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 Schottland; Glamis Castle

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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Schottland; Glamis Castle   Sa Feb 18, 2012 8:45 am


Einen letzten Verfolger gab es noch und zu Nessies großer Überraschung war es niemand anderes als Caius. Mittlerweile war es Nacht geworden, doch Renesmee war es irgendwann Leid weg zu laufen. Sie lief direkt auf einen sehr großen Berg zu.
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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Sa Feb 18, 2012 9:32 am

cf.: Schottland; Glasgow -> Vampire Coffee "Bloodbank"

Viktoria strich ihre Haare über ihre linke Schulter. Gabriel lächelte: „Ich gestehe, ich freue mich mehr als ich sagen kann, über unsere unverhoffte Bekanntschaft. Ich habe in zwei Tagen eine Verabredung mit ...meiner Cousine, in Invery. Ich bin sicher, sie wird entzückt sein Ihre Bekanntschaft zu machen Viktoria.“ Sie lies ihren Blick zur Bar schweifen. Henry - als sie sich kennen gelernt hatten, waren sie sofort per 'Du', doch bei Gabriel war die Beziehung distanzierter. Sie nickte einfach, das Ganze hatte ihr etwas die Sprache verschlagen. Nachdem die Beiden das Lokal verlassen hatten und sie ihre Schuhe erneut gewechselt hatte nahm er ihre Hand. Für Vampire war die Hand eines anderen Vampires warm, sie hatten eben die gleiche Temperatur, wie die Eigene. Menschliche waren wärmer, könnten Vampire schwitzen würden sie es wahrscheinlich genau in dem Moment tun. Doch seine Hand war genau wie ihre – Angenehm.

Sie liefen ruhig, eher ein Joggertempo als das eines Vampires, doch so liefen sie eben in diesem Moment. Viktoria schaute sich um und betrachtete das immer dunkler werdende Schottland. Sie dachte über die Artenvielfalt der Tiere, der Pflanzen, der, über alles nach, nur nicht über Henry, so war es immer, wenn sie gegangen war, so war sie auch nach zu den Maori gekommen – ans Ende der Welt, auf die andere Seite der Erde. Plötzlich, doch nicht störend meine ihr Gefährte: „Dürfte ich Sie bitten ein wenig schneller zu laufen. Ich denke, wir sollten uns erst ein wenig näher kennenlernen und es wäre mir eine Freude Sie in eine etwas ansprechenderen Umgebung zu entführen. Er packte ihr Hand nochmals und rannte los, sie folgte ihm, hielt seinem Tempo locker stand und antwortete nicht. Er hatte auch keine Antwort erwartet.

Schon nach einiger Zeit kamen sie im Dunkel an einem wunderschönen Ort an. Als Gabriel ihr erstauntes Gesicht sah, lachte er leise. Menschen hätten es nicht gehört, doch es war lieblich, wie bei einem kleinen Kind, dass etwas Süßes bekommen hatte. Er sprang an der alten Fassade hoch, es wunderte sie, dass sie nicht abbröckelte. Der Mann stand auf der Terrasse und winkte sie hinauf. Schneller als er erwartet hatte, stand sie neben ihm. Er schien hier öfter gewesen zu sein, stieß eine Scheibe auf und öffnete die Balkontür. Als sein Arm sie bat einzutreten, lächelte sie dankbar. Solche Vampire gab es selten. Die Beiden waren in einen hübschen Raum getreten und ihre Bekanntschaft meinte stolz: „Willkommen in Glamis Castle meine Liebe.“ Dankbar nickte sie und sagte: „Ein wunderschönes Gebäude! Aber Sie dürfen mich gerne duzen, werter Herr.“ Sein Gesicht leuchtete im Mondschein und sein Lippen glänzten noch von der Flüssigkeit, die vor wenigen Momenten darüber gelaufen war. Viktoria wurde daran erinnert, dass sie so lange keine Zuneigung mehr erfahren hatte, vielleicht auch noch gar keine. Ihre menschliche Vergangenheit kannte sie nicht und als Vampir, bei wem hätte sie denn körperliche Nähe finden können? Menschen hätte sie dabei getötet und als Vampir war sie alleine gewesen, bis auf ihre kurze Zeit in der Armee. Mit Henry hatte sich die Beziehung nicht in diese Richtung entwickelt und ansonsten war noch niemand gewesen, bis jetzt. Bis zu diesem Tage, an dem sie Gabriel traf. Er war selbst für Vampire hoch attraktiv und mit seinen 34 Jahren sah er immerhin Erwachsen auf und nicht wie ein Jugendlicher. Sie strich unbewusst über ihre Taille hinab zur Hüfte. War da wirklich etwas, was sie für den Fremden empfand – nur körperlich, seelisch oder beides?
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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Sa Feb 18, 2012 10:20 am

cf.: Schottland; Glasgow -> Vampire Coffee "Bloodbank"

„Ein wunderschönes Gebäude! Aber Sie dürfen mich gerne duzen, werter Herr.“
Diese Koketterie, diese gleichsame Unschuld in diesem wunderschönen zarten Körper, der ihn so unerklärlich anzog als müsse er sie vor ihr selbst schützen. Wie zur Bestätigung strich sie ohne wirklich zu merken was sie tat über ihre Taille hinab zu ihrer Hüfte. Sollte sie ebenso empfinden?
Er wollte es nicht so. Nicht so schnell, nicht ohne sich ihr zu offenbaren. Er hatte das zwingende Gefühl ihr mehr von sich zu erzählen. Ihr seine Begierlichkeiten seine Art zu existieren in den letzten Jahrhunderten darzulegen und hoffte auf ihr Verständnis, auf ihre wenn nicht Vergebung, dann doch auf eine Art Akzeptanz.
Sie alle waren Geschöpfe der Nacht, des Nichtexistierens und doch gab es sie, obwohl jegliches Naturgesetz dagegen sprach. Jeder musste damit fertig werden und sich einen Weg suchen damit zurecht zu kommen.
Er geleitete sie in den noch dunklen Raum zu einem schönen Barocksessel. Ihr Duft hüllte sie ein und er zog ihn genießerisch auf. Wie gern hätte er jetzt ihre Haare berührt, die üppig und glänzend über ihre schmalen Schultern fielen.

Er kannte diesen Raum, indem er schon oft eine Nacht oder ganze Tage verbracht hatte. Außer bei außergewöhnlichen Führungen kam hier nur selten jemand hin.
Es war ein Schlafzimmer aus der Zeit um 1780. Das Gemach einer Dame in hellen Pastelltönen, mit Stoffen in üppigen floralen Mustern und verschwenderischen Ornamenten und schwungvollen Drehungen der für die Möbel verwendeten Hölzer. Ein großes Bett stand an der hinteren Wand, verhangen von einem hauchzarten Baldachin und ebensolchen Vorhängen.
Schnell entzündete er einige Kerzen, die in Porzellanlüstern in Fensternieschen und auf Kommoden standen, nahm die Kerzen von den Fenstern weg und zog vorsorglich die Vorhänge zu. Das Kerzenlicht tauchte das Zimmer in ein warmes gelbliches Licht.

"Viktoria also. Also gut, dann bitte nenne mich Gabriel." Er sah sie verwirrt und forschend an. Sie hatte etwas Geheimnisvolles, etwas so herausfordernd unberührtes, als hätte sie gerade erst vor wenigen Tagen in diese Existenz gewechselt.

"Bitte verzeih mir die Wahl des Ortes, aber ich habe eine Schwäche für schöne Interieurs. Ich sitze nicht gerne auf kalten schottischen Wiesen. Die Kälte ist Zeichen unserer Existenz, da müssen wir sie nicht noch unter unserem Hintern spüren." Er lachte leise und befreit.
"Du verwirrst mich Viktoria. Ich muss dir gestehen, daß ich dich sehr anziehend finde auf eine mehr als eigenartige Weise und doch möchte ich, daß du mich besser kennst.
Ich bin schon sehr lange in dieser Existenz, weißt du. Ich wurde hier in England geboren als der älteste Sohn eines alten Adelsgeschlechtes aus der Gegend von Oxford. Vielleicht rührt daher mein Faible für Schlösser und Burgen. Ich hatte anfänglich Schwierigkeiten dieser Existenz etwas positives abzugewinnen und habe recht lange gegen mich selbst gekämpft.
Ich möchte nicht roh und brutal sein. Ich möchte nicht schlachten, niemanden! Wenn ich mich nähre, was unumgänglich ist, dann tue ich es schnell und versuche es so zu tun, daß niemand leidet. Auch keine - nennen wir sie Hinterbliebenen.
Ich habe immer die Nähe von Frauen genossen. Männer sind für mich Gleichartige, ich trinke nicht von Ihnen. Ich trinke auch nicht von niederen Geistern, Verbrechern oder sonstigen Crètins. Ich möchte mich nicht beschmutzen und ich sehe es sicher nicht als meine Aufgabe an, die Welt der Menschen besser machen zu müssen, indem ich sie von ihrem eigenen Abschaum befreie.
Wenn ich menschliches Blut trinke dann nur von Frauen. Einsamen Frauen, die sich nach Zuneigung sehnen, die die Erfüllung in der Liebe suchen und einmal in ihrem Leben begehrt werden wollen, lieben wollen und nie geahnte Extase empfinden wollen.
Du glaubst nicht wie viele Frauen es gibt, und je länger ich auf dieser Welt wandle, je mehr die Frauen die Welt der Männer mit ihrer Emanzipation erobert haben, umso einsamer werden sie.
Ich gebe ihnen dieses Gefühl, verehre sie, werbe um sie und töte sie in dem Moment indem sie in unserer körperlichen Vereinigung das höchste Gefühl haben, dass sie je in ihrem einsamen Leben haben werden." Gabriel beobachtete Viktorias Gesichtsausdruck, der starr geworden war aber nicht verschreckt.
Er atmete innerlich auf. Es schien sie zu berühren, vielleicht würde sie es ablehnen, aber sie blieb ruhig sitzen.

"Ich suche sie mir als Nahrung, nicht als Gefährtin, denn ich hatte nie eine Gefährtin und habe keine. Es erschien mir bisher nicht als erstrebenswert meine Existenz an eine andere zu ketten. Ich kann nicht sagen, ob es auf ewig so bleiben wird, aber bisher waren meine Bekanntschaften mit Gleichartigen von Respekt und Begierde geleitet, weniger von Vertrauen und nicht dem, was ich als Liebe definieren würde." Er strich sich durch seine Haare, wie er es schon zu menschlichen Zeiten getan hatte, wenn das Thema heikel wurde.
"Ich hatte vor zwei Wochen eine wunderbare menschliche Frau. Sie war Artistin in einem Zirkus in Monacco. Bereits etwas älter, über den Zenit ihrer Glanzzeit und voller Angst bald der Armut ihres Künstlerlebens ins Auge blicken zu müssen, wenn sie bald keine Engagements mehr erhielte. Sie starb sehr glücklich, das versichere ich dir. Daher bin ich eigentlich hinreichend gesättigt. Das fordernde Brennen meiner Kehle von dem unweigerlich aufsteigenden Durst lösche ich gerne mit Whiskey, einfach deshalb, weil er das Blut in meinem Körper nicht verdünnt, aber das Brennen in der Kehle überlagert. Es ist als würde die Kehle davon betäubt, jedenfalls bei mir.
Wenn ich keine Frau habe, dann pflege ich mich mit Tierblut zu stärken. Raubtierblut keine Pflanzenfresser, die ich weniger schmackhaft finde. Ich habe festgestellt, daß selbst Ratten um Welten besseres Blut haben als zum Beispiel Schafe und Ziegen, die ja wohl das übelste sind, das man in Erwägung ziehen kann." Gabriel hatte sich in einen Sessel neben Viktoria gesetzt, den er ein wenig im Winkel zu ihr geschoben hatte, so dass er Augenkontakt mit ihr halten konnte, sie aber nicht frontal einengte. Er ergriff ihre schmale Hand und strich versonnen darüber. Wie weich und glatt sich ihre Haut anfühlte, obwohl sie wie seine aus diesem harten steinähnlichen Material bestand.
Unverwundbar und doch verletzlich.
Ihr Blick tauchte erstaunt und vertrauensvoll in seinen und er folgte einem inneren Drang, hob ihre Hand und küsste innig ihre Innenfläche.

