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Twilight & Harry Potter Crossover
 


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 Vivre la Révolution

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Aro
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Sa Nov 24, 2012 1:13 pm

Sie hatte seine Hand weggeschlagen. Für gewöhnlich hätte er ihr das nicht durchgehen lassen, doch irgendwie mochte er diese selbstbewusste Koketterie. Sie verschwand doch tatsächlich in diesem abgeschlossenen Raum und entzog sich seinem Blick. Er schloss die Augen und zog den Duft der Stoffe ein, den dezenten Duft von Rosenöl und die vielfältigen Duftnoten, die die Kundinnen dieser Schneiderinnen in diesem Raum und an den Kleidern hinterlassen hatten. Für Aro roch es wie an einem nur für ihn aufgebauten Buffet, voller prächtig aufgebauter Delikatessen.
Er hörte den aufgeregten Herzschlag der Inhaberin, die sich in Claires Gegenwart offenbar nicht sehr wohl fühlte und verspürte den Drang sich ihr Blut zu nehmen. Er war es nicht gewohnt sich zurückzuhalten, er bekam für gewöhnlich, was er wollte und gerade jetzt wollte er ….trinken.
Claire kam in einem etwas biederen, züchtigen schwarzen Kleid heraus, das zwar durch eingearbeitete Goldstreifen versuchte zu glänzen, aber seine Bürgerlichkeit nicht wirklich verbergen konnte. Es stand ihr – natürlich, ihr würde alles stehen – aber es kleidete sie nicht. Es war langweilig.
Sie drehte und wendete sich aufreizend vor ihm und tat unentschlossen.
„Ich weiß nicht, ob es wirklich das perfekte Kleid für mich ist.“ Mit einem unschuldigen Augenaufschlag sah sie ihn fragend an. Dieses kleine entzückende Biest. Jetzt war sie Claire, einzig und alleine und ihre zweite Seele schlummerte tief vergraben in ihrer Brust.
Strahlend huschte sie zurück zu der Schneiderin. Aro war gespannt, ob sie als nächstes das Kleid vorführen würde, das ihm gefallen hatte. Es war ihm sofort aufgefallen, da dieser Mix an edlen Materialien, kombiniert mit diesen dezenten schönen Blautönen sie ungemein zur Geltung bringen würde. Aro wollte sie an seiner Seite sehen, wollte sich mit ihr schmücken und wollte ihr strahlendes Lächeln sehen, dass ihr Gesicht verzauberte, wenn sie die bewundernden und begierigen Blicke der menschlichen Männer und die neidvollen, giftigen Anfeindungen der Weiber auf sich spürte. Ja, Claire liebte es mehr als alles andere begehrt und bewundert zu werden. Die Nahrung aller Schauspieler, Komödianten und Artisten – ihr narzisstischer Hunger nach Applaus.
Er hörte das Rascheln herab fallender, unzähliger Röcke und schnalzte mit der Zunge. Er konnte ihren Geschmack noch schmecken, fühlte ihren zierlichen, so überaus beweglichen Körper auf seiner Haut und erneut wuchs die Begierde in ihm. Das Zusammensein mit ihr hatte ihn mehr als erregt, hatte seine Erwartungen mehr als übertroffen. Es war die richtige Entscheidung gewesen, sie auszuwählen und nun würde er sie nicht mehr loslassen.
Erneut erschien sie und ihre leuchtenden Augen zeigten ihm überdeutlich, wie zufrieden sie mit ihrer Wahl war. Es war nicht das Kleid, das er ausgesucht hatte, aber ein außerordentlich schönes, verwegen schlicht anmutendes Kleid mit raffinierten Einsätzen. Es wirkte steif und gleichzeitig ungemein aufreizend, da es genau die richtigen Körperpartien mehr als gut zur Geltung brachte.
„NA was sagst du? Ich liebe es. Ich denke ich nehme es, wenn du es magst, natürlich.“ Erneut drehte sie sich wie ein kleiner Brummkreisel vor dem Spiegel, erneut dieser fast kindlich unschuldige Blick, als könne sie sich nicht entscheiden, doch ihre leuchtenden glücklichen Augen verrieten ihre Freude über dieses Kleidungsstück.
Aro stand auf und hielt sie an der fest verschnürten Taille fest, trat hinter sie und küsste ihre Schulter, um einen besseren Blick in dieses verlockende Dekoltee zu haben. „Ich finde es ganz außerordentlich, es ist wie für dich gemacht Piccolina.“ Seine Hände fühlten ein Beben unter dem strammen Stoff. Auch sie war erregt, war in der richtigen Stimmung. Am liebsten hätte er sie genau jetzt und hier genommen und sich vorher noch an dieser verschüchterten Näherin gelabt.
Doch das wäre ein fataler Fehler gewesen. Schließlich wollte sie noch öfter hier einkaufen, da konnte er schlecht ihre Schneiderin umbringen, die ohnehin zu alt und zu bieder war, um seinen verwöhnten Geschmack befriedigen zu können.
Aro seufzte rau und sah die Schneiderin, die einen Schritt zurückgewichen war, freundlich an.
„Ihr seid eine Künstlerin Madam, führwahr. Wir nehmen es, und da sie die Maße von Madam haben, bitte ich sie das von mir ausgewählte Kleid für sie ebenfalls fertig zu machen. Lasst es an ihre Adresse schicken, heute noch. Ich werde Sie natürlich für die zusätzliche Mühe entlohnen.“ Er zog einen Lederbeutel hervor und zählte der Schneiderin eine stattliche Summe blanker Münzen in ihre zitternden Hände, ohne Claire aus seiner Umarmung zu entlassen. Er presste sie fest an seinen Körper und genoss voller Vorfreude ihre erregende Nähe.
Claire hatte ihn mit großen Augen angesehen, als er auch das zweite Kleid geordert hatte. Sanft lächelnd legte er einen Finger unter ihr Kinn.
„Du musst nicht so bescheiden sein Piccolina. Ich werde dich heute Abend zu einem Ball entführen und ich möchte, dass du glänzt. Außerdem WILL ich, dass du dieses Kleid trägst, weil es mir gefällt. Ich habe es für dich ausgesucht.“ Er betrachtete sie forschend, als würde er etwas vermissen.
„Sagen sie Madam, können sie uns einen Putzmacher empfehlen? Ich denke, dieses entzückende Kleid schreit geradezu nach einem überragenden Hut, der es komplettieren würde. Wir sollten dir auch einen schönen Hut kaufen Piccolina. Als ich dich kennenlernte, trugst du auch einen Hut und du sahst ganz reizend damit aus.“ Er zog sie an sich, die Antwort der Schneiderin kurz abwartend und küsste sie dann zärtlich und leidenschaftlich. „Hmm, und dann sollten wir nach Hause zurückkehren und sehen, ob ich dich aus dieser Fülle an Stoff auch wieder herausbekomme, ohne dein neues Kleid gleich wieder zu ruinieren. Was meinst du – Claire?“
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Claire
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Sa Dez 01, 2012 2:05 pm

Zuerst zum Putzmacher und dann ins Bett mit ihrem neuen Geliebten, dass hätte Claire vorgestern noch nicht gedacht. Sie hatte sich angewöhnt, dass die meisten Dinge, die Veränderung mit sich brachten, nicht einfach über Nacht auftauchten. Umso positiver überrascht war sie, dass eben genau das passiert war. Sie braucht eben einfach die Veränderung. Ihre Stadt veränderte sich und die junge Vampirin hatte schlichtweg das Gefühl zurück zu bleiben. Grinsend sah zu Roberto und nickte als sie sich voneinander lösen. „Ich weiß nicht worüber ich mich mehr freuen soll, das Kleid, den Hut oder das du alles bezahlst!“

Sie kicherte leise und stellte sich auf die Zehenspitze und küsste ihn leicht. Mit ihrer Zungenspitze fuhr sie über seine Fangzähne. „Oder über etwas ganz anderes!“ Sie kicherte wieder. Sie schnellte herum, nicht zu schnell selbstverständlich und dankte der Schneiderin. Sie wollte eigentlich nur so schnell wie möglich einen passenden Kopfschmuck kaufen um dann noch schneller das Kleid, welches sie gerade gekauft hatte, wieder auszuziehen. Aber sie wollte ihn auch ein bisschen ärgern. Das machte das Ganze noch spannender. Sie kicherte wieder und schlang ihre Arme um seinen Hals. Er hatte sie immer fest im Griff und sie drückte sich noch enger an ihn. Sie küsste ihn wieder ihn, doch dann löste sie sich ganz von ihm und zog ihn aus dem Geschäft.

Sie hackte sich unter und gemeinsam schlenderten sie die Straßen entlang, fast wie ein normales Paar, ein überdurchschnittliches gutaussehendes Paar, aber letztendlich normal. Sie plapperte vor sich hin, ohne wirklich etwas zu sagen oder darauf zu achten, was Ronaldo erwiderte. Zielstrebig zog sie ihn zu der Adresse, die die Schneiderin angegeben hatte. Sie war bereits einmal in dem Laden gewesen, ihn aber nicht weiter beachtet. Im Gegensatz zu der Schneiderein war es ein offener und heller Laden. Sie mochte den Geruch, als sie den Laden betrat. Sofort kam eine Dame heran geeilt sie zu beraten. Ihre Röcke raschelten als sie sich übereifrig vorstellte und sie mit Fragen überhäufte. In schnellen Französisch wimmelte sie schnell ab. Viel eher mochte sie es, alleine nach Hüten zu stöbern und sie nach der Reihe anzuprobieren. Lächelnd setzte sie einen marineblauen Hut mit weiten weißen Federn auf. Er passte perfekt und schmückte ihr Haupt perfekt. Natürlich passte es perfekt zu ihrem gerad erst erstandenen Kleid. Sie war ziemlich zufrieden damit, doch sie wurde unterbrochen, als ein neues Paar den Laden betrat. Ihr Gesicht war weiß gepudert und seine Hände steckten in hellen Handschuhen. Beide rochen vorzüglich und unausstehlich zu gleich. Schweiß und Dreck mischten sich zu einem penetranten Geruch, der es war schwer für Claire machte nicht zu würgen. Gleichzeitig roch ihr Blut so vorzüglich und unbeschreiblich sündhaft, dass CeCe sich in seinen Arm krallte. Sie blinzelte leicht, denn sie merkte förmlich wie ihre Augen mit jeder Sekunde dunkler wurden. Sie hatte zwar erst gejagt, doch das Verbrennen des Vampirs hatte sie viel Kraft gekostet, so dass sie das typische Brennen wieder und noch stärker spürte. Sie drehte sich zu Ronaldo um und drückte ihr Gesicht in seinen Umhang. Sie hielt die Luft an und murmelte: „Entweder wir verlassen diesen Laden jetzt, oder ich fürchte ich muss die Beiden da drüben schlachten.“

Sie sah zu ihm auf, damit er ihre Augen sehen konnte. Sie wusste, dass sich die Farbe eigentlich langsam änderte, aber ein Nachteil ihrer Gabe war es nun mal, dass ihre Augen schneller verdunkelten als normal. Natürlich hatte Claire Übung darin sich zu beherrschen, aber manchmal hatte sie Rückfälle, Unfälle die passierten. Der blonde Engel wollte aber nicht, dass es direkt vor dem wunderschönen, starken Ronaldo passierte. Schnell hielt sie wieder ihre Luft an und drückte sich noch näher, haltsuchend an den großen Vampir. Sie spürte die Blicke der Verkäuferin und der neuen Kunden sie anstarrten. Hastig löste sie sich wieder von ihrem Begleiter, ohne ihn dabei loszulassen. Ängstlich sah sie auf zu ihm und wartete, was er sagen oder tun würde.
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Aro
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Mo Dez 03, 2012 1:08 pm


„Ich weiß nicht worüber ich mich mehr freuen soll, das Kleid, den Hut oder das du alles bezahlst!“ Genugtuung und Begierde durchflutete den alten Vampir. Sie erwiderte sein Verlangen. Sie versagte ihm nichts und schien mehr als erfreut über sein offenes Werben zu sein. Sie war SEIN. Die kleine Person kicherte ausgelassen und reckte sich zu seinen Lippen um ihn verführerisch und zart zu küssen. Ihre Zunge umspielte seine Zähne, voller Vertrauen, dass er sie gewähren lies. Er würde ihr später zeigen, was sie noch nicht an ihm kannte, welche Freuden sie noch erleben würde. Oder vielleicht sollte er sie noch etwas formen, sie mehr disziplinieren.

„Oder über etwas ganz anderes!“ Ihre Worte forderten seine ganze Selbstbeherrschung. Verdammt war der Hut, das könnten sie auch später noch besorgen. Sie dankte der Schneiderin artig und küsste ihn wieder, verursachte einen wahren Aufruhr in seinem Kopf. Vielleicht war diese Schneiderin ja doch nicht so wichtig. Erregt fauchte er leise in ihren Mund. Doch ehe er es sich versah hatte das kleine Biest ihn aus diesem Laden gezogen und schlenderte Arm in Arm mit ihm durch die jetzt belebten Straßen. Aro dachte an die Einladung, die ihn bereits vor drei Monaten erreicht hatte. Ursprünglich wollte er gar nicht zu dem Fest heute Abend gehen, daher hatte er Fredérick Gouton auch abgesagt. Aber nun, mit der Aussicht auf Claires Begleitung wäre es etwas ganz anderes. Es wäre auch kein Problem, sein Inkognito ihr gegenüber zu wahren, da der Gastgeber streng darauf achtete, Aros Namen oder den seiner Brüder nie auszusprechen. Die Meister erhielten von einigen ihrer Artgenossen immer wieder Einladungen zu solchen Festen, was nichts anderes war als eine unterschwellige Bitte die Umtriebigkeiten und Orgien der Veranstalter zu dulden. Von Zeit zu Zeit nahm einer oder mehrere der Brüder an derartigen Festen teil, um zu prüfen, ob ihre Gleichgesinnten den Spaß nicht zu weit trieben. Fredérick hatte es nie zu weit getrieben und seine Feste waren prunkvoll, luxoriös und von erfrischender Frivolität – ganz nach Aros Geschmack!
Ganz in Gedanken betrat er mit Claire das helle Studio, das sie ihren Laden nannte und sogleich begann die geschäftstüchtige Inhaberin Claire Vorschläge zu machen. Aro sah sich ein wenig um, ob sie das, was er zusätzlich erwerben wollte ebenfalls bevorratete. Natürlich hatte sie, sie war sehr gut ausgestattet. Claire wählte einen wahrhaft ausladenden, verspielten blauen Hut mit überaus flauschigen, locker schwingenden Straußenfedern. Ihre porzellanartige Haut wurde von dem verspielten Ensemble nur noch verstärkt. Aro zückte lächelnd seine Börse, als der penetrante aufdringliche Gestank weiterer Menschen den laden füllte. Ungewaschene, überschwänglich parfümierte, ihren Dreck überpudernde Gestalten, deren Odeure eine Beleidigung für jede verwöhnte Nase war. Aro wandt sich angewidert ab, zahlte für den Hut und forderte noch zwei Augenlarven in schwarz, schlicht doch elegant, die ihm die fleißige Inhaberin strahlend einpackte. Claire schien davon nichts mitzubekommen, sondern fuhr herum um sich leicht panisch an ihn zu schmiegen. Sie vergrub ihr süßes Näschen in seinem Hemd und schien wie erstarrt zu sein. Claire war offensichtlich mehr als verunsichert, denn sie flüsterte hilfesuchend: „Entweder wir verlassen diesen Laden jetzt, oder ich fürchte ich muss die Beiden da drüben schlachten.“
Als sie ihre flehenden Augen auf ihn richtete, sah er wie sie sich verändert hatten. Obwohl sie vor kurzem erst getrunken hatte, färbten sie sich bereits in ein ihren Hunger preisgebendes dunkles rot.
Aro zischte warnend und hielt sie fest an sich gepresst und erwiderte leise: „Beruhige dich. Ich möchte nicht, dass du dir deinen Geschmack verdirbst an diesen Kreaturen. Hab Geduld Piccolina“. Er wendete sich den Personen im Laden zu und lächelte überschwänglich. “Es war mir eine Ehre Madam, ich werde sie weiterempfehlen. Au revoir“.
Zielstrebig zog er Claire mit sich, zurück zu ihrer Wohnung. Er wollte sie nicht länger dem Geruch von menschlichem Blut aussetzen. Sie sollte nicht trinken, nicht jetzt. Seit der Begebenheit in dem Geschäft zitterte sie vor Begierde. Mit jedem Schritt, den sie durch die Straßen von Paris machte schien sie unkontrollierter zu werden, doch sie klammerte sich eisern an Aros Arm, den sie geradezu malträtierte. Aro schob sie in ihre Wohnung und schloss energisch die Tür hinter ihr ab. „Claire, fasse dich. Es ist noch zu früh! Du wirst trinken und ich verspreche dir ein außergewöhnliches Festmahl, aber nicht jetzt. Vergiss dich nicht.“ Seine Stimme war leise aber bestimmend. Er wusste, welche Wirkung er mit seiner Stimme erzielen konnte. Er wusste es seit Jahrhunderten. Ihre jetzt noch dunkleren Augen flammten kurz auf und bekamen einen trotzigen Ausdruck. Aro lachte leise und beruhigend. „Nana, ich habe dich wohl zu sehr gefordert heute morgen. Komm meine Schöne, ich will dich ablenken.“ Schmeichelnd aber bestimmend zog er sie zu sich und lenkte sie in ihr Schlafzimmer. Sie bebte, teils aus innerem Widerstand teils aus offenem Verlangen. Er umfasste ihre Handgelenke und führte ihre Arme hinter ihrem Rücken zusammen, wo er sie mit seiner Rechten gepackt hielt. Dann begann er sie zu entkleiden, langsam und jede Sekunde genießend.
Aro liebkoste ihre nackte Haut auf eine Weise, die ihr heisere Seufzer, sehnsüchtige leise Schreie entlockte. Er verführte sie auf eine Weise, die ihr keine Wahl ließ und sie trotzdem sehnsuchtsvoll sich ihm völlig auslieferte immer mehr erwartete und immer mehr bekam. Er dominierte sie auf eine bestimmende aber gleichzeitig respektvolle verehrende Weise und sie gab sich ihm in einem Sturm der Wolllust und Begierde völlig hin.

