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 Schottland; Inver Farm

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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Schottland; Inver Farm   Do Feb 23, 2012 10:26 am

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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Inver Farm   Fr Feb 24, 2012 5:40 am

cf.: Schottland; Glamis Castle

Viktoria bekam schneller als gedacht ihre Antwort: „Ich möchte mit dir nach Invery in der Nähe von Ballatar laufen. Dort gibt es einige kleine Aussiedlerfarmen, von denen eine einer entfernten Verwandten von mir gehört. Ich habe ihr meinen Besuch für heute angekündigt. Sie arbeitet hier in Schottland als Botanikerin in einer Schule. Sie hat sogar ein Schulbuch geschrieben. Ihr Blick war skeptisch – Vampire hielten normalerweise keinen Kontakt zu Verwandten. Er wollte nicht, dass sie mit einem solchen Blick losging, deshalb meinte er: „Phyllida ist wirklich sehr nett. Du wirst schon sehen. Du musst keine Angst haben. Sie wird dich mögen, ganz sicher. Er lächelte sie an, doch sie wusste, dass Menschen Vampire nicht gerade mochten, doch ihm zu Liebe... Ihm zu Liebe würde sie mit gehen.
Gemeinsam liefen sie los, durch streiften die Highlands, liefen über Brücken oder sprangen über kleine Bäche. Zuerst waren sie in eher bewohnten Gebieten, kamen dann aber in die natürlich verbliebenen Stücke des Landes. Überall grün, überall der Geruch von Freiheit, überall Wildnis. Gabriel stoppte den Lauf alle paar Minuten, er wollte ihr alles zeigen. Viktoria war sehr interessiert, hing an seinen Worten und würde keines davon je wieder vergessen. Die Beiden lachten über manch einen Namen oder, eigentlich fast über Alles. Gemeinsam waren sie glücklich – als hätte er sie aus einem dunklen Loch gezogen und würde ihr die wahre Welt, die Welt mit viel Vergnügend zeigen. Ihre Begleitung schwärmte über vieles, was sie sahen, sie konnte es zwar nicht ganz verstehen, doch sie teilte diese Eigenschaft – sie liebte die Ruhe, wenn sie nicht zu lange andauerte. Nach einiger Zeit kamen die Beiden an einen Nationalpark, liefen hindurch und erblickten ein kleines Haus, eher eine kleine Hütte. Sie sah so unberührt aus, als wäre sie mit dem Wald gewachsen, doch man hörte ein Herz darin schlagen. Bewohnt. Gabriel stoppte die Vampirin, die ihren Blick fast nicht abwenden konnte. „Viktoria, warte mal. Bevor wir da hingehen gibt es noch etwas, was du wissen musst. Ich weiß nicht ob du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht hast, warum es Vampire gibt und ob es außer Vampiren auch noch andere außergewöhnliche Spezies gibt.“, meinte der Mann und legte einen Finger auf ihren Mund, sie wollte ihm doch nur etwas erklären. Am liebsten hätte sie ihm gesagt: 'Ja, also ich kenne da ein paar Zaubermänner, so nennt man sie zumindest, sie leben in Wälder, oder beispielsweise in Neuseeland, aber die sind wirklich nett, sie haben mir auch diese Hautfarbe geschenkt.', doch er lies sie nicht. Schnell erklärte er: „Moment, bitte. Weißt du es gibt außer Menschen auch Menschen mit bestimmten Fähigkeiten, die wie wir sich den anderen Menschen nicht zeigen. Sie leben sozusagen von der normalen Menschheit ein wenig seperiert, ungesehen, weil sie Kräfte haben, die sie vor den Augen anderer schützen können. Ein solcher Mensch ist Phyllida. Sie ist eine Nachfahrin von mir, bzw. eigentlich von meiner Schwester, die eine....Hexe war. Also eine Frau mit magischen Fähigkeiten. Verstehst du? Sie war die einzige in unserer Familie, nein, später hat es zwei weitere Nachfahren gegeben die wie meine Schwester magisch waren und natürlich ihre Kinder und Kindeskinder. Es ist gar nich so selten, genaugenommen und doch gibt es nicht ganz so viele von ihnen. Ich hoffe du kannst mir folgen. Jedenfalls wissen sie um uns Vampire und wir können uns, wenn sie es uns erlauben, frei in ihren Kreisen bewegen. Meine kleine Schwester hat es mir erlaubt und so besuche ich von Zeit zu Zeit meine Verwandtschaft, also die magische. Öhm, hast du noch Fragen?“

Sie schluckte. Heute würde sie ihm nichts von den Uhreinwohner erzählen, irgendwann würde er so oder so nach ihre Hautfarbe fragen, doch heute – nein! Leicht schüttelte sie ihren Kopf und bemerkte ihre noch nassen Haare. „Ich lass es einfach auf mich zu kommen.“, sagte sie leise und kramte in ihrer Tasche. Sie holte ihre Mütze heraus und schnappte sich ein Haargummi. Schnell band sie einen Zopf und verdrehte diesen dann zu einem Dutt. Die Kopfbedeckung streifte sie nun darüber, so waren ihre Haare versteckt. Gabriel lächelte über ihren 'Schönheitswahn', doch der erste Eindruck zählte und wenn das die letzten Verwandten von ihm waren, würde sie diese bestimmt öfters sehen. Sicherheitshalber nahm sie seine Hand, während sie zu der Tür liefen. Die Dame seufzte leise und drückte sich an seine Seite, als er klopfte. Alles kein Problem! Das ist 'nur' eine Hexe. Andere mögen dich auch. Sie überlegte und schaltete ihre Gabe ein, natürlich nicht auf Gabriel bezogen, obwohl er sie vielleicht auch ein wenig spüren würde. Sie hörte Schritte und atmete aus, die Türklinke knarrte und schon öffnete sich die Tür. Sympathisch wie sie nur konnte lächelte sie – hoffentlich würde das gut gehen.
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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Re: Schottland; Inver Farm   Fr Feb 24, 2012 11:08 am

cf: Schottland - Clamis Castle

Gabriel beobachtete jede Bewegung von Viktoria. Sie schluckte aufgeregt nach seinen Worten und kramte unsicher in ihrer Tasche. Verdammt warum war er so nervös?
Phillyda würde sicher keine Probleme machen, zumal Gordon sicher auf seiner Arbeitsstelle war. Ihre Kinder waren bereits beide in der Schule und wenn sie dawären wäre auch das kein Problem.
'Reiß dich zusammen Mann. Sie wird damit klarkommen. Sie kann auch nicht hungrig sein, ihre Augen sind tiefrot. Also!'
Sie sah ihn irgendwie nervös an.
„Ich lass es einfach auf mich zu kommen.“
Fahrig flocht Viktoria ihre dicken, noch nassen Haare zu einem Zopf, drehte ihn zusammen und versteckte sie unter ihrer Mütze. Es sah keck aus. Flott und irgendwie schick. Sie hatte einen nicht auffälligen aber sehr individuellen Stil sich zu kleiden, der gut zu ihr passte. Nicht mondän, eher praktisch leger mit einem gewissen Pfiff.

