Beste.
Wieso starb sie dann nicht?
Hatte der Himmel kein Erbarmen?
Vermutlich nicht mit ihr, das verdiente sie nicht.
Sie wollte dem Jungen sagen, dass er sie bloß in Ruhe lassen sollte, dass sie schlecht sei und dass es keinen etwas anging, was in ihr los war, aber anstatt von Worten kamen nur weitere Schluchzer. Als hätte sich nun alles endgültig gegen sie verschworen.
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BeitragThema: Re: Ländereien   Mo März 26, 2012 8:10 am

Wieso bekam er keine Antwort? Hatte er was Falsches gesagt? Diese und viele mehr von den Fragen schwirrten im Kopf des jungen Gryffindors herum. Er spürte den Blick von Andromeda auf ihm ruhen. Was versuchte sie heraus zu finden? Vielleicht ob er gelogen hatte? Nein, das hatte er nicht. Und das war wahrscheinlich das, was sie verunsicherte. Sie hatte bestimmt mit etwas anderem erwartet. Er wurde blöd angemacht, aber jeder der ihn kannte würde sofort wissen, dass es ihn nicht juckte. Aber sie war ja nicht mit ihm befreundet. Sie kannten sich ja nicht mal richtig. Vielleicht haben sie sich mal in einem Kurs gesehen, wobei das noch nicht mal sicher war. Ein Black verschwendete keine Aufmerksamkeit an einen Gryffindor – dazu noch Muggelblut. Ja, das war er. Das ganze Gegenteil von ihr. Sie war hoch angesehen, sie war ein Black. Sie sah nicht schlecht aus, sie war Slytherin. Jeder kannte sie. Ted kannten nur wenige, im Gegensatz zu ihr. Er war nicht beliebt, hatte kein großes Ansehen und war auch nicht Reinblütig. Aber irgendwas Wichtiges unterschied sie noch. Er lächelte. Er lachte. Und das die ganze Zeit. Er hatte stets ein Lächeln auf den Lippen, hatte Spaß am Leben. Theodore wusste nicht, ob sie oft glücklich war, aber so wie sie ihn jetzt sah; durcheinander, völlig fertig und kaputt, so sah ein glücklicher Mensch nicht aus. Ein allzu bekanntes Gefühl kam in ihm hoch; er wollte ihr helfen. Egal wer oder was, ob bekannt oder unbekannt, ob gehasst oder geliebt, er sorgte sich um Leute. Das war eine gute, jedoch auch eine Schlechte Eigenschaft von dem Tonks. Wegen so etwas bekam er oft noch Beschimpfungen an den Kopf geworfen. Was interessiert dich das? Kümmer dich um deine Sachen , riefen sie ihm zu. Dabei wollte er niemand was Böses. Nur helfen. Wieso nahmen Menschen so etwas nicht an?

Immer noch keine Antwort. Wieso? Immer noch dieser Blick auf ihm. Sie warf auch ein Blick auf sein Handgelenk und er glaubte schon, dass sie vor ihm zurück schrecken würde, als ob er etwas Giftiges, Böses wäre. Aber sie Tat es nicht, worauf er wieder verwundert zu ihr blickte. Doch diese Verwunderung änderte sich wieder in Freude. Vielleicht war sie wirklich so, wie andere sie beschrieben. Er hatte ein paar Mal mit Sirius gesprochen, sie waren schließlich im selben Haus. Aber man hörte auch vieles von ihr. Naja, eigentlich nicht vieles. Aber über jeden wurde mal was erzählt und Ted merkte sich so was immer sehr einfach. Doch er glaubte daran generell nicht. Es gab zu viele Lügengeschichten in dieser Welt, da konnte man nicht sofort jemanden Verurteilen wenn man etwas gehört hat. Man kannte dann den Namen; und die Gerüchte; aber nicht die Geschichte oder den Weg dieser Person. Wenn diese Gerüchte stimmten, möglichweise hatte dieser Mensch einen guten Grund es getan zu haben, musste es tun. Das wird ausgelassen, man weiß es nicht. Oder es ist gelogen. Dann verurteilt man Menschen, was der Tonks immer verhindern wollte. Seine Gedanken lenkten sich wieder zu seiner Gegenüber, die schweigend da stand. Wahrscheinlich kämpfte sie in sich wegen etwas. Vielleicht, ob sie ihm das erzählen sollte oder nicht. Es war vielleicht etwas intimes, was man nicht so sagte. Ted hatte keine Hoffnung, dass sie ihm was sagen würde und selber wollte er nicht noch drauf rumreiten, also blieb er einfach schweigend stehen und sie tat es ihm gleich. Doch langsam baute sich Spannung auf, aber Ted wusste nicht, woher sie kam. Einfach abwarten, sie muss ja antworten , versicherte er sich in Gedanken und wollte sich in der Zeit, wo sie dastand sich irgendwie ablenken, es war ja schließlich seine Zeit, die davonlief. Dann ging ihm ein Licht auf, wenn er schon nicht zeichnen konnte, konnte er sich ja sein Motiv einprägen, damit er es später noch besser machte. Ein kleine Stimme rief im leise zu, er solle doch Andromeda zeichnen. Ihr Gesichtsausdruck blieb nämlich wie zuvor, nichts tat sich. Er war nicht angespannt, aber auch nicht locker. Ein paar Haarsträhnen fielen ihr über ihr Gesicht und Ted fand es eigentlich schade, wenn ihre Haare geordnet wären und ihren Rücken runterfallen würden, würde er sie viel besser zeichnen können. Tze, aber besser als nichts .

Ab diesem Zeitpunkt schaute er zu der Black, versuchte aber nicht zu intensiv zu starren, das würde ihr sonst unangenehm werden, was er vermeiden wollte. Ein Lächeln huschte wieder über sein Gesicht. Wirklich , sie sah nicht schlecht aus. Ihre Haare eigneten sich gut für’s zeichnen. Sie waren Glatt, schwarz und glänzten. Kurz schaute er auf, um zu sehen, von wo das Licht auf sie fiel, wenn er schon zeichnen wollte, dann aber nur wenn alles passte. Sein Blick huschte wieder zu dem reinem Gesicht, zu der kleinen Stupsnase und den Lippen. Die Lippen waren schön geschwungen, voll und generell schön. So stellte er sie sich vor, sie wären eigentlich auch so. Aber sie hatte wohl auf ihre Unterlippe gebissen, ein kleiner Riss war nämlich da. Vielleicht konnte er das ja übersehen, obwohl, wieso sollte er? Es würde perfekt zu der Situation passen. Ihre Augen waren unergründlich, aber sympathisch...

Gerade als Tonks ihr in die Augen sah, füllten diese sich mit Tränen. Überrascht zog er die Augenbrauen hoch. Weinte sie etwa? Er hatte also doch was Falsches gesagt! Aber, würde sie ihn nicht anschreien, wenn er ihr zu Nahe getreten wäre oder einfach abhauen? Der Tonks fuhr sich durch die Haare und blickte etwas verwirrt darein. Das hatte er definitiv nicht gewollt. Es war nicht seine Absicht. Eine Träne kullerte die Wange herunter und kurz darauf kam auch schon die nächste. Oh nein oh nein oh nein! Erschrocken stand der Tonks; der Muggelblut und sich trug; vor der Black; die reines, feines Blut in sich trug und wusste nicht weiter. Sollte er etwas sagen? Oder einfach gehen? Gehen wäre einfach, aber nein, das war nicht seine Art. Auch wenn sie ihn hassen würde, er würde bei ihr bleiben und warten bis sie sich beruhigt hatte. Es musste ja keiner Wissen, er würde einfach den Mund halten, wenn sie wollte. Es würde unter ihnen bleiben, sie schuldete ihm nichts.

Nun kamen auch noch Schluchzer von ihr. Es wurde ja immer besser, stellte der Tonks fest. Bei seinen Freunden wüsste er nun was er tun musste. Er würde, zumindest die weiblichen, umarmen und ihnen gut zu sprechen und bei den männlichen Kandidaten würde er auf ihre Schulter klopfen und ihm ebenfalls gut zu sprechen. Aber bei einer Black wusste er wirklich nicht weiter. Vielleicht war es bei ihnen anders? Vielleicht umarmten sie sich nicht, sondern lachten dann übereinander? Konnte er ja nicht wissen. Doch… vielleicht *sollte* Ted mit ihr wie mit einer Freundin umgehen? Sie war so am Boden, dass er auch nicht mehr lächeln konnte. Sie war wohl ziemlich fertig mit der Welt und sie musste ihm ja nichts sagen, aber eine Schulter zum Ausweinen, dagegen würde keiner was sagen. Der Blick von Andromeda war immer noch nach vorne gerichtet, auf ihn, aber er wusste, sie schaute nicht ihn an. Sie war in ihren Gedanken, sie wollte einfach nur die lang angesammelten Tränen loswerden.

Zögerlich ging Ted auf das Mädchen zu und als sie nicht zurück wich oder ähnliches, ging er neben sie, legte ein Arm um sie und führte sie zu einem Baum, fern von neugierigen Blicken und weiteren Hexen und Zauberern. Das hatte sie nicht zu interessieren. Er führte sie schweigend zu dem Baum und sie wehrte sich nicht, sie interessierte sich noch nicht mal richtig dafür, dachte er sich. Als er sie sanft zu Boden drückte und sich neben sie setzte, den Arm immer noch um sie gelegt, ließ er sie noch weinen. Nach einer Zeit lehnte sie sich auch an ihn und er wusste auch nicht recht was er sagen sollte. Es tat ihm schon fast leid, dass er gefragt hatte. Wahrscheinlich war es seine Schuld, dass sie jetzt weinte. „Es tut mir leid…“, sagte er leise, aber doch in so einer Lautstärke, dass sie ihn verstehen konnte. „Ich wollte nicht, dass du weinst. Das war nicht meine Absicht…“. Mit einem seufzten fuhr er sich erneut durch seine Haare und legte seinen Kopf in seinen Nacken. „Aber… ich werde niemanden das hier erzählen. Was hier passiert ist, bleibt unter uns, versprochen… es tut mir leid.“ Schuldgefühle nagten immer stärker an ihm. Dabei hatte er doch nichts Gemeines gesagt, er hatte sie nicht angegriffen, oder doch? Und auch sein Satz, dass er es niemanden erzählen würde, was bringt er ihr? Ted verstand den Sinn nicht, warum er ihn ausgesprochen hatte. Dennoch, er fühlte sich verpflichtet, es zu sagen. Genauso wie er sich verpflichtet fühlte, neben Andromeda zu ruhen, bis sie sich beruhigt hatte. Bis sie ihn nicht mehr brauchte.
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BeitragThema: Re: Ländereien   Mi März 28, 2012 7:29 am

Als sie seine Berührung spürte, zuckte Andromeda kurz zusammen, sträubte sich aber nicht dagegen, als er sie zu einem Baum führte und sanft auf den Boden drückte. Obwohl er bestimmt handelte, bemerkte sie ganz am Rande, dass auch er zunächst zögerte. Dennoch hielt es ihn nicht davon ab. Nachdem er sich neben sie gesetzt hatte, legte er ihr erneut den Arm um die Schultern. Ab diesem Moment wusste sie nicht mehr, was mit ihr los war.
Obwohl es nicht einmal eine richtige Umarmung war, löste dieser Kontakt eine Kette von Gefühlen in ihr aus. Mit einem Mal schien sämtliche Angst, sämtliche Wut, und überhaupt alles Negative von ihr abzufallen, als ob er es abschirmen würde. Die mysteriösen Schattengestalt, die sie so gerne an den Rand der Verzweiflung trieben, wurden von einer Macht, die stärker war als Zauberkraft, zurückgedrängt. Sogar ihre Kopfschmerzen ließen nach, wenngleich sie nicht ganz verschwanden - das war dann wohl doch zu viel verlangt. Aber selbst den verbliebenen, stechenden Schmerz nahm die junge Hexe kaum noch wahr, während sie eingehüllt in Wärme unter diesem Baum saß. Es dauerte ein wenig länger, bis Andromeda bemerkte, dass es das war, was sie sich die ganze Zeit gewünscht hatte, wonach sie sich gesehnt hatte: Sicherheit. Ohne darüber nachzudenken, lehnte sie sich an ihn, suchte - größtenteils unterbewusst - seine Nähe. Sie kannte viele Jungen, hauptsächlich aus ihrem eigenen Haus, aber auch andere, zum Beispiel Sirius und seine Clique von Idioten. Eine kleine Stimme protestierte, seit wann sie denn etwas gegen jene Idioten hatte, mit denen sie nie viel zu tun hatte, doch die Wut auf ihren Cousin, die sich mittlerweile in Enttäuschung verwandelt hatte, ließ sie das schnell vergessen. Jedenfalls, um zurück zum Thema zu kommen, die meisten dieser Jungen waren arrogant, zu sehr von sich selbst überzeugt und meinten, sie seien der Traum aller weiblichen Bewohner von Hogwarts. Stark waren sie ja, durchaus, sicherlich konnten sie ein hilfloses Mädchen vor ein paar anderen Kerlen beschützen, doch körperliche Stärke zählte in einer Welt der Magie wenig. Das beste Beispiel dafür war ihre ältere Schwester, die die meisten jener Jungen ohne Schwierigkeiten besiegen konnte, und sich dafür oft nicht einmal sonderlich anstrengen musste. In dieser Hinsicht benötigte sie keine Hilfe. Nein, viel wichtiger war jemand, der sie vor den hinterhältigeren Dingen beschützen konnte, vor den Tücken der menschlichen Psyche und vor allem vor sich selbst. Vor den Schatten. Vor der dunklen Schwärze der Familie Black. Bisher hatte sie nicht gewusst, dass sie dieses Bedürfnis hatte. Genauer gesagt hatte sie überhaupt keine Ahnung gehabt, dass es möglich war. Nun aber... nun wusste sie es. Und wollte dieses Gefühl der Sciherheit nie wieder verlieren.

Die Worte des Jungen erreichten zwar durchaus ihre Ohren, doch Andromeda konnte deren Sinn nicht verstehen. Warum entschuldigte er sich? Wofür? Er hatte ihr nichts getan. Um ehrlich zu sein war er der netteste Mensch, der ihr heute begegnet war. Es gab nichts, was ihm Leid tun könnte, außer er selbst, weil er so furchtbar naiv... so furchtbar lieb... gewesen war, sie anzusprechen und jetzt eine weinende Slytherin am Hals hatte. Sie hingegen... sie hätte durchaus um Verzeihung bitten müssen. Reue durchflutete sie, verdrängte die Sicherheit. Wer hatte denn grundlos herumgeschrien und wahllos Leute beschimpft? Wer belästigte denn Fremde mit seiner Anwesenheit? Er war es ganz sicher nicht. Nur sie. Sie ganz alleine. Warum ging immer alles von ihr aus? Wieso schien es so, als sei ihr ein besonders gemeines Schicksal zuteil geworden? Niemand sonst schien sich so schwer in seine Rolle einfinden zu können. Alle waren sie glücklich in ihrem Haus, fühlten sich zugehörig zu ihren Mitschülern. Nur sie kam sich vor, als hätte man bei ihr einen Fehler gemacht. Oder vielleicht war auch sie der Fehler. Wäre sie nicht so ein verzogenes, quängelndes, kleines Mädchen, wer weiß, womöglich wäre sie dann im Haus der Schlangen nur allzu gerne. Aber alles was sie konnte war jammern und sich beschweren, alles gleich zur Katastrophe ernennen. Bei dieser Sichtweise war es nun wirklich keine Überrashung, dass sie in einer derartigen Lage endete.