Der alte Meister streichelte den schönen noch immer vor Lust bebenden Körper neben ihm und endete nicht damit ihr Worte der Verehrung und Hingabe zuzuflüstern. Er hatte sein Verlangen mehr als gestillt und war in einer äußerst guten Stimmung. Sie war eine mehr als talentierte Schülerin. Sie vermochte es ihn nicht nur zufrieden zu stellen, sondern erfüllte ihn, wie es sonst nur eine Frau bisher vermochte. Er erhob sich lächelnd und fuhr mit den Fingern spielerisch über ihren Oberkörper auf dem er sie mehrfach als SEIN gezeichnet hatte. Auch er trug Spuren ihres Verlangens auf seinen Schultern, seinen Lenden und lachte leise erregt.

„Ich werde mich säubern und für den Abend ankleiden. Dein Kleid wurde bereits geliefert, also solltest auch du ein Bad nehmen und dich putzen. Ich erwarte von dir, dass du glänzt. Ich möchte, dass du alle blenden wirst.“ Ihr fragender herausfordernder Blick verriet ihre Anspannung über die Aussicht auf diesen Abend. Er hatte ihr nicht verraten, wohin sie gingen. Sie musste es nicht wissen. Sie musste lernen ihm blind zu folgen, denn das war etwas, was er von ihr erwartete. Blinder Gehorsam und absolute Loyalität. „Ich verspreche dir, du wirst es mehr als genießen. Du bist unvergleichlich Claire. Ich genieße deine Gegenwart sehr. Danke ma Chérie! Ich danke dir sehr.“

Er stand auf, betrat das Bad um sich zu waschen und kleidete sich dann in einen herrlichen Anzug, der selbst bei einem Empfang in Versailles alle Blicke auf sich gezogen hätte. Aro hatte veranlasst, dass ein Bote sein Gepäck, dass in einer kleinen charmanten Wohnung, die ihm und seiner Familie für ihre Besuche in Paris stets zur Verfügung stand, abgeholt wurde und hierher gebracht wurde. Er hatte nicht die Absicht, für die restliche Zeit, die er hier verweilen würde alleine zu schlafen.
Sein Anzug war ganz in schwarz und silber gehalten. Die edelsten Materialien konkurrierten miteinander ohne jedoch aufdringlich oder impertinent arrogant zu wirken, sondern zeugten von klassichem Geschmack und Stil.

Er half Clarie in das ebensolche sehr edel wirkende Kleid aus Wildseide und Brokat und reichte ihr eine der schwarzen Augenlarven.
„Da wo wir hingehen, empfinden es die Gäste als sehr angenehm unerkannt zu bleiben. Man wird für uns einige herrliche Mahlzeiten bereit halten und du wirst mehr als auf deine Kosten kommen.“ Noch einmal küsste er sie leidenschaftlich, leckte sich genießerisch über seine Lippen und lächelte begeistert. „Komm Bien-Aimée – folge mir und verlebe mit mir eine Nacht, die du so schnell nicht vergessen wirst.“
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Claire
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Mo Dez 03, 2012 4:00 pm

Geschafft und ausgezehrt lag sie neben ihm. Er war unglaublich; respektvoll, verehrend und fordernd zu gleich. Ein wahrlich einmaliges Ensemble aus Geben und Neben konnte er sein Eigenen nennen, dass es ihr den nicht vorhandenen Atem verschlug. Immer noch zärtlich liebkoste er sie und flüsterte ihr wunderschöne Wahrheiten ins Ohr. Zufrieden schmiegte sie sich an ihn schnurrte leise wie eine Katze.
Doch dann erhob er sich leise und sprach mit seiner bittersüßen Stimme: „Ich werde mich säubern und für den Abend ankleiden. Dein Kleid wurde bereits geliefert, also solltest auch du ein Bad nehmen und dich putzen. Ich erwarte von dir, dass du glänzt. Ich möchte, dass du alle blenden wirst.“

Sie wunderte sich, wohin ihr Liebhaber sie entführen würde. Sie war sich sicher, es würde einmalig werden, dennoch war sie gespannt und es reizte sich, nicht zu wissen, wohin sie gehen würden. Gleichermaßen gewillt zu wissen was vor sich ging und wissend, besser nicht zu fragen nickte sie, ihre Anspannung aber nicht verstecken könnend. „Ich verspreche dir, du wirst es mehr als genießen. Du bist unvergleichlich Claire. Ich genieße deine Gegenwart sehr. Danke ma Chérie! Ich danke dir sehr.“ Er entschwand ins Bad und auch sie stand langsam auf.

Sie griff das Lacken, das zerwühlt auf dem großen Bett lag und schlang es sich um den Körper. Sie trat an das große Fenster und genoss kurz die Symphonie der Stadt unter ihr. Manchmal liebte sie den aufdringlichen Lärm der zu ihr drang. Es beruhigte sie zu wissen, dass auch wenn sie unverändert und wie in Stein gehauen bestehen blieb, in Perfektion und Stillstand gefangen, die Welt sich weiter drehte und sich veränderte. Die Menschen lebten und starben, die Stadt lebte und starb. Alles war in Bewegung, wie ein Strom der Zeit. Es machte es für die Vampirin messbar, wie lange sie bestand und half ihr nicht den Verstand über Dinge zu verlieren, die selbst für sie ungreifbar waren. Ihre sensiblen Ohren vernahmen, dass Ronaldo bereits fertig angekleidet war, während sie immer noch vorangekommen war.

Rasch betrat sie nach ihm das geräumige Bad. Bevor sie die Tür schloss machte sie noch sicher, dass ihr Begleiter sah, wie sie das Lacken langsam losließ und es sanft zu Boden gleiten lies. Ein wenig Spaß musste sie sich schließlich erlauben. Trotz allem sah sie in den Spiegel und erschrak ein wenig über ihre zerrauften Locken, die Male, die Ronaldo auf ihrer Haut hinterlassen hatte. Außerdem sah sie sich an, dass sie erschöpft war. Ihre blutroten Augen trugen dazu noch bei. Für einen Menschen wäre sie immer noch ein Bote Gottes gewesen, aber für sie, Claire, sah sie geradezu erschreckend menschlich aus. Die dunklen Schatten unter ihren Augen waren noch tiefer, ihre Haut noch blasser. Sie atmete schnell und tief durch und begann energisch ihre Locken zu bürsten, bis sie nicht mehr abstanden, sondern geschmeidig über ihre Schultern flossen. Sie schlüpfte in Korsage, Mieder und Strümpfe.

Sie verließ das Bad wieder und trat zurück in den geräumigen Raum, wo Ronaldo bereits darauf wartete ihr in das neu erworbene Kunstwerk aus Wildseide und Brokat zu halfen. Sanft, aber bestimmt, schnürte er ihr das Korsett zu und spielerisch schloss er Knöpfe und Ösen. Es war erstaunlich, dass er sie genauso gut an- wie ausziehen konnte. Nachdem sie endlich vollkommen angekleidet war, warf sie einen Blick auf ihn. Wie ein Engel stand er vor ihr, ganz in schwarz und silber geschmückt war er einfach spektakulär. Noch bevor sie zurück vor den Spiegel eilen konnte um ihr Aussehen mit ein wenig dieser dummen, menschlichen Schminke zu vervollständigen, reichte er ihr eine Augenlarve.

„Da wo wir hingehen, empfinden es die Gäste als sehr angenehm unerkannt zu bleiben. Man wird für uns einige herrliche Mahlzeiten bereithalten und du wirst mehr als auf deine Kosten kommen.“ Langsam aber bestätig brodelte die Aufregung in ihr hoch. Vorsichtig legte sie das schwarze Schmuckstück an und Ronaldo tat es ihr gleich. „Komm Bien-Aimée – folge mir und verlebe mit mir eine Nacht, die du so schnell nicht vergessen wirst.“ Seinen leidenschaftlichen Kuss lächelnd erwidernd knickste sie leicht und nahm seinen Arm, den er ihr reichte. Sanft legte sie ihre zarte Hand auf seinen kalten, starken Arm. Ihre weiße Haut hob sich abstrakt vom schwarzen Stoff seines Anzuges ab. Es war ein wunderschönes Bild und Claire wusste, dass sie es, ungeachtet ihres perfekten Gedächtnisses, immer im Kopf behalten würde. Gemeinsam verließen sie ihre Residenz und entschwanden in die Nacht.
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Aro
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   So Dez 09, 2012 3:16 am

Sie gingen in östliche Richtung und erreichten eine Stunde später die Gärten des Chateau Vincennes. Es war zum größten Teil von den Revolutionstruppen zerstört worden, damals als sie auch die Bastille gestürmt hatten. Frederick de Paquetin hatte das Anwesen seither ‚betreut’. Er hatte der neuen Regierung ein großzügiges Angebot gemacht und die meisten Gebäude an sie vermietet. Lediglich den Festungsturm, den Donjon, nutzte er selbst.
Es war geradezu lächerlich, dass diese menschlichen Kleingeister ihm für ihr eigenes Eigentum, denn das Schloss war königliches Gut, und somit Staatsbesitz gewesen, dieses ganze Gebiet verkauft hatten für die lächerliche Summe von 3 Millionen Loisdore in Gold. Aro schmunzelte über Fredericks Geschick und kleinen Triumph. Er hielt Claires Hand, seit sie ihre Wohnung verlassen hatten. Sie zitterte leicht vor Anspannung ob der vielen schlagenden Herzen, hinter ihren bürgerlichen Fassaden. Bald schon würde sie in Blut baden dürfen.
Der Donjon war hell erleuchtet. Mächtig ragte der große vierseitig Turm empor. Es war beginnende Nacht und aus allen Richtungen sah man elegant gekleidete Gestalten auf den kleinen hinteren Eingang zustreben. Niemand sprach, niemand lachte, niemand nahm Notiz von diesen Personen, die alle das gleiche Ziel hatten. Ab und an hielt eine Kutsche und lärmende kichernde Menschen stiegen aus, um aufgeregt und erwartungsvoll den pompösen vorderen Eingang des Gebäudes zu betreten. Aro drückte Claires Hand und lächelte sie vielsagend an.
„Siehst du wie sie freudig in ihr eigenes Verderben laufen? Sie alle werden diesen Turm nicht mehr verlassen. Sie alle glauben, privilegiert zu sein, da sie eine Einladung zu diesem Ball erhielten. Sie sind es in der Tat, denn sie werden unsere Mahlzeit sein. Komm Piccolina, lass uns einen Aperitif nehmen, bevor wir uns einen von ihnen aussuchen.“ Leise kichernd traten sie auf die schmale Tür zu, die in einen langen schmalen Gang führte. Am Ende empfingen sie zwei livrierte Wachen, denen Aro schweigend seine Einladung zeigte. Sie öffneten eine doppelflüglige Tür und Aro kicherte erfreut, als er spürte wie Claire vor Staunen und Entzücken kurz zögerte.

Das Innere war von zahlreichen, funkelnden Kristallkronleuchtern prachtvoll erleuchtet. Der riesige quadratische Raum glänzte in warmen Holztönen, blattgoldenen barocken Holzschnitzereien, schweren weinroten Samtvolants. Am Ende des Raumes saß ein 9 köpfiges Orchester und spielte Tanzmusik, zu der sich die Anwesenden in ihren prächtigen, luxuriösen Roben auf dem glatt polierten kunstvollen Parkettboden, dessen Intarsien florale Muster darstellten. „Es wird mir eine Freude sein, dich später auf dieses Parkett zu führen Piccolina, aber erst möchte ich, dass du deinen Durst stillst. Komm.“ Er führte sie rechts an den Umstehenden vorbei, die auf die Tanzfläche starrten und den Gästen zusahen. Rechts öffnete sich der Raum in einen Nebenraum, der auf ein großes Treppenhaus mündete, das in die oberen Etagen führte. Dieser etwas kleinere Raum war angefüllt mit weiteren Vampiren die immer wieder in die linke Ecke zustrebten, wo eine ausladende Gläserpyramide aufgebaut war. Die Gläser waren mit frischem Blut gefüllt und Claire zog panisch den Duft dieses verlockenden Saftes ein. Aro nahm eines der Gläser hinab und reichte es ihr. Begeistert beobachtete er sie, wie sie das Glas ruhig an sich nahm und es manierlich und ohne Hast leerte. Seine Augen glänzten vor Stolz über ihre Beherrschtheit und er fuhr mit seinem Zeigefinger an ihren Lippen vorbei, um einen verbliebenen Tropfen abzuwischen. Ihr flehender begieriger Blick traf seinen und er nickte freudig.
Er nahm zwei neue Gläser, reichte eines Claire und behielt das andere selbst, um leise mit ihr anzustoßen. „Zum Wohle piccola Angelina. Ich kann es kaum erwarten mit dir nach oben zu gehen.“ Ein großer schmaler und sehr vornehm gekleideter Herr kam freudig auf sie zu und verbeugte sich dezent vor Aro. „Signore, ich kann ihnen gar nicht sagen, wie es mich freut, dass sie die Zeit erübrigen konnten, um mein kleines bescheidenes Fest zu besuchen. Ist der Aperitif nach ihrem Geschmack, oder soll ich ihnen einen Krug frischere Ware bringen lassen?“ Aro lächelte beseelt und reichte dem Mann seine Hand. Seine Augen weiteten sich leicht und er hätte am liebsten laut gelacht. „Mein Lieber Frederick, ich bedaure es immer wieder, dass ich nur so selten Gelegenheit habe. Meine junge Freundin hat eine lange enthaltsame Zeit hinter sich. Würden sie uns gestatten eines ihrer exquisiten Gemächer aufzusuchen. Wir können später noch plaudern.“ Der Mann strahlte Claire süffisant an und wies einladend auf die Treppe. „Fühlen sie sich ganz wie zu Hause Maistro. Ich werde ihnen etwas zur Erfrischung bringen lassen.“ Aro nickte ihm wohlwollend zu, gab seine Gläser einem der Wachen und legte, Claire sanft die Treppen hochführend, seinen Arm um ihre schmale Taille. Wie in Gedanken summte er beschwingt die Tanzmusik mit, die aus dem großen Saal leise zu ihnen herüberschallte.