"Hab ich dich erschreckt? Nichts würde mich mehr schmerzen. Wenn ja, bitte verzeih mir."







Zuletzt von Gabriel de Vere am So Feb 19, 2012 10:30 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   So Feb 19, 2012 7:50 am

Als Viktoria von Gabriel hereingeführt wurde setzte sie sich auf einen großen bequemen Sessel. Ihr Freund lief noch leicht herum und zündete ein paar Kerzen an. Schnell schloss er die Vorhänge, auch wenn hier niemand wohnte, soweit sie es hören konnte. Nun hatte das Zimmer einen hellgelben Schein angenommen und er sagte: „Viktoria also. Also gut, dann bitte nenne mich Gabriel.“ Sie lächelte ihn an, es war für ihn ungewohnt, jemanden mit du anzusprechen. „Bitte verzeih mir die Wahl des Ortes, aber ich habe eine Schwäche für schöne Interieurs. Ich sitze nicht gerne auf kalten schottischen Wiesen. Die Kälte ist Zeichen unserer Existenz, da müssen wir sie nicht noch unter unserem Hintern spüren.“, lachte er leise. Er war wie etwas ausgewechselt, zuvor leicht überheblich und nun gelöst. „Du verwirrst mich Viktoria. Ich muss dir gestehen, dass ich dich sehr anziehend finde auf eine mehr als eigenartige Weise und doch möchte ich, dass du mich besser kennst.“ Sie lauschte ihm gespannt, anscheinend empfand er etwas ähnliches.
„Ich bin schon sehr lange in dieser Existenz, weißt du. Ich wurde hier in England geboren als der älteste Sohn eines alten Adelsgeschlechtes aus der Gegend von Oxford. Vielleicht rührt daher mein Faible für Schlösser und Burgen. Ich hatte anfänglich Schwierigkeiten dieser Existenz etwas positives abzugewinnen und habe recht lange gegen mich selbst gekämpft. Ich möchte nicht roh und brutal sein. Ich möchte nicht schlachten, niemanden! Wenn ich mich nähre, was unumgänglich ist, dann tue ich es schnell und versuche es so zu tun, dass niemand leidet. Auch keine - nennen wir sie Hinterbliebenen.“, erklärte er ihr entschlossen. Ihr Blick ruhte auf ihm, sie interessiertes es, ihn zu ergründen. „Ich habe immer die Nähe von Frauen genossen. Männer sind für mich Gleichartige, ich trinke nicht von Ihnen. Ich trinke auch nicht von niederen Geistern, Verbrechern oder sonstigen Crètins. Ich möchte mich nicht beschmutzen und ich sehe es sicher nicht als meine Aufgabe an, die Welt der Menschen besser machen zu müssen, indem ich sie von ihrem eigenen Abschaum befreie. Wenn ich menschliches Blut trinke dann nur von Frauen. Einsamen Frauen, die sich nach Zuneigung sehnen, die die Erfüllung in der Liebe suchen und einmal in ihrem Leben begehrt werden wollen, lieben wollen und nie geahnte Extase empfinden wollen. Du glaubst nicht wie viele Frauen es gibt, und je länger ich auf dieser Welt wandle, je mehr die Frauen die Welt der Männer mit ihrer Emanzipation erobert haben, umso einsamer werden sie. Ich gebe ihnen dieses Gefühl, verehre sie, werbe um sie und töte sie in dem Moment indem sie in unserer körperlichen Vereinigung das höchste Gefühl haben, dass sie je in ihrem einsamen Leben haben werden.“, meinte er überzeugt. Er hatte seine eigene Art, wenn sie auch fast etwas Rassistisch war. „Ich suche sie mir als Nahrung, nicht als Gefährtin, denn ich hatte nie eine Gefährtin und habe keine. Es erschien mir bisher nicht als erstrebenswert meine Existenz an eine andere zu ketten. Ich kann nicht sagen, ob es auf ewig so bleiben wird, aber bisher waren meine Bekanntschaften mit Gleichartigen von Respekt und Begierde geleitet, weniger von Vertrauen und nicht dem, was ich als Liebe definieren würde.“ Er machte ihnen also keine falsche Hoffnung, so war es akzeptabler. Seine Fingerspitzen fuhren durch sein Haar und wirbelten seinen Duft auf. Er war würzig, angenehm, aber kein allerwelts- Geruch. Nun erklärte er ihr seinen letzten Fang: „Ich hatte vor zwei Wochen eine wunderbare menschliche Frau. Sie war Artistin in einem Zirkus in Monacco. Bereits etwas älter, über den Zenit ihrer Glanzzeit und voller Angst bald der Armut ihres Künstlerlebens ins Auge blicken zu müssen, wenn sie bald keine Engagements mehr erhielte. Sie starb sehr glücklich, das versichere ich dir. Daher bin ich eigentlich hinreichend gesättigt. Das fordernde Brennen meiner Kehle von dem unweigerlich aufsteigenden Durst lösche ich gerne mit Whiskey, einfach deshalb, weil er das Blut in meinem Körper nicht verdünnt, aber das Brennen in der Kehle überlagert. Es ist als würde die Kehle davon betäubt, jedenfalls bei mir. Wenn ich keine Frau habe, dann pflege ich mich mit Tierblut zu stärken. Raubtierblut keine Pflanzenfresser, die ich weniger schmackhaft finde. Ich habe festgestellt, dass selbst Ratten um Welten besseres Blut haben als zum Beispiel Schafe und Ziegen, die ja wohl das übelste sind, das man in Erwägung ziehen kann.“ Sie war erstaunt, wie weite er seine Überzeugung ausgebreitet hatte. Es schien ihr, als gäbe es keine Lücke darin. Er zog einen zweiten Sessel zu ihrem heran. Die Blicke der Beiden trafen sich und er nahm ihre Hand. Erst strich er darüber, erfühlte sie und dann küsste er die Innenfläche. Sie fühlte die kalten Lippen wie sie die Haut berührten. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken, doch es war kein normaler Schauer, es war Erregung. „Hab ich dich erschreckt? Nichts würde mich mehr schmerzen. Wenn ja, bitte verzeih mir.“, fragte er bestürzt.

Sie schüttelte sofort den Kopf: „Nein, dass hast du nicht. Ich danke dir für dein Vertrauen und bewundere deine Überzeugung zu deiner Art der Jagd. Ich würde dir gerne erzählen, wie ich als Kind war, doch dass kann ich nicht. Das erste Bild, an das ich mich erinnere, sind zwei blutrote stechende Augen.“ Sie entzog sich ihm, stand auf und lief leicht durch den Raum. „Ich könnte dir jetzt etwas über mein Vampirdasein erzählen, doch ist es für dich viel interessanter, wenn du mich erforschen musst oder kannst und nicht alles weißt.“, flüsterte sie. Viktoria ging wieder auf ihn zu, kniete sich vor ihn. Er war mit seinen Armen auf die Knie gestützt. Ihre Finger strichen über seine Wange, sie begriff nicht, was sie so sehr anzog. Sie legte ihr Stirn an seine und zog seinen Duft erneut ein. Es war als würde ihre Kontrolle, die sie ihr ganzes Leben lang hegte, verschwunden sein. Ihre Hände legten sich um sein Gesicht und sie küsste ihn. Ihre Lippen lagen auf seinen und ihr Focus verengte sich. Leicht schlossen sich ihre Augen, was für Vampire sehr untypisch war. Die Welt hätte untergehen können, doch es gab nur die Beiden! Ihr Körper war unter Spannung, doch vollkommen gelöst. Sie war befriedigt, dieses Gefühl war ihr so fremd und schien ihr doch so bekannt. Die Vampirin löste sich von Gabriel und fragte zurückhaltend: „Kannst du tanzen?“ Sie hatte seit Jahren nicht mehr getanzt und wünschte es sich so sehr. Vielleicht würden sich die Beiden näher kommen...
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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   So Feb 19, 2012 9:34 am

"Nein, dass hast du nicht! ...." Diese großen scheuen Augen verdunkelten sich, zogen sich zurück, wie auch ihr Körper sich versteifte und sie ihm ihre schmale Hand entzog. Eine beklemmende Spannung hatte sie ergriffen und davon getrieben stand sie schnell auf und entfernte sich von ihm.
Er hatte den Wunsch ihr nach zu springen, sie in den Arm zu nehmen und zu trösten, doch er war sich nicht im klaren, wofür. War ihr seine Schilderung zu viel.
Sie erinnerte sich nicht. Nicht an ihre Kindheit, an ihr menschliches Leben. Hatte ihr Schöpfer sie überfallen, brutal und schmerzlich ihr das Leben entrissen? Hatte er ihr Gewalt angetan und sie achtlos liegen gelassen? Aber warum hatte er dann die Verwandlung zugelassen?
Gabriel hasste Vampire, die derartiges taten. Es gab keinen Grund andere Lebewesen in diese Existenz zu zwingen, die er für nicht erstrebenswert hielt. Er wäre bei Gott lieber ein nettes Schlossgespenst im Haus seiner Ahnen geworden, als eine Kreatur die davon lebte, daß sie anderen Existenzen das Leben nahm. Verachtenswert, verabscheuungswürdig.
Wie hatte Viktoria gelernt mit ihrem neuen Leben zurechtzukommen. Kam sie zurecht?

„Ich könnte dir jetzt etwas über mein Vampirdasein erzählen, doch ist es für dich viel interessanter, wenn du mich erforschen musst oder kannst und nicht alles weißt.“ Sie flüsterte, als würden sie ihre eigenen Worte schrecken. Was schreckte sie so? Was hatte man diesem zarten Wesen angetan, die nichts als Frieden suchte, soweit er sie bisher kennengelernt hatte. Sie hatte ihm ihr Vertrauen geschenkt, wie ein Kind, glücklich darüber Aufmerksamkeit und Freundschaft zu erhalten. Aber sie war kein Kind, ganz und gar nicht.
Sie war begehrenswert, schön und mysteriös. Wieder spürte er das tiefe Verlangen sie zu schützen, sie in seine Arme zu nehmen und....ja da war mehr. Er wollte ihr geben wonach sie suchte. Er wollte sie schützen und bei sich haben.
Warum?
So hatte er noch nie empfunden. Was machte sie mit ihm, ihm, der sie gerade mal einige Stunden kannte.
Oh ja, sie hatte Recht, er wollte sie erforschen, er wollte sie kennenlernen auf jede erdenkliche Weise. Aber er wollte sie nicht noch mehr verschrecken. Er würde sich zurücknehmen, würde sie wählen lassen.
Gabriel lachte innerlich über den Aberwitz der Realität.
Sie hatten Zeit! Sie hatten die Unendlichkeit, die kalte Unbarmherzigkeit der Ewigkeit.
Sie kam auf ihn zu und in einer fließenden feenhaften Bewegung kniete sie sich vor ihn und sah ihn forschend, doch gleichzeitig unsicher bittend an. Ihre Finger glitten über seine Wange und erzeugten ein anregendes Prickeln auf seiner Haut. Sie kam immer näher um ihre Stirn an seine zu legen, vertraut und sich ihm ausliefernd.
Dann plötzlich nahm sie vorsichtig sein Gesicht in ihre Hände, zog es näher zu sich heran und legte ihre Lippen auf seine, um ihn zärtlich und hauchzart zu küssen.
Sanft und wie zufällig legte er seine Hände an ihre Seiten, darauf bedacht den Moment nicht für sie zu zerstören. Er spürte wie sie sich leicht entspannte, löste und den Kuss genoss. Er wagte nicht diesen unschuldigen Kontakt zu intensivieren, wagte nicht seine Lippen zu öffnen und ihr seine Gefühle, die ihn gefangen hielten zu offenbaren.
Sie hatte ihre Augen halb geschlossen, seufzte leise und ohne es selbst zu merken und entfernte sich sachte von ihm. Ihr Gesicht leuchtete überrascht und gleichzeitig erfreut, als hätte sie etwas entdeckt, daß sie sehr glücklich machte.
Hatte sie noch nie einen Mann geküsst? Ihr Gesicht strahlte, doch die Frage die sie als nächstes stellte war zögerlich, unsicher und er hörte eine leise Sehnsucht darin mitschwingen.
"Kannst du tanzen?"
Er lächelte und strich ihr über ihre wunderschönen Haare, die er von Anfang an bewundert hatte. Dann zog er spöttisch die Augenbrauen hoch und schmunzelte.
"Viktoria, du sprichst mit dem seinerzeitigen Sohn des 17. Earl of Oxford. Ich erlernte das Tanzen im frühen Kindesalter und liebe die Musik über alles. Ich musiziere selbst bisweilen, vornehmlich Laute und Gitarre. Selbst die heutigen elektronischen Instrumente sind mir nicht fremd."
Er hatte sie bei seiner kleinen Rede sanft in ihren Sessel zurückgeschoben und ihre mitleiderregende Plastiktüte hervorgeholt, in der sie andere Schuhe aufbewahrte, die er ihr jetzt vorsichtig auf ihre Füße schob. Er stand auf lächelte mit einem Zwinkern auf ihr ansprechenderes Schuhwerk und zog sie zu sich hoch.
"Damit sollte es besser gehen. Lass uns hinaus auf die Terrasse gehen, dort haben wir mehr Platz." Er hatte einen Arm um ihre Taille gelegt und führte sie galant hinaus.
Dann nahm er sie in Tanzhaltung in den Arm und begann, sich vorsichtig herantastend, mit einem Slow Fox. Sie legte ihren Kopf leicht an seine Schulter und überließ sich seiner Führung.
Erfreut stellte er fest, das sie eine ausgesprochen gute Tänzerin war. Er begann leise zu singen und wenig später schwangen sie in ausladenden Bögen in einem Wiener Walzer über die große Terrasse unter dem leider wolkenverhangenen Himmel der Highlands.

