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 Die Bibliothek

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Filch der Hausmeister
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BeitragThema: Die Bibliothek   Mo Aug 01, 2011 6:24 am

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Carlisle Cullen the first
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BeitragThema: Re: Die Bibliothek   Mo Aug 27, 2012 1:27 am

cf: Anwesen der Cullens - Der Garten

Kurz herrschte Stille im Garten, als Alice schließlich vorsichtig nickte, sie wollte gerade etwas sagen, da stürmte Esme auf einmal zwischen den Bäumen hervor und sprang Carlisle in die Arme. Gerade hatte der Cullen noch geglaubt ihr wäre etwas zugestoßen, immerhin waren nicht alle Vampire 'gut', wenn ein blutsaugendes Monster überhaupt gut sein konnte und jetzt kam Esme plötzlich angerannt und tat so als wäre nichts gewesen. Als hätte Carlisle absolut keinen Grund gehabt sich Sorgen zu machen. Eigentlich sollte er froh sein, seine Frau wieder zu haben, wo er doch noch vor wenigen Stunden geglaubt hatte, sie nie wieder zu sehen, doch irgendetwas in ihm verhinderte es, dass Freude aufkam. Er spannte seinen Kiefer an und knirschte leise mit den Zähnen, als Esme von ihm abließ und sich zu ihrer Familie umdrehte.
„Ihr glaubt nicht, wie froh ich bin, dass ihr alle wieder hier seid. Ihr alle“, sagte sie und drückte jedes ihrer Kinder fest an sich. Noch immer wurde Carlisles Stimmung von der Unwissenheit und der Sorge betrübt, er versuchte ein Lächeln, doch selbst, als Esme sich wieder zu ihm gedreht hatte und ihn einen zarten Kuss auf seine Lippen hauchte, brachte er keins zu Stande. Er spürte, wie sich ihre Hand um seine legte und ihn dann sanft, aber bestimmt mit sich zog.

