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 Der verbotene Wald

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Edward Cullen
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Mo Okt 01, 2012 4:55 am

Edward spuckte die festen Bestandteile des Blattes aus und schluckte genüsslich diesen zitronigen Saft hinunter. Es war eine komische Brühe, zähflüssig und irgendwie ….ach er konnte es nicht erklären, aber sie veranlasste ihn mehr davon zu wollen. Begeistert sah er auf die Pflanze in seiner Hand. Sie hatte noch mindestens 7 weitere Blätter.
Seth Gedanken klopften an diese Tür, die sich Vernunft nannte und Edward warf seinem Freund einen genervten Blick zu.
„Wir sind Vegetarier oder? Gut, dann nehme ich das halt mal wörtlich. Und umgekehrt wird schon gar nicht – Feigling!“ Edward grinste und stieß Seth sanft in die Seite.

„Komm schon Seth, dir gefällts hier doch auch. Ich möchte das mit diesem Grünzeug gerne ausprobieren. Sieh mal, ich konnte noch nie etwas anderes als Blut in mir behalten. Alles andere kommt unweigerlich wieder den gleichen Weg zurück. Der Saft von diesen Blättern allerdings, der….ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll….er schmeckt mir. Und was das interessanteste ist – ich habe das Gefühl, dass er mich nährt!
Verstehst du Seth. Vielleicht gibt es in diesem seltsamen Wald nicht nur Dinge, die wertvoll für Zauberer sind, sondern auch für uns. Vielleicht brauchen wir uns nicht ausschließlich von Blut zu ernähren, vielleicht….Verdammt, ich muss das einfach ausprobieren.“ Entschlossen riss er das nächst Blatt ab und stopfte es sich in den Mund. Ohne auf Seth zu hören stapfte Edward weiter, seinen Blick auf den Boden geheftet. Diese Pflanze gab es tatsächlich häufiger. Sie wuchs nicht in großen Flächen, aber vielleicht konnte man sie kultivieren. Wenn Carlisle diesem Schulleiter erklären würde, warum sie so wichtig für sie war, würde er ihnen vielleicht erlauben ein Feld hier anzulegen. Wie viel man davon wohl brauchte, um satt zu werden. Edward spuckte entschlossen wieder aus und schluckte den Saft hinunter.
‚Interessant – irgendwie scheint der Geschmack noch verführerischer zu werden. Wahrscheinlich, weil ich mich dran gewöhne!’
Er kicherte jungenhaft und stellte sich vor, wie sehr Carlisle sich freuen würde, wenn er von Edwards Entdeckung hörte. Esme wäre sicher stolz auf ihn, ebenso wie Bella. Edward war glücklich und schwups landete das nächste Blatt in seinem Mund. Er fühlte sich leicht und befreit, beseelt von dem Gedanken etwas wirklich Gutes zu tun. Er fühlte sich wie Einstein, wie Planck, wie ….ein Wattebausch. Alles war leichter geworden, sogar er war leichter geworden. Irritiert sah Edward auf seine Füße, fest davon überzeugt, dass sie den Boden nicht mehr berührten.
‚Hmm ich stehe immer noch auf der Erde – komisches Gefühl!’

Hinter sich hörte er glucksendes unterdrücktes Lachen. Er drehte sich schnell zu Seth um, um ihn zu schubsen, oder zu erschrecken, aber er verlor die Balance und stolperte nach links, wo er in ein Gebüsch fiel, da er nichts fand, an dem er sich hätte abstützen können.
„Shit!“ Edward krabbelte schnell wieder hinaus um einen sich vor Lachen krümmenden Clearwater vor seiner Nase wiederzufinden.
„Was ist so witzig? Etwa noch nie ausgerutscht? Fuck, wo ist meine Pflanze?“ Er sah sich suchend um und krabbelte in das Gebüsch zurück, um den bereits recht zerrupften Strunk wieder an sich zu nehmen. Dieses Mal beschloss er erst mal auf der Erde sitzen zu bleiben, denn irgendwie war ihm ein wenig schwindlig.
Er fühlte sich eigenartig menschlich. So hatte er sich noch nie gefühlt. Aber es war nicht wirklich unangenehm, lediglich verwirrend. Außerdem war es eigenartig still, denn außer dem dröhnenden Lachen von Seth hörte er gar nichts. Null – Niente – Nada – Nix!
Edward starrte auf seinen Freund und runzelte die Stirn.
Seth schien das alles irre komisch zu finden und irgendwie uninteressant, jedenfalls dachte er nicht weiter drüber nach. Eigentlich ….dachte er gar nichts!

‚Das gibt’s nicht – der denkt immer irgendeinen Scheiß – und wenn es das ist, dass er umdrehen will. Oder Elena – oder Jake – oder Esmes Kühlschrankinhalt! Wieso denkt er nichts?’

Edward kniff die Augen zusammen und konzentrierte sich. Sein Kopf schien eigenartig nach innen gedrückt zu werden, als würde jemand die Luft heraussaugen. Es dröhnte leicht und irgendwie schien dieses Geräusch alles andere zu überlagern, was er hören wollte. Edward blinzelte die Pflanze an. Das konnte doch nicht sein!
Er konzentrierte sich stärker und hörte Seth – Bruchstücke, zusammenhanglos und mit großen Lücken – mehr Laute als Worte.
„Sa.mal denks’u nix? Du biss so schtill“ Edward runzelte die Stirn. Seine Zunge schien ebenfalls nicht das tun zu wollen, was er wollte. Sie wurde von Minute zu Minute schwerer und die Worte, die er sagen wollte hörten sich eigenartig und falsch an. Edward konnte noch immer völlig klar denken, aber seine Reaktionen waren falsch. Er schien seine Gabe verloren zu haben und sprechen ging auch nicht. Angst beschlich ihn. Wenn das jetzt nicht mehr wegging. Wenn er sich mit diesem Zeug verhext hatte! Er versuchte zu ergründen, was mit ihm geschah, überflog alles, was er in seinem Medizinstudium bisher über Pharmakologie gelesen hatte und kam zu dem Entschluss, dass es nur vorübergehend sein konnte, so wie jede Droge würde auch diese bald ihre Wirkung verlieren.
Droge!!!! ‚Scheiße, es wirkt wie eine Droge! Ich bin auf einem Trip’ Edward starrte die unscheinbare Grünpflanze an und lächelte. Was menschlicher Alkohol, Zigaretten, LSD oder ähnliches nicht geschafft hatten, schaffte dieses Kraut. Er konnte davon high werden.
Edward begann sich zu freuen. Das war …genial. Es gab somit etwas, womit sich auch Vampire abschießen konnten, wie es seine Klassenkameraden immer beschrieben hatten. „Sesfsths – du muss’as probieren – das Zeug macht high. Dassoo geil – un ich hör nix- NIX! Geil!“ Edward grinste Seth seelig an, ließ sich nach hinten fallen und begann lauthals zu lachen.
Dieser Wald war der Hammer!
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Mi Okt 03, 2012 7:27 am

"- Und umgekehrt wird schon gar nicht – Feigling!" Seth konnte nur den Mund verziehen und den Kopf schütteln. Der hatte sie doch nich mehr alle. Es war schon etwas befremdlich ihn dort stehen zu sehen mit dieser komischen Pflanze in seinen Händen und dann auch noch die Blätter mampfend. "Der spinnt doch." sagte er leise zu seinem tierischen Freund welcher sich das Streicheln des Jungen immernoch mehr als gefallen ließ. Diese Wesen waren einfach der Hammer. Was wohl Elena zu ihnen sagen würde? Was sie überhaupt über diesen Wald sagen würde. Aber es wäre wahrscheinlich etwas übertrieben ihr gleich von all dem zu berichten. Sie musste erst mal zusehen mit der Vampir und Gestaltenwandler Welt klar zu kommen. Dass allein war schon ein riesen Schock. Es war wohl nicht gerade förderlich, wenn er jetzt auch noch daher kam und ihr irgendwas von Zauberschülern und Skelettpferden berichtete. Er legte die Stirn in Falten und sah dem Pferd tief in die Augen. Er wüsste ja zu gern wie man diese Tiere nannte. Vielleicht wurde ihm ja erlaubt sich hier öfters auf zu halten. Immerhin hatte dieser Schulleiter doch nur von den Vampiren Angst oder? Davor dass sie seinen Schülern etwas antun könnten, aber Seth war dafür da die Menschen zu schützen! Also vielleicht bekam er ja Sonderberechtigungen oder so. Er schmunzelte still vor sich hin. Dass wäre schon sehr fies und ungerecht den anderen gegenüber. Ob dieser Dumblebee fühlen konnte, dass sich jemand in diesem Wald aufhielt? Vielleicht hatte er ja überall seine Spitzel. Möglicherweise wurden die beiden ja nicht grundlos von diesen Ästen angefallen.. Aber sich darüber jetzt den Kopf zu zerbrechen war auch sinnlos. Er würde die Antwort eh nicht finden. Schließlich konnte er keine Gedanken lesen so wie Edward... Edward.. Besorgt blickte der Clearwater zu seinem Freund der immernoch mit dem grünen Ding zu Gange war. Langsam wurde es dem Quileute ja ein wenig zu blöd. Er verstand zwar, was der Cullen an diesem Teil so toll fand und seine Theorie war auch nicht ganz unlogisch, aber trotzdem. Er war ein Vampir und Vampire tranken Blut. Punkt. So war dass nunmal. Und die Cullens waren sicherlich nicht die ersten Untoten die *zufällig* in diesem Wald gelandet sind. Würde es also eine Möglichkeit geben ohne Blut zu überleben, so hätte sie sicherlich schon jemand gefunden oder?

Er sah erneut zu seinem Gefährten welcher irgendwie ziemlich eigenartig auf seine Füße starrte. Dieser Blick... er sah aus, als hätte er nicht alle Tassen im Schrank. So hatte er ihn noch nie gesehen. Unweigerlich musste Seth ein wenig anfangen zu lachen. "Weist du eigentlich wie bescheuert dass aussieht?" Edward wand sich zu dem Jungen um und machte eine kurze Bewegung in seine Richtung als er plötzlich das Gleichgewicht verlor und in ein Gebüsch fiel. Mit weit aufgerissenen Augen starrte Seth auf die Stelle an der sein Freund eben noch gestanden hatte und brach dann in schallendes Gelächter aus. Er musste so sehr lachen, dass sein Bauch nach kurzer Zeit schmerzte. Er konnte nicht verstehen was sein Kumpel da vor sich hin brabbelte, dass war im Moment auch nicht so wichtig. Wichtiger war, dass er eine dämliche Aktion nach der anderem brachte. Er krabbelte auf dem Boden herum um seine geliebte Pflanze zu finden und sah dabei wirklich mehr als komisch aus. "Oh.. mein... Gott... Ich kann nich mehr. Edward, was'n mit dir los?" Irgendwie sah er jetzt angestrengt aus, als würde ihm dass alles doch zu viel werden und so langsam kam der Clearwater selbst auch wieder zur Ruhe und die Vernunft kehrte zurück.
„Sa.mal denks’u nix? Du biss so schtill“ Etwas besorgt blickte Seth den Vampir an und ließ von dem schwarzen Flügelpferd ab. Er ging auf ihn zu und legte den Kopf schief. "Ich denke die ganze Zeit. *Wie* du hörst nichts? Und warum redest du so.. komisch?" Langsam bekam er wirklich ein wenig Angst. Normalerweise war Edward der Vernünftige von beiden und stand dem Gestaltenwandler immer mit Rat und Tat zur Seite. Wusste auf alle Fragen eine Antwort, aber jetzt? Was hatte diese Pflanze mit ihm gemacht? Seth verengte die Augen und kickte die Pflanze zum Teufel. Wie Edward darüber dachte war ihm gerade egal. Er hoffte nur, dass er bald wieder klar denken konnte und dass nicht so blieb.
Kurzzeitig machte er sich wirklich große Sorgen. Was würden die anderen sagen wenn er ihn in dem Zustand Heim brachte?! Sicherlich würden sie Seth dafür verachten und ihm vorhalten nichts dagegen getan zu haben. Wer konnte auch schon wissen, dass so ein bißchen Pflanzensaft so schädlich war? Der Cullen hingegen schien dass alles wirklich witzig zu finden und erzählte irgendwas, dass das wohl wirkte wie eine Droge. Seth war dass im Moment ziemlich egal. Er sah sich um um sicher zu gehen dass nicht mehr dieser teuflischen grünen Dinger irgendwo herum stand.
Er ging in die Hocke und sah Edward eindringlich an. Es war sowas von eigenartig und irgendwie auch... falsch wenn Edward Cullen solche Worte wie *geil* sagte.. Der alte Edward war ihm da wesentlich lieber.
"Hey... reiß dich mal zusammen Kumpel. Du hast für heute genug von dem komischen Zeug genascht. Noch'n bißchen mehr und du kriechst sabbernd auf dem Waldboden rum. Wir sollten umkehren. Es reicht für heute." Er blickte ihn an und anfangs hatte er das Gefühl, dass der Cullen ihm gar nicht wirklich zuhörte. Er fand dass immernoch alles sehr witzig.
Seth rollte mit den Augen und packte den Vampir am Arm. "Jetzt komm schon Edward!" Er machte es ihm wirklich nicht gerade einfach. Seth seufzte und legte den Arm des Vampirs um seinen Nacken. So langsam schien sein Verstand zurück zu kommen... oder vielleicht war das auch nur Wunschdenken. Bevor sie in die Richtung liefen aus der sie gekommen waren, sah Seth noch einmal zu seinen tierischen Freunden zurück. "Das nächste mal bring ich euch was zu futtern mit - versprochen."