Gabriel liebte es zu tanzen und Viktoria schien es ebenso zu genießen. Sie wirkte gelöst und entrückt, vollkommen glücklich in seinen Armen. Sie verloren beide ein wenig das Gefühl für Zeit und tanzten mehrere Stunden. Manchmal sang sie mit, oder stimmte ein anderes Lied, einen anderen Tanzstiel an. Sie lachten leise und ausgelassen und beide, nie wirklich ermüdend, wollten nicht aufhören.
'Sie ist betörend. Alle weiblichen Vampire, die ich bisher kennenlernte, mit denen ich eine Liaison einging, waren von ganz anderem Wesen. Sie hat so eine natürliche Noblesse, der sie sich gar nicht bewußt ist.'

Gabriel stoppte in der Bewegung und sah ihr in die verträumten Augen.
"Wer bist du? Warum fühle ich so für dich?"
Zärtlich strich er ihre eine Strähne aus dem Gesicht, beugte sich zu ihr hinab und küsste sie sanft. Sie legte ihre Hände um seinen Nacken und stellte sich ein wenig auf die Zehspitzen, verlangend, sich an ihn pressend. Ihr Verlangen freute ihn, bereitete ihm ein eigenwilliges, kribbelndes Gefühl und er öffnete leicht seine Lippen um mit seiner Zunge über ihre Lippen zu streichen. Sie war erst verunsichert, ließ es aber dann zu und so küsste er sie leidenschaftlicher, offenbarte sich ihr.

Als er sich von ihr löste fuhr sie mit ihrem Zeigefinger überrascht über ihre Lippen und strahlte ihn an. Er konnte nicht umhin und lächelte ebenso strahlend.
"Viktoria, ich wünsche mir sehr, dich nah bei mir zu haben. Ich möchte dir helfen, dich zu finden, dich zu verstehen und vielleicht sogar herauszufinden, wer du bist. Ich weiß nicht was hier gerade mit mir geschieht, aber ich weiß ich möchte dich noch nicht verlassen. Aber wenn du es möchtest, wenn du lieber zu Henry zurückkehren möchtest, ich werde das akzeptieren und dich begleiten wohin du auch willst, bis du mich entlässt, weil du in Sicherheit bist.
Ich möchte nicht, daß dir jemals wieder jemand weh tut. Man hat dir zu sehr wehgetan. Du hast die Wahl, immer! Ich werde nie etwas tun, was dich verletzen würde, das schwöre ich dir!"
Und wie um seine letzten Worte zu besiegeln versank er erneut in einen innigen Kuss mit ihr.


Zuletzt von Gabriel de Vere am Mi Feb 22, 2012 11:52 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   So Feb 19, 2012 10:32 pm

Er folgte ihr und strich ihr durch die Haare. Die langen lockig fallenden Haare fielen dunkel über ihre Schulter. Seine Finger ertasteten die Strähnen und spielten leicht damit. Spöttisch zog er eine Augenbraue hoch und lächelte: „Viktoria, du sprichst mit dem seinerzeitigen Sohn des 17. Earl of Oxford. Ich erlernte das Tanzen im frühen Kindesalter und liebe die Musik über alles. Ich musiziere selbst bisweilen, vornehmlich Laute und Gitarre. Selbst die heutigen elektronischen Instrumente sind mir nicht fremd.“Sie hatte Leute kennen gelernt, die zwar adlig waren, doch nicht tanzen konnten, deshalb hatte sie gefragt. Leicht drückte er Viktoria in den Sessel und holte ihre Schuhtüte aus ihrer Tasche. Sie konnte ja schlecht einen ganzen Hausstand mitnehmen. Er zog ihr die Laufschuhe aus und stülpte die schwarzen Schuhe über ihre dünnen Füße. Zwinkernd zog er sie hoch, fest stand sie in den eher ungewohnten Schuhen. Sie kam sich vor wie Aschenputtel – zuerst unglücklich und dann über glücklich. „Damit sollte es besser gehen. Lass uns hinaus auf die Terrasse gehen, dort haben wir mehr Platz.“, mit seinem Arm um ihre Taille führte er sie hinaus, als wären sie auf einem Ball. Auf dem Balkon angekommen waren sie schnell aneinander geschmiegt und tanzten leicht. Später sang er, summte Melodien und Viktoria konnte nur erahnend mitmachen. Sie fühlte sich so willkommen beim tanzen und dachte, dass sie früher vielleicht mal Tänzerin war. Die Beiden schwebten zeitlos durch die Nacht, lachten, freuten sich, spürten dass da mehr war als Freundschaft. Sanft stoppte er die Tänzelei und strich ihre eine feine Strähne aus dem Gesicht. „Wer bist du? Warum fühle ich so für dich?“, fragte er ohne jeglichen Vorwurf. Sie konnte nicht antworten, denn sie wusste es selbst nicht. Leicht küsste er sie und sie konnte nicht anders, als sich ihm entgegen zu stemmen, ihre Arme um seinen Hals zu legen und mehr zu verlangen. Leicht öffnete Gabriel seine Lippen und seine Zunge strich über ihre Lippen. Sie machte ihm nach und das ganze wurde inniger, beide gaben sich voll und ganz hin. Sie wusste, dass es Enden würde und so strich sie überrascht über ihren Mund, als es vorbei war. Beschützend sprach er: „Viktoria, ich wünsche mir sehr, dich nah bei mir zu haben. Ich möchte dir helfen, dich zu finden, dich zu verstehen und vielleicht sogar herauszufinden, wer du bist. Ich weiß nicht was hier gerade mit mir geschieht, aber ich weiß ich möchte dich noch nicht verlassen. Aber wenn du es möchtest, wenn du lieber zu Henry zurückkehren möchtest, ich werde das akzeptieren und dich begleiten wohin du auch willst, bis du mich entlässt, weil du in Sicherheit bist. Ich möchte nicht, daß dir jemals wieder jemand weh tut. Man hat dir zu sehr wehgetan. Du hast die Wahl, immer! Ich werde nie etwas tun, was dich verletzen würde, das schwöre ich dir!“ Er hatte ihren momentanen Wundenpunkt getroffen. Eigentlich wollte sie es nicht mit dieser Gefühlslage, doch er küsste sie noch einmal.

Dieses Mal war sie es, die sich löste, die die sich verschloss. Leise schritt sie zurück in den Raum, lies ihn etwas hinter sich. „Weist du?“, fragte sie, ohne eine Antwort zu erwarten. „Henry ist ein Idiot, so ein Idiot!“, sie schrie leise, unterdrückt. „Wenn du jemanden so viele Chancen gibst, wie ihm und er immer die Bedingungen setzt, dass du nicht mehr reisen sollst, dann kann das keine Liebe sein. Er und ich, wir sind uns nah, doch können wir neben einander nicht leben! Wir hatten so viele Möglichkeiten, doch hatte ich nur eine Bedingung – Freiheit. Das war für ihn zu viel. Jahrhunderte werde ich nicht mehr warten, denn nochmal tue ich das nicht.“, sagte sie etwas sauer. Sie tapste durch das Zimmer, strich durch es, als wäre sie schon immer hier gewesen. „Ich werde nicht zurück zu ihm gehen, er hat mir sogar die Erlaubnis gegeben, mit dir zu gehen. Obwohl ich mir nicht sicher bin, woher er sich dieses Recht nahm. Du brauchst mir nichts zu schwören, ich glaube einfach nicht, dass du mich je verletzen würdest.“, erklärte sie schlussendlich. Sie stand an dem Bett und strich über den Baldachin. Sollte sie Gabriel noch mehr gewähren, an diesem Abend? Sie kam davon ab, ging zurück zum Sessel und setzte sich. Sie betrachtete ihn, wie er in der Tür stand und der Mond anfing auf ihn zu scheinen. Der Mond war gerade dabei unterzugehen, wirkte sehr sehr groß am Horizont. Gabriel stand für sie direkt vor dem Mond. Er würde sie aus der dunklen Nacht ihres Lebens holen. „Wir Beide führen eine ganz andere Beziehung, als ich und Henry. Henry hatte seine Chance, nun hast du sie ergriffen, und zwar erfolgreich!“, flüsterte sie. Viktoria überschlug ihre Beine und wartete auf ihren Retter. Sachte lief er ihr entgegen, frontal auf sie zu, doch sie empfand nur Freude und Liebe. Zwar wusste sie nicht, ob dass ihr Seelenverwandtschaft war, doch was noch nicht war, konnte ja noch werden. Doch auf jeden Fall, war das hier nah dran. Seufzend strahlte sie ihn an, gewiss mit der Freude darin, ein neues Leben anzufangen.
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   So Feb 19, 2012 11:45 pm

Sie löste sich aus ihrer Umarmung, beendete den Kuss der lebendig auf seinen Lippen haftete. Sie küsste neugierig, doch zurückhaltend und vor allem unbedarft, wie jemand, der das Küssen liebt es aber nie vorher getan hat oder aber nie wirklich geküsst wurde.
Sie schien Angst vor ihrer eigenen Leidenschaft zu haben, oder war die Angst vor ihrer Courage?
Aufgewühlt und plötzlich zornig ging sie entschlossen zurück in das Zimmer, in dem sie ziellos hin und her wanderte.
"Henry ist ein Idiot! So ein Idiot!"
Sie hatte ihre Hände zu Fäusten geballt und wendete ihm ihren Rücken zu. Gabriel hätte am liebsten über ihren kleinen Ausbruch gelacht. Sie war so süß in ihrem Zorn, so vorhersehbar und doch erfüllte es ihn mit einer gewissen Traurigkeit, denn er hatte sich eine andere Reaktion gewünscht. Sie ließ ihrer Enttäuschung freien Lauf, stammelte ihre Anklage an diesen rothaarigen Holzklotz heraus und überzeugte ihn von dem was offenkundig war.
Viktoria liebte Henry und dieser Penner war zu dumm oder zu egoistisch das zu erkennen. Natürlich wollte sie nicht in dieser Kneipe eingesperrt sein. Natürlich wollte sie reisen, denn was ihr noch wichtiger zu sein schien, als die Nähe dieses Herren war eine eigene Identität zu haben. Sie wollte nicht Mrs. Henry sein. Sie wollte einen Namen, etwas, dass ihr gehörte, das sie ausmachte und für alle Zeiten nur ihr gehören würde.
Eine schwere Aufgabe!
Er lehnte sich an den Türrahmen der Terrassentür und beobachtete ihre unruhigen Gesten, ihr trotziges widerspenstiges Ringen mit sich selbst. Jetzt ging sie zielstrebig auf das Bett zu und strich aufgewühlt und unschlüssig über die Vorhänge.