Er lächelte sie aufmundernd an. Sie schob ihre Hand in seine und drückte sich näher an ihn als er seine Hand hob und energisch klopfte. Ihr Blick traf sich für einen kurzen Moment und er erkannte ihre leichte Unsicherheit darin. Dann spürte er es. Sie musste wirklich Angst haben vor dieser Begegnung, wenn sie jetzt ihre Gabe aktivierte. Er spürte, wie er das plötzliche Verlangen bekam sie vor dieser Tür und allem was dahinter war zu schützen. Er hatte das Gefühl sie ansehen zu müssen und wusste, daß sie das netteste Wesen auf dieser Welt sein würde, daß er je gesehen hatte.
Es war wie eine flüchtige Vision, die ihn streifte, wie ein Befehl, der ihn nicht ganz erreichte.
Sie richtete die Gabe nicht gegen ihn, sondern gegen die Schritte, die jetzt auf die Tür zukamen.
Er küsste flüchtig ihre Stirn.
"Das musst du nicht mein Herz, ich bin bei dir. Keine Angst."

Die Tür schwang auf und eine gut 1,70 Meter große Frau öffnete die Tür. Sie hatte dunkelblonde Haare mit vereinzelten grünen Strähnen, die exakt die gleiche Farbe hatten wie ihre Augen. Sie war gut gebaut, nicht wirklich schlank aber in keiner Weise übergewichtig. Einfach nur etwas mehr als vielleicht Konfektionsmaß. Ihre Kleidung war....eigenwillig. Sie trug eine lustige 3/4tel Pumphose in Streifenmuster und darüber ein bequemes Top mit einer passenden unifarbenen Bluse. Sie schien das Wort Mode nicht wirklich ernstzunehmen.
Sie musste Ende Dreißig vielleicht Mitte Vierzig sein. Um ihre markanten Augen hatten sich eine Vielzahl von Lachfältchen gebildet und zwei unwiederstehliche Grübchen kamen in diesem Moment zum Vorschein, als sie Gabriel anstrahlte.
"Ahh, der Urahn! Pünktlich wie immer. Lass dich ansehen Gabriel. Ahh manchmal könnte ich wirklich neidisch werden. So alt, und sieht noch so verdammt gut aus. Das ist recht hinterhältig von dir! Oh, du bist....du bist nicht allein? Das ist ja eine Überraschung."
Die Frau musterte Viktoria mit einem breiten und vor allem hochinteressierten Lächeln.
Gabriel räusperte sich und ließ Viktorias Hand los, damit sie Phyllida begrüßen könnte.
"Ich hoffe du hast nichts dagegen Phyllida, ich habe mir gedacht es wäre für Viktoria angenehmer mich zu begeiten, als irgendwo in einem Wald auf mich zu warten." Phyllida schenkte ihm einen vielsagenden Blick und schüttelte Viktorias Hand. Sie schielte zu Gabriel und zwinkerte Viktoria zu.
"Sie sind mir herzlich willkommen meine Liebe. Sollten sie es etwa geschafft haben, diesem alten Casanova seine Junggesellenmauern zum Einstürzen zu bringen? Wenn dem so ist dann verdienen sie den Respekt der gesamten Familie. Das wäre dann ja wirklich mal was Neues." Sie lachte das gleiche lebensbejahende, lustige Lachen, daß Gabriel lachte, wenn er sich ausgelassen freute und winkte die beiden herein.

Diese kleine Farm entpuppte sich von innen irgendwie geräumiger, als es von außen den Anschein hatte. Es gab eine wunderschöne, recht eigenwillige Küche, die in ein offenes, freundliches Esszimmer mündete. Daneben durch einen Durchgang verbunden ging es ins Wohnzimmer, das äußerst geräumig und dennoch gemütlich wirkte.
"Keine Angst mein Lieber, ich habe bereits alles abgewaschen. Du solltest sehr zufrieden mit mir sein." Phyllida lachte wieder und zwinkerte Gabriel zu. Er rollte mit den Augen und schielte zu Viktoria.
"Erkläre ich dir später. Sie scherzt gerne." Zu Phyllida gewandt grinste er breit.
"Wo sind Gordon und die Kinder?"
"Sie machen einen Ausflug. Morgenfrüh nehme ich die beiden mit und Gordon kann dann endlich wieder seiner Arbeit nachgehen. Er ist schon völlig entnervt, weil wir ihm langsam auf den Geist gehen. Sie müssen wissen meine Liebe mein Mann ist .....Oh, du hast ihr doch von uns erzählt oder?"
Gabriel wirkte leicht zerknirscht.
"Öhm, um ehrlich zu sein, es erschien mir ein wenig kompliziert, ich dachte hier ginge das alles ein wenig einfacher, wenn sie das alles sieht." Er machte eine wedelnde Handbewegung um sich und zog Viktoria neben sich auf ein Sofa.

"Also weißt du Gabriel, daß ist doch wirklich....die Arme muss sich ja völlig fremd vorkommen. Du bist wirklich unmöglich." Und so setzte sich Phyllida ihnen gegenüber und begann von ihrer Familie zu erzählen. Von der Welt der Zauberer, darüber, daß ihr Mann den Beruf eines Besprechers ausübte, jemandem der mit speziellen Zaubersprüchen Gebrauchsgegenstände besprach, damit sie ihre Zwecke noch besser, oder gar selbstständig ausführten und über ihre eigene Tätigkeit in der von hier aus nicht sehr weit entfernten Schule für Hexerei und Zauberei.

Gabriel beobachtete Viktoria, die nach und nach ihre Gabe zurückzunehmen schien und sich mehr und mehr löste. Phyllida hatte eine sehr herzliche Art und schaffte es binnen kurzer Zeit, daß Viktoria sich völlig entspannte. Er lächelte Phyllida dankbar zu und streichelte Viktoria verspielt im Nacken.
"Hast du ihr auch nicht gesagt, warum du eigentlich hier bist?" Gabriel schüttelte verneinend den Kopf. Phyllida schnalzte missbilligend mit der Zunge.
"Du bist wirklich unmöglich. Sag hast du noch Reste vom letzten Mal?" Gabriel griff in die Innenseite seines Mantes und zog eine Art Flachmann hervor.
"Nur noch wenige Tropfen, es wurde wirklich Zeit." Er gab Phyllida die Flasche und sie stand immer noch missbilligend den Kopf schüttelnd auf.
"Ich spüle sie dir schnell aus und fülle sie gleich. Warum kommst du auch immer so knapp, was wäre denn wenn ich keine Zeit gehabt hätte? Gabriel, jetzt kläre deine Freundin gefälligst auf. Sonst tue ich es!"

