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 Altes Klassenzimmer

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Severus Snape the first
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BeitragThema: Altes Klassenzimmer   Sa März 24, 2012 9:46 am

Cf.: Haus Slytherin – Gemeinschaftsraum

Schweigend, wie ein dunkler Schatten folgte Severus der Black, dessen Augen, wie er wusste, nun voller Vorfreude glitzerten. Sie starrten dunkel aus ihren Höhlen, bedrohlich, tödlich. Wie der einer Schlange würde ihr Blick nun über die Schüler huschen, langsam und gemächlich in der Auswahl ihrer Beute und dann… wenn sie diese erst einmal gefunden hatte gab es kein Entkommen. Sie machte ihrem Haus alle Ehre und dieser Gedanke ließ den jungen Snape ein boshaftes Grinsen auf seine Lippen zeichnen.
Er hatte sich verändert. Früher wäre es ihm nie in den Sinn gekommen, kleine wehrlose Kinder zu quälen, sie in den Abgrund des Todes und der Angst blicken zu lassen, nur um dann ihr Gedächtnis zu manipulieren. Ja früher hätte er das als falsch und schrecklich angesehen. Als barbarisch und grausam. Doch jetzt, wo er doch schon so viele Qualen selbst durchlitten hatte, nun war es ihm gleich. Es bereitete ihm eine unbändige Freude zu sehen, wie sie sich unter seinen Zaubern wanden und um Gnade flehten. Die Angst in ihren Augen gegen das Lachen auf seinem Gesicht. Es gab ihm das Gefühl von Macht und Stärke. Und er wusste, dass es Lily ganz und gar nicht gefallen würde, wenn sie das mitbekäme. Sie hatte sowieso eine riesengroße Abneigung gegen seine Freunde. Doch inzwischen diskutierte er mit ihr darüber nicht mehr. Es endete doch nur im Streit. Wie jedes Mal, wenn sie auf solche Themen zu sprechen kamen. Die unbeschwerten Tage von früher waren vorbei. Wegen … ihm. Sofort kehrte die Wut mit voller Wucht zurück. Vergessen waren die kurzen, sentimentalen Gedanken. Irgendwann würde er sich an ihm rächen, an diesem arroganten Mistkerl, der alles vor seinen hoheitlichen Hintern getragen bekam, wenn er einem seiner Lakaien nur einen schiefen Blick zuwarf. Der Schwarzhaarige schnaubte verächtlich. Wie konnte man nur so schrecklich sein?

Endlich waren sie angekommen. Auf einem Gang, der unweigerlich zum gryffindor’schen Gemeinschaftsraum führte und den die kleinen Kinderchen am liebsten nahmen, da es auf diesem Wege kaum eine der richtungswechselnden Treppen gab. Der perfekte Ort, um ein Vergehen zu planen, wie es die beiden Slytherins jetzt vorhatten. Als Bellatrix auf eine Statue eines sehr alten und gebrechlichen Zauberers deutete, nickte er nur und verschmolz mit dem Schatten in der Wand. So lief es immer ab. Die Black köderte die kleinen Jungen oder Mädchen und er sorgte dafür, dass sie niemand dabei sah. Denn das musste man ihr lassen, die Nummer der besten Freundin hatte sie wirklich gut drauf – noch ein Grund, warum er so an ihrer Freundschaft gezweifelt hatte, doch davon genug. Auch jetzt hatte sie ein freundliches Lächeln aufgesetzt, hatte vertrauensvoll den Kopf schief gelegt und ihre Augen wurden groß. Nur wenn man sie kannte und genau aufpasste sah man, dass sich die Boshaftigkeit in ihrem Blick sich nicht veränderte. Das hatte sie aber auch nicht nötig, denn diese naiven Dinger schauten nie so genau hin. Sie waren genauso dumm wie Potter und fast alle Gryffindors. Das war kein Mut. Das war purer Leichtsinn.
Sie mussten sich nicht lange gedulden, denn schon kam eine kleine Gruppe von großspurigen Zweitklässlern, die dachten, dass sie die Könige waren, nur weil bei ihnen langsam der Bartwuchs einsetzte. Und – oh glücklicher Zufall – einer von ihnen sah Potter verdächtig ähnlich. Diese schwarzen, strubbeligen Haare, die vor Schalk aufblitzenden Augen und der selbstüberzeugte Gang, der jedem deutlich machte, dass er viel zu viel von sich hielt.