Sie gingen in seine Bibliothek, die ganze Zeit hatte keiner von ihnen ein Wort gesagt, jetzt hatte Carlisle sich gegen seinen großen Schreibtisch gelehnt und blickte aus dem Fenster, die Arme hatte er vor der Brust verschränkt. Er wartete. Wartete darauf, dass Esme ihm endlich alles erklärte und er nicht weiter im Dunkeln tappen musste. Sein Kopf hörte nicht auf sich die unsinnigsten Szenarien zusammen zuspinnen, Dinge die seine Frau nie tun würde, die ihm in diesem Moment aber nicht so abwegig erschienen, wie sie es eigentlich sollten und wie es eigentlich auch war. Nie würde Esme ihn betrügen, dass wusste er, soetwas würde sie niemals tun und eigentlich sollte er sich selbst den Kopf dafür abreißen, dass er überhaupt so etwas dachte, doch sein Kopf hörte nicht auf wilde Fantasien zu erfinden, die sich immer mehr in sein Gedächtnis einbrannten. Bilder, die ihn weiter quälen würden, wenn Esme ihm nicht bald alles erklärte. Doch ein kleiner Teil in ihm wollte gar nicht hören, was sie zu sagen hatte, ein fieser, kleiner Teufel hatte sich wie ein Parasit in seinem Ohr eingenistet und säuselte ihm immer wieder mit zuckersüßer Genugtuung Worte ins Ohr.
„Oh, sie wird dir gleich von einem charmanten Vampir erzählen, der für sie da war, als du sie ihm Stich gelassen hast. Davon wie er ihr zugehört hat und wie sie einen romantischen, kleinen Spaziergang durch den Wald gemacht haben. Hand in Hand. Und dann der Kuss, der einfach so passiert ist. Die Wahrheit wird dich zerstören, aber sie will dich nicht mehr. Sie will viel lieber einen Mann, der da ist, wenn es drauf ankommt.“
Schwachsinn. Esme würde so etwas niemals tun. Und ich bin eigentlich auch nicht eifersüchtig, Esme hat mir noch nie einen Grund dazu gegeben. Ich muss endlich aufhören mich selbst verrückt zu machen. Sie wird erzählen, dass wir Besuch hatten, wahrscheinlich ein Vampir auf der Durchreise, der zufällig auf unserem Grundstück herausgekommen war und andere Vampire wahrgenommen hat, dann ist er wahrscheinlich neugierig geworden und Esme hat ihm dann von uns und unserer Lebenweise erzählt und das war Alles. Ende der Geschichte.
"Ich bin so unendlich froh dich wieder hier zu haben. Du kannst dir nicht vorstellen, was ich ohne dich und unsere Kinder war. Mein Herz war nicht nur tot, sondern auch zerbrochen. Schatz, ich hatte solche Angst, ich war innerlich so zerstört, am liebsten wäre ich dir nachgereist.“ Von ihrer brüchigen Stimme aus seinen Gedanken gerissen, drehte Carlisle sich um. Esme stand drei Meter von ihm entfernt, sie schien verzweifelt und am Ende ihrer Kräfte. Kurz flackerte in Carlisle der Drang auf, sie in die Arme zu nehmen, doch dann sprach sie schon weiter.
„Du hast übrigens Recht. Wir hatten Besuch. Oh, es war so schade, dass du nicht da warst. Gabriel de Vere war da. Er sagte, er wäre ein alter Freund von dir und deshalb habe ich ihn willkommen geheißt. Ich wusste, deinem Urteil kann ich trauen. Wir haben geredet, ein wenig über ihn und seine Vergangenheit. Du würdest es nicht glauben. Gleichzeitig habe ich ihn darüber informiert, dass du und unsere Familie nicht hier sind. Er hat mir ein wenig Zerstreuung über eure…Abwesenheit geschenkt mit seinen Geschichten und einem kleinen Ausflug, die ich bitter nötig hatte. Er war mir ebenfalls ein guter Freund. Ich wüsste nicht, was passiert wäre, hätte er nicht vorbei geschaut.“
Für einen kurzen Moment hatte Carlisle das Gefühl, jemand hätte ihm mächtig in die Magengegend getreten. Gabriel de Vere. Daher kannte er den Geruch. Er bezeichnete sich als ein alter Freund. Doch war sich Carlisle nicht sicher, ob sie das tatsächlich noch waren. Sie hatten sich damals auf einer Totenfeier kennen gelernt. Er war... ein Charakter für sich, er trank nur Blut von jungen Frauen, die er erst verführte und dann schließlich bis auf den letzten Tropfen aussaugte. Sie waren eine zeitlang zusammen gereist, als er schließlich Volterra und die Volturi verlassen hatte, doch schließlich hatten sie sich getrennt, ihre Ansichten waren einfach zu unterschiedlich gewesen. Sie hatten sich nicht im Schlechten getrennt, aber ob es im Guten gewesen war, konnte Carlisle auch nicht genau sagen.
