StartseiteFAQMitgliederAnmeldenLogin


Twilight & Harry Potter Crossover
 


Austausch | 
 

 Quidditch-Feld

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
avatar
Filch der Hausmeister
Admin

Anzahl der Beiträge : 1518
Anmeldedatum : 25.07.11

BeitragThema: Quidditch-Feld   Mi Jul 27, 2011 5:17 am

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Regulus Black the first
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Renesmee Cullen
Anzahl der Beiträge : 1474
Anmeldedatum : 06.08.11
Alter : 21
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Mo Mai 14, 2012 2:30 am

cf.: Hogwarts - Außerhalb - Kabine von Mannschaft 2

In ihrer gewohnten Formation standen sie nun unter den Tribünen und warteten bis das Tor sich erheben würde. Es herrschte Stille , niemand sagte mehr etwas. Jeder war hochkonzetriert , bereit sofort alles zu geben. Und augenblicklich erhob sich das Holztor unter lautem Knarren und Sonnentrahlen fielen auf die Mannschaft von Slytherin. Jubelrufte , Beifall und ohrenbeteubendes Klatschen rund um das Quidditch Feld war zu hören und riss Regulus förmlich mit. Auf diesem Feld zu spielen , während ganz Hogwarts zu sah und mitfieberte war atemberaubend. Dieses Mal waren die Türme , die um das Quidditch Feld positioniert waren in den Farben von Gryffindor und Slytherin dekoriert. Über all sah man rot - gelbe Schäle im Wind flattern oder Silber - Grüne Fahnen die durch die Luft geschwenkt wurden. Die komplette Mannschaft stieg nun auf ihre Besen und machte sich bereit in wenigen Sekunden in die Luft zu starten.

Fanfaren erklungen. Es begann.

Wie auf Knopfdruck sausten alle hinaus auf das Feld und sogleich in die Luft. Der Jubel wurde lauter und beide Teams wurden nun lauthals von ihren Häusern angefeuert. Auch die Mannschaft von Gryffindor erhob sich nun in die Luft. Alle 14 Spieler sausten einige Runden um das Feld , genossen das Fliegen unter den Jubelschreien und unter der Bewunderung. Der Black verbot sich strengstens auch nur einen Blick dazu zu verschwenden nach seinem Bruder Ausschau zu halten. Doch eines bemerkte er. Seien es die Blicke der Zuschauer auf den Tribünen oder einige kurze , verwunderte Blicke von Alice Brown oder anderer Spieler der Mannschaft - sie hätten vieles erwartet , nur nicht das Regulus in den Reihen von Slytherin spielte. "Mal schauen wie ihr damit umgehen könnt. Alice , ich hoffe wir bringend deine perfekte Spieltaktik nicht aus dem Gleichgewicht. Mit noch einem starken Jäger wird Gryffindor nicht fertig." Und das kühle Grinsen erschien wieder auf seinem Gesicht , während auch der Black die Luft genoss und noch einmal sein Tempo beschleunigte. Er nickte einmal und lächelte Bellatrix zu , die gerade an ihm vorbei flog. Es war eine Bestätigung - nein , ein Versprechen das er heute alles geben würde um Slytherin den Sieg zu schenken. Hier oben in der Luft war er frei , hier fühlte sich der Black wohl. Und seit langem

Während alle Spieler sich wieder auf den Boden zubewegten, ertöhnte die Stimme des Kommentator durch das Mikrophon: "Guten Morgen alle zusammen und herzlich Willkommen zum ersten Spiel der Quidditch Saison. Heute spielt Gryffindor gegen Slytherin und es ist ein aufregendes , spannendes Spiel zu erwarten..."
Nun betrat auch Madame Hoch den Rasen und ging auf den Kasten zu , indem die Bälle lagen , die für das Quidditch Spiel entscheident waren. Der Quaffel , die zwei Klatscher und der alles entscheidene Schnatz , auf den dessen Suche sich Bellatrix machen würde. Regulus ließ seinen Blick noch einmal über seine Mannschaft schweifen. Jeder würde sein Bestes geben , es war ihnen anzusehen. Barty und Skye , beide ein Lächeln auf den Lippen , denn sie und auch Regulus erwarteten jetzt schon freudig den Moment in dem sie das Publikum und allen voran die süßen Löwen in Erstaunen versetzen würden. Rabastan der keine Miene verzog , jedoch das Tor besser verteidigen würde , als sonst jemand. Kam der Quaffel auch nur in die Nähe seines Bereichs , so vergaß der Zauberer alles um sich herum und war hochkonzentriert , ließ den Ball niemals hindurchdringen. Joyce und Jacqueline würden das übrige tun und die Gryffindors so gut wie möglich übers Feld jagen , indem sie Klatscher nach ihnen schleuderten. Auf Bellatrix Gesicht war nun nichts mehr als Freude zu erkennen.

Nun waren alle am Boden angekommen und die beiden Kapitäne - Alice Brown für Gryffindor und Bella für Slytherin - gingen aufeinander zu und blieben dann in einigem Abstand zueinander stehen. Regulus musste sich ein Lachen verkneifen. Die Züge seiner Cousine waren aalglatt , sie war undurchschaubar. Ein leichtes spitzes Lächeln lag auf ihrem Gesicht. Sie war die perfekte Vertreterin der Schlangen. Alice Brown wirkte neben ihr wie ein zusammengerutschtes Kissen. Die Black strahlte das aus was ihre Mannschaft war - Stark und Unzerbrechlich. Die Gryffindor wirkte wie ein kleines Hündchen , das bei dem ersten Zucken davon rannte. Beide Kapitäne schüttelten sich nun die Hand , nichts zog diese Berührung unnötig in die Länge.
Nun eröffnete Madame Hoch das Spiel und ganz Hogwarts schien voller Erwartung zu sein. "Nun , ich erwarte von euch ein faires Quidditch. Vergesst den Spaß dabei nicht. Nun , möge der Bessere gewinnen."
Sie musterte jeden einzelnen. Regulus warf seiner Cousine einen letzen Blick zu , eh er gerade aus schaute und..Sirius und James sah. Großer Fehler. Die beiden wirkten mehr als arrogant und siegessicher und das schürte Regulus' Hass nur noch. Heute würde er sich nicht vom Schmerz leiten lassen , heute war es der Hass der ihn unbedingt gewinnen lassen wollte. Freude hin oder her , die Genugtuung für das gesamte Haus Slytherin war um einiges wertvoller.

Doch als der Reinblüter seinen Bruder auch nur eine Sekunde länger als nötig ansah , fühlte es sich wieder so an , als sei die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern. Er war wieder an den Abend erinnert , an dem sich alles veränderte. Er musste diese Last seit mehr als 4 Jahren tragen und es fiel ihm immer schwerer. Doch er tat , was man verlangte. Seine Eltern stellten unendlich viele Erwartungen an ihn und er erfüllte sie stets zu ihrer Zufriedenheit. Doch was ihn das kostete , das bemerkte niemand. Wie konntet man auch die Last von 2 Menschen stemmen? Ein Kreuz war mehr als genug. Mit Sirius Einteilung nach Gryffindor war der Familienfrieden erschüttert. Regulus war nun der einzige Sohn der Blacks und weiß Gott..diese Last war niederschmetternd. Wusste Sirius , was Regulus alles aufgebürdert wurde? Zu oft wünschte sich der Black seine Kindheit zurück. Mit Sirius an seiner Seite war er über sich selbst hinaus gewachsen. Mit Sirius war alles einfacher gewesen. Sie hatten die Erwartungen ihrer Eltern zusammen ertragen , sie hatten einander gehabt. Sie waren Brüder. Der Slytherin fühlte sich wieder wie der 11 Jährige Junge der voller Entsetzen zusah als sein Bruder an den Tisch der Gryffindors ging. Für ihn war damals klar , das es nie wieder so sein würde wie vor der Zeit in Hogwarts. Fort an musste Regulus die Black'schen Erwartungen alleine tragen und er war daran zu Grunde gegangen. Es war zu viel für den damals gerade einmal 12 Jährigen Black. Doch aus den Trümmern der Verzweiflung hatte er sich aufgerichtet , doch sein altes Ich war dabei auf der Strecke geblieben. Regulus hatte alles was ihn verletzen konnte aus seinem Leben gestrichen , denn Gefühle machten schwach und das durfte er nicht sein. Um den Erwartungen seiner Eltern gerecht zu werden hatte er sich verändert. Doch die klaffende Wunde , das fehlende Stück , welches Sirius hinterließ , wurde nie geschlossen.

Zugegeben , Regulus warst schon immer die große Hoffnung seiner Eltern. Aber er war erst 15. Mit 15 sollte man solche Sorgen nicht haben. Im letzten Sommer noch war er unbeschwert - zumindest unbeschwerter als jetzt. Es hatte dem Black noch geschmeichelt, dass er Vaters ganzer Stolz war, doch heute engte es ihn nur noch ein. Er flog umher in einem goldenen Käfig und konnte die Tür nicht finden. Es fühlte sich nicht gut an, eine Schachfigur zu sein. Doch er war nicht mehr der kleine Junge , Regulus war bereit seine Entscheidungen selbst zu treffen. Doch er nahm dieses Recht nie in Anspruch - er wusste , er würde seine Eltern nur enttäuschen. Und Schande über sie bringen wollte er nicht. Er wollte nicht , das seine Eltern noch einen Sohn verloren. Trotzdem war er froh, ihnen nach Hogwarts entfliehen zu können, dahin, wo alles einfacher war. In Hogwarts war er ein Jemand, nicht einer von Hundert. Regulus war angesehen, beliebt, vielleicht sogar ein bisschen beneidet. Und dass manche ihn hassten erfüllt ihn mit Genugtuung. Und doch, so ganz wollte es dich auch hier nicht loslassen , das Gewissen einen Bruder verloren zu haben. Es verschwand niemals ganz. Doch er hatte sich längst damit abgefunden. Wusste , das er es nie ändern konnte. Denn Sirius schien glücklich...zufrieden. Er schien seinen Bruder ohne weitere Gedanken hinter sich gelassen zu haben. Und wenn er es konnte , dann konnte es Regulus auch. Eine zu große Kluft hatte sich zwischen den beiden Brüdern aufgetan und jedes Mal wenn Regulus den Schmerz überwunden hatte , dann blieb der Hass. Es war ein Kreislauf aus dem er nicht entfliehen konnte. Er hatte es längst aufgegeben. So blieb die Verdrängung , bis ihn die Erinnerungen wieder niederrungen. Dann richtete er sich wieder auf , redete sich ein das Sirius ihn und seine Familie verraten hatte , auch wenn er tief in seinem inneren wusste , das es nicht so wahr. Es schien so viel einfacherer , als zu versuchen zu akzeptieren wer Sirius inzwischen war , zu wem er über die Jahre geworden war. Ihn zu hassen schien einfacher als sich einzugestehen wie sehr er doch in Regulus' Leben fehlte. Reinblüter bestanden auf ihre Traditionen und niemand traute sich mit ihnen zu brechen. Egal , ob man durch ihren Einhalt Menschen verlor die man liebte. Bleib deiner Linie treu oder du bist verstoßen. Damals hatte Regulus dies ohne Worte akzeptiert doch heute fragte er sich wie viel Sinn hinter dieser Aussage steckte. Man hatte doch das Recht selbst zu entscheiden wer man sein wollte , oder nicht?

Ein lauter Pfiff riss ihn aus seinen Gedanken und lenkte Regulus' Konzetration nun voll auf das nun beginnde Spiel. Jeden Moment würden sie Bälle lossaussen und der Kampf von Slytherin und Gryffindor würde beginnen. In wenigen Sekunden würde Regulus seinen Besen herumreißen , seine Position einnhemen und Bellatrix Spieltaktik folgen. Ruhe vor dem Sturm.

(Post Part 2/2)
(((Also..ich hoffe das mit dem Einflug aufs Quidditch Feld ist so okay ..hab ich mir von HP 1 abgeschaut.. und auch der Anpfiff & so weiter. Wusst nicht so Recht. Wenn was nicht richtig ist. PM , ich änder's.)))
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Sirius Black
Gryffindor
Gryffindor

Anzahl der Beiträge : 378
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 25
Ort : Oberhessen

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Fr Mai 18, 2012 8:59 am

Cf: Große Halle

Sirius ließ seinen Blick über seine Mannschaftskameraden schweifen. Alle schienen mehr oder weniger damit beschäftigt zu sein sich körperlich und geistig auf die wichtige Partie vorzubereiten. Gideon Prewett stand in der hintersten Ecke der Mannschaftskabine und wärmte sich durch lächerlich aussehende Armbewegungen auf, währenddessen saß Sirius nur stumm auf seinem Platz, sein Treiberschläger und Besen griffbereit. Von den Rängen drang im Gejohle und Beifallsbekundungen ans Ohr. Lässig strich sich Sirius die Haare aus dem Gesicht und band sie mit einem kleinen Lederband zurück. Er liebte seine Haare aber trotzdem und obwohl es schwierig war zuzugeben, störten sie beim Fliegen einfach nur unheimlich. Und das Risiko wegen fehlender Sicht einen Klatscher abzubekommen war ihm dann doch zu groß. Gut aussehen hin oder her.

Auf dem Feld, in ohrenbetäubender Lautstärke verkündeten Fanfaren das Einfliegen der Teams. Ohne ein Wort zu verlieren, stellten sich die Gryffindors auf. Sirius warf einen Blick auf seinen Treiberkollegen, Fabian Prewett, der wie sein Bruder das erste Jahr in der Mannschaft spielte. Angespannt kaute dieser auf seiner Unterlippe und sein Gesicht hat den Farbton von vergorener Milch angenommen. James‘ Blick dagegen sandte Entschlossenheit und Selbstbewusstsein aus und Sirius grinste ihm noch einmal zu, bevor sie in Formation auf das Spielfeld flogen.
Der ansteigende Jubel der Hogwartsschüler hieß zuerst die Sylterhins und dann die Gryffindors willkommen. In, einem halsbrecherischem Tempo, verkündete der Stadionsprecher die Namen der Spieler. Und als der Name `Black´ fiel, hatte Sirius keinerlei Ahnung, ob er oder einer der anderen damit gemeint war. Unter Buhrufen und Jubelschreien flogen die beiden Mannschaften einmal um das Feld. Sirius schaute unter sich, auf diese vielen hundert Schüler, die auf ihn und die anderen 13 Spieler schauten. Er konnte es nicht leugnen, aber das machte die Quidditchspiele doch auch aus, die Aufmerksamkeit die einem dabei zu Teil wurde. Und Sirius war sich nicht sicher, ob er in der Mannschaft wäre, wenn das alles nicht wäre. Wenn die Quidditchspiele genauso unbedeutend wären wie die Kobolsteintuniere und wenn niemand sich um den Verlauf scheren würde, wenn niemand zu ihnen hinauf blicken würde und sie bewunderten und sie wünschte doch an ihrer Stelle hier oben zu fliegen. Und dabei störte Sirius es auch nicht die Bohne, dass die Schlangen, die sich zu einem grün-silbernen Meer vereint hatte höhnische Bemerkungen zu der gegnerischen Mannschaft riefen, wenn diese nah an ihnen vorbeiflogen… Bei einem war Sirius sich doch sicher - er wollte lieber geachtet als geliebt werden.
Nach zwei Runden um das Feld, bewegten sich die Mannschaften wieder dem Boden zu um sich gegenüber aufzustellen. Der Kommentator sprach allen Zuschauern ein herzliches Willkommen aus und bekundete die Erwartungen an ein spannendes Spiel. Die Kapitäne schüttelten sich die Hände und mit einem Pfiff ließ Madam Hoch die Bälle frei, Sirius‘ Blick folgte für eine Sekunde dem goldenen Schnatz, der am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden sollte, bevor dieser sich rasend schnell Richtung der gleißenden Sonne bewegte und Sirius die Augen abwenden musste. Madam Hoch warf jedem nacheinander einen strengen Blick zu und teilte ihnen mit, dass sie ein faires Spiel erwartete. Noch ein Pfiff und die Spieler stießen sich fest vom Boden ab und eine Sekunde später spürte Sirius eine kühle Brise im Gesicht. Hier oben erschienen ihm alle anderen Gedanken belanglos… sein Blick ruderte einmal um das gesamte Spielfeld… der Quaffel wanderte von Spieler zu Spieler und Sirius wartete gespannt auf das erste Tor. Sein Blick fiel auf die Treiber der Slytherins. Überraschender Weiße waren beide Mädchen und Sirius konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen. Natürlich gab es ganze Profimannschaften die nur aus Frauen bestanden, jedoch fand er Mädchen am Treiberstock dann doch immer etwas merkwürdig. Immerhin war es ihre Aufgabe eine schwere Eisenkugel quer über den Platz zu schlagen und Sirius konnte es kaum verhehlen, dass das dann doch eine gewisse Kraft verlangte. Aber besser für ihn…besser für Gryffindor. Sirius warf einen kurzen Blick auf das Geschehen an den Toren… und in diesem Moment schoss der Quaffel, geführt von James durch den äußersten Torflügel. Rasender Applaus schoss zu ihm hoch. Die Punkteanzeige klickte und nun stand dort 10:0 für Gryffindor.
Der Quaffel wurde weitergegeben, jetzt jedoch in den Händen einer der Schlangen… Sirius schaute schnell weg… Er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte, dass Regulus nun auch in der Mannschaft war… irgendwie war das merkwürdig gegen seinen eigenen Bruder zu spielen. Natürlich war Bellatrix auch schon lange in der Mannschaft und er war ihr schon auf dem Feld begegnet, jedoch war das bei ihr einfach etwas anderes… Sie war Bellatrix und Sirius verspürte einen großen Drang dazu ihr einen Klatscher entgegenzuschleudern. Bei Regulus jedoch verspürte er dazu überhaupt keine allzu große Lust. Sirius schüttelte kurz den Kopf – es war Regulus, der Junge der ihm früher die ganze Welt bedeutet hatte und der ihn, wie Dreck behandelt hatte seit dem er in Gryffindor war und dem Schicksal das ihm gegolten hatte, entkommen war. Wie konnte es dann sein, dass Sirius hier auf dem Besen sah und ihn ihm keinen Gegner, keinen Feind sah? Sollte er nicht der Mensch auf der Welt sein, den er am meisten hasste? Der ihn am meisten verletzt hatte? So war es doch, man konnte doch nur von denen verletzt werden, den man liebt? Nein! – Das war alles lange her und hatte keine Macht mehr über ihn. Er bedeutete ihm nichts… Er war in der gegnerischen Mannschaft und wenn es drauf ankam, würde er diesen Wicht von Besen hauen.

Sirius flog dicht an der Gryffindorkurve vorbei und sah aus dem Augenwinkel einen hellbraunen Haarschopf neben einem dicklichen Jungen sitzen, der aussah als würde er sich gleich in die Hosen machen vor Aufregung. Und während er seine Augen für einen Moment über die gespannt aussehenden Gesichter seiner Mitschüler schweifen ließ, bemerkte er erst sehr spät, dass ein Klatscher direkt auf ihn zuflogen kam, ob er aus dem gegnerischen Team geschickt worden war oder ob er rein zufällig ihn als sein Opfer erkoren hatte, konnte Sirius nicht wirklich sagen… und das zeigte ja nur wie unaufmerksam er die ganze Zeit gewesen war. Erschrocken schoss er ein kleines Stück nach rechts um dem Klatscher auszuweichen und ihm mit einem Schlag in Richtung Bellatrix zu schießen… den gegnerischen Sucher auszuschalten war immer gut… den damit hätten sie so gut wie gewonnen, jedoch sah Sirius wie sein Klatscher ein paar Zentimeter an Bellatrix‘ Seite vorbeischoss… Schade aber auch.

Sirius befand sich nun in der Mitte des Spielfelds, um alles im Blick zu haben… Der Quaffel war gerade im Besitz von einem Gryffindor Jäger, blitzschnell warfen sich James, Alice und Gideon den scharlachroten Ball zu und ließen keine Lücke in ihrem Spiel, keine Chance für einen der Syltherins ihnen den Quaffel zu entreißen… Ein paar Meter vor Sirius flog Regulus, immer bereit dazu den Quaffel anzunehmen, wenn ihm die Möglichkeit dazu stand. Aus dem Augenwinkel sah Sirius einen schwarzen Schatten, schnell drehte er sich um als ein weiterer Klatscher auf ihn zugerast kam… und Regulus stand genau vor ihm in der Luft… wahrscheinlich ahnungslos dass er in solch unmittelbarer Gefahr war. Sirius sog scharf die Luft ein, holte mit seinem linken Arm aus, in dem sein Schläger war, der Klatscher kam näher, Sirius hörte das Zischen das der Luftstrom verursachte und Regulus war immer noch vor ihm… Sirius‘ Arm blieb mitten in der Bewegung stehen, der Klatscher schoss um Haaresbreite an seinem Gesicht vorbei und Sirius konnte seinen Arm immer noch nicht bewegen, es musste vollkommen lächerlich aussehen wie er da mit erhobenem Schläger saß und keinen Mumm dazu gehabt hatte seinem eigenen Bruder einen Klatscher auf den Hals zu hetzen. Denn, so war es ja gewesen… Im nächsten Moment ärgerte sich Sirius über sich selbst, als er sah dass der Quaffel nun in Besitz einem der gegnerischen Jäger war und Slytherin einen Punkt für ihr Konto erzielten. Mit einem Blick auf die Tabelle, sah Sirius dass es nun Gleichstand für die beiden verfeindeten Häuser stand. Da sah er nun mal wie schnell sich das Spiel drehen konnte und wie wichtig sein Posten als Treiber doch war… hätte er Regulus ausgeschaltet, wäre es vielleicht nicht zu dem gegnerischen Tor gekommen. Fabian Prewett, der andere Treiber der Gryffindors schoss etwa zwei Meter an Sirius vorbei auf einen der Klatscher zu. Sein Gesicht, hatte einen entschlossenen Ausdruck angenommen und er fixierte ohne zu blinzeln sein Ziel… Sirius folgte seinen Blick und für einen Moment sah so aus, als würde alles sich in Zeitlupe abspielen… Fabian holte mit seiner Rechten aus, laut hallte der Knall über das Stadion wider als der Klatscher das dunkle Holz des Schlägers traf, rasend schnell drehte sich der Ball um sich selbst und schoss dabei genau auf einen der Grünen Umhänge zu auf den Sirius mit silberner Farbe ‚Black‘ lesen konnte… Und dann ging alles ganz schnell, als wollte die Zeit die anscheinend so quälend langsam vergangen war alles wieder nachholen. Ohne einen Gedanken an alle Konsequenzen zu verschwenden schoss Sirius nach vorne und hielt den Klatscher ein winziges Stück vor Regulus auf und schleuderte ihn mit einer Kraft zurück, die seinen linken Arm merkwürdig ertauben ließ, zurück zu Fabian… Sirius kam sich vor als würde die Welt nur noch aus rotem Feuer bestehen… sein Herz hämmerte mit der Wucht eines gutgeschlagenen Klatschers gegen seine Rippe, sein Blut gepaart mit Adrenalin rauschte so schnell durch seine Adern, dass er es in seinen Ohren piepsen hörte… und er wusste nur eins, er wollte Fabian so viele Schmerzen wie möglich zufügen. Und es war ihm egal, dass er einen Klatscher auf ein gegnerisches Mitglied aufgehalten hatte, es war ihm egal dass Fabian in seiner Mannschaft war und das die Stimme des Stadionsprechers laut seinen Angriff auf den Treiberkollegen schilderte… dass alles war vollkommen weg aus seinen Kopf – ausgelöscht, hätte ihn jemand gefragt dann hätte Sirius in diesem Moment der Wut wahrscheinlich seinen eigenen Namen nicht mehr gekannt. Ein schrilles Pfeifen ertönte, als Sirius seinen Schläger auf Fabian‘ Schulter krachen ließ. Madam Hoch kam auf ihn zugeflogen und schrie ihm wutentbrannt etwas entgegen… er schaute sie konfus an, während sich seine Sicht klärte und er merkte wie das Rauschen in seinem Körper nachließ…
Geschockt schaute Sirius sich um… als er verstand was geschehen war… als er verstand was er getan hatte. Madam Hoch stand Slytherin einen Freistoß zu… Das Kommentar des Stadionsprecher ging in dem Raunen der Menge unter… Sirius kaute leicht schuldbewusst auf seiner Unterlippe herum… genaustens darauf bedacht nicht in Regulus‘ Richtung zu schauen…
Madam Hoch pfiff das Spiel neu an, nachdem sie sich vergewießert hatte, dass Fabian so fit war weiter zu fliegen, auf ihre Frage nickte er leicht und rieb sich seine Schulter…In Sirius machte sich ein leichtes Schuldbewusstsein breit – mal wieder hatte er eine Grenze überschritten, seine Gefühle nicht unter Kontrolle gehabt… Er konnte sich kaum vorstellen was für Konsequenzen sein unzureichendes Handeln haben würde… jetzt war es vielleicht nur ein Freistoß für Slytherin aber Sirius war sich sicher, dass er sich nachher noch einiges von Professor McGonagall anhören konnte.