Viktoria sah ihn fragend an. Er schmunzelte und streichelte weiter über ihren Nacken den Schulterbogen hinab zu ihrem Oberarm.
"Ja also, ich fand es damals als ich verwandelt wurde immer sehr hinderlich, daß man mich an meinen Augen sofort als Vampir erkennen konnte. Damals, 1640 waren Vampire kein Mysterium. Man wusste was wir waren und machte offen Jagt auf uns. Ich habe mich damals bei einer solchen Hatz nach London zu meiner Schwester geflüchtet. Der Hexe. Sie verstand sehr schnell das Problem und nachdem ich ihr geschworen hatte nie Menschen zu quälen oder mehr von ihnen zu jagen als unbedingt nötig, da hat sie begonnen mit meiner Augenfarbe zu experimentieren.
Die Fähigkeit Zaubertränke zu brauen ist sehr stark in ihrer Familie, vor allem aber die Kenntniss über Kräuter und Heilpflanzen. Sie entwickelte die Rezeptur zu einem Serum, daß ich einmal wöchentlich in meine Augen träufle, damit sie ihre natürliche Farbe zurückerhalten. Wenn ich Menschenblut trinke werden sie tiefbraun, wenn ich Tierblut trinke bekommen sie eine zusätzliche leichte grüne Färbung unmittelbar am inneren Rand der Pupillen.
Sie hat dieses Rezept an ihre Kinder und die an deren Kinder weitergegeben und hat mir versprochen, daß ich dieses Serum immer bekomme, solange ich mich an unsere Vereinbarung halte. Also nicht über Gebühr und vor allem nicht böswillig töte oder aber jemanden in diese Existenz zwinge, indem ich ihn verwandle.
Im Gegenzug habe ich mich verpflichtet sie zu schützen, vor allem gegen Vampire, was eigentlich vollkommen unnötig ist, da sie sich bestens selbst schützen können. Sie haben einige mehr als wirksame Zauber gegen Vampire.
Aber ich erhielt durch diesen Zweig meiner Familie Zugang zu der Gesellschaft der Zauberer und irgendwann ließ man mich in ihr Ministerium kommen, um ihre Behörden in einer Vampirfrage zu beraten. Seither fragen mich immer wieder die verschiedensten Ministerien in Europa um Rat.
Ich darf mich in ihrer Welt frei bewegen und sie erhalten von mir diesen Dienst. Das ist der Deal. Das gilt übrigens auch für Vampire, die mich begleiten. Du brauchst also wirklich keine Angst zu haben." Er sah ihr tief in ihre großen Augen, die ihn voller Vertrauen musterten. Er beugte sich vor und gab ihr einen langen und innigen Kuss. Er merkte, wie ihre Augen hin und herwanderten, das Haus und seine Einrichtung musterten und er lächelte amüsiert, als ihr Blick auf ein Bügelbrett fiel, auf dem ein Bügeleisen die Wäche völlig selbstständig bügelte.

"Wie gesagt, sie sind ein wenig anders, diese Zaubererhaushalte. Aber es hat seinen Charme, wenn man sich mal daran gewöhnt hat." Viktoria schien von ihrer Umgebung jetzt völlig gefangen zu sein und beugte sich neugierig vor, als wollte sie aufspringen und alles ungewöhnliche untersuchen. Gabriel kicherte.
"Sieh dich nur um, Phyllida hat sicher nichts dagegen. Na komm, trau dich!"
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Viktoria von Baden
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BeitragThema: Re: Schottland; Inver Farm   Sa Feb 25, 2012 8:20 am

Viktoria war nervös, obwohl das wirklich seltsam war, zumindest für einen Vampir. Gabriel gab ihr einen leichten Kuss auf die Stirn, als würde er ihr zeigen wollen, dass er immer da wäre. Und dann kamen die Worte, die sich sich schon gedacht hatte: „Das musst du nicht mein Herz, ich bin bei dir. Keine Angst.“ Er bekam wahrscheinlich, nicht wahrscheinlich, sondern auf jeden Fall einen Teil ihrer Gabe ab, auch wenn sie es nicht wollte. Mit einen unmenschlichen Schwung ging die Tür auf und eine freundlich aussehende, gut gebaute Frau öffnete sie. Sie trug Kleider, wie man sie sich bei einer Frau vorstellte, die sich nicht dafür interessierte. Viktoria tat das eigentlich auch nicht, doch im Sportanzug durch die Welt wandern war eben nicht richtig. Die Dame meinte schon überglücklich: „Ahh, der Urahn! Pünktlich wie immer. Lass dich ansehen Gabriel. Ahh manchmal könnte ich wirklich neidisch werden. So alt, und sieht noch so verdammt gut aus. Das ist recht hinterhältig von dir! Oh, du bist....du bist nicht allein? Das ist ja eine Überraschung.“ Der Vampir lies ihre Hand los und erklärte: „Ich hoffe du hast nichts dagegen Phyllida, ich habe mir gedacht es wäre für Viktoria angenehmer mich zu begeiten, als irgendwo in einem Wald auf mich zu warten.“ Viktoria streckte ihre Hand aus und Phyllida schüttelte sie freundlich, während sie ihr zu zwinkerte. Lachend meinte die Hexe: „Sie sind mir herzlich willkommen meine Liebe. Sollten sie es etwa geschafft haben, diesem alten Casanova seine Junggesellenmauern zum Einstürzen zu bringen? Wenn dem so ist dann verdienen sie den Respekt der gesamten Familie. Das wäre dann ja wirklich mal was Neues.“ Es war das gleiche Lachen wie bei Gabriel, wenn er wie ein kleiner Junge lachte. „So ist es noch nicht ganz, wir kennen uns erst sein gestern Abend.“ Sie traten ein und das Haus war groß, nicht so klein wie es von außen schien, sonder groß, also richtig groß! Gabriel schnüffelte leicht, zog die Luft ein und die Frau schien zu wissen was das bedeutete: „Keine Angst mein Lieber, ich habe bereits alles abgewaschen. Du solltest sehr zufrieden mit mir sein.“ Hatte er Probleme mit ungewaschenen Tellern? Manche Vampire hatten ihre Eigenarten, er auch. Ihr Begleiter meinte, dass er es ihr später erklären würde und sie nickte verständlich. Schnell fragte er noch nach Gordon und den Kinder und sie dachte sich, dass er wohl der Mann von ihr sein musste. Die Dame antwortete schnell: „Sie machen einen Ausflug. Morgenfrüh nehme ich die beiden mit und Gordon kann dann endlich wieder seiner Arbeit nachgehen. Er ist schon völlig entnervt, weil wir ihm langsam auf den Geist gehen. Sie müssen wissen meine Liebe mein Mann ist .....Oh, du hast ihr doch von uns erzählt oder?“ Sein Gesichtsausdruck war grandios, so als wolle er nicht sagen, dass er es nicht getan hatte. Schnell zog er Viktoria auf ein Sofa und gab zu: „Öhm, um ehrlich zu sein, es erschien mir ein wenig kompliziert, ich dachte hier ginge das alles ein wenig einfacher, wenn sie das alles sieht.“ Phyllida schien unzufrieden mit ihm zu sein und das äußerte sich sogleich: „Also weißt du Gabriel, daß ist doch wirklich....die Arme muss sich ja völlig fremd vorkommen. Du bist wirklich unmöglich.“ Die Frau war die Sympathie in Person, auch ohne Gabe und so lies die Vampirin sie auch abklingen. Freundlich bekam sie alles über Hexen und Zauberer, Gordon und ihren Arbeitsplatz erzählt. Der Mann spielte mit seinen Fingern in ihrem Nacken, obwohl sie das süß fand, störte es ihre Aufmerksamkeit leicht. Die Hexe war so freundlich und offen, dass sie sich wohlfühlen musste. Vorwurfsvoll und trotzdem lächelnd meinte sie erneut: „Hast du ihr auch nicht gesagt, warum du eigentlich hier bist?“ Nachdem Gabriel peinlich berührt seinen Kopf schüttelte fuhr sie schnell fort: „Du bist wirklich unmöglich. Sag hast du noch Reste vom letzten Mal?“ Reste? Viktoria verstand fast nichts und kam sich vor wie ein kleines Kind, dass nicht mitzureden hatte, wie ausgegrenzt. Schnell holte er eine versilberte Flasche aus seiner Jacke und gab sie ihr. „Nur noch wenige Tropfen, es wurde wirklich Zeit.“, meinte er ergänzend. Leicht enttäuscht von ihm sagte die Lehrerin: „Ich spüle sie dir schnell aus und fülle sie gleich. Warum kommst du auch immer so knapp, was wäre denn wenn ich keine Zeit gehabt hätte? Gabriel, jetzt kläre deine Freundin gefälligst auf. Sonst tue ich es!“ Achso, jetzt hatte er Zeit ihr das ganze zu erklären? Sie kam sich wie am falschen Ort vor, aber nicht wegen dieser magischen Welt, sonder wegen ihm, weil er sie in Unwissenheit gelassen hatte. Mit diesem Blick wollte sie ihm das zeigen, doch er strich seelenruhig über ihren Arm. Was für ein sturer Mann! Endlich fing er an: „Ja also, ich fand es damals als ich verwandelt wurde immer sehr hinderlich, daß man mich an meinen Augen sofort als Vampir erkennen konnte. Damals, 1640 waren Vampire kein Mysterium. Man wusste was wir waren und machte offen Jagt auf uns. Ich habe mich damals bei einer solchen Hatz nach London zu meiner Schwester geflüchtet. Der Hexe. Sie verstand sehr schnell das Problem und nachdem ich ihr geschworen hatte nie Menschen zu quälen oder mehr von ihnen zu jagen als unbedingt nötig, da hat sie begonnen mit meiner Augenfarbe zu experimentieren. Die Fähigkeit Zaubertränke zu brauen ist sehr stark in ihrer Familie, vor allem aber die Kenntnis über Kräuter und Heilpflanzen. Sie entwickelte die Rezeptur zu einem Serum, dass ich einmal wöchentlich in meine Augen träufle, damit sie ihre natürliche Farbe zurückerhalten. Wenn ich Menschenblut trinke werden sie tiefbraun, wenn ich Tierblut trinke bekommen sie eine zusätzliche leichte grüne Färbung unmittelbar am inneren Rand der Pupillen. Sie hat dieses Rezept an ihre Kinder und die an deren Kinder weitergegeben und hat mir versprochen, dass ich dieses Serum immer bekomme, solange ich mich an unsere Vereinbarung halte. Also nicht über Gebühr und vor allem nicht böswillig töte oder aber jemanden in diese Existenz zwinge, indem ich ihn verwandle. Im Gegenzug habe ich mich verpflichtet sie zu schützen, vor allem gegen Vampire, was eigentlich vollkommen unnötig ist, da sie sich bestens selbst schützen können. Sie haben einige mehr als wirksame Zauber gegen Vampire. Aber ich erhielt durch diesen Zweig meiner Familie Zugang zu der Gesellschaft der Zauberer und irgendwann ließ man mich in ihr Ministerium kommen, um ihre Behörden in einer Vampirfrage zu beraten. Seither fragen mich immer wieder die verschiedensten Ministerien in Europa um Rat.
Ich darf mich in ihrer Welt frei bewegen und sie erhalten von mir diesen Dienst. Das ist der Deal. Das gilt übrigens auch für Vampire, die mich begleiten. Du brauchst also wirklich keine Angst zu haben.“
Sie hoffte, dass sie alles verstanden hatte und ihre Augen schienen genau das zu zeigen. Er beugte sich vor und gab ihr einen langen und innigen Kuss, doch ganz bei der Sache war die Vampirin nicht, da sich sich einfach umschauen musste. Hier etwas unnatürliches, da etwas magische, alles war anders. „Wie gesagt, sie sind ein wenig anders, diese Zaubererhaushalte. Aber es hat seinen Charme, wenn man sich mal daran gewöhnt hat.“ Sie nickte, etwas anders, dass hier war kein normales Haus, es war als wäre sie das kleine Kind, dass eine neue Welt erkunden durfte. Der Mann kicherte, doch das störte sie nicht, sollte er doch weiter machen, sie würde ihm das schon heimzahlen. „Sieh dich nur um, Phyllida hat sicher nichts dagegen. Na komm, trau dich!“