Ihre Gedanken, vermischt mit ihren widersprüchlichen Emotionen, verwirrten und verunsicherten die Black nur noch mehr. Schutz suchend schmiegte sie sich enger an den Blonden, verbarg ihr Gesicht an seiner Brust und verharrte schließlich in dieser Position. Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit verstärkte sich noch und am liebsten würde sie nie wieder aufstehen. Doch so einfach war das leider nicht. Irgendwann würden ihre Wege sich trennen müssen, ob sie wollte oder nicht. Dennoch... es war so... bequem, hier zu sein... wie schön es doch wäre, wenn sie jetzt die Augen schließen könnte, die Ruhe nutzen könnte, nur ein paar Minuten, behütet und mit dieser seltsamen Verwirrung, die vielleicht gar nicht so schrecklich war, ein wenig zu schlafen, in seinen Armen. Obwohl sie ihn nicht kannte, nicht einmal seinen Namen.
Was tat sie hier eigentlich? Das war doch der pure Wahnsinn! Erneut durchlief ein Zittern den erschöpften Körper der Hexe, und sie wollte schon aufspringen, allerdings hielt ihr Bauchgefühl sie zurück. Doch so konnte es nicht bleiben, so gerne sie es wollte. Mit dieser Erkenntnis verebbten auch ihre Tränen langsam aber sicher, und als sie die Gewissheit hatte, dass sie ohne Stottern oder Zögern sprechen konnte, entschloss sie sich dazu, dies auch zu tun. Obwohl ihr Sinn für Benehmen ihr mitteilte, dass es unhöflich war, ihm beim Sprechen nicht in die Augen zu schauen, konnte sie es nicht über sich bringen. Zwar drehte sie ihren Kopf so weit, dass er sie wohl deutlich verstehen sollte, aber auch so, dass er ihr Gesicht nicht sehen konnte, um nicht erkennen zu können, was in ihren Zügen vor sich ging.
"Du hast keinen Grund dich zu entschuldigen - ich schon. Und es tut mir wirklich Leid. Dass ich dich angeschrien habe und... naja, alles eben. Das war nicht nett. Und eigentlich mache ich sowas nicht. Aber heute... das tut nichts zur Sache. Meine Laune sollte keinen Einfluss auf mein Benehmen haben. Es tut mir Leid. Und... Danke, dass du... das würde nicht jeder machen." Wieder einmal fehlten ihr die richtigen Worte, um auch nur annähernd ausdrücken zu können, was sie eigentlich sagen wollte. Und plötzlich fiel ihr noch etwas ein. "Das... ist eine dumme Frage, aber... wie heißt du überhaupt?" Nichts konnte beschreiben, wie peinlich ihr das Ganze war. Ihr Gesicht lief knallrot an. Sie lag hier neben ihm, kuschelte sich an ihn und wusste noch nicht einmal seinen Namen. Vermutlich zerstörte sie damit alles... moment... alles? Was bitteschön? Wie sie bereits bemerkt hatte, sie kannten sich nicht einmal. Es gab nichts - nichts - zwischen ihnen.
Aber warum wurde sie dann dieses ungewohnte Flackern in ihrem Bauch nicht los?...
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BeitragThema: Re: Ländereien   Fr März 30, 2012 7:48 am

Langsam aber sicher machte sich der Tonks sorgen, denn mal fing die Black an zu zittern, mal schluchzte sie noch einmal und mal machte sie gar nichts. Er hörte ihren unregelmäßigen Herzschlag, der sich wohl langsam beruhigte und hörte sie auch schwer ein- und ausatmen. Nur diese Sachen hörte er. Er blendete das Zwitschern der Vögeln aus, das Rascheln der Blättern und das ignorierte sogar den See, der sich schwarz und ruhig ins nirgendwo schlängelte. Zwar kamen manchmal Windböen, doch der See zeigte keine Wellen. Keine Regung. Er war nur schwarz und unendlich weit. Er wollte ihn ergründen, obwohl er weiß, dass er es nicht sollte. Es war natürlich verboten. Dort waren viele Magische Wesen und viele Sachen, die seine Augen nicht sehen, hören und tasten sollten. Etwas in seinem Kopf baute damit eine Verbindung zu Andromeda auf. Er sollte nicht hier sein, es war wie eine unausgesprochene Regel. Niemals Gryffindor und Slytherin. Diese beiden Häuser kannten nur Hass. Ted sollte sich nicht um sie kümmern, er sollte diese ganze Situation ins lächerliche ziehen und über sie herziehen. Doch auch wenn er es wollte, er konnte nicht. Was er wollte, war nämlich, sie zu sehen und sie zu hören. Er mochte es sogar, dass sie in seinen Armen lag. Sie fühlte sich zierlich an, zerbrechlich. Es tat ihm gut, dass er ihr sogar womöglich helfen konnte. Ted verstärkte seinen Griff und drückte sie noch etwas an sich. Sein Blick glitt wieder zu der Black. Ihre Haare verbergen ihr Gesicht, die blasse Haut und die großen glänzenden Augen. Ted wusste noch genau, wie sie aussah, doch konnte es nicht unterscheiden, ob es so war, weil sie umwerfend aussah, oder er lediglich immer gut Gesichter merken konnte. Ein komisches Gefühl durchfuhr ihn. Eine Mischung aus Angst und Unsicherheit. Doch auch irgendwas Positives. Er hatte Angst, dass er einfach alles falsch machte. Er wirkte womöglich aufdringlich, er kannte dieses Mädchen nicht! Außerdem, sie war eine Black. Und es gab viele Black’s. Bellatrix Black. Schon oft hatte diese ihn Beleidigt oder ein Fluch auf ihn gehetzt, doch Ted wusste wie er sich zu verteidigen hatte. Sein Blick glitt wieder zu dem Schwarzhaarigen Mädchen in seinen Armen. Sie war anders als Bellatrix. Mir gerunzelter Stirn unterdrückte er das Gefühl, ihr über den Kopf zu streichen und fragte sich dabei, warum ausgerechnet dieses Mädchen ihm in die Arme gefallen war und warum sie Slytherin war. Er konnte die Entscheidung des Hutes nicht kritisieren, doch sein Menschenwissen zeigte ihm deutlich, sie passte nicht in das Haus der Schlangen. Womöglich bestand da das Problem, grübelte er und seine Miene hellte sich etwas auf. Langsam ging er ein Schritt weiter. Konnte es wirklich sein, dass Andromeda Black sich gegen ihre Familie stellte, wie Sirius? Sirius hielt nichts von seiner Familie, zu Recht. Doch er hatte Andromeda ebenfalls nicht oft mit ihrer Familie gesehen. Auch wenn er ihr mal über den Weg gelaufen ist. Andromeda hatte viel offenere Gesichtszüge, nicht so wie Regulus oder Bellatrix. Diese waren unterkühl, abweisend und beinahe beleidigend. Sie blickte nicht so. Damit stand es für den Tonks fest, sie war anders.

Schon wieder überschwemmte ihn ein Gefühl, doch diesmal der Sicherheit. Immer dachte er über das gleiche nach und er kam immer wieder zu demselben Gedanken, was ihn fast zum Lächeln brachte. Die Unsicherheit war weg, es fühlte sich so an, als ob er nun genau da war, wo er sein wollte. Er fuhr sich kurz durch die Haare und lehnte seinen Kopf gegen den Baum. Dabei schloss er zufrieden die Augen. Fakt war, dass er sie nicht kannte. Nicht im Geringsten. Fakt war außerdem, dass er sich wohl fühlte in ihrer Nähe und das nicht normal war. Doch, wie Ted eben war, er ließ es geschehen. Er kostete das Gefühl in ihm voll und ganz auf, denn es fühlte sich wunderbar an. Er hatte keinen blassen Schimmer, was mit ihm grad passierte, doch er ließ es Geschehen. Wieso auch nicht? Er lehnte schließlich mit der Black hier und es gab noch keine Tote oder Feindseligkeit. Nein, sondern etwas freundschaftliches. Eigentlich. Doch der Tonks nahm es anders auf. Für ihn war es etwas Persönliches. Glück, dass hatte er in sich, zu genüge. Oder eben ein Glücksgefühl.

Hart wurde er aus seinen Gedanken gerissen, denn Andromeda verkrampfte sich. Er dachte, womöglich kippte sie um und verlor das Bewusstsein oder ähnliches. Oder sie rannte weg. Doch sie rückte lediglich von ihm weg, was ihn wieder zu neuen Fragen brachte. „Du hast keinen Grund dich zu entschuldigen - ich schon. Und es tut mir wirklich Leid. Dass ich dich angeschrien habe und... naja, alles eben. Das war nicht nett. Und eigentlich mache ich sowas nicht. Aber heute... das tut nichts zur Sache. Meine Laune sollte keinen Einfluss auf mein Benehmen haben. Es tut mir Leid. Und... Danke, dass du... das würde nicht jeder machen.“ , sprach sie leise und unsicher. Ein lächeln huschte über sein Gesicht und er setzte kurz zu Antwort an, als sie schon weiter sprach und fragte, wie er überhaupt hieß. Verwirrt schaute er sie an. „Hab ich das noch nicht erwähnt?“, platze es aus ihm heraus und die Black schüttelte kurz den Kopf, jedoch hatte Ted das Gefühl, dass sie lächelte. „I-Ich bin Ted. Naja, eigentlich Theodore, aber Ted ist mir Lieber. Oder Tonks. Also Ted Tonks…“, sagte er und war sichtlich verwirrt über die Worte, die er über die Lippen brachte. Er konnte wohl keine normale Konversation führen, deshalb schaute er kurz verdutzt auf den Boden. „Tut mir leid, dass ich gerade etwas verpeilt bin, aber du wirfst mich gerade etwas… äh.. aus der Bahn.“, gestand er und schmunzelte. Moment.. hatte er grad wirklich gesagt, dass Andromeda Black ihn aus der Bahn geworfen hatte? Lieber ehrlich und direkt , als…. Falsch und indirekt?
„Und du musst dich nicht Bedanken, das ist selbstverständlich… bei mir zumindest. Und Entschuldigen musst du dich auch nicht. Ich war wohl eher der Auslöser für dein Gefühlsausbruch… kann doch jedem Mal passieren. Hätte ich dich nicht gefragt, wäre es dazu nicht gekommen.“ Ted’s Blick war immer noch auf Andromeda geheftet. Sie schaute ihn immer noch nicht an, was ihn langsam auch wurmte. Er konnte Gefühle der anderen so gut erkennen, wieso konnte sie ihn nicht angucken, für einen Moment? Dann würde ihm so viel einfacher Fallen zu reden. Schon wieder dieses komische Gefühl. Normalerweise redete er einfach vor sich hin, was viele zum Lachen brachte, aber nun wollte er bloß nichts Falsches machen oder sagen. Sie war wie eine Katze, platzte es in seinem Kopf. Man musste sich langsam nähern, denn man konnte sie leicht verscheuchen.

„Es beunruhigt mich… dass du mich nicht ansiehst.“, teilte er ihr noch zögerlich mit, ohne jegliches Ziel vor Augen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sie auf Wunsch von ihm, ihn einfach anschaute. Er hatte es ja eigentlich auch nicht verlangt, sondern es einfach in den offenen Raum gestellt. Er musste also wohl die Initiative ergreifen und selbst was machen, worauf er kurz zögerte. Durfte er sie überhaupt einfach so berühren? Nicht, dass das verboten wäre, aber wenn ihr das unangenehm war und sie dann erst recht wütend auf ihn war, weil er womöglich irgendein perverses Schwein war der sie einfach berührte und über sie herfallen würde. Nein, das war nicht sein Ziel. Sein Ziel war es… sie ansehen zu können. Womöglich etwas aus ihren Gesichtszügen zu lesen. Doch dafür kannte er sie ja erst knapp 5 Minuten, da würde das wohl eher auf das erste fallen. Ein Schwein, der nur an ihre Unterwäsche kommen wollte. Was er natürlich nicht wollte, weil er sie ja nicht kannte und das ja eigentlich nicht so funktionierte. Nicht, dass er sie nicht attraktiv fand, nein sie war einfach bombe. Also bombe vom Aussehen her. Mit Kleidung und vor allem mit Unterwäsche. Also, nicht dass sie ohne Unterwäsche schlecht aussehen würde, nein bestimmt super, aber aber aber… WOWOWOWOWOWOWOWOWOOOHOOOW , rief er sich zur Besinnung, bevor er womöglich anfing irgendwas zu murmeln oder mehr auf das Thema einging. Nein, das war nicht angebracht, also musste er sich über Andromeda und ihrer Unterwäsche irgendwann anders Gedanken machen… Nein, er würde sich überhaupt keine Gedanken darüber machen! Was sollte das denn von ihm? Wer war er? Sicherlich nicht so einer! Ted schluckte und blinzelte ein paar Mal, um sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.

Theodore Tonks! DU nimmst jetzt deinen verdammten Mut ZUSAMMEN und tust etwas! Verstreu dein Mut nicht schon wieder , sagte er amüsiert zu sich selbst, obwohl an dieser Situation nichts amüsant war. Es war wie ein Schutzmechanismus von Ted, wenn irgendwas nicht in Ordnung war, fand er immer irgendwas Lustiges in ihm. Schnell vertrieb er die Gedanken und schüttelte seinen Kopf. Er schrieb sich selbst unter die Kategorie ‚Kindskopf‘ auf und steckte diese Gedanken in eine Schublade in seinem Gehirn und verschloss diese fest. Und damit nahm er dann wirklich seinen Mut zusammen, rutscht näher zu Andromeda und hob ihren Kopf sanft nach oben, sodass sie ihn angucken konnte und er natürlich sie. Er schloss kurz die Augen, als er flüsterte: „Ich glaube ich kenne dein Problem. Nicht dieses, aber ich denke ich sehe diese… quälende Frage in deinem Kopf.“ Als er seine Augen wieder öffnete, schaute er ihr Mitten in die Augen. Er sah ihr an, dass sie ihn verstand, ohne das er auf das Thema weiter eingehen musste. Er sah ein etwas verwirrtes und erschrockenes Gesicht, doch das veränderte sich kurz darauf wieder. Er lächelte, es sah irgendwie süß aus, wie sie da saß. Man sah ihr noch an, dass sie geweint hatte, doch er hatte das Gefühl, dass er sie nun abgelenkt hatte. Während sie vermutlich noch eine Antwort auf seine Aussage suchte, konnte er seinen Blick nicht von ihren Augen abwenden. Er fühlte sich wie in einen Bann gezogen und lachte kurz auf und lehnte sich dann zurück, er stütze sich auf seinen Armen. „Verdammt, deine Augen bringen mich einfach aus dem Konzept. Aber bitte, versteck dein Gesicht nicht mehr. Ich würde es gerne noch weiter betrachten.“
Und damit blickte er Andromeda weiter an, während er gespannt auf ihre Antwort wartete. Zwar sagte etwas in ihm, dass er sich keine Hoffnungen machen sollte, dass sie weiterhin so freundlich blieb und vor allem offen, doch diese Stimme drängte er zurück, denn das einzige, worauf er sich nun konzentrieren wollte, war Andromeda.
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BeitragThema: Re: Ländereien   Fr März 30, 2012 11:26 am

„Hab ich das noch nicht erwähnt?“
Ein kleines Schmunzeln wollte sich auf ihre Lippen stehlen, doch sie unterdrückte es, so gut es ging. Es war nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Gab es den überhaupt für sie? Dennoch war sie unendlich erleichtert, dass er ihr nicht böse war, weil sie seinen Namen nicht kannte. 'Welchen Grund hätte er auch? Es gibt so viele Schüler hier, niemand kann von mir erwarten, dass ich jeden Einzelnen beim Namen kenne.' Trotzdem hatte sie das Gefühl gehabt, ihn kennen zu müssen. Vielleicht war es auch einfach nur deshalb, weil sie es gewohnt war, dass man sie sofort erkannte. Oder weil irgendetwas in ihr meinte, sie war bereits zuvor in dieser Situation gewesen, mit diesem Jungen, ohne seinen Namen zu wissen... was für ein Blödsinn! Daran würde sie sich doch erinnern, oder nicht?
Sein - Teds Gestammel - anders konnte man es schon fast nicht mehr bezeichnen - als er sich ihr schließlich vorstelle, war mehr als einfach nur niedlich. Für Andromeda war es nichts Ungewohntes, sich jemandem vorzustellen. Mein Name ist Andromeda Black, ich besuche derzeit die 5. Klasse in Hogwarts, freut mich sehr ihre Bekanntschaft zu machen, Mr. X. In den Ferien begegnete sie oft Freunden und Bekannten ihrer Eltern und obwohl diesen natürlich klar sein sollte, wen sie vor sich hatten, so gehörte es dennoch zum guten Ton in der Gesellschaft, sich vorzustellen, ohne dabei allerdings unnötig Zeit zu vergeuden. Immer wieder hatte sie erst vor wenigen Wochen noch den immer gleichen Spruch aufgesagt, Menschen gegenüber, die es überhaupt nicht interessierte. Da war Ted eine willkommene Abwechslung, zumal es ihm - zumindest in ihren Augen - Persönlichkeit verlieh. Diesmal konnte sie das Lächeln nicht verbergen - zu ihrem Glück (?) konnte er ihr Gesicht allerdings weiterhin nicht sehen, von daher verschwendete sie keinen weiteren Gedanken daran.
„Tut mir leid, dass ich gerade etwas verpeilt bin, aber du wirfst mich gerade etwas… äh.. aus der Bahn.“ Ein paar Sekunden lang glaubte die junge Hexe fest daran, dass sie sich verhört hatte. Niemand würde so etwas je zu ihr sagen, erst recht nicht nach einer derartigen Szene wie der Vorangegangenen. Oder womöglich interpretierte sie es auch lediglich falsch. Vielleicht meinte er es gar nicht positiv, sondern negativ, dass es ihn durcheinander brachte, dass sie überhaupt mit ihm sprach und... mehr. Es hörte sich viel logischer an, wäre da nicht seine Stimme. Sie konnte ihm zwar weiterhin nicht direkt ins Gesicht sehen, aber sie meinte herauszuhören, dass er dabei lächelte. Eventuell lag es nicht direkt daran, wie er es sagte, sondern an seiner Stimme im Allgemeinen. Viel gesprochen hatten sie ja offensichtlich noch nicht miteinander, doch bereits jetzt war Andromeda der festen Überzeugung, dass sie immer so sanft, weich, ruhig und liebenswert klingen musste. Nicht, wie manch andere, die kratzige Laute von sich gaben oder anscheinend keine Kontrolle über die Lautstärke hatten, in der sie sprachen. Nein, Teds Stimme war gewiss tagein, tagaus so... traumhaft, perfekt?
Wie schaffte sie es eigentlich durchgehend vom Thema abzukommen? Normalerweise war ihre Konzentration doch besser, oder? Zumindest waren ihre Überlegungen sonst nicht so... ungewohnt. Merkwürdig? Ja, das bestimmt auch. Nie hatte sie darüber nachgedacht, was sie als perfekt empfand. Sie kannte die Vorstellungen ihrer Familie, die meisten ihrer Freunde, doch eigene hatte sie bisher nicht gehabt. Wobei die Betonung anscheinend auf dem bisher lag. Denn seit ein paar Minuten hatte sich ihr Bild von Perfektion langsam aber sicher geschärft, wurde immer deutlicher sichtbar. Und ließ kaum einen Zweifel zu. So in sich versunken bemerkte sie kaum, wie er fortfuhr. "...Ich war wohl eher der Auslöser für dein Gefühlsausbruch… kann doch jedem Mal passieren. Hätte ich dich nicht gefragt, wäre es dazu nicht gekommen.“
Nein. Nein Nein Nein Nein. Das war falsch. Nichts daran war richtig. Am liebsten hätte sie ihm lauthals widersprochen. Er trug garantiert nicht die Schuld daran, wie alles gekommen war. Wieso sagte er sowas dann? Das war nicht okay. Das durfte er nicht. Es trug nur dazu bei, dass sie sich noch elender und gemeiner fühlte, als sie es allein durch ihre Zugehörigkeit zum Hause Slytherin ohnehin tat. Sie wusste nicht, wie oft sie sich die Frage nach dem Warum heute schon gestellt hatte, gewiss an die tausend Mal. Warum stand sie nicht einfach auf und ging fort? Warum belästigte sie Ted weiter mit ihrer Anwesenheit? Warum interpretierte sie so viel in alles hinein was er sagte oder tat? Wie gerne würde sie ihren Kopf jetzt gegen den Baum schlagen, doch das käme wohl ein wenig sonderlich herüber, und auch wenn sie nicht verstand, warum genau er bei ihr blieb, so wollte sie es dennoch nicht negativ beeinflussen, indem sie sich wie eine Verrückte aufführte.
„Es beunruhigt mich… dass du mich nicht ansiehst.“