Er wusste nur eins, dieses Missgeschick was ihm unterlaufen war, wollte und musste er wieder gut machen. Den nächsten Klatscher, der er sah schleuderte er in Richtung einer der gegnerischen Treiber… er glaubte, dass Mädchen hieß Winston… Denn das war doch schließlich seine Aufgabe, denen einen Klatscher auf den Hals zu hetzen… Und nicht kleine Brüder vor irgendwelchen Verletzungen zu bewahren…
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Sa Mai 19, 2012 1:21 am

come from: Außerhalb :: Kabine von Mannschaft 1

Nach dem Alice die Mannschaft, die dem Potter gröhlend zugestimmt hatten, wieder beruhigt hatte, gab sie dem Team noch letzte Ratschläge und verschiedene Flugmanöver und Tricks bei. Die Standards, die James schon lange drauf hatte, so schloss er die Augen und wartete ab.
Er freute sich auf das Quidditchspiel, konnte es kaum noch erwarten die Schlangen zu besiegen, ihre wütenden und enttäuschten Gesichter zu sehen. Die Gryffs werden nach dem Spiel feiern, wie sie immer nach einem erfolgreichen Spiel feiern, so lange bis McGonagall dann im Gemeinschaftsraum auftauchte, alle in die Schlafsäle scheuchte, aber nicht drum herum kam, den Spielern noch einen anerkennenden Blick zuzuwerfen und mit einem Grinsen und ihrem flatternden, karierten Schottenrock wieder verschwand.
Meistens ging die Party in den Jungenschlafsälen noch weiter, Sirius Frank und er ließen die einzelnen Flugmanöver dann noch ein Mal Revue passieren lassen, lachten, tranken die restlichen Flaschen Butterbier aus, meistens schaute Remus ihnen nur zu und beteiligte sich nicht großartig an der Unterhaltung, während Peter um sie herumschwirrte und ihnen zustimmte, egal was sie sagten. Dann kicherte er meistens und schwärmte davon, so fliegen zu können wie James oder die Klatscher so treffsicher auf die Gegner zu lenken, wie Sirius.
Und genauso würde auch der heutige Abend werden, die Schlangen können sich in ihre Kerker verkriechen, sie werden untergehen, komme was wolle.

Alice hatte ihre kleine Rede inzwischen beendet und so schnappten sich alle ihre Besen und machten sich startbereit, warteten auf die Fanfaren, die ihren Auftritt ankündigen würden. Die gedämpften Rufe der hunderten von Schüler, die sich draußen für ihre Mannschaften die Kehle wund schrien, drangen durch die Wände der Kabinen zu ihnen durch.
James und Sirius grinsten sich breit an, sie wussten, dass viele von ihnen ihre Namen schrien.
Die Namen der berühmt-berüchtigten Rumtreiber.
Das laute Dröhnen der Fanfaren erklang. Sie alle schwangen sich auf ihre Besen und begaben sich blitzschnell in die Lüfte, raus aus dieser stickigen Kabine. Sobald James draußen auf dem Spielfeld war, machte sich dieses wohlige Kribbeln in seinem Bauch breit, das unbeschreibliche Gefühl der Freiheit, dass aufkam, sobald er sich vom Boden abgestoßen hatte. In den Lüften gab es keine Probleme, keinen Streit mit seinen Eltern, keinen Stress wegen der Schule, hier oben gab es nur ihn und den Wind, der ihm entgegenschlug und seine rabenschwarzen Haare noch mehr zerstrubbelte.
Der Gedanke an den einen Meter langen Aufsatz in Zaubertränke war verschwunden, sowie der Gedanke an Stricke und leblose Körper.
Jubelschreie und Buhrufe vermischten sich miteinander, sodass man den genauen Wortlaut nur dann hören konnte, wenn man ganz dicht an den Tribünen vorbeiflog. Vor Krone flog einer der Treiber, der Schlangen. Beziehungsweise eine Treiberin. Der zweite Treiber war ebenfalls eine Frau. Es wirkte irgendwie lächerlich, wenn diese zierliche Gestalten versuchten bedrohlich mit dem Schläger herumzufuchteln. Sie schafften es im Unterricht ja kaum einen Kesseln anzuheben, wie sollten sie es dann schaffen, einen Klatscher der mit hoher Geschwindigkeit auf sie zukam, weg zu schlagen?
Aber sollte Bellatrix, die Kapitänin der Slytherins, ruhig machen, sie würde schon sehen, was sie davon hatte.

Sirius flog nicht weit entfernt von ihm. Die beiden Marauder zeigten ein paar mehr oder weniger gefährliche Flugmanöver und als der junge Potter bei seiner zweiten Runde um das Quidditchfeld, ganz tief, über der gold-roten schimmernden Hälfte der Tribünen flog, erkannte er den roten Haarschopf. Sie saß auf der hintersten Reihe, neben Remus und Peter. Sie unterhielt sich mit Moony, während Wormtail von zwei giggelnden Mädchen mit Kajal etwas auf die Wange geschmiert bekam. Er flog näher ran und erkannte jetzt, dass dort auf der einen Seite Potter und auf der anderen Seite Black stand und musste sich ein Grinsen verkneifen. Dann richtete er seinen Blick wieder auf Lily, sie schaute den Anderen zu, schien jemanden zu suchen. Nein, nicht jemanden, sie suchte ihn. Sie hatte es gar nicht mitbekommen, dass er nur ein paar Meter über ihr schwebte. Leise flog er hinter die Tribüne, direkt hinter Lily um ihr dann ganz nah an ihrem Ohr etwas zu zu hauchen.
»Du hast mir ja gar kein Glück gewünscht, Evans.«
Er musste leise Lachen, als er sah, wie Lily zusammen zuckte und ihre Muskeln sich schlagartig anspannten, schnell fuhr sie herum. Ihr Gesicht war nur noch wenige Zentimeter von seinem Eigenen entfernt. Ihr süßlicher Duft schlug ihm entgegen, vermischt mit dem ihres Shampoos. Sie hatte einen Gryffindorschaal um und da es noch etwas kühl war, hatten ihre Wangen einen rosigen Ton angenommen.
Sie lächelte und ihre grünen Augen musterten ihn neugierig.
»Das war sehr unhöflich von dir.« James versuchte tadelnd und ernst zu klingen, konnte sich ein Grinsen aber nicht verkneifen und so grinste sie auch zurück. Gerade wollte sie zu einer Entschuldigung (zumindest glaubte er, dass es eine werden sollte) ansetzten, als er ihr schon wieder ins Wort fiel.
»Und deswegen hab ich beschlossen, mir mein Glück abzuholen.« Bevor sie irgendwie reagieren konnte, hatte er seine Lippen auf ihre gelegt. Es war ein zärtlicher Kuss, nicht mehr als ein Hauch. Und so plötzlich, wie er gekommen war, so schnell war er auch wieder zu Ende und sobald James' Lippen sich von Lily's getrennt hatten, flog er auch schon wieder los, über die Tribüne, zurück zum Spielfeld, wo sich schon der Rest der Mannschaft versammelt hatte.

Alice funkelte ihn an, er zuckte nur mit den Schultern und grinste. Er war nur einige Meter neben Sirius gelandet, der angespannt da stand und auf den Boden starrte. Der Potter suchte nach einem Grund und als er zur Mannschaft der Schlangen schaute, die sich ihnen gegenüber aufgestellt hatte, stockte er kurz.
Regulus.
Sirius kleiner Bruder. Ein typischer Black - Slytherin, Reinblüter und Muggelhasser.
Er war der neue Jäger.
Seit diesem Schuljahr gingen Gerüchte um, dass die Schlangen einen neuen Jäger hatten, aber niemand wusste wer. Man mutmaßte, aber man wusste nichts genaues. Bis auf die Schlangen selber, natürlich.
Doch dem Potter blieb jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken, wieso Bellatrix gerade Regulus herausgesucht hatte oder ob Sirius davon gewusste hatte, da die beiden Kapitäne sich bereits die Hand gegeben hatten, Madam Hooch hatte den Koffer mit den Bällen geöffnet, die Pfeife im Mund, bereit zum Anpfiff.
Sie nahm den bordeauxroten, ledernen Ball aus der Kiste. Sie warf den Quaffel hoch und nicht ein Mal eine Sekunde später ertönte der schrille Pfiff.
Das Spiel hatte begonnen.

Sofort stürzte James sich auf den Quaffel, er bekam ihn in die Finger und raste nun auf die Torringe zu, vor denen der Hüter von Slytherin unruhig hin und her flog. Er gab ab an Alice, die momentan frei stand, während er selbst damit beschäftigt war, die Slytherins die an seinen Fersen hingen abzuschütteln, als ein Klatscher die beiden Schlangen voneinander und damit auch von ihm trennte. Alice warf den Quaffel zu ihm zurück und mit dem roten Ball unter dem Arm steuerte er gerade wegs auf die drei Torringe zu. Er täuschte auf den mittleren an und der Hüter fiel sofort auf diesen Trick rein.
Mit einem gutgezielten Schuss warf er den Ball durch den äußeren Ring und hatte Gryffindor damit zur Führung verholfen.
Das Stadion tobte, die Gryffindors sangen Lieder, klatschten laut und buhten die Schlangen aus.
Eine verträumte Stimme erklung: »Vortrefflicher Wurf von unserem Qudditchstar James Potter. Und nun Slytherin in Ballbesitz. Wow, das war knapp. Ein Klatscher direkt am linken Ohr vorbei, dass würde ich auch nicht gerne erleben. Und ist das nicht ein wirklich tolles Wolkengebilde? Schaut euch das mal an liebe Zuschauer … Unglaublich.«
Wolkengebilde? Verwirrt schaute der Potter zu den Tribünen hoch, zwischen all den Lehrern saß Xenophilius Lovegood. Lachend schüttelte der Potter den Kopf.
Sollte er ruhig über Wolkengebilde faseln, solange er ihn Quidditchstar nannte. Vielleicht konnte er ihn ja auch dazu überreden, dass nächste Mal aus 'Star' 'Gott' zu machen.
Er wandte den Blick von der Anzeige wo es 10:0 für Gryffindor stand ab und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf das Spiel. Slytherin war mittlerweile in Ballbesitz, doch nicht sehr lange, da Alice den Ball flink aus den grobschlächtigen Händen von Crouch Jr. stibizte.
Somit waren die Löwen wieder im Ballbesitz. Alice warf einen Pass zu Gideon, dieser spielter wieder zu James und dieser wieder zurück. Die Slytherins wussten nicht auf welchen Jäger sie sich als erstes Stürzen sollten, da keiner von ihnen lange im Ballbesitz war.
Plötzlich hörte der Potter ein lautes Rauschen das immer näher kam ruckartig drehte er sich um. Perplex schwebte Sirius mitten in der Luft, er hatte seinen Arm erhoben.
Hatte sein bester Freund gerade einen Klatscher auf ihn gehetzt?
Gideon, der gerade zurück zu ihm spielen wollte, schien genauso verwundert wie er und der Quaffel fiel ihm aus der Hand. Sofort war James wieder in der Gegenwart, stürzte schon auf den Quaffel zu, doch Regulus, der direkt neben Gideon geflogen war, erreichte den ledernen Ball eher und kurze Zeit später, hatte Slytherins ausgeglichen.
Gryffindor hatte den Quaffel wieder, James flog mit ihm unter dem Arm auf die Torringe zu, als ein lauter Schlag ertönte, doch er ließ sich nicht noch ein Mal ablenken, er wollte nicht, dass die Schlangen den Ball schon wieder in die Hände bekommen würden. Als ein weiterer lauter Knall ertönte und erneut die träumerische Stimme von Lovegood durch das Stadion hallte.
»Prewett schießt einen Klatscher Richtung Black, doch da kommt Sirius und schlägt den Klatscher nur wenige Zentimeter vor Regulus' Gesicht wieder zurück zu Prewett, diese wehrt ihn verwundert ab. Sirius scheint durchzudrehen, er geht auf Prewett zu und..«
»WAS?!«, schrie James und wirbelte auf seinem Besen herum, er sah wie Fabian, der andere Treiber des Quidditchteams sich die Schulter hielt. Madam Hooch's Pfiff gellte über das Spielfeld, sie schrie Sirius an, doch dieser saß einfach bloß still auf seinem Besen und starrte ins Nichts.
Slytherin bekam einen Freistoß, doch Frank hielt dem Ball und warf ihn zu Alice, die zielsicher auf das Tor zusteuerte.
Jubelschreie.
Gryffindor lag nun wieder in Führung.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Eliott Joyce Winston
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Ted Tonks; Ivan Dinu
Anzahl der Beiträge : 3016
Anmeldedatum : 28.10.11
Alter : 21
Ort : In Alagaesia mit Eragon

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   So Mai 20, 2012 6:08 am

Coming from: Hogwarts :: Restliche Räume & Korridore :: Die große Halle

Joyce ließ sich langsam auf die Bank nieder, immer noch an Bellatrix gewandt. Diese schaute konzentriert durch die Runde, bedacht, jeden einmal in die Augen zu blicken. Als diese bei ihr war, blieb Joyce standhaft. Ihr blick trotze voller Konzentration und Kraft. Sie war fest entschlossen jedem dem Klatscher gegen den Körper zu rammen, der es wagte, nur jemanden von ihrer Mannschaft zu nahe zu kommen. So hatte Joyce es mit Bella auch besprochen. Sie hatte außerordentlich viel mit Bella gesprochen in den letzten Wochen. Nicht nur wegen des bevorstehenden Quidditchspiels, sondern generell. So langsam konnten sie sich abhaben. Nicht wie zu Anfang, da war Bella ganz gegen sie. Es freute Joyce zu sehen, dass allmählich doch nicht alle gegen sie standen. Lächelnd schaute die Winston auf den Boden, ließ ihren Blick dann weiter gleiten, zu ihrem Umhang und ihrem Treiberstock. Wohl wahr, Frauen waren nicht immer geeignet dafür, als Treiber auf das Feld zu gehen, doch es gab eben auch diese, die es konnten. Und Joyce liebte es, ihre ganze Wut, die sich in den Wochen davor aufgestaut hatte, auszulassen und damit jemanden zu bombardieren. Heute konnte sie den Klatscher schön in Richtung der Gryffindorspieler schicken. Ein Zucken durchfuhr sie, als sie ihren Treiberstock in die Hände nahm. „Das ist dein Überraschungseffekt“, hatte ihre Bella gesagt. Niemand von Gryffindor hatte eine große Erwartung, wenn sie Joyce mit dem Schläger sah. Sie würden sich wundern. Vor allem auf Potter hatte sie es abgesehen, ohne große Ahnung warum. Wahrscheinlich weil ihr sein grinsen gar nicht gefiel. Er lachte sich mit Sirius wahrscheinlich ins Fäustchen, wenn sie Joyce sahen. Und genau *das* wollte sie den beiden vermiesen. Auch Alice, die sie bestimmt als keine Gefahr einstufte, sollte ihr blaues Wunder erleben. Alle Gryffindors sollten mal eine Lektion bekommen, damit ihr Mund nicht dermaßen weit aufgerissen blieb.

„Ihr wisst, was ich von euch erwarte: Gewinnt!“, riss sie Bella aus den Gedanken. Joyce verdrehte sie Augen, solche Sachen gehörten nicht gesagt. Das war klar, dass ein Kapitän einer Mannschaft ihre Team nicht verlieren sehen wollte. Jedoch nickte Joyce Bella zu, als ihr Blick zu ihr Glitt. „… und ihr beiden ihr geht auf Angriff, aber nur „fair“. Schlagt die bösen Bälle, wenn Madam Hoch nicht hinsieht. Wiegt die Gryffindors in Sicherheit und vor allem: Schaltet als allererstes James Potter aus. Er ist das Maskottchen von diesem Haufen Versager und wenn er fällt haben wir schon gewonnen. Ihr wisst, was ich gesagt habe. Wir spielen am Anfang fair, keine Fouls, keine Rangeleien oder Beschimpfungen. Lasst sie warm werden und sich in Sicherheit wiegen. Wir müssen sie mürbe machen und wir haben Zeit.“ Bis dahin hatte Joyce ihre Rede genau verfolgt. Doch als sie sich wieder widerholte – sie sagte diese Sachen mindestens einmal pro Tag – schweifte Joyce davon. Sie ging den Plan im Stillen noch einmal durch und legte sich ihren Umhang mit den großen Silbernen Buchstaben „Winston“ um. Nun konnte das Spiel beginnen. Die Jubelrufe nahmen von Minute zu Minute zu und Joyce wollte schon auf ihren Besen klettern und fliegen. Sie wollte Slytherin zum Sieg verhelfen und heute Abend im Gemeinschaftsraum mit Bella und alle anderen anstoßen. Während sie eines Siegesfeier machen konnten, würden die Gryffindorspieler allesamt am Boden sein und sich – hoffentlich – so zulaufen lassen, dass sie nichts mehr konnten, als in der Ecke zu liegen und zu kotzen. Kurz glitt der Blick der Winston wieder durch die Runde. All‘ ihre Teammitglieder waren Feuer und Flamme und hingen Bella an den Lippen. Joyce hörte nur mit einem Ohr mit, denn ihre Stimmung trübte sich zugleich, als ihr Blick auf einem lässig sitzenden jungen Mann hängen blieb. Dieser lehnte sein Kopf gegen die Wand und lehnte sein Arm um die Lehne der Bank. Dieser schien auch mit den Gedanken wo anders zu sein und Joyce würde nun gerne wissen, wo. Ein kleiner, irrealer Gedanke kam in ihr auf. Womöglich verschwendete er noch einen Gedanken an sie? Quatsch, er war auf sein Spiel konzentriert, vielleicht schlief er auch. Sein Atmen ging regelmäßig, sie wusste nicht, ob er wirklich angespannt war. Joyce biss sich auf die Lippe und unterdrückte den Drang, sich genau dahin zu setzten, wo er sein Arm um die Lehne gelegt hatte. Nein, das konnte sie wirklich nicht tun. Er war ja schon längst über sie hinweg. Sie war ein Mädchen von vielen. Mach dich nicht so schlecht!, rief sie sich zur Besinnung. Eine komische Mischung aus Wut und Trauer durchfuhr die Winston zum gefühlten 1000x. Wie sehr sie sich sehnte, dass er sie noch einmal so anguckte, wie er es vor zwei Wochen getan hatte. Diesen sanften Blick, die leicht gerunzelte Stirn, wenn er sich ein lächeln unterdrückte, weil sie wieder irgendwas Amüsantes gesagt hatte. Diese Augen, die Wärme und pure Klarheit ausstrahlten. Sie senkte ihren Blick, als er aufschaute. Nein, dies würde sie nicht noch einmal sehen. Beide hatten es vergeigt.

„Ich weiß, ihr schafft das, wir schaffen das. Wir sind Schlangen, also zeigen wir den Löwen wo’s langgeht!“ , sagte Bella mit purer Vorfreude in ihrer Stimme. Sie schaute jeden noch einmal an. Regulus saß nun richtig, als ob seine Überlegungen beendet hatte und auch Joyce vergrub all‘ ihre Gedanken. Nur eins ließ sie draußen – ihre Wut. Ihre Wut, alles was ihr nicht gefiel, dies ließ sie draußen. Denn gleich würde sie mit all‘ ihrer Wut den Klatscher auf die Löwen schleudern. Das war schließlich ihre Aufgabe.

Nun standen sie alle auf ihrem Platz und warteten auf das Zeichen, dass sie nun rausfliegen konnten. Mit einem leichtem Lächeln auf den Lippen stand Joyce hinter ihrem Hüter – Rabastan- und ließ ihren Treiberstock auf ihrer Schulter nieder. Sie hörte draußen Jubelrufe – Buhrufe und sogar Beschimpfungen. Ja, die Spiele waren ein Idealer Ort, um seine Verfeindungen frisch zu halten. Slytherin’s waren treu zu ihren Spielern und so auch die Gryffindor’s. Und da die allzu geliebten Löwen nie ihren Mund zu halten konnten, kamen nach und nach immer mehr Beschimpfungen. Natürlich ließen die Schlangen nicht alles auf sich beruhen und schlugen zurück. Das Zeichen erklang und Joyce schwang sich auf ihr Besen und stieß sich am Boden ab. Schnell flog ihre Team auf das Feld und schoss in die Höhe. Es erklungen Fanrufe und vereinzelt erklangen Buhrufe, die Joyce gekonnt übersprang. Einzig und allein auf die Jubelrufe reagierte. Sie schaute durch die Runde der Fanscharen. Sie erblickte Andromeda und lächelte ihr kurz zu, wandte sich dann aber schnell ab und flog weite ihre Runde. Mit einem zufriedenen grinsen Stellte sie sich auf ihr Platz, da wo sie immer anfing zu spielen. Ob bei dem Training oder auf einem Spiel. Sie war eigentlich immer auf dieser Position wieder zu finden. Sie schaute die Gryffindorspieler an. Alice Brown hatte einen verwunderten Gesichtsausdruck und schaute verdattert zu Regulus. Die Überraschung war wohl gelungen. Alice hatte nicht mit ihm gerechnet- Merlin, sie hatte selber nicht damit gerechnet, bis er auf einmal da stand und Bella verkündet hatte, dass er nun mitspielte. Auch Sirius war leicht geschockt. Er war definitiv nicht begeistert, seinen jüngeren Bruder als Gegner sehen zu müssen. Auch schaute er Joyce an – doch nicht verwirrt. Nein Sirius – dem ein Zopf definitiv nicht stand – sah leicht erfreut aus. Er rechnete nicht damit, dass sie was drauf hatte. Lächelnd erwiderte sie kurz seinen Blick und schaute weiter. James war verschwunden. Kurz suchte sie den jungen mit der Brille und fand ihn schließlich bei dem Gryffindorturm. Wie vernarrt konnte man nur in ein Mädchen sein? Er flog grad über Lily Evans. Als er sie dann schnell küsste, verdrehte Joyce die Augen. Er war wohl überall, nur nicht beim Spiel.