Doch nicht die Angst, dass Gabriel der Meinung war, sich wegen irgendetwas das in der Vergangenheit geschehen war, rächen wollte, sondern die Tatsache, dass ein Mann, der schon damals für seine pikanten Frauengeschichten bekannt gewesen war, allein mit seiner Frau unterwegs gewesen war. Er vertraute Esme, doch auch wenn de Vere sich als einen alten Freund bezeichnete, wusste er nicht, ob er auch ihm vertrauen konnte. Wieder war da die Stimme des kleinen Teufelchens. Es jubelte und schrie. "Ich hab es dir doch gesagt!", rief es immer wieder. Er versuchte es zu ignorieren, jedoch gelang es ihm nicht.
„Übrigens wohnt er im Admiral William, außerhalb der Stadt. Er brennt darauf dich wiederzusehen. Außerdem muss er über die Zauberer mit dir reden, will dich warnen. Vielleicht können wir ihn auch zu uns ins Haus einladen?“ Er will mich warnen. Und das war Alles? Nein, er wollte mich wiedersehen. Und wollte höchstwahrscheinlich auch meine Frau wiedersehen. Nur mit welchem Zweck?
Carlisle hatte bereits Bekanntschaft mit den Zauberern gemacht, der Schulleiter von Hogwarts hatte ihn informiert und eigentlich hatte er nicht vorgehabt, mehr über ihr Leben zu erfahren, hatten sie sich doch geeinigt, die Existenz von ihnen geheim zu halten, so wie er die Existenz von ihnen geheim hielt. Außerdem, was hatte de Vere mit ihnen zu tun?
Ein leises, verzweifelt klingendes Seufzen holte ihn wieder aus seinen Gedanken. Esme ging einen vorsichtigen Schritt auf ihn zu und rannte dann schließlich los. Stürmisch legte sie ihre Hände um sein Gesicht und zwang Carlisle sie anzusehen. Er hielt ihrem Blick stand. Flehend nach irgendeiner Reaktion von ihm schaute sie ihm in die Augen. Doch noch immer ließ Carlisle die honigsüße Stimme nicht los, die ihm so ins Gewissen redete.
„Schatz“, richtete Esme das Wort an ihn und für einen kurzen Moment war Carlisle erschrocken, als er hörte wie erschöpft sie klang. Sie krallte ihre Fingernägel in seinen Nacken und küsste ihn dann schließich stürmisch. Carlisle schubste sie nicht weg, erwiderte den Kuss aber auch nicht. Zu sehr beeinflusste ihn der kleine Teufel in seinem Ohr.
"Denk nur daran, dass auch Gabriel diese Lippen vor wenigen Minuten noch geküsst haben könnte", säuselte er ihm zu. So etwas würde Esme nie tun. Und das ist doch der Beweis, sie ist so verzweifelt, nur weil du sie so abblockst. Und sie könnte so etwas nie tun. Sie würde so etwas nie tun. Sie liebt mich und ich liebe sie. Warum verschließe ich mich also so vor ihr?
Schließlich ließ sie von ihm ab und schaute verletzt Richtung Boden.
„Sag mir, was verschließt dich so vor mir?“ Dann nahm sie ihre Hände aus seinem Nacken und griff nach seiner rechten Hand und drückte sie an ihre warmen, sanft geschwungenen Lippen. „Bitte, lass mich rein. Ich halte diese Entfernung zwischen uns nicht mehr aus“, bat sie mit flehender Stimme.
Wieder herrschte Schweigen, während sich immer wieder wirre Bilder vor Carlisles innerem Auge bildeten.
"Ich habe mir Sorgen um dich gemacht...", erwiderte er schließlich mit schwacher Stimme. Sie blickte auf, scheinbar hatte sie nicht damit gerechnet, dass er überhaupt etwas antworten würde.
"Ich habe mir Vorwürfe gemacht, weil ich nicht für dich da sein konnte. Ich habe dich allein gelassen, schlimm genug, dass deine Kinder fort waren, auch ich war nicht mehr da und nun kam stattdessen de Vere und hat dich an meiner Stelle getröstet", er lachte bitter auf. "Er war für dich da, als ich es nicht war - welch Zufall, dass er meine Familie gerade da traf, als ich nicht da war." Seine Stimme klang anklagend und als er auf sah, sah er in das verletzte Gesicht von Esme. Sie glaubte tatsächlich er wäre sauer auf sie, doch dabei war er sauer auf sich selbst, sauer auf Gabriel, sauer auf die Volturi, sauer auf Emmett. Doch auf keinen Fall, war er sauer auf Esme. Wieso auch? Was hatte sie damit zu tun, dass de Vere auf einmal wieder auftauchte? Das Emmett diese Wache getötet hatte? Das er selbst, seine Frau einfach so allein gelassen hatte? Sie traf keine Schuld und trotzdem ließ er all seinen Frust bei ihr ab, indem er sie mit eisigem Schweigen bestrafte. Doch auch wenn er sich selbst dafür hasste, dass er so war, brachte er einfach keine entschuldigenden Worte auf. Sie blieben ihm quer im Hals stecken und bildeten einen riesigen Kloß, der ihm das Sprechen erschwerte. Selbst wenn er etwas hätte sagen können, er hätte nicht gewusst was er hätte sagen sollen, um all das wieder gut zu machen.
Er drückte ihre Hände sanft, die sich immer noch um seine geschlossen hatten und wandte schaute dann erneut aus dem Fenster.
Du hast gerade alles noch viel schlimmer gemacht, als so schon.