Elektrische Stöße durchzuckten ihren Körper an den Stellen, an denen er sie berührte - zumindest fühlte es sich genau so an. Zuvor hatte sie zwar bereits in seinen Armen gelegen, doch war dies mehr eine freundschaftliche, tröstende Situation gewesen. Jetzt... seine Finger lagen vorsichtig, fast schon... zärtlich an ihrem Kinn, zwangen sie mit sanftem Druck, ihn anzusehen. Nur zu gern gab sie dem nach. Wie sie es leid war, seinen Blicken auszuweichen. Viel zu knapp war die Zeit bemessen gewesen, in der sie ihn hatte ansehen können. Leider war ihr das erst danach bewusst geworden, als es zu spät war. Sie vergaß, wie man Luft holte, als sie ihn verschüchtert von unten her ansah. Seine Augen fesselten sie, dieser... Ausdruck, für den sie nicht einmal eine passende Beschreibung hatte. Kein Hauch von Feindseligkeit lag in seinen Zügen, nicht einmal das kleinste Körnchen Hass, der kleinste Funke Zorn. Er strahlte, und alles was sie erkennen konnte, war reines, unverfälschtes Glück. Er schloss seine Augen, und bei jedem geflüsterten Wort spürte sie seinen Atem als leichten Luftzug im Gesicht. Alles in ihr schrie danach, sich ein kleines Stückchen, wirlklich nur ein winziges Stückchen weiter vor zu lehnen. Die Vernunft hatte sie längst vergessen. Seine Worte ließen sie vergessen. Warum hatte sie so viele Jahre benötigt, um ihn zu treffen? Warum hatte sie so lange gelebt ohne zu wissen, was - wer - direkt vor ihrer Nase war? Sekunden, Stunden, Tage, Woche, womöglich sogar Jahre war sie in seinem Blick gefangen, ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, wie viel Zeit wirklich verging. Es wat auch nicht wichtig. Es zählte nur der Junge, der nur wenige Zentimeter von ihr entfernt saß und sie ansah, als gäbe es nichts sonst auf der Welt. Genauso wie er im Moment das Einzige war, das in ihrer Welt existierte.

Und dann drehten sich die Zeiger der Uhren plötzlich weiter, die verstummten Geräusche der Natur setzten erneut ein und der Augenblick war vorbei. Wie benommen beobachtete Andromeda Ted, während er sich zurücklehnte. Unter normalen Umständen hätte sie sich womöglich gefragt, was schief gelaufen war, doch ihre Gedanken blieben den gewohnten Bahnen noch immer fern. Anstatt sich zu benehmen, tanzten sie durch ihren Kopf, rollten durch die Gegend, sprangen, überschlugen sich und sorgten dafür, dass sie bald nicht mehr wusste, wer sie war oder was sie hier tat. Und erneut war es seine Stimme, die sie aus der tranceartigen Stimmung riss. „Verdammt, deine Augen bringen mich einfach aus dem Konzept. Aber bitte, versteck dein Gesicht nicht mehr. Ich würde es gerne noch weiter betrachten.“ Seine Worte führten dazu, dass ihre Wangen sich röteten und sie schon wieder wegsehen wollte. Doch sie tat, worum er sie bat, und wandte ihr Gesicht nicht ab, auch wenn sich der Black nicht ganz erschloss, warum er so etwas sagte.
Irgendwann fiel ihr dann auch wieder ein, dass er bereits zuvor etwas gesagt hatte und mit einiger Mühe gelang es ihr sogar, sich daran zu erinnern. Nachdem sie sich gesammelt hatte, hob sie ihren Blick, und versuchte beim Kontakt mit dem seinen nicht erneut die Kontrolle über sich zu verlieren, was ihr wahrlich schwer fiel. Aber irgendwann schaffte sie es dann doch die nötige Selbstbeherrschung aufzubringen, um zu sprechen. "Wie... wie kannst du das?" Um ehrlich zu sein war ihre Stimme in diesem Moment nicht mehr als ein leises Wispern und sie hoffte, dass er sie noch verstand. "Niemand... das..." Verdammt. Doch nicht so gefestigt, was? Unsicher holte sie einmal tief Luft. Warum lenkten seine Augen sie nur so ab? Zweimal. Warum konnte er nicht woanders hinschauen? Dreimal. Endlich kehrte wenigstens eine Ahnung von Ruhe ein. "Manchmal denke ich, dass mich niemand... sieht. Wirklich sieht. Alle meinen sie zu wissen wer ich bin. Keiner macht sich die Mühe, darüber nachzudenken. Und... jahrelang war ich immer nur 'die nette Black'. Heute habe ich mal 'nen schlechten Tag und auf einmal... sie denken alle, ich wäre wie meine Schwester. Ich sehe es in ihren Gesichtern. Sie denken, ich bin genau wie Bella. Die Wahrheit interessiert keinen. Wie denn auch, ich weiß es ja selber nicht. Vielleicht bin ich wie sie. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht."
Sie wollte nicht daran glauben, doch hatten es die letzten Stunden nicht bewiesen? Und wieso erzählte sie Ted das alles überhaupt? Wann war er zu ihrem persönlichen Seelenklempner geworden? Wahrscheinlicht interessierte es ihn nicht einmal und er war nur zu höflich um einfach aufzustehen. Dennoch brachte sie es nicht über sich, ihm diese Option einzuräumen. Die Angst davor, dass er sie nutzen würde, war zu groß. Es wäre der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen würde, würde er sie nun alleine lassen.
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BeitragThema: Re: Ländereien   Mi Apr 04, 2012 7:23 am

((schlimm... nicht lesen..Oo))

Lächelnd betrachtete Theodore das schüchterne Mädchen vor sich. In diesen wenigen Minuten hatte sie viele Fassaden gezeigt, doch am Liebsten hatte er diese. Zumindest von denen, die er bis jetzt gesehen hatte. Ihre Wangen waren errötet, als hätte er irgendetwas Falsches gesagt, doch dem war nicht so. Er hatte die Worte gesagt, die er sagen wollte, alles war Richtig. Es gefiel Ted, dass er Andromeda in so eine Lage versetzte, das zeigte nur von Zuneigung. Außerdem blies er damit ihre trüben Gedanken weg, was sein Eigentliches Ziel sein sollte. Eigentlich, doch sein Ziel war es, sie zu beeindrucken und sie kennen zu lernen. Er wollte so viel wie möglich von ihr erfahren. Sie konnte ihm sogar nur etwas über das Wetter erzählen, er würde an ihren Lippen hängen – ohne Zweifel. Er wollte eigentlich nur den Klang ihrer Stimme hören und sehen, wie sie sich nervös durch die Haare fuhr. Schon jetzt huschten ihre Blicke mal zu ihm, daraufhin huschten sie schnell zu Boden, was Ted wieder zum Lächeln brachte. Schon immer fand er es an Frauen attraktiv, wenn sie schüchtern waren. Wenn sie so süß vor sich hin schauten, immer in der Hoffnung, dass der Mann nicht sah, dass sie verlegen war. Immer wenn Ted das sah, wurde ihm warm um’s Herz. Es zeigte ihm, dass er sich selbst lieben sollte, sich akzeptieren sollte – was er auch Tat. Doch bei Andromeda tat es gut. Es Tat gut zu wissen, dass sie wegen ihm verlegen war, obwohl er von Muggeln abstammte. Es gab ihm viel Selbstvertrauen und er wurde sich seiner Sache immer sicherer. Dieses Mädchen wollte er näher kennen lernen. Er wagte es noch nicht zu sagen, dass er sie erobern wollte – nein, so viel Hoffnung hatte er noch nicht in sich. Immerhin war sie von vielen begehrt, da war er nur ein Bäumchen im Wald. Doch eine Stimme in ihm sagte; dass er diese Chance ergreifen sollte und konnte, denn sie saß ja nun vor ihm , war verlegen und zeigte keine Abneigung. In genau diesem Moment baute der Tonks Hoffnung auf, sie womöglich zu erobern, auch wenn dieser Glaube ihm womöglich nicht gut tat. Er könnte sich zu viel erhoffen und dann enttäuscht werden, was er ja eigentlich vermeiden wollte. Dazu kam auch, dass sie eine Black war, also nicht gut auf einen Muggel zu sprechen. Nein Ted. Red es dir nicht ein. Du darfst und kannst das nicht! , rief er sich zur Besinnung. Wieso kam er auf solche Ideen? Er sollte sich lieber an Mädchen halten, die aus seinem Haus waren, ihn vielleicht sogar schon kannten. Denn eigentlich kannte er Andromeda null.. obwohl man das natürlich ändern konnte. Doch eigentlich konnte er das. Und Durfte auch. Wieso auch nicht? Es stand nirgends geschrieben, dass dies verboten war – es war einfach nur nicht klug. Doch Ted scherte sich nicht darum, ob es klug war oder nicht. Einzig auf sein Herz wollte er hören und das sagte ihm gerade, dass er wollte und sollte .

"Wie... wie kannst du das?", hauchte eine Stimme in seine Richtung. Seine Augen sahen Andromeda, die gerade mit aller Kraft – so schien es ihm – versuchte, seinem Blick Stand zu halten. Genau das versuchte Ted gerade auch, denn diese braunen Augen brachten ihn wieder aus der Fassung. Er sah ihre Lippen wieder Worte formen, doch es kamen nur ein paar einzelne Worte. Ted wartete Geduldig auf die Worte der Black, er wollte noch nichts sagen, er wollte sie nicht unterbrechen. Es wäre eine Andeutung, dass sie schneller was sagen sollte – doch Ted hatte alle Zeit der Welt für sie nun. Er wollte sie nicht hetzen, außerdem musste er leise lachen als sie nicht die richtigen Worte fand, woraufhin Andromeda wieder etwas Farbe in die Wangen huschte. Ted sag ihr an, dass sie Worte suchte, die Ihre Lage beschrieben. Das war alles Jahrelange Übung von dem Tonks, mittlerweile sah er es Menschen an, woran sie dachten. Andromeda versuchte Fassung und Lösung von dieser Situation zu finden, sie versucht sich zu erklären, warum Ted sie immer noch gebannt ansah. Zumindest mutmaßte es Ted so, er konnte ja keine Gedanken lesen. Doch das Gesicht von ihr war verlegen, doch auch zugleich leicht angespannt – vermutlich wegen diesem Ereignis, oder den Ereignissen die Geschehen sind. "Manchmal denke ich, dass mich niemand... sieht. Wirklich sieht. Alle meinen sie zu wissen wer ich bin. Keiner macht sich die Mühe, darüber nachzudenken. Und... jahrelang war ich immer nur 'die nette Black'. Heute habe ich mal 'nen schlechten Tag und auf einmal... sie denken alle, ich wäre wie meine Schwester. Ich sehe es in ihren Gesichtern. Sie denken, ich bin genau wie Bella. Die Wahrheit interessiert keinen. Wie denn auch, ich weiß es ja selber nicht. Vielleicht bin ich wie sie. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht."

Die erste Reaktion von Ted war, dass er eine Augenbraue Hochzog. Die zweite – dass er lächelte. Er lächelte, weil die Gesichtszüge von Andromeda auf einmal erleichterter waren – wahrscheinlich, weil sie endlich ihre Meinung gesagt hatte, erzählt hatte, warum sie so angespannt war. Jedem Menschen tat es gut mit jemanden zu reden. Doch auch ihre Überlegungen fand er amüsant, denn mit Bella konnte man Andromeda überhaupt nicht vergleichen. Bellatrix hätte ihn schon umgebracht, wenn er sie überhaupt berührt hätte. Doch Andromeda hatte ein Herz, im Gegensatz zu ihrer Schwester. Bellatrix war von sich selber zu überzeugt, ging nicht auf andere ein und hatte keinen gesunden Menschenverstand mehr. Hätte sie einen, würde sie einsehen können, dass es nichts bringt wenn man ein Reinblut war.
Doch der Dritte Grund, warum er lächelte war, weil sie überhaupt zu ihm sprach. Sie erzählte ihm ihre Sichtweise, ihr Problem. Dies zeigte, dass sie ihm im Gewissen Maße vertraute und ihn mochte. Sein Herz machte ein Hüpfer, er freute sich, dass sie ihm so etwas erzählte. Als ob sie schon Jahrelange Freunde gewesen wären und dies ein Kriesentreffen war, wo sie über ihre Probleme sprachen.

Sicherlich ist es ihr unangenehm, dass ich hier nur lächelnd vor ihr sitze und nichts sage. Sie kommt sich bestimmt dumm vor, als ob ich sie auslache! Ted räusperte sich und überlegte nun, was er ihr sagen könnte, um sie vielleicht von dem dummen Gedanken wegbringen zu können, dass sie so wäre wie Bellatrix. „Du bist eine Black, von dir wird wohl erwartet, wie du bist und keiner befasst sich mit dir. Dich stempeln sie wohl alle so ab wie du sein solltest. Doch tust du was, was andere nicht erwarten, schockt sie das alle. Weißt du, Menschen sehen sich nicht die Guten Sachen, die wundervollen Gewöhnlichen Sachen an einer Person an, sie befassen sich lieber mit den Momenten, die einem nicht gelungen sind. Dein Fehltritt war wohl heute, was natürlich alle sofort gesehen haben. Damit haben sie dich verurteilt und sehen sich wieder anders.“, sagte Ted leise und fuhr sich durch die Haare. Sein Blick glitt zum See und er sprach einfach, obwohl er keinen Sinn in seinen Worten fand: „Denke niemals du bist jemand anderes, wenn andere es sagen, das habe ich gelernt. Du bist so, wie du sein willst, wie du dich siehst und nicht so, wie andere Leute es sehen. Du bist so viel Wert, wie du denkst und nicht, wie andere es sehen. Lass dich nicht einschüchtern von unbekannten Leuten, die meinen du bist jemand anderes. Es wird wohl Leute geben, die wissen, wie du wirklich bist. Und dein Ziel ist auch, diese Personen zu finden, die wirklich sehen wollen wer du bist. Da das Leben Bekanntlicherweise kein Ponyhof ist, musst du lange und gründlich suchen.. und bitte..“, fügte er lächelnd hinzu; „denke niemals du bist Bellatrix. So wie ich das sehe, bist du besser als sie. Du hast ein Herz, ein gutes Herz. Offen für neues, im Gegensatz zu deiner Schwester. Sie hat einen Blickwinkel gesehen und denkt, er ist der beste. Sie nimmt keine Rücksicht auf andere und hätte mich wohl schon umgebracht wenn ich *das* gemacht hätte.“ – und damit strich Ted eine Strähne aus Andromedas Gesicht. Dies brachte ihn wieder so zum schwanken, dass er gar nicht mehr wusste, was er sagen sollte.
„Und siehst du; ich bin noch lebend und fühle mich besser als eh und je. Zu deiner anderen Frage, wie ich das mache… so bin ich.. ich hatte diese ‚Gabe‘ schon mein Leben lang“.
Lauter Sinnloser Wörter!, fuhr ihm durch den Kopf. Was er gerade gesagt hatte – diese Predigt – erschien ihm nun nicht mehr so Sinnvoll. Mit diesen Worten und Gedanken wandte sich der Tonks wieder ab und schaute zu dem See, der immer noch ungerührt aussah. Ganz anders, als Ted. Er wollte nicht so viel sagen, ihr einen Vortrag halten. Doch er hatte es getan – und damit hoffte er nur, dass Andromeda ihm das nicht übel nahm.
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BeitragThema: Re: Ländereien   Do Apr 05, 2012 10:19 am