Joyce ließ sich sanft auf den Boden gleiten. Immer noch genau auf ihrem Platz. Sie hörte noch die Stimme, die verkündete: „Guten Morgen alle zusammen und herzlich Willkommen zum ersten Spiel der Quidditch Saison. Heute spielt Gryffindor gegen Slytherin und es ist ein aufregendes, spannendes Spiel zu erwarten...“. Doch dann betrat auch Madame Hoch den Rasen, mit der Kiste, in der sich der Schnatz, der Quaffel und die zwei Klatscher befanden. Voller Adrenalin stand Joyce auf dem Rasen und konnte schon fast nicht mehr still halten. Wie sehr sie nun spielen wollte. Sie höre den Kommentator noch vorhersagen, dass das Spiel wohl sehr spannend sein würde. In diesem Moment gingen die zwei Kapitäne aufeinander zu und reichten sich die Hand – wie es sich gehörte. Als sie den Händedruck beendeten – er war wohl grad so lang wie er sein sollte- hörte man Madame Hoch noch warnend sagen: „Nun , ich erwarte von euch ein faires Quidditch. Vergesst den Spaß dabei nicht. Nun , möge der Bessere gewinnen.“

Als der Pfiff ertönte, schwang sich Joyce schnell auf ihren geliebten Besen und schwang sich in die Luft. Nun würde wohl das spannendste Spiel der ganzen Saison starten und Joyce würde alles daran setzten, dass sie nicht als die verlieren den Platz verließen. Mit dieser Überzeugung schlug sie als erste den Klatscher in Richtung ihrer Gegner. Sie wusste nicht, wen sie gerade den Klatscher auf den Hals gehetzt hatte, jedoch war sie nicht zufrieden, bis sie ihn gegen Potter schlagen konnte. Denn genau dieser hatte nun das 10:00 verursacht und heimste sich gerade Unmengen von Jubelrufen ein. Bella war nun gerade verschwunden, auf der Suche nach dem Schnatz. Doch Joyce war sich sicher, dass sie darauf zurück kommen würde, Rabastan war dazu da, die Bälle zu halten und sie nicht einfach durch gehen zu lassen. Auch in diesem Moment erklang der Kommentator wieder: „Vortrefflicher Wurf von unserem Qudditchstar James Potter. Und nun Slytherin in Ballbesitz. Wow, das war knapp. Ein Klatscher direkt am linken Ohr vorbei, dass würde ich auch nicht gerne erleben. Und ist das nicht ein wirklich tolles Wolkengebilde? Schaut euch das mal an liebe Zuschauer … Unglaublich.“ Natürlich – es war Xenophilius Lovegood, wer sonst konnte so einen Stuss reden? Unuzufrieden wich Joyce noch einmal einem Klatscher aus und flog ihre Runde. Crouch Jr. Hatte nun den Ball an Alice verloren, die sofort zu James passte. Nunja, eigentlich lief soweit alles nach Plan. Bellatrix wollte ja eigentlich, dass sie sich zuerst zurückhielten. Sie sah das breite grinsen auf James Gesicht. Ja, er wiegte sich in Gewissheit, dass Slytherin den Überblick verloren hatte. Doch das hatten sie natürlich nicht. Joyce sah, dass Regulus nur auf sein Zeichen wartete, um nun endlich loslegen zu können. Jeder hielt sich zurück, sie hatten noch keinen richtigen Angriff gestartet. „Nunja, die Slytherin’s sind wohl noch nicht warmgelaufen. Sie lassen das Spiel ganz den Gryffindors…“, hörte Joyce noch die Bestätigung.

Im nächsten Moment waren sowohl alle Spieler, als auch die Zuschauer verwirrt. Joyce schaute verwirrt auf Sirius, der gerade einen Klatscher gegen seinen eigenen Mitspieler geschleudert hatte. War das sein ernst? Dieser Ball wäre wohl auf Regulus gegangen – kurz ärgerte sie sich dass sie das nicht gesehen hatte, es war ihre Aufgabe, ihre Teammitglieder Schutz zu bieten – und er hatte den Klatscher einfach gegen seinen Mitspieler gelenkt. Eigentlich wollte Fabian Regulus treffen, der nicht gesehen hatte, was sich hinter seinem Rücken abgespielt hatte. Doch nun hatte Sirius Fabian den Klatscher gegen die Schulter geschossen. Mit Mühe riss Joyce sich von diesem Ereignis, Pech für Sirius. Regulus war wohl extrem sauer, dass er sich ausgerechnet von seinem Bruder beschützen lassen musste.

Dafür gab es erst einmal einen Freistoß für Slytherin, die davor noch schnell den Quaffel bekommen hatten und einen Punkt zum Ausgleich erzielt hatten. Für kurze Zeit schien das Spiel wie erstarrt, doch kurze Zeit darauf war alles wieder im normalen Tempo. Slytherin verlor den Quaffel und nun war wieder Gryffindor in Führung. Langsam wurde Joyce wütend. Was sollte das nun gleich wieder bringen? Achja, in Sicherheit wiegen. Haben sie das nun geschafft? Anscheinend sah es für Bella genau so aus, denn sie hatte sich schnell zu Rabastan geschlichen und gab ihm gerade wohl eine Standpauke. Sie hatte kein Lächeln auf ihrem Gesicht, wieso auch? Es achtete gerade jeder auf Sirius, der ins Nichts starrte. Rabastan Miene schien nicht sehr fröhlich und kurz darauf blickte er wild entschlossen, keinen Quaffel mehr durch zu lassen. Lächelnd wandte sich Bella dann wieder ab, ihr Blick heftete sich gerade auf etwas, was wohl die Lösung des ganzem Spiels zu sein schien. Es war wohl nun der Zeitpunkt, dass sie loslegten. Unzwar mit ihrer vollen stärke. Rabastan nickte Joyce zu. Ja, es war der Zeitpunkt. Schnell glitt ihr Blick weiter zu ihren Mitspielern. Jedem nickte sie zu und machte ihnen deutlich, dass das Spiel nun richtig Anfingen. „..Was spüre ich nun hier in der Luft? Die Slytherins scheinen langsam aufzublühen. Nun, wir sind gespannt!... , rief Lovegood in sein Mikrofon und Joyce lächelte. Ohja, nun gings los.
„Joyce! Der Klatscher!“ , rief der eigentlich Stille Rabastan ihr zu. Erschrocken drehte sie sich schnell um und erblickte den Klatscher, der mit Rasender Geschwindigkeit auf sie zuflog. Sirius! , alarmierte sie sich. Dieser hatte den Klatscher gerade voller Wucht in ihre Richtung geschleudert. Schnell versuchte sie noch schnell ihren Stock zu heben und das schlimmste zu verhindern, was ihr nicht recht geschah. Doch der Klatscher traf sich nicht mitten ins Gesicht, nein, die Mettalkugel streife die Stirn des Mädchen und sie spürte ein starkes Ziehen im Gesicht. Immerhin lag sie nicht auf den Boden oder taumelte nicht. Kurz atmete sie aus. Das schlimmste war vorüber. Doch kurz darauf kniff sie ihr Auge zu, denn die Wunde schien doch nicht allzu schön zu sein. Sie spürte warmes Blut über ihre Stirn fließen. Urplötzlich wurde ihr kalt. Blut. Blut. IHR BLUT. Sie unterdrückte ein Zittern, sie blickte entschlossen. Das werden diese Mistkäfer bezahlen müssen! Doch sie sah in diesem Moment keinen Klatscher, sie hörte nur Lovegood rufen. „Da hat Winston aber noch das schlimmste verhindern können! Obwohl sie eine sehr talentierte Spielerin ist, vor diesem Klatscher konnte man sich nicht besser retten!“ Wenigstens sagte er nichts Schlimmes. Suchend glitt ihr Blick über das Feld. Wo war dieser verdammter Klatscher. Krampfhaft versuchte sie irgendwie das Blut zu ignorieren, das über ihr Gesicht lief. ES WAR WOHL NICHT SO SCHLIMM! Doch genau jetzt sah sie Regulus, der auf sie zuflog. Sie konnte seinen Blick nicht einordnen, sie konnte gerade nichts tun, außer den Klatscher zu finden! “Sirius wird dafür bezahlen. Legt er sich mit dir an , legt er sich mit mir an. Wir machen den Löwen jetzt die Hölle heiß. Pass auf dich auf!, flüsterte er und drückte ihr einen leichten Kuss auf die Wange. Joyce blinzelte mehrmals. Was war hier gerade geschehen? Hatte sie wirklich so eine starke Gehirnerschütterung? Das war doch gerade nicht wirklich passiert sein?

Im nächsten Moment schienen die Slytherins wie ausgewechselt. Regulus machte gerade noch einen Punkt – gleichstand. Rabastan war auch wie ausgewechselt, er ließ nichts mehr durch. Jubelrufe wurden laut. Die Slytherins wurde immer und immer mehr angefeuert. Alice schien von Mal zu Mal verlorener zu sein, sie wusste wohl nicht wie ihr geschieht. Doch Joyce hatte immer noch einen Dorn im Auge. Ihre Aufgabe war es James auszuschalten. Und das würde sie nun tun. Gerade wurde ihr der Klatscher zugeschmissen und sie lächelte auf. „Ob Winston noch viel ausrichten kann? Ihre Wunde scheint stark, doch Madame Hoch lässt sie weiter spielen – ohne Freistoß oder weiteres! Was macht sie da? Sie hat es auf unseren Spitzenspieler Potter abgesehen! Was?..“ , schrie Lovegood in sein Mikrofon und sie schien nun alle Blicke auf sich zu haben. Noch besser, sollen lieber alle Leute es sehen, wie sie Potter ausschaltete. Mit aller Wucht schleuderte sie die Metallkugel in seine Richtung. James war gerade damit beschäftigt den Quaffel quer über das Spielfeld wieder zu den Slytherins zu transportieren. Er schien gar nicht auf sie zu achten. „Ou, Winston kann wohl nicht mehr ganz Zielen, sie trifft ihn bestimmt nicht mehr!“. Ein böses Grinsen trat in ihr Gesicht. Das wollte sie gar nicht. In diesem Moment verfing sich der Klatscher in James Umhang. Schnell huschte ihr Blick zu Madame Hoch, diese war wohl grad woanders, wahrscheinlich bei dem Schnatz. Sie hatte mitten ins Schwarze Getroffen. Der Klatscherin hing in dem Umhang von James und rumorte da rum, er wollte ja schließlich weiter. James schrie kurz auf, voller Überraschung, denn damit hatte er nicht gerechnet. Er ließ den Quaffel fallen und griff nach seinem Umhang. Der Umhang zog James hin und her und wäre er nicht so ein begnadeter Flieger, wäre er schon auf den Boden gelandet. Grinsend beobachtete sie das ganze Spektakel und wischte sich ein bisschen Blut von der Stirn. James gilt als Ausgeschaltet. Er hatte was zu tun. Zwar nicht lange, aber lang genug, dass er nichts mehr machen konnte. Ohne ihn war das ganze Team wohl hilflos. Und schon hörte Joyce noch einmal das klicken. Slytherin führte nun noch mehr. Sie hatte ihre Aufgabe erledigt. Blieb nur noch Bella mit ihrem Schnatz. Schnell huschte Joyce’s Blick wieder zu den anderen. Skye grinste sie an und zeigte ihr einen Daumen hoch. Sie zwinkerte ihr zu und bemerkte, dass selbst das nicht mehr gut ging. Sie verzog ihr Gesicht. Bella, beende das Spiel schnell!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Regulus Black the first
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Renesmee Cullen
Anzahl der Beiträge : 1474
Anmeldedatum : 06.08.11
Alter : 21
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Di Mai 29, 2012 2:49 am

Die Bälle sausten in die Luft und Regulus blickte einen kurzen Moment dem goldenen Schnatz hinterher , welcher der Schlüssel zum Gewinn für Slytherin war.
Ein Pfiff ertönte. Es begann. Auf Regulus Gesicht erschien augenblicklich ein freudiges Grinsen und erhob sich mit allen anderen zusammen in die Luft. Nun war der Lautstärkepegel auf dem Quidditch Feld ohrenbetäubend. Beide Mannschaften wurden von ihren Unterstützern angefeuert und bejubelt. Noch ein letztes Mal warf der Black einen Blick auf die Tribüne auf der seine Freunde versammelt waren , eh er sich vollkommen auf das Spiel konzentrierte. Binnen weniger Sekunden machte er die Klatscher und den Quaffel aus. Ihm entging auch nicht welche amüsierten Blicke Jacqueline und Joyce ernteten , sowohl von den Zuschauern wie auch von der gegnerischen Mannschaft. Sie würden die beiden zierlich aussehenden Mädchen unterschätzen und das würden die Zwei zu ihrem Vorteil ausnutzen. Ein Zweites Mal würde Gryffindor die Treiberin von Slytherin nicht belächeln. Denn in den zierlichen Händen der Mädchen steckte Kraft und vor allem Joyce verfehlte niemals ihr Ziel. Regulus wusste auch , wer an diesem Tag ihr Ziel war und als er den siegessicheren Blick von Potter sah , musste er schmunzeln.

Als Regulus sah das der Quaffel bereits im Besitz von Gryffindor war und die drei Jäger – James , Alice und Gideon – bereits aus das Tor von Slytherin zu preschten , nahm Regulus augenblicklich die Verfolgung auf. Nach einigen Sekunden war er ihnen dicht auf den Fersen und auch Skye und Barty flogen an seiner Seite , dicht hinter den drei Gryffindors. Doch der Quaffel wanderte ständig zwischen ihnen hin und her und so hätte Slytherin kaum Chancen an den Ball zu kommen ohne ein anspruchsvolles Manöver zu fliegen. Die drei Slytherin Jäger tauschten Blicke und waren sich sofort einig. Die Schlangen hielten sich an Bella's Taktik – Zurückhaltung. Somit unternahmen sie nichts , außer weiter an den Fersen ihres Gegners zu kleben. Just in diesem Moment hörte Regulus ein Zischen von Rechts und instinktiv ließ er sich zurückfallen. Bartimeus und auch Skye schienen den Klatscher ebenfalls an seinem Geräusch erkannt zu haben und wichen ihm – wie Regulus – gekonnt aus. Perfekt. So sieht es aus als lassen wir uns bei der ersten Schwierigkeit aus der Bahn werfen. Denn keiner der Jäger nahm die erneute Verfolgung zu Gryffindor auf. Als der Black seinen Blick zu Rabastan wandte sah er nur noch wie Alice Brown Potter den Quaffel ein letztes Mal zuspielte und dieser gerade Wegs auf das Tor von Slytherin zuraste. James täuschte an und Rabastan folgte und war nicht im Stande den Ball zu halten als dieser durch das Tor zu seiner Rechten flog. Regulus wusste nicht ob das Versagen des Hüters auch nur zu Bella's Taktik gehörte oder ob er wirklich auf so ein sichtlich durchschaubares Manöver hereingefallen war. Der Slytherin ließ seinen Blick nach oben schnellen und erfasste Bella weit über ihnen. Sie schaute nach unten und auch wenn man aus dieser Entfernung nicht viel erkennen konnte , Regulus sah doch das ihre Miene eiskalt war. Ihre Augen mussten vor Wut nur so brennen. Also war Lestrange wirklich darauf hereingefallen. Er würde Bellatrix' Zorn darüber noch zu spüren bekommen. Regulus konnte nur hoffen das sich ihr Hüter nun etwas zusammen nehmen würde. Das Publikum , vor allem aber die Gryffindors jubelten und schrien vor Begeisterung.
Wenige Sekunden später drang auch schon die Stimme des Stadionsprechers auf das Feld. Doch Regulus blendete es ab dem Moment aus ab dem irgendein Gebrabbel über Wolkengebilde durch das Mikrofon drang. Welcher Trottel hat Lovegood diesen Posten gegeben? , fragte sich der Black mit einem Hauch der Verärgerung. Langsam mischte sich der Ärger und die Wut in seine Gefühle. Man müsste meinen Rabastan – der standhafte Hüter , der von allen so hochgelobt wurde – würde nicht am alles entscheidenden Spiel versagen und auf ein läppisches Täuschmanöver herein fallen. Slytherin stand vollkommen dämlich da. Die stolzen Schlangen ließen sich dermaßen von Gryffindor austricksen. Nur der Gedanke daran dass Slytherin in ein paar Minuten ihr wahres Können präsentierte beruhigte den Black und ließ ihn zum Quaffel schnellen. Mit einem gekonnten Griff nahm er ihn an sich und flog in Richtung Frank Longbottom. Skye war noch einige Meter entfernt und vor ihr tümmelten sich die Gryffindors. Somit spielte Regulus den Quaffel in einem geschmeidigen Wurf zu Barty , welcher rechts von ihm stand und frei war. Einige Meter kam er damit auch , bis Alice ihn aus seinen Fingern stahl.
„Verdammt noch mal , mach die Augen auf Barty!“ , blaffte der Black in Richtung seines Jäger Kollegen.
Nun war auch Skye bei ihnen und die drei Slytherins nahmen die Verfolgung auf , ein zweites Mal. Regulus sagte zu den beiden Fliegern neben ihm: „Sie ziehen dasselbe nochmal ab. Ball hin und her tauschen , so das wir den Quaffel nicht erreichen. Wir halten uns zurück.“ Augenblicklich verzog Barty das Gesicht und Regulus gab ihm mit einem Blick zu verstehen das auch ihm diese Taktik langsam zu wider war. Sie mochte wohl am Ende funktionieren , aber es war nervenaufreibend für Slytherin ihr Können zu verstecken und zu spielen wie 12 Jährige. Wieder flogen die Schlangen hinter Gryffindor her. Dem Black kitzelte es in den Fingern endlich etwas Richtiges zu tun , etwas , wobei ihm das Adrenalin in die Venen schießt. Hinter jemanden her zu fliegen entsprach nicht unbedingt seiner Wunschvorstellung. Es war lächerlich mit anzusehen wie Gryffindor dasselbe allen ernstes nochmal abzog wie vor ein paar Minuten. Alice Brown zeigte auch dieses Jahr wieder unglaubliches Einfallsreichtum.

Auch die Treiber von Gryffindor gesellten sich nun zu dieser Formation , wartend darauf bis ein Klatscher in ihre Nähe kam , welchen sie dann auf Slytherin schießen würden. Jedoch würden Skye , Barty und Regulus ausweichen und sich nicht von einem der Klatscher treffen lassen. Dazu waren sie viel zu flink und wendig , schließlich waren sie nicht umsonst Jäger.
Anhand des Schattens konnte der Slytherin erkennen welcher der Treiber hinter ihm flog. Sirius. Regulus musste seinen Blick von dem Schatten losreißen und ihn nach vorne wenden , sonst würde er am Ende noch irgendetwas oder irgendwen über den Haufen fliegen.
„Nunja, die Slytherin’s sind wohl noch nicht warmgelaufen. Sie lassen das Spiel ganz den Gryffindors…“ , dröhnte es über das Feld und wurde so gleich von Jubelrufen aus Gryffindor begleitet. Die Taktik seiner Cousine schien aufzugehen , alle glaubten Slytherin sei in zu schlechter Form um gegen die Löwen zu gewinnen. Sollten sie es glauben , Slytherin würde sie bald eines besseren belehren. Dennoch , Regulus konnte nichts dagegen tun das ihn die Anwesenheit seines Bruders und die Gewissheit das Sirius nur ein paar Meter von ihm entfernt war ein flaues Gefühl in den Magen schickte. Sein Schmunzeln erstarb. Sie sollten nicht als Gegner spielen , sie sollten auf einer Seite spielen. Zusammen kämpfen , gegen den Feind. Momente von wahrer Freundschaft und wirklicher Bruder – Verbundenheit gab es schon lange nicht mehr. Regulus glaubte mit ziemlicher Sicherheit das Sirius ohne zu Zögern einen Klatscher auf ihn hetzen würde , ergab sich für ihn die Gelegenheit. Doch niemand wusste oder erahnte – am aller wenigsten Bellatrix – das Regulus es nicht könnte. Sirius würde seinen Bruder ausschalten wenn Gryffindors Sieg davon abhing. Der Slytherin jedoch konnte seinen Bruder nicht einmal lange anschauen ohne einen Stich versetzt zu bekommen , weil er die Farben von Gryffindor an Sirius sah und nicht die der Schlangen.
Der Schatten hinter ihm machte eine Bewegung , erhob den Schläger und viel zu spät richtete sich Regulus Blick auf dass was Sirius treffen wollte. Nun vernahm der Black auch endlich das typische Zischen des Klatschers. Regulus hatte einen Fehler begangen – er war abgelenkt. Hatte sich in Gedanken bei seinem Bruder aufgehalten anstatt beim Spiel und das würde er teuer bezahlen müssen. Sirius würde den Klatscher auf ihn jagen. Es vergingen nur Bruchteile von Sekunden , doch für Regulus lief alles in Zeitlupe ab. Selbst das Publikum schien verstummt zu sein. Der Jäger drehte sich um , wollte den Klatscher in letzter Sekunde fixieren und ausweichen , doch etwas stimmte nicht , das bemerkte Regulus auf den ersten Blick , während alle anderen es erst in ein paar Sekunden bemerken würden. Sirius war zu ruhig , seine Augen zu leer und seine Züge zu bewegungslos. Regulus Blick glitt zwischen seinem Bruder und dem Klatscher hin und her. Er wird doch nicht verf.. - doch weiter kam der Black nicht mit seinen Gedanken. Sirius ließ den Klatscher vorbeiziehen , der Ball flog dicht an der Wange des Gryffindor vorrüber. Und immer noch hielt Sirius den Schläger hoch erhoben und blickte ins Nichts. Regulus verging jegliches Gefühl , auch er starrte Sirius einige Sekunden nur an , nicht im Stande zu glauben was er gerade gesehen hatte. Nein , Sirius hatte die Chance nicht versäumt einen Klatscher auf Regulus zu jagen. Das konnte nicht sein. Auch der Rest der Mannschaft von Gryffindor wollte das nicht so Recht fassen.
Gideon schien besonders erschüttert und ließ den Quaffel , welcher sich gerade in seinen Händen befand , fallen. Reflexartig riss Regulus seinen Besen rum und steuerte auf den Ball zu. Er musste weg von Sirius , weg von dieser Situation , die so unwirklich erschien. Er würde ewig dort verharren , wenn er sich jetzt nicht losriss. Sekunden später und Regulus war im Bellbesitz. Skye und Bartimeus waren hinter ihm und gaben ihm Deckung , ließen es so erscheinen als würden sie wie Gryffindor den Ball hin und her spielen. Doch das taten sie nicht. Nun kamen die Treiber von Slytherins ins Spiel. Sie sollten diejenigen die die Verfolgung mit den Jäger aufnahmen ein wenig auf Trab halten mithilfe ihrer Freunde – der Klatscher. Gideon schien sein Verfehlen wieder gut machen zu wollen und hielt sich hartnäckig an Regulus , tauchte vor ihm auf. Der Black hielt mit dem Jäger von Gryffindor Augenkontakt , ließ sich knapp vor ihm in einen kurzen Sturzflug fallen , nur um einige Meter danach wieder nach oben zu schnellen und Gidoen Prewett hinter sich zu lassen. Erste Hürde war passiert. Das Schmunzeln kehrte auf Regulus Gesicht zurück , verdrängte die Bilder von Sirius für den Augenblick. Frank Longbottom war ganz offensichtlich leicht verwirrt und schwebte ein wenig zu hoch , so konnte Regulus ohne weiteres den Ball am unteren Ende des Ringes durchschießen. Als das Klicken der Zahlentafel zu hören war und Jubelrufe von der Grün – Silbernen Tribüne stieg auch in dem Black ein Gefühl der Erleichterung und der Freude auf. Barty war sofort bei ihm und beide Jäger erhoben ihre Hände zum Einschlag. Gleichstand.