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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Mo Okt 08, 2012 7:23 am

Die Wolken die über den Baumkronen dahin zogen sahen friedlicher, strahlender aus. Diese schwarzen Knochenpferde mit den eigenartigen Flügeln wirkten soo viel hübscher und die Sonnenstrahlen schienen Edward einzuladen auf sie zuzulaufen. Er musste sich nicht verstecken, nicht verbergen, nicht aufpassen, dass niemand sein Glitzern bemerkte, denn er war in einem geheimen Wald, den kein Sterblicher betreten durfte oder konnte. Er war frei!
Dieses Wort schmeckte gewaltig, verführerisch und beflügelte Edwards Fantasie. Er starrte in den Himmel und wollte keine Sekunde dieses herrlichen Zustandes verpassen. Seine Sinne waren so scharf wie immer, nur das absolute Stille herrschte. Zum ersten Mal seit fast 100 Jahren war es still. So war es gewesen, als er noch kein Vampir war. Sein Kopf, seine Wahrnehmung hatten nur ihm gehört, hatten nur seine Gedanken aufgenommen. So unvergleichlich still! Natürlich hörte er die wenigen Geräusche um sich herum, das leise Kauen der Pferde, das Krabbeln diverser Insekten in den Moosflächen um ihn herum und die vorsichtigen Schritte von Seth, der sich ihm leise näherte.
Seth!!! Er musste ihn für vollkommen verrückt halten. Als hätte Seth seine Gedanken gehört hockte er sich neben ihn und sprach ihn an. "Hey... reiß dich mal zusammen Kumpel. Du hast für heute genug von dem komischen Zeug genascht. Noch'n bißchen mehr und du kriechst sabbernd auf dem Waldboden rum. Wir sollten umkehren. Es reicht für heute."

Edward konnte seinen Blick nicht von dem friedlichen Himmel über ihm wenden.
‚Zusammenreißen? Warum soll ich mich zusammenreißen? Seit 1918 riss er sich zusammen, verdammt!’
Der junge Cullen wollte nicht nach Hause, noch nicht. Was erwartete ihn dort? Wenn er so nach Hause käme würde seine Familie mit Unverständnis und Ablehnung reagieren. Sie alle hatten keine Ahnung, was in ihm vorging, wieso er jetzt hier lag und vor allem, warum er Angst hatte sich ihren Gedanken zu stellen.
Gedanken! Ob dieser Zustand vergehen würde? Edward runzelte die Stirn. Er hatte keine wirkliche Verdauung. Was wenn dieser Saft und seine Wirkstoffe ihn für ewig von seiner Gabe befreite? Was wenn er auf ewig so betäubt, so unfähig wäre zu sprechen!
‚Oh nein mein Junge, wir bekommen jetzt keine Panik. Zur Not musst du den Saft einfach wieder herauswürgen. So als hättest du eine Cola getrunken, oder etwas in der Schulmensa gegessen, damit keiner Verdacht schöpft. Nicht schön, aber notwendig.’ Edward zwang sich erst mal liegen zu bleiben. Klar würde das wieder vergehen. Das Blut das sie tranken wurde ja auch irgendwie verdaut, schließlich brauchte er immer wieder frisches. Also würde er hier liegen bleiben, bis er Seths Gedanken hören konnte. Dann konnte er in aller Ruhe mit ihm nach Hause laufen. Die anderen würden nichts merken und er müsste nichts erklären. Edward war nicht wirklich erpicht darauf Esme oder vor allem Carlisle etwas erklären zu müssen. Carlisle zu enttäuschen war das Letzte was er wollte.
Sein Vater – denn Edward sah in diesem Mann immer nur seinen jetzigen Vater – war immer verständnisvoll gewesen, hatte ihn akzeptiert und unterstützt in allem, was Edward getan und gewollt hatte und das war sehr oft nicht gerade klug und überlegt gewesen. Carlisle hatte ihn nie ungerecht behandelt, willkürlich angeschrien oder einfach stehen lassen, dabei hatte Edward ihn mehr als einmal absolut und unentschuldbar enttäuscht. Oh nein, das wollte er auf keinen Fall – in diese klugen und enttäuschten Augen sehen – AUF KEINEN FALL! Edward wurde sich bewusst wie dumm er sich verhielt, verhalten hatte und offenbar nichts lernte. Warum musste er dieses Zeug auch gleich essen? Warum as er Grünpflanzen? Er war ein Vampir – er war tot – verdammt! Er sollte lachen - mehr über sich und die verzwickte Lage, in die er sich hineinkatapultiert hatte. Er dachte daran, wie wohl Bella reagieren würde, wenn er so nach Hause kam. ‚OH JA! Du bist tot – aber so was von!’ Jetzt lachte der Cullen laut.

Seth zerrte an seinem Arm. "Jetzt komm schon Edward!" Und um seinen Worten noch mehr Ausdruck zu verleihen zerrte er ihn auf seine Beine, legte sich seinen Arm um die Schultern und schleppte ihn mit sich in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Dabei verabschiedete er sich doch tatsächlich von diesen Viechern. Wen interessierte das denn jetzt? Er wollte nicht nach Hause!
„HäjSäsichwininahau…“ Scheiße! Seine Zunge fühlte sich geschwollen an. Er war absolut unfähig zu sprechen. Er konnte Seth Gedanken nicht hören und mitteilen konnte er sich auch nicht - …! Ein unbändiges Knurren entrang sich seiner Kehle, die jetzt schmerzhaft aufloderte, als hielte ihm jemand eine Fackel hinein. „Aaarrgh!“ Dabei hatte er wirklich keinen Durst – alles war FALSCH! Edward riss sich von Seth los und versuchte krampfhaft kontrollierte Bewegungen zu machen. Er konnte zumindest mit etwas Anstrengung und viel Konzentration normal gehen und suchte den Waldboden ab. Er riss sich einen Ast ab, ungeachtet ob der Baum zurückschlagen würde und begann umständlich die Blätter und das Moos vom Boden zu entfernen, um in den weichen Boden zu schreiben:

>Ich kann nicht nach Hause! Bitte lass uns zu eurem Haus gehen, bis diese Wirkung nachlässt. Bitte Seth!<

Er sah zu seinem Freund und hob fragend die Augenbrauen. Er wusste es war erbärmlich, aber er hoffte auf Seth Verständnis. Er war sein Freund, er würde ihn nicht ausliefern.
Hoffte er zumindest und versuchte die Miene des jungen Wolfes zu ergründen.

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James Potter the first
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Fr Okt 19, 2012 2:56 am

Die gesamte Last der letzten Monaten und Tagen fiel von ihm ab. James entspannte seine Haltung, lockerte seine Muskeln und löste die Verkrampfung seiner Hand, die sich, ohne dass er es wirklich bemerkt hatte, zu einer Faust geballt hatte und streckte seine langgliedrigen Finger, deren Knöchel sich bereits weiß hervorgetreten waren. Zwar war bei weitem noch nicht alles gesagt, doch jetzt war er schon weitaus entspannter – ihr Geheimnis war endlich gelüftet. So lange hatten sie Schweigen müssen und nun war der lang ersehnte Tag gekommen, endlich konnten sie ihrem besten Freund alles gestehen und mussten nicht mehr aufpassen, ob Remus in der Nähe war, wenn sie ihre Pläne geschmiedet hatten und all die Nächte, in denen sie sich hatten wegschleichen müssen, waren nun Vergangenheit. Lebhaft flackerten all die Stunden, in denen sie sich in die verbotene Abteilung der Bibliothek geschlichen hatten, die Abende die sie in verlassenen Korridoren und Klassenzimmern verbracht hatten, um mehr über Animagi zu erfahren und wie mein einer wird, noch einmal vor James’ inneren Auge auf;
Das unglaubliche Glücksgefühl und das Adrenalin, dass mit dem Blut durch seinen gesamten Körper gepumpt wurde, als er sich das erste Mal verwandelt hatte, strömte wieder durch seine Venen, als würde er diesen Moment noch einmal erleben würde, hier und jetzt.
James erinnerte sich auch noch an den Brief, dessen Schrift krakelig und verwischt war, als ob der Absender vor Aufregung gezittert hatte und außerdem versucht hatte so schnell wie möglich zu schreiben, in der Hoffnung, der rief würde dadurch auch schneller bei seinem Empfänger landen. Es war noch nicht lange her, dass Peter es ohne sie geschafft hatte sich zu verwandeln. Er war völlig aus dem Häuschen gewesen, da es all die Male vorher nur im Beisein von Sirius und James geschnappt hatte.
Damit waren sie ihrem Plan einen riesigen Schritt näher gekommen. Wahnsinn, wenn man bedachte, dass sie vor wenigen Monaten genau diesen Moment versucht hatten zu planen. Als ob man so etwas planen könnte, dachte sich James jetzt, da die Worte endlich draußen waren. Vorbei waren die Zeiten, wo sie ihren Freund anlügen mussten, wenn er gefragt hatte, wo sie waren oder worüber sie gesprochen hatten.
Für einen kurzen Moment herrschte Stille. Einzig und allein das Rascheln der Bäume und die Tierwesen und Kreaturen, die im Dickicht ihr Unwesen trieben, konnte man vernehmen, bis Remus zischend Luft durch seine Zähne einzog, er hatte seinen Mund schon halb geöffnet, da fiel Sirius ihm ins Wort.
„Lass uns erklären, Remus“, sagte er und James war überrascht, wie ruhig sein bester Freund klang, doch er war sich sicher, dass in ihm ein Sturm wüstete – das hier fiel ihm genauso schwer, wie ihm - da war sich der Potter sicher – wussten sie nicht, wie Remus reagieren würde.
„Weißt du noch, wie wir in der dritten Klasse das Thema „Werwölfe“ im Unterricht behandelt haben? Damals hattest du etwas erwähnt… das Werwölfe nur für Menschen gefährlich sind. Ausschließlich für Menschen. Und naja da hatten wir eine Idee. Du zerfetzt dich ja immer schön selbst in der heulenden Hütte und wenn wir da sind …“ Sirius machte eine kleine Pause und musterte Remus, dessen Gesicht noch blasser schien als sonst vor Vollmond, doch Moony fuhr unbeirrt weiter. „…wenn wir bei dir sein können… nicht als Menschen sondern als Tiere, dann vergisst du vielleicht nicht so sehr dich selbst und wir können den Wolf beschäftigen, damit du dir selbst nicht mehr so wehtun kannst…“
Remus lag nach dem Vollmond manchmal tagelang auf der Krankenstationen, weil er seine Klauen so tief in sein eigenes Fleisch geschlagen hatte, dass seine Wunden nur mühsam verheilten. Niemand durfte ihn besuchen kommen, da er ‚Ruhe brauchte um sich zu erholen’, also hatten sie sich zu dritt unter den Tarnumhang gequetscht und sind nachts zu ihm geschlichen. Nicht selten waren fast alle sichtbaren Körperteile in weiße Bandagen eingewickelt, so dass seine ohnehin schon blasse Haut gespenstig weiß schien, fast durchschimmernd.
Auch jetzt sah Remus nicht viel besser aus, die weißen Narben in seinem Gesicht konnte man kaum noch von der Haut unterscheiden und es schien als würde er sich übergeben wollen, doch alles, was aus seinem Mund heraus kam, war ein leises, gehauchtes „Nein.“
James wandte seinen Blick zur Seite und blieb bei Sirius hängen, er nickte ihm kaum merklich, aber auffordernd zu. James nickte ebenfalls und schaute wieder nach vorne. Von diesem Moment hing jetzt alles ab, sie durften jetzt nichts vermasseln, denn sonst wäre ihre gesamte Arbeit umsonst gewesen und Remus würde sie wahrscheinlich nie wieder ernst nehmen.
James schloss seine Augen, völlige Dunkelheit, vollkommen von der Außenwelt abgeschottet spürte er wie sich ein Kribbeln in seinem Körper ausbreitete, er konzentrierte sich völlig auf sich selbst und nichts anderes, weder seine Freunde um ihn herum, noch die magischen Wesen die in dem verbotenen Wald herumschlichen, beachtete er. Das Kribbeln wurde immer intensiver und nahm seinen gesamten Körper ein und dann keinen Wimpernschlag später war da, wo sein menschlicher Körper noch gestanden hatte, ein mächtiger Hirsch, der auf vier kräftigen, muskulösen Beinen stand, die ihn gerade eben aufgefangen hatten.
Er reckte seinen Kopf zur Seite und an der Stelle, wo Sirius gestanden hatte, war jetzt ein großer, zotteliger, schwarzer Hund, der seine feuchte Nase hoch in die Luft gehoben hatte.

Er hob seinen Kopf ein wenig, auf dem ein prächtiges Geweih prangte. Remus keuchte erschrocken, während Prongs sich ihm näherte. Auch eine kleine Ratte schlängelte sich den Weg zu dem Werwolf und zusammen mit Tatze blieben sie wenige Schritte von dem Werwolf entfernt stehen, als dieser auf einmal zusammenbrach und auf dem nassen Waldboden, der von orange-rotem Laub bedeckt war lag. Ein lautes Schluchzen drang aus seiner Kehle und Krone sah, wie ein Tränen sich den Weg über seine blassen Wangen bahnten. Sie hatten wirklich jede Reaktion von ihrem besten Freund erwartet, dass er sie anschreien würde, nie wieder ein Wort mit ihnen reden wollte oder ihren Plan auslachen würde, doch dass er weinte – damit hatten sie definitiv nicht gerechnet. Sie alle waren völlig überfordert mit der Situation, dass sie alle einfach dastanden und zusahen. Was hätten sie in ihrer Aniamgigestalt auch schon groß tun können? Sie warteten geduldig, bis Remus sich versuchte aufzurichten und gleich noch einmal auf dem glatten Boden zusammenbrach, was zur Folge hatte, dass er erneut anfing zu schluchzen und zu weinen. Unruhig schüttelte Prongs seinen Kopf – vollkommen überfordert mit der Situation scharrte er unruhig mit den Hufen in der Erde. Remus versuchte es ein weiteres Mal, sich aufzurichten und dieses Mal kam er tatsächlich auf die Beine, auch wenn diese immer noch heftig zitterten. Immer noch kamen Tränen aus seinen Augen, aber die lauten Schluchzer waren verebbt. Etwas unsicher gehend, wie ein Kind, das die ersten Schritte machte, kam er auf ihn zu. Ein schmales Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Prongs …“, hauchte er und streichelte dabei vorsichtig mit seinen Fingerkuppen über das glatte, braune Fell an seinem Hals. „Prongs“, wiederholte er. „ …Das passt perfekt zu dir“, fügte er hinzu und Krone senkte seinen Kopf ein wenig. Ein Winseln drang in seine Ohren, die sich sofort aufstellten. Sirius stand mit wackelnder Rute hinter Remus und schien es gar nicht witzig zu finden, dass man ihn bis jetzt ignoriert hatte. Wenn Krone gekonnt hätte, hätte er jetzt die Augen verdreht. „Ich kann nicht glauben dass ihr das getan habt …“, sagte Remus mit brüchiger Stimme und strich dem riesigen Hund durch das zottelige Fell. James kam ein bisschen näher und sah, wie eine kleine Ratte sich auf Remus’ Bein niedergelassen hatte. Er wollte laut lachen, als er sich vorstellte, wie das aussähe, wenn Peter da nicht in seiner Animagusgestalt säße, doch alles was aus seiner Kehle kam, war ein röhriger Laut.
„Danke“, sagte Remus leise. „Ihr danke euch so sehr. Ihr macht immer alles besser.“ Er gab dem schwarzen Hund einen Kuss auf die Stirn und ließ sich gegen einen Baumstumpf sinken. Wenige Augenblicke später war James wieder ein Mensch und setzte sich neben Remus auf den Erdboden.