„Ich werde nicht zurück zu ihm gehen, er hat mir sogar die Erlaubnis gegeben, mit dir zu gehen. Obwohl ich mir nicht sicher bin, woher er sich dieses Recht nahm. Du brauchst mir nichts zu schwören, ich glaube einfach nicht, dass du mich je verletzen würdest.“


'Oh Viktoria, ich würde nicht weiter gehen, noch nicht einmal wenn du mich darum bitten würdest.' Er strengte sich an nicht laut zu lachen. Es wäre ein leichtes gewesen, sie jetzt zu verführen. Es wäre so einfach, den Rest der Nacht damit zu verbringen ihren Körper zu erkunden, sie in die tiefen Geheimnisse einzuweihen und ihr Wonnen zu bereiten, damit dieser Rothaarige aus ihrem Hirn verschand, aber das wollte er nicht.
Er wollte daß sie ihn um seinetwillen zu sich rief. Das sie ihn wollte, nicht als Ersatz! Er würde ihr ganz sicher nicht beiwohnen. Nicht heute, nicht bevor sie keine echten Gefühle für ihn hatte. Sie war dickköpfig und reagierte trotzig - wie ausgesporchen niedlich sie sein konnte. Gabriel schmunzelte amüsiert, beobachtete wie sie in ihren Sessel zurückkehrte und demonstrativ die Beine übereinanderschlug. Ahh, die Körpersprache der Frauen war ein wahrer Fundus an unterschwelligen Zeichen und Worten.
„Wir Beide führen eine ganz andere Beziehung, als ich und Henry. Henry hatte seine Chance, nun hast du sie ergriffen, und zwar erfolgreich!“ Sie flüsterte, unsicher, ob sie die Tragweite dieser Worte wirklich aussprechen sollte, so meinte.

Er ging zu ihr und setzte sich in den Sessel, der immer noch schräg gegenüber stand, nahm ihre Hand und kicherte leise.
"Viktoria, ich werde dich nicht belügen. Wir führen keine Beziehung, noch nicht. Du ziehst mich an. Du gefällst mir und ich empfinde für dich, wie es mir bisher fremd war, aber das ist noch keine Beziehung. Ich spüre sehr genau, daß Henry dir mehr bedeutet, als du im Moment möchtest und das ist vollkommen in Ordnung.
Ich bin ein recht kämpferischer Typ in dieser Hinsicht. Ich werde mein ganzes Können einsetzen dich für mich einzunehmen. Aber der Tag an dem ich unseren Flirt eine Beziehung nenne, wird der sein, an dem ich das Verlangen nach mir in deinen Augen sehen werde. Die Freude MICH zu sehen, von MIR berührt und geliebt zu werden. Nicht die weggeschobenen Gedanken an einen rothaarigen Wirt, oder aber die Neugierde auf das, was wir tun werden.
Normalerweise würde ich mich jetzt zurückziehen und dich deinem Gastwirt überlassen, denn ich dränge mich nicht zwischen Liebende. Aber ich glaube und bitte verzeih mir das - er verdient dich nicht.
Ich verstehe es nicht, aber ich möchte, das du MEIN wirst. Wenn du mir also immer noch folgen willst, wenn du vorerst meine Reisegefährtin sein möchtest und wenn ich dich begleiten darf, dann versichere ich dir, ich werde es dir so angenehm wie möglich gestalten." Ihre großen trotzigen Augen tauchten in seinen Blick und wendeten sich nicht wirklich enttäuscht, aber zumindest verzagt von ihm ab. Sie wußte, dass er recht hatte, dass es im Moment nicht mehr sein konnte.

Er lachte ausgelassen und strich über ihr, ihm jetzt leicht abgewandtes Gesicht.
"Du bist so süß, wenn du so schmollst." Sie kniff ihre Lippen zusammen und er war sich sicher, daß sie jeden Moment zum Gegenangriff gehen würde. Er wollte keinen Streit, also nahm er ihre Hand und küsste ihre Innenflächen.
"Schsch, nicht böse sein. Du hast heute schon sehr viel mehr erreicht, als ich. Du hast deine Eroberung gemacht mein Herz. Komm sieh mich an. Was möchtest du jetzt tun? Jagen, oder sollen wir in einem der eiskalten Seen schwimmen gehen? Oder würde es dir gefallen auf meinem Schoß Platz zu nehmen und ich streichle dich ein wenig und erzähle dir etwas. Irgendwas, du darfst dir das Thema wünschen. Oder möchtest du lieber wieder tanzen und mich ab und zu küssen. Ich finde, das mit dem küssen könnten wir noch ein wenig perfektionieren! Hmm, wonach steht dir der Sinn?"
Belustigt spielte er mit ihren Haaren und war gespannt, was sie sagen würde.


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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Mo Feb 20, 2012 1:41 am

Viktoria schien sich falsch ausgedrückt zu haben, denn das Wort 'Beziehung' hatte für sie so viele verschiedene Facetten, dass er es auf jeden Fall falsch verstanden hatte. Schnell setzte er sich neben sie und ergriff abermals ihre Hand. Er lachte wieder wie ein kleines Kind, eigentlich nicht wie ein Mann. In ihm schien das Kind weiter zu leben. „Viktoria, ich werde dich nicht belügen. Wir führen keine Beziehung, noch nicht. Du ziehst mich an. Du gefällst mir und ich empfinde für dich, wie es mir bisher fremd war, aber das ist noch keine Beziehung. Ich spüre sehr genau, dass Henry dir mehr bedeutet, als du im Moment möchtest und das ist vollkommen in Ordnung.“, er sprach als hätte er die Lebenserfahrung eines gequälten Mannes, doch das konnte er nicht sein, nicht so wie er auftrat: „Ich bin ein recht kämpferischer Typ in dieser Hinsicht. Ich werde mein ganzes Können einsetzen dich für mich einzunehmen. Aber der Tag an dem ich unseren Flirt eine Beziehung nenne, wird der sein, an dem ich das Verlangen nach mir in deinen Augen sehen werde. Die Freude MICH zu sehen, von MIR berührt und geliebt zu werden. Nicht die weggeschobenen Gedanken an einen rothaarigen Wirt, oder aber die Neugierde auf das, was wir tun werden. Normalerweise würde ich mich jetzt zurückziehen und dich deinem Gastwirt überlassen, denn ich dränge mich nicht zwischen Liebende. Aber ich glaube und bitte verzeih mir das - er verdient dich nicht. Ich verstehe es nicht, aber ich möchte, das du MEIN wirst. Wenn du mir also immer noch folgen willst, wenn du vorerst meine Reisegefährtin sein möchtest und wenn ich dich begleiten darf, dann versichere ich dir, ich werde es dir so angenehm wie möglich gestalten.“ Er schien sie zu sehen, wie sie es nach außen hin trug und so wendete sie sich ab. Er mochte es, wenn sie wie ein kleines Kind war, ihr Verhalten sich selbst nicht erklären konnte. Er lachte, nicht wirklich über sie, sondern über ihre Art, und trotzdem suchte er ihre Nähe. Gabriel schien überhaupt nicht zu begreifen, dass er sie falsch verstand, dass sie einfach nicht gewohnt war alles von sich preis zu geben. Viktoria presste ihre Lippen aufeinander, sollte sie es ihm erzählen, was sie wirklich wollte und darüber dachte? Ohne dass sie es beschwichtigend befand, küsste er wieder ihre Hand, sie musste ihm gefallen. Wie ein Junge der Angst vor lauten Geräuschen hatte meinte er leise: „Schsch, nicht böse sein. Du hast heute schon sehr viel mehr erreicht, als ich. Du hast deine Eroberung gemacht mein Herz. Komm sieh mich an. Was möchtest du jetzt tun? Jagen, oder sollen wir in einem der eiskalten Seen schwimmen gehen? Oder würde es dir gefallen auf meinem Schoß Platz zu nehmen und ich streichle dich ein wenig und erzähle dir etwas. Irgendwas, du darfst dir das Thema wünschen. Oder möchtest du lieber wieder tanzen und mich ab und zu küssen. Ich finde, das mit dem küssen könnten wir noch ein wenig perfektionieren! Hmm, wonach steht dir der Sinn?“

Er war selbst verliebt, er mochte sich, so wie er war, ein Wunder bei dieser Existenz. Sie entzog sich ihm, war aber darauf bedacht, in seiner Sicht zu bleiben. „Du siehst mich falsch. Ich war oder bin Schauspielerin. Ich liebe es auf einer Bühne zu stehen, nicht weil ich Ruhm verlange, sondern weil ich meine Vergangenheit hasse! - Auf jeden Fall die, an die ich mich erinnere. Ich bin nur als Mordmaschiene erschaffen worden, in einer Vampirarmee. Davor, so sagen es zumindest manche, war ich auf einer geschlossenen Farm, ich soll verrückt gewesen sein.“, sie blieb ruhig und drehte sich zu ihm. „Meine Gabe hilft mir natürlich die Menschen zu verzaubern, wer jeden dazu bringt, gewollt aber meistens ungewollt, Schutzgefühle für einen zu empfinden, dann werden sie dir alles glauben. Keine Angst, ich lasse meine Gabe nicht auf dich Wirken.“, erklärte sie freudig. Sie war es nicht gewohnt, dass jemand an ihr interessiert war. „Ich bin es nicht gewohnt Gefühle offenbaren zu dürfen, ich muss als Mensch eingeengt gewesen sein, wie ein Vogel im Käfig.“, seufzte sie. Sie drehte sich um sich selbst und lies ihn keinen Augenblick aus den Augen. Sie zeigte ihm, die verschiedenen Facetten ihres Spielens. Zuerst zeigte sie ihm, dass kleine verletzliche Mädchen, dass sie in den letzten Jahren so oft war, danach die starke mächtige Frau, die sie jedes Mal sein wollte und danach Viktoria, Viktoria wie sie jetzt fühlte. Sie lief leicht lasziv auf Gabriel zu, zeigte ihm dass was sie wollte, seine Nähe. Sie zog ihn an seinem Kragen hoch, schaute ihm tief in die Augen und spürte nur noch Verlangen in sich. Sie gab ihm einen flüchtigen Kuss, sie wollte ihm zeigen, was ihm entging. „Wir könnten miteinander schlafen, doch tief in mir spüre ich die Etikette, man schläft nicht am ersten Abend mit einem Mann.“, meinte sie amüsiert über ihre eigenen Worte. Sie nahm ihn bei der Hand und lief wieder Richtung Tür. „Wir beide führen eine Beziehung der besonderen Art, irgendeiner tiefen Verbundenheit und doch will keiner von uns schon voll und ganz hinein tauchen, denn das Verlangen hast du gesehen, nur in einer anderen Form, als du es kennst. Ich will DICH und ich will von DIR berührt und geküsst werden, sonst von niemand anderem. Und was Henry angeht, ich will seinen Namen die nächste Zeit nicht mehr hören! Du bist auch kein Ersatz für ihn, denn ich wollte schon mit dir gehen, bevor er mich an alles erinnert hat. Gabriel, du bist anders, denn du weist was du willst und ich bin froh darüber, dass ich dass im Moment sein darf.“, meinte sie leise auf dem Weg. Als die Beiden nun gemeinsam auf der Terrasse standen und sich anschauten fragte sie mit einem Hintergedanken: „Wo ist nun dieser See, von dem du sprachst?“ Lieblich strich der Wind durch ihr Hand und der Mond schien die Beiden zu erleuchten. Stumm wartete sie auf seine Antwort.
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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Mo Feb 20, 2012 11:55 pm