Als Regulus sich gleich darauf wieder dem Spiel zuwandte , nahm er am Rande war , wie Bellatrix zu Rabastan geflogen war und eindringlich auf ihn einredete. Sie war unzufrieden mit ihm und ihrem Ärger machte sie Luft. Kurz verfinsterte sich das Gesicht des Hüters , nur um kurz darauf von einer stählernen Maske ersetzt zu werden. Er war bereit.
Wie als würde Bella bemerken das der Blick ihres Cousins auf ihr ruhte drehte sie sich zu ihm um und lächelte ihn an.
Doch es blieb den Slytherin keine Zeit zum Verschnaufen. Gryffindor war im Ballbesitz. Nein , man musste sagen : Potter war im Ballbesitz. Es war mehr als offensichtlich das die Jägerfront nur durch sein Können funktionierte. Diese klägliche Taktik von Alice Brown funktionierte nur , weil James Potter sie alle rettete und mit seinen Flugkünsten die Punkte machten. Wie ungern es Regulus auch zu gab , der Gryffindor war gut. Und Können musste anerkannt werden , selbst wenn es dass des schlimmsten Feindes war. Den Fehler des unterschätzen würden die Schlangen nicht machen.
Regulus verharrte in seiner Position , ließ seinen Blick über das Spiel gleiten , suchte den Quaffel. Er befand sich bei James Potter , doch Skye versuchte ihm ihn gerade abzunehmen. Bartimeus war auch bei ihr. Regulus war am anderen Ende des Spielfeldes. Würde er nun über das Spielfeld gleiten um zu den anderen Jägern zu gelangen wäre er die perfekt Zielscheibe für einen Klatscher.
Moment..Klatscher. Wo waren sie?
Der Black riss seinen Kopf herum , denn sein Blut vibrierte ungewöhnlich heftig in seinen Adern. Regulus sah in das strahlende Gesicht von Fabian Prewett , welcher den Schläger hoch erhoben hatte. Und direkt auf Regulus kam in einem unsagbar schnellen Tempo ein Klatscher geflogen. Lovegood schrie irgendetwas in sein Mikrofon. Der Black wusste in Bruchteilen von Sekunden wäre der Klatscher bei ihm. Nun blieb Regulus nur noch Zeit den schlimmsten Schaden zu vermeiden. Er wollte sich sich mit einem Ruck an seinem Besen einige Meter nach oben befördern , so das der Klatscher nur noch sein Knie oder Schienbein traf. Dies war zumindest besser als der Kopf. Doch was dann geschah , das würde sich dem Slytherin unwiderruflich ins Gedächtnis brennen.
Sirius , die Lippen zusammen gebissen und die Augen voller..Sorge? Angst? Entschlossenheit? Regulus war sich nicht einmal sicher ob sich sein Bruder bewusst war was er dort gerade im Begriff war zu tun oder was Regulus glaubte was er tun würde. Bildete es sich der Black nur ein oder schauten sich die Brüder für einen unbedeutend kurzen Augenblick in die Augen? Darüber nachzudenken blieb keine Zeit , denn Sirius riss seinen Besen ohne zu Zögern herum , schwang seinen Schläger mit einer Entschlossenheit gegen den Klatscher das es Regulus die Kälte in die Glieder trieb.
Wenn man dachte , dass das Publikum vorhin erstarrt war , dann müsste man nun annehmen sie seien tot umgefallen. Alle Augen waren auf Sirius , Regulus , Fabian und den Klatscher gerichtet....der geradewegs zu Fabian zurückflog. Dieser wehrte ihn in letzter Sekunde ab.
Regulus erstarrte , vernahm nur noch die Kälte die in ihm aufstieg. Sein Herz klopfte laut in seiner Brust , übertönte alle anderen Geräusche. Der Wind blies ihm durch sein Haar , wollte ihm diesen Gedanken forttragen , doch er musste ihn laut in seinen Gedanken aussprechen. Sirius Black hatte seinen verhassten Slytherin Bruder gerettet. Während Slytherin jubelte und auf den Gesichter von Regulus' Mannschaft das höhnische Grinsen erschien , blieb er stumm auf seinem Besen sitzen. Sein Herz krampfte sich zusammen und sandte ihm immer nur ein Wort: Bruder. Er ist dein Bruder.

Die Ansage von Lovegood machte es auch für den letzten Idioten verständlich: „Prewett schießt einen Klatscher Richtung Black, doch da kommt Sirius und schlägt den Klatscher nur wenige Zentimeter vor Regulus' Gesicht wieder zurück zu Prewett, diese wehrt ihn verwundert ab. Sirius scheint durchzudrehen, er geht auf Prewett zu und..“ Durch die Luft drang James Potters entrüstendes „WAS?“ und auch Regulus zwang sich dem Geschehen vor seinen Augen mehr Beachtung zu schenken. Keiner der hier Anwesenden konnte wohl nachvollziehen was nun geschah. Sirius war nun bei Prewett angekommen und ohne Vorwarnung ließ er seinen Schläger auf dessen Schulter schnellen. Der Black hielt den Atem an , seine Augen weiteten sich merklich. Regulus spürte förmlich wie alle Kraft aus seinen Glieder floss.
Was hatte Sirius nur getan? Er hatte seinen Teamkollegen angegriffen! Und warum? Weil dieser einen Klatscher auf seinen Bruder gehetzt hatte? Den Bruder , den Sirius schon so lange aus seinem Leben und seinem Herzen verbannt hatte. Den Bruder , für den er nur noch Hass und Verachtung übrig hatte. Regulus konnte es in seinen Augen sehen. Er hasste ihn. Was sollte dann das? Der Slytherin wollte nicht darüber nachdenken , doch in seinen Gedanken setzte sich ein Gedanke fest. Sirius hatte ihn verteidigt. Um Himmels Willen , Sirius hatte ihn gerettet obwohl er ihn in den Krankenflügel hätte befördern sollen.

Der Pfiff von Madame Hoch unterbrach alles. Regulus wandte den Blick ab und auch Sirius , der nach einer Ansage von Hoch leicht schuldbewusst wirkte , vermied den Blick zu seinem Bruder. Slytherin bekam einen Freistoß. Dieser Schuss und auch das darauffolgende Halten von Longbottom zog an Regulus regelrecht vorbei. Seine Gedanken fuhren Achterbahn. Er bemerkte das Grinsen seiner Teammitglieder , doch er konnte es nur schwach erwidern. Was für Slytherin nur Beweis das sie eine noch größere Chance auf den Sieg hatte , war für Regulus etwas , was er nicht einfach hinnehmen konnte. Seine Gedanken würden ihn quälen.
Aber nicht jetzt. Jetzt musste er kämpfen. Musste seine Sinne und Glieder wieder zur Bewegung zwingen. Er würde es sich niemals verzeihen wenn er daran Schuld war das Slytherin wegen seiner Schwäche das Spiel verlor. Als er geschockt auf die Anzeige schaute und sah das es für Gryffindor bereits 20:10 stand , sauste der Black wieder in die Lüfte. Doch seine Energie vom Anfang bekam er nur mit Mühe und Not wieder.

Plötzlich fing er das listige Grinsen von Joyce auf , welches von einem Nicken begleitet wurde. Auch er rang sich ein Schmunzeln ab. Damit konnte er sich jetzt ablenken...nun würden auch die Schlangen aus ihrer Starre erwachen. Das war das Zeichen um die Taktik ein wenig zu ändern. Sofort veränderte sich das Spiel von Grund auf. Slytherin überrumpelte Gryffindor förmlich , in dem die Jäger nun frontal auf ihre Gegner zuflogen und ihnen die Bälle abnahmen. Die Treiber kannten keine Gnade mehr und schossen die Klatscher so stark und oft wie sie konnten auf Gryffindor. Nun spielte Slytherin offensiv. Das schien nun auch Lovegood zu bemerken und verkündete laut das Slytherin nun langsam aufblühte. Barty war im Ballbesitzt , warf seinen Ball zu Skye , die nach vorne preschte und den Ball Regulus zuwarf. James schnappte sich ihn geschickt und sauste davon , gefolgt von Regulus. Dieser ließ es sich nicht nehmen Fabian einen bedeutenden Blick zuzuwerfen. Diese Sache war noch nicht geklärt. Von nun an spielten die Jäger ohne Gnade. Jedes Team besaß den Ball nur für Sekunden und kam nicht nah genug an das Tor des anderen heran. Es zeigte sich wie gut beide Team doch wirklich waren.
Dann hörte Regulus zwei Wörter die ihm gar nicht gefielen. Winston und Klatscher. Er sah sich nach der Blondine um und Wut kochte in ihm hoch. An ihrer Stirn lief rotes , helles Blut hinab und der Blutstrom wollte nicht aufhören zu fließen. Es sah ziemlich übel aus. Doch die Krönung der ganzen Geschichte war das es Sirius Klatscher war , der Joyce getroffen hatte. Regulus biss die Zähne zusammen und für einen kleinen Moment wollte er Sirius den Schläger an die Schulter schlagen oder schlimmeres. Wut , Zorn und Sorge. Alles nur für Joyce. Bis Regulus wieder die Situation von vor ein paar Minuten in den Sinn rückte und er sich so verloren wie vorhin fühlte. Regulus flog nun auf Joyce zu , hauchte ihr im vorbeifliegen einen Kuss auf die Wange und versprach das die Jäger Gryffindor nun die Hölle heiß machen würden. Ein Angriff auf eine Treiberin kam einem Angriff auf das ganze Team gleich.
Regulus schnappte sich den Quaffel , wich den Jägern elegant aus. Durch die vielen Stunden mit Bella beim Training war das Ausweichen und Schützen des Quaffels eine seiner leichtesten Übungen. Ein Manöver der Täuschung und Longbottom fiel wie Rabastan zu Beginn darauf hinein und Regulus holte den Ausgleich für sein Team.
Slytherin feuerte ihr Team an und klatschte Beifall.
Jetzt liefen sich die Jäger erst einmal warm. Während Joyce Potter als Gegenschlag für ihre Wunde den Klatscher im Umhang versenkte ließ dieser den Ball fallen , zu sehr damit beschäftigt auf dem Besen zu bleiben. Regulus grinste. Es ging voran. Das Team wirkte nun leicht verloren ohne ihren besten Jäger. Gideon und Alice hechteten dem Quaffel förmlich hinterher und als Regulus Skye den Quaffel zupasste und diese ihn ins Tor warf , als stünde Frank dort überhaupt nicht , war der nächste Punkt für Slytherin gemacht.

Doch langsam spielten auch die Löwen mit Feuer und die Feinschaft zwischen den Häusern war in der Luft zu spüren. Beide Mannschaften spielten gnadenlos. Doch auch die drei Jäger konnten es nicht verhindern als ein Klatscher in ihre Mitte kam , Potter – der in der zwischen Zeit nun wieder ohne den Klatscher unterwegs war – sich den Ball schappte und mit ein paar geschickten Flugmanövern durchs Slytherins Abwehr drang und den Ball durch das Tor schlug. Der Klatscher kam von Fabian und nur die Luft hielt Regulus davon ab zu diesem arroganten Mistkerl zu gehen und ihm eine kleine Lektion zu verpassen. Perfektes Folteropfer , dachte sich der Black zynisch. Es ging hin und her. Mal traf Gryffindor und mal Slytherin. Beide Teams spielten unermüdlich. Wieder waren alle 6 Jäger bemüht den Quaffel für ihr Team zu holen , da erweckte Regulus' Aufmerksamkeit etwas anderes.

Bellatrix war nun wieder auf Augenhöhe mit ihrem Team und ihr Blick ruhte auf etwas. Das musste der Schnatz sein! Doch der Jäger von Gryffindor war ihr dicht auf den Fersen. Reg's Cousine grinste hämisch und flog dann im 90 Grad Winkel steil nach oben. Sie hatte etwas vor. Und sein Gefühl verriet dem Black dass das Spiel gleich die perfekte Wendung nehmen würde. Bellatrix hielt promt in der Luft an , schaute nach unten und da wurde Regulus bewusst was sie tat. Er lächelte. Der Sucher der Gegenmannschaft war sichtlich aus dem Konzept , doch Bellatrix war in ihrem Element. Die stürzte nach unten als gäbe es unter ihr keinen Boden.
Lovegood verkündete: „Nun sehen wir Bellatrix Black einen gekonnten Sturzflug machen. Ist es das was wir denken? Sieht sie den Schnatz und holt den Sieg für Slytherin? Spannung liegt in der Luft..“
Noch immer raste Bella auf den Boden zu und ein paar Meter vor ihm streckte sie die Hand aus und schloss die um etwas. Dann zog sie ihren Besen hoch und nur Zentimeter vor der Wiese flog sie wieder Richtung Luft , hatte ihren Aufprall gekonnt abgewehrt. Sie hatte wieder einmal alles in Kauf genommen , hatte sich auf dieses gefährliche Manöver eingelassen um ihrer Mannschaft den Sieg zu schenken. Um Slytherin den Sieg gegen das verhasste Haus der Löwen zu schenken. Sie hatte es geschafft. Bella hielt ihre Hand nach oben und als sie sie einen Spalt weit öffnete fiel das Licht auf das Gold des Schnatzes und brachte ihn zu Funkeln.
Sie hatten gewonnen.

Madame Hoch's Pfiff ertönte , Lovegood schrie in sein Mikrofon und die Tribünen die mit Slytherin Schülern gefüllt waren tobten vor Freude und Stolz auf ihre Mannschaft. Auch Regulus war stolz. Stolz auf Bella , auf seine Mannschaft und auf sich selbst. Er wollte ein paar Minuten den Ruhm genießen , eh in die Dunkelheit wieder einholte , die Verwirrung über Sirius Verhalten und die Sorge um Joyce und ihre Verletzung. Doch nun würde er genießen. Die Schlangen hatten gesiegt. Jeder hatte seinen Teil dazu beigetragen. Langsam flog Regulus mit einem gewinnenden Lächeln auf den Boden zu. Sie würden als Sieger vom Platz gehen , wie es sich für Slytherin gehörte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Alice Brown the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Viktoria von Baden und Sofibel
Anzahl der Beiträge : 434
Anmeldedatum : 04.08.11

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Di Mai 29, 2012 4:30 am

cf.: Die Kabine von Mannschaft 1

Sofort nachdem Alice' Mund sich schloss sprach James, Lily's Freund. Sie hatte nichts gegen ihn, er war nett und freundlich, aber auch eingebildet und er brauchte Aufmerksamkeit, fast schon mehr wie manch ein Slytherin. Nichts desto trotz hatte sie ihn als ersten Jäger Gryffindors gesetzt – er hatte es verdient, er war einfach der beste Jäger im Moment, auch wenn er Gideon und ihr oft nur wenig Chancen zum Punktwurf gab. Er blieb eben meistens kurz vor dem Tor der Gegner stehen, sodass man zu ihm werfen musste und wenn man es nicht tat, zahlte er es einem heim - er wollte vor allen als unverzichtbar gelten. Alice war dieses Jahr Kapitänin geworden, weil sie sich über alle Spieler Gedanken macht und nicht nur über ihre eigene Position. Dieses Jahr war sie für die Aufstellung der Taktik und für die Mannschaft zuständig gewesen und deshalb war sie auch für alles verantwortlich – für Sieg und für Niederlage. Sie hörte die Worte des Jägers laut: „Von wegen! Wir werden die Schlangen in Grund und Boden spielen und ihr dummes Grinsen wird ihnen schon bald vergehen!“ Ein Gröhlen ging von ihm und Sirius aus. „Unterschätzt sie nicht!“, sagte sie leise und sah das Nicken von Gideon, Fabian, Emma und Frank. Frank war der einzige Schüler gewesen, der dieses Jahr Hüter sein wollte, sodass sie in keinem Konflikt stand. Es hätte ihr leid getan ihn zurückzustellen, weil er schlechter gewesen wäre. Die Mannschaft stellte sich auf und Alice atmete noch einmal laut aus – auf dem Spielfeld konnte alles geschehen, denn die Schlangen versuchten mit allem aufzutrumpfen. Sie machte sich ein wenig Sorgen um Sirius, da seine Cousine im anderen Team war und sie sich keine Chance entgehen lies, ihren verstoßenen Verwandten anzugreifen.

Die lauten Fanfaren erklangen und jeder wusste – es ging los. Die Mannschaft flog gemeinsam aus der Kabine hinaus in die Freiheit des Feldes. Jedem war bewusst was er zu tun hatte und James und Sirius flogen wie immer ein paar Manöver um die weiblichen Zuschauer zu begeistern. Sie flog etwas weiter unten und erblickte gleich den Gryffindorfanblock. Sie winkte freudig und wurde bejubelt. Lily und Remus wanken zurück und sie strahlte die Beiden an, sie freute sich, dass sich ihre beste Freundin und es hörte sich zwar komisch an, aber ihr bester Freund sich ebenfalls gut verstanden. Er hatte eben eine sympathische Art und wenn er einmal mit einem warm geworden war, dann hielt die Freundschaft. Sie seufzte leise und erinnerte sich an ihr letztes Spiel gegen Slytherin. Gryffindor hatte noch unter alter Führung klar dominiert, verlor den Vorsprung im weiteren Verlauf jedoch und konnte nur noch durch einen Zufall den Schnatz fangen. Sie hoffte das das Spiel heute nicht so undeutlich enden würde. Die Mannschaft flog nun auf den Boden zu und stellte sich auf. Madam Hooch kam dazu und forderte von ihr und Bellatrix ein faires Spiel. Die Beiden gaben sich die Hand und sie spürte fast schon den Blick der Black ihr Haut zerkratzen. Sie zeigte keine Angst, hatte keinen Grund dazu, denn sie konnte nicht tun, nichts gegen sie und nichts gegen ihr Team... Alice schaute sich die Gegner an, Bellatrix war Sucherin, Rabastan Hüter, Jacqueline und Elliot Treiber, Skye, Bartiemius und sie schaute zu Sirius, es war sein kleiner Bruder Regulus. Die Schülerin ging einige Schritte zurück und stieß sich beim lauten Pfiff vom Boden ab.
Das Spiel hatte begonnen und doch war ihr bewusst: Freundschaft, Liebe und Blut ging über einen Sieg! Der Geschmack des Sieges verging, doch die Freundschaft, die Liebe und die Familie würde bleiben teilweise sogar für immer...

James schnappte sich den Quaffel und warf schon bald zu ihr ab. Einige Meter vor dem Tor hatte sie die Wahl Gideon oder James, doch sie nahm das zweite, denn Ärger im eigenen Lager war immer schlecht. Die Slytherins rasten zu Frank, doch leider ohne Ball. Sie hatte ein paar Mal mit Gideon geübt, wie man den Ball am besten stibitzt und da sie von den Jägern die kleinsten Hände hatte und am leisesten flog, war sie eben für das Abnehmen des Quaffels da. Schnell passte sie zu Prewett, doch er lies den Ball fallen. Sie sah nicht warum und doch ärgerte sie sich durch den nun entstanden Ausgleich. Alice blieb in der Luft stehen, als sie sah, dass Sirius einen Klatscher auf Fabian hetzte und ihn dann noch mit seinem Schläger schlug. Sie flog weiter, als sie den Pfiff hörte. Ihr war bewusst gewesen, dass es nicht gut war Brüder gegeneinander auszuspielen und auch das Sirius den kürzeren gezogen hatte, doch sie würde ihn nicht verurteilen, an seiner Stelle hätte sie wahrscheinlich das selbe getan. Slytherin bekam einen Freistoß und gemeinsam mit der Schiedsrichterin vergewisserte sie sich bei Fabian über sein Wohlbefinden. Er wollte weiterspielen, ein kämpfender Löwe gab nicht auf, nur wenn er musste... Sie war ein wenig stolz als Frank den Ball hielt und sie nach einen Rückpass von Gideon ein Tor erzielte – Gryffindor war 20 zu 10 in Führung.