Leicht unbeholfen stand sie auf, wie ein Rehkitz das Laufen lernte. Es war seltsam sich in diesem Haus zu bewegen, denn alles bewegte sich. Ein Bügeleisen, dass selbstständig bügelte, Geschirr, dass sich selbstständig reinigte, alles selbstständig. „Man hat mir erzählt, dass ich auf der Farm am liebsten Wäsche gewaschen habe. Ich soll es gemocht haben, weil mir wichtig war, dass die Kinder anständig herum gelaufen sind. Die Kinder mochten mich – ich sie anscheinend auch.“, erklärte sie, seufzte jedoch enttäuscht. Hatte sie selbst Kinder gehabt, bevor sie für Verrückt erklärt wurde? Dort hatte sie niemand verstanden, denn Deutsch, Schwedisch und Französisch war bei Armen Leuten nicht gerade verbreitet. Heute konnte sie auch Englisch, doch sie hatte gebraucht, bis sie es gelernt hatte. Und für sie gab es immer noch eine Frage, was hatte sie vor Anfang Mai 1885 gemacht? Zwei Jahre war sie auf der Farm gewesen, bevor die Armee kam und sie zu einem Monster machte, wäre sie geblieben, dann wäre sie heute nicht hier. Viktoria sah eine schwebende Gießkanne, die gerade einen Blumenstrauß goss. Sie lehnte sich an das Fenster und betrachtete das Geschehen und dann hörte sie in ihrem Ohr Kinderlachen, sie wusste, dass es nicht real war und doch drückte es sie runter. Sie könnte niemals Kinder haben, nicht in diesem Leben, nicht in dieser Existenz. Phyllida kam wieder und gab Gabriel den Behälter zurück. „Es ist wunderbar Kinder zu haben. Wie heißen Ihre?“, meinte sie keinesfalls wehleidig, sonder mit einem Glücksgefühl, obwohl ihr verstummtes Herz schmerzte.
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Gabriel de Vere
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BeitragThema: Re: Schottland; Inver Farm   Sa Feb 25, 2012 9:53 am

Zaghaft stand Viktoria auf und ging unschlüssig im Haus umher. Gabriel hatte ein schlechtes Gewissen. Er hätte ihr früher von Phyllida erzählen sollen, aber die Zeit war so schnell vergangen und er hatte es so genossen einfach nur mit ihr zu laufen und ihr die Schönheiten der Highlands zu zeigen.
Er betrachtete sie, wie sie immer sicherer wurde und an die diversen Dinge in diesem Haushalt herantrat. Ihr Gesicht zeigte die verschiedensten Facetten, spiegelte Neugierde, Erstaunen, tiefe Freude und unglaubliche Melancholie wieder. Hatte er sie verletzt?
Das hatte er nicht gewollt. Er hatte gehofft, daß sie Phyllida mögen würde und er hatte auch das Gefühl, daß sie gut auf sie reagierte. Viktoria hatte sich in ihrer Gegenwart völlig entspannt und hatte ihre Gabe komplett zurückgezogen, soweit er es beurteilen konnte.
Sie hatte in einem kurzen Anflug von einem offenbar heimischen Gefühl über ihr Leben auf dieser Farm erzählt.
Was mochte das für eine eigenwillige Farm gewesen sein, wo man sie für wahnsinnig erklärt hatte. Es hörte sich mehr an, als habe man sie wie eine Sklavin gehalten. Was war da nur geschehen?
Erneut beobachtete er ihre Art sich zu bewegen, zu gehen, ihren Kopf zu halten.
Sie tat das alles natürlich mit der Vampiren eigenen Grazie und doch war da etwas, was er bei anderen Vampiren nicht sah. Eine angeborene Hoheit in der Art, wie sie ihren Kopf bewegte, eine Art überlegene Gestik, wobei sie nicht arrogant sondern im Gegenteil ausgesprochen natürlich wirkte.