Severus blendete das Gespräch von Bellatrix und dem Winzling aus, vielmehr besah er sich sein Buch noch einmal genauer. Es war wirklich perfekt getarnt, auch nach über 24 Stunden konnte man nicht sehen, dass der Zauber nachließ. Immerhin etwas, dass hier richtig gemacht wurde. In dem Wissen, nicht entdeckt zu werden, denn die Jungen waren viel zu sehr damit beschäftigt zu sehen, ob ihr toller Kumpel die große böse Hexe fertig machte, schlug er es auf und besah sich die einzelnen Zauber. Für ihn als Eigentümer verlor der Tarnzauber seine Wirkung. Bloß jene, die nicht wussten, was dies genau für ein Buch war, denen blieb auch der Inhalt gänzlich verborgen. So aber konnte er die Seiten überfliegen. Ein um die andere Grausamkeit war darin zu finden, jedoch waren viele Flüche so folgenschwer, dass ein einfacher Gedächtniszauber wohl kaum ausreichend wäre. Denn was half ein gelöschtes Gedächtnis, wenn der Körper am Ende voller Blut troff? Enttäuscht schüttelte der Snape den Kopf und blätterte weiter, murmelte leise einige Formeln vor sich hin – und fand schließlich, wonach er gesucht hatte. Schnell besah er sich die Verwünschung und schmunzelte, vermerkte die Seite und ließ das Buch in seinen Umhang gleiten. Perfekt auf Stichwort. Die Gruppe war weitergeschlurft und Bellatrix ging nun Hand in Hand mit dem Kleinen auf einen alten Klassenraum zu, nicht ohne ihm noch einmal einen bedeutungsschweren Blick zuzuwerfen. Als ob das nötig wäre! Er wusste auch so, was er nun zu tun hatte. Mit einem schnellen Schlenker seines Zauberstabs und einem gemurmelten Spruch wirkte er einen Schweigezauber über den Raum, sodass kein Geräusch nach außen dringen würde. Ein weiterer Zauber verhinderte ungebetene Gäste und ein dritter würde sie warnen, sobald jemand der Türe zu nahe kam, damit sie offensichtliche Spuren verschwinden lassen konnten. Dann folgte er den beiden in den Raum – und ließ die Tür mit einem Krachen ins Schloss fallen, verriegelte sie und bestärkte das alles noch einmal mit einem weiteren Zauber.
„Lass uns anfangen.“ Als er den Blick hob sah er gerade noch, wie das süße Lächeln von ihrem Gesicht verschwand und Zorn und Sadismus dort erschienen. Auch der Junge schien zu begreifen, dass das hier alles andere als ein Spaß war, doch er schien genauso dumm wie jeder von ihnen. Er zog seinen mickrigen Zauberstab und zielte, feuerte einen schlechten Schockzauber auf sie ab, der Bellatrix um drei Meter verfehlte. „Was meinst du“, begann Severus nun und seine Stimme war um zwei Oktaven gesunken, hatte einen dunklen, bedrohlichen Ton angenommen, „sollen wir ihn versuchen lassen, zu kämpfen, oder nehmen wir ihm gleich sein Holzstöckchen ab?“ Er lachte leise und der Ton ging durch Mark und Bein. Zufrieden sah er, wie der Arm des Jungen zu zittern begann und er brauchte nichts zu tun, als ihn anzustarren und der Zauberstab fiel dem Wicht schon von ganz allein aus der Hand. „Oh, na sieh mal einer an. Tz tz tz. Da sind wir doch nicht so mutig, was?!“ Langsam ging er auf ihn zu, umkreiste ihn einmal, wie ein Tiger seine Beute. „Das kleine Löwenkind – in die Enge getrieben.“ Dass dieser Schwächling wie Potter aussah, machte alles nur noch umso besser. Die Worte knallte Severus dem Jungen ins Gesicht und statt ihm sah er einen kleinen, bebrillten Jungen vor sich, mit dunklen Augen und einem arroganten Grinsen, welches ihm langsam verging.