Sie betraten ein großzügies Zimmer mit recht spartanischen mittelalterlichen Möbeln. Alles hier roch nach Blut. Man hätte nicht sagen können, ob es frisch oder alt war, denn es gab viele verschiedene Nuancen. Claire atmete überrascht dieses Odeure ein und drehte sich fragend zu Aro, der die Tür hinter sich schloss und sie an sich zog, um sie besitzergreifend zu küssen. Er drängte die Schulterpasse ihres Kleides über hinunter und küsste ihre Schulter, ihren Brustansatz und lachte leise, als er ihre hoffnungsvollen Seufzer hörte.
Die Tür wurde wieder geöffnet und Aro lies Claire los, um sich blitzschnell herumzudrehen und im Bruchteil einer Sekunde hinter dem jungen gutaussehenden menschlichen Mann die Türe wieder zu verschließen. Der Mann stieß einen überraschten Laut aus und betrachtete Claire mit bewundernden Blicken. Aro trat hinter ihn, umfasste mit eisernem Griff mit seinem rechten Arm die Taille des Mannes und packte mit seiner Linken dessen linkes Handgelenk.
„Ja, Monsieur, sie ist schön nicht wahr. Ich darf ihnen verraten, sie ist atemberaubend in ihrer Leidenschaft. Sehen sie nur, wie sich ihre Augen vor Lust verdunkeln. Sie begeht sie Monsieur. Sie will dich mein Kleiner. Willst du sie auch?“ Der Mann war zu überrascht, um sich zu wehren. Er war zu sehr von Claires Erscheinung abgelenkt, um die Situation ganz zu begreifen und doch hatte er begonnen zu zittern, vor der Kälte die diese Klammerartigen Arme ausstrahlten und der Bedrohlichkeit dieser flüsternden, einschmeichelnden Stimme. Unfähig zu atmen ging sein Atem stoßweise und erregt. Aro kicherte hämisch und schnüffelte begierig an der Halsschlagader ihres Opfers. Das Blut raste durch die Venen des Mannes und machte Claire immer rasender.
„Ich will, dass du ihn dir nimmst Piccolina. Ich will, das du dich gehen lässt. Ich will deinen Rausch sehen. Komm meine Schöne und nimm dir alles was du begehrst.“ Der Jüngling hatte begonnen zu zappeln und wimmerte entsetzt bei den gezischten Worten, bei dem grausam schönen Gesicht das schwebend und bleich immer näher kam.
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Claire
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Di Dez 11, 2012 1:28 pm

Der junge Mann, das Kind; wie auch immer man das Menschlein in Ronaldos Armen nenne wollte, begann zu zappeln wie ein Fisch an der Angel. Sie jedoch vergaß alles, den wunderschönen Saal mit der verwunschenen, wunderbaren Musik, dem blutigen Wein, den sie so sinnlich mit ihrem Begleiten getrunken hatte und dem sonderbaren Mann, denn Ronaldo begrüßt hatte. Ihre Gedanken waren ganz von dem rasenden Strom des roten Lebenssaftes in den Adern ihres Opfers besessen. Sie hörte die zischende Stimme nicht mehr, mit der ihr Partner leise Befehle gab.
Sie brauchte sie nicht mehr, sie konnte nicht mehr anders. Es hätte eine ganze Vampirarmee gebraucht um die jetzt noch vom Morden abzuhalten. Sie kam ihm immer und näher und sie konnte das nahrhafte, angst durchtränkte Blut schon förmlich auf ihrer Zunge schmecken. Sie konnte das Zittern seiner Muskeln sehen und seinen Angstschweiß riechen. CeCe war nur noch wenige Zentimeter von der Halsschlagader ihres Opfers entfernt, als sie endgültig die Beherrschung verlor. Mit einem bestialischen Knurren stürzte sie sich auf den Jüngling. Ohne auf das etwas aufgeschreckte Schnauben Ronaldos zu achten, riss sie die jungen Knaben aus seinem Griff um ihre scharfen Zähne in seinem Hals zu vergraben. Sie hörte das Schreien, das schnell in einem Gurgeln unterging, als sie die Hauptschlagader durchtrennte und Blut in die so lebenswichtigen Lungen lief. Er starb schnell, aber schmerzhaft. Die Zähne gruben sich in das zarte Fleisch wie ein Messer in Butter.
Sie seufzte leicht als sie endlich den ersten Tropfen Blutes auf ihrer Kehle fühlte. Gleichzeitig versetzte sie das auch in eine Art Rausch und immer schneller und schneller saugte sie an den Adern und wieder und wieder biss sie in den dünnen Hals, bis er schlussendlich zerfetzt war. Die Kehle war entstellt und nur noch schwer zu erahnen, aber das war der blonden Vampirin noch nicht genug. Sie biss in die Handgelenke, Fesseln den Bauch; überall wo sich noch ein Tropfen des roten Nektars verstecken könnte. Als sie schlussendlich geendet hatte, leckte sie sich die Finder, fuhr sich über das Gesicht um ja nichts zu verschwenden. Sie hatte sich während ihres Mahls in eine dunkle Ecke des Raumes zurückgezogen, mit dem Rücken zu Ronaldo.
Noch immer kauerte sie in einer Abwehrenden Position, noch immer ihren natürlichen Instinkten unterworfen. Sie zwang sich dazu sich ein wenig zu entspannen und den leblosen, verstümmelten Körper preiszugeben. Sie stand auf und wich ein paar Schritte zurück. Sie wischte sich ein letztes Mal über den Mund und strich anschließend das Kleid glatt. Sie straffte ihre Schultern und fuhr sich schnell durch die Haare. Sie schnippte mit den Fingern und verbrannte die Leiche, bevor sie sich wirklich Renaldo zuwandte. Noch immer in er Verteidigungshaltung, geflasht vom Blutrausch sah sie ihn auf sich zu kommen. Knurrend wich sie zurück, noch verwirrt und überwältigt. So war es immer gewesen, nach der Jagd, der wirklichen Jagd, bei der sie sich verlor. Sie verlor nicht nur sich, sondern auch all ihre Manieren, ihre Überlegenheit, alles, nur um zu ihrem Urinstinkten zurück zu kehren. Sie ignorierte die offenen Arme und knurrte leise, aber bedrohlich und floh zurück in die Ecke. Der blonde Engel versuchte wirklich sich zu besinnen, doch ihre verschärften Sinne nahmen alles so intensiv war, dass es einfach zu viel für den Moment war.
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Aro
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Fr Dez 21, 2012 3:58 am

Aro sah wie sie die Beherrschung verlor, wie sie der Bestie freien ungezügelten Lauf gab. Ein bestätigendes, unwilliges Schnauben entfuhr ihm, als sie ihm den Menschen aus den Händen riss. Er gab nicht gerne seine Beute her, doch sie war für Claire bestimmt gewesen. Er musste noch warten. Als Belohung beobachtete er sie beglückt über die Möglichkeiten, die er ihr hier bot, die er IHNEN noch bieten würde. Er huschte kurz zur Tür und winkte einem der Bediensteten kurz zu, der ihn sofort aufmerksam ansah. „Mein Guter bring uns noch einen andern – ich bitte dich.“ Dann schloss er lautlos die Tür, blieb neben dem Türrahmen stehen und beobachtete sie, ergötzte sich an den ersterbenden Schreien, dem Zappeln und Zittern und den reißenden Lauten, die die zerreißende Haut unter ihren Zähnen machte. Sie tötete mit solch einer Gewalt, mit einer derart anmutigen Schönheit, dass er sich am liebsten zu ihr gekniet hätte, um sie noch besser in ihrer Gier beobachten zu können. Sie war zu großen Gefühlen fähig und war klug genug sie nicht zurück zu halten, in keiner Situation.
Sie war wie für ihn geschaffen. An seiner Seite, in seiner Nähe würde sie zu der Rose erblühen, die sich derzeit noch in einer Knospe erahnen ließ. Sie würde ein unvergleichliches Mitglied seiner Familie werden.
Ahhh, der schwere verlockende Duft des frischen Blutes stieg ihm zu Kopf und versuchte ihn seiner Sinne zu berauben. Es wurde Zeit, dass auch er sich sättigen durfte, dass auch er zerreißen und nehmen durfte, wonach ihm der Sinn stand. Ihr Saugen ließ nach, ihre letzten Bemühungen noch einen einzigen Tropfen an irgendeiner Stelle dieser leeren Hülle zu finden, wurden vergeblich und sie verließ die Ecke, in die sie sich mit ihm zurückgezogen hatte, stand auf, strich ihr Kleid glatt und richtete sich die Haare. Unerwartete Verehrung durchdrang den alten Vampir. Das war seine Piccolina. Gerade eben hatte sie diesen Körper in einem Akt brachialster Gewalt mit ihren Händen und Zähnen zerfleischt und jetzt galt ihr erster Gedanke ihrem Erscheinungsbild. Fast hätte er begeistert gelacht und in seine ausgebreiteten Hände geklatscht. Sie war so ungemein erfrischend und unvorhersehbar. Mit einem femininen, beiläufigen Schnipsen setzte sie die Leiche in Brand und Aro beobachtete, dass dieses Feuer interessanterweise kontrollierter brannte als er es ursprünglich dachte. Sie war fähig nur diesen Körper zu verbrennen, ohne dass der Teppich darunter oder die Möbel daneben auch nur eine Veränderung in der Farbe bekamen. Das war ….FANTASTISCH…..das machte sie umso wertvoller für ihn.
Sie wandte sich ihm zu und erstarrte, ihre Augen weit aufgerissen, wachsam und zum Angriff bereit. Reflexartig zog sie sich zurück, ihn nicht aus den Augen lassend und knurrte abwehrend. Hmmm, sie war noch durstig. Sie war noch nicht vollends satt und von daher fiel es ihr schwer zurück in ihre Beherrschung zu finden. Nun, das sollte kein Problem sein. Aro schmunzelte und wich zurück, seine Hände beschwichtigend hebend und flüsterte sanft. „Schsch, keine Angst mia Piccolina. Du gefällst mir sehr – du gefällst mir immer besser! Ich möchte, dass du bei dem nächsten nicht ganz so stürmisch bist, meine kleine Wildkatze, denn ich möchte dich bitten den nächsten mit mir zu teilen. Willst du?“ Sie zeigte keinerlei Regung, außer angespannter Wachsamkeit, doch er war sich sicher, dass sie ihn gehört hatte. Die Tür ging auf und eine Frau von vielleicht Mitte zwanzig kam ihren Fächer kokett wedelnd herein, musterte Aro angetan und lächelte unter ihrer Maske auffordernd. „Bonsoir Monsieur, á votre service!“ Aro nahm die Hand der Frau und zog sie rücksichtslos an sich.
“Das ist äußerst zuvorkommend von Ihnen meine Gute!” Genussvoll senkte er sein Gesicht an ihren Hals und zog den sich ihm bietenden Duft ein, lauschte auf das schneller werdende Pochen und Strömen in ihren Adern und zog sie ruckartig mit sich zu dem Bett. Mit geübter Leichtigkeit riss er ihr ihre Kleider vom Leib und stieß sie auf die weißen Laken. Sie schrie entsetzt und versuchte von ihm fortzukriechen, doch er hielt sie an ihrem Arm fest und gackerte amüsiert. „Nein nein, nicht doch, wir haben doch noch gar nicht angefangen.“ Auffordernd und lüstern sah er zu Claire, die ihn lächelnd beobachtet hatte. Er hielt ihr einladend seine Hand hin, die sie freudig ergriff. „Komm meine Liebste, ich möchte mit dir teilen. Halte dich nicht zurück – bitte. Ich möchte an deinem Genuss teilhaben, so wie du an meinem.“ Sie setzten sich jeweils seitlich neben die weinende und schreiende Kreatur und Claire nickte Aro wie zur Bestätigung zu. Er neigte sich zu der Frau nieder, umfasste mit seiner Linken ihren Hals und fesselte sie damit auf das Bett, um mit seiner Rechten ihren Arm zu heben und mit einem gierigen Knurren seine Zähne in ihre Achselhöhle zu versenken. Der heiße Blutstrom durchfloss ihn, als wäre es ein Energiestrom, der ihm neue Lebenskraft einhauchen könnte, als könnte er das Pochen ihres ersterbenden Herzens in seinem toten Körper spüren. Nein, sie waren nicht tot, nicht versteinert. Sie saugten nicht nur dieses köstliche Elexier in sie sondern auch die damit verbundene Energie. Sie waren mächtig, stark und nichts und niemand sollte es wagen sich ihnen in den Weg zu stellen.
Der Genuss, der sich ihm bot war überwältigend. Ihr Herz raste vor Angst, ihr Blut quoll ihm entgegen und ihre Schreie stachelten seine Begierde nur noch mehr an. Er trank nicht schnell, aber zügig, lies dann ab und richtete sich etwas auf, ihr Handgelenk an seinen Mund führend und dort beißend um sie in aller Ruhe langsam zu leeren. Seinen Blick heftete er derweil auf Claire, die sich an ihrem Oberkörper zu schaffen gemacht hatte und jetzt hingebungsvoll, ruhig und voller Genuss an einem der Fußgelenke saugte. Claires Augen leuchteten in einem satten, faszinierenden burgunderrot.

Er packte den nutzlosen Körper und schleuderte ihn von dem hübschen Bett. Seine Augen fixierten Claire, erfassten jede ihrer Regungen, jedes kleinste Zeichen, dass sie ihm gab und mit einer besitz ergreifenden Geste des Verlangens zog er sie an sich und küsste sie leidenschaftlich. Er leckte die letzten Spuren ihrer Mahlzeit von ihren Lippen, ihren Wangen und aus ihrer Mundhöhle und zog sie erregt an sich. Für Minuten küssten sie sich voller Genugtuung und Verlangen, dann löste er sich lachend von ihr, stand auf, überprüfte kurz sein Äußeres und rückte seine Maske zurecht.
„Kommt schöne Unbekannte – lasst uns tanzen gehen.“ Mit einem amüsierten Blick sah er wie sie kurz die Stirn runzelte und die von der heruntergefallenen Decke halbverhüllte Leiche betrachtete.
„Nein nein, Piccolina, überlasse das Aufräumen den Angestellten. In diesen Hallen musst du kein Theater spielen. Hier sind wir wer und was wir sind. Die Meister!“ Vor Vergnügen laut lachend reichte er ihr seine Hand und spazierte wohl gelaunt aus dem Zimmer, der lauter werdenden Musik entgegen.
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Claire
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Do Dez 27, 2012 4:48 pm

Die Frau lag ausgestreckt auf dem großen Bett, hilflos, ein simples, weiteres Opfer.

Sie hatte zwar gerade erst gespeist, aber dem verlockenden Ruf des Elixiers, der so sündhaft durch das stürmische Pochen hervorgerufen wurde, konnte sie einfach nicht widerstehen. Sie stürzte sich auf den kleinen, dummen Menschen vor ihr und Claire seufzte leise, als das Strom Blut in ihren Mund stürzte. Sie saugte jeden Tropfen aus und als sie endlich geendet hat, blickte sie auf um sich Auge in Auge mit Ronaldo zu befinden. Er fixierte sie und sie schauderte leicht, auf Grund seines intensiven Blicks. Er zog sie besitzergreifend an sich heran und sie ließ es geschehen. Sie lustvoll und leidenschaftlich küssend schmiegte sie sich an ihn, bis er lachend aufstand und sich anschickte seine Maske zu richten.

Kommt schöne Unbekannte – lasst uns tanzen gehen.“
Amüsiert schmunzelnd betrachtete er sie, als sie sich ihrerseits anschickte die Leich verschwinden zu lassen.
„Nein nein, Piccolina, überlasse das Aufräumen den Angestellten. In diesen Hallen musst du kein Theater spielen. Hier sind wir wer und was wir sind. Die Meister!“

Mit großen Augen sah sie an. Die Meister, wie mächtig und herrlich das klang. Sie war die Meisterin hier? Das war etwas, das sie sich immer vorstellte aber nie zu hoffen gewagt hatte. Lächelnd nahm sie die ihr gereichte Hand und schwebte mit ihm anmutig aus dem Raum, geführt vom stärkerer werdenden Rauschen der Musik. Das volle Volumen der Streicher füllte den Saal, den sie schon einmal betreten hatten. Einige Paare wirbelten verhalten auf dem Parket herum, zwanghaft versucht, dem wunderschönen Walzer gerecht zu werden, der gerade angestimmt worden war. Lächelnd sah sie zu Ronaldo, ihrem schönen, starken Ronaldo. Seine Augen glänzten in einem satten Rotton, in dem man sich verlieren konnte.