Verwirrt schüttelte er seinen Kopf. Was er sich wieder zusammenfantasierte. Heidi hatte ihm immer wieder gesagt, wenn sie sich zufällig oder gewollt für einige leidenschaftliche Stunden getroffen hatten er habe eine geradezu manische Begabung herum zu fantasieren, wie sie es ausdrückte.
Gabriel, ich schätze dich wirklich als Liebhaber, aber dieser kindische Hang mich mit deiner Fantasiererei an imaginäre Orte durch deine Erzählungen zu bringen ist einfach überflüssig. Es gefällt mir auch so bei dir. Außerdem muss ich ohnehin in zwei Stunden weg. Der Bus wartet nicht auf mich.
Er schloss in einer unbeobachteten Minute genießerisch seine Augen und sah Heidi vor sich. Lange nie enden wollende makellose Beine. Ein anbetungswürdiger Körper und weiche, wellige, dunkelbraune Haare. Ja, sie war ein ausgesprochen anregender Partner für kurze amouröse Momente. Leidenschaftlich, wild und mehr als unkompliziert.
Heidi liebte seit über tausend Jahren einen der Ihren, einen der Volturi Wachen. Er erhörte sie nicht, also vergnügte sie sich wo immer sie es konnte.
Es war mehr als unkompliziert mit ihr. Außerdem erfuhr er so hier und da recht interessante Dinge. Ja, Heidi war eine wirklich in jeder Hinsicht wertvolle Bekanntschaft.

Viktoria hatte fast begeistert einer Blechgießkanne zugesehen, wie sie die Blumen goss und lehnte jetzt am Fenster und sah hinaus. Er war versucht zu ihr zu gehen, als Phillida fröhlich mit seiner Flasche zurückkam. Sie würde gut ein Jahr ausreichen, es sei denn......Nein, auch dafür war es zu früh!
Er nickte Phyllida dankend zu, die an Viktoria herangetreten war, die jetzt ein Familienfoto betrachtete. Sie lächelte in Gedanken versunken auf die kleine Familie, die dem Fotografen fröhlich zuwinkte.
„Es ist wunderbar Kinder zu haben. Wie heißen Ihre?“
Phillida strahlte Viktoria an und zeigte auf die Fotografie.
"Ja, das ist es. Dies ist Olivia und das ist unser Kleiner, Jason. Er ist ein richtiger Junge. Immer schmutzig, immer unterwegs und absolut nicht an der Schule interessiert. Aber ich kann ihm nicht böse sein, er hat so ein entwaffnendes Lächeln, er wickelt mich einfach um seinen kleinen Finger." Viktoria lächelte und sah zu Gabriel, der ihr schelmisch zuzwinkerte.

Phillida wurde plötzlich nachdenklich und drehte sich Gabriel zu.
"Lieber ich muss dir noch etwas sagen und ich bitte dich nicht böse zu sein. Unser Direktor Albus Dumbledore, der wie du weißt ein sehr gerechter und hochangesehener Magier ist, hat zugestimmt, daß in der Nähe von Hogwarts in Fort Williams ein Vampir Zirkel siedeln darf. Wir alle waren skeptisch und Angus Bloomcattle unser Minister für Magische Geschöpfe hatte eine längere Unterredung mit Dumbledore.
Dumbledore sagt, diese Vampire - es sind NEUN! Du liebe Güte NEUN! - sie seien harmlos. Gabriel, du weißt ich bin nicht ängstlich, aber ein Zirkel von NEUN kann nicht harmlos sein. Sie könnten in einer Stunde an einem Samstag, wenn die Schüler nach Hogsmeat gehen....bitte verzeih mir, aber auch meine Kollegen sind in hellem Aufruhr.
Wir vertrauen Dumbledore, aber auch er wird alt. Vielleicht hatte dieser Anführer des Zirkels eine Gabe, die ihn blendet. Du hast mir erzählt, daß sie solche Gaben haben können." Sie hatte ihre Hände zusammengefaltet und rieb und knetete sie ineinanderverschränkt aufgeregt und ohne Unterlass.
"Gabriel, Dumbledore hat zugestimmt, daß das Ministerium diesen Zirkel überprüft. Er möchte jedoch nicht, daß sie an seinem Wort zweifeln, also habe ich vorgeschlagen, daß Bloomcattle dich hier treffen könnte und ...naja, du weißt schon. Du könntest sie doch unverbindlich besuchen. Bloomcattle wird gleich dasein. Bitte versteh mich und sei mir nicht böse. Ich weiß ich...."

Gabriel war aufgestanden und nahm sie lächelnd in seinen Arm.
"Phyllida, du mußt dich nicht rechtfertigen. Du hast vollkommen recht. Ein Zirkel von neun Vampiren ist alles andere als harmlos. Ich bin gerne bereit mich mit dem Minister zu unterhalten und diesen Zirkel aufzusuchen. Sollte es Grund zur Besorgnis geben, werde ich nach Hogwarts kommen, und mit Dumbledore und auch mit dem Minister sprechen. Sei ganz unbesorgt." Phyllida atmete erleichtert auf und drückte ihn fest an sich. Dann lachte sie erleichtert auf.
"Danke. Ich bin dir wirklich sehr dankbar. Wo möchtest du mit dem Minister sprechen? Wie wäre es in meinem Arbeitszimmer? Er wird jeden Moment da sein?"
Gabriel nickte fröhlich und sah Viktoria warmherzig an. Er löste sich von Phyllida und ging zu ihr, um sie in seinen Arm zu nehmen und liebevoll an sich zu drücken.
"Ich weiß, es war unverzeihlich, daß ich dich über das alles hier im Unklaren gelassen habe, aber es ging alles so schnell. Bitte sei mir nicht böse. Viktoria, ich denke es ist besser, wenn ich diesen Minister alleine spreche. Ich denke Phyllida wird dir gerne das Haus zeigen und ein wenig mit dir plaudern. Ich verspreche dir, es wird nicht lange dauern. Ich weiß du fühlst dich in Phyllidas Nähe wohl. Außerdem gehe ich ja nicht weg, ich bin gleich nebenan." Er gab ihr einen sanften Kuss und löste sich von ihr, als es deutlich an die Tür klopfte. Phyllida lief aufgeregt an die Tür und er folgte ihr leise, Viktoria nocheinmal kurz ansehend und ihr eine Kusshand zuwerfend.
"Bis später mein Herz."
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BeitragThema: Re: Schottland; Inver Farm   So Feb 26, 2012 8:14 am