(Okay, frag mich nicht, was das soll, ich hab keine Ahnung was mich da geritten hat, aber etwas anderes zu schreiben ging irgendwie nich und...
OMG tut mir Leid das Cal so ein schlechter Ehemann ist und OMG ich bin so scheiße o_O)
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BeitragThema: Re: Die Bibliothek   Do Aug 30, 2012 5:52 am

cf.: Anwesen der Cullens - Der Garten

Ihr Blick blieb auf den Boden gerichtet in der folgenden Schweigepause. Alles in ihr war in Unruhe verfallen. In ihr herrschte ein Strudel aus Verwirrtheit, Schuldgefühlen, Trauer und Sorge. Gedanken schossen durch ihr Gehirn in Lichtgeschwindigkeit und kurz fragte sich die Cullen, ob sie wohl gerade einen riesigen Nervenzusammenbruch erlitt.
Da plötzlich ertönte die Stimme ihres Ehemannes, ein Quäntchen Hoffnung, an das sie sich festklammerte. "Ich habe mir Sorgen um dich gemacht...", fing er mit leiser, schwacher Stimme an. Konnte es sein, dass er genauso fertig war, wie sie und deshalb so abblockend war? Aber sollte er dann nicht endlich auftauen? Erschrocken blickte sie nun in die Augen, die jedoch immer noch keine Wärme ausstrahlten.
Puff! Esmes Hoffnung zerplatzte. Nein, ihr Ehmann hatte ein anderes Problem. Es gab einen anderen Grund für seine Verschlossenheit. Dann fuhr er fort: "Ich habe mir Vorwürfe gemacht, weil ich nicht für dich da sein konnte. Ich habe dich allein gelassen, schlimm genug, dass deine Kinder fort waren, auch ich war nicht mehr da und nun kam stattdessen de Vere und hat dich an meiner Stelle getröstet.“ Er lachte bitter auf, bevor er mit strenger, kalter, anklagender Stimme weiterfuhr: "Er war für dich da, als ich es nicht war - welch Zufall, dass er meine Familie gerade da traf, als ich nicht da war."
Ihr Herz zog sich schmerzvoll zusammen. SIE hatte selbst Schuld an dem Schweigen Carlisles. Wieso hatte sie sich auf Gabriel eingelassen? Sie sollte sich schämen, ihren Ehemann so hintergangen zu haben.
Da meldete sich eine kleine Stimme in ihrem Kopf: Aber du hast nichts Falsches getan! Wieso sollte dir dein Ehemann verwehren, dass jemand dir durch deine Trauer hilft, dir hilft diese zu verarbeiten und dich ablenkt? Er liebt dich. Wieso sollte er sauer sein, dass du versucht hast wieder glücklich zu werden?
Weil ich meinen Rücken Carlisle zugewandt hatte und Gabriel mit breiten Armen aufgenommen hatte. Weil ich geblendet war von seinem Charme. Weil ich meine Familie hätte verraten können, wenn de Vere ein Spion der Volturi gewesen wäre. Weil ich meine Sorgen, um meine Familie und meinen Ehemann, vergessen hatte. Weil ich diese wunderbare Person vor mir vergessen hatte, während ich eigentlich übermannt vor Sorgen im Haus hätte hocken müssen. Weil Carlisle diese Fehler nicht begangen hätte. Weil ich ihn hintergangen habe, im psychischen Sinne.
Ein kurzer Blick in seine neutralen, leeren Augen war ihr noch gewährt, bevor er sanft ihre beiden Hände drückte, die seine hielten, und dann aus dem Fenster schaute. Ihr Ehemann wandte seinen Blick von ihr ab, von ihr, die ihn hintergangen hatte, die die Schande der Familie war.
Sie hatte Carlisle gar nicht verdient, weder seinen Kuss, noch eine Berührung, noch auch nur einen Blick von ihm. Enttäuscht und verärgert über sich selbst ließ sie seine Hand los und senkte ihren Blick.
„Es…tut mir Leid, Carlisle. Ich hätte mich nicht auf Gabriel einlassen dürfen. Ich verstehe deine Enttäuschung und Wut mir gegenüber. Ich war egoistisch und hab mein Wohl über das meiner Familie und dir gestellt. Wie soll ich das bloß wieder gut machen?“, bestärkte sie seine Gefühle. Ihre Stimme war kaum mehr ein Flüstern. Alles in ihr zog sich reumütig zurück. Sie entfernte sich ein paar Schritte von ihrem Ehemann und stand nun mitten im Raum. Ihr Mann vor ihr, die Tür wenige Meter hinter ihr. Den Blick immer noch gesenkt.
Das folgende Schweigen empfand sie bloß als Bestätigung und gerechtfertigte Strafe, dafür, dass sie ihre Familie verraten hatte. Doch traute sie sich nicht aufzusehen und die Wut und Enttäuschung in den goldenen Augen ihres Mannes zu erkennen, denn dieser Blick würde sich für immer in ihr Gedächtnis brennen. Aber so wollte sie ihren geliebten Carlisle und ihr Wiedersehen nicht in Erinnerung behalten.
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BeitragThema: Re: Die Bibliothek   Mo Sep 17, 2012 5:29 am