So why're you Sad?
Don't you know that
It's you who holds my dreams and seems to always come back?
How do I live without you?
How could you walk away from this, just walk away from this again?
How do I live without you?
How could you walk away from this, just walk away from this again?
Again
Again
All those days you waste on me
I just can't let you go


Wie lange saßen sie hier schon? Sekunden... Minuten... Stunden? Es fühlte sich an wie die Ewigkeit. Andromeda wusste es schlichtweg nicht mehr. Was ihr aber klar und deutlich ins Auge stach, als sie versuchte sich daran zu erinnern, war, dass sie nicht mehr verfolgt wurde. Keine Horrorgestalten folgten ihr, wohin sie auch ging. Kein Blut tropfte von Gegenständen oder Wänden oder war überhaupt irgendwo wo es nicht hingehörte. Und kein wahnsinniger, mordender Schatten war hinter ihr her. Sogar die Träume von der letzten Nacht schienen weniger unheilvoll als vorhin. Ted brachte Licht in die düstere Welt ihrer Hirngespinste und Albträume, und dieses Licht ließ alles ein bisschen harmloser aussehen. Weniger angsteinflößend. Und es beruhigte sie. Seine Anwesenheit beruhigte sie. Nahm ihr alle Furcht. Obwohl sie genügend Gründe hätte, sich zu ängstigen, solange er an ihrer Seite war, waren sie unbedeutend und winzig.
Deswegen wollte sie nicht, dass er ging.
Deswegen wollte sie, dass er blieb.
Denn sobald er gehen würde, würde alles zurückkehren, dessen war sie sich gewiss. Die Schatten und alles andere ebenso. Sobald er sie verlassen würde, wäre alles wieder da. Allein die Vorstellung war unerträglich. Er durfte sie nicht alleine lassen.
Aber sie konnte ihn ja schlecht dazu zwingen, bei ihr zu bleiben. Früher oder später würde er aufstehen und gehen und dieses... Gefühl... würde mit ihm gehen. Früher oder später würde er sie im Dunkeln zurücklassen. Denn er hatte sein Licht ja immer bei sich, er war nicht abhängig von ihr und es wäre auch nicht fair, ihn aufzuhalten, nicht, wenn sie ohnehin schon wusste, wie es enden würde. Nämlich schlecht. Einen anderen Weg gab es gar nicht, nicht wenn sie - eine Black - versuchte, mit einem muggelstämmigen Gryffindor auszukommen. Da war das Desaster ja bereits vorprogrammiert!

Programmiert... auch so fühlte sie sich ab und an. Als hätte sie nie das Recht gehabt, etwas selbst zu bestimmen. Als hätten ihre Eltern sie programmiert, noch bevor sie geboren war. Vielleicht hatten sie ja einen genauen Steckbrief inklusive Lebenslauf angefertigt, einen für den Fall dass es ein Junge wird und einen für den Fall, dass es ein Mädchen wird. Vielleicht hatten sie auch nur den alten "falls-Bella-ein-Junge-geworden-wäre"-Steckbrief wieder verwendet und hatten eine erneute Enttäuschung einstecken müssen. Doch nein, Enttäuschungen gab es in diesem System der Blacks nicht. Jede Eventualität war eingeplant, man kreuzte einfach an, was zutraf und hatte sofort sämtliche Wege, die von diesem Punkt aus möglich waren und was man in diesem und jenem Fall tat. Ihre Eltern hatten jede von ihnen - alle drei Schwestern - durch ihr Verhalten und ihre Erziehung unterschiedlich beeinflusst - gehörte auch das zum großen Plan? Bestimmt. Es gab nichts, das nicht vorhergesehen war. Also... war es beabsichtigt, dass sie zu der zwiegespaltenen Persönlichkeit geworden war, die im Moment versteckt unter einem Baum saß? Hatten sie nur nach einem Sündenbock gesucht, von wegen man brauchte ohnehin nur zwei der drei Mädchen, da kann man die Unwichtigste davon ruhig ein bisschen triezen.
Es gab nichts Ungeplantes in dieser Welt.

Make up your mind and I'll make up mine
Don't worry about me I'll be fine
Those words that you said to me why wasn't I listening
I wish I hadn't met you at all. I started thinking...


Hier zu sein war trotzdem eine Dummheit. Am Ende spielte sie ihnen in die Hände, ohne es zu wissen, suchten sie anscheinend nur noch nach einem Grund, um sie loszuwerden. Und so würde sie ihn nur mit reinziehen - das wollte sie aber noch viel weniger. Sollte er lieber zurück gehen zu seinen Kätzchen-Freunden, da wäre er besser aufgehoben. Die verdienten es, jemanden um sich zu haben, der so nett war, dass er sogar seine Feinde trösten wollte. Sie jedoch konnte man nicht trösten. Sie war auch nicht direkt traurig. Mehr... niedergeschlagen. Und wütend. Man konnte sie nicht trösten.
Hoffentlich sorgte er sich nicht noch um sie - so wie die Hexe Ted einschätzte, traute sie ihm sogar das zu - denn das verdiente sie nicht. Sie würde auch so klar kommen.
Warum hatte sie ihn nur treffen müssen? Es wäre um so vieles weniger verwirrend. Fast... fast wünschte sie sich, ihm niemals begegnet zu sein. Aber nur fast.
Denn dieser Wunsch erinnerte sie an jemanden. Jemanden, den sie niemals vergessen wollte und trotzdem bereute sie es, ihn kennen gelernt zu haben, alles in allem hatte er ihr zu viele Schmerzen bereitet...

Make up your mind and I'll make up mine
Don't worry about me I'll be fine
The last time you yelled at me I swore that I heard you say
'I wish I hadn't met you at all'...

Andromeda war nie das typische 'verknallte kleine Mädchen'. Sie war ohnehin nie das typische kleine Mädchen. Dazu war sie zu ruhig, hielt sich zu sehr zurück, ohne diese Aura von Unsicherheit, die viele andere zurückgezogene Menschen hatten. Also war es wirklich nicht verwunderlich, dass sie nicht heimlich Liebesbriefe schrieb oder seinen Namen mit Herzchen verzierte. Verliebt sein hatte nichts Romantisches für sie. Es war nur ein ungewohntes Gefühl, dass ihr - zugegeben - ein wenig Angst einjagte. Manchmal, wenn er lernte oder sich mit Freunden unterhielt, dann beobachtete sie ihn insgeheim, folgte seinen Bewegungen mit Blicken. Sie malte sich keine niedliche Liebesgeschichte aus, wie sie in Märchen vorkam - Märchen hatte sie nie gelesen. Aber sie dachte darüber nach, welche Chance auf eine Zukunft sie mit ihm hatte. Und die war gar nicht mal so schlecht. Immerhin, er war ein Reinblüter und das gefiel ihren Eltern sicher. Womöglich hatten sie sogar genau das geplant. Trotzdem konnte sie sich über diese Erkenntnis nicht wirklich freuen...
...
"Du bist verrückt! Einfach verrückt!"

Sie hatte es ihm gesagt. Warum?

"Ich mag eine andere."

Er hatte ihr die Wahrheit gesagt. Warum?

"Wollen wir Freunde sein?"

Ja. Sie hatte ja gesagt. Denn sie mochte ihn noch immer.

"Du bist meine beste Freundin, weißt du das?"

Friendzoned. Verdammt.

'I wish I hadn't met you at all'?


Aber... Ted war nicht wie Rodolphus. Würde es nie sein. Der Unterschied war einfach... zu groß. Und er würde ihr nie so etwas sagen. Nein... im Moment sah es eher so aus, als wäre sie in diesem Spiel der Bösewicht. Es war Wahnsinn sich einzubilden, dass er ihre Gesellschaft wollte, dennoch ließ der Gedanke sie nicht los, dass es eine gemeine Untat wäre, ihm das zu sagen. Wo es doch nicht einmal richtig stimmte.

Who knows who's right or wrong?


Versunken in ihre ganzen Grübeleien hatte Andromeda überhaupt nicht mitbekommen, dass er wieder mit ihr sprach. Gar nicht gut. Sie hatte verpasst, was er ihr erzählt hatte und bei ihrem Glück war es sicher was ganz Wichtiges gewesen. Doch selbst jetzt, nachdem es ihr aufgefallen war, brachte sie es einfach nicht fertig, seinen Worten zu folgen. War es nicht im Grunde unwichtig, was er sagte? Viel, viel wichtiger war es, wie er dabei aussah. Wie er es sagte. Wie seine Lippen sich bewegten und seine Augen schelmisch aufblitzten. Er sah sie kein bisschen böse an, oder abwertend, sondern so, als wäre sie jetzt gerade im Moment der wichtigste und interessanteste Mensch auf Erden.

I... I... I... I...
can't get you out of my head.
God knows I've tried
But I just can't forget


Nun, wo sie ihre Aufmerksamkeit erneut auf ihn richtete, fiel ihr auf, wie sehr er sich bereits nach so kurzer Zeit schon in ihren Gedanken eingenistet hatte. Er ließ sie nicht mehr los. Beherrschte sie. Und um ehrlich zu sein hatte sie nichts dagegen...

Maybe it was the way you talked
Maybe it was the way you laughed
I don't know just what it is
But I know I want you bad


Irgendwie hatte er es geschafft, sie in seinen Bann zu ziehen. Anzulocken wie eine Venusfliegenfalle eine kleine Fliege. Und nun klebte sie fest an ihm, er ließ sie nicht mehr los. Und die dumme kleine Fliege Andromeda wollte gar nicht fort. Sie liebte es, an seiner Seite zu sitzen.
Was war nur los mit ihr?!

I... I... I... I...
can't get you out of my head.
God knows I've tried
But I just can't forget


Wie gefesselt starrte sie ihn an. Immer noch bewegten sich seine Lippen und immer noch verstand sie kein Wort von dem was er sagte. Aber, wie sie zuvor bemerkt hatte, es zählte auch nicht. Wieso denn auch? Solange er redete, ging er nicht fort, und solange er nicht fortging, konnte sie ihn weiter betrachten. Das war wichtig. Sonst nichts. Sie wollte nicht, dass er aufhörte, oder wieder verschwand. Merkwürdigerweise hatte sie plötzlich Angst, dass sie ihn, wenn er nun ginge, nie wieder finden würde.

Maybe it was the way you smiled...

Sein Lächeln entschied es für sie. Ihr Denken war endgültig ausgeschaltet. Vernunft? Unsinn. Irgendwo erinnerte sie sich an den Augenblick vor wenigen Minuten, als sie ihm so nahe gewesen war... beinahe hatte sie die Elektrizität gesehen, die kleinen Blitze, die zwischen ihnen hin und her schossen. Das, genau das, wollte sie wieder spüren. Ohne zu zögern beugte sie sich vor. Hielt nur für wenige Sekunden, höchstens ein oder zwei inne, ehe sie ihre Lippen auf seine legte und ihn damit zum Verstummen brachte. Zum Glück war der Baum direkt hinter ihm, sonst lägen sie nun wohl auf der Wiese. Ihre Hand fand wie von selbst den Weg an seine Wange und von dort in seine Haare. Wie hatte sie sich danach gesehnt, ihn so zu berühren. Unsicher war sie nicht. Noch nicht. Sie hatte sich selbst genug überrumpelt, um jetzt noch zu zweifeln. Halb lag - oder saß, wie man es nahm - sie schon auf ihm. Und immer noch konnte sie sich nicht von ihm lösen. Wie gut dass er keine Anstalten machte, es für sie zu übernehmen. Denn es sollte niemals enden.

...maybe it was the way you kissed.
Yeah maybe.
I don't know just what it is
But I know I want this to last.


Abrupt und vollkommen unerwartet schaltete ihr Geist sich wieder ein und sie rutschte zurück. Brachte genügend Abstand zwischen sich und Ted, damit ihr das nicht nochmal passieren konnte - denn dieses Risiko bestand weiterhin, solange sie nur in seiner Nähe war. Und jetzt musste sie vernünftig handeln. Nicht impulsiv. Ganz schlecht.
Wenn es doch nur so einfach wäre! Aber sie hatte keine Ahnung, was sie wollte. Oder was gut war. Ob er... nicht drüber nachdenken. Das war nur bedrückend. Immerhin war sie gerade über ihn hergefallen. So benahm man sich eindeutig nicht. Und vielleicht hatte er sich bloß nicht getraut, etwas dagegen zu unternehmen - gegen sie, das seelische Wrack.
"Das... tut mir Leid." Tat es nicht. Absolut nicht. Die größte Lüge des heutigen Tages. "Normalerweise mach' ich das nicht." Das wiederum war richtig. "Ich bin heute nur etwas... durcheinander. Wird nicht wieder vorkommen." Bei diesen Worten zog sich ihr Herz zusammen, doch sie ließ sich nichts anmerken. Wie schön es doch wäre, wenn sie falsch läge! "Weißt du... ich will ehrlich sein, ja?" Sowas sagte man nicht. Mit solchen Worten werden generell schlechte Neuigkeiten verknüpft. "Du bist nett..." Andromeda Black. Was gibst du heute für einen Schwachsinn von dir? "Und sympathisch und echt lieb und alles. Nicht jeder hätte so gehandelt wie du, aber ich bin froh dass du es getan hast. Ich... ich habe das Gefühl, dass ich dir vertrauen kann. Und dass du mich verstehst. Deswegen solltest du eben wissen... ich bin nicht wie der Rest von meiner Familie, das habe ich schon gesagt. Ich bin auch nicht wie Sirius. Ich sammle keine Bettgeschichten oder dergleichen, genau genommen hasse ich dieses Verhalten. Aus diesem Grund weiß ich auch nicht, warum ich das gerade getan habe. Das... bin nicht ich. Wie gesagt, ich hab' dich gern - sofern das nach so kurzer Zeit überhaupt geht. Aber ich will dich nicht... als Kurzzeitaffäre. Das verdienst du nicht. Ich will gerne mit dir befreundet sein. Sowas fragt man normalerweise im Kindergarten, aber ich denke, hier ist es auch angebracht. Aber... ich verstehe auch wenn du es nicht willst. Das ist okay. Auch wenn ich es schade fände."


I... I... I... I...
can't get you out of my head.
God knows I've tried
But I just can't forget
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BeitragThema: Re: Ländereien   So Apr 08, 2012 8:16 am

Langsam wurde es kritisch. Echt verdammt kritisch, denn wenn eine Frau meint, einem nicht antworten zu müssen, war es vorbei. Es hieß, dass man sie langweilte und sie mit ihren Gedanken ganz woanders war. Aber war Ted wirklich so langweilig, wie sie es gerade andeutete? Oder hatte er einfach wieder irgendwelche Fantasien? Wenn er genügend Selbstvertrauen hätte, würde er natürlich alles auf das zweite schieben, doch von seinem normalen Vertrauen war gerade nur Pustekuchen übrig. Er hatte wohl sein ganzes Vertrauen in sich selbst abgelegt und fühlte sich selbst dementsprechend. So hibbelig wie ein Wackelpudding auf einer Hüpfburg mit 10 kleinen Kindern. Nein, das war keine Untertreibung, Ted fühlte sich von einer zur nächsten Sekunde wirklich so. Doch normalerweise führte er sich nur so auf, wenn er vor etwas wichtigem stand oder er selber nicht weiter wusste und wieder zu dem schüchternen kleinem Theodore wurde. Auf Hogwarts hatte er zunehmend Selbstvertrauen getankt und nicht mehr viel auf andere gehört – vor allem Reinblütern gegenüber. Er hatte stets gesagt, er sei genauso gut wie die anderen. Doch schüchtern war er gegenüber Mädchen auch nicht sehr oft. Er hatte gar keinen Grund dazu. Er war niemals ein Frauenschwarm gewesen. Natürlich; es gab immer mal Liebeleien, doch er war noch nie so schüchtern wie jetzt in diesem Moment. Diese junge Frau neben ihm, raubte ihm wirklich den letzten Verstand – im positiven Sinne.