Viktoria musste strahlen, als sie Phyllida strahlen sah: „Ja, das ist es. Dies ist Olivia und das ist unser Kleiner, Jason. Er ist ein richtiger Junge. Immer schmutzig, immer unterwegs und absolut nicht an der Schule interessiert. Aber ich kann ihm nicht böse sein, er hat so ein entwaffnendes Lächeln, er wickelt mich einfach um seinen kleinen Finger.“ Sie schaute zu Gabriel, der ihr zuzwinkerte. Wie sollte sie das jetzt deuten? Sie war sich nicht sicher und so dachte sie sich, dass Jason anscheinend genau so war wie er. Sie stellte sich vor wie er als kleiner Junge ausgesehen hatte, vielleicht wie dieser Junge, oder genauso wie jetzt nur eben jünger? Plötzlich hörte sie die aufgeregte Stimme der Frau: „Lieber ich muss dir noch etwas sagen und ich bitte dich nicht böse zu sein. Unser Direktor Albus Dumbledore, der wie du weißt ein sehr gerechter und hochangesehener Magier ist, hat zugestimmt, dass in der Nähe von Hogwarts in Fort Williams ein Vampir Zirkel siedeln darf. Wir alle waren skeptisch und Angus Bloomcattle unser Minister für Magische Geschöpfe hatte eine längere Unterredung mit Dumbledore. Dumbledore sagt, diese Vampire - es sind NEUN! Du liebe Güte NEUN! - sie seien harmlos. Gabriel, du weißt ich bin nicht ängstlich, aber ein Zirkel von NEUN kann nicht harmlos sein. Sie könnten in einer Stunde an einem Samstag, wenn die Schüler nach Hogsmeat gehen....bitte verzeih mir, aber auch meine Kollegen sind in hellem Aufruhr. Wir vertrauen Dumbledore, aber auch er wird alt. Vielleicht hatte dieser Anführer des Zirkels eine Gabe, die ihn blendet. Du hast mir erzählt, dass sie solche Gaben haben können. Gabriel, Dumbledore hat zugestimmt, dass das Ministerium diesen Zirkel überprüft. Er möchte jedoch nicht, dass sie an seinem Wort zweifeln, also habe ich vorgeschlagen, dass Bloomcattle dich hier treffen könnte und ...naja, du weißt schon. Du könntest sie doch unverbindlich besuchen. Bloomcattle wird gleich da sein. Bitte versteh mich und sei mir nicht böse. Ich weiß ich....“ Viktoria schluckte, sie kannte den Zirkel: Alice, Edward, Bella, Carlisle, Esme, Emmett, Rosalie, Jasper und noch jemand, den sie nicht gesehen hatte, aber gerochen. Sie waren nett, er hatte sich geändert und sie wollten doch nur in Ruhe sein! Bevor sie sprechen konnte antwortete der Mann schon: „Phyllida, du musst dich nicht rechtfertigen. Du hast vollkommen recht. Ein Zirkel von neun Vampiren ist alles andere als harmlos. Ich bin gerne bereit mich mit dem Minister zu unterhalten und diesen Zirkel aufzusuchen. Sollte es Grund zur Besorgnis geben, werde ich nach Hogwarts kommen, und mit Dumbledore und auch mit dem Minister sprechen. Sei ganz unbesorgt.“ Voller Erleichterung nahmen sich die Beiden in den Arm und sie lachte danach. Die Vampirin musterte das Spiel, die Beiden schienen vertraut, könnten Cousine und Cousin sein, doch eigentlich war er wahrscheinlich ihr siebenmaliger Urgroßonkel. Dankend meinte die Frau: „Danke. Ich bin dir wirklich sehr dankbar. Wo möchtest du mit dem Minister sprechen? Wie wäre es in meinem Arbeitszimmer? Er wird jeden Moment da sein?“ Der Vampir nickte leicht und sah seine Begleitung. Leise schritt er auf sie zu und nahm diese dann in den Arm. Sie fühlte sich wohl in seinen Armen und wollte es einfach genießen. Gabriel flüsterte ihr ins Ohr: [i]„Ich weiß, es war unverzeihlich, dass ich dich über das alles hier im Unklaren gelassen habe, aber es ging alles so schnell. Bitte sei mir nicht böse. Viktoria, ich denke es ist besser, wenn ich diesen Minister alleine spreche. Ich denke Phyllida wird dir gerne das Haus zeigen und ein wenig mit dir plaudern. Ich verspreche dir, es wird nicht lange dauern. Ich weiß du fühlst dich in Phyllidas Nähe wohl. Außerdem gehe ich ja nicht weg, ich bin gleich nebenan.“ Sanft berührten sich die Lippen der Beiden und er lies die Umarmung ausklingen. Inzwischen hatte es laut an der Tür geklopft. Sie hielt ihn noch kurz und hauchte ihm ins Ohr: „Gabriel, dass sind nette Vampire! Sie sind ein goldäugiger Zirkel – Tierbluttrinker!“ Er nickte, ging dann zur Tür, wo ein dicklicher Mann schon eingetreten war. Er wendete sich ihr nochmals zu und säuselte: „Bis später mein Herz.“ Nach einer Kusshand, die er ihr zuwarf verschwand er in dem Arbeitszimmer.

Viktoria schlich durch das Anwesen und trat in die Küche ein. Sie war seit Jahren nicht mehr so nostalgisch gewesen. Phyllida kam wieder herein und schien etwas gestresst zu sein. Sie nuschelte leise vor sich hin, doch als Vampirin verstand sie sie trotzdem: „Ich muss noch einen Kuchen backen, der Garten! Wie soll ich dass nur noch alles schaffen.“ Die Hexe seufzte und kramte in ihrer Schublade nach etwas, schließlich hatte sie es gefunden: einem Mixer. „Ich könnte dir helfen, ich esse zwar keinen Kuchen, doch backen kann ich.“, meinte die Vampirin freundlich. Wieder erinnerte sie sich an die Farm, natürlich war sie eine Sklavin gewesen, doch da sie sich nicht erinnerte, konnte es sie ja nicht stören! Die rundliche Frau meinte leicht weinerlich: „Das würdest du tun? Es soll wirklich nur ein einfacher Rührkuchen werden, die Kinder nehmen das so gerne in den Zug mit. Du würdest mir so viel abnehmen.“ Das letzte flüsterte sie wieder in ihren nicht vorhandenen Bart. Hektisch gab sie der Frau ein Rezept und stellte ihr eine Backform und ein paar Schüsseln hin. Seufzend verschwand die Mutter in den Garten und Viktoria atmete tief durch, sie erinnerte sich nicht daran, jemals einen Kuchen gebacken zu haben, mit ein paar Maori hatte sie öfters Brot gemacht, aber Kuchen nicht. Aufmerksam las sie das Rezept und holte Butter aus dem Kühlschrank. Schnell heizte sie den Backofen auf 180° vor, obwohl sie es fast vergessen hätte. Mit einer Wage teilte sie 300g von der Butter ab und tat diese in kleinen Stückchen in die größte Schüssel. Einen Teil der übrigen Butter benutzte sie zum einfetten der kleinen runden Backform. Fast schon bekannt rührte sie das Material schaumig, streute hin und wieder etwas Zucker dazu, damit es besser zerging. In zwei kleinen Schalen trennte sie vier Eier auf und mischte das Eigelb in die Buttermasse. Das Eiweiß schlug sie zusammen mit 200g Zucker zu Eischnee, es sah wirklich aus wie Schnell, bloß bestand es eben nicht aus Wasser. 300g Mehl mischte sie nun in die goldgelbe Mischung. Sie war sich nicht sicher, ob so etwas wirklich schmecken konnte. Lächelnd hob sie den Schnee unter und gab den Kuchenteig dann in die Form. Mit zwei Handschuhen stellte sie den ungebackenen Kuchen nun in den Backofen. Die Eieruhr drehte sie nun auf, 30 Minuten müsste sie warten. Erleichtert, dass sie das gemeistert hatte wusch sie die benutzen Gegenstände ab.

Währenddessen dachte sie über eine Familie nach. Sie stellte sich vor wie sie und Gabriel Kinder hätten und Enkelkinder. Sie könnten niemals auf einer Veranda sitzen, dem Sonnenuntergang zu sehen und sich mit 80 Jahren über das Lachen ihrer Nachkommen freuen. In dieser Existenz war es einem verwährt solches Glück zu empfangen, in dieser Existenz hatte man Glück jemanden zu finden den man liebte. Manche Vampire sprachen von Seelenverwandtschaft, ob es das wirklich gab wusste sie nicht, als Vampir empfand man die Liebe einfach anders, so dachte sie zumindest darüber. Schneller als erwartet hatte sie alles wieder aufgeräumt, doch wenn sie ihren Gedanken nach hing war schnell mal einige Zeit vergangen.