Leise kichernd folgte sie ihm auf das Tanzparket und schauderte leicht, als sich seine Hand auf ihren Rücken legte. Elegant bettete sie ihre eine Hand auf seiner Schulter, während die andere wie von selbst den Weg in seine bereitgehaltene Hand fand. Mit dem einsetzten der Streicher begann ihr wunderschöner Tanz. Sie ließ sich von ihm führen und folgte schwungvoll jedem seiner Bewegungen. Sie wirbelten durch den Saal, leicht und unbeschwert, wie Kinder. Ihr Kleid raschelte leicht und bauscht sich auf, der Schwung lies ihre Haare leicht wehen und genießerisch schloss sie die Augen und bei jeder Drehung lächelte leicht. Es war ein Gefühl wie fliegen, sie fühlte Ronaldo so nah, dass es so wunderbar intensiv war. Wenn es nach ihr gegangen wäre, dann könnten sie ewig einfach nur in der Musik schweben, denn hier vergaß sie alles, was ihr so schwer auf der Seele lag. Jede nichtige, alltägliche Kleinigkeit verschwand im Sog der Noten und Melodien.
Harmonie nach Harmonie wurde ihre Seele gereinigt, sie fühlte sich federleicht, in seinen starken Armen und sorgenlos.
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Aro
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Fr Jan 25, 2013 10:32 am

Wie schwerelos, als berührten ihre Füße den Boden nicht, schwebten sie über die große Tanzfläche. Niemand nahm offenkundig Notiz von ihnen und doch spürte Aro die Blicke auf sich gerichtet. Einige hatten ihn erkannt, doch sie wussten nur zu gut, dass er es nicht schätzte wenn sie tratschten, wenn sie seine Wünsche nicht respektierten. Claire lehnte in seinem Arm und ließ sich führen, genoss es mit geschlossenen Augen und einem erlösten Lächeln von ihm geführt zu werden. Sie war sich ihres Aussehens, ihrer Wirkung auf die Umgebung mehr als bewusst und genoss die bewundernden Blicke und Äußerungen auf eine derart arrogante, offensichtliche Weise, dass der Meister selbst vor Entzücken über ihre Koketterie lächelte.
Sie war tatsächlich berauschend. Ihre Liebe zu dieser Existenz und alle Facetten ihres Daseins zu genießen begeisterten den Meister. Die Bewegungen ihres eng an ihn geschmiegten Körpers erregten ihn. Gebieterisch zog er sie mit der nächsten Drehung noch fester an sich. Sie war SEIN und alle sollten sich dessen gewiss sein.

Frederick nickte ihm kurz zu. Aro hatte den Neuankömmling bereits gesehen und nickte beiläufig und bestätigend zurück. Sie würden sich für eine Weile zurückziehen. Interessiert betrachtete er das gelöste Gesicht Claires, die immer noch entrückt lächelnd mit geschlossenen Augen seinen Schritten folgte, als hätten sie nie etwas anderes getan. Die Musik umhüllte sie sanft und für einen Moment schien Zeit und Raum tatsächlich an Bedeutung verloren zu haben. Mehr und mehr der Umstehenden zogen sich zurück, einen der Futterkreaturen im Arm und strebten auf die vielen kleinen Separees im nächsten Stock zu, wo sie diese kleinen menschlichen Unwissenden schlachten würden. Andere kamen mit leuchtenden, gesättigten Augen bereits zurück. Fredericks Palast war unvergleichlich. Kein Geräusch drang an die menschlichen Ohren, welches das wahre Treiben bei diesem Fest frühzeitig offenbart hätte und zu einer störenden Panik hätte führen können. Diese geltungsbedürftigen Bürger glaubten sich doch tatsächlich beschenkt ob der Tatsache, dass sie zwischen diesen schönen, ihnen imponierenden Fremden wandeln durften. Dumme, gierige Maden!

Aro lachte leise erfreut und beglückt. Er lenkte Claire an den Rand zu einer der immer wieder neu gefüllten Getränkepyramiden, an der sie sich laben konnte, wenn sie wollte. Selbst die Menschen tranken das mit Champagner versetzte Blut und hielten es für die neueste Kreation Pariser Sommeliers. Vorsichtig verlangsamte Aro ihr Tempo und hielt schließlich in den Tanzschritten inne. „Claire, Süße es tut mir leid, aber wir müssen für einige Minuten unterbrechen. Ich habe einen Gleichgesinnten entdeckt mit dem zu sprechen es mich drängt. Es ist nicht nötig, dass du mich begleitest meine Liebe. Es wird nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Bitte bewege dich nach deinem Gutdünken, trinke soviel dich verlangt und tanze oder plaudere mit wem auch immer du möchtest. Ich versichere dir, man wird dir den nötigen Respekt und Wertschätzung entgegenbringen.“ Er strich zärtlich über ihre Wange und hauchte einen sanften Kuss auf ihre Lippen. „Ach und es gibt keinen Grund jemanden deinen Namen oder ähnliches zu nennen, wir alle hier lieben das Inkognito dieses Abends. Bewege dich frei und ungezwungen. Sollte sich dir jemand in einer Art nähern, die du nicht gutheißt, verfahre wie es dir gefällt. Man kennt mich hier und du bist meine Begleitung. Es wird niemand in Frage stellen!“ Ihre großen schönen Augen in diesem zierlichen, ebenmäßigen Porzellangesicht sahen ihn stolz und begeistert an.
„Hmmm – ich werde sicherlich nicht länger als nötig weg sein. Es verlangt mich zu sehr, dich erneut auf diese Tanzfläche zu entführen. Du tanzt unvergleichlich und du warst nie begehrenswerter für mich, wie an diesem Abend. Ich schätze es, wie sehr du die Vorzüge unserer Art zu leben weißt. Ich liebe es den Rausch, die Unmäßigkeit und das animalische Verlangen in deinen Augen zu sehen, wenn du dich gehen lässt. Du bist wunderschön Piccolina so wunderschön!“ Erneut küsste er sie, leidenschaftlicher, fordernder und aller Welt offen zeigend, welchen Anspruch er auf sie erhob.

Mit einem stolzen Lächeln entließ er sie aus seiner Umarmung und ging auf Frederick zu, der Arnaud Sorbonne bereits zu sich gerufen hatte und der Aro ebenso begierig entgegensah.
„Messieurs, wollen wir uns für unsere Unterredung in ein geeignetes Zimmer zurückziehen?“ Frederick lächelte und wies die beiden mit ausgestrecktem Arm in seine Privaträume. Die Angelegenheiten sollten ohne lästige Beobachter besprochen werden.
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Claire
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Fr Feb 01, 2013 3:05 pm

Beschwingt sah sie sich im Saal um. Er war gut gefüllt, tanzende Paare wirbelten herum, auch wenn keines an die Perfektion von ihr und Aro heran kommen würde. Sie bildeten einfach die perfekte Einheit. Aber auch alleine fühlte sie sich so gelöst und befreit. Vielleicht war es das erlesene Blut oder die beschwingte Musik die durch den Raum schallte. Sie wusste es nicht, aber es war ihr auch egal. Was zählte war, dass sie begehrenswert war, wunderschön. Sie hatte sich seit langer Zeit nicht mehr so lebendig gefühlt. Sie versuchte den Moment komplett in sich aufzunehmen, ihn tief in sich aufzunehmen.
Glücklich drehte sie sich zur Seite und griff sich ein neues Sektglas. Sie nippte daran, man wollte sich schließlich zivilisiert benehmen.
„Ihr Freund hatte Recht, Sie sehen wunderschön aus.“
Erschreckt drehte sich Claire herum. Ein großer drahtiger Vampir hatte sich hinter sie geschlichen und hatte seinen Mund an ihr Ohr gelegte. Sie konnte sich nicht erklären, wie er so nah an sie heran gekommen war. Aber das war jetzt auch nicht das größte Problem. Das größte Problem war, dass er seine Hand an ihre Taille gelegt hatte. Schnell schlug sie sie fort, doch nicht kokett und schelmisch, wie damals, Gott war es wirklich erst 2 Tage her, wie bei Ronaldo, nein. Diesmal war es bestimmt und verwirrt.
„Nun, auch wenn ich denke, die angebrachte Antwort wäre danke vielmals. Doch wie Sie bereits bemerkt haben sagte mein Freund ebenfalls so. Und ich weiß nicht ob er so angebracht fände.“
Sie wirbelte herum und schritt eilig von dannen. Es war ihr unangenehm so schmierig von der Seite angesprochen zu werden. Noch viel schlimmer war es, das er so offensichtlich Ronaldo Dominanz hinterfragte, hatte doch jeder gesehen, wie er sie geküsste hatte. Claire schüttelte sich leicht um seinen Geruch los zu werden. Roch Ronaldo nach Moschus, so war der unbekannte Fremde eine süßlich mohnartige Note, die sie schläfrig machte. Sie blinzelte schnell hinter einander und nahm einen größeren Schluck Blut zu sich.
Sie versuchte sich wieder zu entspanne, das Gefühl wieder zu erlangen, das noch vor so kurzer Zeit in ihrer Brust gewohnt hatte. Leicht irritiert sah sie auf die Tanzfläche. Weniger war es der Umstand, dass Menschen sich unter die Göttlichen mischten und mit auf die Zimmer genommen wurden, als mehr der Umstand, dass sie es zu genießen schienen. War es ihnen denn nicht aufgefallen, dass niemand zurückkam, hatte er einmal den Saal verlassen. Wahrscheinlich waren sie einfach so verzückt wegen des Umstandes der Perfektion, die sie alle umgab. Der blonde Engel schüttelte über diese Einfältigkeit nur den Kopf. Doch sie verspannte sich gleich wieder, als den tödlichen Geruch des aufdringlichen Fremden vernahm.
„Du sprachst über einen, deinen, Freund. Doch kann er nicht dein Freund sein, wenn er dich hier so ungeschützt und allein zurück lässt.“
Diesmal drehte sie sich nicht einmal um, versuchte sie doch ihn einfach zu ignorieren.
„Was lässt Euch annehmen, dass ich schutzbedürftig sei?“ Sie versuchte sich ihre Anspannung nicht anmerken zu lassen.
„Desweitern was lässt Euch annehmen mich mit Du anzusprechen, kennen wir uns noch nicht einmal.“ „Gib es doch zu, dir gefällt das Neue, du findest es Aufregend.“
Er trat näher an sie heran, legte beide Hände an ihre Hüfte und zog sie zurück. Geschockte schnappte sie nach Luft, ging er doch jetzt wirklich zu weit. Sie versuchte sich aus seinem Griff zu winden, doch unglücklicher weise schien das unmöglich. Es war als würde sich ein Gewicht auf sie legen und sie lähmen. War das etwa seine Gabe, wenn dann war es interessant und tödlich zu gleich. Ihre Augenlider wurden schwer, doch trotzdem versuchte sie sich verzweifelt zu wehren.
„Aufregend finde ich das nun ganz und gar nicht. Genau so wenig wie er es aufregend finden würde.“ Sie lallte und ihre Lider schlossen sich und als würde er mit ihr spielen, ihr Hilflosigkeit genießen, ließ er sie los. Sofort erholte sie sich wieder und war wieder wach.
Schnell trat sie einen Schritt zurück, wirbelte herum und bestärkt durch das beschämende Gefühl, das sie gerade noch durchfloss, schlug sie mit ihrer flachen Hand in sein Gesicht. Die Ohrfeige schellte durch den Raum, wie Fels auf Fels und die Musik stoppte. Wie eine Furie stürzt sie sich auf den blonden Vampir.
Sie nahm ihn bei den Schultern, auch wenn er so viel größer war als sie, und schleuderte ihn an die Wand. Der Tisch unter ihm zerbrach, Leute schrien auf und Gläser zersprangen.
„Tun Sie das nie wieder. Wie können sie es wagen sich.“
Außer sich vor Wut trat sie näher an ihn heran um ihn weiter zu konfrontieren. Überraschend schnell und vitalisiert sprang er nun auf und griff sie bei der Kehle. Sofort stellte sich das lähmende Gefühl wieder ein, nur war es diesmal schneller und tödlicher. Schlapp hing sie in seinen Armen, ihre Füße berührten nicht einmal mehr den Boden und die Welt wurde schwarz um sie herum. Sie vernahm seine Worte, doch hörte nicht was er sagte.
Claire wollte nicht aufgeben, doch war es so viel einfachen und leichter sich dem schwarzen Nichts hinzugeben. Mit einem leichten Seufzen ließ sie sich fallen. Das Nichts umarmte sie, empfing sie so sanft. Als wäre das Leben voller Kanten und Ecken war die Ohnmacht glatt, einfach, leer… wundervoll.
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Aro
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Di Feb 26, 2013 9:18 am

Wohlwollend lehnte Aro in dem üppigen Sessel und besprach das weitere Vorgehen in Paris. Federick und Arnaud teilten seine Meinung und lachten und machten extravagante Vorschläge. „Wie ihr bemerkt habt Meister, sind die Möglichkeiten uns zu nähren vielfältig. Wie ich höre funktionieren auch die Karavanen nach Volterra reibungslos. Allerdings verfasst dieser Schmierfink mehr und mehr Pamphlete in eine zu friedliche Richtung. Er wird weich dieser Herr Mensch mit seiner flinken Feder. Ich würde vorschlagen, wir liquidieren ihn, schnell und sauber!“ Aro kicherte begeistert. „Ja, in der Tat, er beginnt lästig zu werden. Obschon ich es sehr mag mit ihm zu plaudern. Hmm – aber ich denke wir sollten dem guten Robespierre zu einer gefestigteren Stellung verhelfen. Du hast recht Arnaud. Wir sollten ihn beseitigen. Die Stimmung bei den Führern dieser segensreichen Revolution scheint mir sehr zwiespältig zu sein. Die Zeichen stehen gut für eine neue Diktatur.“ Aro lächelte tiefsinnig und seine Augen flackerten begeistert. „Aber ich denke, wir geben dem Herrn eine Bühne für seinen Abtritt, die ihn für diese Revolution zum Märtyrer machen wird. Meine Herren, ich bitte Sie überlassen sie diese Kleinigkeit mir. Ich gedenke meine sehr talentierte Maitresse mit dieser Aufgabe zu betrauen.“
Amüsiert beobachtete er die sich in Erkenntnis und Erstaunen erhellenden Mienen seiner Gegenüber. „Ja, sie haben recht gehört. Die junge Dame wird in Volterra einen besonderen Stellenwert einnehmen, sie ist mir äußerst teuer. Ich bin mir sicher meine Herren, diese Information wird von ihnen sowohl diskret als auch respektabel behandelt werden.“ Frederick und Arnaud nickten in Einverständnis.

Aro erläuterte ihnen seine Ideen und die beiden lachten und kicherten begeistert. Der Volturimeister hatte nur mit wenig Interesse auf die Gespräche im Tanzsaal geachtet, doch nun hörte er zerschellendes Glas und einen dumpfen Aufschlag gefolgt von Claires scharfer wütender Stimme „Tun sie das nie wieder. Wie können sie es wagen?“

Aro sprang verärgert auf. Wer auch immer da seine Finger mit im Spiel hatte, er würde ihn zur Rede stellen. NIEMAND an diesem Abend, in diesem Saal war entgangen, wer unter den Gästen weilte und ALLE schuldeten ihm den nötigen Respekt! Respektlosigkeit war etwas was der alte Vampir abgrundtief hasste und er würde dies hier und jetzt sofort klarstellen.

Frederick war ebenfalls aufgesprungen. Als Hausherr war auch er beschämt und bestürzt und legte Aro eine Hand auf dessen Arm.
„Meister ich werde mich umgehend um die Angelegenheit kümmern.“ Er eilte hinaus gefolgt von Aro und Arnaud.

Die Musik im Saal hatte aufgehört zu spielen und in der Mitte der Tanzfläche stand ein breitschultriger, drahtiger Vampir mit ausgestrecktem Arm. In seiner um ihren Hals wie eine Klammer geschlungenen Hand hing Claire wie eine hübsche Puppe, über dem Boden schwebend und völlig teilnahmslos, reglos, wie betäubt.
Frederick fauchte laut und schritt durch die sich um die Tanzfläche drängende Menge.
„Was….!“ Aro schnalzte nur leise mit der Zunge um Einhalt zu gebieten, ging an Frederick vorbei und freundlich lächelnd auf den Vampir in der Mitte zu.
„Lass die Türen schließen Frederick, es ist wichtig, dass niemand diesen Saal verlässt. Wir wollen keine unliebsamen Nebeneffekte, nicht wahr?“ Er grinste mit einem leichten Nicken zu einigen der Menschen hin Frederick an, der sich kurz verbeugte und seine Diener bestätigend zunickte.