Ganz plötzlich richtete Severus sich auf und trat von ihm zurück. Unbeirrt holte er sein Buch aus der Tasche und schlug die Seite auf, auf der jener Fluch stand, den er nun gleich benutzen würde. Er wusste nicht recht, ob es klappen würde, doch selbst wenn es schief ging… er hatte schließlich alle Zeit um zu üben. Ein erneutes Lachen, diesmal hell und klar, wie zersplitterndes Glas. Dann zückte er seinen Zauberstab, richtete ihn langsam auf den Jungen und sprach mit klarer, durchdringender Stimme: „Invenio Terrorum!“ Es war kein Blitz, der aus dem Stab schoss, sondern ein sanfter, schwarzer Nebel, welcher langsam über den Boden kroch, auf den Gryffindor zu, der langsam zurückwich, bis die Wand ihm keinen Ausweg mehr bot. Immerhin schrie er nicht, das taten sie manchmal, wenn sie sich Hilfe erhofften. Ein kluger Junge. Er brauchte seine Energie gleich noch zum Schreien. Wie ein durchsichtiges Tuch umfing der Rauch den Jungen, zog sich langsam aber sicher immer enger um seinen Körper, bis es wie ein perfekter Kokon aussah, genau an seine Konturen angepasst. Und dann, ganz plötzlich, durchdrang der Nebel die Haut und kroch in sein Innerstes. In stummer Konzentration lenkte Severus den Zauber, erhielt ihn aufrecht, sodass er perfekt wurde. Sie würden noch einige Sekunden warten müssen, bis er sich direkt in das Herz des Gryffindors eingeschlichen hätte, dort, wo die größten und schlimmsten Ängste wohnten, dort wo die nie ganz verheilten Narben zu finden waren, die ihm vergangene Gräueltaten zugefügt hatten. Oh, er würde leiden. Jedoch nicht körperlich, nein… viel schlimmer.
Mit einem leisen Flimmern erschien eine Gestalt im Zimmer, eine junge Frau mit langen, schwarzen Haaren und braunen Augen, in denen früher wohl einmal ein Feuer geglüht hatte, nun aber erloschen war. Man erkannte, dass sie nicht echt war, nur eine Illusion der Gedanken des Jungen, doch wenn man wie er im Nebel gefangen war, konnte man Realität und Halluzination nicht mehr auseinanderhalten. „Luise!“, entfuhr es ihm und Severus erkannte, dass es seine Schwester war, die er da vor sich sah. Langsam, ganz langsam kam sie auf ihn zu. „Du hast mich allein gelassen… du hast mich sterben lassen.“ Ein Schritt, noch ein Schritt, dann stand sie direkt vor ihm. „Du hast zugelassen, dass er mich tötet…“ Ein heller Blitz, unverkennbar der Imperio-Fluch und ihre Augen wurden leer. Leblos bewegten sie sich in ihren Höhlen.
„Nein! NEIN!“ Es war eine große Angst, eine schreckliche Tortur, die er dort durchlitt. Doch sie kratzten nur an der Oberfläche. Er war noch lange nicht gebrochen. Mit einem schnellen Schlenker seines Zauberstabes ließ Severus die Frau verschwinden, betrachtete den Jungen, der schluchzend auf die Knie gesunken war und leise vor sich hinwimmerte.
„Willst du es versuchen?“, fragte Severus nun Bellatrix, die schon ganz verschmitzt auf das Häufchen elend blickte. Sie nickte und der Schwarzhaarige deutete auf eine Zeile im Buch, die zeigte, was sie zu tun hatte, um die grausamsten Geschehnisse hervorzurufen. War der Zauber erst einmal an seinem Ziel angelangt, musste man ihn nicht mehr kontrollieren. Erst, wenn man ihn zurückrief, würden die Qualen enden. Denn auch wenn sie gerade nichts sahen, so wusste der Snape doch, dass alle Fehler gerade vor dem inneren Auge des Jungen abliefen. Sie mussten nur ein paar Worte sagen, dann konnten sie diese miterleben.