„Du brauchst dich nicht zu bedanken“, meinte er und stocherte mit einem dünnen Ast in der Erde herum.
„Reicht das nicht langsam mit den Tränen?“, fragte Peter mit piepsiger Stimme und James sah aus den Augenwinkeln, wie Remus sich verstohlen über die Wange strich. Sie sagten eine Weile lang nichts, sie alle mussten das Geschehene erst einmal verarbeiten, es war ein anstrengender Tag gewesen, doch das Wichtigste stand ihnen noch bevor. Remus hatte sich bis jetzt noch nicht zu ihrem Vorhaben geäußert, doch James wusste, dass noch nicht alles besprochen war und dass ihr Freund sich sträuben würde, aus Angst sie zu verletzten, doch egal mit was für ‚überzeugenden’ Argumenten er versuchen würde, sie auszustechen, ihr Beschluss stand fest, egal wie sehr Remus versuchen würde, es ihnen auszureden. James blickte zu Sirius, welche gerade wahrscheinlich das Gleiche gedacht hatte.
„Ihr könnt nicht mit in die Heulende Hütte kommen …“
Ich hatte es gewusst.
„Ich werde euch verletzen … und ich sterbe lieber dabei wie ich mich selbst verletzte, als das ihr sterbt. Ich will euch nicht … t-töten müssen.“

Er spürte, wie Remus anfing am ganzen Leib zu zittern, in einen inneren Konflikt mit sich selbst verwickelt, schien er nach Worten zu suchen, die sie von ihrem Vorhaben abhalten sollten.
„Aber Remus …“, versuchte Peter ihn leise zu beruhigen, doch wie schon heute Morgen fuhr Remus total aus seiner Haut und fing an zu schreien, seine Stimme verzerrt durch ein lautes Knurren, dass aus seiner Kehle drang.
Wurmschwanz verstummte sofort und ließ sich mit gesenktem Kopf auf den Boden fallen. Erneut legte sich Stille über die Lichtung, sie alle waren angespannt und ganz ihren eigenen Gedanken verfallen. James schmiedete schon Pläne, wie sie heute Nacht in die heulende Hütte schleichen würden, ohne, dass Remus merkte, dass sie ihm folgen. Und wenn es das Letzte war, was er tat, er würde seinen Freund heute Nacht nicht allein lassen, wenn der Werwolf in ihm ausbrach würde er dabei sein und er würde ihn davon abhalten, sich selbst zu verletzen, auch wenn er selbst dabei verletzt werden könnte.
„Wie ist es … sich zu ver-verwandeln? Behaltet ihr eurer Empfinden oder ver-verliert ihr … euch selbst?“
Überrascht blickte James auf und sah in die bärensteinfarbenen Augen seines Freundes. „Tut … tut es weh?“, fragte er mit zittriger Stimme und richtete seinen Blick gen Boden, als hätte er Angst vor der Antwort.
„Nein, tut es nicht“, meinte James mit ruhig und spielte mit einem kleinen Steinchen, dass er immer wieder in die Luft warf. „Es ist nicht so, als wären wir jemand anders. Wir sind immer noch wir, nur das wir anders aussehen. Bis auf Sirius, der sieht in menschlicher Gestalt, dank seiner zotteligen Mähne, trotzdem noch aus wie ein Hund“, lächelte James und hoffte, dass er Remus ein wenig von seinen Sorgen ablenken konnte.
„Mach dir keine Sorgen um uns. Wir wissen worauf wir uns einlassen und wir sind bereit dieses Risiko einzugehen. Unser Entschluss steht schon lange fest, du kannst uns nicht mehr umstimmen…“, fügte er mit ernsterer Miene hinzu und warf den runden Stein in die dunklen Tiefen des Verbotenen Waldes.

to be continued: Haus Gryffindor - Gryffindor Gemeinschaftsraum


Zuletzt von James Potter am So Jan 13, 2013 12:43 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Mi Okt 31, 2012 5:40 am


Sirius schaute verwundert in die Richtung des jungen Lupins, der schluchzend auf dem Waldboden saß. Er hatte mit vielen Reaktionen Remus‘ gerechnet – jedoch nicht damit, dass er so weinen würde… Sirius wechselte einen schnellen Blick mit seinem besten Freund, doch auch in den Augen des prächtigen Hirsches stand Ratlosigkeit. Hilflos zappelnd versuchte sich Remus aufzurichten und Sirius war mehr als nur erleichtert, als der Junge endlich wieder mehr oder weniger sicher auf den Beinen stand. Unsicher ging Remus auf James zu und streichelte ihm sanft über den Hals. Das Bild des majestätischen Hirsches, der mit glänzendem Fell und Augen von dem Jungen gestreichelt wurde brannte sich mit einer Heftigkeit in Sirius‘ Hirn, mit der er nicht gerechnet hatte. Mit einem Mal wurde ihm bewusst, dass er nur ein räudiger Köter war und mit allen Anstrengungen dieser Welt würde er in diesem Körper immer weniger her machen als James. Dabei hatte er gehofft Remus ein wenig beeindrucken zu können.

“Ich kann nicht glauben, dass ihr das getan habt“ flüsterte Remus mit brechender Stimme, während wieder Tränen über seine Wangen flossen. Nicht zum ersten Mal fragte Sirius sich, welch abnormen Vorrat an Tränen Remus wohl speicherte. Langsam ging er auf ihn zu und setzte sich in das feuchte Gras, vorsichtig streichelte er mit seiner Hand über Sirius‘ Stirn, der daraufhin leise winselte und seinen schweren Kopf in Remus‘ Hand drückte. Tief atmete er ein und mit seiner empfindlichen Nase, nahm er Remus noch einmal ganz neu war. Alles war neu in diesem Körper. Sonst streichelte ihn Remus nicht so. Während der Black überlegte, ob es sich lohnen würde dafür ein Hund zu bleiben, beugte Remus sich vor und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn… perplex blieb er sitzen und war verdammt dankbar dafür, dass ein Hundegesicht nicht allzu viele Emotionen zeigen konnte.

“Danke“, sagte Remus leise. „Ihr danke euch so sehr. Ihr macht immer alles besser“ noch immer etwas benommen lehnte sich der Junge gegen einen alten Baumstamm und James –wieder in menschlicher Form – setzte sich vorsichtig zu ihm. Sirius fasste sich kurz und versuchte kein dickes Lächeln auf den Lippen zu haben, wenn er zurück in seinen Körper ging. Die Rückverwandlung war immer einfacher als in das Tier zu kommen… sein menschlicher Körper war so vertraut, dass er immer leicht zu ihm zurück fand. Lässig lief er auf den Rest seiner Freunde zu und lehnte sich mit dem Rücken an einen weiteren Baum. Was auch immer jetzt kommen würde, sie würden Remus heute Nacht in die heulende Hütte begleiten – doch trotzdem hoffte er, dass Remus sich nun nicht mehr quer stellen würde… das würde ihnen allen eine Menge an Arbeit und Ärger ersparen.

“Ihr könnt nicht mit in die Heulende Hütte kommen …“ murmelte Remus leise und Sirius wunderte sich darüber beim besten Willen nicht. Er war dann wirklich nicht so gutgläubig, dass der Lupin sich mit ein paar Tränen zufrieden gab und sofort zustimmte dass sie ihn begleiten durften.
„Ich werde euch verletzen … und ich sterbe lieber dabei wie ich mich selbst verletzte, als das ihr sterbt. Ich will euch nicht … t-töten müssen.“ stammelte Remus und schaute beschämt auf den Boden. Leise versuchte Wurmschwanz Remus zu beruhigen, doch aus dessen Kehle drang nur ein tiefes, grollendes Knurren, dass Sirius die Haare zu Berge stehen ließ. Zum ersten Mal kam Sirius in den Sinn, dass Remus vielleicht doch gefährlich sein konnte… doch das würde jetzt auch nichts mehr ändern.
“Wie ist es … sich zu ver-verwandeln? Behaltet ihr eurer Empfinden oder ver-verliert ihr … euch selbst?“ fragte Remus schüchtern und nuschelte dann noch etwas in seinen Schal, dass Sirius leider nicht wirklich verstehen konnte. Am Rande nahm der Black war, dass James irgendetwas auf Remus Frage sagte, doch er war zu sehr abgelenkt von dem leichten Rotschimmer, der sich auf Remus‘ Wangen ausgebreitet hatte, ebenso von seinen leuchtenden Augen, die noch von den Tränen glitzerten und einen Gelbstich hatten, der nur so kurz vor Vollmond in Remus‘ Augen zu finden war.

Wir sind immer noch wir, nur das wir anders aussehen. Bis auf Sirius, der sieht in menschlicher Gestalt, dank seiner zotteligen Mähne, trotzdem noch aus wie ein Hund“ Sirius hörte bei seinem Namen auf und zog James für seinen Scherz einen über. Lachend meinte er in Richtung Remus, dass er sich wirklich keine Sorgen zu machen brauchte, dass das hundertprozentig sicher war und wirklich beim besten Willen nicht schief gehen konnte… trotzdem konnte er dem Lupin dabei nicht in die Augen sehen… würde er die Lüge erkennen, würde er alles dafür tun um zu verhindern, dass seine besten Freunde ihm heute Nacht Gesellschaft leisteten.

Mit einem Blick auf seine Uhr bemerkte Sirius dass es noch ein paar Stunden Zeit war, bevor der Mond voll und rund am Himmel stehen würde. „Gehen wir noch kurz in den Gemeinschaftsraum?“ fragte er in die Runde.

Tbc: Gryffindor - Gemeinschaftsraum
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Remus Lupin
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Sa Nov 10, 2012 3:54 am

Niemals hatte Remus geahnt sich so vollkommen hilflos zu fühlen wie in diesem Augenblick, dabei kannte er sich mit diesem Gefühl besser aus als ihm lieb war. Doch nun da er auf dem kalten Boden saß und zu Sirius und James glänzenden Augen aufsah und einen selten selbstbewussten Ausdruck auf Peters Gesicht sah, füllte er sich machtlos und wie in Watte gepackt. Wieso hatten sie ihn niemals darauf vorbereitet? Wieso hatten sie es jahrelang vor ihm verheimlichen müssen? Remus kannte die Antwort, doch sein Gehirn war merkwürdig träge, entweder von den andauernden Kopfschmerzen oder den vielen Tränen – dem Schock, der viel zu tief saß.
Letztendlich taten seine Freunde das was sie immer taten, nämlich etwas schrecklich dummes, ohne auch nur einen Gedanken um die möglichen Konsequenzen zu machen. Er könnte sie töten, oder beißen, doch darüber hatte sich wohl niemand von ihnen auch nur eine Sekunde Gedanken gemacht. Lieber wollten sie ihn schützen, wie sie es immer taten - den armen, schwächlichen Jungen, den zahmen Werwolf.
Remus spürte abermals Wut in sich aufsteigen, die nicht seine war. Der Wolf in ihm verstand nicht was die Worte der Jungen bedeutete, er spürte nur Remus Unruhe, seine Angst und seinen Ärger und das ließ ihn erwachen. Remus schluckte hart und versuchte sich zu beruhigen, er konnte nun nicht auch noch mit dem Monster in ihm selbst kämpfen. Er hatte zu sehr das Gefühl das er keine Kraft mehr dafür hatte …
Der Lupin sah wie James und Sirius einen vielsagenden Blick tauschten, als er gefragt hatte ob die Verwandlung weh tat, als dachten die beiden Gryffindors das von ihrer Antwort alles abhängen würde. Remus Magen krampfte sich schmerzhaft zusammen, was wäre wenn seine Freunde dasselbe durchmachen müssten wie er? Was wäre wenn sie sich bei der Verwandlung in ein Tier verlieren würden, wie er jeden Monat? Was wenn es ihnen Schmerzen bereitete?
„Nein, tut es nicht. Es ist nicht so, als wären wir jemand anders. Wir sind immer noch wir, nur das wir anders aussehen. Bis auf Sirius, der sieht in menschlicher Gestalt, dank seiner zotteligen Mähne, trotzdem noch aus wie ein Hund.“ James lächelte leicht und spielte mit kleinen Steinchen die er in die Luft warf und dann behänden wieder auffing.
Remus folgten den Steinchen auf ihrem Weg in die Luft und zurück in James wartenden Hände – das alles, war für ihn nur ein Spiel.
Doch trotzdem wusste Remus das er James bei diesem Gedanken Unrecht tat. Vielleicht nahm er die ganze Sache nicht so ernst wie er sollte, dennoch hatte er ein Risiko auf sich genommen, welches kaum zu tragen war. Er brach nicht nur läppische Schulregeln, sondern vom Ministerium aufgelegte Gesetzte. Man konnte sterben bei dem Versuch sich in ein Tier zu verwandeln, oder nie wieder in seine menschliche Gestalt zurück finden – und das alles hatte er nur für ihn getan! Ebenso wie Sirius und Peter. Selbst wenn Remus ihnen am liebsten an die Kehle springen und dann vor lauter Dankbarkeit wieder in Tränen ausbrechen wollte für diese hirnrissige Idee, konnte er sie nicht verurteilen. Sie waren Idioten, aber sie waren seine Idioten und seine besten Freunde.

Sirius zog James für den Hunde-Witz einen über und Remus Mundwinkel zogen sich dabei ganz willkürlich etwas nach oben, doch schnell sorgte er wieder dafür dass er nicht aussah als würde ihn das amüsieren. Sonst würden seine Freunde noch denken es wäre alles in Ordnung. Merkwürdigerweise hatte Remus keine Sorge und keine Tränen mehr in sich, die sich einen Weg nach außen bahnen konnten – vielleicht hatte er sich in seinem Leben einfach zu viele Sorgen gemacht und vielleicht hatte er heute einfach zu viel geweint. Er wusste es war nicht richtig, aber gerade war er einfach zu schwach sich weitere Gedanken zu machen. Immer wieder stach es tief in seinem Herzen, wenn er kurz an die Konsequenzen dachte, doch er war zu schwach und zu müde um weiter zu kämpfen.
James meinte noch dass er sich wirklich keine Sorgen machen musste und dass es ohnehin entschieden war. Sirius fügte hinzu dass nichts passieren könnte und Remus hatte für einen kurzen Moment das Gefühl als würde sich ihm der Magen umdrehen.