Andromeda schaute in die Leere, es gab gar kein Anzeichen, dass sie überhaupt vorhatte ihm zu antworten, hatte sie ihm überhaupt zu gehört? Vielleicht hat er so viel geredet, dass sie automatisch abgeschaltet hatte? Ted konnte es nicht wissen und tat das, was er immer dann tat. Sich damit abfinden. Sollte sie ihm eben nicht antworten, nicht mit ihm reden – oder gar gehen. Es würde nichts ändern. Es war einfach wie ein kleines Gespräch zwischen ihnen und in der nächsten Woche würde sich eh‘ keiner mehr daran erinnern. Doch irgendwas in Ted sträubte sich dagegen, er wollte nicht, dass das Gespräch endete. Er fand Andromeda sehr sympathisch und wollte sie definitiv noch ein wenig für sich beanspruchen. Ihr näher kommen. So absurde Gedanken, wenn man bedenkt, dass Ted sie erst für ca. eine halbe Stunde kannte, doch die Gedanken schienen ihm total berechtigt. Vielleicht sollte er Andromeda womöglich fragen, ob sie sich wirklich mal treffen sollten? Denn in einem war sich der Tonks sicher: Dass alles auf Gegenseitigkeit beruht. Warum sonst hätte sie sich in seine Arme gekuschelt? Nur aus Trauer? Niemals, selbst mit Wut und Trauer auf sich würde sich niemals jemand an jeden werfen, das war zu absurd. Also konnte Ted mit nur ein wenig Unsicherheit sie fragen, oder? Sein Gefühl sagte ihm, er sollte es wagen. Sein Verstand grübelte noch. Sie glichen sich in fast keinen Sachen, kamen aus unterschiedlichen Situationen. Womöglich würde das alles einfach nur Probleme geben. Aber Ted war immer ein Typ, der aus dem Bauch heraus handelte, also nun auch. Also stand es fest. Es war riskant, aber er war sich sicher, er würde sie heute noch fragen, ob sie sich noch einmal sehen würden.


Plötzlich lagen ihre Lippen auf einander. Einfach so; ohne Grund. Die weichen, sinnlichen Lippen der Black drückten sich auf die Lippen des Tonks. Sie hatte sich einfach über ihn gebeugt und kurz innegehalten, als ob sie nicht genau wusste, ob sie es tun sollte oder nicht. Als erstes riss Ted völlig verwundert die Augen auf und wusste nicht mit der Situation umzugehen. Zum Glück hatte er etwas zum Abstützen hinter ihm, sonst hätte Andromeda ihn zu Boden gedrückt. Nachdem die Schocksituation überwunden war, genoss Ted den Kuss. Er schloss die Augen und platzierte seine Hände auf ihren Hüften, halb um sie zu stützen, weil sie sonst auf ihn gefallen wäre, halb um sie näher an sich zu ziehen. Ihre Hände fuhren durch seine Haare und Ted befestigte seinen Griff um die Slytherin. Kleine Blitze durchzuckten den Körper von Ted und in seinem ganzen Körper kribbelte es. Er lächelte in den Kuss hinein und langsam öffneten sich die Münder der beiden. Ted unterdrückte einen zufriedenen Seufzer, aus Angst, sie damit doch irgendwie zu erschrecken. Er wollte sie nicht mehr loslassen, wollte diesen Moment noch so lang genießen, bis es dunkel wurde.

Die langen Haare von Andromeda streiften sein Gesicht und er spürte, wie es dort warm wurde. Noch immer hielt er sie in seinen Armen und er hatte nicht vor, sie los zu lassen. Wie lange berührten ihre Lippen sich schon? Wie lange und wie oft würden sie es tun? All‘ diese Fragen kamen auf ihn zu, doch er verschob sie einfach auf später. Im Moment genoss er den Geruch von Andromedas Parfüm, den Geschmack ihres Kusses und ihre Hände, die zärtlich über seine Wange streichen. Doch auch er schönste Moment sollte ein Ende haben, so gehörte es sich doch. All‘ die schönen Erinnerungen sind mal zu Ende. Wie sagt man doch gleich? Wenn’s am meisten Spaß macht sollte man aufhören? So ähnlich zumindest. Genau dieser Spruch passte wohl oder übel zu Ted in diesem Moment. Warum löste sie sich so abrupt von ihm? Küsste er so schlecht? Schmunzelnd erinnerte sich Ted daran, dass andere Mädchen sich nicht beschwert hatten. Also daran konnte es nicht liegen. „Hmm.?“, grinste Ted, als Andromeda mit hochrotem Kopf von ihm rückte – sehr weit von ihm rückte. „Oh Merlin! So schlecht war ich wohl nicht, stell dich nicht so an.“, lachte er. Doch schon wieder hörte Andromeda ihm nicht zu, sie war errötet und ganz in sich gekehrt. Aber Ted wartete Geduldig und lehnte sich amüsiert zurück. Kurz fuhr er durch seine Haare, doch ein Blick von Andromeda ließ ihn innehalten. Sie sah… so fasziniert aus… als ob sie nicht wusste, ob sie es vielleicht auch noch mal versuchen würde. Schnell verschränkte Ted seine Arme vor der Brust und winkelte ein Bein an. Das könnte wohl doch noch ein langes und gutes Gespräch werden. Oder wer weiß; vielleicht redeten sie nicht so viel?

"Das... tut mir Leid." Ted hob eine Augenbraue. Es tat ihr Leid? Was? Dass sie sich von ihm gelöst hatte? Mit einem schiefen grinsen hörte er der Black weiter zu, die nicht wusste wohin mit ihrem Blick. Solang es nicht er war, war es wohl richtig. "Normalerweise mach' ich das nicht.", versuchte sie sich raus zu reden und gab Argumente wie, sie seid doch so durcheinander und und und. Frauen , rollte Ted mit den Augen. Schlimm genug, dass sie sich zu nichts trauen, aber wieso konnten sie denn nicht zu solchen Taten stehen? Also Ted hätte kein Problem damit gehabt, nun mit einem Schild rum zu laufen, wo dick und fett drauf stand: Ja, ich habe Andromeda geküsst und es war geil! „Du bist nett und sympathisch und echt lieb und alles. Nicht jeder hätte so gehandelt wie du, aber ich bin froh dass du es getan hast. Ich... ich habe das Gefühl, dass ich dir vertrauen kann. Und dass du mich verstehst. Deswegen solltest du eben wissen... ich bin nicht wie der Rest von meiner Familie, das habe ich schon gesagt. Ich bin auch nicht wie Sirius. Ich sammle keine Bettgeschichten oder dergleichen, genau genommen hasse ich dieses Verhalten. Aus diesem Grund weiß ich auch nicht, warum ich das gerade getan habe. Das... bin nicht ich. Wie gesagt, ich hab' dich gern - sofern das nach so kurzer Zeit überhaupt geht. Aber ich will dich nicht... als Kurzzeitaffäre. Das verdienst du nicht. Ich will gerne mit dir befreundet sein. Sowas fragt man normalerweise im Kindergarten, aber ich denke, hier ist es auch angebracht. Aber... ich verstehe auch wenn du es nicht willst. Das ist okay. Auch wenn ich es schade fände."

Ted lachte. Er lachte einfach drauf los und konnte es sich auch nach einer Minute nicht unterdrücken. Aber da Andromeda von Zeit zur Zeit immer verdutzter guckte, versuchte er sich wirklich zusammen zu reißen. Dann rückte er einfach wieder zu ihr und blieb Zentimeter vor ihr stehen. „Hast du dir eigentlich zugehört? Das hatte sich ganz nach einer Abfuhr angehört. Das hab ich aber gar nicht verdient! Ich habe dich auch nie mit Sirius verglichen, wieso auch? … Du hast gerade so einen Schwachsinn geredet, unglaublich.“ Er schüttelte den Kopf. „Wieso willst du dich dafür entschuldigen? Was war daran falsch? Nunja, abgesehen, dass man sich nicht sehr gut kennt und naja. Egal. Abgesehen davon. Also ich fands gut.“ Den letzten Satz sprach er etwas ernster, aber immer noch grinsend. Als ob er ein beleidigtes Kind wäre, dass sich mit einem ‚aber aber‘ Spruch aus allem raus reden wollte. „Aber ich fände es gut wenn wir Freunde wären.. aber.. hmm.“, sagte Ted, als ob er noch am Grübeln wäre.

Doch wenn sie ihn einfach küssen durfte, durfte er das dann auch? Natürlich! Ted konnte es nicht zugeben, aber sie war immer noch verführerisch für ihn. Sie noch einmal küssen, das wollte er. Und dann Tat er es auch einfach. Er hielt ihr Gesicht in seinen Händen und küsste sie zärtlich. Nach einer Zeit wurde sie auch entspannter und da sie keine Anstalt machte, ihn los zu lassen, drückte er sie sanft zu Boden. Es war so, als ob sie sich schon Ewigkeiten kannten und liebten, nichts Unbekanntes. Ja, die beiden mochten sich. Womöglich liebten sie sich sogar. Doch, sie war keine Bettgeschichte. Nein.

Und somit löste er sich und setze sich auf. Grinsend schaute er sie an, während sie sich aufsetzte. „Wenn du das darfst, darf ich das auch. Wir sind quitt meine Liebe.“
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BeitragThema: Re: Ländereien   Fr Apr 13, 2012 1:35 pm

Während sie nebenher noch damit beschäftigt war, auf eine Antwort zu warten, wanderten ihre Gedanken zurück zu dem Kuss. Wie sie in diesem einen Moment einfach alles vergessen hatte, was sie zuvor noch beschäftigt hatte. Wie seine Berührungen ein unbekanntes Kribbeln in ihrem ganzen Körper ausgelöst hatten. Und wie sie sich nun, danach, höchstens an die Gefühle dabei erinnern konnte, sonst nichts. Selbst jetzt, wenn sie nur daran dachte, kehrte eine Ahnung dieser Emotionen zurück und brachte sie weiterhin durcheinander, trotz des Sicherheitsabstands. Also lieber nicht dran denken. Obwohl es wohl nichts gab, was sie jetzt lieber täte...

Als er plötzlich anfing zu lachen, wusste sie zunächst nicht, ob sie sauer oder verletzt sein sollte. Dazu kam noch, dass er überhaupt nicht böse wirkte und dass die Erfahrung der letzten Minuten sie zu dem starken Verdacht führte, dass er dazu überhaupt nicht in der Lage war. Wieso jedoch lachte er sie dann offensichtlich gerade aus? Hatte sie so dumme Sachen gesagt?
Anscheinend bemerkte auch Ted ihre Ratlosigkeit, denn er hörte auf zu lachen - oder bemühte sich zumindest. Gleichzeitig rückte er näher an sie heran und brachte damit ihre mühsam aufgebaute Selbstbeherrschung arg ins Wanken. Sie spürte die Wärme, die von seinem Körper ausging und auf einmal fühlte sich alles andere kalt an. Der Boden unter ihr, der Wind, sie selbst, während er wie ein loderndes Feuer direkt vor ihr saß, nur ein kleines Stückchen entfernt, so nah, so leicht zu erreichen. Hatte sie nicht eben einen großen Schritt gewagt? Da wäre es doch kaum merkwürdig, wenn sie jetzt... sie wollte schon ihre Hand nach ihm ausstrecken, besann sich dann jedoch eines Besseren, als er zu sprechen begann.
„Hast du dir eigentlich zugehört? Das hatte sich ganz nach einer Abfuhr angehört. Das hab ich aber gar nicht verdient! Ich habe dich auch nie mit Sirius verglichen, wieso auch? … Du hast gerade so einen Schwachsinn geredet, unglaublich. Wieso willst du dich dafür entschuldigen? Was war daran falsch? Nunja, abgesehen, dass man sich nicht sehr gut kennt und naja. Egal. Abgesehen davon. Also ich fands gut. Aber ich fände es gut wenn wir Freunde wären.. aber.. hmm.“
Wieder einmal brachte er sie dazu, zu lächeln, ohne dass sie den wahren Grund dafür sah. Oder vielleicht saß der wahre Grund auch direkt vor ihr. Mehr brauchte sie nicht, um glücklich zu sein. Irgendwie klang das alles sehr ungewohnt. Aber es fühlte sich richtig an.
Sie wollte ihm keine Abfuhr erteilen und das musste sie ihm unbedingt noch sagen, doch er sprach weiter, und je mehr er sagte, desto niedlicher wurde es, wie er sich in seine argumentelose Argumentation verrannte, die sie mehr überzeugte, als sinnvolle Worte es je könnten. Ja, warum nicht? Konnte es denn so falsch sein, wenn es sich so wunderbar richtig anfühlte? Und das tat es, hundertprozentig. Als würden sie gemeinsam auf einer Wolke schweben, die niemand außer ihnen je erreichen konnte. Fehlte nur noch, dass sie wieder... noch ehe sie es überhaupt zu Ende gedacht hatte, beendete Ted seine kleine Rede, überbrückte erneut den Abstand zwischen ihnen und küsste sie. Es war ein wenig anders als zuvor, vielleicht einfach nur deshalb, weil sie dieses Mal die Überraschte war. Und es war weniger... ruckartig? Das war das falsche Wort. Es war ruhiger, zärtlicher. Auch das Gefühl der Sicherheit kehrte zurück und ohne darüber nachdenken zu müssen wusste sie, dass sie ihm vollkommen vertraute. Sie leistete keinerlei Widerstand, als er sie sanft zu Boden drückte. Nebenher spürte sie noch das Gras unter sich und das Gewicht seines Körper auf sich, doch wie bereits erwähnt, das war alles nebensächlich. Es durchflutete sie. Die Erkenntnis, dass sie nicht alleine war, dass sie wohl doch irgendwas bedeutete. Das Gefühl, das Ted in ihr auslöste. Diese Mischung aus... Zuneigung, blindem Vertrauen, Glück und... Liebe. Andromeda meinte zu spüren, wie ihr Herz einen Schlag aussetzte, als ihr der Gedanke durch den Kopf schoss. Nicht, dass sie je allzu viel Liebe empfunden hatte, doch was sollte es sonst sein, das sie dazu brauchte einen Fremden - denn im Grunde war er genau das und nichts Anderes - zu küssen? Langsam verloren sich ihre wirren Gedanken in einem Chaos aus Gedanken-Fäden, die durch ihr Hirn spukten, und als Ted sich schließlich aufsetzte, brachen sie ganz ab, sodass die Hexe erst einen Moment lang überlegen musste, wer und wo sie war, ehe sie sich ebenfalls - ihrem Empfinden nach viel weniger elegant und dafür um einiges tollpatschiger - aufrappelte und ein paar Blätter von ihren Ärmeln klopfte. Bestimmt sah sie schrecklich aus, mit Dreck und Grünzeug in den Haaren. Oh Gott war das peinlich. Und die Sonne strahlte hell durch die Äste des Baumes, unter dem sie saßen, sodass bestimmt alles hervorragend beleuchtet war. Boden, bitte tu dich auf.

Und - Überraschung, Überraschung! - wieder waren es seine Worte, die sie ablenkten. Darin war er wirklich verdammt gut, irgendwann würde er ihr den Trick verraten müssen. Oder vielleicht steckte gar kein Trick dahinter und sie ließ sich von ihm einfach zu leicht beeinflussen. Klang wahrscheinlich, klang nach ihr.
„Wenn du das darfst, darf ich das auch. Wir sind quitt meine Liebe.“ Von diesem Augenblick an zierte ein kleines Grinsen - jawohl, auch so etwas gab es - ihr Gesicht. So albern es war, als er sie 'meine Liebe' nannte, wollte sie am liebsten einen Freudentanz aufführen und gleichzeitig ein paar Luftsprünge machen. Es war wahrscheinlich irgendein Kosename, den er jedem gab, aber jetzt, jetzt gerade, da gab es nur sie und es galt nur ihr und das war das Einzige was zählte. Das hier war ihr Moment, und den würde sie mit niemandem teilen.
"Quitt? Das glaube ich aber nicht." Sie kicherte leise, und es hörte sich merkwürdig an in ihren Ohren, vielleicht weil sie sich nicht erinnern konnte, wann sie dieses Geräusch zuletzt gehört hatte. Klang es falsch? Es war gewiss ehrlich, echt, aber hörte man das? Oder klang sie wie irgendeine bekloppte Muggel-Maschine? Hoffentlich nicht.
Zum Glück hatte sie längst damit aufgehört, sich Gedanken darüber zu machen dass sie sich Gedanken über seine Gedanken machte. Oder so ähnlich. Das hätte ihre Verwirrung nur noch gesteigert - und das wäre dann sicher ein neuer Rekord was Verwirrung anging. Nicht einmal Odysseus war so verwirrt gewesen, und der hatte sich immerhin zehn Jahre lang verlaufen. Wieder kicherte sie. "Immerhin hast du mir mein Herz gestohlen, mein Lieber, das lässt sich nicht mit einem kleinen Kuss bezahlen." Noch mehr Gekicher, diesmal, weil sie befand dass ihr Spruch mehr als dämlich und kindisch und abgedroschen war und gerade deshalb so schrecklich lustig. Es war naiv von ihr, bereits zu diesem Zeitpunkt von gestohlenen Herzen zu reden, aber nichts Anderes war hier geschehen. Ein gar verwerflicher Diebstahl, fürwahr. Das Gekicher ging weiter, verebbte allerdings ein wenig, als sie fortfuhr. "Und es war nie meine Absicht, dir eine Abfuhr zu erteilen. Ich würde mich ja dafür entschuldigen, aber dann widersprichst du mir ohnehin nur wieder, also lass ich's bleiben." Hey, immerhin lernte sie dazu. "Du bist anders, weißt du das? Besonders. Nicht, weil du von irgendwem abstammst oder zu irgendeiner doofen Clique gehörst." Nein, das war keine Anspielung, der Vergleich hatte sich nur irgendwoher eingeschlichen. "Sondern weil du einfach du bist. Ich will nicht meinen, irgendwie über dich urteilen zu können, aber... das weiß ich einfach. Und deshalb... deshalb..." Die Worte blieben ihr im Hals stecken. Warum nur konnte sie sich in solchen Situationen so schwer ausdrücken? Da bereute sie es ja schon fast, Sirius deswegen vorhin so angefahren zu haben! Aber nur fast. "Deshalb wirkst du auch so anziehend auf mich. Oder auch nicht. Vielleicht hat es ganz andere Gründe, die ich nicht verstehe, aber... das... das ist eine Tatsache, die sich nicht ändern lässt." So. Sie hatte es ausgesprochen. Und ihn dabei die ganze Zeit angesehen, um ja keine Reaktion zu verpassen. Doch jetzt drehte sie sich ein Stück, rutschte ein Stück, sodass sie letzten Endes neben ihm saß. Schweigend saßen sie so da, und Andromeda hatte schon Angst, etwas Falsches gesagt oder getan zu haben. Unsicherheit drohte in ihren Verstand zu fließen, aber dieses eine Mal würde sie sich nicht davon irritieren oder gar unterkriegen lassen. Ohne zu zögern legte sie ihre Hand in seine, verschränkte ihre Finger mit seinen und warf ihm einen dann doch etwas schüchtern geratenen Seitenblick zu. "Stört dich das?" Lieber fragte sie nach, zumindest solange sie den Mut dazu aufbrachte, bevor sie sich vollends blamierte. Was sie selbst anging, so hätte sie kein Problem damit bis ans Ende aller Tage hier sitzen zu bleiben und schließlich wie in der Geschichte von Philemon und Baukis gemeinsam bis in alle Ewigkeit zusammen sein, selbst nach dem Tod...