Die folgenden Minuten schienen verzerrt auf jeden Angriff folgte ein Gegenschlag: Winston wurde vom Klatscher schwer getroffen und James kämpfte gegen einen. Währenddessen hatte Regulus den Ausgleich geschafft 20 zu 20. Nachdem sie und und der übrige Jäger den Ball leider verloren hatten bekam Slytherin noch einen Punkt → 30 zu 20. James schaffte glücklicherweise bald darauf den Ausgleich. Bellatrix lenkte ihre Mannschaft stark ab und so konnte Alice fast schon ohne Widerstand zur 40:30 Führung ausbauen. Emma war stark verwirrt, sah den kleinsten Ball nicht und schien verloren. In diesem Moment wurde Alice bewusst, dass die Sucherin der Schlangen den Schnatz in Sicht hatte. Gideon konnte durch einen Pass von ihr und James Gryffindor noch ein weiteres Tor sichern, doch der Pfiff von Madam Hooch beendeten das Spiel. Xenophilius Lovegood sprach nun das Schlusswort: „ Gryffindor hat hart gekämpft und das Spiel stand zum Ende hin auf ihrer Seite, doch Bellatrix holte die entscheidenden Punkte zum 180 zu 50 Sieg von Slytherin!“ Sie war mit der Leistung des Teams zufrieden und ging nun zurück in die Kabine. Ihr Mannschaft würden sich nun umziehen und dann zu einer kleinen Feier in den Gemeinschaftsraum aufbrechen. Bei Niederlagen waren es weniger Fans als bei den Siegen, doch gefeierte wurde immer.

tbc.: Die Kabine von Mannschaft 1
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Sirius Black
Gryffindor
Gryffindor

Anzahl der Beiträge : 378
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 25
Ort : Oberhessen

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Di Mai 29, 2012 7:02 am



Vielleicht war sein kindisches Verhalten ein Fehler gewesen. Und vielleicht würde dieser Fehler ihren Sieg kosten… Regulus war ein guter Flieger, auch wen er neu im Team war hatte er seine Jägerkollegen in Können schon weit überholt, so kam es Sirius zu mindestens vor… aber sicher konnte er sich in dem Fall nicht sein. Wenn er ehrlich war, war ergriff er dann doch ziemlich Partei. Und anstatt ihm einen schönen heftigen Klatscher aufzuhalsen, musste er mal wieder sein Hirn ausschalten und einfach tun was im spontan in den Sinn schoss… warum wunderte ihn das eigentlich noch… Regulus war sein schwacher Punkt – er gab es nicht gerne zu, aber so war es. Er wusste schon lange, dass das was er sich seit Jahren einredete eine Lüge war. Er hasste Regulus nicht – vielleicht hatte er es sogar nie getan… keine einzige Sekunde. Ja, er war wütend… schrecklich wütend. Und nachdem sich Sirius endlich eingestanden hatte, dass er Regulus nicht hassen konnte, hatte er sich eingeredet Reg so zu ignorieren, dass dieser anfangen würde an seiner eigenen Existenz zu zweifeln. Und da war er wieder am selben Punkt, anstatt Regulus nur zu ignorieren musste er ihn sogar nicht vor Klatschern beschützen. Super gemacht Sirius schoss es ihm durch den Kopf. Bereute er es? – Kein Stück. Ganz davon abgesehen, dass er eigens ausgeführte Handlungen nie bereute rein aus professioneller Sicht, würde er es immer wieder tun. Und mit einer solchen Sicht der Dinge würde er auch die höhnischen Blicke von seinen Cousinen und Regulus ertragen, sollte sie doch denken was sie wollten über ihn und dass er emotionalgesteuert und was auch immer war, er war besser als sie alle. Er würde sich sicher keine Fehler eingestehen, nur weil irgendein Dahergelaufener meinte, dass etwas an ihm nicht perfekt sei.

Ein Ruf ließ Sirius aus seinen Gedanken hochschrecken und sein Blick schoss augenblicklich dem Klatscher hinterher, den er auf eines der Slytherinmädchen geschossen hatte. Mit erschrockenem Gesicht wich diese der Eisenkugel ein Stück aus, jedoch nicht genug – der Klatscher streifte ihre Stirn und Sirius sah selbst aus der Entfernung, dass hellrotes Blut aus der Wunde strömte. Sein Blick strich über die Tribünen in Gold und Rot, auf denen Jubel entfacht war. Die Schüler freuten sich über das erlahmen einer der grünen Treiber. Eine Gefahr weniger für Sirius‘ Mannschaft… eigentlich sollte er sich freuen… der Klatscher war hervorragend gewesen… klar hätte er auch mitten ins Gesicht treffen können, aber auf jeden Fall saß er und die Wunde sah nicht aus, als würde sie in geraumer Zeit aufhören zu bluten. Sirius fand in der Schülermenge den Blick von Remus… der besorgt aussah und im nächsten Augenblick auf die Winston schaute… Und obwohl Sirius es kaum fassen konnte, wurde seine Stimmung in noch niederen Lagen geschoben und bald würde er seine gute Laune auf dem Boden suchen müssen… und anstatt sich über den nächsten Torwurf von James zu freuen, fragte er sich warum Quidditch eigentlich so brutal war… Sirius flog seine Kreise weiter… doch kaum war er wieder an den Gryffindorrängen angekommen, kam er nicht drum rum Remus erneut einen Blick zu würdigen… Ein leicht komischen Gefühl verlief tief in seiner Magengegend… und anstatt sich endlich einmal auf das Spiel zu konzentrieren, verspürte er eine undurchdringliche Lust dazu Remus endlich einmal zu sagen, wie sehr es ihn nervte, dass dieser dort angespannt saß anstatt ihm nur einen paar Blick zu schenken…nur ein oder zwei Blicke um mehr bat er nicht… Remus schien tatsächlich besorgt um Winston. Mochte er sie mehr als ihn oder was? Warum konnte er ihn nicht mal ansehen? Nur noch ein einziges Mal…
Sirius drang die verträumte Stimme des Stadionsprechers ans Ohr“Da hat Winston aber noch das schlimmste verhindern können! Obwohl sie eine sehr talentierte Spielerin ist, vor diesem Klatscher konnte man sich nicht besser retten!“ Wo hatte dieser Pseudospinner denn was über Quidditch gelernt… hätte diese Winston mal ihre Augen aufgesperrt, hätte sie auch ganz bestimmt besser ausweichen können…
Und als hätte es ein unsichtbares Signal gegeben, legten die Slytherins jetzt erst richtig los und Sirius hatte wirklich schon an Bellatrix‘ Strategie gezweifelt… was hatten sie vor gehabt – zu warten und sich zurück zu halten, bis alle auf den Rängen vor Langeweile eingeschlafen waren? Sirius beobachtete wie die Jäger sich gegenseitig den Quaffel aus den Händen zogen… Auch wenn die Schlangen gut waren – und das waren sie wirklich, er war fair genug um das zugeben zu können, hatten die Löwen eindeutig die besseren Jäger. Mittlerweile führten sie mit einigem Abstand. Und trotzdem würde das alles nicht zu einem Sieg reichen… und genau dieser Punkt machte Sirius Sorgen… Bellatrix war eine gute Sucherin und Sirius war sich ziemlich sicher, dass wen ihr Sucher heute kein unerwartetes Talent offenbarte nur eine kleine Chance hatte, den Schnatz vor Bellatrix’ Nase wegzuschnappen.
Ein aufgeregtes Geschreie und Getuschel erwecke Sirius‘ Aufmerksamkeit. Der Kommentator schrie Wörter, die für Sirius überhaupt keinen Sinn ergaben. Bellatrix. Sturzflug. Schnatz. Er hatte sie doch eben noch angesehen und da war sie noch völlig normal durch die Luft geflogen. Erneut suchte er seine Cousine mit dem Blick um genau den Moment zu erfassen, indem sich Bellatrix‘ Hand um den goldenen Schnatz legte, der daraufhin nur noch müde mit den Flügeln schlug. Tosender Applaus machte die Runde und Sirius musste enttäuscht feststellen, dass sie verloren hatten. Er sah den traurigen Blick von Alice Brown, die nun langsam zu Boden flog und genau ihr würde Sirius vorhalten verloren zu haben… weil sie Kapitänin war und weil er sie nicht leiden konnte. James saß mit fassungsloser Miene auf seinem Rennbesen und Sirius wusste schon jetzt, dass sein bester Freund die Niederlage nicht so leicht einstecken würde, vor allem nicht da er alles gegeben hatte und der beste Spieler auf dem Feld gewesen war.
Sirius sah aus dem Augenwinkel wie die Schlangen sich feierten und wie sein Bruder sich freute und da wurde ihm bewusst, dass dieses verlorene Spiel eben nur das war – ein verlorenes Spiel. Nichts, absolut rein gar nichts im Vergleich zu seinem verlorenen Bruder. Und Sirius ries es fast von Besen als die Erkenntnis ihn mit aller Macht einholten… er konnte alles verdrängen wie er wollte – es hatte nie etwas genützt… er hatte Regulus nie gehen lassen, er hatte ihn nicht frei gegeben… er war noch immer dort wo er war, seit dem er ihn zum ersten Mal in seinem Leben gesehen hatte, in seinem Herzen. Sirius ließ sich zu Boden gleiten… jeder seiner Herzschläge schmerzte ihn seiner Brust. Sich einzugestehen Regulus zu vermissen, zeigte dem Black noch deutlicher auf, wie sehr er eigentlich darunter litt alleine zu sein. Er hatte wunderbare Freunde aber trotzdem fühlte er sich oft alleine. Wie ein Fisch der ganz einsam im tiefen Ozean schwamm, der seinen Schwarm verloren hatte. Zu lange hatte er versucht geliebt zu werden, doch der Preis den er dafür zahlen musste war ihm zu hoch… er würde sich nicht beugen lassen, vor keiner Macht der Welt. Und wen genau das seine Familie verlangte… dann war er besser allein. Egal wie sehr er sich wünschte, es wäre anders.
Sirius sah wie ein paar Gryffindors vor den Mannschaftskabinen standen, darunter auch Remus und Peter. Er hatte keine Lust sich, deren Aufmunterungsreden anzuhören… dass sie den Kopf nicht hängen lassen sollten, weil das eine Spiel verloren war und das noch immer Chancen auf den Pokal bestanden. Wen in Merlins Namen interessierte der Pokal? Wen interessierte das verdammte Spiel? Es interessierte doch auch niemanden, dass er so furchtbar einsam war. Dass, er anscheinend alle anständigen Menschen aus seiner Familie verloren hatte. Andromeda redete nicht mehr mit ihm und Regulus hatte nichts wie merkwürdige Blicke für ihn übrig... Im Grunde war es doch so, dass jeder auf der Welt einfach nur geliebt werden wollte. Und er wollte es auch… richtig geliebt werden… nicht wie von den zahllosen Mädchen, die sich auf den Tribünen den Hals mit seinem Namen wund schrien, die ihm versuchten kindische Liebestränke unterzujubeln, die in einsamen Nächten da waren… wenn er glaubte das es das war was er brauchte… doch er machte sich selber etwas vor… Er wollte wenigstens sagen können, dass er Regulus und auch Andromeda nicht vollkommen verloren hatte.

Sein Herzschlag schien mit jedem Bumm einen Namen zu tragen. Regulus. Regulus. Regulus… Sirius hob seinen Blick vom Boden und sah direkt in helle, leicht besorgte Augen… Remus. Remus. Remus. Remus… machte sein Herz, nun vollkommen übereilt, während er sich kurz an der Hauswand festhalten musste, weil er das Gefühl hatte, dass sein Kreislauf gleich zusammen sacken würde. Sirius schaute Remus wieder an, der leicht belustigt, besorgt und ungehalten zur selben Zeit schaute. So als würde er Sirius‘ kurze Stolperattacken auf Überforderung und den harten Sport schieben. Nicht, dass Sirius das störte… besser als wenn Remus wüsste, was alleine die Erwähnung seines eigenes Namens in ihm auslöste… Und mit Remus‘ Blick wurde Sirius eines auf einmal klar. Warum Remus vorhin Winston besorgt angeschaut hatte und warum er sich sogar nicht von der Euphorie anstecken gelassen hatte, die ein Quidditchspiel mit sich brachte… Für einen kurzen Moment war Sirius fassungslos, weil ihm die Erkenntnis traf und sie auch noch so perfekt auf Remus passte – er mochte Quidditch nicht, genauso wenig wie er Höhen mochte… Sirius sah in an, zwang sich ein Lächeln auf die Lippen… weil ihm so ganz sicher nicht all seine Sorgen im Gesicht standen und fragte Remus leise „Hast du nicht manchmal das Verlangen, etwas total waghalsiges vielleicht auch dummes zu machen, nur damit du verdammt nochmal spürst dass du lebst?“ Und das interessierte Sirius wirklich. Remus war immer so gefasst, er wusste immer was er wollte und was nicht. Und obwohl der Werwolf doch so viele Probleme und Schwierigkeiten hatte, mit denen er kämpfen musste, hatte er nie vollkommen den Kopf verloren… aber vielleicht würde genau das ihm einmal stehen… wer bitte konnte sich schon immer zusammenreißen und das tun was die Gesellschaft von einem verlangte?

tbc: Mannschaftskabine I
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Skye McAlister
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Alec, Carmen
Anzahl der Beiträge : 769
Anmeldedatum : 14.12.11
Alter : 20

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Do Mai 31, 2012 11:26 am

cf: Hogwarts-Restliche Räume & Korridore-Die Große Halle

Alle saßen auf ihrem Besen und nach dem Einflug, der wie immer laut bejubelt und bebuht wurde, begaben sie sich in die Stellung zu beginn des Spieles.
Madam Hooch betrat ebenfalls das Quiddichfeld und lief auf sie zu. Schnell öffnete sie die Kiste mit den Bällen, und heraus kamen die Klatscher, von denen einer schon knapp an Skye vorbeisegelten, der Schnatz, ihr Blick verfolgte ihn bis er zu weit weg war, und schließlich auch den Quaffel. Wie immer ermahnte sie Madam Hooch um ein faires Spiel von allen. Skye verdrehte die Augen. Was brachte das eigentlich? Jeder wusste, dass es verboten war, und kaum jemanden störte das. Na ja, zumindest niemanden aus ihrem Haus. Wenn jemand foulen wollte, dann würde er eben foulen. Und endlich, endlich war die Aufregung weg. Skye begann zu grinsen, und sie sah, das es ihren Teamkollegen genauso ging. sie konnte es kaum erwarten, den Löwen mal wieder so richtig zu zeigen, wie einfältig sie eigentlich waren. Und das war nicht alles. Sie freute sich auch auf das Spiel. Fliegen war das, was sie wirklich konnte, wofür sie sich nicht abmühen musste. Kurz nickte sie Barty zu, der ein böses Lächeln aufgesetzt hatte, dann blickte sie zu Regulus. Er sah sie nicht an, doch auch au seinem Gesicht konnte man die Vorfreude erkennen. Nur Rabastan blinzelte kaum mit den Augen – aber er würde alle Quaffel halten.
Der Händedruck – unzufrieden und fest wie immer, doch im Gegensatz zu Alice verzog Bellatrix wie immer nicht die geringste Miene, auch davon konnten sich die Löwen noch eine Scheibe abschneiden.
Und dann endlich ertönte ein langer, greller Pfiff, und der Quaffel segelte aus Madam Hoochs Armen nach oben.
Schnell warf Skye noch einen Blick auf die Klatscher – letztes Jahr hatte einer sie gleich zu Beginn ziemlich übel erwischt, und es war nicht gerade angenehm so zu spielen, aber aufzugeben kam nicht in Frage – doch sie waren netterweise gleich beide in die Richtung der Gryffindors abgezischt.
Und sie wusste, Jack und Joyce hatten sie perfekt im Giff, es würde keiner auch nur in die Nähe eines ihrer Spieler kommen, jedoch umso mehr zu den Löwen.
Leider merkte Skye direkt danach, dass sie zu langsam waren – Gryffindor besaß den Ball. Grimmig flog Skye ihnen hinterher, dicht neben Regulus, und auf dessen anderer Seite Barty. Doch die Gryffindors passten sich den Quaffel stetig dicht zueinander. Schnell blickte Skye zu den anderen. Sie hatten es geübt, wenn sie wollten würden sie den Quaffel gleich in Besitz haben. Doch die beiden Jungs schienen das gleiche zu denken wie sie – Bellatrix' Taktik. Keine voreiligen Zeugnisse davon, wie gut wir sind. Schade eigentlich.
Genau in diesem Moment hörte Skye ein leichtes Rauschen hinter meinem Kopf, wie Flügel. Eine Sekunde brauchte sie, um zu begreifen, doch sie reichte aus. Schnell warf sie sich nach rechts, sodass sie waagrecht in der Luft hing, und der Klatscher schoss knapp über ihren Körper hinweg. Wie Skye sie hasste! Doch sie gehörten eben auch dazu. Auch Regulus und Barty waren rechtzeitig ausgewichen – wie nicht anders zu erwarten war. Wieder waren wir uns alle einig, und so verfolgten wir keineswegs die gegnerischen Jäger weiter. Enttäuscht sah Skye jedoch, dass der Quaffel durch den Ring ging, und Rabastan den Ball nicht hielt. Sie konnte nur hoffen, dass dies ebenfalls zum Plan gehörte, doch das konnte sie sich nicht denken, Punkte wegen einer Täuschung absichtlich zu verlieren, war irrsinnig. Jedenfalls lag Gryffindor nun in Führung, und das kam überhaupt nicht in Frage.
Kaum ging es weiter, hatten auch Gryffindors wieder den Quaffel. Laut stöhnte Skye, doch Regulus nahm ihn an sich. So schnell wie möglich versuchte Skye in die Nähe zu kommen, doch Barty war viel näher und er war frei, so gab Regulus ihn an ihn ab. Doch gerade als Skye wieder neben den Beiden war, schnappte sich Alice den Quaffel. Augenverdrehend nahmen die drei Jäger wieder auf die gleiche Art die Verfolgung auf, während die Gryffidors tatsächlich wieder einfach den Quaffel hin-und herwarfen. Fast fing Skye laut an zu lachen, aber da die Löwen führten, wäre das wohl nicht so gut gewesen. Also gab sie sich damit zufrieden, sich gemeinsam mit ihren Mitjägern darüber zu ärgern, dass sie nichts *Richtiges* machen konnten. Egal – das würde schon noch kommen.
Wieder ein Klatscher. Schnell wich Skye aus, und sah dabei, dass Sirius hinter ihnen war. Und Regulus anstarrte. Sie seufzte leise, das die beiden nicht im gleichen Team waren, war im Grunde wirklich jammerschade. Aber Sirius wollte ja nicht... Schnell warf sie Regulus einen Blick zu. Beide Blacks schienen nicht ganz bei Sinnen. Verzweifelt blickte sie Barty an, als ein Klatscher direkt vor Sirius Nase kam, und Regulus nicht reagierte. Doch der zuckte nur mit den Schultern. Beriet, ich mitzuziehen, wartete sie darauf, dass Sirius den Klatscher umlenkte – doch er tat es nicht. Er ließ ihn einfach vorbeiziehen, kanpp an ihm vorbei, und starrte ins Leere. Jetzt war es Skye, die die Stirn runzelte und mit den Schultern zuckte. Doch die Überraschung der Gryffindors schien noch größer zu sein, Gideon Prewett ließ sogar den Quaffel fallen!
Von einem Moment auf den anderen hatte Regulus den Quaffel in der Hand – gut so, er war wieder hier – und Skye und Barty hinter ihm. Schnell windeten sich die drei durch die Gryffindors, die so langsam waren, dass es Skye vorkam, als dass sie nur stehende Hindernisse waren. Und prompt landete der Quaffel auf der anderen Seite des Rings. Skye lächelte. Immerhin wieder Gleichstand. Aber letzten Endes würde es wohl so oder so auf Bellatrix und den Schnatz ankommen.
Aber natürlich war Gryffindor jetzt wieder in Ballbesitz – genauer gesagt James Potter hatte den Quaffel unter den Arm geklemmt, was es nicht gerade besser machte, und flog auf ihre Ringe zu.
Wütend jagte Skye ihm hinterher, Barty an ihrer Seite. Sie wusste, sie würde ihm den Quaffel abnehmen. Doch kurz bevor es soweit war, dabei hatten Barty und Skye ihn schon fast von zwei Seiten eingeengt – gab es einen Mischung und jubeln und Aufschreien. Was war passiert? Es hätte Skye eigentlich nicht besonders interessiert, denn wenn so etwas passierte, nutzte man die Zeit am Besten, um zum Beispiel den Quaffel abzunehmen. Und genau aus diesem Grund hörte sie nie dem Kommentator zu. Sie würde sich außerdem eh nur darüber ärgern. Nein, Potter brachte sie aus dem Konzept, der den quaffel vollkommen zu vergessen schien und sich umdrehte, um nach hinten zu schauen. da muss ja was passiert sein!, dachte Skye ironisch, drehte sich aber dennoch ebenfalls. Und prompt fiel ihr die Kinnlade herunter. Ein Klatscher, der wohl von Fabian Prewett auf regulus geschleudert wurde, wurde zurückgeschlagen auf Prewett.
Von Sirius.
Hatte er das ernsthaft getan? Seinen Gegner – natürlich war es sein Bruder, aber bisher war ihm das auch egal gewesen, und das hier war ein, nein, das Quiddichspiel Und er schützte nicht nur Regulus, sondern ziehlte auch noch zurück auf seinen Treiberkollegen Prewett!
Skye verstand die Welt nicht mhr und wie die anderen wohl auch bekam sie nur vage mit, dass ihnen ein Freistoß zugesprochen wurde. Frank Longbottom hielt, wie bei dem Durcheinander auch zu erwarten war Doch Gryffindor besaß so wieder den Quaffel undd der Kontor kam sofort, die Löwen lagen wieder zehn Punkte in Führung. Das konnte doch nicht war sein! Sirius – ein Gryffindor – hatte einen riesigen Nachteil für seine Mannschaft geschaffen, und sie bekamen dafür Punkte? Es war allen klar. Jetzt war es soweit. Sie drehten den Spieß um – jetzt würde es erst richtig losgehen. Erst jetzt würden sie zeigen, was sie wirklich konnten, und tatsächlich, die Löwen hatten kaum Ballbesitz mehr. Barty warf ihr den Quaffel vor. Ihre Aufgabe war das, was sie am Besten konnte. Vorpreschen, allen ausweichen, sich hier und da durchschlängen und sofort auf der anderen Seite des Feldes zu sein. Dort gab sie den Quaffel an Regulus weiter, den hier lag sein Spezialgebiet.
Lange hatte er ihn leider nicht, da ihn Potter praktisch schon im Flug abfing. Dabei hatte sie so gut gezielt! Egal. Regulus schoss hinterher, und Skye ebenfalls, es würde nicht lange dauern, und sie hätten ihn wieder.
Plötzlich verschwand Regulus, und als sich Skye einen winzigen Moment gönnte, um zu sehen wohin, sah sie, wie Joyce blutüberströmt war. Wütend kniff Skye die Augen zusammen, und so spielten Barty und sie mit den Gryffindors, holten sich den Quaffel, ließen ihn sich wieder wegnehmen. Schließlich kam Regulus wieder, und ein Blick in sein Gesicht reichte, um seine Wut zu sehen. Sofort schoss er den Ausgleich. Dann ging es schnell, Führungstor und Ausgleich wurde schnell erzielt, von beiden Teams schnell hintereinander. Dann passierte das, worauf sie gewartet haben. Bellatrix setzte zum Sturzflug an, streckte die Hand aus und hebte ihren Besen erst so kurz vor dem Boden an, dass Skye schon fast dachte, es war zu spät. Doch es war genau richtig. Triumphierend streckte sie die Hand in die Höhe, und zwischen ihren Fingern schimmerte etwas goldenes. Sie hatte es geschafft. Sie alle hatten es geschafft.
Sie haben gewonnen.
Zufrieden grinste Skye über das ganze Gesicht. Es wurde auch Zeit, dass sie die Niederlage aus dem letzten Jahr – Natürlich längst ewige Vergangenheit – endlich heimgezahlt haben. Skye war sich sicher, wenn sie so weitermachen würden, - und dass war noch lange nicht ihre Höchstform gewesen, doch dennoch hatte jeder einen wichtigen, hervorragenden Teil geleistet - dann würden sie den Pokal ein weiteres Mal in Folge holen. Auf ein Jahr voller Siege!, dachte Skye selbstzufrieden, und flog zu ihren Teamkollegen auf den Boden, während sie den tosenden Applaus der Slytherins genoss.