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Bellatrix Black the first
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BeitragThema: Re: Altes Klassenzimmer   Fr Apr 06, 2012 9:47 am

Cf.: Haus Slytherin – Slytherin-Gemeinschaftsraum

Sie sah es in seinem Blick. Die Erkenntnis in der Falle zu sitzen. Den Entschluss sich zu wehren. Sie sah ihn seinen Zauberstab heben. Zielen. Und ein roter Lichtstrahl kam aus der Spitze des Stabes, der wohl einen von ihnen treffen sollte, doch er verfehlte sie um knapp drei Meter. Ihre Lippen verzogen sich zu einem bösartigen Grinsen, welches nur noch breiter wurde, als Severus anfing zu sprechen. „Was meinst du, sollen wir ihn versuchen lassen, zu kämpfen, oder nehmen wir ihm gleich sein Holzstöckchen ab?“ Seine Stimme war dunkel und bedrohlich geworden, tiefer als man es je erwartet hätte. So kannte sie Severus.
Als dieser anfing leise zu lachen, sah sie wie der Arm des Kleinen anfing zu zittern. Zufrieden hörte sie das leise Klackern des Zauberstabes, als er auf den Boden fiel. Nur durch Anstarren war der Knirps so eingeschüchtert worden, dass er noch nicht einmal mehr seine wichtigste Waffe halten konnte. Obwohl, in seinem Falle war es wohl eher ein selbstmörderisches Unterfangen mit dem Zauberstab umzugehen, als ein schützendes.
„Oh, na sieh mal einer an. Tz tz tz. Da sind wir doch nicht so mutig, was?!“ Bellatrix hielt sich zurück und beobachtete den Snape. Das hier war seine Show, sein Spiel. Wie ein Raubtier seine Beute umkreiste Severus den Jungen. „Das kleine Löwenkind – in die Enge getrieben.“
Die Schlange und das Löwenkind. Wie passend. Kein großer Löwe würde kommen und ihn beschützen. Niemand würde ihm hier heraushelfen, nein, er war ganz auf sich allein gestellt. Nun würde er lernen, dass er hier in Hogwarts nichts zu sagen hatte. Nicht das Recht hatte hier herum zu laufen, als ob ihm alles gehöre. Nein, dieses Recht gebührte allein ihnen, den wahren Schlangen.
Abrupt richtete Severus sich auf, trat von dem Jungen zurück. Als ob der Gryffindor nicht anwesend wäre, zog er das Buch aus der Tasche und schlug eine Seite auf. Bellatrix Hand zuckte, sie wollte wissen, was er vorhatte, welcher Fluch auf dieser Seite stand. Was passieren würde. Doch vor allem wollte sie, dass er endlich anfing. Seinen Zauberstab zog. Sie wollte den kleinen Jungen leiden sehen. Schreien. Betteln. Flehen. Severus’ Lachen signalisierte ihr, dass es soweit war. Es stand in krassem Gegensatz zu seinem vorherigen Lachen. Dieses war klar, hell und doch eiskalt und stechend. Dann hob sich sein Zauberstab. Langsam, fast bedrohlich. Bellatrix hörte seine Stimme, klar und durchdringend, als er den Fluch aussprach. „Invenio Terrorum!“ Jetzt konnte die Show beginnen. Sie trat ein Stück zurück, einerseits um Severus genug Platz zu lassen, andererseits um alles genau zu sehen, das Gesamtbild zu genießen. Doch statt des erwarteten Blitzes kam ein schwarzer Nebel aus der Spitze von Severus’ Zauberstab. Weich, sanft, wie Samt. Der Nebel kroch langsam auf den Gryffindor zu, der immer weiter zurückwich. Bis er gegen die Wand stieß und keinerlei Fluchtmöglichkeit mehr hatte. Sie hatte erwartet spätestens jetzt einen markerschütternden Schrei nach Hilfe zu hören, doch offenbar war der Kleine klüger als seine Mitschüler. Gut so, denn auch wenn Bella noch nicht wusste, welchen Fluch Severus sich ausgesucht hatte, eines war sicher: Es würden Höllenqualen werden und der Kleine würde seine gesamte Kraft zum Schreien brauchen.
Wie eine zweite Haut legte sich der Nebel um den Jungen, immer enger, bis er schließlich vollkommen eingehüllt war. Kurze Zeit blieb der Nebel so, dann ohne Vorwarnung drang er durch die Haut des Jungen, als ob er in die Haut hinein gesogen würde, immer weiter, bis schließlich äußerlich nichts mehr zu sehen war.