Gabriel war tief erschüttert. Getroffen und unfähig in irgend einer angemessenen Art auf dieses Wesen zu reagieren.
Sie hatte sich ihm in einer Weise offenbart, die ihn am liebsten laut aufschreien lassen wollte.
Was hatte man ihr nur angetan? Wie konnte dieses zarte Wesen nur die Kraft aufbringen so gelöst vor ihm zu stehen und ihm zu zeigen, daß sie bereit war das alles hinter sich zu lassesn.
Konnte sie das überhaupt? Konnte eine Seele das jemals vergessen?
Hätte er es vermocht, er hätte sie auf seine Arme gehoben und an einen Ort gebracht, wo sie für immer geschützt gewesen wäre, vor dunklen Gedanken, vor Erinnerungen und der Konfrontation mit der Leere, die sie erfüllen musste angesichts dessen, daß sie nichts über sich wußte außer der widerlichen Vergangenheit, an die sie gezwungen war sich erinnern zu müssen, denn ihr Gedächtnis würde es nie zulassen, daß sie vergas.
Man hatte ihr ihr Leben genommen, hatte sie in diese Existenz gezwungen, um sie auf die widerlichste Art zu missbrauchen, die er in der Vampirwelt kannte. Man hatte sie geschaffen, um sie zum Werkzeug zu machen. Zu einer Kreatur, die einzig und allein dafür geschaffen worden war, um zu töten.
Wie er sie hasste, die ihr das angetan hatten.
Sie war also auf einem der großen Kontinente verwandelt worden. Nur dort existierten diese Armeen, diese entsetzliche Art sich ein Blutrevier zu sichern.
Gabriel hatte es gesehen, beobachtet aus der Ferne und hatte sich angewiedert abgewandt. Er konnte nicht mehr tun, als die Volturi zu bedrängen, dem ein Ende zu machen. Es war das erste Mal gewesen, daß er die Existenz dieser selbsternannten Gesetzeshüter für sinnvoll angesehen hatte.
Konnte Aro sein, wie er wollte, aber er hatte damit aufgeräumt. Er hatte sie zumindest ein Stück weit diszipliniert. Natürlich versuchten sie es immer wieder, aber die Volturi achteten darauf, daß sie es nicht eskalieren ließen. Heute existierten fast nur noch auf dem afrikanischen Kontinent und in Asien derartige größere Verbände. In den USA waren sie zum größten Teil verschwunden, lediglich im Süden, so hörte man, gab es ein oder zwei Zirkel, die Armeen erschufen.

Viktoria hatte ihm gezeigt wer sie war. Sie hatte ihm ihre Facetten offenbart. Das verletzte, unschuldige Kind, daß durch die Hilflosgkeit ihrer verlorenen Identität Schutz und Zuflucht suchte, gejagt von dem Verlangen einen Namen, eine Vergangenheit zu haben. Etwas das besser war, als alles was sie von sich kannte.
Sie hatte ihm die Frau gezeigt, die sie glaubte gerne sein zu wollen. Stark, überlegen und kämpferisch. Eine Frau, die man nie wieder missbrauchen würde, die ihren Platz gefunden hatte und in sich ruhte.
Und jetzt stand die vor ihm, die sie war. Diese mystische, zerbrechliche, von Unruhe getriebene Frau deren Körpersprache laut nach Zuwendung schrie, die sich aber selbst derart disziplinierte, dass sie sich verbot ihre Gefühle offen auszuleben.
Die Frau, die ihn seit er ihr begegnet war gefangen hielt und ihm selbst dieses Kribbeln bescherte, daß er in dieser Art noch nie gespürt hatte.
Gabriel wusste, daß da etwas in ihm wuchs. Ein Verlangen, eine Begierde sie ansehen zu dürfen, sie berühren zu dürfen. Mit ihr zu lachen und zu sprechen. Er wollte ihr sein Leben, über das er so selten mit anderen sprach zu Füßen legen. Er konnte es sich nicht erklären aber er vertraute diesem Wesen, daß selbst noch nicht einmal sich selbst vertrauen konnte.
Er hätte am liebsten laut geschrieen vor Wut, daß das Schicksal sie so behandelt hatte.
Nichts von dem was ihr widerfahren war, konnte ungeschehen gemacht werden.
Aber er würde ihr helfen sich zu finden. Er würde ihr alles geben, was sie brauchte um ihre Seele zu heilen.

'Sie hat also eine Gabe! Eine außergwöhnliche Gabe. Warum hat sie sie nicht bei dir eingesetzt? Oder tat sie es doch?' Er lächelte sie an. Er würde es in den nächsten Tagen überprüfen. Würde seine für ihn so unerklärlichen Gefühle zu ihr erforschen und herausfinden, ob sie ehrlich zu ihm war.
Ihre großen Augen sahen ihn mit unverholenem Verlangen an. Ehrlichkeit spiegelte sich darin wieder. Er glaubte ihr, glaubte ihr jedes Wort und was sie zu ihm sagte machte ihn glücklich, unsäglich glücklich.
Ich will DICH und ich will von DIR berührt und geküsst werden, sonst von niemand anderem. ... Du bist auch kein Ersatz für Henry, denn ich wollte schon mit dir gehen, bevor er mich an alles erinnert hat. Gabriel, du bist anders, denn du weist was du willst und ich bin froh darüber, dass ich dass im Moment sein darf. Sie hatte seine Hand ergriffen und ihn zur Tür gezogen. Ihre Worte waren leise gewesen, schüchtern als könnte sie jemand hören, der nicht hierher gehörte, der nicht zu ihnen gehörte. Und doch hatte sie sie fest gesprochen, sie meinte was sie sagte.
Warum machte ihn diese Offenbarung so glücklich? Er hatte unzählige andere Frauen gehabt, sie alle hatten ihm Liebesgeständnisse gemacht, aber er hatte nie einen Zweifel darüber gelassen, daß er eine solche Verbindung nicht wollte. Warum schwieg er, warum verbot ihm sein Hirn es jetzt ebenfalls zu tun? Was war es, daß ihn so zu ihr zog?
"Wo ist nun dieser See, von dem du sprachst?"

Wham! Unvorhergesehen, sprunghaft und absolut unberechenbar! Sie sah ihn herausfordernd und amüsiert an. Er schüttelte den Kopf und versuchte seine eigene Verwirrung, sein Gefühlschaos zu kaschieren und grinste sie schelmisch an.

"Warte einen Moment, lauf nicht weg. Bitte!" Er huschte durch das Zimmer in die dahinter befindlichen Gänge und kam nach einigen Minuten mit zwei großen flauschigen Badelaken über seinem Arm zurück.
"Ich ziehe mich nicht gerne an, wenn ich nass bin." Er konnte sich nicht zurückhalten, musste sie berühren und strich ihr auffordernd über ihren Rücken.
"Es ist nur wenige Schritte von hier. Das Schloss hat einen großen Park, der von einem Fluss umrundet wird, dem Clamis Bun, von dem sie eine künstliche Abzweigung gegraben haben um einen großen See anzulegen. Er ist wunderschön, weil er aussieht, als sei er natürlich entstanden. Ich hoffe er wird dir gefallen."
Er nahm ihre Hand, vergewisserte sich, daß sie ihm folgen wollte und sprang leichtfüßig von der Terrasse hinab um Hand in Hand mit ihr durch den oppulenten Schlossgarten zu laufen. Der See lag absolut still und silbrig glitzernd vor ihnen. Der Mond reflektierte sich darin wie eine übergroße silberne Scheibe und tauchte die Wasseroberfläche in ein ungewöhnliches Licht.
Gabriel ließ die Badelaken auf den Boden fallen und beobachtete wie Viktoria die Szenerie aufnahm.
"Ich warte im Wasser auf dich. Lass dir Zeit."
Er ging zum Ufer, entkleidete sich schnell und glitt ins Wasser. Mit großen Zügen schwamm er hinaus und vermied es zu ihr zu blicken. Er wollte, daß sie sich nicht beobachtet fühlte. Sie sollte ihn nicht für einen Voyeur halten. Er tauchte ein wenig und ließ sich dann auf dem Rücken treiben. Tausende Geräusche drangen in sein Bewußtsein. Das leise Geräusch des Wassers, daß ihn umgab, die vielfältigen Stimmen der Waldtiere, die aufgrund ihres Erscheinens vorsichtig Reißaus genommen hatten und die entfernten Geräusche aus dem bewohnten Teil des Schlosses. Clamis Castle lag wie ein großer dunkler Schatten vor ihnen. Die Silhouette des mächtigen Gebäudes wurde durch die effektvollen Strahler märchenhaft hervorgehoben. Keines der Fenster war erleuchtet, die Bewohner, die Familie des Earl of Strathmore. Er zog den aromatischen Duft der Blumen, Sträucher und Kräuter aus dem Schlossgarten ein und fühlte sich augenblicklich wohl.

'Da sag noch mal jemand, diese Existenz hätte nichts schönes zu bieten.' Er lächelte verträumt und sprang ausgelassen wie ein Fisch hoch um verspielt tief in den See einzutauchen. Er überlegte, wo er mit Viktoria hinlaufen sollte, wenn der Tag anbrach. Er wollte ihr so viel zeigen, so viel erzählen. Er wollte so vieles von ihr wissen und sie erkunden.
Er war ungeduldig und fühlte sich ungewöhnlich lebendig!
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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Di Feb 21, 2012 8:23 am

Nachdem Viktoria verstummt war, war Gabriel verwirrt, grinste aber charmant. Bittend meinte er: „Warte einen Moment, lauf nicht weg. Bitte!“ Er hatte Angst, dass sie ihn verließ, innerhalb weniger Sekunden. Sie fand sein Verhalten süß, abermals verglich sie ihn mit einem kleinen Jungen. Ein kleiner Junge, der gerade etwas geschenkt bekommen hat und es am liebsten nicht mehr aus den Augen lassen würde, weil er Angst hatte, dass es verschwinden könnte. Der Mann rannte davon, durch das Zimmer in die Gänge hinaus, etwas später war er doch schon wieder da, mit zwei großen Bettlaken und meinte: „Ich ziehe mich nicht gerne an, wenn ich nass bin.“ Das war anrüchig, lies in sehr interessiert wirken, zeigte auf, dass die Beiden nackt baden würden. Seine Fingerspitzen strichen über ihren Rücken und lösten dieses prickelnde Kribbeln aus. Nun wurde er etwas hektisch, nervös, ungeduldig und erklärte: „Es ist nur wenige Schritte von hier. Das Schloss hat einen großen Park, der von einem Fluss umrundet wird, dem Clamis Bun, von dem sie eine künstliche Abzweigung gegraben haben um einen großen See anzulegen. Er ist wunderschön, weil er aussieht, als sei er natürlich entstanden. Ich hoffe er wird dir gefallen.“ Er versuchte sie zu überzeugen, wollte dass sie es genauso faszinierend fand wie er und seine Faszination war ansteckend. Sie konnte es kaum erwarten, diesen anscheinend paradiesischen Ort kennen zu lernen. Vorsichtig nahm er ihre Hand und schaute ihr in die Augen, sie nickte leicht, einfach um ihm eine Art 'okay' zu geben. Gemeinsam sprangen sie wie zwei Federn von dem Balkon und landeten gleichzeitig grazil auf dem Boden. Wie ein frisch verliebtes Paar im Frühling schlenderten sie durch den dunklen Schlosspark, jedoch viel zu schnell. Viktoria staunte, als sie den See so still liegend sah, keine Bewegung darin, nur der Mond lies ihn etwas unheimlich scheinen. Perfekt für Vampire, die Wesen der Nacht, die gefährlichsten Raubtiere der Welt und trotzdem fähig zu lieben. Leise lies Gabriel die Laken sinken, später könnten sich die Beiden darin einwickeln, oder einfach darauf liegen. Gefühlsvoll und leicht zurück haltend flüsterte er, mit Blick auf das Wasser: „Ich warte im Wasser auf dich. Lass dir Zeit.“ Er schaute sie noch einmal lächelnd an und ging dann zum Ufer. Sie schaute ihm hinter her, der Mond lies nur seine Silhouette sichtbar erscheinen. Der Vampir zog seine Kleidung aus und tauchte schnell ins Wasser. Sie atmete einmal aus, noch kein Vampir hatte sie ohne Kleider gesehen, so wie Gott sie geschaffen hatte. Als Vampir war man perfekt, wunderschön und so traute sie sich auch schnell zu entkleiden. Viktoria sah Gabriel einmal in die Luft springen und lächelte, er hatte seinen Spaß.