Tbc: Haus Slytherin - Slytherin Gemeinschaftsraum


Zuletzt von Skye McAlister am Sa Jun 09, 2012 2:11 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
James Potter the first
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Carlisle Cullen
Anzahl der Beiträge : 4125
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Mo Jun 04, 2012 6:37 am

Schnell und flink flog der Potter um das Spielfeld, unter ihm waren Gryffindors auf ihrer Tribüne zu einer rot-goldenen Masse verschmolzen. Sie jubelten, kreischten, sangen Lieder, gröhlten und standen voll und ganz hinter ihrem Team. Auf der anderen Seite der Ränge war alles silber-grün, es sah aus wie ein schmutziges Meer, auf dem sich die Wolken und die Sonne wiederspiegelten, auch sie feuerten ihre Mannschaft lauthals an.
Doch das half den Schlangen auch nicht weiter.
Zwar war Slytherin momentan im Quaffelbesitz, aber da war auch schon wieder Alice, die dem Gegner den Ball unter den Händen weg stibitzte.
„Da hat Winston aber noch das schlimmste verhindern können! Obwohl sie eine sehr talentierte Spielerin ist, vor diesem Klatscher konnte man sich nicht besser retten“, die Stimme von Lovegood schallte durch das Stadion, doch James drehte sich nicht um, um nachzusehen, was passiert war, er konzentrierte sich voll und ganz auf das Spiel. Das Spiel, das Gryffindor mit einer hundertprozentigen Sicherheit gewinnen würde, sie hatten die besseren Jäger als Slytherin und auch wenn es bessere Sucher als Emma gab, war sie trotzdem nicht schlecht oder zumindest nicht schlechter als Bellatrix.

Alice gab den Quaffel an Krone ab, dieser bahnte sich den schnellsten Weg über das Quidditchfeld, erneut ertönte Lovegood’s Stimme, doch er achtete nicht auf seine Worte.
Etwas, das er nur wenige Sekunden später bereute.

Mit einem gewaltigen Ruck wurde der Potter nach hinten gezerrt, etwas hatte sich in seinem Umhang verfangen. Nein, nicht etwas; ein Klatscher.
„Ouh, damit hat unser Spitzenjäger nicht gerechnet, Winston hat den Klatscher direkt in seinen Umhang geschleudert, scheint als hätte er ganz schön mit ihm zu kämpfen. Es sieht ein wenig aus, als würde er versuchen auf seinem Besen zu tanzen oder?“
„Halt die Klappe, Lovegood“, brüllte James, doch seine Worte gingen in den entsetzten Schreien der Gryffindors unter. Der Klatscher zog ihn immer weiter runter, er rüttelte an seinem Umhang, doch er konnte ihn nicht von der schweren Metallkugel befreien. Verzweifelt zog er weiter an dem scharlachrotem Stoff, in der Hoffnung der Klatscher würde einfach herausfallen. Slytherin hatte derweil ein Tor gemacht, denn als James von dem Klatscher getroffen wurde, ließ er ausversehen den Klatscher fallen, direkt in die Hände von Regulus. Momentan hatte Gryffindor den Ball wieder, doch die Slytherins hetzten den anderen Klatscher auf Gideon, welcher daraufhin ausweichen musste und den großen Lederball fallen ließ.
Mittlerweile versuchte der Potter es mit Gewalt und tatsächlich, als er schon befürchtete, dass er seinen Umhang zerreißen müsste, um diesen verdammten Klatscher loszuwerden, löste der Ball sich aus dem Umhang und fiel nach unten um dann die Richtung zu ändern und direkt auf einen Spieler der Slytherins zu zurasen.
„James konnte sich mittlerweile wieder von dem Klatscher befreien und ist jetzt wieder voll am Spiel beteiligt, er hat den Quaffel und…Gryffindor hat wieder ausgeglichen!“

Es brach eine hitzige Partie aus. Die Ballwechsel erfolgten im Sekundentakt, immer wieder nahm die gegnerische Mannschaft den Quaffel aus dem Besitz der Anderen, nur damit diese ihn sich nach wenigen Momenten wieder zurückholen konnte. Gryffindor schoss noch einige Tore und auch die Schlangen schienen langsam verstanden zu haben, wie ein Quidditchspiel funktionierte. Auch sie machten ein paar Tore, doch nicht so viele, wie die Löwen und so hatten diese bald einen gewissen Vorsprung aufgebaut.
Alle Zeichen standen auf Sieg für die Löwen. Schon jetzt freute James sich auf die Feier, die nach diesem ersten Sieg der Saison im Gryffindorgemeinschaftsraum stattfinden würde. Sie hatten bereits alles besorgt: Butterbier, Feuerwhiskey und James würde dann noch schnell einen Abstecher in die Küche machen. Die Haushelfen werden ihn wieder überschütten mit Essen, Torten (das letzte Mal hatten sie einen Kuchen gebacken, mit Glasur, wo in großen gold-roten Buchstaben ‚Gryffindor‘ stand und der Kuchen die Form eines Schnatzes hatte), Pudding, Kürbispasteten und noch sie vielem mehr. Sie würden sich noch stundenlang über dieses Spiel unterhalten, Peter wird wie immer die Geschichte mit dem Klatscher, der sich in James‘ Umhang verfangen hatte noch zehntausend Mal erwähnen und sie jedes Mal etwas dramatischer machen, so lange bis er dann laut ihm fast gestorben ist, auch wenn der Potter keinen einzigen Kratzer hatte und die Anderen ja alle gesehen hatten, dass ihm bei diesem Zwischenfall nichts passiert ist, aber wahrscheinlich gab es dann trotzdem noch ein paar kleine, giggelnde Mädchen, die ganz gebannt an Peter’s Lippen hängen würden, in der Hoffnung er würde noch mehr über den Potter erzählen.
Und so eingebildet es klingen mag, der Potter genoss die Aufmerksamkeit, die ihm zu Teil wurde. Er hatte sie verdient, er war ein großartiger Quidditchspieler, er hatte gute Noten und sah außerdem gut aus. Doch viel wichtiger als die Aufmerksamkeit von ein paar kleinen Zweitklässlern, war ihm die Aufmerksamkeit von Lily.
Wie erstaunt sie geschaut hatte, als er auf einmal hinter ihr war und sie geküsst hatte, vor allen Anderen, auch wenn sie ihm an die hundert Mal (allein in der letzten Woche) gesagt hatte, dass sie nicht in der Öffentlichkeit rumknutschen möchte.
Er musste sich ein Grinsen verkneifen und versuchte sich von seinen Gedanken losreißen, auch wenn das Spiel so gut wie entschieden war, war es noch nicht gewonnen. Ihnen fehlten immer noch wichtige Punkte und bis jetzt hatte auch noch keiner der beiden Suchen den Schnatz gesehen.
Und gerade als James seinen Gedanken an den Schnatz zu Ende gebracht hatte, brach eine tobende Welle von Jubelrufen und von enttäuschten Aufschreien über das Stadion herein.
„SLYTHERIN HAT DEN SCHNATZ GEFANGEN“, verkündete Xenophilius und schnell wirbelte James auf seinem Besen herum. Bellatrix hielt etwas in ihrer geschlossen Faust, nur zwei sehr dünne, filigrane Flüge schauten an beiden Seiten ihrer Hand heraus. Sie hatte tatsächlich den Goldenen Schnatz gefangen und damit hatten sie gewonnen. Auch wenn Gryffindor viele Punkte gemacht hatte, es reichte nicht aus um immer noch mehr zu haben, als die Slytherins die noch einmal einhundertundfünzig Extra auf ihr Konto bekommen haben, da sie den kleinen Ball gefangen hatten, der Spielzug, der das Spiel beendet, der Spielzug, der ihnen den Sieg gebracht hat.

Wir haben verloren, wir haben versagt, wir haben verloren, wir haben versagt.
Immer wieder dröhnten diese Worte durch den Kopf von James. Er war sich so sicher, dass sie gewinnen würden, doch dann hat Bellatrix den Schnatz gefangen.
Sie hatten tatsächlich verloren…
Enttäuscht, wütend, traurig, verwirrt. So konnte man die Gefühle des Potter’s wahrscheinlich am besten beschreiben, der sich nur langsam Richtung Boden begab. Unten waren die meisten schon auf dem Weg zu ihren Kabinen. Bellatrix wurde von den Slytherins in ihre Kabine getragen, sie hielt den Schnatz immer noch in der Hand und grinste hinterlistig, als sie in James Gesicht sah. Dieser erwiderte den Blick nicht, wandte den Kopf nach unten und ließ sich von seinem Besen gleiten.
Es ist nicht deine Schuld, du hast alles gegeben, du warst gut, mehr als gut, du kannst nichts dafür, dass Emma den Schnatz nicht vor dieser Schlange Bellatrix gefangen hat. Du hast nichts damit zu tun, es war ihr Fehler, nicht deiner.
Trotzdem zog die Niederlage den Potter runter. Sie zog alle Gryffindors runter.

Er stapfte über den Rasen Richtung Kabine, wenige Meter vor ihm lief Sirius, den Besen, wie er, geschultert, auch er hatte den Kopf gesenkt und hatte den Zopf, mit dem er, wie immer bei einem Spiel, seine Haare zurückband, bereits wieder gelöst. Kurz vor der Kabine blieb er stehen und gedämpft drang seine Stimme zu Krone hinüber.
Führte Sirius Selbstgespräche?
Der Potter ging noch ein paar Schritte weiter und dann sah er die drei Gestalten, die vor den Kabinen gewartet hatten:
Remus, Peter und (sein Herz begann mit einem Mal zu rasen) Lily.
Remus unterhielt sich mit Sirius, Peter stand neben ihnen, er hatte ein betrübtes Gesicht aufgesetzt und noch immer prangten die Namen ‚Potter‘ und ‚Black‘ auf seinen Wangen.
Und Lily stand einfach nur da und betrachtete den jungen Potter. Er versuchte ein Lächeln aufzusetzen und ging auf sie zu.
„Scheint als würde aus der Siegesfete eine Trauerfeier zu werden“, meinte er und versuchte sich an einem halbherzigen Lachen. Dann gab er ihr einen Kuss auf die Stirn und ging einen Schritt zurück.
„Wir sehen uns dann nachher, ja?“, fragte er und war schon auf dem halb durch die Tür zur Mannschaftskabine. Er liebte Lily wirklich und er wollte seine schlechte Laune nicht an der rothaarigen Hexe auslassen, er bemühte sich lässig zu klingen und tat so, als ob ihn diese Niederlage nicht wirklich interessierte, aber in seinem Inneren, machte er sich Selbstvorwürfe, warum er nicht einfach ein paar mehr Tore geschossen hat, warum er den Klatscher nicht eher hatte aus seinem Mantel befreien können.

to be continued :: Außerhalb :: Kabine der Mannschaft 1
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Frank Longbottom
Gryffindor
Gryffindor

Weitere Charas : Emma Campell
Anzahl der Beiträge : 34
Anmeldedatum : 17.11.11
Alter : 24
Ort : RDG

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Di Jun 05, 2012 7:16 am



Sie hatten verloren. Tatsächlich haben sie gegen die Schlagen verloren. Er schaute betrübt zu Boden, als diese Information in seinem Gehirn angekommen war. Wie sehr er hatte gewinnen wollten, allein damit Alice glücklich war. Sie machte sich bestimmt vorwürfe und war sauer auf sich selbst. Doch das brauchte sie nicht sein. Sie hatten alle Mist gebaut. Frank selbst hatte sehr viele leichte Bälle durchgelassen, die er eigentlich hätte fangen müssen. Nun sie wussten das Slytherin ein harter Gegner war doch das Bellatrix so schnell den blöden Schnatz gefangen hat, war selbst dem Longbottom zu viel. Hätte Emma den Ball nur vorher gesehen.
Doch es brachte nichts, sich jetzt gegenseitig Vorwürfe zum machen. Sie hatten verloren und nun müssen sie bis zum nächsten Spiel wieder alle klar bei der Sache sein und hart trainieren. Noch konnten sie den Quidditchpokal gewinnen und auch den Hauspokal konnten sie noch holen. Immerhin waren gerade mal 2 Wochen Schule.

Langsam machte sich der Hüter auf den Weg in die Umkleidkabine. Hinter sich konnte er einige lachen hören. Wahrscheinlich irgendwelche schadenfrohe Slytherins. Nun das war der Nachteil bei diesem Spiel. Einer musste immer verlieren. Wenn die Gryffs gewonnen hätten, würden sie sich genauso über die Schlangen lustig machen.
Vor der Kabine konnte er schon eine kleine Menschentraube sehen. Einige Gryffindors die sie trösten wollten. Er erkannte seine Zimmergenossen Remus und Peter, die gerade auf Sirius zugingen und auch Lily sah er dort stehen. Zuerst dachte er sie sei wegen Alice hier doch dann erkannte er, dass die Evans zu James lief.

Frank schüttelte kurz belustigt seinen Kopf ehr er seiner Herzdame in die Kabine folgte. Umziehen würde er sich eh erst oben im Jungenzimmer wo er auch gleich duschen konnte und er wusste das Alice dies genauso machte. Schon entdeckte er ihre braune Mähne und umfasste sie von hinten, sodass sie sich kurz erschreckte.
„Ich hoffe du gibst dir nicht die Schuld dafür das wir heute verloren haben, Schatz. Die nächsten Spiele werden wir gewinnen, da bin ich mir sicher.“, versuchte er sie aufzumuntern.
„Sehen wir uns nachher im Gemeinschaftsraum?“
Er küsste sie kurz in den Nacken und drehte sich wieder um. Er musste dringend duschen gehen, da es ja immer noch die Quidditchpartys im Gemeinschaftsraum gab. Zwar war er sich sicher, dass es heute nicht ganz so ausgelassen wird wie wenn sie gewonnen hätten, doch betrinken konnte man sich in jedem Fall und Spaß hatten sie eigentlich auch immer.

Als er wieder aus der Kabine trat entdeckte er noch Emma Campell und ihren Freund Max Borde am Rand stehen. Emma winkte ihm kurz zu. Sie hatte ein etwas enttäuschtes Lächeln auf dem Lippen, doch er war sich sicher das sie es nicht so schlimm fand. Nun machte er sich auf ins Schloss wo er noch einigen gehässigen Slytherins begegnete, ein paar geknickten Huffelpuffs und Ravenclaws und nur traurigen Gryffindors.
Seufzend ging an ihnen vorbei und hoffte das alle diesen Tag schnell vergessen würden.



tbc.: Haus Gryffindor - Gemeinschaftsraum


(sorry das es nur so kurz ist, ich bin gerade in einem Tief)
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Bellatrix Black the first
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Bella Cullen
Anzahl der Beiträge : 3078
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : London

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Do Jun 07, 2012 12:51 pm

Cf.: Hogwarts – Restliche Räume & Korridore – Große Halle

Vor Madam Hooch blieb Bellatrix stehen, direkt gegenüber von Alice Brown, ihre Mannschaft im Rücken. Madam Hooch sah beide Kapitäne an und Bella wusste, was jetzt folgen musste. Warum eigentlich musste sie, Bellatrix Black, Reinblut und direkte Nachfahrin Salazar Slytherin’s , Alice Brown, einem wertlosen Schlammblut, die Hand schütteln? Sie auch nur zu berühren widersprach all ihren Grundsätzen und diesem Mädchen dann auch noch kameradschaftlich die Hand zu geben, nein, so was konnte man wirklich nicht von ihr verlangen. Keine Sekunde war vergangen, seit die beiden Mannschaften voreinander stehen geblieben war und ihr war klar, dass es nicht wirklich förderlich wäre, würde sie sich jetzt weigern dem gegnerischen Kapitän die Hand zu reichen. Also hob die Black ihre Hand und drückte mit eiserner Miene die der Gryffindor. Bella berührte das Schlammblut nur solange wie nötig, sobald zwei Sekunden vorbei waren, lockerte Bella den Griff und ließ los. Den Impuls, sich sofort die Hand abzuwischen, konnte sie gerade noch unterdrücken.
Madam Hooch hatte sich inzwischen der schwarzen Kiste, in der die vier Bälle verstaut waren, zugewandt. Die Schnallen um die schwarz glänzenden Klatscher waren schnell gelöst und die beiden Kugeln rasten bedrohlich zischend in die Lüfte, bereit sich auf den nächsten Spieler zu stürzen, der ihnen vor die Nase kam. Als nächstes ließ Madam Hooch den kleinen goldenen Schnatz frei. Ihren Ball. Bellas Augen folgten der kleinen goldenen Kugel, bis sie außer Sichtweite war und wanderten dann zurück zu der Schiedsrichterin. Diese hatte inzwischen ihre Pfeife zwischen die Zähne geklemmt und zählte rückwärts. Bella machte sich bereit zum Abflug. 3. 2. 1. Pfiff!
Mit einer einzigen geschmeidigen Bewegung stieß sie sich ab und war schnell höher als alle anderen. Der Quaffel war sofort im Spiel und sofort hatte Slytherin ihn sich geholt. Natürlich. Aus der Vogelperspektive konnte man das ganze Spiel viel besser beobachten, weshalb es meistens auch klüger war, den Sucher zum Kapitän zu machen, der hatte wenigstens den Überblick über alles.
Kurz vor den Torringen der Löwen verloren sie den Ball an Alice Brown. Dann übernahm Potter und... traf. ‚Verdammt, Rabastan, wo hast du deinen Kopf?!’, fluchte Bella in Gedanken. Das war ja ein grandioser Einstieg. Doch Barty hatte schon den Ausgleich erzielt. Etwas beruhigter drehte sie ab und kreiste hoch über dem Spielfeld auf der Suche nach einem kleinen goldfarbenen Schimmer. Unter ihr war das Spiel in vollem Gange, die Gryffindors waren oft in Ballbesitz, schafften es aber nicht, den Ball durchs Tor zu kriegen. Bis, bis Potter einen Glückstreffer setzte. Und Brown natürlich gleich hinterher. So konnte es nicht bleiben, wenn Rabastan so weiterspielte, war das ihr Untergang. Sie riss ihren Besen um 180 Grad herum und raste auf die Slytherischen Ringe zu. Der Lestrange wusste offenbar, was auf ihn zukam und machte schon ein ganz zerknirschtes Gesicht. Direkt neben ihm blieb sie in der Luft stehen und zischte ihn an: „Was ist denn bei dir los? Im Training lässt du keinen Ball durch, aber im Spiel? Jetzt reiß dich gefälligst zusammen und mach das, wofür du hier bist: Unsere Ringe beschützen.“ Mehr sagte sie nicht, der Hüter wusste auch so, was ihm blühte, sollte er es jetzt vermasseln. Er hatte seine erste Chance gehabt.
Ihre gezischte Standpauke war auch indirekt das Zeichen für den Rest des Teams, jetzt loszulegen.
Der Quaffel wechselte jetzt so schnell die Seiten und die Tore, das fast immer Gleichstand herrschte und ihre Treiber schlugen die Klatscher mit solcher Kraft gegen die Gryffindors, dass auf den Rängen leises Getuschel ausbrach: Von den beiden Mädchen hatte niemand solche Kräfte erwartet, dabei lag der Trick eigentlich nur in der Art, wie man den Treiberstock schwang. Die Kerle machten eben viel Show und verbrauchten dabei die meiste Kraft, wenn man jedoch so draufschlug wie Joyce und Jack, dann ging keinerlei Kraft verloren und der Klatscher wurde mit aller Härte in die gewünschte Richtung geschleudert.
Die Slytherin zog ihren Besen etwas nach oben, damit sie wieder ein paar Meter über dem Hauptgeschehen schwebte und wieder nach dem Schnatz Ausschau halten konnte, als sie unter sich ein seltsames Schauspiel beobachtete. Der Treiber der Gryffindors, dessen Namen sie sich einfach nicht merken konnte, weil er so unwichtig war, schoss einen Klatscher Richtung Regulus. Dieser drehte sich um und in genau diesem Augenblick drosch Sirius auf den Klatscher ein, allerdings Richtung Gryffindor-Treiber und nicht zu Regulus. Was war nur mit Sirius los? Warum stellte er sich vor seinen Bruder. Ihr sollte das nur Recht sein, wenn Regulus auf dem Besen blieb, waren ihre Siegeschancen noch höher, aber den Lebensretter musste Sirius ja jetzt nicht unbedingt spielen.
Madam Hooch pfiff und Slytherin bekam einen Freistoß, den Barty verwandelte und somit Slytherin wieder in Führung brachte. Gryffindors Sucherin hatte sich an sie rangehängt, doch sie musste sich keine Sorgen machen, ein paar Schleifen, ein Looping und diese Emma wäre völlig verwirrt.
Unter ihnen ging das Spiel weiter, und Bella war ganz in die Suche nach einem goldenen Schimmer versunken, als Rabastan plötzlich Joyce laut zurief: „Joyce! Der Klatscher!“ Doch die Blondine konnte nicht rechtzeitig weit genug ausweichen und wurde trotzdem an der Stirn getroffen, zum Glück nur gestreift, aber trotzdem begann das Blut von der Stirn des Blonden Mädchens zu laufen. Der Blick, den Joyce zu ihr nach oben warf schien zu sagen: „Los Bella, mach schon, bring es zu Ende!“ Und langsam reichte es auch ihr. Dieses Spiel zog sich schon viel zu lange, es war Zeit zu siegen. Die Gryffindors tauten wieder auf und schossen ein Tor. Und noch eins. Dann ein Aufschrei. Joyce hatte anscheinend einen Klatscher in die Hände bekommen. Gut gemacht! Und ihn Potter direkt in den Umhang geschossen, dass er sich, zwangsläufig, in dem roten Umhang verheddern musste und Potter in ernsthafte Schwierigkeiten brachte. ‚Komm schon, fall runter. Dann wäre unsere Welt ein kleines Stückchen besser.’, dachte Bella mit einem bösartigen Grinsen im Gesicht. Doch leider tat der Wuschelkopf ihr den Gefallen nicht. Zu schade auch. Dafür setzte er gleich noch einen Quaffel ins Tor. Rabastan konnte sich schon mal auf was gefasst machen!
Man konnte die Anspannung im Stadion nun spüren. Alle wollten die Partie zu Ende bringen und der Quaffel wechselte im Sekundentakt zwischen den beiden Teams hin und her, immer wieder fielen Tore, doch immer war Gryffindor mindestens ein Tor voraus. Fieberhaft suchte Bella das Spielfeld nach dem kleinen Ball ab. Fest entschlossen ihn nun zu finden. DA! Ganz tief unten, direkt über dem kurzen Rasen des Feldes schwebte der kleine goldene Ball. Emma war direkt hinter ihr, was sie wirklich nervte, außerdem wollte Bella noch ein bisschen spielen, bevor sie den Schnatz fing. Sie hatte ihn gesehen und Emma nicht, damit war das Spiel eigentlich schon entschieden. Sie riss ihren Besen in die Höhe und die Gryffindor folgte ihr natürlich prompt. Schneller, als die andere Sucherin jemals ihren Besen lenken konnte, befand die Slytherin sich im Sturzflug, direkt auf den Schnatz zu. Ihre Hand streckte sich nach dem walnussgroßen Ball aus und umschloss ihn vollständig. Kurz bevor sie auf den Boden prallte, riss sie den Besen nach oben, die Faust siegessicher in die Luft gestreckt, während der Schnatz mit seinen kleinen Flügelchen noch matt versuchte ihrer Hand zu entfliehen.
Tosender Jubel brach in der Slytherin Kurve aus und als sie landete kam schon das restliche Team auf sie zu. Ein breites Grinsen schlich sich auf Bellas Gesicht, als sie James Potter niedergeschlagen von seinem Besen steigen sah. Hochmut kam eben doch vor dem Fall.
Von der Menge getragen kam die Mannschaft endlich vor der Kabine an, wo sich die meisten dann mit einem „Wir sehen uns im Gemeinschaftsraum“ verabschiedeten, denn allen war klar, dass dieser Sieg gefeiert werden musste.
Und direkt vor der Kabine, lässig an die Wand gelehnt stand... Ivan. Aus dem breiten Grinsen wurde ein glückliches Lächeln, er war doch gekommen. Ivan war bei ihrem großen Spiel dabei gewesen und hatte nicht irgendwo in London bei seinem Vater gesessen und... was er dort wohl hatte besprechen wollen?
Auf seinen Lippen zeichnete sich ein zögerliches Lächeln ab und er sagte: „Klasse Spiel Käpt'n“ Ivan fuhr sich durch die Haare, als wäre er nervös und kam dann mit federnden Schritten auf sie zu, während seine Arme sich ausbreiteten. Nun stand er vor ihr und Bella tat das erste, was ihr in den Sinn kam und umarmte ihn. Alles um sie herum war still, ob es ihr nur so vorkam, oder ob wirklich alle den Atem anhielten wusste sie nicht. Ivan war da. Sie atmete seinen Geruch ein. Spürte seine starken Hände auf ihrem Rücken ruhen. Bella genoss diesen kurzen Moment der Ruhe. Als sie sich von ihm löste, ließ er sie nicht einfach los, sondern hob mit der Hand sanft ihr Kinn hoch, beugte sich vor und küsste sie.
Einfach so. Vor der gesamten Schule. Im ersten Moment erstarrte sie vor Überraschung. Doch einen Augenblick später ließ sie sich darauf ein und erwiderte den Kuss. Ihre Augen waren geschlossen, sie hatte die ganze Welt verbannt aus ihrer kleinen Zweisamkeit. Das war ihr Moment und den würde ihnen niemand je wegnehmen können. Das Gefühl von Ivan geküsst zu werden.