Gehen wir noch kurz in den Gemeinschaftsraum?“, fragte Sirius leise und Peter stand im Bruchteil einer Sekunde auf den Füßen und murmelte irgendetwas über spätes Mittagessen und eine Mütze Schlaf.
Remus kam umständlich auf die Füße und ungewohnt schweigsam traten die Rumtreiber aus dem dunklen, stillen Wald hinaus auf die Wiesen, liefen um den See herum und betraten das kühle Schloss.
Remus drehte sich noch einmal um und betrachtete den verbotenen Wald. Ein ungestümer Rabe flatterte krächzend aus ihm hervor und stürmte in den grauen Himmel – hoffentlich würde er ihr Geheimnis nicht verraten.

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Narzissa Black
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Do Jun 13, 2013 9:01 am

Cf: Hogwarts - Slytherin Gemeinschaftsraum

Narzissa konnte sich nicht länger auf das Gespräch mit ihrer Schwester Andromeda konzentrieren. Ihre Gedanken waren die ganze Zeit nur bei Lucius Malfoy. Wie konnte es soweit kommen das ein Junge ihr den Kopf so sehr verdreht? Und es war nicht nur irgendein Junge, es war Lucius Malfoy! Ein arroganter Reinblüter, der alles was nicht rein ist abgrundtief hasst.... Genau richtig für eine Black! Mit einem kleinen Grinsen schaute sie ihre Schwester an, und bemerkte wie ein großer, blonder Junge an der Tür des Gemeinschaftsraum vorbei ging. ,,Entschuldige mich, Andromeda. Ich hab noch was zu erledigen." Während sie aus dem Gemeinschaftsraum ging, zog die blondhaarige Black ihren Slytherin-Mantel aus.
Wie eine verrückte Stalkerin lief sie Lucius hinterher. Doch irgendwie war er ihr zu schnell, und seinen Namen schreien war das letzte was sie wollte. Sie blieb kurz bei einer Klassenkameraden stehen und gab ihr ihren Mantel. ,,Hier Emma. Pass mal bitte kurz darauf auf. Danke." Ohne auf eine Antwort zu warten ging sie im schnellen Tempo die Gänge entlang, bis Luciu auf die Toilette verschwand. ,,Das soll doch wohl ein Witz sein?", fragte sie sich stumm und lehnte sich gegen die Wand. Narzissa stand wieder auf und setzte sich auf eine Bank wo einige Schüler drauf saßen.
Nicht lange und schon kamen eine kleine Gruppe von Jungs wieder raus, gefolgt von Lucius. Die kleine Black merkte wie seine Augen bei ihr stehen blieben, und als sie seine Blicke kurz erwiderte kam er auf sie zu. ,,Können wir kurz reden?", fragte die Hexe etwas leiser und schaute Malfoy tief in die Augen. Doch der Blickkontakt hielt nicht lange an, denn er brach ihn immer wieder ab. Das hatte er auch schon auf der Party gemacht. Nie konnte Narzissa länger als zehn Sekunden in seine Augen gucken.
Lucius nickte und ging in ihren Tempo den Gang runter. Beide gingen stumm nebeneinander. Hin und wieder merkte Zissa die Blicke der anderen, doch war es ihr schon immer egal wie die anderen über sie dachten.

Draußen angekommen machten beide bei einer leeren Bank halt. ,,Also Luc.. Ich wollte mit dir reden, weil auf der Party etwas passiert ist." Die Blondhaarige schlug ihr linkes Bein über das rechte und holte ihre Haare nach vorn. ,,Ich weiß nicht wie ich es sagen soll... es ist etwas komplizierter." Komm zum Punkt Black! Du redest hier nur wirres Zeug! Hörbar atmete sie ein und stieß die Luft genauso laut wieder aus. Plötzlich spürte sie einen Schatten, der genau vor ihr stand.
Mrs. Promfey. Etwas verwundert wieso sie sich genau vor den Beiden stellt, stand die kleine Hexe auf. ,,Narzissa, du kommst mir gerade richtig. Ich habe für Hagwird einen wichtigen Hustensaft. Ich würde ihn den selbst bringen, aber ich habe noch andere Dinge zu tun. Bitte sei so ein liebes Kind und bring ihn den Hustensaft." Zissa verengte ihre Augen und nahm den Hustensaft an sich. ,,Kann Hagwird sich den Saft nicht selber abholen?" Ohne eine Antwort zu geben, ging Mrs. Promfey wieder in das Schloss hinein. ,,Seit wann ist es von uns Reinblüter die Aufgabe für blöden Waldhirten Postbote zu spielen?" Die zarte Blondine stellte sich vor Luc. ,,Ich weiß - Hagwird's Hütte ist gleich hier um die Ecke.. Aber begleitest du mich vielleicht dahin?" Natürlich tat Malfoy das und stand gleich auf.

Beide gingen in einem angenehmen Tempo zur Hütte runter, und nach wenigen Minuten standen sie schon vor der Tür. Zuerst klopfte Zissa etwas vorsichtiger an die Tür, doch als niemand ausmacht wurde ihr klopfen lauter. Einmal..Zweimal..Dreimal.. ,,Ist er jetzt auch noch taub geworden?"
Die kleine Black sah sich um, doch fand sie Hagwird nirgendwo. Ihre kalten Augen machten beim Verbotenen Wald halt. ,,Vielleicht ist er ja im Wald..Komm suchen wir ihn." Narzissa würde in den Wald niemals freiwillig rein gehen - aber jetzt war sie in Begleitung von Lucius Malfoy. Da wurde es ihr schon ganz anders im Magen..

((ich hoffe es für den Anfang So okay Smile! ))
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Do Jun 20, 2013 1:57 am

ZEITSPRUNG 

cf: Restliche Räume & Korridore ; Der Krankenflügel
 
Hastig versuchte Remus mit Sirius mitzuhalten, der schnellen Schrittes am Rand des verbotenen Waldes entlang lief. Der Lupin stolperte über seine eigenen Füße und warf Sirius Rücken bei jedem zweiten Atemzug einen bösen Blick zu. Was bedeutete das er seine Augen leicht zusammen gekniffen hatte, sein Mund eine dünne Linie bildete und er dabei ganz leicht den Kopf schüttelte – James und Sirius nannten das ‚Remus zickigen Todesblick’.
Sirius ausladende Schritte passten so gar nicht zu Remus düsterer Miene. Mit einem heftigen Tritt lief Remus seinem Freund auf die Ferse, der darauf hin kurz auf einem Bein rumhopste und sich den Fuß rieb.
„Oh, entschuldige ... Ich hab nicht aufgepasst“, log Remus, der wusste das Sirius ihn eh durchschauen würde. Einerseits weil er ein miserabler Lügner war, andererseits weil er immer noch den ‚Remus zickigen Todesblick’ aufgelegt hatte.
„Ich verstehe gar nicht warum du dir so in die Hose pisst Moony. Dieser Scherz war die Strafarbeit doch wert ...“, plapperte Sirius munter drauf los und lief – ein kleines bisschen humpelnd – weiter, während er Remus zum hunderten Mal fragt ob dieser ‚McGonagalls Gesicht gesehen habe’, doch Remus hörte gar nicht mehr wirklich zu.
Er wollte diese Strafarbeit nicht machen.
Er hatte es satt immer und immer wieder in die Klemme zu geraten nur wegen seinen Freunden.
In letzter Zeit hatte er sich immer mit ‚Ich bin ein Vertrauensschüler’ rausreden können, doch diese Woche lag James mit einer hübschen kleinen Migräne im Bett, was Remus zum neuen Mittelpunkt in Sirius nach Aufmerksamkeit heischendem Leben machte. Der Lupin konnte nicht sagen das es ihm nicht gefiel immer derjenige zu sein mit dem Sirius am Morgen als erstes sprach, der neben ihm beim Essen und im Klassenzimmer saß. Er genoss es soviel Zeit mit Sirius zu verbringen ... doch nun da James im Krankenflügel lag konnte dieser Sirius nicht mehr bespaßen wenn ihm im Unterricht langweilig war und deswegen hatte Remus bei einem von Sirius irrsinnig doofen Streichen mitmachen müssen.
 
- Rückblick -
Mit konzentrierter Miene kritzelte Remus Notizen auf ein langes Pergament während Professor McGonagall der Klasse vorführte wie man die Tiere auf ihren Tischen in farblich passende Stehlampen verwandelte.
Immer wieder schaute Remus nervös von seinen Notizen auf und beäugte den hellblauen Wellensittich der vor ihm auf der Tischkante saß und den Lupin seinerseits misstrauisch beäugte.
Auf dem Sitzplatz neben ihm saß Sirius der abgelenkt an dem Fell des Frettchens zupfte welches ihm zugeteilt wurde, sein Stuhl war nach hinten gekippt und er sah schrecklich gelangweilt auch.
Remus hatte die Ahnung dass ihn Verwandlung nicht mehr forderte seit dem er es geschafft hatte ein Animagi zu werden, was wohl die Meisterprüfung der Verwandlungskunst war.
Professor McGonagall forderte die Klasse nun auf an den Tieren zu üben.
Mit einem lauten Rumms ließ sich Sirus auf alle Stuhlbeine fallen, zückte seinen Zauberstab und verwandelte sein Frettchen innerhalb einer Sekunde in eine schicke, hellbraune Stehlampe.
„Mir ist langweilig Remus“, maulte Sirius daraufhin und Remus erwischte sich dabei wie er zu aufmerksam beobachte wie sich Sirius Lippen bewegten wenn er Remus Namen aussprach.
„Dann helf mir doch ...“, erwiderte Remus leise und mit knallrotem Kopf.
„Ne ...“, sagte Sirius nur schulterzuckend und verwandelte mit einem Schlenker seines Zauberstabs das Frettchen zurück in seine ursprüngliche Gestalt.
Remus wandte sich seinem Wellensittich zu der ihn garstig anfauchte.
„Ich hab immer gedacht Wellensittiche wären irgendwie niedlich“, murmelte Remus und Sirius lachte leise. „Er tut dir doch nichts Moony“. Remus zuckte mit den Schultern und wollte sich gerade an dem Zauber versuchen, als Sirius seinen Stuhl näher zu ihm heranschob. Der Lupin verkrampfte sich etwas in seinem Stuhl als er Sirius Geruch wahrnahm und die Wärme die sein Körper ausstrahlte – und vor allem was das in seinem Körper auslöste. Er könnte förmlich spüren wie sich der Wolf in seinem Inneren in Sirius Nähe behaglich zusammen rolle und schnurrte. Remus Herz hingegen schlug ein kleines bisschen schneller und sein Mund war mehrwürdig trocken als Sirius zu sprechen begann.
„Wir sollten deinen doofen Wellensittich auf die Klasse loslassen und alle anderen Tiere auch. Ich glaub das ist ihnen lieber als eine Stehlampe zu sein.“
Mir sind sie als Stehlampe aber lieber ...“, erwiderte Remus zischend.
„Komm schon Remus ...“
Remus verkrampfte sich noch etwas mehr auf seinem Stuhl. Er durfte nicht aufsehen, wenn er nun nicht in Sirius Augen sehn würde könnte er vielleicht ausnahmsweise einmal das richtige tun.
„Bitte Remus!“
Nun schaute er doch auf und in Sirius Augen die ihn anstrahlten, bereits in dem Wissen das Remus, wie jedes Mal, doch einstimmte. Er wusste das Remus seinen Freunden nichts ausschlagend konnte, aus dem einfachen Grund dass er schon immer dazugehören wollte, getrieben von der Furcht irgendwann einmal niemanden mehr in seinem Leben zu haben. Dass Remus Gedanken ein reines Chaos waren, wenn Sirius in seine Augen sah, wusste Sirius allerdings nicht.
„Okay“, murmelte Remus und starrte Sirius geistesabwesend an.
Dieser grinste gewinnend, zückte seinen Zauberstab unter dem Tisch und murmelte geflüsterte Worte.
Die Stimmung im Klassenzimmer änderte sich schlagartig als alle Frettchen und Wiesel im Raum ganz leicht vibrierten und dann mit einem langen Sprung auf die Schüler losgingen und versuchte unter deren Umhänge zu kommen. Remus grinste leicht, während Sirius lachend beobachte wie ein Hufflepuff sich ein Frettchen aus der Unterhose zog.
Beunruhigt schaute sich Remus im Klassenzimmer um, Professor McGonagall war nirgends zu entdecken also schwenkte er schnell seinen Zauberstab und die Wellensittiche stoben von ihren Plätzen, flogen durch die Pergament Stapel auf den Tischen und kreisten kreischend um die Köpfe der Schüler bevor sie auf diese nieder rasten und deren Haare zerwühlten.
Das gesamte Klassenzimmer war mittlerweile ein einziges Chaos. Überall flogen herausgezupfte Feder und Pergamentfetzen durch die Luft während die Schüler versuchten die Tiere aus ihrer Kleidung zu entfernen ...
Mit einem weiteren Schwenk seines Zauberstabs ließ Sirius sein zugeteiltes Frettchen auf Lilys Umhang los.
Lily warf Sirius einen warnenden Blick zu, doch es war zu spät – das Frettchen hatte sich bereits daran gemacht ihren Umhang zu erklimmen. Sie ließ einen gellenden Schrei los, den Zauberstab hoch erhoben und auf Sirius gerichtet ... und in genau diesem Moment eilte Professor McGonagall zurück in ihr Klassenzimmer. An der Tür blieb sie für eine Sekunde geschockt stehen, ihre Augen weit aufgerissen bei dem Anblick des verwüsteten Klassenzimmers, der kreischenden Tiere und der noch lauter kreischenden Schülerschar. Ihre Lippen bildeten eine verdächtig dünne Linie, als sie mit dem leichten Zucken ihres Zauberstabs die Tiere zurück in ihren harmlosen Zustand versetze. Ihr Blick ruhte auf Sirius der sein Lachen noch immer nicht unterdrücken konnte, auf Remus der direkt neben diesem saß und eine Unschuldsmiene aufgelegt hatte die ihm wohl niemand abkaufte und auch auf Lily die mit fuchsteufelswildem Blick dar stand den Zauberstab direkt auf Sirius gerichtet.
- Rückblick Ende -
 
„Weiß du was ich nicht verstehen kann? Warum Lily auch eine Strafarbeit machen muss ... ich meine bei mir kann ich es verstehen und du verdienst ehrlich gesagt so viele Strafarbeiten das du für den Rest deines Lebens nie mehr eine Minute Freizeit hast ... aber Lily hat es nicht verdient und sie ist bestimmt echt sauer ...“ warf Remus ein und unterbrach damit Sirius Geplapper.
Remus fühlte sich wirklich schuldig, er wollte eigentlich keine Strafarbeiten machen und vor allem wollte er nicht dass Professor McGonagall seinen Eltern einen Beschwerdebrief schickte. Selbst wenn seine Eltern diese Briefe nie besonders ernst nahmen. Remus hatte es bisher immer geschafft sich rauszureden und seine Eltern hatte ihm sogar geglaubt das er Sirius nicht böswillig dabei geholfen hatte Mrs. Black eine Toilettenbrille zu schicken, McGonagall hatte sie nur falsch verstanden – die ganze ‚Toilettenbrillen-Geschichte’ hatte nämlich nichts damit zu tun das Sirius seiner Mutter die Pest an den Hals wünschte sondern lediglich damit das Mrs. Black eine besessene Sammlerin von antiken Toilettenbrillen ist – und das hatte Remus Eltern wirklich geglaubt, vermutlich wollten sie ihm einfach glauben.
Er fühlte sich wirklich schuldig dass sein Vater und seine Mutter ihm so sehr vertrauten und er den gleichen Fehler immer und immer wieder machte.
 