Die Eieruhr meldete sich und vorsichtig holte sie den Kuchen aus dem Ofen. Nach dem öffnen der Form roch sie den starken Geruch von gebackenen Lebensmittel. Sie, wie alle Vampire, konnte den Geruch nicht leiden. Andererseits mochten Menschen kein Blut, so veränderte sich eben alles. Sie hoffte, dass er gut gelungen war und stellte ihn auf einem Teller auf das Fensterbrett. Das hatte sie mal in einem Film gesehen, es war zum Auskühlen. Nachdem sie die Form gereinigt hatte und die Küche wieder blitzblank war kam Phyllida herein. „Der ganze Garten riecht nach dem Kuchen! Der sieht so schön aus“, meinte die Hexe über glücklich. Sie seufzte als sie etwas des Geruches einfangen konnte und Viktoria lächelte stolz. Freundlich meinte sie: „Danke. Es hat mir Spaß gemacht, sonst hat man ja nicht die Möglichkeit.“ Vikki wurde gebeten sich zu setzen, an einen kleinen Küchentisch mit nur drei Stühlen. Die Dame setzte sich mit einem Kaffee zu ihr und schaute auf die Uhr. Geschockt meinte diese: „Schon 12Uhr! Wie die Zeit verfliegt.“ Sie schüttelte den Kopf und die Vampirin musste leise lachen, für sie waren zwei Stunden nichts, gar nichts, sie hatte die dunkle Ewigkeit noch vor sich, doch vielleicht nicht alleine. Einen kurzen Moment dachte sie darüber nach Phyllida nach Gabriel zu fragen, doch entschied sich dagegen. Sie wollte seine Vergangenheit von ihm erfahren und nicht von einer Verwandten. Die Beiden Frauen unterhielten sich trotzdem über alles und jeden. Über Blumen und Leute und und und... Eine Tür öffnete sich und die Ältere sprang auf und wie Viktoria mithören konnte, verabschiedete sie den Minister. Gemeinsam mit Gabriel kam sie wieder in die Küche. Die Jüngere schaute nun fragend, denn sie wollte wissen, was nun heraus kam. Verwundert stellte sie nun fest, dass sie die ganze Zeit keinen Ton gehört hatte, dass deutete darauf hin, dass das Haus sehr gut gedämmt war, oder ein Zauber im Spiel war.

(((Das Rezept: http://www.chefkoch.de/rezepte/1109001216985506/Ruehrkuchen.html )))

tbc.: Fort William - Außerhalb - Hotel


Zuletzt von Viktoria von Baden am Mo Feb 27, 2012 8:01 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Schottland; Inver Farm   So Feb 26, 2012 9:38 am

Minister Bloomcattle schwitzte unangenehm. Gabriel war versucht eines der Fenster aufzureißen, da der beißende Geruch ihn mehr als störte. Aber das wäre unhöflich gewesen. Schließlich schwitzte der arme Kerl einzig und allein wegen seiner Anwesenheit.

Das Gespräch verlief zäh. Bloomcattle war nicht geneigt Dumbledore zuzustimmen und war einzig unter dem Vorwand gekommen diesen Zirkel wieder aus der Nähe von Hogwarts zu verbannen.
Gabriel hatte aufgrund von Viktorias Bemerkung eine Ahnung und löcherte den armen Minister, ihm mehr Details über diesen Zirkel zu geben.
"Aber ich sage ihnen doch, daß ich keine Details habe. Dumbledore ist ein fürchterlich eigenbrödlerischer Mann. Er sagte, er habe mit diesem Dr. Cullen gesprochen und er sei überzeugt, daß diese Kreaturen sich an die mündliche Vereinbarung halten würden. Außerdem weigert er sich strickt dagegen zusätzliche Auroren zum Schutz der Kinder in Hogwarts zu etablieren, die auf Vampirabwehr spezialisiert sind. Sollte etwas passieren, dann werde ich Dumbledore zur Rechenschaft ziehen, davon können sie ausgehen."
Gabriel hatte nur geschmunzelt. Dr. Cullen? Er überlegte fieberhaft, ob er diesen Namen schon einmal gehört hatte, aber er sagte ihm nichts. Viktoria vertraute ihnen, das war ihm eine mehr als wichtige Aussage. Viktoria war vorsichtig und absolut friedliebend. Sie würde ihm derartiges nicht unüberlegt oder fahrlässig sagen. Er wollte sich auf ihr Urteil verlassen.

"Auch ich halte ihre Besorgnis für absolut überzogen. Vampire haben durchaus einen Sinn für Ehre, und wenn sie derartige Vereinbarungen eingehen, dann halten sie sich daran. Aber ich werde mich mit ihnen in Verbindung setzen und ihnen dann über Dumbledore eine Nachricht schicken. Sie sollten wirklich nicht so nervös sein mein Guter, daß ist nicht förderlich für ihre Gesundheit."
Bloomcattle hatte Viktoria nicht bemerkt, was ein Segen war, denn nun verlangte er noch zu erfahren, wo sich Gabriel in den letzten Monaten aufgehalten hatte, und ob es irgendwelche besorgniserregenden Vorkommnisse gäbe. Er beantwortete alle Fragen mehr oder weniger offen und war froh, als der dicke Mann sich endlich entschloss sich zu verabschieden.
Phyllida brachte ihn zur Tür und beide sahen sich erleichtert an, als er vor der Tür aparierte.

Sie gingen in die Küche zurück wo die beiden Frauen an einem Tisch gesessen hatten. Gabriel hielt die Luft an, zeigte aber nicht wie ihn dieser Gestank anekelte, sondern lächelte Viktoria zu.
Phyllida ging launig vor ihm und plauderte erleichtert.
"Viktoria hat einen ganz wunderbaren Kuchen gebacken und somit konnte ich mich dem Garten widmen. Er musste dringend noch entgnomt werden, bevor ich wieder arbeite. Sie war mir eine große Hilfe."
Gabriel zog die Augenbrauen hoch, nahm Viktorias Hand und küsste sie leicht.
"Du backst Kuchen? Das sind ja tolle Angewohnheiten. Nun zumindest kannst du darauf hoffen, daß ihn hier jemand essen wird. Komm ich zeig dir noch den Garten. Phyllida, warum lüftest du die Küche nicht ein wenig?" Er blinzelte Viktoria an und zog sie hinter sich her in den üppigen Garten, indem viele verschiedene sehr fremdartige Pflanzen wucherten.

"Hey, sieh mich nicht so an. Ich habe dem Minister versprochen, diesem Zirkel einen Besuch abzustatten, mehr nicht. Ich habe nicht die Absicht ihnen Schwierigkeiten zu machen. Wenn du sagst, sie sind harmlos, dann vertraue ich dir. Trotzdem muss ich sie aufsuchen, es ist einfach Teil meiner Vereinbarung mit der Zauberergemeinschaft." Er küsste sie sanft und zog sie in eine innige Umarmung.
"Obwohl ich eigentlich gerne noch einige Zeit mit dir alleine wäre. Ich möchte dir noch so vieles zeigen, so vieles erzählen. Lustig, obwohl ich ein Vampir bin, habe ich das Gefühl keine Zeit zu haben, um mich dir besser zu erklären. Um dich besser kennen zu lernen. Es ist absolut verrückt!" Er lachte leise und glücklich.