Die junge Frau war schnell im Wasser eingetaucht. Sie liebte es, wie die Flüssigkeit an ihr abperlte, nur ihre Haare wurden nass. Sie kam sich vor wie eine Lotosblume. Die Vampirin bewegte sich vorsichtig, sie wollte sich an den Mann heran schleichen, was jedoch sehr schwierig war. Sie beobachtete ihn, wie er anscheinend nach ihr Ausschau hielt, mit Blick Richtung Ufer. Ohne große Bewegungen trieb sie unter Wasser zu ihm. Ruckartig packte sie seinen Fuß und zog ihn tief hinunter, lies ihn nach über 100 Metern los. Er schaute sie schelmisch grinsend an, hatte er etwas so etwas erwartet? Sie ging ganz nahm an ihn ran und legte ihr Hände um seinen Nacken. Ihr eigener Blick hing nun auf seinen Lippen und er küsste sie. Leicht öffnete sie ihren Mund und spürte seine Zunge. Vorhin hatte er gemeint, dass sie das noch üben müsse, so tat sie es eben nun. Nach einigen Sekunden verlor sie das Gefühl für ihren Körper, lies ihn nur noch selbst entscheiden, ihr Hirn war fast wie ausgeschaltet. Sie lies sich Steuern durch ihr Verlangen, ihre Wünsche. Zuerst drückte sie sich nur an ihn, doch dann zog sie ihre Beine an und legte sie um sein Becken. Ihre kleinen Füße verschränkten sich hinter seinem Rücken. Sie hoffte, dass es ihm gefiel, dass ihm diese plötzliche Nähe nichts ausmachte.
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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Di Feb 21, 2012 9:28 am

Er hatte gesehen wie sie eingetaucht war und nun war sie seinem Blick entschwunden. 'Sie taucht, dieses kleine Biest.' Bevor er noch einen Plan schmieden konnte wurde sein Fußknöchel fest umpackt und kräftig nach unten gezogen. Sie hatte Kraft, das stand außer Frage und Gabriel hatte Lust darauf sich auszutoben, zu spielen. Sie zog ihn bis auf den Grund des Sees, bevor sie ihn losließ. Ihr Blick war unergründlich und Gabriel grinste sie herausfordernd an.
'Na komm spiel mit mir!' Sie richtete sich auf und legte ihre Hände in seinen Nacken, ihren blick auf seine Lippen geheftet. Er erschauerte leicht und küsste sie gefühlvoll, zog sie näher an sich heran und verlor sich mit ihr in diesm Kuss im stillen Vakuum des Sees. Sie schmeckte herrlich, herausfordernd und nach mehr. Seine Hände hielten sie fest und fuhren gleichzeitig an ihrem zierlichen Körper entlang. Sie trudelten wie ein Windspiel im Wasser. Ihre Körper nahmen die kleinen Bewegungen des Wassers auf und wurden sachte wie in einem Strudel umhergetrudelt, ohne atmen zu müssen, ohne auftauchen zu müssen.
Hmm, sie lernt schnell.
Ihre Lippen drängten ihm entgegen und forderten ihn auf sie intensiver, fordernder zu erforschen. Er spürte wie ihn dieses Spiel erregte, wie seine Begierde wuchs. Ihre schmalen Beine umschlangen seine Hüfte und drängten ihn näher an ihre Mitte heran. Sein Körper begann vor Verlangen zu brennen, doch sein Verstand schrie laut und deutlich NEIN!
Energisch und entschlossen sie zu bremsen schlug er das Wasser mit seinen Beinen in schnellen Bewegungen und sie schossen sich umschlingend an die Wasseroberfläche. Ihre klatschnassen Haare klebten wie ein Schleier über ihren Rücken. Ihre Haut glomm subtil im Licht des Mondes und ihre verlangenden Augen leuchteten wie zwei aufgeregte Sterne. Diese verführerischen Lippen waren halbgeschlossen und luden ihn verlockend und feuch ein, sie erneut zu erobern.

"Nein Viktoria! Nicht heute. Ich weiß du wirst enttäuscht sein, aber ich möchte das nicht. Noch nicht. Deine Bereitschaft dich mir zu schenken macht mich unsagbar glücklich und ich begehre dich, sogar sehr, wie du unschwer an meiner körperlichen Reaktion spüren kannst. Aber ich möchte daß wir noch etwas warten. Es gibt noch zu Vieles, was ich dir sagen und zeigen muss, zu vieles, was ich nicht von dir weiß.
Ich möchte das wir beide, wenn wir das erste mal zusammen kommen in Flammen stehen. Ich möchte es für dich unvergesslich machen, ich möchte dir zeigen, wie wichtig mir das ist. Bitte verzeih mir." Er küsste sie sanft und entschuldigend.
" Viktoria! Du hast einen so wunderschönen Namen. Er klingt einfach perfekt. Du verdienst mehr! Viel mehr. Keine schnelle Nummer in einem kalten See." Er lächelte entschuldigend und strich über ihren perfekten Schulterbogen.

"Hör zu. Lass uns heute Nacht einfach nur Spaß haben. Lass uns spielen, uns jagen, tauchen, hochspringen und ja, gerne küssen. Es macht Spaß dich zu küssen, du bist eine sehr gute Schülerin. Bitte Viktoria, nur weil wir nackt baden heißt das nicht, dass.....Ich wollte lediglich nicht meine Sachen nass machen. Wir werden nämlich nass, auch wenn es sich für dich offensichtlich nicht so anfühlt." Er lächelte sie amüsiert an und sah ihr erwartungsvoll in die Augen.

Hatte er sie verletzt? Würde sie böse sein über seine Zurückweisung? Würde sie ihn verstehen oder zumindest verstehen wollen? Es fiel ihm schwer ihr dies zu sagen, aber er wußte, dass es für sie beide wichtig war in so vielerlei Hinsicht. Noch nie war es ihm so wichtig gewesen einer Frau genügend Respekt zu erweisen und somit seine eigene Begiede zu zügeln. Aber bei ihr war es ihm wichtiger als alles andere.
"Bitte sag etwas Viktoria. Bitte - es tut mir leid."
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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Mi Feb 22, 2012 5:16 am

Viktoria hatte nicht damit gerechnet, dass ihr die Kontrolle über sich selbst einmal so schwer fallen würde. Ihr ganzes Leben hatte sie sie perfektioniert bis zum Ende getrieben, keinen Moment erlebt, in der sie ihr nicht half. Und jetzt kam sie ihr hilfreicher vor, als je zuvor! Sie testete ihn aus, würde er zu seinem Wort stehen, könnte sie ihm Vertrauen und folgen, würde er weitergehen und auf sie eingehen, würde sie ihn sofort stoppen und verschwinden. So war sie eben, ein Kontrollfreak. Plötzlich kamen sie an den Punkt der Entscheidung und Gabriel entschied sich Richtig! Er schlug mit seinen Füßen, hielt Viktoria schützend im Arm und flog mit ihr aus dem Wasser, erst an der Oberfläche drückte er sie weg. „Nein Viktoria! Nicht heute. Ich weiß du wirst enttäuscht sein, aber ich möchte das nicht. Noch nicht. Deine Bereitschaft dich mir zu schenken macht mich unsagbar glücklich und ich begehre dich, sogar sehr, wie du unschwer an meiner körperlichen Reaktion spüren kannst. Aber ich möchte dass wir noch etwas warten. Es gibt noch zu Vieles, was ich dir sagen und zeigen muss, zu vieles, was ich nicht von dir weiß. Ich möchte das wir beide, wenn wir das erste mal zusammen kommen in Flammen stehen. Ich möchte es für dich unvergesslich machen, ich möchte dir zeigen, wie wichtig mir das ist. Bitte verzeih mir.“, erklärte er ihr entschuldigend. Am liebsten hätte sie gequietscht und ihn aufgeklärt, doch konnte sie das durch einen Kuss nicht. „Viktoria! Du hast einen so wunderschönen Namen. Er klingt einfach perfekt. Du verdienst mehr! Viel mehr. Keine schnelle Nummer in einem kalten See.“, flüsterte er in die kalte Nacht hinein. Er strich entlang ihrer Schulter und konnte einfach nicht ruhig sein: „Hör zu. Lass uns heute Nacht einfach nur Spaß haben. Lass uns spielen, uns jagen, tauchen, hochspringen und ja, gerne küssen. Es macht Spaß dich zu küssen, du bist eine sehr gute Schülerin. Bitte Viktoria, nur weil wir nackt baden heißt das nicht, dass.....Ich wollte lediglich nicht meine Sachen nass machen. Wir werden nämlich nass, auch wenn es sich für dich offensichtlich nicht so anfühlt.“ Sie verstand nicht ganz, was er mit dem Schluss meinte, doch sie wusste, dass er eindeutig zu viel redete. Er lächelte und meinte verzweifelt: „Bitte sag etwas Viktoria. Bitte - es tut mir leid.“

Viktoria tauchte kurz unter, um ihre Haare ordentlich nach hinten zu streichen und dann über ihre linke Schulter fallen zu lassen. Sie grinste schelmisch und wollte sich ihr lachen nicht mehr unterdrücken. Kurz drauf schaute sie ihn ernsthaft an: „Ich habe dich getestet, naja, ich wollte wissen ob ich dir vertrauen kann und ja, du hat sozusagen 'gewonnen'.“ Freundlich fuhr sie fort: „Du meintest, dass du nicht nur irgendwo mit mir schlafen willst und ich meinte, dass ich es nicht in der ersten Nacht tun würde. Darauf habe ich dich gereizt, bis zu dem Punkt, an dem du dich beweisen kannst – willst du nur Sex, oder willst du mich.“ Leicht schwamm sie auf ihn zu und küsste kurz seine Lippen. Mit etwas Schwung sprang sie aus dem Wasser, drehte sich und tauchte einige Meter entfernt wieder ein. An ihrem neuen Ort erklärte sie ihm: „Du wolltest doch spielen!? Dann solltest du mich auch fangen!“ Sie sprach herausfordernd und verschwand schnell in den Tiefen des Sees. Nachdem sie sich leicht treiben gelassen hatte, spürte sie, dass er sie beobachtete, dass er sie gefunden hatte. Unauffällig schaute sie sich um und erkannte ihn kurz. Schnell schoss sie auf ihn zu, gab ihm einen innigen Kuss und versuchte ihm zu deuten: 'Los, versteck dich! Ich will dich finden!' Gabriel verstand ihr Bewegungen und verschwand. Es fiel ihr schwer ihn zu finden und sie hatte bestimmt den ganzen See abgesucht, als sie nach unten schaute - er hatte sich eingegraben! So ein gemeiner Hund!, dachte sie etwas verärgert. Die Vampirin schaute ihn ganz friedlich an, lies sich sinken und berührte ihn kurz mit ihrer Hand – er war dran. Doch dieses Mal wollte sie es ihm nicht so leicht machen. Erst durchzog sie den See, dank schlich sie leise zu den Bettlaken und den Kleidern. Sie band sich das 'Handtuch' um und kletterte mit allem auf einen Baum, durch die Äste konnte sie nur schwer erkannt werden, doch ihr Geruch war weit verbreitet. Endlich sah sie den Mann aus der Tiefe steigen.
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Mi Feb 22, 2012 6:38 am

Gabriel starrte Viktoria ungläubig an. Hatte sie gerade ernsthaft gesagt, daß sie sein Ehrgefühl hatte testen wollen? Für was hielt sie ihn, für einen dieser Armeerohlinge, die sie mißbraucht hatten oder etwa diesen Blutzapfenden Kneipenwirt, der es nicht verstand eine Frau für sich einzunehmen?
Und jetzt strich sie sich kokett die Haare zur Seite und war drauf und dran ihn auszulachen!
„... ich habe dich gereizt, bis zu dem Punkt, an dem du dich beweisen kannst – willst du nur Sex, oder willst du mich.“
Irgendetwas grollte in ihm. Knurrte leise über ihre Hinterlist.
In Glasgow war sie ihm blind gefolgt, ungeachtet desssen, daß sie ihn erst wenige Minuten kannte, hatte ihn offen angeflirtet oben im Schloss und hier eröffnete sie ihm, nachdem er sich ihr gegenüber wie ein Gentleman benahm, sie wollte .....Das war unglaublich. Sie war so unberechenbar, so .....arrgghh!
'Na warte, du kleines Biest. Das wirst du bereuen!"