Der Blick aus dem Fenster eröffnete den immer gleichen Blick auf die dunklen Wälder, die das Haus der Cullens sicher verbargen, so dass sich nicht einfach so Menschen hierher verirrten. Die grünen Blätter und fast schwarzen Tannennadeln sorgten dafür, dass ihr Geheimnis unentdeckt blieb. Niemand, der am anderen Ende des Waldes stand, würde vermuten, was für eine Gefahr auf der anderen Seite wartet.
„In Gruselgeschichten und Horrorfilmen“- würden die meisten antworten, wenn man sie fragen würde, ob Vampire und Werwölfe wirklich existieren. Das, dessen Existenz man nicht beweisen kann, gibt es nicht. So simpel tun die Sterblichen all ihre ungeklärten Fragen ab und hören auf darüber nachzudenken.
Die Patienten, die ich behandle, haben nicht die geringste Ahnung, welches Monster in mir lauert. Gut verborgen, doch trotzdem immer anwesend. Sie glauben törichterweise, dass ich einer von ihnen bin. Das ich ein normales Leben, einen normalen Beruf und eine normale Familie habe. Alles vollkommen normal und nicht im geringsten merkwürdig. Wenn die nur wüssten, dachte sich Carlisle und unterdrückte ein Seufzen.
Die Geschehnisse in Volterra hingen noch immer, wie eine dunkle Regenwolke, über dem Vampir. Dazu kam noch das schlechte Gewissen, dass an ihm nagte und ihn zu verschlingen drohte.
Er hatte seine Frau, sein Ein und Alles allein gelassen, wo sie ihn doch eigentlich so dringend gebraucht hätte. Stattdessen tauchte de Vere auf, war da, als er hätte da sein müssen. Die Hand, die nicht die von Esme festhielt, ballte sich zu einer Faust, dann löste Carlisle die Verkrampfung weider und krallte seine Finger stattdessen in das frisch geölte Holz seines Schreibtisches. Unter seinen Fingernägeln knackte es und nur eine Sekunde später hielt er ein kleines Stück Holz, aus dem Schreibtisch, in seinen Händen.
Er ließ die Splitter auf den Boden fallen und und wandte den Blick von der dunklen Landschaft Fort Williams ab und schaute stattdessen zu Esme, die ihre Hand aus seiner nahm und ein paar Schritte zurück trat.
„Es…tut mir Leid, Carlisle. Ich hätte mich nicht auf Gabriel einlassen dürfen. Ich verstehe deine Enttäuschung und Wut mir gegenüber. Ich war egoistisch und hab mein Wohl über das meiner Familie und dir gestellt. Wie soll ich das bloß wieder gut machen?“
Ihre Stimme klang brüchig und wenn sie es gekonnt hätte, hätte sie bestimmt angefangen zu weinen. Für einen kurzen Moment war Carlisle wie gelähmt und konnte nicht antworten, sie schien sich gerade zum gehen wenden zu wollen, als Carlisle seine Glieder wieder spürte und seine Stimme wieder gefunden hatte.
Er überbrückte den wenigen Abstand zwischen ihnen und nahm seine Frau bei den Armen und drehte sie so, dass sie ihn ansehen musste.
„Du denkst, dass du etwas gut machen musst? Du denkst, dass ich wütend und enttäuscht von dir bin?“ Ungläubig schaute er sie an und am liebsten hätte er sie geschüttelt, so als wäre sie nicht mehr ganz bei Verstand. Weiterhin versuchte sie seinem Blick auszuweichen, also ließ Carlisle von ihr ab, drehte sich von ihr weg und stemmte seine Hände in den Nacken. Mit einem Mal drang ein unwirkliches Lachen aus seiner Kehle. Es klang spöttisch, sarkastisch und schallte laut durch den Raum, dessen Wände von Regalen voller Bücher zugestellt war.
Dann drehte er sich wieder um und betrachtete seine Frau. Sie schaute ihn verwirrt und verletzt zu gleich an und sofort verstummte sein Lachen, dass sich einen Weg ins Freie gesucht hatte, ohne, dass er es wollte.
„Ich bin wütend auf mich. Ich bin enttäuscht von mir. ICH bin es, der etwas gut machen muss. Wie kommst du darauf, dass es deine Schuld ist? Ich habe dich doch allein gelassen. Ich würde alles dafür geben, die Zeit zurück drehen zu können und damit verhindern, dass ich diesen Fehler begehe. Falls du irgendetwas getan hast, dann ist das meine Schuld. Hör auf zu denken, dass du egoistisch bist oder gar noch eine Schande. Du bist der wundervollste Mensch den ich kenne und ich habe dich einfach so im Stich gelassen“, sagte Carlisle mit schwacher Stimme.
„Sag mir bitte, wie ich das wieder gut machen kann.“
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BeitragThema: Re: Die Bibliothek   Di Sep 18, 2012 6:49 am