Aro drehte sich dem Vampir, der Claire immer noch in seiner Hand hielt zu und sein Blick gefror augenblicklich zu Eis. „Lass sie augenblicklich los! S O F O R T! “ Seine Stimme war nur noch ein bedrohliches Zischen.
Claire schlug mit einem dumpfen Knall auf dem Boden auf und Aro stand innerhalb eines Wimpernschlags neben dem Unbekannten und nahm seine Hand. Seine Augen verengten sich und seine Miene verhärtete sich noch mehr. Angeekelt lies er die Hand nach weniger als zwei Minuten los, warf sie geradezu von sich.
Er beugte sich zu Claire, berührte zärtlich ihre Wange und half ihr aufzustehen in ihrer immer noch verwirrten Benommenheit. Sie sah ihn irritiert, entschuldigend und gleichzeitig aufgebracht an. Aro küsste ihre Hand und strich ihr erneut über ihren süßen Kopf. „Es ist gut meine Liebe. Behalte deine Würde, ich bitte dich. Er ist es nicht wert.“
Frederick und Arnaud waren mit zwei weiteren Vampiren hinter den Drahtigen getreten und wachten konzentriert darauf, dass er nicht flüchten konnte oder sonstige Anstrengungen unternahm.
„So so, du bist recht begabt - Karol. Du glaubst also, du könntest dir nehmen was du willst? Du denkst, ich wäre nicht wachsam, zu arrogant und ignorant, hätte mich nicht um das Wohlergehen meiner Gefährtin geschert. DAS mein Lieber ist ein Charakterzug deiner Sippe, die sich immer wieder versucht hat gegen unsere Autorität, unsere Ordnung aufzulehnen. Rumäne!“ Aro sprach es aus wie eine Krankheit, wie eine eitrige Geschwulst, die es auszumerzen galt.

„Ich bitte um Verzeihung Herr, die Dame schien mir ungebunden.“ Der vermeintliche Karol lächelte anzüglich und verbeugte sich gestelzt vor Claire. „Ich bedaure sehr Madame, dass sie mein Werben missverstanden haben.“ Aro fauchte und gab ihm einen Stoß. „Auf die Knie, du widerwärtiger Lügner. Denkst du, du kannst mich hintergehen. Verschone unsere Ohren mit deinen Unwahrheiten. Erweise ihr Respekt! Küss ihre Füße und wage es nicht sie auch nur mit einem deiner Finger zu berühren.“ Der Rumäne knurrte erregt, schien sich jedoch seiner misslichen Lage mehr als bewusst zu sein. Er kniete nieder, kroch auf Claire zu, die ihn angeekelt beobachtete und küsste demütig ihre Schuhe, was die junge Vampirfrau veranlasste schnell einen Schritt zurück zu machen. Aro hatte ihre Hand gehalten und küsste nun versöhnlich ihre Handinnenfläche.

„Komm meine Liebe, wir wollen diesem Unwürdigen zeigen, welche Strafe wir für ihn als angemessen erachten. NIEMAND, hört ihr? Ihr alle, die ihr Zeuge seid. NIEMAND wird jemals in meiner Gegenwart einer unserer Frauen Gewalt antun. Das werde ich NIEMALS dulden.“ Er nickte seinen Begleitern zu, die Karol abführten und in die untere Etage brachten.

Aro betrat mit Claire das ungastliche, aber saubere kalte Kellergeschoss und sah Karol erneut kalt an.
„Frederick, sei doch so gut und entferne seine rechte Hand. Mir scheint, er benutzt sie zu höchst unnützen Unterfangen. Er braucht sie nicht länger.“ Frederick lachte, riss dem aufschreienden Rumänen seine Hand am Gelenk ab und warf sie achtlos in eine Ecke. Aro lies Claire los und ging auf den Gefangenen zu.
„Und dies brauchst du auch nicht länger. Da ich sah, welche Intentionen du damit hegtest kann ich dir nicht länger erlauben, dererlei Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich bin sicher, du wirst auch ohne auskommen!“ Er hatte in Sekundenschnelle Karols Hosen geöffnet und auf den Boden gleiten lassen und riss mit einem reißenden knirschenden Geräusch die Genitalien des vor Wut und Schmerz brüllenden Rumänen ab, um sie voller Abscheu neben dessen Hand in die Ecke zu werfen. Er bedeutete den Mann wieder anzukleiden und lächelte Claire schmeichlerisch an.
„Frederick, bitte deine Männer doch, diesen Abschaum an die Grenze zu bringen. Er ist denke ich hier nicht länger erwünscht.“ Arnaud lachte ebenso wie Frederick über Aros Aktion und übergab den Mann Fredericks Männern, die ihn sofort aus dem Raum und somit aus dem Haus entfernten.
Aro legte seinen Arm um Claires Hüfte und schnupperte kurz an ihrem Hals.
„Mein Schatz, ich denke dein Talent ist für kurze Zeit gefragt. Bitte vernichte doch diese überflüssigen Teile, damit wir uns wieder zum Tanz begeben können. Ich brenne darauf dich erneut auf die Tanzfläche begleiten zu dürfen.“

(Claire Schatz - ich liebe dein Set!!! kiss )
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Claire
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Mi März 06, 2013 4:38 pm

Benommen stand sie auf. Claire wusste nicht, was passiert war, wusste nur, dass sie auf einmal wieder da war. Es war komisch, hätte sie es nicht besser gewusst, hätte sie gesagt, sie wäre gerade vom Schlaf erwachte. Doch das konnte nicht sein. Sie hatte seit einem Jahrhundert nicht mehr geschlafen. Dann fiel es ihr wieder ein, es traf sie wie ein Schlag. Der Vampir, der kurze Kampf, das Ohnmächtig sein. Als sie die Augen aufschlug sah sie Ronaldos besorgtes Gesicht. Als er ihr aufhalf stammelte sie nur Entschuldigungen. Ise hatte den Ball ruiniert und es war ihre eigene Schuld gewesen. Warum was sie so naiv und dumm gewesen sich überhaupt auf das Spiel des Vampires einzulassen?

Ronaldo versicherte ihr sogleich, dass alles in Ordnung sei, dass sie sich beruhigen sollte. Er schien so besorgt um sie, Claire wurde es ganz warm ums Herz. Ekel erfasste sie allerdings, nachdem die unreinen Lippen des Rumänen ihre Füße berührten. Eilig trat sie zurück jeden Kontakt mit dieser Kakerlake vermeiden wollend. Genüsslich und angewidert zugleich sah sie die Bestrafung im Kellergeschoß mit an. Es freute sie, dass Ronaldo so machtvoll handelte, doch hätte es sie wahrscheinlich auf begnügt, hätte er den Abschaum umgebrachte.

Überglücklich dieses Kapitel abschließen zu können drehte sie sich nicht einmal um, um ihrem Talent freien Lauf zu lassen. Hass erfüllte sie und es intensivierte ihre Wahrnehmung umso mehr. Es genügte ihr nicht nur Rache an Karol zu nehmen, der sie bloß gestellte hatte vor allem und jeden, sie wollte mehr. Doch wusste sie auch, dass sie fürs Erste nicht mehr bekommen sollte. Grollend ließ sie die Überreste der Bestrafung in Flammen aufgehen. Ihre Wut nicht unter Kontrolle habend verbrannte sie, ganz ausversehen, verbrannte sie das gesamte Mobiliar gleich mit.
Mit entschuldigenden Blick sah sie zu Ronaldo und kicherte:
„Da hatte ich mich wohl nicht ganz unter Kontrolle.“

Elegant platzierte sie ihre Hand in seine und gemeinsam stiegen sie die Stufen zum Tanzsaal hinauf. Das Orchester hatte wieder eingesetzt und die Scherben waren aufgesammelt worden. Nichts schien sich geändert zu haben bis auf die Tatsache, dass sich nun alle anderen Gäste dezent zurück zogen als das Paar die Fläche betrat. Eine Aura des Respektes um gab den Raum und obwohl man Ronaldo vor dem, nunja, Zwischenfall schon mit außerordentlichem Respekt begegnet war, so schien es doch jetzt als wären alle Anwesenden dessen erinnert worden.
Claire genoss es sichtlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und diesmal nicht als schwaches Opfer, sondern als Partnerin des meist gerührtesten Mannes des ganzen Abends. Gemeinsam waren sie auf das Parket geschwebt, ihre Hand ruhte immer noch in der seinen. Claire drehte sich geziert und stand ihm nun gegenüber.

Sie hob ihre behandschuhte Hand langsam und grazil auf seine Schulte, während er ihre Taille umfasste und seine Hand auf ihren Rücken legte. Sie spürte den leichten sanften und dennoch bestimmten Druck auf ihrem Schulterblatt und sie wich zurück, so dass er ihr mit perfektem Walzerschritt folgen konnte. Zuerst tanzten sie langsam und sicher, ganz im Einklang mit der Musik und sich selbst, doch dann getrieben von aufkommenden Gefühlen wurden ihre Schritte größer und raumgreifender. Sie drehten sich und wirbelten herum, immer noch im Einklang mit dem crescendo der Musik. Ihre letzte Pirouette drehend fand sich der blonde Vampir dann schließlich in Ronaldos stahlsanften Armen wider. Sie reckte sich ein Stück um ihn zu küssen. Zärtlich erst, dann immer leidenschaftlicher dankte sie ihm für seine Rettung.

Sie wusste nicht, was er in Karols Gedanken sah, doch war sie sich bewusst, dass sie ohne ihn nur leichte Beute für die wiederwertigen Pläne des Rumänen gewesen wäre.
„Ich danke dir.“, hauchte die Vampirfrau sanft.
„Du bist wahrlich mein Retter.“ Claire drängte sich an ihn und umschlang seinen Hals. „Wie kann ich das je wiedergut machen“, knurrte sie leise in sein Ohr. Sie schnurrte leise, als seine Hand über ihren Rücken glitt und er sie darauf, mit einem spöttischen Lächeln, küsste. Sie spürte wie seine frei Hand mit ihren goldenen Locken spielte. Es kitzelte ein wenig und fast hätte sie wie ein kleines Kind gejauchzt, doch das schien ihr dann doch etwas unangebracht.

Lieber vergrub sie ihr Gesicht in seiner Brust und schmiegte sich an ihn, keinerlei Zweifel lassend, was es war, das sie begehrte.
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Di März 19, 2013 12:55 am

Claire war verwirrt und tief verletzt. Ihre bisherige selbstverständliche Unabhängigkeit hatte durch die brachiale Ineinflussnahme dieses infamen Rumänen einen harschen Riss bekommen. Sie wirkte unsicher und abweisend. Die ganze Affaire war ihr mehr als unangenehm, das konnte Aro deutlich spüren. Natürlich verriet ihr süßes Gesichtchen keinerlei Emotionen, aber er kannte ihre Körpersprache nun bereits zu gut, zu lange um sich von ihrem aufgesetzten Desinteresse täuschen zu lassen.
Sie hätte Karol nur zu gerne eigenhändig vernichtet. Aro lächelte wissend und kicherte als Claire in ihrem inneren Aufruhr eine kleine Feuersbrunst in diesem ohnehin ungastlichen Keller verursachte. Er würde Frederick einige neue Möbel schicken. Aro blieb nichts schuldig und Frederick würde es ihm nicht nachtragen. Amüsiert beobachtete Aro die Augen des Franzosen, als sich ihm Claires Talent offenbarte. Er nickte Aro unmerklich zu und verbeugte sich anerkennend vor der, wie er annahm mächtigen Volturi.

Ja, das würde sie sein.
Eine der Mächtigen der Volturi. Ihre Gabe, ihr ganzer Charakter öffneten ihr die Türen in den Palazzo von Volterra und sie wäre eine wahre Bereicherung seines Clans. Doch in den letzten Jahrhunderten des immerwährenden Suchens nach neuen Talenten waren mehr und mehr die Bande innerhalb seines mächtigen Zirkels in Abhängigkeiten gewechselt. Aro wollte einen neuen Weg – er wollte das seine Gefolgsleute liebten was sie taten. Sie sollten freudig in Volterra sein, ihre Aufgabe dort als Herausforderung und richtig sehen und gerne mit ihm und seinen Brüdern diese Heimstätte teilen.
Er wollte, dass Claire ihm folgte weil sie ein neues erfüllenderes Leben im Kreis einer neuen Gemeinschaft wollte, nicht weil sie auf Einladung des Volturimeisters sich gezwungen sah zu kommen und von Chelsea in eine unveränderliche Abhängigkeit gezwungen wurde, die nicht ihrer eigenen Intention entsprach.

Er wollte Claires ehrliche Liebe.
Er konnte sie nicht zu seiner Gefährtin machen. Das konnte und würde sie nie sein, denn Sulpizia nahm sein Herz ein. Doch er spürte eine unglaubliche Bewunderung und Zuneigung zu diesem Kind, das all seine Sinne zum jubilieren brachte. Sie sollte seine Favoritin, seine Geliebte, seine Vertraute sein.
Aro war sich sicher, dass auch er nicht das für sie war, was so viele Vampire ihre ganze Existenz lang suchten – ein Seelengefährte. Er sah in Claires Augen Bewunderung, Vertrauen und Liebe zu dem Mann, der sie zu schützen vermochte, der ihr dieses königliche Gefühl der Macht gab, dass sie mehr als genoss. Aber er sah nicht diese absolute Hingabe, dieses Loslösen von allem was sie selbst war, um nur ihm zu gehören, um sich mit ihm zu verbinden. Das sah er nur bei Sulpizia, wie auch er nur bei ihr diese Empfindungen spüren konnte. Claire brauchte einen Hafen, indem sie sie sein konnte und sich nie wieder verstellen musste und die Volturi konnten ihr diesen Hafen bieten.

Die Stimmung im Raum hatte sich etwas angespannt. Man wich vor ihm zurück, wissend nun, dass er es wirklich war. Dass er diesen Respekt von ihnen forderte und sie erwiesen ihn ihm. Niemand wollte Karol folgen. Doch das Fest konnte weitergehen und Aro wusste nur zu genau, dass die Stimmung sich in längstens einer Stunde wieder normal gestalten würde. Claire hatte sich in seinen Arm geschmiegt und er genoss es, wie geschmeidig und leicht sie sich führen ließ. Sie rührte ihn und stachelte seine Begierde sie immer weiter, schneller und ausgreifender über das Parkett zu wirbeln. Sie war in diesem Kleid, in ihrer ganzen Erscheinung zweifellos die betörendste Erscheinung dieser gerade erst begonnenen Nacht. Aro saugte die von vielen Aromen des Abends geschwängerte Luft in sich auf und knurrte erregt. Welch ein berauschender Wohlgeruch – welch ein Oudeur!

Claires liebliche zarte Stimme forderte seine Aufmerksamkeit. Sie sah ihn voller Bewunderung an. „Ich danke dir. Du bist wahrhaft mein Retter! Wie kann ich das wieder gutmachen?“
Sie hatte sich näher an ihn gedrängt und schmiegte sich jetzt wie ein kleines schnurrendes Kätzchen an ihn. Ihre zarten Konturen erregten ihn über die Maßen und er lachte leise und wissend. Sie gehörte ihm – endgültig und unabänderlich – in diesem Moment hatte sie sich ihm versprochen und würde ihm folgen, wohin er sie auch führte. Er hatte seine Hand in ihre Locken vergraben und zog sie besitzergreifend an sich.
„Piccolina! Es gibt nichts was du gutmachen müsstest. Aber wenn dir meine Lebensweise gefällt, wenn ich dir gefalle, dann verlasse das Leben, dass du bisher geführt hast und folge mir. Streif diese Fesseln des Versteckspielens ab und folge mir ins Licht. Bei mir kannst du leuchten, hell und unbezwingbar, wie es dir gebührt.“
Seine Lippen waren ihren so nah, dass sie bei jedem Wort die ihm entweichende Luft einatmen konnte. Ihre Wimpern lang und geschwungen schienen seine Wangen streicheln zu wollen und ihre Augen groß und freudig verrieten ihm ihre Antwort. Er lachte leise und küsste sie. Leidenschaftlich, dominant und keinen Zweifel an seinen Absichten lassend. Sie wollte ihn, seine Macht, seine Stärke und seinen Glanz.