Wenige Meter vor Hagrids Hütte, wo sie sich für ihre Strafarbeit versammeln sollte, blieb Remus stehen. Er konnte sehen das eine handvoll anderer Schüler ebenfalls mit dem Wildhüter in den verbotenen Wald gehen würden, in sicherem Abstand zu den Schülern blieb Remus mit starrem Blick auf den schwarz erscheinenden, riesigen Wald stehen.
„Ich will da nicht rein“, flüsterte er.
„Was?“, fragte Sirius überrascht und hörte endlich mit seinem Geplapper auf bei dem Remus sich sicher war auch Dinge wie ‚Sei nicht so ein Mädchen’ oder ‚Reg dich endlich ab, dass war ein riesen Spaß’ vernommen zu haben ...
„Ich will da nicht rein gehen, da sind ... Monster drin“
„Moony war letzten Vollmond ganz heiß darauf in den Verboten Wald zu gehen’, warf Sirius grinsend ein.
Remus zuckte unbeteiligt mit den Schultern, dass Moony da rein wollte war ihm klar. Er war ja selber ein Monster.
„Aber ich ... i-ich hab ... Angst“, sagte Remus zitternd und seine Stimme wurden gegen Ende hin immer leiser. Schnell warf er einen Blick zu der Schülergruppe, in der Hoffnung dass sie ihn und Sirius nicht belauschten. Er konnte die hellen Haarschöpfe von Lucius Malfoy, Narzissa Black und wie sein Herz mit einem Stich vernahm, Salazar Ceberus erkennen – das konnte noch eine aufregende Nacht werden.
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   So Jun 23, 2013 8:06 am

Cf; Hogwarts – Außerhalb – Heulende Hütte
 
 
Sirius Black musste sich immer noch ein selbstgefälliges Grinsen unterdrücken. Auch dass er gerade auf dem Weg zum Nachsitzen war, konnte seine gute Laune nicht trüben. Dieser Streich war dass alles allemal wert gewesen. Und daran konnte ihm nichts die Laune vertrüben – weder dass er mal wieder seine eh schon knappe Freizeit für nachsitzen opfern musste, noch dass er gerade mit seinen lächerlich teuren Schuhen in etwas undefinierbar-matschiges getreten war. Nur das James nicht dabei sein konnte hinderte ihn daran in Bestlaune zu verfallen. Ohne James war es immer ein bisschen langweiliger… aber dessen Miene als er ihm von dem Streich erzählt hatte – war einfach zum todlachen gewesen. Dass er Nervensägen-Lily-Evans ein widerliches Frettchen in den Ausschnitt gejagt hatte, hatte er dem jungen Potter jedoch gekonnt verschwiegen.
 
Remus lief währenddessen schlecht gelaunt hinter ihm her. Sirius brauchte sich nicht zu dem Lupin umdrehen… er wusste dass dieser kurz davor war zu platzen und ihm einen Vortrag zu halten, bei dem er fast – aber auch nur fast – ein schlechtes Gewissen bekommen würde. Zischend zog Sirius die Luft ein als sein sogenannter Freund ihm auf die Verse lief. Seine fadenscheinige Entschuldigung nahm er ihm daraufhin auch nicht ab. Remus war und blieb ein miserabler Lügner… Sirius war immer wieder aufs Neue verblüfft, dass er es geschafft hatte fünf Jahre lang seine Krankheit vor der fast kompletten Schule zu verbergen. Manchmal fragte er sich, ob wirklich jeder solche Tomaten auf den Augen hatte oder ob sie das Offensichtliche nur nicht sehen wollten – wie Remus bei jeder Frage nach seinem häufigen Fehlen rot anlief und irgendetwas in seinen nicht vorhandenen Bart murmelte.

„Ich weiß gar nicht warum, du dir so in die Hose pisst, Moony. Dieser Scherz war die Strafarbeit doch wert…“ sagte Sirius zu Remus, während sein Fuß immer noch schmerzhaft pochte. Dummer Lupin.
Obwohl Sirius ja immer noch der Meinung war, das MCGonagalls Ansprache nach dem Unterricht als Strafe allemal gereicht hätte. Immerhin hatte sie ihm 20 Minuten seiner kostbaren Zeit mit herum Gekeife und sinnlosen Beschuldigungen genommen.
 
 
//Rückblick://
 
„Ich glaube es wäre an der Zeit sich zu entschuldigen“ giftete Lily Evans in Sirius Richtung „Wenn Professor McGonagall sieht, dass du dein Handeln bereust, wird sie sicherlich von weiteren Konsequenzen ablassen.“ Sirius, Remus und Nervensägen-Evans warteten alle in Klassenraum auf McGonagall, die wie sie es ausgedrückt hatte – ein ernstes Wörtchen mit ihnen zu reden hatte, weil sie ja so töricht wären ihre kostbare Unterrichtszeit für alberne Kinderrein zu nutzen und mit dem Zauberstab andere Menschen bedrohen.
„Deine Vorschläge in allen Ehren Evans, aber sie sind so was von beeindruckend unhilfreich. Manchmal glaube ich wirklich, dass du nur redest, um Geräusche zu machen.“ schnauzend Sirius zickig in Lilys Richtung. Er war genervt… erstens weil er jetzt hier saßs und McGonagall auch noch so dreist war und sie warten ließ und weil nicht nur Lily nervig war, sondern Remus auch angefangen hatte ihm böse Blicke zu zuwerfen und immer wieder Dinge flüsterte wie ‚Das war nicht meine Idee‘ und ‚Ich hab dir ja gesagt, dass sowas sooo kindisch ist und überhaupt kommst immer nur du auf solche dummen Ideen‘
Sirius sagte dazu nichts. Remus war ja so ein Heuchler… hatte er ihn gezwungen mitzumachen? – Nein, hatte er nicht. Er hatte ihn bloß freundlich dazu gebeten… und jetzt machte er so einen Aufstand. Remus war ja so was von ein Mädchen…
 
Mit rauschendem Umhang betrat ihre Hauslehrerin den Raum. Den Mund zu einer dünnen Linie verzogen, was nichts Gutes bedeuten konnte.
„Wie kommen sie auf die Idee – während ihrer Unterrichtszeit ihre Verwandlungstiere auf die Klasse los zu lassen? Kann ich nicht für einen einzigen Moment das Klassenzimmer verlassen ohne dass ich es nachher in absoluten Chaos vorfinde? fing sie an und Sirius bemerkte sehr wohl, dass ihr Blick während ihrer gesamten Rede bloß auf ihm ruhte. “Und zu ihnen Miss Evans – ich betrete den Raum und sie zielen absichtlich mit ihrem Zauberstab auf Schüler – egal ob diese einen Streich gespielt haben oder nicht. Attacken auf Andere dulde ich nicht. Sie werden genauso wie Mr. Black und Mr. Lupin eine Strafarbeit erledigen, bitte warten sie draußen während ich mit den jungen Herren das Maß der Strafe bespreche…“
Sirius beobachtete vergnügt wie Evans mit saurer Miene das Klassenzimmer verließ. Er musste sich ein Grinsen schwer verkneifen – weil er ganz genau wusste, dass Evans eigentlich keine Strafarbeit verdient hatte. Absolut jeder hätte sich wahrscheinlich gewehrt wenn einem ein wütendes Frettchen auf den Hals gehext werden würde.

Daraufhin fing McGonagall eine ihrer wütenden Predigten an, bei der sie immer wieder betonte wie wichtig es wäre andere zu respektieren und das wir mit diesen anscheinend „kindischen“ Streichen niemanden einen Gefallen tun würden… weder uns, noch unseren Schulnoten. Sie wäre ja wirklich so enttäuscht von uns. Blah…Blah...Blah…
„Uns sie Mr. Lupin versuchen nicht ein einziges Mal ihren Freund von seinen merkwürdigen Ideen wegzubekommen. Ihr Vertrauensschülerabzeichen ist nicht nur schlichte Dekoration, eigentlich sollten sie mit ihrer neuen Aufgabe darauf achten, dass solche Dinge nicht passieren und vor allem sollten sie an solchen Geschehen als Vorbild nicht beteiligt sein.“ Remus Gesicht hatte mittlerweile ein beeindruckendes Rot angenommen und während McGonagalls Anrede war er immer kleiner und kleiner in seinem Stuhl zusammen gesackt. „War nicht meine Idee“ murmelte dieser dumme Verräter in seinen Schal, daraufhin traf ihm Sirius wütender Blick genauso wie dessen Fuß sein Schienbein, unter dem Tisch.
„Finden sie meinen Verwandlungsunterricht etwa so langweilig, dass sie keine Muse mehr haben zu folgen?“ fragte sie mit hochgezogenen Augenbrauen, die beiden Gryffindors. Remus schüttelte leidenschaftlich den Kopf und hatte dabei eine vollkommen bestürzte Miene aufgesetzt. Sirius zuckte dagegen nur leicht die Schulter. Ja, er langweilte sich. Verwandlung war schon immer seine Spezialgebiet gewesen, auf dem er glänzen konnte… doch nun als Animagus hatte es fast seinen vollen Reiz verloren. Er sollte ein Frettchen in eine Lampe verwandeln? – Woah wie interessant…. McGonagall analysierte dabei genau Sirius Miene mit einem wütenden Blick schickte sie den verwirrten Remus nach draußen wo er gefälligst auf seine Strafe warten sollte und rückte mit einem ekelhaften Quitschen ihren Stuhl noch etwas näher an Sirius heran.
„Sie kommen andauernd zu spät zum Unterricht, Fehlen unentschuldigt, tyrannisieren andere Schüler, machen dumme Witze auf Kosten andere Menschen, sie treiben einen jungen, unschuldigen Jungen wie Remus Lupin – der es eh schon schwer hat, auf dumme Gedanken und nun haben sie auch noch die Dreistigkeit zu behaupten mein qualifizierter Unterricht wäre zu langweilig für sie?“
„Eigentlich habe ich das nie behauptet…“ sagte Sirius leise und war dabei stets darauf bedacht nicht einzuknicken. Niemals und damit meinte er niemals würde er klein beigeben… also setzte er sich nochmals aufrecht hin und sah seiner Hauslehrerin, die er mehr schätzte als irgendeinen anderen Erwachsenen auf der Welt, in die Augen.
„Sie haben mit ihren Schulter gezuckt, Mr. Black. Was sollte ich denn da annehmen? Haben sie ihr zugeteiltes Tier in eine Stehlampe verwandelt oder haben sie noch weniger am Unterricht teilgenommen als eh schon? Sie waren einmal einer meiner besten Schüler aber ihr offensichtliches Desinteresse ist ihnen dabei nicht hilfreich auch wenn es nicht über ein offensichtliches Talent hinweg täuschen kann…“
Tatsächlich ist er ein wenig verlegen. Aber eben nur ein wenig, die Scheißegal-Stimmung überwiegt noch, auch wenn seine Erziehung ihm eigentlich etwas anderes gebieten sollte.
 