Die Stille ermöglichte ihren Schuldgefühlen sie vollkommen einzunehmen.
Wie zum Teufel hatte sie ihren Ehemann so vernachlässigen können, indem sie sich de Vere anvertraute? Esme wusste nicht mehr wohin. Alles hatte sie falsch gemacht. Weder für ihre Familie, noch für ihren Ehemann war sie in der Not da, hatte sich mit Gabriel im verbotenen Wald verschanzt.
Im verbotenen Wald! Noch so eine Sache, für die sie sich im Nachhinein ohrfeigen könnte. Damit hätte sie ihre Familie unnötigerweise nur noch mehr in Gefahr reiten können. Was hatte sie da gepackt? Ihre Angst, ihr Adrenalin, ihr Übermut, ihre Sorgen? Ihr, ihr, ihr. Da! Egoismus, purer Egoismus. Was hatte sie sich dabei gedacht? Gar nichts, überhaupt nichts. Hätte sie am letzten Tag nur ein wenig nachgedacht, hätte sie sich von vorneherein nicht auf Gabriel eingelassen, säße mit ihren beiden verbliebenen Kindern im Wohnzimmer und hätten geredet, ihre Sorgen geteilt.
Die kleine Cullen konnte nicht mehr. Fühlte sich nicht mehr würdig sich Teil dieser Familie nennen zu dürfen. Laufen! Ja, durch den dunklen, ruhigen Wald laufen wäre jetzt genau das richtige. Ihr Blick huschte zur Tür. Es wäre so einfach. Schließlich würde es vorerst niemandem außer Carlisle auffallen.
Plötzlich griffen zwei Hände nach ihren Schultern und drehten sie herum. Seine Hände glitten zu ihren Armen. Überrascht von dieser Aktion konnte Esme nicht anders als in Carlisles goldene Augen zu sehen. „Du denkst, dass DU etwas gut machen musst? Du denkst, dass ich wütend und enttäuscht von DIR bin?“, hörte sie die verwirrte, ungläubige Stimme ihres Ehemannes. Etwas in seinen Augen blitzte und aus Angst vor weiteren unerwarteten Reaktionen wandte sie ihren Blick wieder ab, entzog sich seinem.
Auf einmal drehte er sich von ihr weg, verschränkte seine Hände im Nacken und fing lauthals und heftig an zu lachen. Spöttisch. Sarkastisch. Erneut ein Stich in ihr Herz. Lachte er sie gerade aus? Oder war es einer dieser kleinen, sehr seltenen Momente, in denen Carlisle seine Fassung verlor? Nie hatte eines ihrer Kinder ihren Vater so gesehen – außer vielleicht Edward. Meist war seine Frau da, um Carlisle in diesen Moment beizustehen, aber jetzt war Esme total überfordert. Denn nie zuvor war sie der Grund für Carlisles Aussetzer.
Mit einem leicht verrückten und für ihn zu verkrampften Grinsen drehte er sich wieder um und erblickte seine total verwirrte, verletzte, unschlüssige Frau. Sofort verschwand das Lächeln und machte einem besorgten Blick Platz.
„Ich bin wütend auf MICH. Ich bin enttäuscht von MIR. ICH bin es, der etwas gut machen muss. Wie kommst du darauf, dass es deine Schuld ist? ICH habe dich doch allein gelassen. Ich würde alles dafür geben, die Zeit zurück drehen zu können und damit verhindern, dass ich diesen Fehler begehe. Falls du irgendetwas getan hast, dann ist das meine Schuld. Hör auf zu denken, dass du egoistisch bist oder gar noch eine Schande. Du bist der wundervollste Mensch den ich kenne und ich habe dich einfach so im Stich gelassen“, seine Stimme nahm immer mehr ab, wurde mit jedem Wort heiserer. Jedes seiner Worte half ihr die kleine Stimme in ihrem Kopf zu ersticken, heilte ihr Innerstes, flickte ihr kaputtes Herz, während erneut Sorge in ihr aufkam.
Nun lag es an ihr ihrem Ehemann diese Last zu nehmen. Die Last zu glauben an allem schuld zu sein. „Sag mir bitte, wie ICH das wieder gut machen kann.“ In diesem Augenblick wirkte er so verletzte, so verzweifelt unglücklich. Nun lag es an ihm den Blick beschämt abzuwenden.
Wie konnte sie so blind sein? So blind vor Sorge, Angst und Schuldgefühlen, dass sie nicht mehr dazu in der Lage war die Gefühle ihres Ehemannes zu erkennen. Und warum zum Henker glaubte er, dass etwas gut machen müsste?
Mit einem Lächeln im Gesicht seufzte sie. Doch nicht vor Erschöpfung, sondern vor Erleichterung. Mal wieder hatte sie aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Vorsichtig und sanft legte sie ihre Hände an seine Wangen und hob somit sein Gesicht an. Auf Zehenspitzenstehend blickte sie in seine Augen, versuchte seinen Blick einzufangen und ließ beide Blicke miteinander verschmelzen.
„Schatz, hör mir zu! Ich werde dir niemals Vorwürfe dafür machen, dass du mich allein gelassen hast. Denn es ist nicht deine Schuld. Immer wenn du fortgehst, fortgehen musst, tust du es für unsere Familie, für mich und für dich. Du bist immer darauf Bedacht deine Familie zu schützen und das ist einer der unendlichen Gründe, warum ich dich liebe. Wenn du jemandem die Schuld daran geben willst, dann fang bei deinen alten Freunden an. Den Volturi.“
Ein Schatten legte sich über ihr Gesicht. Wut und Ärger machte sich in ihr breit. Jetzt griffen die aufgeblasenen Unsterblichen nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre Beziehung an. Manchmal in kleinen, schwachen Momenten wünschte sich Esme Emmetts Stärke, um einen von diesen Volturi mal den Marsch zu blasen. Keine Erziehung hat diese Gruppe von Sadisten genossen.
Doch darum ging es jetzt ja nicht. Schnell riss sie sich mit einem Kopfschütteln aus den Gedanken und fuhr dann mit weicher Stimme fort: „Du musst nichts gut machen, denn du hast mir den größten Wunsch der Welt erfüllt: meine, unsere Familie wieder mal gerettet, mir die geliebten Kinder heile wieder zurück gebracht. Du weißt ich könnte ohne einen von ihnen genauso wenig leben, wie ohne dich. Ich liebe dich, Carlisle. Ich habe es immer getan und werde es auch für den Rest der Ewigkeit tun. Niemals könntest DU mich enttäuschen, weil du immer das Richtige tust. Das Beste für dich, für mich und vor allem für die Familie.“ Die Worte entfielen ihr. Denn sie könnte noch stundenlang weiterreden und hätte doch nicht ihre Gefühle ausdrücken können.
Übermannt von dem ganzen positiven Gefühlssturm küsste sie ihren Ehemann. Doch nicht so verzweifelt, wie zuvor, sondern so wie immer. Carlisle verschränkte seine Arme hinter ihrem Rücken und automatisch rückte die Lehrerin noch näher an ihren Ehemann.
Nachdem Esme ihm noch einen Kuss in die Kuhle zwischen Ohr und Hals presste, schlang sie ihre Arme um seinen Hals und umarmte ihn. „Ich habe dich so vermisst“, flüsterte sie mit einem leisen Schluchzer, den sie noch vergeblich versuchte zu unterdrücken.