Nicht zum ersten Mal an diesem Tag verwirrte es sie, was in ihrem Kopf vor sich ging. Wenn die Zukunft doch nur so einfach wäre! Aber darüber wollte sie nicht nachdenken, nicht jetzt, wo es gerade so schön war. Es wäre nicht gut, sich jetzt darüber Gedanken zu machen, dass es im Grunde ohnehin keine Hoffnung für sie gab und dass... die Verzweiflung kehrte zurück, wollte mit aller Kraft, die sie hatte, ihre inneren Barrikaden bombardieren, aber das ließ sie nicht zu. Nicht jetzt. Bitte, alles, immer, nur nicht jetzt. Zu spät merkte sie, dass es... nun ja, eben zu spät war. Hinterhältig hatte dieses Miststück sich eingeschlichen und Besitz von ihr ergriffen. Verzweifelt - haha, guter Witz! - verstärkte sie den Druck auf Teds Hand. Aus irgendeinem unerfindlichen - naja, vielleicht nicht ganz - Grund musste sie wissen, dass er noch da war und sich nicht plötzlich in Luft auflöste. Sie hob ihren Blick - tatsächlich hatte die Hexe gar nicht gemerkt, dass sie nach unten geschaut hatte, während sie in Gedanken versunken war - und sah ihn an. Der Knoten, der sich in ihrem Bauch gebildet hatte, löste sich langsam auf, als sie ihn betrachtete. Es würde alles gut werden, irgendwie. Sie musste bloß daran glauben. Solange sie zusammen waren, solange sie zusammen unter diesem Baum saßen, konnte ihnen nichts und niemand etwas anhaben. Immer wieder wiederholte sie es, die Ruhe kehrte zurück und fast vergaß sie ihren kleinen Anfall von Panik wieder. Das Einzige, was sie nun noch nervös machte war, dass er immer noch nichts gesagt hatte. Nervös war eine gute Untertreibung, es machte sie fast verrückt. Was hatte sie falsch gemacht? Andromeda konnte nicht unbedingt von sich behaupten, besonders erfahren in solchen Dingen zu sein, also hatte sie nicht die geringste Ahnung, wie viele Fehler sie bereits begangen hatte. Und dass er meinte, nicht mal mehr Antworten zu müssen... wie schlimm war es dann? Sollte sie seine Hand womöglich loslassen? Allein die Vorstellung, ihn nicht mehr zu berühren, war ihr zutiefst zuwider. Aber, wenn er nicht wollte? Was dann?
... was dann?
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BeitragThema: Re: Ländereien   Fr Apr 27, 2012 8:18 am

(( Tut mir leid, hat lange gedauert. aber ich war unmotiviert, Stess usw .__.))

Sein Blick ruhte allein auf ihr. Alles drum herum blendete aus, viel zu sehr genoss er ihren Anblick. Der kleine Windhauch, der ihre langen Haare tanzen ließ und die kleinen Blättchen in ihren Haaren zum Vorschein brachte, die sie wahrscheinlich gerade wegen ihm eingefangen hatte und nicht alle bemerkt und weg gemacht hatte, diese großen, glänzenden Augen, die vor Freude strahlten. Ihre Lippen, die erst ein lächeln waren, doch dann langsam zu einem kleinen grinsen wuchs. Als er ihre Lippen sah, schmeckte er sie sogar noch einmal. Eine Welle von purer Freude durchzog ihn. Dieses Mädchen war etwas Besonderes, sogar nach so einer kurzen Zeit. Man musste Personen nicht lange kennen, um sie zu mögen – Ted zumindest nicht. Es war so, als ob er in Menschen hineinsehen konnte, sehen konnte, ob sie dieses etwas hatten, was er an Personen mag. Leute waren nicht schwer zu durchschauen, man musste nur wissen wie. Und Andromeda hatte ihm gezeigt, dass sie was gutes in sich hatte – durch und durch nur Gutes. Nichts, was dem Klischee ihrer Familie entsprach. Kurz fragte Ted sich, ob ihre Familie womöglich auch so ist wie sie, sie das aber nur überspielten, doch bevor er schon weiter denken konnte, verwarf er den Gedanken. Nein, sie war einfach eine Ausnahme. Eine wunderschöne Ausnahme, nebenbei gesagt.

Da sein Blick immer noch auf ihr Ruhte, war es nicht schwer, wieder zu ihr zurück zu kehren. Sie saß immer noch lächelnd da, sagte nichts. Wahrscheinlich hatte er sie sehr überrascht. Doch das war ihm egal, er hatte nichts Falsches gemacht, er hatte all‘ das gemacht, was er für richtig gehalten hatte und hielt. Hätte er einen Grund, würde er wieder seine Lippen gegen ihre drücken. Schnell nahm Ted den Faden – den er bis gerade eben hatte, als er mit seinen Gedanken abschweifte, weil ihn dieses Gefühl durchzuckte- wieder auf. Ohne noch einmal einen Gedanken an ihre Familie oder anderes zu verschwenden – was er eigentlich von Anfang an nicht wollte – betrachtete Ted die ihm Gegenüber weiter an. Sogar ihre Haltung war anders, sie hatte sich verändert. Sie war wie – befreit. Als ob sie ein kleiner Vogel war, der nun aus dem Goldenen Käfig befreit war und sich frei bewegen konnte. Ja, das Ganze war weit hergeholt, doch irgendwas in ihm sagte, dass er wirklich so war. Andromeda war unglücklich gewesen, bis vor kurzen. Bevor sie sich getroffen hatten, als sie sich getroffen hatten. Nichts an dieser Andromeda deutete auf die alte Andromeda hin. Sie war wie ausgewechselt – was Ted umso mehr erfreute. Sie mochte ihn also auch – oder sogar mehr. Kurz überlegte er alles realistisch. Wie standen die Chancen, dass zwischen ihnen alles klappe? Wieso sollten sie überhaupt zusammen sein? Sie kannten sich eine Stunde! Wie irreal konnte das sein? Eine vernünftige Beziehung baute sich über Wochen und Monate auf; nicht Stunden. Das dachte Ted zumindest. Doch er wollte ihr nicht sagen, dass sie warten sollten. Oder mussten? Oder doch nur konnten? Ted wollte das nicht für ein paar Wochen, er wollte es wenn schon lange. Er glaubte daran, dass man eine wahre Liebe finden konnte, man musste sich nicht rumprobieren bei jeder zweiten Person… doch vielleicht fand man seine Liebe so? Oder zumindest er? Sein Verstand arbeitete plötzlich auf Hochtouren, etwas signalisierte ihm nun zu denken und nicht leichtgläubig durch die Welt zu laufen. Er wollte es nun nicht falsch angehen. Konnte man Liebe in so kurzer Zeit finden? Nein. Eigentlich nicht. Doch als sein Herz das gerade gedacht hatte, verkrampfte sich sein Magen. Nein, es war also möglich. Er konnte sich nicht belügen, das wollte er auch nicht. Es war doch alles perfekt, oder nicht? Sie mochten sich, nein, da war mehr. Aber die Frage war, ob es Liebe war. Es war wirklich *zu schnell*. Es machte ihm Sorgen. Komm schon Theodore. Schau sie an. Was fühlst du? , flüsterte ihm eine Stimme. Was er fühlte? Ein Schauder kroch durch ihn durch, denn unmittelbar musste er daran denken, dieses Mädchen nah an sich gehabt zu haben, sie gerochen zu haben, sie gespürt zu haben. Und er wusste noch wie er sich dabei fühlte. Wie im Himmel. Er sah in diesem Moment nichts, er hielt die Augen geschlossen. Er konnte es nicht beschreiben, er wollte es nicht. Denn wenn er beschreiben würde, wie er sich gefühlt hatte oder wie sie nun aussah – dann konnte er nur untertreiben. Das wollte er nicht. Er wollte nicht jemanden von ihr erzählen und ihre wahre Schönheit verbergen, das wäre egoistisch. Die schönsten Worte, die ihm einfielen, waren nichts im Gegensatz zu ihr. Sie waren wirklich Wertlos, konnten nicht ansatzweise diese wunderschöne Person beschreiben. Und du fragst dich noch, ob es in so einer kurzen Zeit möglich ist? .

„Quitt? Das glaube ich aber nicht.“, kicherte diese unbeschreibliche Person vor ihm. Mit einem Ruck wurde Ted wieder auf den Boden geschmettert, doch die harte Realität schmerzte ihn nicht, nein. Sie änderte nichts. Er fühlte das gleiche. Es war alles echt. Zum ersten Mal war er Sprachlos. Andromeda hatte ihm den Atem geraubt und seinen Verstand mit dazu. Nun stand es fest. Es war Liebe. Es konnte nicht falsch sein. Was an Andromeda konnte denn überhaupt falsch sein? Sie war rein, ehrlich.. wunderschön. „Immerhin hast du mir mein Herz gestohlen, mein Lieber, das lässt sich nicht mit einem kleinen Kuss bezahlen.“, sprach sie lächelnd weiter. Auf dem Gesicht des Tonks breitete sich noch ein größeres lächeln aus. Was konnte diesen Moment nur jemals schlagen? Wahrscheinlich nichts. Er lachte mit ihr, genoss dieses Gefühl in ihm. Wie süß sie doch war, ihm nun wirklich die Wahrheit zu sagen. Ted wollte auch was sagen, wollte auch sagen, dass er ihr Herz gut aufbewahren würde, doch er konnte nicht. Er wollte sie nicht stören, denn er wusste, sie würde noch was sagen. Er würde seine Worte bis später aufsparen. Bald war sowieso die Zeit, dass sie wieder getrennte Wege gehen würden. Leider. Und bis dahin wollte er eigentlich nur ihre Stimme hören, damit er sie feste in seinen Erinnerungen hat, bis er sie wiedersah. Wenn er sie überhaupt wiedersehen würde.„Und es war nie meine Absicht, dir eine Abfuhr zu erteilen. Ich würde mich ja dafür entschuldigen, aber dann widersprichst du mir ohnehin nur wieder, also lass ich's bleiben.“ Grinsend nickte Ted. Sie lerne dazu. „Du bist anders, weißt du das? Besonders. Nicht, weil du von irgendwem abstammst oder zu irgendeiner doofen Clique gehörst. Sondern weil du einfach du bist. Ich will nicht meinen, irgendwie über dich urteilen zu können, aber... das weiß ich einfach. Und deshalb... deshalb...“ Was wollte sie ihm sagen? Und da sie ja fast zusammen waren, sollte sie sich mehr zutrauen. Doch Ted nahm es ihr nicht übel; er wusste auch nicht ob er alles richtig machte. Denn sie kannte ihn noch viel zu wenig. Und er sie. Eine kleine Idee schlich sich in seine Gedanken. Das mussten sie noch machen, bevor sie sich trennten. Aber, später. Erst sollte Andromeda reden, ihm ein bisschen mehr Glücksgefühle geben.

„Deshalb wirkst du auch so anziehend auf mich. Oder auch nicht. Vielleicht hat es ganz andere Gründe, die ich nicht verstehe, aber... das... das ist eine Tatsache, die sich nicht ändern lässt.“ Er schmunzelte und lächelte sie sanft an, als sie näher zu ihm rückte. Sie war wirklich unglaublich. Hätte sie das nicht grad gesagt, hätte er es ihr wahrscheinlich gesagt. Vermutlich nicht so wie sie, aber es wäre auf’s gleiche Hinausgegangen. Plötzlich spürte er ihre Hände in seinen. Ihre zarten, dünnen Finger verschränkten sich in seinen. Ihre Hand sah zierlich aus im Gegensatz zu seiner. Ein Beschützerinstinkt kam in Ted auf und er lächelte. „Stört dich das?“, fragte sie schüchtern und schaute ihn aus den Augenwinkeln an. Er seufzte. Sie hatte doch nicht dazugelernt. Ted zog Andromeda an sich, legte seinen Kopf auf ihren, sie war ein ganzes Stück kleiner als er, und schloss seine Augen. Daraufhin küsste er sie in ihre Haare und sie schmiegte sich an ihn.

„Was soll ich sonst tun? Wann sind wir denn Quitt?“, flüsterte er leise, mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und auch Neckerei. Er wusste selber nicht, ob er sie ernst meinte oder nur aus Spaß sagte. Er wollte einfach wissen, was sie ihm nun antworten würde. Er würde alles tun. Für sie? – Sofort. „Für einen Moment dachte ich, du hast dazu gelernt, doch dann sah ich, hast du nicht. Denkst du, ich Küss dich, wenn ich das nicht will?“ Er hob seine Hand und ihre automatisch auch. „Weißt du was ich gerade bin?“, fragte er sie, als er sich eine Antwort auf ihre indirekte Liebeserklärung einfallen ließ. „Ich bin der Glücklichste Mensch auf dieser Erde. Ich bin normalerweise nichts Besonderes. Nun bin ich es aber, nur weil du hier bist. Normalerweise bin ich nicht so.. so.. schnell mit der Zeit. Aber du beweist mir was anderes. Das hier ist richtig hier. Du bist an meiner Seite richtig.“ Er seufzte zufrieden und drückte sie noch fester an sich. Lächelnd drückte er sie dann von sich. „Nichtsdestotrotz kennen wir uns zu wenig. Was hältst du von einem kleinem Spiel zum Schluss? Ich fürchte, wir haben sowieso nicht mehr allzu viel Zeit. Unterricht, Hausaufgaben.. wir sehen uns doch bald wieder, oder?“, fragte Ted Hoffnungsvoll, doch bevor sie etwas sagte, fuhr er fort. „Egal… das Spiel. Das geht so. Erst wirst du, Ladys First, Stichpunkte sagen, wie ich bin oder für wen du mich gerade hältst. Danach werde ich das auch. Und zum Schluss beschreiben wir uns selber noch. So gut, als ob wir uns richtig kennen würden. Und alles andere kommt später, denke ich.“ Lächelnd schaute er sie an. Das war keine schlechte Idee. So würden sie sich sehr schnell kennen lernen, in wenig Zeit. Grinsend schaute er in ihre großen, wunderschönen Augen und wartete auf ihre Antwort. Er fühlte sich ein bisschen wie ein Kleinkind, das ganze erinnerte ihn daran, aber er war es nicht. Nein, er wollte nur sehr viel von ihr Wissen. Vielleicht konnten sie ja Briefe schreiben, solang sie sich nicht sahen? Er wollte sie nochmal sehen, natürlich. Sie wollte ihn auch sehen, da war er sich sicher. Also wo war das Problem? Er sah keins, denn… er hatte Hoffnung. Und er würde alles für sie tun. Ja, das konnte er so sagen, denn es war wahr. Sie war besonders- In allen Hinsichten. Besonders hübsch, besonders speziell. Besonders, ganz einfach. Und das schönste; Sie gehörte ihm.
Nur ihm.
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BeitragThema: Re: Ländereien   Mo Apr 30, 2012 8:25 am

Je mehr Zeit sie in seiner Nähe verbrachte, desto wohler fühlte sie sich. Es war, als wären seine Arme nur für sie allein gemacht. Ein warmer, sicherer Ort, den sie nie wieder verlassen wollte. Zum Teil unbewusst, zum Teil mit voller Absicht schmiegte Andromeda sich noch enger an ihn. Und sie spürte, dass auch er sie näher bei sich haben wollte. So verwirrt wie sie auch im Moment war, das nahm sie durchaus noch wahr: Ted wollte sie bei sich haben. Die Zweifel, die nur Sekunden zuvor versucht hatten, sich in ihrem Kopf einzunisten, schienen plötzlich so albern und haltlos. Wie war sie nur je auf die Idee gekommen, dass irgendwas, was hier geschah, falsch oder aufdringlich sein konnte? Schließlich waren sie beide hier, beide freie Menschen, die sich zu helfen wussten und da sie sich nicht lange kannten, bestanden auch keinerlei Verpflichtungen, oder? Also, hätte er gehen wollen, hätte er es tun können. Aber Ted war geblieben. Weil er nicht gehen wollte. Genau wie sie selbst. Diese Gedanken erleichterten sie ungemein. Warum war sie nicht bereits früher auf die Idee gekommen?
Weil es etwas vollkommen Ungewohntes war für die Black. Körperliche Nähe, Zuneigung. Gefühle. Freilich konnte sie fühlen, immerhin war sie keine Maschine. Aber... nicht so. Es ging über einfache Verliebtheit, die den Phantasien eines jungen Mädchens entsprang, weit hinaus. Unerreichbar weit. Es sorgte dafür, dass ihr Kopf sich drehte, ihr Magen durch ihren Körper tanzte und ihr Herz mit dreifacher Geschwindigkeit schlug. Es sorgte dafür, dass sie alles bis zu dem Zeitpunkt vor ungefähr einer Stunde, als sie in den blonden Gryffindor gerannt war, verschwamm, unscharf wurde. Der komplette Morgen... die ganzen letzten fünfzehn Jahre... im Nichts verschwunden. Und es war egal. Es waren leblose Jahre, die lediglich an ihr vorbeigezogen waren, in denen nichts Bedeutendes passiert war. Heute... heute war der erste, der allererste Tag in ihrem ganzen Leben, der besonders war. An den sie sich ewig erinnern würde. Eine leise, ängstliche Stimme wollte auf sie einreden. Ewig? fragte sie mit höhnischem Unterton, der so gar nicht zu ihrer Identität als ängstliche Seite Andromedas passte, Du meinst, das hier ist für die Ewigkeit? Ist das nicht ein bisschen naiv zu glauben? Wer sagt, dass er nicht schon in zwei Wochen weiterzieht? Dieses Mal jedoch würde sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Später, wenn sie alleine war, würde sie vielleicht darüber grübeln und sich fragen, wie viel Hoffnung sie sich machen konnte, aber nicht jetzt. Ich habe nie behauptet, dass wir bis an unser Lebensende zusammen sein werden. Ich sage bloß, ich werde es nie vergessen. Die erste Liebe bleibt für immer. Erneut beschleunigte ihr Herz noch mehr bei diesem einen Wort - eine Wunder, dass sie nicht schon längst tot umgefallen war.