Sie tanzten, sie plauderten angeregt mit anderen Gästen über Belanglosigkeiten, als wären sie nicht die, die sie waren. Sie bewunderten die kleinen Unterhaltungseinlagen der von Frederick engagierten Artisten die sich an Trapezen über ihnen umher schwangen. Jongleure, Seiltänzer und Schlangenbeschwörer. Claire freute sich wie ein kleines Kind, als sie die kleinen Showeinlagen bemerkte, die bis in den frühen Morgen andauern würden. Die menschlichen Besucher waren verschwunden und immer wieder wurden die Champagnerschalen mit neuem warmen Blut gefüllt und in Pyramiden am Rande des Saales aufgebaut. Sie tranken über die Maßen, doch ohne Scham oder Reue. Heute durften sie schwelgen, durften feiern, denn sie waren die überlegene Rasse und die Menschen dienten ihnen nur zu diesem einen Zweck.

Kurz bevor der Morgen graute gingen sie beschwingt, immer noch maskiert Hand in Hand nach Hause. Claire summte vor ausgelassener Freude. Fredericke hatte sich überschwänglich von ihnen verabschiedet und Claire mehr als charmant zur Tür begleitet. Sie war berückend in der Art wie sie sich in diese Rolle eingefunden hatte und unwiderstehlich in der Noblesse, mit der sie sie erfüllt hatte.
Sie schlenderten durch die noch ruhigen Gassen in der Nähe der Bastille.
Aro zeigte ihr ein Haus. „Merke dir diese Adresse meine Kleine. Ich möchte, dass du dir die Zuneigung dieses Herren versicherst. Er besitzt mehrere bemerkenswerte Schriften, die ich benötige und die du mir zu gegebener Zeit beschaffen kannst. Zur Belohnung wirst du ihn töten dürfen. Aber erst, wenn wir haben, was wir brauchen, damit er keinen weiteren Schaden damit anrichtet. Also Geduld meine Süße!“ Er zwinkerte ihr zu und Claire nickte eifrig.
Aro führte sie jetzt eiliger zu ihrer Wohnung. Zu sehr sehnte er sich danach den Tag mit ihr im Bett zu verbringen. Auch Claires Augen leuchteten unternehmungslustig und kokett. Auch sie wollte das sie sich diesem erfüllenden Spiel hingaben. Aro lachte über ihre Ungeduld und führte sie zu einem Sessel, wies sie an sich zu setzen. Dann nahm er eine Waschschüssel aus Porzellan, ein Stück Seife und füllte den Wasserkrug. Er kniete sich vor Claire und streifte ihre Schuhe ab, griff unter ihren Rock, entfernte langsam und zärtlich ihre Strumpfbänder und seidenen Strümpfe und stellte ihre Füße in das klare Wasser, um sie ausgiebig zu waschen und zu massieren.
Claire strahlte angetan und hob ihre Röcke, damit sie sein Tun besser beobachten konnte. Er schmunzelte über ihre kindliche Freude.
„Ich habe bemerkt meine Süße wie sehr dich die Berührungen Karols abstießen. Ich bitte dich um Verzeihung, dass ich darauf bestand, dass er das tut. Allerdings werde ich nicht zulassen, das auch nur eine Spur seiner nichtsnutzigen Ausdünstung an dir haften bleibt. Ich werde dich von ihm reinigen, damit du ihn aus deinen Gedanken verbannen kannst. Für immer!“
Er trocknete ihre kleinen blass leuchtenden Füße ab, stand auf und hob sie in seine Arme, um sie auf ihr Bett zu tragen. Der Tag hatte erst begonnen!
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Sa Apr 20, 2013 4:31 pm

Sanft ließ sie sich in seine starken Arme heben und zum Bett tragen. Sie kicherte leise als er sie vom ihren Füßen hob und ihr Kleid sich leise aufplusterte. Als er sie aufs Bett legen wollte, schloss sie ihre starken Arme um seinen weißen Hals und zog ihn mit sich, so dass er wohl oder übel auf dem Bett neben ihr lag. Sonst übernahm er die Führung und sie genoss es, aber heute wollte sie Kontrolle. Also drückte sie ihn auf seinen Rücken und setzte sich mit einem Knie auf jeder Seite seiner Hüft aus ihn und sah ihm in die Augen. Sie lächelte leise und begann langsam sein Hemd aufzuknöpfen. Mit jedem Knopf der aufsprang entblößte sich seine steinerne, perfekte Brust. Als sie das ganze Hemd geöffnete hatte zeichnete sie die Muster seiner Muskeln nach und beugte sich hinunter um ihm Küssen. Aus einem sanften Kuss wurden mehrere und aus dem sanften Verlangen wurde eine brennende Lust, die in ihr wütete. Schneller als geplant zerriss sie ihr neues Kleid und ihre Mieder, zu ungeduldig jede Öse und Lasche zu öffnen.
Claire zerrte an seinem Hemd um es gänzlich von seinem Körper zu schälen und zerriss es ebenso. Für einen Moment befürchtete sie, dass sie seinen Zorn erwecken würde, doch es schien ihm herzlich egal. Zumindest schien er zu beschäftigt damit ihren Körper mit Küssen zu bedecken. Sie genoss seine Aufmerksamkeit und gab sich alle Mühe diese nicht mit minderer Aufmerksamkeit zu erwidern. Noch bevor sie wusste wie ihr geschah, änderten sich ihre Positionen und Ronaldo thronte über ihr. Er schenkte ihr ein wundervoll schiefes Lächeln und ging dazu über sie weiter mit dem Rest ihres Körper zu beschäftigen. Seine Hände waren überall über ihr und sie ließ ihre Fingerspitzen an seinen Muskeln entlang wandern. Wenn er einen Platz an ihr fand, der sie innerlich in Flammen aufgingen ließ, konnte sie nicht anders, als ihre Fingernägel an seiner Stahlharten Haut entlang zu ziehen. Neben ihrem leisen Stöhnen und dem heißen Atem war dann ein Ton zu hören, als würde man Schiefer gegen einander reiben. Claire bog ihren Rücken durch, als sie und Ronaldo schließlich verschmolzen und vergessen waren die Unannehmlichkeiten des Abends und wieder ließ sie sich fallen. Diesmal jedoch nicht etwa in ein schwarzes Nichts, sondern in einen Strudel aus wirbelnden Flammen und Farben.
Doch tief in ihr erwachte etwas. Louise hatte lange geschlafen, hatte sich in einer Höhle versteckt, wie ein Drache. Nun jedoch, nachdem Claire sich so losgelassen dem Liebesspiel hingegeben hatte, sah sie ihre Chance. Schnell und ohne Anzeichen übernahm sie die Kontrolle über Claires Körper und über ihr ganzes Sein. Es war andres als das letzte Mal. Es war kein Kampf, es war schnell und bevor Claire es merken konnte, war sie nebensächlich. Louise genoss die Aufmerksamkeit des Mannes, doch war sie nicht interessiert an seinen süßen Worten und seinem Wissen. Er wollte ihr Claire wegnehmen. Sie durchschaute den Fremdling. Er wollte sie auseinander reißen, doch wusste sie einen Weg aus dieser Zwickmühle. Wenn er erst einmal erkannte, dass es nichts gab, dass er zu besitzen begehrte, würde er Claire allein lassen und sie würde ihre Schwester wieder haben.
Als die beiden Liebhaber sich etwas beruhigt hatten und neben einander lagen, lehnte sich Louise auf die Seite und sah Ronaldo tief in die Augen. Sie versuchte den unschuldigen Blick ihrer so wunderbaren süßen Schwester zu imitieren. Mit einem schiefen Grinsen sah Ronaldo sie an.
„Was ist den Piccolina?“ Piccolina, was für ein dummer Name. Kleine. Sie war nicht klein, sie war groß und mächtig und stark und es wurde Zeit, dass ihre Schwester das wieder erkannte. Sie brauchten keinen Mann um unbeschreiblich zu sein. Sie waren jemand, auch ohne die Freunde dieses merkwürdigen Vampirs, der etwas zu verstecken schien.
„Ach nichts, ich frage mich nur… Ist ja auch nicht so wichtig.“ Sie drehte den Kopf weg und starrte einfach an die Decke, während sie versuchte sich ein Lächeln zu verkneifen. Sie spürte, dass sie angestachelt hatte. Er wollte natürlich wissen, was los war.
„Nun sprich schon.“ Er lehnte sich über sie und küsste ihren Hals. „Oder muss ich dich dazu bringen“, knurrte er in die Beuge ihres Schlüsselbeins.
Bestimmt schob sie seinen Kopf zur Seite, was ihn sichtlich irritierte. Was nun, Ronaldo, was wenn die perfekte Claire doch nicht so perfekt ist.
„Nun, ich habe mich nur gefragt, wie nun ja, wie mächtig du bist.“, sagte sie mit einer sanften und dennoch herausfordernden Stimme. Sie hoffte er würde darauf anspringen. Männer liebten es sich zu beweisen, es war dabei egal wie alt, jung, hübsch, hässlich oder welcher Herkunft sie waren. Im inneren waren sie alle gleich, Machos, die sich beweisen wollten. Ohne ein Wort griff Ronaldo nach ihrer Hand. Diesmal war Louise jedoch vorbereitet. Sie hoffte nur ihr kleiner Trick würde funktionieren. Sie konzernierte sich auf das Haus, das er ihr noch vor so kurzer Zeit gezeigt hatte. Sie stellte sich vor, wie sie durch die kalte dunkle Stadt rannte mit einem Ziel vor Augen. Sie wusste nicht, wer dort wohnte, doch sie stellte sich einfach irgendeinen gesichtslosen Menschen vor. Am Boden liegend beugte sich eine Gestalt über die blutgetränkte Leiche. Wie eine Linse fokussierte und schärfte sich das Bild und ein blonder Engel lehnte sich über den Hals der Person. Locken, wie Sprungfedern, ein Gesicht, wie das einer Puppe, Augen so rot, man wollte denken ein Meer aus Blut hätte sich in ihre Iris ergossen- es war ihr Spiegelbild. Die Vision ihrer Selbst lächelte und beugte sich dann wieder nach unten um ihr grausames Mahl zu vollenden. Man hört das Reißen von Fleisch und das nasse Geräusch von Haut auf Blut.
Ronaldo ließ ihre Hand los und sah ihr geschockt ins Gesicht und seine Lippen formten ein Wort- Nein. Sie nickte mit einem lächelnd, das aus ihrer Vision stammen könnte und sprang vom Bett, griff sich ihren Umhang und war zum Fenster heraus.
Sie hatte keine Ahnung, warum diese Haus so wichtig für ihn war, aber was immer es war. Es waren Mission es zu zerstören. Es war niemals ihre Absicht gewesen, herauszufinden, wie mächtig der Fremde war. Macht hing vom Blickwinkel ab. Eine Ameisenkönig hatte Macht über ihre Kolonie, doch der Schritt eines Menschen hatte mehr macht über die Ameise, als sie sich vorstellen konnte. Der böse Zwilling war eigentlich ein wenig überrascht, dass Ronaldo nicht gesehen hatte, das es sich um Louise gehandelt hatte und nicht um Claire. Vielleicht waren seine Sinne noch vom betörenden Liebesspiel betäubt oder er was zu schwach es zu bemerken. Es war ja auch eigentlich unwichtig, sie hatte erreicht was sie wollte. Er würde wahrscheinlich rasen vor Wut, wenn seine zuckersüße Puppe sein Spielzeug kaputt machen würde.
„Ich bin nicht sein Puppe.“, meldete sich Claire in ihrem Inneren zu melden. Sie versucht nicht zurück zu kämpfen, dass tat sie fast nie. Claire wusste, dass sie auf den richtigen Zeitpunkt warten musste um die Kontrolle zurück zuerlangen.
„Ach komm schon Clairie“, murmelte Louise in die Nacht. Ein ganzer Tag war vorbei gezogen, während ihre Schwester und Ronaldo sich liebten.
„Jeder denkt du bist eine Puppe. Schau dich doch nur an.“
„Genaugenommen sehen wir komplett gleich aus Lu. Leute halten dich ebenso für eine Puppe.“
„Das ist was anderes. Du verhältst dich auch noch so. Immer nett und höflich, du lachst immer.“
„Das war es, was Vater mich lehrte. Une journée sans rire…“
„est une journée perdue.“, vollendete sie diesen Satz. Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag. (AN diesem Punkt danke an google übersetzer.) „Ich weiß, ich weiß. DU warst ja immer sein Liebling, du warst jedermanns Liebling und ich war immer nur der Zwilling.“ Grollend rannte sie durch die dreckigen Straßen Paris in der Hoffnung Ronaldo würde nicht allzu schnell zu ihr aufschließen.
„Komm schon Lu Lu, geht es wirklich darum? Schon wieder? Ich dachte wir wären über das hinweg.“ Hätte sie seufzen können, dann würde sie, doch in dem Gedankengefängnis und ohne Mund und Lungen, konnte Claire nichts tun außer zu denken.
„Nein, darum geht es nicht, auch wenn ich einen guten Standpunkt habe.“ Begann Louise, doch dann ermahnte sie sich, sich wieder zu konzentrieren. „Aber darum geht es nicht, es geht um ihn. Diesen Ronaldo. Er nimmt dich mir weg, er will sich für dich alleine, er mag mich nicht einmal.“
„Er kennt dich einfach nicht, denn wenn er dich kennen würde, so wo ich dich kenne, dann würde er dich lieben.“ Claire war nicht dumm, sie wusste, dass ihre Schwester Schmeicheleien mochte, eins ihrer vielen Gemeinsamkeiten.
„Meinst du?“, flüsterte Louise.
„Natürlich, Lu Lu. Jeder liebt dich.“CeCe spürte, wie sich Louise entspannte, das war ihre Chance. Doch Louise begann sich wieder zu verspannen, körperlich und seelisch. Das konnte nur ein bedeuten, sie hatten das Haus erreicht.
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Sa Mai 04, 2013 10:27 am

Sie war anders in diesen von den zarten Strahlen der Sonne erweckten Morgenstunden. Claire zeigte ihm ihre Lust, ihr ungezügeltes Verlangen und offenbarte sich ihm völlig. Nein, sie lieferte sich ihm aus und berauscht von ihrem Willen sich ihm absolut zu unterwerfen lieferte auch er sich diesem machtvollen Verlangen aus. Minuten, Stunden, erfüllende vorbeirauschende Zeit der absoluten Lust. Schon lange nicht mehr hatte er sich derart diesem machtvollen Akt hingegeben. Er nahm sie nicht nur, sie verschmolzen zu einem Körper, der sich wild aufbäumte, von einem anschwellenden Feuer erfasst wurde und immer weiter seine Sinne in Besitz nahm. Sie war so außergewöhnlich, es war so erfüllend sie derart zu beherrschen, jede einzelne Faser ihrer sensiblen Nervenstränge zum Klingen zu bringen und die Vibration daraus in ihm selbst derart zu spüren.
Ihre Bewegungen wurden immer stärker, wilder, animalischer. Ihre Finger kratzten heftig über seine Haut und verursachten bei ihm das eigenartige Gefühl zärtlich aufgerissen zu werden. Er fauchte vor Leidenschaft, ergriff ihre Hände mit seinen um sie über ihrem Kopf zu halten und sie noch tiefer zu erfüllen. Er liebte es zu dominieren, obschon er ihr niemals wehtun würde, sie niemals gegen ihren Willen beherrschen würde. Er respektierte sie und achtete auf die kleinen subtilen Zeichen, die ihm ihr Verlangen, ihre Wünsche offenbarten sie noch ungehemmter zu befriedigen. Die Wogen, die sie mitrissen, die ihre Körper in langen wunderbaren Wellen erbeben ließen rissen seine Konzentration und Aufmerksamkeit von Claires Gedanken weg und für einen quälend köstlichen Moment, für süße verwirrende Minuten übernahm seine Wollust und seine eigene Befriedigung die Macht über den alte Vampir. Gesättigt und mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit ließ er sich neben sie sinken und lächelte sie an. Ihre Augen hatten sich verändert. Sie beobachtete ihn. Sie verhielt sich eigenartig.
„Was ist los Piccolina?“ Das Lächeln, dass sie zeigte war falsch. Die Worte die sie sprach, waren nicht ihre. Aro lächelte sie ebenso falsch und selig an.
Welches Spiel spielte sie jetzt?