Im Haus polterte es und die beiden sahen erschrocken auf. Gabriel zog Viktoria schnell hinter sich her und blieb in der Küche aprubt stehen.
"Gabriel, schön dich noch anzutreffen. Ich muss gestehen ich hatte es insgeheim gehofft, da Phylli dir etwas schenken wollte. Oder hat sie schon?"
Ein sehr schmaler großer Mann mit struppigen aschblonden Haaren, unzähligen Sommersprossen und einem äußerst lustigen Gesichtsausdruck stand mit einem Karton bewaffnet in der Küche.
"Nein habe ich nicht. Ich sage dir doch Bloomcattle hat ihn fast zwei Stunden in Beschlag genommen."
"Ach Bloomcattle diese Weichbirne. Der hat ja sogar Angst vor Hinkepanks. Er beherrscht seine Verteidigungszauber nicht, daß ist sein Problem. Wie dieser Mann Minister werden konnte ist mir schleierhaft.
Komm Gabriel, sieh mal. Wir dachten uns, weil du uns bei deinem letzten Besuch so geholfen hast, wollten wir uns gerne revanchieren. Es ist wirklich nur eine Kleinigkeit, aber vielleicht könnte sie für dich nützlich sein." Gabriel sah Phyllidas Mann Gordon amüsiert an und trat Viktoria immer noch an der Hand haltend näher.

"Schön auch dich zu sehen Gordon. Darf ich dir meine Begleitung vorstellen? Viktoria. Viktoria das ist Phyllidas Gatte, Gordon." Die beiden reichten sich die Hände, wobei Gordon geradezu vor Neugier auf Viktoria zusprang.
"Ja, das ist doch mal eine Neuigkeit. Aber dann ist das Geschenk umso passender, was meinst du Phylli?" Gordon stellte den Karton auf den Tisch und packte ihn selbst aus. Gabriel grinste nur und zwinkerte Viktoria zu. Gordon zog eine schlichte fast quadratische Tasche aus schwarzem matten Leder mit einem schönen breiten Schulterriemen hervor. Die Tasche hatte die Größe einer Collegetasche, in einem ausgesprochen klassischen aber modernen Design.
"Ich habe sie bei den Muggeln gekauft, die Dame in dem Geschäft meinte, es sei derzeit bei Herren absolut angesagt solche Taschen zu haben. Und, naja ich hab sie für dich besprochen." Er sah Gabriel begeistert an und erwartete offenbar eine Reaktion, doch Gabriel wusste nicht, warum er diese Tasche besitzen sollte.

"Sie ist wirklich sehr ansprechend. Vielen Dank ihr Beiden." Gordon stieß Phyllida in die Seite.
"Er hält uns für verrückt. Was soll er auch mit einer Tasche. HAHAHA!" Gordon klopfte Gabriel auf die Schulter und legte die Tasche auf den Tisch.
"Also. Diese Tasche wurde mit mehreren Zaubern belegt. Als erstes ist es eine Tasche, die nur du öffnen kannst. Ich werde deinen Handabdruck darauf speichern. Wenn du deine Hand darauf legst, dann öffnet sie sich. Ansonsten könnte nicht einmal ein Vampir sie zerreißen. Sie ist absolut wasserdicht. Ja und sie ist mit einem Raumzauber versehen. Pass auf." Er zog den Reißverschluss auf beiden Seiten auf und klappte die Tasche auseinander. Sie lag jetzt wie ein langes Band auf dem Tisch. Innen hatte sie mehrere kleine Seitenfächer und größere Unterteilungen. Er nahm diverse Dinge aus der Küche und schob alles in die Fächer. Tassen, Teller, eine Jacke, ein Stapel Handtücher, alles verschwand in den Fächern. Dann klappte er sie zusammen und stellte sie auf den Tisch.

Viktorias Augen wurden riesengroß und sie stand nur staunend vor diesem Ding. Gabriel kicherte.
"Das ist ausgesprochen praktisch, in der Tat Gordon ein sehr nützliches Geschenk für einen Nomaden wie mich. Ich bin mehr als überrascht und sehr, sehr dankbar. Darf ich etwas derartiges besitzen Phyllida?"
Phyllida lehnte sich an ihren Mann und lächelte.
"Natürlich darfst du. Du bist nicht der einzige Vampir, der Kontakt zu unserer Gemeinschaft hat und Gegenstände von uns nutzt. Du kannst damit ja keinen Schaden anrichten. Ich dachte halt, da du kein Haus hast, wäre es praktisch, wenn du zumindest einen Schrank hättest indem du Kleidung zum wechseln und vielleicht einige deiner geliebten Bücher mitnehmen könntest. Und da du ja nun Viktoria bei dir hast, wird sie sicherlich froh sein auch einige Dinge darin aufbewahren zu können. Die Tasche wird übrigens nicht immer schwerer, denn auch das Gewicht hat Gordon beeinflusst. Du könntest wahrscheinlich deine Jahresgarderobe da unterbringen, das wäre kein Problem." Gabriel war mehr als gefangen von der unscheinbaren Tasche und umarmte die beiden dankbar. Gordon forderte ihn auf seine Hand auf die Vorderseite zu legen und zückte seinen Zauberstab. Dann sprach er einige Formeln und lächelte.
"Wenn du sie aufmachen willst, musst du erst deine Hand auf die Vorderseite legen und 'aperio' sagen. Wenn du sie schließen möchtest legst du erneut deine Hand auf und sagst 'fermento'. Verstanden?" Gabriel nickte angetan. Dann sah er zu Viktoria und nahm ihre Hand, führte sie zu der Tasche und legte sie auf die Vorderseite.
"Gordon, könntest du das auch für Viktoria tun, damit sie die Tasche auch ohne mich öffnen kann?" Viktoria sah ängstlich auf den Zauberstab und dann zu Gabriel.
"Keine Angst, es passiert nichts, du merkst es gar nicht." Gordon grinste und wiederholte die Prozedur.

Gabriel bedankte sich nochmals bei Phyllida und versprach ihr, sich bei ihr zu melden, wenn er Dumbledore aufsuchen würde. Als sie das kleine Haus hinter sich gelassen hatten hielt er an und sah in die nahe Abenddämmerung hinaus. Gabriel überlegte, was er jetzt tun wollte. Er drehte sich zu Viktoria und zog sie in den Schatten eines Baumes, um sie an sich zu ziehen und genießerisch ihren Duft einzuatmen.
"Was wünschst du dir? Sollen wir in die nächste Stadt einkaufen gehen und unseren neuen Schrank füllen, oder möchtest du lieber in ein nettes Zimmer und mich alle Fragen fragen, die mir aus deinen Augen entgegen leuchten? Du musst so unsagbar verunsichert sein, nach dieser Begegnung und es tut mir wirklich leid. Ich will es wieder gut machen. Bitte sag mir, was du dir wünschst?" Er hatte mit seiner Hand leicht die Konturen ihres Halses nachgefahren und strich nun verspielt durch ihre Haare, die ihn so faszinierten. Wunderschöne, glänzende dunkle Haare. Er könnte auch für den Rest des Abends und die ganze Nacht hier stehen und sie einfach nur betrachten und vorsichtig berühren. Er wollte einfach nur ihre Gegenwart genießen. Sie begann ihm wichtig zu werden, auf eine sehr anregende und interessante Weise.

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