Nichts passierte. Severus konzentrierte sich zwar immer noch auf den Jungen, doch anscheinend klappte, was auch immer, nicht. Gerade wollte sie sich enttäuscht umdrehen um ihr eigenes Buch zu holen, als mit einem Flimmern, wie bei einer Fata Morgana, eine junge Frau erschien. Bella legte neugierig den Kopf schief, gespannt, was jetzt passieren würde. Doch nicht die Erscheinung agierte zuerst, es war der Junge. „Luise!“, entfuhr es ihm und die junge Frau bewegte sich langsam auf ihn zu. Schritt für Schritt. Quälend langsam. „Du hast mich allein gelassen… du hast mich sterben lassen.“ Nun stand sie direkt vor ihm. „Du hast zugelassen, dass er mich tötet…“ Das fing ja schon mal klasse an. Einen wirklich exzellenten Fluch hatte Severus sich da ausgesucht.
Ein heller Blitz, der Imperius-Fluch, und ihre Augen wurde leblos und leer. Sie verschwand. „Nein! NEIN!“ Es mussten wirklich Qualen sein, die er durchlitt. Und Bella gefiel es. Sie würden nicht aufhören, ehe er gebrochen war und das war er definitiv noch nicht. Breit grinsend beobachtete sie, wie der vorhin noch so hochmütige Gryffindor nun auf die Knie sank und anfing zu wimmern. Erbärmlich!
„Willst du es versuchen?“, fragte Severus und deutete auf die Zeile im Buch, die ganz klar beschrieb was der Fluch bewirkte. „Da fragst du noch?“, erwiderte sie und hob eine Augenbraue.
Als Außenstehender bekam man nicht alle bösen Details mit. Zum Beispiel, dass gerade in diesem Moment ohne ihr Zutun alle Fehler, die er je begangen hatte, vor seinem inneren Auge abliefen.
„Invenio Terrorum!“ Nun hatte sie die Fäden in der Hand. Den Schlüssel zu seinen dunkelsten Geheimnissen. Sollte sie erst mal klein anfangen? Sehen wie schwer ihm der unnötige Tod seiner Katze zusetzte? Oder gleich groß einsteigen. Bella entschied sich für das große Drama.
Ein kleiner Schlenker ihres Zauberstabes und eine hübsche, blonde Frau manifestierte sich direkt vor dem Jungen. „Jamie.“, sagte sie mit flehender Stimme, woraufhin er ungläubig den Kopf hob. „Mum?“ Die Frau machte einen Schritt auf Jamie zu, streckte die Arme aus, als wollte sie ihn umarmen. Doch plötzlich stand da eine zweite Person. Schwarze wuschelige Haare, unverkennbar der Vater des Jungen. Die großen Hände des Mannes schlossen sich um den Arm der Frau, zogen sie von dem Jungen weg, der gebannt und entsetzt die Szenerie verfolgte. „Jamie hilf mir!“ Der Schrei der Mutter ließ Bella lächeln. „Lass bloß deine dreckigen Finger von meinem Jungen und du“ Als der kalte Blick seines Vaters ihn traf begann der Junge zu zittern. „Bleib da sitzen und rühr dich nicht.“ Bella wusste was passieren würde. Es würde grausam werden.
Die Mutter warf Jamie verzweifelte Blicke zu. Dieser versuchte aufzustehen, doch etwas hielt ihn am Boden, ließ ihn nicht weg. Ihm liefen die Tränen nun in Strömen über das Gesicht. Er zitterte am ganzen Körper, denn es war einfach nur grausam, was sich da vor ihren Augen abspielte. Bella entwich ein begeistertes Lachen. Der Schatten-Vater hatte seine Schatten-Frau an den Haaren gepackt und angefangen sie anzuschreien. Diese versuchte sich zu wehren, doch gegen die Kraft ihres Mannes hatte sie keine Chance. „Ich habe nichts gemacht, ehrlich, da war nichts.“ Schattentränen rollten über ihre Wangen. Das Gesicht des Schattenvaters wurde kalt. „Ich habe genau gesehen wie Jimmy Nelson dich anschaut. Lüg nicht.“ Eine peitschende Bewegung seines Zauberstabes und ein langer Schnitt zog sich über das Gesicht der Schattenfrau. „Ich lüge nicht.“, erwiderte diese resigniert, doch mit einem Anflug Trotz in der Stimme. „Ich glaube daran, was ich sehe. Und ich habe gesehen, wie ihr euch angesehen habt. Diese heimlichen Blicke zwischendurch. Sag die Wahrheit!“ Als sie nicht antwortete hob er erneut seinen Zauberstab, doch es folgte kein weiterer Schnitt. „Crucio!“ Der rote Blitz traf die Schattenfrau direkt in die Brust und im selben Moment begann diese zu schreien. Ein Leuchten ging über Bellatrix Gesicht. Niemals hätte sie sich träumen lassen, dass es so fantastisch werden könnte. Das Szenario übertraf ihre kühnsten Träume. Ihre Augen wurden groß und alle Spannung fiel von ihr ab. Das einzige was blieb war ein entspannter und glücksseliger Ausdruck auf ihrem Gesicht.