„Nun, ich habe mich nur gefragt, wie nun ja, wie mächtig du bist.“

Aro lächelte, lies sich nicht anmerken, dass seine Aufmerksamkeit ganz auf ihre Mimik gelenkt war und ergriff ihre Hand. Hatte sie denn nicht begriffen, dass sie ihn nicht täuschen konnte?
Im Bruchteil einer Sekunde offenbarte sie sich ihm. Ihre Gedanken waren ein einziges kleines, schmutziges Ränkespiel.
Louise!
Sie wollte ihn provozieren, wollte dass er Claire aufgab, da sie befürchtete ihre Schwester, die Seele, die sie besetzt hatte und die ihr ihren Körper lieh, damit sie selbst existieren konnte, würde sich von ihr abwenden, würde Aro folgen.
‚Du kleine dumme Schlange! Du hast ja keine Ahnung, was ich vermag.’
Er durchforschte ihre Gedanken, ihre Erinnerungen – nahm sich alles, ihr ganzes Sein, ihre ganze Tragödie.
Louise war eine unwägbare Konstante, das erkannte er sofort. Er musste ihr ihren Platz zeigen, damit sie wusste, dass sie keine Chance gegen ihn hatte.
Sie wollte spielen?
Aro spielte nicht – er würde sie beherrschen!
Sie hatte ihm ihren kleinen dummen Plan gezeigt und schockiert über diese Dreistigkeit starrte er sie an, sah zu, wie sie diabolisch grinsend den Körper ihrer Schwester übernahm und nur in einen Umhang gehüllt aus dem Fenster sprang.
Blanke rasende Wut erfasste ihn. Eine derart offene Art sich ihm zu widersetzen war er weder gewohnt, noch konnte er damit umgehen. Unter anderen Umständen hätte sie ihr geschenktes Leben, ihre gottgleiche Existenz just in diesem Moment verwirkt, doch Aro wollte Clair - er wollte ihr Talent, er wollte Sie behalten. Er musste einen Weg finden Louise als lästigen Nebeneffekt zu akzeptieren.

Es blieben ihm nur Minuten. Sie würde den Weg nehmen, den sie gegangen waren über den Pont Neuf.
Es gab einen schnelleren, besseren Weg – er würde ihr zuvorkommen. Er musste ihr zuvorkommen.
Schnell zog er sich ein Paar Beinkleider und Stiefel an, schwang seinen langen Mantel um sich und sprang ebenfalls aus dem Fenster, um pfeilschnell und nicht wirklich auf die Menschen achtend loslief. Marat – das wusste er – würde bereits zur Bastille aufgebrochen sein, wie jeden Mittwoch Abend. Im Haus wären lediglich seine Bediensteten, wenn überhaupt. Seine Börse war schmal und Aro wusste, dass er sich nicht viele Angestellte leisten konnte.

Das Haus war noch ruhig, Louise würde erst in ein oder zwei Minuten hier sein können. Er drang in das obere geöffnete Fenster ein, ging zielstrebig zur Treppe, wo ihn eine dickliche Frau dümmlich anstarrte. Er griff nach ihrem Kopf und brach ihr den Hals. Achtlos warf er den fetten, welken Körper in eine Ecke. Marat würde eine neue Hausdame brauchen – wie überaus gut für ihr Vorhaben. Der Vampir eilte die Treppe hinab, saugte den Duft des Hauses ein, vergewisserte sich, dass niemand sonst zugegen war und stand schließlich leise, ohne zu atmen und keine Sekunde zu früh vor der Eingangstür. Er konnte ihre rasend über das Pflaster eilenden Schritte hören. Dann war sie da. Ihr Mantel raschelte, sicherlich im Bemühen ihren ansonsten nackten Körper zu bedecken. Sie war noch unentschlossen, vielleicht hatte Claire wieder die Macht über sie zurückerlangt. Er würde es bald wissen.

Die Schritte, die vor einem Windhauch entfernt noch gezögert hatten, traten entschlossen auf die Tür zu. Aro riss sie auf, erfasste Claires blonden, lockigen Haarschopf und zog sie herrisch in das Innere, warf die Tür in ihre Angeln und zerrte die zappelnde Louise mit sich hinab in den Keller des Hauses. Hier würde man sie nicht hören, weder in den Nachbarhäusern, noch auf der Straße. Hier würde er Louise zeigen, mit wem sie sich angelegt hatte. Er stieß sie vor sich an die Wand und fixierte ihr trotziges, nun von Ablehnung und Überraschung gezeichnete liebe Gesicht.
Es widerstrebte ihm Claire wehzutun. Es war falsch, so wie diese ganze vermalledeite Situation, in die Louise ihn gezwungen hatte.
Er ergriff brutal ihre Hand und hielt ihren Körper mit der anderen Hand an die Wand gepresst.
Er sah in ihr Innerstes – in ihre Gedanken, ihre Pläne und ihren Willen sich ihm entgegenzustellen. Er hörte ihren inneren Dialog mit Claire und deren Versuch sie zu umgarnen.
„Hör zu Louise, ich kann es nicht dulden, dass du dich zwischen mich und Claire stellst. Ich werde dich respektieren, werde dich dulden, aber niemals werde ich zulassen, dass du Claire benutzt um meine Pläne zu durchkreuzen. Gib mir ein Zeichen, dass du bereit bist mit mir zu kooperieren – Jetzt!“ Sie stellte sich vor, wie sie ihn angespuckt hätte, wäre es ihr möglich gewesen. Er hörte nur höhnische Ablehnung und Verachtung angesichts der Tatsache, dass er sie von Claire nicht trennen konnte. Er hörte auch Claires Flehen ihrer Schwester nicht weh zu tun, er hörte, dass sie sie liebte, obwohl sie sie fürchtete.
„Es tut mir leid Piccolina, aber diesen Wunsch kann ich dir nicht erfüllen. Ich werde mich jetzt mit Louise befassen, nicht mit dir. Ich wünsche dass du das erkennst. Sie will mich treffen, also werde ich mich ausschließlich mit Louise beschäftigen, ihr meine ganze Aufmerksamkeit schenken. Verzeih mir Piccolina, aber sie will es nicht anders.“ Er griff auch nach ihrer zweiten Hand, führte beide Hände auf ihrem Rücken zusammen und drückte sie mit dem Bauch nach unten über einige Kisten voller Weinflaschen, die in einer Ecke standen. Mit der freien Hand öffnete er ihren Umhang, den er kurzerhand auf den Boden warf.

„Hast du es genossen, dabei zu sein, als deine Schwester und ich uns hingaben? Hat dich das mit Genugtuung erfüllt, dass du uns hättest stören können? Du wirst nie wieder stören. Du wirst es nie wieder wollen, denn ich werde dir zeigen, wie ich es mit dir tue, wenn ich merken sollte, dass du dich an den Vordergrund drängst. Du wirst nie wieder meine Pläne durchkreuzen, denn du kannst mir nicht entkommen." Er hatte ihren Kopf an den Haaren nach hinten gezogen und zischte erregt und wütend in ihr Ohr.
"Ich liebe Claire, liebe ihre Hingabe, liebe ihre Sanftheit und ihre Loyalität. Ich liebe ihr Talent, ihr inneres Feuer, dass du nicht besitzt und das sie mir schenkt. Ich werde sie vor dir schützen – wenn es sein muss mit Gewalt. Pass gut auf Louise und merke es dir, denn das werde ich jederzeit wiederholen, solltest du etwas derartiges je wieder wagen.“ Ohne jede weitere Warnung drängte er sich gewaltsam in sie, nahm sie brutal und rücksichtslos und ließ dem Tier in seinem Inneren freien Lauf.

Aufmerksam ihre Hand haltend überwachte er ihre Reaktionen, ihre Überraschung über sein Tun, ihren Hass ihm gegenüber und dem Bewusstsein der Erniedrigung, die sie erlitt. Er hörte, wie sie sich zurückzog, damit Claire das erleiden musste, damit sie erkennen sollte, an welches Vieh sie sich verschenkte und sofort lies er von ihr ab.
Aro atmete tief ein und strich über den schönen, fragilen Rücken, der zitternd und bebend vor ihm über die schmutzigen Kisten gebeugt lag.
„Nein Louise, ihr werde ich das niemals antun. Geh jetzt und lass es zu, dass ich mich um sie kümmere, dass ich versuchen darf wieder gut zu machen, wozu du mich gezwungen hast. Versuche mit meiner Gegenwart zu leben Louise, denn ich werde sie nicht mehr verlassen.“ Sanft küsste er die blasse Haut, den delikaten Nacken und streichelte ihren Kopf, der erschöpft und mit starrem Blick von ihm abgewandt auf den Flaschen ruhte. Schnell brachte er seine Kleidung in Ordnung und hob den Umhang auf, in den er Claires Körper führsorglich hüllte.
„Es tut mir leid Piccolina. Ich weis es war unverzeihlich, wie auch Louise Verhalten unverzeihlich war, aber ich kann es nicht dulden, dass sie dich derart beherrscht. Ich kann es nicht dulden, dass sie dich benutzt um gegen mich zu agieren. Ich werde euch nicht trennen. Ich respektiere ihre Gegenwart, aber sie muss erkennen wo ihr Platz ist.“ Er strich ihr liebevoll durch ihre süßen Locken und streichelte ihr regloses Gesicht.
„Komm mia Angelina – lass es zu, dass ich mich um dich kümmere. Lass mich für dich da sein. Ich werde dir nicht weh tun.“ Er hob sie in seine Arme und trug sie aus dem ungastlichen Keller hinaus, öffnete die Tür, die er achtlos offen lies und trug sie zurück in ihre Wohnung. Claire sprach nicht, vermied es ihn anzusehen.
Er konnte ihre Reaktion verstehen – er hatte ihre Gedanken gehört. Aber er hatte auch gehört, dass sie verstand. Dass sie zu unterscheiden wusste, zwischen dem was er Louise antat und dem was er für sie empfand.

Er trug sie ins Bett, bedeckte ihren Körper mit Küssen und begann sie sanft und zärtlich zu massieren und zu verwöhnen.
„Verzeih mir Piccolina. Louise ist mir willkommen, solange sie sich nicht zwischen uns stellt – solange sie nicht versucht mich zu hintergehen. Ich brauche dich Piccolina – ich begehre und verehre dich. Bitte verzeih mir.“
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Mo Mai 06, 2013 3:37 pm

Nur langsam kam Claire wieder zu sich. Sie lag in Ronaldos starken Armen, die ihr, Sekunden zuvor, noch so grausam vorkamen. Jetzt hingegen waren sie sanft und beschützend. Sie sah ihn nicht an, zu beschämt war sie noch. Sie verstand, dass er das, was er tat, nicht ihrer wegen getan hatte, sondern das es einzig und allein Louis gegolten hatte. Sie trug die Schuld an all jenem, geschehen war. Trotz allem konnte sie Ronaldo nicht so einfach verzeihen, konnte nicht über die Schmach sehen, die er über sie und ihren Körper gebracht hatte. So war es doch ihre diabolische Schwester gewesen, die mental die Kontrolle gehabt hatte, doch der Schmerz, den ihr Körper davon trug, den konnte sie nicht einfach vergessen. Sie schloss ihre Augen und versuchte so den Eindrücken von außen zu entgehen, doch nur um sich in den Erinnerungen wiederzufinden.


Das Zischen von seiner Stimme. Seine Hände, die Harre rissen. Ihr Nacken, der sich verbogen. Ihr Rücken gebeugt. Schreie, die sich in der Stille verloren. Scham, Frust, Hilflosigkeit. Ihre Arme waren so verdreht. Schmerzen, die immer wieder kamen. Ihre Gedanken, umgegraben wie ein Beet, so aufgebracht, wie die tosende See. Einfach nur weg, wegrennen. Doch sie konnte nicht. Und dann seine Hände, die sie bedeckten. Doch er sollte sie nicht anfassen, nicht nach all dem. Sein Mund, voller gemeiner Worte und eine Stimme, die ihr die Seele zerriss, küsste sie. Ekel. Wehren wollte sie sich nicht mehr. Honigsüße Worte tropften auf sie herab, umsponnen sie, machten sie schläfrig wie Mohn. Er begehrt, verehrte, liebte sie. Und doch tat er ihr so weh.


Claire und Ronaldo erreichten das Haus schneller als sie erwartet hatte, vielleicht hatte sie auch mehr Zeit im Strudel ihrer Gedanken verbracht als sie zu sagen vermochte. Er bettete sie auf die feinen Laken und begann zu murmeln: „Verzeih mir Piccolina. Louise ist mir willkommen, solange sie sich nicht zwischen uns stellt – solange sie nicht versucht mich zu hintergehen. Ich brauche dich Piccolina – ich begehre und verehre dich. Bitte verzeih mir.“ Sie wollte ihm verzeihen, sie verstand. Doch sie war nun einmal wer sie war. Und ein Teil von ihr sträubte sich ihm zu glauben. Sie liebte Louise, war sie doch wortwörtlich ein Teil von ihr. Er hatte sie beschmutzt, sie in einer Weise bestraft, wie man Dienstmädchen bestrafen konnte, nicht aber doch sie. Sie war mehr wert als nur eine billige Hure oder leichtes Mädchen. Sie verdiente mehr Respekt als das.
Claire hatte gesehen, wie sehr es ihn belastet hatte und wie sehr es ihm widerstrebte ihr weh zu tun. Sie beschloss ihn nicht zu hart zu bestrafen, doch konnte er nicht erwarten, dass sie sich ihm freiwillig hingeben würde. Stattdessen nahm sie sich ihren Umhang, hüllte sich darin ein, wie in einem Kokon und krabbelte unter die feinen Laken ihres Bettes. Sie schob ihn beiseite, zuerst drehte sie ihren Kopf weg von seinen Küssen, die auf ihrer Haut brannten, dann seine Hände, die angefangen hatten ihre schmerzenden Muskeln zu massieren. Sie versuchte nett zu sein, doch gleichzeitig abweisend.
Sie sagte nichts, hoffte er würde verstehen. Ihre Augen suchten gar nicht erst nach den seinen, sondern klammerten sich an die Bilder, die Wand ihres Schlafzimmers zierten. Sich auf die Seite drehend rollte sie sich zusammen und schlang ihre Arme um ihre Schienbeine, so dass sie da lag wie ein Embryo.
Auch wenn es egal war, ob sie lag oder, stand so fühlte sich diese Position doch gut und sicher an. Es erinnerte sie an eine Zeit, wenn sie noch mit ihrer Mutter in einem Bett geschlafen hatte, da sie keinen Platz für ein weiteres Bett hatten. Sie, ihr Vater, ihre Mutter und Louis würden alle auf einer Matratze aus Stroh und Stoff liegen und sich Geschichten erzählen, bis sie alle nach einander einschlafen würden. Oft hatte die junge Claire sich dann eingerollt und den Stimmen ihrer Familie gelauscht, wie jeder von ihnen wunderbare Orte erfand oder Dinge erzählten, die wirklich waren. Was hätte sie nun dafür gegeben in ihrer Mutters Armen zu liegen und sanft in den Schlaf gewogen zu werden.
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Aro
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Di Mai 07, 2013 7:03 am

Aro sah wie sehr Claire verletzt war. Sie sprach nicht, sie lächelte und doch wies sie ihn zurück, wies seine Bemühungen ihr Erleichterung zu verschaffen indem er ihre Muskeln lockerte zurück. Abweisend hatte sie sich umgedreht, bedeckt und unter die Laken eingeigelt, als könnte sie sich dadurch vor etwas schützen.
Er verstand.

„Hab keine Angst Angelina, ich werde dir nicht weh tun. Ich zürne Louise für das, was sie in mir ausgelöst hat, zürne ihr für den Schmerz, den du ertragen hast. Bitte finde Ruhe, ich werde in kurzer Zeit zurück sein. Ich bitte dich Claire, bleibe liegen und versuche dich zu entspannen. Du musst nichts fürchten, ich werde mich dir nicht noch einmal nähern.“ Er lächelte sie sanft an, stand auf und kleidete sich ziemlich an, um das Haus schnell und leise zu verlassen.