Sie wollte spielen, also spielten sie. Jagten sich im Wasser, versteckten sich. Gabriel hatte nicht vor, es ihr leicht zu machen und merkte ihren Ärger darüber, daß sie lange suchen musste. Er beobachtete sie, als sie in dem Versuch ihn zu täuschen aus dem See kletterte, dort wo ihre Kleider lagen. Er blieb unter der Wasseroberfläche, so daß sie ihn nicht sehen konnte, da durch die Reflexion des Mondes die Oberfläche undurchsichtig schwarz war. Er grinste, als er sah, daß sie in eines der Badelaken eingewickelt auf einen Baum kletterte und sich in den Ästen verbarg, die leicht über den See ragten.
Vorsichtshalber vergewisserte er sich, daß sie seine Kleider am Ufer gelassen hatte. Er hatte wenig Lust völlig durchnässt am Morgen diesen Ort zu verlassen. Er sah zu dem Baum auf und überlegte welcher Ast wohl am geeignetsten war.
Oh sie würde ihn hassen!
Er schwamm etwas zurück, tauchte auf und tat so als suche er sie auf der gegenüberliegenden Seite. Dann sank er wieder nach unten, tauchte tiefer, um direkt unter dem Ast kraftvoll nach oben katapultierend aus dem See herauszuschießen und zielsicher den dicken Ast zu ergreifen, der mächtig aus der alten Weide herausragte. Er zog daran, während er zurück ins Wasser schnellte und lachte als er ihren Aufschrei hörte. Ein geräuschvolles Patschen kündigte ihm ihre formvollendete Bauchlandung an.

Gabriel schwamm langsam in die Mitte des Sees und brach in lautes Lachen aus. Er konnte Viktoria nicht sehen, nur das Badetuch, daß wie eine verlassene Insel auf der Oberfläche trieb. Er wusste, sie würde sich an ihm rächen, aber dieser Augenblick war einfach zu schön um ihn nicht zu genießen. Giggelnd vollführte er einige kleine Saltos unter der Oberfläche und versuchte sie zu finden.
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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Mi Feb 22, 2012 8:59 am

Viktoria war verwundert, als er wieder abtauchte und dann, als er aufsprang und an dem Ast unter ihr zog, wusste sie was er wollte! Er wollte sie nass sehen! Unkontrolliert fiel sie auf das Wasser, war aber froh darüber, dass ihre Tasche mit ihren Kleidern an einem anderen Ast hing. Das Tuch war völlig durchnässt und Gabriel war schon wieder verschwunden, als sie auftauchte.

So ein Idiot! Er wusste nicht, dass ihre Tasche noch hing, und er erwartete, dass sie sich rächte, doch das tat sie nicht, zumindest nicht sofort. Extrem sexy erstand sie aus dem Wasser, schmiss ihre Haare nach hinten und lächelte, dass würde er ihr nicht mehr verzeihen, wenn er sie nackt verfolgen müsste. Sie war sich eigentlich sicher, dass er sie beobachtete und so verdeckte sie das Geschehen, nachdem sie sich mit seinem Tuch abgetrocknet hatte. Viktoria hielt es nämlich so, dass er nicht sehen konnte, dass sie seine Kleider anzog. Das Handtuch wickelte sie sich nun um, rannte am Baum vorbei und schnappte ihre Tasche. Er weiß nicht, dass ich meine Kleider trocken hier drin hab, lachte sie innerlich. Als sie wahrscheinlich wieder in seiner Sichtweite war, band sie sich das Haar zu einem Turban und er musste sehen, dass sie seine Kleider trug! Die Vampirin rannte in den noch düsteren Schlossgarten und hörte bald laute, schnelle Schritte hinter ihr. Dieser Mann wollte seine Kleider zurück, doch ganz einfach würde er sie nicht bekommen. Wieder lachte sie in sich hinein, war sie nicht erwachsen? Es war zu lustig, als das sie einfach aufhören hätte können, nein es war viel zu amüsant einen nackten Vampir hinter sich zu haben, als das sie sich erwachsen hätte verhalten wollen!
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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Mi Feb 22, 2012 9:43 am

Wenn er damit gerechnet hatte, daß sie sich auf ihn stürzen würde, dann war er auf dem falschen Dampfer.
Oh sie war wütend, das war unverkennbar, aber dieses mutwillige böse Grinsen und ihre äußerst aufreizende Art sich zu bewegen verhieß absolut nichts Gutes. Gabriel kugelte sich innerlich immer noch als er schuldbewußt zusah, wie sie ans Ufer ging und sich demonstrativ abtrocknete.

'Ok - sie ist sauer. Das hast du fein hinbekommen. Du wirst zu Kreuze kriechen dürfen alter Junge.' Er lächelte immer noch und überlegte sich mit welchen Worten er sie umgarnen wollte um ihr zu erklären, daß es schließlich nur ein Spiel gewesen war. Sie wollte doch spielen - also warum verstand sie dann keinen Spaß?
Er wollte sich nicht beeilen und ihr Gelegenheit geben sich in den Schutz ihrer Kleidung zu hüllen. Er konnte sie nicht auch noch zusätzlich verlegen machen.
Geschmeidig teilte er behäbig das Wasser und sah ihr interessiert zu. Sie angelte nach ihrer Tasche, die immer noch an einem Ast hing. Unter dem Tuch hatte sie bereits ihre Hose.....Diese Hose war ihr viel zu groß!
'Rabenas!'
In diesem Moment lief sie auch schon lachend los - in seinen an ihrem schmalen Leib schlotternden Kleidern.
'Verdammtes Weibsstück!'
Sie war schon zu weit weg, er wollte ihr weder wehtun, noch seine Klamotten zerfetzen, schließlich hatte er nur diese dabei! Ein Umständ den er mit dieser Begleitung unbedingt ändern sollte! Es blieb ihm nichts anderes übrig als ihr nachzusetzen. Nicht das er sich unwohl fühlte ohne Kleidung, aber in weniger als einer Stunde würde es dämmern, und dann wollte er eigentlich hier verschwinden und das, zugegebenermaßen angezogen.

Er ginste breit und stellte sich vor, wie sie reagieren würde. Als er bis auf wenige Meter aufgeholt hatte setzte er seine Kräfte ein und konzentrierte sich auf die Knöpfe, Reisverschlüsse und die sonstigen kleinen Metallbestandteile seiner Kleidung und hob die Masse, die er jetzt von seiner Kraft umschlossen fühlte ruckartig an.

Glucksend blieb er einen Meter vor Viktoria stehen die wie in einer Hängematte in seinen Kleidern einen Meter über dem Boden hing. Er hielt den Augenkontakt, den er zu dem Metall benötigte, und giggelte in sich hinein.
"Hmm, da fällt mir ein mein Herz, ich habe ganz vergessen dir zu erzählen, daß auch ich so etwas wie eine Gabe habe. Eigentlich wollte ich es dir bei passenderer Gelegenheit demonstrieren, aber so geht es ja auch."
Sie schwebte über einem üppigen Beet von Ranunkeln, Krokus und Narzissen und starrte ihn ungläubig mit großen Augen an.

"Ja, also wir hätten die Möglichkeit, daß ich dich ausziehe und mir so meine Kleider zurückerobere, oder ich drehe mich um und du hast eine Minute um dich umzuziehen. Also, auf was einigen wir uns Waffenstillstand oder Luftstrip?" Sie zappelte leicht und versuchte irgendwie aus dieser misslichen Lage herauszukommen.
"Nicht Viktoria, du könntest dich verletzen. Sag einfach, wie wir weitermachen sollen." Er lächelte sie lieb an und versuchte sich sein Lachen zu verkneifen, denn es war schon eine etwas kuriose Situation. Er splitterfasernackt und sie in zu großen Kleidern eine prall gefüllte Tasche an ihre Brust pressend, wie ein auf dem Rücken liegender Käfer in der Luft.

"Hör zu, ich lasse dich jetzt runter. Wir müssen bald aufbrechen. Ich könnte dir noch den Schlosspark zeigen, er ist sehr schön, besonders in der Morgendämmerung. Also bitte sei brav, ja?" Er konzentrierte sich darauf das Kraftfeld, daß er vor sich spürte langsam und vorsichtig zur Erde gleiten zu lassen. Sie würde nicht weglaufen können, denn bei dem bloßen Versuch würde sie wieder in der Luft baumeln. Er würde ihr einiges erklären müssen, aber das war es wert gewesen.
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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Mi Feb 22, 2012 10:19 am

Viktoria lachte als sie lief, doch plötzlich krachten der Reißverschluss, die Knöpfe, alles metallische und dann hing sie in der Luft! Sie hing in der Luft! Die Vampirin war geschockt, was stellte dieser Mann an, dass sie in der Luft hing! Eine Gabe, dass darf doch nicht war sein! So ein hinterlistiger Ganove! Sie fluchte innerlich, du bist erwachsen Viktoria, du bist erwachsen! Leise trat er vor sie, betucht nicht in dieses Blumenbeet zu treten, sie wollte extra darüber springen und nun hing sie darüber. „Hmm, da fällt mir ein mein Herz, ich habe ganz vergessen dir zu erzählen, daß auch ich so etwas wie eine Gabe habe. Eigentlich wollte ich es dir bei passenderer Gelegenheit demonstrieren, aber so geht es ja auch.“, meinte er amüsiert. „So geht es auch?“, fragte sie leicht aufgebracht, drückte es aber sehr feststellend aus. „Ja, also wir hätten die Möglichkeit, daß ich dich ausziehe und mir so meine Kleider zurückerobere, oder ich drehe mich um und du hast eine Minute um dich umzuziehen. Also, auf was einigen wir uns Waffenstillstand oder Luftstrip?“[i], meinte er leicht beschwichtigend. Zappelnd versuchte sie alleine heraus zu kommen, doch wie sollte sie denn? Ein Mann der seine Kleider unter Kontrolle hatte, ob er sie dann auch selbstständig wusch, trocknete, bügelte und aufräumte? [i]„Nicht Viktoria, du könntest dich verletzen. Sag einfach, wie wir weitermachen sollen.“, meinte er besorgt. Sollten seine Kleider sie etwas töten können, sie war doch schon tot, was Schlimmeres konnte ja eigentlich nicht passieren. Leise antworteten schob er hinter her: „Hör zu, ich lasse dich jetzt runter. Wir müssen bald aufbrechen. Ich könnte dir noch den Schlosspark zeigen, er ist sehr schön, besonders in der Morgendämmerung. Also bitte sei brav, ja?“ Brav, bin ich etwa dein Hund? Langsam ging sie zu Boden und legte ihre Tasche neben sich, nun war sie an der Reihe.