„Welche Strafarbeit wollen sie und ihre beiden Freunde erledigen…“ Sirius Nackenhaare stellten sich bei dem Gedanken auf, dass er und Evans Freunde sein sollten. Niemals würde er dieses Freundeklauende Stück mögen… Bildete sich ein, sie würde jetzt zu James gehören… dass er nicht lachte…
„Zur Auswahl würde stehen, die Auszeichnungen und Pokale der Schüler auf Hochglanz zu polieren, die es geschafft haben ihrem Haus auch Ruhm und Ehre einzubringen, oder sie könnten gemeinsam die Listen ihrer Straftaten abschreiben – immerhin sind es so viele, dass ich einen weiteren Ordner für vor allem ihre und Potters dummen Ideen, besorgen musste. Oder sie dürfen die sehr schöne Aufgabe übernehmen mit unserem Wildhüter den Bestand der neugewachsenen Bilsenkräuter zu überprüfen – mitten im verbotenen Wald.“
„Soll ich jetzt einfach das wählen, was ich am wenigsten hasse?“ fragte Sirius mit hochgezogenen Augenbrauen… eigentlich war er sich sicher, dass McGongall wusste das er und der Rest der Rumtreiber sich gerne im verbotenen Wald aufhielten… manchmal wurde er aus seiner Hauslehrerin nicht schlau…
„Dann gehen wir in den verbotenen Wald. Der Bestand der frischen Kräuter hat mich ja schon immer so interessiert“ meinte Sirius mit einem zuckersüßen Lächeln im McGonagalls Richtung.
Diese fing an, etwas aus ihrem Schreibtisch hervor zu holen. Mit einem ausdruckslosen Gesicht hielt sie ihm eine rote Dose unter die Nase… „Nimm dir einen Keks Sirius.“ Im ersten Moment war er sich nicht sicher, ob sie ihn nun endlich vergiften wollte… „Sein sie kein Idiot und nehmen sie sich einen Keks“ meinte sie jetzt ausdrücklicher und Sirius fühlte sich in seiner Vergiftungstheorie noch ein wenig bestärkter. „So ist es fein…“ murmelte seine Hauslehrerin leise als er sich ein  Plätzchen nahm… „Und jetzt gehen sie Black bevor ich meinen Anstand noch vergesse und ich sie von dieser Strafarbeit doch noch befreie…“ meinte sie mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Ja, meistens wurde der Black aus seiner Hauslehrerin nicht schlau. Frauen eben…

//Rückblick Ende//
 
Sirius und sein schlecht gelaunter Freund erreichten währenddessen die urige Hütte des Wildhüters. In etwas weiterer Entfernung sah Sirius noch ein paar weitere Schüler stehen, die wohl auch die zweifelhafte Ehre haben dem Wildhüter bei seiner Arbeit zu helfen, die dieser doch eigentlich schön und gut selbst machen könnte.
“Ich will da nicht rein“ hauchte Remus leise „Was?“ fragte Sirius überrascht…
“Ich will da nicht rein gehen, da sind ... Monster drin“ erklärte sich Remus und schaute dabei in die Dunkelheit die zwischen den Ästen der uralten Bäume lauerte.
„Moony war letzten Vollmond ganz heiß darauf in den Verboten Wald zu gehen“, warf Sirius grinsend ein. Manchmal fragte sich der junge Black, wie ein Junge der auch noch ein Werwolf war Angst vor ‚Monstern‘ hatte oder von Blut oder vor einer lächerlichen Höhe, die entstand wenn man zwei Stufen einer Leiter empor kletterte.
Sirius wollte dazu ansetzten Remus zu erzählen, dass alles was es so anscheinend Gefährliches im Wald geben könnte, von dem Horn einen weißen Ponys aufgespießt zu werden… oder das ein Zentaur, der merkwürdiger Weiße auch ein Pony war, einem mit ihrem Gelabber über Sterne zu Tode langweilte. Sirius hatte einmal den Fehler begangen, einem Zentaur im Wald seinen Namen zu nennen worauf dieser ihm einen lächerlich langen Vortrag über seinen Namensstern gehalten hatte… Doch Sirius wurde gestoppt als Remus leise meinte, dass er Angst habe… Und wie albern diese Angst auch war… konnte und wollte Sirius nicht ertragen, dass Remus sich unwohl fühlte. Vielleicht hatte McGonagall Recht und wegen seinem eigenen ausufernden Lebensstil brachte er den jungen Lupin immer und immer wieder in schwierige Situationen – und dass obwohl Remus schon die halbe Last der Welt auf den Schultern trug…
„Moons du brauchst doch keine Angst haben…“ meinte Sirius leise und achtete dabei darauf, dass er mit seinem Körper Remus abdeckte, damit niemand sehen konnte wenn er jetzt in Tränen ausbrechen würde oder so. Bei jedem anderen Menschen hätte Sirius es nicht ernst genommen, wenn er sagen würde dass er wirkliche Angst vor dem Wald haben würde… aber Remus war anders als der Durchschnittsmensch… wenn er etwas sagte dann weil es ihn wirklich beschäftigte und er sagte nichts nur, um sich selbst reden zu hören. Und obwohl Sirius Remus seit Jahren kannte, lernte er immer neue Seite an dem Lupin kennen… Wenn der Black genauer darüber nachdachte wurde ihm dadurch erst richtig klar, wie viel der Werwolf seinen Freunden wohl verschwiegen hat und über wie viel er immer noch nicht sprach…
„Wenn du nicht damit klar kommst, dann darfst du die ganze Zeit meine Hand halten“ meinte Sirius mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. „So und jetzt sei nicht mehr so steif, das wird doch kein großes Ding…“ “Ich bin nicht steif“ meinte Remus empört. Sirius lachte leise „Noch nicht Remus, noch nicht“[/color][/font]
 
Sirius lief langsam los und leicht lachend bemerkte er wie ein feuerroter Remus ihm folgte. Mit lautem Gepolter kam der Wildhüter Hagrid aus seinem sogenannten ‚Haus‘ und winkte sie alle lächelnd zu ihnen. “Schön… Schön“murmelte er  in die Runde und sah jedem Schüler ins Gesicht. Sirius fragte sich was eigentlich so schön sein sollte, bis er darauf hin auf die Idee kam, dass der abstrus große Mann sich wahrscheinlich freute, dass er mal wieder kostenlose Arbeiter für seine dreckige Arbeit gefunden hatte. “Alle da… dann gehen wir los“ meinte Hagrid und stampfte in den Wald hinein, während die Schüler ihm in einigen Abstand folgten...


Zuletzt von Emmett Cullen am Mo Jun 24, 2013 8:56 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Attribute auf Standart geändert (:)
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Lily Evans
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Mo Jun 24, 2013 7:06 am

Cf: Hogwarts - Außerhalb - Der See
 
Lily war sauer! Stocksauer! Und das auf niemand anderem als Sirius Black! Dieser... dieser... Black! Wegen ihm hatte sie jetzt eine Strafarbeit aufgebrummt bekommen! Wie konnte er nur ein Frettchen auf sie los lassen?! Eigentlich fand Lily diese Tiere total süß aber wenn man diese auf sie los ließ fand sie die Tierchen gar nicht mehr so süß - vor allen wenn sie versuchten unter der Kleidung zu kommen. Lily schüttelte sich wegen den Gedanken. Sie fand es gar nicht Lustig als Black die Tiere auf die Schüler losgelassen hatte.
 
 
-Rückblick-

Eifrig schrieb Lily Notizen auf ihr Pergament und sah dann auf zu Professor McGonagall die der Klasse vorführte wie man die Tiere auf ihren Tischen in farblich passende Stehlampen verwandelte. Lily sah zu der schwarzen Katze die ihr zu geteilt wurde und streichelte ihr kurz über das Fell. Die Katze schnurrte und Lily schaute wieder nach vorne. Schließlich forderte Professor McGonagall die Klasse nun auf an den Tieren zu üben.
Als Lily ein lautes Rumms vernahm drehte sie sich um und verdrehte die Augen als sie sah wer das Geräusch verursacht hatte. Black natürlich..
Lily drehte sich wieder nach vorne um und zückte ihren Zauberstab. Dann verwandelte sie perfekt ihre Katze in einer schwarzen Stehlampe. Dies wiederholte sie einige Minuten und dann ließ sie sich zufrieden in ihren Stuhl zurückfallen.
 
 
Plötzlich hörte sie von ihrer Rechten wie ein Schüler aufschrie. Alarmiert drehte sich Lily sofort besorgt zu den Jungen. Er war in Hufflepuff und er war gerade dabei sich ein Frettchen aus der Unterhose zu ziehen. Lily konnte schon denken wer dahinter steckte und sie würde ihn dafür.. - ihre Gedanken wurden unterbrochen als immer mehr Schüler anfingen wie wild zu schreien. Die Schüler wurden von ihren jeweiligen Tieren angegriffen die nun versuchten unter der Kleidung der Schüler zu kommen. Aus dem Augenwinkel heraus sah Lily wie Black einen weiteren Schlenker mit seinem Zauberstabs machte und schon ließ Black sein zugeteiltes Frettchen auf Lilys Umhang los. Die junge Evans warf ihn noch einen warnenden Blick zu doch es war zu spät – das Frettchen hatte sich bereits daran gemacht ihren Umhang zu erklimmen. Sie ließ einen gellenden Schrei los den Zauberstab hoch erhoben und auf Sirius gerichtet ... und in genau diesem Moment eilte Professor McGonagall zurück in ihr Klassenzimmer. An der Tür blieb sie für eine Sekunde geschockt stehen ihre Augen weit aufgerissen bei dem Anblick des verwüsteten Klassenzimmers der kreischenden Tiere und der noch lauter kreischenden Schülerschar. Ihre Lippen bildeten eine verdächtig dünne Linie als sie mit dem leichten Zucken ihres Zauberstabs die Tiere zurück in ihren harmlosen Zustand versetze. Ihr Blick ruhte auf Sirius der sein Lachen noch immer nicht unterdrücken konnte auf Remus der direkt neben diesem saß und eine Unschuldsmiene aufgelegt hatte die ihm wohl niemand abkaufte und auch auf Lily die mit fuchsteufelswildem Blick dar stand den Zauberstab direkt auf Sirius gerichtet.
 
„Ich glaube es wäre an der Zeit sich zu entschuldigen!“ giftete Lily Evans in Sirius Richtung „Wenn Professor McGonagall sieht das du dein Handeln bereust  wird sie sicherlich von weiteren Konsequenzen ablassen.“
Black, Remus und sie warteten alle im Klassenraum auf McGonagall  die wie sie es ausgedrückt hatte – ein ernstes Wörtchen mit ihnen zu reden hatte weil sie ja so töricht wären ihre kostbare Unterrichtszeit für alberne Kinderrein zu nutzen und mit dem Zauberstab andere Menschen bedrohen.
„Deine Vorschläge in allen Ehren Evans aber sie sind so was von beeindruckend unhilfreich. Manchmal glaube ich wirklich dass du nur redest um Geräusche zu machen.“ schnauzend Sirius zickig in Lilys Richtung.
Lily klappte der Mund auf. Sie wollte zwar was sagen aber sie ließ es lieber sein.
Mit rauschendem Umhang betrat ihre Hauslehrerin den Raum. Den Mund zu einer dünnen Linie verzogen was nichts Gutes bedeuten konnte.
„Wie kommen sie auf die Idee – während ihrer Unterrichtszeit ihre Verwandlungstiere auf die Klasse los zu lassen? Kann ich nicht für einen einzigen Moment das Klassenzimmer verlassen ohne dass ich es nachher in absoluten Chaos vorfinde?“ fing sie an und Lily bemerkte das ihr Blick während ihrer gesamten Rede nur auf Black ruhte.
Lily grinste.
Er würde sicherlich wieder am meisten Ärger bekommen.
“Und zu ihnen Miss Evans – ich betrete den Raum und sie zielen absichtlich mit ihrem Zauberstab auf Schüler – egal ob diese einen Streich gespielt haben oder nicht. Attacken auf Andere dulde ich nicht. Sie werden genauso wie Mr. Black und Mr. Lupin eine Strafarbeit erledigen bitte warten sie draußen während ich mit den jungen Herren das Maß der Strafe bespreche…“
Lilys grinsen verschwand so schnell wie es gekommen war.
Wie.. Wieso?! Wieso denn bitte sie?!
Sie sah das Black sie vergnügt beobachtete als sie saurer Miene das Klassenzimmer verließ.
Er wusste ganz genau dass sie eigentlich keine Strafarbeit verdient hatte. Absolut jeder hätte sich wahrscheinlich gewehrt wenn einem ein wütendes Frettchen auf den Hals gehext werden würde.

-Rückblick Ende–

Lily stampfte hinunter zu der Hütte des Wildhüters. Als sie sah das Black und Remus ebenfalls auf den Weg dorthin waren lief sie schneller. Direkt auf die beiden zu. Als sie an den beiden vorbei ging rammte sie Sirius mit ihrer Schulter und ging mit schnellen Schritten zu Hagrids Hütte. Dort angekommen wartete sie vor seiner Tür.
Als Black und Remus ebenfalls ankamen bemerkte sie wie Sirius versuchte sie mit seinen Blicken zu erdolchen. Lily erwiderte diese Blicke zu gerne. Sie hasste ihn und er hasste sie. So einfach war das. Und da konnte nichts und niemand was dran ändern. Sie würde Sirus Black erst als eine Art Freund ansehen wenn die Hölle gefrieren und die ganzen Schüler von Hogwarts auf ihr Eislaufen würden.
Mit lautem Gepolter kam der Wildhüter Hagrid aus seiner Hütte und winkte sie alle lächelnd zu ihnen. “Schön… Schön“ murmelte er  in die Runde und sah jedem Schüler ins Gesicht “Alle da… dann gehen wir los“ meinte Hagrid und stampfte in den Wald hinein. Die Schüler die folgten ihn mit einigem Abstand. Lily hasste diesen Wald.. aber da musste sie wohl oder übel wohl durch.

((Ich hoffe es ist so in Ordnung Smile))
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Yasmina Melda
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   So Jun 30, 2013 10:12 am

Die junge Hexe lief gezielt zur großen Halle. Zwar hatte sie keine Ahnung was sie da wollte, da sie das Frühstück schon lange verpasst hatte.. Aber vielleicht fand sie dort ja Salazar oder Erika.
Schnell lief Melda die Treppen runter und sah aus dem Augenwinkel Lucius, gefolgt von Narzissa Black. Ein kleines Grinsen breitete sich auf ihrem Mund aus. Narzissa sah aus wie ein Stalker, oder ein Hauself der seinem Gebieter nach rennt. Dann verschwanden sie beide zusammen hinaus.

Als Yasmina die große Halle betrat war sie leicht schockiert. Niemand, mit dem sie etwas zu tun hatte war dort. Die junge Dame setzte sich für einen Moment neben anderen Gryffindor's. ,,Wo sind die anderen?", fragte sie in die Runde, doch niemand wusste wo sich Erika oder Lily aufhielten.
Nach wenigen Minuten stand die Blondhaarige wieder auf und ging raus auf den Hof. Aus der Ferne sah sie Narzissa und Lucius wie sie in die Richtung von Hagrids Hütte liefen. ,,Vielleicht find ich da Salazar..", dachte sie sich und ging ihnen langsam hinterher.
Als Narzissa und Lucius ankamen, sah Yasmina schon das niemand auf machte und stellte sich an den Rand zum Verbotenen Wald. Wie sich  die Gryffindor das schon gedacht hatte, fand sie hier auch Salazar. Da sie jedoch mit Narcissa und Lucius gekommen war, zog sie es vor erst mal am Rand stehen zu bleiben. Was wollte sie hier noch? Eigentlich könnte sie auch wieder ins Schloss gehen und dort auf sie warten.. Aber vielleicht würde es hier noch interessant werden. Neugierig was die alle hier machen, blieb sie wie angewurzelt stehen.
Einige Minuten vergingen, da tauchten auch Remus und Sirius auf. ",,Moment.. Was machen den Gryffindors hier?"" Ihr Blick blieb an Sirius hängen. Wie schön er doch war... Noch nie begegnete sie so einen schönen Jungen.
Ihre Schwämerei wurde durch Hagrid unterbrochen, der auf die Gruppe zu kam. Mit schnellen Blicken sah er alle Anwesende an und machte eine kurze Ansage. ",,Verdammt! Yasmina! Schleich dich schnell weg!" Melda guckte sich um. Wie sollte sie dort denn jetzt nur wegkommen? Die Gruppe fing an sich zu bewegen, und Yasmina war gezwungen ihnen zu folgen. Sie hielt sich hinter Remus und Sirius. Sonst kannte sie schließlich niemanden da. Salazar war ihr zu dicht bei Lucius, und auf blöde Sprüche von einem Reinblut hatte sie jetzt wirklich keine Lust.
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Salazar Ceberus
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Di Jul 02, 2013 4:54 am

cf: Hogwarts, Der See

ZEITSPRUNG

Sal stapft missmutig über die weite Wiese, die sich hinter dem Schloss erstreckte. Es war spät am Nachmittag und die Dämmerung brach bereits herein. Sie stolpert, in Gedanken verloren, über eine Wurzel und wäre beinahe hingefallen, hätte sie sich nicht im letzten Moment abgefangen. Sie stieß einen Fluch aus. Na toll, das fing ja schon mal gut an. Sie richtete ihren Umhang und rauschte weiter.