„Was soll ich sonst tun? Wann sind wir denn Quitt?“ Andromeda gestattete sich ein Grinsen, obwohl sie am liebsten gequietscht hätte - oder irgendwas total dämliches in der Richtung zumindest. Seine sanfte, flüsternde Stimme, die die Luft um sie herum füllte, und ihr gleichzeitig das Gefühl gab, dass diese Worte allein für sie bestimmt waren, dass dieser Augenblick ganz ihr gehörte. "Hmm... darüber muss ich noch ein bisschen nachdenken. Am liebsten wäre es mir ja, wenn die Antwort 'nie' wäre. Aber du kannst es gerne noch weiter versuchen." Gut, dass er nicht sehen konnte, dass ihr Gesicht, kaum dass sie das letzte Wort ausgesprochen hatte, im schönsten Tomatenrot anlief. Woher kam das alles? Das... das war so gar nicht sie selbst, die hier sprach. Oder doch? Nein. Doch? Verwirrend war es, auf jeden Fall.
„Für einen Moment dachte ich, du hast dazu gelernt, doch dann sah ich, hast du nicht. Denkst du, ich Küss dich, wenn ich das nicht will?“ Im Grunde wiederholte Ted damit nur, was sie bereits selbst festgestellt hatte. Dennoch, es beruhigte sie irgendwie, dass er es bestätigte, während es noch in der selben Sekunde dafür sorgte, dass ihr fast schwindlig vor Freude wurde. Tatsächlich begann die Welt sich ein bisschen zu drehen, aber zum Glück war er da, um sie fest zu halten. „Weißt du was ich gerade bin? Ich bin der Glücklichste Mensch auf dieser Erde. Ich bin normalerweise nichts Besonderes. Nun bin ich es aber, nur weil du hier bist. Normalerweise bin ich nicht so.. so.. schnell mit der Zeit. Aber du beweist mir was anderes. Das hier ist richtig hier. Du bist an meiner Seite richtig.“ Jedes einzelne Wort, das er sprach, hätte ebenso gut von ihr stammen können - nur mit dem Unterschied, dass sie es nie geschafft hätte, es zu sagen. Es war genau das, was in ihr vorging, und dass er es laut aussprach half dabei, die Wahrheit zu akzeptieren. Es konnte unmöglich falsch sein, das hier und jetzt, er, sie, sie beide zusammen. Es war richtig. Es war perfekt.

Auf einmal rutschte er ein Stück weg von ihr. Fast wäre Andromeda ihm gefolgt, als ihr aufging, dass er sie bloß richtig ansehen wollte. Wie man es eigentlich während eines Gesprächs tun sollte. Beinahe hätte sie aufgeseufzt. Konnten sie nicht für immer aneinandergekuschelt an dem Baum lehnend sitzen?
„Nichtsdestotrotz kennen wir uns zu wenig. Was hältst du von einem kleinem Spiel zum Schluss? Ich fürchte, wir haben sowieso nicht mehr allzu viel Zeit. Unterricht, Hausaufgaben.. wir sehen uns doch bald wieder, oder? Egal… das Spiel. Das geht so. Erst wirst du, Ladys First, Stichpunkte sagen, wie ich bin oder für wen du mich gerade hältst. Danach werde ich das auch. Und zum Schluss beschreiben wir uns selber noch. So gut, als ob wir uns richtig kennen würden. Und alles andere kommt später, denke ich.“
Natürlich, wollte sie sagen, natürlich sehen wir uns bald wieder. Ohne dich halte ich es sonst nicht aus. Aber sie brachte die Worte nicht über ihre Lippen. Konnte sie so etwas überhaupt versprechen? Das Leben war ohnehin schon schwer genug. In diesem Jahr waren wichtige Prüfungen, für die sie alle lernen mussten. Sie waren in unterschiedlichen Häusern. Noch dazu kam, dass Ted nicht in irgendeinem Haus war. Er war ein Gryffindor und die Hackordnung von Hogwarts sah vor, dass sie sowas wie natürliche Feinde waren. Slytherin und Gryffindor, die beiden Häuser, die sich auf den Tod nicht ausstehen konnte und bestimmt für zwei Drittel der Zwischenfälle an der Schule verantwortlich waren. Und sie war nicht irgendeine Slytherin. Mehr als je zuvor hasste sie in diesem Moment, wer sie war. Wäre sie irgendein Halbblut, das eben im Haus der Schlangen gelandet war, man würde ihr zwar merkwürdige Seitenblicke zuwerfen, sie vielleicht aufziehen und vermutlich hätte sie auch nicht unbedingt einen hohen Rang innerhalb der Gemeinschaft, aber es wäre eben so. Selbst Severus, der zum engsten Kreis um ihre Schwester - eine der unangefochtenen Königinnen unter den Slytherins - zählte, wurde akzeptiert, trotz seiner - in ihren Motiven teils fragwürdigen - Freundschaft zu dieser rothaarigen Gryffindor. Aber sie, Andromeda Black, war ein Reinblut, und allein schon wegen ihres Namens hoch gestellt. Nie, niemals, dürfte es für sie auch nur in Frage kommen, mit einem als minderwertig Angesehenen wie Ted zu sprechen. Von Küssen sollte sie da gar nicht erst anfangen. Niemand würde sich bei ihr mit zweifelnden oder angewiderten Blicken oder mit Tratschen zufrieden geben. Sie wäre Freiwild. Sogar arrogante, verhätschelte Erstklässler würden auf sie herab sehen. Vielleicht würden wenigstens die davor zurückschrecken, sie zu verfluchen.
Andromeda fing den Blick des Blonden auf und augenblicklich wurde ihre Angst noch um ein Vielfaches gesteigert. Was würden sie mit ihm machen? ...das wollte, das konnte sie sich gar nicht vorstellen, nicht, wenn sie ruhig bleiben wollte. Ihre Hände wollten schon wieder anfangen zu zittern, aber das ließ sie ebenso wenig zu. Nein. Nicht jetzt. Später. Sie sollte... nicht... nicht so denken... sie sollte lieber die Zeit auskosten, die ihr vergönnt war. Mit ihm. Ohne Angst.
Langsam aber sicher kehrte ein bisschen Ruhe zurück und auch das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit meldete sich zurück. Noch war Ted bei ihr und niemand konnte ihr nehmen, was zuvor geschehen war. Dieser Gedanke hielt sie über Wasser.

"Nein." Irgendwas an der Idee bereitete ihr Unbehagen, doch sie brauchte ein wenig Zeit um zu bemerken, was es war, und als sie endlich darauf kam hatte sie Angst, ihn zu verletzen. Wenn sie das nicht längst getan hatte. Oh Merlin, sie war wirklich, wirklich mies in solchen Dingen. Vielleicht würde Sirius ihr ja Nachhilfe geben... Moment mal. Hatte sie das gerade wirklich gedacht?! Dabei war ihr Cousin garantiert der Erste auf der Liste jener, die ein wenig - oder enorm viel - Hilfe in diesem Bereich nötig hatten. "Ich... ich finde die Idee wirklich süß und..." Würde sie es eigentlich je schaffen sich so auszudrücken, dass es nicht so schien, als würde sie auf ihn herabsehen? Dabei wollte sie das doch gar nicht. Warum redete sie überhaupt noch, wenn sie ohnehin nur Mist rausbrachte? "Aber..." Aber es war ihr peinlich. Punkt. Wenn sie irgendwas über ihn erzählen müsste... sie wüsste es genau. Allerdings wäre es ihr mehr als unangenehm, irgendwas Falsches zu sagen. Er war unglaublich niedlich. Und freundlich, der freundlichste Mensch, dem sie je begegnet war (gut, das war keine große Leistung wenn man in einer Familie wie der ihren Aufwuchs und tagein tagaus von Bellatrix umgeben war). Er nahm eine Fremde in den Arm, die ihn kurz zuvor beschimpft hatte und blieb die ganze Zeit über dieser freundliche Mensch. Er schaffte es, ungeahnte Gefühle in ihr zu wecken: dass sie etwas bedeutete, dass sie sich sicher fühlte, dass sie glücklich war. Vielleicht war das seine besondere Gabe. Menschen zu helfen, glücklich zu werden.
Aber sie konnte es nicht laut sagen. Es würde albern klingen. Auch wenn sie nicht glaubte, dass er sich offen über sie lustig machen würde, innerlich würde sie gewiss sterben, sollte auch nur eines dieser Worte je ihren Kopf verlassen. "Aber... findest du nicht, wir sollten uns richtig kennenlernen? Ja, vielleicht haben wir uns heute zum ersten Mal getroffen, doch wieso sollte das etwas ändern? Ich finde es viel... spannender, wenn ich erst rausfinden muss, wer du bist. So... auf dem üblichen Weg, verstehst du?" Was... zur Hölle. Je länger sie darüber nachdachte, desto absurder schien es ihr, was sie gerade gesagt hatte. Es war das, was sie dachte, ja, aber irgendwie gelang es ihr nicht, das in die richtigen Worte zu hüllen.

Versunken in ihre eigene kleine Welt hatte Andromeda gar nicht mitbekommen, dass es langsam dunkler geworden war. Immer mehr Schüler kamen an ihrem kleinen Versteck vorbei, auf dem Weg zurück ins Schloss. Vielleicht sollten sie auch ans Gehen denken. "Ich... ich muss jetzt los. Und... es tut mir wirklich Leid." Sie tat es schon wieder. Aber was sollte sie sonst tun? Es tat ihr eben Leid, und sie wollte nicht so... gemein zu ihm sein. Das war das Letzte, was sie wollte. "Wir sehen uns bald wieder, versprochen." Ihre Bedenken diesbezüglich hatte sie keineswegs vergessen, doch sie waren ihr egal. Jetzt wollte sie nur noch so lange wie möglich bei Ted bleiben, vollkommen egal, wer etwas dagegen hatte.
Zögerlich, unsicher stand sie auf. Es schien ihr eine halbe Ewigkeit vergangen zu sein, seit sie sich unter dem Baum niedergelassen hatten. Es fiel ihr schwer, von ihm fortzugehen, jeder Schritt, der die Distanz zwischen ihnen vergrößerte, forderte sie erneut heraus, sich umzudrehen und zu ihm zurück zu rennen. Nach einem wahrlich kurzen Stück drehte sie sich schließlich um. Ted saß immer noch dort und sah ihr hinterher.
Ach, was soll's, dachte sie, die anderen können mir allesamt den nicht vorhandenen Buckel runterrutschen. Sie lief zurück, blieb direkt vor ihm stehen und ging in die Hocke. Nachdem sie ihn eine Zeit lang einfach nur betrachtet hatte, um auch ja keinen einzigen seiner Gesichtszüge zu vergessen, beugte sie sich vor und küsste ihn.
Es war mehr als nur ein Kuss. Es war ein Abschied und es war ein Versprechen, dass sie ihn nie vergessen würde, jede einzelne Sekunde an ihn denken würde und alles dafür tun würde, ihn so schnell wie möglich wieder zu sehen. Hoffentlich verstand er es.


Zurück im Schloss stand Andromeda vor der Entscheidung, was sie nun tun sollte. In den Gemeinschaftsraum? Zu viele Menschen, zu laut. Außerdem befürchtete sie, dass sie jemandem begegnen könnte, der erkannte, dass etwas nicht wie sonst war. Deswegen schied ihr Zimmer gleich mit aus. Gab es denn gar keine ruhigen Orte hier? Schließlich entschied sie sich für die Bibliothek als ihr Ziel. Dort waren zwar sicherlich auch Leute anzutreffen, aber immerhin konnte sie sich hinter Büchern verstecken und vielleicht sogar ein bisschen lernen.
Als sie zwischen den Regalen entlang ging, brachen gemischte Gefühle über sie herein. Einerseits beruhigten die alten Bücher sie, es fühlte sich vertraut an, hier zu sein. Oft war sie schon hier gewesen, wenn sie nicht weiter wusste, und jedesmal hatten die Geheimnisse, die hier verborgen lagen, geholfen sie abzulenken. Andererseits war da auch etwas Ungewohntes... als würde ein Teil von ihr fehlen. Es bestanden keine Zweifel, wer diese Lücke hätte füllen können. Aber das ging nicht. Sie würde warten müssen. Warum? Es war etwas in ihr, das ihr sagte, dass es so besser sei. Er sollte ein bisschen Zeit zum Nachdenken haben, das brauchte er, ohne dass sie ihn dabei ablenkte. Und umgekehrt galt das gleiche. Auch wenn sie sich ihren Gefühlen ziemlich sicher war - warum sonst war sie sofort um so vieles niedergeschlagener, seit er aus ihrem Blickfeld verschwunden war?
Verwirrt ging sie weiter, geradewegs zu ihrem Lieblingsplatz, der ein wenig versteckt lag, sodass es unwahrscheinlich war, dass ihr zufällig jemand begegnen würde.
Nur leider saß heute bereits jemand dort.

Als Andromeda ihren jüngeren Cousin sah, überlegte sie tatsächlich kurz, ob sie nicht wieder umkehren sollte. Wie lächerlich. Er hatte sie ohnehin schon gesehen. Einen Augenblick lang sahen sie sich einfach nur an. Dann schaltete sich ihre Phantasie wieder ein. Sein Kopf kippte langsam nach hinten. Blut floss aus der Öffnung seinen Körper hinab. Das Trugbild hielt nur ein paar Sekunden an, doch das reichte, um ihr einen gehörigen Schreck einzujagen. Dabei hatte sie gehofft, wenigstens das endlich los zu sein.
Ihre angespannten Muskeln wollten ihr zunächst den Dienst verweigern, als Regulus ihr mit einem Lächeln bedeutete, sich zu setzen. Wieso lächelte er sie an? Es dauerte, bis ihr die Ereignisse in Alte Runen einfielen. Ach ja. Das gab es ja auch noch. Ihre Familie wusste noch gar nichts. Sie dachten nur, dass sie letzten Endes doch noch zur Vernunft gekommen war.
"Schon komisch das grade wir beide zum selben Zeitpunkt Ruhe suchen..deswegen bist du doch hier , oder? Ich hoffe du versteckst dich nicht vor Bellatrix , unserem Racheengel."
Sollte sie sich wundern, dass er sie so leicht durchschaute? Vermutlich nicht. Ihr Ziel war nicht unbedingt schwer zu erraten - niemand musste bereits am ersten Tag so viel Lernen, dass er in die Bibliothek ging. Aber dass er Ruhe suchen gleich mit verstecken assozierte war schon etwas unheimlich. Sie wollte sich nicht direkt vor ihrer Schwester verstecken. Mehr vor der ganzen Welt.
...Racheengel. Was für ein unglaublich passender Name. Er gefiel ihr nicht. Er erinnerte sie an die Bilder im Korridor. Würde Regulus sie auch noch so nennen, wenn er gesehen hätte, was sie gesehen hatte?