Sofort fing sie an das Oberteil aufzuknöpfen und Gabriel drehte sich um. Einerseits war es charmant, dass er ihr den Freiraum lies, andererseits aber auch sehr unnütz, da er sie ja schon nackt gesehen hatte. „Gabriel, du kannst mich ruhig ansehen. Du weißt doch wie ich aussehe, außerdem durfte ich dich jetzt auch lange genug nackt bestaunen.“, meinte sie leise und hoffte, dass er sich schon umdrehen würde, doch er war zu sehr Gentleman, als dass er es getan hätte. Daher fügte sie noch hinzu: „Ich bin doch nicht so hässlich, als dass man mich nicht ansehen könnte?“ Wieder nichts, so ein Mann. „Wenn du dich jetzt nicht umdrehst, nehme ich dass als persönliche Beleidigung an, dann findest du mich nämlich hässlich!“, meinte sie leicht erzürnt und erhielt endlich ihre gewünschte Reaktion – er drehte sich um. Sie waren doch Beide erwachsen, wusste wie dass andere Geschlecht aussah und wussten vor allem, wie die Person ihnen gegenüber aussah. Schnell hatte sie das Oberteil aus, warf es ihm zu, der es nun anzog. Bei jedem Kleidungsstück wanderte es vom einem zum anderen und am Ende stand nun Viktoria nackt da und Gabriel war bekleidet. „Nun Herr, was soll ich anziehen? Oder soll ich den ganzen Tag in meinem Evakostüm herum laufen?“, fragte sie ernst. Er konnte ja nicht wissen, dass alles in ihrer kleinen Tasche war, er dachte ja, dass alles im See lag. Freudig wartete sie auf seine Antwort, was wohl seine Lösung wäre?
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Mi Feb 22, 2012 11:00 am

Respektvoll drehte er sich um, damit sie Gelegenheit hatte sich ihre Kleider anzuziehen. Er war froh, daß sie sein triumphierendes Grinsen nicht sehen konnte. Sie war so niedlich in ihren Bemühungen ihn zu übertrumpfen. Dabei hatte er den unverkennbaren Geruch ihres eigenen Aromas und dem ihrer Kleidung, Baumwolle und Leinen bereits vor Minuten in ihrer viel zu vollen Tasche riechen können.
Jetzt begann sie auch noch damit, das er sich umdrehen solle.
Völlig ausgeschlossen. Er würde sie sicher nicht nötigen sich vor seinen Augen ausziehen zu müssen.
„Wenn du dich jetzt nicht umdrehst, nehme ich dass als persönliche Beleidigung an, dann findest du mich nämlich hässlich!“
Himmelhergott sie konnte so stur sein. Er drehte sich ihr zu und runzelte missbilligend seine Stirn. Sie wußte, welche Wirkung sie auf ihn hatte und sie war sich ihres Aussehens durchaus bewußt. Er mochte es nicht, wenn man ihn zwang schlechte Manieren an den Tag zu legen.
Sie warf ihm nach und nach einzelne Teile seiner Kleidung hin, die er kurz auf Schäden prüfte und zufrieden anzog. Sie hatten ein wenig gelitten, sie müssten auf jeden Fall einkaufen gehen. Er versuchte sie nicht zu sehr mit seinen Blicken abzuschätzen, nachdem sie wieder nackt, inmitten dieses bunten Frühlingsbeetes vor ihm stand.
'Wenn du wüßtest wie verführerisch du aussiehst. Deine Schönheit ist so natürlich, du hast so eine angeborene Grazie.' Diese Haltung, voller Unschuld und doch überlegen und erhaben distanziert. Sie erinnerte ihn in diesem Moment ungemein an eine lang vergessene Begegnung in Frankreich vor vielen vielen Jahren. Geraldine la Rochefoucaud. Ahh sie war eine einzigartige Erscheinung gewesen, trotzdem daß sie von den Revulotionstruppen verfolgt wurde hatte sie sich ihren Adel und ihre Noblesse bis zum Schluss behalten.
Ja, Viktoria hatte eine sehr ähnliche Ausstrahlung. Gabriel war fasziniert von dem Gedanken wer sie sein könnte, welches Geheimnis hinter dieser ungewöhnlichen Kreatur verbarg.

Arrogant und leicht aufreizend stellte sie sich vor ihn und musterte ihn, die Augenbrauen spöttisch hochziehend.
„Nun Herr, was soll ich anziehen? Oder soll ich den ganzen Tag in meinem Evakostüm herum laufen?“
Er lachte angeregt. Sollte er sie erneut ärgern? Er ging schmunzelnd auf sie zu, legte einen Finger unter ihr kleines widerspenstiges Kinn und hob es leicht an um sie sanft zu küssen.
"Ich gestehe, es wäre unverzeihlich, wenn ich tatsächlich mit meinem unbesonnenen Angriff auf dich deine Kleidung dem kalten Wasser dieses Sees preisgegeben hätte. Es wäre mir eine Freude, dir meinen Mantel anbieten zu dürfen Mylady. Ich werde dich in eine sehr gut sortierte Boutique entführen und den Schaden sobald wie möglich wieder gut machen." Sie lächelte geschmeichelt und drückte sich herausfordernd an ihn.
'Kleines Luder'' Er lächelte sie unschuldig an.
"Aber wenn du noch ein wenig im Garten mit mir spazieren möchtest, könntest du vielleicht auch die wohlrichenden Stücke aus deiner unscheinbaren Tasche nehmen, damit dich niemand für eine verführerische Nymphe hält, die hier des Nächtens mit ihrem Galan lustwandelt. Hmm?" Er nahm ihr geschickt die Tasche aus der Hand und hielt sie ihr hilfsbereit vor die Nase.

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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Do Feb 23, 2012 7:22 am

Viktoria lächelte leicht, als Gabriel in schallendem Gelächter ausbrach. Irgendetwas führte er im Schilde, dass sah sie ihm an, doch er kam einfach auf sie zu und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen. „Ich gestehe, es wäre unverzeihlich, wenn ich tatsächlich mit meinem unbesonnenen Angriff auf dich deine Kleidung dem kalten Wasser dieses Sees preisgegeben hätte., meinte er unverfroren. Er wusste, dass ihre Kleider nicht im Wasser lagen, doch wusste er wo sie wirklich waren? Schnell fuhr er aber fort: „Es wäre mir eine Freude, dir meinen Mantel anbieten zu dürfen Mylady. Ich werde dich in eine sehr gut sortierte Boutique entführen und den Schaden sobald wie möglich wieder gut machen.“ Sie lächelte geschmeichelt, doch eigentlich dachte sie darüber nach, wie er über ihre Kleider sprach, sie schienen ihm nicht zu gefallen. Die Vampirin lehnte sich an ihn und wartete auf die folgenden Worte. „Aber wenn du noch ein wenig im Garten mit mir spazieren möchtest, könntest du vielleicht auch die wohlriechenden Stücke aus deiner unscheinbaren Tasche nehmen, damit dich niemand für eine verführerische Nymphe hält, die hier des Nächtens mit ihrem Galan lustwandelt. Hmm?“, sprach er vornehm. Sie war sich nichts sicher, ob sie ihn richtig verstanden hatte, hatte er sie eben ertappt? Schnell schnappte er sich ihre Tasche und wedelte damit.

Wie lange hatte er das nur gewusst? „Idiot! So freundlich scheinst du gar nicht mehr zu sein, denn wenn du es wärst, hättest du das gleich gesagt.“, nörgelte sie vor sich hin, ohne eine Antwort zu verlangen. Flink hatte sie sich eingekleidet und hielt ihm ihre Hand hin. Ganz sanft fasste er sie und die Beiden schlenderten durch den Garten. Gabriel erzählte ihr ein paar Geschichten über 'das Monster von Glamis Castle'. Bei jeder neuen Blumenart blieben sie kurz stehen, benannten diese und zogen den Duft ein. Sie würden nun ihre ganzes Leben, jede Art auseinander halten können und das allein durch die Erinnerung. Der Mond ging gemächlich unter, die Sterne verschwanden vom Himmel und die Nacht flüchtete vor dem Tag. Die Dämmerung hatte begonnen und die Vampirin spürte die Wärme auf ihrer unzerstörbaren Haut. Am Ende des Gartens fragte sie freundlich, als sie sich ihm zugewendet hatte: „Was hast du nun vor, mein lieber Freund?“ Sie hielt seine Beiden Hände in ihren und gab ihm einen kleinen Kuss auf den Mund. Gespannt und fast schon mit Vorfreude wartete sie auf die Antwort von Gabriel.

tbc.: Schottland; Inver Farm


Zuletzt von Viktoria von Baden am Do Feb 23, 2012 10:27 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Schottland; Glamis Castle   Do Feb 23, 2012 9:32 am

„Idiot! So freundlich scheinst du gar nicht mehr zu sein, denn wenn du es wärst, hättest du das gleich gesagt.“
Sie war verärgert! Besänftigend nahm er ihre Hand und schlenderte mit ihr durch den Garten. Er erzählte ihr alte Geschichten über das Schloss und erweckte ihr Interesse für die schöne Gartenanlage.
Es freute ihn, daß sie eine ähnliche Freude und Interesse an Blumen und Sträuchern hegte wie er es tat. Sie erklärten sich gegenseitig, welche Spezies sie gerade entdeckten, lachten und scherzten immer wieder. Es war schön so entspannt mit ihr umherzuwandern. Gabriel genoss es unglaublich und er hoffte, dass er diese Zweisamkeit noch länger genießen könnte.
Bald würde sie einen ganz anderen Teil seiner Geschichte kennenlernen. Ob sie dann immer noch entspannt bliebe?

Die ersten hellen Lichtstrahlen fanden ihren Weg durch die noch dämmrige Morgenfeuchte duftschwangere Luft. Sie drehte sich ihm zu und ergriff seine andere Hand um sie lieb lächelnd festzuhalten.
„Was hast du nun vor, mein lieber Freund?“ Wie um ihm ihr Vertrauen zu bekunden küsste sie ihn sanft. Er betrachtete sie erregt.
"Ich möchte mit dir nach Invery in der Nähe von Ballatar laufen. Dort gibt es einige kleine Aussiedlerfarmen, von denen eine einer entfernten Verwandten von mir gehört. Ich habe ihr meinen Besuch für heute angekündigt. Sie arbeitet hier in Schottland als Botanikerin in einer Schule. Sie hat sogar ein Schulbuch geschrieben." Er sah ihren skeptischen Gesichtsausdruck.
"Phyllida ist wirklich sehr nett. Du wirst schon sehen. Du musst keine Angst haben. Sie wird dich mögen, ganz sicher." Zuversichtlich lächelte er ihr zu und machte sich mit ihr auf den Weg.
Sie würden keine drei Stunden laufen müssen.

Die kleine Farm in Invery mitten im Cairngorms Nationalpark in den weiten Wäldern von Balmoral, war ein wahres Kleinod. Sehr abgeschieden wie all ihre Häuser es waren und bestens geschützt. Sollte es ein sonniger Tag werden, würden sie sogar unbemerkt im Garten sitzen können.
Sie liefen in die Highlands, passierten die noch dichter besiedelten Gebiete und tauchten in die berauschenden waldreichen Weiten ein. Immer wieder hielten sie an und er erklärte ihr die ein oder andere Pflanze, Gebäude oder außergewöhnliche geologische Formation. Sie war so interessiert, so wissbegierig. Es schien ihr wirklichen Spaß zu machen und er genoss ihre Begleitung unglaublich.
Er gab sich alle Mühe nicht langweilig mit seiner Schwärmerei für die unberührte Natur auf sie zu wirken und versuchte es mit kleinen Anekdoten auszuschmücken.
Endlich kam die kleine Farm in ihr Blickfeld. Es war kurz vor zehn Uhr am Morgen. Phyllida wäre sicherlich mit ihrem Frühstück fertig. Sie wußte ja, wie sehr er den Geruch von Speck und derartigen Dingen verabscheute. Er würde vorsichtshalber erst einmal schnuppern, bevor er klopfen würde. Sicher war sicher.

"Viktoria, warte mal. Bevor wir da hingehen gibt es noch etwas, was du wissen musst. Ich weiß nicht ob du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht hast, warum es Vampire gibt und ob es außer Vampiren auch noch andere außergewöhnliche Spezies gibt." Ihre Augen wurden groß und ihre volle Lippen bildeten geradezu ein Oval, um ihn zu unterbrechen. Er legte einen Finger darauf und lächelte.
"Moment, bitte. Weißt du es gibt außer Menschen auch Menschen mit bestimmten Fähigkeiten, die wie wir sich den anderen Menschen nicht zeigen. Sie leben sozusagen von der normalen Menschheit ein wenig seperiert, ungesehen, weil sie Kräfte haben, die sie vor den Augen anderer schützen können. Ein solcher Mensch ist Phyllida.
Sie ist eine Nachfahrin von mir, bzw. eigentlich von meiner Schwester, die eine....Hexe war. Also eine Frau mit magischen Fähigkeiten. Verstehst du? Sie war die einzige in unserer Familie, nein, später hat es zwei weitere Nachfahren gegeben die wie meine Schwester magisch waren und natürlich ihre Kinder und Kindeskinder. Es ist gar nich so selten, genaugenommen und doch gibt es nicht ganz so viele von ihnen.
Ich hoffe du kannst mir folgen.
Jedenfalls wissen sie um uns Vampire und wir können uns, wenn sie es uns erlauben, frei in ihren Kreisen bewegen. Meine kleine Schwester hat es mir erlaubt und so besuche ich von Zeit zu Zeit meine Verwandtschaft, also die magische. Öhm, hast du noch Fragen?"
Er hatte seine Stirn gerunzelt und strich wieder mit seiner Rechten Hand aufgewühlt durch seine Haare.
'Bitte vertrau mir, sie sind zwar nicht harmlos, aber das alles werde ich dir später erklären. Hier droht dir keine Gefahr.'
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