Sie hatte sich auf den Weg zum Rande des verbotenen Waldes gemacht und war nicht wirklich glücklich darüber. Es hatte am Tag geregnet und nun war das Gras nass und der Saum ihres Umhangs war schon durchweicht. Sowieso fühlte sie die herbstliche Kälte, die sich langsam den Weg durch ihre Uniform suchte. Sie fröstelte und zog die Schultern hoch, damit ihr grüner Schal ihren Kiefer und ihre Nase bedeckte. Fast hätte sie laut aufgelacht. Es machte ihr nichts aus Strafarbeiten zu machen, ihr waren die Gefahren des verbotenen Waldes egal, doch diese verflixt verfluchte Kälte ließ sie zittern. Sie hatte nicht wirklich erwartet mit ihrem Vergehen davon zukommen, aber sicher hatte der Herr Direktor eine wunderbar fiese Eule von ihren Eltern bekommen. Zumeist war ihnen ihre Tochter ja egal, doch wenn es um die schulische Laufbahn ihres Sprösslings ging, da kannten sie keine Gnade. Doch diesmal konnte selbst die geballte Macht ihres Vaters sie nicht retten. Wie gesagt, Sal hatte es auch nicht anderes erwartet. Trotzdem, so schrieb sie jedenfalls ihren Eltern, fand sie sich benachteiligt und missverstanden, wäre sie doch nie in der Lage ein solches Verbrechen zu begehen. Nun musste sie doch wirklich kichern. Natürlich war sie mehr als auch nur in der Lage so etwas zu tun. Es war auch nicht das erste Mal, dass sie gegen die Vorschriften verstieß.
Es war nur das erste Mal, dass sie sich erwischen ließ. Nur deshalb war die Strafe so milde ausgefallen. Anders als Potter und seine treue Gefolgschaft, mochte sie die Aufmerksamkeit nicht, die ihr zu Teil wurde, wenn sie etwas ausgefressen hatte. Sie war keine Unruhestifterin. Sie liebte die Liebe die ihr entgegen gebracht wurde. Sie war das Biest, das jeder liebte zu hassen und jeder hasste zu Lieben. Die Gerüchte überschlugen sich regelrecht, was ihr Vergehen betraf. Manch einer war felsenfest davon übertroffen, dass sie ein Verhältnis mit dem Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste hatte. Das war nicht unwahrscheinlich, doch leider eben nur ein Gerücht. Sie hatte gehört, dass sie illegale Drogen der Muggle an Erstklässler verkauft hatte. Darüber musste sie dann doch mehr als schmunzeln. Tatsächlich war es weniger spektakulär und böser gewesen, als es manch einem lieb war.

Sal saß im Waschraum des Slytherin Raums. Sie hörte das Schluchzen und das Geheule des Mädchens, dessen Name sie schon wieder vergessen hatte. Das arme Ding dachte, dass sie ihr wirklich zuhörte und dass sich die kühle Blonde für die lächerlichen Probleme der Drittklässlerin interessierte. An den richtigen hatte sie Mitgefühl geheuchelt und sich einfach nur an den Sorgen der Kleinen erfreut. Aufmerksam wurde sie erst, als sie hörte, dass sich das Mädchen wirklich etwas antun wollte. Das war neu. Doch anstatt das zu tun, was jeder getan hätte, nämlich einen Lehrer zu alarmieren, fütterte sie das Selbstmitleid und Elend der Schülerin noch. Sie hatte nie die Absicht verfolgt, dass sich das Mädel wirklich umbringen würde. Eine Woche später kam dann allerdings Professor McGonnagal und wollte mit ihr reden. Eine junge Slytherin hatte angegeben, dass Sal ihr eingeredet hatte, dass es wohl das Beste sein würde, wenn sie sich vom höchsten Turm der Schule stürzen sollte. Salazar hatte ja nicht geahnt, dass das dumme Gör sich wirklich auf den Turm gestellt hatte. Sal stritt alles ab, doch die Lehrerschaft musste handeln.


Endlich war sie am Rande des Waldes angekommen und wartete. Sie hatte gedacht und, heimlich, gehofft, dass sie die Einzige war, die heute hier zusammen mit dem Wildhüter durch den Wald stiefeln musste. Ihre Hoffnung wurde allerdings zerschlagen, als der gutaussehende Lucius Malfoy, gefolgt von den beiden verhassten Gryffindor Remus Lupin und, zu ihrem Bedauern, auch Sirius Black. Sie hatte nicht  mehr seit jener Nacht mit Sirius geredet und verspürte auch keine Lust dazu. Ihre anfängliche Besessenheit war einer Gleichgültigkeit gewichen, die fast schon an starke Abneigung grenzte. Erst jetzt bemerkte sie, dass Zissa Black hinter Lucius hervor lugte. Sie sah nicht gerade zu froh über den Fakt aus, dass sie gleich den dunklen, verbotenen Wald betreten sollte. Sie kicherte leise, was ihr einen neugierigen Blick des jungen Malfoy einbrachte, sie lächelte nur leicht zurück. Hagrid war mittlerweile aus seiner Hütte heraus und auf die kleine Gruppe gestolpert.


Der klobige Wildhüter sah ihnen allen ins Gesicht und brummte: „Alle da… dann gehen wir los.“ Sie liefen alle gleichzeigt los, bis Hagrid verlauten ließ: ",,Verdammt! Yasmina! Schleich dich schnell weg!" Salazar drehte sich um, ihr blonder Pferdeschwanz peitschte durch die Luft, und sie sah ihrer Freundin ins Gesicht. Mit einem Blick signalisierte sie ihr, ihre Verwunderung. Laut los formte sie die Worte: „Was zur Hölle tust du hier?“


Zuletzt von Salazar Ceberus am Di Jul 02, 2013 8:40 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : cf-Link)
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Lucius Malfoy
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Fr Jul 05, 2013 12:23 am

First Post

Lucius lief arrogant die Treppen hinunter. Gerade hatte er mit ein paar Freunde gegessen, und war sich unschlüssig, was er jetzt noch tun sollte? Endlich war der Unterricht beendet und er könnte etwas mit seinen Freunden unternehmen, aber wo waren alle hin? Als Luc die letzte Stufe runter ging, schaute er sich kurz um. Sonderlich viel interessiert es ihn nicht, das niemand da war den er kannte, weswegen er alleine den Gang entlang ging.

Es dauerte nicht lange, da gelangte Malfoy in den Gang wo sich die Klassenzimmer befanden. Mit einem lustlosen Gesichtsausdruck ging er durch die Menge, merkte wie die meisten ihn anschauten und schnell Platz machten. Er genoss es sichtlich, dass er sich diesen Status in der Schule geschaffen hatte. Man achtete ihn als ein Mitglied einer wichtigen und einflussreichen Familie. Diese Kinder schuldeten ihm Respekt, das hatte ihm sein Vater immer wieder eingeschärft. Er war ein Malfoy! Natürlich hatte es einige Zeit gedauert und er hatte einige Male seinen Standpunkt mit Hilfe seiner Freunde klarstellen müssen, aber jetzt funktionierten sie - diese Schüler! Alle taten das selbe wenn sie ihn sahen - Dumm angucken und platz machen. Gut so!
Lucius interessierte sich nicht für Vertrauensschüler oder sonstiges - er brauchte keine Stellung um Ansehen zu genießen. Das hatte er bei seinesgleichen und die ANDEREN waren ihm egal - sie zählten doch sowiso nicht. Soviele hier waren Schlammblüter..Mischlinge! Die würde er doch niemals anfassen ~ soviel waren die Schlammblüter nicht wert (um genau zu sein.. waren sie gar nichts wert!).

Der Blonde Junge merkte wie jemand ihm gezielt hinterher lief. Was zur Hölle ging denn jetzt ab? Malfoy legte etwas Tempo zu und verschwand auf die Toilette. Er schaute sich um, ob in der Kabine jemand war, doch der Raum war leer. Schnell wuscht er sein Gesicht und richtete seine Haare. Ein gepflegtes Äußeres war wichtig!
Nicht lange dauerte e, da trat eine Horde von Jungs hinein.
Lucius zog es vor sich dieser Übermacht nicht auszusetzen. Er mochte keine Auseinandersetzungen, seien sie verbal oder körperlich, bei denen er allein und unterlegen war.
'Der Klügere geht und kommt gegebenenfalls unterstützt im Kreis von Freunden wieder' Der Rat seines Vaters klang in seinen Ohren. Luc liebte seinen Vater, für seine Noblesse, seine Stärke, sein sicheres Auftreten. Alle kuschten vor ihm, auch hier in Hogwarts, denn er hatte große Summen an die Schule gespendet. Selbst die Lehrer wussten, was sie Luc schuldig waren - die meisten jedenfalls!


Mit einen hörbaren Zischen verließ er die Toilette und bemerkte Narzissa Black, die auf einer Bank saß. Ohne zu überlegen ging er langsam auf sie zu. Was hat dieses Mädchen nur an sich, das er sich wirklich zu ihr gesellte? Klar sie war ein unglaublich schönes Mädchen, mit wunderschönem Haar und diese Art wie sie lachte.. Reiß dich zusammen Lucius! Du wirst doch jetzt nicht wegen einer Black gefühlsduselig!
Malfoy stand ohne etwas zu sagen vor ihr. Sie sah ihn nicht lange an, da fragte sie ihn ob er nicht ein Stück mit ihr spazieren gehen wollte. Mit einem kurzen Nicken stimmte er ein.
Beide liefen in langsamen Tempo nebeneinander. Malfoy ignorierte die Blicke von den anderen. Hatten die denn nichts besseres zu tun,als nur zu gaffen?! Er ließ einen verachtenden Blick umherschweifen und stellte mit Genugtuung fest, dass die meisten sich abwandten.

Als Narzissa im Hof auf einer Bank stopp machte, setzte er sich zu ihr und schaute hoch zum Himmel. Zwischen ihnen herrschte eine ausnehmend peinliche Stille, die Luc auf unangenehme Weise verunsicherte. Was hatte Narzissa denn so dringendes auf dem Herzen, was sie nicht hätte drinnen besprechen konnte? Gerade als der Blonde das Wort greifen wollte, plapperte sie los. Lucius konnte ihr nicht wirklich folgen. Sie stotterte und war doch irgendwie zu schnell.
Malfoy war von Narzissa so abgelenkt, dass er gar nicht merkte wie eine Lehrerin vor ihnen stand. Erst als die Black sie bemerkte sah er zu der älteren Dame hoch. Ohne sich einzumischen hörte er sich die Bitte der Lehrerin an. Lucius würde derartige Gefallen immer schnell und geflissentlich erledigen, das würde positiv vermerkt werden.. Aber Narzissa war von der Bitte nicht so begeistert. Als sie dann noch einen Spruch abließ, seit wann es von Reinblüter die Aufgabe sei Wildhütter den Hustensaft hinterher zu tragen, lachte er leise auf. ,,Hack dich nicht so! Ich begleiten dich gerne dahin.", sagte er und ging mit ihr zusammen zur Hütte. Aus der Ferne konnte Luc schon einen blonden Kopf erkennen. Er wusste aber nicht wer das war. Doch je dichter die beiden zur Hütte gelangten, umso bekannter kam ihm das Mädchen vor. - Salazar Ceberus- Eine schlagfertige Person , die zumindest reinblütig war. Narzissa hatte inzwischen begriffen, dass das ganze Klopfen nichts mehr bringen würde, und stellte sich wieder zurück zu Lucius. Er schaute zu ihr hinunter, bis er anfing zu reden. ,,Der wird schon kommen. Wir warten einfach.."

Der Blondhaarige wollte gerade hoch zum Himmel gucken, als er Schritte und stimmen hörte. In der Hoffnung das es Hagrid sei, drehte er sich um. Natürlich war es nicht der Wildhüter, sondern dieser arrogante Sirius Black und sein Halbblut Freund Remus Lupin. Mit einer hochgezogenen Augenbrau drehte er sich wieder um und bemerkte ein weiteres Mitglied aus Gryffindor. Yasmina Melda. Soweit Luc es mitbekommen hatte war sie muggelabstämmig.
Hinter Remus und Sirius trottelte Lily Evans zur Hütte, und sie sah alles andere als glücklich aus. Was war denn hier los? Wieso sind die alle vor der Hütte? Etwas irritiert schaute er zur Tür, die endlich auf ging und Hagrid hinaus trat.
Er überflog schnell die Gruppe und nuschelte irgendwas in seinen Bart hinein. ,, Alle da… dann gehen wir los." Lucius öffnete seinen Mund leicht. ,,Wohin gehen wir?", fragte er Narzissa leise. Doch sie antwortete nicht, sondern guckte nur erschrocken zum Verbotenen Wald. Ein leises Kichern brachte ihn aus den Konzept. Er drehte sich zu Salazar um, die leise vor sich hin kichert. Mit fragend erhobenen Augenbrauen guckte er sie an, grinste kurz und drehte sich wieder um als sich die Gruppe nach vorne bewegte. Natürlich hätte er sogleich aufklären können, dass sie ja gar nicht hierzu gehörte, aber da war dieser Wissensdurst herauszufinden, was die anderen erwartete und der Kitzel etwas Verbotenes zu tun. Lucius blieb lieber still.