Aro wusste, dass er ihre Schmerzen, die Erinnerung daran nicht lindern konnte. Sie würde sie nie vergessen, ebenso wie Louise dies nie vergessen würde. Er fragte sich, in wie weit Louise in der Lage war zu bedauern, was sie ihrer Schwester indirekt angetan hatte. Hatte sie ein Schuldbewusstsein, hatte sie die Fähigkeit Gefühle zuzulassen, so wie Claire für sie empfand. Es war eine ganz und gar interessante Konstellation und gleichsam so unwägbar und gefährlich. Es würde ihn Jahre kosten herauszufinden, wie er Louise steuern könnte, einsetzen könnte, damit sie vielleicht Frieden fände in einer neuen, einer so anderen Umgebung, in der sie mehr sein konnte wer sie war. Oder würde Claire mehr und mehr an Stärke gewinnen in der Sicherheit seiner Burg, in der Gewissheit ein wichtiges, unverzichtbares Mitglied seiner Familie zu sein.
„So interessant, so herausfordernd, so ungeheuer anregend!“ Aros Augen glänzten begeistert, wie immer wenn er etwas Neues herausgefunden hatte. Wie immer wenn er begonnen hatte ein neues Rätsel ihrer Art zu lösen.

Der Apotheker hatte bereits geöffnet und sah den dunklen blassen Mann argwöhnisch an. Seine Wünsche waren eigenwillig, aber nicht ungewöhnlich und so stellte er ihm bereitwillig die geforderte Kräutermischung zusammen. Aro zahlte und ging weiter zum Markt, kaufte dies und das und lief zurück bevor die Sonne sich über den Häusern in den Zenit erheben würde.
Claire lag immer noch unverändert in ihrem bequemen Bett und starrte ausdruckslos vor sich hin. Er ging kurz vor ihr in die Knie und strich lächelnd eine ihrer wilden Locken aus ihrem Gesicht. Dann lief er in die Küche, kochte etwas Wasser und füllte es in eine große Schale, die er mit ins Schlafzimmer nahm. Er streute die Kräutermischung hinein. Sofort entfaltete sich ein frischer, wohltuender und stimulierender Duft, der in wenigen Sekunden die Luft in dem geräumigen Schlafzimmer schwängerte. Er ging ins Wohnzimmer zurück und brachte einen kleinen Beistelltisch, den er dicht neben das Bett stellte und auf dem neben einer schönen Kerze eine Flasche und einige schmale Tücher lagen.
Er entzündete die Kerze und lächelte Claire erneut an.

„Claire, ich weis, du möchtest nicht von mir berührt werden und ich versichere dir, ich habe nicht vor dich auf diese Weise zu berühren. Aber ich möchte dir trotzdem oder gerade deswegen helfen dich zu entspannen und so etwas wie ein Wohlgefühl zu empfinden. Ich habe ein sehr wirksames Öl auf dem Markt anrühren lassen. Es hat einen sehr guten Duft und du wirst sehen, wenn ich dich damit massiere wird es dein Körper dir danken. Ich werde dich nicht unziemlich berühren, ich bin mir mehr als bewusst, was ich dir angetan habe. Bitte Claire, um deinetwillen!“
Sanft hob er die Laken an und zog sie zurück. Dann hielt er seine Hand auffordernd hin, damit Claire ihm ihren Mantel reichen könnte. Sie zögerte erst, doch dann sog sie den Kräuterduft ein, sah ihn prüfend an und gab ihn ihm. Sie war immer noch nackt, immer noch so, wie Louise sie gezwungen hatte loszulaufen.
„Danke Piccolina“, flüsterte Aro und gab ihr zu verstehen sich auf den Bauch zu legen. Er legte eines der Bettlaken zu einem schmalen Streifen zusammen und bedeckte damit ihr Gesäß. Dann nahm er eines der mitgebrachten kleinen Tücher, tauchte es in das dampfende Kräuterwasser und wusch langsam und sanft ihre Glieder damit. Er lächelte und begann mit leiser Stimme: „Dies wird ein wenig dauern meine Liebe, also lass mich dir die Zeit damit vertreiben, indem ich dir eine Geschichte erzähle. Sicherlich kennst du sie bereits, aber es ist eine sehr bewegende Geschichte und vor allem eine sehr lange.“ Aro begann mit einer seiner Lieblingsgeschichten. Er brauchte kein Buch, brauchte sie nicht nachzuschlagen, denn sie war Wort für Wort in seinem Gedächtnis abrufbar, die Geschichte von Troja, dem Wettstreit der Göttinnen, von Paris, der sich unsterblich in Helena verliebte und von Achill dem strahlenden und tragischen Helden.

Aro wusch und massierte Claire über zwei Stunden, achtete peinlichst darauf, keine Stelle zu berühren, die ihr unangenehm war und deckte sie, nachdem er geendet hatte mit ihren Laken wieder zu. Er nahm eine ihrer Hände in seine und hauchte einen Kuss darauf. „Ich denke es wird dir lieber sein, wenn ich dir Zeit für dich gebe. Wenn du mich brauchst, du findest mich in deinem Salon. Wenn es dir jedoch lieber sein sollte, dass ich mich entferne so sage es, ich werde jeden deiner Wünsche respektieren.

Leise stand er auf und ging in den Nebenraum, um sich dort der Lektüre zu widmen, die er vor einigen Tagen in der Stadt erstanden hatte.
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Di Mai 21, 2013 1:08 pm

Die Düfte der ätherischen Öle erfüllten den Raum und entspannten ihre angespannten Nerven und ihre Muskeln entkrampften sich langsam. Sie versuchte wirklich Ronaldos Berührungen zu genießen, versuchte die Bilder auszublenden, die versuchten sich wieder in ihren Geist zu drängen. Als er anfing die wunderbarste Geschichte der Welt zu erzählen, schmolz sie vollends dahin. Sie liebte die Sage um die schöne Helena und Hector und Troja.

Es kam ihr so romantisch vor einen Krieg für eine Frau zu beginnen. Sie wusste, wie viele Leute Helena für ein Miststück hielten und für egoistisch. Doch war es nicht ihre Schuld, dass sie schön war. Die Männer waren Schuld, da sie mit ihrem Drang alles Hübsche zu besitzen, alles kaputt machten. Helena war so schuldig an Trojas Fall wie Julia an Romeos Tod. Solche Geschichten lebten eben vom Tod der Darsteller. Im Leben gab es so wenig Heldentum und Dramatik, dass man sie eben im Geflecht der Worte erfinden musste. Claire lauschte hingerissen Ronaldos Stimme. Als er endete wollte sie ihn fast zwingen weiter zu erzählen. Er nahm ihre Hand, küsste sie und entschuldigte sich in den anliegenden Raum und ließ sie zurück. Schweigen und unbeweglich lag sie da. Sie dachte über all das nach, was passiert war.

Claire konnte viel begreifen und verstehen, doch manchmal brauchte sie ihre Zeit alles einzuordnen und Zeit um zu entschieden, was das Beste wäre. Manchmal fühlte sich ihr Gehirn an, als würde es überlaufen. All ihre Gedanken schienen nicht einfach nur herum zufliegen, wie Schmetterlinge, sondern sie schienen zu rasen und zu rennen. Durcheinander und unsortiert fanden sie einen Weg durch ihr Bewusstsein, wie ein unorganisierter Schwarm Fische. Claire dachte darüber nach, ob es vielleicht das Beste wäre, wenn sie einfach hier liegen bleiben würde und nicht reagieren würde. Doch dann entschied sie, dass das wahrscheinlich auf Dauer und Dekaden dann doch zu langweilig sein würde. Sie genoss es zu sehr, dabei zu sehen wie andere Leute ihr Leben wegwarfen und zerstörten. Doch fand sie auch nicht die Kraft aufzustehen. Die Ereignisse der letzten Tage drückten sie auf das Bett mit einer unbeschreiblicher Kraft und Gewalt.

Eine Idee schoss durch ihre durchwühlten Gedanken und Claire entschied und handelte. Sie stand auf, immer noch unbekleidet und folgte Ronaldo in den Raum. Sie wollte nicht mit ihm schlafen, sie wollte einfach nur mit ihm zusammen sein. Sie sah ihn, lesend auf einem großen Sessel sitzend und sie schlich zu ihm. Sie wusste, dass er sie bereits gesehen hatte, aber darum ging es nicht. Selbst verständlich legte er seine Schriften zur Seite und öffnete seine Arme für sie. Er verstand, was sie wollte und brauchte. Sie setzte sich auf seinen Schoß und rollte sich wie eine Katze zusammen. Ihr Kopf lag an seiner Brust und ihre Arme waren um ihre Knie geschlungen. Seine Hände lagen auf ihrem schmalen Rücken und strichen sanft über ihre Haut. Sie schnurrte leise und kuschelte sich immer näher an ihn. Sie genoss seine kalte und dennoch warme Haut, seine starke Umarmung. Dieser Moment war so perfekt und real zugleich, dass es ihr fast das tote kalte Herze zersprang.
Sie schloss ihre Augen und für einen Moment fand sie Frieden. Sie sagte schließlich, ohne auf zusehen:

„Du kennst jeden Teil von mir, doch ich weiß nichts von dir. Erzähl mir mehr von dir. Bitte.“
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BeitragThema: Re: Vivre la Révolution   Di Mai 28, 2013 10:42 pm

Scheu, wie ein verschrecktes Reh, ihre schönen Augen groß, voller Vorsicht fragend auf ihn gerichtet kam sie nachdem weitere Stunden verstrichen waren lautlos herein. Sie sah hilflos und schutzbedürftig aus. Ihr zarter, kindlicher, nackter Körper erschien ihm einmal mehr, wie der eines verletzten gefallenen Engels. Sie war unvergleichlich schön und berührte ihn erneut auf eine geradezu magische Weise.
Er hoffte inständig, sie nicht für immer verloren zu haben, denn er wollte die Begeisterung und Hingabe bald wieder in ihrem Gesicht sehen, wenn er ihr beiwohnen würde, eines Tages – wann auch immer sie es ihm gestatten würde.

Lächelnd breitete er seine Arme auf und barg ihren duftenden Körper in seine Umarmung. Sie suchte Schutz und Halt. Freudig darüber, dass sie ihm soweit vertraute, zog er sie an sich und streichelte lediglich zärtlich ihren Rücken. So saßen sie lange, ohne ein einziges Wort zu wechseln, lediglich auf den anderen achtend und die ruhigen Bewegungen oder zufälligen Atemzüge des anderen registrierend.

Wen kümmerte in diesem Moment die Geschäfte, wegen der er gekommen war. Er hatte Zeit und das alles konnte gut noch eine weitere Woche warten. SIE war jetzt tausendfach wichtiger. Der alte Meister spürte, dass Claire sich entspannte und begann sich bei ihm sicher zu fühlen, sich wohl zu fühlen. ‚Gut!’

„Du kennst jeden Teil von mir, doch ich weiß nichts von dir. Erzähl mir mehr von dir. Bitte.“

Aro lächelte, küsste flüchtig ihre Stirn und dachte nach, was er ihr alles erzählen durfte.

„Nun, das stimmt und du hast ein Recht darauf zu wissen wo ich herkomme und wie ich zu dem wurde, der ich heute bin.“ Er zog sie ein wenig enger an sich heran und begann mit einer Erzählung, die sehr lange dauern würde.

„Ich wurde im antiken Griechenland geboren, lange vor der neuen Zeitrechnung, lange vor der Geburt dieses Gottes, den die heutigen Christen anbeten. Meine Götter waren die Götter der Antike, obschon ich den Glauben an Götter in den über 3000 Jahren meiner Existenz abgelegt habe. Ich habe für mich entschieden, dass ich keine Götter brauche, dass ich diesen Aberglauben nicht brauche, mit dem die Menschen ihre Hoffnung auf eine eventuelle Verlängerung ihres meist jämmerlichen Daseins knüpfen.
Meine Familie war von Stand. Wir gehörten zu den ersten Aristorakten des Polis von Athen. Mein Vater war ein Schriftgelehrter, ein Denker. Ich glaube von ihm habe ich diesen Hang geerbt nach Wissen zu streben, Schriften zu studieren und mich mit dem Wissen der verschiedenen Kulturen anzufüllen, um diese Welt besser zu begreifen.“ Aros Gedanken schweiften ab in die Welt der Antike. Seine menschlichen Erinnerungen waren nicht mehr existent, doch jede Minute seiner neuen Existenz konnte er wie einen Film beliebig abrufen.
Er begann Claire diese Welt, zu beschreiben.

„Nach meiner Verwandlung wanderte ich mehrere Jahrhunderte mit meinem Erschaffer. Wir verbargen uns nicht – warum auch. Damals galten wir nicht als Mysterium – damals galten wir als Götter. Die Menschen fürchteten uns, opferten uns und erkannten in uns was wir waren. Die überlegene Rasse.
Kyros, mein Erschaffer lehrte mich alles, was er wusste, doch das war mir nicht genug. Ich suchte die Bibliotheken auf, nahm mir, was mir nutzen konnte und begann zu lernen. Ich beobachtete die Menschen und ihr kurzsichtiges Handeln und lernte auch daraus. Lernte, wie man einen Staat aufbaute, wie man ihn leitete. Ich lernte aus ihren Fehlern, den Fehlern der Hectore, der Caesaren, der Alexanders ihrer Generationen. Und vor allem – ich lernte sie nicht zu unterschätzen.“
Aro schilderte Claire seine Welt bis ins kleinste Detail. Er achtete nicht darauf, wie die Zeit verging, wie der Mond die Sonne abwechselte und erneut am Himmel erschien. Er schilderte ihr seine Wanderungen mit Kyros bis zu dem Tag, an dem er im Zweikampf mit einer Gruppe wilder Vampire vor seinen Augen zerrissen wurde. Von seinem Hass, den er gegenüber diesen unkultivierten, undisziplinierten Kreaturen empfunden hatte und von dem Sturm der Rache, der ihn überkam und diese Tiere töten und verbrennen ließ!

Er schilderte ihr die Zeiten, die er durchwandert hatte. Er schilderte ihr Kriege, in denen sich die verschiedenen Clans der Vampire gegenseitig bekämpften, in denen wertvolle Talente für immer zerstört wurden, aus blindem, dummen Territorialdenken heraus und wie tief ihn diese Verschwendung getroffen hatte. Er schilderte ihr den letzten großen Kampf, der verbliebenen beiden großen Zirkel, in dem die Rumänen fast vernichtet wurden. Von dem Niedergang Draculas und den neuen Zeiten, die seither begonnen hatten.
Er erklärte ihr Zusammenhänge, Gründe warum die Gemeinschaft der Vampire sich immer mehr zurückgezogen hatte, organisiert hatte und sich Regeln aufbaute, um eine bessere Existenz, eine friedlichere Co Existenz mit den Menschen zu ermöglichen.

„Verstehst du Piccolina? Wir alle haben uns freiwillig diesen Regeln unterworfen, die von den Volturi als unseren obersten Anführern überwacht werden. Wir alle haben dadurch an Freiheit gewonnen. Eine Freiheit innerhalb der Regeln, die unser aller Existenz sichern. Auch ich lebe nach diesen Regeln und achte sie. Ich lebe für diese Regeln und für unsere Gemeinschaft und stelle mein Wissen und meine Kraft in ihren Dienst. Versuche die Geschicke soweit als nötig für unsere Gemeinschaft mit zu lenken und zum besseren zu verwandeln, wie gerade jetzt hier in Paris.
Wenn mein Auftrag erfüllt ist, werde ich zurück nach Italien gehen, um eine neue Aufgabe anzunehmen. Ich führe ein Leben in einem Zirkel Claire, der mir Zuflucht und Schutz zusichert und der für mich Familie bedeutet. Die einzige Form der Familie, die mir vorteilhaft erscheint.“

Sanft strich er über ihre Haare und küsste lächelnd erneut ihre Stirn. Ihre nunmehr dunklen Augen sahen zu ihm auf.
„Ich hoffe ich habe dich nicht gelangweilt, mia Angelina. Die Anstrengungen scheinen deine Energie aufgezehrt zu haben. Du hast Durst. Würdest du mir erlauben dich zu begleiten, obschon ich noch nicht jagen werde, möchtest du alleine gehen, oder wünschst du noch mit mir hier zu verweilen und ein wenig zu plaudern, bevor die nächste Nacht anbricht?“ Er strich zärtlich über ihre Wange, berührte ihre Lippen mit seinen Fingern und lächelte.
„Sag mir, was du dir wünschst – ich möchte dir all deine Wünsche und Sehnsüchte erfüllen.“
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