tbc.: Fort William - Anwesen der Cullens - Carlisle's und Esme's Zimmer


Zuletzt von Esme Cullen am So Okt 07, 2012 3:43 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : tbc. nachgetragen)
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BeitragThema: Re: Die Bibliothek   So Okt 07, 2012 3:17 am

Esme ließ Carlisle keine Zeit beschämt wegschauen zu können oder ihr gar den Rücken zu zuwenden. Sie überbrückte die wenigen Meter zwischen ihnen mit ein paar Schritten und legte sanft ihre Hände auf seine Wangen, um seinen Kopf ein wenig anzuheben. Er musste ihr in die weichen, karamelfarbenen Augen schauen, die ihn unbeirrt musterten, als würden sie versuchen etwas in seinem Blick zu suchen – eine Gefühlsregung, irgendetwas.
Seine Frau stellte sich auf die Zehenspitzen, so dass sie nun auf gleicher Augenhöhe waren. Der Drang sie auf ihre perfekt geformten Lippen zu küssen, überkam ihn auf einmal, doch dieser bekam durch die Erinnerung an das, was er alles Falsches getan hatte, einen großen Dämpfer und er schloss für einen kurzen Moment die Augen, gewillt alles um ihn herum zu vergessen, damit er in Ruhe nachdenken konnte, da begann Esme mit sanfter Stimme auf ihn einzureden.
„Schatz, hör mir zu! Ich werde dir niemals Vorwürfe dafür machen, dass du mich allein gelassen hast. Denn es ist nicht deine Schuld. Immer wenn du fortgehst, fortgehen musst, tust du es für unsere Familie, für mich und für dich. Du bist immer darauf Bedacht deine Familie zu schützen und das ist einer der unendlichen Gründe, warum ich dich liebe. Wenn du jemandem die Schuld daran geben willst, dann fang bei deinen alten Freunden an. Den Volturi.“
Mit immer noch geschlossenen Augen lauschte er dem weichen Klang ihrer Stimme, die wie Balsam auf seine geschundenen Nerven wirkte.
„Du musst nichts gut machen, denn du hast mir den größten Wunsch der Welt erfüllt: meine, unsere Familie wieder mal gerettet, mir die geliebten Kinder heile wieder zurück gebracht. Du weißt ich könnte ohne einen von ihnen genauso wenig leben, wie ohne dich. Ich liebe dich, Carlisle. Ich habe es immer getan und werde es auch für den Rest der Ewigkeit tun. Niemals könntest DU mich enttäuschen, weil du immer das Richtige tust. Das Beste für dich, für mich und vor allem für die Familie“, endete sie abrupt, was Carlisle neugierig die Augen öffnen ließ. Er blickte direkt in Esmes Gesicht, deren Lippen sich zu einem Lächeln verzogen hatten und da traf Carlisle die Gewissheit, dass alles gut war. Esme war nicht wütend oder enttäuscht von ihm, sie verzieh ihm, dass er weg gewesen war, da er es für seine Familie getan hatte. Renesmee und Jacob haben sie sicher aus Volterra zurückgeholt und keiner von ihnen wurde verletzt. Alles war wieder in Ordnung und so wie es sein musste. Sich jetzt von den Schuldgefühlen erdrücken lassen, wäre sinnlos, da diese völlig unbegründet waren. Er hatte das getan, was er tun musste, dass erkannte Carlisle nun, als seine Frau auf einmal anfing ihn leidenschaftlich zu küssen und dieses Mal erwiderte er den Kuss.
Die Arme hatte er um ihren Rücken gelegt und sie nah an sich gepresst und als der Kuss endete, hatte er das Gesicht in den weichen Haaren versteckt, um ihren süßlichen Duft aufzunehmen.
„Ich habe dich so vermisst“, flüsterte Esme leise, den Mund ganz nah an seinem Hals, so dass ihr warmer Atem über seine Haut kitzelte.
„Ich bin froh wieder hier zu sein… - bei dir zu sein“, erwiderte Carlisle und nahm seinen Kopf von ihrer Schulter, sich leicht aufrichtend, damit er ihr in die Augen schauen konnte.
„So unendlich froh“, wisperte er und küsste sie ganz sanft, als ein kehliges Knurren aus seiner Kehle drang, da Esme ihre Hände in seine Haare gekrallt hatte und mit einem Sprung ihre Beine um seine Mitte gelegt hatte.
Sie nahm den Kuss erneut auf und mit einem Grinsen auf dem Gesicht, trug Carlisle sie Richtung Schlafzimmer. Dort ließ er sie auf dem Bett nieder, legte sich neben sie und zog die Spaghettiträger ihres Kleides herunter, so dass mehr von ihrer ebenmäßigen, blassen Haut zum Vorschein kam, die Carlisle mit kleinen Küssen übersähte.
Endlich konnte er die ganzen Strapazen des Tages hinter sich lassen und sich entspannen, er konnte endlich wieder mit Esme zusammen sein und er konnte endlich wieder gutmachen, dass er sie allein gelassen hatte.

tbc: Fort William - Anwesen der Cullens; Carlisles & Esmes Zimmer
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BeitragThema: Re: Die Bibliothek   So Jul 21, 2013 9:07 am