"Andi? Ich weiß , ich bin nicht Sirius und wir beide hatten nie so ein gutes Verhältnis zu einander wie du zu meinem Bruder. Aber du bist immer noch meine Cousine...meine Cousine , um die ich mir Sorgen mache. Schon ziemlich ironisch das grade ich dir diese Frage stelle , ich weiß. Ich wüsste nicht einmal ob ich dir irgendetwas aus meinem Leben erzählen würde , wenn du danach fragen würdest. Aber ich will mir nicht eines Tages vorwerfen dich genauso wie Sirius verloren zu haben , weil wir nicht miteinander geredet haben. Das auch noch wir beide unser Leben aneinander vorbei leben und uns aus den Augen verlieren zählt nicht wirklich zu meinen Zielen für dieses Jahr , wie schräg es auch klingen mag. Ich sehe es dir an Andi , sehe es in deinen Augen , deinem unruhigen Blick. Du warst immer die Ruhe selbst , ließt dich von nichts aus der Fassung bringen , tobte noch so ein Sturm um dich herum und heute wärst du Salazar fast an die Gurgel gegangen wegen nichts. Wenn du dich in eine Miniatur Bellatrix verwandelst dann stimmt hier etwas gewaltig nicht..das bist nicht du..das ist nicht meine Andromeda , wie ich sie kenne. Irgendetwas wirklich schwerwiegendes muss dich aus der Bahn geworfen haben. Was verbirgst du?"
Konnte sie ihm trauen? Es widerstrebte ihr, allein die Frage zu denken. Aber sie musste sie stellen. Und - es tat ihr weh, das zuzugeben, aber - sie war durchaus berechtigt. Regulus gehörte zum engsten Kreis um Bella, und so sehr sie Bella auch liebte, war es überhaupt keine Frage, dass sie ihrer Schwester niemals wirklich vertrauen konnte. Hieß das, dass sie auch bei ihrem Cousin misstrauisch sein musste? Sie wollte es nicht, wirklich nicht. Ihn liebte sie ebenfalls, aber da war noch mehr. Es war ebenso wie bei Cissy: sie wollte ihn beschützen. Er war freilich kein kleines Kind mehr, schon lange nicht mehr. Aber in ihren Augen... irgendwer musste ihn doch beschützen! Wenn es nicht bereits längst zu spät war...
Einer plötzlichen Eingebung folgend, vertraute sie ihm, glaubte seinen Worten. Alles andere hätte sie sowieso nur noch mehr zerrissen. Außerdem berührte es sie, dass er es sah, dass etwas nicht stimmte. Er war der Erste heute. Nun ja, abgesehen von Ted, aber es zählte wohl nicht, da sie vor ihm mehr oder weniger zusammengebrochen war - da hätte es wahrscheinlich jeder gesehen. Er erkannte all die Dinge. Dass sie nicht absichtlich wie ihre Schwester handelte. Dass etwas passiert war. Dass sie Hilfe brauchte, auch wenn sie es nicht zugeben konnte.
"Ich will dich auch nicht verlieren." Das waren vielleicht nicht ganz seine Worte gewesen, aber sie hatte es durchschaut. Diese Maske. Diese Maske, die jeder, der sich Black nannte, perfekt beherrschte, sie selbst eingeschlossen. Diese Maske, die das wahre Ich verbarg, um einen zu schützen. Doch keiner von ihnen konnte erkennen, dass diese Maske es war, die einen am meisten zerstörte. Niemanden an sich heran zu lassen bedeutete vielleicht, dass niemand persönliche Dinge gegen ein verwenden konnte. Es bedeutete jedoch auch, dass niemand für einen da sein konnte. Wenn dich niemand kennt ist es zwangsläufig so, dass niemand es sieht, wenn es dir schlecht geht. Oder gut geht. Freude zu teilen ist ebenso schwer wie Leid zu teilen, wenn man niemanden hat, der es versteht. Gerade da lag womöglich ihr Glück, dass sie miteinander verwandt waren. Sie kannte diese Maske. Und sie wusste, was dahinter lag, denn bei ihr sah es nicht anders aus.
"Letzte Nacht..." Sie konnte ihm nicht von Ted erzählen. Bei aller Liebe, da würden sich ihre Wege trennen. Er würde sie verachten. Und sie war noch nicht bereit dazu. Sie brauchte dringend ihre Bedenkzeit. Es fiel ihr nicht leichter, über den verfluchten Korridor zu reden, aber es musste sein. Irgendwer musste es erfahren. Dass es keine Launen waren. Dass alles einen tiefsitzenden Grund hatte, der ihr Handeln des heutigen Tages rechtfertigte. "Letzte Nacht, als ihr noch in der Großen Halle wart," War ihr Verschwinden überhaupt aufgefallen? Ihm bestimmt nicht, wo er doch mit Joyce... ach, das mussten sie auch noch klären. Später. "da wusste ich nicht genau, wo ich hin sollte. Irgendwie bin ich... in diesem Korridor gelandet." Ein eiskalter Schauer lief über ihren Rücken. Sie wollte es nicht sagen. Es zum zweiten Mal zu erklären würde es noch viel schlimmer, viel realistischer machen als beim ersten Mal, wo sie geistig halb weggetreten war. Allerdings hatte sie schon angefangen. Jetzt musste sie es beenden. "Naja. Verfluchter Korridor eben. Da drinnen..." Wieder brach sie ab. Sie konnte es einfach nicht, verdammt noch mal. Und warum? Weil sie das Böse von ihm fernhalten wollte. Wie dumm, naiv und albern war das?! Eher sollte sie sich vermutlich in Acht nehmen. Aber irgendwo in ihr war der Glaube daran fest verankert. Ihn vor allem Bösen, vor allem Unheil zu bewahren. Und sie wollte nicht so schwach wirken. Den ganzen Tag über fühlte sie sich bereits schwach. Sie hatte grundlos Leute angeschrien - zwei Mal um genau zu sein - und sie war vor einem Fremden in Tränen ausgebrochen. Was für eine ausgezeichnete Bilanz! Wenigstens einmal, einmal wollte sie stark bleiben. Dabei war Regulus einer der wenigen, der ihre früheren schwachen Momente kannte. Es war einfach verzwickt. Ihre Gefühle kämpften mit ihrer Vernunft darum, wer den Sieg davon tragen sollte, wer über die folgenden Minuten entscheiden durfte. Die Vernunft gewann. Die Gefühle waren viel zu erschöpft. Es war kein fairer Kampf.
"Es war... kein schöner Anblick." Niemand hatte behauptet, dass ihr Bericht detailreich sein würde. "Und als ich draußen war... irgendwas ist mir gefolgt. Ein... Schatten? Ich weiß nicht mal ob er durch die Tür gekommen ist, aber wenn ich Pech habe, ist hier jetzt irgendwas Unheimliches unterwegs." Wahrscheinlich würde er sie auslachen, sich darüber lustig machen, wie zimperlich und weinerlich sie war. Und er hatte ja Recht! Sie war eine Black, sie wuchs inmitten dieser Welt aus Flüchen und Schreckgestalten auf, die andere fürchteten.
Dennoch... nie zuvor hatte sie so viel Angst verspürt wie letzte Nacht. Es war anders. Die Flüche, die sie kannte, waren... eben bekannt. Irgendwer war immer da, der sie kontrollierte, auch wenn es nicht immer offensichtlich war. Und sie wusste, womit sie es zu tun hatte. Sie rechnete zuhause jederzeit damit, irgendwelche abgetrennten Krähenkopfe hinter einer Tür oder einem Vorhang zu finden, die plötzlich lauthals loskreischten. Hogwarts hingegen... Hogwarts war ihr sicherer Ort gewesen. Das merkwürdigste, dem sie hier begegnete, waren die Lehrer. Niemals würde man solch einen Korridor dulden. Man würde ihn entfernen. Es sei denn, es war nicht möglich. Und etwas, das mächtiger war als Dumbledore... nun, davor sollte man sich vermutlich auch fürchten.
"Es... verfolgt mich." Schwach. Weich. Jämmerlich. Unwürdig. So viele Bezeichnungen waren so passend. Aber überraschenderweise traf es sie nicht mehr so sehr wie heute früh. Sie hatte erkannt, dass es Wichtigeres gab. Es war ein wenig erniedrigend, etwas derartiges zugeben zu müssen und daran würde sich nie etwas ändern, aber Ted hatte ihr geholfen, zu verstehen. Es ging nicht darum, die unbesiegbare, reinblütige Hexe aus ehrenvoller Familie zu sein. Es ging auch nicht darum, sich vor anderen besser darzustellen als man war. Es ging darum, zu sich selbst zu stehen, zu erkennen wer man war und diejenigen zu finden, die es akzeptierten.

Am liebsten hätte sie Regulus jetzt einfach umarmt. Glücklicherweise erinnerte sie sich rechtzeitig daran, dass es nicht der blonde Gryffindor war, der vor ihr saß, sondern ihr Cousin, der es sicherlich mehr als merkwürdig finden würde.
Auch erwachte kurz der drängende Wunsch in ihr, ihm von dem Streit mit Sirius zu erzählen. Warum wusste sie nicht. Vielleicht einfach nur deshalb, weil er ihn angesprochen hatte, und ihre gute Beziehung erwähnt hatte. Ha! Dass ich nicht lache. Es wäre ein Wunder, wenn er je wieder mit mir spricht. Aber darüber konnte sie erst Recht nicht reden. Es war allgemein bekannt, wie die beiden Brüder - zumindest in der Öffentlichkeit - zueinander standen. Sie wollte das Thema Sirius auf gar keinen Fall in seiner Gegenwart anschneiden. Nein, das war eine Sache, mit der sie ganz alleine zurechtkommen musste.

Das Schweigen lastete schwer auf ihr - wieso schwiegen sie heute alle an? Überhaupt... es war eine absolut idiotische Idee gewesen, sich darauf einzulassen und ihm alles zu erzählen. "Vergiss es, okay? Ich... ich hab einfach zu wenig geschlafen, das ist alles."

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BeitragThema: Re: Ländereien   Do Mai 03, 2012 3:56 am

Langsam merkte Ted doch wirklich, wie Andromeda wirklich war. Sie war sehr vielseitig. Zum einen hatte sie diese wunderschöne Seite, bei der sie nur lächelte und optimistisch war. Dabei vergaß sie aber die Realität, oder legte ihr Gedächtnis bei Seite, denn die Realität war ganz und gar nicht rosig, das wusste Theodore. Doch er fand die Seite schöner, als die andere Seite. Die ernste Seite war einfach viel zu an dem Gefesselt, was sie müsste eigentlich sein. Sie musste eine Black sein, das sagte alles. Er verstand, dass sie die unausgesprochenen Regeln einhalten musste, was sie wohl in den Wahnsinn zu treiben schienen. Er wusste ganz genau, wie sie tickte, oder dachte es zumindest. Sie war leicht zu durchschauen, oder sie hatte bei ihm die Maske einfach abgelegt. Sie hatte wohl eine schwierige Entscheidung zu treffen, so dachte er zumindest. Sie konnte keine Zeit mit ihm verbringen, dass hatte er bemerkt. Eigentlich konnten sie sich noch nicht einmal ansehen, geschweige denn sich küssen. Doch das wollte Ted und was er wollte, ließ er nicht los. Andromeda war zu ihm hingezogen, dass sah man und ihre Reaktionen nach konnte man sehen, dass sie lediglich verunsichert war mit allem. Und ja, es wurde spät, trennen mussten sie sich sowieso. Aber das ganze fühlte sich für Ted trotz allem nicht gut an. Die ganze Situation war unangenehm und er wusste sogar nicht so recht, was er tun sollte, um die Stimmung zu ändern. Also lauschte er den Vortrag von Andromeda an und nickte beiläufig. Wie um alles in der Welt sollten sie sich denn richtig kennen lernen, wenn sie sich noch nicht mal richtig treffen konnten? Sie konnten sich ja schlecht immer draußen, nachts, treffen oder sowas. Das war Absurd. Das war auch kein richtiges kennen lernen. Ted runzelte die Stirn. Wie stellte sie sich das nur alles vor? Was spielt sich in diesem kleinen Köpfchen alles ab? Womöglich spielte sich da noch nichts ab, sie schob bestimmt wie er alles vor sich hin. Oder sie hatte einen Plan und wollte ihn ihm nicht erzählen. Noch nicht.

Es wurde langsam dunkel. Die Sonne färbte sich und alle Schüler begaben sich in Richtung Schloss. Andromeda, die so aussah, als ob sie ganz weg war, trat wieder herbei und stotterte dann noch eine Verabschiedung. Mit hoch gezogenen Augenbrauen verfolgte Ted das geschehen. „Ich... ich muss jetzt los. Und... es tut mir wirklich leid. Wir sehen uns bald wieder, versprochen.“ , sagte sie und spurtete fast davon, was Ted einziehen im Magen verursachte. Was hatte er falsch gemacht? Er konnte sich nicht erinnern, dass er was Falsches gesagt oder was Falsches gemacht hatte. Alles was er gesagt hatte, stimmte und alles was er getan hatte, war so beabsichtigt. Doch eigentlich machte er sich nichts daraus, denn Andromeda hatte versprochen, dass sie sich noch einmal sehen. Alleine dieser Satz hatte ihm nun so viel Hoffnung gegeben, dass er sich fast nichts darauf machte, dass er nun einfach so allein gelassen wurde. So schnell und ohne Vorwarnung wurde ihm nun Andromeda weggezerrt. Er hatte noch nicht einmal die Möglichkeit, sich richtig von ihr zu Verabschieden. Kann dir jetzt eigentlich egal sein , sagte etwas in ihm und urplötzlich wurde der junge Tonks müde. Er hatte zwar nichts Anstrengendes an diesem Tag gemacht, doch er wurde müde. Er wollte nur noch entspannen und lehnte sich dafür gegen den Baum. Doch ließ er Andromeda nicht aus den Augen, die hastig in Richtung Schloss ging. Doch plötzlich, zur Verwunderung von Ted der komischerweise keine gute Laune vorweise konnte, drehte sie sich wieder um und ging zügigen Schrittes auf ihn zu. Dann hockte sie sich vor ihn und drückte ihre Lippen gegen seine. Erst war Ted zu verwirrt um etwas zu erwidern, doch dann genoss er diese Verabschiedung, die viel zu kurz ausfiel. Dieser Kuss gab ihm Hoffnung. Komischerweise. Doch nun glaubte er ihr zu hundert Prozent. Der Kuss zeigte ihm, dass sie es wert war, den ganzen Stress – der definitiv noch kommen würde – zu ertragen. Alles was kommen würde, er würde es einfach hinnehmen.

Leise pfiff Ted vor sich hin, halb zufrieden, halb verunsichert. Verunsichert, weil er nicht genau wusste wie er sich fühlte, gut oder schlecht – er konnte es nicht einschätzen. Ein komisches Gefühl umgab ihn, doch er ließ es nicht zu, sich noch damit zu befassen. Sollte er sich so fühlen wie er sich fühlte. Gefühle kommen und gehen, also konzentrierte er sich auf das, was geschehen war und was geschehen wird. Er hatte gerade eine Black geküsst. Eine Black. Momentchen, was hatte er getan? Okey, sie ist anders. Sie ist nicht so eine… wie die anderen aus der Familie. Wenn sie mich küsst, heißt es, dass sie mich definitiv nicht Tod sehen will. Also ist alles gut, sprach er sich selbst zu, mit einem sarkastischem Unterton. Automatisch strich er über sein Tattoo, wie er es immer tut wenn er sich Gedanken macht. Seufzend schloss er seine Gedanken, lehnte sein Kopf gegen den Baum und lauschte den Stimmen der Natur.

Blinzelnd wachte Ted auf. Verwundert wie er war, stutze er erst einmal. Das hier war nicht sein Bett. Nein, definitiv. Einer kleiner Windhauch wehte und ließ Ted frösteln. Das kann doch jetzt nicht wahr sein!, dachte sich Ted erst gereizt, dann amüsiert. War er doch wirklich auf der Wiese eingeschlafen und keiner hatte ihn geweckt. Theodore streckte sich und gähnte, es war wohl noch nicht allzu früh morgens. Schwankend stand er auf, darauf bedacht, dass ihm nicht allzu schwindelig wurde, und nahm sich seine Tasche. Es war wirklich stockdunkel, was die Sache nicht leichter machte. Kurze Zeit tappte Ted Ziellos durch die Gegend, bis er die Orientierung wieder hatte.
Leise Schlich der Tonks durch die Korridore, um erst mal in den Gemeinschaftsraum zu kommen und danach in den Schlafsaal. Darauf bedacht, keinen Lehrer zu begegnen, ging Ted schnellen Schrittes zu dem Gemeinschaftsraum der Löwen. Als Ted endlich durch das Portrait gegangen war, ging er schnurstracks in sein Schlafsaal. Dort angekommen, zog er sich lautlos und schnell um, legte sich in sein Bett, zog die Vorhänge zu und glitt wieder in seine Traumwelt.

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Ländereien

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