Ein lauter Schrei beendete diesen Moment. Jamie. Er hatte begonnen nach seiner Mutter zu rufen, seinen Vater anzubrüllen, er solle von ihr ablassen, doch dieser dachte nicht einmal daran. Noch während seine Frau vom Cruciatus-Fluch gequält wurde, holte er ein Messer heraus und rammte ihr dieses in die Brust. Das Schreien der Schattenfrau endete abrupt, ebenso das Jamies. Sie war tot und er starrte entgeistert seinen Vater an, der sich nun mit den Messer in der Hand zu ihm umgedreht hatte. „Erzähl niemandem jemals hiervon.“
Die Leiche, das Blut und der Mann lösten sich auf. Ein Schlenker mit dem Zauberstab und der Fluch war gebrochen.
„Tja mein Lieber, hiermit hast du diese Anweisung wohl missachtet.“ Die Worte troffen nur so vor Hohn. Der Kleine war völlig am Ende, lag zitternd und heulend am Boden und starrte dorthin, wo eben noch die Schattenleiche seiner Mutter gelegen hatte. „So ein mutiger Löwe, was Severus? Konnte noch nicht einmal seine eigene Mutter retten. Saß einfach nur da und hat keinen Finger gekrümmt. Das nenn’ ich ein Löwenherz.“ Sie lachte kalt und höhnisch. Das hier hatte wirklich sämtliche vorhergehenden „Übungsstunden“ übertrumpft. Ein lauter Gong ertönte. Sie wandte sich zu Severus: „Ich denke, wir sind hier fertig. Sonst bleibt von ihm später gar nichts mehr übrig.“ Sie war sich des Ausdrucks in ihrem Gesicht bewusst, doch Severus kannte sie, da musste sie ihre Gefühle nicht verstecken. Selbst wenn es ihr möglich gewesen wäre, denn das Glück erfüllte ihren ganzen Körper und auf ihrem Gesicht war ganz deutlich die Zufriedenheit zu lesen, die es ihr brachte Menschen, Tiere, Lebewesen leiden zu sehen. Erneut richtete sie ihren Zauberstab auf den Jungen: „Amnesia!“ Zusammen mit dem gelben Strahl drang sie in seinen Kopf ein und wie mit Radiergummi löschte sie die Erinnerungen der vergangenen Stunde, bis zu dem Zeitpunkt an dem er um die Ecke zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum gegangen war und sie gesehen hatte. In seinem Gedächtnis hatte sie sich nie in diesem Korridor aufgehalten.
Bella zog sich aus seinem Kopf zurück und drehte sich wieder zu Severus um. „So das hätten wie. Unser Prinz Löwenherz hat sich in der letzten Stunde überall aufgehalten, nur nicht hier.“ Sie steckte ihren Zauberstab zurück in ihren Umhang. „Gute Wahl, ich hab’ mich lang nicht mehr so amüsiert.“ Ihre Lippen verzogen sich zu einem bösen Grinsen, während aus ihren Augen immer noch die sadistische Freude leuchtete.