Die Gruppe war gerade mal am Rand des Waldes, als Salazar plötzlich laut fragte:,, Was zur Hölle tust du hier?“ Verwundert drehte er sich erneut zu ihr um und realisierte das die Frage an Yasmina ging. Wollte Salazar sie jetzt fertig machen? Er sah sich genervt um.
Der Verbotene Wald, eine verängstige Black, ihr arroganter Cousin, Schlammblüter ..und dann noch ein Zickenkrieg?! Doch vielleicht hatte Salazar nichts Böses im Sinne. Schließlich kannte er die Beziehung zwischen Yasmina und ihr nicht.. Aber auf der anderen Seite war dieses Mädchen wohl zu allem fähig. ,,Hey Salazar, willst du nicht lieber neben uns gehen." Sein Satz klang nicht gerade wie eine Frage, auch nicht wie ein Befehl - eher eine Andeutung das Sal sich mehr an Ihresgleichen halten sollte.
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Remus Lupin
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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   Mo Jul 08, 2013 1:17 am

Remus schaute sich nochmals nervös zu der größer werdenden Schülergruppe um, ehe er seine Augen wieder auf Sirius Gesicht heftete. Zittrig trat er von einem Fuß auf den anderen, Sirius machte eine leichte Bewegung nach links so dass sein Rücken Remus von den Blicken der anderen Schüler abschirmte. Der Lupin fühlte sich an den Tag erinnert an dem er bei Sirius am See gesessen hatte, als dieser Pflege magischer Geschöpfe geschwänzt hatte um ihn zu trösten – auch da hatte er sich vor Remus gestellt damit ihn niemand heulen sah. Und auch wenn Remus es hasste immer so schwach zu sein, musste er zugeben das es ein gutes Gefühl war in Sirius eine starke Schulter zum anlehnen gefunden zu haben.
„Moons du brauchst doch keine Angst haben ...“, sagte Sirius leise und Remus war beinahe geschockt über den ersthaften Ausdruck der Sorge in Sirius Augen. Normalerweise waren Sirius Gefühle egal, ausgenommen vielleicht seine eigenen.
Ein merkwürdiges, warmes, zähflüssiges Gefühl breitete sich in seinem Magen aus. Genauso hatte Sirius Remus am See angesehen als dieser seinem Freund erzählt hatte das er nur normal sein wollte und Sirius keine Antwort gewusst hatte, weil es keine Antwort darauf gab. Remus unterdrückte ein Lächeln und das jähe Verlangen Sirius zu umarmen, denn er durfte das nicht tun ... Sirius wollte das nicht ... und er selbst sollte es nicht wollen.
„Wenn du nicht damit klar kommst, dann darfst du die ganze Zeit meine Hand halten. So und jetzt sei nicht mehr so steif, das wird doch kein großes Ding.“
Remus leichter Anflug von einem Lächeln wurde bei Sirius Worten von seinem Gesicht gewischt.
„Ich bin nicht steif“, sagte der Werwolf empört. Er hätte nach dem Geständnis das er Angst vor Monstern hatte, gerne noch seine kleine, verbleibende Würde behalten – doch er wurde bei Sirius Worten knallrot und wandte sich schnell von seinem Freund ab.
„Noch nicht Remus, noch nicht“.
Ein gurgelndes Geräusch entdrang seiner Kehle, schnell machte er sich auf den Weg in Richtung Hagrid. Das Gefühl in seinem Magen war trotz seines knallroten Gesichts immer noch der wärmste Teil seines Körpers.

Hagrid sah gewohnt riesig und eine abstruse Mischung aus gefährlich und niedlich aus als er seine Hütte verließ und die Gruppe begrüßte. Sirius sah mittlerweile nicht mehr ganz so gut gelaunt aus – sei es wegen der kommenden Strafarbeit die wohl einige Stunden dauern würde, oder weil Lily ihm in vorbeigehen die Schulter in den Oberkörper gerammt hatte. Vielleicht war ihm auch nur langweilig – Remus war sich nicht sicher.
Die beiden Rumtreiber hielten sich in einigem Abstand zu Lucius Malfoy und Narzissa Black auf, die mit ihren frisch geputzten Stiefeln durch den Matsch liefen und so fehl am Platz wirkten das es lächerlich war.
Hinter Remus war Yasmina Melda, die sich – wie er zu seinem Leidwesen feststellen musste – Salazar Ceberus unterhielt.
Remus wusste nicht warum er die blonde Slytherin nicht mehr ausstehen konnte. Gut, er wusste es, aber er wollte es nicht zugeben. Eigentlich hatte der Lupin nichts gegen Slytherins wenn sie ihn auf den Gängen nicht mal wieder verfluchten oder ihn ununterbrochen aufzogen. Salazar war auch noch sehr nett, immerhin war sie sogar mit einer Gryffindor befreundet – doch Remus konnte nicht anders als sie mit bösen Blicken zu durchbohren wann immer sein Blick über ihren hellblonden Schopf streifte. Was hat Sirius nur an ihr gefunden? Was hatte sie schon an sich, außer ihr Aussehen? Wieso suchte sich Sirius immer hübsche Schülerinnen aus, das war so als würde er Schokolade nach ihrer Verpackung auswählen und nicht nach ihrem Geschmack. Doch anscheinend musste sie irgendetwas an sich haben, den Sirius hatte mit ihr – Remus wurde bei diesem Gedanken wieder etwas röter – geschlafen.
„Vielleicht hat er auch nur mit ihr geschlafen weil sie ein Mädchen ist?“, schoss es Remus durch den Kopf .  Das war wohl etwas das ihm Salazar immer vorweg haben würde, ganz egal was Remus tat oder sagte.

Hagrid pfiff fröhlich vor sich her, als er als erster der verbotenen Wald auf dem kleinen Trampelpfad betrat. Dahinter liefen alle Schüler in lockeren Zweierreihen.
„Hey Salazar, willst du nicht lieber neben uns gehen“, ertönte Lucius Malfoys nasale Stimme, sein Blick lag stechendscharf auf Salazar die neben Yasmina daher spazierte. Remus Blick lag geschockt auf Lucius als er dessen Ton vernahm, es klang wirklich so als fände er es abstoßend das es Salazar auch nur in Betracht zog neben jemanden zu laufen der in Gryffindor war und vor allem neben jemanden der nicht ‚reinblütig’ war.
Der Lupin spürte wie auch Sirius neben ihm aus seiner scheinbaren Langeweile hochschreckte und Lucius hasserfüllt beäugte.
Remus griff seinem Freund an den Saum seines Ärmels. „Das ist es nicht wert Padfoot“; flüsterte er leise und schleifte Sirius weiter. Solange die Slytherins Yasmina nicht beleidigten und angriffen, sollten sie es lieber nicht auf einen weiteren Streit ankommen lassen.

Einige Minuten lief die Gruppe noch weiter in den Wald hinein. Der Trampelpfad wurde stellenweise immer undeutlicher und die Decke aus Baumkronen über ihnen wurde immer dicker und dicker bis sie kaum noch Licht auf den Waldboden durchkommen ließ. Um sie herum konnte man immer wieder die Laute verschiedener Tiere hören die Remus nicht sofort identifizieren konnte.
Ohne Vorwarnung blieb Hagrid auf dem Trampelpfad stehen und Remus lief mit einem hörbaren Aufprall in Hagrids breiten Rücken hinein was für einige Lacher bei den Slytherins sorgte und Hagrid verblüfft auf den Boden blicken ließ, mit der offensichtliche Frage im Gesicht warum einer der Schüler auf einmal auf dem Boden lag. Vermutlich hatte er den Aufprall gar nicht gespürt.
Umständlich rappelte sich Remus hoch und klopfte die Dreck und Blätter vor seinem Umhang, dann erhob Hagrid die Stimme:
„So ... Herzlich Willkommen beim Nachsitzen“, sagte er laut und Remus hatte die Befürchtung das er mit seiner lauten, durchdringenden Stimme vielleicht Tiere wecken würde die der Lupin lieber weiterhin schlafend geglaubt hätte. Außerdem fühlte er sich etwas veräppelt von Hagrids guter Laune, der Wildhüter dachte wohl sie hätte eine Art erster Preis gewonnen so das sie heute alle mit ihm in den Verbotenen Wald spazieren durften, anstatt bei einer warmer Tasse Kakao am Kaminfeuer zu sitzen, in dem Schoß ein gutes Buch von dem man auch was lernen konnte.
„Heute muss ich den Bestand der Bilsenkräuter kontrollieren. Diese blühen, wie ihr hoffentlich wisst, nur am späten Abend. Und wenn sie gut aussehen können wir sie am nächsten Halbmond pflücken ... Auf der Lichtung da vorne sind die Pflanzen überall verteilt. Bitte achtet darauf welche Färbung sie haben. Sie sollten momentan ein helles Grau haben, wenn sie dann gepflückt werden sollten sie schneeweiß sein.“
Remus wurde bewusst das Hagrid diese Arbeit gut und gerne auch hätte alleine erledigen können, vermutlich bestand die Strafe bei diesem Nachsitzen nur darin sich vor dem Verbotenen Wald zu fürchten.
Zusammen mit Sirius ging Remus zu einer kleinen Ansammlung der Bilsenkräuter, bei der auch schon Salazar und Yasmina standen.
Der Lupin hockte sich auf den Boden und zupfte die bereits schneeweißen Blüten von ihren kratzigen Halmen.
„Die schneeweißen sind eh nicht mehr zu gebrauchen ... Das Bilsenkraut entfaltet seine Wirkung nur dann wenn es bei Halbmond gepflückt wird – und diese werden beim nächsten Halbmond schon verwelkt sein ...“, sagte er leise in Richtung der kleinen Gruppe.
Sirius sah ihn ein bisschen geschockt an. „Halt doch einfach die Klappe Remus“, sagte er dann leise lachend. Remus wurde abermals knallrot im Gesicht und wandte sich wieder den Kräutern zu – er musste wirklich lernen wann der falsche Zeitpunkt für seine kleinen Lehrstunden war, und mitten im verbotenen Wald während sich kaum jemand wirklich um die Binsenkräuter scherte, Hagrid vielleicht ausgenommen, war wohl der falsche Zeitpunkt.

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BeitragThema: Re: Der verbotene Wald   So Jul 14, 2013 6:59 am

Lily seufzte leise auf und ging hinter Remus und Sirius her. Sie beobachtete die anderen besonders die Slytherins. Ihr Blick lag auf Lucius Malfoy. Sie konnte ihn einfach nicht leiden. Da konnte sie wohl Sirius mehr leiden als ihn und das sollte schon etwas heißen! Sirius war ja schon arrogant aber Lucius erst... Lily schüttelte sich leicht. Okay.. der Schein konnte täuschen. Das sah man an James. Lily fand ihn auch immer arrogant und nun war sie mit ihm zusammen. Die junge Gryffindor lachte in sich hinein. Wenn ihr jemand damals gesagt hätte dass sie mit James Potter zusammen kommen würde dann hätte sie diesen jemand aber schnell ins Mungos einweisen lassen. Lily vermisste James sehr. Sie ohrfeigte sich innerlich. Sie hätte niemals den Zauberstab gegen Sirius erheben sollen. Denn wenn sie dies nicht gemacht hätte dann wäre sie jetzt nicht hier und könnte garantiert bei James sein.

Sie blieben im Wald stehen. Lily sah zu Hagrid.
„So ... Herzlich Willkommen beim Nachsitzen“ sagte er laut und Lily zuckte leicht zusammen.
„Heute muss ich den Bestand der Bilsenkräuter kontrollieren. Diese blühen, wie ihr hoffentlich wisst, nur am späten Abend. Und wenn sie gut aussehen können wir sie am nächsten Halbmond pflücken ... Auf der Lichtung da vorne sind die Pflanzen überall verteilt. Bitte achtet darauf welche Färbung sie haben. Sie sollten momentan ein helles Grau haben, wenn sie dann gepflückt werden sollten sie schneeweiß sein.“

Lily ging einfach Remus und Sirius hinterher.
Sie gingen zu einer kleinen Ansammlung der Bilsenkräuter an der schon Salazar und Yasmina standen.
Sie hockte sich hin und sah sich die Kräuter an. Lily fand das sie schön aussahen.
„Die schneeweißen sind eh nicht mehr zu gebrauchen ... Das Bilsenkraut entfaltet seine Wirkung nur dann wenn es bei Halbmond gepflückt wird – und diese werden beim nächsten Halbmond schon verwelkt sein ...“ hörte sie Remus sagen. Sie sah das Sirius ihn ein bisschen geschockt ansah. „Halt doch einfach die Klappe Remus“ sagte er leise lachend. Lily verdrehte die Augen. Sie stand auf und wurde so gleich von jemandem angerempelt.
Lily fiel auf den Boden und sah sich um. War ja klar dachte sie... es war Sirius Black der sie abwertend betrachtete. „Tschuldige Evans. Hab dich nicht gesehen!“ sagte er gespielt unschuldig und versuchte sein Grinsen zu verstecken. Lily schnaubte „Sag mal Black... WAS ist eigentlich dein Problem mhm?! Wir können es gerne hier regeln!“ Er antwortete nicht und Lily sah ihn wütend an. Sirius grinste immer noch. Lily sah sich um. Remus, Salazar, Yasmina und ein paar andere sahen die beiden Gryffindors an. Hagrid schien diese kleine Auseinandersetzung nicht mitzubekommen.
Lily grinste als sie nach ein bisschen Erde griff und es Sirius voll ins Gesicht warf.
„Entschuldige Blacky! Hab dich nicht gesehen.“ meinte sie und lachte leise auf. Sie wusste zwar das dies jetzt ziemlich Kindisch wirken musste aber dies war ihr egal. Außerdem waren die meinsten Streiche von den Rumtreibern auch Kindisch also war es egal das sie jetzt auch ein wenig Kinsch sein würde. Dies war nur ein Teil ihrer kleinen 'Rache'. Sie stand auf und verschränkte die Arme. Sie wusste dafür würde sie bestimmt bezahlen aber das war es wert.
Ihr war klar dass er wusste das er sie mit seinen Grinsen provoziert hatte... er wollte wohl Streit.. DEN konnte er haben!!

(( Tut mir echt leid dass ich erst jetzt Antworte! Ich hatte Probleme mit meinen Pc und mit meinem Internet. Ständig ging die Verbindung von Router weg -.- Aber nun ist wieder alles in Ordnung. Ich hoffe der Post ist okay.))
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Der verbotene Wald

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