Tbc.: Hogwarts – Haus Slytherin - Gemeinschaftsraum
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://larapedia.blogspot.de/
avatar
Eliott Joyce Winston
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Ted Tonks; Ivan Dinu
Anzahl der Beiträge : 3016
Anmeldedatum : 28.10.11
Alter : 21
Ort : In Alagaesia mit Eragon

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   So Jul 01, 2012 6:52 am

Listen while writing(:

((nicht gerade passend, aber naja((: ))


Das einzige, was Joyce noch mitbekam war, dass das Spiel doch noch ein schnelles Ende fand. Zumindest nach ihrem Gefühl, doch darauf konnte sie nun nicht ganz zählen. Sie wusste auf die Schnelle nicht, ob sie ihren Zauberstab benutzen durfte um womöglich die Blutung zu stoppen oder weiteres. Generell wusste sie in den letzten Minuten des Spiels nicht mehr viel. Hatte sie viel Blut verloren? Wahrscheinlich, denn Blut zierte ihre eine Gesichtshälfte, was sie versuchte zu ignorieren. Würde sie daran lange überlegen und sich auf ihr Blut konzentrieren, würde sie wohl vom Besen fallen. Zum Glück lenkte sie der Schmerz von dem Bluten ab – wobei das ziemlich komisch klang. Der Schmerz wollte und wollte nicht vergehen und einige Zeit flog Joyce nur hin und her, damit sie nicht doch noch ein Klatscher traf. Sie schloss ihre Augen und flog hin und her, was keiner bemerkte, da jeder mit den End-fight beschäftigt war. Sie konnte nur hoffen, dass sie nicht verlieren würde, denn dann würde Bella nicht sonderlich gut drauf sein und sie konnte Merlins weißen Bart darauf verwetten, dass sie dann auch was von den Schimpfparaden abbekommen würde. Doch nun durchfuhr wieder ein Schmerz ihre Stirn und Joyce konnte nur mit aller Kraft verhindern, auf zu schreien oder sich dahin zu fassen. Schreien würde Aufmerksamkeit holen, was sie natürlich nicht wollte. Madame Hooch hatte sie wohl immer noch nicht bemerkt – was diese Frau wohl überhaupt konnte - und war immer noch mit ihrem ernsten Blick überall, nur wohl nicht bei ihr. Tief durchatmen. Schau dir das Spiel an und lenk dich ab, dachte sich die Winston und öffnete die Augen wieder. Langsam schaute sie sich um und überhörte jeglichen Kommentar von Lovegood. Sie sah – zu ihrer Enttäuschung – dass Potter sich befreit hatte und wie es aussah einige Tore geschossen hatte. Auch Slyterhin hatte versucht auszugleichen, was ihnen ein paar Mal gelungen war. Doch die Zeichen standen für Gryffindor. Potter dominierte einfach in jeder Situation, was sie nicht freute. Er konnte was, ja, aber wenn sich die Syltherins mal ein bisschen dran hingen, würde der auch nicht mehr ausrichten. Joyce würde sich wohl mal bei Bella melden und mal sagen, dass sie sich vielleicht mal mehr an Potter hängen müssten. Obwohl, nein, besser sagt sie nichts, man weiß ja nie, wie sie reagieren würde. Vor allem wenn die verlieren würde, dann würde sie einfach nichts sagen und hoffen, dass es jemand anderen traf und nicht sie. Doch erst einmal würde Bella sich wahrscheinlich an Rabastan hängen, sein Spiel war mehr als Miserabel. Man konnte sich fast schämen, was er tat. Von Anfang an versagte er. Ein paar Tore wären wohl zu verzeihen – Potter machte seine Sache zu gut.. woher kamen diese ganzen Glückstreffer? – doch nicht alle. Er ließ einen Streichler von den Gryffindor durch.

Ihr Blick huschte weiter zu Bella, diese schwebte hoch über ihnen und versuchte ihre Aufgabe gut zu machen. Sie suchte und suchte den kleinen Schnatz, der den beiden Suchern wohl keine leichte Aufgabe machte. Wieder rief Joyce im Stillen Bitte, schneller! und spürte wieder einen Druck an der Stirn, wohl als Zeichen, dass es mit der Zeit auf dem Besen in der Luft nicht besser wurde. Die Blondine atmete tief durch und blickte weiter. Regulus Black. Dieser sah sie bestimmt grad nicht – aber sie sah ihn. Ab diesem Zeitpunkt blickte sie nur ihn an. Wenn das Blut wohl nicht wäre, wäre er wohl nicht zu ihr gekommen – war er überhaupt zu ihr gekommen? Sie war nur ein Mädchen. Sie stellte sich vieles vor, auch wenn es niemals passieren würde. Aber war er nicht wirklich bei ihr und hatte was gesagt? Das war keine Halluzination. Sicherlich nicht. So verrückt war sie doch nicht?
Er hatte sie geküsst. Zumindest auf die Wange. Sie konnte es sich nicht vorstellen. Vielleicht hatte er sie nur geküsst, weil sie sich verletzt hatte? Womöglich sollte sie sich mehr verletzen und er würde sie öfter küssen. Wobei- nein. Das würde komisch kommen.
Er war einfach ein grandioser Spieler. Er war eine grandiose Person. Mehr konnte sie in diesem Moment auch nicht sagen, denn ihr fiel nichts ein. Sie wusste nicht, woran es lag – ob an dem Spiel, der Verletzung oder einfach nur weil er ihr in diesem Moment den Atem raubte. Eins stand aber fest – in jeder Situation würde es gleich bleiben. Auch wenn du es manchmal nicht willst und es unterdrückst. Du bist ein Mädchen und Mädchen verlieben sich mal. Ob du willst oder nicht. Ob es peinlich ist oder nicht. Es passiert einfach. Diese Worte schwirrten ihr einfach im Kopf herum. Sie hatte es versucht zu unterdrückten, hatte ihm mal die kalte Schulter gezeigt einfach nur, um nicht zu zeigen, wie sehr sie ihn mochte. Im Nachhinein sah sie einen großen Fehler darin und sie wollte es unbedingt ändern. Aber sie haben sich auseinander gelebt. Da war nicht mehr viel drin. Sie biss sich auf die Lippe. So viele Chancen und so viele Fehler. Man konnte leider nicht in die Zukunft schauen um zu sehen, ob man das richtige macht.

Es wurde plötzlich lauter und dies lenkte die Aufmerksamkeit von Joyce wieder zum geschehen und sofort sah man, wie Bellas Gesicht leuchtete. Man brauchte nur den Kopf zu drehen und man sah Augen leuchten. Die Schlangen und Löwen jubelten beide – jedoch jeder auf seiner Weise. Die Schlangen jubelten, feuerten an – sie wollten gewinnen und wussten, dass sie gewinnen würden. Die Gryffindor’s jedoch riefen, schrien, dass ihre Sucherin das Blatt noch wendete und wussten eigentlich, dass das Spiel verloren war. Auch auf dem Gesicht der Blondine zeichnete sich ein lächeln hin und sie verfolgte gespannt dem Schauspiel, wie Bella den Schnatz fing.

Sie streckte Stolz ihren Arm nach oben und zeigte jedem dem Beweis: Slytherin hat Gryffindor besiegt. Die beiden Tiere, die sich ansprangen, gnadenlos bekämpften und durch und durch hassten, hatten den Kampf beendet. Das Gift der Schlange hatte sich im Körper des Löwens breit gemacht und brachte ihn damit zur Strecke. Der Löwe wollte noch einmal zum Angriff ansetzten, doch die Schlange biss mit der unglaublichen Schnelligkeit noch einmal zu und gewann. Der Kampf der beiden Anführenden und beliebtesten Häuser war damit beendet und nun gingen die, die gewonnen hatten, mit erhobenem Haupt hinaus und die, die verloren haben, gingen niederen Hauptes in ihre Kabinen. Nun waren es die Schlangen, die mit einem Lachen im Gesicht zu Boden gingen und sich einander in Arme fielen. Auch die, die angefeuert haben, hatten einen zufriedenen Gesichtsausdruck und verteilen sich langsam in ihre Grüppchen zurück. Das gegnerische Team – vor allem Potter – zogen ein langes Gesicht und verzogen sich ziemlich schnell vom Spielfeld, während das Team von Joyce noch die Zeit auf dem Feld genossen und mit einander Sprachen. Die einzige von Gryffindor, die gute Laune hatte, war Alice Brown – Anführerin des ganzen Teams. Die sollte eigentlich erst recht darüber nachdenken, wie sie verloren hatten und wie sie es besser machen konnte, doch diese meinte wohl, alle zu Loben. Wenn wir so behandelt werden würden, würde das auch auf nichts hinauskommen.

Langsam wurde es leer am Spielfeld und alle gingen ihre Wege zurück nach Hogwarts. Erst dann traute sich Joyce zurück auf den Boden, denn sie war sich noch nicht einmal sicher, ob sie es schaffte, gerade zu stehen. Vorsichtig kam sie dem Boden näher und sie spürte von Sekunde zu Sekunde, wie sie immer mehr und mehr zitterte. Tief durchatmen, sagte sie sich und warf ihre Haare nach hinten. Erst mit einem, dann mit dem anderen Fuß stand sie da und traute sich erst dann, den Besen weg zu nehmen. Es war wirklich keiner mehr da und in diesem Moment wünschte sie sich, dass vielleicht doch jemand da wäre. Schnell stütze sie sich gegen ihren Besen als ihr kurz alles schwarz und schwindelig wurde. Mit zittrigen Händen fuhr sie sich über die Stirn, doch brach ab, als sie einen heftigen Schmerz spürte. Schnell wischte sie sich das Blut an ihrem Umhang ab, um die rote Flüssigkeit nicht mehr sehen zu müssen. Kurz versuchte sie sich zu erinnern, wie irgendein hilfreicher Zauberspruch geht, ließ es aber kurz darauf sein, weil sie sich wirklich nicht erinnerte und es komischer Weise weh tat sich zu Konzentrieren.

Den Blick auf den Boden gerichtet ging sie Schritt für Schritt. Ja, eine helfende Hand wäre echt nutz voll gewesen aber nun konnte sie nicht daran denken. Sie musste sich überlegen wohin mit ihr. Wahrscheinlich legte sie sich nun erst einmal ins Bett, obwohl sie dann erst einmal durch den Gemeinschaftsraum musste. Was sie vermeiden musste, denn dann würde jeder ankommen und weiteres. Kurz wurde Joyce wieder schwarz vor Augen und sie kniete sich auf den Boden. Seufzend stand sie nach einer Zeit wieder auf und nahm ihren Umhang ab. Sie würde ihn schon noch säubern können. Leicht strich sie über ihre Stirn und konnte sich ein Blick nicht verkneifen, was sie schon wieder zum Zittern brachte.

Ihre zittrigen Beine brachten sie dazu, über ihre Füße zu stolpern und eigentlich hatte sie voller Schrecken erwartet, dass sie nun den Boden fühlen würde und womöglich in Ohnmacht fallen würde. Doch plötzlich kamen starke Arme um sie und fingen sie sanft an. Erschrocken schaute sie auf und blickte in das Gesicht des jungen Blacks. Mit leicht geöffnetem Mund schaute sie ihm in die Augen und wusste nicht was sie sagen sollte. Natürlich wäre ein ‚Danke‘ an dieser Stelle angebracht gewesen aber als sie etwas sagen wollte, konnte sie nur schlucken und leicht lächeln. Etwas in ihr sagte, sie sollte ihm versichern dass alles gut war und er gehen konnte, doch etwas anderen in ihr Verbot ihr das. Sie war es satt, auf das Starke Mädchen zu spielen und wollte eigentlich nur starke Arme wie die von Regulus um sie spüren. Wie lange er wohl schon hier stand? Oder wie lange er sie schon sah? Hatte er was gesagt? Sie wusste es alles nicht schlang dankbar einfach nur ihre Arme um ihn. Ihren Umhang hatte sie auf den Boden fallen lassen und das Blut konnte ungehindert weiter fließen. Sie wusste noch nicht einmal ob es noch Blutete, doch dem Schmerz nach zu urteilen ja. Joyce nahm tief Luft und versuchte mit einer schwachen Stimme zu sagen: „Danke, dass du da bist“ zu sagen. Sie wusste nicht, ob er es verstanden hatte oder ob sie das überhaupt gesagt hatte. Merlin, sie wusste gar nichts in dem Moment, außer dass Regulus Black gerade da stand und sie ihm um den Hals gefallen war. Sie war ihm durch und durch dankbar. Er hätte gehen können, zu der Feier, sich bejubeln lassen können, aber nein – er war hier. Ein leichtes Lächeln huschte ihr über ihr Gesicht, als sie plötzlich wieder eine Änderung spürte. Sie spürte keinen Boden mehr unter ihren Füßen und geriet schon fast in Panik, als sie das Gesicht von Regulus wieder vor ihr sah. Als sie langsam zu Boden schaute, sah sie, dass Regulus sie einfach auf den Arm genommen hatte. Erleichtert löste sie ihren Festen Griff im Nacken – sie hatte ihm wohl gerade ziemlich feste ihre Fingernägel gegen die Haut gerammt. Joyce meinte sogar, dass Regulus sie gewarnt hatte oder vielleicht etwas gesagt hatte, aber sie hatte nichts gehört oder gemerkt. Verwundert öffnete sie ihren Mund um etwas zu sagen, ließ es aber sein, legte ihren Kopf auf seine Schulter und ließ sich schweigend von Regulus irgendwo hin tragen. Wohin? War ihr egal – solang er bei ihr blieb.

tbc: :: Hogwarts :: Außerhalb :: Der See
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Ivan Dinu
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Eliott Joyce Winston; Ted Tonks
Anzahl der Beiträge : 52
Anmeldedatum : 25.03.12
Ort : Nrw

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Mi Jul 04, 2012 6:21 am

Coming from: England – London – Innenstadt

Mit schnellen Schritten betrat Ivan die Korridore von Hogwarts. Allein seiner Ausdauer vom vielen Sport konnte er es verdanken, dass er nicht ganz so aus der Puste war, wie es viele wären. Doch, er konnte schon fast nicht mehr. Natürlich war er nicht den ganzen Weg gegangen, doch durch den ganzen Stress den er sich aussetzte, den ganzen Überlegungen von dem Angebot und Bellatrix brachten ihn schon fast außer Verstand. Er hatte es noch nie erlebt, so viel um die Ohren zu haben. Das war das gute, wenn der Vater Direktor war und man einfach keinen Dunst machen musste. Doch nun ging das nicht mehr. Allein die ganze Sache mit Bella überanstrengte Ivan. Er hatte noch nie sowas wie Gefühle, nein – er hasste es überhaupt an dieses Wort zu denken. Romantik, Liebe. Es war alles nicht sein Gebiet und das von Bella auch nicht – zumindest früher nicht. Die Wochen haben gezeigt, dass da einfach mehr war. Das wussten beide. Ivan wusste nicht, was er machen würde, wenn er sie sah, aber irgendwie musste er das wieder hinbiegen. Sie wurde so schnell sauer und Ivan konnte es nicht noch riskieren, dass sie auf ihn sauer wurde. Nicht, weil er sich unbeliebt machte damit, weil er eine Black nicht auf seiner Seite hatte oder sonst was. Einfach, weil er Gefühle hatte für sie. Doch was sind die Gefühle von ihm? Was bedeutete es für ihn? War das überhaupt das Gefühl? Also das richtige? Kann man Liebe einfach beschreiben? Lauter unsinniger Fragen, die aber eigentlich keiner beantworten konnte. Wütend ging er in Richtung Gemeinschaftsraum. Wie er es hasste, wenn er etwas nicht wusste und wenn er so anders war, als er eigentlich ist. Bellatrix hatte ihm das Lächeln gezaubert, was so viele nicht geschafft hatten an dieser Schule. Also war sie doch besonders- oder etwa nicht? Schnell vertrieb er die Gedanken aus seinem Kopf und schloss alles damit, zu gucken, wie Bellatrix überhaupt reagieren würde. Würde sie nichts machen, würde er nichts machen. Würde sie lächeln, würde er auch lächeln. Vielleicht kam sie ja zu ihm, dann würde er ihr ein Stück entgegenkommen.
Jubelschreie. Laute Jubelschreie. Das Spiel hatte begonnen und er war gerade erst angekommen. Er runzelte die Stirn und seufzte, beschleunigte dabei seine Schritte. Beim Barte Merlins, da sollte mal einer sagen, dass Männer nichts tun und nur auf der faulen Haut liegen. Wieder schreie. So laute und viele Schreie von draußen. Schnell zog er sich angemessener an. Er zog sich schnell die Jeans und das Shirt aus und zog mehr oder weniger seine Uniform an. Den Umhang ließ er natürlich wieder aus. Den Umhang werde ich wohl nie anziehen. Nur über meine Leiche!
Zu mehr als sich umzuziehen hatte er eigentlich keine Zeit, denn es fühlte sich an, als ob die Zeit wie Sand durch seine Finger rinnt. Er konnte nicht vorhersehen, wann das – bestimmt grandiose – Spiel sein Ende fand, also musste er wohl besser früher als zu spät sein. Wer weiß was in dieser Minute, die er sich gerade im Spiegel ansah, da draußen am Spielfeld passiert. Er hoffte natürlich, dass das Spiel noch lange lief, damit er genug Zeit hatte um so zu tun, als ob er das ganze Spiel sah. Bestimmt würde Bella irgendetwas Fragen über das Spiel und er konnte nicht immer mit der Ausrede kommen, er hat in diesem Moment nicht hingesehen. Entschlossen, nun endlich zu gehen, fuhr er sich kurz durch die Haare und verließ den Schlafsaal und ging schnell durch den Gemeinschaftsraum. Noch sah er wie immer aus, doch er hatte gehört, dass wenn die Schlangen gewinnen würden, hier eine große Feier kommen würde. Es war zwar nicht seine Sache, aber er freute sich darüber. Was ging ein bisschen über Whiskey und Leuten beim Tanzen zusehen? Ivan stellte sich schon einmal ein, dass es ein Fest geben würde, denn sein Stolz war zu groß, als dass er nur daran denken konnte, dass sie verlieren könnten. Sein Haus hatte nicht zu verlieren.
Während er sich eilig aus dem Haus machte, fragte er sich, warum er nicht in dem Team war. Schließlich war er doch der beste, in seiner Schule zumindest. Er würde den Slytherins definitiv zum Sieg verhelfen. Doch, vielleicht sollte er es so sehen: Ohne ihn wäre es spannender. Ganz einfach. Aber auch ohne ihn würden sie gewinnen. Regulus würde sie alle sehr gut raushauen und Bellatrix würde den Schnatz schnell fangen. Automatisch beschleunigte er seine Schritte und schleuderte die Gedanken über das Team beiseite. Womöglich würde er später darüber nachdenken können und womöglich würde er Bella bitten, einen schlechten Spieler raus zu werfen. Sie hatte genug Macht dafür. Und wer sich einmal schlecht stellt, der würde dafür bezahlen müssen mit dem Rausschmiss.