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BeitragThema: Re: Altes Klassenzimmer   So Apr 08, 2012 9:41 am

Mit stummer Faszination beobachtete der schwarzhaarige Slytherin, wie nun Bellatrix ihren Zauberstab unheilverkündend hob und den Fluch noch einmal sprach. Nun hatte sie die Kontrolle über all die kleinen Sünden und Vergehen, über die dunkelsten Tage des kleinen, aufmüpfigen Gryffindorlöwen. Von dem Tag seiner Geburt an bis zu dieser Stunde hatte sie nun die Macht jedes noch so bedeutungslos schmerzhafte Ereignis heraufzubeschwären welches ihm die Seele zerriss. Und dabei zuzusehen wie er langsam aber sicher auch den letzten Rest seines jämmerlichen Stolzes verlor war Balsam für den jungen Slytherin. Ein diabolisches Lächeln hatte sich auf seine Lippen geschlichen und wollte nicht mehr verschwinden. Es begleitete die Tränen, die dem kleinen Jungen aus den Augen quollen, verhöhnte das Wimmern, welches ihm von Zeit zu Zeit entwich. Er war nicht mehr als ein kleiner Wicht, dem die wahre Welt gezeigt wurde. Die Augen des Snape blitzten freudig auf und er wandte sich zu Bellatrix, die soeben eine Erinnerung des Jungen heraufbeschworen hatte. Und es sollte die schmerzhafteste sein…
Kaum hatte die Black die letzte Silbe des Zauberspruchs verklingen lassen tauchte auch schon eine junge Frau vor ihren Augen auf. Ihre blonden Haare waren samten und fein, fielen ihr in sanften Wellen über die Schulter. Ihr Blick jedoch zerstörte das Bild ihrer Schönheit. Es lag eine unendliche Leere darin, Panik, Angst und doch ein kleiner Funken Trotz war darin noch zu erkennen. Ein kleines Licht, welches bewies, dass sie noch nicht ganz aufgegeben hatte, noch immer Widerstand leistete. Gegen was, sollte sogleich gezeigt werden.
Interessiert, wie bei einem guten Film, beobachtete Severus, wie der kleine Jamie seine Mutter anschrie, heulte und schlussendlich zusammenbrach ohne dass überhaupt etwas geschehen war. Erst nachdem er am Boden lag wie ein zitterndes Häufchen Elend erschien ein groß gewachsener Mann mit breiten Schultern und einem Blick aus Stahl. Seine wuscheligen Haare hatte er an seinen Sohn vererbt, die grausamen Augen leider nicht. Es hatte einen gewissen Reiz einfach nur zuzusehen, wie der Kleine litt, ohne dass die beiden Slytherins auch nur einen Finger krümmten. Sie standen nur da, als scheinbar unbeteiligte Zuschauer und doch konnten sie das Herz des Winzlings zum Brechen bringen. Sie waren ungesehene Marionettenspieler, die die unsichtbaren Fäden in den Händen hielten, ohne dass man sie bemerkte.
Lässig an eins der alten Pulte angelehnt betrachtete Severus die Szenerie, quittierte das rüde Verhalten des Mannes mit einem schiefen Grinsen und harrte der Dinge die da kamen, genoss die Hilferufe der jungen Mutter und verhöhnte den sonst so großen Gryffindor, der auf einmal ganz klein schien. Sein Wimmern war eine wahre Sinfonie für den Schwarzhaarigen, seine Tränen Aphrodisiakum. Ja, er hatte eine sadistische Ader und gerade kostete er sie in vollen Zügen aus. Das hier, gemeinsam mit Bellatrix, das hatte er gebraucht, um aus dieser Taubheit befreit zu werden, die ihn die Sommerferien über befallen hatte. Der Gedanke an die Schläge war vergessen. Denn hiermit zahlte er alles zurück. Und eines Tages würde er den Mut aufbringen auch gegen seinen Vater die Hand zu erheben. Und genau wie hier würde er auch jedes noch so kleine Zeichen der Reue in sich aufsaugen, daraus seine Kraft beziehen.