cf.: Fort William - Anwesen der Cullens - Der Garten

Auch die anderen Familienmitglieder gratulierten dem verlobten Paar. Jetzt verstand Esme auch, warum Alice schon die ganze Zeit aufgeregt durch die Gegend sprang, wie ein Flummi. Plötzlich stellte sich Jakob ein wenig abseits und verkündete: „Entschuldigt die Störung, aber ich muss zurück ins Quartier. Ich möchte alle Anwesenden bitten, sich die nächste Zeit vom Quartier fernzuhalten. Der Rest meines Rudels kommt zu Besuch und sie haben Neue dabei. Ich kann noch nicht einschätzen, wie sie sich verhalten werden. Ich möchte unnötigen Ärger vermeiden und bitte euch darum.“
Die Quileute kamen zu Besuch? Neugierig schnupperte sie in der Luft, aber noch konnte sie, abgesehen vom gewohnten Geruch von Seth und Jacob, nichts riechen. Außerdem fiel ihr ein, dass sie nun bei dem Besuch in den nächsten Stunden noch für die Wölfe einkaufen musste, denn ihr Kühlschrank leerte sich bei den gefräßigen Wölfen schnell. Vielleicht konnte sie das ja mit ihrem Beruf verbinden und nach der nächsten Stunde zum Supermarkt fahren.
Sie sah Jacob und Renesmee noch hinterher, die im anliegenden Wald verschwanden. Sie war froh ihre Enkelin wieder lächeln zu sehen nach dem ganzen Drama der letzten Tage. Vielleicht konnten sie alle nun wieder beruhigter durch die Welt laufen. Sowohl Bella, als auch Edward, die sich in den letzten Tagen nur so mit Selbstvorwürfen überschüttet hatten.
Kurz darauf erhob Tanya das Wort und fragte, ob die Denali für die nächsten Tagen bei ihnen unterkommen konnten. Selbstverständlich stimmte ihre Familie zu. Groß genug war dieses Haus ja und es stand außer Frage, dass ihre „Verwandten“ in einem Hotel unterkommen mussten. Und Esme als Hausfrau liebte Besuch, vor allem wenn er so gutgesinnt ist und deren Personen so am Herzen lagen.
Alice beschlagnahmte sofort das verlobte Paar und zog sie mit Jasper ins Haus. Vermutlich um mit der Planung anzufangen. Sie war gespannt, was dabei rumkommen würde. Auf jeden Fall wird es wieder umwerfend. Auch die anderen taten sich zusammen und gingen hinein. Deshalb nahm sie Carlisle und ging auf Eleazar und Carmen. So unterhielten sich die Alten mit ihren Erwachsenengesprächen und konnten die Kinder rumblödeln lassen.
Carlisle ergriff das Wort und bat die beiden Vampire ins Haus, wo sie schnell feststellen mussten, dass sich ihre Familie schon breit gemacht hatte. Im Wohnzimmer saßen ihre Kinder mit Tanya und Damian. Oben hörte sie Alice mit ihren neuen „Opfern“ in ihrem Zimmer reden, weshalb Carlisle sie in den ungestörtesten Raum des Hauses führte: seine Bibliothek. So gut wie niemand ihrer Kinder wagte es hierhinein, außer es war dringend. "Jetzt haben wir euch nur vier Jahre lang nicht mehr besucht und schon wohnt ihr in einer völlig anderen Umgebung“, wandte sich Eleazar an die beiden Cullens. "Hat sich denn, bis auf euren neuen Wohnsitz, sonst noch etwas verändert? Wir müssen ja schließlich auf dem Laufenden bleiben!", erkundigte er sich neugierig zwinkernd.
Esme blickte Carlisle an, der ebenfalls ihren Blick suchte. Sie mussten es ihnen sagen. Schließlich waren die Denali Familie. Ihr Ehemann nickte wissend, als ob er ihre Gedanken gelesen hätte. „Nun, Eleazar, vielleicht ist es keine schlechte Sache, dass ihr hier seid. Ich hätte mich sowieso in den nächsten Tagen mit dir in Kontakt gesetzt. Ich brauche deinen Rat“, fing Carlisle vorsichtig an. „Setzt euch doch! Das ist etwas bequemer“, schlug er vor und setzte sich in den großen Bürostuhl hinter dem Tisch, während sie sich auf die Tischecke setzte und Carmen und Eleazar auf den Stühlen vor dem Tisch Platz nahmen.
„Es handelt sich leider wieder um einen Rat bezüglich den Volturi. Vor einigen Tagen gab es ein eher unschönes Treffen unserer Familien. Aro hatte eine Gruppe seiner Wachen, drei Leute, Demetri, Alec, Chelsea und einen uns fremden Vampir, hergeschickt. Vermutlich hatte er von unserem Umzug gehört. Deshalb machten wir uns vorerst keine Sorgen. Denn du kennst seine Kontrollbesuche. Doch als wir zu Hause ankamen, nachdem wir unsere Kinder in die Schule eingeschrieben hatten, merkten wir schnell, dass sie nicht grundlos und ohne Ziel hier gewesen waren. Sie hatten Renesmee und Jacob mit sich genommen.“ Er seufzte und ergriff nach ihrer Hand und knete ihre Finger nervös.
Sie erwiderte den Druck und fuhr stattdessen fort: „Wir hatten es erst spät gemerkt. Um die Zeit hätten sie schon sonst wo sein können. Nun ja, Bella hatte die Nerven verloren. Wir alle waren planlos. Mit so einem Schachzug auf Seiten der Volturi hatte keiner von uns gerechnet und wenn, dann nicht so früh. Edward ist ihm hinterher, um sie von einer unüberlegten Aktion abzuhalten. Alle haben sich schreckliche Vorwürfe gemacht. Die Volturi sollte man nie auf die leichte Schulter nehmen. Jedenfalls sind die anderen hinterhergelaufen, um Volterra aufzusuchen. Schließlich weiß Aro sehr wohl, dass wir unsere Familie nicht im Stich lassen würden, so aussichtslos unsere Lage auch war. Ihr wärt doch sicherlich auch gegangen, um Tanya oder Kate oder Garrett zu retten, nicht wahr?“ Sie blickte die beiden an und senkte dann den Blick auf Carlisle. „Den Rest musst du erzählen, Schatz. Ich war nicht dabei. Seth, Alice und ich sind hier in Fort William geblieben“, erklärte sie kurz.
„Natürlich hatten die Volturi einen gewaltigen Vorsprung. Als wir dort ankamen, hatten wir Glück. Die Volturi waren in leichter Aufruhr. Irgendwo vor der Stadt fand ein Kampf statt, anscheinend haben die Rumänen einen Angriff gewagt. Wie auch immer, wir nutzen diese Ablenkung. Bella nahm Jacob und Renesmee von außerhalb der Stadt unter ihren Schild. Sie hat wie eine Wahnsinnige trainiert, was sich gelohnt hat. So konnten die beiden unbemerkt entkommen. Allerdings hatte Emmett sich nicht unter Kontrolle und hat einen von ihnen getötet, als er mit Rosalie die Gegend abgelaufen ist. Renesmees und Jacobs Fehlen wird allerdings keine Neuigkeit mehr für die Volturi sein, weshalb ich deine Hilfe brauche. Was meinst du, könnten Aro und seine Brüder planen? Was geht in seinem Kopf vor? Ich kann es mir beim besten Willen nicht denken. Ich hatte gehofft, dass du durch deine Zeit dort, vielleicht so etwas ähnliches schon mal erlebt hast.“ Erwartungsvoll blickten die beiden auf ihre Freunde, Familienmitglieder, die sie immer noch entgeistert ansahen.

(((Soo damit wir weiterkommen...nicht schön aber selten)))
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