Er sah sie spielen. Er sah die Fähnchen in Rot und Grün. Er erkannte fast jeden Spieler nun. Sie waren alle auf das Spiel konzentriert, er konnte seelenruhig zu dem Spielfeldrand gehen, da wo man rauskam, wenn man aus dem Mannschaftsraum ging. Keiner würdigte ihm ein Blick, was ihn mürrisch machte. Sein Ego war noch zu groß, es war für ihn Verwunderlich nicht da oben zu sein und bejubelt zu werden. Das war normal immer so. Und nun war er hier, am Rand des Spielfeldes, unbemerkt und uninteressant. Wie sehr er es hasste. Ivan hasste aber auch zu viel Aufmerksamkeit – nein falsch. Er hasste kleine Mädchen, die schreien und sich an ihn hängen. Er liebte Aufmerksamkeit von Mädchen – wer konnte sowas nicht leiden? Doch vor allem mochte er in letzter Zeit die Aufmerksamkeit von Bellatrix. Sie war ganz anders, als es ihm beschrieben wurde. Sie war wohl anders zu ihm. Er mochte diese Art, die Bella ans Licht brachte. Sie wirkte stark. Ivan mochte starke und selbstständige Frauen. Das machte sie Sexy. In diesem Moment sah er Bella hoch oben. Sie stürzte sich nun runter um den Schnatz zu bekommen. Ivan lehnte sich gegen die Wand und lehnte sein Bein an die Wand. Nun war es wohl entschieden. Slytherin gewann gegen Gryffindor. Die Schreie wurden Lauter, die Buhrufe jedoch auch. Doch Ivan hörte eigentlich nichts von dem allem mit – vor allem nicht dem Kommentator. Er kannte ihn nicht – zumindest die Stimme kam ihm nicht bekannt vor – aber er sagte nichts sinnvolles, das stand fest. In dem Moment, wo er wieder zu Bella sah, zeichnete sich ein seltenes lächeln auf seinem Gesicht. Sie hatten gewonnen.

Es dauerte lange, bis Bellatrix ihn erblickte. Sie wurde gefeiert und die Leute ließen sie nicht leicht los. Man sah nur noch einzelne Personen sinnlos fliegen und die Plätze auf den Tribünen waren auch fast leer. Lächelnd blickte er sie an und sie erwiderte den Blick mit einem glücklichen Lächeln. Ob ihr nun auch so viele Gedanken durch den Kopf schwirrten wie ihm? Er wusste es nicht, aber sie sah sehr glücklich aus. Immerhin etwas. Sie hätte auch anders reagieren können, denn er war einfach so verschwunden. Aber letzten Endes war er nun hier und beide waren glücklich. „Klasse Spiel Käpt'n“, sagte der ehemalige Durmstrangschüler nun. Er wusste ehrlich gesagt nicht, wie er mit dieser Situation umgehen sollte, also fuhr er sich kurz die Haare, was ihr eigentlich nur signalisierte, dass er eben sehr nervös war. Aber warum? Er wusste es eigentlich im inneren, doch er wollte es nicht wirklich wahr haben. Lächelnd breitete er die Arme aus, als Geste einer Begrüßung, denn Bellatrix schien wie erstarrt. Doch als er bei ihr war, fiel sie ihm förmlich in die Arme, nun war sie nicht mehr die Frau der vielen Worte, sondern wie jedes andere Mädchen auch. Womöglich schüchtern oder einfach nur froh. Ivan tippte auf das zweite.
Sie fühlte genauso wie er, sonst wären sie nun nicht hier. Ihm schwebte das Gespräch mit seinem Vater durch den Kopf und nun wusste er auch, dass er hier richtig war. Richtig in Hogwarts. Es war eigentlich gar nicht seine Art so zu stehen und jemanden zu umarmen – wie eigentlich auch Bellas Art nicht so war. Aber die Liebe veränderte viel. Wenn sie es auch niemals laut aussprechen würden, es war so. Sie wussten es insgeheim. Bella schmiegte sich gegen ihn. Sie strahlte Zufriedenheit aus und Ivan strich ihr üben den Rücken. Worauf warten? Alles unnötig in die Länge ziehen? Entschlossen löste er sich sanft von dem Mädchen und hob mit seiner Hand ihren Kopf, so dass sie sich in die Augen sah. Auch sie wusste, worauf das alles hinauslief. Doch trotz allem, war sie leicht verblüfft als er wirklich seine Lippen auf ihre Niederlegte. Es war vor den ganzen Schule, sie konnten sie alle sehen, doch es machte niemanden von den beiden aus. Bella erwiderte diesen Kuss und Ivan lächelte durch den Kuss. Wer nicht wagt, der nicht riskiert. Lächelnd löste er sich von ihr und strich ihr über die Wange, die leicht gerötet war – so kam es ihm vor. Ihm viel aber nicht ein, was er sagen wollte. Es war ihm schon fast zu viel mit Romantik, aber komischer Weise wusste er nicht, warum er nun aufhören sollte. Was nun? Gehen? Stehen bleiben? Ihm schien alles noch gleichgültiger als sonst, er wusste nicht was er nun tun sollte. Es war ihm einfach egal. Sie könnten auch hier stehen bleiben. Aber sie wollte wohl nun erst einmal duschen oder fertig machen. Er wusste wirklich nicht weiter. Erneut fuhr er sich durch die Haare und entschloss sich ausnahmsweise, sich anzupassen.
„Wie sieht heute dein Plan aus, Kapitän? Passe ich noch in dein Plan?“
"Also als Kapitän muss ich mich auf jeden Fall auf dieser Party blicken lassen.... aber wenn du mich begleitest wäre es gleich viel interessanter.", erwiderte Bella sofort und schaute ihn ausnahmsweise bittend an. Ivan lächelte sie von oben an und machte so einen Gesichtsausdruck, als ob er sich noch entscheiden müsste. Lachend legte er ein Arm um sie und führte sie in Richtung des Schlosses zurück. Als sie verstand wohin der Weg sie führte, nahm er den Arm wieder weg, denn er wusste nicht recht, ob sie es überhaupt wollte.
Ivan schaute sich kurz um und bemerkte, dass alle Leute schon weiter voran gegangen waren und sich alle vor ihnen häuften. Nun war wohl die Zeit, um alles zu erklären, was er eigentlich gerne übergehen würde. Er war niemals so ein Fan von sensibelen sachen, er wollte nicht so darüber sprechen. "Ich bin nur wegen dir hier geblieben", durchbrach er ihre Stille. Er wollte nicht um den heißen Brei sprechen, er wollte es gerade heraus sagen. "Mein Vater wollte, dass ich zurück gehe. Aber ich habe abgesagt - vorerst. Ich konnte die Chance, dich einmal küssen zu können, nicht einfach wegschmeißen." Während er das sagte, schaute er Bellatrix nicht in die Augen. Er schaute starr nach vorne und sah nur aus den Augenwinkeln wie sie ihn ansah. "Also, du wirst mich wohl so lange hier haben, bis du mich fluchend aus der Schule scheuchst".

tbc: wird noch eingefügt. bzw: Hogwarts – Haus Slytherin - Gemeinschaftsraum


Zuletzt von Ivan Dinu am Do Aug 09, 2012 8:49 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Regulus Black the first
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Renesmee Cullen
Anzahl der Beiträge : 1474
Anmeldedatum : 06.08.11
Alter : 21
Ort : Sachsen

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Mo Jul 09, 2012 11:57 am

Das Adrenalin rauschte in Regulus Körper , sein Herz schlug schnell , pochte im Takt des Jubels von Slytherin. Und der Black konnte nicht anders als über das ganze Gesicht zu strahlen , jedoch ohne dabei wie ein Idiot auszusehen. Er war ein Black. Blacks trugen den Sieg mit Stolz , was ihre Freude an ihm jedoch nicht minderte. Innerlich jubelte der Reinblüter , war stolz auf sich und auf seine ganze Mannschaft. Er hatte seit langem endlich wieder einmal wahre Freude bei etwas empfunden und an diesem Gefühl würde er festhalten. Heute hatte ich nur wieder bewiesen das Quidditch ein Teil von ihm war.
Regulus ließ seinen Blick über die Menge schweifen und erkannte das allen Slytherin Schülern die Freude über den Sieg ins Gesicht geschrieben stand. In ihren Augen blitze nun der Hochmut auf. Ja , sie waren sehr stolz auf ihre Mannschaft. Ihre Mannschaft , die Gryffindor ein weiteres Mal besiegt hatte. Das Jahr begann sich endlich zum Guten zu wenden. Slytherin war wieder dort wo sein Platz war – an erster Stelle , vor allen anderen.
Am Boden angekommen umarmte er Bellatrix , die ihm ein triumphierendes Lächeln schenkte. Regulus flüsterte ihr noch ins Ohr: „Ja , ich weiß Cousin'chen. Du hast es von Anfang an gesagt.“ Dann war sie auch schon wieder fort , wurde von den restlichen Slytherins – die nun alle auf das Feld stürmten - förmlich verschluckt. Ein anerkennender Schulterklopfer hier , ein kräftiges Händeschütteln da und Mädchen die Regulus ihre Bewunderung ausdrückten. All dies trug nur noch zu seinem Hochgefühl bei. Nur einen kurzen Moment blickte Regulus auf die andere Seite des Feldes, auf der sich die Mannschaft von Alice Brown bereits gesammelt hatte und schon langsam in ihre Kabine trottete. Der Black war sich sicher das die meisten Spieler den Frust über diese Niederlage elegant weg trinken würden. Gryffindor ließ ebenfalls keine Gelegenheit zu einer Party aus , selbst wenn es sich um eine Feier zur Niederlage handelte. Sie waren so oder so dumm und optimistisch genug zu glauben sie würden den Quidditchpokal trotzdem gewinnen.

Listen while Reading (für den nächsten Absatz)

Ein flaues Gefühl stieg in Regulus auf und sofort wand er den Blick ab. Was Sirius heute getan hatte warf den jungen Black mehr aus der Bahn als er zum jetzigen Zeitpunkt zugeben wollte. Einfaches Verdrängen funktionierte nicht mehr. Regulus konnte kaum vergessen das Sirius ihn gerettet hatte. Gerettet vor schlimmen Verletzungen , vor einem Fall von seinem Besen , von weiß Gott was. Es hätte so vieles passieren können. Denn diesem Klatscher hätte der Black nicht ausweichen können , er hätte ihn frontal und ungeschützt abbekommen. Als würde das nicht schon reichen hatte Sirius den Klatscher noch zu Fabien zurückgeschleudert. Warum? Warum um Himmels Willen? Aus Wut darüber das es jemand wagte seinem Bruder ernsthaften Schaden zuzufügen? Das war lächerlich. So war Sirius nicht mehr. Dieser Sirius war schon lange gegangen. Geblieben war der arrogante , selbstverliebte , gefühllose Gryffindorarsch. Als Sirius den Ball von Regulus abgewandt hatte und mit erhobenen Schläger vor seinem Bruder verharrte , da wusste der Slytherin es. Wie groß die Kluft auch zwischen ihnen war , würde es darauf ankommen würde Regulus mit einem Lächeln sein Leben für Sirius geben. Sich einzubilden das diese Tat ein Beweis dafür war das noch irgendwo die wahren , echte Bande von früher zwischen ihnen waren , war mehr als naiv. Und doch konnte Regulus es nicht abschütteln. Wie oft er sich auch sagte , das er sein Leben am liebsten so weit weg wie möglich von Sirius leben wollte , es war alles Lüge und diesen Momenten wurde es ihm nur zu deutlich bewusst. Doch was sollte er tun? Sich verkriechen und nach Mama schreien? Mit Sirius reden? Wohl kaum. Menschen veränderten sich und doch ging das Leben stets weiter. Die Welt hörte nicht plötzlich auf sich zu drehen nur weil zwei Brüder nur noch der Hass zu verbinden schien. Doch wie konnte Regulus seinen Bruder hassen wenn er jeden Abend in den Himmel blickte und sich wünschte es wäre doch nicht so wie es nun ist. Wie konnte er sich ernsthaft einreden er hatte seinen Bruder aus seinem Leben verbannt wenn ihn jede Nacht die glücklichen Zeiten im Traum heimsuchten? Doch er konnte nicht mehr zurück. Sie konnten beide nicht mehr zurück. Sie waren nun was sie waren. Damals war Regulus zu jung gewesen um zu erkennen das er den größten Fehler beging indem er seinen Bruder verurteilte nur weil dieser ins Haus der Löwen erwählt wurde. Der Black war nicht weitsichtig gewesen , konnte sich nicht ausmalen wie sehr der Hass , die Feinschaft gegenüber Sirius sein Leben und seinen Charakter prägen würden , wie sehr das Loch das Sirius hinterließ ihn davon abhalten würde wieder Vertrauen und echte Gefühle zuzulassen. Wie konnte er auch? Regulus war damals 10 Jahre alt! Ein Kind. Ein Kind , dessen Herz mit dem Hass gegen Gryffindor gefüllt worden war. Er hatte Werte gelehrt bekommen und Ansichten , die er früher niemals in Frage stellte. Doch sie waren beide Schuld. Sie und niemand anders trug die Schuld an ihrer Feindschaft. Sie haben sie selbst gewählt , hatten weder Mut noch den Antrieb gegen alte Traditionen anzukämpfen. Slytherin und Gryffindor waren Feinde , Schüler aus ihren Häusern können keine Freundschaft eingehen. Sie hieß es seit jeher. Und Regulus und Sirius hatten es hingenommen , hatten nicht gekämpt.
„Komm schon Reg! Lass uns feiern.“ , rief Rabastan und zog den Black in Richtung der Kabinen und somit riss Regulus den Blick von seinem Bruder los , lächelte halbherzig und versuchte sich wieder darauf zu besinnen , das sie das wichtigste Spiel des Jahres gewonnen hatte. Sein Herz würde Regulus Sirius Taten nicht vergessen lassen. Es würde ihn noch früh genug wieder daran erinnern.

[…]

Nun lief ganz Slytherin zum Schloss zurück um den Sieg ihrer Hausmannschaft gebührend zu feiern. Die Jubelrufe , das tosende , ohrenbetäubene Feiern der Slytherins war kaum zu überhören. Doch nun wurde es immer leiser. Der Großteil schien sich bereits im Schloss zu befinden. Regulus war der Letzte in der Kabine , hatte Rabastan zuvor noch hinterher gerufen er solle den Feuerwhisky schon bereit halten. Noch einmal trat er auf das Quidditch Feld hinaus , ihn erfüllte nun eine innere Zufriedenheit und langsam keimte die Lust auf eine ausgelassene Feier mit seinen Freunden. Die Sonne schien nun mit einer angenehmen Wärme auf die Erde hinab und der Wind brachte eine angenehme Brise mit sich. Der Black wollte sich schon auf den Weg ins Schloss machen da hörte er etwas hinter sich.
Er war doch nicht der Einzige hier draußen. Kurz ließ er seinen Blick über das Feld schweifen eh er sie erblickte. Kalkweiß , immer noch mit ihrer blutenden Wunde am Kopf und fast zusammenbrechend. Ihr Atem ging schnell , das konnte Regulus auch auf diese Entfernung sehen. Sie hatte vor einigen Minuten die Hand ebenfalls zum Jubel nach oben schnellen lassen , doch ihren Zustand konnte sie dennoch nicht mehr verbergen. Der Klatscher hatte ihr mehr zugesetzt als sie zugegeben hatte. Und doch hatte sie weitergespielt , für ihr Team bis zum Schluss gekämpft.
In seinen Gedanken hallte ihr Name hunderte Mal wieder. Joyce. Und als ihre Beine nachgaben und sie zu fallen drohte , bewegten sich Regulus Füße noch bevor er einen Gedanken fassen konnte. Binnen weniger Sekunden war er bei ihr gewesen , hatte ihren Sturz abgefangen und barg sie nun in seinen Armen. Sie waren zusammen auf den Boden gesunken und Regulus kaum nicht umhin einen längeren Blick auf sie zu werfen. Sie lag so ruhig , so sanft in seinen Armen , ihre Schönheit hätte er jedes Mal aufs Neue bewundern können. Doch wie gern er auch noch Stunden mit ihr auf diesen Boden gesessen hätte , ihre Wunde musste verarztet werden und ein Gefühl sagte ihm das Joyce nicht ins Krankenzimmer wollte.
Mit einer Leichtigkeit hob er sie hoch und automatisch schlang sie ihre Arme um seinen Hals. Joyce befand sich in einem Dämmerzustand - halb wach , halb ohnmächtig. Ihre Lippen flüsterten ein „Danke das du da bist.“ und Regulus sagte mit leiserer Stimme: „Shhhh..ich bring dich erst einmal hier weg.“

Da sie nicht weit von den Kabinen entfernt waren , holte er den Krankenkoffer für Notfälle und lief dann in Richtung See , während Joyce in seinen Armen zusammen sank und sich entspannte.

Tbc.: Außerhalb – See
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Bellatrix Black the first
Slytherin
Slytherin

Weitere Charas : Bella Cullen
Anzahl der Beiträge : 3078
Anmeldedatum : 04.08.11
Alter : 20
Ort : London

BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   Do Aug 09, 2012 11:38 am

Die Gedanken, die eben noch wie wild in ihrem Kopf rotiert hatten, stoppten mit einem Mal, als Ivan sich von ihr löste und ihr sanft über die Wange strich. Absolute Leere herrschte in ihrem Kopf. Keines von den Wörtern die sie eben noch hatte benutzen, ihm an den Kopf werfen wollen war mehr da. Auch kein einziger der absolut schnulziges und verweichlichten Sätze kam ihr in den Sinn. Auch Ivan wirkte irgendwie unentschlossen. Ivan, der sie gerade geküsst hatte. Das war völliges Neuland für Bella und auch wenn sie es nur ungern zugab, aber er hatte sie eiskalt erwischt. Und das musste sie erstmal verdauen. Niemals war sie von Jungs abgelenkt oder gar überrascht worden, nie, bis, ja bis Ivan an die Schule gekommen war. Von Anfang an war etwas anders gewesen, nicht nur, dass ihm die Mädchen im Gang immer hinterher getuschelt hatten, da war etwas gewesen, was gewiss keines dieser Mädchen gesehen hatte. Eine Aura die ihn umgab, schattiger als die der Hogwartsschüler, als hätte er schon schlimmeres gesehen, als jeder von ihnen und das machte ihn interessant. Was sie noch nicht gesehen hatte, das musste großartiges sein. Außerdem war Ivan gleich anzumerken, dass er nicht einer von diesen zurückgebliebenen Rektorsöhnen war, die eigentlich nichts konnten und trotzdem die Jahrgangsstufe schafften, nein er war klug, mit ihm konnte man sicher interessante Sachen anstellen. Vielleicht sollte sie mal in ihrer Schatzkiste kramen und ihm ein paar von ihren dunkelsten Geheimnissen im Austausch gegen seine anbieten?
Ivan riss sie aus ihren Gedanken, als er mit seiner leisen, angenehmen Stimme fragte: „Wie sieht heute dein Plan aus, Kapitän? Passe ich noch in dein Plan?“ Völlig überrumpelt von dieser Frage antwortete sie das erste was ihr in den Sinn kam: "Also als Kapitän muss ich mich auf jeden Fall auf dieser Party blicken lassen.... aber wenn du mich begleitest wäre es gleich viel interessanter." Am liebsten hätte sie jetzt die Hände vor den Mund geschlagen, hatte sie gerade wirklich so bittend geklungen? Ivan hatte eindeutig einen schlechten Einfluss auf sie.
Ivan tat erstmal so, als würde er noch nachdenken müssen, was Bella ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Dann lachte er und legte seinen Arm um ihre Taille um sie sanft Richtung Schloss zu lenken. Ihre Haut prickelte an der Stelle an der Ivans Arm lag und als er ihn wieder wegnahm, offenbar unsicher, ob sie einverstanden damit war – sie war so was von damit einverstanden! – fühlte sich ihr Rücken so leer an, als ob irgendwas fehlte.
Er drehte sich einmal kurz um und auch Bella bemerkte, dass fast alle schon am Schloss waren und zwischen ihnen und den anderen ein weiter Weg war. Es wurde still zwischen ihnen, noch stiller, als das laute Gequatsche der anderen im Schloss verschwand, bis Ivan die Stille endlich durchbrach. Er schien nicht so ganz zu wissen, wie er es sagen sollte, also platzte er einfach damit heraus: "Ich bin nur wegen dir hier geblieben" Das war alles, nur nicht das was sie erwartet hatte. Es waren Worte die in ihrem Kopf nachhallten, wie ein Echo. Dass ihr jemand so etwas mal sagen würde, das hätte sie nie geglaubt. Es war einfach ... erstaunlich. "Mein Vater wollte, dass ich zurück gehe. Aber ich habe abgesagt - vorerst. Ich konnte die Chance, dich einmal küssen zu können, nicht einfach wegschmeißen." Er sah sie nicht an, als er diese Worte sprach und Bella konnte ihr Grinsen nur schwer zurückhalten. Sie blickte ihn von der Seite an. Diesen Jungen, der zurückgekommen war, um sie einfach zu küssen und ihr nun nicht in die Augen gucken konnte, wenn es um Gefühle ging. Es war einfach – und es widerte sie an, dieses Wort zu verwenden – süß. "Also, du wirst mich wohl so lange hier haben, bis du mich fluchend aus der Schule scheuchst". Jetzt konnte sie nicht mehr anders, sie musste einfach nur grinsen. Bei dem Gedanken daran, unter welchen Umständen sie ihn von der Schule jagen würde und vor allem, dass sie die Einzige war, die ihn von der Schule jagen könnte, wurde sie einfach glücklich. Sie hob sein Kinn mit dem Zeigefinger an, sodass er ihr zwangsläufig in die Augen gucken musste und ihr Grinsen wurde schelmisch. „Ich behalte dein Angebot im Hinterkopf, aber pass bloß auf, wenn du mich nochmal ohne Vorwarnung vor den Augen aller küsst, dann gibt’s Ärger. So sehr ich dich mag, ich kann es mir nicht leisten, dass mein Ruf darunter leidet.“ Ihre Stimme hatte immer noch denselben schelmischen Unterton, doch in ihren Augen flackerte etwas auf, dass bis auf den Grund ihrer schwarzen Seele blicken ließ. Hass und Grausamkeit und die Angst durch einen kleinen Fehler nicht mehr sie selbst zu sein.
Bella blinzelte, küsste Ivan flüchtig auf den Mundwinkel und verschränkte dann ihre Finger mit seinen. Wenn schon, denn schon. Und diesmal würde sie es nicht zulassen, dass er sie losließ.

Tbc.: Hogwarts – Haus Slytherin – Slytherin Gemeinschaftsraum


((( kurz und schlecht ._. Sorry Pali :'* )))
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://larapedia.blogspot.de/

Gesponserte Inhalte



BeitragThema: Re: Quidditch-Feld   

Nach oben Nach unten
 

Quidditch-Feld

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 

 Ähnliche Themen

-
» Wasser, Wald, Feld Lavendel NRPG (Start)
» [IA] Schockgranate
» Quidditchfeld
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Korridor 89 :: Ingame :: Hogwarts :: Außerhalb-

Impressum