Beinahe gelangweilt warf Severus dem Schauspiel einen Seitenblick zu. Der Kleine war gebrochen, am Boden. Da war nichts mehr aus ihm herauszuholen. Er würde nur noch benommen am Boden liegen, ein unbrauchbares Bündel Dreck. Sein Stolz, sein Mut und sein Selbstbewusstsein waren ihm genommen worden. Jetzt hatte er nur noch seine Qualen, seine Angst. Das war ihr Ziel gewesen, der Rest war nur noch Showeffekt. Man musste jedes Theaterstück bis zum Ende laufen lassen und das taten sie hiermit. Ein wenig desinteressiert verfolgte der junge Slytherin das Geschehen, bis schließlich mit dem letzten Schrei das letzte bisschen Leben aus der jungen Frau entwich. Ein letzter Satz des Vaters und die Figuren ihres perfekt inszenierten Spiels lösten sich in Rauch auf. Ein kurzes Schnipsen mit dem Zauberstab und auch der Nebel war aus dem Körper des Jungen entwichen, verpuffte in der Luft zu Nichts. Was blieb war die verletzte Seele des Jungen. Die Veränderungen waren bemerkenswert. Vor wenigen Minuten noch mit gerecktem Kinn und hochnäsiger Stimme, nun zusammengekauert und schwach.
Gar nicht auf die Worte Bellatrix’ achtend lief Severus auf den kleinen Jamie zu, fixierte ihn mit seinen dunklen, schwarzen Augen, in denen ein Funkeln lag, das, wie er wusste, nun die Angst in dem Schüler steigerte. Er lenkte den Blick des Kleinen auf sich, weg von dem Punkt, wo bis eben noch seine Mutter gestanden hatte, wo sie verendet war. Ein grausames, hartes Lächeln schlich sich auf die Lippen des Slytherins, seine Zauberstab locker in der Hand haltend schritt er um sein Opfer herum. „So klein. So schwach“, murmelte er leise, bedrohlich. Ein ohrenbetäubendes Läuten und das kaltherzige Lachen der Black rissen ihn aus seinem Starren hinaus. Er nickte als Antwort auf ihre Aussage. Ja, sie waren hier fertig. Das waren sie schon länger. Aber eine kleine Abschlussrede konnte sich Bellatrix niemals verwehren und dies wollte ihr Severus auch lassen. Er selbst machte sich nicht viel daraus. Doch den Ausdruck auf ihrem Gesicht zu sehen, die vollkommene Glückseligkeit, die Freude und das irre Funkeln ihrer Augen, das brachte ihm noch einmal die Bestätigung, die er brauchte. Schnell schwang er seinen Zauberstab und ließ alle Spuren verschwinden, während Bellatrix den Vergessenszauber sprach. Sie hatte ihn in all der Zeit zur Perfektion herangetrieben, beherrschte ihn so gut, dass wirklich nur das ausgelöscht wurde, was auch vergessen werden sollte. Keine Sekunde mehr, keine Sekunde weniger. Severus bewunderte diese Kunst, die er selbst noch nicht ganz beherrschte. Doch er kümmerte sich nicht darum. Denn er hatte andere Mittel, wenn er sie einst benötigen sollte.
“So das hätten wir. Unser Prinz Löwenherz hat sich in der letzten Stunde überall aufgehalten, nur nicht hier. Gute Wahl, ich hab’ mich lang nicht mehr so amüsiert.“ Als sie ihre letzte Silbe gesprochen hatte, ließ Severus auch die Schutzzauber fallen, die sie umgaben. Wenn man genau aufpasste, konnte man eine kleine, magische Erschütterung spüren, sonst war alles wie vorher. Und mit einem letzten frohlockenden Lachen ließ er all seine Gefühle aus seinem Gesicht verschwinden, verschloss seinen Geist vor der Außenwelt und wurde zu dem, für den alle ihn hielten. Einen kleinen, idiotischen Zauberschüler, der sich trotz seiner Halbblütigkeit etwas auf sich einbildete. Fast wäre ihm ein spöttisches Lächeln entwichen, doch seine Gesichtszüge blieben so aalglatt wie immer. Mit einem schnellen Ruck öffnete er die Tür und schritt mit Bellatrix auf den Gang, der noch immer verlassen dalag. Hinaus in eine Welt, wo sie nichts waren, als ganz normale Schüler und niemand ahnte, was wirklich hinter ihren Masken steckte.
„Gut“, sagte Severus, als die Tür mit einem unheilvollen Klicken ins Schloss gefallen war, „ich denke, ich werde dann wohl mal meinen … Pflichten als arbeitswütiger Schüler nachgehen und mich an die Hausaufgaben setzen.“ Er lachte kurz und schüttelte den Kopf. Dann verabschiedete er sich mit einem Nicken von Bellatrix und schlug den Weg zur Bibliothek ein in der er alles andere als schulischen Interessen nachgehen wollte.

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